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Italien 2022, I: Denkendorf, St. Josef am See, Kaltern & Cantina Tramin

Mittlerweile ist es Tradition geworden, am letzten Arbeitstag noch vier Stunden zu arbeiten und dann in den wohlverdienten Urlaub zu gehen.

Emily war erstaunlich ruhig und auch ziemlich gelassen, als wir bei Nieselpiesel die Wohndose an den Skoda koppelten und uns um 11:16 Uhr auf den Weg nach Denkendorf machten. Es schüttete unterwegs und wir beäugten mit Argusaugen die Wetterapp für die folgenden Tage. Die A8 war gefühlt eine einzige Baustelle, die Fahrt zog sich elendig.

Unterwegs machten wir 1x Pause und Mathias verwöhnte den Skoda mit dem 5l Kanister Diesel. Gegen 17:00 Uhr rollten wir auf den Stellplatz ein, tankten vorher voll und beehrten den Dorffleischer mit unserer Anwesenheit.

Um 18:00 Uhr gings zum Lindenwirt und zwischen Schnitzel, Spanferkel und Schweinebraten erfuhren wir, dass die Queen verstorben ist. Irgendwie waren wir doch bedrückt, es kam bei der 96 Jahre alten Lady dann doch „plötzlich und unerwartet“.

Um 21:00 Uhr fielen wir in einen tiefen traumlosen Schlaf, aus dem ich gegen 3:30 Unr erwachte. Mathias schlief bis 5:30 Uhr und nach einem schnellen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Es war nicht wirklich stauig aber extrem voll.

In Österreich überraschte uns Schneeregen und die 10 Grad auf der Brennerautobahn machten auch nicht wirklich  glücklich. Umso schöner wurden wir dann in St. Josef am See begrüßt, es war trocken und die Sonne kam raus, schön wieder da zu sein!

Wir bekamen den Stellplatz 124, parkten unsere Wohndose und begrüßten die Nachbarn links, recht sowie vorne. Vorne links, aus TF ließ es sich nicht nehmen, an Emily herumzumosern, die ihre neuen Freunde lautstark begrüßte. Dennoch, die 124 wird unser Favorit, wir heulen der 74 keine Träne nach. Mittlerweile gibt es Stellregeln, falls das Schilf anfängt zu brennen und der CP geräumt werden muss. Adios Freiheit, willkommen Klimawandel, für uns vollkommem nachvollziebar, Haus mit Vorgarten Stellung ist adé.

Nebenan wohnt Dickie, ein furchteinflößender deutscher Schäferhund, in seinen Maßen riesig. Die Besitzer beteuerten, dass er sogar höher als ein Wolf ist ….Wahnsinn! Mit Dickie konnte nur Emily gut Kirschen essen, sie fand Gefallen an dem Riesen. Seine Hundeeltern waren nicht wirklich überzeugt, ließen den Hund nur ungern an unsere….einmal Happs und Emily wäre als Snackie in die Geschichte eingegangen.

Wir genossen das erste Bier, die erste Pizza und den ersten Aperol Sprizz und fielen um 15:30Uhr ins Bett…

Mathias testete gegen 17:00 Uhr den See, Emily quakte ein wenig herum, wir verklönten uns mit den Nachbarn. Das Wetter wurde mal besser mal schlechter, so schön zeigte sich die Gassirunde.

Kochen fiel an diesem Tag noch konsequent aus, die Speisekarte versprach Miesmuscheln und genau diese wurden es dann auch, lecker war es.

Die Anreise hatte uns geschafft, wir lagen um 21:30 Uhr brav zugedeckt im Bettchen, leider Regen duselte uns ins Bett….draußen waren es nur noch 11 Grad.

Nach gut zehn Stunden Schlaf war die Welt wieder in Ordnung! Emily kam zwar einmal nächtens und musste um 3:30 Uhr raus, Gott sei Dank schliefen wir aber nochmal ein. Mathias schwamm sich gegen 7:30 Uhr wach und mit einem sehr guten Frühstück im Magen, einer warmen Dusche und einem zufriedenen Blick in die Wetter App machten wir uns auf den Weg nach Kaltern.

Wir drehten eine nette Runde durch das schöne Dorf, immerhin….seit 2020 jedes Jahr in dieser Ecke und nie in Kaltern gewesen. Wer mehr zu Kaltern wissen möchte, schaut hier: https://www.kalterersee.com/de/kalterer-see-und-umgebung/kaltern/

Wir bewunderten die Barockkirche mit seinem freistehenden Glockenturm, die obere und untere Goldgasse und einige schöne Dorfimpressionen.

Von der Kirche genießt man auch einen ganze guten Blick bis zum See und Dorf.

Für Emily nur Gänsewein

Auch der Blick auf nahegelegende Weingüter entzückte….

Im Anschluss unserer Sightseeingtour gings zum Steffelhof, die ersten Mitbringsel für Berlin wurden gekauft. Im Spar verliebten wir uns un Salciccia, Parmesan und Co und kauften Essen für die nächsten zwei Tage.

Nach einem kurzen Boxenstop auf dem Campingplatz zog es uns in die Cantina von Tramin, die im Schützenfestfieber war. Der Blick von der Cantina ist immer sagenhaft, wir freuen uns immer wie kleine Kinder auf den Besuch der Weingenossenschaft.

Wir tranken einen Rung und Lagrein, verließen das Etablissement mit zwei Fläschchen mehr und freuten uns auf den Vino für unser Abendessen.

Angedudelt kehrten wir nach St. Josef zurück, Mathias bereitete eine kleine Brotzeit zu, diese wurde dringend benötigt…..andernfalls wäre ich für den Rest des Tages ins Bett verschwunden.

Mathias Highlight kam am Nachmittag! Er baute das Kanu zusammen, welches wir auf dem Kalterer See ausprobierten. Leider darf die Emily nicht an den See, da dieser als Biotop ausgezeichnet ist. Aufgrund der moderaten Temperaturen konnten wir sie aber im WoWa lassen und unser Vergnügen war eher von kurzer Dauer…..es braute sich am Himmel wieder etwas zusammen.

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Ich fabrizierte Kräuterbutter und Rosmarinkartoffeln. Mathias schmiss den Grill an, wir genossen unsere Einkäufe , einen Lagrein und nen netten Plausch mit den Nachbarn, die uns leider verlassen.

Unser Hund verstand sowohl bei mir als auch später bei Mathias den Sinn der Gassirunde nicht und schlüpfte unverichteter Dinge, dafür frisch geduscht, in die Federn, uns grauste vor der Nacht. Gassirunden um 3:00 Uhr gehören nicht zum Lieblingsportfolio der Hundeeltern.