Deutschland 2021: Nußdorf a. Inn

Am zweiten Oktoberwochenende verschlug es uns nach Bayern, kaum einen Steinwurf von der österreichischen Grenze entfernt, nach Nußdorf am Inn. Hintergrund für dieses Kilometerspektakel war beruflicher Art, Mathias richtete für Kunden die Telefonanlage, nach Wechsel von Vodafone zur Telekom, ein. Er wollte die Tortur nicht alleine bewältigen und ich ließ mich breitschlagen….Emily wurde nicht gefragt!

Wir fuhren am Freitag um 12:10 Uhr von Britz los und waren um Punkt 19:10 Uhr im „ schönsten Dorf Europas“ ; gekürt im Jahr 2004, 2001 bereits als schönstes Dorf Bayerns gekrönt.

Und ja, bereits im Glanze der untergehenden Sonne machte das Nest, kurz vor Kufstein, einen hübschen Eindruck. Wir hatten an diesem Freitag noch die Vision, einen Abstecher nach Bella Austria zu wagen und Kaiserschmarren zu genießen….leider blieb dies ein Traum, die Arbeit hielt Mathias an Router, APL und Leitungen.

Nicht nur das Haupthaus war wunderschön, auch die Remise in der wir nächtigten kam direkt aus dem Prospekt „Schöner wohnen“. Die Natur mutete ebenfalls noch nicht herbstlich an, überall blühte es noch, auch wenn die Temperaturen weit unter 10 Grad lagen.

Emily und ich nutzten das schöne Herbstwetter und machten den Ort unsicher. Ich lief mit ihr einen Teil des Mühlenweges, vorher bewunderten wir den Maibaum.

Auch heiratswütige Münchener hatten Nußdorf für sich entdeckt, genug fotogene Ecken gab es zu bewundern.

Wir entdeckten einige puppige oder auch katholisch skurile Ecken. Emily trabte eifrig mit, sie hatte Spaß an den Gänsen und Ponys. Die versprochenen Kühe waren leider zu weit weg, unerreichbar an diesem Wochenende.

Nach rd. zwei Stunden Spaziergang machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Emily war müde, es zog sie zum Rudelführer der noch eifrig werkelte.

Mit einem Blick über einen Nebenarm der Inn, verzogem wir uns in die Remise, bespielten die Kinder des Hauses, Emily hatte ihre wahre Freude.

Zum späten Nachmittag riss der Himmel auf und wir entschieden uns zu einem Auflug nach Flinsbach am Inn, eine weitere Perle unweit von Österreich.

Vorher warfen wir einen Blick in die Berge, die wir bislang nicht gesehen hatten.

In Flinsbach bummelten wir ebenfalls durch den Ort und erlebten unser kulinarisches Highlight im Dannerwirt.

Am nächsten Morgen fuhren wir fix und im Sausewind binnen sechs Stunden zurück nach Berlin. Ein Kurzkurzkurztrip der bestenfalls meinen Augen optische Entspannung einbrachte. Dennoch das Fazit fällt positiv aus, auch Deutschland kann Spaß machen. Emily fand es übrigens mehr als uncool, bereits nach zwei Tagen wieder in Berlin zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.