Albanien 2026, XI: Auf ein Wort Albanien ( Fazit)

Nach wirklich schönen 16 Nächten in Albanien ziehe ich zum Abschluss der Reise mal wieder Fazit. Grundsätzlich ein tolles Reiseland, mit den nettesten Gastgebern überhaupt, tollen Naturerlebnissen…..bis man an die „Strände“ kommt oder das Thema Korruption oder Müll betrachtet, sorry Albanien, hier kommt dann doch auch der kritische Blick.

A: 

Anreise: Wir hatten uns für die Variante „ Der Weg ist das Ziel“ entschieden und sind mit insgesamt sechs Übernachtungen von Deutschland, nach Deutschland gefahren. Meines Erachtes geht unter gesamt vier Nächten nichts, es sei denn man ist lebensmüde.

Der Flug ist für Albanien das Mittel der Wahl, wenn man keine Emily hat. 3x pro Tag landet ein Direktflug vom BER, ein Mietwagen ist unerlässlich, wenn man etwas vom Land sehen will, die öffentlichen Verkehrsmittel sind noch nicht gut ausgebaut. Ohne Autos ist man auf Touren oder Shuttle angewiesen.

Albaner: Ein wahnsinnig gastfreundliches Völkchen, die viel Leid erlebt haben und denen dennoch die Sonne aus dem Gesicht fällt. Der normal arbeitende Albaner ist ziemlich „angepisst“ in Bezug auf Korruption und mafiöse Tatigkeiten. Oft wird griechisch oder italienisch gesprochen, da nach der Diktatur Etliche Ihr Glück beim Nachbarn suchten. Albaner= Pizzeria kennen wir ja auch aus Berlin.

Armut: Gibt es und diese nicht zu knapp. Bis heute ist Albanien eines der ärmsten Länder in Europa, auch wenn man dies nicht unbedingt an ärmlichen Hütten oder an den Autos sieht ( Albanien fährt Audi, Mercedes Limousine)

Adler: Der Albanische Adler ist überall, auf Kappen, Flaggen, Magneten oder auch als Handzeichen für Liebe, Gastfreundschaft und Respekt vor dem Land.

Albanische Alpen: Ein Traum zum wandern, abhängen, gut essen, Seele baumeln lassen ❤️

B:

Bunkerismus: Hoxha war nicht nur stalinistischer Diktator sondern auch komplett paranoid. Sein Plan, das Land mit 750.000 Bunkern zu überziehen konnte er allerdings nicht umsetzen. 117.000 standen am Ende in der Landschaft, Viele wurden mittlerweile gesprengt, zu Strandbars, Minimoscheen und kirchl. Schreine umfunktioniert. Graffiti verziert die grauen Dinger, in Bunked Art in Tirana kann man sich ebenfalls die Bunker der Elite ansehen, sofern man keine Emily hat.


Balkan: Der Begriff Balkan ist in Albanien negativ, durch Kriege, Korruption und Armut behaftet. Die Albaner sehen sich lieber als Europäer.

Bäder: Auf dem ersten Blick sehen die Badezimmer in den Hotels immer top aus, bis man dann das erste Mal geduscht hat. Überläufe oder funktinierende Abflüsse sind Fehlanzeige in Albanien. Eine große Kritik, die jedes Hotel in seiner Bewertung einstecken musste.

Butrint: Weltkulturerbe und ein Muss….unbedingt am späten Nachmittag gehen, es ist dann leer!

Berat: Die Stadt der Tausend Fenster und einer schönen Festung, die innerhalb der Mauern bewohnt ist. Mein Tip: oben wohnen und nur zum Sightseeing in die Unterstadt gehen.

C:

Çorba: Suppe….Hühnersuppe, fantastisch

D:

Deutsche: Wir sind in Albanien wirklich respektiert, Jede*r hat Jemanden in der Familie, der in D wohnt.

Demokratie: Die Albaner sind in der Demokratie angekommen und kämpfen für diese. Gerade im Kampf gegen Korruption und Ausverkauf des Landes scheint es zum Umdenken gekommen zu sein.

E:

Essen: Eine geniale Mischung zw. Balkan und Türkei….nur Veganer sollte man nicht sein, dann bleiben nur Pommes und Salat, evtl. noch gefüllte Paprika und gedünstetes Gemüse.

EU: Albanien ist hoffnungsreicher Beitrittskandidat, ich drücke die Daumen.

F: 

Fahrvermögen: Oh, die Albaner können fahren…zu schnell, zu egoistisch, nicht vorausschauend…be cafeful. Rücksichtnahme quasi nicht vorhanden, das Handy ist stetiger Beifahrer.

G:

Gastfreundschaft: Die Albaner gehören zu den gastfreundlichsten Menschen die ich jemals erleben durfte. Ob dies deutscher Schlager in einem Restaurant, der Nachtisch für umme, der Raki nach dem Essen, war. Sie tun wirklich Alles, damit man sich wohl fühlt.

Gleichberechtigung: Aufgrund der Jahre in der Diktatur vorhanden, leider wie überall auf der Welt abnehmend😞

Gjirokastër: Weltkulturerbe, leider absolut überlaufen. Tolle Burganlage, niedliche Altstadt. Sehr nah an der griechischen Grenze gelegen.

Griechenland: Hassliebe und doch recht ähnlich…. 

H:

Hunde: Albanien ist sehr tierlieb, die Straßenhunde sahen im Norden hervorragend aus, die Meisten waren kastriert ( geshipt). Emily fand viele Freunde, wir gründeten in Ksamil einen eigenen Fanclub für sie.

Enver Hoxha: Wenn man mit Russland während des Stalinismus bricht, weil ihm dieser zu seicht war, dann weiß man, dass dieser „Mensche“ der personifizierte Teufel war…für mehr www.

Hotels: Eine wahre Freude, Alles neu, Alles glänzt, sehr gute Mittelklasse kostet ca. 50€ inkl. Frühstück

I

Italien: Albanien ist sehr italienisch geprägt, schon die alten Römer trieben ihr Unwesen, auf dem Seeweg liegen gerade mal 100km zwischen den beiden Ländern. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes sind viele Albaner nach Italien gegangen und suchten dort ihr Glück. Bis heute sieht man die Einflüsse in der Architektur, Essen und Getränke – Lemon Soda war überall zu bekommen.

J:

Jugend: Gefühlt war Albanien sehr jung, auffallende viele junge Menschen warn im Landesbild zu sehen, obwohl Viele ins Ausland abwandern.

K:

Korfu: Um in den Süden von Albanien zu gelangen, bietet sich der Flug nach Korfu an. Die Fährstrecke Korfu Stadt- Saranda verkehrt im Sommer alle 30 Minuten. 

Kreditkarten: weit verbreitet

Korruption: Leider weit verbreitet, mafiöse Clans treiben ihr Unwesen. Es werden Hotels in Nationalparks errichtet, wilde Müllhalden errichtet etc. pp…. Albaner sind sich einig, Sie hassen die Kriminalität im Land.

Kosovo: Albanien und Kosovo sind zwei Staaten, aber sie teilen weitgehend dieselbe Sprache, Kultur und nationale Identität und fühlen sich sehr miteinander verbunden. Der Kosovo gehörte zum früheren Jugoslawien und während Nationalisten die Verbindung beider Staaten wünschen, streben die jeweiligen Regierungen die Zweistaatlichkeit an, was außenpolitisch zu begrüßen ist.

Koman: Ein Stück Norwegen in Albanien. Ein Aufgestauter See, mit Fjorden und Wasserfällen, traumhaft schön wenn das Wetter mitspielt…wenn….

Kaffee: Albanien hat eine ausgeprägte Kaffeehauskultur und kocht auch sehr gute Kaffeespezialitäten. 

Korça: Das lokale Bier, lecker und süffig. Wir besuchten sogar die Brauerei, welche seit 1920 existiert.

Korça: Das lokale Bier, lecker und süffig. Wir besuchten sogar die Brauerei, welche seit 1920 existiert.

Korça: Die Stadt mutete ziemlich italienisch an, absolute Empfehlung. Gemütlich an einem Tag erlaufbar.

Ksamil: Der Ort muss vor ein paar Jahren noch ein Traum gewesen sein, die ist leider vorbei. Es wir gebaut, zugebaut, überbaut….einen Strand gibt es nicht mehr, dafür aber noch einen schönen Blick nach Korfu.

Kruja: Ähnlich wie Berat, eine bewohnte Burganlage und von uns vergessen worden. Schande über uns, macht aber die Planung für Albanien II irgendwann mal auf.

L:

Lakror: Das Börek Albaniens, der lecker und in den verschiedensten Varianten erhältlich

Lamm: Viele Lämmer und Zicken im Straßenbild, Gleiches gilt für den Teller, eines der Nationalgerichte ( Tavë Kosi)

Lumi-i-Shales: Das Thailand Albaniens…fast! Bei uns ein wenig kälter, nicht ganz so überlaufen, wir fanden es traumhaft.

M:

Müll: Albanien hat streckenweise ein echtes Müllroblem. Da wird Haushaltsunrat in Nationalparks abgeladen, Müll einfach im Wald entladen. Neben den Straßen liegen Chipstütwn, Dosen etc. Am Schlimmsten sieht es aber in Touristengegenden aus…..

Das hier gezeigte Bild stammt von meiner Kollegin Claudia, danke für die Erlaubnus zur Verwendung.

Märkte: So richtige Bauernmärkte haben wir leider selten gesehen. Im Norden gab es viele Straßenstände mit Tomaten, Paprika Melonen. Leider konnten wir nichts mitnehmen, da Obst und Gemüse nach Kroatien nicht eingeführt werden darf.

N:

Natur: Grandiose Natur, leider auch grandioses Fehlverhalten durch falsche Politik, Korruption und zu guter Letzt den Touris, siehe Ksamil oder das Thema Müll. Nationalpark heisst nicht automatisch geschützte Natur.

Nordalbanien: Der Norden des Landes war unser Highlight…Skhodër, Teth, Koman, Lumi i Shales, Berat….herrlich

Nationalstolz: Die Albaner sind ein stolzes Volk, sie sind offen für Veränderungen, zeigen aber sehr offen ihren Nationalstolz.

O:

Ohrid: Der See, der teilt….nördlich das christliche (Nord,- )madzedonien, im Süden Albanien. Während Madzedonien Ohrid touristisch ausschlachtet, was sicherlich am Weltkulturerbe liegt, liegt der See in Albanien noch im Dornröschenschlaf.

P: 

Parkplätze, ein echtes Ärgernis im Land und hat bestimmt den einen oder anderen Urlaub schon versaut, unseren Gott sei Dank nicht. Man muss sich das mal vorstellen, da werden Hotels übereinander gestapelt und dann gibt es keine Parkplätze. Umso ärgerlicher, wenn es quasi keine vernünftigen Busverbindungen gibt UND die Verkehrteilnehmer wie die Wahnsinnigen auf den Straßen unterwegs sind, die Polizei auf Sünder lauert und heftige Knöllchen verteilt. 

Preise: Albanien ist eines der preiswertesten Reiseländer Europas, Mittelklassehotels unter 50€ inkl. Frühstück. Essen gehen um die 20€ für zwei Personen ist noch locker möglich.

Pizza: Die räumliche Nähe zu Italien, die Tatsache das Viele nach dem Zusammenbruch auswanderten, brachte eine sensationelle Pizzakultur nach Albanien….das können sie!

Q:

Qualität: Die Qualität in den Hotels, Restaurants ist als sehr gut zu bezeichnen. Wir hatten keine Magenprobleme,nicht mal der tägliche Hiep aus der Flasche mit Hochprozentigen wurde getätigt.

Qofte: Hackfleischbällchen, Köfte oder auch Chevapci.

R:

Religion: Diese spielt eine eher untergeordnete Rolle im öffentlichen Leben. Kirchen und Moscheen stehen Seite an Seite, Schweinefleisch auf der Speisekarte ist ganz normal. Albanien wurde unter Hoxha als erstes atheistisches Land weltweit proklamiert, diese Einstellung wird auch heute noch in weiten Teilen des Landes gelebt.

Raki: Hat nichts mit dem türkischen Raki zu tun, kein Anis.

Radio: Club FM

Roma: Die Ärmsten der Armen, man sieht sie im Stadtbild, man sieht die Barrackencamps in der Nähe öffentlicher Müllhalden. 

S:

Sicherheit: Wir hatten im Vorfeld keinerlei Sicherheitsbedenken und auch nach der Reise kann man sagen, hier kommt nichts weg. Wenn etwas in Albanien passiert, dann mit Sicherheit im Straßenverkehr oder bei Outdooraktivitäten.

Straßenverhältnisse: besser als gedacht, viele Straßen wurden in den letzten Jahren hergerichtet, dennoch ist die Fahrerei in den Bergen nicht ohne und ungefährlich was auch an anderen Verkehrsteilnehmern liegt.

Strände: Es gibt noch Strände in Albanien, die wirklich traumhaften  ( bei Ksamil)wurden mit Beachclubs überbaut, lange Stege führen ans Wasser. Der Strand von Dürres hat italienischen Buddelkastencharakter, Saranda verströmt Monacoflair. Himärë haben wir uns nicht angeguckt. Wegen der Strände würde ich nicht unbedingt nochmal nach Albanien.

Straßenhunde: Die Meisten sind superlieb und freundlich, wir hatten zwei richtig miese Begegnungen, 1x in Ohrid/ Madzedonien und täglich in Ksamil am Badehotel. Dennoch gebe ich eine unbedingte Empfehlung für Albanien mit Hund aus, da unsere Schossfiffis mehr aks geliebt werden. Straßenhunde sind sehr oft gechipt, was auf Kastration hinweist. Auf dem Foto ist kein Straßenhund, sondern Poppy und (Fast,-) Mitbringsel.

Saranda: Monaco mit weniger Luxusjachten. Leider keine Parkplätze, deshalb tiefere Beschau des Ortes nicht möglich.

Skhodër: Hübsche, besuchenswerte Stadt mit toller Burg und Brücke.

T:

Türkei: Freundschaftliche Beziehungen, viele Türk*innen machen Urlaub im Ländle. Unsere Vermutung, es ist weitaus preiswerter als in TR. Viele Gerichte sind türkisch angehaucht.

Toiletten: Ohne Fehl und Tadel, auch in Restaurants…..das machte Spaß.

Tirana: Die Hauptstadt, die sich immer noch stetig wandelt. Im Nachgang sage ich, es lohnt sich….ich musste ein wenig „drüber“ schlafen.

Teth:

U:

UCK: Kosovarische Befreiungsbwegung, immer noch sieht man alte Graffitti.

Umweltbewusstsein: Leider in der Ausprägung noch nicht vorhanden. Da werden Hotels im Naturschutzgebiet gebaut, Müll abgeladen, eAutos sind quasi nicht existent. Hier muss noch nachjustiert werden, da wird die EU Kommission aber sicherlich noch Einiges abverlangen.

Übergewicht: Trotz Pizza, Burger, Pasta und Börek überall quasi nicht vorhanden

V:

Verkehrsteilnehmer: Hund, Katze, Maus, Essel, Kühe, Lämmer…..

W:

Wasserqualität aus dem Hahn: starkt gechlort, wir haben es nicht getrunken

Wasserqualität am Meer: Bei Ksamil absolute klasse, Gleiches gilt für die Seen ( Koman, Ohrid)

Währung ist der albanische LEK, Euro wird gleichberechtigt akzeptiert.

X

Xaxiq/ Xhaxhiq: Tzaziki, super lecker

Y: 

Yogurt: Überall erhältlich, wird viel und gut auch in der Küche präsentiert.

Z: 

Zemër: Das Herz, und davon haben Albaner* innen verdammt viel. 

Albanien 2026, X: Tirana

Der Abschied aus Ksamil fiel leicht, die Straßenhunde hatten sich Emily als Feindin auserkoren,Hotelnachbarn halfen dem Rudelführer, das Leben des weißen Flauschis zu retten…Fünf gegen eine verwöhnte Fellnasenprinzessin, unfaier gehts nicht! Also wurde Emily, ganz nach dem  Status einer Prinzessin aus dem Hotelrestaurant, über die Brüstung gehoben und ins rettende Auto getragen, jawohl….so reist man.

Mit uns verließen Hotelgäste aus dem Kosovo das Haus, wir fuhren gemeinsam, bis in die Innenstadt von Tirana zusammen und passten vier Stunden aufeinander auf, so geht Völkerverständigung liebe Politiker.

Wieder Glück mit dem Zimmer gehabt, Niche Boutique Hotel, sehr zu empfehlen.

Kommen wir nun zu Tirana, eine Stadt die noch nicht zu sich selbst gefunden hat. Keine Stadt in Europa hat auf kleiner Fläche so viele Einwohner und sie wächst weiter. Unter Hoxha rd. 80.000 Einwohner, mittlerweile um die 600.000. Eine Altstadt gibt es nicht mehr, dank der Kommunisten…..dafür viel Beton.

Tirana wächst in den Himmel und ähnlich wie Berlin in den 90ern verändert sich die Stadt jährlich, da wird geklotzt was das Zeug hält.

Wir schlichen von der ersten Minute an ein wenig lustlos Richtung Innenstadt und nach einem Fast Food Lunch im Café ( Komplexi Taiwan) am Rinia Park zog es uns zum Skanderbeg Platz. Der Nationalheld thront
dort auf seinem Pferd und beobachtet seine Landsleute.

Friedensglocke:

Nationalheld Gjerj Kastrioti ( Skanderbeg) Nationalheld aus dem 15. Jh.

Et‘hem Bey Moschee mit Uhrenturm

Wir liefen im Anschluss weiter zur ehemaligen Hoxha Pyramide, jetzt nur noch Pyramide von Tirana. Ein skurilles Gebäude, zu Ehren Hoxhas errichtet, dann eine bewegende Geschichte

Wir keuchten die Treppen hoch, nicht nur Emily war oben auf dem Gebäude quasi atemlos.

Von oben genießt man einen. tollen Blick auf die Stadt, den Bauten aus der kommunistischen Ära und die Neubauten.

Die große Moschee

Nachdem wir uns von den Strapazen der Treppenstufen bei 31 Grad wieder erholt hatten, zog es uns zum Postbllocku ( Checkpoint), ein Mahnmal, welches an die Einzelschicksale in Diktaturen erinnert. Es steht ein Stück Mauer, ein Ein- Mann Bunker und Strenen aus Sploc Mine.

Auf dem Gelände findet man noch weitere Ein- Mann Bunker, die der paranoide Enver Hoxha zu Hunderttausenden hat bauen lassen.

Unsere letzte Erkundung galt Bllocku, dem Viertel wo während der Hoxha Ära Niemand hin durfte, nun das schickste Viertel der Stadt, mit trendigen Restaurants und Cafés. Auch wir labten uns an einer giftblauen Zitronenlimo….

Es erinnert wenig an die kapitalistischen Zeiten, doch eine Villa galt noch unserer Beachtung, die ehemalige Hütte des Diktators. Heute manchmal für Kunstprojekte geöffnet.

Die albanische Politikelite wohnte in den Jahren 1944-1990 übrigens in Villen, die Mussolini erbauen ließ. Wie man an der Hoxha Villa erkennen kann, fast schon wieder im Trend.

Unser Abendessen fiel unspektakulär aus, wir verbrachten den Rest des Abends im Hotel und zappten uns durchs TV Programm.

Wir ließen den zweiten Tag in Tirana mehr als langsam angehen und verließen erst gegen 11:00 Uhr das Hotel. So richtig Lust auf Sightseeing verspürten wir nicht, aber Märkte gehen immer und so verschlug es uns im zwei Marktgegenden, die erste in der Mäje vom Skanderbeg Platz und den Pazar i Ri, den neuen Markt. Hier eine kleine Sammlung vom zweiten Tag in Albaniens Hauptstadt.

Den Nachmittag verbrachten wir im Hotel, unser letztes Abendessen feierten wir im Tymi, einem Tip aus Trip Advisor, Reiseführer und Blogs…..es war wirklich sehr gut!

Zufrieden zogen wir Fazit zu unserem Albanienurlaub, doch dazu gibt es noch einen eigenen Blogbeitrag.

Albanien 2026, IX: Ksamil II & Butrint

Mittlerweile hatten wir eine Routine in Ksamil entwickelt, die mit drei Worten beschrieben werden kann: Orange Beach Club, Hamburger zum Mittag, Muscheln am Abend…..und dann wurden wir noch zu Verwaltern des Emily Fanclub Ksamil e.V.

Der zweite Morgen startete wieder mit einem guten Frühstück und einem frühen Umzug zum Beachclub. Emily freute sich schon wenn es Richtung Meer ging, der Beach Club freute sich auch Emily. Nie, in keinem anderen Land hatte Emily eine größere Fangemeinde. Unsere Kleine wurde erstmal bespielt, bis sie müde wurde.

Ohne Mittagessen ging in Ksamil nichts..

Am Nachmittag relaxten wir ein wenig auf dem Zimmer und ich googelte den richtigen Satz und belästigte die KI „dürfen Hunde nach Butrint“…..long story short, es machten sich zwei Zweibeiner und eine kleine vierbeinige Lady zum Weltkulturerbe, yes!!!!

Wo am Tag vorher, um 11:00 Uhr , das blanke Chaos herrschte gegen 16:50 Uhr freie Parkplatzwahl!

Kommen wir zu Butrint:  ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Albaniens und liegt nur wenige Kilometer von der Küstenstadt Ksamil emtfernt Die Geschichte der antiken Stadt reicht über 2.500 Jahre zurück. Im Laufe der Zeit wurde Butrint von Griechen, Römern, Byzantinern, Venezianern und Osmanen geprägt.

Heute können Besucher gut erhaltene Ruinen wie das antike Theater, das Baptisterium und die Stadtmauern besichtigen. Die Anlage liegt inmitten eines Naturparks mit Lagunen und dichter Vegetation, was den besonderen Reiz des Ortes ausmacht.

Seit 1992 gehört Butrint zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Albaniens.

Zum Theater:

Die Zitadelle

Das Babtisterium:

Das Babtisterium ist theoretisch der Höhepunkt und wenn man ein wenig im www stöbert, findet man folgende Bilder

Copyright Reddit:

Der wertvolle Boden des Babtisteriums wird zum Schutz mit Sand bedeckt und ist nur zu bestimmten Anlässen sichtbar. Für uns war die Taufstelle also nur halb so schön.

Tief beeindruckt kehrten wir an diesem Abend nochmals in der Fish Tavern ein, Muscheln und Brasse.

Ein bissel wehmütig starteten wir in unseren letzten Tag in Ksamil, läutete dieser auch so langsam den Abschied aus Albanien ein.

Ein Highlight hatten wir uns aber noch aufgehoben….Tretboot, fast bis nach Korfu. Wir mieteten uns eins für eine Stunden und traten uns durch die Bucht, um die Inselchen herum, grüßten den Dorfpolizisten auf dem Wasser. Andere Boote grüßten mit „hello Emily“….der Hund ist eine Lokalberühmtheit, unglaublich.

Wir verbrachten den Tag im Beachclub und ließen die Fangemeinde an Emily vorbei ziehen…. O- Ton vom Animateur „Ihr habt gute Vibes in den Club gebracht“

Wir verbrachten den letzten Abend im „ The Mussel House“, genossen nochmal hervorragende Muscheln und Linguine und sagten adieu mit einem grandiosen Sonnenuntergang.