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Schweden/Finnland 2026, VIII: Fazit, Tipps und Tricks

Während unserer Winterreise habe ich unterwegs viel positives Feedback bekommen und meinen Reiseplan häufig weiter gesendet. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir die Reise von Journaway.com abgekupfert hatten. Dort wird sie mit einer Nacht mehr, weniger Leistungen auf der Fähre und Zug und weitaus teurer angeboten.

Wer also keine Planungslust hat, schaut einfach bei den organisierten Reisen.

Wir sind mit zwei Airlines geflogen, hin mit Norwegian, zurück mit Easyjet. Hintergrund waren die Flugzeiten und Preise. Norwegian ist kulanter beim Handgepäck, wenn man die Reise nachbastelt, bitte genau gucken….nicht das man am Ende Probleme mit Easyjet hat.

Fangen wir mit Stockholm an: Wir waren schon mal in der Stadt und kommten deshalb gut mit einem etwas eingeschränkten, preiswerteren Winteraufenthalt umgehen. Wer die Stadt nicht kennt, sollte mindestens eine Nacht mehr einplanen.

Für Foodies empfehle ich die Markthalle in Östermalm, nicht günstig doch jeden Cent wert…auch wenn man keinen Fisch mag.

Wir wohnten im „Bob W“ großartige Adresse, wir zahlten Hostelpreise im Februar: https://booking.bobw.co/?city=Stockholm&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=22592326003&gad_source=1&gad_campaignid=22592326003&gbraid=0AAAAACpuXUlrJgS56pE4ZcNCmhOjvDQQj&gclid=EAIaIQobChMI99GMrdCKkwMVmIWDBx05_x3uEAAYAyAAEgI4v_D_BwE

Im Bob W hat jedes Zimmer eine kleine Pantryküche, was angesichts der hohen Restaurantspreise in Stockholm Sinn macht. Als Winterprogramm eine U- Bahntour und das Abbamuseum zu besuchen war ok. Für Alle die Stockholm planen, die Kreditkarte ist das Tunelbanaticket d.h. man legt die Kreditkarte auf den Automaten, geht durchrs Drehkreuz und fährt munter 75 Minuten durch die Stadt. Am Ende muss man nicht durch ein Kreuz d.h. leichtes Überziehen des Tickets wird hingenommen.

Fähre: Tallink/ Silja oder Viking? Tja, diese Frage muss Jeder für sich selbst entscheiden. Von der Bauart hat uns die Tallink besser gefallen, die Kabinen sahen auf der Viking tuffiger aus. Die Viking startet von Södermalm, aufgrund der Bauarbeiten an der Brücke momentan nicht so zu empfehlen. Außerdem fährt sie früher aus Stockholm ab, kommt ein wenig früher an. Quasi ein zermanschter Tag VOR der Fähre und im Falle eines Falles noch länger ohne Zimmer NACH der Überfahrt.

Die Silja Serenade ist zwar ein altes Schiff, kommt aber modernisiert und schick daher. Essen ( Grand Buffet und Frühstück beim Italiener) waren ihr Geld wert.

Aktuelle Preise siehe Ticket. Man darf nicht unerwähnt lassen, dass Kaviar, Meeresfrüchte und morgens ein Glas Sekt inklusive sind….klare Empfehlung.

Das Schiff ist, durch die Renovierungen modern und essenstechnisch auch zeitaktuell aufgestellt…Tunapokebowl sag ich da nur 🥰.

In Helsinki waren wir noch nie, kannten aber die Geschichten von „ lohnt mur für einen Tag“ bis hin zu „langweilig“. Wir kamen gegen 10:30 Uhr, schnappten uns einen Uber ( unser Verkehrsmittel der Wahl mit Gepäck, spottbillig) und standen um 11:00 Uhr im Radisson Blue Seaside: https://www.guestreservations.com/radisson-blu-seaside-hotel-helsinki/booking?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=991005088&gad_source=1&gad_campaignid=991005088&gbraid=0AAAAADiMQMby2LksS9e2OK5OBQ68L3qb3&gclid=EAIaIQobChMIicCF39uKkwMV2LGDBx0Qfic4EAAYASAAEgIkRfD_BwE

Absolute Empfehlung! Mit Eintritt in den Club bekamem wir nicht nur gleich unser Zimmer sondern auch noch Softdrinks in der Lobby. das Frühstück war sehr gut, auch was finnisches Frühstück anging, die Zimmer ruhig und modern.

Kommen wir zu Helsinki…joah, im Winter reicht ein Tag vollkommen. Da schafft man die Citysights und kann auch noch nach Suomenlinna, dem Weltkulturerbe vor der Haustür der Stadt.

Mein Geheimtip ist allerdings Porvoo, 60km außerhalb von Helsinki, puppig und niedlich! Die Tickets waren schnell über die OnniBus App organisiert, mit rd 8€ oneway auch echt günstig. Die Busse fahren vom zentralen Omnibusbahnhof Kamppi ab, wir sind dorthin gelaufen…unproblematisch.

Kommen wir zum Essen in Helsinki. Der Foodistatip ist natürlich Holy Crab, Meeresfrüchte aus der Tüte! Mit Schürze, Zange, Schere Handschuhe….nicht preiswert aber saugut: https://www.holycrab.fi/eng

Die restliche Zeit haben wir uns über Foodcourts in Einkaufszentren versorgt, grünes Thaicurry in Kamppi 16,50€, Sushi/ Buffet all you cant eat im Centrum Einkaufszentrum nahe des Bahnhofs für sensationelle 12€…Finnland geht auch günstig.

Vorteil von Stockholm und Helsinki im tiefen Winter: Weniger Touristen, preiswerter da mehr Sonderangebote auf Hotels, Fähre etc. Per Eisbrecher nach Suomenlinnen oder auf dem Eis der Baltischen See stehen und Stockholm vom Wasser genießen…geht allerdings nicht jedes Jahr.

Kommen wir nun zu Lappland…ja, Rovaniemi ist das touristische Zentrum mit internationalem Flughafen. Schöner ist es mit Sicherheit in Roka oder Levi ABER wer will denn nicht ins Weihnachtsmanndorf?

Wir hatten uns als Anreise den Santa Claus Zug gewünscht und sehr frühzeitig für einen schmaler Taler gebucht. Später hörten wir Fabelsummen für unser Abteil/2er mit eigenem Bad….tolle Erfindung.

https://www.vr.fi/en/single-ticket-outbound-journey-details?from=HKI&to=ROI&outboundDate=2026-03-06&passengers[0][key]=277d8de5-64f0-4637-af31-32cad990e5e6&passengers[0][type]=ADULT&saleId=5996b24d-f615-4639-a32c-1eb8cc4079c7

Im arschkalten Winter des Jahres anno 2025/26 beobachtete ich nicht nur über Wochen die Polarlichterapp, nein auch den Wetterbericht. Kurz und gut, -34 Grad blieben uns erspart, knackige -22 erwarteteten uns.

Tageshöchsttemperatur:

Um es kurz zu machen, die Kälte störte nicht, die vielen Klamotten waren nerviger. Oberkörper vier Schichten, unter der Skihose noch Unterwäsche. Wir borgten uns keine Sachen aus, auch wenn dies quasi überall angeboten wird.

Kommen wir nun zu Santa Claus….tja, Coca Cola hat ganze Arbeit geleistet und der Polarkreis zieht Touris aus aller Welt, vor Allem Chinesen an. Mit SC wird alles assoziiert, nur keine religiösen Inhalte.

Es war säuisch voll, es posteten überall Influencer*innen, aufgemotzt als wenn es um eine Misswahl geht. Erstaunlich wie leidensfähig Mensch ist, wenn es um Klicks geht….Röckchen und Kleidchen bei -17 Grad!

Natürlich ließen wir uns die Eckpunkte nicht nehmen. Arctic Circle, Post und Rentiere sowie Huskys beobachteten gehörte auch bei uns dazu.

Zum Village haben wir eine etwas gespaltene Ansicht. Da wir einen Bungalow direkt dort hatten, konnten wir uns gut von Jubel, Trubel Heiterkeit befreien. Von allen Resort ist das SCV noch das moderateste und dennoch ist die ganze Institution reinste Abzocke. Unser Zimmer, max. 3 Sterne mit dem Goodie der Sauna. Das Frühstück lieblos und mit 26,50€ überteuert. Teuer war Alles, egal ob Foto mit dem Weihnachtsmann, Rentierschlittenfahrt oder eine kurze Huskyrunde, was ich niemal empfehlen würde….dazu kommem wir aber noch. Gleiches gilt für das abendliche Buffet, 48€….die spinnen doch!

Ob ich nochmal dort wohnen würde, JA…denn das gesichtslose Rovaniemi gehört nicht zu meiner Wahl.

Die Stadt fiel 1944 einem Feuersturm, durch die Wehrmacht, zum Opfer und wer nicht absoluter Fan von Beton der 50er ist, sollte sich dieses Nichtlapplandfeeling schenken. Wer ein eigenes Auto hat ( sollte man immer in Erwägung ziehen) ist in den Resorts außerhalb der Stadt besser aufgehoben. Leider ist hier Mittelklasse Fehlanzeige, nach oben gibt es keine Grenzen. Hat man dann eine schneereiche Woche erwischt, tun 800€ für eine Nacht im Fünfsterne Glasiglo natürlich richtig weh.

Wer partout nicht ins SCV will, dem empfehle ist die Ounasvaara Chalets, da bekommt man manchmals nen Schnappi. Unser Favorit war Apukka, wo wir ja auch mit den Huskys unterwegs waren.

Traumhaftes Resort, traumhafte Lage….unbezahlbar!

Kommen wir zum Essen in Rovaniemi. Kurz und gut, alle bezahlbaren Varianten, die auch noch gut besprochen sind ( Tripadvisor) sind fest in der Hand von Reisegruppen, Chinesen und Influencern, zumeist auch noch winzig klein. Santas Salmon Place haben wir nicht hinbekommen, hier gibt es angeblich den besten Lachs vom Feuer, mit Kartoffelsalat und Brot:https://bestsalmon.fi

Ins Roka Bistro haben wir es am zweiten Tag geschafft, muss Jeder selbst entscheiden, ob man bei -10 Grad draußen warten möchte. Essen war sehr gut und bezahlbar: https://ravintolaroka.fi/en/

Das Essen in den Hotels und Resorts ist richtig teuer, finnisches Essen toppt Alles. Am Ende bleibt noch die Depencance des Weihnachtsmannes bei Mc. Doof und der Supermarkt. Letzter ist die bessere Alternative, im CM ( Citymarket) gab es Fisch und Kaviar vom anderen Stern.

Kommen wir nun zu den Aktivitäten. Luft zum atmen und wandern gibt es umsonst, alles Andere muss teuer bezahlt werden. Über getyourguide und viator gibt es pauschale Touren die ich nicht empfehlen kann. Bereits im Vorfeld wurden die Husyktouren kritisch bewertet, 5 Minuten im Schlitten, 130€….Rentiere auch fünf Minuten nochmal 30€ drauf…NEIN, macht man nur wenn man Chinese ist. Als ich mir dann auch noch anlas, dass die armen Viecher nicht in Rente gehen, sondern am Ende an die Nachzuchten verfüttert werden, war es bei mir vorbei….ich suchte, suchte, suchte UND fand https://apukkaresort.fi/activities/winter-activities/husky-tours-in-winter/?gad_source=1&gad_campaignid=18996123094&gbraid=0AAAAACnzSn-JIuq59wiGs59qtGbGF_4_c&gclid=EAIaIQobChMIyoH8tpOLkwMVcZCDBx2Gmx92EAAYASAAEgLVKvD_BwE

Man ist sein eigener Musher, fährt die Tiere selbst, rd. 7,5 km und darf am Ende kuscheln und Welpen bespielen…yes! Viel Teurer war es auch nicht, aber DAS Erlebnis für uns.

Ein beeindruckendes, nicht so teures Event ist der Besuch des Arctic Snow Hotel, 35€ plus der Drink, alloholisch oder nicht alkoholisch…

Da ich auch nach mehreren Versuchen den Link nicht in den Bericht bekommen haben, einfach Arcticsnowhotel.com in die Suchleiste geben.

Für Rentiere gilt übrigens das Gleiche wie für die Huskys. Die Touren sind Abzockertouren, zu teuer und keineIndividualität. Im Winter sieht man kaum frei lebende Rudis, da alle Tiere zusammengetrieben werden. Wir hatten wunderschöne Erlebnisse, sahen magische kleine Wesen in Apukka und Kotatieva und waren während unserer Schlittentour ganz alleine! Kotatieva: https://kotatieva.fi/activities/

Nicht nur Rentiere, auch für Eis laufen, Rodeln, Langlauf und Schneeschuh wandern eine ganz tolle Adresse

Und dann ist da noch die Sache mit den Polarlichtern! Ich hatte zu Hause etliche Apps ausprobiert, war also vorbereitet. Wer nicht vorbereitet war, war der Wettergott. Obwohl zur besten Zeit (September- März) mitten im Aurora Oval, spielte das Wetter nicht mit. Wirklich schade….wir sind dem Grunde nach lediglich zwei Tage zu spät angekommen. Ein armseliges Lichtlein gab es am ersten Abend dann doch und das war es dann aber auch!

Finnland2026, VII: Kotatieva

Den letzten Tag in Lappland verbrachten wir nochmal in der freien Natur. Es hatte wieder in der Nacht geschneit, unser Frühstück begeisterte auch am vierten Morgen nicht. Um 10:00 Uhr checkten wir aus und machten uns auf den Weg nach Kotatieva, rd. 10km außerhalb.

Das Resort lag höher als Rovaniemi und war noch viel verschneiter und abgeschiedener.

Das Highlight dort ist die Eisbahn durchs Gelände, man kann sich an Langlauf, Schneeschuhlauf und Rodeln versuchen.

Das Tüpfelchen auf dem „I“….die geliebten Rentiere ziehen einen Schlitten, total unkommerziell und nett.

Strom aus Aggregatoren, Plumpsklo und „no thrill“. Viele Jüngere nutzten die Angebote.

Mathias machte sich recht gut auf dem Eis, ich merkte gaaaanz genau, das ich seit 30 Jahren keine Kufen mehr unter den Füssen hatte.

An der Eisbahn liegt ein süßes Café, mit Kota und Zugang mit Schlittschuhen.

Nach der ersten Anstrengung, wir waren wirklich durchgeschwitzt, liefen wir übers Gelände und besuchten die Rentiere. Im Wald stand ein scheues Kitz, heranwachsend…in weiß. So zart, so süß. Wir fragten nach, das kleine Wunderwesen aus einer anderen Welt, war ein Waisenkind. Verstoßen von Mama, vom Besitzer wohl abgeschrieben, hatte es sich den Tieren von Kotatieva angeschlossen….sehr süß.

Unsere Schlittenfahrt war toll, von der Länge her richtig und mit 30€ auch angemessen im Preis.

Mein Highlight war aber dieses kleine Zauberwesen…meine Güte!

Wir rodelten den Hügel hinunter, hatten hier einige Lachmomente.

Unser Mittagessen war ok, die billigste Pizza in Finnland. 

Das Restaurant war ebenfalls optisch ein Hingucker!

Nach einigen Tiefschneeversuchen, nochmaligen Rutsch über die Eisbahn sagten wir Kotatieva adieu.

Von uns eine klare Empfehlung zu Kotatieva, ein netter halber Tag kann dort gelassen mit allerlei sportlichen Aktivitäten vertändelt werden.

Den späten NaMi vertrödelten wir bei Mc Donalds, Tanken und auf dem chaotischen kleinen Flughafen von Rovaniemi. 

 Der Flug hob überpünktlich ab, Flugdauer 2,5 Stunden ohne Polarlichter.

Kaum waren wir in Berlin gelandet, surrte meine Uhr…Polarlichteralarm in Rovaniemi, Kotatieva und Apukka…Hej Finnland, Du wolltest mich doch wohl flachsen?

So bleiben nur die Lichter aus dem Januar über Berlin, die ich dann doch mal ein wenig würdigen möchte.

Finnland 2026, IV: 66° 33′ 55″ Napapiiri

Guten Morgen in Rovaniemi, am Polarkreis….ab jetzt also Arktis.

Knackige -22 Grad erwarteten uns, wir waren vorbereitet!

Die erwartete Schnappatmung fiel aus, ich gebe zu, Handschuhe aus für ein Foto, tat weh.

Screenshot

Wir stellten uns in die Schlange der Mietwagenwilligen und kurze Zeit später, so kurz nach 8:00 Uhr hatten wir unseren Toyota. Das Santa Claus Villiage liegt rd. 14km außerhalb der Stadt, die übrigens sehr gesichtslos ist,

Für Nachahmer, verzichet auf die Stadt…..ich würde immer draußen wohnen wollen.

Kurze 14km später erwartete uns das weihnachtliche Disneyland, was kurz nach Sonnenaufgang noch herrlich verschwiegen und leer daher kam. Wir nutzten die Zeit, , schauten uns um, hüpften über den Polarkreis und freuten uns, das wir hier wohnen werden, quasi um Tourimassen herumbalancieren können.

Gegen 9:00 Uhr spazierten wir in die Rezeption, erledigten den Papierkram und gingen, für nicht wenig Geld, mittelmäßig frühstücken. Da das Frühstück in allen Restaurants gleich sein soll, freuten wir uns nicht so richtig auf die nächsten 3 Male….aber der Milchreis, der ist lecker!

Wir schlenderte als Nächstes in die Post und versendeten verfrühte Weihnachtsgrüße. Viel hat Santa Claus zu tun, man schaue sich mal die vielen Briefe aus aller Welt an! Erstaunlicherweise auch Viele aus Teilen dieser Welt, die nicht wirklich Weihnachten feiern.

Wir liefen weiterhin antizyklisch und bewunderten die Rentiere im Dorf.

Rentiere sind übrigens super kuschelig und total lieb…..die wollten Alle schmusen. Insbesondere unsere zweite Begegnung am Nachmittag mit den kleinen Rudis ohne rote Nase🥰.

Trotz des Chinesenrummels, SCV liegt doch inmitten toller Natur und unser kleiner Nüssesucher verzauberte auch Weihnachtstümmler ganz dolle, mein Gott war der kleine Kerl herzig!

Da der Himmel aufgerissen hatte, war uns klar….wir müssen in die Natur, die Wetterberichte sagen für die nächsten drei Tage nichts Gutes voraus. Wir fuhren nach Apukka, ein 5 Sterne Hotel, welches auch als Auroraspot bekannt ist.

Im Sommer ein See, momentan eine gut befahrbare Straße, wir freuten uns über Sonne, Schnee und gaaanz viel Ruhe….außer dem Knirschen auf weißem Nass.

Da wir ja immer noch nicht im Hotel eingecheckt waren, machten wir gegen 14:00 Uhr auf unserer Spazierrunde Schluss und kamen genau rechtzeitig im Apukkaresort an, als die zuckersüßen Rudis ihre rote. ase abgelegt hatten, in den Feierabendmodus gingen und mit ein wenig Heu und Flitterglitter verwöhnt wurden. Einhörner, es gibt sie doch 😍!

Wir entschieden uns noch für einen kurzen Abstecher zum Arktikum ( Museum zur Arkis) von wo man nicht nur einen guten Blick über den Fluss, sondern auch nach Norden hat…..nach Norden, ja….Polarlichter sieht man zumeist immer in nördlicher Richtung.

Der Platz fürs evtl. „Spektakel“ war also geklärt….

Zurück im SCV ging Alles ganz schnell, unsere Hütte war bereits seit Mittag zum Einzug fertig. Wir wohnen, dem Himmel sei Dank, ganz weit weg vom Chinesenrummel. Mangapüppchen, in Minirock, weißen Wollstrümpfen und Ohrenschützern, posend im Village hatte ich genug bewundert….

Angesichts der Gesamtwetterlage war klar, wenn Polarlichter, dann heute Polarlichter…..so machten wir uns gegen 17:00 Uhr auf den Weg zu Santa‘s Salmon Place. Eine kleine Kota etwas abseits im Village, mit angeblich dem besten Lachs Finnlands. Serviert mit Kartoffelsalat und Brot….Preis 26€, recht typisch für Finnland.

Untypisch war wohl eher, das ganze chinesische Reisegruppen in dieses kleine Ding wollten….für uns unlogisch und natürlich scheiterten wir, mit dem Versuch ein Plätzchen für Zwei zu bekommen…kein Lachs, kein Kartoffelsalat.

Ein bissel gefrustet entkamen wir den Menschenmassen und fuhren Richtung downtown….die gesichtslose Stadt, wir wissen! Ich hatte im grenzenlosen www etwas vom Roka Bistro gelesen und dachte, wenn nicht Lachs vom Grill, dann in der Suppe, Lohikaitto….tja, und dann standen auch dort die Chinesen vor dem zu kleinen Restaurant. Ich glaube, ich koche aus Chefkoch einfach finnisch nach!

Wir gingen also zum Vietnamesen, Sommerrollen und Phô und insgesamt nicht teurer als in B.

Mathias war ein wenig gefrustet, sein Essen war nicht so toll. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass es sich mittlerweile zugezogen hatte und trotz guter Vorhersage nicht nur die Apps zu Madame Aurora stumm blieben, sondern auch unsere Ausbeute wahrlich nicht hitverdächtig war.

Immerhin, der Himmel gab interessante Wolken, Polarlichtfetzen, Flutlicht vom Flughafen usw. preis.

Zurück im Weihnachtsmanndorf sahen unsere Hütten auch ziemlich beeindruckend aus.

Wir genossen den restlichen Abend bei Chips, Bier und Sauna…JA, hauseigene Sauna!