Bosnien & Herzegowina 2026: Jajce & Mlinčići

Roadtrip nach Albanien Tag 3!

Wir genossen das Frühstücksbuffet im B&B Orel, fuhren bei sonnigem Wetter wieder durch die Fussgängerzone uns wähnten uns auf der Gewinnerseite…8:20 Uhr, 386km….was soll schon groß passieren!

Durch Slowenien passierte erstmal nichts, die Autobahn war ok, leider krochen wir zwi 60-80km/h zwischen den Baustellen hindurch. Die Grenze nach Kroatoen, unspektakulär….Schengen lässt grußen.

Das wir uns im untouristischen Teil von Kroatien aufnielten, wurde uns schnell klar….die Autobahn eher murks, EU Gelder werden nicht zwischen Zahreb und Osiek „verschwendet“. Gegen 11:30 Uhr näherten wir uns der bosnischen Grenze, wir waren drei Stunden im Auto und hatten noch fast 140km und zwei Stunden Fahrt vor uns.

Kurz vor dem Niemansland erzeugten Ruinen und Ruinen mit Tarnfleckbemalung ein dumpfes und ungutes Gefühl der Erinnerung an die dunkelsten Jahre im Balkan. Für uns ist der Krieg mittlerweile weit weg, hier immer noch mehr als präsent.

Der Grenzübergang war voll, sehr voll und vor Allem auf der Einreiseseite nach Kroatien sah man Szenen, die wir für unseren Geschmack nicht benötigen. Da wurden Taschen durchwühlt, Koffer geöffnet, Busse durchkramt, ganze Wohnwagen ausgeräumt…widerlich.

Nach rd 20 Minuten hatten wir es geschafft und waren in BIH. Die Wetterneigung für die nächsten Tage versprach nichts Gutes, so dass wir eigentlich nur schnell nach Jajce wollten und (mal wieder) Powersightseeing in Angriff nehmen wollten….doch nichts da! Die Autobahn NACH Banja Luca war zwar toll, doch Banja Luca war verstopft, Umgehung ausgeschlossen.

Screenshot

Hinter Banja Luka begann das wilde Bosnien und wir immer am Fluss Vrbas entlang.


Immerhin das Wetter hielt und als sich Fluss Vrbas auf Fluss Pliva traf, bogen wir in die Königsstadt Jajce mit dem weltberühmten Wasserfall ab. Booking hatte am Ende noch einen schlechten Scherz für uns parat, statt vor Lola‘s House standen wir aufeinmal in den Bergen in einer Sackgasse. Kurz vor 15:00 Uhr waren wir dann aber doch am richtigen Platz und bezogen unser karges Zimmerlein. Lola hat eben nur drei bosnische Sterne, dafür herzigste Gastgeber.

Wir machten uns frisch und zogen wieder von dannen, das Wetter hielt, der weltberühmte Wasserfall lockte. Aus dem www hatte ich in Erfahrung gebracht, wo der „secret fotospot“ versteckt, im Wald liegt. Quasi der Blick AUF den Fall mit Stadt und Burg im Hintergrund…..

Vorher bewunderten wir aber den Panoramablick auf Jajce, mittlerweile wieder recht schön aufgebaut.

Was dann vor unseren Augen auftauchte lässt sich am Besten mit typisches Bild aus einem Chinarestaurant beschreiben, Leute hier ist nichts bearbeitet….es sah so kitschig schön aus:

Vor dem Wasserfall ist vor dem Wasserfall und der Mühlen von Mlinčići.

Wir fuhren die sechs Kilometer Richtung Plivasee und bewunderten die pittoresken Wassermühlen.

Die zwanzig Wassermühlen sind zw. dem 16 Jh.-19 Jh. entstanden, Getreide und Mais wurde von den örtlichen Bewohnern zum mahlen gebracht. Heute sind sie nicht mehr im Gebrauch, werden aber als nationales Erbe denkmalgeschützt.

Auch hier wieder kitschiges grün, ein unwilliger Parkwächter ( wir hatten keine KM im Kleinformat in der Geldbörse) und eine willkommene Lücke zwischen zwei Touribusse. Ich hätte noch Vergleichsfotos schießen sollen.

Wir drehten noch eine Runde am See und fuhren über Schleichwege wieder nach Jahce.

Wir waren mit dem Wasserfall noch nicht fertig. Unterhalb der Hauptkaskade erwartete uns das feuchte Vergnügen der Hauptplattform. Schnell wurde € in KM (1,995583…wir erinnern uns) getauscht und der Parkplatz am Eingang zur Altstadt bezahlt. Wir liefen zur Hauptkaskade, genossen den Spray und eroberten die Altstadt, leider nur zu Hweit, Emily konnte sich im Restaurant nicht benehmen und musste im Kennel auf uns warten.

2016 hatten uns die Chevapi in Mostar nicht überzeugt, 2026 in Jajce zog der Chevapčići Liebhaber ein klares Votum, saulecker! Ich hielt mich am Račnićki fest, eine gute Wahl.

Unser feudales Abendessen kam 20€, der Einkauf im Hypermarkt Bingo 10€….Bosnien ein Reiseparadies.

Wir ließen den ersten Abend ausklingen und krochen unter warme Decken…

Der zweite Morgen in Bosnien begann, wie Apple und accuweather bereits vorhergesagt hatten, strömender Regen! Zeit für ein wenig Geschichte. Mich interessierte der Bosnienkrieg einmal mehr, auch die Situation in Jajce, die katastrophal 1992-1995 war. Die Stadt war ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Banja Luca und Sarajevo, durch die Festung gut einsehbar ins Tal und leider folgten schwere Kämpfel im Talkessel. Über 30.000 Menschen flohen, 1995 verließen die Serben die Stadt. Jajce wurde am Ende durch die Kroaten befreit. Zu. Bosnienkrieg:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bosnienkrieg

Zur Geschichte Jajces hat Wikipedia auch Einiges parat, wer wußte, das die Republik Jugoslawien in dieser Stdt gegründet wurde? https://de.wikipedia.org/wiki/Jajce

Wir hatten bereits am Vortag unser Frühstück in heimatlichen Gefilden vereinbart und so stand dieses bereits auf der Terasse unserer Hausherrin bereit. Echte bosnische Wirtschaft, Emily eroberte das Haus, den Fressnapf von Bubi und das gleich mehrmals….was am Ende eine ausgewaschene Magenverstimmung mit sich brachte, inklusive alle Begleiterscheinungen, ach Emily.

Unser Frühstück war üppig und viel zu viel, wir tratschten mit unseren Gastgebern auf englisch, deutsch, französisch und der erste Sliwowitz rann um 9:20 Uhr durch unsere Kehle. Die Geschichte der Familie war interessant, er desertierte 1992 und ging nach Frankreich, sie kam aus Zagreb. Beide in zweiter Ehe verheiratet. Soweit es die sprachlichen Barrieren zuließen erfuhren wir noch Einiges aus der dunklen Zeit, es muss schrecklich gewesen sein.

Schon mal etwas von der Republik Srpska gehört, dann bitte hier lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Republika_Srpska

Wir hatten uns beim Grenzübertritt bereits gewundert, warum überall Flaggen hingen, die nichts mit der bosnischenzu tun hatten….

Wir kamen an diesem regnerischen Boxenstop aus dem Staunen kaum heraus.

Den Tag vertrödelten wir auf dem Zimmer, es regnete tatsächlich durch. Emily pflegte den wehen Magen, Tante Lolas Frühstück war zu üppig.

Zum Abendessen trauten wir uns raus, es regnete zu dem Zeitpunkt bereits über 12 Stunden ohne Pause.

Unspektakulär ging unserer zweiter Bosnienaufenthalt zu Ende.

Zu guter Letzt noch der Verweis auf 2016, die Tips hauen auch zehn Jahre später (fast) noch hin. Die Lust aufs Land ist aber mittlerweile doch mehr geweckt: https://allcontinentsinonelife.com/bosnien-herzegowina/

Slowenien 2026: Maribor

Roadatrip nach Albanien: Tag Zwei

Wir verließen Budweis gegen 9:20 Uhr und fuhren gen Österreich und Slowenien. Es schüttete in Strömen. der verlassene Alpengrenzübergang veranlasste zum Staunen, es folgten vier nervige Stunden durch Bella Austria, ehe es hieß: Willkommen im Balkan.

2018 waren wir schon mal in Slowenien, für Maribor oder auch Marburg an der Drau, blieb keine Zeit.

Dieses Mal hatten wir die Stadt an der Drau bewusst gewählt, leider ließ der Wettergott zu wünschen übrig und so blieb es beim Powersightseeing zw. hässlichen Schauern mit starkem Regen.

Die Stadt Maribor ist die zweitgrößte Stadt in Slowenien und nahm den Namen erst 1830, mit zunehmemder Identitätsfindung der Slowenen an. Vorher war der Name Marburg gebräuchlicher, auch hier liegt eine lange Geschichte von Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen, Österreich, KuK, Slowenien, Deutsches Reich, Jugoslawien und Unabhängigkeit zugrunde.

Trotz slowenischer Namensgebung blieb der offizielle Name dennoch weiterhin Marburg und erst das Ende des ersten Weltkriegs besiegelte des Schicksal des deutschen Namens. Heute leben 118.000 Menschen in der Stadt, 2000 war Maribor Hauptstadt der Alpenregion.

Wir machten unsere ersten Erfahrungen mit der Stadt bereits bei der Anfahrt zum Hotel, welches mitten in der Alstadt, in einer FUSSGÄNGERZONE liegt. Wir erfreuten und am Pollercode, einmal mit Erlaubnis dort fahren, wo Nieman fahren darf.

Ansonsten B&B Orel, quadratisch, praktisch gut.

Nach einem kurzen Boxenstop, kritischer Beobachtung des Wetter, bewaffnet mit Regenschirm und Regenjacke gings los….zunächst das Schloss, mitten in der Altatadt.

Franziskaner Kirche, Basilika der Mutter der Barmherzigkeit.

Hauptplatz Glawny Trg:

Block auf das Viertel Lent, direkt an der Drau.

Über die Fussgängerbrücke gingen wir wieder zurück in die Innenstadt und wurden patschenass.

Als wir endlich in einem Café saßen, klarte es wieder auf….und das lag nicht nur am dem leckeren Kuchen.

Wir reservierten einen Tisch in einer Instituion der Stadt:


Den späten Nachmittag trockneten wir durch und ließen uns um 18:30 Uhr vom Baščaršija überraschen:

Wir ließen Maribor, Marienburg sein…die älteste Weinrebe wird ohne uns älter und auch einen Blick in Dom und Basilika verkniffen wir uns.

Als Stop auf Durchreise ist Marinor wärmstens zu empfehlen, Slowenien enttäuscht nie, siehe auch 2018.

Tschechien 2026: České Budějovice (Budweis)

Ein Roadtrip nach Albanien, am Ende eine Balkanrundreise…..leider mit Schlechtwetterneigung: Tag Eins

Egal, gut gelaunt stiegen wir am Mittwoch vor Himmelfahrt ins Auto und begaben wir uns auf die erste Etappe nach Tschechien, in die Bierstadt Budweis, České Budějovice auf tschechisch. Bleibt bereits hier schon festzuhalten, die amerikanische Plörre gleichen Namens hat nichts, aber auch gar nichts mit der Stadt, Herkunft und Ähnlichem gemeinsam.

Ein kurzer Abriss zur Stadt: České Budějovice ist Kreisstadt der südböhmischen Region, mit ca. 95 000 Einwohner. Die Stadt wurde im Jahre 1265 durch den tschechischen König Přemysl Otakar II. gegründet. Budweis ist ein wichtiges wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum fûr die gesamte Region.

Das historische Rathausgebäude befindet sich auf dem Hauptplatz welcher nach Přemysl Otakar II benannt wurde. Die Stadt ist berühmt durch die Brauerei Budweiser Budvar, gleichzeitig ist sie aber auch Universitätsstadt mit rd.9000 Studeten.

Die Fahrt war recht kurzweilig, von größerem Staus blieben wir verschont, lediglich um Prag herum
Die Fahrt war recht kurzweilig, von größerem Staus blieben wir verschont, lediglich um Prag herum standen wir nutzlos im Auto herum 😉.

Gegen 14:25 Uhr hatten wir es geschafft, wir checkten im Hotel Klika ein, eine klare Empfehlung.

Danach ging es hurtig zur Brauerei Budweiser Budwar und wir hatten Glück, Tickets für die 16:00 Uhr Runde!

https://www.budejovickybudvar.cz/de/brauerei


Bis 16:00 Uhr spazierten wir mit Emily eine Runde, verfrachteten das schimpfende Hundemädel wieder ins Auto und genossen einen herzigen Führer und eine supertolle Führung durch die Brauerei.

Ich verlinke zur Geschichte der Brauerei, auf der sehr ansehnlichen Webseite: https://www.budejovickybudvar.cz/de/brauerei/geschichte

Hier ein paar Impressionen aus der Welt des Bierbrauens. Übrigens wird dieses Bier NUR in dieser Fabrik gebraut, da hier die Wasserquelle liegt…also kein Lizensbetrieb irgendwo auf dieser Welt!

Nach dem Bier ist vor dem Bier. Auf der Seite der Stadt wurden die „Fleischbänke“ Masne Kamy, also das alte Schlachtshaus empfohlen. Wir hatten vor dem Besuch der Brauerei schnelle eine Rezervierung gemacht und freuten uns auf Bier aus der eigenen Brauerei und zünftige tschechische Küche und wurden nicht enttäuscht.

https://www.masne-kramy.cz/de#home

Da Budweis nicht vollständig wäre,wenn man nicht wenigstens auch die sehr hübsche Innenstadt zu Wort und Bild kommen lassen würde, versteht sich von selbst.

Erwähnenswert sind der Samsonbrunnen, das Rathaus und der schwarze Turm. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und steht seit 1992 unter Denkmalschutz. Böhmen gehörte zum Heiligen römischen Reich deutscher Nation und war bis ins 20 Jh. eher deutsch geprägt.

Mit ein paar weniger touristischen Bildchen lasse ich Budweis ausklingen, schön mal in Tschechien gewesen zu sein, schnell kamen Gedanken für einen Urlaub auf, mal schauen ob wir das realisieren.

Polen 2026, II: Krakau und Wieliczka

Auch die zweite Nacht brachte temperaturenmäßig keine Erleichterung, ich verkniff mir den Kontakt zur Unterkunft und verschob dieses Problem auf Berlin.

Dort beschäftigen wir uns enmal mehr mit Helena Rubinstein und dem Viertel an sich. Hier kommt ein Auszug aus Krakow visit:

Hier sind die wichtigsten Aspekte von Kazimierz:

  • Historische Bedeutung: Gegründet 1335 von König Kasimir dem Großen, war es lange Zeit ein Zentrum des Zusammenlebens von Christen und Juden. Im späten 15. Jahrhundert entstand das „Oppidum Iudaeorum“, eine autonome jüdische Stadt.
  • Jüdisches Erbe: Kazimierz ist weltbekannt für seine Synagogen (z.B. Alte Synagoge, Remuh-Synagoge), den alten jüdischen Friedhof und das historische jüdische Viertel.
  • Zweiter Weltkrieg: Die jüdische Bevölkerung wurde während des Holocausts fast vollständig ausgelöscht. Die Gegend um den Plac Nowy und die Szeroka-Straße ist das Herzstück des Viertels.
  • Tourismus & Kultur: Heute ist Kazimierz ein pulsierendes Viertel, bekannt für das Krakauer Festival für jüdische Kultur, zahlreiche Restaurants, Galerien und ein ausgeprägtes Nachtleben

Neben ausreichendem Sightseeing genossen wir auch ein kosheres Frühstück im Outside, klare Empfehlung.

Hier ein paar Impressionen aus dem Viertel:

Wir liefen durchs Viertel, entdeckten Industriestandorte, die restauriert wurden und künsterlisch sowie kulinarisch genutzt werden.

Auch Kirchen kann man im jüdischen Viertel bewundern, hier die Corpus Christi Kathedrale, eine Scheußlichkeit an Geschmacklosigkeit.

Besser gefiel mir dann doch der Waweldrache am Fluss, quasi der Babydrache zum großen unterhalb des Wawelberges.

Relativ früh machten wir uns auf den Weg nach Wieliczka, Uber versetzte uns, ich wurde Opfer des unbeabsichtigten Schwarzfahrens. Es gibt nur 15 Minuten Tickets, der Bus war übervoll, kein Herankommen am Automaten, nach 17 Minuten wurde ich vom Controletti, eine Station vor Wieliczka hopps genommen. Diese Herrschaften machen das vermutlich in Serie, immer an den Wochenenden, immer eine Station vor dem Salbergwerk….kein schöner Zug liebe Polen. Sei es drum, ich war um 50€ erleichtert und konnte mich ausreichend ärgern.

Kommen wir zum Salzbergwerk: https://www.salzbergwerkwieliczka.de/einzelbesucher/uber-die-salzmine?zag=06&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=%5B06%20Zagranica%5D%20-%20DE%20AU%20SWISS%20-%20Search%20-%20Sprzedaż&utm_id=10371931816&gad_source=1&gad_campaignid=10371931816&gbraid=0AAAAADq-3ww_7yNhPiSPO6GZ-xJEYwWkD&gclid=EAIaIQobChMI3KOkhuyalAMVKpGDBx2ljxS3EAAYASAAEgJeNfD_BwE

Um in die Stollen und Kammerm zu gelangen, muss mam rund 800Stufen insgesamt bewältigen, die gesamte Strecke beträgt 3,5 Kilometer. Die einzelnen Kammern haben Themen erhalten und sind mit sehenswerten Salzskulpturen oder auch Hinweisen zum Abbau des Weißen Goldes versehen. Das Highlight ist die große Kathedrale, wo auch sonntags noch Messen abgehalten werden. Die Bilder hier sind hier nicht chronologisch der Laufroute angeordnet.

Wieliczka ist ein lohnenswertes Ziel, eine gewissen Fitness sollte man aber dennoch mitbringen. Meine Mama ließ sich von Karin und einem entzückenden Wiener helfen, ein echter Held.

Als wir wieder Tageslicht sahen, war davon nicht mehr viel übrig!

Wir organierten uns unter erschwerten Bedingungen eine Pizza und ließen uns per Uber zurück zur immer noch heißen Unterkunft fahren.

Am nächsten Morgen verließ ich die beiden Damen und fuhr überpünktlich von Krakau bis Berlin. Schön, mal wieder in der Stadt gewesen zu sein.

l

Polen 2026: Krakau I

Einmal im Jahr nach Polen ist Pflicht! Zumindest bei uns und dieses Mal ging es wieder ins schöne Krakau, nicht mit dem Flieger wie 2013, sondern mit dem Zug.

Wer nebenbei auch nochmal wissen möchte, wie es 2013 so war, schaut bitte hier: https://allcontinentsinonelife.com/polen-2013-krakau-und-auschwitz/


Der Zug war eine Herausforderung für sich, wobei nicht die Buchung als Solches, sondern die Sitzplätze. Während mein Ticket glatt durchging, war das von Mama und Karin von Anfang an harte Arbeit. Auf der Anreise hatten wir Alle einen Platz, mein Sitz für die Rückreise passte auch. Die beiden Ladies reisten allerdings drei Tage später als ich nach Berlin und hatten zwar Sitzplätze ab Rzepin, Stehplätze 😳 von Krakau zum Umsteiger. Eine liebe Kollegin und ich wollten diesen Umstand korrigieren, die polnische Webseite ohne durchgängige englische Anpassung eine absolute Frechheit anno 2026.

Mit gutem Glauben und Tickets sowie Sitzplatzreservierunge für alle Strecken machen wir uns Mitte April, bei frühlingshaftem Wetter auch nach Mähren. Die Zugfahrt war unspektakulär und mit ein wenig Verspätung erreichten wir Krakau.

Die ersten polnischen Uber Erfahrungen machten wir ebenfalls und zack, standen wir neben Zugtrasse und Straßenbahn vor unserem Haus.

Die Wohnung im zweiten Stock war recht hübsch, zweckmäßig eingerichtet und vielzu warm! 30 Grad +x erwarteten uns, schnell wurden alle Heizkörper heruntergedreht, der erste Spaziergang erwartete uns.

Es wohnten in Kazimierz, dem jüdischen Viertel und nahmen die ersten Impressionen aus dem alten Krakau auf. Vieles erkannte ich wieder.

Hier nochmal die Eckdaten zum Viertel: Das kreative Kazimierz ist Krakaus historisches jüdisches Viertel. Heute gibt es hier eine Mischung aus unabhängigen Galerien, ausgefallenen Geschäften, Vintage-Modeläden und Bars, die von trendigen Cocktaillounges bis zu Kneipen im Shabby-Chic-Stil reichen. Zu den vielen Synagogen in der Szeroka-Straße zählt die Alte Synagoge aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem nahe gelegenen Remuh-Friedhof wurde eine Wand aus Grabsteinen erbaut, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Das Galicia Jewish Museum ist der örtlichen jüdischen Kultur gewidmet.

Die alte Synagoge:

Wir wandelten auf den Spuren von Helena Rubinstein, die hier in Kazimierz ihre Anfänge als Kosmetikheroin hatte.

Mittelmäßig gingen wir an diesem ersten Abend essen, das Highlight, wir saßen draußen.

Zurück in der Wohnung wurden wir weiterhin von der Hitze Thahitis erschlagen, meine Korrespondenz mit der Hausverwaltung ergab, Techniker kommt am nä. Morgen um 8:00 Uhr!
Also schoben wir die Betten weg vom Heizkörper und hauten uns bei 30 Grad ins Bett. Die Fenster konnten, aufgrund von Zugtrasse und Straßenbahn nicht offen bleiben.

Der nächste Morgen began tropisch, mit Kopfschmerzen und einem schüchternem polnischen Handwerker, der Sicherungen aus stellte, ein wenig an den Heizkörpern herumfummelte, mir für den Fall der Fälle einen Radiator zeigte und verschwand. Mit einem inneren toi, toi, toi machten wir uns auf und liefen Richtung RynekGlowny und Tuchhallen, glatte 1,1 km vor 9:00,Uhr.

Mit einem ersten Blick in die Kathdrale verabschiedeten wir uns zunächst vom Rynek und liefen zu einer berühmten Milchbar, leider mit Nieselregen.

Das Tomasza ist sehr bekannt, stylisch und nur noch in Ansätzen eine Milchbar im alten Stil. Unser Frühstück war klasse, das Ding überfüllt, dennoch absolute Empfehlung.

Nach unserem Feudalmahl schlenderten wir wieder zum Rynek, bewunderten die jetzt belebten Tuchhallen und erkundeten den unterirdischen Markt. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Der „unterirdische Markt“ in Krakau ist eigentlich das hochmoderne Museum Rynek Underground (polnisch: Rynek Podziemny), das sich etwa vier Meter unter dem Hauptmarkt befindet. Es zeigt auf rund 4.000 bis 6.000 Quadratmetern die archäologischen Ausgrabungen mittelalterlicher Marktstände, gepflasterter Straßen und Gebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.

  • Mittelalterliche Funde: Man läuft über gläserne Rampen über originale Pflasterstraßen und Fundamente von Häusern und Werkstätten.
  • Interaktive Technik: Hologramme, Nebelmaschinen und Bildschirme rekonstruieren die Atmosphäre des Marktplatzes vor 700 Jahren.
  • Vampir-Bestattungen: Ein Teil der Ausstellung zeigt Skelette aus dem 11. Jahrhundert, die nach mittelalterlichem Aberglauben so bestattet wurden, dass sie nicht als „Vampire“ zurückkehren konnten

So sah es um die Jahrtausendwende in Krakau aus, massive Ausgrabungen:

Alte Straßenzüge:

Marktstände:

Flächenbrand:

Friedhof, inkl. echter Skelette:

Tief beeindruckt bewegten wir uns durch die unterirdische Welt, verlagerten danach aber unsere Geschäftigkeit in die Jetztzeit.

Rathausturm:

Ein kurzer Ausruhestop in der kleinen Kapelle aus dem 11. Jh., den Namen gab google nicht preis…..

Mit einem erneuten Abstecher in einer der Milchbars, zog es uns durch die belebte und beliebte Einkaufsstraße Richtung Wawel.

An der St. Peter u. St. Paul Kirche liefen wir, wie in 2013 nur vorbei, Ziel war die Burg auf dem gleichnamigen Wawelberg.

Da Mama und Karin in den nächsten Tagen nochmal zu, Wawel wollten, beließen wir es bei der Außenbesichtigung.

Wir liefen tapfer zurück in die Unterkunft, begrüßten gottergeben die 30 Grad, riefen erneut, über booking.com einen Techniker herbei, der wiederum 2 Sicherungen mehr ausdrehte und uns verriet, dass die Speicherheizungen Tage benötigen, um nerunterzukühlen. Ein echtes Ärgernis!

Nach einer „Saunapause“ ging es per Uber wieder zum Wawel, auf ins Pod Wawelem…2013 geliebt und auch 2026 als top empfunden.

m

Mit zwei Nachtbilder vom und um den Wawel beschließe ich den zweiten Abend in Krakau. Festzuhalten bleibt, wieder stand uns eine viel zu heiße Nacht bevor, die Speicherheizungen waren nicht ein „Müh“ kühler.

Wawelschloss: