Archiv der Kategorie: Italien

Deutschland 2024 I: Eschweiler und Aachen

Wir freuten uns wie dolle, unsere Eschweiler im August 2024 zu besuchen. Tief saß immer noch der Schreck des Herzinfarktes an Bord der Perla, happy über die umfassende Genesung vom Heinz machte die Widersehensfreude noch größer.

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den langen Weg Richtung Aachen, gut kamen wir durch, Bouletten versüßen uns die Fahrt, der olle Regen unterwegs überbrückten wir bravourös.

In Eschweiler verfuhren wir uns nochmal und standen am falschen Emde der Straße, Durchfahrt verboten.
Das Wiedersehen war groß, wir verplauderten den späten Abend und fielen ins Bett. Die Aidafamilie war, mit Erweiterung ( Oliver u.Emily) wieder vereint.

Der nächste Tag stand im Zeichen von Aachen, die bildschöne Domstadt, bekannt durch seine Aachener Printen.

Das Auto landete im Parkhaus und wir starteten einen lockeren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Aachen ist übrigens staatlich anerkannte Kurstadt und kann sogar auf Ruinen aus der Römerzeit zurückschauen. Man geht davon aus, dass das lateinische Wort Aqua der Namensgebung zugrunde lag.

Neben Heilwasser hat Aachen auch einen Kurpark mit nettem Blick auf die Innenstadt.

Die Aachener Pfalz war für Karl dem Großen von besonderer Bedeutung, so dass er hier auch beerdigt wurde. Als Folge dessen wurde die Stadt spätee Reichstadt und 600 Jahre lang der Krönungsort von immerhin 31 römisch- deutschen Königen.

Das Wahrzeichen von Aachen ist neben der berühmten Printen natürlich der Dom. Dieser wurde, mit dem Domschatz im Jahr 1978 erstes Weltkulturerbe der Unescon in Deutschland.

Grundsteinlegung des Gotteshauses war 795, Weihung 1802. Mehrere Umbauten um das Oktogon, der karolingischen Kurkapelle wurden vorgenommen. Mich hat der Dom überraschenderweise sehr beeindruckt, insbesondere die byzantinischen und mediterranen Einflüsse machen das Ensemble zu etwas ganz Besonderen.

Das die Altstadt rund um die Kathedrale natürlich auch bildschön ist, muss ich wohl kaum erwähnen?

Printen kamen natürlich auch nicht zu kurz:

Süßmäuler unter sich:

Als Letztes bewunderten wir die Ecke „rund ums Rathaus“ wo das Leben tobte.

Das Rathaus beherbergt den Krönungssaal in dem seit 1950 der internationale Karlspreis vergeben wird. Das gesamte Rathaus ist ein mehr als imposantes Gebäude.

Als Letzes garniere ich den Bericht mit einem Bild der Kirche von Eschweiler

Metropole im Herbst, Italien 2024: Ferrara

Noch ne Perle auf unserer Herbstreise anno 2024!
Wir entschieden uns für Ferrara, fuhren 45 Minuten mit dem Zug in eine wirklich pottoreske Kleinstadt.

Ferrara wurde im frühen Mittelalter gegründet, war die Residenz der Familie Este und Hauptstadt des gleichnamigen Fürstentums. Heute ist sie eine traditionsreiche Universitätsstadt, gegründet wurde die Fakultät in 1391 und gehört damit zu den ältesten Einrichtungen Europas.

Wir schauten uns nach Ankunft in der Stadt zunächst ein wenig um und bewunderten die Piaza Savonarola.

Hervorzuheben ist das Castello Estense, eine Wasserburg und ab 1385 erbaut, im 15 Jh. teilweise erneuert.

Im Al Brindisi genossen wir einen Vino und Apero….das Restaurant existiert seit 1435…..so geht Geschichte liebe Amerikaner.

Die Kathedrale San Giorgio wurde gerade restauriert. Unvollendet blieb der Kampanile (begonnen 1135). Über der Vorhalle der Kathedrale befindet sich das Dommuseum. An der Südecke des Castello schließt die Piazza Savonarola an. 

Aus der Renaissance gilt des einige Palazzo zu bewundern, unter Anderem den Palazzo dei Diamanti, schaut auf die Fassade…..der Name ist selbsterklärend.

Zum Abschied gab es DIE Spezialität aus Ferrara, https://de.wikipedia.org/wiki/Cappellacci_di_zucca_ferraresi Teigtaschen mit Kürbis.

Achja, die Altstadt ist autofrei….wir fanden es super.

Metropole im Herbst, Italien 2024: Bologna

Unsere Metropole im Herbst Tour ging 2024 nach Italien. Wie immer, wenn ich auf dem Stiefel unterwegs war, regnete es in Strömen, Teile der Stadt standen kurz vor unserer Tour unter Wasser und eher kühles Herbstwetter war für Oktober 2024 angesagt. Dennoch wir freuten uns auf grandiose italienische Küche in Italiens Hip- Studentenstadt.

Nach kurzem Flug bewunderten wir unsere Wohnung, die fussläufig zur Innenstadt war und machten uns auf den Weg zum ersten Essen- Pizza oder doch eher Spaghetti, Bolognese natürlich.

Der nächste Morgen begann regnerisch, wir stierten aus dem Fenster und zogen spät los.

Man schaue sich unsere Aussicht an:

Bologna hat Kanäle und genau damit begann auch unsere Sightseeingtour.

Bologna wird auch kleines Venedig genannt und ja, das Ambiente stimmt.

Wir liefen gelassen zur Piazza Maggiore dem zentralen Platz von Bologna und gleichzeitig auch der größte in der Altstadt. Hier steht auch der Dom von Bologna, die Basilica di San Petronio, der Dom von Bologna.

Berühmt ist Bologna für seine Geschwistertürme den Torre degli Asinelli

Im Mittelalter war Bologna, ähnlich wie San Germiano, regelrecht mit Türmen übersät. Heute sind noch einige davon übrig, die berühmtesten sind die beiden nebeneinander stehenden, schiefen Türme Garisenda und Asinelli.

Eine weitere Sehenswürdigkeit des Platzes ist der Säulengang unterhalb des Palazzo del Podestà.

Der Legende nach kann man gegen die Mauer flüstern und das gesprochene Wort wird auf der gegenüberliegenden Seite gehört…..wir haben es nicht ausprobiert.

Aufgrund der Wetterlage zog es uns in den Dom, bissel Kultur muss sein.

Die Fassade des Doms ist, aufgrund von Geldsorgen der Stadt unvollendent geblieben, erbaut wurde das Schmuckstück 1390.

Auf der Piazza Maggiore steht die größte Kirche von Bologna, die Basilika San Petronio, welche beeindruckende 132 Metern Länge und 60 Metern Breite umfasst. Damit ist sie die fünftgrößte Kirche der Welt und die größte Backsteinkirche weltweit.

Wer wusste, dass Bologna die älteste Universität der westlichen Welt ist? Bis heute lebt die Stadt von den vielen Studierenden, seit 1088 ist die Universität ein Hort der Innovation, Weiterentwicklung und Weltoffenheit.

Das Archivinnasio gehört, mit dem Dom zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Bologna. Relativ unspektakuläre Architektur, verbirgt sich im Inneren ein Schatz!

Mit der ältesten Uni beherbergt Bologna auch den ältesten Anatomiesaal der Welt, kaum vorstellbar, wie hier die ersten Leichen seziert, Wissen angeeignet wurde.

Der Saal ist komplett in Holz ausgestattet und wie ein Amphitheater gebaut. Die beeindruckende Bibliothek ist (fast) nur Beigabe.

Die Bibliothek ist nicht nur sehenswert und beeindruckend sondern antik. Viele wertvolle Bücher nennt Bologna sein eigen.

Gleich neben dem Plaza Maggiore befindet sich ein wunderbares Stuck Bologna, das Quadrilatero…..ein wirklich tolles Stadtviertel, mit viel Flair, Restaurants und gute Ausblicke.

Beeindruckend fanden wir hier den Arkadengang, der uns bei dem trübsinnigen Wetter enorm geholfen hat.

Ein kurzer Abstecher zum Markt, ganz nett, kein echter Tip:

An diesem ersten Abend blieben wir in der Innenstadt und genossen die Atmosphäre von Italien im Herbst. Es war tatsächlich noch Einiges los und auch der Blick auf die Geschwistertürme wurde „trockener“.

Der zweite Tag in der Stadt der Studierenden und Foodieliebhaber zeigte sich erstaunlich freundlich und schnell war klar, wir laufen den längsten Arkadengang der Welt, der zur Chiesa San Luca, einer Wallfahrtskirche führt.

Bevor es abersoweit war,kommen hier nochmal Schönwetterimpressionen aus der Innenstadt, inkl Tortelliniherrstellung, derer wir beiwohnten.


Der längste Arkadengang von Bologna ist auch gleichzeitig der längste Welt, vier- Kilometer lang, den Hügel zur Wallfahrtskirche Chiesa San Luca führt.

Der Gang beginnt am alten Stadttor Porta Saragozza, circa 15 Minuten zu Fuß von der Piazza Maggiore entfernt, ein Weg der uns aufgrund des Traumwetterches nicht schwer fiel.

Anstrengend JA, lohnenswert?Auf jeden Fall!

Der Blick auf Bologna ein Traum!

Unseren letzten Tag der Herbstreise verbrachten wir in Ferrara, schaue hier separaten Bericht:

Deutschland 2025, Eschweiler II: Monschau

Auch der zweite Tag unseres Adventswochenende ist , zumindest bzgl. des Vormittagsprogramm schnell erzählt: Frühstück und Besuch im Krankenhaus.

Im Anschluss ging es in die Eifel, genauer gesagt ins bezaubernde Monschau.

Monschau hieß bis 1918 Montjoie und wurde durch den Kaiser Wilhelm eingedeutscht, die belgische Grenze ist nicht weit. Die mittelalterliche Altstadt im Kessel des Flusses Rur ist für sein Fachwerk, den engen Straßen, tuffigen Hotels UND einem der schönsten Weihnachtsmärkte bekannt.

Die Burg Monschau wurde von den Limburger Erbischhöfen im 13.Jh. errichtet, heute befindet sich eine Jugendherberge im Gemäuer und ein Theater verwöhnt in den Sommermonaten.

Wir parkten außerhalb des Nestes auf einen P+R und fuhren für 6€ return mit dem Shuttelebus zum Eingang der Altstadt.

Von dort zog es uns erstmal zur Aussicht, da es bereits nach 15:00 Uhr war und das Tageslicht zur Neige ging.

Wir waren zufrieden, das es so mild war, bei Schnee und Eis ware der Weg lebensgefährlich.

Der Blick aufs Puppige Nest begeisterte und machte den Kopf für das Weihnachtsmarktgetümmel frei…..relaxt durch die Menschenmassen aus F, NL, B und D.

Wir schlenderten durch die engen Straßen und hatten das Gefühl von Ort und Zeit verloren. Die Hotels alle tuffig, 160€ pro Nacht mit Klo auf dem Gang. Man wähnte förmlich Conny Froboes, Peter Alexander und Lilo Pulver in den Hauptrollen.

Wir erhoppten Monschauer Senf, einen leckeren Pflaumen- Zimt Likör, Weihnachtssüßkram und aßen ( mal wieder) eine Bratwurst.

Mit beginnender Dunkelheit machten wir uns wieder auf dem Weg nach Eschweiler, hier noch ein paar Impressionen

Wir waren uns einig, mehr Atmosphäre versprüht Monschau noch bei Tageslicht, weil die Häuser einfach bildschön sind. Zurück gings mit dem Shuttlebus

Zufrieden mit unserem Tag verbrachten wir den Abend in Eschweiler, bei Kölsch, Sekt und Pizza. Gegen 22:30 fielen wir in unserem BP ins kuschelige Bettchen.

Deutschland, Eschweiler 2025, I : Weihnachtsmarkt Schloss Merode

Kurz vor Jahresschluss besuchten wir unsere lieben Eschweiler, die wir auf unserer Transreise 2024 kennengelernt hatten. Wiedersehen und Weihnachtsmarkt, die zwei „Ws“ bestimmten die drei Tage am 4. Adventswochenende.

Nach Auschlafen, langem Frühstück und Krankenhausbesuch bei Simone, die leider eine Bandscheiben- OP auskuriert

Außerhalb von Eschweiler, bereits zu Düren gehörend, steht ein bezauberndes Privatschloss namens Merode. Es wird, lt. www. immer noch privat bewohnt, immerhin für Veranstaltungen geöffnet und beherbergt wohl einen der schönsten Weihnachtsmärkte, die ich jemals kennenlernen durfte. Doch das Ganze hat auch seinen Preis: https://www.weihnachtsmarkt-merode.de

Charles- Louis von Merode und seine Familie wohnen nun also in einem der schönsten Wasserschlösser der Renaissance ( erbaut im 12. Jh.) und wir waren ganz verzaubert. Aufgrund des Eintritts 11,50€ ( Parken für umme) zieht das Schloss natürlich weniger Laufvolk an, hier fährt man gezielt und für die Atmosphäre hin. Merode wurde zum gemütlichsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekürt und ja, im Verlauf des Abends, als es leerer wurde, gingen wir mit dieser Aussage mit….

Historischer Hintergrund, rund um das Schloss fanden 1944 schwere Kampfeshandlungen statt, über 300 amerikanische Soldaten fielen hier und immer noch erinnert ein Kriegsdenkmal an die Schreckenstage im 2. Weltkrieg. Aus meinem Vorleben der Jahre 1992/93 wußte ich bereits, das Düren zu über 90% im Krieg zerstört wurde und auch das Schloss hatte schwer Schaden genommen, im Jahr 2000 kam es obendrein zu einem schweren Brand.

Nun aber zum Weihnachtsmarkt. Neben wirklich schönem Handwerksbuden, hatten wir auch das Glück dem Christkind zu begegnen, ein Feuerwerk zu genießen und wirklich niedliche Glühweinbecher, Weihnachtsanhänger und kulinarische Nettigkeiten abzustauben.

Die Buden sind um das Schloss herum platziert, so das man einfach mit, oder gegen dem Uhrzeigersinn laufen kann und quasi nichts verpasst. Als wir ankamen wurde bereits das Feuerwerk für 18:00 Uhr angekündigt. Vorher sollte mit „ Alle Jahre wieder…“ das Christuskind angelockt werden…ein großer Spaß für die Kleinen.

Mich begeisterte eher, was mittlerweile das gute Iphone mit Feuerwerk macht, sieht. doch recht ansehnlich aus!

Der Glühwein mit 5,50€ gleicht dem Berliner Preis, Gleiches gilt für die Bratwurst.
Wir bewunderten immer wieder das Schloss und dann stand es im Fenster…das Merider Christkind:

Gut gelaunt verließen wir gegen 20:45 Uhr den Weihnachtsmarkt, von mir eine klare Empfehlung, wenn man mal etwas Schönes sehen möchte….obwohl wir ja immerhin den Gendarmenmarkt und das Charlottenburger Schloss haben :-)!

Norwegen 2025, V: Oslo und ciao!

Unser winterliches Abenteuer Norwegen  neigte sich dem Ende entgegen.

Oslo stand noch auf dem Programm, leider ohne nennenswerten Blick auf den Oslofjord.

Das Schiff machte unweit des Color Line Kais fest, wir bewunderten den Magic Tree und fuhren per Uber zum Munch Museum.


Kultur sollte sein, Sightseeing kannten wir in der Stadt schon zu Genüge.

Natürlich gab es dann doch einen Einblick auf die Oper, ein Kopfschütteln am Fjord ( warum geht man bei diesen Temperaturen ins Wasser?).

Wir hatten vorreservierte Tickets, es war aber auch nicht sonderlich voll im Munch Museum. 2021 eröffnet, gerade an diesem Wochenende waren wir damals auch in Oslo:

Munch ist nicht Jedermanns Sache, wir fanden die Ausstellung gut und natürlich, „der Schrei“ der hatte es uns angetan. Das Bild darf täglich nur wenige Minuten bewundert werden und war tatsächlich schon 2x geklaut.

Aus dem www ein paar Eckdaten zum Wunderwerk:

Der Schrei ist eine Sammlung von vier Gemälden und einer Lithografie des norwegischen Malers Edvard Munch mit weitgehend identischem Motiv, die alle  zwischen 1893 und 1910 entstanden sind.

Sie zeigen eine menschliche Figur unter einem roten Himmel, die ihre Hände gegen die Ohren presst, während sie Mund und Augen angstvoll aufreißt. Munch verarbeitete eine eigene Angstattacke während eines Spaziergangs am Oslo Fjord.

Der Schrei ist das bekannteste Bildmotiv des norwegischen Malers

Es sind heute vier Variationen des Schreis in Gemäldeform bekannt. Die Hauptversion des Bildes entstand im Jahr 1893 und wurde 1910 von dem Kunstsammler Olaf Schou der norwegischen Nationalgalerie gespendet.

 Die Temperaversion von 1910 und die Pastellversion von 1893 werden im Munch-Museum Oslo aufbewahrt. Eine weitere wahrscheinlich von Arthur von Franquet 1895 in Auftrag gegebene Pastellversion befindet sich in amerikanischem Privatbesitz.

Neben dem Schrei ist natürlich noch die Madonna erwähnenswert und einige andere, beeindruckende Bilder.

Ich bin keine Munch Kennerin, evtl. machen die hier gezeigten Fotos dennoch Lust auf einen Besuch im Museum?

Zurück auf dem Kahn beehrten wir tatsählich das Brauhaus, Bratwurst mit Kartoffelpü- lecker war es.

Früh zog es uns ins Bett, wir waren geschafft, etliche Kilometer standen auf der Uhr.

Der letzte Seetag war wettertechnisch fast ein Großeereignis. Sonnig, windstill, herrlich auf dem Wasser. Auch wir nutzten die Winterpause.

Viel gab es ansonsten nicht zu berichten, letzte Einkäufe wurden getätigt, ich lief, lief, lief das Schiff ab und abends beehrten wir kurz das Bella Donna um die Torte und die Meeresfrüchte abzugreifen. 

Im Anschluss gabs die Henkersmahlzeit im French Kiss und ein kurzer Blick aufs Abendprogramm….so schnell geht eine Woche um!

Nach einer ruhigen Nacht fuhr die Nova pünktlich in HH ein, wir schnappten uns Uber und Flixbus und waren am frühen Abend wieder in der City. Unsere Emily begrüßte uns mehr oder weniger begeistert, zu schön muss es in Zehlendorf gewesen sein.,

Norwegen 2025, III: Stavanger

Oh Stavanger, Du schöne Perle in Südnorwegen! Lasse ich die Tour revue ziehen, ja….das war MEIN persönliches Highlight. Immer wieder gerne…..nä. Mal nehme ich den Sommer.
Das Geburtstagskind hätte es nicht schöner haben können, grandiose Hafeneinfahrt, Blick auf die Stadt, das Winterlicht, Weihnachten lässt grüßen.

Wir gratulierten dem lieben Geburtstagskind und freuten uns mit ihr auf einen wunderschönen Tag.

Doch halt, nicht nur Steuerboard hatte Aussicht, nein, auch Backboard durfte sich über Gamla Stavanger erfreuen.

Hier unsere Aussicht aus dem Restaurant und im Anschluss ein wenig Somnenaufgangsromantik.

Norwegen ist eine Stadt in Rogaland, dem südwestlichen Fylke ( Bundesland) von Norwegen. Sie ist zusammengewachsen mit dem südlichen Vorort Sandnes, 2008 war Stavanger Kulturhauptstadt Europas.

Im Jahre 1125 wurde die Stadt durch König Sigurd Jursalfar als Bischofssitz gegründet. Aber erst im 19. Jahrhundert, als neue Fangtechniken und größere Schiffe Fischfang im industriellen Maßstab erlaubten, wuchs Stavanger aber zu nennenswerter Größe heran. Seit den 70er Jahren sprudelt Eröl und wird vor Stavanger gefördert. Aus ehemals 2000 (1890) Einwohnern sind es nunmehr 150.000.

Bevor wir loszogen genossen wir nochmals einen schönen Morgenblick aus unserer Kabine, Norwegen ein Wintermärchen.

Mit einem Uber ging es zu, berühmten Sverd i Fjell, den Schwertern im Felsen. Ein tolles Bild bei Sonnenauf,- oder untergang….uns kam der späte Wintermorgen entgegen, top Licht, top Lage am Fjord…..Erinnerungen an Wikingerzeiten.

Schwerter im Berg ist ein Denkmal welches an die Schlacht am Hafrsfjord im Jahr 872 erinnert. Harald Schönhaar wurde erster König Norwegens, und ist ein Symbol für die damit erfolgte nationale Vereinigung Norwegens

Nachdem wir uns an der Fjordschönheit satt gesehen hatten, fuhren wir mit dem gleichen Uber wieder zurück in die Innenstadt und widmeten uns den weiteren Sehenswürdigkeiten.

Beginnen wir mit der Øvre Holmegate, bekammt für seine bunten Häuschen.

Der Valbergturm (Valbergtårnet) von 1850 bis 1853 unter dem Architekten Chr. Grosch erbaut und diente als Aussichtsturm für die Nachtwächter von Stavanger.

Weiter gings durch pittoreske Straßen, Gassen und nette Geschäfte.

Wir trennten uns am Hafen, 2/4 gingen aufs Schiff, 2/4 besuchten den Dom zu Stavanger.

Der Dom zu Stavanger ist aus dem 11 Jh. und damit die älteste Bischofskirche Norwegens. Bemerkenswert waren die Kanzel und das wunderschöne Glasfenster.

Weiter gings zum Breiavatnet, einem Dorfteich wenn man so will. Kindergartengruppen posierten für Fotos, gesamt Stavanger nutzte das schöne Wetter.

Hafenimpressionen:

Blieb an diesem sonnigen Wintertag nur noch eins- Gamle Stavanger, quasi der Blick aus dem Restaurant vom morgen, wir erinnern uns. Man fällt quasi vom Schiff in die Altstadt und mit großer Bestimmtheit wäre dies mein absolutes Highlight im Hochsommer, mit Blumen und fast mediterranem Flair.

Der Nachmittag war, neben der guten Aussicht, dem Geburtstagskind gewidmet.

Erst die Aussicht, es herrschte wohl Fön:

Und dann kam das Kaffeekränzchen im French Kiss:


Was wäre eine Geburtstagsparty ohne tolles Abendessen?! Bereits in 2024 hatten meine Mama und ich den Teppanyaki Grill inklusive Show kennengelernt und nun lud uns das Geburtstagskind wieder zu diesem besonderen Abend bei.

Nicht nur das Essen war sehr gut, auch die Mama wurde behuddelt….unser Hinwes, das wir doch ein Geburtstagskind in unserer Mitte haben, wurde belohnt.

Spät ging dieser wunderbare Tag zu Ende. Stavanger, wird bestimmt irgendwann nochmal besucht.

Norwegen 2025, II: Bergen

Geschüttelt, nicht gerührt….fasst wohl unsere zweite Nacht auf der Nova gut zusammen!

Wir hatten bei Windstärke 12, 6m hohen Wellen noch ganz gut geschlafen, meine Mama hatte die Nacht durchgewacht, mein Schwiegervater schlief innen, auf Deck 16 den Schlaf der Gerechten. Eine gute Nachricht gab es aber doch, Banane brauchte Niemand („schmeckt vorwärts wie rückwärts gleich“).

Wieder hatten wir mit der Wahl der Kabine Glück gehabt, wir schauten direkt auf Bergen.

Sonnenaufgang gegen 8:30 Uhr….

Mit Blick in die Innenstadt und auf die überpuderten Berge nahmen wir unser Frühstück ein, schwitzten uns durch die Verspätung des Landgangs…Schlechtwetter verhinderte norwegischen Bodenkontakt.

Doch irgendwann hatten wir es um 10:30 Uhr geschafft, Vällkomma till Norge !

Bergen, die regenreichste Stadt Europas, enttäuschte wettertechnisch nicht, vier Jahreszeiten, zum Teil im Minutentakt. Die Stadt gilt als Herz der Fjorde und wenn ich mehr Vertrauen in Wind, Wetter und November gehabt hätte, wäre sicherlich eine Bootstour drin gewesen. 

Mit über 200.000 Einwohnern kommt Bergen (fast) großstädtisch daher, hier kann man gut und gerne einige Tage verbringen und die Fjorde der Umgebung besuchen.

Wir nahmen einen Uber zur Bahnstation Fløibanen, regneten fast ein und fuhren dann doch recht zügig auf Bergens Hausberg. Oben angekommen, erfreute uns der erste Schnee der Saison 2025/26 inkl. grandiosem Talblick!

Neben den Blick auf Bergen, streichelten wir dem Troll das Näschen und fuhren gut gelaunt wieder ins Tal.

Ich setzte mich kurz ab und lief ein, zwei Querstraßen nach Gamla Brügge.

Bryggen war unser nächstes Ziel, es gab ein Käffchen und Plunderteilchen und einen intensiven Blick auf die Handelskontore.

Um 1340 eröffnete die Hanse ein Büro und gab nicht nur dem Viertel sondern letztendlich der Stadt ihren Namen. Heute sind die meisten Häuser restauriert und laden zum Verweilen ein.

Seit 1979 ist Bryggen Unseco Weltkulturerbe.

Wir schlenderten zum Fischmarkt, bewunderten Auslage und Preise.

Der Blick vom Fischmarkt auf Bryggen ist allerdings sensationell.

Rund 1,5 Kilometer waren es zurück zum Schiff und mutig nahmen wir Vier den kleinen Marsch auf uns.

Wie immer sieht man am Meisten wenn man läuft, anbei deshalb ein paar Hinguckerchen aus dem Schlendrian zurück zum Schiff.

Ziemlich ermattet luden wir am Nachmittag zur Siesta ein, gönnten uns zum Abendessen erneut das Oceans und bewunderten des nächtens die grüne Lady im Gewand.

Für alle Lesenden, die Tage sind extrem kurz, bereits zw. 15:00-16:00 Uhr geht die Sonne unter, hell wird es erst kurz vor 9:00 Uhr. Demzufolge verblieb auch viel Zeit auf dem Schiff, die wir nutzten.

Die Polarlichtbilder sind Alle des nächtens, zw. 3:00-4:00 entstanden. Achtung, da das Schiff sich bewegt, geht nur Handy mit anschließender heftiger Bearbeitung. Grundregel: Wolke bleibt grau, Polarlicht verfärbt sich auch bei Kp2/3 noch in grün…..mehr ist vom Schiff kaum drin, zumal im Süden die Lichter nur am Horizont erscheinen und nicht über den Köpfen.

Norwegen 2025, I: Berlin- Hamburg- Bergen

Es war soweit, wieder aufs Schiff….zur dunklen Jahreszeit.

Passend zum Monat November hatte sich der erste Schnee angekündigt, der allerdings im Flixbus, auf dem Weg nach Hamburg ziemlich ekliger Regen war! Im Fieselpiesel liefen wir zum Hotel und schnell war klar. wenn Fischbrötchen dann Uber.

Hotelzimmer im Ibus Budget, siehe hier: https://allcontinentsinonelife.com/westeuropa-2024-i-hamburg-nova/

Brücke 10 war unser Ziel, seit 2016 immer unsere Bank für Matjes und Co. Leider hatte es sich so richtig eingeregnet, so das wir von den Landungsbrücken und auch sonst von der Perle nicht viel sahen.

Nach zwei Matjesbrötchen, Cola und Astra gings per Uber zurück und tatsächlich fast umgehend in die Heia….um 21:00 Uhr Zapfenstreich, juchuuuuuuu Urlaub.

Der nächste Morgen. immer noch „November rain“ doch anders als bei Guns n‘d roses gute Laune und Vorfreude. Wieder Uber, 9:30 begrüßte uns Steinwerder und erstaunlich viele Menschen umwuselten bereits den Terminal. Nichtsdestotrotz 10:05 Uhr und wir grinsten in die Kamera….kann losgehen.

Unsere Kabine war schon fertig, wir schmissen alle Taschen bei uns rein und schauten das Sicherheitsvideo gemeinsam. Kabine original wie 2024, dieses Mal Ausblick auf Hamburg.

Die anderen zwei Kabinen sehen so aus:

Gegen 11:00 Uhr gabs Frühstück, zünftig Lachs und im Anschluss Softcocktails via Flat.

Den Nachmittag vertrieben wir uns mit der Schwimmweste, nen Schiffsrundgang und ankommen, einfach nur ankommen.

Das Highlight des Frühnachmittag:

Ein erstes Mittagessen ließen wir uns nicht nehmen, üppig im Yachtclub.

Der Nachmittag ist eine Geschichte aus Softcocktails an der Nova Bar und ein wenig relaxen auf der Kabine.

Ein nennenenswertes Highlight war das Auslaufen unseres Schiffes, leider in Sturm und Regen. Oh wie gut, dass wir einen Balkon haben.

Und dann ließ sich Madame Aurora auch noch kurz blicken….unfassbar,!

Wir hatten für alle Tage an Bord eine Restaurantreservierung und bereits am ersten Abend verwöhnte uns das Oceans….keine Angst, die Teller zeigen eine Auswahl von vier Fressern, zuviel war es aber alle Male

Wir wurden an diesem ersten Abend nicht alt. Vollgefressen, mit Blubberbrausenplautze zog es Vier von Vier schnell ins Bett….Drei auf Deck 11 Backboad, Einer Deck 16 innen…

Wettervorhersage für den Seetag, stürmisch und regnerisch….

Ein spektakulärer Sonnenaufgang, ein vertrödelteter Vormittag inkl. Shopping und Kaninchen auf Deck 8, brav Sandra.

Hier noch ein paar Schiffsimpressionen und von unserem feudalen Abendessen im French Kiss.

Estland 2025, Tallinn II

Vorbei war es mit der wetterlichen Herrlichkeit. Regnerisch, grau, kalt und vor Allem windig brachte nicht nur neue Mützen, nein auch Handschuhe in unseren Besitz.

Bemerke, Estland im Oktober ist off season….ganz dolle, wenn auch auch noch voll mit Touris.

Wir starteten mit dem Rotermannviertel, neu aufgebaute alte Hafengegend, Fabrikgelände und jetzt chic, trendy, hip….nen bissel leblos an einem Sonntag im Oktober.

Nachdem uns Kaufwilligen Bershka neue Mützen angedreht hatte, waren wir bereit für eine besondere sowjetische Scheußlichkeit. Ein Lost place der anderen Art, eine Veranstaltungshalle, erbaut zu den olympischen Spielen…Betongnatz der anderen Art. Seit 2009 verfällt die zum Meer hin laufende Halle, unterirdisch fanden die Veranstaltungen statt, erinnert irgendwie an ein militärisches Gebäude, allerdings mit tollem Blick vom Dach.

Wir liefen vom Dach der Halle Richtung Fischmarkt, bewunderten den Wumms aus der Ferne sowie das alte Gefängnis, wo auch gerne politische Gefangene ihr Dasein fristen durften.

Protea Gefängnis:

Unser Ziel, das Maritimuseum in der alten Wasserflugzeughalle, mit Exponaten for free ( außen) und einem heißen Kaffee ( drinnen).

Weiter gins im Sturm, Nieselregen und sonstigen Nettigkeiten. Unser Fernziel Kalamaja, nette Holzhäuser, Arbeiterviertel.
Erstmal aber galt es die Neubauten am Wasser zu bewundern.

Badeiglus, Saunen und andere Sommernettigkeiten erinnerten uns daran, das Tallinn im Hochsommer bestimmt eine tolle Sache sind. Jetzt blieb nur nackte Arichtektur.

Kalamaja gab einen etwas anderen Einblick auf Tallinn, besonders gut gefiel uns die Umwidmung alter Industrieanlagen und sicherlich die Tomatensuppe mit Scampis.

Selbstgestrickte Handschuhe fanden wen Weg in unseren Besitz, die Markthalle am Bahnhof wurde auch noch von uns gewürdigt und ein langer Tag ging schlussendlich mit einem durchwachsenen estnischen Essen zu Ende.

Der Abreisetag war zweigeteilt, vormittags besuchten wir Kadriorg, unseren Wohnort,sicherlich eher ein Vorort von Tallin. Geprägt von alten, mal schöneren, mals nicht so schönen Exemplaren der estnischen Holzarchitektur.

Unter Zar Peter I eroberte Russland Estland 1710. Kadriorg, auf deutsch Katharinental, wurde als Standort für das gleichnamige Schloss gewählt, Der Architekt Nicola Michetti gelangte später mit dem Bau des Peterhofes in St. Peterburg Berühmtheit.

Kadriorg war immer eine Gegend der Arbeiter und Russen, die sich dort angesiedelt hatten. Heute wohnen besser betuchte Tallinner in dem malerischen Vorort rund um Schloss und Park.

Gegen 15:00 Unr ging unser erstes Erstlandabenteuer zu Ende, Ryanair brachte uns mit einiger Verspätung ins weitaus mildere Berlin.

Estland, komme wieder!