Archiv der Kategorie: Italien

Bosnien & Herzegowina 2026: Jajce & Mlinčići

Roadtrip nach Albanien Tag 3!

Wir genossen das Frühstücksbuffet im B&B Orel, fuhren bei sonnigem Wetter wieder durch die Fussgängerzone uns wähnten uns auf der Gewinnerseite…8:20 Uhr, 386km….was soll schon groß passieren!

Durch Slowenien passierte erstmal nichts, die Autobahn war ok, leider krochen wir zwi 60-80km/h zwischen den Baustellen hindurch. Die Grenze nach Kroatoen, unspektakulär….Schengen lässt grußen.

Das wir uns im untouristischen Teil von Kroatien aufnielten, wurde uns schnell klar….die Autobahn eher murks, EU Gelder werden nicht zwischen Zahreb und Osiek „verschwendet“. Gegen 11:30 Uhr näherten wir uns der bosnischen Grenze, wir waren drei Stunden im Auto und hatten noch fast 140km und zwei Stunden Fahrt vor uns.

Kurz vor dem Niemansland erzeugten Ruinen und Ruinen mit Tarnfleckbemalung ein dumpfes und ungutes Gefühl der Erinnerung an die dunkelsten Jahre im Balkan. Für uns ist der Krieg mittlerweile weit weg, hier immer noch mehr als präsent.

Der Grenzübergang war voll, sehr voll und vor Allem auf der Einreiseseite nach Kroatien sah man Szenen, die wir für unseren Geschmack nicht benötigen. Da wurden Taschen durchwühlt, Koffer geöffnet, Busse durchkramt, ganze Wohnwagen ausgeräumt…widerlich.

Nach rd 20 Minuten hatten wir es geschafft und waren in BIH. Die Wetterneigung für die nächsten Tage versprach nichts Gutes, so dass wir eigentlich nur schnell nach Jajce wollten und (mal wieder) Powersightseeing in Angriff nehmen wollten….doch nichts da! Die Autobahn NACH Banja Luca war zwar toll, doch Banja Luca war verstopft, Umgehung ausgeschlossen.

Screenshot

Hinter Banja Luka begann das wilde Bosnien und wir immer am Fluss Vrbas entlang.


Immerhin das Wetter hielt und als sich Fluss Vrbas auf Fluss Pliva traf, bogen wir in die Königsstadt Jajce mit dem weltberühmten Wasserfall ab. Booking hatte am Ende noch einen schlechten Scherz für uns parat, statt vor Lola‘s House standen wir aufeinmal in den Bergen in einer Sackgasse. Kurz vor 15:00 Uhr waren wir dann aber doch am richtigen Platz und bezogen unser karges Zimmerlein. Lola hat eben nur drei bosnische Sterne, dafür herzigste Gastgeber.

Wir machten uns frisch und zogen wieder von dannen, das Wetter hielt, der weltberühmte Wasserfall lockte. Aus dem www hatte ich in Erfahrung gebracht, wo der „secret fotospot“ versteckt, im Wald liegt. Quasi der Blick AUF den Fall mit Stadt und Burg im Hintergrund…..

Vorher bewunderten wir aber den Panoramablick auf Jajce, mittlerweile wieder recht schön aufgebaut.

Was dann vor unseren Augen auftauchte lässt sich am Besten mit typisches Bild aus einem Chinarestaurant beschreiben, Leute hier ist nichts bearbeitet….es sah so kitschig schön aus:

Vor dem Wasserfall ist vor dem Wasserfall und der Mühlen von Mlinčići.

Wir fuhren die sechs Kilometer Richtung Plivasee und bewunderten die pittoresken Wassermühlen.

Die zwanzig Wassermühlen sind zw. dem 16 Jh.-19 Jh. entstanden, Getreide und Mais wurde von den örtlichen Bewohnern zum mahlen gebracht. Heute sind sie nicht mehr im Gebrauch, werden aber als nationales Erbe denkmalgeschützt.

Auch hier wieder kitschiges grün, ein unwilliger Parkwächter ( wir hatten keine KM im Kleinformat in der Geldbörse) und eine willkommene Lücke zwischen zwei Touribusse. Ich hätte noch Vergleichsfotos schießen sollen.

Wir drehten noch eine Runde am See und fuhren über Schleichwege wieder nach Jahce.

Wir waren mit dem Wasserfall noch nicht fertig. Unterhalb der Hauptkaskade erwartete uns das feuchte Vergnügen der Hauptplattform. Schnell wurde € in KM (1,995583…wir erinnern uns) getauscht und der Parkplatz am Eingang zur Altstadt bezahlt. Wir liefen zur Hauptkaskade, genossen den Spray und eroberten die Altstadt, leider nur zu Hweit, Emily konnte sich im Restaurant nicht benehmen und musste im Kennel auf uns warten.

2016 hatten uns die Chevapi in Mostar nicht überzeugt, 2026 in Jajce zog der Chevapčići Liebhaber ein klares Votum, saulecker! Ich hielt mich am Račnićki fest, eine gute Wahl.

Unser feudales Abendessen kam 20€, der Einkauf im Hypermarkt Bingo 10€….Bosnien ein Reiseparadies.

Wir ließen den ersten Abend ausklingen und krochen unter warme Decken…

Der zweite Morgen in Bosnien begann, wie Apple und accuweather bereits vorhergesagt hatten, strömender Regen! Zeit für ein wenig Geschichte. Mich interessierte der Bosnienkrieg einmal mehr, auch die Situation in Jajce, die katastrophal 1992-1995 war. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Banja Luca und Sarajevo, durch die Festung gut einsehbar ins Tal und leider folgten schwere Kämpfel im Talkessel. Über 30.000 Menschen flohen, 1995 verließen die Serben die Stadt. Jajce wurde am Ende durch die Kroaten befreit. Zu. Bosnienkrieg:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bosnienkrieg

Zur Geschichte Jajces hat Wikipedia auch Einiges parat, wer wußte, das die Republik Jugoslawien in dieser Stdt gegründet wurde? https://de.wikipedia.org/wiki/Jajce

Wir hatten bereits am Vortag unser Frühstück in heimatlichen Gefilden vereinbart und so stand dieses bereits auf der Terasse unserer Hausherrin bereit. Echte bosnische Wirtschaft, Emily eroberte das Haus, den Fressnapf von Bubi und das gleich mehrmals….was am Ende eine ausgewaschene Magenverstimmung mit sich brachte, inklusive alle Begleiterscheinungen, ach Emily.

Unser Frühstück war üppig und viel zu viel, wir tratschten mit unseren Gastgebern auf englisch, deutsch, französisch und der erste Sliwowitz rann um 9:20 Uhr durch unsere Kehle. Die Geschichte der Familie war interessant, er desertierte 1992 und ging nach Frankreich, sie kam aus Zagreb. Beide in zweiter Ehe verheiratet. Soweit es die sprachlichen Barrieren zuließen erfuhren wir noch Einiges aus der dunklen Zeit, es muss schrecklich gewesen sein.

Schon mal etwas von der Republik Srpska gehört, dann bitte hier lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Republika_Srpska

Wir hatten uns beim Grenzübertritt bereits gewundert, warum überall Flaggen hingen, die nichts mit der bosnischenzu tun hatten….

Wir kamen an diesem regnerischen Boxenstop aus dem Staunen kaum heraus.

Den Tag vertrödelten wir auf dem Zimmer, es regnete tatsächlich durch. Emily pflegte den wehen Magen, Tante Lolas Frühstück war zu üppig.

Zum Abendessen trauten wir uns raus, es regnete zu dem Zeitpunkt bereits über 12 Stunden ohne Pause.

Unspektakulär ging unserer zweiter Bosnienaufenthalt zu Ende.

Zu guter Letzt noch der Verweis auf 2016, die Tips hauen auch zehn Jahre später (fast) noch hin. Die Lust aufs Land ist aber mittlerweile doch mehr geweckt: https://allcontinentsinonelife.com/bosnien-herzegowina/

Tschechien 2026: České Budějovice (Budweis)

Ein Roadtrip nach Albanien, am Ende eine Balkanrundreise…..leider mit Schlechtwetterneigung: Tag Eins

Egal, gut gelaunt stiegen wir am Mittwoch vor Himmelfahrt ins Auto und begaben wir uns auf die erste Etappe nach Tschechien, in die Bierstadt Budweis, České Budějovice auf tschechisch. Bleibt bereits hier schon festzuhalten, die amerikanische Plörre gleichen Namens hat nichts, aber auch gar nichts mit der Stadt, Herkunft und Ähnlichem gemeinsam.

Ein kurzer Abriss zur Stadt: České Budějovice ist Kreisstadt der südböhmischen Region, mit ca. 95 000 Einwohner. Die Stadt wurde im Jahre 1265 durch den tschechischen König Přemysl Otakar II. gegründet. Budweis ist ein wichtiges wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum fûr die gesamte Region.

Das historische Rathausgebäude befindet sich auf dem Hauptplatz welcher nach Přemysl Otakar II benannt wurde. Die Stadt ist berühmt durch die Brauerei Budweiser Budvar, gleichzeitig ist sie aber auch Universitätsstadt mit rd.9000 Studeten.

Die Fahrt war recht kurzweilig, von größerem Staus blieben wir verschont, lediglich um Prag herum
Die Fahrt war recht kurzweilig, von größerem Staus blieben wir verschont, lediglich um Prag herum standen wir nutzlos im Auto herum 😉.

Gegen 14:25 Uhr hatten wir es geschafft, wir checkten im Hotel Klika ein, eine klare Empfehlung.

Danach ging es hurtig zur Brauerei Budweiser Budwar und wir hatten Glück, Tickets für die 16:00 Uhr Runde!

https://www.budejovickybudvar.cz/de/brauerei


Bis 16:00 Uhr spazierten wir mit Emily eine Runde, verfrachteten das schimpfende Hundemädel wieder ins Auto und genossen einen herzigen Führer und eine supertolle Führung durch die Brauerei.

Ich verlinke zur Geschichte der Brauerei, auf der sehr ansehnlichen Webseite: https://www.budejovickybudvar.cz/de/brauerei/geschichte

Hier ein paar Impressionen aus der Welt des Bierbrauens. Übrigens wird dieses Bier NUR in dieser Fabrik gebraut, da hier die Wasserquelle liegt…also kein Lizensbetrieb irgendwo auf dieser Welt!

Nach dem Bier ist vor dem Bier. Auf der Seite der Stadt wurden die „Fleischbänke“ Masne Kamy, also das alte Schlachtshaus empfohlen. Wir hatten vor dem Besuch der Brauerei schnelle eine Rezervierung gemacht und freuten uns auf Bier aus der eigenen Brauerei und zünftige tschechische Küche und wurden nicht enttäuscht.

https://www.masne-kramy.cz/de#home

Da Budweis nicht vollständig wäre,wenn man nicht wenigstens auch die sehr hübsche Innenstadt zu Wort und Bild kommen lassen würde, versteht sich von selbst.

Erwähnenswert sind der Samsonbrunnen, das Rathaus und der schwarze Turm. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und steht seit 1992 unter Denkmalschutz. Böhmen gehörte zum Heiligen römischen Reich deutscher Nation und war bis ins 20 Jh. eher deutsch geprägt.

Mit ein paar weniger touristischen Bildchen lasse ich Budweis ausklingen, schön mal in Tschechien gewesen zu sein, schnell kamen Gedanken für einen Urlaub auf, mal schauen ob wir das realisieren.

Polen 2026, II: Krakau und Wieliczka

Auch die zweite Nacht brachte temperaturenmäßig keine Erleichterung, ich verkniff mir den Kontakt zur Unterkunft und verschob dieses Problem auf Berlin.

Dort beschäftigen wir uns enmal mehr mit Helena Rubinstein und dem Viertel an sich. Hier kommt ein Auszug aus Krakow visit:

Hier sind die wichtigsten Aspekte von Kazimierz:

  • Historische Bedeutung: Gegründet 1335 von König Kasimir dem Großen, war es lange Zeit ein Zentrum des Zusammenlebens von Christen und Juden. Im späten 15. Jahrhundert entstand das „Oppidum Iudaeorum“, eine autonome jüdische Stadt.
  • Jüdisches Erbe: Kazimierz ist weltbekannt für seine Synagogen (z.B. Alte Synagoge, Remuh-Synagoge), den alten jüdischen Friedhof und das historische jüdische Viertel.
  • Zweiter Weltkrieg: Die jüdische Bevölkerung wurde während des Holocausts fast vollständig ausgelöscht. Die Gegend um den Plac Nowy und die Szeroka-Straße ist das Herzstück des Viertels.
  • Tourismus & Kultur: Heute ist Kazimierz ein pulsierendes Viertel, bekannt für das Krakauer Festival für jüdische Kultur, zahlreiche Restaurants, Galerien und ein ausgeprägtes Nachtleben

Neben ausreichendem Sightseeing genossen wir auch ein kosheres Frühstück im Outside, klare Empfehlung.

Hier ein paar Impressionen aus dem Viertel:

Wir liefen durchs Viertel, entdeckten Industriestandorte, die restauriert wurden und künsterlisch sowie kulinarisch genutzt werden.

Auch Kirchen kann man im jüdischen Viertel bewundern, hier die Corpus Christi Kathedrale, eine Scheußlichkeit an Geschmacklosigkeit.

Besser gefiel mir dann doch der Waweldrache am Fluss, quasi der Babydrache zum großen unterhalb des Wawelberges.

Relativ früh machten wir uns auf den Weg nach Wieliczka, Uber versetzte uns, ich wurde Opfer des unbeabsichtigten Schwarzfahrens. Es gibt nur 15 Minuten Tickets, der Bus war übervoll, kein Herankommen am Automaten, nach 17 Minuten wurde ich vom Controletti, eine Station vor Wieliczka hopps genommen. Diese Herrschaften machen das vermutlich in Serie, immer an den Wochenenden, immer eine Station vor dem Salbergwerk….kein schöner Zug liebe Polen. Sei es drum, ich war um 50€ erleichtert und konnte mich ausreichend ärgern.

Kommen wir zum Salzbergwerk: https://www.salzbergwerkwieliczka.de/einzelbesucher/uber-die-salzmine?zag=06&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=%5B06%20Zagranica%5D%20-%20DE%20AU%20SWISS%20-%20Search%20-%20Sprzedaż&utm_id=10371931816&gad_source=1&gad_campaignid=10371931816&gbraid=0AAAAADq-3ww_7yNhPiSPO6GZ-xJEYwWkD&gclid=EAIaIQobChMI3KOkhuyalAMVKpGDBx2ljxS3EAAYASAAEgJeNfD_BwE

Um in die Stollen und Kammerm zu gelangen, muss mam rund 800Stufen insgesamt bewältigen, die gesamte Strecke beträgt 3,5 Kilometer. Die einzelnen Kammern haben Themen erhalten und sind mit sehenswerten Salzskulpturen oder auch Hinweisen zum Abbau des Weißen Goldes versehen. Das Highlight ist die große Kathedrale, wo auch sonntags noch Messen abgehalten werden. Die Bilder hier sind hier nicht chronologisch der Laufroute angeordnet.

Wieliczka ist ein lohnenswertes Ziel, eine gewissen Fitness sollte man aber dennoch mitbringen. Meine Mama ließ sich von Karin und einem entzückenden Wiener helfen, ein echter Held.

Als wir wieder Tageslicht sahen, war davon nicht mehr viel übrig!

Wir organierten uns unter erschwerten Bedingungen eine Pizza und ließen uns per Uber zurück zur immer noch heißen Unterkunft fahren.

Am nächsten Morgen verließ ich die beiden Damen und fuhr überpünktlich von Krakau bis Berlin. Schön, mal wieder in der Stadt gewesen zu sein.

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Polen 2026: Krakau I

Einmal im Jahr nach Polen ist Pflicht! Zumindest bei uns und dieses Mal ging es wieder ins schöne Krakau, nicht mit dem Flieger wie 2013, sondern mit dem Zug.

Wer nebenbei auch nochmal wissen möchte, wie es 2013 so war, schaut bitte hier: https://allcontinentsinonelife.com/polen-2013-krakau-und-auschwitz/


Der Zug war eine Herausforderung für sich, wobei nicht die Buchung als Solches, sondern die Sitzplätze. Während mein Ticket glatt durchging, war das von Mama und Karin von Anfang an harte Arbeit. Auf der Anreise hatten wir Alle einen Platz, mein Sitz für die Rückreise passte auch. Die beiden Ladies reisten allerdings drei Tage später als ich nach Berlin und hatten zwar Sitzplätze ab Rzepin, Stehplätze 😳 von Krakau zum Umsteiger. Eine liebe Kollegin und ich wollten diesen Umstand korrigieren, die polnische Webseite ohne durchgängige englische Anpassung eine absolute Frechheit anno 2026.

Mit gutem Glauben und Tickets sowie Sitzplatzreservierunge für alle Strecken machen wir uns Mitte April, bei frühlingshaftem Wetter auch nach Mähren. Die Zugfahrt war unspektakulär und mit ein wenig Verspätung erreichten wir Krakau.

Die ersten polnischen Uber Erfahrungen machten wir ebenfalls und zack, standen wir neben Zugtrasse und Straßenbahn vor unserem Haus.

Die Wohnung im zweiten Stock war recht hübsch, zweckmäßig eingerichtet und vielzu warm! 30 Grad +x erwarteten uns, schnell wurden alle Heizkörper heruntergedreht, der erste Spaziergang erwartete uns.

Es wohnten in Kazimierz, dem jüdischen Viertel und nahmen die ersten Impressionen aus dem alten Krakau auf. Vieles erkannte ich wieder.

Hier nochmal die Eckdaten zum Viertel: Das kreative Kazimierz ist Krakaus historisches jüdisches Viertel. Heute gibt es hier eine Mischung aus unabhängigen Galerien, ausgefallenen Geschäften, Vintage-Modeläden und Bars, die von trendigen Cocktaillounges bis zu Kneipen im Shabby-Chic-Stil reichen. Zu den vielen Synagogen in der Szeroka-Straße zählt die Alte Synagoge aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem nahe gelegenen Remuh-Friedhof wurde eine Wand aus Grabsteinen erbaut, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Das Galicia Jewish Museum ist der örtlichen jüdischen Kultur gewidmet.

Die alte Synagoge:

Wir wandelten auf den Spuren von Helena Rubinstein, die hier in Kazimierz ihre Anfänge als Kosmetikheroin hatte.

Mittelmäßig gingen wir an diesem ersten Abend essen, das Highlight, wir saßen draußen.

Zurück in der Wohnung wurden wir weiterhin von der Hitze Thahitis erschlagen, meine Korrespondenz mit der Hausverwaltung ergab, Techniker kommt am nä. Morgen um 8:00 Uhr!
Also schoben wir die Betten weg vom Heizkörper und hauten uns bei 30 Grad ins Bett. Die Fenster konnten, aufgrund von Zugtrasse und Straßenbahn nicht offen bleiben.

Der nächste Morgen began tropisch, mit Kopfschmerzen und einem schüchternem polnischen Handwerker, der Sicherungen aus stellte, ein wenig an den Heizkörpern herumfummelte, mir für den Fall der Fälle einen Radiator zeigte und verschwand. Mit einem inneren toi, toi, toi machten wir uns auf und liefen Richtung RynekGlowny und Tuchhallen, glatte 1,1 km vor 9:00,Uhr.

Mit einem ersten Blick in die Kathdrale verabschiedeten wir uns zunächst vom Rynek und liefen zu einer berühmten Milchbar, leider mit Nieselregen.

Das Tomasza ist sehr bekannt, stylisch und nur noch in Ansätzen eine Milchbar im alten Stil. Unser Frühstück war klasse, das Ding überfüllt, dennoch absolute Empfehlung.

Nach unserem Feudalmahl schlenderten wir wieder zum Rynek, bewunderten die jetzt belebten Tuchhallen und erkundeten den unterirdischen Markt. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Der „unterirdische Markt“ in Krakau ist eigentlich das hochmoderne Museum Rynek Underground (polnisch: Rynek Podziemny), das sich etwa vier Meter unter dem Hauptmarkt befindet. Es zeigt auf rund 4.000 bis 6.000 Quadratmetern die archäologischen Ausgrabungen mittelalterlicher Marktstände, gepflasterter Straßen und Gebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.

  • Mittelalterliche Funde: Man läuft über gläserne Rampen über originale Pflasterstraßen und Fundamente von Häusern und Werkstätten.
  • Interaktive Technik: Hologramme, Nebelmaschinen und Bildschirme rekonstruieren die Atmosphäre des Marktplatzes vor 700 Jahren.
  • Vampir-Bestattungen: Ein Teil der Ausstellung zeigt Skelette aus dem 11. Jahrhundert, die nach mittelalterlichem Aberglauben so bestattet wurden, dass sie nicht als „Vampire“ zurückkehren konnten

So sah es um die Jahrtausendwende in Krakau aus, massive Ausgrabungen:

Alte Straßenzüge:

Marktstände:

Flächenbrand:

Friedhof, inkl. echter Skelette:

Tief beeindruckt bewegten wir uns durch die unterirdische Welt, verlagerten danach aber unsere Geschäftigkeit in die Jetztzeit.

Rathausturm:

Ein kurzer Ausruhestop in der kleinen Kapelle aus dem 11. Jh., den Namen gab google nicht preis…..

Mit einem erneuten Abstecher in einer der Milchbars, zog es uns durch die belebte und beliebte Einkaufsstraße Richtung Wawel.

An der St. Peter u. St. Paul Kirche liefen wir, wie in 2013 nur vorbei, Ziel war die Burg auf dem gleichnamigen Wawelberg.

Da Mama und Karin in den nächsten Tagen nochmal zu, Wawel wollten, beließen wir es bei der Außenbesichtigung.

Wir liefen tapfer zurück in die Unterkunft, begrüßten gottergeben die 30 Grad, riefen erneut, über booking.com einen Techniker herbei, der wiederum 2 Sicherungen mehr ausdrehte und uns verriet, dass die Speicherheizungen Tage benötigen, um nerunterzukühlen. Ein echtes Ärgernis!

Nach einer „Saunapause“ ging es per Uber wieder zum Wawel, auf ins Pod Wawelem…2013 geliebt und auch 2026 als top empfunden.

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Mit zwei Nachtbilder vom und um den Wawel beschließe ich den zweiten Abend in Krakau. Festzuhalten bleibt, wieder stand uns eine viel zu heiße Nacht bevor, die Speicherheizungen waren nicht ein „Müh“ kühler.

Wawelschloss:

Deutschland 2026, Zingst und Wernigerode

Ein Wochenende Ende März 2026 in Zingst,

Viel hört man von dem gehypten Ort an der Ostsee, ein Eldorado für Fotofans, die Karibik Deutschlands und so wunderschön!

Jahrezentelang bin ich um die deutsche Ostsee ( mal abgesehen von  Warnemünde) immer herum gekommen, >30% Nazis…die muss man nicht noch reicher machen.

Meinem Schwiegervater war es seit Jahren ein Anliegen, der Weihnachtsmann legte einen dreitägigen Trip unter den Baum und so konnten wir uns selbst von der Schönheit überzeugen.

Wir fuhren gegen 8:00 Uhr los, der kleine dreckigweiße Wauzebär war so aufgeregt, sie konnte es kaum erwarten. Emily liebt Urlaub und reisen und ist ein lieber kleiner Teddy im Kennel, so lange das Auto fährt.

Berlin ist mehr als staulastig, Emily bellte sich durch die erste Stunde und wir atmeten auf, als wir endlich gen Norden fuhren.

Das Wetter hielt sich, wunderschönes Märzwetter blieb uns an diesem Freitag hold und mit schönem Sonnenschein saßen wir rd. 3 Std. später, bei einem Fischbrötchen am Darß.

Wir genossen Sonne, Strand, Strandkorb und schauten verliebt auf unseren buddelnden Hund.

Zum Kurmittelhaus, unserem Zuhause für zwei Nächte, liefen der Göttergatte, Emily und ich zu Fuss, die älteren Semester fuhren.

Einige schöne Zingstimpressionen möchte ich nicht vorenthalten.

Eine hübsche Ferienwohnung erwartete uns, großzügig geschnitten, bissel 2000er Style aber hell und freundlich.

Zwei Bäder, zwei Schlafzimmer, sämtliches Schnickedöns….herrlich.

Wir vergammelten ein wenig den Nachmittag und gingen gegen 18:30 Uhr in den Klabautermann, ein Restaurant, welches Mathias und ich am Nachmittag gefunden hatten. Das Essen war super, die Besitzer hatten ebenfalls Westies, die Gastwirtin war ein verbiestertes, altes Weib, die sich aufregte, weil ihre Mädels mit unserem Westie kuschelten.

Kurz und gut, unsere liebreizenden Mitmenschen wollten uns einen Tag später nicht mehr in ihrem Etablissement….soviel zu Thema Ost/West anno 2026.

Der spätere Abend wurde heiter, wir spielten Hitster und mein Schwiegervater erfuhr seine Überraschung zum 80. Wiegenfest….Fuerte und Kreuzfahrt.

Der zweite Tag war leider verregnet und verhangen, wir fuhren das Fischland, Darß auf und ab, stiegen aber nicht wirklich aus. Lediglich in Wüstrow gabs Kaffee und Kuchen mit Blick auf dem Meer und zurück in Zingst eine Planscherunde im heimischen Pool…wohltuende 30 Grad, was will man mehr?

Sehenswert vom zweiten Tagist dennoch der kleine Hafen und die berühmte Sonnenbrille.

Da wir ja aus dem schönen Klabautermann hinauskomplimentiert wurden, landeten wir in einer überteuerten Bude, grenzwertig frech.

Der letzte Morgen begann verheißungsvoll, auch wenn das Frühstück im Kurmittelhaus eine Mischung aus Kampf ( Tisch), Hetze ( Zeitfenster) und damit verbunden, wenig Genuss ( obwohl das Frühstück solide gut war) war.

Wir liefen nochmal an den Strand, Mama und ich die Seebrücke bis zur Taucherglocke, die Männer ließen Drechen steigen, mit maximalem Erfolg.

Wir fuhren im Anschluss über Karls Erdbeerhof ( nette Geldausgebemaschinerie) nach Warnemünde.

Der niedliche Ort geht gefühlt immer, Fischbrötchen, Fisch fürs Abendessen und gut gelaunt ließen wir das Wochenende ausklingen.


Mein Fazit: Zingst ist wunderschön in der Nebensaison, im Sommer möchte man dort nicht sein. Der Fotohype ist für mich nicht nachvollziehbar, ja …es gibt ein paar nette Motive, die gibt es woanders auch. Die Preise sind eine Frechheit, wir schauten uns die Campingplätze an, WER zahlt 1000€ für eine Woche im Sommer? 

Mit einem glücklichen Hund, am Strand von Warnemünde, beende ich diesen kleinen Bericht.

Finnland 2026, IV: 66° 33′ 55″ Napapiiri

Guten Morgen in Rovaniemi, am Polarkreis….ab jetzt also Arktis.

Knackige -22 Grad erwarteten uns, wir waren vorbereitet!

Die erwartete Schnappatmung fiel aus, ich gebe zu, Handschuhe aus für ein Foto, tat weh.

Screenshot

Wir stellten uns in die Schlange der Mietwagenwilligen und kurze Zeit später, so kurz nach 8:00 Uhr hatten wir unseren Toyota. Das Santa Claus Villiage liegt rd. 14km außerhalb der Stadt, die übrigens sehr gesichtslos ist,

Für Nachahmer, verzichet auf die Stadt…..ich würde immer draußen wohnen wollen.

Kurze 14km später erwartete uns das weihnachtliche Disneyland, was kurz nach Sonnenaufgang noch herrlich verschwiegen und leer daher kam. Wir nutzten die Zeit, , schauten uns um, hüpften über den Polarkreis und freuten uns, das wir hier wohnen werden, quasi um Tourimassen herumbalancieren können.

Gegen 9:00 Uhr spazierten wir in die Rezeption, erledigten den Papierkram und gingen, für nicht wenig Geld, mittelmäßig frühstücken. Da das Frühstück in allen Restaurants gleich sein soll, freuten wir uns nicht so richtig auf die nächsten 3 Male….aber der Milchreis, der ist lecker!

Wir schlenderte als Nächstes in die Post und versendeten verfrühte Weihnachtsgrüße. Viel hat Santa Claus zu tun, man schaue sich mal die vielen Briefe aus aller Welt an! Erstaunlicherweise auch Viele aus Teilen dieser Welt, die nicht wirklich Weihnachten feiern.

Wir liefen weiterhin antizyklisch und bewunderten die Rentiere im Dorf.

Rentiere sind übrigens super kuschelig und total lieb…..die wollten Alle schmusen. Insbesondere unsere zweite Begegnung am Nachmittag mit den kleinen Rudis ohne rote Nase🥰.

Trotz des Chinesenrummels, SCV liegt doch inmitten toller Natur und unser kleiner Nüssesucher verzauberte auch Weihnachtstümmler ganz dolle, mein Gott war der kleine Kerl herzig!

Da der Himmel aufgerissen hatte, war uns klar….wir müssen in die Natur, die Wetterberichte sagen für die nächsten drei Tage nichts Gutes voraus. Wir fuhren nach Apukka, ein 5 Sterne Hotel, welches auch als Auroraspot bekannt ist.

Im Sommer ein See, momentan eine gut befahrbare Straße, wir freuten uns über Sonne, Schnee und gaaanz viel Ruhe….außer dem Knirschen auf weißem Nass.

Da wir ja immer noch nicht im Hotel eingecheckt waren, machten wir gegen 14:00 Uhr auf unserer Spazierrunde Schluss und kamen genau rechtzeitig im Apukkaresort an, als die zuckersüßen Rudis ihre rote. ase abgelegt hatten, in den Feierabendmodus gingen und mit ein wenig Heu und Flitterglitter verwöhnt wurden. Einhörner, es gibt sie doch 😍!

Wir entschieden uns noch für einen kurzen Abstecher zum Arktikum ( Museum zur Arkis) von wo man nicht nur einen guten Blick über den Fluss, sondern auch nach Norden hat…..nach Norden, ja….Polarlichter sieht man zumeist immer in nördlicher Richtung.

Der Platz fürs evtl. „Spektakel“ war also geklärt….

Zurück im SCV ging Alles ganz schnell, unsere Hütte war bereits seit Mittag zum Einzug fertig. Wir wohnen, dem Himmel sei Dank, ganz weit weg vom Chinesenrummel. Mangapüppchen, in Minirock, weißen Wollstrümpfen und Ohrenschützern, posend im Village hatte ich genug bewundert….

Angesichts der Gesamtwetterlage war klar, wenn Polarlichter, dann heute Polarlichter…..so machten wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zu Santa‘s Salmon Place. Eine kleine Kota etwas abseits im Village, mit angeblich dem besten Lachs Finnlands. Serviert mit Kartoffelsalat und Brot….Preis 26€, recht typisch für Finnland.

Untypisch war wohl eher, das ganze chinesische Reisegruppen in dieses kleine Ding wollten….für uns unlogisch und natürlich scheiterten wir, mit dem Versuch ein Plätzchen für Zwei zu bekommen…kein Lachs, kein Kartoffelsalat.

Ein bissel gefrustet entkamen wir den Menschenmassen und fuhren Richtung downtown….die gesichtslose Stadt, wir wissen! Ich hatte im grenzenlosen www etwas vom Roka Bistro gelesen und dachte, wenn nicht Lachs vom Grill, dann in der Suppe, Lohikaitto….tja, und dann standen auch dort die Chinesen vor dem zu kleinen Restaurant. Ich glaube, ich koche aus Chefkoch einfach finnisch nach!

Wir gingen also zum Vietnamesen, Sommerrollen und Phô und insgesamt nicht teurer als in B.

Mathias war ein wenig gefrustet, sein Essen war nicht so toll. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass es sich mittlerweile zugezogen hatte und trotz guter Vorhersage nicht nur die Apps zu Madame Aurora stumm blieben, sondern auch unsere Ausbeute wahrlich nicht hitverdächtig war.

Immerhin, der Himmel gab interessante Wolken, Polarlichtfetzen, Flutlicht vom Flughafen usw. preis.

Zurück im Weihnachtsmanndorf sahen unsere Hütten auch ziemlich beeindruckend aus.

Wir genossen den restlichen Abend bei Chips, Bier und Sauna…JA, hauseigene Sauna!

Finnland 2026, III: Helsinki und auf nach Lappland

Auch der letzte Tag in Helsinki begann freundlich und wir konnten uneingeschränkt unsere Planung in Angriff nehmen. Nach dem Auschecken liefen wir Richtung Hafen und schnappten uns den kleinen Eisbrecher nach Suomenlinna, der Finnenburg. Für die Schweden eher die Sveaborg, die Schwedenburg…..immerhin von denen mal erbaut und Weltkulturerbe.

Wer sich so richtig für die Festungsanlage interessiert , dem empfehle ich : https://de.wikipedia.org/wiki/Suomenlinna

Wir begnügten uns mit den Eckdaten, feierten die Fahrt über das Eis, den Blick auf Helsinki und den Schären, sowie an dem feinen Spaziergang auf Suomenlinna….auch wenn es rattig kalt war!

Wir steuern auf Suomenlinna zu, vorher knirschte das Eisbrecherchen an diesen bezaubernden Inselchen vorbei:

Die Festungsinsel begrüßt uns direkt russisch….ja, der Schein trügt nicht, sie trieben ja auch über ein Jahrhundert ihr Unwesen.

Zwischen Wohnhäusern, die immer noch bewohnt sind, tummelt sich altes Zeugs und eine Marineschule.

Zurück in Helsinki gab es den obligatorischen Cappuccino im Espressohouse und einen Spaziergang zum Einkaufszetrum Forum. Dort hatten wir am ersten Tag einen Foodcourt entdeckt….asiatisches Buffet, 12€ und RICHTIG, klare Empfehlung.

Zurück im Hotel erfreuten wir uns noch am WiFi und fuhren viel zu früh zum Bahnhof, Auch wenn der Hauptbahnhof von Helsinki nobel aussieht, am Ende ist er wie alle Bahnhöfe dieser Welt…voll mit komischen Gestalten UND Chinesen, die Alle das gleiche Ziel hatten, wie wir!

Erstmalig aufgefallen sind mir die Scharen der Untertanen von Xi Jinping bereits am Fährterminal in Stockholm, ab jetzt befanden wir uns in einer chinesischen. Urlubsbubble…

Was für ein Juchzen, was für ein Geschrei, was für ein Gedränge als endlich der Santa Claus Express einfuhr….Weihnachten ist doch gerade für das Reich der Mitte nur eine Illusion?

Auch wir erfreuten uns am Zug, schnell gabs die obligatorischen Fotos von außen, ehe wir unser Zweierabteil im ersten Stock des Zuges bewunderten.

Für relativ wenig Geld (90€ pro Person) hatten wir uns den maximalen Luxus der Finnischen Bahn gegönnt. Zweierabteil mit eigenem Klo und Dusche.

Nicht der Orientexpress, nicht der Shongololo….nein auch nicht der Mongolenexpress oder Andenexpress…..aber ORDENTLICH und absolut empfehlenswert.

Wir inspizierten noch den Speisewagen, tranken eine Cola und nen Bier und schaukelten durch den Abend.

Zurück im Abteil gab es Abendessen am Minitischchen und früh zogs uns ins Bett….wir ratterten 12 Stunden durch die Nacht, Santas kleine Helferlein machten einen guten Job.

Finnland 2026, I: Tervetuloa Helsinki, Välkomma Helsingfors

Wie war die Nacht, so war die Nacht!

Schaukelig mit Sturmneigung, geschlossene Decks, viel Eis auf der Ostsee! Wir hatten dennoch gut geschlafen, auch wenn man schon erheblich den Seegang gespürt hatte.

Unser Frühstück war extraklasse, hier hatten wir ein paar Cent zum Buffet „draufgelegt“….dafür mit Sekt und Kaviar….sowie aboluter Ruhe, herrlich.

Und wann bekommt man schon mal Pralinen zum Frühstück?

Eine Stunde vor Landgang klebte ich mich an die verdreckte Scheibe auf Deck 8 und stierte ins Eis. Wir steuerten auf Helsinki zu, man konnte kaum Schäreninseln von Festland unterscheiden, der Neuschnee von rund 20cm machte es nicht leichter. Eisbrecher waren unterwegs….Finnland ein Wintermärchen!

Und dann hieß es gegen 10:30 Tervetuola Helsinki!

Wir nahmen uns für 12€ ein Uber, traten im Radisson Blue Seaside in den Club ei, bekamen zwei Drinks und ein Zimmer um 11:00 Uhr! Wir waren schwer begeistert.

Nach einem kurze. Boxenstop liefen wir los….im Neuschnee gar nicht so einfach!

Ein paar Impressionen von nicht bekannten Sehenswürdigkeiten mit toller Atmosphäre.

Johanneskirche:

Während wir so durch die Straßen schlenderten, fiel uns auf, dass alles zweisprachig war. Straßennamen in schwedisch und finnisch, schwedische Radiosender ( unser Uberfahrer hörte schwedisches Radio) etc.

Ich fragte das www und bekam folgende Antwort: Hier sind die Hauptgründe für die starke Präsenz des Schwedischen:

Kulturelle Präsenz: Es gibt eine ausgeprägte schwedischsprachige Kultur mit Zeitungen, Theatern und Medien.

Historische Verbindung: Finnland war vom 12. Jahrhundert bis 1809 ein integraler Bestandteil des schwedischen Reiches. Schwedisch war die Sprache der herrschenden Klasse, der Verwaltung und des Handels.

Offizieller Status: Schwedisch ist eine der zwei Nationalsprachen Finnlands. Das Recht, Behörden auf Schwedisch zu nutzen, ist in der Verfassung verankert.

Schwedischsprachige Bevölkerung: Etwa 5,3 % der Einwohner (ca. 300.000 Menschen) sprechen Schwedisch als Muttersprache, besonders an der West- und Südküste Finnlandschweden.

Schulunterricht: Nach einer Bildungsreform sind sowohl Schwedisch als auch Finnisch Pflichtfächer an Schulen, was die Präsenz der Sprache im Alltag sichert Wikipedia.

Na, wer hats gewusst?Ich nicht….Helsinki heißt übrigens Helsingfors auf schwedisch!

Nach rd 1,5km waren wir in der Innenstadt und bewunderten zunächst unsere Fähre und liefen dann zur Urpenski Kathedrale, russisch orthodox und 1868 erbaut.

Vor dem Gotteshaus noch ein paar Nettigkeiten vom Ufer.

Und hier kommt die Kathedrale:

Ich ging hinein, der Göttergatte pflegte den Atheismus.

Nach der Kirche war vor der Kirche…..Senatsplatz und Dom, quasi das Wahrzeichen von Helsinki.

Nach einer ausgiebigen Kaffepause im Espresso House ( hier ist alles fest in schwedischer Hand: Nordea, Espressohouse, Pressbyran, H&M, Handelsbanken usw.usw.usw.) liefen wir zum Amos Rex,,,,,Outdoorkunst im Schnee…verweht.

Der Blick auf den Bahnhof war beeindruckend und auch sonst gab es schöne Architektur.

Wieder ins Espressohaus und Zeit totgeschlagen, Holy Crab wartete auf uns. Als alte Meeresfrüchteliebhaber quasi ein Muss. Es gibt noch eine Dependance in Singapur und das Konzept ist schnell erklärt: Schürze um, Handschuhe an, Meeresfrüchte auf den Tisch gekippt…..genossen! Yummy war es!

Der Spaß war nicht ganz preiswert aber echt lohnenswert. ….klare Empfehlung für Nachahmer.

Auf dem Nachhauseweg wurden wir bereits auf das was kommt eingestimmt:

Zurück im Hotel genossen wir einfach nur das schöne Zimmer und wunderten uns über die knapp 30 Meldungen in meinem Iphone zu Polarlichter im Hohen Norden….bei uns ist leider nur noch Schnee angesagt..l

Schweden 2026: Stockholm – Helsinki, Tunnelbana, Uber, Fähre

Das Wetter hat sich geändert. Aus den bitterkalten -12 des nächtens, wurden schluderige Null Grad mit Schneeneigung. Schwitzen war inklusive am heutigen Tag.

Wieder frühstückten wir @home, packten unsere Sachen und zogen los! Tunnelbana Sightseeing. Ähnlich wie in Taschkent ist die U- Bahn in Stockholm sehr sehenswert . Aufgrund unserer Weiterreise hatten wir uns für vier, fünf sehenswerte Stationen entschieden, wir kommen bestimmt mal wieder.

Fangen wir mit T- Centralen an:

Rådhuset:

Kungsträdgården:

Tekniska Hoskolan:

Zu guter Letzt Stadion, die wohl berühmteste Station:

Zurück am Hotel blieb noch Zeit für ein Fickabreak im Espresso House….Kanelbullar ( wenigstens eine ist ein Muss) und lecker Cappuccino.

Wir verschlusten noch eine Stunde im Hotel, checkten gegen 13:00 Uhr aus und fuhren per Uber für ganz wenig Kronen zum Fährhafen, der ziemlich außerhalb liegt. Es regnete, 1Grad im Positiven zeigt wohl auch hier das Ende des Winters an.

Viel zu früh waren wir an der Fähre, egal….warm un trocken war es.

Wir hatten uns für Tallink Silja Line entschieden, obwohl die Viking stadtnäher ablegt, aber die älteren Schiffe hat. Bereits im Internet konnte ich erkennen, hier wird der Bautyp der Color Line auf uns warten….so war es dann auch.

Wir hatten uns bei „ Original Carrier of Santa Claus“ 🎅 für eine Außenkabineentschieden, die ganz niedlich daher kam….gemütlich auf jeden Fall.

Bis zum Ablegen hatten wir noch eine Stunde Zeit und erkundeten erstmal das Schiff.

Wer sich an den Bericht aus Oslo 2021 erinnert, wird auch die CM in diesen Fotos finden: https://allcontinentsinonelife.com/?s=Oslo+2021

Was bleibt von diesem Tag noch zu berichten? Wir schlemmten uns durch das Grandbuffet am Abend und staunten über die Eisschollen im Stockholmer Hafen, die uns auf der gesamten baltischen See begleiteten.

Vollgenudelt mit Kaviar und Co verdümmpelten wir den Abend mit den olympischen Spielen vor der Glotze.

Noch ganz weit weg von Helsinki zogen wir bereits am frühen Abend ein positives Fazit zur Fähre als Fortbewegungsmittel. Die Hütte war durch die Schulferien in Finnland zwar ausgebucht, da Viele die Verbindung zur Minikreuzfahrt machen, die Restaurantauswahl überzeugte durch und durch. Sowohl Fisch als auch Fleischesser ( bis aufs Roastbeef ließen wir diese Erfahrunf aus) kommen auf ihre Kosten. Das Essen erschien uns innovativer als auf der CM, die Thunfischpoke war zum Niederknien…..

Zufrieden kuschelten wir uns in unser Bett, den Stop in Mariehamm bekamen wir kaum mit. Umso näher wir Helsinki kamen, desto dichter wurde das Schneetreiben und wilder die See.

Schweden 2026: Stockholm II

Mit strahlendem Wetter begrüßte uns Stockholm am 20.02.26. Knackige -6 Grad, gefühlt -13 luden zur Dreifachschicht ein, die sich bewährte.

Nach einem Frühstück in Eigenregie, liefen wir gut gelaunt Richtung Sergels Torg und bewunderten den Platz und viele Kaufhäuser drumherum.

Das Eis auf der Ostsee hatte uns natürlich bereits am vorherigen Abend angezeckt, nur im Dunkeln geht man wohl eher nicht aufs Eis….dafür am Tag!!!

Vorher gab es aber noch einen kurzen Bummel durch Gamla Stan, Stor Torget und unzähligen Souvenirschuppen.

Und nun zum Eis auf der Ostsee, aus dem Fernsehen bekamen wir später die Info, das erstmalig seit 15 Jahren dieses Phänomen gefeiert werden darf:

Lange blieben wir allerdings nicht auf dem kühlen Nass, uns war es doch etwas unheimlig. Aufgrund der frühen Zeit und da es ja auch noch ein normaler Wochentag war, hielt sich die Präsenz der Stockholmer noch in Grenzen….,eine Art Lebensversicherung???!!!!

Aud dem kürzesten Weg liefen wir Richtung Skeppsholmen und der berühmten Brücke.

Skeppsholmen, wieder eine der 14 Inseln, die wir aber letzendlich nicht besuchten, Nur die Brücke, die sollte es sein…warum, seht her!

Mit dem Krönchen perfekt in Pose gesetzt, bekommt das Schloss ( s. auch Schweden 2023) eine ganz neue Ausstrahlung….quasi ein must have der Stockholmtouris. Wir waren allerdings alleine auf der Brücke, im Sommer wohl ein Ding der Unmöglichkeit.

Es ging auf Mittag zu und wir wollten in die Saluhallen von Östermalm. Unterwegs. bewunderten wir nicht nur die wohl schönste Apotheke Stockholms, sondern nutzten diese sogar für kleinere Blessuren. Die Apotheke zum Storchen…Sterken in Svenska.

Östermalm, ein Ort der Eleganz und der schwedischen Krone, rd. 1:11 übrigens. Meine Güte, ähnlich wie Paris….Städte ohne Kriegszerstörung haben was. Da kommen unsere Nester ärmlich daher.

Die Saluhallen ( gebaut 1888) und die Hedwig Eleonora Kirche:

Die Halle. suchen ihresgleichen…wir waren begeistert und ein sehr teures Mittagessen musste sein. Es war allerdings der Suff, der unsere Reisekasse schmälerte. Alkohol, sei es nur Bier….in Skandinavien, im Restaurant, ein no go.

Der krönende Abschluss des Tages? Das Abba Museum! Wir waren bereits eine Stunde vor unserem Zeitslot am Museum, konnten aber dennoch schon in die heiligen Hallen.

Wir hatten wenig erwartet und tatsächlich Spaß. Vom Werdegang, über Karaokeboxen, goldenen Schallplatten, schlechten Kostümen….es war ALLES dabei. Für echte Fans ein muss, für uns nice to see.

Nach dem Museumsbesuch, machen wir es kurz….Boxenstop via Uber! Auch nur vier Euro teurer als die Öffis und binnen zehn Minuten wieder am Hotel, Rade aus Kroatien sei Dank.

Wir verließen die Hütte nur noch fürs schnelle Abendessen ( same procedure as last evening) und fielen ermattet vor die Glotze…Olympia, auf allen Kanälen.