Frankreich 2026: Saint- Émilian

Von Bordeaux ging es mit Tram und Zug nach Saint- Émilian, Weltkulturerbe und pittoresk in den Weinbergen gelegen.

Der Morgen hatte turbulent begonnen, unser Sicherheitstor war verschlossen, es war sowieso viel zu früh und wir erreichten die Tram kurz vor knapp. Am Ende hockten wir im überfüllten Zug, Weinfest in Saint- Èmilion, achherrjee!
Am Bahnhof erwartete uns ein kurzer Marsch ins Weindorf, welcher bereits mit tollen Aussichten auf das was kommen sollte, versüßt wurde!

Seht selbst:

Saint-Émilion ist eine historische mittelalterliche Gemeinde und eines der bekanntesten Weinbaugebiete Frankreichs im Département Gironde (Region Nouvelle-Aquitaine), etwa 40 Minuten nordöstlich von Bordeaux.


Der Ort ist seit 1999 Unesco-Welterbe und damit auch. die erste Weinregion und die damit verbundene Kulturlandschaft, die ausgezeichnet wurde. Die umliegenden Gemeinden gehören ebenfalls zum Weltkulturerbe.

Saint-Émilion hat leider nur noch 1600-1800 permanente Einwohner auf rund 1 Mio Besucher pro Jahr.

Dominante Rebsorten sind der Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.

Voller Vorfreude bahnten wir uns den Weg in die Stadt und bewunderten die ersten Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zur Église Monolithe.


Der Tour du Roy, ein Bergfried aus dem 13 Jh. und mittelalterliche Waschanlagen


Von außen sieht die Kirche gar nicht so ergreifend aus, allerdings bekommt der Besucher schnell mit, dass sich in der größten unterirdischen Kirche Europas etwas Besonderes verbirgt.

Die Kirche verfügt übrigens auch über einen 68m hohen Glockenturm, der bereits von Weitem die „Skyline“ Saint- Énilians prägt.


Um überhaupt in die Rarität zu kommen, müssen Tickets in der Touriinfo erstanden werden, wir hatten Glück und noch viel Zeit dazwischen um den Ort zu genießen. Unser Weg führte uns in eine Kirche, mit Kreuzgang, in dem leckere regionale Naschereien angeboten wurden. Es war eben auch „Grüne Woche Saint- Émilion“. Neben Austern, Vino und Käse, gab es auch die berühmten Macarons, Rezept von 1620.

Es handelte sich um die sogenannte Stiftskirche, die Wandbilder zeigen eine moderne Form der Apokalypse: https://www.saint-emilion-tourisme.com/de/explorer/les-incontournables/les-12-monuments/l-eglise-collegiale-et-son-cloitre

Nach der ersten Stärkung in Form von Vino, Austern, Macarons zog es uns aber wieder in den Ort. Die Touristenmassen aus dem Zug hatten sich gut verteilt und störten ehrlicherweise überhaupt nicht.

Das Wetter schwächelte, dennoch hatten wir einen guten Blick auf die hübsche Altstadt.

Das Wetter wurde zunehmend grausiger, es regnete und wir waren zufrieden dem Herbstschmuddelwetter zu entkommen und die Monolithenkirche zu besichtigen.

Leider sind Fotos vom Inneren nicht erlaubt, ich packe ein Einziges von der Tourismusseite Saint- Émilions hinzu (screenshot). Erwähnenswert ist die Einsiedlerei ( Grotte de l‘Ermitage) wo der Heilige Emil samt Wunderquelle residierte. Neu war uns Allen, dass sich der Ort am französischen Jakobsweg befindet, wenn auch nur an einem Seitenarm und viele Pilger sich deshalb auch hierher verirren.

https://www.saint-emilion-tourisme.com/de/explorer/les-incontournables/les-12-monuments/l-eglise-monolithe-et-son-clocher

Wie die Kirche im Untergrund, so existieren kilometerlange Tunnel, die z.B. als Weinkeller genutzt werden.

    Nach der Führung regnete es noch schlimmer und so blieben uns nur Moules Frites und die Aussicht auf Besserung, die auch kam.

    Der Nachmittag im Ort und in den Weinbergen war wunderschon. Wir besuchten eine Ausstellung, bewunderten Weinkeller und Reben, naschten am süßen, reifen Wein und waren mit unserem Ausflug zufrieden.

    Die Umgebung von Saint- Émilian ist wunderschön und Gott sei Dank, es wurde wieder trockener, so dass wir die Kulturlandschaft noch richtig dolle genießen konnten.

    Ein letzes Schmankerl gab es noch vor dem Weg zum Bahnhof. Wir besuchten die Chandonkellerei Le Cordelliers de Cloitre, untergebracht in den Ruinen einer alten Klosteranlage.

    Mit ein paar tollen Impressionen verabschiedete sich Saint-Émilion

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