Archiv der Kategorie: Europa

Mit dem Familienzuwachs ( Emily, die kleine Westiedame) wird Europa immer wichtiger und interessanter

Finnland 2026, I: Tervetuloa Helsinki, Välkomma Helsingfors

Wie war die Nacht, so war die Nacht!

Schaukelig mit Sturmneigung, geschlossene Decks, viel Eis auf der Ostsee! Wir hatten dennoch gut geschlafen, auch wenn man schon erheblich den Seegang gespürt hatte.

Unser Frühstück war extraklasse, hier hatten wir ein paar Cent zum Buffet „draufgelegt“….dafür mit Sekt und Kaviar….sowie aboluter Ruhe, herrlich.

Und wann bekommt man schon mal Pralinen zum Frühstück?

Eine Stunde vor Landgang klebte ich mich an die verdreckte Scheibe auf Deck 8 und stierte ins Eis. Wir steuerten auf Helsinki zu, man konnte kaum Schäreninseln von Festland unterscheiden, der Neuschnee von rund 20cm machte es nicht leichter. Eisbrecher waren unterwegs….Finnland ein Wintermärchen!

Und dann hieß es gegen 10:30 Tervetuola Helsinki!

Wir nahmen uns für 12€ ein Uber, traten im Radisson Blue Seaside in den Club ei, bekamen zwei Drinks und ein Zimmer um 11:00 Uhr! Wir waren schwer begeistert.

Nach einem kurze. Boxenstop liefen wir los….im Neuschnee gar nicht so einfach!

Ein paar Impressionen von nicht bekannten Sehenswürdigkeiten mit toller Atmosphäre.

Johanneskirche:

Während wir so durch die Straßen schlenderten, fiel uns auf, dass alles zweisprachig war. Straßennamen in schwedisch und finnisch, schwedische Radiosender ( unser Uberfahrer hörte schwedisches Radio) etc.

Ich fragte das www und bekam folgende Antwort: Hier sind die Hauptgründe für die starke Präsenz des Schwedischen:

Kulturelle Präsenz: Es gibt eine ausgeprägte schwedischsprachige Kultur mit Zeitungen, Theatern und Medien.

Historische Verbindung: Finnland war vom 12. Jahrhundert bis 1809 ein integraler Bestandteil des schwedischen Reiches. Schwedisch war die Sprache der herrschenden Klasse, der Verwaltung und des Handels.

Offizieller Status: Schwedisch ist eine der zwei Nationalsprachen Finnlands. Das Recht, Behörden auf Schwedisch zu nutzen, ist in der Verfassung verankert.

Schwedischsprachige Bevölkerung: Etwa 5,3 % der Einwohner (ca. 300.000 Menschen) sprechen Schwedisch als Muttersprache, besonders an der West- und Südküste Finnlandschweden.

Schulunterricht: Nach einer Bildungsreform sind sowohl Schwedisch als auch Finnisch Pflichtfächer an Schulen, was die Präsenz der Sprache im Alltag sichert Wikipedia.

Na, wer hats gewusst?Ich nicht….Helsinki heißt übrigens Helsingfors auf schwedisch!

Nach rd 1,5km waren wir in der Innenstadt und bewunderten zunächst unsere Fähre und liefen dann zur Urpenski Kathedrale, russisch orthodox und 1868 erbaut.

Vor dem Gotteshaus noch ein paar Nettigkeiten vom Ufer.

Und hier kommt die Kathedrale:

Ich ging hinein, der Göttergatte pflegte den Atheismus.

Nach der Kirche war vor der Kirche…..Senatsplatz und Dom, quasi das Wahrzeichen von Helsinki.

Nach einer ausgiebigen Kaffepause im Espresso House ( hier ist alles fest in schwedischer Hand: Nordea, Espressohouse, Pressbyran, H&M, Handelsbanken usw.usw.usw.) liefen wir zum Amos Rex,,,,,Outdoorkunst im Schnee…verweht.

Der Blick auf den Bahnhof war beeindruckend und auch sonst gab es schöne Architektur.

Wieder ins Espressohaus und Zeit totgeschlagen, Holy Crab wartete auf uns. Als alte Meeresfrüchteliebhaber quasi ein Muss. Es gibt noch eine Dependance in Singapur und das Konzept ist schnell erklärt: Schürze um, Handschuhe an, Meeresfrüchte auf den Tisch gekippt…..genossen! Yummy war es!

Der Spaß war nicht ganz preiswert aber echt lohnenswert. ….klare Empfehlung für Nachahmer.

Auf dem Nachhauseweg wurden wir bereits auf das was kommt eingestimmt:

Zurück im Hotel genossen wir einfach nur das schöne Zimmer und wunderten uns über die knapp 30 Meldungen in meinem Iphone zu Polarlichter im Hohen Norden….bei uns ist leider nur noch Schnee angesagt..l

Schweden 2026: Stockholm – Helsinki, Tunnelbana, Uber, Fähre

Das Wetter hat sich geändert. Aus den bitterkalten -12 des nächtens, wurden schluderige Null Grad mit Schneeneigung. Schwitzen war inklusive am heutigen Tag.

Wieder frühstückten wir @home, packten unsere Sachen und zogen los! Tunnelbana Sightseeing. Ähnlich wie in Taschkent ist die U- Bahn in Stockholm sehr sehenswert . Aufgrund unserer Weiterreise hatten wir uns für vier, fünf sehenswerte Stationen entschieden, wir kommen bestimmt mal wieder.

Fangen wir mit T- Centralen an:

Rådhuset:

Kungsträdgården:

Tekniska Hoskolan:

Zu guter Letzt Stadion, die wohl berühmteste Station:

Zurück am Hotel blieb noch Zeit für ein Fickabreak im Espresso House….Kanelbullar ( wenigstens eine ist ein Muss) und lecker Cappuccino.

Wir verschlusten noch eine Stunde im Hotel, checkten gegen 13:00 Uhr aus und fuhren per Uber für ganz wenig Kronen zum Fährhafen, der ziemlich außerhalb liegt. Es regnete, 1Grad im Positiven zeigt wohl auch hier das Ende des Winters an.

Viel zu früh waren wir an der Fähre, egal….warm un trocken war es.

Wir hatten uns für Tallink Silja Line entschieden, obwohl die Viking stadtnäher ablegt, aber die älteren Schiffe hat. Bereits im Internet konnte ich erkennen, hier wird der Bautyp der Color Line auf uns warten….so war es dann auch.

Wir hatten uns bei „ Original Carrier of Santa Claus“ 🎅 für eine Außenkabineentschieden, die ganz niedlich daher kam….gemütlich auf jeden Fall.

Bis zum Ablegen hatten wir noch eine Stunde Zeit und erkundeten erstmal das Schiff.

Wer sich an den Bericht aus Oslo 2021 erinnert, wird auch die CM in diesen Fotos finden: https://allcontinentsinonelife.com/?s=Oslo+2021

Was bleibt von diesem Tag noch zu berichten? Wir schlemmten uns durch das Grandbuffet am Abend und staunten über die Eisschollen im Stockholmer Hafen, die uns auf der gesamten baltischen See begleiteten.

Vollgenudelt mit Kaviar und Co verdümmpelten wir den Abend mit den olympischen Spielen vor der Glotze.

Noch ganz weit weg von Helsinki zogen wir bereits am frühen Abend ein positives Fazit zur Fähre als Fortbewegungsmittel. Die Hütte war durch die Schulferien in Finnland zwar ausgebucht, da Viele die Verbindung zur Minikreuzfahrt machen, die Restaurantauswahl überzeugte durch und durch. Sowohl Fisch als auch Fleischesser ( bis aufs Roastbeef ließen wir diese Erfahrunf aus) kommen auf ihre Kosten. Das Essen erschien uns innovativer als auf der CM, die Thunfischpoke war zum Niederknien…..

Zufrieden kuschelten wir uns in unser Bett, den Stop in Mariehamm bekamen wir kaum mit. Umso näher wir Helsinki kamen, desto dichter wurde das Schneetreiben und wilder die See.

Schweden 2026: Stockholm II

Mit strahlendem Wetter begrüßte uns Stockholm am 20.02.26. Knackige -6 Grad, gefühlt -13 luden zur Dreifachschicht ein, die sich bewährte.

Nach einem Frühstück in Eigenregie, liefen wir gut gelaunt Richtung Sergels Torg und bewunderten den Platz und viele Kaufhäuser drumherum.

Das Eis auf der Ostsee hatte uns natürlich bereits am vorherigen Abend angezeckt, nur im Dunkeln geht man wohl eher nicht aufs Eis….dafür am Tag!!!

Vorher gab es aber noch einen kurzen Bummel durch Gamla Stan, Stor Torget und unzähligen Souvenirschuppen.

Und nun zum Eis auf der Ostsee, aus dem Fernsehen bekamen wir später die Info, das erstmalig seit 15 Jahren dieses Phänomen gefeiert werden darf:

Lange blieben wir allerdings nicht auf dem kühlen Nass, uns war es doch etwas unheimlig. Aufgrund der frühen Zeit und da es ja auch noch ein normaler Wochentag war, hielt sich die Präsenz der Stockholmer noch in Grenzen….,eine Art Lebensversicherung???!!!!

Aud dem kürzesten Weg liefen wir Richtung Skeppsholmen und der berühmten Brücke.

Skeppsholmen, wieder eine der 14 Inseln, die wir aber letzendlich nicht besuchten, Nur die Brücke, die sollte es sein…warum, seht her!

Mit dem Krönchen perfekt in Pose gesetzt, bekommt das Schloss ( s. auch Schweden 2023) eine ganz neue Ausstrahlung….quasi ein must have der Stockholmtouris. Wir waren allerdings alleine auf der Brücke, im Sommer wohl ein Ding der Unmöglichkeit.

Es ging auf Mittag zu und wir wollten in die Saluhallen von Östermalm. Unterwegs. bewunderten wir nicht nur die wohl schönste Apotheke Stockholms, sondern nutzten diese sogar für kleinere Blessuren. Die Apotheke zum Storchen…Sterken in Svenska.

Östermalm, ein Ort der Eleganz und der schwedischen Krone, rd. 1:11 übrigens. Meine Güte, ähnlich wie Paris….Städte ohne Kriegszerstörung haben was. Da kommen unsere Nester ärmlich daher.

Die Saluhallen ( gebaut 1888) und die Hedwig Eleonora Kirche:

Die Halle. suchen ihresgleichen…wir waren begeistert und ein sehr teures Mittagessen musste sein. Es war allerdings der Suff, der unsere Reisekasse schmälerte. Alkohol, sei es nur Bier….in Skandinavien, im Restaurant, ein no go.

Der krönende Abschluss des Tages? Das Abba Museum! Wir waren bereits eine Stunde vor unserem Zeitslot am Museum, konnten aber dennoch schon in die heiligen Hallen.

Wir hatten wenig erwartet und tatsächlich Spaß. Vom Werdegang, über Karaokeboxen, goldenen Schallplatten, schlechten Kostümen….es war ALLES dabei. Für echte Fans ein muss, für uns nice to see.

Nach dem Museumsbesuch, machen wir es kurz….Boxenstop via Uber! Auch nur vier Euro teurer als die Öffis und binnen zehn Minuten wieder am Hotel, Rade aus Kroatien sei Dank.

Wir verließen die Hütte nur noch fürs schnelle Abendessen ( same procedure as last evening) und fielen ermattet vor die Glotze…Olympia, auf allen Kanälen.

Schweden 2026: Stockholm

Schweden und Finnland im tiefen Winter….WAS um Himmelswillen zieht man denn da an?

Der Wetterbericht erfreute seit Wochen mit Meldungen von „neuer Kälterekord“ „-24 Grad“, „zugefrorene Ostsee“ und wir standen mitten im Klamottenchaos. Ebenfalls stellte sich die bange Frage nach den Polarlichtern….es wurde zwar nen bissel wärmer, dafür wolkiger, mit Schneeneigung.

Screenshot

Wie kleine Michelinmännekin machten wir uns auf dem Weg zum BER, gut das Wolfgang uns die U- Bahn ersparte und wir erst in Rudow schwergewichtig in den X7er einsteigen mussten.

Am Flughafen erwartete uns ein schneller Check Inn, danke Norwegian, wenig Wartezeit, danke Runway, Burger King und ein verspäteter Flug…..

Im Flieger, wir genossen Reihe 2, erwartete uns ein grandioser Blick über den Müggelsee, dem Stettiner Haff und Bornholm. Die rund 1,6 Std. vergingen wahrlich wie im Flug.

Bei strahlendem Winterwetter, mit gelungenen Sonnenuntergang landeten wir in Arlanda und nahmen den Flughafenbus nach Downtown. Mittlerweile fahren auch Züge, damit hatten wir uns aber nicht auseinandergesetzt. In Centralen machten wir unsere erste, positive Erfahrung mit den Stockholmer Öffis. Kreditkarte am Drehkreuz vorhalten, durchgehen….die Kreditkarte ist Dein Ticket und wird 75min. später belastet. Was für eine Errungenschaft. Zwei Stationen später stiegen wir Rådmansgatan wieder aus, liefen fünf Minuten ins Bob W und sprechen schon jetzt eine klare Empfehlung für das Hotel aus.

Jedes Zimmer hat eine volleingerichtete Miniküche mit Mikrowelle und Kühlschrank. Eine Instandkamera, Yogamatte und Duftkerzchen versüßen das Ambiente. Die Hütte hat ein Coworkingspace und ein Coop ums Eck, absolute Empfehlung.

Nachdem wir unser Outfit gescheckt und für mollig warm empfunden bewerteten, gings in die bitterkalte Nacht -10 Grad zeigte das Thermometer ABER absolute Windstille.

Wir fuhren wieder mit der Tunelbana bis Gamla Stan, immer noch mit dem gleichen Ticket und schlenderten an der zugefrorenen Ostsee/ Baltische See wie man hier so sagt, Richtung Rathaus und Oper. Wir wollten den nächtlichen Blick.
Es waren noch Eisläufer auf dem Eis, wir trauten uns nicht aufs Meer….nicht im Dunkeln.

Mit einem schönen Blick Richtung Södermalm verabschiedeten wir uns von der See, dem Rathaus und widmeten uns nochmal für ein paar Minütchen Gamla Stan. Ich wollte zum Stor Torget, dem berühmten Alten Platz ….und den hatten wir für uns ganz alleine. Was für ein Unterschied zum Sommer und dabei war es noch nicht mal richtig spät….20:00 Uhr!

Durch verschwiegene Gassen ging es wieder Richtung Tunelbana.

Wir überfielen unser COOP und erfreuten uns am schwedischen Sortiment. Über Krabben zum pulen, frischen Brot, Krabbensalat und graved Lachs zum Frühstückstisch , frischen Nudelsalat, Marabou….wir wähnten uns im Paradies.

Vollgenudelt hauten wir uns ins Bett, schauten noch nen bissel Olympia ( Kringeldreher, Mädels) und fielen in tiefen Schlummer.

Deutschland 2024 I: Eschweiler und Aachen

Wir freuten uns wie dolle, unsere Eschweiler im August 2024 zu besuchen. Tief saß immer noch der Schreck des Herzinfarktes an Bord der Perla, happy über die umfassende Genesung vom Heinz machte die Widersehensfreude noch größer.

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den langen Weg Richtung Aachen, gut kamen wir durch, Bouletten versüßen uns die Fahrt, der olle Regen unterwegs überbrückten wir bravourös.

In Eschweiler verfuhren wir uns nochmal und standen am falschen Emde der Straße, Durchfahrt verboten.
Das Wiedersehen war groß, wir verplauderten den späten Abend und fielen ins Bett. Die Aidafamilie war, mit Erweiterung ( Oliver u.Emily) wieder vereint.

Der nächste Tag stand im Zeichen von Aachen, die bildschöne Domstadt, bekannt durch seine Aachener Printen.

Das Auto landete im Parkhaus und wir starteten einen lockeren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Aachen ist übrigens staatlich anerkannte Kurstadt und kann sogar auf Ruinen aus der Römerzeit zurückschauen. Man geht davon aus, dass das lateinische Wort Aqua der Namensgebung zugrunde lag.

Neben Heilwasser hat Aachen auch einen Kurpark mit nettem Blick auf die Innenstadt.

Die Aachener Pfalz war für Karl dem Großen von besonderer Bedeutung, so dass er hier auch beerdigt wurde. Als Folge dessen wurde die Stadt spätee Reichstadt und 600 Jahre lang der Krönungsort von immerhin 31 römisch- deutschen Königen.

Das Wahrzeichen von Aachen ist neben der berühmten Printen natürlich der Dom. Dieser wurde, mit dem Domschatz im Jahr 1978 erstes Weltkulturerbe der Unescon in Deutschland.

Grundsteinlegung des Gotteshauses war 795, Weihung 1802. Mehrere Umbauten um das Oktogon, der karolingischen Kurkapelle wurden vorgenommen. Mich hat der Dom überraschenderweise sehr beeindruckt, insbesondere die byzantinischen und mediterranen Einflüsse machen das Ensemble zu etwas ganz Besonderen.

Das die Altstadt rund um die Kathedrale natürlich auch bildschön ist, muss ich wohl kaum erwähnen?

Printen kamen natürlich auch nicht zu kurz:

Süßmäuler unter sich:

Als Letztes bewunderten wir die Ecke „rund ums Rathaus“ wo das Leben tobte.

Das Rathaus beherbergt den Krönungssaal in dem seit 1950 der internationale Karlspreis vergeben wird. Das gesamte Rathaus ist ein mehr als imposantes Gebäude.

Als Letzes garniere ich den Bericht mit einem Bild der Kirche von Eschweiler

Metropole im Herbst, Italien 2024: Ferrara

Noch ne Perle auf unserer Herbstreise anno 2024!
Wir entschieden uns für Ferrara, fuhren 45 Minuten mit dem Zug in eine wirklich pottoreske Kleinstadt.

Ferrara wurde im frühen Mittelalter gegründet, war die Residenz der Familie Este und Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums. Heute ist sie eine traditionsreiche Universitätsstadt, gegründet wurde die Fakultät in 1391 und gehört damit zu den ältesten Einrichtungen Europas.

Wir schauten uns nach Ankunft in der Stadt zunächst ein wenig um und bewunderten die Piaza Savonarola.

Hervorzuheben ist das Castello Estense, eine Wasserburg und ab 1385 erbaut, im 15 Jh. teilweise erneuert.

Im Al Brindisi genossen wir einen Vino und Apero….das Restaurant existiert seit 1435…..so geht Geschichte liebe Amerikaner.

Die Kathedrale San Giorgio wurde gerade restauriert. Unvollendet blieb der Kampanile (begonnen 1135). Über der Vorhalle der Kathedrale befindet sich das Dommuseum. An der Südecke des Castello schließt die Piazza Savonarola an. 

Aus der Renaissance gilt des einige Palazzo zu bewundern, unter Anderem den Palazzo dei Diamanti, schaut auf die Fassade…..der Name ist selbsterklärend.

Zum Abschied gab es DIE Spezialität aus Ferrara, https://de.wikipedia.org/wiki/Cappellacci_di_zucca_ferraresi Teigtaschen mit Kürbis.

Achja, die Altstadt ist autofrei….wir fanden es super.

Metropole im Herbst, Italien 2024: Bologna

Unsere Metropole im Herbst Tour ging 2024 nach Italien. Wie immer, wenn ich auf dem Stiefel unterwegs war, regnete es in Strömen, Teile der Stadt standen kurz vor unserer Tour unter Wasser und eher kühles Herbstwetter war für Oktober 2024 angesagt. Dennoch wir freuten uns auf grandiose italienische Küche in Italiens Hip- Studentenstadt.

Nach kurzem Flug bewunderten wir unsere Wohnung, die fussläufig zur Innenstadt war und machten uns auf den Weg zum ersten Essen- Pizza oder doch eher Spaghetti, Bolognese natürlich.

Der nächste Morgen begann regnerisch, wir stierten aus dem Fenster und zogen spät los.

Man schaue sich unsere Aussicht an:

Bologna hat Kanäle und genau damit begann auch unsere Sightseeingtour.

Bologna wird auch kleines Venedig genannt und ja, das Ambiente stimmt.

Wir liefen gelassen zur Piazza Maggiore dem zentralen Platz von Bologna und gleichzeitig auch der größte in der Altstadt. Hier steht auch der Dom von Bologna, die Basilica di San Petronio, der Dom von Bologna.

Berühmt ist Bologna für seine Geschwistertürme den Torre degli Asinelli

Im Mittelalter war Bologna, ähnlich wie San Germiano, regelrecht mit Türmen übersät. Heute sind noch einige davon übrig, die berühmtesten sind die beiden nebeneinander stehenden, schiefen Türme Garisenda und Asinelli.

Eine weitere Sehenswürdigkeit des Platzes ist der Säulengang unterhalb des Palazzo del Podestà.

Der Legende nach kann man gegen die Mauer flüstern und das gesprochene Wort wird auf der gegenüberliegenden Seite gehört…..wir haben es nicht ausprobiert.

Aufgrund der Wetterlage zog es uns in den Dom, bissel Kultur muss sein.

Die Fassade des Doms ist, aufgrund von Geldsorgen der Stadt unvollendent geblieben, erbaut wurde das Schmuckstück 1390.

Auf der Piazza Maggiore steht die größte Kirche von Bologna, die Basilika San Petronio, welche beeindruckende 132 Metern Länge und 60 Metern Breite umfasst. Damit ist sie die fünftgrößte Kirche der Welt und die größte Backsteinkirche weltweit.

Wer wusste, dass Bologna die älteste Universität der westlichen Welt ist? Bis heute lebt die Stadt von den vielen Studierenden, seit 1088 ist die Universität ein Hort der Innovation, Weiterentwicklung und Weltoffenheit.

Das Archivinnasio gehört, mit dem Dom zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bologna. Relativ unspektakuläre Architektur, verbirgt sich im Inneren ein Schatz!

Mit der ältesten Uni beherbergt Bologna auch den ältesten Anatomiesaal der Welt, kaum vorstellbar, wie hier die ersten Leichen seziert, Wissen angeeignet wurde.

Der Saal ist komplett in Holz ausgestattet und wie ein Amphitheater gebaut. Die beeindruckende Bibliothek ist (fast) nur Beigabe.

Die Bibliothek ist nicht nur sehenswert und beeindruckend sondern antik. Viele wertvolle Bücher nennt Bologna sein eigen.

Gleich neben dem Plaza Maggiore befindet sich ein wunderbares Stuck Bologna, das Quadrilatero…..ein wirklich tolles Stadtviertel, mit viel Flair, Restaurants und gute Ausblicke.

Beeindruckend fanden wir hier den Arkadengang, der uns bei dem trübsinnigen Wetter enorm geholfen hat.

Ein kurzer Abstecher zum Markt, ganz nett, kein echter Tip:

An diesem ersten Abend blieben wir in der Innenstadt und genossen die Atmosphäre von Italien im Herbst. Es war tatsächlich noch Einiges los und auch der Blick auf die Geschwistertürme wurde „trockener“.

Der zweite Tag in der Stadt der Studierenden und Foodieliebhaber zeigte sich erstaunlich freundlich und schnell war klar, wir laufen den längsten Arkadengang der Welt, der zur Chiesa San Luca, einer Wallfahrtskirche führt.

Bevor es abersoweit war,kommen hier nochmal Schönwetterimpressionen aus der Innenstadt, inkl Tortelliniherrstellung, derer wir beiwohnten.


Der längste Arkadengang von Bologna ist auch gleichzeitig der längste Welt, vier- Kilometer lang, den Hügel zur Wallfahrtskirche Chiesa San Luca führt.

Der Gang beginnt am alten Stadttor Porta Saragozza, circa 15 Minuten zu Fuß von der Piazza Maggiore entfernt, ein Weg der uns aufgrund des Traumwetterches nicht schwer fiel.

Anstrengend JA, lohnenswert?Auf jeden Fall!

Der Blick auf Bologna ein Traum!

Unseren letzten Tag der Herbstreise verbrachten wir in Ferrara, schaue hier separaten Bericht:

Deutschland 2025, Eschweiler II: Monschau

Auch der zweite Tag unseres Adventswochenende ist , zumindest bzgl. des Vormittagsprogramm schnell erzählt: Frühstück und Besuch im Krankenhaus.

Im Anschluss ging es in die Eifel, genauer gesagt ins bezaubernde Monschau.

Monschau hieß bis 1918 Montjoie und wurde durch den Kaiser Wilhelm eingedeutscht, die belgische Grenze ist nicht weit. Die mittelalterliche Altstadt im Kessel des Flusses Rur ist für sein Fachwerk, den engen Straßen, tuffigen Hotels UND einem der schönsten Weihnachtsmärkte bekannt.

Die Burg Monschau wurde von den Limburger Erbischhöfen im 13.Jh. errichtet, heute befindet sich eine Jugendherberge im Gemäuer und ein Theater verwöhnt in den Sommermonaten.

Wir parkten außerhalb des Nestes auf einen P+R und fuhren für 6€ return mit dem Shuttelebus zum Eingang der Altstadt.

Von dort zog es uns erstmal zur Aussicht, da es bereits nach 15:00 Uhr war und das Tageslicht zur Neige ging.

Wir waren zufrieden, das es so mild war, bei Schnee und Eis ware der Weg lebensgefährlich.

Der Blick aufs Puppige Nest begeisterte und machte den Kopf für das Weihnachtsmarktgetümmel frei…..relaxt durch die Menschenmassen aus F, NL, B und D.

Wir schlenderten durch die engen Straßen und hatten das Gefühl von Ort und Zeit verloren. Die Hotels alle tuffig, 160€ pro Nacht mit Klo auf dem Gang. Man wähnte förmlich Conny Froboes, Peter Alexander und Lilo Pulver in den Hauptrollen.

Wir erhoppten Monschauer Senf, einen leckeren Pflaumen- Zimt Likör, Weihnachtssüßkram und aßen ( mal wieder) eine Bratwurst.

Mit beginnender Dunkelheit machten wir uns wieder auf dem Weg nach Eschweiler, hier noch ein paar Impressionen

Wir waren uns einig, mehr Atmosphäre versprüht Monschau noch bei Tageslicht, weil die Häuser einfach bildschön sind. Zurück gings mit dem Shuttlebus

Zufrieden mit unserem Tag verbrachten wir den Abend in Eschweiler, bei Kölsch, Sekt und Pizza. Gegen 22:30 fielen wir in unserem BP ins kuschelige Bettchen.

Deutschland, Eschweiler 2025, I : Weihnachtsmarkt Schloss Merode

Kurz vor Jahresschluss besuchten wir unsere lieben Eschweiler, die wir auf unserer Transreise 2024 kennengelernt hatten. Wiedersehen und Weihnachtsmarkt, die zwei „Ws“ bestimmten die drei Tage am 4. Adventswochenende.

Nach Auschlafen, langem Frühstück und Krankenhausbesuch bei Simone, die leider eine Bandscheiben- OP auskuriert

Außerhalb von Eschweiler, bereits zu Düren gehörend, steht ein bezauberndes Privatschloss namens Merode. Es wird, lt. www. immer noch privat bewohnt, immerhin für Veranstaltungen geöffnet und beherbergt wohl einen der schönsten Weihnachtsmärkte, die ich jemals kennenlernen durfte. Doch das Ganze hat auch seinen Preis: https://www.weihnachtsmarkt-merode.de

Charles- Louis von Merode und seine Familie wohnen nun also in einem der schönsten Wasserschlösser der Renaissance ( erbaut im 12. Jh.) und wir waren ganz verzaubert. Aufgrund des Eintritts 11,50€ ( Parken für umme) zieht das Schloss natürlich weniger Laufvolk an, hier fährt man gezielt und für die Atmosphäre hin. Merode wurde zum gemütlichsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekürt und ja, im Verlauf des Abends, als es leerer wurde, gingen wir mit dieser Aussage mit….

Historischer Hintergrund, rund um das Schloss fanden 1944 schwere Kampfeshandlungen statt, über 300 amerikanische Soldaten fielen hier und immer noch erinnert ein Kriegsdenkmal an die Schreckenstage im 2. Weltkrieg. Aus meinem Vorleben der Jahre 1992/93 wußte ich bereits, das Düren zu über 90% im Krieg zerstört wurde und auch das Schloss hatte schwer Schaden genommen, im Jahr 2000 kam es obendrein zu einem schweren Brand.

Nun aber zum Weihnachtsmarkt. Neben wirklich schönem Handwerksbuden, hatten wir auch das Glück dem Christkind zu begegnen, ein Feuerwerk zu genießen und wirklich niedliche Glühweinbecher, Weihnachtsanhänger und kulinarische Nettigkeiten abzustauben.

Die Buden sind um das Schloss herum platziert, so das man einfach mit, oder gegen dem Uhrzeigersinn laufen kann und quasi nichts verpasst. Als wir ankamen wurde bereits das Feuerwerk für 18:00 Uhr angekündigt. Vorher sollte mit „ Alle Jahre wieder…“ das Christuskind angelockt werden…ein großer Spaß für die Kleinen.

Mich begeisterte eher, was mittlerweile das gute Iphone mit Feuerwerk macht, sieht. doch recht ansehnlich aus!

Der Glühwein mit 5,50€ gleicht dem Berliner Preis, Gleiches gilt für die Bratwurst.
Wir bewunderten immer wieder das Schloss und dann stand es im Fenster…das Merider Christkind:

Gut gelaunt verließen wir gegen 20:45 Uhr den Weihnachtsmarkt, von mir eine klare Empfehlung, wenn man mal etwas Schönes sehen möchte….obwohl wir ja immerhin den Gendarmenmarkt und das Charlottenburger Schloss haben :-)!

Norwegen 2025, V: Oslo und ciao!

Unser winterliches Abenteuer Norwegen  neigte sich dem Ende entgegen.

Oslo stand noch auf dem Programm, leider ohne nennenswerten Blick auf den Oslofjord.

Das Schiff machte unweit des Color Line Kais fest, wir bewunderten den Magic Tree und fuhren per Uber zum Munch Museum.


Kultur sollte sein, Sightseeing kannten wir in der Stadt schon zu Genüge.

Natürlich gab es dann doch einen Einblick auf die Oper, ein Kopfschütteln am Fjord ( warum geht man bei diesen Temperaturen ins Wasser?).

Wir hatten vorreservierte Tickets, es war aber auch nicht sonderlich voll im Munch Museum. 2021 eröffnet, gerade an diesem Wochenende waren wir damals auch in Oslo:

Munch ist nicht Jedermanns Sache, wir fanden die Ausstellung gut und natürlich, „der Schrei“ der hatte es uns angetan. Das Bild darf täglich nur wenige Minuten bewundert werden und war tatsächlich schon 2x geklaut.

Aus dem www ein paar Eckdaten zum Wunderwerk:

Der Schrei ist eine Sammlung von vier Gemälden und einer Lithografie des norwegischen Malers Edvard Munch mit weitgehend identischem Motiv, die alle  zwischen 1893 und 1910 entstanden sind.

Sie zeigen eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen die Ohren presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt. Munch verarbeitete eine eigene Angstattacke während eines Spaziergangs am Oslo Fjord.

Der Schrei ist das bekannteste Bildmotiv des norwegischen Malers

Es sind heute vier Variationen des Schreis in Gemäldeform bekannt. Die Hauptversion des Bildes entstand im Jahr 1893 und wurde 1910 von dem Kunstsammler Olaf Schou der norwegischen Nationalgalerie gespendet.

 Die Temperaversion von 1910 und die Pastellversion von 1893 werden im Munch-Museum Oslo aufbewahrt. Eine weitere wahrscheinlich von Arthur von Franquet 1895 in Auftrag gegebene Pastellversion befindet sich in amerikanischem Privatbesitz.

Neben dem Schrei ist natürlich noch die Madonna erwähnenswert und einige andere, beeindruckende Bilder.

Ich bin keine Munch Kennerin, evtl. machen die hier gezeigten Fotos dennoch Lust auf einen Besuch im Museum?

Zurück auf dem Kahn beehrten wir tatsählich das Brauhaus, Bratwurst mit Kartoffelpü- lecker war es.

Früh zog es uns ins Bett, wir waren geschafft, etliche Kilometer standen auf der Uhr.

Der letzte Seetag war wettertechnisch fast ein Großeereignis. Sonnig, windstill, herrlich auf dem Wasser. Auch wir nutzten die Winterpause.

Viel gab es ansonsten nicht zu berichten, letzte Einkäufe wurden getätigt, ich lief, lief, lief das Schiff ab und abends beehrten wir kurz das Bella Donna um die Torte und die Meeresfrüchte abzugreifen. 

Im Anschluss gabs die Henkersmahlzeit im French Kiss und ein kurzer Blick aufs Abendprogramm….so schnell geht eine Woche um!

Nach einer ruhigen Nacht fuhr die Nova pünktlich in HH ein, wir schnappten uns Uber und Flixbus und waren am frühen Abend wieder in der City. Unsere Emily begrüßte uns mehr oder weniger begeistert, zu schön muss es in Zehlendorf gewesen sein.,