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Polen 2026: Krakau I

Einmal im Jahr nach Polen ist Pflicht! Zumindest bei uns und dieses Mal ging es wieder ins schöne Krakau, nicht mit dem Flieger wie 2013, sondern mit dem Zug.

Wer nebenbei auch nochmal wissen möchte, wie es 2013 so war, schaut bitte hier: https://allcontinentsinonelife.com/polen-2013-krakau-und-auschwitz/


Der Zug war eine Herausforderung für sich, wobei nicht die Buchung als Solches, sondern die Sitzplätze. Während mein Ticket glatt durchging, war das von Mama und Karin von Anfang an harte Arbeit. Auf der Anreise hatten wir Alle einen Platz, mein Sitz für die Rückreise passte auch. Die beiden Ladies reisten allerdings drei Tage später als ich nach Berlin und hatten zwar Sitzplätze ab Rzepin, Stehplätze 😳 von Krakau zum Umsteiger. Eine liebe Kollegin und ich wollten diesen Umstand korrigieren, die polnische Webseite ohne durchgängige englische Anpassung eine absolute Frechheit anno 2026.

Mit gutem Glauben und Tickets sowie Sitzplatzreservierunge für alle Strecken machen wir uns Mitte April, bei frühlingshaftem Wetter auch nach Mähren. Die Zugfahrt war unspektakulär und mit ein wenig Verspätung erreichten wir Krakau.

Die ersten polnischen Uber Erfahrungen machten wir ebenfalls und zack, standen wir neben Zugtrasse und Straßenbahn vor unserem Haus.

Die Wohnung im zweiten Stock war recht hübsch, zweckmäßig eingerichtet und vielzu warm! 30 Grad +x erwarteten uns, schnell wurden alle Heizkörper heruntergedreht, der erste Spaziergang erwartete uns.

Es wohnten in Kazimierz, dem jüdischen Viertel und nahmen die ersten Impressionen aus dem alten Krakau auf. Vieles erkannte ich wieder.

Hier nochmal die Eckdaten zum Viertel: Das kreative Kazimierz ist Krakaus historisches jüdisches Viertel. Heute gibt es hier eine Mischung aus unabhängigen Galerien, ausgefallenen Geschäften, Vintage-Modeläden und Bars, die von trendigen Cocktaillounges bis zu Kneipen im Shabby-Chic-Stil reichen. Zu den vielen Synagogen in der Szeroka-Straße zählt die Alte Synagoge aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem nahe gelegenen Remuh-Friedhof wurde eine Wand aus Grabsteinen erbaut, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Das Galicia Jewish Museum ist der örtlichen jüdischen Kultur gewidmet.

Die alte Synagoge:

Wir wandelten auf den Spuren von Helena Rubinstein, die hier in Kazimierz ihre Anfänge als Kosmetikheroin hatte.

Mittelmäßig gingen wir an diesem ersten Abend essen, das Highlight, wir saßen draußen.

Zurück in der Wohnung wurden wir weiterhin von der Hitze Thahitis erschlagen, meine Korrespondenz mit der Hausverwaltung ergab, Techniker kommt am nä. Morgen um 8:00 Uhr!
Also schoben wir die Betten weg vom Heizkörper und hauten uns bei 30 Grad ins Bett. Die Fenster konnten, aufgrund von Zugtrasse und Straßenbahn nicht offen bleiben.

Der nächste Morgen began tropisch, mit Kopfschmerzen und einem schüchternem polnischen Handwerker, der Sicherungen aus stellte, ein wenig an den Heizkörpern herumfummelte, mir für den Fall der Fälle einen Radiator zeigte und verschwand. Mit einem inneren toi, toi, toi machten wir uns auf und liefen Richtung RynekGlowny und Tuchhallen, glatte 1,1 km vor 9:00,Uhr.

Mit einem ersten Blick in die Kathdrale verabschiedeten wir uns zunächst vom Rynek und liefen zu einer berühmten Milchbar, leider mit Nieselregen.

Das Tomasza ist sehr bekannt, stylisch und nur noch in Ansätzen eine Milchbar im alten Stil. Unser Frühstück war klasse, das Ding überfüllt, dennoch absolute Empfehlung.

Nach unserem Feudalmahl schlenderten wir wieder zum Rynek, bewunderten die jetzt belebten Tuchhallen und erkundeten den unterirdischen Markt. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Der „unterirdische Markt“ in Krakau ist eigentlich das hochmoderne Museum Rynek Underground (polnisch: Rynek Podziemny), das sich etwa vier Meter unter dem Hauptmarkt befindet. Es zeigt auf rund 4.000 bis 6.000 Quadratmetern die archäologischen Ausgrabungen mittelalterlicher Marktstände, gepflasterter Straßen und Gebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.

  • Mittelalterliche Funde: Man läuft über gläserne Rampen über originale Pflasterstraßen und Fundamente von Häusern und Werkstätten.
  • Interaktive Technik: Hologramme, Nebelmaschinen und Bildschirme rekonstruieren die Atmosphäre des Marktplatzes vor 700 Jahren.
  • Vampir-Bestattungen: Ein Teil der Ausstellung zeigt Skelette aus dem 11. Jahrhundert, die nach mittelalterlichem Aberglauben so bestattet wurden, dass sie nicht als „Vampire“ zurückkehren konnten

So sah es um die Jahrtausendwende in Krakau aus, massive Ausgrabungen:

Alte Straßenzüge:

Marktstände:

Flächenbrand:

Friedhof, inkl. echter Skelette:

Tief beeindruckt bewegten wir uns durch die unterirdische Welt, verlagerten danach aber unsere Geschäftigkeit in die Jetztzeit.

Rathausturm:

Ein kurzer Ausruhestop in der kleinen Kapelle aus dem 11. Jh., den Namen gab google nicht preis…..

Mit einem erneuten Abstecher in einer der Milchbars, zog es uns durch die belebte und beliebte Einkaufsstraße Richtung Wawel.

An der St. Peter u. St. Paul Kirche liefen wir, wie in 2013 nur vorbei, Ziel war die Burg auf dem gleichnamigen Wawelberg.

Da Mama und Karin in den nächsten Tagen nochmal zu, Wawel wollten, beließen wir es bei der Außenbesichtigung.

Wir liefen tapfer zurück in die Unterkunft, begrüßten gottergeben die 30 Grad, riefen erneut, über booking.com einen Techniker herbei, der wiederum 2 Sicherungen mehr ausdrehte und uns verriet, dass die Speicherheizungen Tage benötigen, um nerunterzukühlen. Ein echtes Ärgernis!

Nach einer „Saunapause“ ging es per Uber wieder zum Wawel, auf ins Pod Wawelem…2013 geliebt und auch 2026 als top empfunden.

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Mit zwei Nachtbilder vom und um den Wawel beschließe ich den zweiten Abend in Krakau. Festzuhalten bleibt, wieder stand uns eine viel zu heiße Nacht bevor, die Speicherheizungen waren nicht ein „Müh“ kühler.

Wawelschloss: