Deutschland 2026, Zingst und Wernigerode

Ein Wochenende Ende März 2026 in Zingst,

Viel hört man von dem gehypten Ort an der Ostsee, ein Eldorado für Fotofans, die Karibik Deutschlands und so wunderschön!

Jahrezentelang bin ich um die deutsche Ostsee ( mal abgesehen von  Warnemünde) immer herum gekommen, >30% Nazis…die muss man nicht noch reicher machen.

Meinem Schwiegervater war es seit Jahren ein Anliegen, der Weihnachtsmann legte einen dreitägigen Trip unter den Baum und so konnten wir uns selbst von der Schönheit überzeugen.

Wir fuhren gegen 8:00 Uhr los, der kleine dreckigweiße Wauzebär war so aufgeregt, sie konnte es kaum erwarten. Emily liebt Urlaub und reisen und ist ein lieber kleiner Teddy im Kennel, so lange das Auto fährt.

Berlin ist mehr als staulastig, Emily bellte sich durch die erste Stunde und wir atmeten auf, als wir endlich gen Norden fuhren.

Das Wetter hielt sich, wunderschönes Märzwetter blieb uns an diesem Freitag hold und mit schönem Sonnenschein saßen wir rd. 3 Std. später, bei einem Fischbrötchen am Darß.

Wir genossen Sonne, Strand, Strandkorb und schauten verliebt auf unseren buddelnden Hund.

Zum Kurmittelhaus, unserem Zuhause für zwei Nächte, liefen der Göttergatte, Emily und ich zu Fuss, die älteren Semester fuhren.

Einige schöne Zingstimpressionen möchte ich nicht vorenthalten.

Eine hübsche Ferienwohnung erwartete uns, großzügig geschnitten, bissel 2000er Style aber hell und freundlich.

Zwei Bäder, zwei Schlafzimmer, sämtliches Schnickedöns….herrlich.

Wir vergammelten ein wenig den Nachmittag und gingen gegen 18:30 Uhr in den Klabautermann, ein Restaurant, welches Mathias und ich am Nachmittag gefunden hatten. Das Essen war super, die Besitzer hatten ebenfalls Westies, die Gastwirtin war ein verbiestertes, altes Weib, die sich aufregte, weil ihre Mädels mit unserem Westie kuschelten.

Kurz und gut, unsere liebreizenden Mitmenschen wollten uns einen Tag später nicht mehr in ihrem Etablissement….soviel zu Thema Ost/West anno 2026.

Der spätere Abend wurde heiter, wir spielten Hitster und mein Schwiegervater erfuhr seine Überraschung zum 80. Wiegenfest….Fuerte und Kreuzfahrt.

Der zweite Tag war leider verregnet und verhangen, wir fuhren das Fischland, Darß auf und ab, stiegen aber nicht wirklich aus. Lediglich in Wüstrow gabs Kaffee und Kuchen mit Blick auf dem Meer und zurück in Zingst eine Planscherunde im heimischen Pool…wohltuende 30 Grad, was will man mehr?

Sehenswert vom zweiten Tagist dennoch der kleine Hafen und die berühmte Sonnenbrille.

Da wir ja aus dem schönen Klabautermann hinauskomplimentiert wurden, landeten wir in einer überteuerten Bude, grenzwertig frech.

Der letzte Morgen begann verheißungsvoll, auch wenn das Frühstück im Kurmittelhaus eine Mischung aus Kampf ( Tisch), Hetze ( Zeitfenster) und damit verbunden, wenig Genuss ( obwohl das Frühstück solide gut war) war.

Wir liefen nochmal an den Strand, Mama und ich die Seebrücke bis zur Taucherglocke, die Männer ließen Drechen steigen, mit maximalem Erfolg.

Wir fuhren im Anschluss über Karls Erdbeerhof ( nette Geldausgebemaschinerie) nach Warnemünde.

Der niedliche Ort geht gefühlt immer, Fischbrötchen, Fisch fürs Abendessen und gut gelaunt ließen wir das Wochenende ausklingen.


Mein Fazit: Zingst ist wunderschön in der Nebensaison, im Sommer möchte man dort nicht sein. Der Fotohype ist für mich nicht nachvollziehbar, ja …es gibt ein paar nette Motive, die gibt es woanders auch. Die Preise sind eine Frechheit, wir schauten uns die Campingplätze an, WER zahlt 1000€ für eine Woche im Sommer? 

Mit einem glücklichen Hund, am Strand von Warnemünde, beende ich diesen kleinen Bericht.