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Karibik 2022, V: Curaçao

Man was hatten wir gut geschlafen, was vermutlich an den TippTopp Schritten lag, die unser Kahn zwischen den Inseln an den Tag legte. Für diese Ministrecken ne ganze Nacht zu benötigen ist fast Frevel….dafür keine Schiffsbewegungen, gut für erholungsbedürftige Berliner. 

Curaçao ist die größte der niederländischen Antillen. Curaçao gilt als die Stolze, Aruba als die Fröhliche, Bonaire als die Stille und so ungefähr haut das auch in der Nachbetrachtung hin. Curaçao wurde 1499 nicht von Christoph Columbus, sondern von Alonso de Ojeda entdeckt. Arm an Naturschätzen versklavten die Spanier die Arawak Indianer, später übernahmen die Niederländer die ABC Inseln, Peter Styvesant wurde 1643 erster Gouverneur. Die Niederländer übernahmen den Sklavenhandel 1:1 von den Spaniern und verkauften nun, statt indigene, afrikanische Sklaven auf dem größten Sklavenmarkt der Karibik. Mittlerweile avanciert Curaçao mit Top Tauchgebieten sowie seinem Miniamsterdam in den Top Ten der Must Sees in der Karibik. Erwähenswert sind noch die Ölvorkommen vor Venezuela, die Curaçao und Aruba mächtig wirtschaftlichen Auftrieb gab. Mittlerweile sind allerdings alle Verbindungslinien zu dem arg gebeutelten südamerikanischen Staat gekappt.

Wir versuchten, gleich morgens, einen Blick auf Willemstad zu erhaschen, die Altstadt, die komplett Weltkulturerbe ist, hatte es uns angetan.

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Auch der Hafen bietet einiges, z.B. einen guten Blick auf das Schiff und ein paar niedliche Geschäfte.

Der Tag versprach aufregend zu werden und nein, es war nicht die hübsche Hafeneinfahrt oder unser Frühstück im Marktrestaurant, der Stress kam von seiten der Taxifahrer der Insel,die den Hafenausgang mit den PKWs verstopften,später sogar in den Sitzstreik gingen.

Der Druck auf die armen Menschen in der Karibik lastet hoch, unverständlich für die Meisten Einheimischen das sogenannte Bubblekonzept….ehrlich gesagt, auch für uns….umso mehr, wenn man mit 45 Anderen in einem Bus hockt.

Unser Kapitän versucht zu vermitteln, es siegten die Taxifahrer!

Unser Capitano verhandelte hart, unser Bus ( wir hatten leider eine Tagestour, mehr dazu später) kam als erster, durch die Hintertür vom Parkplatz, die Polizei ( hie  Politur, auf Papiamento) räumte vor uns die Straßensperren weg. Ok, wir also mit 43 anderen Reisewilligen aller Altersklassen zusammengepfercht in einem Bus….das Programm, naja…individuell wäre besser gewesen. Hier kommen erste Eindrücke aus Willemstad.

Der erste Stop verwöhnte uns mit der Königin Emma Brücke, wohl bemerkt aus dem Bus heraus, wir auf der backboard Seite, keine Chance für ein Foto. Weiter gings von Otrabanda nach Scharloo und zum maritimen Museum. Das Beste am Museum, der kurze Marsch durch die Altstadt und der Blick auf die niederländischen Kolonialbauten. 

Villa in Sharloo
Das Maritimmuseum

Der Blick vom Museum nach Otrabanda war auch nicht zu verachten.

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Das Museum war recht niedlich, mich interessierte allerdings nur die  Geschichte der MS Erie und der Sklavenhandel, die Niederländer nahmen sich nichts mit den Spaniern und Portugiesen.

Dieses Haus besteht aus Koralle….

Im Anschluss fuhren wir durch das Nobelviertel Scharloo und bewunderten die eine oder andere hübsche Hütte, sehr wohlhabend kam der Stadtteil auf uns “rüber“.

angeblich das schönste Haus von Willemstad
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Im Landhaus Chobolobo tranken wir gleich 3 originale Curaçao Liköre der Familie Senior. Jüdische Einwanderer, die den einzig originalen Curaçao Blue produzieren. Eine Flasche wanderte in den Rucksack für spätere Besäufnisse @home.

Als letzter Stop am Vormittag genossen wir einen schlechten Souvenirshop, einen besseren Blick auf die Bucht von Caracas. Warum Caracas…..Venezuela liegt nur 70 km direkte Linie entfernt!

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Zurück am Schiff erwarteten uns zwei Überraschungen, eine positive, eine negative. Ein Krankenwagen stand vor dem Schiff und fuhr mit Blaulicht von dannen, hoffentlich nicht der hässliche Virus. Die Krankenstation auf Deck Drei war offen…

Die zweite Überraschung war da schon besser, der individuelle Landgang wurde toleriert, ein Zugeständnis an die Taxifahrer. Wir freuten uns, auch wenn wir noch nen organisierten Nachmittagsausflug „um die Ecke bringen mussten“.

Um 14:00 Uhr ging es in den Norden der Insel, wo wir zunächst die Flamingos, die sich von Bonaire nach Curaçao verirrt haben. Diese waren allerdings so weit weg, ein Fot lohnte kaum.

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Ebenfalls stand der Besuch eines Landhauses auf dem Programm, wir warfen einen Blick in das Leben auf Curaçao in den letzten 300 Jahren.

Im Anschluss bewunderten wir die rauhe Karibikküste im Shete Bhoka Nationalpark,warfen einen Blick auf den höchsten Berg Christoffel und ersehnten die blaue Karibik.

Ein kurzer Strandstop am berühmten Grote Knip Beach und gegen 18:00 Uhr waren wir wieder am Schiff.

Umgehend verließen mein lieber Mann und ich das Hafengelände und liefen über das Fort nach Willemstad.

Wir hatten das Glück, dass die Königin Emma Brücke genau aufging als wie drauf waren, hinzu kam das goldene Licht…..wir freuten uns wie kleine Kinder, erliefen uns wenigstens Punda und erwarteten den Sonnenuntergang.

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Mit schönen Nachtimpressionen kehrten wir zurück an Bord, Mathias erstand noch ein paar karibische Zigarren und dreckig wie zwei kleine Ferkel kehrten wir ins East Restaurant ein.

Mein lieber Mann verstand das Konzept nicht und aß gegrilltes Fleisch ohne Soße,ich begnügte mich mit nem Stücke Ente und Butter Chicken.

Im Anschluss ließen wir Fotos von uns machen, wir bekommen eine Seekarte gratis….

In der Lounge ließen wir den Abend ausklingen, auf Entertainment verspürten wir nach wie vor keine große Lust.