Archiv der Kategorie: Europa

Mit dem Familienzuwachs ( Emily, die kleine Westiedame) wird Europa immer wichtiger und interessanter

Schweden/Finnland 2026, VIII: Fazit, Tipps und Tricks

Während unserer Winterreise habe ich unterwegs viel positives Feedback bekommen und meinen Reiseplan häufig weiter gesendet. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir die Reise von Journaway.com abgekupfert hatten. Dort wird sie mit einer Nacht mehr, weniger Leistungen auf der Fähre und Zug und weitaus teurer angeboten.

Wer also keine Planungslust hat, schaut einfach bei den organisierten Reisen.

Wir sind mit zwei Airlines geflogen, hin mit Norwegian, zurück mit Easyjet. Hintergrund waren die Flugzeiten und Preise. Norwegian ist kulanter beim Handgepäck, wenn man die Reise nachbastelt, bitte genau gucken….nicht das man am Ende Probleme mit Easyjet hat.

Fangen wir mit Stockholm an: Wir waren schon mal in der Stadt und kommten deshalb gut mit einem etwas eingeschränkten, preiswerteren Winteraufenthalt umgehen. Wer die Stadt nicht kennt, sollte mindestens eine Nacht mehr einplanen.

Für Foodies empfehle ich die Markthalle in Östermalm, nicht günstig doch jeden Cent wert…auch wenn man keinen Fisch mag.

Wir wohnten im „Bob W“ großartige Adresse, wir zahlten Hostelpreise im Februar: https://booking.bobw.co/?city=Stockholm&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=22592326003&gad_source=1&gad_campaignid=22592326003&gbraid=0AAAAACpuXUlrJgS56pE4ZcNCmhOjvDQQj&gclid=EAIaIQobChMI99GMrdCKkwMVmIWDBx05_x3uEAAYAyAAEgI4v_D_BwE

Im Bob W hat jedes Zimmer eine kleine Pantryküche, was angesichts der hohen Restaurantspreise in Stockholm Sinn macht. Als Winterprogramm eine U- Bahntour und das Abbamuseum zu besuchen war ok. Für Alle die Stockholm planen, die Kreditkarte ist das Tunelbanaticket d.h. man legt die Kreditkarte auf den Automaten, geht durchrs Drehkreuz und fährt munter 75 Minuten durch die Stadt. Am Ende muss man nicht durch ein Kreuz d.h. leichtes Überziehen des Tickets wird hingenommen.

Fähre: Tallink/ Silja oder Viking? Tja, diese Frage muss Jeder für sich selbst entscheiden. Von der Bauart hat uns die Tallink besser gefallen, die Kabinen sahen auf der Viking tuffiger aus. Die Viking startet von Södermalm, aufgrund der Bauarbeiten an der Brücke momentan nicht so zu empfehlen. Außerdem fährt sie früher aus Stockholm ab, kommt ein wenig früher an. Quasi ein zermanschter Tag VOR der Fähre und im Falle eines Falles noch länger ohne Zimmer NACH der Überfahrt.

Die Silja Serenade ist zwar ein altes Schiff, kommt aber modernisiert und schick daher. Essen ( Grand Buffet und Frühstück beim Italiener) waren ihr Geld wert.

Aktuelle Preise siehe Ticket. Man darf nicht unerwähnt lassen, dass Kaviar, Meeresfrüchte und morgens ein Glas Sekt inklusive sind….klare Empfehlung.

Das Schiff ist, durch die Renovierungen modern und essenstechnisch auch zeitaktuell aufgestellt…Tunapokebowl sag ich da nur 🥰.

In Helsinki waren wir noch nie, kannten aber die Geschichten von „ lohnt mur für einen Tag“ bis hin zu „langweilig“. Wir kamen gegen 10:30 Uhr, schnappten uns einen Uber ( unser Verkehrsmittel der Wahl mit Gepäck, spottbillig) und standen um 11:00 Uhr im Radisson Blue Seaside: https://www.guestreservations.com/radisson-blu-seaside-hotel-helsinki/booking?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=991005088&gad_source=1&gad_campaignid=991005088&gbraid=0AAAAADiMQMby2LksS9e2OK5OBQ68L3qb3&gclid=EAIaIQobChMIicCF39uKkwMV2LGDBx0Qfic4EAAYASAAEgIkRfD_BwE

Absolute Empfehlung! Mit Eintritt in den Club bekamem wir nicht nur gleich unser Zimmer sondern auch noch Softdrinks in der Lobby. das Frühstück war sehr gut, auch was finnisches Frühstück anging, die Zimmer ruhig und modern.

Kommen wir zu Helsinki…joah, im Winter reicht ein Tag vollkommen. Da schafft man die Citysights und kann auch noch nach Suomenlinna, dem Weltkulturerbe vor der Haustür der Stadt.

Mein Geheimtip ist allerdings Porvoo, 60km außerhalb von Helsinki, puppig und niedlich! Die Tickets waren schnell über die OnniBus App organisiert, mit rd 8€ oneway auch echt günstig. Die Busse fahren vom zentralen Omnibusbahnhof Kamppi ab, wir sind dorthin gelaufen…unproblematisch.

Kommen wir zum Essen in Helsinki. Der Foodistatip ist natürlich Holy Crab, Meeresfrüchte aus der Tüte! Mit Schürze, Zange, Schere Handschuhe….nicht preiswert aber saugut: https://www.holycrab.fi/eng

Die restliche Zeit haben wir uns über Foodcourts in Einkaufszentren versorgt, grünes Thaicurry in Kamppi 16,50€, Sushi/ Buffet all you cant eat im Centrum Einkaufszentrum nahe des Bahnhofs für sensationelle 12€…Finnland geht auch günstig.

Vorteil von Stockholm und Helsinki im tiefen Winter: Weniger Touristen, preiswerter da mehr Sonderangebote auf Hotels, Fähre etc. Per Eisbrecher nach Suomenlinnen oder auf dem Eis der Baltischen See stehen und Stockholm vom Wasser genießen…geht allerdings nicht jedes Jahr.

Kommen wir nun zu Lappland…ja, Rovaniemi ist das touristische Zentrum mit internationalem Flughafen. Schöner ist es mit Sicherheit in Roka oder Levi ABER wer will denn nicht ins Weihnachtsmanndorf?

Wir hatten uns als Anreise den Santa Claus Zug gewünscht und sehr frühzeitig für einen schmaler Taler gebucht. Später hörten wir Fabelsummen für unser Abteil/2er mit eigenem Bad….tolle Erfindung.

https://www.vr.fi/en/single-ticket-outbound-journey-details?from=HKI&to=ROI&outboundDate=2026-03-06&passengers[0][key]=277d8de5-64f0-4637-af31-32cad990e5e6&passengers[0][type]=ADULT&saleId=5996b24d-f615-4639-a32c-1eb8cc4079c7

Im arschkalten Winter des Jahres anno 2025/26 beobachtete ich nicht nur über Wochen die Polarlichterapp, nein auch den Wetterbericht. Kurz und gut, -34 Grad blieben uns erspart, knackige -22 erwarteteten uns.

Tageshöchsttemperatur:

Um es kurz zu machen, die Kälte störte nicht, die vielen Klamotten waren nerviger. Oberkörper vier Schichten, unter der Skihose noch Unterwäsche. Wir borgten uns keine Sachen aus, auch wenn dies quasi überall angeboten wird.

Kommen wir nun zu Santa Claus….tja, Coca Cola hat ganze Arbeit geleistet und der Polarkreis zieht Touris aus aller Welt, vor Allem Chinesen an. Mit SC wird alles assoziiert, nur keine religiösen Inhalte.

Es war säuisch voll, es posteten überall Influencer*innen, aufgemotzt als wenn es um eine Misswahl geht. Erstaunlich wie leidensfähig Mensch ist, wenn es um Klicks geht….Röckchen und Kleidchen bei -17 Grad!

Natürlich ließen wir uns die Eckpunkte nicht nehmen. Arctic Circle, Post und Rentiere sowie Huskys beobachteten gehörte auch bei uns dazu.

Zum Village haben wir eine etwas gespaltene Ansicht. Da wir einen Bungalow direkt dort hatten, konnten wir uns gut von Jubel, Trubel Heiterkeit befreien. Von allen Resort ist das SCV noch das moderateste und dennoch ist die ganze Institution reinste Abzocke. Unser Zimmer, max. 3 Sterne mit dem Goodie der Sauna. Das Frühstück lieblos und mit 26,50€ überteuert. Teuer war Alles, egal ob Foto mit dem Weihnachtsmann, Rentierschlittenfahrt oder eine kurze Huskyrunde, was ich niemal empfehlen würde….dazu kommem wir aber noch. Gleiches gilt für das abendliche Buffet, 48€….die spinnen doch!

Ob ich nochmal dort wohnen würde, JA…denn das gesichtslose Rovaniemi gehört nicht zu meiner Wahl.

Die Stadt fiel 1944 einem Feuersturm, durch die Wehrmacht, zum Opfer und wer nicht absoluter Fan von Beton der 50er ist, sollte sich dieses Nichtlapplandfeeling schenken. Wer ein eigenes Auto hat ( sollte man immer in Erwägung ziehen) ist in den Resorts außerhalb der Stadt besser aufgehoben. Leider ist hier Mittelklasse Fehlanzeige, nach oben gibt es keine Grenzen. Hat man dann eine schneereiche Woche erwischt, tun 800€ für eine Nacht im Fünfsterne Glasiglo natürlich richtig weh.

Wer partout nicht ins SCV will, dem empfehle ist die Ounasvaara Chalets, da bekommt man manchmals nen Schnappi. Unser Favorit war Apukka, wo wir ja auch mit den Huskys unterwegs waren.

Traumhaftes Resort, traumhafte Lage….unbezahlbar!

Kommen wir zum Essen in Rovaniemi. Kurz und gut, alle bezahlbaren Varianten, die auch noch gut besprochen sind ( Tripadvisor) sind fest in der Hand von Reisegruppen, Chinesen und Influencern, zumeist auch noch winzig klein. Santas Salmon Place haben wir nicht hinbekommen, hier gibt es angeblich den besten Lachs vom Feuer, mit Kartoffelsalat und Brot:https://bestsalmon.fi

Ins Roka Bistro haben wir es am zweiten Tag geschafft, muss Jeder selbst entscheiden, ob man bei -10 Grad draußen warten möchte. Essen war sehr gut und bezahlbar: https://ravintolaroka.fi/en/

Das Essen in den Hotels und Resorts ist richtig teuer, finnisches Essen toppt Alles. Am Ende bleibt noch die Depencance des Weihnachtsmannes bei Mc. Doof und der Supermarkt. Letzter ist die bessere Alternative, im CM ( Citymarket) gab es Fisch und Kaviar vom anderen Stern.

Kommen wir nun zu den Aktivitäten. Luft zum atmen und wandern gibt es umsonst, alles Andere muss teuer bezahlt werden. Über getyourguide und viator gibt es pauschale Touren die ich nicht empfehlen kann. Bereits im Vorfeld wurden die Husyktouren kritisch bewertet, 5 Minuten im Schlitten, 130€….Rentiere auch fünf Minuten nochmal 30€ drauf…NEIN, macht man nur wenn man Chinese ist. Als ich mir dann auch noch anlas, dass die armen Viecher nicht in Rente gehen, sondern am Ende an die Nachzuchten verfüttert werden, war es bei mir vorbei….ich suchte, suchte, suchte UND fand https://apukkaresort.fi/activities/winter-activities/husky-tours-in-winter/?gad_source=1&gad_campaignid=18996123094&gbraid=0AAAAACnzSn-JIuq59wiGs59qtGbGF_4_c&gclid=EAIaIQobChMIyoH8tpOLkwMVcZCDBx2Gmx92EAAYASAAEgLVKvD_BwE

Man ist sein eigener Musher, fährt die Tiere selbst, rd. 7,5 km und darf am Ende kuscheln und Welpen bespielen…yes! Viel Teurer war es auch nicht, aber DAS Erlebnis für uns.

Ein beeindruckendes, nicht so teures Event ist der Besuch des Arctic Snow Hotel, 35€ plus der Drink, alloholisch oder nicht alkoholisch…

Da ich auch nach mehreren Versuchen den Link nicht in den Bericht bekommen haben, einfach Arcticsnowhotel.com in die Suchleiste geben.

Für Rentiere gilt übrigens das Gleiche wie für die Huskys. Die Touren sind Abzockertouren, zu teuer und keineIndividualität. Im Winter sieht man kaum frei lebende Rudis, da alle Tiere zusammengetrieben werden. Wir hatten wunderschöne Erlebnisse, sahen magische kleine Wesen in Apukka und Kotatieva und waren während unserer Schlittentour ganz alleine! Kotatieva: https://kotatieva.fi/activities/

Nicht nur Rentiere, auch für Eis laufen, Rodeln, Langlauf und Schneeschuh wandern eine ganz tolle Adresse

Und dann ist da noch die Sache mit den Polarlichtern! Ich hatte zu Hause etliche Apps ausprobiert, war also vorbereitet. Wer nicht vorbereitet war, war der Wettergott. Obwohl zur besten Zeit (September- März) mitten im Aurora Oval, spielte das Wetter nicht mit. Wirklich schade….wir sind dem Grunde nach lediglich zwei Tage zu spät angekommen. Ein armseliges Lichtlein gab es am ersten Abend dann doch und das war es dann aber auch!

Finnland2026, VII: Kotatieva

Den letzten Tag in Lappland verbrachten wir nochmal in der freien Natur. Es hatte wieder in der Nacht geschneit, unser Frühstück begeisterte auch am vierten Morgen nicht. Um 10:00 Uhr checkten wir aus und machten uns auf den Weg nach Kotatieva, rd. 10km außerhalb.

Das Resort lag höher als Rovaniemi und war noch viel verschneiter und abgeschiedener.

Das Highlight dort ist die Eisbahn durchs Gelände, man kann sich an Langlauf, Schneeschuhlauf und Rodeln versuchen.

Das Tüpfelchen auf dem „I“….die geliebten Rentiere ziehen einen Schlitten, total unkommerziell und nett.

Strom aus Aggregatoren, Plumpsklo und „no thrill“. Viele Jüngere nutzten die Angebote.

Mathias machte sich recht gut auf dem Eis, ich merkte gaaaanz genau, das ich seit 30 Jahren keine Kufen mehr unter den Füssen hatte.

An der Eisbahn liegt ein süßes Café, mit Kota und Zugang mit Schlittschuhen.

Nach der ersten Anstrengung, wir waren wirklich durchgeschwitzt, liefen wir übers Gelände und besuchten die Rentiere. Im Wald stand ein scheues Kitz, heranwachsend…in weiß. So zart, so süß. Wir fragten nach, das kleine Wunderwesen aus einer anderen Welt, war ein Waisenkind. Verstoßen von Mama, vom Besitzer wohl abgeschrieben, hatte es sich den Tieren von Kotatieva angeschlossen….sehr süß.

Unsere Schlittenfahrt war toll, von der Länge her richtig und mit 30€ auch angemessen im Preis.

Mein Highlight war aber dieses kleine Zauberwesen…meine Güte!

Wir rodelten den Hügel hinunter, hatten hier einige Lachmomente.

Unser Mittagessen war ok, die billigste Pizza in Finnland. 

Das Restaurant war ebenfalls optisch ein Hingucker!

Nach einigen Tiefschneeversuchen, nochmaligen Rutsch über die Eisbahn sagten wir Kotatieva adieu.

Von uns eine klare Empfehlung zu Kotatieva, ein netter halber Tag kann dort gelassen mit allerlei sportlichen Aktivitäten vertändelt werden.

Den späten NaMi vertrödelten wir bei Mc Donalds, Tanken und auf dem chaotischen kleinen Flughafen von Rovaniemi. 

 Der Flug hob überpünktlich ab, Flugdauer 2,5 Stunden ohne Polarlichter.

Kaum waren wir in Berlin gelandet, surrte meine Uhr…Polarlichteralarm in Rovaniemi, Kotatieva und Apukka…Hej Finnland, Du wolltest mich doch wohl flachsen?

So bleiben nur die Lichter aus dem Januar über Berlin, die ich dann doch mal ein wenig würdigen möchte.

Finnland 2026, VI: Huskys in Apukka

Unser vorletzter Tag in Lappland brachte nicht nur ein wenig besseres Wetter, sondern auch ein total schönes Event. 

Wenn man im hohen Norden ist, wird einem IMMER auch eine Huskyrour empfohlen und natürlich will man ne Horde Hunde, Schnee und einen Schlitten, wer will das nicht?

Ich hatte im Vorfeld viel gelesen, sowohl die Angebote von getypurguide, viator oder gar direkt vom Santa Claus Village verneint. Alles viel zu kurz, zu teuer und auf Tourinepp….wer bitte zahlt 80€ für 2km Gekarre durch den Wald? Gleiches galt für die Rentiere….nachdem mir eine Nachbarin erzählte, das die wenigsten Huskys nach dem Schlittenleben ein Kaminleben erhalten und an die Nachzuchten verfüttert werden, passte ich einmal mehr bei meiner Recherche auf.

Fündig wurde ich bei Apukka, dem Resort, wo wir bereits unseren ersten Tag, bei strahlenden Sonnenschein, verbracht hatten. Diese bieten keine Touren als Ziehtouren an, hier ist aktive Mitarbeit gefordert d.h. wir werden unsere eigenen Musher und Herr und Herrin über die Schlitten.

Mit Spannung fuhren wir viel zu früh los, spazierten nochmal zu den Rentieren vom Resort und warteten am Meeting Point bei rd. -6/-7 Grad. Nach und nach trudelten andere Willige ein und Team Risto ( unser Guide) führte uns zum abgetrennten Bereich des Resorts.

Dort wurden wir anhand eines Schlittenmodells in die Regeln eingewiesen. Fazit, immer den Schlitten festhalten, weich in die Knie gehen, Fuss auf die Bremse…ansonsten rennen die Viechis los.

Keine Fotos als Schlittenführer, nach der Hälfte der Zeit wird getauscht.

Es gab noch die Info, dass es den Hunden VIIIIIIEEEEELLLLL zu warm ist, bei -20 fühlen sie sich am Lebendigsten. 

Wir lernten unsere sechs Wauzis kennen, besser gesagt, wir sahen kleine Hundepops wackeln und ein üppiges Trainieren der Stimmbänder….gekuschelt wurde erst nach den 7,5km.

Aufgeregt waren die Tiere, manche konzentriert auf ihre Aufgabe, Andere freudig erregt nun endlich wieder in den Schnee zu dürfen. Und dann gab es die Schlafnasen, die auf dem blanken Schneeboden lagen und fast wegdrusselten.

Wir reihten uns als vorletzten Schlitten ein, der Göttergatte traute sich als Schlittenführer/ Musher den Anfang zu machen. 

Hinter uns der Schlitten hatte etwas Probleme mit seinen Wauzis, da ein schwächerer dabei war. Das gab uns die Ruhe für einen ruhigen Ritt vorneweg, da Niemand ohne Anschluss bleiben soll. 

Wir fuhren durch wunderschöne Landschaft, durchaus hügelig, Mathias half den Viechis und rannte zum Teil hinterher. Es war grandios. 

Immer wenn der Schlitten anhalten musste, schauten sechs treue Seelchen uns fragend an und wenn wir weiterfuhren, wackelten sechs kleine Ärsche vorneweg. Sechs kleine Racker nutzen jede freie Sekunde um sich in den Schnee zu werfen, den Kopf ins weiße Nass zu halten oder beim rennen zu pieseln und Schlimmeres.

Wir hatten einen Heidenspaß, der nur für die Füsse irgendwann echt kalt wurde.

Als wir zur Hälfte der Zeit tauschten, war ich happy, mich als Schlittenführerin zu zeigen. Um es kurz zu machen, wir blamierten uns NICHT. 

Wer die Gewalt über das Gefährt hat, dem wird nicht mehr kalt! Wir mussten noch etwas warten und einer unserer Hunde flippte total aus, weil er weiter wollte….ich konnte selbst mit meinem Mopsgewicht den Schlitten kaum halten.

Später wurde uns erzählt, dass acht kleine Racker einen PKWziehen können….soviel dazu!

Nach der Schleife (55min, 7,5km) die übrigens doppelt so lange dauerte wie im Normalfall ( den Hunden war es zu warm) gingen wir kurz in die Kota mit Feuer und dann ab zu den Welpen.

Lustige kleine Gauner, die auf Alles scharf waren…4,5 Monate alt, 10 Kilo schwer und kleine Teufel….lustig und niedlich!

Wenn die Mäuse es zuließen, durften wir sie auch auf den Arm nehmen. Mathias Rüpel hielt still, mein Kleiner leckte mir das Gesicht ab, fing an zu zappeln und schwupps weg war er🥰. Die Fotoserie ist ein Knaller, ich erspare es dem Lesenden….privat, fürs Fotobuch. Hier nur ein kleiner Vorgeschmack:

Die Zeit war viel zu schnell vorbei!

Wir entschieden uns, den Versuch im Rokas zu wagen und stellten uns in die Schlange. Nach langen 45 Minuten, bei Minusgraden,  hatten wir einen Tisch und kurze Zeit später die Lokikaitto vor uns. Dazu gab es noch einen Rentierburger/Sandwich und Pommes.

Mehr als happy fuhren wir zum Supermarkt für den Abend.

Den Spätnachmittag verbrachten wir in der Hütte, ich zog gegen 19:00 Uhr nochmal ins Village und schoss ein paar Nachtfotos.

Wunderschöne Impressionen vom fast leeren SCV.

Nach unserem Abendessen mit Brot, Lachs, Shrimps und Kaviar, ging es wieder für zwei Saunagänge in knapp 80 Grad.

Finnland 2026, V: Arctic Snow Hotel

Unser zweiter Tag in Lappland begann mit Staunen…..Neuschnee und den nicht zu knapp und es schneite weiter!

Wir frühstückten erneut mittelmäßig und entschieden uns spontan dann doch mal den Weihnachtsmann zu treffen. Das Meeting ist umsonst, die Fotos kann man sich im Nachgang ansehen und für teuer Geld erwerben….das ließen wir gepflegt aus…aner hey, den alten Mann im Bademantel, aus der Coca Cola Wer ung mal getroffen zu haben, war lustig UND er sah genau so aus! Damit ist bewiesen, ES GIBT IHN DOCH🎄🎅☃️.

Nachdem wir uns von der Arbeit des Elfen überzeugt hatten,

schlenderten durchs Village zu den Huskys im SCV. Wir wollten nur einen Blick auf die Wauzis werfen, unser eigenes Huskyevent hatten wir ja einen Tag später in Apukka.

Zum Thema Wetter, viel zu warm fur Huskys, wie uns ein Tag später berichtet wurde. Die bittere Kälte, sowie die klaren Nächte haben uns verlassen.

Gegen 12:00 schauten wir mehr aus Interesse, als Hunger, am Salmon‘s Place vorbei….10 Chinesen warteten bereits auf Lachs vom Feuer. Nicht mit uns, da waren wir raus.

Wir fuhren nach Rovaniemi, unterwegs fiel mir ein, dass das hiesige MC Donald das zweitnördlichste weltweit ist….es war mal das nördlichste Macces, nach Schließung in Musmansk und vor Öffnung in Tromsø….also wir in die Dependace vom Weihnachtsmann, übrigens erstmalig für uns, wir waren noch nie gemeinsam in einem drin! Soviel zum Fastfood🤮🤢….aber wie heißt es so schön, allet für den Club🎄💫❄️☃️🎅!

Im hiesigen Supermarkt kauften wir füs unser Abendessen ein und machten uns gegdn 15:00 Uhr zur Einlösung des Weihnachtsgeschenks vom Göttergatten. Es stand ein Besuch des Arctic Snow Hotels an.

Dort kann man ALLE Räume besichtigen und bekommt im Anschluss noch nen Drink an der Bar.

Wir hatten eine gute Zeit erwischt, es war gut besucht, nicht zu voll.

Kommen wir zu dem Hotel, -7 draußen wie drinnen. Es wird jedes Jahr, immer mit einem anderen Motto aufgebaut. Lokale Künstler dekorieren die Gästezimmer, Kapelle, Restaurant und Bar. Die Zimmer haben unterschiedliche Größen und Themen. Hier kommt eine kleine Auswahl:

Die Kapelle:

Das Restsurant ist riesig, es gibt mehrere Themen und jeder einzelne Raum ist einzigartig, Auch hier nur eine kleine Auswahl an Eiswürfel 🧊.

Tief beeindruckt gingen wir in die Bar, suchten unseren Drink aus und tranken stilecht aus Eisgläsern❄️❄️❄️❄️.

Das Schönste kommt nach dem Shot….“…wirft die Gläser an die Wand, Finnland ist ein schönes Land“….die Schneewände sehen wirklich bunt aus!

Tief beeindruckt fuhren wir wieder zurück nach Rovaniemi, vorher hatten wir einen Glögi im Café getrunken, Mathias rutschte noch auf den Reifen einen kleinen Rodelberg hinunter.

Wir aßen den wohl besten Lachs und super Kavias zum Abendessen, schmissen die Sauna an und fielen um 22:00 Uhr ins Bett.

Finnland 2026, IV: 66° 33′ 55″ Napapiiri

Guten Morgen in Rovaniemi, am Polarkreis….ab jetzt also Arktis.

Knackige -22 Grad erwarteten uns, wir waren vorbereitet!

Die erwartete Schnappatmung fiel aus, ich gebe zu, Handschuhe aus für ein Foto, tat weh.

Screenshot

Wir stellten uns in die Schlange der Mietwagenwilligen und kurze Zeit später, so kurz nach 8:00 Uhr hatten wir unseren Toyota. Das Santa Claus Villiage liegt rd. 14km außerhalb der Stadt, die übrigens sehr gesichtslos ist,

Für Nachahmer, verzichet auf die Stadt…..ich würde immer draußen wohnen wollen.

Kurze 14km später erwartete uns das weihnachtliche Disneyland, was kurz nach Sonnenaufgang noch herrlich verschwiegen und leer daher kam. Wir nutzten die Zeit, , schauten uns um, hüpften über den Polarkreis und freuten uns, das wir hier wohnen werden, quasi um Tourimassen herumbalancieren können.

Gegen 9:00 Uhr spazierten wir in die Rezeption, erledigten den Papierkram und gingen, für nicht wenig Geld, mittelmäßig frühstücken. Da das Frühstück in allen Restaurants gleich sein soll, freuten wir uns nicht so richtig auf die nächsten 3 Male….aber der Milchreis, der ist lecker!

Wir schlenderte als Nächstes in die Post und versendeten verfrühte Weihnachtsgrüße. Viel hat Santa Claus zu tun, man schaue sich mal die vielen Briefe aus aller Welt an! Erstaunlicherweise auch Viele aus Teilen dieser Welt, die nicht wirklich Weihnachten feiern.

Wir liefen weiterhin antizyklisch und bewunderten die Rentiere im Dorf.

Rentiere sind übrigens super kuschelig und total lieb…..die wollten Alle schmusen. Insbesondere unsere zweite Begegnung am Nachmittag mit den kleinen Rudis ohne rote Nase🥰.

Trotz des Chinesenrummels, SCV liegt doch inmitten toller Natur und unser kleiner Nüssesucher verzauberte auch Weihnachtstümmler ganz dolle, mein Gott war der kleine Kerl herzig!

Da der Himmel aufgerissen hatte, war uns klar….wir müssen in die Natur, die Wetterberichte sagen für die nächsten drei Tage nichts Gutes voraus. Wir fuhren nach Apukka, ein 5 Sterne Hotel, welches auch als Auroraspot bekannt ist.

Im Sommer ein See, momentan eine gut befahrbare Straße, wir freuten uns über Sonne, Schnee und gaaanz viel Ruhe….außer dem Knirschen auf weißem Nass.

Da wir ja immer noch nicht im Hotel eingecheckt waren, machten wir gegen 14:00 Uhr auf unserer Spazierrunde Schluss und kamen genau rechtzeitig im Apukkaresort an, als die zuckersüßen Rudis ihre rote. ase abgelegt hatten, in den Feierabendmodus gingen und mit ein wenig Heu und Flitterglitter verwöhnt wurden. Einhörner, es gibt sie doch 😍!

Wir entschieden uns noch für einen kurzen Abstecher zum Arktikum ( Museum zur Arkis) von wo man nicht nur einen guten Blick über den Fluss, sondern auch nach Norden hat…..nach Norden, ja….Polarlichter sieht man zumeist immer in nördlicher Richtung.

Der Platz fürs evtl. „Spektakel“ war also geklärt….

Zurück im SCV ging Alles ganz schnell, unsere Hütte war bereits seit Mittag zum Einzug fertig. Wir wohnen, dem Himmel sei Dank, ganz weit weg vom Chinesenrummel. Mangapüppchen, in Minirock, weißen Wollstrümpfen und Ohrenschützern, posend im Village hatte ich genug bewundert….

Angesichts der Gesamtwetterlage war klar, wenn Polarlichter, dann heute Polarlichter…..so machten wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zu Santa‘s Salmon Place. Eine kleine Kota etwas abseits im Village, mit angeblich dem besten Lachs Finnlands. Serviert mit Kartoffelsalat und Brot….Preis 26€, recht typisch für Finnland.

Untypisch war wohl eher, das ganze chinesische Reisegruppen in dieses kleine Ding wollten….für uns unlogisch und natürlich scheiterten wir, mit dem Versuch ein Plätzchen für Zwei zu bekommen…kein Lachs, kein Kartoffelsalat.

Ein bissel gefrustet entkamen wir den Menschenmassen und fuhren Richtung downtown….die gesichtslose Stadt, wir wissen! Ich hatte im grenzenlosen www etwas vom Roka Bistro gelesen und dachte, wenn nicht Lachs vom Grill, dann in der Suppe, Lohikaitto….tja, und dann standen auch dort die Chinesen vor dem zu kleinen Restaurant. Ich glaube, ich koche aus Chefkoch einfach finnisch nach!

Wir gingen also zum Vietnamesen, Sommerrollen und Phô und insgesamt nicht teurer als in B.

Mathias war ein wenig gefrustet, sein Essen war nicht so toll. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass es sich mittlerweile zugezogen hatte und trotz guter Vorhersage nicht nur die Apps zu Madame Aurora stumm blieben, sondern auch unsere Ausbeute wahrlich nicht hitverdächtig war.

Immerhin, der Himmel gab interessante Wolken, Polarlichtfetzen, Flutlicht vom Flughafen usw. preis.

Zurück im Weihnachtsmanndorf sahen unsere Hütten auch ziemlich beeindruckend aus.

Wir genossen den restlichen Abend bei Chips, Bier und Sauna…JA, hauseigene Sauna!

Finnland 2026, III: Helsinki und auf nach Lappland

Auch der letzte Tag in Helsinki begann freundlich und wir konnten uneingeschränkt unsere Planung in Angriff nehmen. Nach dem Auschecken liefen wir Richtung Hafen und schnappten uns den kleinen Eisbrecher nach Suomenlinna, der Finnenburg. Für die Schweden eher die Sveaborg, die Schwedenburg…..immerhin von denen mal erbaut und Weltkulturerbe.

Wer sich so richtig für die Festungsanlage interessiert , dem empfehle ich : https://de.wikipedia.org/wiki/Suomenlinna

Wir begnügten uns mit den Eckdaten, feierten die Fahrt über das Eis, den Blick auf Helsinki und den Schären, sowie an dem feinen Spaziergang auf Suomenlinna….auch wenn es rattig kalt war!

Wir steuern auf Suomenlinna zu, vorher knirschte das Eisbrecherchen an diesen bezaubernden Inselchen vorbei:

Die Festungsinsel begrüßt uns direkt russisch….ja, der Schein trügt nicht, sie trieben ja auch über ein Jahrhundert ihr Unwesen.

Zwischen Wohnhäusern, die immer noch bewohnt sind, tummelt sich altes Zeugs und eine Marineschule.

Zurück in Helsinki gab es den obligatorischen Cappuccino im Espressohouse und einen Spaziergang zum Einkaufszetrum Forum. Dort hatten wir am ersten Tag einen Foodcourt entdeckt….asiatisches Buffet, 12€ und RICHTIG, klare Empfehlung.

Zurück im Hotel erfreuten wir uns noch am WiFi und fuhren viel zu früh zum Bahnhof, Auch wenn der Hauptbahnhof von Helsinki nobel aussieht, am Ende ist er wie alle Bahnhöfe dieser Welt…voll mit komischen Gestalten UND Chinesen, die Alle das gleiche Ziel hatten, wie wir!

Erstmalig aufgefallen sind mir die Scharen der Untertanen von Xi Jinping bereits am Fährterminal in Stockholm, ab jetzt befanden wir uns in einer chinesischen. Urlubsbubble…

Was für ein Juchzen, was für ein Geschrei, was für ein Gedränge als endlich der Santa Claus Express einfuhr….Weihnachten ist doch gerade für das Reich der Mitte nur eine Illusion?

Auch wir erfreuten uns am Zug, schnell gabs die obligatorischen Fotos von außen, ehe wir unser Zweierabteil im ersten Stock des Zuges bewunderten.

Für relativ wenig Geld (90€ pro Person) hatten wir uns den maximalen Luxus der Finnischen Bahn gegönnt. Zweierabteil mit eigenem Klo und Dusche.

Nicht der Orientexpress, nicht der Shongololo….nein auch nicht der Mongolenexpress oder Andenexpress…..aber ORDENTLICH und absolut empfehlenswert.

Wir inspizierten noch den Speisewagen, tranken eine Cola und nen Bier und schaukelten durch den Abend.

Zurück im Abteil gab es Abendessen am Minitischchen und früh zogs uns ins Bett….wir ratterten 12 Stunden durch die Nacht, Santas kleine Helferlein machten einen guten Job.

Finnland 2026, II: Porvoo

Nach einem ausgiebigen Frühstück k, u. A. mit „ flachem Kartoffelbrot“ und „Ricepie“( s. Foto aus dem Supermarkt“ liefen wir nach Kamppi, zum Busbahnhof, kaufen flugs über Önni ( App) unsere Bahntickets und fuhren bereits um 10:20 nach Porvoo, rd. 60km von Helsinki entfernt.

Porvoo begrüßte uns mit strahlendem Winterwetter, so strahlend das wir bei -8 Grad ordentlich schwitzten.

Screenshot

Wir liefen vom Busbahnhof zunächst zum berühmten Blick von der Brücke. Da der Fluss natürlich auch zugefroren war, sah die Optik ein wenig komisch aus….man kennt im wwww nur die Bilder aus dem Sommer.

Wir schlitterten zum Ufer herunter und liefen parallel zu den alten Warenhäusern am Fluss.

Die Sonne gab Alles, wir schwitzten bei -8 Grad und überfielen im Ort erstmal den erstbesten Lakritzkocher…schwarzes Gold aus Finnland gab es bislang noch nicht.

Ein paar Infos zum niedlichen Nest gefällig? Porvoo oder Borgå ( schwedisch) ist eine Stadt und ein Bischofssitz am Finnischen Meerbusen im Süden Finnlands, 50 km nordöstlich von Helsinki. Sie hat eine Fläche von 654,78 km², davon 10,22 km² Gewässer. Die Stadt ist zweisprachig, 64 Prozent der Einwohner sprechen Finnisch, 33 Prozent sind Finnlandschweden

Wir erschlenderten uns den Ort, Kirchlein war leider geschlossen.

Natürlich juckte es uns in den Füssen, wir wollten aufs Eis….und so bekamen wir noch ein paar andere Aussichten….bis es unter uns knackte!

Wir vertändelten den frühen Nachmittag im Espressohouse und fuhren mit dem Bummelzug über die Dörfer zurück nach Helsinki.

In Kamppi, am Busbahnhof, gingen wir gepflegt für 16,50€ ein Thaicurry essen….absoluter Tip. Die Restaurants in Einkaufszentren und Bahnhöfe sind günstig und gut.

Essen auf Räder bekam nochmal eine ganz neue Wendung, Coco von Volt versorgt die Einwohner von Helsinki mit warmer Küche. Fasziniert beobachten wir den kleinen Roboter…..die Gelassenheit an den Ampeln hatte es uns angetan….machs gut R2D2!

Zum Rest des Tages gibts nicht mehr viel zu berichten…..außer das wir unseren Gutschein einlösten und ne Cola für umme bekamen.

Finnland 2026, I: Tervetuloa Helsinki, Välkomma Helsingfors

Wie war die Nacht, so war die Nacht!

Schaukelig mit Sturmneigung, geschlossene Decks, viel Eis auf der Ostsee! Wir hatten dennoch gut geschlafen, auch wenn man schon erheblich den Seegang gespürt hatte.

Unser Frühstück war extraklasse, hier hatten wir ein paar Cent zum Buffet „draufgelegt“….dafür mit Sekt und Kaviar….sowie aboluter Ruhe, herrlich.

Und wann bekommt man schon mal Pralinen zum Frühstück?

Eine Stunde vor Landgang klebte ich mich an die verdreckte Scheibe auf Deck 8 und stierte ins Eis. Wir steuerten auf Helsinki zu, man konnte kaum Schäreninseln von Festland unterscheiden, der Neuschnee von rund 20cm machte es nicht leichter. Eisbrecher waren unterwegs….Finnland ein Wintermärchen!

Und dann hieß es gegen 10:30 Tervetuola Helsinki!

Wir nahmen uns für 12€ ein Uber, traten im Radisson Blue Seaside in den Club ei, bekamen zwei Drinks und ein Zimmer um 11:00 Uhr! Wir waren schwer begeistert.

Nach einem kurze. Boxenstop liefen wir los….im Neuschnee gar nicht so einfach!

Ein paar Impressionen von nicht bekannten Sehenswürdigkeiten mit toller Atmosphäre.

Johanneskirche:

Während wir so durch die Straßen schlenderten, fiel uns auf, dass alles zweisprachig war. Straßennamen in schwedisch und finnisch, schwedische Radiosender ( unser Uberfahrer hörte schwedisches Radio) etc.

Ich fragte das www und bekam folgende Antwort: Hier sind die Hauptgründe für die starke Präsenz des Schwedischen:

Kulturelle Präsenz: Es gibt eine ausgeprägte schwedischsprachige Kultur mit Zeitungen, Theatern und Medien.

Historische Verbindung: Finnland war vom 12. Jahrhundert bis 1809 ein integraler Bestandteil des schwedischen Reiches. Schwedisch war die Sprache der herrschenden Klasse, der Verwaltung und des Handels.

Offizieller Status: Schwedisch ist eine der zwei Nationalsprachen Finnlands. Das Recht, Behörden auf Schwedisch zu nutzen, ist in der Verfassung verankert.

Schwedischsprachige Bevölkerung: Etwa 5,3 % der Einwohner (ca. 300.000 Menschen) sprechen Schwedisch als Muttersprache, besonders an der West- und Südküste Finnlandschweden.

Schulunterricht: Nach einer Bildungsreform sind sowohl Schwedisch als auch Finnisch Pflichtfächer an Schulen, was die Präsenz der Sprache im Alltag sichert Wikipedia.

Na, wer hats gewusst?Ich nicht….Helsinki heißt übrigens Helsingfors auf schwedisch!

Nach rd 1,5km waren wir in der Innenstadt und bewunderten zunächst unsere Fähre und liefen dann zur Urpenski Kathedrale, russisch orthodox und 1868 erbaut.

Vor dem Gotteshaus noch ein paar Nettigkeiten vom Ufer.

Und hier kommt die Kathedrale:

Ich ging hinein, der Göttergatte pflegte den Atheismus.

Nach der Kirche war vor der Kirche…..Senatsplatz und Dom, quasi das Wahrzeichen von Helsinki.

Nach einer ausgiebigen Kaffepause im Espresso House ( hier ist alles fest in schwedischer Hand: Nordea, Espressohouse, Pressbyran, H&M, Handelsbanken usw.usw.usw.) liefen wir zum Amos Rex,,,,,Outdoorkunst im Schnee…verweht.

Der Blick auf den Bahnhof war beeindruckend und auch sonst gab es schöne Architektur.

Wieder ins Espressohaus und Zeit totgeschlagen, Holy Crab wartete auf uns. Als alte Meeresfrüchteliebhaber quasi ein Muss. Es gibt noch eine Dependance in Singapur und das Konzept ist schnell erklärt: Schürze um, Handschuhe an, Meeresfrüchte auf den Tisch gekippt…..genossen! Yummy war es!

Der Spaß war nicht ganz preiswert aber echt lohnenswert. ….klare Empfehlung für Nachahmer.

Auf dem Nachhauseweg wurden wir bereits auf das was kommt eingestimmt:

Zurück im Hotel genossen wir einfach nur das schöne Zimmer und wunderten uns über die knapp 30 Meldungen in meinem Iphone zu Polarlichter im Hohen Norden….bei uns ist leider nur noch Schnee angesagt..l

Schweden 2026: Stockholm – Helsinki, Tunnelbana, Uber, Fähre

Das Wetter hat sich geändert. Aus den bitterkalten -12 des nächtens, wurden schluderige Null Grad mit Schneeneigung. Schwitzen war inklusive am heutigen Tag.

Wieder frühstückten wir @home, packten unsere Sachen und zogen los! Tunnelbana Sightseeing. Ähnlich wie in Taschkent ist die U- Bahn in Stockholm sehr sehenswert . Aufgrund unserer Weiterreise hatten wir uns für vier, fünf sehenswerte Stationen entschieden, wir kommen bestimmt mal wieder.

Fangen wir mit T- Centralen an:

Rådhuset:

Kungsträdgården:

Tekniska Hoskolan:

Zu guter Letzt Stadion, die wohl berühmteste Station:

Zurück am Hotel blieb noch Zeit für ein Fickabreak im Espresso House….Kanelbullar ( wenigstens eine ist ein Muss) und lecker Cappuccino.

Wir verschlusten noch eine Stunde im Hotel, checkten gegen 13:00 Uhr aus und fuhren per Uber für ganz wenig Kronen zum Fährhafen, der ziemlich außerhalb liegt. Es regnete, 1Grad im Positiven zeigt wohl auch hier das Ende des Winters an.

Viel zu früh waren wir an der Fähre, egal….warm un trocken war es.

Wir hatten uns für Tallink Silja Line entschieden, obwohl die Viking stadtnäher ablegt, aber die älteren Schiffe hat. Bereits im Internet konnte ich erkennen, hier wird der Bautyp der Color Line auf uns warten….so war es dann auch.

Wir hatten uns bei „ Original Carrier of Santa Claus“ 🎅 für eine Außenkabineentschieden, die ganz niedlich daher kam….gemütlich auf jeden Fall.

Bis zum Ablegen hatten wir noch eine Stunde Zeit und erkundeten erstmal das Schiff.

Wer sich an den Bericht aus Oslo 2021 erinnert, wird auch die CM in diesen Fotos finden: https://allcontinentsinonelife.com/?s=Oslo+2021

Was bleibt von diesem Tag noch zu berichten? Wir schlemmten uns durch das Grandbuffet am Abend und staunten über die Eisschollen im Stockholmer Hafen, die uns auf der gesamten baltischen See begleiteten.

Vollgenudelt mit Kaviar und Co verdümmpelten wir den Abend mit den olympischen Spielen vor der Glotze.

Noch ganz weit weg von Helsinki zogen wir bereits am frühen Abend ein positives Fazit zur Fähre als Fortbewegungsmittel. Die Hütte war durch die Schulferien in Finnland zwar ausgebucht, da Viele die Verbindung zur Minikreuzfahrt machen, die Restaurantauswahl überzeugte durch und durch. Sowohl Fisch als auch Fleischesser ( bis aufs Roastbeef ließen wir diese Erfahrunf aus) kommen auf ihre Kosten. Das Essen erschien uns innovativer als auf der CM, die Thunfischpoke war zum Niederknien…..

Zufrieden kuschelten wir uns in unser Bett, den Stop in Mariehamm bekamen wir kaum mit. Umso näher wir Helsinki kamen, desto dichter wurde das Schneetreiben und wilder die See.

Schweden 2026: Stockholm II

Mit strahlendem Wetter begrüßte uns Stockholm am 20.02.26. Knackige -6 Grad, gefühlt -13 luden zur Dreifachschicht ein, die sich bewährte.

Nach einem Frühstück in Eigenregie, liefen wir gut gelaunt Richtung Sergels Torg und bewunderten den Platz und viele Kaufhäuser drumherum.

Das Eis auf der Ostsee hatte uns natürlich bereits am vorherigen Abend angezeckt, nur im Dunkeln geht man wohl eher nicht aufs Eis….dafür am Tag!!!

Vorher gab es aber noch einen kurzen Bummel durch Gamla Stan, Stor Torget und unzähligen Souvenirschuppen.

Und nun zum Eis auf der Ostsee, aus dem Fernsehen bekamen wir später die Info, das erstmalig seit 15 Jahren dieses Phänomen gefeiert werden darf:

Lange blieben wir allerdings nicht auf dem kühlen Nass, uns war es doch etwas unheimlig. Aufgrund der frühen Zeit und da es ja auch noch ein normaler Wochentag war, hielt sich die Präsenz der Stockholmer noch in Grenzen….,eine Art Lebensversicherung???!!!!

Aud dem kürzesten Weg liefen wir Richtung Skeppsholmen und der berühmten Brücke.

Skeppsholmen, wieder eine der 14 Inseln, die wir aber letzendlich nicht besuchten, Nur die Brücke, die sollte es sein…warum, seht her!

Mit dem Krönchen perfekt in Pose gesetzt, bekommt das Schloss ( s. auch Schweden 2023) eine ganz neue Ausstrahlung….quasi ein must have der Stockholmtouris. Wir waren allerdings alleine auf der Brücke, im Sommer wohl ein Ding der Unmöglichkeit.

Es ging auf Mittag zu und wir wollten in die Saluhallen von Östermalm. Unterwegs. bewunderten wir nicht nur die wohl schönste Apotheke Stockholms, sondern nutzten diese sogar für kleinere Blessuren. Die Apotheke zum Storchen…Sterken in Svenska.

Östermalm, ein Ort der Eleganz und der schwedischen Krone, rd. 1:11 übrigens. Meine Güte, ähnlich wie Paris….Städte ohne Kriegszerstörung haben was. Da kommen unsere Nester ärmlich daher.

Die Saluhallen ( gebaut 1888) und die Hedwig Eleonora Kirche:

Die Halle. suchen ihresgleichen…wir waren begeistert und ein sehr teures Mittagessen musste sein. Es war allerdings der Suff, der unsere Reisekasse schmälerte. Alkohol, sei es nur Bier….in Skandinavien, im Restaurant, ein no go.

Der krönende Abschluss des Tages? Das Abba Museum! Wir waren bereits eine Stunde vor unserem Zeitslot am Museum, konnten aber dennoch schon in die heiligen Hallen.

Wir hatten wenig erwartet und tatsächlich Spaß. Vom Werdegang, über Karaokeboxen, goldenen Schallplatten, schlechten Kostümen….es war ALLES dabei. Für echte Fans ein muss, für uns nice to see.

Nach dem Museumsbesuch, machen wir es kurz….Boxenstop via Uber! Auch nur vier Euro teurer als die Öffis und binnen zehn Minuten wieder am Hotel, Rade aus Kroatien sei Dank.

Wir verließen die Hütte nur noch fürs schnelle Abendessen ( same procedure as last evening) und fielen ermattet vor die Glotze…Olympia, auf allen Kanälen.