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Spanien, Mallorca, VI: Cala Esmeralda, Palma und ein PCR Test

Unser Tag begann mit Regen, zu vielen Kindern und einem Schnelltest. Wir hatten beschlossen, dass wir uns vor dem offiziellen PCR am Sonntag (02.05.21) mal eben selbst testen um uns, ggfs. mit offiziellen Stellen in Verbindung setzen zu können, und im schlimmsten Fall zwei Tage Quarantäne schon mal absitzen könnten.

Das Ergebnis war, Gott sei Dank….ach seht es selbst :

Angesichts der ganzen maskenlosen Fraggles und der Fraktion „ich fühle mich in meinen Grundrechten bedroht“ kann man sich schon mal Gedanken machen….wobei wir den Kontakt grundsätzlich so gut wie es ging vermieden haben.

Da das Wetter sehr an April, weniger an Mai erinnerte, verzogen wir uns ins Bett und genossen einen ruhigen Lesetag. Draußen regnete es sehr teutonisch, Mallorca mit deutschem Frühlingswetter anno 2021….

Gegen 14:00 Uhr riss die Sonne auf, wir legten uns an den Pool und brüteten zwei Stunden in der prallen Sonne. Die Männer sprangen ins kalte Meer. Mittlerweile waren auch die Wochenendspanier im Hotel angekommen, es war merklich voller…..

Elke und ich machten uns auf in die Nachbarbucht, wir wollten mal schauen, ob es nicht noch etwas Schönes zu entdecken gab.Der Weg führte uns nach Cala d‘ Or Downtown und siehe da…die ersten Restaurants waren wieder offen. Da allerdings alle Hotelanlagen an der Cala Ferreira noch oder für immer geschlossen waren, gestaltete es sich als sehr schwierig, überhaupt an die besagte Bucht heranzukommen.

Wir bahnten uns eine Weg durch die hohle Gasse und genossen ein fast menschenleeres und hübsches Fleckchen Erde, überraschenderweise mit Bademeister.

Da wir uns den langen Weg zurück nach Playa Esmeralda ersparen wollten, krochen wir durch eine geschlossene Hotelanlage und waren binnen zehn Minuten wieder am Inturotel.

Am Abend genossen wir nochmal das Buffet, leider war es wirklich viel zu voll, die fünf Angestellten hinter dem Buffet überfordert mit den vielen Menschen….Corona hat doch Vieles verändert und der Kampf um die heißbegehrte Paella wird als legendär in das Erinnerungstagebuch dieses Urlaubs eingehen….wir sind nicht die HP Typen und werden es nicht werden. Besonders angetan hatte uns ein spanischer Macho Schnösel, der den Planchagrill bedienen sollte….Betonung liegt auf „ sollte“…. am Ende durften vier Andere seinen Job machen, während er den Grill säuberte, sich die Hände wusch, dann einen Gast bediente und wieder putzte….drei Leute vor Dir in der Schlange bedeutete 20 Minuten warten aufs Futter! Wenn die Bude im Sommer ausgebucht ist, weiß ich schon, wer seinen Job verlieren wird!

Am Abend zeigte sich die Poolanlage im schönsten Licht, da vergaß man, was am Buffet ein Stockwerk höher so los war…..

Unser vorletzter Urlaubstag stand im Zeichen des PCR Tests am Flughafen in Palma. Wir hatten den Termin bereits vor der Buchung unseres Hotels vereinbart, wußten damals nicht, dass auch das Inturotel den Test anbietet. Für meine Schwiegereltern, die ja einige Tage nach uns nach Berlin fliegen, buchten wir das Test Date um, wir blieben am Flughafen, da wir sowieso nochmal ins Parada del Mar wollten und bereits an Elkes Geburtstag den Tisch reserviert hatten. So fuhren wir gemütlich nach der Buffetschlacht Richtung Palma, parkten bei Hertz ( man kann ja auch mal was mit dem Autovermieter zu besprechen haben) und suchten die Teststation von Eurofins Megalab. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußten, Eurofins ist die Bude, die in 2020 die Tests in Bayern versaubeutelt hatten…..als Reiserückkehrer eine Woche auf ihre Testergebnisse warten mussten. 

Naja, wir waren fast 30 Minuten früher zur Testung, die Codes wurden gescannt und es erfolgte der Nasenabsrrich, der bei mir ziemlich schmerzhaft war. Ich finde allerdings bereits die Popelschnelltests unangenehmen und bin kein Maßstab. Auf jeden Fall schmerzte meine Nase noch am nächsten Tag….so viel dazu! 

Die Mädels von Eurofins betonten mehrfach, dass wir das Testergebnis binnen 12 Stunden hätten, also gegen 23:00 Uhr am gleichen Tag.

Nach der Testung fuhren wir nach Palma und parkten den Ford unterirdisch auf der Placa d‘ Espania. 

Vorher bewunderten wir das Melia Palma, welches zur Corona Quarantäne Station umfunktioniert worden war. Es liegt direkt am Wasser und der Schnellstraße. Mit Blick in den Betonbunker konnte man gut das vollvermummte Pflegepersonal sehen, welches die positiv Getesteten bewacht….gruselig. Man möchte dieses Schicksal auf keinen Fall teilen, eine Erfahrung die mehr als überflüssig ist.

Es gab nochmal einen netten Bummel durch die Altstadt von Palma mit  dem Ziel eines zweiten Ale- Hops, einer Apotheke ( FFP2 Masken in allen Farben, zum Dumpingpreis).  Auch der Blumenmarkt auf den Ramblas wurde nochmals bewundert, man mag es kaum glauben, was in Spanien für schrecklich gebundene Blumensträuße ausgegeben wird.

Im Anschluss kehrten wir nochmals in die Tapas Bar. neben der tollen Bäckerei ein und genossen eine Sangria Cava, also weiß! Dazu gab es Nachos….1x f.4…als Tapas.

Da wir noch etwas Zeit hatten, das Wetter unglaublich war, zog es uns zur Platja de Palma, besser gesagt nach Can Pastilla. Der Ort, der direkt hinter der Landebahn von Palma liegt und mich 1998 beherbergt hatte. Mein Hotel hab ich nicht mehr gefunden, geschweige denn, das ich mich an den Namen erinnern könnte. Der Fluglärm war nicht so nervig wie in 1998, das lag wohl eher an Corona als an einer Änderung der Einflugschneise.

Nachdem wir ein wenig auf der Promenade promeniert hatten, fuhren wir schnurstraks nach Cala Major ins Parada del Mar. Dort hatten wir zu 14:30 Uhr einen Tisch bestellt und genossen nochmals Meeresfrüchte satt…..kommen die Bilder bekannt vor?!!? Ja, wir aßen uns nochmals durch die acht Gänge:

Gegen 16:00 Uhr fuhren wir zurück nach Cala d‘Or, überfielen Eruski und verbrachten den Spätnachmittag mit packen…Jamon Serrano will ordentlich verstaut werden. Auf dem Weg zum Hotel kam ich schlußendlich in den Genuss, ein Foto mit Schäfchen, Olivenbäumen und mallorquinischer Landschaft zu bekommen. Meistens entdeckt man nämlich keine Haltebuchten….ärgerlich!

Den späteren Abend mit Tatort, Macke ( ich gewann nach hartem Kampf) und Tapas verbracht.

Ab 22:30 Uhr wurden wir langsam unruhig, wir erwarteten das Testergebnis, welches auch um 23:00 Uhr noch nicht da war…….das ging gegen unsere preußische Gründlichkeit. Auch um 23:30 und 0:00 Uhr bekammen wir nur die Mitteilung „ in Bearbeitung“….. so langsam wurden wir unruhig und gingen mit einem blöden Gefühl ins Bett. Gegen 1:00 Uhr war ich wieder wach….nichts in der App, ab 3:00 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen und ergoogelte Plan B : Antigentest, Plan C: neuer PCR Test, Übernachtung in Palma und neuen Flug……Plan D war immer noch die Quarantäne bei positivem Testergebnis, darüber wollte ich nicht nachdenken. Plan BA war der Kontakt zu Eurofins Megalab, was quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist… Auch um 7:00 Uhr war das Testergebnis noch nicht da, schlechtgelaunt ging ich unter die Dusche. Mathias hatte ein wenig besser geschlafen, schlechte Laune hatte er aber auch und unser Frühstück schmeckte nur so semigut. Wir hatten uns zunächst für Plan BA entschieden, wollten Kontaktaufnahme über unsere Rezeption versuchen, dann frühzeitig nach Palma fahren und den Antigentest organisieren.

Gott sei Dank machte es aber um 9:00 Uhr dann doch plimm im Handy und die Ergebnisse waren da! Mit der Gewissheit der negativen Testergebnisse lagen wir nochmal drei Stunden entspannt am Pool, aßen dort lecker in der Snackbar und fuhren um 13:15 Uhr planmäßig nach Palma. Für alle Mallorcanachahmer, bitte nutzt die Möglichkeiten in den Hotels. Die Tests sind etwas teurer, dafür sind die Ergebnisse binnen Stunden da! 

Am Flughafen verabschiedeten wir uns von Mathias Eltern und checkten problemlos ein. Die Tests wurden abgeglichen und schlußendlich konnten wir ein wenig durch den Flughafen bummeln. Die Restaurants sind dort übrigens auch alle geschlossen weiterhin darf in den Innenräumen, sofern es sich nicht um Hotels handelt, gegessen werden.

Mit rund 45 Minuten Verspätung flogen wir ab, eine nette Coronaauszeit ging damit zu Ende. Übrigens, in Berlin interessierte sich Niemand für den Test, im Flieger saßen wieder komplette Idioten ( Einer hatte seine FFP 2 Maske gedrittelt,diese war unten offen) und man kann nur hoffen, dass diese zu dämlich waren, auch die notwendigen Tests zu fälschen.

Mein Fazit: Nein, wir haben unsere Entscheidung zu fliegen zu keiner Zeit bereut. Die Mallorquiner geben sich große Mühe die Auflagen einzuhalten, überall erhielten wir Desinfektionsmittel, die Wege im Hotel waren zum Teil als Einbahnstraßensystem gekennzeichnet. In Palma wurde täglich Fieber gemessen, die Buffets haben keine Selbstbedienung mehr, die Insel versucht Alles um die Inzidenz niedrig zu halten. Mallorca benötigt dringend Touristen, die meisten Hotels sind geschlossen. In den grosen Tourispots siehts nen bissel besser aus, Palma, Cala Ratjada und Port de Soller hatten sogar eine große Auswahl an Restaurants. Die meisten Idioten haben wir am Kap Formentor als auch in den Fliegern erlebt…..grundsätzlich Männer die partout die MNS Regeln umgehen sollen.

Die meisten Reisenden mit Denen wir uns unterhalten haben, hatten ähnliche Einstellungen wie wir…..es ist auf der Insel ungefährlicher als in good old D. Wir haben ein Berliner Paar getroffen, das die Zeit zwischen den beiden Impfungen auf Malle verbringt, quasi nach dem Motto „ wir wollen den Dreck jetzt partout nicht mehr bekommen“….absolut nachvollziehbar.

Mallorca war ein Traum für Entdecker, wir erfreuten uns an leeren Stränden und relaxtem Sightseeing. Sicherlich wird sich die Insel füllen, doch wer die Möglichkeit jetzt noch nutzen will…ab, los in den Flieger. Das Wetter wird täglich besser, die Infrastruktur verbessert sich ebenfalls täglich. Das Risiko sich anzustecken würde ich als sehr niedrig einschätzen.

Wir waren einfach nur happy, die Insel nach über 20 Jahren Abstinenz wieder besuchen zu dürfen und haben unsere Auszeit sehr genossen.

Spanien, Mallorca, V: Kap Formentor, Sa Calobra, Porto Colom, Cala Ratjada

Die Sonne strahlte vom Himmel, schnell war klar, dass wir ans Kap Formentor und auf dem Weg mal eben über den Markt von Sineu schlendern wollten.

Also ging es quer über die Insel, links und rechts die alten Steinmauern mit Schäfchen und Olivenbäumen. Nach gut einer Stunde Fahrzeit waren wir in Sineu und ergatterten einen Parkplatz in Laufdistanz zum Markt.

Das, was mich 1998 noch begeistert hat, war 2021 nur ein müder Abklatsch vergangener Zeiten. Gott sei Dank war der Markt nicht voll….aber irgendwie hat man bereits Alles gesehen….1998 liefen die Viecher sogar noch frei herum.

Nach ner kurzen Runde über das Marktgelände fuhren wir weiter zum Kap Formentor. Wir benötigten ca. 45 Minuten, am zentralen Aussichtspunkt fanden wir schnell einen Parkplatz und staunten ab dem Moment nicht schlecht……min. 50% ignorierten die Coronauflagen und schlenderten gelassen ohne MNS auf der Aussichtsplatform, inkl. Steg entlang….bei genauerem Hinhören erkannte man in erster Linie Deutsche, Niederländer, Franzosen und ein paar Spanier….zum brechen….damit wird die gesamte Sommersaison in Gefahr gebracht. Mein Tip an die Balearische Regierung, stellt nen Controletti auf und kassiert ordentlich ab, gebt die Kohle den Bedürftigen auf der Insel.

Die Aussicht war dennoch traumhaft, wir hielten uns von der „ Oben ohne Fraktion“ fern und genossen die Bergwelt der Serra de Tranmutana.

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Blick nach Port de Pollenca.

Der letzte Weg zum Kap war recht abenteuerlich, relativ viele Autos bahnten sich mit uns durch die Serpentinen bis zum Far de Formentor.

Auch das Restaurant am Leuchtturm war sehr gut besucht. Wir ergatterten einen Tisch und genossen ein Sonnenbad um die Mittagszeit und bewunderten die vielen Radler, die sich die Serpentinen zum Kap gegeben hatten.

Nachdem wir den Sonnenschein genossen und erste Wolken aufzogen, machten wir uns wieder auf in Richtung Inca/ Soller. Unser Ziel war die Ortschaft Sa Calobra mit dem Highlight Torrent de Pareis. Die Straße war mehr als abenteuerlich, wir bewunderten meinen lieben Mann für seine Geduld.

Mein Reiseführer ( Baedecker) schreibt zu Sa Valobra : „Die in die winzige Ortschaft Sa Calobra führende Serpentinenstraße Ma-2141 ist eine der abenteuerlichsten, aber auch meistbefahrenen Straßen Mallorcas. Sie führt über 800 m hinab zum Meer; berühmt ist vor allem die 360-Grad-Kehre Nus de la cobata (Krawatten-Knoten) etwa auf halber Höhe der Strecke. Unten angekommen reihen sich in der winzigen Bucht die Restaurants. Doch zunächst geht es von einem großen Parkplatz zu Fuß weiter in Richtung Meer. Folgen Sie der Promenade nach rechts, die im weiteren Verlauf zu einem Pfad wird, und durchschreiten Sie die beiden Fuß-gängertunnel. Nach etwa zehn Minuten erreichen Sie die Mündung des Torrent de Pareis: Im Winter stürzt sich dieser Wildbach mit unvorstellbarer Kraft von den Höhen der Serra de Tramuntana ins Mittelmeer – im Frühjahr und im Herbst sind seine bis zu 200 Meter tiefen Schluchten ein Paradies für Wanderer.“

Wir waren hellauf begeistert, die Tunnel waren relativ lang und dunkel und man war kaum auf das Panorama gefasst, welches sich uns eröffnete.

Der Marsch durch den Tunnel verzückte uns, da kamen Kindheitserinnerungen bei dem Einen, der Anderen durch .

Auch der Blick aus dem Tunnel war sehenswert.

Vor Jahren konnte man wohl auch von der „ Meerseite“ in die Schlucht hineinschauen, doch dieser Weg war für uns leider, leider gesperrt.

Mit einem letzten Blick auf den Hafen von Sa Calobra machten wir uns am sehr spàten Nachmittag wieder auf die fast zweistündige Fahrt nach Cala d‘ Or.

Wir bewältigten die Kurven und waren am Ende happy, dass uns das Navi über Soller und nicht über Inca zurück in die Zivilisation brachte,

Um 18:30 waren wir wieder am Inturotel, mit dem schnellen Kauf von vier Coupons fürs Abendessen wurden wir zu Buffeteroberern…..zu Quallen wird man in diesem Urlaub nicht, da es gar nicht mal so leicht ist, überhaupt ans Essen zu kommen, Die Coronaauflagen werden hier auf Malle sehr ernst genommen, der Erfolg gibt den Mallorquinern recht.

Nach der ganzen Fahrerei vom Vortag blieben wir am Donnerstag, 29.04.21 faul am Strand und Pool. Nur zur Erinnerung, so schlecht haben wir es ja auch nicht getroffen.

Klärchen gab Alles, leider pfiff auch ein eisiger Wind….es ist eben erst April. Da sich der Wind leider nicht legte, verzog ich mich gegen 14:30 Uhr nach drinnen, die Sonne hatte eh bereits geküsst.

Gegen 16:30 Uhr fuhren wir in den Supermarkt, am Abend gab es Selbstgekochtes aus den beiden Restaurants 3OG links u. rechts…..angefangen mit Artischocke und Senf/ Ei Dip über Avocado, Krabben und Spaghetti.

Das schlechte Wetter aus Europa scheint nun auch auf Malle angekommen zu sein. Die letzten Tage verheißen nichts Gutes, bereits am 30.4.21 zeigte sich der Himmel verhangen aber noch trocken. Wir fuhren zunächst nach Porto Colom, einen hübschen Fischerdorf ohne nennenswerte Hotels und ohne Strand an der Ostküste, rund neun Kilometer oberhalb unserer Unterkunft.

Hier hatte ich 1998 zwei tolle Fotos geschossen, eins davon hing jahrelang im Büro, vergrößert auf 20×30 cm…..damals war es….mittlerweile hat sich die Skyline des Ortes verändert, die Kirche wurde quasi zugebaut, die neuen Bildchen haben keinen Rahmenanspruch. Porto Colom ( katalan: Portocolom) verfügt allerdings über den größten Naturhafen der Insel und behauptet von sich, der Geburtsort des gleichnamigen Seefahrers zu sein. Chronisten sind sich allerdings einig, Christoph Columbus wurde in Genua geboren. Dennoch muss viel Geld im Ort gewesen sein, die wunderschönen alten Villen zeugten davon.

Wir parkten den Wagen in Hafenähe und schlenderte in das 4800 Seelendorf.

Leider fing es, auf dem Weg um den Hafen herum, zu regnen an….die Schauerneigung verfolgte uns den gesamten Tag und wir wurden tatsächlich nass….

Unser nächstes Ziel war die Majorica Fabrik in Manacor….niemals nie hätten wir uns vorstellen können, dass diese aufgrund der Pandemie geschlossen hat….doch leider war dem so! Traurig standen wir vor dem Fabrikgebäude und schlunzten am Ende durch ein sehr, sehr schönes Aldi…..wohl die tollste Filiale weltweit!

Da sich das Wetter so einigermaßen hielt, die nächsten Tage nichts Gutes versprachen, fuhren wir weiter nach Cala Ratjada. Sowohl Mathias als auch meine Schwiegereltern hatten in der Hochburg der Deutschen bereits Urlaub gemacht und Alle wollten alte Erinnerungen aufwärmen.

Schnell war ein Parkplatz gefunden, schnell hockten wir an der Strandpromenade in einem Restaurant und ließen uns einregnen und einfrösteln. Der Wirt ( Deutscher, naturlich) war relativ entspannt, erzählte, dass es Ostern wohl sehr voll war, die jetzige Flaute im April ganz typisch wäre. Offiziell startet die Saison zum 01.05.21 und die Mallorquiner sind zuversichtlich wenn „ die Spanier sich nicht wieder in Horden zusammenrotten und Strandparties feiern“…..O- Ton…..verantwortlich für die hohen Zahlen ist die recht abstandslose Kultur der Spanier.

Nachdem es sich abgeregnet hatte, machten wir nen Bummel durch den Ort. Wir besuchten die örtliche Apo und mussten traurigerweise einsehen, dass gewisse Medikamente auch nur noch mit Rezept abgegeben werden…..


Endlich, ja endlich gelang es uns einen Blick auf Majorica Schmuck zu werfen und irgendwie zückten alle Vier das Portemonnaie.

Schlussendlich landeten wir in einer Cocktailbar, tranken eine Sangria….die urtypisch von einem waschechten Deutschen angerührt worden war.

Arta entpuppte sich als toter Ort in der Siesta und da die Blase drückte, machten wir uns auf gen Heimat.

Abends schwangen wir den Kochlöffel, aßen die Spaghettireste vom Vortag und genossen nochmal Muscheln, ein paar Garnelen, Salat und Melone mit Erdbeeren.

Nach einer Runde „ Macke“ gings ab in die Heia.

Spanien, Mallorca 2021, IV: Cala d‘Or, Salzberge u. Cala Figuera

We are living in a ghosttown…….!

Nach drei Nächten in Palma zogen wir zur Ostküste um. Wir hatten uns für eine Apartmentanlage entschieden, die lt. Booking gut ausgebucht war. Nach dem Frühstück packten wir die restlichen Sachen und machten uns gegen 10:30 Uhr auf unseren Weg. Nach ca. einer Stunde hatten wir es geschafft…..auf unserem Weg sahen wir viel leere Nester, die meisten Läden und Restaurants waren geschlossen, Corona Tristesse überall. Die Krönung erlebten wir dann aber in Cala d‘ Or. Unser Ferienort war an sich recht nett aber ohne zu lügen…..er war leer und geschlossen. Bis auf den großen Supermarkt und 1-2 chinesische Billiggeschäfte war absolut nix geöffnet. Dafür brummte es in unserer Apartmentanlage umso mehr, viele Familien mit kleinen Kindern bevölkern Cala d‘Or und genißen wohl HP, anders kann ich mir die 100% geschlossene Läden nicht vorstellen….dagegen war Palma das Tor der Welt.

Unser Apartment war allerdings der große Wurf, wir waren hellauf begeistert.

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Auch unsere Bucht war sehenswert, die Poolanlage ist ebenfalls sehr, sehr hübsch. Im späteren Verlauf des Tages waren wir aber froh, dass wir nur in der Vorsaison in der Anlage sind…..im Sommer muss es der Horror sein. Der Pool zu klein für die vielen Zimmer, der Strand ebenfalls nicht ausreichend….muss grausig sein!

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Wir waren fürs Erste zufrieden und verlebten den Nachmittag auf der Liege am Kinderschwimmbecken, bis uns die kleinen Superspreaderfraggles zu nahe kamen, die Helikoptereltern die Brut betuddelten und das Wetter anfing zu schwächeln.

Gegen 17:00 Uhr fuhren wir zum Supermarkt, shoppten Fisch, Salat, Garnelen , Muscheln und Brot und kochten an diesem Abend selbst. Gott sei Dank hatten wir zwei Küchen, so dass die Aufgaben zwischen den Restaurants aufgeteilt werden konnten.

Der nächste Tag begann verhangen und recht frisch. Das Buffet im Inturotel war dem im Marivent sehr ähnlich, auch hier wurde Fieber gemessen, sogar ein Wegeleitsystem wurde installiert. Wiederum wurden wir bedient, ein ungehinderter Zugang zum Buffet ist nicht möglich.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zu den Salzsalinen Es Trenc bei Les Salines. Dort bewunderten wir das Flor de Sal und gingen natürlich ausgiebig shoppen….mal in einem Laden stehen, was für ein Highlight.

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Colonia de Sant Jordi ist ein eher unspektakulärer Ferienort, mehr Apartments, Eigentumswohnungen und ein sehr nettes Restaurant, in das wir einkehrten.

Einer meiner Lieblingsorte auf der Insel ist Cala Figuera und genau dort wollten etwas länger verbleiben….doch leider waren die Hotels noch geschlossen und die Apartmentpreise nicht hinnehmbar, um nicht zu sagen, total überzogen teuer…..deshalb Cala d‘Or/ Cala Esmeralda….quasi ne Nachbarbucht.

Wir fanden einen tollen Parkplatz oberhalb des Ortes und konnten uns die zwei Minifjorde oder Doppelbucht erlaufen. Anfangs zeigte sich der Himmel noch bevölkt, während des Spaziergangs riss der Himmel mit einem Male auf, wie so oft am Nachmittag.

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Die Restaurants waren im Ort gut besucht, die Sonne stach vom Himmel, ein perfekter Poolnachmittag kündigte sich an…….oder auch nicht! Bis wir 30 Minuten später wieder im Hotel ankamen, hatte es sich zugezogen, war windig und kalt….Mallorca im April ist nen bissel wie Ostsee im Hochsommer.

Wir läuteten eine Siesta bis zum frühen Abend ein, ershoppten uns unser Abendessen und von Neuem begann die Kocharie in zwei Apartments. Bei meiner Schwiegermutter schwächelten die Sicherungen, zwei Pfannen und die Dunstabzugshaube waren zu viel des Guten……. um 19:30 Uhr saßen wir dennoch vor unserem Essen!

Spanien, Mallorca 2021, III: Tranmutana & kleine Dörfer

An unserem letzten Tag in Cala Major zog es uns ins Tranmutana Gebirge.

Das Wetter zeigte sich sonntäglich, am Ende wurde es direkt heiß. Sie Spanier fröhnten ebenfalls die sonntägliche Spazierfahrt und zum ersten Mal bekamen wir einen kleinen Einblick, wie schrecklich es auf Mallorca in der Hochsaison sein muss.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Port Andratx, ein puppiges Nest ohne Strand, viel Flair, vielen Restaurants und kleinen Fischerkaten. Wir waren auf Anhieb begeistert, aufgrund der guten Infrastruktur auf sicher ein tolles Ziel in den Zwischenjahreszeiten, wo es eher nicht ums Planschen geht.

Der Controletti auf dem Parkplatz zog eifrig seine Runden, nach 45 Min. hauten wir aus Port Andratx ab und hielten das nächste Mal in der Vallachei der Tranmutana….die Aussicht und ein Pinkelstop im Grünen.

In Banyalbufar hatten die Mauren Terassen für den Olivenbaumanbau angelegt. Diese sind erhalten geblieben und auch wir bewunderten die Baukunst.

Immer wieder sahen wir bezaubernde Olivenhaine, Fincas und kleine Dörfer.

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Unser Abstecher nach „ La Granja“ dem Vorzeigehof von Mallorca war schnell zu Ende, aufgrund der Pandemie war die „ schönste Scheune Mallorcas“ geschlossen, Wir bummelten ein wenig die Hauptstraße entlang und hofften einen Blick auf das Gehöft zu erlangen.

Über die Mittagszeit kamen wir in Vallgemossa an und aufeinmal waren auch ein Haufen Touris mit uns im Nest. Gott sei Dank war die Bande gefräßig und hockte in den Restaurants des Dorfes, so konnten wir das Winterquartier (1838/39) von FrédéricChopin und George Sand fast ohne Störungen genießen. Das Wetterchen gab Alles, für Sightseeing ist Mallorca im April wirklich empfehlenswert. Der Name des Prtes leitet sich übrigens aus dem arabischen Musa ab…..

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Nach dem ersten Künstlerdorf kam das zweite Künstlerdorf, DeiÁ, malerich am Berghang gelegen. Wir beließen es beim Panoramablick, wir hatten noch viel vor an diesem Tag. Da wir durch DeiÁ fahren mussten und der Glanz des Nestes hierbei ein wenig verloren geht, tat es uns nicht leid, dass wir keine weitere Zeit dort verschwendeten. Angeblich wurde DeiÁ durch die TV Serie Hotel Paradies, Ende der 80er zum Hotspot der dt. Touris….sei es drum.

Die Uhr zeigte mittlerweile 16:00 Uhr, als wir durch Soller fuhren. Übrigens fährt der berühmte Zug von Palma nach Soller zur Zeit nicht! Unser nächstes Ziel für eine Pippipause, Bier und Kaffee war Port de Soller. Der Ford wurde fachgerecht in einem Parkhaus einquartiert, der Controletti schrieb gerade nen Freiburger auf….überall auf der Insel sollte man tunlichst die Parkuhr nicht überziehen. Die Preise sind allerdings mehr als moderat angesetzt, 0,50€ für 30 Minuten.

Kurz und gut, uns zog es ans Wasser. Wir bewunderten die Bimmelbahn, die Soller mit Port de Soller verbindet, hatten Spass an den planschenden Kindern. Die Luft stand im Nudeltopf, Port de Soller liegt herrlich versteckt in einer Bucht.

Man sagt ja immer, dass das Beste ganz zum Schluss kommt und auf uns traf das an diesem Tag auch zu.

Wir fuhren ( 1998 bin ich gelaufen) die 5km von Soller nach Fornalutx. und bewunderten das „ Schönste Dorf Spaniens“. Immer wieder erhält der kleine Ort diese Auszeichnung, das Dorf sieht aus wie mustersarniert und schmiegt sich in die Serra de Tranmutana auf 1448m. Da es bereits nach 17:00 Uhr war, hatten wir den Ortskern fast für uns, lediglich an der kleinen Placa Major tobten die Touris. Man mag ebenfalls nicht an Hauptsaison oder Post Corona denken…..muss scheußlich sein.

So schlenderten wir durch die verlassenen Gassen, genossen das schöne warme Licht und waren hochzufrieden über unseren Tag.

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Zurück nach Palma ging es über die Autobahn, pünktlich zum Abendessen waren wir wieder am Marivent und entschieden uns für das Buffet im eigenen Haus.

Der Tag hatte Reibut gezollt, bereits um 22:00 Uhr lagen wir frisch geduscht in unserer Heia.

Spanien, Mallorca 2021, II: Palma de Mallorca

Nach zehn Stunden Schlaf hatten wir den Anreisetag verkraftet und gingen gegen 8:00 Uhr zum Frühstück. Aufgrund der Coronaauflagen gab es zwar Buffet aber ohne eigene Bedienung. Dennoch blieb kein Wunsch offen und gut gesättigt gings in die Innenstadt. Wir fanden einen Parkplatz für umme, inkl. Blick auf die Kathedrale. Genau dort hin zog es uns…..

Die Promenade war gut besucht, die Mallorquiner fröhnten dem Frühsport, verbotener Weise ohne Masken!? Ich glaube dies gehört zu den neuen Öffnungen auf der Insel….bei nur 63 Menschen im KKH, wer kann es Ihnen verübeln?

Wir sahen auch einige Restaurants, die offensichtlich die Pandemie nicht überleben werden, die meisten Hotels waren tatsächlich geschlossen.

Unser erstes Ziel war La Llotja, die alte Handelsschule. Hier hatte ich bereits 1998 gestanden aber irgendwie bin ich damals nicht hineingegangen.

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Den schönsten Blick auf die Kathedrale „ La Seu hat man vom Wasser aus, bzw. vom Parc de la Mer. Die Kathedrale gilt als das Wahrzeichen von Mallorca und macht insbesondere des nächtens etwas her…. nun ja, nicht für uns, nicht in diesem Urlaub. La Seu ist eine der schönsten gotischen Kathedralen der Welt, sie wurde ab 1230 auf den Resten einer Moschee erbaut und 1600 vollendet. Von 1904-1914 unternahm Antoni Gaudí einige Umarbeiten, dazu komme ich aber später im Bericht. Hier nun erstmal der Parc de la Mer und die wunderschön abgestrahlte Kathedrale (1998 war sie schwarz).

Wir hatten wirklich Spaß, schauten den Yogaenthusiasten zu und verbummelten ein wenig die Zeit.

Nachdem wir das Schmuckstück aus allen Winkeln vom Park her bewundert hatten, wollten wir natürlich auch hinein. Hier kam uns Corona zu Gute, die Kirche war leer….null Bustouris, Kreuzfahrer usw.

Der Eintritt kostet 8€ pro Person, Rentner erhalten eine Ermässigung von einem Euro.

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Die Buntglasfenster und das Altarensemble stammen von Gaudí, dass die Kathedrale Weltkulturerbe ist, erklärt sich von alleine. Im Inneren sind nur Handybilder erlaubt, alle Kameras haben in den Taschen zu bleiben.

Auch der Kreuzgang ist sehr sehenswert.

Der Palacio vor der Kathedrale

Nachdem wir La Seu ausgiebig bewundert hatten, schlenderten wir den Passeig de Born entlang und bewunderten die schönen Häuser im Jugendstil und einen ganz besonderen Teddy sowie die Auslagen der Edelgeschäfte ( Gucci, Prada & Co). Das alle Läden offen war, machte uns bereits ganz kirre…sorgenvolle Falten erschienen auf unseren Gesichtern….die Inziden, die Inzidenz ( man ist bereits echt geschädigt!).

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Ich wollte nochmals in die Bäckerei Forn de Theatre, die maps2go leider falsch ortete. So kamen wir aber immerhin in den Genuss der Ramblas von Palma, wo der samstägliche Blumenverkauf in vollem Gange war.

Google maps stellte sich sein wenig klüger an und nach wenigen Minuten konnten wir uns die Nase an den Auslagen der berühmten Bäckerei platt drücken……2021 so gut wie 1998!

Wir ergatterten vor der Bäckere einen Tisch und stellten erst bei der Bestellung fest, dass die Tische zur Bar nebenan gehörten, Sei es drum…..das Bruschetta war sagenhaft und was Süßes gabs im Anschluss.

Nach einer kleinen Stärkung bewunderten wir die Jugenstilschönheit auf der anderen Straßenseite und schlenderten zum Placa Major weiter.

Den Placa hatte ich viel größer in Erinnerung, wir hielten uns auch nicht lange dort auf.

Wir setzten unseren Bummel durch die schöne Altstadt fort, leider waren viele Geschäfte, aufgrund der Siesta ( nicht aufgrund der Pandemie) geschlossen. Gut, das wir wenigstens Ale Hop überfallen konnten.

Langsam und allmählich taten uns die Füsse weh und unser Weg verlagerte sich automatisch Richtung Wasser und zurück zur Fordpension ( der Kleine hat noch keinen Namen bekommen).

Wir bewunderten das Gericht und den alten Olivenbaum auf dem Platz davor.

Mit einem Blick zurück auf La Seu fuhren wir hochzufrieden aber doch ein wenig fusslahm gegen 16:30 Uhr zurück ins Hotel.

Wir versackten auf unseren Liegen am Pool und verschliefen den späten Nachmittag. Am Strand feierten die Spanier die leichten Lockdownöffnungen, die Männer warfen sich wieder in die kalten Fluten.

Da die Restaurants nur innerhalb der Woche abends nochmal öffnen dürfen, entschieden wir uns für unser Buffet im Hotel. Dort wird obligatorisch Fieber gemessen und da bereits das Frühstück überzeugte, waren wir uns sicher, dass auch das Abendessen nicht enttäuschen würde…..wir behielten recht. Fleisch und Fisch von der Plancha, Suppe, Salat und etliche nette Leckereien wie Albondigas, Artischocken usw. Hier ein kleiner Auszug aus unserem Essen.

Den Abend verbrachten 3/4 mit einer Runde Macke, ich beschäftigte mich mit dem Blog….um 23:00 Unr fielen wir in die Heia.

Spanien, Mallorca 2021, I: Cala Major

Ok, ich gebe es zu, wir sind Mallorcaschweinchen geworden. Zu unserer Entschuldigung, die Flüge waren bereits seit 2020 in unserem Besitz und es war wohl mehr Glück als Verstand dabei, dass die Inzidenz bei rund 30 lag, als wir Ende April auf die Baleareninsel flogen. Nun galt es lediglich einen PCR Test im Vorfeld der Reise zu machen, die Einreiseformulare für Spanien zu bewältigen und den PCR Test vor Abreise von der Baleareninsel zu organisieren. Über Wochen hinweg waren wir unsicher, ob wir fliegen sollten, beobachteten die Lage in Spanien, mussten sogar das ebenfalls seit einem Jahr gebuchte Hotel in Palma nochmal umbuchen, weil dieses leider geschlossen war. Die Infektionszahlen blieben stabil, rund zehn Tage vor Abflug waren wir uns sicher, dass wir die Auszeit aus dem virusverseuchten Deutschland antreten würden.

Wir hatten die Nacht zuvor in Großziethen bei meinen  Schwiegereltern verbracht, aufgrund der Ausgangssperren wollten wir morgens um 3:15 Uhr nicht von Berlin anreisen, wenn es aus GZ doch schneller geht. Später gab das www  ( ADAC)Auskunft, dass wie überhaupt nicht hätten fliegen dürfen, da Anreisen während einer Ausgangssperre tabu sind….gut, dass wir diese Info nicht im Vorfeld hatten, ich Schisser hätte keine ruhige Minute gehabt.

Um 2:30Uhr pustete meine Schwiegermutter die Geburtstagskerzen aus ( sie feierte ihren 70. Geburtstag), um 3:15 Uhr stand das Großraumtaxi vor der Tür und in knapp 12 Minuten standen wir, mit Sack und Pack, am Terminal. Es war absolut nichts los auf den Straßen,  am BER umso mehr…..die Maschine nach Malle war, bis auf ein paar Restplätze, ausgebucht! Das Abfertigungsprocedere war perfekt organisiert, (sowohl Test als auch Einreise España wurde kontrolliert)  und Easyjet meinte es  mit den Sicherheitsbedingungen gut. Nur das kleine fiese, egoistische Wesen namens Mensch kann oder will sich nicht an die Regeln halten. Die Einen halten die Sicherheitsabstände nicht ein, Andere zogen die versifften Nuschelpullis unter die Nase, so wie das eklige Exemplar eine Reihe hinter uns.

Pünktlich landeten wir auf der Baleareninsel und mit uns ein paar Maschinen aus Stuttgart, Hannover, Genf und Hamburg, Willkommen im 17 Bundesland. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass es leer auf dem Flughafen gewesen wäre. Die Touris verteilten sich aber großartig auf der Insel, so dass es eher lauschig auf Malle zugeht. Nur 10% der Hotels haben zur Zeit geöffnet……ich möchte nicht zur Hochsaison auf der Insel sein.

Das Einreiseformular wurde gescannt, das haben die Insulaner super organisiert und schnurstracks standen wir bei Hertz und versuchten unseren PKW zu ergattern. Leider versuchten unsere Landsleute aus Hannover, Stuttgart, Genf und Hamburg dies auch! Am Ende standen die Männer eine Stunde in der Reihe, während wir Frauen die Stullen aus Berlin verspeisten, das Gesicht trotz Nuschelpulli in die Sonne streckten und uns über das schöne Wetter ( morgens um 9:00 Uhr, 17 Grad) freuten.

Wir übernahmen unseren Ford und machten uns auf die Socken ins „Be Live Marivent Adult only“ in Cala Major, ca. 4 km außerhalb von Palma.

Unser Hotel war die dritte Option, nachdem auch die zweite Buchung. ( Be Live Azur Marivent) von der Hotelkette eigenständig umgebucht worden war. Doch diesmal bekamen wir das Upgrade, letztendlich ein altes Hotel, welches super modernisiert worden war. Wir waren sowohl mit dem Zimmer und vor Allem mit der Aussicht auf die Bucht zufrieden und genossen erstmal den Balkon.

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Mathias bereitete seiner Mutter einen hübschen Geburtstagstisch zu, das Hotel in Palma als auch unser Essen am Nachmittag gehörten zum Geschenkepaket.

Die Frühlingsonne gab Alles, der fehlende Nachtschlaf zollte Tribut. Für rund 1,5 Stunden verzogen wir uns auf die Liegen am Pool, wo übrigens keine Maskenpflicht war.

Die Männer testeten auch das Meer an, doch bei 15 Grad Wassertemperatur kommt noch keine so richtige Badelaune auf.

Gegen 14:00 machten wir uns, gut verbrutzelt, auf den Weg ins „ La Parada del Mar“ einem Restaurantip mit Geheimtipanspruch. Man bekommt das geboten, was der Name bereits prophezeit…..die gesamte Auswahl des Meeres! Geordert wird an der Theke und zu Kilopreisen….und man ist zunächst leicht überfordert! Wir entschlossen uns für die Variante 8 verschiedene Gänge, Getränk und Nachtisch und fielen fast vom Hocker! Dieses Restaurant ist ein Muss, wenn man Meeresfrüchte liebt! Meine Schwiegereltern testeten sich tapfer durch Muscheln, Octopus und Kalmare und waren am Ende so schwer begeistert, dass wir nochmal einen Tisch für die nächsten Tage reservierten.

Die Preise waren als sehr moderat zu bezeichnen, am Ende wäre ein Essen in Berlin, beim Italiener mit all den Gängen und Nachtisch weitaus teurer geworden.

Nach dem Essen liefen wir gen Palma und stießen auf den Palacio de Marivent wo sich Joan Miro im Garten mit seinen Skulpturen verewigt hat. Miro lebte auf Mallorca und auf der gesamten Insel trifft man auf seine Kumstwerke. Der Park zum Palast war noch 30 Minuten geöffnet und somit bummelten wir ein wenig durch die hübsche Grünanlage.

Das nächste Ziel war der Hochseehafen von Palma, an dem eigentlich, ja eigentlich, die verdammte Kreuzfahrt hätte starten sollen. DIE KREUZFAHRT DIE MATHIAS ENDLICH NACH OSLO BRINGEN SOLLTE…..was daraus am Ende werden wird, stay tuned! Fakt ist, dass auch im zweiten Coronajahr Oslo erstmal gecancelled werden musste. Dafür waren wenigstens die Flüge nicht umsonst gewesen……

Wir verweilten dennoch am Hafen und versuchten einen Blick auf La Seu, der berühmten Kathedrale zu werfen….doch nichts da, zu viel teure Jachten und Industrie versperrten den Blick.

Nach einem Abstecher in Mercadona ( ich liebe spanische Supermärkte) einem Absackerdrink auf dem Balkon genommen und vollkommem erschossen ins Bett gefallen. Mallorca hat mich nach 23 Jahren wieder, die Inzidenz lag am 23.04.21 übrigens bei 21 und das gab uns ein super Gefühl für die nächsten Tage. Die Mallorquiner freuen sich über Lockerungen, ab dem 24.4.21 durften Restaurants auch wieder abends öffnen, Geschäfte länger auf haben und sich mehr Personen in persona treffen…..so kanns gehen, wenn man sich an harte Maßnahmen hält.

Portugal/Spanien 2019 II: Tarifa, ein Sehnsuchtsort

Tag 1: Unsere Entscheidung nochmal in das so angesagte Surfernest zu fahren hat unser Hundemädchen getroffen. Im Rückblick aller Urlaube war sie an der Straße von Gibraltar wohl am Glücklichsten. Das Wetter eher schottisch, Starkwinde aus dem Landesinneren und Sahara, dazu ein breiter und langer Buddelkasten und jede Menge „best Buddies“……was will ein Westie mehr????? Auf jeden Fall krakeelte sie bereits mächtig in ihrem Kennel herum als wir das Ortsschild Tarifa nach rd. 3,5 Std. Autofahrt passiert hatten. Ihr Ortungssystem funzte hervorragend, Emily wusste genau wo sie war und lief schnurstraks zur Nr. 33. Fanni, die Freundin von Mallory übergab uns unser Heim für eine Woche und wir freuten uns über das schnuckelige Apartment. In diesem hatten ein paar Veränderungen Einzug gehalten, wir liebten weiterhin das Enterieur.

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Nach dem ersten Einrichten, Emily war ganz Zuhause, zog es uns an den Strand. Wie im letzten Jahr wurden wir gnädig begrüßt, Poniente und Levante die beiden fiesen Brüder schliefen ihren Rausch am Semana Santa ( heiliger Sonntag) aus! Es war warm und fast windstill-herrlichstes Badewetter, ohne Wellen. So kam sogar ich ins Wasser….echt wahr! Und obwohl es Sonntag war, am Strand war genug Platz für Alle!

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Wir entschieden uns fürs kochen und mussten dann feststellen, dass nicht nur Poniente und Levante im Tiefschlummer waren, nein auch die großen Supermärkte leisten sich den sonntäglichen Schlaf. Wir fuhren Richtung Ortskern und machten einen kleinen Tante Emma Laden aus, der uns Spaghetti, Tomaten, Zwiebel, Tomatenmark und Scampis verkaufte…..Essen gerettet.

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Das das Wetter so mild und die Atmosphäre so schön war, verzogen wir uns nochmal an die Strandpromenade Höhe Café del Mar und genossen den Sonnenuntergang. By the way, wir amüsierten uns köstlich über die vielen Hunde, die ihren Besitzern zum Teil erstaunlich ähnlich waren. Am Besten kam ein Typ mit Dreadlocks, der mit zwei Tibetterriern unterwegs war……long story short „ganz der Papa“ wie Froggy vorzüglich feststellte. Auffällig war, wie geschillt der Ort mit den ganzen Viechern umgeht, Emily fühlt sich in Tarifa wie die Made im Speck!

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Der Schlaf holte uns gegen 22:00 Uhr ein, die Autofahrt zollte ihren Tribut.

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Tag 2: Am nächsten Morgen wurde vor dem Frühstück erstmal Mercadona „überfallen“ und der erste Großeinkauf gestartet. Unser ausgiebiges Frühstück sah im Anschluss so aus:

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Gesättigt und zufrieden startete wir nach Tarifa, da wir Fährpläne studieren und unser geplantes Whalewatching organisieren wollten. Die Parkplatzsuche war nicht ganz einfach, dann legte sich Mathias fast auf den Pinsel, eine Aktion die ich im Anschluss vollendete. Das Knie ist blau, meine Kamera hat den Sturz überlebt…..

Bissel gefrustet liefen wir durch die Medina und besuchten endlich den Mercado von Tarifa.

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Spektakulär war die Markthalle wirklich nicht und da wir unsere Pässe nicht dabei hatten, konnten wir auch keine Tickets für Tanger buchen. Als auch noch die Geldautomaten streikten und wir kein Bargeld bekamen, waren wir ein wenig fassungslos und entnervt. Auch ein Anruf bei der Commerzbank half nicht weiter. Froggy versuchte es letztendlich nochmal an einem Automaten in der Innenstadt und hatte nach rd. sechs Fehlversuchen Glück! Wir hielten Bares in den Händen.

Am Nachmittag ließen wir uns am Strand sandstrahlen, Poniente und Levante hatten für die neue Woche ausgiebig Kraft getankt und gaben Alles……dennoch hielten wir tapfer aus, auch als der Sonnenschirm zweimal über den Strand flog. Emily war allerdings sauglücklich, Poniente hin oder Levante her……

Da am Montag viele Restaurants Sonntag feiern, kamen wir in den Genuss von Meeresfrüchte satt. Wir shoppten im Mercadona und dann hieß es kochen……Miesmuscheln mit Tomatensoße, Scampis, Salat und das Alles auf zwei Flammen. Erschwerend kommt hinzu, dass nur ein großer Topf und max. eine 12cm Pfanne bzw. ein kleiner 1 Liter Kochtopf gemeinsam Platz auf dem Herd haben…..fragt also nicht wie, aber es war machbar.

Voila, hier kommt das Ergebnis:

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An dem Abend hielt uns nichts mehr, wieder kam der Sandmann bereits um 22:00 Uhr zu Besuch. Da wir am nächsten Tag sowieso nach Gibraltar wollten, kam uns derSand in den Augen gerade richtig.

Tag 3: Unser Ausflug nach Gibraltar „the rock“ kann hier nachgelesen werden:http://allcontinentsinonelife.com/portugal-spanien-2019-iii-gibraltar-vor-dem-brexit/

Nach unserer Rückkehr aus GB machten wir einen kurzen Stopover in Tarifa und kaufen dort die Tanger Tickets und meldeten uns zum Whalewatching an. Da wir wieder durch die Medina liefen, kommen hier noch ein paar Eindrücke.

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Im Apartment erledigtem wir die erste Wäsche und liefen dann los…..immer Richtung Sanddüne……mit Wind im Rücken.

Ca. 4 km am Strand pro Richtung und das Wetterchen spielte gekonnt mit. Farblich gesehen wähnten wir uns in der Karibik und als Strandläufer machte auch der Wind nichts mehr aus.

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Der Salzssee, kein Durchkommen für uns.
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Leider versperrte uns ein Zulauf aus dem Meer, der in einem Salzsee endete und eine starke Strömung aufwies das weitere Vergnügen.

Wir beobachteten die Kiter und bewunderten deren Technik.

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Nachdem wir die vier Kilometer wieder zurück gestapft waren, ging es ins Café del Mar. Das Restaurant scheint DIE Adresse in Tarifa zu sein, mit sehr mässigen Nüssen…..sie schmeckten so muffig, man konnte die Dinger wahrlich nur den Spatzen überlassen.

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Da wir immer noch platt vom Mittagessen waren, gab es gegen 21:00 Uhr einen Salat mit ein wenig Pute und dann ging es gegen 22:30 Uhr mit Mückenstecker in die Heia.

Tag 4: Walbeobachtung in Tarifa! Wir schliefen zunächst aus und gammelten den Vormittag über in unserer Hütte herum. Um 11:50 Uhr liefen wir zu Fuß nach Tarifa und warteten auf unser Schiff. Gegen 13:00 Uhr gings los…..wir hofften natürlich auf Orcas, wurden diesbezüglich aber enttäuscht. Orcas sind nur in den Sommermonaten in der Straße von Gibraltar anzutreffen. Dennoch waren wir gut dabei. Drei verschiedene Delphinarten und Pilotwale gehörten zu unserer Ausbeute. Das Wetter war traumhaft, wir schauten im „Dreiländereck“ nach Spanien, Marokko und Gibraltar/GB und genossen die Sonne.

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mormaler Delfin
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Pilotwale
Pilotwale
Pilotwale
Tümmler
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Bottlenosedelfin
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Der Blick nach Marokko
Tarifas einziger Mittelmeerstrand
Der südlichste Punkt Europas
Einfahrt ins Hafenbecken

Leider war es am Nachmittag nicht mehr ganz so warm und windstill….wir wurden ganz schon durchgefegt und hielten es nicht lange am Strand aus.

Abends gingen wir ins Mexcalita, zünftig mexikanisch war angesagt. Erst gab es Ceviche, Nachs und Enchiladas. Wir trafen unsere Nachbarn die mit ihrer Lola unterwegs waren. Lustigerweise wohnen jetzt zwei Westies in einem Haus. Nach zwei Bieren fielen wir ins Bett.

Tag 5: Heute war nur Strand und Dünen angesagt. Das Wetter spielte mit, es war bereits vormittags so warm,dass wir nach obligatorischen Supermarktbesuch draußen frühstücken konnten. Ab 12:00 Uhr war beachtime und wir hielten es bis 16:00 Uhr an unserem Strand aus. Ich hatte mir einen Sonnenstuhl aus unserem Garten mitgenommen und genoss ziemlich comfy Wind und Wetter.

Emilys neues Spielzeug
Emilys Strandbar, der Mittagstisch war reich gedeckt.

Am Spätnachmittag fuhren wir endlich zu der großen Sanddüne in der Nähe vom Punta Paloma. Faszinierend, was der Saharasand so alles in Europa anstellt. Für Mensch und Hund eine riesiger Buddelkasten, auch wenn Emily am Ende nicht mehr laufen wollte…..ihr war es zu anstrengend.

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Der Sand verteilt sich auch auf der Straße.

Bemerkenswert ist der traumhafte Blick über die gesamte Bucht von Tarifa bin hin zur Isla Paloma und damit dem südlichsten Punkt Europas.

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Wir kochten an diesem Abend nochmal selber und nochmals Spaghetti Marisco mit richtig vielen Meeresfrüchten. Dazu hatten wir noch Sardinen, Salat, Melone, Brot…..also ein richtiges Festessen. Das Kochen war natürlich wieder eine Herausforderung mit den zwei Platten.

Diesmal hatten wir uns allerdings wirklich verschätzt und war nach dem Essen k…..übel, es war eindeutig zu viel gewesen.

Tag 6: Unser Tagesausflug nach Tanger ist hier zu finden: http://allcontinentsinonelife.com/portugal-spanien-2019-iv-tanger-ein-klein-wenig-afrika/

Nach unserer Rückkehr aus Afrika knuddelten wir unsere Emily durch und zogen mit ihr an den Strand. Sie sollte sich nach 7 Stunden alleine im Apartment noch richtig austoben können. Abends gab es lecker Tapas in der heimischen Stube.

Den Rest des Abends verbrachten wir mit der Mückenjagd, mein Mann wurde zum Berserker.

Tag 7: Unsere Zeit in Tarifa geht dem Ende entgegen. Mit nicht nur einem weinenden Auge sagen wir in diesem Jahr adieu…..und heimlich stöberten wir in den Immobilien herum. Leider haben wir nicht im Eurojackpot gewonnen.

Wir schliefen am letzen Tag aus und bummelten bei bewölktem Wetter zur Isla Paloma vor. Natürlich am Strand,Emily war immer mit den Pfoten im Wasser.

Wir wollten an den südlichsten Punkt des Kontinentes, der NICHT auf Gibraltar zu finden ist. Doch bis zum Leuchtturm kommt man leider nicht. Die Isla Paloma teilt auch das Mittelmeer vom Atlantik……ein interessanter Punkt auf der Landkarte, mit militärischem Hintergrund. Noch immer sind viele Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg zu bewundern.

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An der Festungsanlage von Guzman dem Guten/ Braven trennten sich die Wege. Ich ging in die Festung, die samstags für umme war,Mathias schlenderte mit dem Wauz durch die Medina. Danach wurde getauscht….Froggy machte Sightseeing, ich wurde zum Emilysitter.

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Die Burganlage hat mir richtig gut gefallen,selten habe ich ein liebevolleres Museum gesehen. Die Stadtmauer ist gut konsturiert, die Blick auf Medina, Altstadt und Hafen sind superschön. Ich hätte gut länger verweilen können, doch die Pflicht rief und wir wollten am Nachmittag auch noch an den Strand.

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Nachdem ich den Wauz übernommen hatte, schlenderte ich mit Emily ein wenig durch die Altstadt und ging mit ihr nochmals zum Mirador. Hier wird de /die findige Leser/in durchaus Wiederholugen zum Vorjahr finden.

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Nach der Wiedervereinigung von Mensch. und Tier zog es uns die Cerveceria Varadero. Dort gab es nur Bier und Fisch, nix weiter….für uns bedeutete dies Cruzcampo, roten Thunfisch ( der Klassiker in Tarifa)und Gambas al Ajillo.

Am Nachmittag war „abbaden“angesagt, Klärchen gab trotz schlechter Vorhersage Alles, was uns den Abschied nicht leichter machte.

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Der letze Abend wollte gefeiert werden und da das Surla zu hatte, zog es uns nochmal ins Mexcalita zu Nachos und Enchiladas. Am Ende kam die Sauerei-Toffeecheesecake mit Eis und Margharita…..es war ein würdiger Abschied.

Wir nahmen ein wenig traurig Abschied vom Paradies für Mensch und Tier. Super hat es uns gefallen, Glück hatten wir mit Poniente und Levante. Ich habe es im Vorfeld kaum glauben wollen, wir haben viel Neues entdeckt und um es mit Froggys Worten zu sagen „das machen wir nochmal!“

Und wer nochmal schauen möchte, was wir im letzten Jahr in Tarifa getrieben haben und wer vor Allem mehr Medinabilder sehen möchte, der schaut hier oder geht über die Schlagwortsuche: http://allcontinentsinonelife.com/?s=Tarifa

Portugal/ Spanien 2019, IV: Tanger, ein klein wenig Afrika

Wenn man schon mal in Tarifa ist und die Atmosphäre aus Al Andaluz spürt, bereits Südspanien fast zu 1001 Nacht zählt, die Alhambra und den Alcazar gesehen hat, der sollte auch nach Tanger fahren….wenigstens als Tagestrip.So dachten wir bei unserem zweiten Tarifabesuch auch und buchten die nicht ganz so billigen Tickets (70€ return…..naja) bei FRS. Die Fähre benötigt zw. 45-70 Minuten, hängt von Wetter, Tide und Ladung ab.

Nach Studium des Wetterberichtes hatten wir uns für einen bewölkten Tag in Tarifa entschieden und standen bereits morgens um 7:00 Uhr auf. Es war stockduster, Emily verstand die Welt nicht mehr. Noch ungläubiger wurde sie, als wir ohne die kleine Hundedame von dannen zogen. Wir wollten kein Risiko eingehen und hatten ihr die Titerbestimmung in Deutschland dieses Mal erspart.

Am Terminal war bereits kurz nach 8:00 Uhr Jubel, Trubel, Heiterkeit und auf einmal waren die Amis und die Chinesen da! Leider benahmen sich beide Sorten Reisende gleich blöd. Die Amis reisten in Shorts und schulterfreie Shirts ins muslimische Marokko, über die Chinesen muss ich mich nicht weiter auslassen……die Klamottenwahl in all seiner schlechten Vielfalt ist hier, hinlänglich bekannt, das kleinere Übel.

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Auf der Fähre wunderten wir uns, warum sich alle Welt links, an der Cafeteria und genau an unseren Sitzen vorbei, brav in eine Reihe aufstellte? So gut kann der Fährkaffee doch nicht sein? Des Rätsels Lösung kam zehn Minuten vor Ankunft in Tanger……die Stempelung des Passes findet auf dem Boot statt! Wir also als fast Letzte mit in die Reihe und zack, wir waren eingereist.

Die Überfahrt glich einer Bootsfahrt über den Dorfteich, wir sahen Delfine und freuten uns über die glatte See. Natürlich kam das Gespräch für unsere Islandplanung auf. Ob uns die drei Tage über den Nordatlantik genauso gut bekommen werden? Autofähre statt Flieger, so ist der Plan!

Natürlich wurde nochmals das Gepäck durchleuchtet ( insgesamt 4x an diesem Tag) und die Pässe nochmals auf Stempel gescheckt. Um 9:30 afrikanischer Zeit standen wir endlich auf dem Parkplatz des Hafengeländes uns starrten zur Medina und Kasbah hinauf und bewunderten die Neue Hafen Moschee ( Port Mosque) direkt am Hafen.

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Wir erklommen die Stadtmauer, die von den Portugiesen erbaut worden war. Tanger war wie Essaouira ( ehemals Mogador) portugiesisch und an den Kanonen kann man dies auch nachlesen…..

Der Blick auf den Hafen und die Port Moschee sind sehr beeindruckend und das Wetter spielte so toll mit.

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alte portugiesische Waffen.
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Wenn man genau hinschaut, lassen sich prima Vergleiche zu Essaouira finden. Der Aufbau der Straßen in der Medina und auch die Kasbah, der Sultanspalast erinnern an das bezaubernde Städtchen. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß, auch wenn klar war…..ein Tag ist viel zu kurz und eigentlich so gar nicht unser Stil.

Tanger ist die älteste Stadt Marokkos und wurde bereits 1600 v. Christus von den Karthagern gegründet. 1471 kamen die Portugiesen, rund hundert Jahre später die spanischen Eroberer. Auch die Briten versuchten sich ab 1661 an Tanger und wurden schlussendlich 1684 von den Mauren besiegt. 1912 verlor Marokko seine Unabhängigkeit und die Franzosen und Briten teilten sich Marokko auf.

Als internationale Stadt wurde Tanger zw. 1923 -1956 von acht europäischen Staaten regiert, lediglich in den Kriegsjahren hatten die Spanier das Sagen. Italien musste nach dem Krieg sein Verwaltungsrecht auf Tanger aufgeben, dieses übernahmen dann die Amis und die Russen. Deutschland war an Tanger nie beteiligt.

Die Stadt war sehr beliebt unter Schriftstellern, Literaten und anderen Künstlern. Die Bohéme lebte in Tanger und in den 60er Jahren entwickelte sich die Stadt zum Hippieziel.

Auch heute sieht man noch niedliche Cafés und Restaurants. Wir hatten uns, aufgrund von Hundelternzeitnot, von Vornherein nur auf Medina und Kasbah geeinigt, die Neustadt ließen wir gepflegt Neustadt sein. Vieles müssen wir auf einen zweiten Besuch verschieben….vermutlich 2024 zum zehnten Hochzeitstag, wenn wir unser Hochzeitsreiseziel nochmal wiederholen.

Da eh Freitag war, waren der Souk und die Einkaufsstraßen ausgestorben, für uns kam die Leere der Stadt aber gerade recht….zum Fotografieren ein Traum.

Stadtmauer und Medina im Hintergrund
sehr portugiesisch
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Und dann standen wir drinnen, in der Medina, am Rande der Kasbah. Viele stimmungsvolle Straßenzüge entdeckten wir auch ohne maps2go, die App hatte uns hoffnungslos verlassen. Es ging aber auch so, wie man auf den folgenden Bildern sieht…… und das Ganze genossen wir ohne weitere Touristen, die sich wohl alle am Grand Socco herumtrieben. Diesen lernten wir an diesem Tag nicht mehr kennen, ein gutes Mittagessen war uns wichtiger.

Hier wurde altes Brot gesammelt und gestapelt….man beachte die Mauz mittendrin
Architektur wie in Essaouira
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Wir liefen ein wenig kreuz und quer durch die Medina, immer auf der Suche nach Bazaar , Souk oder Markt…..wie immer man es nennen möchte.

Eingang zur Kasbah
Sultanspalast, heute Museum
1001 Nacht
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Die Kasbahmoschee

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Café, Café, Café und zur Abwechslung eine Moschee:

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Und weiter gehts mit stimmungsvollen Orten, Türen und Toren…..man wähnte den kleinen Muck um sich herum. Leider wurden wir Zeugen einer nicht ganz so lustigen Auseinandersetzung von vielen kleinen Mucks im Alter von 12- 15 Jahren….inkl. Abziehen des Baseballcaps und teilnahmslosen Erwachsenen. Wir hätten am Liebsten eingegriffen und wunderten uns mal wieder über den Überschuss an Testosteron bei den Jungs. Für uns blieb ein schaler Beigeschmack und wir waren sehr dankbar, als ein Marokkaner einschritt und die Kiddies auseinandertrieb.

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Noch ne Moschee

Ein wunderschöner kleiner Innenhof mit insgesamt vier individuellen Haustüren. In früheren Jahren hat man keine Hausnummern verwendet. Der Besucher erkannte das richtige Haus an der geschmückten Tür……Postbote war bestimmt kein begehrenswerter Beruf.

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Dieser Hof war eine echte Medinaschönheit. Trat man durch das Tor links, bot sich ein Blick in die Neustadt.

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Das Tor von der anderen Seite

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Und ein bissel Soukleben fanden wir auch noch.

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An einem Freitag, während des Mittagsgebets etwas zum Beißen zu finden, war nicht so leicht. Wir hatten auf das Umtauschen von Euro nach Dirhan verzichtet, das Tanger eher europäische Preise hat, war mir aufgrund der Lage und der Tatsache, dass die Stadt ein klassisches Tagestourziel ist, bereits im Vorfeld klar. Umso schöner, dass wir das Al Madina fanden, ein süsses und reich geschmücktes Restaurant in der Medina….der Name war Programm. Die Tochter des Haus war so reizend und wir bekamen ein klassisches marokkanisches Menü mit vier Gängen, was seine 15€ wirklich wert war.

Das Foto vom Tee habe ich mir geschenkt :0)!

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Wir hatten noch Zeit bis zu unserer Fähre und versuchten einen etwas anderen Weg zurück zur Fähre zu nehmen, doch so recht gelang uns dies nicht…..nur ein paar Straßenzüge lang.

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Die Ausreise war unproblematisch, wir bekamen unseren Stempel in den noch fast jungfräulichen Pass. Die Chinesen machten uns auch auf der Rücktour viel Spaß. Gegen 16:30Uhr waren wir wieder mit Emily vereint.

Damir die Kleine auch zu ihrem Recht noch kam, ging es umgehend an den Strand und abends war unsere Maus einfach nur zufrieden, dass die Oldies wieder an Ort und Stelle waren.

Mein Fazit zu Tanger fällt zu 100% positiv aus. Gerne hätten wir die Abendfähre nach Spanien genommen, doch das wäre unfair gegenüber unserem Hund gewesen. Im Vorfeld habe ich mir Tanger immer als Moloch vorgestellt und als sehr europäisch versaut……Gott sei Dank, dies trifft nicht zu. Tanger lohnt sich auf jeden Fall für einen Kurztrip. Wir haben beschlossen, den nächsten Marokkourlaub in Tanger zu starten.

Spanien/Portugal 2018, VIII: Sevilla, die Königliche

Auf Sevilla hatte ich seit meiner Planung irgendwie nicht so richtig Lust. Ich kann nicht mal sagen warum das so war. Eventuell lag es an der Größe der Stadt oder an der drückenden Wärme die sich seit Wochen abzeichnete? Keine Ahnung, Sevilla genoss bei mir keinen großen Stellenwert.

Erstmal schliefen wir aus und genossen unser typisch spanisches Frühstück in unserem Hostal. Die Distanz zwischen Córdoba und Sevilla ist in 1,5 Std. machbar und bereits zur Mittagszeit parkten wir unseren Wagen wieder in der Nähe unserer Unterkunft, im Parkhaus ein. Wir wohnten in Triana, alle Sehenswürdigkeiten mehr oder weniger in Laufdistanz.

Da unser Apartment in der Nähe des Mercado lag, begrüßte uns Sevilla zunächst mit einem Bummel durch die Markthalle und einem guten Lunch zur Mittagszeit.

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Um 13:30 sollten wir einschecken können, leider mussten wir  noch 30 Minuten auf die Vermieterin warten.

Unsere Wohnung war wieder, auf dem ersten Blick, sehr sehr schön. Zum zweiten Blick komme ich im nächsten Absatz. Wir hatten diesmal sogar einen eigenen Partio.

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Kurz nachdem unsere Vermieterin weg war und wir uns gemütlich einrichteten hörten wir aufeinmal Gestöhne und Geschrei. Erst lachten wir, doch aus Spaß wurde Ernst…..unsere Nachbarn neben uns pflegen einen schwerstbehinderten Angehörigen und dieser brûllt in einem Zug die gesamte Nachbarschaft zusammen. …..und das immer und permanent. In der ersten Nacht halfen dann nicht  mal mehr Ohropax! Wir versuchten Ruhe zu bewahren, zum Einen tun mir natürlich die pflegenden Eltern leid, die als Nachbarn übrigens sehr herzig waren, zum Anderen bemitleideten wir auch die anderen Mieter im Haus. Da in Spanien die meisten Wohnungen Eigentum sind, hat man zumindest in diesem Komplex die A….karte gezogen. Durch die offenen Höfe schallte das Elend 24/7. Ich hatte bereits nach der ersten Nacht Magenschmerzen und Sodbrennen und das lag nicht am Essen.

Unseren ersten Nachmittag verbummelten wir in der Innenstadt, bewunderten das Wahrzeichen Sevillas den Torre de Oro, den Goldturm.

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Durch Zufall blieben wir an der Plaza de Torros hängen, der Stierkampfarena. Diese fanden wir architektonisch reizvoller als die in Ronda, inhaltlich natürlich genauso indiskutabel, mehr dazu später.

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Den Gang in die Kathedrale ersparten wir uns am ersten Tag, wir begutachteten lediglich die vielen Bauarbeiten am Gebäude von außen. Besonderes Augenmerk genießt die Giralda, der ehemalige Moscheeturm, jetzt Glockenturm der Kathedrale.

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Nach der Begutachtung der Kathedrale von außen liefen wir zurück zur Unterkunft, duschten und gingen Cross Over Tapas essen…..Thai Nudeln und Enchiladas…was für eine Mischung. War aber sehr lecker.

Die Nacht war so lala, unser Nachbar sorgte dafür, Mathias schlief zeitweilig mal wieder auf der Couch, wir hielten alle Fenster geschlossen um wenigstens eine kleine Geräuschdämmung zu haben. Unser Frühstück bestand aus Kaffe con Leche mit Karottenkuchen, trübsinnig schauten wir in den Regen…..das Wetter schwächelte. Als  es nur noch tröpfelte liefen wir in Richtung Plaza de España. Das Wetter sorgte für Entspannung  bei. Sightseeing, es waren vermutlich weitaus weniger Gruppen und Touris im Allgemeinen auf diesem fantastischen Platz, der 1929 gebaut wurde und alle damalige. Provinzen präsentiert. Wir waren begeistert, die Fotoapparate glühten.

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Nach einem kurzen, nennen wir es zweites Frühstück, Stop wanderten wir in  rd 20 Minuten zum Metropol Parasol. Ein Bauwerk in der Innenstadt mit großem Kontroverse Potential. Die Holzkonstruktion wurde zw. 2005-2011 auf dem Platz der ehemaligen Markthalle von 1848 errichtet. Der deutsche Architekt  Jürgen Mayer H. hat die größte Holzkonstruktion entworfen und wie gerne  bei deutschen Produktionen wurden die Bauzeit und die Kosten erheblich überschritten….klingt bekannt?

Wir bewunderten da neue Wahrzeichen, gingen aber nicht auf die Aussichtsplattform ganz oben auf den Pilzen…

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Wir bummelten durch das Casco Antico in die Richtung Triana. Unterwegs bewunderten wir spanische Brautmode und diverse Tapasbuden. Als wir eigentlich schon wieder auf der Höhe der Kathedrale waren, fiel uns eine mexikanische Bude vor die Füße….und unser Mittagsschicksal war geklärt.

Den Nachmittag verbrachten wir in Triana, gingen in einen Supermercado und verbummelten die Zeit  bei uns im Apartment. Es war ruhig, wir konnten unser Glück kaum glauben.

Abends hatten wir keinen großen Hunger, entschieden uns für ein gutbesuchtes Restaurant an der nächsten Ecke und erlebten zwei Überraschungen.

1. Mathias Fleischplatte entpuppte sich als sensationelle 16 Teile Luxusibericoschweinchenplatte ( leider kein Foto vorhanden)

2. Im TV wurde Stierkampf aus Zaragoza übertragen,  ich hätte bereits bei der Vorreportage k…… können. Sinnloses Abstechen von unschuldigen Tieren. In diesem Zusammenhang googlelte ich mich  ein wenig durchs Thema und atmete ein wenig, aus. Auf den Kanaren ist der grässliche Stierkampf mittlerweile verboten, auf den  Balearen dürfen die Tierchen nicht mehr verletzt und getötet werden.

Leider gilt dies nicht fürs Festland, hier wird weiter unfair abgeschlachtet und die grölende Menge feiert sich und den vermeintlichen Helden, den Torero.

Am 12.10.18 fanden in der Plaza de Toros von Sevilla auch Kämpfe statt, wir konnten beobachten, wie die armen Stiere morgens „geliefert“ wurden. Das Elend ging mir den ganzen Tag nicht mehr aus den Kopf….grässlich.

Unsere zweite Nacht blieb ruhig und wir vermuteten, dass unser Nachbar eventuell doch nur teilweise bei den Eltern wohnt. Eventuell waren wir aber auch einfach nur platt?????????

Unseren letzten Tag hatten wir dem Alcazar und der Kathedrale reserviert. Emily wartete wieder brav auf uns und quakte nicht mal als wir gingen. Die Kleene ist in den 14 Tage ne ganz Große geworden.

Am Alcazar tobte um 9:30 schon das Leben, unsere Schlange ging bereits ums Eck, wir warteten 35 Minuten auf Einlass. Tja, der Alcazar. Im Vorfeld hatte ich viele gehört, mir wurde immer der Alcazar ans Herz gelegt „viel schöner als die Alhambra“. Als ich mich dann so durch die Reiseführer las, wurde ich unsicher. Der Alcazar wurde erst 200 Jahre nach den Mauren auf den Resten einer islamischen Fortanlage  aus dem 9 Jh.gebaut. Der gezeigte islamische  ist demzufolge nicht echt, sondern gekonnt nachgemacht.  Mudejar wird dieser Stil genannt und bezeichnet immer die Kopie. Dazu kommt ein Stilmix, den man lieben muss. Innen islamisch, ohne Suren, draußen typisch spanisch. Irrgärten nach europäischer Machart. Nen paar Wandteppiche und eine Kathedrale…ich sag mal, naja. Immerhin, der Palast ist alt und wird auch heute noch als Residenz der span. Familie genutzt, sofern diese in Sevilla ist.

Mehr dazu in Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alcázar_(Sevilla)

Und hier ein paar Bilder und ja, ohne Vorkenntnisse hätte ich den Palast wohl auch so richtig toll gefunden. Gerade lerne ich aber die Alhambra schätzen :0).

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Nach 1, 5 Std standen wir wieder auf der Straße und versuchten uns mit der Kathedrale. Nachdem wir fünfzehn Minuten an der falschen aschlange angestanden hatten und wieder zurück auf den Kathedralenplatz zurückgeschickt wurden, hatten wir von diesem Event genug. Keine Kathedrale für uns, eine UNESCO Welterbe, welches ich nicht von innen sehen werde….macht nichts.

Zurück in Triana aßen wir mittelmäßig, mein Ensaladilla war so dermaßen mit Mayonaise vermanscht, dass wir den nicht bezahlen mussten. Da kam glatt mein Sodbrennen wieder durch.

Um 14:00 Uhr Ortszeit klingelte mein Handy und meine Mama verkündete die Ankunft in Lagos. Auch wir rüsten uns  nun für ein paar Tage an der  Algarve. 14 Tage Andalusien gehen zu Ende, wir kommen sicherlich nochmal wieder.

Am Abend gab es Abschluß Tapas, ne Sangria und eine tolle Straßenfiesta. Feiern können die Spanier, dass muss man ihnen lassen. Der Wecker wurde zu 6:00 Uhr gestellt, wir fielen um 23:30 Uhr, untermalt mit dem Geschreie unseres Nachbarns in die Heia.

 

Spanien/Portugal 2018, VII: Córdoba, zwischen Orient & Okzident

Wenn mich Jemand fragt, was mich am Meisten in Andalusien beeindruckt hat, würde die Antwort „ die Mesquita“ lauten, eine Kathedrale in einer Moschee….Willkommen in Cordoba, einer der schönsten Städte Andalusiens.

Zunächst mussten wir aber erstmal aus Granada hinausfinden, unser Navi meinte es wieder sehr gut mit uns und schickte uns durch sämtliche Minigassen….und das zu fast  nachtschlafender Zeit, der Wecker hatte bereits um 6:45 Uhr geklingelt. Wir waren todmüde und die Fahrt zog sich hin. Immerhin trennen die beiden Städte fast 200 km.  In Cordoba stellten wir mit absoluter Begeisterung fest, dass  unsere Pension zwischen Alcazar und Mesquita lag und nur 70m weiter ein Parkhaus unserem Leon einen Schlafplatz anbot.

Unser Vermieter war ein absoluter Schatz und Spassvogel und führte dieses einfache Haus mit viel Liebe und Humor.

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Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, gingen wir Richtung Fluß und warfen nen Blick auf den Alcázar des los Reyes, gingen aber nicht hinein. Diese Palastanlage wurde ab 1328 unter Alfonso XI anstelle einer älteren, maurischen Anlage gebaut und diente Isabella und Ferdinand als bescheidene Heimstatt während der Rückeroberungsraubzüge gegen die Mauren. Hier wurde auch der letzte Kalif Boabdil gefangen gehalten.

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Die römische Brücke mit ihren 16 Bögen wurdevon Augustus  45 vor Christus über dem Fluss  Guadalquivir gebaut und beherbergt am Ende, im Turm Calahorra eine islamische Ausstellung. Sie ist eine der größten römischen Brücken und eine der wenigen Überbleibsel der Römerzeit.  Von dort bietet sich ein toller Blick auf die Mesquita- Kathedrale.

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Blick auf die Puerta del Puenta

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Wir schlenderten Richtung Mesquita und hatten wohl ne günstige Zeit über Mittag gefunden, binnen zehn Minuten hatten wir unsere Tickets. Hier ein paar Impressionen von außen.

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Leider war es sehr eng, ein gutes Bild vom Portal fast unmöglich.

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Mesquita heißt auf portugiesisch Moschee, der offizielle Name ist Moscheekathedrale und in ihrer Art wohl einzigartig. Wer so richtig in die Geschichte eintauchen will, dem empfehle ich https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mezquita-Catedral_de_Córdoba

Kurz und bündig erklärt, die Kathedrale wurde als Moschee im Jahr 823 gebaut und gilt als einer der größten Sakralbauten der Welt. Sie ist 179 m lang und 134 m breit. Seit der Reconquista dient die Mesquita als Kathedrale und wurde ziemlich pfiffig umgewandelt. In der Mitte des Baus wurde eine Innenkathedrale integriert.Islamische Stilelemente blieben erhalten, so existiert eine Mihrab, eine toll verzierte Gebetsnische.

Anbei ein Plan der Mesquita, gut ist die Einfügung der Kathedrale zu erkennen.

Insgesamt wurden fast 1000 Bögen und Säulen verarbeitet, der Gesamteindruck erinnert an den kleinen Muck, Alibaba und die 40 Räuber und wirkt wie aus 1001 Nacht….bis man die Kirche erblickt. Lasst Euch verzaubern.

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Moschee…..

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& Kathedrale

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Kathedrale

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Die Gebetsnische

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Wir trieben uns fast eine Stunde in der Mezquita herum und waren wirklich angetan. Immer wieder stellten wir uns die Frage, ob solche Bauwerke heutzutage noch möglich wären….sage nur BER.

Wir liefen im Anschluss zurück zum Hostal und lösten unseren so braven Hund aus. Emily hatte lieb auf dem Bett gelegen und auf uns gewartet. Im Anschluß gab es Mittag in der Juderia, der Altstadt und ehemaligem Judenviertel von Córdoba. Wir saßen in einem der Patios, für die Córdoba berühmt ist.

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Die Juderia ist das touristische Herz und zum Teil mit billigen Souvenirschuppen versaut. Dennoch gehts ruhiger zu als im Vergleich zu Granada oder Malaga.

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Die Synagoge in der Juderia wurde leider renoviert, so dass mir ein Sightseeing Spot entging. Während Mathias mit Emily die Pferdchen auf der Plaza beobachtete, schaute mit mir die Banós de Alcazares an. Eintritt 2,20€…. da kann man nicht meckern.

Die Banós waren die ersten arabischen Bäder auf der iberischen Halbinsel. Sie sind leider nur noch als Ruinen vorhanden, werden aber dennoch schön präsentiert.

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In der blauen Stunde liefen wir nochmals zur römischen Brücke und genossen die Aussicht auf die Brücke aber auch gen Mezquita. Mit einem Caesar‘s Salad und einer sehr guten Flamencodarbietung ließen wir den Abend ausklingen.

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