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(Nord,-) Madzedonien 2026: Ohrid, Ohridsee und Sveti Naum

Wenn man schon mal in der Nähe ist, kann man doch getrost einen Abstecher ins Nachbarländle machen?

Herzlich verabschiedeten wir unsvon Adriano und machten uns auf den Weg nach Ohrid am gleichnamigen See in Nordmadzedonien. Viele werden das Land noch unter Madzedonien kennen, der Rechtstreit mit den Griechen ( gleichnamige Provinz) endete 2019. Namensänderung, dafür Nato, – u. EU Beitritt.

Die Route von Berat nach Ohrid dauert rd. 3 Std, bei nur 84km ….wir krochen durch Elbasan, bewunderten WW2 Schrott und ein nichtssagendes Nest.

Immer an der Grenze entlang, näherten wir uns Nordmadzedonien…..offensichtliche Grenzanlagen, am Ende für uns die Durchfahrt, ohne Kontrolle von madzedonischer Seite, EU Aspirant.

Angekommen in Ohrid, wurden wir vom Wahn gleich eingenommen. Puppige Altstadt, eng, keine Parkplätze und Menschenmassen und ich meine damit wirklich MASSEN! Später sogar gegoogelt, ob die Nordmadzedonier auch Pfingstmontag zelebrieren….NEIN, die Perle des Balkans ( so wird Ohrid genannt) ist immer so voll.

Der Papa unserer Wirtin nahm uns in Empfang, gab uns eine Einführung ins Zimmerchen ( niedlich mit toller Aussicht) und bugsierte uns zum Parkplatz, Himmel hilf….nichts für schwache Nerven.

Da am zweiten Tag in Ohrod der kroatische Präsident die Stadt besuchte, verschoben wir kurzerhand unsere Sightseeingwünsche außerhalb der Stadt auf den Anreisetag und machten uns auf den Weg….Knochenbucht und Sveti Naum.

Kommen wir zur sogenannten Bay of Bones, ein Museum auf dem Wasser, welches das Leben zur Bronzezeit nachstellt. Montags…geschlossen und NEIN, das liegt im. orthodoxen Madzedonien nicht an Pfingsten.

Wir parkten den Wagen, stiegen aus, wollten wenigstens einen Blick von oben auf die Siedlung erhaschen, als etwas riesiges, wolfsähnliches Emily angriff! Mathias rieß den Hund hoch, der riesige Hund verschwand, Emily wurde ins Auto getragen. Uff, Glück gehabt, nur oberflächlich gebissen.

Die Hündin suchte Emily und als diese vom Parkplatz verschwand, versuchten wir es nochmal mit dem Museum…..ich drehte mich glücklicherweise nochmal um und sah, wie der riesige Hund auf uns zustürmte. Die Hündin hatte sich mit tödlicher Ruhe, gezielter Suche und keinen guten Absichten uns wieder genähert. Wir rannten zum Auto, brachten Emily in Sicherheit und ließen die Knochen in der Bucht, adios

Ohrid, der Onridsee und Sveti Naum bilden ein gemeinsames Weltkulturerbe, wobei die Klosteranlage mittlerweile mehr einem Vergnügungspark gleicht, wenig Heilige, dafür Hunde verboten! Ich bin also allein hineingegangen.


Das Kloster wurde 895 vom Slawenapostel Naum gegründet und liegt lediglich wenige 100 m von der albanischen Grenze entfernt.

Naum von Ohrid, auch Naum von Preslaw genannt war ein mittelalterlicher bulgarischer Gelehrter, Missionar und Heiliger, der unter den Slawen wirkte, und zählt zu den sogenannten Sieben Apostel des Ersten Bulgarischen Reiches.

Auf dem Gelände des Klosters hat man nicht nur grandiose Aussichten auf den See, die albanischen Berge, nein auch die Quelle des Ohridsees kann bewundert werden.

Ich verlief mich erstmal ein wenig, stand auf dem Campingplatz von Sveti Naum und fand dann doch den Weg zum Kirchlein, mehr ist es nicht….ein kleines Kirchlein mit Pfauen im Kirchhof, die gerne ein Rad zeigten.

Die Kirche hat mich im Inneren aber doch überzeugt….ich mag die Malereien der orthodoxen Kirchen.

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem anderen Seenest, der Ohridsee ist DAS Ferienparadies der Madzedonier.

Ausgehungert kehrten wir in Ohrid am See in eines der Szenerestaurants ein, Essen top, Service flog, Seeblick grandios.

Den ersten Tag in Nordmadzedonien beende ich mit ein paar Bildern aus dem Nest, wunderschön…..nur viel zu voll.

Die Kids probten für den kroatischen Präsidenten.

Nochmal ein Blick auf den See und tschüss für heute.

Der zweite Tag in Nordmadzedonien begann mit Ausschlafen und einem feudalen Frühstück.

Gut gestärkt für den Tag machten wir Pläne…Emily sollte im See baden, wir wollten den Rundkurs in Ohrid laufen ( Stege am See, Kirche St. Johannes v. Karneo, Zitadelle, Amphitheater usw).

Zunächst kam Emily zu ihrem Recht:

Den Ministrand konnte man bereits vom Hotelzimmer aus sehen.

Bevor wir aber den See genießen konnten, erstmal etwas für die Bildung, Sankt Sofia, eine der vielen Kirchen im Ort, Moschee habe ich nur eine gefunden….

Wir näherten uns dem Highlight von Ohrid vom Wasser aus. Zunächst gabs den Blick von unten, inkl. Bier an einer Strandbar.

Dann mit Postkartenblick, drinnen waren wir übrigens nicht.

Nach St. Johannes von Karneo wollten wir auf die Zitadelle, doch weder Kartenzahlung noch Euronen funzten, so gabs Festung nur von außen für uns und einen Durchmarsch zur nächsten Kirche. Aufgrund des Staatsbesuchs war es sogar recht leer im Nest, wir hörten nur Kindergeschrei und sahen rot- weißes Absperrband.

Nach der Kirche, ist vor der Kirche…..eine hab ich noch, mit Fotografierverbot von innen, was sehr schade war.

Kirche der Heiligen Mutter Peribleptos (wer auch immer das war)…immerhin, das Di g war strunzalt, 1295 erbaut und wirklich sehenswert von innen:

Sie ist weltberühmt für ihre außergewöhnlich gut erhaltenen Fresken aus der Palaiologen-Zeit, gemalt von den Künstlern Michael und Eutychios. Während der osmanischen Herrschaft diente sie zeitweise als Kathedrale von Ohrid, da die Sophienkirche in eine Moschee umgewandelt wurde.

Als Letztes Highlight warfen wir noch einen Blick auf das top erhaltene Amphitheater und ließen Ohrid, Ohrid sein…

Der Nachmittag erzählt eine Geschichte von See, faulenzen, Bier war auch im Spiel.

Am Abend gabs madzedonische Mezze und einen Sonnenuntergang und dann war Nordmadzedonien auch schon fast Geschichte.

Mein Fazit zu Nordmadzedonien: Viel verklemmter als der Nachbarstaat Albanien in Bezug auf Touristen aber leider auch gegenüber Hunde. Englisch ist nur wenig vorhanden, auch bei Jüngeren nicht wirklich ausgeprägt. Hunde dürfen weder in Restaurants, ja nicht mal aufs Kirchengelände. Es wird ein Riesengewese gemacht, wenn sich Fiffi fälschlicherweise doch aufeinmal vor einer Eintrittskasse befindet. Kirchen kosten alle Eintritt.

Viele Russen nutzen Nordmadzedonien als Urlaubsland, Ohrid und der See sind hoffnungslos überlaufen Das Preisniveau ist auf EU- Höhe und darüber, Diesel ist spottbllig, lediglich 1:50€.