Polen 2026, II: Krakau und Wieliczka

Auch die zweite Nacht brachte temperaturenmäßig keine Erleichterung, ich verkniff mir den Kontakt zur Unterkunft und verschob dieses Problem auf Berlin.

Dort beschäftigen wir uns enmal mehr mit Helena Rubinstein und dem Viertel an sich. Hier kommt ein Auszug aus Krakow visit:

Hier sind die wichtigsten Aspekte von Kazimierz:

  • Historische Bedeutung: Gegründet 1335 von König Kasimir dem Großen, war es lange Zeit ein Zentrum des Zusammenlebens von Christen und Juden. Im späten 15. Jahrhundert entstand das „Oppidum Iudaeorum“, eine autonome jüdische Stadt.
  • Jüdisches Erbe: Kazimierz ist weltbekannt für seine Synagogen (z.B. Alte Synagoge, Remuh-Synagoge), den alten jüdischen Friedhof und das historische jüdische Viertel.
  • Zweiter Weltkrieg: Die jüdische Bevölkerung wurde während des Holocausts fast vollständig ausgelöscht. Die Gegend um den Plac Nowy und die Szeroka-Straße ist das Herzstück des Viertels.
  • Tourismus & Kultur: Heute ist Kazimierz ein pulsierendes Viertel, bekannt für das Krakauer Festival für jüdische Kultur, zahlreiche Restaurants, Galerien und ein ausgeprägtes Nachtleben

Neben ausreichendem Sightseeing genossen wir auch ein kosheres Frühstück im Outside, klare Empfehlung.

Hier ein paar Impressionen aus dem Viertel:

Wir liefen durchs Viertel, entdeckten Industriestandorte, die restauriert wurden und künsterlisch sowie kulinarisch genutzt werden.

Auch Kirchen kann man im jüdischen Viertel bewundern, hier die Corpus Christi Kathedrale, eine Scheußlichkeit an Geschmacklosigkeit.

Besser gefiel mir dann doch der Waweldrache am Fluss, quasi der Babydrache zum großen unterhalb des Wawelberges.

Relativ früh machten wir uns auf den Weg nach Wieliczka, Uber versetzte uns, ich wurde Opfer des unbeabsichtigten Schwarzfahrens. Es gibt nur 15 Minuten Tickets, der Bus war übervoll, kein Herankommen am Automaten, nach 17 Minuten wurde ich vom Controletti, eine Station vor Wieliczka hopps genommen. Diese Herrschaften machen das vermutlich in Serie, immer an den Wochenenden, immer eine Station vor dem Salbergwerk….kein schöner Zug liebe Polen. Sei es drum, ich war um 50€ erleichtert und konnte mich ausreichend ärgern.

Kommen wir zum Salzbergwerk: https://www.salzbergwerkwieliczka.de/einzelbesucher/uber-die-salzmine?zag=06&utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=%5B06%20Zagranica%5D%20-%20DE%20AU%20SWISS%20-%20Search%20-%20Sprzedaż&utm_id=10371931816&gad_source=1&gad_campaignid=10371931816&gbraid=0AAAAADq-3ww_7yNhPiSPO6GZ-xJEYwWkD&gclid=EAIaIQobChMI3KOkhuyalAMVKpGDBx2ljxS3EAAYASAAEgJeNfD_BwE

Um in die Stollen und Kammerm zu gelangen, muss mam rund 800Stufen insgesamt bewältigen, die gesamte Strecke beträgt 3,5 Kilometer. Die einzelnen Kammern haben Themen erhalten und sind mit sehenswerten Salzskulpturen oder auch Hinweisen zum Abbau des Weißen Goldes versehen. Das Highlight ist die große Kathedrale, wo auch sonntags noch Messen abgehalten werden. Die Bilder hier sind hier nicht chronologisch der Laufroute angeordnet.

Wieliczka ist ein lohnenswertes Ziel, eine gewissen Fitness sollte man aber dennoch mitbringen. Meine Mama ließ sich von Karin und einem entzückenden Wiener helfen, ein echter Held.

Als wir wieder Tageslicht sahen, war davon nicht mehr viel übrig!

Wir organierten uns unter erschwerten Bedingungen eine Pizza und ließen uns per Uber zurück zur immer noch heißen Unterkunft fahren.

Am nächsten Morgen verließ ich die beiden Damen und fuhr überpünktlich von Krakau bis Berlin. Schön, mal wieder in der Stadt gewesen zu sein.

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Polen 2026: Krakau I

Einmal im Jahr nach Polen ist Pflicht! Zumindest bei uns und dieses Mal ging es wieder ins schöne Krakau, nicht mit dem Flieger wie 2013, sondern mit dem Zug.

Wer nebenbei auch nochmal wissen möchte, wie es 2013 so war, schaut bitte hier: https://allcontinentsinonelife.com/polen-2013-krakau-und-auschwitz/


Der Zug war eine Herausforderung für sich, wobei nicht die Buchung als Solches, sondern die Sitzplätze. Während mein Ticket glatt durchging, war das von Mama und Karin von Anfang an harte Arbeit. Auf der Anreise hatten wir Alle einen Platz, mein Sitz für die Rückreise passte auch. Die beiden Ladies reisten allerdings drei Tage später als ich nach Berlin und hatten zwar Sitzplätze ab Rzepin, Stehplätze 😳 von Krakau zum Umsteiger. Eine liebe Kollegin und ich wollten diesen Umstand korrigieren, die polnische Webseite ohne durchgängige englische Anpassung eine absolute Frechheit anno 2026.

Mit gutem Glauben und Tickets sowie Sitzplatzreservierunge für alle Strecken machen wir uns Mitte April, bei frühlingshaftem Wetter auch nach Mähren. Die Zugfahrt war unspektakulär und mit ein wenig Verspätung erreichten wir Krakau.

Die ersten polnischen Uber Erfahrungen machten wir ebenfalls und zack, standen wir neben Zugtrasse und Straßenbahn vor unserem Haus.

Die Wohnung im zweiten Stock war recht hübsch, zweckmäßig eingerichtet und vielzu warm! 30 Grad +x erwarteten uns, schnell wurden alle Heizkörper heruntergedreht, der erste Spaziergang erwartete uns.

Es wohnten in Kazimierz, dem jüdischen Viertel und nahmen die ersten Impressionen aus dem alten Krakau auf. Vieles erkannte ich wieder.

Hier nochmal die Eckdaten zum Viertel: Das kreative Kazimierz ist Krakaus historisches jüdisches Viertel. Heute gibt es hier eine Mischung aus unabhängigen Galerien, ausgefallenen Geschäften, Vintage-Modeläden und Bars, die von trendigen Cocktaillounges bis zu Kneipen im Shabby-Chic-Stil reichen. Zu den vielen Synagogen in der Szeroka-Straße zählt die Alte Synagoge aus dem 16. Jahrhundert. Auf dem nahe gelegenen Remuh-Friedhof wurde eine Wand aus Grabsteinen erbaut, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Das Galicia Jewish Museum ist der örtlichen jüdischen Kultur gewidmet.

Die alte Synagoge:

Wir wandelten auf den Spuren von Helena Rubinstein, die hier in Kazimierz ihre Anfänge als Kosmetikheroin hatte.

Mittelmäßig gingen wir an diesem ersten Abend essen, das Highlight, wir saßen draußen.

Zurück in der Wohnung wurden wir weiterhin von der Hitze Thahitis erschlagen, meine Korrespondenz mit der Hausverwaltung ergab, Techniker kommt am nä. Morgen um 8:00 Uhr!
Also schoben wir die Betten weg vom Heizkörper und hauten uns bei 30 Grad ins Bett. Die Fenster konnten, aufgrund von Zugtrasse und Straßenbahn nicht offen bleiben.

Der nächste Morgen began tropisch, mit Kopfschmerzen und einem schüchternem polnischen Handwerker, der Sicherungen aus stellte, ein wenig an den Heizkörpern herumfummelte, mir für den Fall der Fälle einen Radiator zeigte und verschwand. Mit einem inneren toi, toi, toi machten wir uns auf und liefen Richtung RynekGlowny und Tuchhallen, glatte 1,1 km vor 9:00,Uhr.

Mit einem ersten Blick in die Kathdrale verabschiedeten wir uns zunächst vom Rynek und liefen zu einer berühmten Milchbar, leider mit Nieselregen.

Das Tomasza ist sehr bekannt, stylisch und nur noch in Ansätzen eine Milchbar im alten Stil. Unser Frühstück war klasse, das Ding überfüllt, dennoch absolute Empfehlung.

Nach unserem Feudalmahl schlenderten wir wieder zum Rynek, bewunderten die jetzt belebten Tuchhallen und erkundeten den unterirdischen Markt. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Der „unterirdische Markt“ in Krakau ist eigentlich das hochmoderne Museum Rynek Underground (polnisch: Rynek Podziemny), das sich etwa vier Meter unter dem Hauptmarkt befindet. Es zeigt auf rund 4.000 bis 6.000 Quadratmetern die archäologischen Ausgrabungen mittelalterlicher Marktstände, gepflasterter Straßen und Gebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert.

  • Mittelalterliche Funde: Man läuft über gläserne Rampen über originale Pflasterstraßen und Fundamente von Häusern und Werkstätten.
  • Interaktive Technik: Hologramme, Nebelmaschinen und Bildschirme rekonstruieren die Atmosphäre des Marktplatzes vor 700 Jahren.
  • Vampir-Bestattungen: Ein Teil der Ausstellung zeigt Skelette aus dem 11. Jahrhundert, die nach mittelalterlichem Aberglauben so bestattet wurden, dass sie nicht als „Vampire“ zurückkehren konnten

So sah es um die Jahrtausendwende in Krakau aus, massive Ausgrabungen:

Alte Straßenzüge:

Marktstände:

Flächenbrand:

Friedhof, inkl. echter Skelette:

Tief beeindruckt bewegten wir uns durch die unterirdische Welt, verlagerten danach aber unsere Geschäftigkeit in die Jetztzeit.

Rathausturm:

Ein kurzer Ausruhestop in der kleinen Kapelle aus dem 11. Jh., den Namen gab google nicht preis…..

Mit einem erneuten Abstecher in einer der Milchbars, zog es uns durch die belebte und beliebte Einkaufsstraße Richtung Wawel.

An der St. Peter u. St. Paul Kirche liefen wir, wie in 2013 nur vorbei, Ziel war die Burg auf dem gleichnamigen Wawelberg.

Da Mama und Karin in den nächsten Tagen nochmal zu, Wawel wollten, beließen wir es bei der Außenbesichtigung.

Wir liefen tapfer zurück in die Unterkunft, begrüßten gottergeben die 30 Grad, riefen erneut, über booking.com einen Techniker herbei, der wiederum 2 Sicherungen mehr ausdrehte und uns verriet, dass die Speicherheizungen Tage benötigen, um nerunterzukühlen. Ein echtes Ärgernis!

Nach einer „Saunapause“ ging es per Uber wieder zum Wawel, auf ins Pod Wawelem…2013 geliebt und auch 2026 als top empfunden.

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Mit zwei Nachtbilder vom und um den Wawel beschließe ich den zweiten Abend in Krakau. Festzuhalten bleibt, wieder stand uns eine viel zu heiße Nacht bevor, die Speicherheizungen waren nicht ein „Müh“ kühler.

Wawelschloss: