Alle Beiträge von KruemelM270671

Weltreise 2005/2006,IV: OZ II, Northern Territory & Queensland

Darwin zeichnete sich dieses Mal durch ein ganz schlechtes Backpacker, genannt die Ramschbude, als auch durch viel Regen aus. Darwin ist und bleibt eine Partystadt mit super Ambiente und wenig Sehenswürdigkeiten.

Die Ruinen, die Tracy 1974 zurück ließ

Wir gingen natürlich zu Dr. Gully’s und fütterten die Fische und ansonsten futterten wir uns durch die Restaurant Szene und betranken und zum Teil wirklich nur sinnlos…..im Regen im Pool und nen Bier in der Hand!

Wir freuten uns auf eine Nacht in Mataranka, hatten wir doch super Erinnerungen an die Thermal Pools. Diesmal wollten wir dort übernachten, bevor es auf den Weg gen Queensland gehen würde.

Mataranka war bei Ankunft noch nicht geflutet, das sollte sich in den nächsten 24 Stunden ändern. Wir hatten das Backpacker für uns, genossen die Pools und bewunderten die Pfauen, die stolz auf dem Gelände posten.

Am nächsten Tag fing es an zu schütten und wir warteten auf den Bus der uns nach Mt. Isa bringen sollte. Vorher sahen wir uns aber die Elsey Homestead (we oft he never never) nen bissel genauer an und hofften, nicht in diesem Teil der Welt zu stranden.

Der Bus schaffte es gerade so, zu uns noch durchzukommen, das Wasser ging schon bis zu den Waden und ehrlich gesagt, es beschleicht Einem die Krokodil,-u. Schlangenangst in diesem Teil der Welt.

Am nächsten Morgen begrüßte uns bereits Queensland, besser gesagt das Bergbaunest Mount Isa.

Wir mussten bis zum Abend überbrücken, bevor uns der nächste Bus nach Townsville bringen würde. So gesehen viel Zeit um sich der Geschichte der Stadt zu widmen….leider hatte der Royal Flying Doctor Service seine Pforten geschlossen, die waren am Renovieren. Da ich bereits in Alice Springs 1999 eine Infostunde dort eingelegt hatte, war es kein großer Beinbruch.

Wir shoppten frische Schlüppis um am Nachmittag wenigstens geduscht und ausgestattet mit sauberen Sachen zurück in den Bus zu kommen. Gegen Mittag schlossen wir uns einer Tour „Outback at Isa“ an und fuhren ins Bergwerk ein.

Gegen 19:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Ostküste. Der Busfahrer erzählte uns von schlimmen Überschwemmungen im Northern Territory, sowohl Darwin, Tennant Creek als auch Mataranka sind von der Außenwelt abgeschnitten. Da waren wir doch lucky looser….wir hatten lediglich mit Regen zu kämpfen.

Am nächsten Morgen kurz nach 6:00 Uhr hatten wir es geschafft, die ersten 8500 km hatten wir mit Greyhound abgerissen und waren immer noch nicht abgefressen vom Bus fahren.

Townsville war nett aber kein großes Erlebnis. Wir buchten unsere Tour auf die Whitsundays und planten einen Ausflug nach Magnetic Island.
Unser Hostel war toll, hübsches kleines Doppelzimmer mit freiem Abendessen- es gab Fischstäbchen Burger, sehr lecker und wir konnten Geld sparen.

Townsville ist berühmt für seine schwarzen Kakadus, die wir sehr bewunderten, ich bin sowieso Vogelfan und kam auf meine Kosten.

In den nächsten Tagen kamen immer mehr Backpacker nach Townsville. Die Nationalgarde fing an, den Norden von Queensland (Cairns, Top End) zu evakuieren, ein erneuter Zyklon (Larry) war angekündigt. Gott sei Dank wollten wir weiter nach Süden….Larry ließ sich auch noch in der nächsten Woche viel Zeit.
Hier der Auszug aus Wikipedia, weil Larry wirklich ein Jahrhuntertzyklon war, der stärker als Hurricane Katrina eingestuft wurde: Zyklon Larry war ein tropischer Wirbelsturm der australischen Zyklonsaison 2005–2006. Der Zyklon bildete sich am 16. März 2006 über dem Südpazifik über der östlichen Coral Sea. Das System intensivierte sich rasch und zog stetig nach Westen. Larry erreichte am 20. März 2006 das Land in Far North Queensland in der Nähe von Innisfail mit der Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten bis 240 km/h. Larry richtete innerhalb kurzer Zeit große Schäden an, bevor er zum Erliegen kam. In Queensland verursachte der Sturm Schäden in der Höhe von ungefähr 1,5 Milliarden Australische Dollar (AUD), das sind etwa 1,1 Milliarden US-Dollar (USD). Das machte ihn unter Vernachlässigung der Inflation zu dem bis dahin teuersten Wirbelsturm in Australien, noch vor Zyklon Tracy von 1974;[1][2] erst Zyklon Yasi verursachte 2011 höhere Sachschäden.

Magnetic Island ist eine hübsche Insel vor Townsville, die berühmt für ihre wilden Koalas sind. Wir nahmen am frühen Vormittag die Fähre und hatten das Pech auf eine Horde Kreuzfahrer der MS Astor ( ja, genau die) zu treffen, die sich durch absolute Idiotie auszeichneten. Sie schwammen im offenen Meer, was in Queensland unter lebensmüde aufgenommen werden muss. Australien hat sonette kleine Tierchen die Würfelquallen/ stinger genannt werden, überall stehen Warnschilder.

Alexandra holte eine Deutsche aus dem Wasser, die uns vollkommen ungläubig ansah, als wir sie auf die Gefahr aufmerksam machten.
Mit einem Busticket erkundeten wir die Insel und kehrten mit einsetzendem Sturm wieder zurück….Vorboten von Larry.

Maggie Island Impressionen: 

Wir zogen weiter nach Süden, Airlie Beach und in den berühmten 8er Dorm, juchee….angekommen in der Realität. Irgendeine war immer wach, Irgendeine brachte immer nen Typen zum vögeln mit und das Restaurant in der Anlage war Anbaggerschuppen Nummer 1…..da lernte man auch 20-Jährige kennen, die selbst uns Mitdreißiger noch versuchten in die Kiste zu bekommen.

Wir hatten Spaß in der Lagune, bis es mal wieder anfing zu regnen und gingen am nächsten Tag auf Tour.

Die Whitsundays waren klasse, wenn auch stürmig und mitRegenneigung. Wir hatten bed bugs an Bord, Gott sei Dank nicht in unserer Kabine.
Wir waren ein Weiberhaufen mit gutem Musikgeschmack und einer guten Stimmung. Die zwei Nächte gingen für meinen Geschmack zu schnell vorbei.

Alleine für den Sonnuntergang auf Whitsunday Island hatte sich die Tour schon gelohnt.

Wir bewunderten den „schönsten Strand der Welt“ (Whitehaven Beach) und gingen dort als Seerobben ins Wasser, auch hier war Quallengefahr.

Die Fahrt dorthin war abenteuerlich, wir angebunden mit Regenkutten an Bord- schön ist anders.

Später schnorchelten wir und waren echt beeindruckt, was die Unterwasserwelt zu bieten hatte.

Am nächsten Tag wieder in Airlie Beach angekommen und gegammelt, abends den Bus Richtung Frazer Island genommen. Nach Norden gab es keinen Verkehr mehr, Larry machte es möglich…..

In Hervey Bay notgestrandet, da unser Voucher für Frazer Island für ungültig erklärt worden war. Wir buchten eine andere Tour nach, bekamen zwei Nächte im Hostel geschenkt und trafen uns mit Andy Stillwell an St. Patrick’s Day.

Die zwei Tage auf Frazer Island, der größten Sandinsel der Welt  waren supertoll, unsere Gruppe war in Ordung…ebenfalls mit gutem Musikgeschmack gesegnet.

Wir machten einen Flug über die Insel und bewunderten das Wrack der Mahoney und suchten nach Haien vom Lookout (Indian Head) .

Indian Heads:

In den Champagne Pools gebadet und den Highway 1 auf der Insel befahren….Nationalstraße, Highway, Flugpiste und Strand- multitasking mit viel Sand. 

Lake Wabby und Lake Mc. Kenzie kennengelernt, am Strand ausgepennt und zurück nach Hervey Bay gefahren.

Ein Dingo auf der Insel

Wir flohen weiter gen Süden, Larry kam näher…..unser Ziel war Brisbane.
Brisbane hat für mich keinen großen Reiz ausgeübt, obwohl shoppen nett und die Innenstadt auch recht hübsch war.
Unser Hauptziel waren die Koalas im Lone Pine Sanctuary. Wir wollten Bilder mit den süßen Babys auf dem Arm und natürlich auch Kängurus knuddeln und füttern. 

Wir bekamen beides und verabschiedeten uns mit einem dicken Grinsen vom Bundestaat Queensland.

 

Unser nächstes Ziel lautete Byron Bay und diesepe Surfer Ort gehört schon zu New South Wales.

Weltreise 2005/ 2006, III: OZ I / Tasmanien & Western Australia

Nach drei Tagen in Singapur flogen wir nach Melbourne. Wir freuten uns unbändig auf 11 Wochen Oz, seit unserer ersten Reise 1999 schleppte ich eine latente Sehnsucht nach dem 5. Kontinent mit mir spazieren. Als Neuerung zur ersten Reise, wollten wir diesmal nach Western Australia und nach Tasmanien.

Letzteres kam gleich als erstes Highlight und damit auch der erste Flug mit meiner Lieblings-Low-Cost Airline Virgin Blue.

In Melbourne angekommen, mussten wir allerdings erstmal einreisen und den „gemeinen Kaffee Köter“ (niedlicher kleiner Beagle) am Handgepäck und an uns herumschnuppern lassen. Gott sei Dank, er schlug nicht an, dafür schlug uns eine Wahnsinnshitze im australischen Hochsommer entgegen. Dafür fragte uns der Officer bei der Einreise ganz freundlich „ war wir denn in Tasmanien wollen?“

Den ersten Tag in Down Under verbrachten wir auf dem Flughafen und warteten auf unsere Maschine nach Hobart. An den Flug nach Tasmanien kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich diesen tatsächlich komplett verschlafen habe.

Dafür kann ich mich noch daran erinnern, dass ich als Erstes nach einer dicken Jacke fahndete, es herrschte ein strenger Wind und die Temperaturen lagen bei „warmen“ 22 Grad mit Regenneigung.

Unser Auto auf der Insel

Hobart ist eine verschlafene Hauptstadt mit ein paar hübschen Ecken, einem netten Hafen, Flohmarkt und gefühlter tasmanischer Inzucht. Während der Australier schon ziemlich skuril sein kann, kamen mir die Tasmanier noch verschrobener vor. Das muss am Wetter und an der Lage der Insel liegen. Ums kurz zu machen, den Fleece zog ich in den nächsten 12 Tagen nicht mehr aus und wir sehnten uns mehr als einmal aufs australische Festland zurück.

Hobart:

Wäsche ist gewaschen:

Die Insel selbst ist total geil, verfügt über sehr schöne Natur, Wanderfreaks kommen auf ihre Kosten. Außerdem ist Tasmanien die Heimat des kleinen tasmanischen Teufel und wer mag den beißenden Frechdachs nicht mal in Natura sehen?

Kookaburra:

Wir bewunderten das Strafgefangenenlager in Port Arthur und wollten in keinem Fall mit den ersten, unfreiwilligen Siedlern in Australien tauschen. In der Port Arthur Bay tummelten sich allerdings die ersten Pinguine und wurden von uns mit großen Augen bewundert. Dafür liebe ich sowohl Oz als auch NZ…..das Tierleben, zumeist unerwartet und immer wieder mit Staunen verbunden.

Der Freycinet Nationalspark ist bekannt für seine Wineglass Bay und auch wir hatten Glück, die Sonne strahlte den sehr schönen Strand perfekt an und setzte die Fotos in Szene.

Leider hatten wir insgesamt ziemlich viel Regen, unser Ausflug in den Cradle Mountain Nationalpark fiel ein wenig ins Wasser. Dafür konnte der Regenwald seinen Namen alle Ehre machen, ohne Regen keine wilde Vegetation.

Mich nervte nach wenigen Tagen das kühle Wetter im tasmanischen Hochsommer, selbst den Kiwis war es in Tasmanien zu kalt. Wir trafen ein ganz entzückendes Paar in einem Cafe´, die wie wir den Kaffee zum Aufwärmen nutzen und ihren Fleece 24/7 trugen.

Am Meisten beeindruckte mich die Bay of Fire, einer der schönsten Strände der Welt, aber ins Wasser wäre ich auch dort nicht gegangen, 15 Grad laden nicht zu Badeeskapaden ein.

Die Orte auf Tasmanien hatten so wohlklingende Namen wie Bicheno  (tolles Backpacker, sonst nichts) St. Helens (das einzige was dort heilig war, war die Kirche und die tolle Bay of Fire) oder Launceston (nettes YHA und Cataract Gorge- kann man gesehen haben oder auch getrost vergessen).

In Launceston lernten wir die Post,  beim Bezahlen des einzigen der Reise, wegen Falschparkens, kennen!

Mein persönlicher Untergang war der so schöne Ort Tullah- ein Nichts im Nichts…Es gab eine Post, ein Diner und eine Tanke sowie die Tullah Lakeside Chalets….bis auf einen klingenden Namen und einen Heizradiator (der notwendig war) gab es noch die tasmanische Inzucht, die uns zum Staunen brachte.

Strahan

Auf Zeehan ( quasi eine Weltstadt) folgte Strahan und nach 12 Tagen Tasmanien ging es, wieder über Melbourne, nach Perth. Dort wurden wir von feuchtwarmer Hitze förmlich erschlagen, 39 Grad….ein Kontinent der Extreme!

Unser Backpacker ging in die Weltreisegeschichte ein. Nicht weil es recht modern war und einen Pool hatte, nein….die Lautsprecheranlage war es, die uns jeden Tag mindestens einmal schmunzeln ließ. Über diese wurden Zahlungsunwillige ausgerufen, denunziert quasi :-).Des Weiteren wohnten uns gegenüber 10 Jungs, die ihre Klamotten einfach auf einen großen Haufen geschmissen hatten und es wirklich eine große Freude war, diese jeden Tag beim Durchwühlen der Berge zu erleben. Dieses Dorm werde ich niemals vergessen, die Tür stand grundsätzlich offen, die verzweifelten Gesichter der Herren waren zum Schreien. Zum Wochenende wurde die Geschichte noch abstruser, als tatsächlich die Oberhemden aus dem Dreckhaufen frisch aufgebügelt wurden – der Mann von Welt geht schick auf die Piste!

Bei Perth streiten sich bei mir auch die Geister. Irgendwie auch nur Provinznest mit hübscher Fassade; mehr aber auch nicht. Essen gehen war arschteuer und wir versuchten uns an Foodcourts. Auf die communial kitchen hatten wir noch keine Lust, zu viele Dauerbewohner im Hostel, machten die Küche nicht so heimelig. Lediglich das Toast mit Orangenmarmelade „for free“ ließen wir uns morgens nicht nehmen.

 

Nach drei Tagen hatten wir von Perth genug und machten uns auf den Weg nach Norden, immer an der Westküste entlang.

Unser erstes Ziel waren die Pinnacles, ein toller Nationalpark- unglaubliche Natur und ein ganz nettes Backpacker Hostel mit hübschen Outback Nest (Cervantes). Wir genossen an dem Tag eine Sunset Tour und bewunderten die Kalksteinsäulen, eins meiner Highlights im westaustralischen Outback.

Der Strand von Cervantes

Am Abend mussten wir das erste Mal eine andere Reisende durchfüttern, Ihr wurden die Kartoffeln aus dem Kühlschrank geklaut. Übrigens eine Unsitte die mich durch Australien aber auch Neuseeland verfolgen sollte. Lebensmittel aus dem Kühlschrank, Bikinis von der Wäscheleine oder auch Handtücher- es wurden innerhalb der Traveller Community gemopst was das Zeug hielt, abartige Unsitte.

Am nächsten Morgen ging es über Geraldton (wo liegt eigentlich Geralton?) einem grässlichen Nest, in den „Kalbarri Nationalpark“ in dem man nur mit sehr teuren Touren hineinkommt. Da wir spartanisch unterwegs waren und schon immer mal wissen wollten, was sich hinter einem „Ford Laser“ verbirgt, entschieden wir uns für eine Automiete für einen Tag. Die Kiste war aus den 90ern, viele Beulen und viel Rost hielten den Wagen zusammen und das Wichtigste, wir Vier waren unabhängig. Der Park war toll, echtes Outbackfeeling ohne weitere Touristen.

Wir wohnten im Kalbarri Ritz, so nannten wir unsere Nobelherberge mit Pool und eigener Wohnung. Wir mussten uns das Apartment nur mit Winnie, unserem haarigen Mitbewohner teilen. Dieser war kein Yeti, er kläffte nicht, wedelte auch nicht mit dem Schwänzchen….er war nur ein crazy white man aus dem Outback mit einer Vorliebe für RIP Shirts über der hundeähnlichen Brust!  Winnie war eine lustige Frohnatur und nahm eine Grillrunde mit uns mit.

 

Wir fuhren über Port Hedland, einem noch schlimmeren Nest, nach Monkey Mia. Wir hatten uns für das, zugegeben recht teure Backpacker, direkt in Monkey Mia entschieden und ehrlich—- es hatte sich gelohnt. Morgens um 7:00 Uhr mit den ersten Delfinen im Wasser, den Tierchen so nah, obwohl sie wild sind und hoffentlich immer bleiben werden. Es war drückend heiß, weit über 40 Grad, Hochsommer auf dem Kontinent! Was die einen zu wenig an Wärme bekommen (Tasmanien) haben die anderen zu viel.

Die von uns, an den Pinnacles, gerettete Backpackerin Julia und ein Brite Andrew wurden für die nächsten Tage unsere Begleiter. Wir gammelten am Strand herum, genossen den Whirlpool, der uns alle Badeklamotten mit Boerwasser versaute, und grillten was das Zeug hielt. Jeden Tag Barbeque oder wie Andy es ausdrückte „we need more sausages“.

Der Strand von Monkey Mia

Familie Emu am Strand

Auf Monkey Mia folgte Coral Bay, ein weiterer Surfer Ort an der Westküste mit viel Tierleben und einem sensationellen Riff. Dort kann man auch den berühmten Walhai sehen, wenn man zur richtigen Jahreszeit vor Ort ist- waren wir natürlich nicht. Wir lernten dafür eine braune Todesotter  in einem Surfshop näher kennen, die ihr Shopping Erlebnis allerdings nicht überlebte. Sie lag später geteilt vor dem Surfshop und hatte damit Ihr Schicksal besiegelt. Am falschen Ort, zur falschen Zeit…

Für uns wurde es natürlich wieder mal teuer, die Labels Roxy, Billabong, Quicksilver und Havaianas übten eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Schnorcheln am Ningaloo Riff überzeugte mich nicht so ganz, der Strand war aber hübsch.

Wir bekamen das erste Mal die Ausläufer der Regenzeit zu spüren, es pisste aus allen Kannen und hätte uns fast das letzte Würstchenfest mit Andy versaut. Coral Bay verabschiedete sich mit einem sensationellen Sonnenuntergang, wir fuhren im strömenden Regen Richtung Broome.

Einmal verlor der Busfahrer fast die Kontrolle über den Bus, Gott sei Dank gingen wir nicht in seeähnlichen Pfützen baden. Die Fahrten mit Greyhound habe ich übrigens in bester Erinnerung behalten, eine sehr komfortable Art Australien kennenzulernen. Wir starteten um 1:00 Uhr nachts in CB, lernten viele Roadhouse und Nester am Wegesrand kennen und checkten am nächsten Abend um 18:00 Uhr (also 17 Std. später)  in den Kimberley Club/ Broome ein.

Das Hostel war der Wahnsinn und wird mir als eins der besten in Oz in Erinnerung bleiben. Insgesamt war der Aufenthalt in Broome sehr, sehr schön. Wir verlängerten spontan um eine Nacht und schauten uns im ältesten Kino der Welt ( Sun Cinema) „walk the line“ an….open air, im Sonnenstuhl und hinter uns die Landebahn des internationalen Flughafen Broome- Hammererlebnis.

Broome ist durch die Perlentaucherei sehr berühmt geworden und zog japanische und chinesische Perlentaucher und deren Familien an.  Eine der Sehenswürdigkeiten sind der japanische und chinesische Friedhof von Broome.

Wir fuhren zum Gantheaume Point und liefen den gesamten Cable Beach wieder zurück.

Dino Abdruck

An diesem Tag verwandelte sich Broome vom letzten Nest Australiens in ein „last resort“…..ein heftiger Zyklon zog zwischen Port Hedland und Coral Bay und es ging kein Bus gen Süden! 

Viele Straßen waren gesperrt und auch wir, die Richtung Norden          ( Darwin) wollten, waren arg in der Planung eingeschränkt. In Halls Creek waren keine Unterkünfte mehr frei und dabei wollten wir doch den Wolfe Creek Crater und die Bungles Bungles sehen! Zweitere waren überflutet, bzw. die Zugangsstraßen waren dicht. Damit trat Plan B in Aktion, Bus bis Kununurra und von dort ein Flug über die Bungles, sofern das Wetter dies zuließ.

Um von  Broome nach Kununurra zu kommen  heißt, wieder eine Nacht im Bus zu verbringen, wieder ein Nacht wo wir zum Einen Zeugen des ausgeprägten Rassismus in Australien wurden aber auch eine Nacht wo uns das recht auffällige Verhalten der Aborigines ( mangelnde Hygiene, Alkohol, -u. Drogenprobleme) vor Augen geführt wurden. Leider ist das Zusammenleben zwischen den Ureinwohnern und dem mächtigen weißen Mann nicht ganz unproblematisch und wir trotteligen Touristen saßen zwischen den Stühlen. Klar freuten wir uns über komplette freie Sitzreihen zum Ausstrecken, dennoch schämt man sich, wenn die eine Hälfte des Busses in ¼ der Sitzreihen gestopft wird, während die andere Hälfte ¾ der Reihen für sich hat. Da aber die Gerüche in den hinteren Reihen wirklich absurd waren, verblieben wir natürlich auch vorne und schämten uns so still vor uns hin.

Karte von West Australien, mit unserem Ziel im Osten des Staates:

Am nächsten Morgen wurden wir mit merkwürdigen ersten Eindrücken geweckt. Es war „pay day“ in Kununurra und unter den Bäumen des Ortes im äußersten Osten von Western Australia  (das Northern Territory ist mit 37 km nur nen Katzensprung entfernt) lungerten betrunkene Aborigines, die ihre Sozialhilfe direkt nach der Auszahlung in Flüssiges getauscht hatten. Eine traurige Welt in einer der exponiertesten Ecken Australiens.

In unserem Hostel wohnten viele Tagelöhner, eine Spezie Mann, die man in Horden nur schwer ertragen kann. Wir verbachten den Nachmittag lieber im „Hidden Valley Nationalpark“ der die gleichen Gesteinsformationen aufweist, wie die Bungles Bungles.

Am nächsten Morgen bestiegen wir eine Propeller Maschine von Alligator Airways und flogen über den Lake Argyle mit der berühmten Diamantenmine (rosa Diamanten) über die Bungles Bungles. Gott sei Dank, das Wetter war super, wir bekamen einen grandiosen Flug und Einblick in den Nationalpark.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Northern Territory, unser  Ziel hieß Darwin und war damit die erste Stadt auf dieser Australientour, die wir bereits 1999 kennengelernt hatten. Ich freute mich wie Bolle auf den hohen Norden, Darwin hatte mir bereits damals richtig gut gefallen.

 

 

 

Weltreise 2005/2006, VII: Kanada- Ontario ( Toronto und Niagara Falls)

Unser Flug von Las Vegas nach Toronto verlief stürmisch. Wir verließen die Stadt mit Blick auf das Hotel Luxor und begaben uns auf eine schaukelige Fahrt durch viele Schlaglöcher! Die Luftstraße nach Kanada gehört dringend frisch planiert! Die Maschine musste beim Start so gegen die Wüstenwinde ankämpfen, dass ich den Vordersitz krampfhaft festhielt und die Flugbegleiterinnen die Passagiere mit den Worten „it’s safe“ versuchten aufzuheitern.

Komischerweise hatten wir keinen Ausreisestempel aus den USA erhalten und die Kanadier verzichteten auch auf einen Einreisestempel. Alexandra fiel auf dem Flughafen mit gesamten Gepäck erstmal auf den Rücken und strampelte wie ein Marienkäfer auf dem Rücken…zu viel geshoppt über die letzten sechs Monate! Wir waren mal mit rd. 10 kg gestartet und hatten bereits in Singapur ein Päckchen versandt….mein Gepäck hatte weit über 35 kg auf dem Heimflug.

Wir wohnten in einem bezaubernden Hostel in Kensington, eine Mischung aus Chinatown und linker Szene. Viele Kneipen, gute Atmosphäre und das Meiste in Laufdistanz erreichbar.

Unsere Lieblingskneipe

Als Erstes fiel uns auf, dass es noch ziemlich frisch für Mai war, wir landeten bei genau 8 Grad +…. zum Anderen ist Canada richtig teuer. Gut das es so viele chinesische Würfelbuden gab, etwas anderes hätten wir uns auch nicht leisten können.

So richtig warm bin ich mit Toronto nicht geworden. Ich weiß nicht, ob es an dem drohenden Ende der Reise lag, das Wetter nicht wirklich mitspielte oder ob mir als Großstädterin die Stadt nicht viel gab? Die Sehenswürdigkeiten zauberten mir maximal ein müdes Lächeln auf die Wangen, auch der Blick über den Lake Ontario vom CN Tower fand ich nicht wirklich berauschend.

Anbei ein paar Impressionen von der sehr englisch anmutenden Innenstadt….oder Adelaide, oder Melbourne, oder Atlanta….oder, oder, oder….in den sehr britisch geprägten Ländern siehts immer gleich aus!

 

Unser allerletztes Highlight, bevor der Flieger nach Frankfurt abhob waren mit Sicherheit die Niagara Fälle. Für Alle, die noch nie dort waren, die Fälle bitte IMMER von der kanadischen Seite bewundern, die amerikanischen Fälle sehen strunszlangweilig aus. Wir fuhren mir dem sogenannten „Casino-Bus“ von Toronto nach Niagara Falls, dem Las Vegas von Kanada. Der Preis betrug damals 8 Can$ one way und war unschlagbar. Eine organisierte Tour zu den Fällen schlägt mit rund 90 CAN$  zu Buche….Happy und mit Pokerface fuhren wir also mit den Zockerwilligen ins Zockerparadies. Den Eintritt in den Bus hatten wir uns am Tag zuvor über eine Mitgliedschaft des Toronter Zockerclubs verschafft. Den Tip für den Bus hatten wir in Monkey Mia von einem lieben japanischen Mädel erhalten, dem Himmel sei Dank.

In Niagara Falls angekommen gingen wir zunächst in das Kasino, schlenderten zu den Daddelautomaten und verzockten unser festgelegtes Limit von 10 CAN $ und erfrischten uns mit den freien Getränken und auf dem Damenklo.

Dann ging es weiter zu den Fällen, die zwar an Iguazu nicht herankommen aber dennoch toll sind.

Blick in die USA

Die amerikanischen Fälle

Blick auf die kanadischen Fälle

Wir bekamen Regenjacken und konnten „hinter die Fälle“ laufen….damit war man mehr als nahe dran. Die Bootsfahrt schenkten wir uns allerdings

 

Am nächsten Tag versuchten wir uns im strategischen Packen der 35 kg Weltreiseklamotten und am 26.05.2006 hatte uns Berlin wieder. Ich wurde mit einer Überraschungsparty überrascht. Neben meinen Eltern waren auch gute Freunde und Arbeitskollegen gekommen, um mich nach 6,5 Monaten wieder zu begrüßen.

Am 01.06.2006 ging ich wieder arbeiten und auch heute, 10 Jahre später denke ich noch gerne an diese Reise zurück. Übrigens, damals war ich ohne smartphone unterwegs, die ersten I-Phones kamen 2006 erst auf den Markt

 

 

Weltreise 2005/2006, VII : USA ( Las Vegas)

Unser vorletztes Ziel waren die USA- allerdings nur Las Vegas und auch das nicht zum ersten Mal, wir waren bereits 2001 in der Glückspielstadt. Damals hatte ich den Aufenthalt umsonst, ich gewann mit 0,75 Cent Einsatz das 1024-fache …… und das wo ich doch gar nicht zocke, sondern lediglich aus Langeweile ein paar coins in den Daddelautomaten geschmissen hatte. Das war übrigens im Venetian und demzufolge hatte ich nicht nur Las Vegas, das Hotel und natürlich die Margeritas die ich damals ausgegeben habe, in super Erinnerung. Da wir damals nur einen Abend am Strip hatten, wollten wir nun die Zeit nochmal vollends genießen.

Ab um in die USA zu kommen, mussten wir zunächst, am 14.05.2006 um 23:00 Uhr auf den Fidschis den Flieger der Air New Zealand besteigen. Wir hatten beide eine eigene Reihe und verschliefen die Datumsgrenze und landeten um 14:00 Uhr am 14.05.2016 in LAX       ( Los Angeles). Die Einreise in die USA war grenzwertig, wir wurden behandelt wie Schwerverbrecher oder Schlachtvieh, die fetten Weiber in zu engen Uniformen waren grauslich.

Wir tranken auf dem Flughafen den schlechtesten Starbucks Kaffee und flogen noch rund zwei Stunden nach Vegas. In der Wüstenstadt gönnten wir uns ein Taxi zu unserem Hotel und fielen um 21:00 Uhr am 14.05.2006 nach 46 Stunden 14. Mai endlich ins Bett. Ich möchte nicht zwischen den USA und OZ pendeln müssen, die Datumsgrenze würde mich verückt machen.

Unsere Eltern hatten uns zum Weihnachtsfest ein DZ im Circus Circus spendiert, wir wohnten also zentral am Strip.

Wir genossen die Tage am Pool, erlebten ausgiebig Las Vegas bei Nacht und machten so ziemlich jedes der großen Hotels am Strip unsicher. Unser Gepäck wuchs an Umfang und Gewicht, Zweiteres pflegten wir an den verschiedenen Hotel Buffets.

Wir bewunderten geschmackvolle und grausliche Brautpaare und wunderten uns über die vielen „Wolfsrudel“ in town. Hoffen wir mal, dass deren Hangover leichter zu verarbeiten war….Mr. Chow wurde jedenfalls nicht gefunden.

Anbei ein paar Fotos der Edeletablissements

Venetian:

New York, New York:

MGM:

Excalibur:

Das damals niegelnagelneue Wyn

Nachtimpressionen vom Strip:

Vom Stratosphere Tower hatten wir einen grandiosen Blick auf den Strip- leider mit meiner ersten Digi Cam nun in nicht berauschender Qualität. Übrigens, auf dem Tower war der Kaffee noch grausiger.

Das Bellagio

Paris- Las Vegas

Eins der Highlights war unser Besuch des Musicals Mama Mia; wir genossen die Buffetrestaurants und fuhren mit dem Bus zum alten Strip. Las Vegas gemütlich…..im alten Stil.

Nach fünf relaxten Tagen und etlichen Dollars weniger, dafür mit nochmal 10 kg  Gepäckmehr,  machten wir uns auf auf  zu unserer allerletzen Destination- Toronto und Niagara Falls/ Ontario/ Kanada.

Weltreise 2005/ 2006, VII: Die Fidschis- Island Hopping in den Yasawas

Die Fidschis:

Unsere Weltreise neigte sich dem Ende entgegen. Angelika und Joep brachten uns zum Flughafen von Auckland und  flogen selbst einige Stunden später nach Dubai. Während wir auf unseren Abflug nach Nadi warteten, klingelte Alexandras Handy. Alis Eltern berichteten von einem Erdbeben auf Tonga und einer Tsunami Warnung für Neuseeland und den Fidschis! Wir hatten diesbezüglich nichts gehört und waren gespannt, ob wir überhaupt in Richtung Nadi aufbrechen würden. Unsere Maschine hatte demzufolge Verspätung, der Kapitän verkündete fröhlich, dass seine Ehefrau ihn gerade auch gerade vor dem Tsunami gewarnt hätte, wir aber doch mal starten würden.

Beim Landeanflug auf Nadi starrten wir wie gebannt auf die Erde, Gott sei Dank….alles trocken. dsc05441

Wir wohnten im Nadi Bay Resort- ein Hostel im Club Style. An der Rezeption lag der „Tsunami Report“, das Mädel an der Rezeption erzählte uns, dass Alle die Nacht auf dem Dach verbringen mussten. Da waren wir doch mal mehr als happy noch in Auckland gewesen zu sein. Da wir mindestens drei Nächte blieben, bekam Jede von uns das hostelinterne Kochbuch “ under the mango tree“ und wir konnten nach unserer Rückkehr die authentische Fiji Küche nachkochen. Ein großartiges Mitbringsel.

dsc05450

dsc05453

dsc05455dsc05461

Wir blieben drei Nächte in Nadi, schauten uns die Innenstadt an, die nicht gerade spannend war und gammelten am Pool. Das eine oder andere Fiji Baby landete im Magen und dann ging es zum Island Hopping.

Wir hatten uns für Awesome Adventures entschlossen, die uns mit einem Katamaran von Insel zu Insel in den Yasawas fuhren. Der Preis war fair und wir bekamen so wenigstens vier Inseln neben der Hauptinsel Viti Levu mit. Natürlich war alles nur Backpacker Style, einfache Unterkünfte, grundsätzlich  mit Familienanschluß….eben Südsee billig statt säuisch teuer.  dsc05486

Wikipedia: Die Yasawa-Inseln, alter Name: Ya-Asaua Group (Wilkes), sind ein dünn besiedelter Archipel im südlichen Pazifischen Ozean, der politisch zum Inselstaat Fidschi gehört.Die Inselgruppe erstreckt sich über eine Länge von mehr als 90 Kilometern vor der Nordwestküste von Viti Levu. Südlich schließt sich der Mamanuca-Archipel an. Die Yasawas bestehen aus sieben Hauptinseln mit bewohnten Dörfern und zahlreichen kleinen Eilanden ohne Siedlungen. Auf einigen davon befinden sich jedoch exklusive Inselresorts mit Hotelanlagen. Größte Insel ist Yasawa, die der Gruppe auch ihren Namen gab. Im Vergleich zu den über 1.000 m aufragenden Inseln Viti Levu und Vanua Levu sind die Yasawas deutlich niedriger. Die höchste Erhebung ist der Batinareba auf der Insel Waya mit 579 m.[1] Die Landschaftsform ist hügelig, mit einem mehr oder weniger ausgedehnten Küstentiefland. Einige der kleinen Eilande, insbesondere im Westen der Inselkette, sind niedrige Atolle, die sich nur wenige Meter über die Meeresoberfläche erheben.

Beachcomber Island und der 104 Betten Dorm- eine Erfahrung die wir ausließen. dsc05493

dsc05496

Unser erstes Ziel war Nanuya Lai Lai und das Sunrise Lagoon Resort. Wir hatten dort eine Mama, die wir auch so nennen sollten. Des weiteren wurde gemeinsam gegessen, gebetet und wehe man war nicht ernsthaft bei der Sache!

Die Anlage versprach Robinson Crusoe Feeling, ich denke heute noch gerne daran zurück. dsc05591

Unsere Hütte dsc05557

dsc05556

Table with a view dsc05559

Wir verbrachten dort eine traumhafte Zeit, gingen in der Blue Lagoon baden, wo damals der gleichnamige Film mit Brooke Shields gedreht wurde. dsc05627

Der eigene Hausstrand war auch nicht übel, er versprach echte Dorfimpressionen:

dsc05595

dsc05581

dsc05582

dsc05575

goldige Kidsdsc05568

dsc05567

dsc05685

dsc05698

dsc05703

dsc05711dsc05562

Nach zwei wundervollen Tagen ging es weiter nach Manta Ray und dem gleichnamigen Resort.  Dies war niegelnagelneu, das Essen super, die Hütte toll. Leider blieben wir nur eine Nacht.dsc05726

dsc05730

Manta Rochen blieben uns ebenfalls verwehrt, die Sirene blieb stumm, es wurde keine Rochen gesichtet. Dennoch war die Zeit dort entspannt und wir genossen die super Versorgung. dsc05759

dsc05767

Unser nächstes Zuhause für zwei Wochen war Kuata, ein sehr einfaches Fleckchen Erde aber mit schöner Natur.dsc05504

dsc05772

dsc05769

dsc05802

Wir gammelten auch hier nur die zwei Tage am Strand herum und genossen Land, Leute und Fiji Baby. dsc05784

dsc05790

dsc05801

dsc05836

dsc05846

dsc05848

Unser Hochseefischen blieb erfolglos, wir hatten aber einen Kiwi und nen Iren dabei, die uns das Abendessen retteten. Dafür wurden wir mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt, der auf den Fidschis jeden Tag sensationell gewesen ist. dsc05809

dsc05811

dsc05814

dsc05818

Unsere letzte Insel mit Übernachtung war Bounty Island, die Insel von Big Brother Australia…oder “ ich bin ein Star….“ ich habe es vergessen. dsc05879

dsc05869

dsc05870

dsc05880

DIe Insel war toll, flach wie Beachcomber Island und ein Flair wie auf den Maledivendsc05887

dsc05889

dsc05854

dsc05868

dsc05866

Am nächsten Morgen wechselten wir auf ein Segelboot und erkundeten mit diesem die Inselwelt. Wir schauten uns eine Internatsinsel inkl. Kirche an und gingen schnorcheln auf Castaway Island. dsc05911

dsc05953

dsc05952

dsc05954

dsc05945

dsc05929

 

Dort wurde der gleichnamige Film mit Tom Hanks gedreht und wir gaben uns wirklich Mühe Wilson zu finden- vergeblich.

dsc05983

dsc05961

dsc05990

Mit einem grandiosen Sonnenuntergang kehrten wir nach Nadi zurück und wohnten für zwei Nächte in einem schönen kleinen Hotel namens Aquarius. Danach hob unser Flieger nach Las Vegas ab. dsc06010dsc06005

Indien 2013, III: die erotischen Ruinen von Khajuraho, der Wahnsinn von Varanasi und zum Abschluß Delhi

Unsere Nachtzugfahrt war unglaublich entspannend, wir hatten die Seitenliegen im Gang. Ich  lag oben, Mathias unten. Selbst die Klos waren ok. Unsere Wertsachen schlossen wir an, gingen grundsätzlich nur zu Zweit aufs Klo. Und dann passierte etwas, was es quasi in Deutschland nicht gibt. Wir kamen rd. 45 Minuten früher an ! Umso erstaunlicher, unser Pick Up wartete schon. Wir hatten und in Khajuraho.

Wikipedia: Khajuraho (Hindi: खजुराहो Khajurāho [kʰʌdʒʊˈrɑːhoː]) ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh mit rund 24.500 Einwohnern. Bekannt ist sie für den Tempelbezirk von Khajuraho. Die Gruppe der Tempel mit erotischen Darstellungen aus dem 10. bis 12. Jahrhundert gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und macht aus dem ansonsten eher unbedeutenden Ort ein beliebtes Touristenziel. Khajuraho war vom 9. bis zum 16. Jahrhundert die religiöse und kulturelle Hauptstadt des Chandella-Reiches. Politisch und militärisch regierten die Chandellas von Kanauj oder der Festung Kalinjar aus, die jedoch − im Unterschied zu Khajuraho − in der Zeit des islamischen Vordringens in Nordindien mehrfach belagert und teilweise zerstört wurde. Doch mit dem Niedergang der Chandellas im 12. Jahrhundert verlor auch Khajuraho an Bedeutung. Aufgrund seiner abgelegenen Lage blieben der Ort und seine Tempel jedoch von zerstörerischen Übergriffen islamischer Heere verschont. Im 18. und 19. Jahrhundert hatte das Dorf Khajuraho nur noch etwa 300 Einwohner.

Wir hatten uns für ein Tageszimmer entschieden, konnten duschen und im bezaubernden Garten des Guesthouse frühstücken.

img_9888

Die Tempel von Khajuraho sind ne Wucht. Ich hatte ein wenig darüber gelesen, war mir aber über die Erotik der Tempel nicht im Klaren.Wir schauten uns die Haupttempel an, erlernten quasi in Trockenübung  das gesamte Kama Sutra und machten uns auf nach Varanasi- ein 45 Minuten Flug, den ich mir gerne erspart hätte.

img_9899

img_9956

img_9914

img_9930

img_9936

img_9953

img_9957

img_9960

img_9972

img_9974

img_9977

img_9992

img_9979

img_9995

img_0053

img_0002

img_0024

img_0087

img_0005

img_0017

In Varanasi angekommen, wurden wir sofort mit der harten Wirklichkeit konfrontiert, ein LKW mit einer Leiche zeigte uns den Weg zum Ganges.

Wikipedia:Varanasi (Hindi: वाराणसी, Urdu: وارانسى, Vārāṇasī Zum Anhören bitte klicken! [ʋɑːˈrɑːɳəsiː]), auch Benares (बनारस, بنارس, Banāras [bəˈnɑːrəs]) oder Kashi (काशी, کاشی, Kāśī [ˈkɑːʃiː]) genannt, ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Sie liegt am Ganges und hat rund 1,2 Millionen Einwohner (Volkszählung 2011). Varanasi ist eine der ältesten Städte Indiens und gilt als heiligste Stadt des Hinduismus. Varanasi ist seit 1994 eine Municipal Corporation (Nagar Nigam), eine selbstverwaltete Kommune der höchsten Kategorie.[3] Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 79,79 km².[3] Varanasi ist Sitz des gleichnamigen Distrikts.

Wir wurden an der Hauptstraße aus dem Taxi geworfen und mussten zeigen was in uns steckt. Durch verwinkelte Gassen wurden wir zum Ganges und zu unserem Guesthouse geleitet. Dort angekommen, wähnten wir uns in einem Traum. Nach der fürchterlichen Nacht in Agra, dem unruhigen Schlaf im Zug, erschien uns das Ganpati Guesthouse als  Oase im Wahnsinn der Stadt.

img_1510

img_0110

img_0094

img_1515

img_0868

 

img_0791

Wir genossen den Nachmittag auf unserer Dachterasse und liefen zur ersten Ganga Aarti mit der untergehenden Sonne in Richtung Ghats. Ich werde nur Bilder von einer Ganga Zeremonie hier einstellen, die zweite Aarti war sehr viel schöner. Dennoch atmeten wir die Atmosphäre ein und waren mehr als happy, dass wir doch 2,5 Tage in dieser Stadt geplant hatten. img_0201

Ein schöner Teeladen am Abend img_0204

Am nächsten Morgen starteten wir schon um kurz nach 5:00 Uhr zu einer der berühmten Bootstouren- ein Muss, wenn man in Varanasi ist. Das Leben an den Ghats, das Sterben an den Ghats lässt sich am Besten vom Wasser beobachten; uns blieb vor Staunen der Mund offen stehen….

Der Ganges, der heilige Fluss….70.000x stärker verschmutzt als die Höchstwerte für Trinkwasser und der Inder hat nichts Besseres zu tun als das Wasser zu trinken, darin zu baden und die vorbeischwimmenden Leichen anzubeten. Gott sei Dank wurden wir von dem Anblick eines aufgeblähten Körpers verschon!img_1042

Es war übrigens saukalt im November, deshalb als Tip- warm anziehen!

img_0209

img_0211

img_0227

img_0228

img_0243

img_0256

img_0271

img_0273

img_0301

Wir fuhren mit dem Boot sehr nahe an die Ghats heran, konnten den Gläubigen bei ihren Ritualen zusehen und auch die Verbrennungsghats beobachten. Direkt am Ghat sind Fotografien verboten ( es sei denn man zahlt harte Dollar, dann wird gerne eine Ausnahme gemacht). img_0616

img_0353

img_0355

img_0369

img_0392

img_0400

img_0411

img_0419

img_0431

img_0449

img_0458

img_0460

img_1018

img_1019a

img_1020

img_0490

img_0360

img_0394

img_0538

img_0531

img_0611

img_0616

img_0618

img_0631

img_0632

img_0634

img_0639

img_0662

img_0691

img_0698

img_0705

Ein kleineres Verbrennungsghat mit echtem Krematorium img_0554

img_0583

img_0597

Die Verbrennungsghats am Wasser sind fast unwirklich. Während ich bereits Verbrennungen in Nepal beigewohnt hatte und dort der Tote auch etwas Würde bis zum Schluß behalten konnte, wirkten die Ghats in Indien wie aus einer anderen Welt. Die Leichen wurden mit den Füssen ins Wasser gelegt, eine Priester un ein männlicher Angehöriger laufen um den Scheiterhaufen 3x herum. Dann wird das reisig angezündet und der Verbrennungsprozeß beginnt. Es sind Massenvebrennungen, wir sahen an einem Abend 15 Scheiterhaufen gleichzeitig lodern.  Am Ende wird auf den Schädel eingedroschen, damit auch dieser schneller aufplatzt und sich in Asche verwandelt. Die Luft ist zum schneiden, das Sandelholz nimmt aber den süßlichen BBQ Geruch. Es wird Varanasi nachgesagt, dass dort eine Organmafia ansässig ist, die Touristen überfällt, ausweidet und am Ende verbrennt. Von dem Menschen bleibt nichts übrig, wenn dem so ist…..dann ist die Stadt der Ort für das perfekte Verbrechen.  Dennoch, uns zog es magisch zu den Ghats, alle voran das Manikarnika Ghat.

Die auf den Bilder gut erkennbaren sehr düsteren Gebäude hinter dem Ghat sind sogenannte Hospize. Dort warten Sterbende auf ihr Ende. Angeblich gibt man den wartenden Menschen ein wenig Ganges Wasser- DAMIT GEHTS SCHNELLER!

Wikipedia: Manikarnika Ghat (Hindi: मणिकर्णिका घाट) is one of the ghats in Varanasi and is most known for being a place of Hindu cremation. It is one of the oldest ghats in Varanasi. It is revered in Hindu religion. When Mata Sati (Aadi shakti mata) sacrificed her life & set her body ablaze after Raja Daksh Prajapati (one of the sons of Lord Brahma) tried to humiliate Lord shiva in a Yagya practiced by Daksh. Lord Shiva took her burning body to the Himalaya. On seeing the unending sorrow of Lord shiva, Vishnu sends the Divine chakra to cut the body into 18 parts which fall on earth. They are called „Ashtadash Shaktipeeth“. Lord Shiva established Shakti Peeth wherever Sati’s body had fallen. At Manikarnika ghat, Mata Sati’s Ear’s ornament had fallen.

img_0762

img_0747

img_0742

Eine Leiche wartet auf die Verbrennung

img_0736

img_0728

So beschreibt Wikipedia den Ganges : The Ganges (/ˈɡænz/ GAN-jeez), also Ganga (Hindustani: [ˈɡəŋɡaː]) is a trans-boundary river of Asia which flows through the nations of India and Bangladesh. The 2,525 km (1,569 mi) river rises in the western Himalayas in the Indian state of Uttarakhand, and flows south and east through the Gangetic Plain of North India into Bangladesh, where it empties into the Bay of Bengal. It is the third largest river in the world by discharge. The Ganges is the most sacred river to Hindus.[4] It is also a lifeline to millions of Indians who live along its course and depend on it for their daily needs.[5] It is worshipped as the goddess Ganga in Hinduism.[6] It has also been important historically, with many former provincial or imperial capitals (such as Pataliputra,[7] Kannauj,[7] Kara, Kashi, Patna, Hajipur, Munger, Bhagalpur, Murshidabad, Baharampur, Kampilya, and Kolkata) located on its banks. The Ganges was ranked as the fifth most polluted river of the world in 2007. Pollution threatens not only humans, but also more than 140 fish species, 90 amphibian species and the endangered Ganges river dolphin.[citation needed] The Ganga Action Plan, an environmental initiative to clean up the river, has been a major failure thus far,[a][b][8] due to corruption, lack of technical expertise,[c] poor environmental planning,[d] and lack of support from religious authorities.[e] The name „Ganges“, ending in „-es“, came to English via Latin from Ancient Greek sources, particularly from accounts of Alexander the Great’s wars, which entered India.

In diesem Palast wohnt der Besitzer des Manikarnika Ghat img_0710

Das Ganpati Guesthouse  vom Wasser: img_0712

img_0779

Nach dem Frühstück liefen wir am Wasser entlang Richtung Innenstadt. Wir erbummelten alle Ghats, gingen über den Markt und entdeckten noch viel mehr Altstadt und Wahnsinn in Varanasi img_0799

img_0783

img_0805

img_0802

img_0845

img_0847

img_0849

img_0858

img_0864

img_0882

img_0885

Saddhus in Varanasi

img_0896

img_0898

img_0899

img_0903

img_0909

img_0948

img_0951

img_0954

img_0956

img_0983

img_0990

img_1035

img_1039

img_1049

img_1055

img_1066

img_1090

img_1101

img_1107

img_1125

img_1127a

img_1135

img_1139

Auf dem Markt und in der Innestadt img_1170

img_1172

Die Straßenküche und der Chai Wallah unseres Vertrauens….mit Sicherheit echt Ganges Wasser im Glas und man beachte die Kloake

img_1191

img_1193

img_1205

Die Ganga Aarti am Abend, Quelle: Indienaktuell.de:  In der Abenddämmerung beginnt in den drei heiligen indischen Städten Rishikesh, Haridwar und Varanasi ein faszinierende Ritual: die Ganga Aarti. Ganz gleich wie das Wetter auch sein mag, wird dann jeden Abend am Ufer des Ganges ein rituelles Feueropfer gebracht; dieses Ritual nennt man aarti. Üblicherweise werden ein kleines Licht (eine Kerze oder eine sogenannte diya, ein kleine tönerne Öllampe) und einige Blüten auf ein Schiffchen gesetzt und der Göttin Ganga geopfert, indem man das kleine schwimmende Schiffchen mit dem Licht auf den Fluss setzt und die Strömung hinunter treiben lässt. Aber die Ganga Aarti wird an den drei heiligen Orten jeweils ein wenig anders gefeiert.

img_1231

img_1239

img_1251

img_1253

img_1263

Am nächsten Morgen zog es uns wieder an das Ufer des Ganges, zu faszinierend war die Atmosphäre, zu spannend das dortige Treiben. Mittlerweile kannten wir die Saddhus, die Spinner, die Aussteiger, die Gläubigen. img_1286

img_1295

img_1316

img_1325

img_1331

img_1349

img_1358

img_1370

img_1409

img_1392

img_1408

img_1421

img_1437

img_1445

img_1447

img_1458

img_1464

img_1466

img_1484

img_1504

img_1506

Nach einem letzten Pancake flogen wir am Abend nach Delhi und verließen den Dreck und die unwirkliche Welt von Varanasi img_1512

img_1523

In Delhi angekommen, stürzten wir uns zunächst auf die Fleischberge die dort überalle verkauft wurden. Nach 14 Tagen vegetarischer Kost waren wir heiß aus Huhn.img_1543

img_1546

Am nächsten Morgen schauten wir uns das Delhi Fort und Delhi Bazaar an. img_1591

img_1564

img_1589

Es folgte die Moschee und das India Gate img_1654

img_1664

img_1668

img_1881

Ein Highlight war das Humayun Grabmal img_1817

img_1822

img_1850

img_1859

Es folgten die Lodi Gärten und das Qutb Minar img_1920

img_1922

img_1942

img_1945

img_1953

Qutb Minarimg_1994

Der Lotus Tempel img_2011

Als allerletzes HIghlight in diesem Urlaub bewunderten wir den Tempel von Akshardham….der einfach super beeindruckend war. Fotos waren dort verboten, deshalb hier eins aus Wikipedia.

Swaminarayan Akshardham in New Delhi, India

Am Abend genossen wir ein echtes indisches Thali und am nächsten Morgen flogen wir über Istanbul zurück nach Berlin.

img_1915

Noch mehr Lust auf Indien? Dann hier:  http://allcontinentsinonelife.com/indien-2013-i-wieder-in-goa-endlich-in-udaipur-und-im-magischen-pushkar/

 

und hier: http://allcontinentsinonelife.com/indien-2013-jaipur-the-pink-city-und-agra-home-of-taj-mahal/

 

und ein Gruß von der Weltreise: http://allcontinentsinonelife.com/weltreise-20052006-i-indien-kambodscha-und-thailand/

Vietnam 2015: Nochmal von Nord nach Süd+ 3 Tage BKK

Ich liebe Vietnam und das bereits zum dritten Mal!

2006 bei der Premierentour war es noch ein Ländle im Aufbruch, 2007 waren mit einem Mal die Russen vor Ort.

Nun ging es, im Januar 2015 nochmals von Nord nach Süd, von Hanoi bis Saigon/ Ho Chi Minh City.  Wir flogen wir mit einer Propeller Maschine von Luang Prabang/ Laos nach Hanoi und landeten am 06.01.2015 auf dem niegelnagelneuen Terminal I mit dem kleinen Stoppelhopser. Ich war begeistert….was Berlin mit BER nicht schafft, bekommen die wuseligen Vietnamesen in wenigen Jahren hin!

Hanoi: Hanoi (vietnamesisch Hà Nội, Hán tự 河內, wörtlich: Stadt innerhalb der Flüsse) ist die Hauptstadt und nach Ho-Chi-Minh-Stadt die zweitgrößte Stadt Vietnams. Nach Neugliederung der Verwaltungsgrenzen im Jahr 2008, bei der die gesamte Provinz Hà Tây und Teile weiterer Provinzen Hanoi zugeschlagen wurden, weist die Stadt 6.448.837 Einwohner auf. Hanoi ist die älteste noch bestehende Hauptstadt Südostasiens. Belegt ist ihr Gründungsjahr als Zitadelle Thang Long 1010.

Wir hatten einen Transfer vom Hotel organisiert und wurden ziemlich comfy gen Altstadt gekarrt- Hanoi was hast Du dich verändert!

Glitzer und Blingbling Reklame überall, Neon und Neubau, Kommerz und harte Währung….. ich habe die Stadt nicht mehr wiedererkannt! Es sah beeindruckend beängstigend aus, ich hatte das Gefühl, Jahrzehnte nicht mehr im Land gewesen zu sein. Da es bereits dunkel war, erschien uns der Weg vom Flughafen in die Altstadt vermutlich bedrohlicher als es augenscheinlich war.

Wir wohnten im Posh Hotel und hatten für einen verdammt schmalen Taler ein super Zimmer erhalten. Da sich bei mir ein Laos Rotz anbahnte, war ich mehr als zufrieden, ziemlich poshed in den Daunen liegen zu können. img_0042

Am nächsten Morgen genossen wir ein Frühstück auf dem Dach des Hotels mit super Rundum Blick und danach bummelten wir durch die Altstadt.img_0044

img_0045

Leider schwächelte das Wetter und der Hoan Kiem See erstrahlte  grau in grau. Wir bewunderten die Schildkröten Pagode, liefen weiter durch die Altstadtgassen zur Kathedrale.

img_0104

img_0095

img_0109

img_0122

img_0172

img_0175a

img_0185a

img_0213

Mathias lernte meine Lieblingsgarküche kennen- Bun Bo Nam Bo….oh famos und noch genau so lecker wie 2006

img_0270

img_0271

img_0568

Hanoier Spezialität img_6769-kopie

img_6764-kopie

Am Abend hatten wir unser erstes Highlight in Form eines BBQs direkt am Straßenrand, dafür liebe ich Vietnam und seine Straßenküchen…..und es schmeckte vorzüglich, selbst die Autoabgase konnten den Spass nicht mindern. img_6757-kopie

img_6759-kopie

Am nächsten Morgen zog es uns zu Onkel Ho und in den Literaturtempel. Dem alten Herren hatte ich bereits 2006 meine Aufwartung gemacht, komischerweise hält er sich echt prima 🙂 keine Falten im toten Gesicht. Wir bewunderten auch  bescheidenen Wohnhäuser, anders als Hr. Honecker zeichnete sich Ho Chi Minh nicht mit Protz aus.

img_0401

img_0404

img_0407

img_0420

Die Einsäulen Pagode war gerade frisch renoviert und erstrahlte in neuem Glanz, das Ho Chi Minh Museum schenkten wir uns.

Nachdem wir auch den Westsee und weitere Tempel erkundet hatten, zog es uns in die Halong Bucht.

img_0450

img_0460a

img_0485

Wir besuchten auch den Literaturtempel und den Flaggenturm img_0318

img_0333a

img_0366

img_0368

img_0078a

img_0552

img_0558

img_0253a

img_0279

Meine alte Straße in Ha Noi, in der ich 2006 gewohnt habe: img_0574

Halong Bay : Oh was hatte uns das Schmuddelwetter im Griff….mal wieder viel Regen und Kälte im Januar in Vietnam. Unser Boot war, anders als in 2006 ein Träumchen, wir hatten eine tolle Kabine und konnten somit wenigstens ein wenig Luxus genießen.

img_0649

img_0658

Ich hatte diesen bitter nötig, die Erkältung hatte mich elendig im Griff. Zwei Tage fuhren wir durch die Karstinselwelt, genossen spektakuläre Ausblicke, sensationelles Essen sowie fantastische Ausblicke auf die schwimmenden Dörfer und auf die Inselwelt.

img_0833

img_0837

img_0852

img_0711

img_0701

img_0698

img_0866

Wir kamen für ein letztes Abendessen nach Hanoi zurück und bestiegen anschließend den Nachtzug nach Hue.

img_1013

img_6908-kopie

Man wird ja immer vor indischen Zügen gewarnt, zu denen ich NICHTS Negatives zu berichten weiß. Meines Erachtens sind die vietnamesischen Züge viel heruntergekommener und schlechter.

Von Hue war ich negativ überrascht. Nicht das es regnete, das ist typisch für die Stadt, sondern von den Veränderungen. Das alte Backpackerviertel war abgerissen worden, es dominierten Hotels im chinesischen Hochhausstil ( 15 + x Stockwerke)  und insgesamt ist die Stadt gesichtsloser geworden.

Hue: Huế, früher Phú Xuân, ist eine bedeutende Großstadt mit ca. 340.000 Einwohnern in Zentralvietnam am Hương Giang (Parfümfluss). Sie liegt unweit des Meeres vor einer malerischen Hügel- und Gebirgslandschaft der näheren Umgebung – dort auch das Bach Ma-Biosphärenreservat. Huế, das von 1802 bis 1945 Vietnams Hauptstadt war, ist heute die Hauptstadt der Provinz Thừa Thiên-Huế und verfügt über eine gute Verkehrsanbindung mit Bahnhof, Flughafen und Anschluss an die Straßenhauptverkehrsader des Landes. Die Universitätsstadt ist unter anderem bekannt für ihre Medizinische Hochschule. Huế ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Huế mit einer Kathedrale im Stadtzentrum. Jeweils im April wird ein national vielbeachtetes, einwöchiges städtisches Kulturfestival organisiert.Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt (eigentlich die Palastanlage der Nguyen-Dynastie, die von 1802 bis 1945 die vietnamesischen Kaiser stellte), die nach dem Vorbild in Peking entstand, wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anlage war während der Tet-Offensive (Schlacht um Hue) 1968 stark beschädigt worden und zeigt sich inzwischen so restauriert, dass sie – obwohl noch nicht vollständig wieder hergestellt – ein Magnet für Touristen aus nah und fern ist. Die touristische Infrastruktur der Stadt Huế ist mit zahlreichen Hotels, Restaurants und Ausflugsangeboten in jeder Preisklasse – auch im Spitzenbereich – gut aufgestellt.

Hier noch ein alter Straßenzug

img_1025-2img_1024

img_1218

Oh was freute ich mich, dass es das Mandarin Cafe´noch gibt, Mr. Cu musste zwar auch umziehen aber es ist an neuer Stelle noch da.

Wir schauten uns die Zitadelle von Hue an, leider wurde gerade restauriert und ein Stück weit hatte auch diese ihren Zauber verloren. Während ich 2006 total begeistert gewesen war, war es dieses Mal zwar immer noch schön aber von totaler Begeisterung war ich weit entfernt. Aber natürlich ist die Zitadelle toll und sehenswert, vermutlich lag es nur am Wetter, was richtig s……. war.

img_1050img_1034

img_1049

img_1052

img_1080

img_1083

img_1107

img_1110

img_1113

img_1121

img_1160

img_1210a

img_1213a

img_1135

img_1200

img_1203

Zum Aufwärmen gab es ein Bun Bo Hue, welches sich ziemlich von unserem Lieblingsessen in Hanoi unterschied aber dennoch in die Kategorie „lecker“ aufgenommen wurde. Abends aßen wir den ersten Lau Hai San ( Hot Pot) und etwas, das an Grashüpfer erinnerte….wir wissen es nicht, es hatte aber eine Wirbelsäule. Ums kurz zu machen…..wir kosteten und verbuchten es unter Erfahrung, mehr auch nicht. img_6894-kopie

img_6897-kopie

Am nächsten Tag gings in die Kaisergräber, wir hatten einen super spooky Guide, der uns richtig zum Lachen brachte. Der Typ war grandios, woanders hätte man  Eintritt nur für ihn zahlen müssen.

img_1228

img_1276

img_1295

img_1312

img_1321

img_1334

img_1360

img_1366

img_1372

img_1392

img_1405a

img_1409

img_1413

img_1419

img_1420

img_1424

img_1442

img_1447

img_1473

img_1505a

img_1508

img_1353

Am nächsten Morgen ging es im Zug, über den Wolkenpaß, nach DaNang und wie es wirklich in jedem Reiseführer steht, hinter dem Wolkenpaß wird das Wetter besser.

img_1533

img_1535

Wir verbrachten einen entspannten, ruhigen Tag in Da Nang. Wir hatten ein super Hotel und jeder Lichtschein, in Form von Sonnenstrahl wurde von uns hermetisch gefeiert. Abends ließen wir uns in einem echten Lau Hai San Fresstempel bewirten. Die Gäste schleppten eigene Bierkästen an um zu essen und zu feiern.  Außerdem waren wir die größte Attraktion des Abends, Jeder beobachtete uns, wie wir den Hot Pot verspeisten und lustigerweise machten die Vietnamesen es uns irgendwann nach. img_1565

Am nächsten Morgen wartete ein Taxi auf uns und brachte uns zu ich den Marble Mountains, die Marmorberge. Diese hatte nie gesehen und war gespannt, ob es sich denn lohnt. img_1594

img_1633

img_1676

img_1691

Mein Fazit, ein entspannter Vormittag, viele Buddha und obskure Höhlen und Tempel.  Die Unterwelt wird im Buddhismus ziemlich spooky dargesteöt, blutrünstig war es Allemale.

Wikipedia: Hội An (dt. etwa: ruhige Gemeinschaft oder friedvoller Versammlungsort) ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam (Annam) mit ca. 75.000 Einwohnern. Sie liegt am Südchinesischen Meer in der Provinz Quảng Nam an der Mündung des Sông Thu Bồn, etwa 30 km südlich von Đà Nẵng. Hội An war einst der größte Hafen in Südostasien, er lag an der Seidenstraße. Unter den Cham wurde die Stadt Lâm Ấp Phố (Champa-Stadt) genannt, später Hài Phố (Ort am Meer) und unter den Franzosen aufgrund eines Missverständnisses Faifo. Der Name Hội An erschien erstmals 1630 auf einer Karte.

Weiter ging es in mein geliebtes Hoi An. Wir wohnten auf der anderen Seite der Altstadt, die mittlerweile dicht zugebaut ist.  Wie überraschend auch die  Entwicklung des Massentourismus in Hoi An vollzogen wurde, so lieblich süß ist die Stadt immer noch.

Den ersten Nachmittag bewunderten wir das Treiben in der City, die Markthalle und die vielen Fresstände. Wir schauten uns die japanische Brücke und die vielen Tempel an. img_1747

img_1763a

img_1774

img_1783

img_1791

img_1797

img_1820

img_1816

img_1817

img_3137

Dorf,u.Marktimpressionen: img_3286

img_3379a

img_2149

img_2294

img_2308

img_2044

img_1868

img_1853

img_1875

img_1981

img_2148

img_2171

img_2187

img_3291

img_3193

img_3221

img_3284

img_3390a

img_2025

img_2017

img_2082

img_2134

img_2015

img_2116

img_2218

img_2203

Der Markt von Hoi An ist nicht nur bunt sondern verfügt über eine hervorragende Fressmeile. Wir aßen uns an jedem Stand durch und wo es gut war, wurde eine zweit Portion hinterhergeschoben.img_1822

img_1831

img_2968

Straßenküchen am Fluss img_2336

img_2339

Hoi An ist auch der Ort der Verliebten und Frischvermählten. Überall sah man Paare, die sich in Pose stellten.

img_1926a

img_2330a

img_2472a

img_3062

img_3072a

img_2235

img_2532

img_2616

img_2652

img_2655

img_2805a

img_2692

img_2901

img_2906

img_6790-2-kopie

img_2419

img_2488

img_2496

img_2494

img_2878

img_2880

img_2896

img_2547

img_2918

img_2942

img_2937

img_2945

img_2946

Abends wurde Hoi An erstrahlt- Tausende von Lampions und Licher strahlten um die Wette.img_3093

img_3324

Am Strand von Hoi Animg_2667

img_2269

Die japanische Brücke ist zu jeder Tages,u. Nachtzeit beeindruckendimg_2006

img_2354a

img_2352a

img_3409

Wir besuchten einen Kochkurs, gingen im Rahmen dessen auf den Markt einkaufen und kochten uns etwas Leckeres zusammen. Die Gerichte koche ich seitdem immer noch nach, es hat sich also gelohnt. img_2723

img_2745

img_2751

Nach vier wundervollen Tagen fuhren wir mit dem Nachtzug nach Nha Trang. Dort trafen wir ein sehr herzliches jüdisches Paar, die aus Los Angeles kamen und mit denen ich mich heute noch schreibe. Die Zeit verging wie im Fluge und schon waren wir im Russenparadies angekommen. img_3426

img_5738-kopie

Der Ort hatte sich massiv verändert, viele Russen, viele Hochhäuser und nen Haufen Massentourismus. img_3432

Wir radelten wieder zu den Cham Tower und dem Hafen- der leider zum Teil abgerissen wurde. Nha Trang ist leider Vergangenheit, Häuser die 2006 quasi Erstbezug waren, wurden schon wieder abgerissen und durch 20-stöckige Hochhäuser ersetzt. Ich glaube nicht dass ich nochmal wiederkomme, dreimal ist dann wirklich genug. img_3468

img_3483

img_3473

img_3476

img_3528

img_3538

Und auch der weiße Buddha wurde in 2015 nochmal bewundert img_3581

img_3584

img_3613

Unser letztes Ziel in Vietnam war für eine  Nacht Saigon. Wir kamen im frühen Morgengrauen an und unser Guesthouse quartierte uns für die nächsten Stunden im Massageraum ein. Somit konnten wir wenigstens ein klein wenig ausschlafen, bevor wir die schnelle Sightseeing Tour starteten. Leider wurde gerade die U-Bahn gebaut, somit war die Innenstadt ein kleines Chaos.

Wikipedia: Ho-Chi-Minh-Stadt (vietnamesisch Thành phố Hồ Chí Minh) ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams.[2] Unter ihrem alten Namen Saigon (Sài Gòn), der auch noch heutzutage parallel zu Ho-Chi-Minh-Stadt verwendet wird, war sie bis zum April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Im Verwaltungsgebiet der Stadt leben ca. 7,1 Millionen Einwohner (Volkszählung 2009).[3] Ho-Chi-Minh-Stadt besitzt mit Ausnahme der Kernstadt kein zusammenhängendes Stadtgebiet, sondern ist – mit seiner außerhalb des Kerns dominierenden ländlichen Siedlungsstruktur – eher mit einer kleinen dicht besiedelten Provinz vergleichbar. Die Stadt liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem rechten Ufer des Saigon-Flusses. Sie ist Industriestadt, Verkehrsknoten und Kulturzentrum mit Universitäten, Theatern, Kinos, Museen, Baudenkmälern und Parks.

Das berühmte Postamtimg_3688

Witzigerweise traf ich an der Jadebergpagode eine Arbetskollegin, eine die ich nie im Büro treffe- dafpr muss man tatsächlich nach Vietnam.img_3735img_3804

img_3793

img_3747

img_3765

Unseren letzten Tag verbrachten wir in der Chinatown von Saigon, bewunderten die Tempel, die Geschäftigkeit und natürlich die „bikes of burden“- fantastisch, was man alles auf Räder transportieren kann.

img_4038

img_4033

img_4039

img_3992

img_3997

img_4019

img_4049

img_4076

Altstadtimpressionen: img_4103a

img_4143

img_4149

img_4153

Zielich happy flogen wir am Abend nach Thailand/ Bangkok. Wir freuten uns wie dolle über drei Tage in einer unserer Lieblingsstädte. Wir wollten nen bissel abgammeln, nochmal zum Wat In oder auch auf den Golden Mount- alles kann, nix muss….wir kennen die Stadt wie unsere Westentasche und wurden dennoch überrascht! Teil der Khao San wurden abgerissen und durch gesichtslose Container Neubauten ersetzt. Auf nichts ist mehr Verlass :-).  Thonburi ist wieder in zum wohnen geworden, die öffentliche Fähre in die Klongs ist allerdings seit der letzten Flut eingestellt worden. Dafür werden die alten Holzhäuser wieder chic gemacht, während in Bangkok selbst ein alter Stadtteil nach dem anderen verschwindet. Die chinesische Warehouse Architektur ist dem Grund nach nicht mehr existent. img_4787

img_4614a

img_4295

img_4288

Wat In img_4219

img_4245

img_4204

img_4233

Golden Mount

img_4340img_4337

img_4351

Demokratiedenkmalimg_4280

Mit einem Drink im Oriental verabschiedeten wir uns nach fünf Wochen Südostasien und flogen Ende Januar 2015 zurück nach Deutschland.img_4408

Wer weiterhin im Vietnamfeeling verweilen möchte, oder neugierig ist, wie es denn 2006 so war, der schaut bitte  hier:

Weltreise 2005/2006, II: Vietnam & Singapur

 

Weltreise 2005/2006, II: Vietnam & Singapur

Vietnam

Anfang Januar 2006 ging es,  sowohl für Alexandra als auch für mich, zum allerersten Mal nach Vietnam. Wir waren gespannt, unsere Erfahrungen mit sozialistischen Ländern beschränkte sich auf den ehemaligen Ostblock und wir waren auf das, was uns in Vietnam erwartete, nicht so richtig vorbereitet. Lediglich mit einem Reiseführer bewaffnet landeten wir Anfang 2006 in Hanoi.

Von allen Weltreiseberichten sind mir die Dokumentationen aus Indien/ Kambodscha und Vietnam am Wichtigsten. Genau diese drei Länder haben im letzten Jahrzehnt Quantensprünge vollzogen, ich habe alle Drei nochmals besucht und in keinem den Zauber von der Reise 2005/ 2006 wiedergefunden.  Es wurde viel restauriert und noch mehr neu hingestellt, leider nicht mit Bedacht sondern mit übereifrigem chinesischen Engagement. Genau deshalb auch diese Berichte und die alten Fotos- nostalgisch sage auch ich: „schöner war es !“

Wir starteten in Hanoi, mitten in der Altstadt mit einem Guesthouse für 4,50€ die Nacht ! Das Zimmer war so groß wie ein Eisenbahnwaggon, schmale Betten, interessante Nachbarschaft und allerherzlichste Gastgeber, sofern man dies, bei dem recht spröden Charme der Vietnamesen überhaupt sagen kann. dsc06314

Unsere Straße dsc06483

dsc06470

dsc06469

dsc06479

Vietnam brummte auch 2005 schon ganz mächtig, überall wurde gehämmert, gebaut und gewerkelt. Hanoi überforderte in den ersten Tagen und begeisterte ganz am Ende.
Anbei ein paar Fotos der gängigen Sehenswürdigkeiten.

Hoan Kiem See und Schildkrötenpagode dsc06177

dsc06200

dsc06222

dsc06231

dsc06198

dsc06205

dsc06262

dsc06146

West See mit Pagoden dsc06409

dsc06397

dsc06403

dsc06372

dsc06421

Ich wurde im Mopedgewimmel der Altstadt einmal angefahren, Gott sei Dank ohne körperlichen Schaden….der Fahrer fuhr eh einfach weiter. dsc06244

Die Kathedrale dsc06156

Altstadtimpressionen: dsc06254

dsc06158

dsc06657

dsc06641

dsc06636

dsc06633

dsc06488

Auf dem Weg zu Ho Ho Ho Chi Minh!!!!dsc03445

Ho Chi Minhs Wohnhaus und Mausoleumdsc03579

dsc06334

dsc06465a

Am Allerliebsten mochten wir das Straßenessen, Bun Bo Nam Bo gilt seitdem bei mir als absolutes Highlight der vietnamesischen Küche.

dsc03760

Die Altstadt von Hanoi war 2006 noch nach Zünften sortiert, jedes Handwerk hatte seine Straße, sein Viertel. Leider hatte sich das bis zum Jahr 2015 ebenfalls verwachsen und ich suchte zum Beispiel die Steinmetze vergeblich .

dsc06606

dsc06610a

dsc03752

Open Air Friseur2729081158_04bc94d76c_o

dsc06319

dsc06681

Flaggenturm dsc06330

Literaturtempel dsc06500

dsc06505

dsc06515

dsc06527

dsc06531

dsc06564

dsc06573

Die Läden waren auch damals bereits super gefüllt, so lange es sich nicht um Apotheken handelte. Dort herrschte Weltallstimmung. dsc06358

dsc06360

dsc03389

Ein Erlebnis war die sogenannten Bia Hoi; kleine private Brauereien,  welche untergäriges Bier verkauften 0,30 € für nen Glas, der Geschmack war gewöhnungsbedrüftig. Auch dieses Relikt aus Notstandszeiten war 2015 verschwunden.dsc06659

dsc03735

Ein Ausflug in die Halong Bucht war damals ebenfalls nichts für Zartbeseitete – mit schrammeligen Bussen fuhr man über Stunden, wurde an zweifelhaften Restaurants hinausgelassen und landete am Ende auf einem Holzkahn ganz alter Machart. 2015 sah ich von diesen alten Booten kein einziges mehr auf dem Wasser.

dsc06688

dsc06696

Unser Boot hatte zwei Duschen und wir bekamen jeder 2 Minuten Duschzeit am Abend; die Versorgungslage war unterdurchschnittlich, wir mussten selbst die Frühlingsrollen teilen….eine Rolle für zwei Personen! Es war, ohne auf die Tränendrüse zu drücken, wirklich arg knapp bemessen.

Das Wetter ließ ebenfalls zu wünschen übrig, 3 Grad tagsüber machen eine zwei Minuten heiße Dusche am Abend mehr als notwendig. Da es aber trocken blieb, ließ es sich mit der Kälte umgehen. Nachts lagen wir im Dieselgestank unter Wolldecken, die bereits seit Jahren keine Wäsche mehr gesehen hatten und lauschten auf die trippeligen Schritte der Ratten. Wir waren uns einig, das Geräusch war unter dem Bett, ich hoffte immer, dass es auch unter unserem Boden war…..

dsc06840

Die Tage waren trotzdem toll, die Eindrücke überwältigend und neun Jahre später machte ich die Tour mit allem Luxus und stellte fest, dass dies auch nicht unbedingt notwendig ist.

dsc06717

dsc06716

dsc06713

dsc06827

dsc06774

dsc06776

dsc06749

dsc06764

dsc06783

dsc06805

Als nächstes Ziel stand Hue auf dem Plan, was verbunden war mit einer 14stündigen Busfahrt. Der Bus war eng, wir machten genau einmal Pause kurz vor 23:00 Uhr. Als ich am nächsten Morgen, aus sehr unruhigem Schlaf aufwachte, regnete es in Strömen, auf dem Gang im Bus saßen Passagiere auf Klappstühlen und draußen fuhr ein Moped, vollgeladen mit abgezogenen Hündchen vorbei. Da war ich eigentlich schon satt, bevor der Tag überhaupt begonnen hatte!

Mit voller Pippiblase stiegen wir in Hue auf zwei Mopeds, die uns inkl. Gepäck zum Guesthouse brachten. Unser Zimmer hatte kein Fenster, zum Schlafen brauchte man dies aber auch nicht unbedingt  …. und so verschliefen wir den Strippenregen von Hue.

dsc06916

Am nächsten Morgen sah das Wetter ein wenig besser aus und wir machten die berühmte Bootstour zu den Kaisergräbern, die im Jahr 2005 mit genau 4,– € zu Buche schlug….insgesamt war Vietnam damals finanziell echt Pippifax.Wir bezahlten zum Beispiel genau 24 $ für unser Busticket durch das gesamte Land, es war unglaublich. Essen gehen pendelte sich zw. 2-4 € ein und selbst wir, mit beschränktem Budget, fühlten uns großartig.

Blick auf die Zitadelle von Hue

dsc07037

Hier die Erinnerungen von unserer Tour zu den Kaisergräbern: dsc07043

dsc07065

dsc07058

Leben am Fluß, 2015 gabs diese Hütten nicht mehr:  dsc07078

dsc07079

dsc07083

Im Vietnamkrieg zerstört, vom Dschungel wiedergeholt:

dsc07132

dsc07133

dsc07134

dsc07208

dsc04150

dsc07194

dsc07199

dsc07136

dsc07137

dsc07138

dsc07141

dsc07153

dsc07175

dsc07179

dsc07301

dsc07213a

dsc07225

dsc07229

 

dsc07238

dsc07242

dsc07249

Wer übrigens jetzt nach Hue fährt, wird sowohl die Kaisergräber als auch die Zitadelle in einem picobello Zustand vorfinden- schade eigentlich.

Alexandra feierte ihren Geburtstag mit kitschigem Kuchen und einem wunderbaren Besuch der Zitadelle von Hue. dsc07258

Flaggenturm und Zitadelle

dsc07267

dsc07271

dsc07270

dsc07274

dsc07318

dsc07329

dsc07330

dsc07336

dsc07362

dsc07364

dsc07370

dsc07386

dsc07389

dsc07413

dsc07422

Apropos Kuchen, ich liebte es, in Hue an den Bäckerläden  vorbei zu schlendern und mir die Nase am Schaufenster plattzudrücken. Ein Freizeitvergnügen, was bei meinem Aufenthalt in 2015 flachfiel, es gibt die Bäcker nicht mehr, auch schade. dsc04006

Hue 2006 war ein gemütliches Provinznest mit viel Restaurationsbedarf, 2015 war der Restaurationsbedarf nicht mehr so hoch, die Gemütlichkeit war absolut dahin, ganze Straßenzüge abgerissen und durch chinesische Hochhäuser ersetzt, ganz grausig…deshalb hier ein paar Impressionen von vorvorgestern: dsc06938

dsc06936

dsc06921

dsc06928

dsc06929

dsc06934

dsc06922

dsc06918

dsc06942

dsc03990

dsc06973

dsc06941

dsc06960

dsc06904

Hue ist die Hochburg der Räucherstäbchenproduktion, diese werden zum Trocknen ausgelegt.

dsc03941

dsc06943

dsc06975

dsc06976

dsc06977

dsc06978

dsc06982

dsc06997

dsc07007

dsc06960

dsc06904

Über den Wolkenpass, mit vielen Wolken ging es ins bezaubernde Hoi An. Diese Stadt werde ich immer in meinem Herzen tragen, damals wie heute.  Wir wohnten ein klein wenig außerhalb der Altstadt und liefen so um die 10 Minuten zum Fluß. Mein erstes Event in Hoi An bestand darin, an der japanischen Brücke auf die Schnauze zu fallen und mich von zwei netten Vietnamesen quasi aufheben zu lassen. Ein Pflaster mit Jod war schnell gefunden und das Abenteuer Hoi An konnte weitergehen. dsc04402

Die japanische Brücke dsc07620

dsc07476

Hoi An Impressionen- Altstadt und Fluß dsc07487

dsc07465

Der kleinste Tempel von Hoi An dsc07462

dsc07437

dsc07568

Blick auf An Hoi- andere Seite vom Fluß

dsc07461

Beuabernde Altstadt

dsc07520

dsc07524

dsc07526

dsc07538

dsc07704

dsc07718

dsc07542

dsc07672

dsc07654

dsc07657

dsc07693

dsc07626

dsc07829

dsc07821

Und so entstehen Sommerrollendsc07818

Wir radelten an Reisfeldern und kleinere Orte vorbei dsc07876

dsc07852

Schulmädchendsc07745

Hoi An- die Laternenwelthauptstadt dsc07631

dsc07641

dsc07634

Sonnenuntergang

2766141872_2db78c93e0_o

Wir borgten uns Räder aus und  erkundeten den Strand und die Gegend rund um Hoi An. dsc07746

dsc07761

dsc07810

Immer wieder wurden uns, im Verlauf der Reise, Geschichten über eine total verrückte Amerikanerin erzählt. Wir kannten das Mädel vom sehen, von einem grenzwertigen Abend in Hue, wo sie nicht nur das gesamte Restaurant fürchterlich laut unterhalten hatte, sondern auch noch mit den Vietnamesen aufdringlich anbändelte. Was uns aber in Hoi An erzählt wurde, ging in die Weltreise Geschichte ein! Madame geriet in einer Garküche in Streit mit einem Vietnamesen. Dieser hob, ganz seinem spröden Charme entsprechend die Suppenschale und goss den Inhalt dem grazilen Trampeltier über den Kopf.
Ganz Hoi An lachte über sie und wir konnten über Wendy ebenso herzhaft lachen, ab Mui Ne dann doch viel mehr….Fortsetzung folgt

Um unser kulturelles Basiswissen über Vietnam aufzupeppen, fuhren wir nach My Son und schauten uns die Ausgrabungen an, die nach Angkor Wat natürlich bescheiden waren. Und das was die Zeit und der Urwald nicht gerichtet hatten, hatten die Amis im Krieg dann vollzogen! dsc07780

dsc07762

dsc07763

dsc07767

Die Tage in Hoi An vergingen viel zu schnell und nach wenigen Tagen waren wir in Nha Trang und damit bereits im Süden von Vietnam angekommen.
Nha Trang, hmmm…..entweder man liebt es oder man hasst es. Ich hatte mich für die erste Variante entschieden und liebe es ! Nach 2015 allerdings nicht mehr ganz so innig, daran waren die Chinesen und die Russen maßgeblich beteiligt, die Nha Trang verbaut haben und in ihrer ätzenden Art einem jegliche Freude am Urlaub nehmen.

Damals genossen wir beachlife, den Sailing Club ( einer der Clubs der Stadt ) und genossen das Sabbatical Feeling. Nha Trang war so cool, dass wir freiwillig verlängerten- wer hätte das gedacht? dsc08020

Anbei ein paar Impressionen vom damaligen Hafen (diesen gibt es so in seiner Ursprünglichkeit nicht mehr) und von den Cham Towern.

Cham Tower dsc07955

dsc07946

dsc07943

Der pittoreske Fischereihafen dsc07984

dsc07928

Hafen und Cham Tower

dsc07991

dsc07993

dsc07996

dsc08007

dsc08008

dsc08014

Der weiße Buddha mit Stupa dsc07912

dsc07905

Weiter ging es in Richtung Süden, unser nächstes Ziel war Mui Ne. Das letzte schöne Jahr hatten wir erwischt, ab 2007 waren die ersten Luxusresorts und Russen angelandet, Wodka in Eimern wurde ausgeschenkt und ich floh ein Jahr später ganz schnell aus diesem Nichtmehrparadies. dsc08053

dsc08164

Unser Hostel dsc08034

Für uns waren die Tage am Kite -Traumstrand eine tolle Zeit. Wir gingen in die Dünen von Mui Ne und vergammelten die letzten Tage in Vietnam am Strand.

dsc04853

dsc08152

dsc08062

dsc08080

Der Canyon von Mui Ne dsc08105

dsc08117

dsc08109

Neben dem Surf Club des Ortes gab es ein kleines Restaurant, direkt am Strand. Dort verbummelten wir unsere Zeit und vertieften geschlossene Freundschaften.
So kam, was kommen musste; eins der Mädels brachte zum Dinner noch eine Alleinreisende mit….WENDY!!! Und schon befanden wir uns mitten in der Suppenschüsselstory. Sie staunte nicht schlecht, wieviel Starruhm (wenn auch zweifelhaft) ihr Auftreten in Vietnam so mit sich gebracht hatte und das so ziemlich jeder Reisende ihre Geschichte kannt. Ich muss nicht erwähnen, dass sie keine Lust mehr auf Land & Leute verspürte?

Über Saigon/ HCM City liest man wenig Gutes, ich muss dem aber echt widersprechen. Ich war 4x in Saigon und jedes Mal war es toll. Ich mag das Backpackerviertel, die Garküchen die Tempel der Stadt.
Wir blieben beim ersten Mal nur eine Nacht und fuhren danach ins Mekong Delta.

Die Kathedraledsc08201

dsc08222

dsc08228

dsc08229

2006 wurde im chin. Kalender das Jahr des Drachens dsc08250

dsc08260

dsc08264

dsc08584

dsc08268

Mittlerweile war das ganze Land in TET Stimmung, Jeder freute sich auf die Familienfeierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest. Im Delta war es ruhig, wir spulten das gängige Programm herunter und waren nach zwei Tagen wieder in Saigon.

Mekongdeltaimpressionen: dsc08284

dsc08286

dsc08408

dsc08412

dsc08458

dsc08461

dsc08512

dsc08525

dsc08527

dsc08529

dsc08569

dsc08572

dsc08574

dsc08577

dsc08589

Dort steppte dann allerdings der Bär, 6 Millionen Saigoner waren zum Feiern auf den Beinen. Das Feuerwerk um 0:00 glich einem Massenstau auf der A2, nur das es sich hierbei um Mopeds und nicht um Autos handelte. dsc08610

dsc08629
Die aufstrebende Mittelklasse fährt nämlich zum Feuerwerk und schaut sich dieses auch auf diesem an….der Gestank, der Lärm, es war atemberaubend.

Am nächsten Morgen, mit Neujahrskaterstimmung, bewunderten wir  die wichtigsten Tempel der Chinatown, sofern dies mit den Gläubigen machbar war. Das TET Fest dauert mehrere Tage und die Familien holen sich traditionell den Segen in den Tempeln. Die Stadt selbst schlief, die Geschäfte waren geschlossen. dsc08638

dsc08639

dsc08648

dsc08673

dsc08659

dsc08663

dsc08665

Beeindruckend fanden wir die Drachentänze in den Tempeln, war für uns auch das erste Mal, dass wir in den Genuss kamen und nicht das Gefühl hatten, dass sich lediglich ein paar Menschen für Touristen verkleidet hatten.

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir nach 28 Tagen zum Flughafen. Zum einen hatten wir das schrullige Land im sogenannten Indochina echt lieb gewonnen, zum anderen wussten wir, dass es Stress bei der Ausreise geben könnte.
In Berlin wurde Alexandra ein falscher Flugabschnitt abgenommen und sie besaß keinen gültigen Teilflugschein nach Singapur mehr. Wir hatten zwar in den vergangenen Wochen mehrfach Kontakt zu Singapore Airways und waren frohen Mutes, doch who knows im Land des real existierenden Sozialismus????

Gott sei Dank, die Vietnamesen blieben so cool, wie sie sich vier Wochen und gezeigt hatten und kurze Zeit später flogen wir die 1,5 Stunden nach Singapur.

Neben mir saß ein chinesischer Junge, der so laut rülpste, schlürfte und sich einfach abartig benahm, ich floh, angekommen im Stadtstadt,aus der Maschine und stellte meinen Rucksack als ALLERERSTES in verbotenen Kaugummidreck!!!!

Singapur

Ich weiß nicht, was ich von der Stadt erwartet hatte- mir kam sie nur steril und ohne Leben vor. Egal wo wir uns in den drei Tagen aufhielten, so richtig überspringen wollte der Funke nicht.

Unser Hostel war recht lustig, es hieß „cozy corner“ und war weder gemütlich noch lag es an einer Ecke. Dafür hatten wir eine Säule genau hinter der Tür oder davor, wie man mag…dsc08746

Natürlich erliefen wir die Eckdaten der Stadt und genossen auch hier die Ausläufer von TET, doch im Gegensatz zum restlichen Asien war es mehr ein Disneyland und alles in uns krähte nach DOWN UNDER!!! dsc08895

dsc08892

dsc08748

dsc08883

dsc08777

dsc08778

dsc09033

dsc09021

dsc08847

dsc08821

dsc08829

Ein Singapore Sling im Raffles dsc08802

dsc08803

Letztendlich blieben mir nur die indischen Tempel richtig wohlwollend in Erinnerung, diese waren so schön bunt und anders als in Indien, konnten wir auch überall in die Tempel hinein.dsc08860

dsc08875

dsc09020

dsc08966

dsc09048

dsc09053

Nach drei Tagen flogen wir über Melbourne nach Hobart und bekamen den Kulturschock schlechthin.

Weltreise 2005/2006, I: Indien, Kambodscha und Thailand

***Berlin=> Goa=> Mumbai=> Siem Reap=>Koh Samui => Bangkok

Wenn man von einer Reise berichtet, die zwar über sechs Monate lang war, aber auch schon über 10 Jahre her ist, dann sind es nur noch Eckdatenberichte oder eben das eine oder andere hübsche Foto. Ich habe mich dafür entschieden, jegliche Erläuterungen aus Wikipedia auszulassen, dafür die skurilen, schrulligen Geschichten der sechs Monate in Worte zu fassen.
Wir hatten damals ein round-the-world Ticket von Star Alliance und flogen am 20.11.2005 mit Austrian Airlines über Wien nach Mumbai; deshalb auch der Begriff Weltreise, obwohl es natürlich keine echte Weltreise war,  wir haben nur drei Kontinente und ein paar Inseln auf dieser Tour besucht.
Mit im Flieger die gesamte Entourage von Herrn Lindenberg sowie die Nachtigall itself, der damals den gesamten Flughafen Tegel und uns unterhalten hatte.
Wir deuteten dies als super Zeichen unserer Tour und ein wenig half das Beobachten des großen Zampanos auch, um uns vom Abschiedsschmerz abzulenken. Ich hatte die letzte Nacht vor dem Abflug nicht mehr geschlafen, einfach mit einem guten Freund die Nacht zum Tage gemacht.

Indien: Goa und Mumbai

In Mumbai angekommen, mussten wir am alten Terminal eine ganze indische Nacht ausharren (und die kann sehr lang dort werden), bevor wir mit einem klapprigen Minibus zum noch älteren Inlandsterminal gebracht wurden. Unser Gepäck für 6 Monate (10 kg, knapp gepackt) hatten wir bereits Stunden vorher an einem Blechschreibtisch abgegeben und innerlich hatte ich mich bereits von meinen Klamotten verabschiedet. Die Weihnachtsgeschenke, die mir meine Mama mitgegeben hatte, hatte ich im Handgepäck und musste diese vor hartnäckigen Soldaten verteidigen, die meinen Rucksack argwöhnisch unter die Lupe nahmen.
In den Toiletten am Terminal lagen Inderinnen, die zwar einen schlechten Job am Flughafen aber vermutlich keine Bleibe hatten, und machten selbst die Notdurft für uns schwierig.
Nach langen 2,5 Stunden Inlandsflug hatten wir es schlußendlich und geschafft, Ankunft am Flughafen GOA – Dabolim am 21.11.2005!
Wir waren vollkommen am Ende und in Anjuna ging es nur noch ins Bett. Erstmal ankommen und unterm Moskitonetz ausruhen. Am späteren Nachmittag kroch mir eine Schlange über den Fuß, da wäre mein Abenteuer Weltreise fast schon zu Ende gewesen! Gott sei Dank, das Viech biss nicht zu.
Die Tage in Anjuna waren ziemlich faul- das Nest war damals wirklich noch verschlafen, ein echte Touri- Szene quasi nicht vorhanden, es hangen nur Backpacker herum, die Pauschlatouristen blieben in Colva und Calangute unter sich.

Wir besuchten den Flohmarkt, die Nachbarorte  Vagator und Calngute und zogen nach 6 Tagen weiter in Richtung Palolem.

Anjuna noch untouristisch traumhaft dsc04160

dsc04021

dsc04114

dsc03974

2724929621_05bc3595da_o

Am Strand von Vagator

dsc01528

dsc04131

Vagator Beach

dsc04129

Flohmarkt 2005- ziemlich idyllisch dsc03982

dsc04053

dsc04040

Ein typisches Frühstück: Papa Dosa in Calangute

dsc01564

Palolem war damals der Backpackertraum schlechthin. Leider muss man auch wirklich von „war“ sprechen, 2013 hatte es nicht mehr so viel von dem einstigen Aussteigerfeeling.
Wir wohnten traumhaft, Strandlage, Bambushütte mit eigener Kokosnussplame im Bad und genossen 3 Tage Robinson Crusoe Feeling, inkl. aller Geräusche aus den Nachbarhütten….Kotzgeräusche wurden unter negatives Erlebnis verbucht.

Unsere Hütte

dsc04192

dsc01606

dsc04194

dsc04297

dsc04266

dsc04217

dsc01654

dsc01661

In Goa herrschte insgesamt bei uns echtes Hochgefühl- sechs lange Monate nicht arbeiten, das war doch was!

dsc04216

dsc04264

dsc04462

Unser nächstes Ziel war Benaulim- ein kleiner Badeort mit wenig Tourismus aber tiefgläubigen Christen. Die erste Frage im Guesthouse „ seid Ihr getauft“ konnten wir mit ja beantworten und da eh Weihnachten war, bauten wir für unsere Gastgeberin Tina einen Altar auf … sie war happy und wird niemals erfahren, dass wir bereits seit Jahren aus der Kirche ausgetreten waren.

dsc04339

Da aber christliche Nächstenliebe von uns auch wirklich gelebt wird und wurde, spendeten wir an Nikolaus einen Obolus an die hiesige Kirchengemeinde für einen neuen Kindergarten. Als Dank nahmen wir an der Verlosung nach „Holy Land“ teil. Mein Gedanke war ein schlechter indischer Vergnügungspark mit riesigen Pappmache´ Jesus. Die Reaktion von Carmen (unserer Lieblingsrestaurantbesitzerin) als wir danach fragten, wo denn „Holy Land“ nun wäre, war zum Schreien komisch. Sie schaute uns todernst  und verständnislos an und sagte ganz feierlich „ na ISRAEL selbstverständlich“ ohjee…selbstverständlich- achso….naja, den ersten Platz wollten wir dann nicht mehr gewinnen, denn von Berlin nach Goa um von dort nach Israel zu fliegen, dass konnte man auch 2005 schon einfacher haben  :-). Mit gefieL die Pappmache´Variante eindeutig besser.

Benaulim war auch der Strand des verloren gegangenen T-Shirts, mein Lieblingsshirt, tiefrot mit V Ausschnitt. Frau Wasche hatte es verbummelt oder ihrer ältesten Tochter geschenkt, who knows….aber alleine um die arme Frau zu ärgern, fuhr ich jeden Tag stoisch zur Wäscherei und fragte nach. Irgendwann verschloss sie die Tür wenn sie mich sah. Die Dame konnte sich wohl nicht vorstellen, dass der Verlust von einem Shirt, bei einem Gesamtbesitz von vier T-shirts, tatsächlich auch für „reiche“ Westler schmerzlich war.

Benaulimdsc04329

Wir besuchten „Old Goa“ am Namenstag von Franz von Assisi und wurden Zeugen des religiösen Wahnsinns im christlich- portugiesisch geprägten Goa.

Pilgermassen in Old Goa

dsc01813

dsc04396

dsc04402

dsc04428

dsc04444

Nachts durch Benaulim zu fahren hatte etwas Abenteuerliches, da unsere Räder keinerlei Licht hatten. Wir bastelten mit den Taschlampen herum oder hatten diese im Mund um die Trampelpfade wenigstens ein wenig auszuleuchten.

Unsere „Straße“ zum Guesthouse von Benaulimdsc01738

Nach 16 wundervollen Tagen am Strand zog es uns in den Moloch Mumbai, der damals ein echter Schock für mich gewesen war. Ich kannte Indien von einer Reise im Jahr 2000 und war auf Großstädte gewappnet- Mumbai raubte uns aber die Urlaubsillusion. Ich fand den gesamten Aufenthalt dort anstrengend, kann aber heute, im Nachgang an den Fotos viel Wunderbares finden.
Fasziniert hatten mich damals bereits die Dinge, die wir in Deutschland einfach nicht kennen,  so zum Beispiel:

Chai Wallah/ Dhaba Wallas: dsc04622

dsc04620a

Dhobi Ghats, hier wird die gesamte Wäsche Mumbais per Hand gewaschen: dsc04685

dsc04683

Am ersten Morgen gingen wir in ein Restaurant essen, wir waren die einzigen Frauen im Restaurant und irgendwann starten alle auf uns, insbesondere auf mich!
Ich aß nämlich mit der linken Hand und diese ist ja bekanntermaßen fürs Popöchen da und nicht für das gute Dal. Desweiteren hatte ich an diesem Tag keinen BH angezogen, ich war damals sehr zierlich und der BH diente sowie nur der optischen Täuschung, er hatte keine natürliche Aufgabe…..die indischen Männer hatten aber dennoch etwas zu staunen und ich am India Gate, Kinder aller Art auf meinem Arm. Ich kann nur mutmaßen, in wie vielen Wohnzimmern meine nicht vorhandenen Brüste mit Neonlicht angestrahlt werden und mit den Kindern zusammen bewundert werden.

dsc04546

Die Uni:

dsc01863

dsc04582

Markt: dsc04600

dsc04607

dsc04694

dsc04689

dsc04687

dsc04610

dsc04606

Muslimisches Grabmal, welches nur bei Ebbe besucht werden kann: dsc04665

dsc04659

dsc04663

Wir besuchten übrigens auch ein Mc Donalds und ich besuchte im Anschluss gaaaanz schnell die Latrinen des Etablissements….der vegetarische Burger wollte ohne Umwege wieder aus meinem Körper hinaus!

Unser Hotel lag in der gleiche  Straße wie ein Krankenhaus. In Indien geht traditionell die gesamte Familie in die Klinik, der Patient wird  durch mitgebrachte Lebensmittel und Medikamente versorgt. Unsere Straße war demzufolge sehr lebendig, viele Angehörige lebten in notdüftigen Behausungen, die Kids bettelten. Eines Abends gab ich einer kleinen Maus den Rest meiner Cola, nachdem sie gebttelt hatte. Ab diesem Moment hatte ich immer alle Kinder am Rockzipfel, die mich schon freudestrahlend begrüßten „hallo Pepsi“.

Am Colaba Causeway gab es 2005 ein Restaurant, welches sehr berühmt für die Travellerszene war und 2006 auch Ziel des großen Terrorangriffs auf Mumbai war. Dorthin verschlug es uns natürlich auch- dummerweise traf ich eine meiner ALG II Kundinnen beim Sundowner, eine wohl unerlaubte Reise, das Jobcenter hatte keine Ahnung wo die Dame sich so herumtrieb! Ehrlich, wer erwartet so etwas in Mumbai ????

Auf dem Weg zum Flieger, der uns nach Bangkok und von dort nach Kambodscha bringen sollte, hatten wir ein letztes echt indisches Erlebnis. Unser Taxifahrer hockte sich im Stau auf den Mittelstreifen und verrichtete sein großes Geschäft. Da leider kein Klopapier auf Bäumen wächst, wurde der Hintern mit der linken Hand gereinigt…..ich muss nicht erwähnen, dass wir unsere Taschen selbst aus dem Kofferraum nahmen und ihm „irgendwie“ die Rupees für die Fahrt übergaben.

Kambodscha: Siem Reap, Angkor Wat und Tonle Sap

Auf dem Flug nach Bangkok schütteten wir uns den Orangensaft über die Klamotten und waren froh, dass dieses Event nur 4,5 Stunden Zeit raubte. Wir reisten ein und wieder aus und warteten dann mal wieder geschlagene 5 Stunden auf den Weiterflug nach Siem Reap.
Diesmal ging es mit Bangkok Air nach Kambodscha und die Versorgung vor, während und sogar nach dem Flug war sensationell…mein Frühstück an diesem Tag war dennoch recht einseitig, nach dem vierten Kit Kat war mir schlecht.

Nach der Landung in Siem Reap hätte ich vor Freude fast den Boden des Landes geküsst. Der Flughafen sah so puppig niedlich und sauber aus, es war uns eine Freude.

Die Einreise war zum Schreien- viele mit Lametta behangene Offizielle nahmen uns die Pässe ab, diese wurden von Männlein zum nächsten Weiblein zum nächsten Männlein usw. gereicht. Am Ende der Schlange stand ein wichtiges Männchen und rief die einzelnen Vornamen auf, an den Familiennamen versuchte sich der Mensch erst gar nicht. Ich bekam recht zügig meinen Pass zurück und Alexandra wartete immer noch.
Irgendwann blieb nur noch Ali, der Offizielle und ein Paß zurück….im dem stand Birgit Schul im Visum…..hmmmm…..um eine lange Geschichte kurz zu machen. Es stimmten weder Vorname noch Familienname und dennoch durfte sie einreisen .

Siem Reap erschien uns nach Goa wie erste Welt. Die sogenannte Pub Street hieß 2005 noch nicht so, es war quasi lediglich der old town von Siem Reap und  wunderschön. Ich weiß, im Jahr 2016 ist dort ebenfalls nichts mehr schön, ich konnte mich bereits an den Veränderungen in 2007 erfreuen.  Wir bestaunten die französische Architektur und waren erstaunt wie schön alles schon restauriert war.dsc05548

dsc05563

dsc05564

dsc05565

dsc05567

dsc05580

dsc05582

dsc05583

Unser Gästehaus wurde von sehr netten Australiern betrieben, die uns für die Ruinen von Angkor Wat,  Mr. Han „andrehten“.

dsc02272
Der alte Spruch „früher war alles besser“ ist für die Ruinenanlage, leider Realität. Es war damals schon nicht mehr leer in Angkor aber durchaus noch ertragbar. Mittlerweile sieht man die Tempel vor lauter Menschen kaum noch- hab ich mir sagen lassen.

Der Sonnenuntergang war übrigens Nepp, den muss man nicht unbedingt gesehen haben. dsc02042

Am ersten Tag fuhren wir mit Mr. Han, am zweiten Tag dann mit ausgeborgten Rädern. Das war ein wirklich tolles Erlebnis und kann ich Jedem nur wärmstens empfehlen.dsc05059

Damals waren die Tempelanlagen auch noch nicht von den Würgefeigen befreit, 2 Jahre später stand ich mit Tränen in den Augen vor Tha Phrom, der Tempel wurde fast gänzlich freigelegt und hatte sehr an Ausstrahlung eingebüßt.

dsc04872

dsc04868

dsc04847

dsc04917

dsc04880

dsc04941

dsc04969

Unsere Lieblingstempel neben Angkor waren natürlich der Bayon und Tha Phrom aber auch Nea Khan und noch einige andere…

dsc04979

dsc04978

dsc05000

dsc05005

dsc05003

dsc05255

dsc05245

dsc04994

dsc04992

dsc05242

dsc05029

dsc05032

dsc05140

dsc05143

dsc05163

dsc05187

dsc05196

Durch die Fahrräder waren wir sehr mobil in den drei Tagen und radelten zum Teil die Tempel 2-3 x ab, um vom besseren Licht usw. zu profitieren.

Der Sonnenaufgang blieb leider blau, dafür standen noch nicht die Massen morgens vor Angkor. dsc05312

dsc05338

Nach dem Sonnenaufgang überredete uns Mr. Han zu einem  Besuch des Fischerdorfs am Tonle Sap; dort leben vietnamesische Flüchtlinge ( wie uns Mr. Han erzählte) in erbärmlicher Armut. Dennoch war der Besuch mehr als beeindruckend und wir waren froh, zum See gefahren zu sein.

dsc05412

dsc05358

dsc05374

dsc05382

dsc05385

dsc05406

dsc05437

dsc05483

dsc05485

dsc05486

dsc05499

dsc05502

dsc05427

dsc05355

dsc05505

dsc05508

dsc05515

dsc05516

dsc05519

Unseren letzten Nachmittag verbrachten wir in Siem Reap  auf dem Markt und bestaunten die Auslagen.

dsc05590

dsc05574

dsc05576

dsc05577

dsc05614

dsc05579

dsc05617

dsc05625

dsc05613

dsc05599

dsc05596

Am nächsten Morgen flogen wir über Bangkok nach Koh Samui, es weihnachtete sehr.

Thailand/ Koh Samui und Bangkok

2004 tobte der Tsunami in Thailand und uns war von vornherein klar, dass wir nicht auf Phuket sein wollten, wenn die Jahresfeier an Weihnachten 2005 anstand. Demzufolge entschieden wir uns für Koh Samui. Wir kannten die Insel, obwohl bereits 2x in Thailand gewesen, noch nicht und buchten uns über die Feiertage für sieben Nächte in Lamai ein. Wir fanden ein süßes Hotel mit Pool und freuten uns. Die erste Nächte mussten wir in Chaweng überbrücken, dass sahen wir unproblematisch, zumindest bis wir Chaweng gesehen hatten

Der Ort war nur ein riesengroßes, verbautes Puff! Wir fanden zwar eine recht nette Anlage, die beiden Briten nebenan trieben es aber mit den Thaimädels weitaus zu bunt. Nachts hielten wir ab sofort die Wände fest und klauten den Herren jeden Abend das Mückenschutzmittel, wenigstens ein zerstochener Hintern vom vielen Vögeln wollten wir den Kerlen als Andenken verpassen.

Was wir nicht bedacht hatten, die Regenzeiten sind in Thailand sehr unterschiedlich, der Dezember ist auf jeden Fall Regenzeit für Koh Samui und der Himmel gab im Jahre 2005 alles was ging. Es schüttete so unglaublich, am ersten Weihnachtsfeiertag schwamm die Schminke der Weihnachtsmänner einfach davon. dsc05630

dsc05642

Und dennoch, Koh Samui fernab der Tourhochburgen hatte damals durchaus noch was.

dsc05664

dsc05803

dsc05806

dsc05807

dsc05740

dsc05645

dsc05663

dsc05697

dsc05727

dsc05731

dsc05735

dsc05713

dsc05716

Mit unseren Urlaubskumpeln Hase (Bernhard) und Paddel ( Patrick) sowie nem Ösi namens Klaus, versoffen wir an einem Abend den kompletten Biervorrat unserer kanadischen Stammkneipe. Diese machte während unseres Aufenthaltes niemals mehr auf. dsc05836

dsc05811

Wir lernten die Vorzüge von asiatischem Feuerwerk kennen, es ist saulustig, saugefährlich aber auch saubillig. Man konnte durchaus Angst um die Bungalows bekommen, die Zündeleien auf den Terrassen nahmen merkwürdige Züge an. dsc05759

Nach sechs Tagen im simplen Bungalow, zogen wir wieder um und standen vor den Trümmern unseres Weihnachtsglücks! Das so schöne Hotel war Opfer der Regenzeit geworden…..der Pool war durch den vielen Regen und dem Schlamm aus den Bergen ins Meer abgesackt, das Wasser stand in dem Hotel im Erdgeschoß wohl einen halben Meter hoch! Wir zogen dennoch ein, in den ersten Stock und dekorierten dem Anlass entsprechend erstmal die Bude.

dsc05666

dsc05764

Heiligabend wurde stilecht begangen: Strand, Kaffee und Kuchen am Nachmittag, Internet Cafe´ danach und dann machten wir uns schick und feierten bescheiden Bescherung! dsc05788

Am Abend gab es zusammen mit dem Ösi Ente am Strand und am nächsten Morgen ein zünftiges deutsches Frühstück.

dsc05801

Weihnachten in den Tropen war nicht schlecht, es war sogar richtig lustig….nur der arg schlimme Regen am 25.12.2016 war trübsinnig.

dsc05816

Kurz vor Silvester flogen wir nach Bangkok, sieben Tage in einer meiner Lieblingsstädte lag vor uns. Da wir bereits 2002, 2003 jeweils für mehrere Tage in der City gewesen waren, war klar- no sightseeing, lot of shopping, vor allem im MBK und auf dem weekend market dsc05885

dsc05886

Wir zogen in unser Lieblingshotel (Prince Palace) und genossen die Zeit am Pool.  dsc05851

dsc05844

Das Prince Palace hat einen sensationellen Blick auf den Golden Mount dsc05867

und auf die Klongs dsc05870

Aus lauter Langeweile ließ ich mir mein erstes Tattoo als Andenken an diese einmalige Reise stechen und ich liebe dieses Motiv immer noch. dsc03087

Vormittags gammelten wir am Pool, nachmittags ging es auf die Piste…die Woche ging schnell vorbei.

Wir besuchten auch die „schwimmenden Märkte und bewunderten den Tourinepp life, grausliches Event .

dsc05928

dsc05933dsc03187

dsc05979

Nach den Märkten besuchten wir die Brücke am Kwai und den Soldatenfriedhof. dsc06028

dsc06032

dsc06019

Unser Silvester war eins der besten in meinem Leben. Wir feierten auf der Khao San und erfreuten uns am Nichtfeuerwerk und am warmen Bier. Morgens um vier waren wir wieder im Hotel, der 01.01.2006 ging sehr trübsinnig in die Geschichte ein, mein Hangover hatte es damals echt in sich.

dsc05858

Ballons statt Feuerwerk

dsc05863

Mit Katerstimmung liefen wir durch den bekanntesten Park Bangkoks und katerten ins neue Jahr , mit super Blick auf die damalige Skylinedsc06128

dsc06121

Am 05.01.2006 setzen wir unsere Reise mit Vietnam fort.

Indien 2013, II : Jaipur „the pink city“ und Agra „home of Taj Mahal“

Unsere Abreise aus Pushkar erfolgte im Morgengrauen. Wir mussten in Ajmer noch eine Weile auf unseren Zug warten und ich lernte indische Bahnhöfe hassen. Sie sind unheimlich, grundsätzlich nur voller Männer. Es stinkt nach Pisse und die Kerle ziehen Frau schon mit den Blicken aus. Da ich aber mit Mathias unterwegs war, war das Warten halb so schlimm.

img_8538

Die dreistündige Zugfahrt verpennten wir, in Jaipur angekommen, wurden wir von unserem Hotel abgeholt. Wir wohnten in einem alten Palast, der zwar auch schon bessere Jahre gesehen hatte aber dennoch wunderschön war. Leidig war allerdings, dass die Küche neben unseren Zimmer lag und ab morgens um 4:00 Uhr Halligalli war.

img_8545

img_8543

Unser erste Ziel in der Stadt war das Hawa Mahal, der Palast der Winde

Wikipedia: Hawa Mahal (Hindi हवा महल havā mahal, „Palast der Winde“)[1] ist ein architektonisch außergewöhnliches Bauwerk in der Altstadt von Jaipur, Rajasthan (Indien); es ist ein Teil des riesigen Stadtpalasts der hiesigen Maharajas. Das den verschwenderischen Lebensstil der Rajputenfürsten dokumentierende Lustschloss wurde von Maharaja Sawai Pratap Singh im Jahr 1799 erbaut und ist als eine der Hauptsehenswürdigkeiten Indiens in aller Welt bekannt.Das fünfstöckige – nur etwa fünf bis acht Meter tiefe – Gebäude mit der von zahllosen jaroka-Balkonen dominierten Fassade besteht aus rotem und rosa Sandstein mit Verzierungen aus Branntkalk und diente allein dazu, den Haremsdamen den Ausblick auf die zu Ehren des Herrschers oder an religiösen Festtagen veranstalteten pompösen Festumzüge zu ermöglichen, ohne selbst sichtbar zu sein. Die Fassade zur Straße enthält 953 kleine, kunstvoll gestaltete und vergitterte Fenster, die eine ständige, ein wenig kühlende Luftzirkulation gewährleisten, daher der Name Wind-Palast (hawa = Wind, mahal = Palast). Die Gitterfenster (Jalis) ermöglichten es den Frauen des Hofes, unbeobachtet das Treiben auf der Straße verfolgen zu können. Die vielen (halb)kuppelartig gewölbten und in den Ecken heruntergezogenen Dächer entsprechen dem bengalischen Typ, der sich im 17. Jahrhundert über die Mogul-Architektur bis zu den Rajputenpalästen und Kaufmannshäusern (havelis) Rajasthans verbreitete.

img_8572

Wir wurden von einem Typen angesprochen, der gegenüber vom Palast wohnt und arbeitet und uns einen spektakulären Blick auf das Hawa Mahal ermöglichte. Der Gang durch den Souvenirshop am Ende, trugen wir mit Fassung

img_8568

Dieses Mal schaute ich mir den Palast auch von innen an. Er ist sehr schmal und alleine das, macht seine Einzigartigkeit aus, eigentlich ist die Vorderfront nur eine Fassade.

img_8582

img_8589

img_8597

img_8607

Weiter gings zum Jantar Mantar, auch ein Wiederholungsbesuch, ich war 2000 bereits dort gewesen. img_8609

Wikipedia: Die größte dieser Anlagen wurde nach dem Vorbild des Observatoriums in Delhi in der neuen Hauptstadt Jaipur von 1727 bis 1733 errichtet. Es beherbergt 14 nach astronomischen Gesichtspunkten entworfene Bauwerke. Diese dienen unter anderem der Messung der Zeit, der Voraussage von Eklipsen, der Beobachtung der Planetenbahnen, der Bestimmung von astronomischer Höhe und Deklination und der Erstellung von Ephemeriden. Das größte Bauwerk ist das Samrat Jantar, eine Sonnenuhr mit einer Höhe von 27m, die die Zeit auf etwa 2s genau anzeigen kann. Die Anlage wurde 1901 restauriert und 1948 zu einem National Monument Indiens erklärt. 2010 wurde das Observatorium als UNESCO-Welterbe anerkannt.

img_8656

img_8659

img_8644

img_8652

img_8626

Wir liefen über einen grenzwertigen Markt für Samen und Vogelfutter zurück in die Innenstadt. Wir kamen uns vor wie in Alfred Hitchcocks „die Vögel“…ich gruselte mich immer, wenn ich diese Straße durchlaufen musste.

img_8679

img_8674

img_8677

img_8672

Den City Palace sparten wir uns für einen anderen Tag auf, uns lechzte es nach einem guten Bier, welches wir auf dem Dach des Peacock Hotel fanden. Dieses Restaurant wurde unsere Home Base für die nächsten Tage:

img_8721

img_8722

 Am nächsten Morgen fuhren wir hinaus nach Amber Fort – meine Traumburg auf dem Hügel…märchenhaft und unwirklich. So war es zumindest im Jahr 2000. In 2013 entglitten mir die Gesichtszüge, Amber hatte so dermaßen verloren, die Tourimassen haben es gerichtet. Wir trödelten ziemlich uninteressiert eine Stunde durch die Anlage und waren froh, als wir weg waren….wobei, schön ist der Palast / Fort noch immer.

Wikipedia: Etwa 11 Kilometer von Jaipur entfernt liegt das Fort Amber. Es war Fürstenpalast der Kachchwaha-Dynastie, bevor Jaipur zur Residenzstadt wurde. Bei vielen Gebäuden sind deutliche Anklänge bzw. Übernahmen aus der Mogul-Architektur zu spüren.Als besonders sehenswert gilt der Spiegelsaal, ein Teil des Diwan-i-Khas, dessen Inneres mit einer Vielzahl von kleinen Spiegeln dekoriert ist, die auch die im bengalischen Stil gestaltete Decke überziehen. Die Wände und Pfeiler des Palastes sind vollständig mit weißen Marmorplatten verkleidet; die Säulen sind aus massivem Marmor.

img_8731

img_8732

Hoch gehts zu Fuß oder mit einem E-Taxi: img_8739

img_8787

img_8790

img_8798

img_8799

img_8801a

Spiegelsaal img_8803

img_8822

img_8828

img_8849

img_8853

img_8855

img_8869

img_8872

img_8876

Unser Fahrer, der mit Gold nicht aufzuwiegen war, fuhr uns weiter zu den Royal Gaitors, Familiengräber der ehemaligen Royalties            ( muslimisch, deshalb wurden die Leichen nicht verbrannt).

Lonely Planet: The royal cenotaphs, just outside the city walls, beneath Nahargarh, are an appropriately restful place to visit and feel remarkably undiscovered. The stone monuments are beautifully and intricately carved. Maharajas Pratap Singh, Madho Singh II and Jai Singh II, among others, are honoured here. Jai Singh II has the most impressive marble cenotaph, with a dome supported by 20 carved pillars.

img_8892

img_8896

img_8900

img_8888

Unser nächstes Ziel war ein super Lokal, absolut authentisch, mitten im Nichts und uns gerade recht für eine Mittagspause.img_8880

Danach wollten wir shoppen, unser Wunsch war ein Sonnenschirm….unser so lieber Fahrer machte es möglich :img_8901

img_8903

Wir fuhren am Nachmittag zu einer Anlage, außerhalb von Jaipur… wir sahen viel Faszinierendes aber eben auch das echte, das erschreckende Indien.img_8930

img_8927

img_8933

img_8938

img_8972

img_8973

img_8942

img_8969

img_8971

img_8967a

Am nächsten Morgen ließen wir uns  zunächst ein wenig durch die Stadt treiben, denn neben all dem Tourikommerz ist Jaipur  vor Allem eins, eine noch richtig, authentische indische Stadt.

img_8982

Zuerst tranken wir einen Kaffee im Indian Coffee House- eine echte Institution

img_8979

img_8978

Danach bummelten wir durch die Straßen und sogen das pralle Leben ein: img_9197

img_9154

img_8993

open air barber: img_9008

img_9032

img_9060

Als letztes Highlight in Jaipur gings zum City Palace:

Wikipedia: Der im Jahre 1890 gebaute Stadtpalast steht von hohen Mauern umschlossen zwischen Gärten und Höfen mitten im Stadtzentrum und ist als „Maharaja Sawai Mansingh II Museum“ für die Öffentlichkeit zugänglich. Folgende Teile des Palastkomplexes sind Teil des Museums: Mubarak Mahal, Maharani’s Palace, Diwan-i-Am und Diwan-i-Khas. Noch heute bewohnen Nachfahren der Herrscherfamilie einen Teil des Palastes und bei formellen Anlässen durchschreiten Familienangehörige in einer aufwendigen Prozession das große Tripolia-Tor der südlichen Stadtmauer.

img_9081

img_9070

img_9072

img_9073

img_9077

img_9090

img_9103

img_9139

img_9108

Unsere wohl beste Mahlzeit in Indien bekamen wir auf der Stadtmauer von Jaipur, schwer zu finden aber dann grandios: img_9226

img_9231

img_9232

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Agra, dem Highlight eines jeden Indienbesuchs. Mathias freute sich wie ein Schneekönig aufs Taj Mahal, ich freute mich in erster Linie meine Papierfotos aus 2000 endlich digitalisieren zu können.  Unsere Zugfahrt war auch ziemlich erhellend, mein Untergang waren die Frauen, die mit großem Enthusiasmus die Kuhfladen zu Brennfladen formten; quasi Scheiße zum Trocknen am Wegesrand.

img_9280

img_9270

img_9281

img_9265

Und dann kann es noch immer indisch schlimmer kommen: unser Zimmer in Agra….ausgesucht aufgrund der Nähe zum Taj Mahal,        2, 50€ ein unschlagbarer Preis und ansonsten hört es mit den positiven Nachrichten auch schon aus. Es war gruselig und in der Nacht versuchten wir jegliche Bewegung im Bett zu vermeiden. img_9285

Unseren Nachmittag verbrachten wir zunächst im roten Fort von Agra. Eine wunderschöne, weitläufige Anlage mit tollem Blick aufs Taj Mahal

Wikipedia: Das Rote Fort in der nordindischen Stadt Agra ist eine Festungs– und Palastanlage aus der Epoche der Mogulkaiser und diente im 16. und 17. Jahrhundert mit Unterbrechungen als Residenz der Moguln. Das Rote Fort wurde 1983 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Ein Teil des Geländes wird heute militärisch genutzt und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

img_9290

img_9292

img_9295

img_9388

img_9301

img_9304

img_9309

img_9311

img_9317

img_9324

img_9373

img_9381

img_9357

img_9361

img_9371

Blick aufs Taj Mahal vom Roten Fort in Agra:

img_9340

img_9328aimg_9383

Diese Aussicht machte Lust auf mehr aber zunächst verbrachten wir den Nachmittag in der Altstadt von Agra.

Wikipedia: Agra (Hindi आगरा Āgrā [ˈaːɡra]) ist eine etwa 1,7 Millionen Einwohner zählende Stadt im Westen des Bundesstaats Uttar Pradesh in Indien.Agra war mit Unterbrechungen von 1526 bis 1648 die Hauptstadt des Mogulreiches und weist mehrere zum UNESCOWeltkulturerbe zählende Stätten auf. Seit dem Jahr 1886 ist Agra Sitz eines katholischen Erzbistums.

Die Altstadt ist fast noch krasser als Delhi Bazaar…..unglaublich was sich dort abspielt. Ich bin hartgesotten, doch Agra ist nichts für schwache Nerven. Wir fuhren mit einer Rikscha durch die Straßen, staunten und versuchten uns vor den Büffeln zu retten, die durch unbefestigten Straßen getrieben wurden.

img_9449

img_9437

img_9435

img_9424

img_9504

img_9452

img_9484

img_9512

Unser Abendessen nahmen wir in einem mittelmäßigen Rastaurant mit dem wohl spektakulärsten Blick auf das Taj Mahal ein: img_9539

img_9536

Nach einer durchwachten Nacht, Gott sei Dank ohne Ungeziefer, standen wir gegen 04:30 Uhr auf und liefen mit den Massen zum Sonnenaufgang zum berühmtesten Grabmal auf der ganzen Welt. Für mich nun schon zum zweiten Mal und dennoch absolut unbeschreiblich. Leider teilten wir diesen Augenblick mit gefühlt Millionen von anderen Touristen.

Wikipedia: Der Taj Mahal (deutsch: Tadsch Mahal, Perso-Arabisch: تاج محل, DMG tāǧ maḥall / Devanagari: ताजमहल tāj mahal, „Krone des Ortes“ bzw. „Kronen-Palast“) ist ein 58 Meter hohes und 56 Meter breites Mausoleum (Grabgebäude), das in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh auf einer 100 × 100 Meter großen Marmorplattform in der Form einer Moschee errichtet wurde. Der Großmogul Shah Jahan ließ ihn zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe Mumtaz Mahal (Arjumand Bano Begum) erbauen.

img_9548

img_9551

img_9569

img_9646

img_9637

img_9611

img_9609

img_9632

img_9608

img_9630

Nach unserer Rückkehr vom Taj frühstückten wir die leckersten Banana Pancakes und stürzten uns in die Nachbarschaft, die ländlich spannend war.

img_9676

img_9670

img_9683

img_9648

img_9651

img_9720

img_9878

img_9855

img_9816

Den Nachmittag verbrachten wir am „Baby Taj“- dieses habe ich 2000 geliebt, es ist so hübsch und obwohl kleiner und bescheidener, steht es in Schönheit dem Taj Mahal nicht nach.

Wikipedia: Das Itimad-ud-Daula-Mausoleum wurde in den Jahren zwischen 1622 und 1628 von Nur Jahan, der Hauptfrau des Mogulherrschers Jahangir, für ihren Vater Mirza Ghiyas Beg errichtet. Dieser stammte aus Persien und erhielt wegen seiner Verdienste als Schatzmeister und später als Wesir des Reiches den Ehrentitel Itimad ud-Daula („Stütze des Staates“). Mirza Ghiyas Beg war gleichzeitig Großvater des 5. Mogul-Herrschers Shah Jahan und von dessen Frau Mumtaz Mahal. Das vergleichsweise kleine, aber überaus kostbar ausgestattete Grabmal steht in Agra (Indien).

img_9747

img_9746

img_9752

img_9774

img_9781

img_9814

Am Abend gingen wir in einem Hotel in unserer Nachbarschaft essen und fuhren dann hinaus zum Bahnhof. Es folgte unsere einzige Nachtfahrt nach Khajuraho.