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Norwegen 2025, V: Oslo und ciao!

Unser winterliches Abenteuer Norwegen  neigte sich dem Ende entgegen.

Oslo stand noch auf dem Programm, leider ohne nennenswerten Blick auf den Oslofjord.

Das Schiff machte unweit des Color Line Kais fest, wir bewunderten den Magic Tree und fuhren per Uber zum Munch Museum.


Kultur sollte sein, Sightseeing kannten wir in der Stadt schon zu Genüge.

Natürlich gab es dann doch einen Einblick auf die Oper, ein Kopfschütteln am Fjord ( warum geht man bei diesen Temperaturen ins Wasser?).

Wir hatten vorreservierte Tickets, es war aber auch nicht sonderlich voll im Munch Museum. 2021 eröffnet, gerade an diesem Wochenende waren wir damals auch in Oslo:

Munch ist nicht Jedermanns Sache, wir fanden die Ausstellung gut und natürlich, „der Schrei“ der hatte es uns angetan. Das Bild darf täglich nur wenige Minuten bewundert werden und war tatsächlich schon 2x geklaut.

Aus dem www ein paar Eckdaten zum Wunderwerk:

Der Schrei ist eine Sammlung von vier Gemälden und einer Lithografie des norwegischen Malers Edvard Munch mit weitgehend identischem Motiv, die alle  zwischen 1893 und 1910 entstanden sind.

Sie zeigen eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen die Ohren presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt. Munch verarbeitete eine eigene Angstattacke während eines Spaziergangs am Oslo Fjord.

Der Schrei ist das bekannteste Bildmotiv des norwegischen Malers

Es sind heute vier Variationen des Schreis in Gemäldeform bekannt. Die Hauptversion des Bildes entstand im Jahr 1893 und wurde 1910 von dem Kunstsammler Olaf Schou der norwegischen Nationalgalerie gespendet.

 Die Temperaversion von 1910 und die Pastellversion von 1893 werden im Munch-Museum Oslo aufbewahrt. Eine weitere wahrscheinlich von Arthur von Franquet 1895 in Auftrag gegebene Pastellversion befindet sich in amerikanischem Privatbesitz.

Neben dem Schrei ist natürlich noch die Madonna erwähnenswert und einige andere, beeindruckende Bilder.

Ich bin keine Munch Kennerin, evtl. machen die hier gezeigten Fotos dennoch Lust auf einen Besuch im Museum?

Zurück auf dem Kahn beehrten wir tatsählich das Brauhaus, Bratwurst mit Kartoffelpü- lecker war es.

Früh zog es uns ins Bett, wir waren geschafft, etliche Kilometer standen auf der Uhr.

Der letzte Seetag war wettertechnisch fast ein Großeereignis. Sonnig, windstill, herrlich auf dem Wasser. Auch wir nutzten die Winterpause.

Viel gab es ansonsten nicht zu berichten, letzte Einkäufe wurden getätigt, ich lief, lief, lief das Schiff ab und abends beehrten wir kurz das Bella Donna um die Torte und die Meeresfrüchte abzugreifen. 

Im Anschluss gabs die Henkersmahlzeit im French Kiss und ein kurzer Blick aufs Abendprogramm….so schnell geht eine Woche um!

Nach einer ruhigen Nacht fuhr die Nova pünktlich in HH ein, wir schnappten uns Uber und Flixbus und waren am frühen Abend wieder in der City. Unsere Emily begrüßte uns mehr oder weniger begeistert, zu schön muss es in Zehlendorf gewesen sein.,

Norwegen 2025, IV: Kristiansand

Die Bilder von heute Nacht haben vermutlich nicht so Viele vom Dampfer….zu unscheinbar und für Etliche nicht nachvollziehbar. Ja, wir hatten eine Polarlichterwand, weiß für die Augen, grün fürs Handy, nach Bearbeitung. Auffällig zu sehen, im Gehirn aber schwer als Polarlicht zu verankern, da am Horizont, eine Wand, kaum Bewegung …..Kamera holte ich hierfür nicht raus.

Und wer jetzt quakt „das sind doch Wolken“….JA, da sind Wolken….diese werden abe pr bei Bearbeitung niemals grün, ist so!

Welche Bearbeitung nun die Beste ist, egal….morgens um 4:00 Uhr sowieso.

Der Sonnenaufgang in Kristiansand, ausgesprochen Krischanson zeigte sich spektakulär.

Wieder kündigte sich norwegisches Kaiserwetter an, klirrend kalt aber wunderschön.

Kristiansand, ebenfalls ne Perle, Anlaufstelle der Fähren aus Dänemark. Die Stadt ist per Laufdistanz erreichbar, was auch wir erfolgreich ausprobierten.

Kunst auf dem Weg in die City:

Fischmarkt:

Im Fischmarkt gab es eine kurze Runden, geshoppt wurde nicht

Blick auf den Fjord und die Rundburg von Kristiansand.

Die Festung Christiansholm bietet einen schönen Blick auf die Fjorde und Schären. In 10 Laufminuten ist man in der City.

Weiter ging es in die Innenstadt, die Domkirche mit ihrer schönen Orgel war das Ziel. Wie es das Schicksal so wollte, es gab ein Konzert u d wir blieben stoisch sitzen.

Eine bewegte Geschichte kann die Domkirke ihr eigen nennen, das erste hölzerne Bauwerk stand 1645 an gleicher Stelle. Mehrere Brände später, wurde die jetzige Erscheinung 1885 geweiht.

Weitere Nestimpressionen:

Ein kleiner Marsch durch Posebyen rundete Kristiansand ab, die weißen schmucken Hausis ließen uns zwar (fast) kalt, aber die Geschäfte…….

Zuruck auf dem Schiff ließen wir es gemutlich angehen.

Ein wort zum Abendessen, venezianisch und es war super!

Mit einem erfreulichen Besuch der Fernwehexperten endete auch dieser Tag, wir freuten uns nunmehr auf Oslo.

Schweden 2025, I: Berlin- Warnemünde- Rostock

Arbeit am letzten Arbeitstag ist immer lästig, sonst nichts…Emily mehr als happy als es um 12:00 Uhr losging. Das Hundekind bezauberte der ganzen Morgen mit aufgeregter Neugier und Ungeduld.

Wir kamen erstaunlich gut durch Berlin, selbst das Brückendrama ließ uns kalt.
Kurz nach 15:00 standen wir auf dem Parkplatz Mittelmole in Warnemünde und ließen uns erstmal ein Fischbrötchen schmecken.

Es folgten das übliche „Alter Strom, Leuchturm, Strand….

Unser Hund war begeistert von Sand und Meer, sie flippte förmlich aus! Das Emily bereits überfällig für ihren Haarschnitt ist, sieht man wunderschön

Wir fanden das wohl coolste Café von Warnemünde, der Cappuccino kostete 3,00€ und so verging gelassen der Nachmittag.

Die Frage, was es zum Abendessen geben sollte, war schnell geklärt….der Herr der Famlie bekam Schnitzel und davon viel!

Wir schlenderten zum Auto, ließen Emily noch auf einer Wiese herumtoben und warteten mal wieder brav in einer Reihe auf unsere Abfahrt.

Die Huckleberry Finn, sechs Monate weiter abgerockt, tat uns an diesem Abend einen Gefallen. Auto auf Deck 5, Mama auf Deck 5, wir auf 3!

Das Schiff fuhr bereits 15 Minuten früher ab, Emily quakte und wurde zu meiner Mama verfrachtet. Mit Vorfreude ging es ins Bett, wir hofften auf eine ruhig Nacht.

Trans 2024, Karibik- Europa X: La Palma

Die Nacht war genau so unruhig wie die Nacht zuvor, Husten und Magen Darm hatten dafür gesorgt

. La Palma, wir kommen! Europa, wir sind wieder da!

Um 9:15 Uhr hatten wir den ersten Schritt wieder auf Land gesetzt, die Transatlantiktour war damit Geschichte! Als letzte Herausforderung auf dieser Reise wird nur noch der Golf von Biskaya vermutet. Da der Wetterbericht nach erster, vorsichtiger Schätzung uns aber hold sein wird, sehe ich auch diesem Seetag entspannt entgegen.

Die PKW Übernahme bei Cicar war unproblematisch, Mathias setzte sich sogar ans Steuer und los gings über die Insel.

Bevor ich ins Sightseeinggetümmel einsteige, ein Hinweis! Die wahre Schönheit von La Palma blieb uns ein wenig verborgen, da am Tag vorher Regen auf die Insel niederging, der dafür sorgte, dass wir viel Dunst, wenig Aussicht hatten…schade, nicht änderbar.

Im Vorfeld der Reise hatte ich mir viele Gedanken zu La Palma gemacht, ich wollte weder den ganzen Tag auf der Vulkanstraße verbringen, noch in Santa Cruz festhängen. Der Nationalpark ( Taburiente) erschien mir für einen Tag zu ambitioniert. Mit einiger Suche bin ich dann auf Poris de Candelaria gestoßen, ein Fischernest an der Westküste. Bedeutete für uns 1x auf die andere Seite, 2-3 Aussichtspunkte auf dem Weg dorthin, evtl. ein Blick auf das neue Lavafeld und ein Nachmittag in Santa Cruz, theoretisch sogar mit Badeaufenthalt.

Der Weg mit unserem abgerockten Fiat Tipo bis Tazacorte war unproblematisch, bis auf den Dunst über der Insel waren wir erfreut über das was wir sahen und mit großen Gelächter nahmen wir die Abhänge nach Poris in Angriff. Im Hinterkopf hatten wir allerdings sehr wohl bereits den Weg zurück. Um in das Seerauberhöhlennest zu gelangen muss man allerdings fit sein. Vom Parkplatz bis ins Dorf läuft man gelassene Fünfzehn Minuten steil, unbefestigt bergab, wir im umgekehrten Fall mit Hals, Magen, Darm und Kopf wieder bergauf….viel Gekeuche und Gefluche inklusive. Elke blieb gleich im Auto,wir Wir stiefelten los und waren beeindruckt! Eine Wohnhöhle, in der einfache Fischerhütten gebaut wurden, wilde See und kaum Touris. Die Häuser wurden immer noch genutzt, kaum vorstellbar.

Der Weg bergauf gestaltete sich wie bereits kurz erwähnt schwierig, Simone und ich keuchten aus allen Löchern, wie es Mathias ging, mochten wir uns nicht vorstellen.

Der größere Hammer kam aber dann bei den 30% Steigungen. Die mochte unser Peugeot gar nicht und es endetet wie es enden mussten….Mathias versuchte sich im Fahren, wir keuchten weiter. Anfangs zu Viert, später dann nur zu Dritt! 

Gott sei Dank, die Möhre schaffte es aber dann doch und in Los Llanos kehrten wir erstmal in eine Apotheke ein.

Die Sicht in die Berge war auf dem Rückweg nicht besser, ein kleiner Verfahrer brachte uns aber den schrecklichen Ereignissen aus 2021 ein wenig näher. Auffallend war, dass auch Richtungsanzeigen ganze Ortschaften ausgesteichen waren und weil wir nicht aufpassten, landeten wir genau auf einer dieser Straßen, die am noch noch nicht erkalteten Lavafeld von 2021 endeten! Unter dem Feld, ganze Dörfer, zerstörte Existenzen und am Rande des Lavafeldes sieht man wie klein der Grat zwischen Leben und Tod ist; manchmal nur ein paar Palmen.

Zufrieden mit unserem Tag schmissen wir die Schlüssel wieder bei Cicar ein. Mathias ging schnurstraks erstmal in die Heia, Simone und ich traten den Gang in die Innenstadt an.

Wir erbummelten uns ein wenig Santa Cruz, entdeckten ein paar hübsche Geschäfte und Häuschen und warfen einen Blick auf den Lavastrand.

Kurz nach 18:00 Uhr waren wir wieder zurück, abends gabs nur noch Essen für vier von uns im Bella Donna…Mathias versuchte sich kläglich an Nudeln.

Simone und ich zogen uns „ Dancing with the officers“ rein, war wohl die beste Show der Tour. Um 23:00 Uhr im Bett gewesen

Trans 2024, Karibik- Europa IX: Nordatlantik

Seetag Nr. 1:

Wer sich durch diesen Beitrag quält, wird nicht viel Aufregendes erleben. Im Vorfeld der Reise haben wir uns immer die Frage gestellt, wie lange kann man Menschen auf ein Schiff einferchen, ohne das es langweilig wird?

Vor uns lagen sechs Tage über den Atlantik, Nordatlantik, dort aber anfänglich noch unter dem Wendekreis des Krebses, also tropisches Wetter.

Am Spannensten war die fast tägliche Zeitumstellung und der Blick aufs Handy von Mathias. Durch seine Internetflat konnten wir uns orten. Das machten wir an den Seetagen täglich und nahmen einen Screenshot von der Position.

Wir schliefen am 07.04 erstmal aus, leider machten das Alle auf dem Schiff und dementsprechend voll war es beim Frühstück.

Uns dürstete nach einem Schattenplatz und dankbar stellten wir fest, dass die Schwüle der Karibik der Vergangenheit angehörte. Wir fanden einen tollen Platz, später gammelten wir zu Fünft herum, genossen die Drinks und inspizierten das kleine Mittagsbuffet im Beachclub mit karibischen Touch.

Zu faul zum Sport, mit brasilianischer Zeit ab 14::00=> 15:00 Uhr verzogen wir uns am Nachmittag nach drinnen. Es folgte ein Mittagsschläfchen und unser Steakhouse Essen ab 18:00 Uhr, tolle Vorspeise,  Wagyu Flank Skirt Steak mit Kartoffelstampf, grüne Bohnen und Chimichurri Sauce. Wir zahlten am Ende 78€ für ein richtig gutes Essen!

Mit Fotos aus dem Shooting, einem langweiligen Komiker und einer Caipiberry zog es uns magisch ins Bett. Bereits um 22:00 Uhr war Ende peng, nichts mit Poolparty und 90er Songs.

Seetag Nr.2

Nach zehn Stunden Schlaf sah die Welt zwar draußen genau so aus, wie gestern, der Screenshot zeigt aber, wir nähern uns Europa. Es war ein wenig verhangener morgens um 8:00 Uhr, die Decks waren nass….hatte wohl geregnet des nächtens.

Positive Nachrichten erwarteten uns, Cicar gestattete ein Autoupgrade für Europa, Peugeot 208 und damit ein Fünfsitzer, hurra.

Unsere Schwedenfähre im August verschiebt sich nach hinten, was die Anreise und die Nacht an Bord entspannter macht. 

Da aufgrund der Wetterlage gammeln an Deck nur halb so viel Spaß macht, waren wir dankbar über unser Saunaevent, Wellness ab 11:00 Uhr. Nach den ersten zwei Saunagängen riss dann aber doch der Himmel auf, wir lagen Steuerbord und ich verpennte mal lässig 1,5 Std. von den vier bezahlten…egal, ist Urlaub.

Am Pooldeck gabs Banana Split, wir bekamen davon nichts mit.

Die Zeitumstellung fand heute wieder von 14=> 15:00 Uhr statt, momentan laufen wir auf Fernando do Noronha, das Wetter hatte sich auf gemütliche 28 Grad eingependelt, Sonne schien.

Wir verbrachten noch rd. 1,5 Std. auf dem Pooldeck, dann wurde geduscht und um 19:15 trafen wir uns für Fotos am Skywalk. Wer nicht kam? Der Fotograf! 

Mit rd. 20min. Verspätung, abgehetzt und schlecht gelaunt ballerte dieser noch ein paar Bildchen in die Kiste, Sonnenuntergang war nicht mehr, wir dafür umso hungriger, Premiere für das Marktrestaurant. Ich sag mal naja, es war ok.

Mit einem Abschlusscocktail aus dem Beachclub trödelten wir in unsere Heia, müde vom müde sein.

Seetag 3:

Lausig geschlafen, vermutlich sind wir erholt?Seegang weiterhin Dorfteich ähnlich, Wetter bildschön mit Tendenz zu Wattewölkchen.Kein Containerschiff, kein Wal, kein Delfin nicht mal eine Tankstelle am Horizont.

Da wir ab 5:00 Uhr uns nur noch von einer Seite auf die andere Seite drehten, genossen wie die frühen Morgenstunden, Mathias sogar vom Balkon aus.

Ich hatte einen kurzen Gedanken ans Fitnessstudio auf Deck 7, verwarf den kühnen Plan morgens um 6:00 Uhr das Laufband zu traktieren dann aber doch. Weiterhin verfolgte ich aber den Plan, mich wenigstens 2x während der sechs Seetage aufs Laufband zu werfen….

Zum Tag an sich? Spätes Frühstück, ein Platz an der Sonne und um 14:45 das mit Hassliebe verbundene Fitnesslaufband.

Auf die Neptuntaufe verzichteten wir, Simone wurde umgetauft auf Seefisch und erfreut sich einer Urkunde zur Halbzeit. Unsere Uhr wurde heute nicht umgedreht, wir erfreuen uns weiter an der Zeit von Fernado de Noronha.

Unsere Reise ist, nicht nur was die Seetage angeht über den Zenith, das wurde in den Restaurants mit einer Bergfesttorte zelebriert.

Wir nahmen um 18:00 Uhr unsere Restaurantreservierung im Casa Nova wahr, mein Essen war toll, Mathias vergriff sich und hing im späteren Verkauf kopfüber über der Reling….Fische füttern, allerdings im Klo.

Die Übelkeit wurde mit Bloddy Mary bekämpft, um 22:00 Uhr nahmen wir unsere Kopfhörer für die Silentparty entgegen und amüsierten uns in den nächsten Stunden prächtig.

Bereits am Abend hatte ich bemerkt, dass ich einen komischen Husten bekomme, diesem aber noch keine Beachtung geschenkt…..Halsschmerzen und Rotz blieben aus, nur Husten….naja.

Seetag 4:

Mein komischer Husten hatte sich auch in der Nacht nicht verzogen, verschlimmerte sich aber auch nicht während des Tages. 

Es war windig und da wir gleich am Patiodeck vorne an der Spitze lagen, machte es nicht besser. Komische Menschen lagen um uns Fünf herum, die uns über den Tag hinweg öfters ein Kopfschütteln abverlangten. Um 13:00 Uhr sang Entertainment- Fabio „ wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät“….nun trennen uns noch drei Stunden bis Europa und wir laufen jetzt auf Nuuk/ Grönland.

Da mein Husten nicht besser wurde, verzog ich mich gegen 15:30 Uhr auf die Kabine und verschlief tatsächlich einen Teil des Nachmittags. Um 19:15 Uhr gabs noch Sternen Portraits und ein super Essen im East.

Wir erschlenderten das Schiff, gingen lecker Eis essen und komplementierten den Abend mit einem Cocktail im Café Mare.

Gegen 22:45 Uhr im Bett, bewaffnet mit Aspririn…..Mathias ging gegen 23:30 Uhr zur Currywurstbude. Ich beobachtete das Fieberthermometer, welches sich bei über 38 Grad einpendelte. Mein lieber Mann holte mich zwischen 0:30-2:00 mehrmals aus dem Schlaf, sei es durch Schlürfen am Strohhalm, schnarchen usw.

Nachdem ich meine Erkältungssymptome mit Ibo 400 bekämpft hatte, ging es mir besser….schwitzen,ausschwitzen, weg mit dem Rotz.

Seetag 5:

So langsam erkennt man es auch am screenshot, wir nähern uns den Kanaren….leider bemerken wir es auch an den Temperaturen, 21 Grad, windig, verhangen…..Bettwetter, Zeit um sich auszukurieren. Nachdem die Nacht wenig erholsam gewesen ist, hatte ich dennoch das Gefühl zu 80% wieder hergestellt zu sein. Frühstück mit Elke und Heinz, Simone war noch im Dornröschenschlaf. 

Pooldeckaktion, Paella und Sangria von der Brücke, allerdings nicht mit uns.

Wir verbrachten die Zeit im Bett oder beim Fressi….Fuego zu Mittag, French Kiss am Abend. Das Essen war wiederum sehr gut und wir schleppten uns sogar durch die Prime Time mit Gäste Shantychor. Vorher hieß es um 14:00 Uhr aber wieder „ wer hat an der Uhr gedreht…“ und nun haben wir Reykjaviker Zeit.

Meine Hoffnung, dem Husten den Garaus zu machen war leider verpflogen, jeder Zweite ist mit dem Schei….belegt, keine Freude.

Mein Plan, auf  La Palma erstmal einen guten spanischen Hustensaft kaufen, ich hatte keine Lust, den Mist bis Hamburg zu schleppen.

Gegen 22:00 Uhr lagen wir im Bett, 21:00 Uhr zum vorherigen Seetag, 20:00 Uhr Tag 3, 19:00 Uhr Tag 2, 18:00 Uhr Tag 0….der Lesende merkt, auf was ich hinaus will? Wir können nicht mehr schlafen! Abends einfach nicht müde, die Erkältung gab das Ihrige dazu.

Die Temperatur kletterte wieder auf 37+ und wieder stand mir eine mehr oder weniger durchwachte Nacht bevor.

Seetag 6: Buuuhhhhhh…Europa kommt näher, ich immer noch malade. Temperatur hatte sich auf 37,6 eingependelt und die Nacht war be….. evtl. 2 Stunden geschlafen, mehr nicht. Mit einem Fanta Durst dem Morgengrauen entgegen gesehen, Novalgin geschluckt und dem Tag mit Grauen entgegengesehen. Auch an diesen letzten Seetag vor den Kanaren wurden die Uhren vorgestellt, Kanarenzeit…..Gott sei Dank wir bleiben jetzt erstmal in dieser Zeitzone bis Ā Coruña.Mathias ging es aber nach dem Frühstück im Markt Restaurant gleich noch viel beschissener.Er reiherte sich durch den Tag, unterbrochen war dieser nur durch ein Teechen mit Simone. Ob wir auch Magen- Darm an Bord haben weiß ich nicht, auf Facebook ist das Gerotze und Geschnotze bereits Thema Nr. 1 in den einschlägigen Gruppen.

Simone hatte jetzt auch den ominösen Husten, mir ging es dafür von Stunde auch Stunde ein wenig besser….hoffentlich kommt nicht noch Magen- Darm.

 Mathias Zustand besserte sich in den nächsten Stunden nicht, unser Wellness Event wurde zunächst für mich , dann auch für Mathias abgesagt. 

Wir vergammelten den Tag auf der Kabine, mein Mann über dem Klo, ich mit Roman bewaffnet. Nachmittags schaute ich kurz ins Fuego und um 19:30 Uhr traf ich mich mit Simone und Elke an der scharfen oEcke. Currywurst erschien uns für heute ausreichend. 

Im Anschluss organisierte ich Cola für Mathias und bewaffnet mit zwei Brötchen aus der Scharfen Ecke ging ich zurück zur Kabine und übergab das furiose Abendessen, was ebenfalls nicht im Körper blieb.

Nachdem ich noch einen Tee mit den Eschweilern getrunken hatte, verzog ich mich wieder und rief erstmal den Bordarzt an.  Mit diesem vereinbarte ich eine Deadline bis 22:30 Uhr, die wir aber rissen, da es Mathias nicht besser ging, er aber unentschlossen bzgl. ärtztlichen Beistand war.

Fazit: Seetage sind schön, Seetage sind toll….bitte nie mehr als max. 4-5 am Stück! Egal mit wem wir gesprochen haben, Alle kamen aufs gleiche Fazit. So lange das Wetter super ist, Aktivitäten draußen uneingeschränkt möglich sind, ist Alles super…..was allerdings bei sechs Tagen Mistwetter eine echte Katastrophe wäre.

Die Crew hat sich an allen Tagen große Mühe gegeben, doch irgendwann ist jede Aktion ausgelutscht. 3900 Menschen, groß wie klein zu bespielen verlangt Vieles ab!

Gefühlt wurde das Schiff von Tag zu Tag kränker, Erkältungen sowie Probleme mit Magen,- Darm sind an der Tagesordnung. Erkältungen von der Klimaanlage, Magen- Darm….irgendein Bakterienchen ist immer unterwegs.

Achja, und wer behauptet, die Ozeane haben kein Problem….schaut auf die Algenteppiche, irgendwo im Nirgendwo. Wir sahen wenig Tiere, Dreck auf dem Wasser umso mehr!

Wir waren auf jeden Fall Alle zufrieden, als wir  am sechsten Seetag sagen konnten „ Land in Sicht“ und auf La Palma wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Schweden 2023, II: Stockholm, Visby (Gotland), Karlskrona

Fünf Tage Schweden auf der Aida Diva. Was als Geburtstagsgeschenk für unseren Jubilar gedacht war, endete in einer Fahrt zu Zweit. Unser Geburtstagskind wird sein 80. Wiegenfest immer noch im KKH verleben.

Wenigstens war Aida sehr fair bei der Erstattung, binnen weniger Tage war wenigstens ein Teil der Reise wieder ausgezahlt.

Mathias und ich verließen Berlin kurz vor 8:00 Uhr, Emily wähnte sich im Glück und empörte sich bitter als sie zehn Minuten später bei Helena abgeliefert wurde.

Kurz nach 11:00 Uhr erreichten wir Warnemünde, parkten ein und standen kurze Zeit später am Terminal in der Schlange. 19 Grad und satte Sonne verwöhnten uns beim Warten, um 12:30 Uhr waren wir auf dem Schiff! 

Die Diva macht sich klein aus im Vergleich zur Perla, die Jahre waren offensichtlich mit der ersten Inspektion. Unsere Kabine war aber ok, Luxus sieht allerdings anders aus.

Da wir nicht gefühstückt hatten, zog es uns so schnell wie möglich in das Weite Welt Restaurant, draußen auf der Terasse wartete ein Tisch auf uns.

Das Essen war mittelmäßig, im Verlauf des ersten Tages mussten wir ernüchternd feststellen, dass die Küche auf der Perla um Welten besser ist…was uns leider jedoch nicht davon abhielt, viel zu viel zu essen.

Da noch Gäste anreisten, nutzen wir die leere Poollandschaft und ließen uns dort häuslich nieder. Die Poollandschaft gefällt uns besser als auf der Perla, großzügiger, gefällig gebaut….sehr hübsch.

Zwischendurch drehten wir ne Runde auf dem Luxusliner und bewunderten Warnemünde, die Warnow, den Schiffverkehr von oben- Ostsee ein Sommermärchen.

Gegen 18:30 fanden wir uns auf einer der Bars am Heck des Schiffes ein, viel Vorfreude auf den ersten Sailaway im Gepäck…..leider waren die Kanus im Wasser nicht netter Natur, Klimaaktivisten bei der Arbeit und mit der Ansicht, dass wir nicht nach Schweden sollten. Unser Aperol rann durch die Kehle, wie die Minuten auf der Uhr. Spannend sahen wir Zoll und Polizei zu. Einige der Aktivisten sprangen ins Wasser, leere Kanus trieben im Wasser.

Nach rd. einer Stunde waren auch die Letzten Jungdynamiker in Handschellen am Ufer,  nun warteten wir noch ein Containerschiff und eine Scandlines ab und los gings….

Die Ausfahrt aus Warnemünde war auch mit untergehender Sonne ein Erlebnis,schön das das Wetter so toll mitgespielt hatte.

Im Anschluss von Orinoco Flow erinnerten wir uns an das gute Bella Donna auf der Perla und wurden bitter enttäuscht….Fischsuppe ungenießbar und was Maisgemüse und Chinakohl beim Italiener zu suchen hatten, weiß ich bis heute nicht.

Wir läuteten eine zweite Fressrunde im Marktrestaurant ein, dies wird auf dieser Fahrt die erste Wahl. Endlich lag Fischzeugs auf dem Teller!

Mit einem letzten Rundgang verschwanden wir auf unsere Kabine und sahen gegen 23:00 Uhr, mitten im Gewitter in schwedischen Gewässern, einen sensationellen Sonnenuntergang, dieser war wohl nie schöner!

Wir waren platt, der Tag war trotz relaxen anstrengend gewesen, müde schaukelten wir uns in den Schlaf.

Leider war die erste Macht an Bord nicht so erholsam wie erhofft, immer wieder muss sich der Körper erst an die Geräusche gewöhnen.

Gegen 8:00 Uhr krochen wir aus dem Bett und inspizierten nicht nur das trübe, 15 Grad kalte Wetter auf der schwedischen Ostsee sondern auch das Buffet im Markt Restaurant.

Nach ausgiebigem Fresschen folgten wir dem Shoppingwahn, Thalgo gabs 10% günstiger, Blick ins Spa für umme.

Anschließend ging es an den Pool, 15 Grad können windgeschützt ganz toll sein.

Das Mittagessen konnten wir natürlich nicht ausfallen lassen, Weite Welt mit nicht so viel Weiter Welt, es war aber ok. Calamaris Curry können se auf dem Schiff.

Den Nachmittag verschliefen wir, unser erstes Abendessen gabs im bayrischen Fresstempel, Ente….war ok.

Für ein bissel Scampis, geklaut von der Paella, gings nochmal ins Markt Restaurant und abschließend auf einen. Abschiedsmarsch über das Schiff.

Wir schauten uns die mittelmäßige Show am TV an, keine Lust auf Menschen.

Um dem Tag aber etwas Farbiges abzugewinnen, hier kommt Schiff….aber massig davon:

Ab 3:30 Uhr früh wurde in der zweiten Nacht der Schlaf unruhiger, wir näherten uns Stockholm, der Lotse war an Bord gegangen und steuerte das Schiff sicher durch die Märchenwelt der Schären. Das Mittsommerlicht gab das Seine dazu, die Aussichten waren bereits sehr schön und ich pendelte zwischen Balkonien, Koje hin und her….kalte Füsse und recht schattige Temperaturen waren mir egal!

Oberpünktlich kamen wir in Stockholm an, nieselige und schwüle 18-22 Grad machten uns die Eroberung der Hautstadt nicht so leicht. Der erste Eindruck vom Schiff machten aber bereits Lust auf mehr.

Unser erstes Ziel galt der Aussicht, rauf auf den „ Balkon von Stockholm“ auf Södermalm und trotz bedecktem Wetter war die Sicht auf die Nachbarinseln ziemlich gut.

Schloss, Gamla Stan, Nobelpreismuseum, Tyska Kyrkan und sogar das Dach vom Wasamuseum und den Turm des Rathauses konnte man sehen.Wir bewunderten ebenso das königliche Pissoir und das Reichstelefon, alte Telefonzellen die man überall im Land findet.

Wir liefen im Anschluss von Södermalm Richtung Gamla Stan, bewunderten das Schloss und das kleinste Denkmal Stockholms, den sogenannten Järnpojke auf dem Gelände der finnischen Kirche.

Wir schlenderten von Insel zu Insel ( Södermalm,Gamla Stan,Vasastan, Norrmalm) bewunderten das Schloss und die Schlosskirche von Nahen, warfen einen Blick aufs Radhaus und verweilten mehr als einmal am Wasser und genossen einfach nur den Blick.

Leider blieb uns eine U- Bahntour verwehrt,wir hatten keine Lust auf irgend einen Stress an diesem Tag und verfügten zu diesem Zeitpunkt eh noch über Flugtickets nach Stockholm im September 2023.

Nachdem uns dann aber doch recht schnell klar wurde, dass wir der Stadt nicht gerecht werden würden UND zu diesem Zeitpunkt noch auf eine gebuchte Stockholmreise im September 2023 schauten ( die dann weder in 2023 stattfand und auch in 2024 umgebucht wurde) machten wir uns, nach einer wohlverdienten Fika ( Kanelbullar und Kaffee) und einem Abstecher ins altstädtische Ica , auf den Weg zurück zum Schiff.

Gut war es,es fing nämlich tierisch an zu regnen und wir waren froh,als uns die Diva erwartete. Patschnass bis auf die Knochen enterten wir unsere Kabine.

Nachdem wir die nassen Klamotten vom Körper hatten, zog es uns zum Mittagessen, Auch wenn in der Nachbetrachtung das Essen auf der Diva nicht doll gewesen ist, Pizza und Meeresfrüchtesalat konnten sie!

Den Nachmittag vertrödelten wir im Regen, zur Ausfahrt zeigte sich die Schärenwelt wieder mit typischen schwedischen Sommerwetter und wir konnten genießen.

Gegen 22:30 Uhr ging der Lotse von Bord und der Kapitan der Diva war wieder eigenverantwortlich. In der Mitdommarnacht ging es weiter nach Gotland, sicherlich dem Highlight unserer Tour.

Traumhaftes Wetter empfing uns in Visby und gut gelaunt verließen wir nach dem Frühstück das Schiff und machten uns auf den rund einen Kilometer langen Weg in die unter Unesco stehende Innenstadt.

Amüsiert liefen wir am Fängelse,dem Gefängnis der Insel vorbei , und posten am Visbyschild.

In Visby ist alles hübsch! Mit der Reformation wurden die katholischen Kirchen zerstört und bis auf den Dom nie wieder aufgebaut. Pittoreske Holzhäuser und Kirchenruinen prägen das Stadtbild. Selbst das örtliche Toilettenhäuschen sieht hübsch aus.

Gotland ist Schwedens größter Schatz und gleichzeitig die Achillesferse des Landes. Nah an Russland, ungeschützt in der Ostsee und mit einer der Hauptgründe warum Schweden unbedingt in die Nato wollte und nun auch endlich ist.

Geschichtliches aus Wikipedia:

Gotland ist eine schwedische Insel und historische Provinz. Die nach Seeland (Dänemark) und vor Fünen (Dänemark) sowie Saaremaa(Estland) zweitgrößte Insel der Ostsee liegt nordöstlich von Öland. Ihren Namen hat sie vom Germanenstamm der Goten, die die Insel laut der Gutasaga um die Zeitenwende zumindest teilweise verließen, um auf dem Kontinent, später als Ost- und Westgoten, große Reiche im mediterranen Raum zu errichten.

Die Insel Gotland bildet zusammen mit einigen benachbarten kleineren Inseln die Provinz Gotlands län, die historische Provinz Gotland sowie die Gemeinde Gotland.

Wir erliefen uns die Altstad, mit dem ältesten Haus, der schmalsten Gasse, der hübschesten Allee und natürlich die beeindruckende Stadtmauer, der Festungsring der noch fast vollkommen vorhanden ist. Viele Kirchenruinen bilden das Stadtbild, in einigeen waren wir auch drin.

Wir besuchten auch den botanischen Garten, mit den größten Pfingstrosen ever!

Hinter dem Festungsring erliefen wir uns einen Steinkreis, den ein Mädchen angelegt haben soll….mysteriös

Zurück in der Altstadt gab es ein paar mehr Altstadtimpressionen und neue Schuhe, da meine Sandalen ihren Geist ausfgegeben hatten, Aufgrund der schwachen Krone machteich einen Schnapper, die Rieker Sanadalen waren glatt 10€ preiswertert als in good old G.

Mit dem wohl schönsten Blick auf die Altstadt verabschiedeten wir uns vom puppigen Nest. Fazit: Gotland sollte umgehend. mit dem WoWa nochmal intensiv bereist werden!

Zum restlichen Nachmittags gibts im Nachgang nichts mehr zu erzählen, lediglich der Hinweis, dass uns das Essen auf dem Schiff extrem schlecht vorgekommen ist. Keine Auswahl, nichts themenbezogenes zu Skandinavien. Wor waren uns einig, dass wir keine 14 Tage auf diesem Schiff bleiben würden.

Unsere letzte Station war Karlskrona und wir kamen in den Genuss des Tenderns…also per Rettungsboot an Land, eine ganz meue Erfahrung.

Kurz zur Stadt: Seit 1998 Unesco Weltkulturerbe, insbesondere der Marinestûtzpunkt, die Innenstadt und einige historische Gebäude. Auf der Insel Brändagpholm befindet sich DAS Postkartenmotiv Schwedens, mit der Gartenkolonie wirbt ganz Schweden für sich.

Karlskrona wurde 1679 von König Karl XI. gegründet. Danach war die Stadt Hauptstützpunkt der schwedischen Flotte und erinnert ab dem ersten Moment an Potsdam, sofern man Potsdam kennt :0)!

Nachdem wird den Stortorget mit der Frederickskyrkan ausgiebig bewundert hatten, es war bemerkenswert ruhig und leer in der Stadt, nahmen wir die Beine in die Hand und liefen die 3,2 km nach Saltö, von wo man aus einen super Blick auf Brändaholm haben soll.

Tolle Aussichten begleiteten unseren Weg:

Tja, die Gartenkolonie ist dann aber nochmal ein ganz anderes Kaliber, Skandinavien wie aus dem Bilderbuch!

Nachdem wir uns an roten Häuschen satt gesehen hatten, liefen wir wieder zurück in die Innenstadt und statteten dem Fiskertorget, also Fischplatz einen Besuch ab.

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Da sich das Wetter zusehends verschlechterte, waren wir bereits zu einem späten Mittagessen wieder zurück auf der Diva. Wieder mit Tender…aufwändiges Procedere.

Die sechs Tage Schweden werden mir immer positiv in Erinnerung bleiben, einziges Manko das schlechte Essen auf der Diva, was wir bis heute nicht verstehen.

Am nächsten Morgen legten wir pünktlich in Warnemünde an, schnell eilten wir zum Geburtstagskind, der seinen 80. nicht mit uns auf dem Schiff sondern leider im Krankenhaus verbringen musste.

Frankreich 2022, X: Bayeux, Arromanches (Mulberry B), Colleville sur Mer ( Omaha)

Unser Tag war mal wieder etwas zweigeteilt, Erstes eine puppige Altstadt inkl. Kathedrale und. Unseco Site und Zweitens die Fortsetzung von D- Day, Landungsstrände usw…..die übrigens auch Unesco World Heritage Status erlangen sollen.

Fangen wir mal mit Bayeux an, der einzigen Stadt der Normandie, die nichts absolut gar nichts im zweiten Weltkrieg abgekommen hat. Keine Bombeneinschläge, keine Granatsplitter…..Das sieht man noch heute, viele Stadtpalais, eine Wahnsinnskathedrale und ein paar schöne Altstadtecken prägen das Stadtbild. An genau einer dieser Ecken frühstückten wir und versauten dabei so einigen Touris wohl das Foto?

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Warum aber aufeinmal so viel Deutsche in der Stadt waren ( wie übrigens auch am Mont Saint Michel ) lässt sich wohl nur auf den ältesten Comic der Welt zurückführen, dem großartigen Teppich von Bayeux! 1061 von vielen fleißigen Händchen auf Leinen gestickt, umfässt dieser Wandteppich 58 einzelne Szenen und ist rd. 70m lang. Ein ganzes Museum widmet sich der Geschichte um Harold und William dem Eroberer ( der übrigens die Westminsterabtei in London schlussendlich baute) und der Eroberung des britischen Königreiches….blutrünstig und nach Macht strebend, Mord und Todschlag auf fast jedem Zentimeter gestickten Leinen.

nettes Museum in einem alten Kloster

Man erhält für die elf Euro Eintritt einen Audioguide, der den Staunenden die Geschichte näher bringt.

Fotos sind im Musum verboten, die hier gezeigten sind Abfotografien von Postkarten, die ich im Anschluss gekauft habe. Die Reihenfolge wird wohl auch nicht unbedingt dem Ablauf der Geschichte entsprechen, soll lediglich einen kleinen Einblick geben.

Nach dem Besuch des Musums ging ich noch in die Kathedrale und dann fuhren wir nach Arromanches, einem Badeort südlich von Bayeux. Dieser war unser Einstieg in die D- Day Aufarbeitung an diesem Tag.

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Zur Erinnerung, am 06.06.22 hatten wir uns dem Sword Beach und Juno Beach gewidmet, heute standen letztendlich Gold Beach/ Arromanches auch Mullberry B genannt und Omaha auf dem Programm.

Warum Arromanches? Hier hatten die Briten einen künstlichen Hafen angelegt, der im großen Stil Materialien, Autos und Truppen an die normannische Küste brachte. Bei Ebbe, nur bei Ebbe, kann man die Ruinen und Überbleisel ansehen, ein bizarres Bild, wir waren nicht allein am Strand und am Ende des Tages hielten wir fest, dieser Besuch war der Eindrucksvollste aller D- Day Stätten.

das sind Wasserstraßen, kaum zu glauben….

Überhaupt,es sind noch wahnsinnig viele Briten und Amis in den Orten, nachwievor fahren alte Jeeps, Militärfahrzeuge durch die Straßen, die müden Möchtegernkrieger feiern sich und ihre Nationen immer noch….

Auch mein Mann war unfreiwllig ziemlich stilvoll unterwegs, er fiel unter den ganzen D-Day Narren kaum auf.

Stilecht ließen wir uns mittags Fish& Chips und einen Hamburger schmecken,so viel Loyalität den Alliierten gegenüber muss schon sein :0)!

Unser nächstes Ziel war eine fast vollkommen unzerstörte Anwehrbaterie der Deutschen, die in Longues sur Mer noch immer wie einsatzbereit steht….auch hier tummelte sich das Volk, wo man doch annehmen könnte, das Feindesgut eher gemieden werden würde….O- Ton eines Mitbesichers: „bloody good weapons of these bloody Nazis!“ ….ja, soviel dazu! Diese bloody good weapons haben in einer Nacht 2000 US Amerikaner getötet, das war 1944 nicht 2022…man kann gar nicht so viel brechen, wie man gerne möchte!

Richtig bizarr wurde an es an diesem Tag in Omaha, der ja als Inbegriff aller D-Day Strände ( neben Utah) gilt. Omaha umfässt die Gemeinden Colleville sur Mer und Vierville sur Mer und nennt mehrere Memorials, Museen und den großen Amerikanischen Kriegsfriedhof sein eigen.

Am Strand war es eher unspektakulär, kaum vorstellbar, dass die klippenähnliche Struktur verantwortlich für viele Opfer am berühmten 6.6.44 gewesen ist. Durchschnittlich 7,5 sek. hatte ein Soldat, sich nach Absprung vom Boot,in Sicherheit bzw. Deckung zu bringen….Viele sind aufgrund der schweren Last einfach ertrunken. Die ersten Boote verzeichneten die größten Verluste, auf dem Friedhof liegen über 9000 Gefallene! Der Film “ Soldat James Ryan“ wurde direkt am Omaha Beach gefilmt, quasi der Originalschauplatz .

Die Museen bewunderten wir nur von außen,wir wollten den Hund nicht alleine lassen und ehrlich,dass Drumherum war spannender als das olle Kriegszeug,was es überall zu kaufen gab.

die schlechtesten Souvenire der Welt?

Am Lustigsten war die Truppe vor dem Omaha War Museum,nein….keine Flüchtlinge, nur D-Day Touristen mit Hangover, die Dame mit Fuchs am Kragen hielt auch bei 23 Grad die Stellung, und jedes Haar der Betonfrisur sitzt.

Unser letzter Sightseeingpunkt an diesem Tag war der amerikanische Friedhof, der ziemlich. beeindruckend ist und nicht mal eben in zehn Minuten besucht werden kann.

Neben einem Visitorcentre, Mahnmal,Aussichtspunkt auf Omaha, ewiger Flamme und den über 9000 Gräbern, waren auch viele Reisegruppen und Veteranen anwesend. Der Friedhof wird von den Amis gepflegt,  hier sind Sicherheitskontrollen notwendig und erinnert in seinem Aufbau ( man erhält einen Plan am Eingang) eher an Disneyland.

Ich lass mal Bilder sprechen, beeindruckend war es in jedem Fall.

Gegen 19:29 Uhr waren wir wieder auf dem Campingplatz und hielten unser Versprechen ein,Abendessen im heimischen Bistro: Croque Monsieur und Jambon à la Normand….naja…wird nicht wiederholt!

Gegen 23:00 Uhr fielen wir in zehnstündigen Schlummer 

Frankreich 2022, IX: Villedieu les Pôeles & Le Mont Saint Michel

Wir schliefen aus, der Vortag war anstrengend und wir erholungsbedürftig.

Gegen 9:30 Uhr fuhr Mathias in den Ort um frisches Baguette zu ergattern und kam und kam nicht wieder!

Rund 45 Minuten später war er entnervt zurück, in Villedieu war Markttag, alle Bäcker geschlossen und Stau überall.

Immerhin, das Baguette und die Eclairs waren alle Mühen wert und gut gesättigt liefen wir im Anschluss ebenfalls über den Markt, der aber bereits im Abbau wae….nächste Woche Dienstag, auf sicher!

Ein Calvadosverkäufer mit Melonenschmugglerbäuchlein füllte uns mit Calvados und Cidre ab, vier Flaschen (3x Cidre und 1x Calvados) wechselten den Besitzer. Beim Fleischer erstanden wir grandioses Rind und Kotelette für den Grill und hochzufrieden kehrten wir zum CP zurück.

Hier noch ein paar romantische Fotos von der Kloake, pardon Bach rund um den Ort. Nett zu sehen, wie in früheren Zeiten Innentoiletten funktionierten!

Gegen 13:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Mont Saint Michel, mal gucken war der Plan…..aufeinmal tauchte der Wumms auf und wir fotografierten über viele Feldwege und noch viel mehr Kilometer hinweg. Wir hatten nicht mal ansatzweise eine Ahnung, wieviel Kilometer wir noch entfernt waren! 

Dies bemerkten wir erst, als wir das Auto auf dem offiziellen Parktplatz am Mont abgestellt hatten und losliefen….über eine Stunde mit strammen Schritt. 

Das Ding kam und kam nicht näher….gut wir liefen irgendwann über die Wattwiesen und nicht auf dem Damm selbst, der war uns zu voll und der Wind war noch stärker. Faszinierend auch das Farbespiel und die Wetteränderungen. Von sommerlich warm ( der Golfstrom schickte warme Starkwinde) bis hin zu ziemlich schattig, war alles dabei….und dann dieser Himmel. Alle Fotos vom Mt. Saint Michel sind in zeitlicher chronologischer Reihenfolge im Blog…….mal auf den Wiesen, am Ende wieder auf der Brücke.

Unser Ziel war nicht der Mont selbst, wir wollten diesen umrunden!

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Bei Ebbe gut möglich, auch wenn das Wasser am Spätnachmittag dann doch kam, aber nicht gefährlich wurde.

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Pförtnerloge, Verteidigung oder Kapelle? Vermutlich 3 in 1!
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Am Mont Saint Michel gibt es die stärksten Gezeiten in Europa, bis zu 15km zieht sich das Wasser zurück….. unser Plan, nochmal bei Hochwasser zur Abtei zu fahren.

Geschichtsdaten gibt es beim zweiten Besuch des Mont Saint Michel, deshalb in diesem Bericht nur Bilder von außen und der grandiosen Natur.

Gegen 17:00 Uhr traten wir den Rückweg über den Damm an, nicht nur Emily war platt, am Ende werden es wohl wieder die berühmten 10km gewesen sein. Unser Hund trottete mehr als das sie lief und auch die doch recht warmen Temperaturen schafften Mensch und Tier.

Die Entfernung erklarte schlussendlich, warum die ersten Bilder so matschig waren und keine Einzelheiten der Abtei zu erkennen sind….Luftlinie min 3-5 km Entfernung!

Wir fuhren über einen Carrefour nach Hause und schmissen den Grill an. Ofenkartoffeln, selbstgemachte Kräuterbutter und das tolle Fleisch von Monsieur Charcuterie vervollständigten unser spätes Abendessen.

Pünktlich zum Abwasch fing es an zu sauen….viel Nass von oben, die Normandie hält was sie verspricht.

Am nächsten Morgen hatte es sich zwar abgeregnet, es war aber frisch und ziemlich windig. 

Wir gönnten uns einen Ruhetag und genossen den schönen Campingplatz.

Später erschlenderten wir uns ein wenig mehr unseren Ferienort und stöberten in den Geschäften, für die Villedieu les Pôeles steht, nämlich für Bratpfannen aus Kupfer und Glocken für Kirchen und Schiffe. Die Queen Mary II wurde ebenfalls aus Villedieu mit Glocken versehen…..mal so nebenbei.

Außerdem bewunderten wir die Altstadt und die Waschstellen am Ufer der Sienne oder auch die vielen puppigen Hinterhöfe.

Hinterhofgestöbere:

Der Rest des Faulenzertages ist schnell erzählt, aufgrund starker Winde ( hoffentlich vom Meer, dann wird das Wetter stabiler) verzog ich mich in die Wohndose und mein lieber Mann schmökerte in der Schatzinsel.

Wir wollten eigentlich bei uns auf dem CP essen, doch nichts da….Bistro geschlossen. So machten wir uns gegen 19:00 Uhr auf den Weg ins Dorf und gingen Galetes und Sauscisse essen…preiswert aber gut.

Den Abend trudelten wir im WoWa aus, es stürmte und regnete……

Deutschland 2022, Hambug: Mal wieder in Elbflorenz

Ist Hamburg die schönste Stadt Deutschlands? Ich weiß es nicht, denke aber sie ist verdammt nah dran, zumindest ist es die einzige Stadt in good old D, in der ich nach Berlin wohnen könnte.

Es treibt uns immer wieder mal dorthin und bereits 2020 war ein WE geplant….wir wollten die Minikreuzfahrt „uff de Perla“ in HH verlängern. Wie der findige Leser weiß, die Perla haben wir erst in der Karibik kennengelernt, meine Mama und ihr Mann sind aber auf unsere Kreuzfahrtidee aufgesprungen und hatten sich für die Viertägige nach Oslo entschieden und so nahm die Idee auf ein WE in HH wieder Gestalt an.

Das Wetter ließ sich auch in 2022 nicht lumpen, wir fuhren an einem Samstag Mitte Mai 2022 gegen 9:00 Uhr los und standen ohne Stau oder sonstige Sperenzchen um 12:30 Uhr am Park Hotel Berliner Tor, eines der preiswerteren Hotels in der Hansestadt, die bekannterweise eher unter sauteuer einzubuchen ist.

Auch wenn wir erst am späten Nachmittag einchecken konnten, hier schon mal ein Foto vom Zimmer. Hervozuheben ist der Preis und die Lage…das war es dann aber auch, wobei unser Zimmer noch hübscher war, als die Minihöhle von Mama und Klaus.

Wir bummelten zur U- Bahn, kauften ein Gruppenticket ( Emily war die 5. Person) und fuhren Richtung Landungsbrücken. Am Berliner Tor inspizierten wir vorher aber noch ne Covid Testbude…unverschlossen, unbesetzt, keine Option für Algners, die nur frisch getestet aufs Schiff kommen. Wir hatten für das Wochenende keinen Plan, am Ende sollte uns weder St. Pauli noch die Mönckebergstraße sehen….wir waren zu faul für gepflegtes Sightseeing.

Himmel und Hölle war an diesem Samstag an den Landungsbrücken unterwegs, uns gruselte ein wenig……Menschenmassen schoben sich an den Fischbuden vorbei. An Brücke 10 kehrten wir ein, leider war der Laden nicht mehr so lauschig wie in 2016, mehr auf Massentourismus ausgelegt.

Ein Fischbrötchen ist quasi keins und so nahmen wir auch die nächste Möglichkeit wahr. In Mathias wappneten sich 3 Bismarck,- u. ein Matjesherig zum Wettrennen, ein Umstand,der ihm später etwas Probleme bereitete.

Die Stimmung war gut, nach den Landungsbrücken schlenderten wir ins Portugiesische Viertel und komplementierten den Fischtag mit einer Fischsuppe, die aber nicht mehr so grandios wie 2016 war.

Bevor wir uns ins Hotel schlichen, hier noch ein paar Bildchen von den Landungsbrücken, Elphilharmonie und Hafen. Auf echtes Sightseeing verspürten wir Alle weiterhin keine große Lust, schön das wir Hamburg ja ziemlich gut kennen.

Den späten Nachmittag vertändelten wir auf unserem Zimmer und fuhren gegen 20:00 Uhr wieder in die Innenstadt. Ziel war der Hauptbahnhof- Eruierung von Testmöglichkeiten, Currywurst am Bahnhof und die Philharmonie bei Nacht.

Gesagt getan, am Hauptbahnhof lümmelten sich Drogendealer, Crystal Meth Opfer, Obdachlose, Nutten und leider auch ukrainische Kriegsflüchtlinge herum, die alte Teststelle dient nunmehr als Ankunftszentrum. Gott sei Dank fanden wir am ZOB ( Laufdistanz 200m) noch eine Teststelle und so konnten wir uns mal wieder dem Kulinarischen zuwenden. Currywurst aus der Tüte, kannte sich so auch noch nicht.

HH bei Nacht, Speicherstadt am Abend….gesagt getan, in unserem Fall weiterhin nur Handybildchen.

Wir liefen in der Dammerung zur Elbphi und bewunderten die netten Apartmentkomplexe in der “neuen“ Speicherstadt.

Das spitze Eck der Philharmonie:

Ziemlich kaputt stolperten wir gegen 23:00 Uhr ins Bett und ließen uns nichtmal vom Krach am Berliner Tor stören.

Der Sonntag begann sonnig und mit einem Frühstück bei Crobag. Im Anschluss zog es uns zum Hauptbahnhof,wo sich meine Mama und Klaus der Covid 19 Testung unterzogen….wenn Einer eine Reise tut…..

Nachdem wir am ZOB auf das negative Ergebnis gewartet hatten, lösten wir unser Auto am Hotel aus und fuhren in die Hamburger Kaffeerösterei.

Schnell warfen wir einen Blick in die Speicherstadt und ergatterten die gewünschte Röstung.Noch schneller wünschten wir Algners ne tolle Reise nach Oslo und zogen von dannen. Emily hockte später im Kennel und überlegte, vollkommen verwirrt, mindestens bis zum ersten Stau, wo denn die geliebten Hundegroßelterm geblieben sind! Sie war auch noch um 16:00 Uhr, mit Ankunft in Britz vollkommen verwirrt.

2020 Deutschland, Berlin: Familiennachwuchs, Willkommen Bianca B.

Seit Jahren liebäugelten wir mit Wohnmobilen oder alternativ mit einem Wohnwagen. Wohnmobile haben den Nachteil, dass sie sehr teuer sind und man vor Ort weniger mobil ist. Wohnwagen haben im Allgemeinen eher den Rentnertouch und wurden uns von Freunden wärmstens empfohlen.

Billiger in der Anschaffung, weniger klauanfällig, einfach nicht so hip aber mit einem enormen Vorteil…..vor Ort hat man seinen PKW dabei und kann kreuz und quer durch Altstädte cruisen. Außerdem bieten Wohnwagen ein besseres Raumgefühl und sind geräumiger als Wohnmobile.

Bereits 2019 haben wir über eine Anschaffung nachgesinnt, dann kam das Pandemiejahr 2020 und das lange Wochenende an Pfingsten. Wieder mal surften wir uns durch die Anbieterseiten und aufeinmal stand die Bianca da! Bürstner Premio Life 425 TS…d.h 4,25 lang, 212cm breit und das Wichtigste, die Anordnung im WoWa. Ich hasse Wohnwagen wo sich Herd oder Abwaschbecken neben dem Bett befinden, finde die Vorstellung von Bratfett, egal ob frisch aus der Pfanne oder aufgelöst mit Spülmittel, auf dem Kopfkissen einfach nur eklig.

Bildquelle: https://www.buerstner.com/de/wohnwagen/premio-life/technische-daten/model/premio-life-425-ts-de-1/

Schnell schauten wir noch bei der Konkurrenz, doch bei Dethleffs wurde unser WoWa zwar baugleich, dafür aber in Eiche brutal angeboten- teurer war er damals auch noch!

Ende Juni 2020 fuhren wir zu Carbo Tec um „mal zus chauen“ und kamen mit einem Kaufvertrag zurück! Wir hatten gut verhandelt, genossen den Mehrwertsteuervorteil und freuten uns wie dolle über Emilys neue Hundehütte.

Die Lieferung war für Oktober anvisiert, am Ende wurde der 17.12.20 als Übergabetermin vereinbart.

Wir überbrückten die Zeit bis zur Lieferung mit dem Kauf von allerlei Schnickedöns, angefangen mit Geschirr, aufgehört mit einem Omnia….ein Omina, war ist das? Für alle Nichtcampingfreunde, der Omnia ist eine Auflaufform, der wie ein Backofen auf einem Gasherd/ Grill funkioniert. Von Kuchen, Aufläufe bis hin zu Aufbackbrötchchen funktioniert alles…..fürs uns Foodies ein Muss. Unser Omnia kam mit dem Weihnachtsmann 2020…..

Und dann war da noch die bange Frage, wohin mit dem Bürsti, wenn wir nicht auf Tour sind? Zunächst favorisierten wir einen Campingplatz am Krossinsee, den wir aber gaaaaanz schnell verwarfen. Die Dauercamper machten uns Angst, wir wollten weder Gartenzwerge noch AFD Hotte zum Grillen bei uns begrüßen.

Schlussendlich unterschrieben wir für einen Stellplatz südlich von Berlin, 50,– pro Monat, eingelagert in Reih und Glied…wir waren happy. Stellplätze werden mittlerweile gehandelt wie Gold.

Am 17.12.20, Berlin befand sich bereits wieder im echten Lockdown, machten wir uns auf den Weg nach Zeesen. Die Auslieferung unseres Schmuckstücks war möglich, Kauf von Zubehör leider nicht.

Unser WoWa stand im Garagenbereich und wurde nett von Carbo Tec präsentiert. Neugierig erkundeten wir unsere Zweitwohnung, Emily hatte an diesem Tag noch keine Ahnung von der neuen Hundehütte.

Erstmal zeige ich Euch Binanca Bürstner von außen:

Außen interessiert nur Männer mit Technikverständnis, für uns Mädels zählt doch eigentlich nur das Innere? Hier ein paar Impressionen mit Landstrom von Carbo Tec, schön ausgeleuchtet war das Schmuckstück.

links die Küchenzeile, daneben die Tür zum Bad, Standkühlschrank und Schrank mit Heizung ( unten)

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ch mag die Bianca, weil das Interieur so hell und freundlich daher kommt. Vorbei sind die Zeiten, wo die Möbel in dunklem Ton gehalten wurden. Wir haben uns für alle möglichen Fenster entschieden, vor jedem Fenster gibt es einen Fliegenschutz und die Möglichkeit auf Verdunkelung.

Sowohl Bad als auch Küche überzeugen mit relativ viel Platz, toll ist der große Kühl,-u. Kleiderschrank.

Carbo Tec hatte an diesem Tag ein wenig für Aufregung gesorgt, da für die Übergabe Wasser in die Tanks eingelassen wurde und dieses nun schleunigst wieder raus musste……wir hatten Angst vor zugefrorenen Leitungen. Doch auch dieses Problem war schnell gelöst, es kam Frostschutz in die Tanks und wir machten die ersten Erfahrungen mit dem Segment „Gas-Wasser-Schei…“!

Überglücklich fuhren wir nach zweistündiger Übergabe vom Hof und tasteten uns an den Verkehr heran. Mathias meisterte die erste Tour richtig gut, und da wir Beide dringend auf Toilette mussten, fuhren wir sogar zu uns nach Hause. Das Gespann parkte direkt bei uns vor der Haustür ein, die Hufeisensiedlung staunte nicht schlecht.

Später ging es zur BSR, Bianca wurde leer gewogen, wir wollten wissen was wir zuladen dürfen. Die Waage zeigte 1010kg ( inkl. Markise und . Fahrradständer) und somit haben wir noch 350 kg Luft….Luft die wir aber nicht ausreizen wollen.

An diesem ersten Nachmittag ging es zum Campingplatz, winterfest machten wir Bianca Bürstner erst in den nächsten Tagen, rund um die Weihnachtsfeiertage.

Aufgrund der Coronapandemie war schnell unsere Entscheidung getroffen, den ersten Weihnachtsfeiertag im WoWa zu verbringen.

Mein lieber Mann fand unser Maskottchen unterm Baum, der Bernhard wird allerdings erst in zwei Jahren „geboren“, wenn ein neuer Leasingvertrag abgeschlossen wird.

Am ersten Weihnachtstag füllten wir zwei Wärmflaschen ab, packten den Minibaum, Stolle, Kaffee und Geschirr ein und fuhren raus zum Bürsti.

Emily erkundete zum ersten Mal die Hundehütte, ganz geheuer war der kleinen Hundelady der Zweitwohnsitz noch nicht. Sie mochte vermutlich die Wackelei nicht, jede Bewegung führt zu ungewohnten Vibrationen. Wir genossen zwei ruhige Stunden mit Chilly Gonzalez, Emil Reimann ( Apfelstolle) und Kaffee. Mit Hilfe der Wärmflaschen, dem Kaffee und unserer Körpertemperatur heizte sich der WoWa sogar ein wenig auf.

Wir sind sehr gespannt auf die ersten Nächte in der Luxushütte. Ein paar wenige Anschaffungen fehlen noch, im April werden wir wohl das erste Mal „draußen“ schlafen.

Urlaub wird in Zukunft anders werden …in Pandemiezeiten wohl nicht die schlechteste Entscheidung.