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Wir freuten uns wie dolle, unsere Eschweiler im August 2024 zu besuchen. Tief saß immer noch der Schreck des Herzinfarktes an Bord der Perla, happy über die umfassende Genesung vom Heinz machte die Widersehensfreude noch größer.
Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den langen Weg Richtung Aachen, gut kamen wir durch, Bouletten versüßen uns die Fahrt, der olle Regen unterwegs überbrückten wir bravourös.
In Eschweiler verfuhren wir uns nochmal und standen am falschen Emde der Straße, Durchfahrt verboten. Das Wiedersehen war groß, wir verplauderten den späten Abend und fielen ins Bett. Die Aidafamilie war, mit Erweiterung ( Oliver u.Emily) wieder vereint.
Der nächste Tag stand im Zeichen von Aachen, die bildschöne Domstadt, bekannt durch seine Aachener Printen.
Das Auto landete im Parkhaus und wir starteten einen lockeren Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Aachen ist übrigens staatlich anerkannte Kurstadt und kann sogar auf Ruinen aus der Römerzeit zurückschauen. Man geht davon aus, dass das lateinische Wort Aqua der Namensgebung zugrunde lag.
Neben Heilwasser hat Aachen auch einen Kurpark mit nettem Blick auf die Innenstadt.
Die Aachener Pfalz war für Karl dem Großen von besonderer Bedeutung, so dass er hier auch beerdigt wurde. Als Folge dessen wurde die Stadt spätee Reichstadt und 600 Jahre lang der Krönungsort von immerhin 31 römisch- deutschen Königen.
Das Wahrzeichen von Aachen ist neben der berühmten Printen natürlich der Dom. Dieser wurde, mit dem Domschatz im Jahr 1978 erstes Weltkulturerbe der Unescon in Deutschland.
Grundsteinlegung des Gotteshauses war 795, Weihung 1802. Mehrere Umbauten um das Oktogon, der karolingischen Kurkapelle wurden vorgenommen. Mich hat der Dom überraschenderweise sehr beeindruckt, insbesondere die byzantinischen und mediterranen Einflüsse machen das Ensemble zu etwas ganz Besonderen.
Das die Altstadt rund um die Kathedrale natürlich auch bildschön ist, muss ich wohl kaum erwähnen?
Printen kamen natürlich auch nicht zu kurz:
Süßmäuler unter sich:
Als Letztes bewunderten wir die Ecke „rund ums Rathaus“ wo das Leben tobte.
Das Rathaus beherbergt den Krönungssaal in dem seit 1950 der internationale Karlspreis vergeben wird. Das gesamte Rathaus ist ein mehr als imposantes Gebäude.
Auch der zweite Tag unseres Adventswochenende ist , zumindest bzgl. des Vormittagsprogramm schnell erzählt: Frühstück und Besuch im Krankenhaus.
Im Anschluss ging es in die Eifel, genauer gesagt ins bezaubernde Monschau.
Monschau hieß bis 1918 Montjoie und wurde durch den Kaiser Wilhelm eingedeutscht, die belgische Grenze ist nicht weit. Die mittelalterliche Altstadt im Kessel des Flusses Rur ist für sein Fachwerk, den engen Straßen, tuffigen Hotels UND einem der schönsten Weihnachtsmärkte bekannt.
Die Burg Monschau wurde von den Limburger Erbischhöfen im 13.Jh. errichtet, heute befindet sich eine Jugendherberge im Gemäuer und ein Theater verwöhnt in den Sommermonaten.
Wir parkten außerhalb des Nestes auf einen P+R und fuhren für 6€ return mit dem Shuttelebus zum Eingang der Altstadt.
Von dort zog es uns erstmal zur Aussicht, da es bereits nach 15:00 Uhr war und das Tageslicht zur Neige ging.
Wir waren zufrieden, das es so mild war, bei Schnee und Eis ware der Weg lebensgefährlich.
Der Blick aufs Puppige Nest begeisterte und machte den Kopf für das Weihnachtsmarktgetümmel frei…..relaxt durch die Menschenmassen aus F, NL, B und D.
Wir schlenderten durch die engen Straßen und hatten das Gefühl von Ort und Zeit verloren. Die Hotels alle tuffig, 160€ pro Nacht mit Klo auf dem Gang. Man wähnte förmlich Conny Froboes, Peter Alexander und Lilo Pulver in den Hauptrollen.
Wir erhoppten Monschauer Senf, einen leckeren Pflaumen- Zimt Likör, Weihnachtssüßkram und aßen ( mal wieder) eine Bratwurst.
Mit beginnender Dunkelheit machten wir uns wieder auf dem Weg nach Eschweiler, hier noch ein paar Impressionen
Wir waren uns einig, mehr Atmosphäre versprüht Monschau noch bei Tageslicht, weil die Häuser einfach bildschön sind. Zurück gings mit dem Shuttlebus
Zufrieden mit unserem Tag verbrachten wir den Abend in Eschweiler, bei Kölsch, Sekt und Pizza. Gegen 22:30 fielen wir in unserem BP ins kuschelige Bettchen.
Kurz vor Jahresschluss besuchten wir unsere lieben Eschweiler, die wir auf unserer Transreise 2024 kennengelernt hatten. Wiedersehen und Weihnachtsmarkt, die zwei „Ws“ bestimmten die drei Tage am 4. Adventswochenende.
Nach Auschlafen, langem Frühstück und Krankenhausbesuch bei Simone, die leider eine Bandscheiben- OP auskuriert
Außerhalb von Eschweiler, bereits zu Düren gehörend, steht ein bezauberndes Privatschloss namens Merode. Es wird, lt. www. immer noch privat bewohnt, immerhin für Veranstaltungen geöffnet und beherbergt wohl einen der schönsten Weihnachtsmärkte, die ich jemals kennenlernen durfte. Doch das Ganze hat auch seinen Preis: https://www.weihnachtsmarkt-merode.de
Charles- Louis von Merode und seine Familie wohnen nun also in einem der schönsten Wasserschlösser der Renaissance ( erbaut im 12. Jh.) und wir waren ganz verzaubert. Aufgrund des Eintritts 11,50€ ( Parken für umme) zieht das Schloss natürlich weniger Laufvolk an, hier fährt man gezielt und für die Atmosphäre hin. Merode wurde zum gemütlichsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekürt und ja, im Verlauf des Abends, als es leerer wurde, gingen wir mit dieser Aussage mit….
Historischer Hintergrund, rund um das Schloss fanden 1944 schwere Kampfeshandlungen statt, über 300 amerikanische Soldaten fielen hier und immer noch erinnert ein Kriegsdenkmal an die Schreckenstage im 2. Weltkrieg. Aus meinem Vorleben der Jahre 1992/93 wußte ich bereits, das Düren zu über 90% im Krieg zerstört wurde und auch das Schloss hatte schwer Schaden genommen, im Jahr 2000 kam es obendrein zu einem schweren Brand.
Nun aber zum Weihnachtsmarkt. Neben wirklich schönem Handwerksbuden, hatten wir auch das Glück dem Christkind zu begegnen, ein Feuerwerk zu genießen und wirklich niedliche Glühweinbecher, Weihnachtsanhänger und kulinarische Nettigkeiten abzustauben.
Die Buden sind um das Schloss herum platziert, so das man einfach mit, oder gegen dem Uhrzeigersinn laufen kann und quasi nichts verpasst. Als wir ankamen wurde bereits das Feuerwerk für 18:00 Uhr angekündigt. Vorher sollte mit „ Alle Jahre wieder…“ das Christuskind angelockt werden…ein großer Spaß für die Kleinen.
Mich begeisterte eher, was mittlerweile das gute Iphone mit Feuerwerk macht, sieht. doch recht ansehnlich aus!
Der Glühwein mit 5,50€ gleicht dem Berliner Preis, Gleiches gilt für die Bratwurst. Wir bewunderten immer wieder das Schloss und dann stand es im Fenster…das Merider Christkind:
Gut gelaunt verließen wir gegen 20:45 Uhr den Weihnachtsmarkt, von mir eine klare Empfehlung, wenn man mal etwas Schönes sehen möchte….obwohl wir ja immerhin den Gendarmenmarkt und das Charlottenburger Schloss haben :-)!
Mit einem Katzenfrühstück sagten wir auch Belgien Lebewohl.
Peugeot in Gent hatte ganze Arbeit geleistet, der Pepper hielt bis Hameln durch, keine Fehlermeldung.
Wir kamen vernünftig durch, um die Mittagszeit hatte uns „good old D“ wieder…..naturlich, die ersten Staus kamen im Ruhrpott. Auch unsere Nervosität bzgl. der Neuregelungen der Maut konnten wir affenartig schnell klären, zahlen per App…c‘est ca!
Unser CP in Hameln lag direkt an der Weser und ist ser ultimative Tip für die Rattenfängerstadt. Tolles Sanitär, zentral und fussläufig zur Stadt gelegen….was will man mehr.
Selbst auf dem Klo wurden wir seicht auf die berühmte Stadt hingewiesen, oder auch „ die Viecher sind los…“
Mensch und Tier waren happy, die Sonne brezelte, ein gemütlicher Frühnachmittag erheiterte das nahende Urlaubsende.
Kommen wir nun zu Hameln, der Rattenfängerstadt…..diese bedient sich sagenhaft der Sage. Glaubt man den Annalen und dem allwissenden Wiki ist die Rattenfängersage nicht nur immaterielles Unesco Weltkulturerbe sondern Hameln auch Bestandteil der deutschen Märchenstraße. Historisch begründet sich die Sage auf dem Auszug der „Hämelschen Kinder“ im Jahre 1284 . Als historischer Hintergrund ist anzunehmen, dass es junge Bürger aus Hameln gewesen sind, die von adligen Territorialherren für die Ostkolonisation angeworben wurden. Daraus entwickelte sich später die Rattenfängersage. Die Datierung auf dieses Jahr 1284 geht auf das Spätmittelalter zurück. Der älteste Bericht hierzu stammt aus der Zeit zwischen den Jahren 1430 und 1450.
Kurz in drei Sätzen, der Rattenfänger hatte den Einwohnern von Hameln versprochen, gegen Entgelt die Stadt von der Ratenplage zu befreien. Dies gelang, doch die Hamelner verweigerten den gerechten Lohn. Dauraufhin fiedelte der Rattenfänger die Kinder der Stadt zusammen und trieb sie aus Hameln hinaus, wo sie verschwanden. Drei Kinder konnten entkommen, 130 blieben verschwunden. Laut der Sage tauchten diese in Siebenbürgen wieder auf.
Was heute von der Sage bleibt? Ratten in allen Kunstformen innerhalb der Stadt, viel Fachwerk, schlechter Einzelhandel ( das können wir Deutschen nicht mehr) und ein echt verschlafener Charakter….aber hübsch für einen Nachmittag.
Zum Abendessen gabs vietnamesisch…gerade mal so, die Würfelbude machte zehn Minuten später dicht.
Schweißtreibend ging unser Urlaub zu Ende. Am nächsten Tag erwartete uns eine Vollsperrung der A2, Fehlermeldung im Peugeot und gegen 15:00 Uhr waren wir wieder in der Fritz- Reuter- Allee.
Arbeit am letzten Arbeitstag ist immer lästig, sonst nichts…Emily mehr als happy als es um 12:00 Uhr losging. Das Hundekind bezauberte der ganzen Morgen mit aufgeregter Neugier und Ungeduld.
Wir kamen erstaunlich gut durch Berlin, selbst das Brückendrama ließ uns kalt. Kurz nach 15:00 standen wir auf dem Parkplatz Mittelmole in Warnemünde und ließen uns erstmal ein Fischbrötchen schmecken.
Es folgten das übliche „Alter Strom, Leuchturm, Strand….
Unser Hund war begeistert von Sand und Meer, sie flippte förmlich aus! Das Emily bereits überfällig für ihren Haarschnitt ist, sieht man wunderschön
Wir fanden das wohl coolste Café von Warnemünde, der Cappuccino kostete 3,00€ und so verging gelassen der Nachmittag.
Die Frage, was es zum Abendessen geben sollte, war schnell geklärt….der Herr der Famlie bekam Schnitzel und davon viel!
Wir schlenderten zum Auto, ließen Emily noch auf einer Wiese herumtoben und warteten mal wieder brav in einer Reihe auf unsere Abfahrt.
Die Huckleberry Finn, sechs Monate weiter abgerockt, tat uns an diesem Abend einen Gefallen. Auto auf Deck 5, Mama auf Deck 5, wir auf 3!
Das Schiff fuhr bereits 15 Minuten früher ab, Emily quakte und wurde zu meiner Mama verfrachtet. Mit Vorfreude ging es ins Bett, wir hofften auf eine ruhig Nacht.
Auf die Nova mit Mama! Das Geburtstagsgeschenk zum 75, erweitert um eine Nacht in Hamburg.Kreuzfahrt im tiefen Winter, mal sehen auf was man sich da so einlässt?
Ich machte um 10:30 Uhr Feierabend und bereits kurz nach 11:00 Uhr befanden sich drei Menschen und ein Hundekind auf dem Weg nach Hamburg. Emily war arg aufgeregt, ich saß mit ihr auf der Rückbank und hatte das Fellknäuel in der Magengrube liegen, sofern Sie nicht interessiert aus dem Fenster schaute- Emily liebt Auto fahren!
Unterwegs vergnügte uns munteres Schneetreiben, ein harscher Wind versüßte nicht unbedingt die Aussichten auf einen tollen Nachmittag im geliebten Hamburg.
Doch Frau Holle schüttelte die Betten vor der Hansestadt aus, Klärchen übernahm ihren Job und bis wir eingescheckt waren, sah es fast vorfrühlingshaft aus.
Ibis Budget, praktisch gelegen, wie alle Budgets quadratisch, praktisch, gut.
Wir liefen Richtung Hauptbahnhof und Mönckebergstraße und bewunderten die vielen Demonstranten, die gegen rechts auf der Straße waren, ohne meine Mama wären wir wohl spontan mitgelaufen.
Am Hauptbahnhof wurde der erste Hunger mit der wohl größten Pommesportion Deutschlands gestillt:
So ging es nun zu den Landungsbrücken via U3 ( knüppelvoll, Emily konnte viel flirten) mit tollem Blick auf die Elphi und einem Fischbrötchen in der Brücke 10.
Mathias wollte unbedingt in die Kneipe von Ina Müller und verhaute sich komplett in der Orientierung, dafür kamen wir an der Herbertgasse vorbei, die natürlich im Winter traurig daher kam.
Mit einem ordentlichen Marsch fanden wir DM, den Mannschaftsbus der Schweden, die an diesem Abend gegen Dänemark im Handball verloren und landeten schlussendlich bei unserem Lieblingsportugiesen vor unserer wohl verdienten Fischsuppe.
Mein Anliegen- eine Woche Fisch und Meeresgetier, konsequente Umsetzung erforderlich!
Auf dem Rückweg schauten wir, überraschenderweise auf die Nova, die verfrüht in HH stand. Als erste Reaktion, „ich glaube unsere Kabine ist morgen früh gleich bezugsfertig!“ Später erfuhren wir, dass das Schiff vorzeitig aus Oslo nach HH zurückkehren musste, da die Gefahr der Elbeschließung bestand!
War uns an diesem Abend egal, schnell kuschelten wir uns in die Kissen des IBIS und träumten von Westeuropa im Winter 2024.
Um 6:00 Uhr früh stand eine Pudelmütze im Türrahmen, und ein begeistertes, fröhliches Hundekind an meinem Bett! Meine Mutter und Emily im falschen Zimmer. Sie war mit Emily draußen, die alte Zimmerkarte war ungültig und die neue führte in die 711, nicht 712….später ein echter Lacher!
Zum Frühstückskaffee schloss sich auch Mathias aus, blödes System.
Um 10:00 Uhr hieß es Abschied nehmen, das weiße Wawusel konnte gar nicht so schnell mitdenken und herumkrähen, wie wir weg waren! Dann hieß es Koffer abgeben, Early Check In, Papiere vorzeigen und einchecken in den Wumms!
Unsere Kabine war fertig und das Schiff übrigens nicht leer…..10220, Komfort Kabine mit Veranda, begehbaren Kleiderschrank und sehr nett. Um 10:33 Uhr schoss ich die ersten Fotos aus der Kabine.
Wir legten das Handgepäck ab, uns ließen uns die Frühstücksstulle mit viel Lachs schmecken, nur um gegen 12:00 Uhr im Bella Donna das Fressgelage einzuläuten!
Am Nachmittag erkundeten wir das Schiff und hauten uns einen Mai Tai in der Lanai Bar in den Kopf, Urlaub kann beginnen.
Der Nachmittag war der Schifferkundung gewidmet, Achtung, die Fotos sind in nicht chronologischer oder Deckreihenfolge.
Nach einem guten Abendessen im Yachtclub folgte der erste eiskalte Sail Away mit einer Warnung für den Ärmelkanal. Es soll wohl kabbelig werden und eventuell kommt der Lotse in Southhampton nicht an Bord…..dann wirds nichts mit Stonehenge.
Die erste Nacht verlief unspektakulär, kabbelig ist anders…Anstrengend war das erste Frühstück im Markt Restaurant, allerdings mit netter Begleitung bis 10:30 Uhr.
Wir erliefen uns das Schiff, verzichteten auf Aktivitäten an Deck, da es echt grenzwertig windig war und schoben ein spätes Mittagessen ( nach einer Currywurst) im Yacht Restaurant ein.
Auf einmal hörte ich ein „ Sandra“, drehte mich um und schaute in zwei vertraute JC Gesichter. Knaui und Heidi….beide auf Rente, blühend! Das Hallo war groß und der Kaffee sowie die Limonentarte schmeckten umso besser.
Auch die jetzt gezeigten Bilder sind keine Chronologie des Tages:
Abends schoben wir Micha Schmid ein, der mich damals schon durch die Karibik gebracht hatte.
Windstärke 11, fünf Meter hohe Wellen…“ schon Scheiße wenn die Fracht kotzt!“ Die Brechtüten lagen im Bad bereit…
oder wie kommt man auf die Idee 42,2 km zu gehen ?
Die Coronajahre haben bei uns Allen Spuren hinterlassen und so war auch ich nicht davon ausgenommen, die Waage seit 2019 fast permanent nur in eine Richtung „laufen“ zu sehen. Doch was tun gegen Coronapfunde und ( ia ich gebe es zu) wohl auch altersbedingtem Wohlstandsspeck? Diät….ach nee, Fasten…ja bitte aber bitte auch nur in Maßen und überhaupt, wo war eigentlich der Sport in den letzten Jahren?
Wenn ich an das erste Jahrzehnt des nicht mehr ganz so neuen Jahrtausends erinnere, da hatten meine Laufschuhe eine sehr kurze Halbwertzeit, Avonlauf, Firmenlauf und die Citynacht gehörten zum Programm. Der Montag war gefüllt mit dem Runday Monday ( das T-Shirt habe ich gerade erst weggeschmissen) und mein Körper wurde von zarten 54kg umhüllt!
Wie heißt es so schön, es war einmal und ist nicht mehr….doch hoppla, laufen, laufen geht doch eigentlich immer? Na gut, sofern das Thermometer Minus 20 meint, sollte man gepflegt im Sessel Platz nehmen, aber sonst?
Neben den Pfunden nervte mich ab dem Sommer 2022 ein Fersensporn links und machte alleine das normale Gehen nach stundenlanger Ruhe schon zur Qual. Es musste also etwas geschehen, doch was?
Der Yogakurs gammelte seit zwei Jahren auf dem IPad und von sehr eingeschränktem Essen halte ich nun auch nicht viel….also kann es nur noch eine Lösung geben, die da heisst BEWEGUNG!
Durch Zufall bin ich auf Conqueror Challenge gestoßen, eine der unzähligen Werbungen auf Social Media. Medaillen und viel Bling Bling empfand ich schon immer als inneren Antrieb und diese sehen wirklich toll aus.
Virtuelle Challenges beginnen mit dem Herunterladen einer App und der Suche, ob es eine entsprechende Community bei Facebook oder Instagram gibt. Die Community ist für die Teilnahme nicht zwingend notwendig, doch hilfreich und zumindest die Truppe auf Fb geht sehr nett miteinander um.
Dann kommt die Qual der Wahl, mit welcher Challenge fängt man an? Diese sind nach Kilometern sortiert, enden alle mit einem hübschen Hängerchen um den Hals und einem Zertifikat und werden virtuell über Google Maps, You Tube Videos und einer interaktiven Map unterstützt. Von Zeit zu Zeit erhält man an sich geschriebene Postkarten und auch der Support funktioniert hervorragend, wie ich nach kurzer Zeit bereits feststellen durfte.
Ich begann meine persönliche Challenge (-15kg) bei schönstem Herbstwetter in Angkor Wat, so um den 03.10.22 herum. Mich reizten die Challenges wo ich das Land, das Gebiet oder quasi die Challenge schon mal live erlebt hatte am Meisten. Es kribbelte in den Fingern, ich wollte nochmal auf den Kili oder zum Mt. Everest, doch scheute ich mich zunächst an den zu bewältigenden Kilometern. Angkor ist die mickrigste Challenge mit einer der beeindruckensten Madaillen am Ende „ mit Speck fängt man Mäuse“!
Die ersten Tage war hart, nach 3km ging mir die Puste aus, Emily allerdings hatte Spaß. Sie stapfte durch Flur, Feld und Wald und binnen Tagen fiel mir das Laufen leichter…. Angkor Wat gehörte nach wenigen Tagen zur Geschichte,….Conqueror erlaubt nur die einmalige Teilnahme einer jeweiligen Challenge…also damit abgehakt.
Es reihten sich Challenge an Challenge, Nr. 2 wurde der Kili, Nr. 3 der Everest, Nr 4 Mt. Fuji, Osterinseln, Krugerpark und meine Fitbit war begeistert? Das neue Medaillenaufhängesystem ächzte unter der Last, ich rätselte wie ich die „Medaillen der Zukunft“ bewältigen sollte? Zum Nikolaus 2022 standen bei Conqueror 500,7 km und die Waage zeigte ein Minus von 5,7kg…..
Eine Challenge hatte es mir von Anfang an aber so richtig angetan und ich überlegte lange ob und wie man diese am Besten bewältigt bekommt? Ich wollte den Urmarathon von Marathon nach Athen nicht in viele Stücke zerhacken und hatte den Anspruch diesen in einem Stück zu bewältigen. Mathias war von der Idee nicht begeistert, ließ sich aber breitschlagen und studierte Google Maps für einen sinnvollen Rundkurs.
Familie und Freunde warnten, Emily war begeistert über den Übernachtungsstop bei meiner Mama.
Am 03.12.22 ging es los!
Die Startnummer wurde freigegeben, bei leichtem Schneetreiben stapften wir die ersten Kilometer ab 7:45 Uhr durch Britz nach Neukölln.
Meine Uhr zeigte am Start bereits 1,35km, die Gassirunde mit Emily musste am Ende noch auf die Uhr, wir wollen ja nicht schummeln! Kurz vor Neukölln machte ich aus zwei Handschuhe einen ( alles für das nachfolgende Foto!) und ärgerte mich doch ziemlich. Schließlich hatte ich diese gerade erst käuflich in Valencia erstanden….egal die Hände waren zunächst erstmal warm
Wir liefen strammen Schrittes die Flugfeldrunde und bekamen bei der ersten Gegenwindbegegnung erstmalig schlechte Laune…..es war eisekalt und harsch.
Kurzentschlossen kürzten wir ab und liefen die Ringbahnstraße Richtung Schöneberg. Nach hungrigen 18km, Mathias spürte bereits die ersten Ermüdungserscheinungen körperlicher Art, gab es die erste Pause und zwar die längste an diesem Tag.p, war war mittlerweile 11:00 Uhr.
Wir ließen uns das klassische Frühstück im Robbengatter schmecken und beäugten kritisch die ersten Blessuren und horchten in uns hinein. Verspannungen oder Zerrungen, Blase oder nur gerötet, Schuhwechsel oder kein Schuhwechsel?
Nach rund einer Stunde süßem Nichtstun schmissen wir uns wieder auf den Asphalt und liefen Richtung Zoologischer Garten über Lietzenburger, Wittenbergplatz und Ku- damm. Schnell ergatterte ich ein neues Paar Handschuhe und ärgerte mich, dass der Km Tracker nicht so richtig aufwuchs…..knapp Halbzeit, weiter gehts! Wir liefen über Schleusenkrug und Tiergarten Richtung Goldelse.
Das nächste Ziel auf unserer Reise war das Brandenburger Tor auf West,- u. auf der Ostseite.
Wir ließen den Weihnachtsrummel links liegen und bogen in die Wilhelmstraße ab. Zu diesem Zeitpunkt müssen so um die 27km auf der Uhr gewesen sein. Über das ARD Hauptstadtstudio, mit Blick auf den Reichstag ging es zur Friedrichstraße und ins Café Einstein.
Jede Unebenheit, jede Ampel, jede Störung unseres Lauftempos begann tierisch zu nerven UND die Knochen zu strapazieren….es wurde schwerer und schwerer wieder in den Rhythmus zu kommen, wir sehnten das Ende herbei. Über Kochstraße, Mehringplatz waren wir aufeinmal wieder in Kreuzberg. Wir ließen die Blücherstraße und den Südstern bei ca. 36km hinter uns. Da das Schild der U7 uns freundlich angrinste, war ich kurz geneigt zu sagen „ ach Schei….lass uns abbrechen, in 20 Minuten sitzen wir in der Wanne!“ Doch nichts da, mit ein paar Stretch, – u. Dehnübungen schafften wir auch die Hasenheide und krochen im Schneckentempo die Hermannstraße hoch. Ein Obdachloser lief an Mathias vorbei und bettelte ihn an, mich ließ er zehn Meter weiter hinten schon links liegen…. wir sahen armselig aus, schief und krumm wackelten wir dem Ziel entgegen.
Vollkommen erledigt kehrten wir ins Pho Phan ein und aßen unser sehr gesundesAbendessen, die Phô regulierte super den Wasserhaushalt. Rund 4,5 km lagen gegen 17:00 Uhr noch vor uns…..wir waren sicher, jetzt schaffen wir es auf sicher! Trotzdem war der Restmarsch eine körperliche Quälerei, nur die Freude meinen zweiten Handschuh wieder mit dem Brüderchen vereinen zu können, ließ mich die Quälerei ertragen.
Vor unserer Haustür stand die Uhr auf 41,5km und somit ging es nochmal zum U- Bahnhof Parchimer Allee und für Mathias ( aufgrund der 1,35km am Morgen auf der Uhr) noch in eine kleine Extrarunde, Mit über 44 km beendet ich an diesem Tag die Challenge Marathon nach Athen und auch wenn mein lieber Mann eher lustlos an dieses Event herangegangen ist, am Ende hatte auch ihn der Ergeiz gepackt.
Stolz und kaputt betrachteten wir die Kollateralschäden, Muskelkater, Nagelbettschmerzen und Hüfte begleitete uns noch tagelang. Laufen ging ich erst wieder zum Ende der Woche, ließ den Körper zur Ruhe kommen und frass mich durch alle Weihnchtsfeiern dieser Erde.
Doch wie sah es denn nun in Griechenland auf der Strecke aus? Anbei die Postkarten und Fotos von Conqueror.
Achja, wer gerne nachahmen möchte, es gib auch noch Pacer oder Medal Mad, Angebot ist ähnlich…..es wenig preiswerter ist es. Bei Pacer bin ich auch schon schwach geworden, Conqueror gefällt mir aber in der Qualität der Medaillen einfach besser.
Achja, so sieht übrigens der Medaillenspiegel am 8.12.22 aus…..die Marathonmedaille ist noch nicht in Berlin, dafür hängt auch das Altblech der erfolgreicheren Lauftage.
Auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende, in unserem Fall am heißesten Wochenende des Monats Juni. Frankreich erwartete eine Rekordhitze, wann hat die Normandie schon mal über 30 Grad?
Wir verließen Villedieu gegen 7:15 Uhr, kauften noch schnell zwei Baguettes und freuten uns, dass das Ankoppeln so prima geklappt hatte….mein lieber Mann wird Profi!
Die Fahrt zog sich, auch ohne Pause ( kurzer Tankstop) waren wir erst gegen 14 Uhr in Bredene…Bredene? Ja, Bredene, ein Vorort von Ostende in Belgien. Wir wollten zum Abschluss nochmal ans Meer, Moules Frites futtern und Schokotempel überfallen!
So war der Plan und so die Umsetzung:. Kennt noch Jemand den Running Joke aus den 90ern? “Stell dir vor, Du hast den falschen Zug genommen und wachst ausgerechnet in Ostende am Strand, mit nem Heineken in der Hand, wieder auf!“ Ostende galt damals als der letzte Rest von Europa, quasi der Vorhof zur Hölle….naja, das was wir sahen war wirklich wenig einladend, viel Beton und Hochhäuser.
Blick auf Ostende
Aber Bredene soll doch so schöne Dünen haben und unser Camping Platz bei Pincamp als einer der Besten an der Nordsee ausgezeichnet, soll doch über Dünsensicht verfügen, heißt doch schließlich Duinzicht!!!!
Komisch war bei Überfahrt des Hafengeländes von Ostende schon, dass sich rechts neben den vermeintlichen Dünen Bahnschienen entlangschlängelten, denen sich zum Teil vierspurige Straßen anschlossen, auf denen wir uns gen Norden bewegten, Rechts von uns zog sich eine Art Karl- Marx Straße ( mit wenig Bürgersteig) entlang, die wenig offene Läden, viel geschlossene Restaurants und Frituurbuden ihr Eigen nennt. Oberhalb der Läden konnte man etliche Eigentumswohnungen aus den 70ern erkennen, die Balkone gingen alle auf die vierspurige Straße und Schienen hinaus. Auf dieser „einladenden“ Flaniermeile schob sich ähnliches Neuköllnklientel mit Kind und Kegel von Supermarkt zur Supermarkt (3 Stück in einer Reihe: Albert Hejn, Lidl und ne belgische Abklatschvariante) und verspeiste belgische Fritten. Als wir recht, also von den Dünen weg, zum Camping Platz abbiegen mussten, schwante uns Fürchterliches. Wir standen in einer engen Wohnstraße, Wohnmobile hinter Wohnwagen, hinter Wohnwagen usw. und warteten auf das mögliche einchecken ab 14:00 Uhr. Vor uns wurde ein VW Bus abgewiesen, der Platz ist voll!!!!!
Wir hatten vorreserviert und so fuhren wir zu Stellplatz 197, direkt neben den Sanitäranlagen und der Entsorgungsstation des Chemieklos! Immerhin, anders als andere Stellplätze war dieser großzügig bemessen, wir fuhren einfach rauf auf den Platz und ließen die Wohndose in Fahrtrichtung stehen, natürlich als Einzige in der Reihe. Wer bereits bei der 197 stutzig wurde, dem sei gesagt, es geht bis 902!!!! Der erste Schock saß tief, keine Bäume, grausige Dauercamper und mit sehr wenig zufriedene Deutsche bevölkerten den Platz, der ausgebucht war! Dieser Platz lag mitten in einem Wohngebiet ( wo sind die versprochenen Dünen?) und Oma Swantje konnte direkt aus ihrer Wohnung dem Geschehen auf dem Platz beiwohnen.
Um zu duschen benötigt man Marken und musste ca. 7 Minuten zu Fuss zum Duschhaus laufen, welches schon außerhalb der eigentlichen Anlage lag. Dieses war nur von 8:00-21:00 Uhr geöffnet, wer also nicht verschwitzt ins Bett will hatte verloren ( ich am Abend). Unser direktes Sanitärhaus hatte genau EINE Dusche, in der man eine Kreditkarte nutzen sollte um zeitlich begrenzt Wasser zu erhalten. Klopapier Fehlanzeige….Zum Teil begrüßten dem Abwaschwilligen abgeschraubte Mischbatterien! Immerhin, auf dem ersten Blick sah alles ordentlich und sauber aus, der zweite Blick sprach eine andere Geschichte.
Was waren wir froh, hier nur eine Nacht gebucht zu haben!
die grüne Wiese war kein Stellplatz, sondern der Vorplatz zum Sanitärbereich
Bredene, keine Schönheit
Achja, Restaurant oder Pool gibt es natürlich nicht….dafür war das „Urlaubsparadies“ günstig, 23€ pro Nacht.
Nachdem der Platz also ein Reinfall war, wollten wir es mit dem Strand versuchen. Es gibt zwei Möglichkeiten an diesen heran zu kommen. Entweder man nimmt eine Unterführung oder eine Betonüberführung aus den 60ern, seitdem nie wieder restauriert.
Wir versuchten die Unterführung und standen, nach rd. 20 Minuten Fussmarsch ( Luftlinie nr ca. 500m) endlich auf den Dünen, am langen Sandstrand von Bredene, der, man mag es kaum glauben, wirklich toll ist!
Feinsandig und nicht überfüllt, trotz Ferienbeginn in Belgien und Happy Kadaver in NRW.
Emily freute sich nen Kullerkeks, bis 30.06.22 sind Viechies am Strand erlaubt und auch wir standen mit den Füßen im Wasser. Auch in Bredene kann man Reste vom Atlantikwall bewundern, diese werden als sandfreie Sonnenplätze aber auch gerne bevölkert.
Okay, wir waren ein wenig versöhnt und nachdem wir abends auch ganz passabel chinesisch essen waren ( nix Muscheln) allerdings keinen Schokiladen im abgeranzten Ort finden konnten, etwas versöhnt. Dennoch ist mir schleierhaft, wie man auf diesem Fleckchen Erde seine Ferien verbringen kann?
Wir gingen abends über die Überführung zum Wasser und waren erfreut, dass man den Strand zwar schneller erreicht, der Ort aber deshalb noch lange nicht attraktiver wird.
Auf Beton durch die Dünen
Unser Nacht auf diesem Billig- Megacampingplatz war recht ruhig und erholsam, blöd war bloss, dass ich um 21:30 Uhr vor verschlossener Duschtür stand und somit am nächsten Morgen noch die Münzmarke verknacken musste. Gut das wir Zeit hatten und erst um 10:00 Uhr das grausliche Geschehen verließen, Trashurlaub vom Feinsten, niemals mit uns!
Das wir für die Strecke Bredene- Kamen ( Parkplatz Mercure) fast sieben Stunden benötigen würden, hätte ich im Vorfeld niemals geglaubt, 344 km…..mal so bemerkt. Nach drei Stunden im zähen, stauigen Umleitungswahnsinn waren wir endlich aus Belgien heraus, unterwegs bestaunten wir die vielen, vielen LKWs, die insbesondere um Antwerpen herum, für das tägliche Chaos sorgen. Die Großhäfen von Westeuropa sind hierführ verantwortlich, der Verkehr von Le Havre, Calais, Ostende, Zeebrugge und Antwerpen wird über das zu enge und marode Autobahnsystem abgewickelt….was waren wir froh, als wir wieder unseren ersten Stellplatz in Kamen erreichten.
Auf Wunsch eines einzelnen Herren kehrten wir am allerletzten Urlaubsabend bei KFC ein, später duschten wir Outdoor mit unserer Felddusche und fielen in einen leichten Schlaf.
Bereits um 7:15 Uhr waren wir wieder “on the road“ und bei 35 Grad parkten wir um genau 12:00 Uhr unsere Wohndose wieder in Mahlow auf dem Campingplatz ein.
Unser nächster Trip geht nach Italien, Frankreich wir daber wieder ins Visier genommen, es war grandios!
Yport zeigte sich an unseren letzten Tag von seiner besten Seite. Morgens noch verhangene Waschküche, im Verlauf des Tages blauer Himmel und Strandwetter…..der Wetterbericht hatte also gelogen, Gott sei Dank! Wir hatten erstmal ausgeschlafen und aufgrund des tollen Wetters entschieden, im Carrefour shoppen zu gehen und ausgiebig zu brunchen.
Emily blieb in der Wohndose und wir kauften Sinnvolles und weniger Sinnvolles ein.
Im Anschluss sah der Tisch so aus….beladen mit normannischen Köstlichkeiten!
Gegen 14:00 Uhr zogs uns an den Strand, die begehrten Becher wurden gekauft, nicht geklauft und wir genossen das unerwartete tolle Wetter und das erste Mal Hochwasser!
Da wir bereits nach dem Frühstück unsere Markise und Tische weggeräumt hatten, stand uns ein Abendessen im Wohnwagen bevor, es hatte eh pünktlich angefangen zu nieseln. Wir hatten Huhn und Kartoffelgratin vom Carrefour mitgebracht, dazu nen paar Crevetten und Erdbeeren,not to bad? War es auch….bis wir zur zweiten Flasche Cidre kamen. Dieser Bauerncidre, aus der Ciderie bei Beuvron en Auge ging hoch und bescherte uns eine Grundreinigung zu später Stunde, Gott sei Dank keine Rotweinflecken!
Da wir eh in Villedieu les Pôeles waschen müssen, alles kein Problem!
Wir ließen es am Pfingstsonntag ruhig angehen, es gab sogar noch ein vernünftiges Frühstück. Das Wetter hielt stand, es regnete nicht und das war bereits eine große Erleichterung.
Das Ankoppeln gelang selbst auf dem abschüssigen Platz und um 10:20 Uhr waren wir „on the road“ gen Süden. Wir hatten das schnuckelige Yport mit einem weinenden Auge verlassen, doch nun lockte die Basse Normandie
Bei Caen fing es an zu tröpfeln, als wir in Villedieu ankamen, war es aber trocken, dafür die Rezeption nicht besetzt. Wir waren 13 Minuten zu spät am Platz,Mittagspause bis 15:00 Uhr, verdammter Mist.
Wir warfen zunächst einen Blick auf den Campingplatz und waren sehr zufrieden, mit dem was wir dort sahen, Alles gepflegt, die Stellplätze mit Privatsanitär riesengroß,das ganze Anwesen ein Träumchen.
Nachdem wir die zwei möglichen Plätze beäugt hatten, liefen wir nach Villedieu hinein und waren recht angetan vom niedlichen Nest.
Wir fanden sogar einen Bäcker und nach einem Eclair sah die Welt doch ganz toll aus….so wie das Wetter, welches sich ganz formidable hielt….. grau in grau, 14 Grad, Normandie live.
Um 15:00 bekamen wir den Traumplatz mit Platz an der Sonne ( von Westen….für bestes Ambiente am Abend) und eigenen Sanitäranlagen….Luxus, den man sich hier echt leisten kann. Der Platz, eine echte Empfehlung.
wir wohnen neben dem schnuckeligen T1 Zelt
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was für ein Luxus
Gegen 17:30Uhr fing ich an, unsere Spaghettisoße zu kochen, die nach zwei Stunden auf dem Herd echt klasse schmeckte ( ein Hoch auf französische Lebensmittel). Der Nachmittag ging neben Aufbau auch für das Wäschewaschen drauf, irgendwie war es aber sehr gemütlich…..und aufgrund des guten Wetters bekamen wir unsere Sache alle trocken, teils im Trockner, teils auf der Leine! Gutes Wetter? JA, hier wird es ab 15:00 Uhr immer richtig warm….da gehen die Temperaturen fast immer über 20 Grad und fühlen sich wie Hochsommer an.
Um 21:00 Uhr schlurften wir in die Bar und tranken dort noch einen Cidre, Emily verliebte sich dort in einen französischen Artgenossen, beide Tierchen rannten ohne Leine durch das Wlan Paradies ( Zugang zur Onlinewelt nur dort!).
Leider musste sich unsere verfressene Mistbiene mal wieder daneben benehmen und landete fast in der Pfanne, als sie in die Küche durchpeste. Danach war es vorbei mit der Freiheit, wer nicht hören kann, muss eben fühlen.
Ist Hamburg die schönste Stadt Deutschlands? Ich weiß es nicht, denke aber sie ist verdammt nah dran, zumindest ist es die einzige Stadt in good old D, in der ich nach Berlin wohnen könnte.
Es treibt uns immer wieder mal dorthin und bereits 2020 war ein WE geplant….wir wollten die Minikreuzfahrt „uff de Perla“ in HH verlängern. Wie der findige Leser weiß, die Perla haben wir erst in der Karibik kennengelernt, meine Mama und ihr Mann sind aber auf unsere Kreuzfahrtidee aufgesprungen und hatten sich für die Viertägige nach Oslo entschieden und so nahm die Idee auf ein WE in HH wieder Gestalt an.
Das Wetter ließ sich auch in 2022 nicht lumpen, wir fuhren an einem Samstag Mitte Mai 2022 gegen 9:00 Uhr los und standen ohne Stau oder sonstige Sperenzchen um 12:30 Uhr am Park Hotel Berliner Tor, eines der preiswerteren Hotels in der Hansestadt, die bekannterweise eher unter sauteuer einzubuchen ist.
Auch wenn wir erst am späten Nachmittag einchecken konnten, hier schon mal ein Foto vom Zimmer. Hervozuheben ist der Preis und die Lage…das war es dann aber auch, wobei unser Zimmer noch hübscher war, als die Minihöhle von Mama und Klaus.
Wir bummelten zur U- Bahn, kauften ein Gruppenticket ( Emily war die 5. Person) und fuhren Richtung Landungsbrücken. Am Berliner Tor inspizierten wir vorher aber noch ne Covid Testbude…unverschlossen, unbesetzt, keine Option für Algners, die nur frisch getestet aufs Schiff kommen. Wir hatten für das Wochenende keinen Plan, am Ende sollte uns weder St. Pauli noch die Mönckebergstraße sehen….wir waren zu faul für gepflegtes Sightseeing.
Himmel und Hölle war an diesem Samstag an den Landungsbrücken unterwegs, uns gruselte ein wenig……Menschenmassen schoben sich an den Fischbuden vorbei. An Brücke 10 kehrten wir ein, leider war der Laden nicht mehr so lauschig wie in 2016, mehr auf Massentourismus ausgelegt.
Ein Fischbrötchen ist quasi keins und so nahmen wir auch die nächste Möglichkeit wahr. In Mathias wappneten sich 3 Bismarck,- u. ein Matjesherig zum Wettrennen, ein Umstand,der ihm später etwas Probleme bereitete.
Die Stimmung war gut, nach den Landungsbrücken schlenderten wir ins Portugiesische Viertel und komplementierten den Fischtag mit einer Fischsuppe, die aber nicht mehr so grandios wie 2016 war.
Bevor wir uns ins Hotel schlichen, hier noch ein paar Bildchen von den Landungsbrücken, Elphilharmonie und Hafen. Auf echtes Sightseeing verspürten wir Alle weiterhin keine große Lust, schön das wir Hamburg ja ziemlich gut kennen.
Den späten Nachmittag vertändelten wir auf unserem Zimmer und fuhren gegen 20:00 Uhr wieder in die Innenstadt. Ziel war der Hauptbahnhof- Eruierung von Testmöglichkeiten, Currywurst am Bahnhof und die Philharmonie bei Nacht.
Gesagt getan, am Hauptbahnhof lümmelten sich Drogendealer, Crystal Meth Opfer, Obdachlose, Nutten und leider auch ukrainische Kriegsflüchtlinge herum, die alte Teststelle dient nunmehr als Ankunftszentrum. Gott sei Dank fanden wir am ZOB ( Laufdistanz 200m) noch eine Teststelle und so konnten wir uns mal wieder dem Kulinarischen zuwenden. Currywurst aus der Tüte, kannte sich so auch noch nicht.
HH bei Nacht, Speicherstadt am Abend….gesagt getan, in unserem Fall weiterhin nur Handybildchen.
Wir liefen in der Dammerung zur Elbphi und bewunderten die netten Apartmentkomplexe in der “neuen“ Speicherstadt.
Das spitze Eck der Philharmonie:
Ziemlich kaputt stolperten wir gegen 23:00 Uhr ins Bett und ließen uns nichtmal vom Krach am Berliner Tor stören.
Der Sonntag begann sonnig und mit einem Frühstück bei Crobag. Im Anschluss zog es uns zum Hauptbahnhof,wo sich meine Mama und Klaus der Covid 19 Testung unterzogen….wenn Einer eine Reise tut…..
Nachdem wir am ZOB auf das negative Ergebnis gewartet hatten, lösten wir unser Auto am Hotel aus und fuhren in die Hamburger Kaffeerösterei.
Schnell warfen wir einen Blick in die Speicherstadt und ergatterten die gewünschte Röstung.Noch schneller wünschten wir Algners ne tolle Reise nach Oslo und zogen von dannen. Emily hockte später im Kennel und überlegte, vollkommen verwirrt, mindestens bis zum ersten Stau, wo denn die geliebten Hundegroßelterm geblieben sind! Sie war auch noch um 16:00 Uhr, mit Ankunft in Britz vollkommen verwirrt.