Schlagwort-Archiv: Skhodër

Albanien 2026, II: Koman See & Lumi i Shales

Der zweite Tag in Skhodër begann mit den Hühnern. Um 5:10 Uhr klingelte der Wecker, bereits um 5:50 Uhr befanden wir uns auf dem Weg zum Hotel Rozafa, dem Meetingpoint für unsere Tour zum Koman See. Wir hatten uns gegen eine eigene Anreise entschieden, zu schlecht die Straße, zu wenig Parkplätze.Für alle Nachahmer, Hunde sind willkommene Gäste.

Wir betrieben morgens gleich noch ne Runde Sightseeing, hier Bilder vom Demokratieplatz in Skhodër.

Die Warterei auf den Shuttlebus war ein wenig zäh, doch am Ende reibungslos. Leider hatte sich bereits im Vorfeld angekündigt, was sich leider im Verlauf des Tages bestätigte, REGEN und der nicht zu knapp.

Die Herausforderung am Koman See ist nicht nur die wilde Straße, die mittlerweile aber auch entschärft wird, sondern die fehlenden Parkplätze, das Chaos am Fähranleger. Früher wurde sogar im letzten Tunnel geparkt, kann ich nicht empfehlen. Wir kamen jedenfalls im strömenden Regen an und wurden erstmal mit Regenjacken versorgt und ins Café verfrachtet.

Statt auf einem offenen Boot wurden wir, Gott sei Dank, einer anderen Gruppe zugeordnet und dann ging es los…es war kalt, der Regen peitschte uns ins Gesicht, Emily fand es genau zwei Minuten spannend, danach zitterte sich unser Hundemädchen durch die nächsten 60 Minuten.

Der Koman-Stausee (albanisch Liqeni i Komanit)  gilt als eine der schönsten und spektakulärsten Fährstrecken weltweit, erinnert in Teilen an norwegische Fjorde und trägt auch den Beinamen „Fjord der Balkanhalbinsel“.

Der Drin wurde in den 80er Jahre. aufgestaut und so schlängelt sich der See über 34 km durch extrem enge Schluchten der Albanischen Alpen, manchmal nur 50 m breit. Die gesamte Fährstrecke beträgt 2,5 Std, wir beließen es auf eine Stunde mit dem spektakulären Besuch des Seitenarmes Lumi i Shales.

    Kommen wir aber erstmal zur Bootsfahrt….spektakulär war an diesem Morgen nur der Regen und die Kälte. Eindrücke von der Fahrt, naja.

      Trotz Regens kann man sicherlich das Außergewöhnliche erahnen, mehr Koman See dann von der Rückreise. Was leider negativ zu bewerten ist, ist der viele Müll auf dem Wasser. Wie in Panama sind die Menschen noch nicht aufs Umweltbewusstsein getrimmt und Unrat jeglicher Art schwimmt im Wasser 😳😥.

      Kommen wir zum Thailand Albaniens, Lumi i Shales: ein schmaler Seitenarm, spektakuläre Farben ( trotz miesen Wetters) unglaubliche Sättigung….ich hab tatsächlich Farbe AUS den Bildern genommen.

      Zunächst kümmerten wir uns um Hund und Mensch, Toilette und Kaffee…und marschierten schnurstracks in die erste Bude am Platz. Nachdem wir wieder einigermaßen trocken waren, das Nass am Himmel verschwunden war ( Gott sei Dank) trauten wir uns wieder an die frische Luft.

      Wenn man im www stöbert, wird man immer Bilder „ von oben“ auf den Strand mit den Booten sehen und auch wir nahmen den Weg zur Zipline in Angriff. Belohnt wurden wir hiermit:

      Aber auch „unten“ ist es spektakulär, zumindest in der Nebensaison….Juni- August möchte man nicht erleben.


      Wir entschlossen uns für ein leichtes Mittagessen in einem der Restaurants am Fluss und erhielten nicht nur eine gute gegrillte Forelle, sondern auch tolle Aussichten von der „anderen“ Seite:

      Emily durfte im Restaurant am Tisch sitzen, eine Katze war auf unser Fellwusel losgegangen….

      Nie habe ich einen stolzeren Hund gesehen UND sie benahm sich vorbildlich und bettelte nicht!

      Zufrieden starteten wir in die Rückreise um 14:30 Uhr und konnten wenigstens teilweise die Fahrt auch genießen…Regen kam wieder herunter aber es war nicht mehr so eisekalt.

      Zu guter Letzt kam noch die Fahrt zurück nach Skhodër und ein kleines Geschenk vom Anbieter, 20€ zurück….weil kein offenes Boot! Oh wie lieb…wir freuten uns sehr. Wer einen guten Vernastalter sucht: https://northalbaniaboat.com/tour-packages/

      In Skhodër folgte ein gutes Abendessen im Sofra und danach folgte nur noch das Bettchen, die 14 Stunden hatten uns geschafft.

      Mein Fazit zur Tour: Sicherlich ein Highlight auf einem Albanientrip, sofern man die Massen umgehen kann.Jetzt im Mai absolut erträglich, im Hochsommer bestimmt schrecklich. Die Technobeats beschallen Lumi i Shales ununterbrochen, die Restaurantpreise sind erheblich höher als in der Stadt, die Gästehauser bescheiden, sanitäre Anlagen sind einfach.

      Der Fluss ist eisekalt, bei uns war er sogar noch reißend, so dass an baden etc. nicht zu denken war. Wenn die Tagestouris weg sind, ist es bestimmt wunderschön, ich habe aber keine Ahnung, wie lange gutes Licht in den Seitenarm fällt, d.h. es kann sein, dass man nach 14:30 Uhr in einem sonnenlosen Tal dahinschmorrt….immer daran denken, es sind maximal 200m, die man ablaufen kann. Uns haben die 3,5 Stunden vollkommen ausgereicht.

      Albanien 2026, I: On the road, welcome Skhodër

      Balkan Roadtrip: Tag 5!
      Nachdem der Schlager Grand Prix u s die halbe Nacht geklaut hatte, machten wir uns dennoch am nächsten Morgen, bereits um 7:20 Uhr auf dem Weg.

      Satte 435 km und laut Google 7:09 Std. lagen vor uns. Um es vorweg zu nehmen, am Ende waren es über 8 Stunden.

      Durchs wilde Bosnien kämpften wir uns Kilometerchen für Kilometernchen voran, es regnete anfänglich noch in Strömen, das Wetter verbesserte sich aber im Verlauf des Tages.

      Gegen 11:00 Uhr legten wir einen Tank,u. Toilettenstop ein, da waren wir immer noch in Bosnien.

      Erwähnenswert ist die mittelalterliche Nekropole Radimlja, berühmteste und meistbesuchte Nekropole liegt in der Nähe von Stolac (Herzegowina). Sie besteht aus 133 aufwendig verzierten Stećci (darunter viele gut erhaltene Sarkophage und Kreuze). Die Anlage ist eingezäunt, verfügt über ein Infozentrum und ist touristisch hervorragend erschlossen….für uns nur vom Auto aus:


      Stola verfügt auch über die größte Festungsanlage von Bosnien& Herzegowina, leider ebenfalls für uns nur aus dem Auto:

      Wir fuhren weiter durchs wilde Land und trafen auf…???? Chinesen, die mächtig BIH verändern möchten. Wirklich überall treiben diese ihr Unwesen:

      Zu guter Letzt durchfuhren wir auch wieder die Republik Srpska und weil das so war, kommt ein kurzer Abriss zu diesem unsäglichen Zustand, welcher mir ein ungutes Gefühl hinterlässt, BIH sitzt auf einem Pulverfass!

      Ich habe mich durch die Informationen bek DW.com gelesen, hier ein ganz kurzer Abriss. Srpska besteht aus zwei Teilen, einem im Norden um Banja Luka und einem Teil im Osten, an der montegrinischen Grenze. Dazwischen gibt es eine Pufferzone um zu verhindern, dass die Republika ein zusammenhängendes Gebiet an der serbischen Grenze hat.

      Am 9. Januar 1992 erklärte die bosnisch-serbische Versammlung die Republika Srpska zur „Republik des serbischen Volkes von Bosnien und Herzegowina“. Die Ausrufung der RS gilt als einer der Auslöser des Bosnien-Krieges, der mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete und mindestens nochmal so viele zur Flucht verhalf. Srbrenica haben wir wohl alle noch in Gedanken

      Sebrenica liegt im Gebiet von Srbska……da macht der Genozid von damals aus serbischer Sicht wohl Sinn🤮.

      Sie umfasst knapp 49 % des Gesamtstaates, während die andere Hälfte die Föderation Bosnien und Herzegowina bildet, RS gilt als sehr russenfreundlich, EU abweisend und als Staat im Staat als Gefahr für den Gesamtstaat Bosnienu. Herzegowina. Ziel der RS heißt „alle Serben in einem Staat“.

      Die Vertreibungspoltik wurde durch den Friedensvertrag von Dayton manifestiert, er beendete den Krieg, überließ der RS aber die Fläche der ausgerufenen Republik ( bis auf den Pufferstreifen). Heute leben 1,2 Mio linientreue Serben in diesem Gebiet.

      Ein Schelm wer dabei Böses denkt…..wir waren froh, als wir Srbska hinter uns lassen konnten.

      Sowohl der Grenzübergang, als auch die Durchreise durch Montenegro war angenehm, Straßen ok, Wunderschöne Natur und rund 1,5 Std. die Aussicht auf Podgorica und die albanischen Berge.

      Der Grenzübergang war unspektakulär, Enily war lieb und zack, wir standen in Albanien.

      Unser Hotel Floga, klare Empfehlung. Laufbahre Distanz zur Innenstadt, große Zimmer, einfach nett und günstig.

      Auf der Suche nach etwas Beißbaren nahmen wir gleich noch das volle Sightseeingprogramm für Skhodër City mit.

      Die Hauptmoschee

      Mutter Teresa, hoch verehrt in Albanien. Sie besuchte in Skhodra die Schule und war Halbalbanerin.

      Fussgängerzone:

      Wir beendeten den Tagmit Seafood und schlenderten nach Hause.

      Der nächste Morgen begann sonnig, mit einem guten albanischen Frühstück und einem detaillierten Hinweis, wo die Tour zum Komansee startet.

      Wir starteten mit einem fotogenen Sightseeingspot:

      Die Ura e Mesit ist eine osmanische Steinbogenbrücke in Nordalbanien etwa acht Kilometer östlich von Shkodra. Die vermutlich im 18. Jahrhundert erbaute Brücke überquert den Fluss Kir, der hier aus den Bergen in die Küstenebene rund um Shkodra tritt

      Emily ging ins Wasser und war ein glücklicher Hund.

      Danach fuhren wir zu DEM Highlight von Skhodër, die Rozafa Burg. Die ei stige Wehranlage ist die berühmteste in Albanien, spektakulär ist der Rundumblick. Erbaut wurde die Festung ursprünglich in der illyrischen Antike und wurde im Laufe der Jahrhunderte von Römern, Venezianern und Osmanen erweitert.

      Bevor wird den Wagen sicher auf dem Parkplatz unterbrachten, fuhren wir an einer Müllkippe inkl. Zeltcamp aus Dreck und Unrat, offensichtlich ein Sinti und Roma Camp….auch das ist Albanien.

      Zu der Namensgebung gibt es eine hübsche Legende. Eine Rozafa sollte, um die Festung zu schützen, eingemauert werden. Damit sie sich weiterhin um ihr Kind kümmern zu können, wurde ein Spalt offen gelassen. Ihre rechte Brust, Hand und Fuss konnte sie frei bewegen…glaubt es, oder auch nicht…

      Am Montag ist freier Eintritt, dementsprechend voll war es auch- die Kunst lag mal wieder darin, um die Chinesen, Franzosen und Deutschen herumzubalancieren.

      Kommen wir nun zum Blick….kurz gesagt, grandios. 360 Grad, mit tollem Blick auf Skhodër.

      Der weitere Verlauf unseres Tages ist schnell verzählt….gammeln im Hotel, Bierchen in der Fusgängerzone und ein wahnsinnig tolles Abendessen im Fisi- absolute Empfehlung.

      Mit einer netten Geschichte zu der Firma Rossmann beende ich den heutigen Tag.Übrigens fanden die Rossmann Mädels Emily ganz entzückend.

      Rossmann & Lala ist das größte Drogerie-Unternehmen in Albanien und ging 2008 aus einem Joint Venture zwischen der deutschen Drogeriekette Dirk Rossmann GmbH und dem ehemaligen albanischen Fußballnationalspieler Altin Lala hervor. Das Angebot umfasst das typische deutsche Drogeriesortiment. Dazu zählen hochwertige Kosmetik- und Körperpflegeprodukte, Bio-Lebensmittel sowie Haushalts- und Drogerieartikel. Der Partner Dirk Rossmann GmbH fungiert als alleiniger und direkter Distributor. Dadurch wird der deutsche Qualitätsstandard direkt in den albanischen Markt importiert….die Preise sind auch sehr deutsch, wie wir feststellen durften.