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Slowenien 2018; IV: Winterliches ( Vintgar, Pokljuca, Kranjska Gora)

0.1.02.2018: So, das graue Wetter ist auch hier angekommen. Der Januar ging mit Nebel sowie grauem Himmel mit Lichtstreifen,  zu Ende. Wir schliefen aus und vertrödelten den halben Vormittag, waren unschlüssig und zogen dann doch mit dicken Wintersachen und Schlitten nach Pokljuca. Zuemlich ungeplant machten wir einen Abstecher zur Vintgar Klamm. Laut Reiseführer ist diese bis April geschlossen aber da das Wetter so wunderbar mild in den letzten Tagen war, hatten wir die Hoffnung diese doch erklettern zu können. Das Schild „geschlossen“ ignorierten wir gepflegt und zogen bereits auf den Holzwegen von dannen….bis wir Waldarbeiter bemerkten, die uns aufmerksam beobachteten. Schnell schossen wir ein paar Bilder  vom Eingang und liefen zum Auto. Am Eingang las ich auf einem Schild, dass Zuwiderhandlung bis zu 500€pro Person kosten kann…wären dann mal 1000€ gewesen und Emily war auch nicht angeleint! Als auch noch die Polizei auf dem Parkplatz auftauchte,  machten wir das wir wegkamen…wie der Berliner so sagt. Der fliegende Teppich durfte zeigen was er drauf hatte, uff Glück gehabt.

Der Weg in die Berge war eine Mischung aus viel grau und Nebel. Es war deutlich kühler als in den Tagen zuvor und die Wetterprognose versprach nur Verschlechterung für die nächsten Tage. In Pokljuca lagen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die B-Elite besetzte nach wie vor die Loipen und Schießstände, wir verzogen uns in den schönen Wald und waren selbst am Skilift so gut wie allein.

Dieser war noch ca. 30 Minuten im Betrieb, Rockradio wurde urplötzlich ebenfalls abgestellt, die Hütte schloss…..Mathias organisierte schnell noch zwei Union und nachdem uns auch das slowenische Paar verlassen hatte mit Denen wir ne Weile geplaudert hatten, waren wir tatsächlich allein…..ein komisches Gefühl. Wir rutschten den Rodelberg hinunter, Emily begleitete uns mit viel wauwau und das Wetter wurde schlechter. Um 14:00 Uhr war ich durchgeforen und im Nebel gings zurück nach Bled.

Wir bummelten durch DM und Mercator, shoppten unser Abendessen zusammen und genossen in unserer Unterkunft erstmal  die obligatorische Cremeschnitte….die ersten Wochen in D werden wohl Hungerwochen werden.

Da die letzten zwei Tage im besten Falle winterlich, im schlechtesten Fall total verregnet werden, war es Zeit ein wenig zu planen. Doch was macht man bei schlechtem Wetter und einer Regenwarscheinlichkeit von 100% über 24 Stunden hinweg und mit sooo dicken Tropfen, dass selbst Emchen nicht mehr bereit war, länger als notwendig draussen zu bleiben?

02.02.2018: Wir vertändelten unseren vorletzten echten Urlaubstag im Studio, gut das es das www gibt. Schnell ein wenig geshoppt, Zeit für ein ordentliches Reisestativ….Japan naht. Leider wurde das Wetter nicht besser, auch alle Nester im Umland waren eingeregnet und nen bissel Sorge machte uns die Gefahr von Eisregen in höheren Lagen. Emily verschlief den gesamten Tag, wir vergnügten uns mit Candy Crush, Risiko und endlich kam ich auch mal zum Lesen. Unterhalten wurden wir durch Rock Radio Slovenia, unseren Lieblingssender. Der Strippenregen hielt den ganzen Tag, ohne Pause an. In höheren Lagen schneite es seit 24 Stunden, kaum auszumalen wie es in den Bergen aussehen dürfte…..schade, dass wir bald abreisen müssen. 

Wir ließen den Regentag in unserer Pizzeria ausklingen, ich nahm mein Stück allerdings fürs morgige Frühstück mit, mit war es zuviel.

Unser letzter Urlaubstag steht unter dem Begriff: weiß! Aus 24 Std. Dauerregen wurden nun 24 Std. Dauerschnee und auch die Aussagen der nächsten Tage werden Slowenien wohl in ein Winterwunderland verwandeln..

Wieder überlegten wir….Kranjska Gora ( Dorf, Skigebiet und natürlich Triglav Nationalpark) oder Šcofja Loca ( nette Altstadt in Richtung Ljubljana) ???? Wir entschieden uns für Kranjska Gora und buddelten das Auto frei. Alleine aus unserer Auffahrt heraus zu kommen war schon eine Herausforderung und am See von Bled ( wir wollten die Insel mit Schnee sehen) kehrten wir gleich wieder um…Feuerwehr, Polizei und Rettungsboote im Einsatz. Wir vermuteten, dass ein PKW in den See gestürzt war. Also gings Richtung Autobahn, die erstaunlich frei war und 25 Minuten später befanden wir uns auf der Landstraße nach Kranjska Gora. Auf dem Weg hielten wir an einem pittoresken Fluß inklusive Brücke. Leider war es nicht möglich, Fotos in Ruhe und Ausdauer zu schießen (z.B Langzeitbelichtung)….dafür war der Schneefall viel zu stark und nen bissel Angst um die Kameras war auch dabei. 

Weiter ging es über verschneite Straßen, wir mutmaßten das ungefährt 50 cm Neuschnee gefallen waren und der Wetterbericht verheißt mehr Schnee für die Region! 

In Kranjska Gora  mussten wir uns erstmal nen Parkplatz erkämpfen, dort war richtig was los, da die Skipisten im  Dorf enden und super  gut besucht waren. Emily versackte im Schnee und ihre anfängliche Freude über den weißen Traum verwandelte sich schnell in ängstliche Skepsis, sie versank förmlich im vielen Schnee und musste sich immer mit vollem Körpereinsatz heraus kämpfen, ihre vier Beinchen sind viel zu kurz für rd. 50-80 cm Neuschnee.

Wir beobachten zunächst die Skipiste und schlenderten im Anschluss durch den Ort.

Ein Cappuchino kostete übrigens 1,20€, Cola und Bier kamen an der Skipiste, in der angesagtesten Bar, 5,10€- da kann mir Österreich, Italien oder auch  die Schweiz gestohlen bleiben.

Kranjska Gora ist ein bildhübsches Örtchen, mit toller Infrastruktur und lädt zum Verweilen ein. Leider machte uns das Wetter Sorgen und so blieb es bei einem kurzen Spaziergang, weiterhin bei starkem Schneefall. Schließlich hatten wir ja die Rückfahrt nach Bled noch vor uns und konnten nur mutmaßen wie es in unserem temporären Zuhause aussieht.

Da mittlerweile auf unserem Auto wieder 30 cm Schnee lagen, der Ort ca. 20 km  von der Autobahn entfernt liegt, machten wir uns am frühen Nachmittag wieder auf den Weg Richtung Bled. Anbei noch ein paar Schneeimpressionen.

Emily war zufrieden als sie sich in ihren Kennel zusammenrollen konnte, der Spaziergang war sehr anstrengend für sie gewesen. Sie hatte sogar versucht, sich Eintritt in ein Geschäft zu verschaffen, weil sie wußte das es drinnen trocken und gemütlich gewesen wäre. Während des restlichen Nachmittags ward die Kleene weder gehört noch gesehen….❤

Der Weg war bis zur Autobahn ambitioniert und wir waren ziemlich happy, als  wir endlich auf dieser waren. Unterwegs überlegten wir uns den restlichen Nachmittag und entschieden uns gegen Restaurant und für selbst kochen. Wir wollten einfach nicht mehr aus dem Studio raus und nochmal Schnee schippen. Im Mercator kauften wir alles für Nachos mit Hackfleisch und Käse ein und somit war die Henkersmahlzeit besiegelt. Auch die letzte Creme Sńita kam aus dem Supermarkt, schmeckte aber auch hervorragend. Mathias schaufelte gegen 20:30 Uhr nochmal unser Auto frei, geistig stellten wir uns auf eine lange Heimreise ein.

Fazit zu Slowenien: Ein kleines, sympathisches und vollkommen unterschätztes Paradies. Super nette Menschen, tolle Natur und Kultur. Günstiger als seine Nachbarn im Westen und Osten.

Der Winter eignet sich hervorragend für eine Reise, die Temperaturen können wunderbar mild  und frühlingshaft sein.

Wir kommen wieder!

 

 

 

 

 

Slowenien 2018, III: Schnee, Sonne und ne putzige Hauptstadt

Tag Fünf (29.01.18) begann mit großer Suche, wo war denn nun bloss das Weihnachtsgeschenk der Hundeoma an Emily? Wir durchwälzten das Studio von vorne nach hinten, Mathias  suchte auch in Emil, nur leider hatte auch der fliegende Teppich nicht das Gesuchte. Nun hieß es weiter bibbern bei Minusgraden, der Norwegerpulli der Saison 2017/2018 muss auf seine Premiere noch warten. Dieser liegt wohl auf der Couch in Mathias Büro auf Einsatzlauer. Wir fuhren nach dem Frühstück, bei strahlendem Sonnenschein, die paar Kilometer nach Pokljuca. Hier war viel mehr los, als bei unserem ersten Besuch. Wir sahen joggende Slowenier, Russen, Ukrainer, Franzosen und Polen…..die B-Elite der Biathleten tummelte sich im Schießstadion, auf der Straße und in den Wäldern herum. Die A-Elite ist wohl bereits in Südkorea. Fernsehteams lauerten ebenfalls auf Einsatz, wir waren mehr als zufrieden, dass unser Weg zur Rodelstrecke ungestört genommen werden konnte. Im Wald hörte man immer das pengpeng vom Schießstand und uns wurde bereits auf dem Weg zum Idiotenhügel klar, kein Wetter für Norwegerpullis,  nein nicht mal für Winterjacken! Wir rodelten was das Zeug hielt, ohne Jacke ohne Handschuhe. Die Kids hatten Spass am Terrier und Emily wurde Rodelprofi.

Um die Mittagszeit zogen wir von dannen und fuhren über die nicht ungefährliche Scenic Route nach Bohinj. Diesmal hielten wir an allen Ecken die uns gefielen oder die wir als typisch slowenisch empfanden.

Der Triglav Nationalpark ist wirklich wunderschön und begeisterte uns immer mehr.

Zunächst ein Blick auf die typischen Trockenstände für Holz und Ähnlichem

Weitere Landimpressionen zwischen Pokljuca und Bohinj, alles im Triglav Nationalpark:

In Bohinj fuhren wir an die touristischere Seite vom Nass und bewunderten die Aussicht auf Kirchlein und die Spiegelungen im See.

Unsere letzte Etappe an diesem Vorfrühlingstag brachte uns nach Ukanč und dann auf den Wanderweg zum Sap Saviča….einem Wasserfall, der dafür berühmt ist, dass  sein Wasser direkt aus einem Felsen fließt. Der Weg war steil, der Vorteil des Winterreisens ….kaum andere Touristen und keinen Eintritt. Wir haben bislang nur die 6€ in Piran an den Salzsalinen zahlen müssen, alles Andere war für umme.

Total ausgehungert kamen wir in Bled an und aßen die Spaghettireste vom Vortag. Kristina brachte uns typischen Nusskuchen und später röstete ein Hühnchen im Ofen, Gut kann man es haben….

30.01.2018: Um 7:30 klingelte der Wecker und Emily büchste im Garten in Richtung Straße aus. Mir blieb das Herz stehen, im Pyjama rannte ich dem Biest hinterher und fing die Ausreißerin wieder ein. Oh das  gab Ärger, die Kleene war ziemlich kleinlaut ….die nächsten 30 Minuten! Unser Tag führte uns nach Ljubljana, der pittoresken Hauptstadt Sloweniens. Wie fast alle Städte im alten Ostblock liegen die Plattenbauten immer an den Autobahnen und so ist auch der erste Anblick der Stadt nicht so sonnig. Wenigstens sahen die Bauten, im Vergleich zu Split und Šibenik, wenigstens ordentlich aus. Bratislava kann auch Plattenbaudreck an der Autobahn bieten, diese haben mich damals richtig abgetörnt.

Wir fanden einen Tiefgaragenplatz direkt an der Drachenbrücke, zentral in der Altstadt. Somit waren wir bereits fünf Minuten nach dem Abstellen des fliegenden Teppichs, mitten im Sightseeingwahn.

Ljubljana ist ein Schmuckkästchen mit perfekter Mischung aus Jugendstil und Mittelaltercharme. Als Erstes bewunderten wir das Flussufer und die Drachenbrücke.

Wir erschlenderten die Ljubljanica ( Fluss) und waren hochbegeistert. So eine süße Stadt, viele Studenten und ganz viel Flair. Überraschend, auch hier findet das Leben auf der Straß statt, die Cafés waren gut besetzt….bei 9 Grad, Ende Januar.

Die Kollonaden am Markt fand ich ebenfalls sehr schön, viele Fachgeschäfte und Einzelhändler; etwas das wir in Berlin ja nicht mehr kennen.

Ljubljana ist für seine Jugenstilhäuser bekannt und erinnerte mich sehr stark an Riga. schön das nicht alle Städte Europas im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.

Der Prešernov trg  ist der zentrale Platz in der Altstadt, von dort geht die Dreierbrücke (Tromostovje) ab, die wirklich beeindruckend ist. Es gibt links und rechts eine Fußgängerbrücke und in der Mitte fahren Autos durch. Am Besten  kann man das Konstrukt vermutlich von oben bewundern, leider war auch der Blick von der Burg nicht wirklich gut.

Wir bewunderten im Anschluß die Nikolauskirche und stärkten uns bei Cola, Bier und nem Stück Pizza.

Natürlich wollten wir auch auf die Burg, die Bahn/ Gondel nach oben fiel flach….die Hundedame sollte laufen. Somit schlenderten wir weiterhin durch die Altstadt, bewunderten so manch eine Ecke und kamen irgendwann oben auf der Burganlage Ljubljanski Grad mit tollem  Blick auf die Stadt und Alpen an.

Auch für unseren Rückweg wählten wir nicht den direkten Weg  sondern schlenderten durch die Altstadt bis zum Stark trg.

Mit einem letzten Blick auf den Stari trg und dem Prešernov trg machten wir uns auf den Weg zu Skoda, um neue Wischblätter für die Heckscheibe zu bekommen. Auch Emil will gepflegt werden…

Auf dem Weg zurück nach Bled stellten wir uns die Frage, welcher der Berge denn nun der Triglav ist? Schließlich wäre es ja schon toll, wenn  man Sloweniens höchsten Berg erkennen könnte. Doch so richtig konnte uns die App, die ich mal eben aus dem Appstore beschaffte, nicht helfen, vermutlich weil wir auf der Autobahn recht schnell unterwegs waren.

Wir entschlossen uns in Radovlica zu essen, die Pilzsuppe im Lector wurde gelobt und da der Ort auf dem Weg lag, nahmen wir dieses kulinarische Erlebnis mit. Die Suppe war lecker, wenn auch mit 7,50€ eher ambitioniert im Preis. Viel wichtiger war aber, dass wir nach dem Besuch im Dorf nun wirklich wußten, welcher Berg der Triglav ist.

Klug und satt gings nach Bled, Emchen war wieder so geschafft, dass sie bereits um 20:00 Uhr im tiefen Nachtschlaf in den Kissen lag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sloewenien 2018,II: Piran, Secôvlje, Radovljica, Bled

Der Wecker klingelte bereits um 7:15 Uhr und mit einem letzten Blick in die Wetter App war die Entscheidung getroffen-wir fuhren nach Piran an die Adria. Es waren sonnige 7 Grad angesagt und da wir noch voller Pläne für die nächsten Tage waren und die Zeit gut aufgeteilt werden musste, fingen wir mal mit der längsten Etappe an. Zunächst ging es Richtung Ljubljana, danach fast bis Triest und schlußendlich legten wir nochmal 15 km drauf. Piran/ Pirano liegt zwischen Triest/ Italien  Pula/ Kroatien und begeisterte uns ab der ersten Minute. Schnell war die zweistündige Fahrt vergessen. Wir parkten vor dem Hafen, Autos sind in der Altstadt nicht erlaubt. Piran ist erst seit 150 Jahren nicht mehr venezianisch. Bis heute ist italienisch zweite Amtssprache, alle Schilder sind in slowenisch und italienisch ausgeschildert. Es gibt vier Schulen im Ort, auf zwei dieser Eintrichtungen wird ebenfalls auf italienisch unterrichtet. Bereits auf dem Weg zum Meer hatten wir uns über die Zypressen und Kiefern gefreut und der Ginster blüht hier bereits! Da selten Frost in Piran herrscht zeigten uns die Riesenexemplare an Palmen in den privaten Gärten.

Wir schlenderten am Hafen entlang unser Ziel war der Tartini Platz, dem venezianischen Teufelsgeiger aus Pirano, gewidmet. Es war extrem mild, Handschuhe und Mütze konnte man getrost vergessen. Obwohl nur 7 Grad waren die Straßencafés gut besucht und auch wir tranken unseren Cappuchino draußen unterm Sonnenschirm ( Beweisfotos sind noch in rax), Wir bewunderten ebenfalls den einen oder anderen Schwimmer in der Adria, beeindruckend,,,,,wir fanden das Wasser sehr kalt.

Blick auf die Spitze von Piran, der Campanile am Ende ist der Leuchtturm.

Piran besitzt nicht nur einen schönen Hafen, das Highlight ist die Piazza Tartini mit St. Georgs Kirche und Campanile. Mein Traum eines Eisbechers wurde zerstört, hier war die Eisdiele im Winterschlummer.

Nachdem wir mit dem schwarzen Supergebräu auch noch eine Cremschnitte verspeist hatten, schlenderten wir durch die vielen romantischen Gässchen und machten uns auf den Weg zum Campanile und zu Stadtmauer.

Die Stadtmauer ist es, die Piran den berühmten Blick verleiht. Oben auf den Resten der Befestigung bekommt man Aussicht auf die Landspitze und die nicht überrestaurierte Altstadt. Anders als Dubrovnik wurde Piran im Balkankrieg nicht angegriffen, der Krieg bereits 1991 erledigt ( da gings im restlichen Jugoslawien gerade erst los) und schon 1994 befand sich Slowenien im Aufnahmeverfahren in die EU.

Zurück an der Piazza ließen wir uns eine sauleckere Pizza schmecken, eine der Besten der letzten Jahre,

Im Anschluß liefen wir noch an die Spitze und lüfteten das Bierchen vom Essen aus.

Mit schönen Blicken auf den Hafen verabschiedeten wir uns von Piran. Wir waren sauglücklich den Winter als Reisezeit für Slowenien gewählt zu haben, Das Wetter ist traumhaft, die Massen halten sich in Grenzen. Im Sommer muß es hier grauslich zugehen, denn auch jetzt war der Ort sehr gut besucht.

Zum Abschluß unserer Adriatour fuhren wir durch Portoroz und Lucjia in Richtung Sečovlje. Uns erwarten die Salzgärten an der kroatischen Grenze. Es gibt zwei Eingänge in die Salzterassen, einer liegt bereits jenseits der kroatischen Grenze. Die 6€ Eintritt emfpanden wir aufgrund der nachlassenden Lichtverhältnisse als ein wenig überzogen, trotzdem war es sehr interessant an den Terassen entlangzuspazieren. Neben Speisesalz wird auch Fleur de Sel geerntet, Salzberge waren im Winter natürlich nicht zu erwarten.

Gegen 18:00Uhr waren wir wieder in Bled und kehrten dort in unser Lokal vom erstem Abend ein. Für mich gabs Suppe, Mathias schaffte tatsächlich nen Wiener Schnitzel. Um 21:30 Uhr war bereits Licht aus, wir waren fertig.

Apple versprach uns für den nächsten Tag 14 Grad und Sonne satt. Wir wollten auf die Bleder Burg, die Altstadt  on Radovljice bewundern und nach Ojstrica wandern. Umso länger wurde unser Gesicht als wir die eigene Hand vor Augen nicht erkennen konnten. Nebel hatte uns eingeholt, nicht der Nebel des Grauens oder die Eotze von Lukla, dennoch musste Plan her.

Die Burg wurde gecancelt, wir fuhren in die entzückende Stadt Radovljice, die aufgrund ihrer geschlossenen Altstadt ein Schmuckkästchen ist. Leider versaute uns der Nebel den Blick ins Tal, dei Stadt liegt wie ein Adlerhorst auf einen Berg.

Hier ein paar Impressionen:

Wir kehrten ins Hotel Lec ein und überbrückten das Wetter….Apple versprach blauen Himmel um die Mittagszeit. Damit uns nicht langweilig wurde gab es Radovljicer Strudel und heimeliges Ambiente. Die Stadt ist ebenfalls für seine Lebkuchen bekannt, wir leißen uns das Museum nicht entgehen. Die Küchlein werden all year round gebacken, hier ist man nicht so auf Weihnachten festgelegt.

Emily fand einen neuen Emilysitter und unsere neuen Freunde Metko und Janka möchte ich Euch auch vorstellen.

Der Himmel riss während der sechs Kilometer nach Bled wieder auf und gab den  Blick in die Alpen frei:

Zurück im Ort war immerhin die Insel wieder erkennbar und die Szenerie hatte etwas mystisches. Wir schlenderten am Ufer entlang, ergatterten eine Bank und siehe da….die Sonne kam durch und wir genossen den Blick, die Bank und Klärchen.

Das Wetter klarte immer weiter auf, wir schlenderten ein wenig durch den Ort und planten unseren Nachmittag.

Da in Slowenien die Supermärkte auch sonntags geöffnet haben entschlossen wir uns zu Spaghetti und Salat und gingen shoppen.

Nach kurzer Pause in unserer Unterkunft fuhren wir wieder los und nahmen die Wanderung nach Ostrica in Angriff. Zunächst mussten wir aber vom Wanderweg lassen und schnurstraks zum See laufen….der Nebel war weg und die Sonne schien Burg, Insel und Berge perfekt an.

Nch kurzem Genuss des Postkartenmotivs schüttelten wir die Mützen zurecht, zogen Handschuhe an und machten uns auf den Weg zum Lookout. Die ersten Wanderer mit Wanderstöcke und festen Bergstiefel schlossen sich uns an. Sie hatten ebenfalls einen kleinen Westie ( sieht man hier häufig)  dabei und die beiden weißen Wölkchen durften ohne Leine den Berg erklimmen. Warum die slowenischen Mitwanderer Stöcke  dabei hatten, wussten wir nach genau 50m im trockenen Bachbett….steil, rutschig und nicht ungefährlich. Emily gemste sich den Berg hoch, Mathias folgte dem Hund raschen Schrittes, da wir ja nicht wussten, inwieweit wir der kleinen Hundedame in den tiefen Wäldern der julischen Alpen trauen können. Ich keuchte hinter den Beiden hinterher und  war froh als ich Mütze, Handschuhe und Schal abnehmen konnte……es war einfach viel zu warm.

Oben erwartete uns der grandios angekündigte Blick auf den Kurort….kitschig schön und noch im fast perfekten Licht.

Gegen 16:15 Uhr waren wir wieder im Korman Bled und gönnten uns ein Union, lecker das Gesöff. Den restlichen Abend vergammelten wir @home mit Blick ins www, ins Glas und in die Spaghettischüssel.

 

 

 

 

 

 

Slowenien 2018; I : Bled, Pokljuca, Bohinj und ein Meter Schnee

Wir fuhren in den frühen Morgenstunden, genauer gesagt um 1:10 Uhr aus Berlin ab und waren einfach nur schrecklich müde, gefühlt gerade in der Tiefschlafphase aus den warmen Federn gerissen worden.

Unser Hund war am frühen Morgen auch ungenießbar, sie schrie das gesamte Haus zusammen und verstand des nächtens die Welt nicht mehr. Dafür rollte sich die kleine Primadonna dann in ihrem Kennel zusammen und war sechs Stunden nicht mehr zu sehen oder zu hören, unsere Nachbarn vermutlich wach für den restlichen Tag.

Die Autobahn war leer nur die LKWs nervten auf Dauer nen bissel. Wir machten erst kurz vor der österreichischen Grenze Pause, genauer gesagt am Hochfelln. Da wurden Erinnerungen an meine Klassenfahrt 1986 wach: Bergen am Chiemsee, Hochfelln Wanderung, Maria Eck, Salzburg und Schloss Herren Chiemsee…..toll war es damals und der Sonnenaufgang an diesem 25.01 entschädigte für die Strapazen der Nacht.

Die Fahrt durch Österreich begeisterte uns, die Ausblicke auf die Alpen und viel, viel Schnee machten Vorfreude, auch wenn wir wussten, dass in Bled genau 0 Zentimeter liegen. Mathias holten Schulskifahrtenerinnerungen in Werfen/Werfenweng ein und so zogen die Kilometer an uns vorbei.

Mathias bettete sich mit dem spektakulären Blick der Tauernalm zu einer 15 minütigen Powernaprunde und rund 40Minuten später fuhren wir in den Karawankentunnel ein. Der Tunnel ist ca.7,5 km lang…die ersten 3,5 km gehören zu Österreich, die letzten Kilometer befinden sich bereits in Slowenien. Grenzkontrollen gibt es auch hier nicht und ehe wir uns versahen kam bereits der Abzweig nach Kranjska Gora  und 20km später dann das malerische  Bled. Da wir sehr schnell unterwegs gewesen waren, Emily unbedingt Auslauf benötigte und wir vor 11:00 Uhr eh nicht in unser Unterkunft aufzutauchen brauchten, entschieden wir uns für einen Spaziergang am See. Das war eine der besten Entscheidungen an diesem Tag. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, blauer Himmel und milde 7 Grad. In der Sonne war es richtig warm und somit hielt sich die Trauer bzgl. der jämmerlichen Schneereste in Grenzen.

Unsere Wirtin Kristina, eine Seele von Mensch erwartete uns bereits, Emily wurde mit viel Getöse und Kuscheleinheiten begrüßt. Die Leckerlis mussten wir leider verneinen, die Demodexmilben sind noch nicht bekämpft, zur Zeit ernährt sich der Hund nur von Strauß.

Unser Studio ein Traum, moderne Möbel und wunderschön ausgestattet.

Da das Bett so schön kuschelig aussah, ließen wir das gute Wetter gutes Wetter sein und gingen erstmal in die wohlverdiente Horizontale. Um 14:15 Uhr hatte uns die Welt wieder und wir beschlossen die rund 90-120 min um den See von Bled zu laufen. Zumächst bummelten wir hinunter zur Eissporthalle, erfreuten uns an den wenigen Touris und dem relativ unversauten Ort. Sicherlich ists im Sommer turbulenter, dennoch ist Bled gaaaanz weit weg vom Massentourismus. Wir freuten uns, nicht in Saalbach oder Sölden zu sein und auch der Anton aus Tirol sowie die Hölle, Hölle, Hölle war ganz weit weg.

Unsere Vermieterin hatte uns den Weg ebenfalls ans Herz gelegt, jeder Bleder läuft den Spaziergang mehr oder weniger einmal täglich. Wir entschlossen uns zur Umrundung im Uhrzeigersinn und genossen den abendlichen Blick auf See, Burg, Insel und Stadt.

Das Wetterchen meinte es sehr gut mit uns, es war fast frühlingshaft.

Wir waren überrascht wie groß der See tatsächlich ist, wir benötigten mehr als zwei Stunden für den Rundgang, waren wir doch mit Fotos und Staunen beschäftigt.

Bled war Sommerresidenz von Tito, die  Villa Bled nannte der Vater von Jugoslawien sein eigen. Fidel Castro, Willy Brandt und viele mehr besuchten ihn,  und bewunderten wie wir den See.

Der Ort wurde vor 1000 Jahren geründet und profitiert von dem Schutz der julischen Alpen. Es ist grundsätzlich sehr mild, die Winde fegen hinweg. Der See gilt als warm, bereits im Juni sind 22-24 Grad normal und planschen ist bis Oktober drin. 1908 wurde Bled als schönstes Dorf im  Habsburger Kaiserreich gekürt, Kuren in den Ort waren auch in Deutscland ziemlich Mode. Trotz der langen Geschichte des Tourismusses in dieser Region empfanden wir den Ort nicht überlaufen und noch ziemlich authentisch.

Die kleine Insel in der Mitte des Sees ist übrigens die einzige Insel Sloweniens. Selbst im Winter fahren Boote zum Inselchen. Wenn man den Informationen des Reiseführers Glauben schenken darf, handelt es sich um das meistfotografierte Motiv des Landes.

Da uns die Blessuren der letzten Nacht immer noch zu schaffen machten, waren wir  mehr als zufrieden, als wir wieder in Downtown waren. Ein niedliches Restaurant zu finden, war nicht ganz einfach…..im Winter ist eher wenig geöffnet. Wir wurden fündig in der Nähe des Busbahnhofs. Mathias probierte slowenische Chevaps, ich aß Spaghetti Bolognese.Mit zwei Bier, zwei große Salate kamen wir auf 32€ , für einen Kurort preislich ok.

Kurz nach 21:00 Uhr lagen wir im Bett, vorher hatten wir noch nen Schlummerbier getrunken und waren danach nur noch zufrieden, uns von innen anzugucken.

Am nächsten Morgen war der Himmel verhangen, wir ließen uns Zeit mit dem Frühstück und packten anschließend die warmen Jacken und Stiefel. Wir wollten in den Triglav Nationalpark und dort in die Region von Pokljuca…..schon mal gehört? Richtig, es finden Weltcups im Biathlon  und Langlauf in Pokljuca statt und als wir dort ankamen erfuhren wir auch wann: 29.01-04.2.18….evtl. stellen wir uns mal an die Strecke und  bewundern das Spektakel.

Umso höher wir kamen, so winterlicher wurde es….unsere Sorge, dass wir keinen Schnee haben könnten erwies sich als unbegründet. Einen  Meter hatte Kristina uns versprochen und damit lag sie wohl auch richtig.

Wir freuten uns tierisch über das viele Weiß und suchten uns nen netten Wanderweg zum Idiotenhügel von Pokljuca. Die meisten Aktiven waren auf Langlaufskiern unterwegs, die ersten Weltcupprofis inspizierten den Schießstand. Emily durfte frei durch den Schnee tollen und tobte herum wie eine Wahnsinnige.

Am Idiotenhügel erwarte uns ein sauberes Klo, Bier für 2,50€, gute Musik und keiiiiiiine Touris. Es war himmlisch. Wir machten auch eine Rodelstrecke aus, die wir in den nächsten Tagen ausprobieren werden.

Es war windstill und mild, man konnte gelassen ohne Handschuhe laufen und ne Weile auf der Bank aushalten. Das Bier schmeckte, wir waren auch ohne Anton aus Tirol ziemlich happy.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir wieder im Skizentrum Pokljuca ankamen, stellten wir fest, dass die Schulkiddies den Rodelberg nicht mehr belegten. Damit war unsere Premierenstunde gefunden, wir testen den Hörnerschlitten aus….und soviel sei gesagt, auch zu Dritt kein Problem. Emily fand das Teil, trotz aller Skepsis ok und rodelte fleissig mit.

Wir fuhren eine andere Strecke aus dem Triglavpark hinaus. Unser Ziel war der Bohinjsee. Unterwegs sahen wir eine Menge Holzspeicher und puppige Dörfer mit Mittelaltercharme. Wir waren erfreut wie schön die Dörfer ihr altes Antlitz behalten haben, jedes Nest ne Fimkulisse. Fotos folgen später, das Wetter wurde schlechter und unsere Blasen drückten, wir wollten in die Zivilisation.

Zwei exemplarische Beispiele der Dörfer und Städtchen konnten wir uns dennoch nicht entgehen lassen.

Der Bohinjsee empfing uns mit 8Grad, die sich aber viel kälter anfühlten. Dazu kamen ein eisiger Wind und Nieselpiesel…..machen wir es kurz. Der Ausflug war kurz, die typischen Fotos folgen ebenfalls später da wir auf weitere Eskapaden am See verzichteten. Wir liefen nur rund 20 Minuten am Ufer entlang, tobten Emily mause und fuhren zurück nach Bled.

In Bled konnten wir der Versuchung nicht wiederstehen und gingen auf eine der berühmten Kremšnite ins Café Zima und wurden nicht enttäuscht. Ein Riesending ….aber leicht, fluffig und locker. Zusammen mit nem leckeren Kaffee kam der Spaß für zwei Leute 8,40€, Slowenien ist fast ein Sparparadies.

Anschließend erkundeten wir den Supermarkt und kauften für unser Abendessen ein. Es gab an diesem Abend Huhn, Paprika, Zuchini Gemüse und Kartoffeln. Es war saulecker und wir konnten bereits in Schlumpenklamotten das weitere Geschehen planen. Da das Wetter am Meer in den nächsten Tagen schlechter werden soll, werden wir wohl bereits morgen nach Piran fahren und venezianische Dolce Vita und Gelati genießen.