Deutschland 2025, Eschweiler II: Monschau

Auch der zweite Tag unseres Adventswochenende ist , zumindest bzgl. des Vormittagsprogramm schnell erzählt: Frühstück und Besuch im Krankenhaus.

Im Anschluss ging es in die Eifel, genauer gesagt ins bezaubernde Monschau.

Monschau hieß bis 1918 Montjoie und wurde durch den Kaiser Wilhelm eingedeutscht, die belgische Grenze ist nicht weit. Die mittelalterliche Altstadt im Kessel des Flusses Rur ist für sein Fachwerk, den engen Straßen, tuffigen Hotels UND einem der schönsten Weihnachtsmärkte bekannt.

Die Burg Monschau wurde von den Limburger Erbischhöfen im 13.Jh. errichtet, heute befindet sich eine Jugendherberge im Gemäuer und ein Theater verwöhnt in den Sommermonaten.

Wir parkten außerhalb des Nestes auf einen P+R und fuhren für 6€ return mit dem Shuttelebus zum Eingang der Altstadt.

Von dort zog es uns erstmal zur Aussicht, da es bereits nach 15:00 Uhr war und das Tageslicht zur Neige ging.

Wir waren zufrieden, das es so mild war, bei Schnee und Eis ware der Weg lebensgefährlich.

Der Blick aufs Puppige Nest begeisterte und machte den Kopf für das Weihnachtsmarktgetümmel frei…..relaxt durch die Menschenmassen aus F, NL, B und D.

Wir schlenderten durch die engen Straßen und hatten das Gefühl von Ort und Zeit verloren. Die Hotels alle tuffig, 160€ pro Nacht mit Klo auf dem Gang. Man wähnte förmlich Conny Froboes, Peter Alexander und Lilo Pulver in den Hauptrollen.

Wir erhoppten Monschauer Senf, einen leckeren Pflaumen- Zimt Likör, Weihnachtssüßkram und aßen ( mal wieder) eine Bratwurst.

Mit beginnender Dunkelheit machten wir uns wieder auf dem Weg nach Eschweiler, hier noch ein paar Impressionen

Wir waren uns einig, mehr Atmosphäre versprüht Monschau noch bei Tageslicht, weil die Häuser einfach bildschön sind. Zurück gings mit dem Shuttlebus

Zufrieden mit unserem Tag verbrachten wir den Abend in Eschweiler, bei Kölsch, Sekt und Pizza. Gegen 22:30 fielen wir in unserem BP ins kuschelige Bettchen.

Deutschland, Eschweiler 2025, I : Weihnachtsmarkt Schloss Merode

Kurz vor Jahresschluss besuchten wir unsere lieben Eschweiler, die wir auf unserer Transreise 2024 kennengelernt hatten. Wiedersehen und Weihnachtsmarkt, die zwei „Ws“ bestimmten die drei Tage am 4. Adventswochenende.

Nach Auschlafen, langem Frühstück und Krankenhausbesuch bei Simone, die leider eine Bandscheiben- OP auskuriert

Außerhalb von Eschweiler, bereits zu Düren gehörend, steht ein bezauberndes Privatschloss namens Merode. Es wird, lt. www. immer noch privat bewohnt, immerhin für Veranstaltungen geöffnet und beherbergt wohl einen der schönsten Weihnachtsmärkte, die ich jemals kennenlernen durfte. Doch das Ganze hat auch seinen Preis: https://www.weihnachtsmarkt-merode.de

Charles- Louis von Merode und seine Familie wohnen nun also in einem der schönsten Wasserschlösser der Renaissance ( erbaut im 12. Jh.) und wir waren ganz verzaubert. Aufgrund des Eintritts 11,50€ ( Parken für umme) zieht das Schloss natürlich weniger Laufvolk an, hier fährt man gezielt und für die Atmosphäre hin. Merode wurde zum gemütlichsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekürt und ja, im Verlauf des Abends, als es leerer wurde, gingen wir mit dieser Aussage mit….

Historischer Hintergrund, rund um das Schloss fanden 1944 schwere Kampfeshandlungen statt, über 300 amerikanische Soldaten fielen hier und immer noch erinnert ein Kriegsdenkmal an die Schreckenstage im 2. Weltkrieg. Aus meinem Vorleben der Jahre 1992/93 wußte ich bereits, das Düren zu über 90% im Krieg zerstört wurde und auch das Schloss hatte schwer Schaden genommen, im Jahr 2000 kam es obendrein zu einem schweren Brand.

Nun aber zum Weihnachtsmarkt. Neben wirklich schönem Handwerksbuden, hatten wir auch das Glück dem Christkind zu begegnen, ein Feuerwerk zu genießen und wirklich niedliche Glühweinbecher, Weihnachtsanhänger und kulinarische Nettigkeiten abzustauben.

Die Buden sind um das Schloss herum platziert, so das man einfach mit, oder gegen dem Uhrzeigersinn laufen kann und quasi nichts verpasst. Als wir ankamen wurde bereits das Feuerwerk für 18:00 Uhr angekündigt. Vorher sollte mit „ Alle Jahre wieder…“ das Christuskind angelockt werden…ein großer Spaß für die Kleinen.

Mich begeisterte eher, was mittlerweile das gute Iphone mit Feuerwerk macht, sieht. doch recht ansehnlich aus!

Der Glühwein mit 5,50€ gleicht dem Berliner Preis, Gleiches gilt für die Bratwurst.
Wir bewunderten immer wieder das Schloss und dann stand es im Fenster…das Merider Christkind:

Gut gelaunt verließen wir gegen 20:45 Uhr den Weihnachtsmarkt, von mir eine klare Empfehlung, wenn man mal etwas Schönes sehen möchte….obwohl wir ja immerhin den Gendarmenmarkt und das Charlottenburger Schloss haben :-)!

Norwegen 2025, V: Oslo und ciao!

Unser winterliches Abenteuer Norwegen  neigte sich dem Ende entgegen.

Oslo stand noch auf dem Programm, leider ohne nennenswerten Blick auf den Oslofjord.

Das Schiff machte unweit des Color Line Kais fest, wir bewunderten den Magic Tree und fuhren per Uber zum Munch Museum.


Kultur sollte sein, Sightseeing kannten wir in der Stadt schon zu Genüge.

Natürlich gab es dann doch einen Einblick auf die Oper, ein Kopfschütteln am Fjord ( warum geht man bei diesen Temperaturen ins Wasser?).

Wir hatten vorreservierte Tickets, es war aber auch nicht sonderlich voll im Munch Museum. 2021 eröffnet, gerade an diesem Wochenende waren wir damals auch in Oslo:

Munch ist nicht Jedermanns Sache, wir fanden die Ausstellung gut und natürlich, „der Schrei“ der hatte es uns angetan. Das Bild darf täglich nur wenige Minuten bewundert werden und war tatsächlich schon 2x geklaut.

Aus dem www ein paar Eckdaten zum Wunderwerk:

Der Schrei ist eine Sammlung von vier Gemälden und einer Lithografie des norwegischen Malers Edvard Munch mit weitgehend identischem Motiv, die alle  zwischen 1893 und 1910 entstanden sind.

Sie zeigen eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen die Ohren presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt. Munch verarbeitete eine eigene Angstattacke während eines Spaziergangs am Oslo Fjord.

Der Schrei ist das bekannteste Bildmotiv des norwegischen Malers

Es sind heute vier Variationen des Schreis in Gemäldeform bekannt. Die Hauptversion des Bildes entstand im Jahr 1893 und wurde 1910 von dem Kunstsammler Olaf Schou der norwegischen Nationalgalerie gespendet.

 Die Temperaversion von 1910 und die Pastellversion von 1893 werden im Munch-Museum Oslo aufbewahrt. Eine weitere wahrscheinlich von Arthur von Franquet 1895 in Auftrag gegebene Pastellversion befindet sich in amerikanischem Privatbesitz.

Neben dem Schrei ist natürlich noch die Madonna erwähnenswert und einige andere, beeindruckende Bilder.

Ich bin keine Munch Kennerin, evtl. machen die hier gezeigten Fotos dennoch Lust auf einen Besuch im Museum?

Zurück auf dem Kahn beehrten wir tatsählich das Brauhaus, Bratwurst mit Kartoffelpü- lecker war es.

Früh zog es uns ins Bett, wir waren geschafft, etliche Kilometer standen auf der Uhr.

Der letzte Seetag war wettertechnisch fast ein Großeereignis. Sonnig, windstill, herrlich auf dem Wasser. Auch wir nutzten die Winterpause.

Viel gab es ansonsten nicht zu berichten, letzte Einkäufe wurden getätigt, ich lief, lief, lief das Schiff ab und abends beehrten wir kurz das Bella Donna um die Torte und die Meeresfrüchte abzugreifen. 

Im Anschluss gabs die Henkersmahlzeit im French Kiss und ein kurzer Blick aufs Abendprogramm….so schnell geht eine Woche um!

Nach einer ruhigen Nacht fuhr die Nova pünktlich in HH ein, wir schnappten uns Uber und Flixbus und waren am frühen Abend wieder in der City. Unsere Emily begrüßte uns mehr oder weniger begeistert, zu schön muss es in Zehlendorf gewesen sein.,

Norwegen 2025, IV: Kristiansand

Die Bilder von heute Nacht haben vermutlich nicht so Viele vom Dampfer….zu unscheinbar und für Etliche nicht nachvollziehbar. Ja, wir hatten eine Polarlichterwand, weiß für die Augen, grün fürs Handy, nach Bearbeitung. Auffällig zu sehen, im Gehirn aber schwer als Polarlicht zu verankern, da am Horizont, eine Wand, kaum Bewegung …..Kamera holte ich hierfür nicht raus.

Und wer jetzt quakt „das sind doch Wolken“….JA, da sind Wolken….diese werden abe pr bei Bearbeitung niemals grün, ist so!

Welche Bearbeitung nun die Beste ist, egal….morgens um 4:00 Uhr sowieso.

Der Sonnenaufgang in Kristiansand, ausgesprochen Krischanson zeigte sich spektakulär.

Wieder kündigte sich norwegisches Kaiserwetter an, klirrend kalt aber wunderschön.

Kristiansand, ebenfalls ne Perle, Anlaufstelle der Fähren aus Dänemark. Die Stadt ist per Laufdistanz erreichbar, was auch wir erfolgreich ausprobierten.

Kunst auf dem Weg in die City:

Fischmarkt:

Im Fischmarkt gab es eine kurze Runden, geshoppt wurde nicht

Blick auf den Fjord und die Rundburg von Kristiansand.

Die Festung Christiansholm bietet einen schönen Blick auf die Fjorde und Schären. In 10 Laufminuten ist man in der City.

Weiter ging es in die Innenstadt, die Domkirche mit ihrer schönen Orgel war das Ziel. Wie es das Schicksal so wollte, es gab ein Konzert u d wir blieben stoisch sitzen.

Eine bewegte Geschichte kann die Domkirke ihr eigen nennen, das erste hölzerne Bauwerk stand 1645 an gleicher Stelle. Mehrere Brände später, wurde die jetzige Erscheinung 1885 geweiht.

Weitere Nestimpressionen:

Ein kleiner Marsch durch Posebyen rundete Kristiansand ab, die weißen schmucken Hausis ließen uns zwar (fast) kalt, aber die Geschäfte…….

Zuruck auf dem Schiff ließen wir es gemutlich angehen.

Ein wort zum Abendessen, venezianisch und es war super!

Mit einem erfreulichen Besuch der Fernwehexperten endete auch dieser Tag, wir freuten uns nunmehr auf Oslo.