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Frankreich 2026: Bordeaux

Wieder Oktober, wieder eine Reise „Metropole im Herbst“….seit 1998 erkunden wir gemeinsam Europa.

Easyjet brachte uns, mit ein wenig Verspätung, ins merklich wärmere Bordeaux und kurze Zeit später fischte nicht nur unser Shuttle uns auf, wir erkundeten erkundeten wir unsere Wohnung, mehr ein eigenes Haus mit zwei Treppenaufgängen, vier Schlafzimmern und zwei Bäder- durchaus nett.

Unsere Erfahrung, einen Carrefour zu finden,  war etwas abenteuerlich- am Ende hatten wir aber 20 Eier, 3x Marmelade und 2x Butter für drei Tage, upps 😊.

Am ersten Abend gab es also Stulle mit Brot und relativ früh fielen wir in unser kuscheliges Bett….wir hatten Alle abzgl. Urlauber und Rentner noch an diesem Tag gearbeitet.

Der nächste Morgen begann  mit der spannenden Frage nach Brot, einer Frage der sich Kathi und ich stellten. Wir schlenderten durch die Unesco-Altstadt, dem

Stadtviertel Chartrons welches sich irgendwo zwischen Bohe´me und Bourgeoisie befindet….also etwas verlottert, bald zu chic um noch in zu sein…willkommen in Kreuzkölln!

Was wir aber fanden, war grandios: Die Bäckerei Au Pe´trin Moissagais, die das tradiotionelle Gascon Brot seit 1765 im gleich alten Holzofen bäckt. Tolle Auswahl, uriges Ambiente…Pech für alle Baguetteliebhaber, kein Baguette für uns. 

Gut gelaunt frühstückten wir, noch besser gelaunt machten wir uns auf den Weg durch das schöne Bordeaux; eine Stadt der kleinen Sehenswürdigkeiten. Selbst die zwei Flusskreuzer und das

Ene echte Kreuzfahrtschiff brachten uns nicht aus der Fassung.

Wir schlenderten ein wenig mit dem Reisführer, bewunderten zunächst das Ufer, mit Blick auf die Stadt, die Kirche Saint-Louis des Chartrons de Bordeaux und  diverse süße Plätze place du marche´Chartrons und Markthallen ( leider geschlossen).

Der Place de Quinconces ist einer der größten Plätze Frankreichs, leider dominierte das Oktoberfest inkl. deutscher Weihnachtskrippe das Geschehen.

Am Place de la Bourse, dem Börsenplatz, schossen wir DAS Bordeauxbild, welches jeden Reiseführer und Instagram Account ziert.

Bewundert es tagsüber:

Und des nächtens:

Eine muslimische Schönheit, der Leuchtturm als Minarett?

Die beeindruckende Port Cailhau

Porte de Bourgogne:

Die Dom Saint André ist nicht nur wunderschön und erinnert vom Portal an Notre Dame, bemerkenswert ist hier der separate Turm.

Hotel de Ville

Die Altstadt von Bordeaux steht unter Weltkulturerbe und ist wunderschön und erlaufenswert, was nicht neißt, dass sie mustersarniert ist. Natrürlich bröckelt hier und da die Fassade, viel Graffiti verzieren alte Häuser und Bauzäune.

Wer kennt Canelés? Eine Spezialität aus Bordeaux, die besser aussieht als schmeckt :-(.


Der Place du Parlement, wunderschön anzusehen, hier musste verweilt werden.

Und dann gab es endlich Austern. Wir hatten uns ein Ziel gesetzt, überall wo es diese gibt, werden sie auch gegessen…naja, so ganz konnten wir dieses Ziel nicht einhalten.

Grosse Cloche, ein zentrales Denkmal, erinnerte an Rouen.

Wir hörten die große Glocke allerdings nicht läuten, ich sinnte aber darüber nach, ob diese nicht aus Villedieu les Pôeles kommt?

Jardin public, ein tropisches Schmuckstück. Es wurde gerade ein Film dort gedreht.

Bemerkenswert ist auch das Denkmal zum Genozid an den Armeniern.

Screenshot

Hier kommen noch ein paar Impressionen, kreuz und quer:

Am Abend gab es koreanisch, wir mussten ein wenig balancieren, zwischen Allesfresser, Vegetariern und Vegetariern ohne Geschmack an Tomaten und Champignons…schwierig im Land

der Austern, des Käses und dem grandiosen Gemüse.

Den Abend verbrachten wir wieder bei Spiel, Spaß und Spannung in unserem Wohnzimmer, mit großer Vorfreude auf den zweiten Tag in Bordeaux, den wir allerdings in Saint-Emilian verbrachten.

Bitte hier schauen: Frankreich 2026: Saint Emilian

Unseren letzten Tag mit Abflug am Abend brachte uns auf die andere Uferseite der Garonne.

Vorher bewunderten wir allerdings den Wochenmarkt, der sonntags an den Quais stattfindet….auch mit Austern, allerdings verschonten wir unsere Mägen.

Mit einem Tagesticket bewaffnet fuhren wir Tram, zunächst über die ältestes Brücke Bordeauxs, gleichzeitig auch wieder ein Wahrzeichen.

In La Bastide bewunderten wir den Blauen Löwen, die Brücke und das Ufer der Garonne.

Unser Ziel, eine „Strandbar“ und Darwin Eco-systeme, ein Projekt der Nachhaltigkeit und Innovation auf dem Gelände einer alten Kaserne. Hatte ein bissel was von Tallinn 2025.

Wir schlenderten durch die Läden, genossen politisch korrekte Schokolade und nahmen dann die Fähre auf die andere Seite….wir wollten doch noch in die Cite´du vin.

Leider machte die Uhr tiktak und somit wurde es nur eine kleine Snackpause und Fotostop.

Zurück in Chartrons plagte uns die Frage nach dem Essen, mit ein wenig Sucherei wurde es dann Fingerfood im Pub.

Ein letztes Schmankerl hatte Bordeaux für uns noch parat. Aufgrund eines Elektroschadens fuhr die Tram nicht und wir mussten auf UBER umsteigen.

Mein Fazit, eine tolle Stadt, ich komme wieder.

Frankreich 2025, IX: Quiberon,Schiffsfriedhof& Saint Cado

Auf nach Quiberon und danach den Romy Schneider Film „ Drei Tage auf Quiberon“. Wir trödelten uns ein wenig durch den Morgen, das Wetter zeigte sich sommerlich freundlich. Die 50 km bis auf die Halbinsel war schnell geschafft, auch der im Reiseführer angezeigte sommerliche Dauerstau war uns gnädig.

Quiberon, die Sonneninsel mit 2000 Sonnenstinden und nur rd. 650mm Regen im Jahr. Die eine Seite rau und felsig, zum Baden ungeeignet, die andere Seite abfallend zum Gold du Morbihan.

Wir verschafften uns lediglich einen kleinen Überblick über die Halbinsel, besuchten die Hauptstadt und waren an einem breiten, schönen Sandstrand sowie am südlichsten Punkt Pointe du Conguel.

Zunächst der Sandstrand Plage de Port Blanc.

Quiberon Hauptstadt:

Die Pointe du Congiuel, der südlichste Punkt von Quiberon begeisterte mit wilder Schönheit, den Wauzis war es egal….die wollten nur eins, Wasser!

Zum späten Nachmittag sagten wir salut, kauften einund kochten in Windeseile Couscous, Merguez und Spieße….lecker.
Unseren letzten Tag in der Bretagne ließen wir aufgrund der sommerlichen Temperaturen ruhig angehen, Vormittags gabs es Fellwuselprogramm, zwei glückliche kleine Racker zerlegten den Strand. Yuna übte sich am Seepferdchen, Emily spielte wie eine Irre am, im und rund ums Meer!

Nachmittags gab es noch ein wenig Programm. Der Schiffsfriedhof von Magouer ist einsich stetig verändertes Kunstwerk, Bei Google sieht man die unterschiedlichen Bemaltungen der Schiffswracks über die Jahre. Da die Bretonen glauben, dass Schiffe eine Seele haben, werden diese nicht verschrottet. Sie verfallen über die Jahre, über 140 Friedhöfe dieser Art gibt es in der Bretagne.

In gleißender Hitze machten wir uns auf zu unserem letzten Ziel in der Ria Etel, ja sogar in der Bretagne…..der Weiler Saint Cado inkl. Austernwächterhäuschen. Leider waren mit uns gefühlt drei Reisebusse an Rentner auf dem kleinen Inselchen, was den Spaß ein wenig trübte….die über 30 Grad auf unseren Köpfen übrigens auch! Das Ebbe war und das Erlebnis Saint Cado ebenfalls noch schmälerte, muss ich nicht erwähnen?!

Und hier kommt wieder eines DER Ziele in der Bretagne, das Austernwächterhäuschen!

Auf dem Inselchen Saint Cado ging es, bis auf die drei Rentnerbusse, gemütlich zu:

Blick aufs Festland:

Die brütende Hitze lud nicht zum Verweilen ein, wir zogen uns lieber wieder auf den Campingplatz zurück und genossen den ersten, richtigen Sommerabend mit den letzten Muscheln in diesem Urlaub.

Frankreich 2025, VIII: Larmor- Baden, Auray, Saint Goustan, Carnac

Wir sind am Golf du Morbihan, unserem Endziel Bretagne 2025!
Ziemlich relaxt aus Gousenac‘h abgefahren, schließlich war einchecken nicht vor 14:00 Uhr….und dann kamen wir doch früher auf den Platz bei Larmor- Baden an, direkt am Strand Lochmiquel, für Hunde eigentlich verboten, eigentlich :0)!

Der Campingplatz war ein wenig kreuz, ein wenig quer…wenig Logik bei den Stellplätzen. Wir hatten aber Glück, Reihe 2 hinterm Meer, 30m vom Zugang auf „la mere“….wenn es dann da ist.

Ebbe und Flut ….naja, natürlich Ebbe am NaMi, wir also ins Watt….unsere Wattwürmchen sahen zum liebhaben aus!

Den NaMi verbrachten wir am Platz und bei Carrefour…Fisch, Schnecken, Muscheln, Garnelen….Fischsuppe, mal wieder!

Wir sind angekommen! Ausgeschlafen, lange gefrühstückt und aufgebrochen nach Auray/ Saint Goustan!

Vorher aber einen Blick auf unseren Strand geworfen- Flut!

Auray fehlt in keinem Reiseführer, wobei Saint Goustain mit seinem malerischen Hafen noch hübscher ist. Die Stadt hat knapp 15.000 Einwohner liegt am Auray ( auf bretonisch Loc‘h) und besteht aus einer Ober (Auray),- u.Unterstadt ( Saint Goustan).

Wir fanden einen Parkplatz an der Kirche und erschlenderten uns Auray, welches sehr verschlafen an diesem Sonntag war.

Der echte Knaller ist der Blick von Auray auf Saint- Goustan, dem Hafenviertel auf der anderen Seite des Loc‘h ( bretonisch) oder auch Auray.

Wir liefen den Treppenweg zum Hafen und eine Ansicht war schöner als die nächste.

In Saint Goustan bewunderten wir den Hafen, liefen zur Kapelle hoch und kehrten zu Moules Frites un Gallette in einem urigen Restaurant ein.

Mit ein paar Impressionen aus Auray verabschiedeten wir uns an diesem Tag und fuhren weiter nach Carnac.

Carnac steht für puppiges Dorf, tolle Strände und Ferienort und mehreren Megalithenfeldern.

Ersteres, ja…auch wenn wir nciht angehalten, nur durchgefahren sind?

Zweiteres, ja….sehr selbst:

Da aber Wauzis am Strand nicht gern gesehen waren, widmeten wir uns lieber einem Eis und zogen wieder von dannen.

Das dritte Highlight sind die Megalithen von Carnac. Im Winter frei zu besuchen, im Sommer nur mit Führung, die wir in der prallen Sonne nicht brauchten. Also blieben nur die Megalithenfelder an der Straße, die mich mir wenigstens ansah.

Zurück in Lamor Baden überfiel der Göttergatte erst den CP Laden und wir planten eine komische Couscous Abwandlung mitThüringerrostbratwurst um dann kurzerhand auf Pizza umzuschwenken….die bessere Idee.

Unsere beiden Wauzis waren vom Tag geschafft und lagen in friedlicher Eintracht beisammen..,,Zwei die sich gefunden hatten.

Nach dem Feudalmahl zog es uns zur Plansche, die voll gefüllt mit Wasser war. Die Hundis tobten am Wasser, die Vierbeiner kamen am Ende des Tages auf ihre Kosten.

Platt wie zwei kleine Flundern ließen die Zwei den Tag Revue passieren….zwei kleine müde Monsster.

Frankreich 2025, VII: Sainte Marine, Benedot, Doëlan, Pont Aven, Kerakoët, Concarneau

Wir sind im Bezirk Quimper Cournouaille, im Süden der Bretagne angekommen. Wieder machte uns schwerer Regen die Abreise von der Côte d‘Armor das Leben schwer, ein wenig Zeitdruck im Nacken (einschecken vor 13:00, danach erst wieder ab 15:00 Uhr) sorgte für fliegende WoWa u. Wohnmobile. Wir schafften es aber rechtzeitig und begrüssten einen einfachen, zwei Sterne Platz mit 60er Ambiente mitten im Wald bei Gousena‘ch.

Wir konnten stehen wie wir wollten, maximale Freiheit für unsere Westies, die immer noch gemeinsam an einer Leine die Welt erkundeten.

Mit uns noch zwei weitere Deutsche, ein Paar im Zelt und ein weiteres Wohnmobil…..was will man mehr?!

Der erste Weg führte uns nach Sainte- Marine, ein nettes Nest mit auffälligem rosa Häuschen am Hafen, keine vier Kilometer entfernt….doch halt…vier Kilometer ohne Baustellen und Umleitung! Für uns waren es dann mal eben 12 Kilometer.

Interessanter war da schon der Blick nach Benodet, am anderen Ufer der Odet.

Da wir aus der Ferne Strände entdecken konnten, das Wetter von Minute auf Minute sommerlicher wurde, war das Ziel klar definiert.

Das Glück war uns hold, wir fanden einen Parkplatz in Strandnähe….doch hoppla, Tierchen nur an der Leine auf der Promenade?

Emily und Yuna waren wenig begeistert, lockte doch das blaue Nass….wir verzogen uns an das letzte Ende des Stadtstrandes, hauten uns dort auf die Decke und Mathias sprang mit Emily in den Atlantik….Yuna schaute nur zu, sie war sich nicht sicher.

Die um uns herum residierenden Rentner beobachteten uns kritisch bis amüsiert, nachdem die Tierchen aber brav auf den Decken lagen, keinen Mucks von sich gaben, tolerierte das Kurgeschwader Ü70 die kleinen weißen Eindringlinge.

Blick nach Sainte- Marine:

Der Sommer kommt, auch in der Bretagne steigen die Temperaturen. Am 13.06.25 konnten wir uns davon überzeugen!


Doëlan: Ei typisches bretonisches Hafennest mit zwei Leuchttürmen, ein paar Restaurants, zwei- drei Traumhäusern und einfach nur schön anzusehen. Kulturell eher nicht wichtig, fürs Flair unbezahlbar.

Die Seite des bretonischen Fremdenverkehrsbüros bezeichnet Doëlam als Perle und damit haben sie wohl recht.


Pont Aven: Unser nächstes Ziel war das Künstlerdorf Pont- Aven. Nicht nur heutzutage, sondern seit Jahrhunderten haben Künstler den Ort auf Leinwand verewigt. Pont- Aven, das Mühleneldorado, von denen aber heute nicht mehr viele zu sehen sind.Gauguin war ünrigens der berühmteste Maler, der in der hübschen Stadt Inspiration suchte.

Wir erfreuten uns am Flusslauf, ein paar Mühlen und Aussichten, schaufensterbummelten an den Ateliers vorbei.

Kommen wir nun nach Keraskoët, einem der ältesten Weiler der Normandie. Hier kann man noch die bretonischen Strohdachhäuser bewundern….Alle hübsch restauriert und puppig anzusehen.

Concarneau fehlt in keinem Reiseführer, ein absolute Must See und dementsprechend überfüllt. Der touristische Teil der Stadt liegt auf einer vorgelagerten Insel, innerhalb von dicken Festungsmauern. Wir erkundeten die Altstadt( Ville Close) auf der Festung und innerhalb der Straßenzüge, blieben aber nicht wirklich lange….

Nach so viel Input wollten wir nur noch Eines: Supermarkt….viel Fisch, und Muscheln.

Tja, so sah es dann nach dem Fressgelage aus….und das Ganze ohne Geschirrspüler.

Unser Abend ist schnell erzählt, Waldstellplätze bringen Krabbeltiere mit ….gegen 22:30 Uhr lagen wir in der Heia.

Frankreich ( NL, B) 2025, I: Berlin- Venlo- Brügge

Wir starteten morgens um 5:00 den Tag, Brote wurden geschmiert, Kaffee gekocht und kurz nach 6:00 Uhr befanden wir uns auf dem Weg nach Mahlow.

Die Wohndose wurde aus dem Schlaf geholt, angekoppelt und schwupps war es 8:00 Uhr und der Rest von uns sechs stieß in Michendorf hinzu.

Yuna fand die Vorstellung, ihren geliebten Vordersitz an mich abgeben zu müssen einfach schrecklich. Die liebe Kleine weinte sich gen Frankreich, bis ich das Westiemädchen auf dem Arm nahm, dann war sie happy und schnurrte fast wie ein Kätzchen.

Soweit so gut, nun konnte ja fast nichts mehr schiefgehen…doch hoppla, warum war die A2 so leer und warum faselte Google immer von einer Sperrung der Autobahn? Mathias fuhr mit Apple, wir mit Google, entschieden uns dann doch, auf die Moraluschizu hören und fuhren ab…..über die Dörfer bei Magdeburg, Google schickt uns treffsicher in einen Stau, vor einer Fähre, welche die Elbe überqueren sollte! Nicht mit uns, alles wieder retour und wieder zurück Richtung A2, die dann doch nicht gesperrt war, uns aber mit einem kilometerlagen Stau beglückte. Rund 40 Minuten später wussten wir warum.

Das die gezeigte Foto ist das Pressefoto des MDR, wir fuhren nur noch am total ausgebrannten Wrack vorbei….

Die Fahrt war zäh, fast unerträglich…..mit Pause, Diesel wurde aus dem Kanister gezogen….weiter gings. 600km, zu viele LKWs, schaurig mit einem WoWa. Gegen 16:30 waren wir aber auf unserem Platz in Velden und nicht nur die Wauzis spürten Erleichterung, auch wir freuten uns auf Aperol und Spaghetti. Das Wetter hielt, wenn auch wenig hochsommerlich, doch wenigstens sonnig.

Nach zwei Schlummergetränke zog es uns nur noch in eine Richtung….ins Bett. Mamas erste Nacht im WoWa, im Kinderbett. Emily lag bei ihr, breit genug ist es ja. Ich probierte die mittelmäßige neue Konstruktion mit Spahnplatte aus, es bleibt mittelmäßig, sagte mein Rücken am nä. Morgen.

Brügge:

Mein Rücken sagte „ no“ zur Spahnplatte, der Spaß mit Hexe, Ischias und Co hält mich mit Sicherheit noch einige Zeit beschäftigt.

Wir frühstückten kurz vor 8:00 Uhr und befanden uns gegen 9:00 Uhr „on the road“ to Bruges…besser bekannt unter Brügge. Ziemlich pünktlich kamen wir um kurz nach 12:00 Uhr an, stellten Wohndose und Wohnmobil auf dem CP Memmling ab, feierten ein Wiedersehen und fuhren in die Innenstadt. 

Als erster Stop wurde das Hotel meiner Mama unter die Lupe genommen, einchecken war ab 14:00 Uhr möglich. 

Also wurde die Zeit mit dem ersten Kriek totgeschlagen, Christiane brachte die belgischdn Euronen heim ins Königreich, die Kellnerin erfreute sich an viel Wechselgeld. 

Wir erschlenderten uns die Innenstadt, liefen über alte Bekannte und staunten über Neues.

Auch der vierte Besuch von Brügge gehört mit einigen Fotos gewürdigt, die obligatorische Bootstour gehörte natürlich auch dazu.

Über den Rosenkranzkai liefen wir über Klein Venedig, besuchten den Marktplatz, Belfort, unsere Lieblingsbrauerei und suchten unser Restaurant aus dem Februar 2024…Fehlanzeige, geschlossen.

Die obligatorischen Muscheln gabs dann in einer anderen Bude, Moules Frites  gehören zu Brügge einfach dazu.

Die Lieblingsbrauerei:

Auch der obligatorische Bummel durch die Konfisserien der Stadt gehörte natürlich zum Erlebnis Brügge dazu, wir schonten allerdings schon den Geldbeutel.

Ein letztes Highlight war der Begijnhof und Minnewater und dann hieß es bye,bye Mama.

Auf dem Camping Platz gab es die erfrischende Meldung das mein Blog wieder funktioniert und tatsächlich schauten mich meine alten Berichte wieder an. Leider war dies nicht von langer Dauer, doch das ist eine andere Geschichte.

Mit Aperol und Wärmflasche für den kaputten Rügen gings in die Heia.

Frankreich 2023, XIII: Sainte Maxime, Saint Tropez, Port Grimaud

Unser Urlaub ging zu Ende, die Verdonschlucht verabschiedete sich mit kühlen Temperaturen, in Sainte- Maxime sah es für die nächsten vier Nächte nicht besser aus.

Warum um Himmels Willen denn nun Sainte- Maxime, nach näherer Begutachtung ein grundsolides Rentner,- u. Familiendomizil. Die Erklärung liegt auf der Hand: Saint Tropez eindeutig zu schickimicki und zu teuer, Port Grimaud zu teuer ( unter 300€ die Nacht nichts zu buchen) und Sainte Maxime wird als spätes Juwel in der Bucht von Sainte Tropez gehandelt.

Die Strecke nach Sainte Maxime war, trotz der mickrigen 87km echt ambitioniert, weil Straßenmarkierungen fehlten und die Franzosen gerne mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind. Gegen 11:45 Uhr bogen wir im Hotel „ Le petit prince“ in der rue Saint- Exupéry ein und ich befragte Wikipedia, ob der Autor etwas mit Sainte Maxime zu tun hatte? Nein, hatte er nicht, der Schriftsteller und Pilot wurde 1944 vor Marseille von Deutschen abgeschossen.

Unser Zimmerchen war noch nicht fertig und so wendeten wir uns dem Strand zu. Mickrige 20 Grad und ein, naja, gemäßigter Mistral ließen Emily unverzagt im Wasser planschen; uns zogs magisch zum zweiten Frühstück oder frühen Mittag an das bestbesuchte Bistro am Strand. Kurze Zeit später stand ein Burger und Panaché vor uns und das Warten aufs Zimmerchen war erträglich.

Der Ort machte auf uns einen grundsoliden Eindruck, natülich waren die Preise keineswegs mehr mit Saintes Maries de la mer oder Avignon zu vergleichen, man passt sie hier dem mondänen Saint Tropez an.

Unser Hotel war allerdings recht günstig im Vergleich zu den anderen Städten, keine 80€ pro Nacht, was für Frankreich superbillig ist. Wir bekamen ein schickes Doppelzimmer, mit 15qm Bad und tollem Balkon.

Aufs Frühstück verzichteten wird, die Bäckereien sind hier sooooo gut, da brauche ich kein Buffet.

Aufgrund der Wetterlage vertrödelten wir den frühen Nachmittag auf unserem Zimmer und verließen gegen 17:00 Uhr das kuschelige Nest und erkundeten das andere Nest namens Sainte Maxime.

Echt niedlich, nicht überrestauriert und mit netten Läden und Geschäften kann man es ein paar Tage aushalten.

Die Zeit bis zum Abendessen überbrückten wir mit einem Mini Tropézienne irgendwie Pfannkuchen, mit Käsecreme und echt lecker….

Am Ende stand wieder Fisch vor uns, Muscheln und Lachstartar im einzigen bezahlbaren Restaurant der Stadt.

Auf dem Weg nach Hause fiel Nasses vom Himmel….Regen, wochenlang nicht gesehen…dazu der frische Mistral, ein Urlaub geht wirklich zu Ende!

Die Wettervorhersage am nächsten Tag und auch für die kommenden konnte man als armselig bezeichnen. Immerhin es war nur windig aber trocken. Deshalb fiel die Entscheidung leicht, Saint Tropez die Perle erwartete uns.

Zur Einstimmung gab es zum Frühstück eine Tarte Tropézianne, ziemlich mächtig das Teil in der Großfassung- wir teilten!

Da der Bootsverkehr noch nicht eingestellt war, entschieden wir uns für die Fähre durch die Bucht,16€ return, Hund frei. Wir saßen draußen und wunderten uns bereits beim Einstieg, dass die Sitze feucht waren…..die nächsten 20 Minuten waren positiv bewertet „ kabbelig“ Gott sei Dank, niemand kotzte!

Saint Tropez erwartete uns bedeckt aber trocken, der Mistral fauchte gnädig. Auf der Fähre hatte mir meine Sitznachbarin erzählt, dass Markttag in Saint Trop‘ wäre, dieser aber durchaus sehenswert ist….achja,wieder Bilder um die Marktstände herum. Deshalb war das Schiff auch so proppenvoll,ich verstehe.

Wir liefen zunächst am Hafen und Mole entlang und bewunderten nochmal den schick gemachten Leuchtturm.

Saint Tropez entpuppte sich vom ganz normalen Fischerdorf zum Jet Set Ort, als es Ende des 19. Jahrhunderts von Guy de Maupassant und Paul Signac entdeckt wurde. Weitere Schriftsteller und Künstler folgten und so wurde der Ort schnell zum Treffpunkt von Künstlern und der Bohéme. So fanden sich zum Beispiel Paul Signac, Henri Matisse und Pierre Bonnard in Saint Trop’ ein, deren Werke kann man heute im Musée de l’Annonciade am Hafen bewundern. Es gab keine Luxushotels oder Vermietungen anderer Art.

In den 50er Jahren, als das Örtchen insbesondere durch den Film „…und immer lockt das Weib“ mit Brigitte Bardot weltweite Bekanntheit erlangte,stieg Saint Tropez im internationalen Jet Set auf, gleichzeitig boomte der Tourismus Der Film mit B.B wurde 1956 gedreht und hatte im Nachgang einen wahren Ansturm der High Society zur Folge. Brigitte Bardot, Gunter Sachs und vor Allem die Gendarmerie-Filme von Louis de Funès machten Saint-Tropez in Deutschland bekannt.

Heute verbringen immer noch viele Prominente Ihren Urlaub in Saint-Tropez oder machen mit ihren Jachten im Hafen halt und lassen sich beim Champus trinken fotografieren. Allerdings, und hier breche ich eine Lanze für Saint – Trop‘ ist das Örtchen unverbaut, es gibt keine Bausünden, er ist nicht überrestauriert, lediglich die großen Jachten „versauen“ die Optik. Edel und teuer sind die Boutiquen, die allerdings fast bescheiden wirken im Interieur. Die Luxusrestaurants sind fast noch bezahlbar, für 30-45€ ist man dabei. Anders als Cannes oder Monaco ist Saint Tropez hübsch, wirklich hübsch.

Nach dem Hafen folgte auch für uns der Markt und ja, wir kauften….zumindest ich nenne zwei Pullis mein eigen. Der Markt war schon schicker als die übrigen Märkte, ich hätte noch mehr shoppen können.

Ich versuchte mal wieder ein wenig um die Marktstande herum zu knipsen und siehe da…..

50€ leichter, eine Tüte mehr am Arm schlenderten wir weiter durchs Nest von reich & schön, immer auf der Suche nach verschwiegenen Ecken.

Wer durch dieses Tor zum „Hinterhof Saint Tropéz“ geht, wird mit einem Blick auf den Rour de Portalet ( Turm) und dem alten Fischerdorf verwöhnt…weg Schicki und noch weiter weg von Micki!Willkommen am Plage de la Gitaye.

Im regnerischen Herbst natürlich nicht ganz so schön anzusehen, die Nachbarbucht war uns durch zu hohe Wellen verwehrt,also wieder zurück ins Tourigeschehen.

Wir fuhren relativ früh wieder aus Saint Trop‘ ab, das Wetter machte uns Sorgen. Stürme nehmen ja in der Regel am Nachmittag zu und so jauchzten wir uns wieder durch die Wellen nach Saint Maxime….draußen saß Niemand mehr, Emily hatte Probleme, sich auf ihren vier Pfoten zu halten.

Da wir nicht gewillt gewesen sind, 70€ für zwei Essen auszugeben, rundeten wir den Nachmittag mit einem Snacki auf unseren schönen Balkon ab, wind,-u. regengeschützt.

Den späten NaMi vertrödelten wir und am Abend gingen wir zum Thai- Abwechslung gewünscht.

Unser Abendprogramm verlebten wir mit einem der bekanntesten Prominenten Frankreichs, Louis de Funes verwöhnte uns mit dem „ Gendarm von Saint- Tropez, mit dem Lied „ Doulidou Doulidou Saint Tropez“ gingen wir ins Bett.

Unser Wetterchen zeigte sich am nächsten Morgen noch instabiler, es war aber trocken. Wir entschieden uns für Port Grimaud, ohne Markt,…das war uns wichtig. Zum Frühstück gab es eine sensationelle Tarte, Emily liebte den karamellisierten Äpfel.

Port Grimaud gilt auch als das Venedig Frankreichs,allerdings künstlich 1966 erbaut. Der französische Architekt François Spoerry realisierte sein Projekt einer Kleinstadt am Wasser. Port Grimaud ist geschützt gegen den Wind von Osten und den Mistral von Westen und auf Lagunen und entwässerten Sümpfen gebaut.

Wir stellten den Wagen zunächst in Port Grimaud Süd ab und schlenderten durch die Kanäle und Wohnanlagen. Natürlich auch hier Jachten ohne Ende, die Häuser eher bescheiden…..doch der Schein trügt. Der Besitzer von Carrefour wohnt hier und die Anmietung einer winzigen Wohnung hätte uns 300€ die Nacht gekostet.

Dem Hufeisen nicht unähnlich trafen wir auf Luna und ihrer Besitzerin, einer Münchnerin, die bereits seit 1999, eine Zweitwohnung im Reihenhaus besitzt…32qm, mehr geht nicht!

Das Zentrum von Nestern, Dörfern und Städten groß und klein liegt meistens bei der Kirche und warum sollte dies bei Port Grimaud anders sein…wir liefen die rd 20 Minuten und waren im Touristenhimmel, gefühlt jeder zweite Niederländer hat die Côte Azur für sich entdeckt.

Vom Kirchturm hat man den wohl schönsten Blick auf Grimaud, der Eintritt mit 1€ echt fair.

Aufgrund der Wetterlage brachen wir bald unsere Exkursion in Port Grimaud ab, schönes Örtchen, tolle Fassade aber wohnen möchte man dort nicht.

Wir erledigten erste Einkäufe, vertrödelten mal wieder den Nachmittag und gingen am Abend nochmal französisch essen. Die letzte Bouillabaisse in diesem Urlaub

An unserem letzten echten Urlaubstag hatte das Wetter deutsche Züge mit französischen Temperaturen angenommen- Nordsee im Juli. Wir hatten 20 Grad, die Sonne kämpfte, kam aber nicht richtig durch und ab und an gingen heftige Schauer auf uns nieder.

Zeit für einen morgendlichen Spaziergang zum Phare de Cigales, ein hübscher kleiner alter Leuchtturm mit Bootsanleger.

Im Hintergrund sieht man übrigens Saint Tropez, der Leuchtturm ist Privateigentum, Zutritt verboten.

In Sainte Maxime war Markttag und auch wir genossen nochmal einen schönen Bauernmarkt, drinnen und draußen.

Mit scheußlichem Wetter, einem leckeren Abendessen beim Chinamann und dem zweiten Teil von Balduin dem Gendarm aus Saint Tropez verabschiedeten wir uns von drei Wochen Provence.

Frankreich 2022, IV: Tag 3 &4, Dinan und Dinard

An unserem zweiten vollen Tag in St. Malo standen die D Zwillinge auf dem Programm, wobei Dinard eher der Zwilling von St. Malo ist, doch davon später.

Zwei herrliche Ziele, wie sich im Verlauf des Tages herausstellen würde.

Ich lege hier mal den Link der Tourismuswebsite der Betragne bei, für Nachahmer empfohlen: https://www.bretagne-reisen.de/reiseziele/die-10-reiseziele/cap-frehel-saint-malo-bucht-des-mont-saint-michel/dinan/

Dinan liegt am Ufer der Rance und ist ein mittelalterliches Kleinod par ecellence, das Highlight sicherlich der Hafen, gefüllt in der Mitte von Gallien.

Wir fuhren in die Stadt, stellten den Wagen in der Oberstadt ab und fielen fast in die Burg, die allerdings geschlossen war.

Danach versuchten wir uns zu orientieren, der Minigolfplatz war nicht unser Opfer der Begierde. Wir liefen die Hauptstraße zum Hafen, nicht die schönste Route wie wir im Verlauf des Mittags feststellen mussten. Lediglich die Kamelien am 03.02.23 zogen mich in den Bann….wer hätte gedacht, dass hier die Natur schon so weit ist?

Plötzlich schauten wir auf eine alte Aquäductbrücke, die tatsächlich aus dem 14. Jh stammt und dahinter sah man den bezaubernden Hafen hervorblitzen.

Zunächst ging es auf die Brücke, am Ende durch die Apfelplantage zum Port de Dinan.

das sind Asterix und Obelix nicht ganz weit weg!

Wir fühlten uns wie in Gallien, unser kleiner Idefix bestätigte das Gefühl. Hatte ich geschrieben, dass wir in Paris den ersten Asterixfilm im TV gesehen haben ? Ein entzückender Westiewelpe mit scharz eingefärbten Öhrchen spielt den Idefix und verzauberte uns…gut das das Kerlchen eine Hauptrolle in dem Film hatte, das lenkte von unseren schlechten Französischkenntnissen ab!

Das Thermometer zeigte übrigens 13 Grad, ideal für einen Cidre in der einzigen offenen Bude im Ort.

Nach dem wohlverdienten Drink in der Sonne zogen leider Nieselpieselwolken auf und es begann zu fisseln….mehr aber auch nicht. Bissel lästig aber ertragbar. Wir liefen am Hafen entlang, hatten aber relativ schnell genug.

Wir fanden den direkten Weg zurück ins die Innenstadt und dem wunderschönen Centre Historique, eine Hütte schöner als die Andere.

Zurück in der bezaubernden Oberstadt fragten wir uns a) warum Dinan nicht in allen Reiseführern gehyped wird und b) wo unser Auto denn nun stand. Erstmal zu a), es ging munter im Asterix und Obelix Stil weiter, ohne grasslich überrestauriert zu sein.

Ok, Dinan hatte vorgelegt, nun waren wir auf Dinard gespannt. St. Malo und Dinard werden lediglich von der Mündung der Rance getrennt, im Reiseführer liest man „mondänes Seebad, außergewöhnlicher Blick auf St. Malo“ ,Oscar Wilde, Renoir, Picasso….sie Alle waren da. Jedes Jahr findet ein Filmfest in Dinard statt, sie gilt als die Mondäne an der Smaragdküste, wo doch St. Malo bis heute als Korsarenest bezeichnet wird.

Wir stellten unserenWagen intuitiv ab und liefen die gesamte Promenade statt. Es war Ebbe, doch störte das weder Mensch noch Tier.

Als Erstes fiel uns dieses Schmuckstück vor die Füsse, die brühmte St. Jaques, Jakobsmuschel!

Und dann der Blick auf St. Malo

Der Marsch zog sich ein wenig, war aber wunderschön. Nicht nur die alten Villen, die blühenden Pflanzen und Palmen, sondern auch der immer besser werdende Blick auf die Nachbarstadt war toll.

Wir benötigten bestimmt 90 min. für die Strecke, Zeit die gut investiert war.

in dem Meerwasserpool war Emily drin
St. Malo im Hintergrund

Zurück zum Auto ging es überraschend schnell, zufrieden sanken wie in St. Malo erstmal ins Bett, 12 km hatten wir in den Knochen.

Abends gingen wir in unsere Entdeckung vom ersten Abend, Neben den obligatorischen Moules Frites aß Mathias Lachstartar und ich Meeresfrüchtesalat. Im Anschluss gab es umgehend eine Reservierung für unseren letzten Abend in St. Malo, die Bude ist einfach sensationell.

Seafoodsalad….boah war der gut

Pünktlich um 23:00 Uhr fielen wir in tiefen Schlummer, 9 Std. Schlaf sind hier obligatorisch.

Frankreich 2022, XII: Saint- Malo (Bretagne)

Wir sind fremdgegangen! Haben die räumliche Nähe zur Bretagne genutzt und sind nach Saint Malo gefahren UND das war eine geniale Idee.

Das Wetterchen gab Alles, an der Corniche fanden wir gleich einen Parkplatz und kurze Zeit später bastelten wir uns an der Strandmauer unser Frühstück zusammen. Nicht nur Emily war scharf auf die sagenhaften Eclairs, nachdem ich von meinem 1x abgebissen hatte, lernte dieses fliegen! Zwei Möwen stürzten sich auf die Backware und damit war es für mich Geschichte….die Viecher haben bestimmt Dünnschiss bekommen. 

Symbolbild :0), Miststück!

Bereits der erste Blick auf Strand und vorgelagerte Insel kann als spektakulär bezeichnet werden:

Einen kurzen Spaziergang später betraten wir Intra Muros, die Altstadt. Interessanterweise die spanische Bezeichnung für “ in den Mauern“. Wie in Manila befindet sicn die Altstadt innerhalb der Zitadellenmauern, was leider nicht bedeutete, dass Saint Malo im Zweiten Weltkrieg unversehrt bliebt, rd. 85% der Altstadt war nach der Kapitulation der Deutschen zerstört….und das nur, weil der deutsche Festungskommandant (von Aulock) nicht kapitulieren wollte, da half nicht mal Napalm, wie dumm muss man sein? Auch als Saint Malo bereits durch die Amis gesichert und eingenommen war, kapitulierte der Typ nicht.

Immerhin der Wiederaufbau ist lückenlos erfolgt und macht Saint Malo zum Hotspot im Sommer, jedes Jahr 1 Mio Touristen und auch an diesem Sonntag brummte das Leben.

Zunachst genossen wir in einem der wunderbaren Cafés einen doppelten Espresso und Grapefruitsaft, im Anschluss erliefen wir uns fantastische Ausblicke von der Stadtmauer, selbst bei Ebbe war der Blick auf das Meer sensationell und wohl typisch bretonisch.

Wer will nicht in solch einem Pool baden ?

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auf der Stadtmauer
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Am späten Mittag nahmen wir das Angebot eines guten Menüs an: Cidre, Moules Frites und Crepe..16,50€.Wenn man ein wenig stöbert, kann man auch in Frankreich günstig essen.

Dies gilt nicht mehr fürs Diesel, auch hier haben die Preise kräftig angezogen, haben wir am Anfang des Urlaubs noch für 1,85€ aufgetankt, sind wir hier auch bei 2,07-2,16€ pro Liter.

Nachdem ich auch das wunderschöne Glasfenster in der Kathedrale bewundert hatte, machten wir uns wieder auf den Weg in die Normandie….Bretagne, da geht noch mehr!

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Zurück in Villedieu les Poêles sprang mein lieber Mann in den Pool und Emily bekam die Hundevariante, für mich gabs als Erfrischung nen Glas Cidre….Jedem so das Seine!

Abends gabs fur Jeden von uns eine halbe Portion Tortellini und ein Glas Cidre. Da es mittlerweile erst zw. 23:00-23:30 Uhr dunkel wird, wird es für uns  auch jeden Tag später. Selbst der Hund ist bis 23:00 Uhr wach und kommt demzufolge am nächsten Tag nicht aus dem Quark, das wir deine grässliche Umstellung nach dem Urlaub werden.

Belgien/ Frankreich 2022, I: Berlin, Kamen, Brügge

Es geht wieder loooos! 

Diesmal nicht per Flugzeug oder Schiff, nein, die Wohndose wollte bewegt werden.

Nachdem wir Ende April ein sonniges Wochenende in Mahlow mit dem Frühjahrsputz von Bianca und dem diesjährigen Angrillen verbracht hatten, ging es bei milden Frühlingstemperaturen, den Mittwoch vor Himmelfahrt Richtung Westen.

Unser Ziel, ein weit entferntes, war die Normandie über Kamen und Brügge.

Kamen weil wir einen unschlagbar günstigen Stellplatz bei einem Mercure Hotel ergattert hatten, Brügge weil es puppig ist, Mathias noch nie dort war und wir nicht in einem Rutsch bis Yport fahren wollten.

An meinem letzten Arbeitstag hatte ich alle Hände voll zu tun, selbst die letzte Dienstberatung hielt mich aber nicht davon ab, um 11:00 Uhr die Reißleine zu ziehen. 11:05 Uhr und wir waren on the road nach Mahlow, koppelten die Bianca an und waren bereits kurz nach Noon auf der A10.

Gott sei Dank, der Feiertagsverkehr hielt sich in Grenzen, bis auf ein ausgebranntes Auto mit ner heulenden Halterin und zwei weiteren Staus auf der A2 kamen wir gut durch. Vor der Abfahrt Bielefeld, Lemgo machten wir ausgiebig Pause und genossen den letzten stockenden Verkehr am Kamener Kreuz.

Am Mercure nahmen wir die Schranke und hatten kaum eingeparkt, einen Angestellten vom Hotel bei uns am WoWa. Was wir hier machen würden, „na übernachten“ ….“das geht nicht, das Hotel ist geschlossen!“ Aha…das wussten wir sogar. was der gute Mann aber nicht wusste, der Boss persönlich hatte uns die Erlaubnis gegeben, hier zu nächtigen.

Emily mochte die Wiese, wir die Tatsache, dass wir noch recht früh am Tag etwas in den Magen bekamen. Schnell machte ich die Spaghetti warm, gut durchgezogen, da einen Tag vorher bereits gekocht. 

Wir aßen das erste Mal im Wohnwagen, da die Temperaturen und die Regeneigung wenig einladend waren.

Den Abend verbrachten wir bei Musik, www und einem Drink inside the Wohndose, draußen war es zu ungemütlich. Dies gibt uns nun einen kleinen Vorgeschmack auf die Normandie…..mal sehen ob wir WoWa- Koller bekommen werden.

Unseren ersten echten Urlaubstag begannen wir ohne Frühstück,aber recht gut ausgeschlafen, mit lauwarmen Kaffee aus Berlin.

Da wir den WoWa nicht abgekoppelt hatten, ging unser Abflug schnell von statten. Kurz vor Duisburg wurden wir auf eine Umfahrung geleitet und lernten auch die wenig einladende Innenstadt von Duisburg kennen. Das Diesel war aber um 50% preiswerter als auf der Autobahn! 

Schlussendlich kamen wir durch zwei Staus, einer Umfahrung und einem brennenden Auto mit zwei Stunden Verspätung in Brügge an.

Der CP war puppig, das Wetter hielt sich und kurz nach 14:00 Uhr kurvten wir im Parkhaus s‘Zand auf der Suche nach einem Parkplatz!

Wir wunderten uns über die Menschenmassen, die auf den Straßen und im unterirdischen Parkhaus mit uns herumkurvten. Letztendlich hatten wir in der Etage -6 dann doch Glück. Die Massen bewegten sich Richtung Innenstadt, wir liefen erstmal antizyklisch und besuchten Minnewater und den Begijnhof. Ich war erstaunt, wie gut ich uns durch die Stadt leiten konnte, schließlich war ich 2016 auch nur einen Tag in Brügge gewesen.

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Nach dem Hof der Begienen schlenderten wir über das Sint Jan Spital Richtung Belford, besser gesagt zum Anleger der Ausflugsboote und nochmal besser geschrieben…das war unser Wunsch!

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Wir staunten nicht schlecht, Hunderttausende waren auf den Beinen, durch die Innenstadt lief eine Prozession, schließlich war ja Himmelfahrt und Belgien ist strunzkatholisch.

Corona feierte mit Sicherheit mit, wir versuchten unser Glück und fanden Schlupflöcher zur romantischsten Brücke von Brügge und anschließend bahnten wir uns den Weg zum Bootsanleger am Hotel d‘Orangerie.

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Die Bootsfahrt war kurzweilig, Emily der Star der Show. Das halbe Boot kuschelte mit dem Köter, sie wähnte sich im 7. Himmel. Ich war wieder überrascht, wie geschlossen die Altstadtarchitektur Weltkriege überstanden hat.

Nach den 30 Minuten auf den Kanälen statteten wir der Brauerei Bourgogne Flanderes einen Besuch ab. Es gab eine nette Bierprobe, sechs kleine 0,1 er Gläser können auch dudeln.

mit Kirschbier

Im Anschluss bahnten wir unseren Weg durch den ältesten Teil von Brügge Richtung Belford, Rathaus und Marktplatz. Immer wieder wurden wir mit der Prozession konfrontiert, es war immer noch säuisch voll, auch wenn man das auf den Bildern nicht sieht.

Natürlich waren wir auch angetan über die vielen Schokoladenläden und nicht nur die berühmten Meeresfrüchte landeten in unsere Taschen.

Unseren Essenswunsch setzten wir im Mosseldenkeller um, Moule Frites also Muscheln mit Fritten. Mathias mit Roquefortsoße, ich a lá Provenciale. Hinzu gesellten sich zwei wahre Eimer Kriek Boom, Kirschbier und Belgien wurde unter Erfolg verbucht.

Da es mittlerweile auch ziemlich frisch geworden war, suchten wir unser Auto im Parkhaus, kämpften uns durch die Irrungen und Wirrungen des Bezahlsystems und waren gegen 21:00 wieder auf dem Campingplatz. Dort verklönten wir den Abend mit unseren Nachbarn aus Paderborn, schafften aber wenigstens den Abwasch und nen bissel Körperhygiene. Gegen 22:30 Uhr landeten wir nach einem erreignisreichen Tag im Bett und wiedermal zog ich Fazit, welches ähnlich ausfiel wie 2016: Belgien ist ein tolles Reiseziel, oft unterschätzt…..ich muss mal ne richtige Tour machen.

Frankreich 2019, II: Toulouse, la ville rose

Bereits beim Abflug aus TXL fragte uns der Typ vom Bodenpersonal „was gibts in Toulouse?“ Unsere Antwort war ebenso vage „Airbus und saufen geht immer“. Tja und so kam was kommen musste. Toulouse, die Hauptstadt der Region Languedoc- Roussillon bzw. Okzitanien ( im Mittelalter) ist zwar die viertgrößte Stadt Frankreichs, besitzt aber bis auf Airbus, guten Wein und viele Backsteinbauten nicht so viel Nennenswertes. Die Stadt liegt relaxt am Ufer der Garonne und somit auf der Pilgerroute des Jakobsweges, wie man im Jakobinerkloster und der Kirche Saint Sernin eindrucksvoll bemerkt. Viele Pilger waren in der Stadt unterwegs.

Wir nahmen den Mittagszug aus Carcassonne und waren direkt ein wenig gnatschig, da wir gerne ein wenig früher die Festungsstadt verlassen hätten.

Angekommen in der Airbusstadt liefen wir vom Bahnhof zu unserem Hotel, welches man sich nicht unbedingt merken muss, die Website versprach eindeutig mehr als das, was wir bekamen. Gut war allerdings die Lage und nach einem ersten Frischmachen liefen wir zum naheliegenden Capitol. Unterwegs bewunderten wir tolle Art Deco Architektur.

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Unterwegs bewunderten wir einen alten Wehrturm, heute Sitz der Touriinfo.

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Im alteingesessenen Café Florida gab es einen überdimensionierten Eisbecher mit viel Marshmallows und Baiser.

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Leider war das Restaurant zwar alteingesessen aber ohne stilles Örtchen…..so kamen wir in den Genuss des Capitols von innen und bewunderten das Standesamt und einige andere schöne Säle…. nur ein Klo blieb irgendwie Mangelware…

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Hier möchte Jede/r gerne „ja“ sagen
Das Parlament der Stadt tagt hier.
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Wir waren mit unserem Sightseeingprogramm noch lange nicht am Ende und liefen zum weltberühmten Jakobinerkloster. Hier liegt der heilige Thomas de Aqin begraben, wovon wir uns aber nicht überzeugen wollten. Das Kloster blieb uns verborgen auch wenn die Aussicht auf die Klostertoiletten nicht ohne waren….. Dennoch beeindruckte die gotische Kirche und eine etwas ungewöhnliche Bauart. Man beachte die Säulen.

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Auf der Suche nach einer Pippibox zogen wir durch die Stadt Richtung Garonne. Am Ufer des Flusses war die Hölle los, viele Toulouser verbrachten ihren Sonntag in der milden Spätsommerwärme und fröhnten dem Lanzensport auf dem Wasser…..interessante Art von Ritterspielen, auch wir verfielen der südfranzösischen Kultur.

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Lanzenspiele vor der Pont Neuf, der ältesten Brücke von Toulouse, erbaut 1543-1632

Da sich das Wetter so super hielt, beschlossen wir eine Flussfahrt zu machen. Mit Vino im Gepäck ging es auf die Garonne. Die Fahrt war ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten, wie die gesamte Stadt, wenn man mal ehrlich ist.

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Nach der Dampferfahrt knurrte uns der Magen. An einem Sonntagabend, in der viertgrößten Stadt Frankreichs an etwas Beißbares zu kommen, war schwieriger als gedacht, sechs Plätze in einem authentischen Laden waren fast ein Ding der Unmöglichkeit. Nachdem wir fast eine Stunde gesucht hatten, wurden wir fündig…..in einer Burgerbude, die uns aber Moules Frites servierte.

Den Abend ließen wir im Einzelzimmer der Herren ausklingen, tiefgründige Gespräche und Diskussionen verhinderten ein frühes Heierchen.

Fast lustlos starteten wir in den dritten Tag in Frankreich, ernüchternd die so gleichmütige Stadt, die zwar ganz hübsch aber nicht sonderlich aufregend daher kommt.

Unser frühes Ziel war die gotische Kathedrale von Saint Etienne aus dem 12.Jh.

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Die Gegend der Kathedrale gefiel uns sehr, wir schlenderten durch die Straßen und betraten mit dem königlichen Garten einen Teil von Toulouse, den wir ebenfalls noch nicht kannten.

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Der kleine Prinz, ein Denkmal für Antoine de Saint-Exupery
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Toulouse verfügt wie Paris über einige schöne Stadtvillen, wir schauten uns das Hôtel d’Assézat an, in dem heute ein Museum und Theater untergebracht sind.

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Um nicht wieder Probleme mit dem Essen zu bekommen, entschieden wir uns für ein feudales Mittag. Unsere Wahl fiel auf ein kleines französisches Restaurant mit Vorspeise und Ente.

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Die Pilgerstätte und Anlaufstelle für Santiago de Compostela Pilger ist nicht das Jakubinenkloster sondern Saint Sernin ebenfalls aus dem 12.Jh.

Auch wir bewunderten die Pilgerkirche von innen, bevor wir das offizielle Sightseeingprogramm für beendet erklärten.

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Für einen Drink kehrten wir in diese lauschige Ecke ein:

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Nachdem wir einen Supermarkt überfallen hatten, zog es uns zur Pont Neuf und dann wieder an die alte Stelle vom Vortag, an der Garonne. Mit Wein, Baguette und Käse ließen wir den Abend ausklingen. Unser Fazit zu Toulouse…..die Stadt kann doch ganz schön sein. Allerdings waren wir uns Alle einig, ein zweites Mal kommen wir bestimmt nicht wieder ( es sei denn für die grandiose Salami aus dem Supermarkt).

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Mit einem Bild vom Beluga beende ich diesen Bericht. Die dicken Wale sieht man immer über Toulouse fliegen. Sie versorgen Airbus mit Flugzeugteilen aus aller Welt. Wir mochten die dicken Dinger und freuten uns sogar noch beim Start in Bagnac, dass eines dieser Transportflieger vor uns startete.

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