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Finnland2026, VII: Kotatieva

Den letzten Tag in Lappland verbrachten wir nochmal in der freien Natur. Es hatte wieder in der Nacht geschneit, unser Frühstück begeisterte auch am vierten Morgen nicht. Um 10:00 Uhr checkten wir aus und machten uns auf den Weg nach Kotatieva, rd. 10km außerhalb.

Das Resort lag höher als Rovaniemi und war noch viel verschneiter und abgeschiedener.

Das Highlight dort ist die Eisbahn durchs Gelände, man kann sich an Langlauf, Schneeschuhlauf und Rodeln versuchen.

Das Tüpfelchen auf dem „I“….die geliebten Rentiere ziehen einen Schlitten, total unkommerziell und nett.

Strom aus Aggregatoren, Plumpsklo und „no thrill“. Viele Jüngere nutzten die Angebote.

Mathias machte sich recht gut auf dem Eis, ich merkte gaaaanz genau, das ich seit 30 Jahren keine Kufen mehr unter den Füssen hatte.

An der Eisbahn liegt ein süßes Café, mit Kota und Zugang mit Schlittschuhen.

Nach der ersten Anstrengung, wir waren wirklich durchgeschwitzt, liefen wir übers Gelände und besuchten die Rentiere. Im Wald stand ein scheues Kitz, heranwachsend…in weiß. So zart, so süß. Wir fragten nach, das kleine Wunderwesen aus einer anderen Welt, war ein Waisenkind. Verstoßen von Mama, vom Besitzer wohl abgeschrieben, hatte es sich den Tieren von Kotatieva angeschlossen….sehr süß.

Unsere Schlittenfahrt war toll, von der Länge her richtig und mit 30€ auch angemessen im Preis.

Mein Highlight war aber dieses kleine Zauberwesen…meine Güte!

Wir rodelten den Hügel hinunter, hatten hier einige Lachmomente.

Unser Mittagessen war ok, die billigste Pizza in Finnland. 

Das Restaurant war ebenfalls optisch ein Hingucker!

Nach einigen Tiefschneeversuchen, nochmaligen Rutsch über die Eisbahn sagten wir Kotatieva adieu.

Von uns eine klare Empfehlung zu Kotatieva, ein netter halber Tag kann dort gelassen mit allerlei sportlichen Aktivitäten vertändelt werden.

Den späten NaMi vertrödelten wir bei Mc Donalds, Tanken und auf dem chaotischen kleinen Flughafen von Rovaniemi. 

 Der Flug hob überpünktlich ab, Flugdauer 2,5 Stunden ohne Polarlichter.

Kaum waren wir in Berlin gelandet, surrte meine Uhr…Polarlichteralarm in Rovaniemi, Kotatieva und Apukka…Hej Finnland, Du wolltest mich doch wohl flachsen?

So bleiben nur die Lichter aus dem Januar über Berlin, die ich dann doch mal ein wenig würdigen möchte.

Schweden 2026: Stockholm II

Mit strahlendem Wetter begrüßte uns Stockholm am 20.02.26. Knackige -6 Grad, gefühlt -13 luden zur Dreifachschicht ein, die sich bewährte.

Nach einem Frühstück in Eigenregie, liefen wir gut gelaunt Richtung Sergels Torg und bewunderten den Platz und viele Kaufhäuser drumherum.

Das Eis auf der Ostsee hatte uns natürlich bereits am vorherigen Abend angezeckt, nur im Dunkeln geht man wohl eher nicht aufs Eis….dafür am Tag!!!

Vorher gab es aber noch einen kurzen Bummel durch Gamla Stan, Stor Torget und unzähligen Souvenirschuppen.

Und nun zum Eis auf der Ostsee, aus dem Fernsehen bekamen wir später die Info, das erstmalig seit 15 Jahren dieses Phänomen gefeiert werden darf:

Lange blieben wir allerdings nicht auf dem kühlen Nass, uns war es doch etwas unheimlig. Aufgrund der frühen Zeit und da es ja auch noch ein normaler Wochentag war, hielt sich die Präsenz der Stockholmer noch in Grenzen….,eine Art Lebensversicherung???!!!!

Aud dem kürzesten Weg liefen wir Richtung Skeppsholmen und der berühmten Brücke.

Skeppsholmen, wieder eine der 14 Inseln, die wir aber letzendlich nicht besuchten, Nur die Brücke, die sollte es sein…warum, seht her!

Mit dem Krönchen perfekt in Pose gesetzt, bekommt das Schloss ( s. auch Schweden 2023) eine ganz neue Ausstrahlung….quasi ein must have der Stockholmtouris. Wir waren allerdings alleine auf der Brücke, im Sommer wohl ein Ding der Unmöglichkeit.

Es ging auf Mittag zu und wir wollten in die Saluhallen von Östermalm. Unterwegs. bewunderten wir nicht nur die wohl schönste Apotheke Stockholms, sondern nutzten diese sogar für kleinere Blessuren. Die Apotheke zum Storchen…Sterken in Svenska.

Östermalm, ein Ort der Eleganz und der schwedischen Krone, rd. 1:11 übrigens. Meine Güte, ähnlich wie Paris….Städte ohne Kriegszerstörung haben was. Da kommen unsere Nester ärmlich daher.

Die Saluhallen ( gebaut 1888) und die Hedwig Eleonora Kirche:

Die Halle. suchen ihresgleichen…wir waren begeistert und ein sehr teures Mittagessen musste sein. Es war allerdings der Suff, der unsere Reisekasse schmälerte. Alkohol, sei es nur Bier….in Skandinavien, im Restaurant, ein no go.

Der krönende Abschluss des Tages? Das Abba Museum! Wir waren bereits eine Stunde vor unserem Zeitslot am Museum, konnten aber dennoch schon in die heiligen Hallen.

Wir hatten wenig erwartet und tatsächlich Spaß. Vom Werdegang, über Karaokeboxen, goldenen Schallplatten, schlechten Kostümen….es war ALLES dabei. Für echte Fans ein muss, für uns nice to see.

Nach dem Museumsbesuch, machen wir es kurz….Boxenstop via Uber! Auch nur vier Euro teurer als die Öffis und binnen zehn Minuten wieder am Hotel, Rade aus Kroatien sei Dank.

Wir verließen die Hütte nur noch fürs schnelle Abendessen ( same procedure as last evening) und fielen ermattet vor die Glotze…Olympia, auf allen Kanälen.