Albanien 2026, X: Tirana

Der Abschied aus Ksamil fiel leicht, die Straßenhunde hatten sich Emily als Feindin auserkoren,Hotelnachbarn halfen dem Rudelführer, das Leben des weißen Flauschis zu retten…Fünf gegen eine verwöhnte Fellnasenprinzessin, unfaier gehts nicht! Also wurde Emily, ganz nach dem  Status einer Prinzessin aus dem Hotelrestaurant, über die Brüstung gehoben und ins rettende Auto getragen, jawohl….so reist man.

Mit uns verließen Hotelgäste aus dem Kosovo das Haus, wir fuhren gemeinsam, bis in die Innenstadt von Tirana zusammen und passten vier Stunden aufeinander auf, so geht Völkerverständigung liebe Politiker.

Wieder Glück mit dem Zimmer gehabt, Niche Boutique Hotel, sehr zu empfehlen.

Kommen wir nun zu Tirana, eine Stadt die noch nicht zu sich selbst gefunden hat. Keine Stadt in Europa hat auf kleiner Fläche so viele Einwohner und sie wächst weiter. Unter Hoxha rd. 80.000 Einwohner, mittlerweile um die 600.000. Eine Altstadt gibt es nicht mehr, dank der Kommunisten…..dafür viel Beton.

Tirana wächst in den Himmel und ähnlich wie Berlin in den 90ern verändert sich die Stadt jährlich, da wird geklotzt was das Zeug hält.

Wir schlichen von der ersten Minute an ein wenig lustlos Richtung Innenstadt und nach einem Fast Food Lunch im Café ( Komplexi Taiwan) am Rinia Park zog es uns zum Skanderbeg Platz. Der Nationalheld thront
dort auf seinem Pferd und beobachtet seine Landsleute.

Friedensglocke:

Nationalheld Gjerj Kastrioti ( Skanderbeg) Nationalheld aus dem 15. Jh.

Et‘hem Bey Moschee mit Uhrenturm

Wir liefen im Anschluss weiter zur ehemaligen Hoxha Pyramide, jetzt nur noch Pyramide von Tirana. Ein skurilles Gebäude, zu Ehren Hoxhas errichtet, dann eine bewegende Geschichte

Wir keuchten die Treppen hoch, nicht nur Emily war oben auf dem Gebäude quasi atemlos.

Von oben genießt man einen. tollen Blick auf die Stadt, den Bauten aus der kommunistischen Ära und die Neubauten.

Die große Moschee

Nachdem wir uns von den Strapazen der Treppenstufen bei 31 Grad wieder erholt hatten, zog es uns zum Postbllocku ( Checkpoint), ein Mahnmal, welches an die Einzelschicksale in Diktaturen erinnert. Es steht ein Stück Mauer, ein Ein- Mann Bunker und Strenen aus Sploc Mine.

Auf dem Gelände findet man noch weitere Ein- Mann Bunker, die der paranoide Enver Hoxha zu Hunderttausenden hat bauen lassen.

Unsere letzte Erkundung galt Bllocku, dem Viertel wo während der Hoxha Ära Niemand hin durfte, nun das schickste Viertel der Stadt, mit trendigen Restaurants und Cafés. Auch wir labten uns an einer giftblauen Zitronenlimo….

Es erinnert wenig an die kapitalistischen Zeiten, doch eine Villa galt noch unserer Beachtung, die ehemalige Hütte des Diktators. Heute manchmal für Kunstprojekte geöffnet.

Die albanische Politikelite wohnte in den Jahren 1944-1990 übrigens in Villen, die Mussolini erbauen ließ. Wie man an der Hoxha Villa erkennen kann, fast schon wieder im Trend.

Unser Abendessen fiel unspektakulär aus, wir verbrachten den Rest des Abends im Hotel und zappten uns durchs TV Programm.

Wir ließen den zweiten Tag in Tirana mehr als langsam angehen und verließen erst gegen 11:00 Uhr das Hotel. So richtig Lust auf Sightseeing verspürten wir nicht, aber Märkte gehen immer und so verschlug es uns im zwei Marktgegenden, die erste in der Mäje vom Skanderbeg Platz und den Pazar i Ri, den neuen Markt. Hier eine kleine Sammlung vom zweiten Tag in Albaniens Hauptstadt.

Den Nachmittag verbrachten wir im Hotel, unser letztes Abendessen feierten wir im Tymi, einem Tip aus Trip Advisor, Reiseführer und Blogs…..es war wirklich sehr gut!

Zufrieden zogen wir Fazit zu unserem Albanienurlaub, doch dazu gibt es noch einen eigenen Blogbeitrag.

Albanien 2026, IX: Ksamil II & Butrint

Mittlerweile hatten wir eine Routine in Ksamil entwickelt, die mit drei Worten beschrieben werden kann: Orange Beach Club, Hamburger zum Mittag, Muscheln am Abend…..und dann wurden wir noch zu Verwaltern des Emily Fanclub Ksamil e.V.

Der zweite Morgen startete wieder mit einem guten Frühstück und einem frühen Umzug zum Beachclub. Emily freute sich schon wenn es Richtung Meer ging, der Beach Club freute sich auch Emily. Nie, in keinem anderen Land hatte Emily eine größere Fangemeinde. Unsere Kleine wurde erstmal bespielt, bis sie müde wurde.

Ohne Mittagessen ging in Ksamil nichts..

Am Nachmittag relaxten wir ein wenig auf dem Zimmer und ich googelte den richtigen Satz und belästigte die KI „dürfen Hunde nach Butrint“…..long story short, es machten sich zwei Zweibeiner und eine kleine vierbeinige Lady zum Weltkulturerbe, yes!!!!

Wo am Tag vorher, um 11:00 Uhr , das blanke Chaos herrschte gegen 16:50 Uhr freie Parkplatzwahl!

Kommen wir zu Butrint:  ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Albaniens und liegt nur wenige Kilometer von der Küstenstadt Ksamil emtfernt Die Geschichte der antiken Stadt reicht über 2.500 Jahre zurück. Im Laufe der Zeit wurde Butrint von Griechen, Römern, Byzantinern, Venezianern und Osmanen geprägt.

Heute können Besucher gut erhaltene Ruinen wie das antike Theater, das Baptisterium und die Stadtmauern besichtigen. Die Anlage liegt inmitten eines Naturparks mit Lagunen und dichter Vegetation, was den besonderen Reiz des Ortes ausmacht.

Seit 1992 gehört Butrint zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Albaniens.

Zum Theater:

Die Zitadelle

Das Babtisterium:

Das Babtisterium ist theoretisch der Höhepunkt und wenn man ein wenig im www stöbert, findet man folgende Bilder

Copyright Reddit:

Der wertvolle Boden des Babtisteriums wird zum Schutz mit Sand bedeckt und ist nur zu bestimmten Anlässen sichtbar. Für uns war die Taufstelle also nur halb so schön.

Tief beeindruckt kehrten wir an diesem Abend nochmals in der Fish Tavern ein, Muscheln und Brasse.

Ein bissel wehmütig starteten wir in unseren letzten Tag in Ksamil, läutete dieser auch so langsam den Abschied aus Albanien ein.

Ein Highlight hatten wir uns aber noch aufgehoben….Tretboot, fast bis nach Korfu. Wir mieteten uns eins für eine Stunden und traten uns durch die Bucht, um die Inselchen herum, grüßten den Dorfpolizisten auf dem Wasser. Andere Boote grüßten mit „hello Emily“….der Hund ist eine Lokalberühmtheit, unglaublich.

Wir verbrachten den Tag im Beachclub und ließen die Fangemeinde an Emily vorbei ziehen…. O- Ton vom Animateur „Ihr habt gute Vibes in den Club gebracht“

Wir verbrachten den letzten Abend im „ The Mussel House“, genossen nochmal hervorragende Muscheln und Linguine und sagten adieu mit einem grandiosen Sonnenuntergang.