Albanien 2026, VII: Gjirokastra

Wir verließen Korça mit einem guten Fruhstück und netten Wünschen.

Die Fahrt nach Gjirokastër/Gjirokastra war wunderschön aber lang, 189km bdeuteten 4 Stunden durch die Berge. Dennoch möchte ich das eine oder andere Panorama nicht vorenthalten.

Wir hatten uns gegen die kürzere Route durch Griechenland entschieden, da 2x Grenze auch erhebliche Wartezeiten mitbringen können, kein Länderpunkt für Emily.

Andere Verkehrsteilnehmer:

Wir fuhren immer sehr nah an der Grenze zu Griechenland entlang, die Telekom schickte mir zwischendurch sogar Liebesgrüße aus Hellas.

Um 13:00 Uhr hatten wir es geschafft, wir warfen einen Blick aufs Weltkulturerbe Gjirokastra.

Unser Gästehaus befand sich auf der anderen Flußseite, Laufdistanz rd. 700m vom Bazaar…..mitten im Dorf, mit kriminellsten Straßen und Steigungen. Der Herr im Haus zitterte sich die Auffahrt hinauf und schlief in der kommenden Nacht mehr als unruhig….wo man rauffährt, muss man auch wieder runter.

Uns erwarte ein schlichtes Zimmerchen in einem rustikalen Haus, Dorfcharme und schöner Aussicht.

Die historische Stadt Gjirokastra im Süden Albaniens zählt zu den eindrucksvollsten Orten des Balkans. Wegen ihrer charakteristischen Steinhäuser mit schiefergedeckten Dächern wird sie oft auch „Stadt der Steine“ genannt. Die verwinkelten Gassen, osmanischen Wohnhäuser und die imposante Burg verleihen der Stadt ein ganz besonderes Flair.

Die Altstadt von Gjirokastra gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, was leider für viel zu viele Besucher sorgt. Dennoch sahen wir das erste Mal im großen Stil Souvenierläden. Besonders sehenswert sind die Burg von Gjirokastra einige Herrenhäuser und Museen. Letztere Zwei blieben aus, Emily mag Museen nicht😉.

Von unserem Guesthouse konnten wir einen Enver Hoxha Short Cut nehmen, ein Tunnel, der nur der kommunistischen Führung vorenthalten war.

Wir gönnten uns ein leichtes Mittagessen, der Rudelführer benötigte kühles Helles, die Straßen, die Steigung, die Auffahrt im Hotel…..

Danach folgte ein erschreckter Marsch durch den Basar, es war voll, richtig voll, Reisegruppen en masse, herangekarrt aus Saranda und Ksamil, Olga von der Wolga mit Wissensdurst.

Ein wenig ernüchternd empfanden wir Gjirokastër, welches oft als DAS Highlight von Albanien dargestellt wird….für uns wohl weniger. Daran konnte auch der Obelisk, Erinnerung an die Einführung von Schule, albanisch in Wort und Schrift nichts ändern.

Nach zwei Lemon Soda, einem sehr netten Plausch mit einem Schweizer Pärchen war es immerhin ein wenig leerer im Basarkern. Alle gezeigten Bilder stammen übrigens von der Nachmittagsrunde…..wem immer noch zu viel Mensch auf den Fotos ist, sei gesagt „so ists“…

Da es zu früh zum Abendessen war, entschieden wir uns, doch bereits an diesem späten Nachmittag noch hoch zur Burg zu wandern. Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen die Zitadelle besuchen. Es war eine gute Entscheidung den Besuch zu verlegen.
Die Zitadelle von Gjirokastër ist riesig und sehr gut erhalten. Von oben bekommt man einen richtig tollen Blick über das Drino-Tal und die Altstadt mit ihren typischen Steinhäusern.

Die Urspünge der Burg stammen aus dem Mittelalter, ihr jetziges Aussehen verdankt sie aber den Osmanen, die Albanien eroberten und bis heute ihre Spuren hinterließen.

Heute kann man dort ein kleines Militärmuseum besuchen und einfach die Aussicht genießen. Für viele ist sie das Highlight von Gjirokastër – ein echtes Stück Geschichte mitten in der „Stadt der tausend Stufen“.

Zurück in der Innenstadt griff ich einen Restauranttip einer Kollegin auf und so genossen wir typische albanische Küche, oberhalbder Stadt, auf einen kleinen Balkon…weg vom Wahnsinn.

Der Weg von 700m, durch den Hoxha Tunnel ins Guesthouse zog sich. Wir sprangen nur noch unter die Dusche und dann ab ins Nest, Gjirokastër hatte usn geschafft.

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