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Deutschland 2026: Lindau am Bodensee & Ebing

Nach einer unruhigen Nacht auf der Fähre, kämpften wir uns durch den Morgenverkehr von Savona, hangelten uns von Brücke zu Brücke, bis uns die Schweiz wieder begrüßte. 

Wir erfreuten uns an den gut ausgebauten Straßen, bewunderten das Heidiland rechts und links an der Autobahn, winkten nach Liechtenstein hinüber und waren gegen 15:00 Uhr in Lindau am Bodensee.

Ja, die Schweiz hätte auch etwas als Urlaubsziel!

Uns erwartete ein hübscher Campingplatz, spätsommerliches Jackenwetter und zwei gute Stellplätze nebeneinander.

Gegen 17:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Halbinsel, dem touristischen Hotspot in Lindau. Man merkte, die Highseason war vorbei, wir fanden umgehend einen Parkplatz und erschlenderten uns die  süße Innenstadt inkl. aller Wahrzeichen von Lindau.


Zuerst bewunderten wir die doch etwas exotischere Pflanzenpracht im Stadtpark und betraten dann die Altstadt auf der Insel. Fragt man das allmächtige www, bekommt man folgene Aussage zu Lindau:

Lindau ist eine der schönsten Städte am Bodensee. Die historische Altstadt liegt überwiegend auf einer Insel im östlichen Bodensee, direkt an der Grenze zu Österreich und unweit der Schweiz.
Ein bisschen Geschichte
Antike: Die Region war bereits in der Römerzeit besiedelt.
882: Lindau wird erstmals urkundlich erwähnt.
Mittelalter: Durch Handel und Schifffahrt entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz. Lindau wurde später eine freie Reichsstadt.
1806: Lindau kam zum Königreich Bayern.
Heute: Die Stadt verbindet historische Architektur, Bodenseeflair und Tourismus.

Löwe  ( 6m hoch) und Leuchtturm ( südlichster Leuchturm Deutschlands):

Der Mangturm stammt aus dem 12. Jh. Und diente als Wach,-u. Signalturm. Der Turm ist untrennbar mit Rapunzel verbunden, zu Märchenstunden wird immer ein langer blonder Zopf aus dem Fenster herabgelassen. 

Mit einem Aperölchen an der Hafenbar ließen wir ausklingen, bevor wir noch einen intensiveren Blick auf Lindau warfen:

Das alte Rathaus, erbaut zwischen 1422 und 1436:

Peterskirche:

Bahnhof

Schöne Straßen versüßten uns den frühen Abend und schnell war klar, hier müssen wir nochmal hin. Gesagt getan, 2027 geht es an den Bodensee, evtl. dann sogar schon mit neuer Wohndose?

Wir ließen es zünftig ausklingen, Haxe…..so richtig, aber hallo.

Zurück am Campingplatz wartete eine Überraschung auf mich. Freundin Manu aus München wollte uns überraschen und hatte sich auf den Weg gemacht. Leider ist nun ausgerechnet an diesem Tag mein Handy ausgestiegen und wir hatten demzufolge 

keine Ahnung, wer auf uns wartete. Als das Handy wieder mit Strom verbunden war, summste es in einem Zug…..schade, Manu hockte mittlerweile auf der Insel und wir waren reif für die Heia. 

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Sonnenschein und machten uns auf den Weg nach Franken, Ziel Bamberg, Campinginsel Bamberg. Ein 4 Sterneplatz ohne Möglichkeit auf vorheriger Buchung. Es kam, was kommen musste….der Platz war

Restlos voll und wir wieder schneller auf der Bundesstraße als gewollt. Gott sei Dank fungiert der CP in Ebing als Aufräumer und fängt alle Campingwilligen 23 Kilometer weiter auf. 

So erwartete uns ein rudimentäres Plätzchen, Laufdistanz zur Brauerei und ein halbes Huhn auf dem Teller.

Am 12.09.26 erwartete uns der letzte Ritt nach Berlin und ein wenig wehmütig stellten wir Bianca wieder an ihren Platz. Die Warscheinlichkeit, dass wir zum letzten Mal mit ihr unterwegs waren, ist sehr groß. Zu sehr haben doch nun die sechs Jahre an

Ihr genagt, zu unbequem sind das Querbett und auch der „Kinderschlafplatz“ für mich ist mehr als suboptimal. Wie heißt es so schön, nach der Dose ist vor der Dose….Eriba Novaline 442 soll es werden. 

Deutschland 2021: Nußdorf a. Inn

Am zweiten Oktoberwochenende verschlug es uns nach Bayern, kaum einen Steinwurf von der österreichischen Grenze entfernt, nach Nußdorf am Inn. Hintergrund für dieses Kilometerspektakel war beruflicher Art, Mathias richtete für Kunden die Telefonanlage, nach Wechsel von Vodafone zur Telekom, ein. Er wollte die Tortur nicht alleine bewältigen und ich ließ mich breitschlagen….Emily wurde nicht gefragt!

Wir fuhren am Freitag um 12:10 Uhr von Britz los und waren um Punkt 19:10 Uhr im „ schönsten Dorf Europas“ ; gekürt im Jahr 2004, 2001 bereits als schönstes Dorf Bayerns gekrönt.

Und ja, bereits im Glanze der untergehenden Sonne machte das Nest, kurz vor Kufstein, einen hübschen Eindruck. Wir hatten an diesem Freitag noch die Vision, einen Abstecher nach Bella Austria zu wagen und Kaiserschmarren zu genießen….leider blieb dies ein Traum, die Arbeit hielt Mathias an Router, APL und Leitungen.

Nicht nur das Haupthaus war wunderschön, auch die Remise in der wir nächtigten kam direkt aus dem Prospekt „Schöner wohnen“. Die Natur mutete ebenfalls noch nicht herbstlich an, überall blühte es noch, auch wenn die Temperaturen weit unter 10 Grad lagen.

Emily und ich nutzten das schöne Herbstwetter und machten den Ort unsicher. Ich lief mit ihr einen Teil des Mühlenweges, vorher bewunderten wir den Maibaum.

Auch heiratswütige Münchener hatten Nußdorf für sich entdeckt, genug fotogene Ecken gab es zu bewundern.

Wir entdeckten einige puppige oder auch katholisch skurile Ecken. Emily trabte eifrig mit, sie hatte Spaß an den Gänsen und Ponys. Die versprochenen Kühe waren leider zu weit weg, unerreichbar an diesem Wochenende.

Nach rd. zwei Stunden Spaziergang machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Emily war müde, es zog sie zum Rudelführer der noch eifrig werkelte.

Mit einem Blick über einen Nebenarm der Inn, verzogem wir uns in die Remise, bespielten die Kinder des Hauses, Emily hatte ihre wahre Freude.

Zum späten Nachmittag riss der Himmel auf und wir entschieden uns zu einem Auflug nach Flinsbach am Inn, eine weitere Perle unweit von Österreich.

Vorher warfen wir einen Blick in die Berge, die wir bislang nicht gesehen hatten.

In Flinsbach bummelten wir ebenfalls durch den Ort und erlebten unser kulinarisches Highlight im Dannerwirt.

Am nächsten Morgen fuhren wir fix und im Sausewind binnen sechs Stunden zurück nach Berlin. Ein Kurzkurzkurztrip der bestenfalls meinen Augen optische Entspannung einbrachte. Dennoch das Fazit fällt positiv aus, auch Deutschland kann Spaß machen. Emily fand es übrigens mehr als uncool, bereits nach zwei Tagen wieder in Berlin zu sein.