Liechtenstein 2026: Vaduz und Umgebung

Unser Spätsommerurlaub ging in diesem Jahr nach Korsika, der ursprüngliche Plan in die baltischen Staaten zu reisen, hatten wir im Frühjahr 2026 aufgegeben. Ziemlich geniale Idee, wie sich herausstellte, da der erste Sturm im Frühherbst Litauen ohne Strom und Tote zurückließ.

Wir hatten uns gegen den Brenner entschieden, lediglich die erste Strecke gen Süden endete im strömenden Regen in Denkendorf. Die erste Freude, der Fleischer war auf….die bittere Enttäuschung , der Lindenwirt ist Geschichte. Statt Schweinebraten also Spaghetti á la Sandra.

Die erste Nacht war ruhig, wir ließen die Weiterreise ebenfalls ruhig angehen und nach rd. vier Stunden fuhren wir erst ein kurzes Stück durch Österreich, die Schweiz und dann begrüßte uns das Fürstentum Liechtenstein.

Unser Campingplatz Mittagsspitze in Triesen erwartete uns mit geschlossener Rezeption- Zeit mal einen kurzen Abriss zu Liechtenstein zu geben.

Sechskleinster Staat der Welt, viertkleinster in Europa. 41.000 Einwohner, Währung ist der CHF. Liechtenstein ist auf der Reisekarte der Inder angekommen, Sharukh Khan auf grüner Wiese geht auf dem Subkontinent immer. Deutsche, sofern nicht Touristen, kommen zum arbeiten….Gehalt ist bestimmt prima, 44CHF für ein Wienerschnitzel, rd. 46€!

Nach unserer teuren Cola, Aperol und Bier auf der platzeigenen Restaurantterasse checkten wir ein und fuhren schnellstmöglich nach Vaduz. 

Zuerst liefen wir in die Schweiz, die letzte hölzerne Rheinbrücke ließ Vergangenes hochkommen. Die Vorstellung wie Handel zwischen beiden Ländern diese Brücke mal bestimmt haben, war gut vorstellbar.

Das Schloss Vaduz, Sitz der Fürstenfamilie thront über dem Rhein, dieser wiederum war nur ein müdes Rinnsal im Jahr anno 2026.

Vaduz selbst ist in rund 1 Stunde gut erlaubar, wichtig sind die Bischofskirche St. Florin, 1896 fertiggestellt.

Neben dem Liechtensteincenter gibt es noch ein paar Museen und das Schloss Vaduz.

Interessant ist auch. das Parlamentsgebäude sowie einige architektonische Schönheiten am Wegesrand.

Wir bewunderten die zwei Prismen und dann war der kurze Rundgang schon vorbei.

Den Abend versüßten wir uns am Grill, Lamm aus Bayern, Chevap vom Spahnferkel und Kartoffelsalat handmade.

Lebensmittel übrigens ok im Preis, selbstverständlich ein wenig teurer als in Deutschland aber keine Bankrotterklärung.

Es wurde kalt in den Bergen, um 21:00 Uhr lagen wir im Bett und mummelten uns am nächsten Morgen bei 11 Grad aus dem Bett.

Die notwendige Dusche, die leckeren Brötchen ab 8:30 Uhr ( ein Brötchen knapp 2€) und Sonne en masse, weckten unsere Lebensgeister. Noch ein Tag im Fürstentum stand an.

Wir fuhren zunächst nach Triesenberg, ein gut erhaltenes Walserdorf….naja, wohl eher ein schnieke renoviertes Ferienörtchen mit Blick auf Vaduz.

Weiter gings Richtung Malbun, dem Winterskigebiet von Liechtenstein. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch Steg, das war ein Walserdorf, dazu mehr im späteren Verlauf des Tages.

Erstmal ging es mit dem Sessellift nach Sareis, die Hunde machten brav mit, hielten stil, kotzten nicht.

Oben erwarteten uns Ausblick, ein kühles Getränk und Eis. Wir liefen die letzte Etappe des Schaukelpfads und schon gings per Sessellift wieder runter.

Überall spielten Bands, Heimatgruppen oder eben auch Alphornbläser…sonntags in Liechtenstein.

In Steg bestaunten wir die alten Holzhäuser der Walser. Diese sind im 13.Jh. aus dem Wallis eingewandert und haben sich bis heute eigene Traditionen, bis hin zu einer eigenen Mundart bewahrt.

In Gafleis krochen wir nochmal auf einen Aussichtsturm und dann ließen wir es gut sein mit dem Fürstentum.

Der späte Nachmittag gehörte dem Campingplatz, der Sonne und dem abendlichen Grillen….Resteessen, auf die Fähre geht nur wenig Kram mit.

Unser Fazit zu Liechtenstein: unbedingt sehenswert, wir hätten noch gut uns gerne einen Tag länger mit Programm füllen können.

Als letzes Bild kommt ein Foto aus Balzers, vom Schloss….das kann man auf dem Weg in die Schweiz aus dem Auto bewundern.