Archiv der Kategorie: Afrika

Ein Traumkontinent, vielfach unterschätzt…von mir geliebt

Uganda 2020, III: Murchison Falls Nationalpark II

Der Wecker klingelte wieder viel zu früh, um 5:45 Uhr standen wir bereits auf, schnappten uns unser vorbestelltes Frühstück an der Rezeption, rannten zum Auto und standen als zweiter PKW an der Paraa Fähre, die uns über den Nil bringen würde.

Allerdings geht die Zeit der Fährüberfahrten bereits absehbar zu Ende, die in Uganda allgegenwärtigen Chinesen bauen eine Brücke über den Fluss. Dies geschieht nicht aus Tierliebe, nein….. sie fracken Erdöl unter dem Nationalpark! Man kann sich nur ausmalen, was dies für die Tierwelt bedeuten wird, welche Auswirkungen auf Murchison Falls zukommen werden.

Obwohl wir so früh dran waren, kamen wir erst mit der zweiten Fähre auf die andere Seite des Nationalparks ( wir hatten kein Ticket und konnten dieses erst ab 6:30 Uhr kaufen) dort wo sich Löwen, Leoparden, Elefanten, Giraffen, Hippos, Krokos, Büffel, viele Böcke und Antilopen aber keine Zebras und wie wir wissen, keine Nashörner tummeln. Uganda hat quasi alles an Wild, nur nicht Alles in einem Nationalpark. Außerdem sind die Tierbestände unter Idi Amin fast ausgerottet worden. Von ehemals 14.000 Elefanten überlebten nur 200 die Diktatoren Amin und Obote. Zur Zeit leben rd 1500 im Park, insgesamt haben sich die Tierbestände aber recht gut erholt, können sich aber noch nicht mit der Masai Mara, Serengeti, Chobe River oder Kruger messen.

Die Fährüberfahrt dauerte keine fünf Minuten, sehr vertrauenserweckend kam uns das Transportmittel für Kariblue aber auch nicht vor und wir waren froh, als wir auf der anderen Uferseite vom Nil waren. Bemerkenswert war der Sonnenaufgang und die morgendliche Stimmung. Das friedliche Wasser trügt, happy Hippos & Krokos bewohnen dieses Nass!

Wie man gut erkennen kann, Tierbeobachtungen sind mehr im Norden möglich, unsere Lodge lag neben der Fähre rechts

Angekommen im Norden zogen wir eine erste Billianz unseres PKWs . So gerne wir Kariblue fahren, ein Fünftürer macht Sinn! Wir haben nur drei Türen und somit ist es unsinnig einen Ranger zu engagieren….dieser würde nämlich vorne sitzen und ich dürfte die Tiere durch dreckige Scheiben, vom Rücksitz, aus beobachten! Da ich darauf keine Lust hatte, zogen wir den Alleingang vor, hängten uns an einen Touribus ran und standen wenige Minuten später vor ein paar Rothschild Giraffen. Man muss bereits zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass man in MFP aufgrund seiner Größe ( der größte und älteste NP in Uganda) nicht sehr nah an die Tiere herankommt. Das Pistennetz ist nicht groß, sofern die Tiere sich nicht unmittelbar an der Piste aufhalten, ist ein Teleobjektiv unbedingt notwendig.

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Wie man sieht, die Giraffen waren sehr weit weg….schade, sie blieben die einzigen Exemplare an diesem Tag.

Das Gras steht in Uganda zu jeder Jahreszeit sehr hoch, da das Land zwei Regenzeiten per anno erleben darf, letztendlich nur fünf Monate trocken sind. Dies stellt für Tierbeobachtungen im eigenen PKW eine echte Herausforderung dar, da diese nicht so hoch sind…. Beim nächsten Mal würde ich aufs Schiebedach achten.

Selbst Tiere wie Elefanten waren nicht leicht zu fotografieren, Raubkatzen sind im Gras quasi nicht zu sehen. Allerdings waren wir diesbezüglich nicht schlechter, als die organisierten Touren, sie sahen auch keine Löwen.

das Gras steht hoch
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Im späteren Verlauf unseres Gamedrive stellte ich mich immer auf den Schweller meiner Tür und siehe da, man sah viel mehr!

Wir sahen besonders viele Büffel, Springböcke, Topis, Warzenschweine.

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Der Park ist übrigens auch landschaftlich sehr reizvoll, der Norden sieht komplett anders aus als der Süden. Im südlichen Teil herrscht Wald vor, im Norden eine Grassavanne mit vielen Palmen und Bäumen ( Akazien).

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Unser Highlight der morgendlichen Pirschfahrt war mit Sicherheit die Elefantenmama mit Baby…..nicht nur das die beiden Hauptakteure wirklich fotogen waren, nein, die Beiden hatten sich auch eine besonders schöne Kulisse gesucht.

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schockverliebt
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Gegen 11:00 Uhr nahmen wir die Fähre zurück ins Red Chilli, machten einen kurzen Boxenstop und fuhren wieder zurück zum Bootsanleger. Dieses Mal ging es ohne Kariblue aufs Wasser…..Bootstour bis zu den Wasserfällen.

die ominöse Fähre

Ich hatte mir eine ähnliche Szenerie wie in Botswana vorgestellt, quasi das gesamte Nilufer ist mit Wildtieren vollgestellt….Disney Style, so habe ich den Chobe River in Erinnerung. Naja, der Nil ist nicht der Chobe und um es kurz zu machen….Nilpferde und Crocs gab es im Überfluss, Elefanten waren rar und der Rest quasi nicht vorhanden.

Wir lernten auf der Tour ein Münchener Paar kennen, die ebenfalls über Roadtrip einen Wagen gemietet hatten und für vier Wochen durch Uganda und Ruanda kurven….sie lebt von Hartz IV, er war ein richtiger norddeutscher Schnösel, der in der Münchener Schickeria bestimmt nen Namen hat und seine Perle nicht aushalten will. Die Dame erklärte mir kackfrech, wie schwer sie es hatte, die vier Wochen vom Amt genehmigt zu bekommen….mir blieb die Spucke weg, ausgerechnet Uganda, wo bereits atmen Geld kostet! Soviel zum Thema Ausnutzung des Sozialsystems!

Unsere besseren Freunde an diesen Tag waren die Happy Hippos, wir einigten uns darauf, dass diese bestimmt die glücklichsten Tiere sein müssen…..bei dem Grinsen ;0)!

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Auch die Krokos kamen nicht schlecht, besonders das Riesenvieh mit Zahnstein und Blutspuren der letzten Mahlzeit.

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An den Wasserfällen stiegen die meisten Mitstreiter aus, um auf die Wasserfälle zu laufen…. gut das wir dort schon am Vortag waren, wir hatten das Boot fast für uns.

Wer übrigens die African Queen sehen will, ist an den Murchison Falls immer noch richtig….viele Grüße an Audrey Hepburn und Humphrey Bogart ….muss den Film auch mal sehen!

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Nachdem wir den beeindruckenden Wasserfall und die enge Schlucht ausgiebig bewundert hatten, ging es zurück nach Paraa. Dort ließen wir uns die Nudeln mit Huhn gut schmecken und gingen relativ zügig in die Falle….nachts ist Hippo und Mosquitotime.

Mit drei Vogelbildern verabschieden wir uns aus dem Murchison Nationalpark.

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Uganda 2020, II: Ziwa Rhino Sancutary & Murchison Falls NP I

Um 5,50 Uhr klingelte der Wecker und wir weigerten uns noch 40 lange Minuten aufzustehen. Ich hatte trotz Mosquitnetz einen Stich und ärgerte mich darüber.

Um 7:00 waren wir abreisefertig, gegen 7;10 erhielten wir unsere Frühstücksburritos und schon waren wir „on the road“. Die Landschaft zwischen Entebbe und Kampala war bildschön, das Morgengewusel faszinierte uns sehr, der Stau in Kampala hielt sich in Grenzen.

Die Straßen waren zunächst auch super ausgebaut, erst kurz vor dem Rhino Sanctuary wurden die Pisten schlechter. Navi und Google Maps verschätzten sich Beide mit der Fahrzeit und wir waren erst gegen 10:30 Uhr am Ziwa Rhino Sanctuary, leider mit uns auch ein paar Reisegruppen.

Eine kurze Einführung zum Sanctuary: Notwendig wurde dieses privat finanzierte Projekt, weil unter Idi Amin und Obote das Breitmaulnashorn komplett ausgerottet wurde. 2004 wurde das Gebiet umzäunt und 2005 kamen die ersten zwei Nashörnern in Uganda wieder an, Geschenke der USA ( Disney Project) und Süd Afrika. 2009 wurde Obama geboren, benannt nach dem damaligen USA Präsidenten und weil das Tierchen afrikanische u. amerikanische Wurzeln hat. Das Zuchtprogramm verläuft äußerst erfolgreich, zur Zeit hat das Rhino Sanctuary 30 Nashörner, davon etliche „Babies“ von rund einem Jahr. Im nächsten Jahr wird wieder Nachwuchs erwartet, die Tragzeit einer Nashornkuh beträgt 16 Monate.

Unser Guide erzählte uns, dass es ein zweites Sanctuary geben wird, wenn die magische Zahl von 50 Tieren erreicht wird. Es erfolgt dann eine Teilung und die Überlegungen wann und in welchem Park die Tiere angesiedelt werden, sind noch nicht abgeschlossen. Momentan kann der Schutz noch nicht ausreichend gewährleistet werden, selbst in Murchison Falls oder Mburo wäre die Gefahr des Wilderns sehr groß.

Wir zahlten am Eingang unsere 50$ pro Person und wurden einem Guide zugeteilt. Dieser fuhr mit uns im Wagen mit, leider folgten uns die Reisgruppen. Da wir zu den Nashörnern laufen würden, wäre es sicherer in größeren Gruppen zu gehen.

Das Areal ist riesig und eigentlich ein eigener Nationalpark. Man kann nicht nur Nashörner sehen, verschiedenste Antilopen, Gazellenarten und sogar Leoparden leben innerhalb des Zauns. Wir fuhren bestimmt 10-15 Minuten durch das Schutzgebiet, bevor wir hielten und zu Fuss weitergingen. Immer brav hintereinander, durch fürchterliches Klettengestrüpp und Kleinviechzeug…..neben Mathias stand nen Typ der fast auf eine grüne Mamba getreten wäre….upps. Übrigens ist Ziwa der einzige Ort auf der Welt, wo man zu Fuss Nashörner besucht.

Die hier gezeigten Rindviecher sieht man übrigens im ganzen Land, man beachten die beeindruckenden Hörner.

Nach etwas zehn Minuten Fussweg standen wir auf einmal vor den zarten Kolossen….eine Mama mit zwei Kälbern, ca. 2 Jahre alt. Der Abstand betrug zw. 15-20 m, die Ranger achteten darauf, das wir nicht näher an die Tiere gehen und den Rückzug antreten, sofern Nervosität bei den Nashörnern wahrzunehmen ist.

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Nachdem wir uns an den ersten grauen Brummern sattgesehen hatten, liefen wir ein wenig weiter und stießen auf drei weitere Nashörner. Mama Luna, Baby Kuc und tatsächlich ließ sich auch Obama blicken, den mal wohl sonst eher selten sieht.

Das Baby, rund ein Jahr alt, pfiepte ganz fürchterlich, unser Ranger erklärte uns, dass die Kleine schlafen möchte. Mama Nashorn frisst jeden Tag bis zu 100kg Grünfutter und das Baby latscht die ganze Nacht mit, obwohl sie auch noch Muttermilch bekommt. Gegen 12:00 Uhr mittags wollten die zarten 500kg Lebendgewicht nur noch schlafen und mit seinem Gequake war sie „kleine Dame“ unserem Hund nicht unähnlich. Wir hatten Mitleid mit dem armen Ding, lustlos trödelte das Mädchen mit Mama Rhino mit und die Protestrufe wurden immer lauter, doch das Muttertier ließ sich nicht beirren, trottete weiter und beäugte uns skeptisch. Als die drei Tiere uns immer näher kamen, mussten wir den Rückzug antreten.

Mama, Baby und im Hintergrund Obama
Obama, das erste Nashornbaby des Sanctuary *2009
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Gegen 14:00 Uhr verließen wir tief beeindruckt das Schutzgebiet und warfen uns wieder auf die Straße, eher Sandpiste……147 km lagen noch vor- drei Stunden in ugandischer Zeitrechnung. Wir fuhren durch Masindi ( unaufgeregte Kleinstadt) und begaben uns in den Nationalpark. Nachdem wir registriert worden waren, die 160$ für zwei Tage im Park gelöhnt hatten, erwarteten uns die ersten Kolobusäffchen und Paviane als Begrüßungskomitee.

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Da der Nachmittag eh schon fortgeschritten war, wir am nächsten Tag mit Pirschfahrt und Bootstour zu den Wasserfällen eigentlich komplett zeitlich gebunden waren, entschieden wir uns zu einem 45km Umweg und fuhren zu den Wasserfällen….Murchison Falls von oben ist ein tolles Erlebnis. Der wasserstärkste Fall der Welt fällt aus dem Viktoria Nil und bildet dann den Albert Nil, der schlussendlich zum großen Ganzen wird. Dabei fällt das Wasser in eine 6m breite Schlucht und macht dabei mächtig Getöse.

Wir liefen also am Rand des Falls entlang und bewunderten die Wassermassen, schnippten TseTse Fliegen beiseite, die es im Nationalpark gibt und die gut erkennbar sind…..länglich, träge und echt tödliche Biester. Wir hoffen, dass uns keine erwischt hat, ich entdeckte abends zwei hässliche Stiche, die ich mir durch die Trekkinghose zugezogen hatten. Dafür sind die Mistviecher bekannt, ich hätte allerdings den Biss bemerken müssen, da dieser einer Bremse nicht unähnlich ist……hoffen wir das Beste.

Hier ein paar Impressionen der Fälle, von unten schauten wir uns diese vom Boot aus, am nächsten Tag an.

Vollkommen platt machten wir uns auf den Weg zum Red Chili Restcamp, einer ehemaligen UWA ( Uganda Wildlife Association) Unterkuft, die später von der Hostelkette in Kampala übernommen wurde. Auch hier gibt es die Möglichkeit der Bungalows mit und ohne eigenes Bad als auch Luxuszelte, mit Betten und normale Campingmöglichkeiten. Wir hatten einen Bungalow mit Klo und waren direkt, nach unserer Ankunft, dankbar dafür:

An der Rezeption bekamen wir für den Fall der nächtlichen Nildpferdbegegnung strikte Anweisung! Nie ohne Taschenlampe auf dem Gelände herumlaufen, großen Bogen um die gefährlichsten Tiere Afrikas machen! Prost Mahlzeit….achja, sie kommen wirklich jede Nacht vom Nil hoch, da die Tiere sich ihre Grasgebiete markieren und IMMER, wirklich IMMER dorthin zurückkehren….über Generationen hinweg.

Das Camp war einfach aber urig und aufgrund der hohen Lodgepreise eine der wenig erschwinglichen Möglichkeiten im Park zu übernachten. Zum Vergleich: unser primitiver Bungalow kam 65€ ohne Verpflegung, die Paraalodge kostet rd 600$ pro Person pro Nacht mit Frühstück, die Murchison Lodge immerhin noch rd 300$…. und so geht es munter weiter. UGANDA kann richtig teuer werden. Schaut man sich noch die Preise für die Parks, Gorillatrekking, & Schimpasentrekking an, wird Einem klar, sparen kann man nur an den Unterkünften und eventuell beim Essen.

Hier ein paar Restcamp Impressionen:

Zelte in der Luxusvariante ohne eigenes Bad
home sweet home

Wir ließen den Abend bei Bier und Huhn in Brandysoße ausklingen und verschwanden gegen 20:00 Uhr in unsere „Luxusherberge“…..von eventuellen Nilpferdhorden bekamen wir nichts mit.

Uganda 2020, I: Berlin-Istanbul-Kigali-Entebbe

Man sagt, dass Uganda die Perle Afrikas ist. Neben Rwanda und dem Kongo das einzige Land, wo man Gorillas beobachten und zuweilen näher kommen darf, als manch Einem lieb ist. Das Land verfügt über eine einzigartige Natur, dichtem Regenwald, imposante Vulkane und bezaubernde Seen.

Die Tierwelt suchte, vor der grauenhaften Unterdrückung durch Idi Amin, seines Gleichen…..der Diktator schaffte es, dass in wenigen Jahren die Tierbestände fast ausgerottet waren, Nashörner werden in mühevoller Handaufzucht wieder in Uganda etabliert, auf einen Gorilla kommen rd. 24 Bewacher, die scharf gegen Wilderer vorgehen. Die Bestie Mensch ist grausam…. Nach Amin kam Obote und nochmals wurden in Uganda 500.000 zum Opfer der Diktatur. Erst seit Mitte der 90er Jahre geht es mit der Perle Ostafrikas aufwärts und so langsam und allmählich entpuppt sich Uganda als Vorzeigeländle auf dem Schwarzen Kontinent.

Wir schauten uns zwei Tage vor Abflug „Gorillas im Nebel“ an und waren, zugegeben, doch recht zappelig im Vorfeld der Reise. Die bange Frage, ob wir uns zu viel vorgenommen haben, ob die Idee mit einem eigenen 4×4 die Schlammpisten zu fahren eine gute gewesen ist, die große Frage, ob die Reiseplanung vernünftig und nicht zu anstrengend wird….Fragen über Fragen! Auch das ambitionierte Trekking zu den Berggorillas wurde hinterfragt, Mathias kaufte einen Tag vor Abflug Handschuhe im Baumarkt, diese werden in den Reiseführern empfohlen, da der Regenwald sehr dicht ist.

Seit Kurzem bedient Turkisch Airline die 11:35 Uhr Maschine nach Istanbul mit einem riesigen Airbus, quasi Fernreisefeeling auf der Mittelstrecke. Beim Einschecken in TXl lernten wir eine nette ugandische Austauschtruppe kennen. Diese waren drei Monate in Deutschland gewesen und freuten sich tierisch, dass wir nach Uganda in den Urlaub fliegen. Bereits der erste Eindruck ließ auf eine tolle Erfahrung mit den Menschen im Land hoffen…..offen, herzlich und gastfreundlich.

Der Flug nach Istanbul war unspektakulär, wenig Turbulenzen, wenig Schnee in den Bergen, lecker Köfte mit Kichererbsen auf dem Teller.

In Istanbul hatten wir rd. 3,5 Std. Aufenthalt und wollten diese mit Duty Free und Apothekenplünderung füllen. Leider hat der so großartige Airport IST keine Apotheke und somit gab es für mich keine tollen Migränetabletten. Der Duty Free war auch noch nicht für meinen neuen Lieblingsduft bereit, dieser sollte bereits seit dem 15.01.20 auf dem Markt sein….nicht in Istanbul.

Während Berlin – Istanbul mittlerweile mit einem dicken Brummer bedient wird, verkehrt auf der Route Istanbul-Kigali- Entebbe eine 737-800 mit 26 Sitzreihen….oh Graus. Kleiner als jeder Mallorcastoppelhopser und das für rd. 8 Std!

Die ersten zwei Stunden verlief der Flug allerdings sehr angenehm, ich war begeistert. Es zappelte ein wenig über dem Mittelmeer, mein lieber Mann suchte die angeleuchteten Pyramiden von Gizeh als wir über Kairo waren und dann waren wir aufeinmal über dem Sudan! Stockfinstere Nacht, lediglich ein paar Feuerstellen waren von oben zu sehen und dann setzten krasse Wüstenturbulenzen ein. Mathias meinte später, er hätte zum Teil mit seinem Magen Probleme gehabt. Die kleine Maschine verhielt sich ein wenig wie eine Feder im Wind, wir verloren in 4,5 Std Turbulenzflug über 50 Minuten bis Kigali. Da konnte uns auch das leckere Essen ( Köfte auf dem Weg nach IST, Hähnchencurry nach Kigali) nicht entschädigen.

Zwei Stunden vor Landung gab es ein Schafskäsesandwich, welches wir uns für unser Frühstück in Entebbe zurücklegten…..Malariaprophylaxe auf nüchteren Magen ist uncool.

In Kigali verließen einige Wenige die Maschine und es setzte ein lustiges Ratespiel in der Maschine ein. Die Flugbegleiter standen in den Gängen und zogen die Taschen und Jacken aus den Gepäckfächern.Jede/r Anwesende musste seinen Scheiß identfizieren….der nächtliche Zwangsaufenthalt entpuppte sich zur Parodie, woanders müsste Eintritt gezahlt werden!

Die 37 Minuten zurück nach Uganda waren nicht der Rede wert, pünktlich schlug die Maschine um 3:55 Uhr nachts in Entebbe auf.

Mit Entebbe verbindet man meistens nur die Entführung der Air France Maschine mit 248 Menschen an Bord, die am Ende durch das israelische Militär erfolgreich befreit wurde. Die Entführung geschah übrigens genau an meinem Geburtstag, sagt mir das allwissende Wikipedia….

Was die Meisten nicht wissen, Entebbe ist eine nette Stadt mit rd 80.000 Einwohnern, einer gewissen touristischen Infrastruktur auf einer Halbinsel im Viktoriasee und ist sicherlich die bessere Startbasis, als Kampala, für einen Ugandaaufenthalt. Entebbe hat den einzigen internationalen Flughafen in Uganda, die Hauptstadt ist rd. 37 km entfernt.

Die Einreise verlief zügig, wir plauderten nett mit dem Beamten und bekamen 19 Tage Visum, nicht die verhängnisvollen 15 Tage, die auf dem Onlinevisa genehmigt worden waren. Uff, der Stein fiel zentnerschwer vom Herzen, eine Nacht auf dem nicht sehr spektakulären Flughafen wäre unangenehm geworden.

Zärtlich beobachtete ich die erste Kakerlake, die über ein Prospekt des Rushaga Gorilla Camps lief, und sackte besagten Flyer an der Touriinfo ein…..wir haben dort eine Reservierung.

Unser Transfer erwartete uns, die Fahrt zum ViaVia Guesthouse verlief zügig und nachdem wir unsere Schlüssel bekommen hatten, lagen wir bereits um 5:00 Uhr unter dem Moskitonetz.

Gegen 10:00Uhr klingelte uns der Wecker unbarmherzig aus dem Bett. Wir organisierten die Taschen neu und amüsierten uns über den Hinweis des Guesthouses, dass man niemals nie das Fenster aufmachen soll…..es sei denn man steht auf Vögel im Zimmer, Hunde im Bett und Äffchen die klauen.

Zunächst schauten wir uns auf dem Grundstück um und bewunderten die afrikanische Architektur und die tolle Vegetation. Das ViaVia gehört zu einer internationalen Franchisingkette, die Häuser sind alle ökologisch verträglich, nachhaltig und die Restaurants sind sehr gut. Wir haben bereits 2012 in Honduras in einem ViaVia geschlafen und waren zufrieden.

wer Zimmer nicht mag, darf auch glampen
von innen

Wir lümmelten eine Stunde am Restaurant herum, tranken auf das TA Sandwich und der Malarone Tablette eine Cola und beobachten die Piepmätze in dem kleinen Seitenarm des Viktoriasees. Meines Erachtens handelt es sich dabei um eine Art Eisvogel, Kingfisher, Genaueres muss ich ergoogleln.

der Name muss noch ergooglelt werden….

Um 12:00 war Roadtrip Uganda pünktlich wie die Feuerwehr am Hostel und übergab uns den Rav4, der ab heute auf den Namen Kariblue hört.

Karibu heißt Herzlich Willkommen und genauso herzlich wurde uns der Wagen übergeben und von uns willkommen geheißen…..dass Blau am Ende des Namens ist selbsterklärend.

Um uns ein wenig mit dem Verkehr vertraut zu machen und um an die begehrten Airtel Sim Karten zu kommen, machten wir uns auf den Weg in die Queen Victoria Mall. Vorbei an echt afrikanischer Bauweise ( Wellblech) sowie ein paar Lehmpistenerfahrungen reicher, erreichten wir den Parkplatz. Ich befolgte die Anweisung des Parkwächters und ließ mich und mein Handy durchleuchten…..mein lieber Mann als auch meine Handtasche mussten nicht durch den X-Ray! Andere Länder, andere Sitten…..

Die Mall ist für afrikanische Verhältnisse fast schon mondän, neben KFC und Javas Café , gibt es auch einen Supermarkt mit wirklich gutem Angebot. Bei Airtel mussten wir für unsere Monatssim nicht nur 40 Minuten anstehen sondern auch Fotos und Fingerabdrücke über uns ergehen lassen. Natürlich wurde auch der Pass abfotografiert. Am Ende standen wir jeweils mit einer 20 GB Sim da, und freuten uns nen Kullerkeks. Bei MTN wiederholten wir das Ganze und wer meine Zeilen jetzt liest, diese machte unser mobiler Router möglich, der mit einer SIM von MTN bestückt war.

Nach unserem Besuch im Supermarkt fuhren wir in das 2Friends Geusthouse, Beach und Bar, eine Empfehlung aus jedem Reiseführer, Trip Advisor usw.

Wir wollten einen Blick auf den Viktoriasee werfen, ein Bier und möglichst Viktoriabarsch auf dem Teller und bekamen Alles! Dazwischen sogar noch Tilapiafilet, ebenfalls aus dem See und saulecker. Wir entschieden uns für Tusker und Nile Gold um uns ans einheimische Gesöff zu wagen. Tja, was soll man sagen……nach einem Bier waren wir fast hinüber, der lange Flug, der wenige Schlaf und sicherlich die Hitze ( trockene 30 Grad) zollten Tribut.

Wir beobachten die Fischer im See und hatte einen tollen Nachmittag.

Der Viktoriasee ist übrigens, mit einer Größe von Irland, der drittgrößte See der Welt, lediglich das kaspische Meer und der Obere See sind größer. Den See teilen sich Kenia, Tansania und Uganda. Uganda hat mit rd. 45% den größten Anteil am See und hat z.B auf Ngamba Island Schimpansen angesiedet, die nur unter größten Impfauflagen besucht werden können. Wir wären mit unseren popeligen Standardimpfungen inkl. Menigokokken, Gelbfieber und Hepatitis etc. chancenlos gewesen. Auf Ngamba wird Tierschutz groß geschrieben, gut für die Äffchen. Ich war sowieso sehr angetan, als tatsächlich der Impfschutz bei der Einreise überprüft wurde….das erste Mal in meinem sehr lange Travellerleben.

Die beiden beliebtesten Fische aus dem See sind der Barsch und der Tilapia, Beides auch in Deutschland oft auf dem Teller. Wir aßen den Tilapia als Vorspeise und teilten uns den Riesenbarsch, den wir kaum zu Zweit schafften.

Auch ein paar Vögelchen machten ihre Aufwartung bei uns und ich ärgerte mich, wie bereits den ganzen Vormittag, dass ich nur die kleine Canon Bridge aus dem Zimmer mitgenommen hatte. Vier Kameras im Gepäck ( Drohnen sind übrigens verboten, ich wurde befragt) und die schlechteste in Entebbe im Betrieb. Die kleine Bridge hatte es nur aufgrund der enormen Brennweite in den Rucksack geschafft und soll als Ortung für Tiere herhalten…..naja, die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat und so sind die Fotos im ersten Beitrag alle ein wenig matschig.

Auf unserem Rückweg versuchten wir in einer Schleife zum Guestouse zu kommen, scheiterten an einer Militärbaracke und mussten durch die Schlammpiste wieder zurück zur Hauptstraße und den herkömmlichen Weg nehmen. Unsere Nachbarschaft gab uns aber einen ersten Eindruck und ich zog Vergleiche zu Tansania und Kenia…ja, das ist Afrika!

Im Guesthouse hauten wir uns zunächst ein Stündchen aufs Ohr und genossen abends den Sonnenuntergang mit einem Banana Split und Custard Pudding im ViaVia. Mückenschutz gab es for free aufs Haus und ich wurde dennoch gestochen!

Ab 20:30 bauten wir eine Standleitung zu Strato auf, da ich nicht mehr auf meine Webseite kam. Die Dame konnte uns nicht wirklich helfen, aber wie man sieht, irgendwann waren wir erfolgreich.

Um 22:00 Uhr fielen wir todmüde ins Bett, der Wecker war auf 5:50 Uhr gestellt….auch das ist Afrika.

Namibia 2004: Per Overlander Truck durch Südwestafrika

Nach unserem Erlebnis am Gariep/ Orange River fuhren wir nach einer zweiten, sehr kalten Nacht Richtung Grenze. Die Einreiseformalitäten waren harmlos und schnell befanden wir uns auf gerader Strecke Richtung Hobas/ Fish River Canyon.

Erste Eindrücke aus Namibia:

Das wir im ehemaligen deutsch Südwestafrika waren, erkannten wir an den Poolregeln, die in deutscher Sprache am Pool angenagelt waren. Wikipedia: Der Fischfluss-Canyon (englisch Fish River Canyon, afrikaans Visrivier Afgronde) liegt im südlichen Namibia. Er ist mit etwa 160 Kilometer Länge, bis zu 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe vom Fischfluss ausgewaschenen Flussbett der größte Canyon Afrikas und gilt nach dem Grand Canyon als zweitgrößter Canyon der Erde. Laut dem namibischen Wetteramt MeteoNA wurden hier Rekordtemperaturen von mehr als 50 °C gemessen.

Der Fischfluss ist mit einer Länge von über 650 Kilometer der längste Fluss Namibias. Er entspringt im östlichen Naukluftgebirge, führt aber ausschließlich in sehr regenstarken Zeiten unterhalb seiner Stauung am Hardap-Damm Wasser. Der Fischfluss-Cañon durchfließt im Wesentlichen die Hunsberge und beginnt bei Seeheim im Norden und endet im Süden bei Ai-Ais, während der Fluss erst einige Kilometer danach in den Oranje mündet, den Grenzfluss zu Südafrika. Aufgrund der reduzierten Wasserführung unterhalb des Hardap-Damms ist nicht nur die zukünftige Auswaschung des Flussbettes minimiert, sondern es wird sich im Laufe der Zeit auch die Vegetation am Flusslauf verändern. Trotzdem lassen sich im Flussbett selbst in regenarmen Zeiten einzelne Tümpel finden, die wahrscheinlich von Grundwasser das ganze Jahr gespeist werden. Die Wasserstellen werden sowohl von einigen Antilopenarten als auch von Leoparden genutzt.

Touren in den Canyon sind lediglich in den kühlen Wintermonaten von Mai – August möglich. Wir hatten es damals bereits Ende September und auch wenn die Nächte winterlich anmuteten und an Berlin im Dezember erinnerten, tagsüber war es bereits gut warm. Der Abstieg  in den Canyon, auf eigene Faust,  ist strengstens verboten!

Wir bestaunten den zweitgrößten Canyon der Welt von verschiedenen Aussichtspunkten und bibberten in der Abendsonne.

In der darauffolgenden Nacht hatte ich mein gesamtes warmes Zeug ( inkl. Windbreaker) an und kam irgendwie  unspektakulär durch die Nacht. Ich trug sogar einen Angora Nierenschutz. Bereits nach dem Aufstehen herrschte ein steifer Ostwind, der uns den gesamten Tag begleitete. Wir fuhren nach Sossusvlei zu dem berühmten Namib Naukluft Nationalpark mit den noch berühmteren Dünen.

Wikipedia: Das Sossusvlei (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) liegt in Namibia und ist eine von Sanddünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See am Ende des Vlei. Sossus bedeutet „blinder Fluss“ in der Sprache der Nama. „Blind“ bezieht sich darauf, dass der nach ergiebigen Regenfällen aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung des Atlantiks fließende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib-Küstenwüste endet bzw. versandet – etwa 50 km vom Meer entfernt. Das Gebiet ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks.

Die steife Ostbrise verfolgte uns den gesamten Tag, unser Mittagessen fand im Truck statt, da es draußen viel zu windig und sandlastig war.

Unsere Ankunft auf dem Campingplatz, der direkt in den Nationalpark führte war allerdings ok, die Sonne schien, der Wind war moderater. Um den Platz herum sahen wir Berge, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wir sahen diese Berge an dem Abend zum letzten Mal in dieser Form.

In der Nacht heulte der Wind und ich hörte es durch meine Ohropax immer wieder merkwürdig rieseln. Irgendwann merkte ich, dass ich Sand im Mund hatte und am nächsten Morgen lachte sich der gesamte Waschraum checkig….ich hatte eine komplett rote Wange. Das kommt davon wenn man im Sandsturm sabbert! Angelika saß mit Tränen in den Augen auf nen Hocker und ließ sich den Sand aus den Haaren kämmen. Der Sturm hatte  ganze Arbeit geleistet, wer seine Taschen und Rucksäcke offen gelassen hatte, hatte den feinen roten Pulversand überall! Wo am Abend vor her noch Berge gewesen waren, sah es nun so aus, als ob Dünen den Campingplatz säumen würden. Der Sand war wirklich überall…

Unser Ziel an diesem Sturmmorgen? Die Dune 45…..diese sollte zum Sonnenaufgang erklommen werden. Wer glaubt, dass es leicht ist, auf Dünen zu steigen, dem sei gesagt….es ist sauschwer.

Hier noch ein kleiner Blick in das Zelt von Alexandra und Angelika….so sah es mehrfach an diesem verdammten Sturmtag aus.

Nicht jedes Zelt hatte übrigens während der Wanderung auf die Düne standgehalten, der Sturm war einfach viel zu stark.

Unser Leben beschränkte sich auf den Truck und schnell breitete sich eine Art Lagerkoller aus. Wir sehnten uns nach Aktivität und wollten doch so gern den Nationalpark erkunden.

Der erlösende Anruf kam am Nachmittag von der Parkverwaltung. Wir hatten bereits überlegt, einen Tag früher nach Swakopmund zu fahren und dann wurde es windstiller….

Per Jeep ging es zurück in den Namib Naukluft Park und wir nahmen an der sensationellen Wanderung druch die Dünen und dem Dead Vlei teilt. Imposante Bilder die für sich sprechen:

Auch die zweite Nacht war stürmisch und sandig und nachdem wir sowohl Abendessen als auch das Frühstück am nächsten Morgen im Truck genießen durften, waren wir mehr als froh als es ein Stück weit in Richtung Zivilisation ging. So schnell wie es der Sturm erlaubte, bauten wir unser Camp ab und verstauten unsere panierten Sachen in den Truck. Kurz nach 6:00 Uhr waren wir wieder „on the road“ unser erstes Ziel an diesem Tag war Solitaire      ( niedliches Nest) und vor Allem sandfrei!

Wir bewunderten zur Mittagszeit den Kuiseb Canyon mit gleichnaigen Fluß, für den ich gerne mehr Zeit gehabt hätte:Bevor wir unsere Sachen entsanden durften, machten wir einen Abstecher an die Walvis Bay und wurden erneut Opfer der Wettereskapaden in diesem Teil Afrika. Es herrschte Nebel und somit war der Blick auf die berühmten Flamingos eher eingeschränkt. Angekommen in Swakopmund checkten wir in die Swakop Lodge ein, besser bekannt als „Hotel zum goldenen Kranz“.  Swakopmund ist noch richtig deutsch…auch wenn das deutsche Erbe zunehmend verschwindet und die Regierung Namibias zunehmend das Kolonialerbe aus den Stadtbildern entfernt.

Kurzer Auszug aus Wiki: Historische Bedeutung erlangte die Stadt unter der deutschen Kolonialverwaltung als Teil der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und als wichtigster Hafen für Einwanderer aus Deutschland. Der eigentlich geeignetere Naturhafen von Walvis Bay stand unter britischer Verwaltung und der Naturhafen von Lüderitz lag zu weit abseits der Wege in das Landesinnere.

Die Hamburger Reederei Woermann nahm 1894 einen regelmäßigen Frachtverkehr auf. In den kommenden Jahren wurde alles, was von der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika benötigt wurde, über Swakopmund eingeführt. Am 13. April 1899 wurde die erste Telegraphendienststelle im internationalen Dienst eröffnet. Von da ab begann der Bau umfangreicher Telegraphenlinien in der Kolonie. 1902 wurde mit dem Bau einer Landungsbrücke begonnen. Zuerst wurde sie aus Holz errichtet, um dann 1912 aus Eisen neu gebaut zu werden. Die beliebte Seebrücke wird heute von den Swakopmundern Jetty genannt. Am 23. und 24. September sowie am 30. Oktober 1914 wurde Swakopmund durch britische Hilfskreuzer beschossen. Das Deutsche Schutzgebiet wurde mit der Invasion südafrikanischer Truppen 1914 für zwei Jahre ein Nebenkriegsschauplatz des Ersten Weltkrieges, 1919 ein Mandatsgebiet des Völkerbundes und unter Verwaltung der Südafrikanischen Union gestellt. Obwohl nur noch etwa fünf Prozent der Einwohner deutscher Abstammung sind, ist ihr Einfluss auf das Stadtleben nicht zu verkennen. Swakopmund gilt bis heute als „deutscheste“ Stadt Namibias, woran auch die Umbenennung einer Reihe der ursprünglich deutschen Straßennamen in „zeitgenössisch afrikanische“ wenig geändert hat. Die einzigartige Mischung aus deutsch geprägtem Seebad, afrikanischer Bevölkerung und imposanter Dünenlandschaft machen Swakopmund zu einem beliebten Ziel für Gruppenreisende und Individualtouristen.

In Swakopmund wird nicht nur deutsch gesprochen, auch das Essen ist deutsch- afrikanisch. Es gibt zB Kudu mit Klöße und Rotkohl oder Springbock mit Sauerkraut. Getrunken wird Hansa Bier, gebraut nach Deutschem Reinheitsgebot. Immer noch wird eine deutsche Zeitung täglich aufgelegt und die Kinder besuchen den Kindergarten “ Kükennest“. Vor einem Bäcker bestaunten wir die Auslagen, es gab Butterstreuselkuchen. Eine alte Lady versicherte uns im schönsten Hochdeutsch “ der schmeckt auch ausgezeichnet“. Selbst die Speisekarten waren auf deutsch und als wir unsere Rezeptionistin nach dem Friedhof fragten und es höflichweise mit graveyard und cemetary versuchten, schüttelte sie ihr schwarzes Gesichtchen und piepste ganz hannoveranisch “ meinen Sie den Friedhof?“— wir waren verwirrt, deutsche Kolonialgeschichte war nie so meins und mehr als 1x schüttelten wir in den zwei Tagen verwundert unser Köpfchen.

Zunächst schüttelten wir aber gekonnt jeden Schlüppi, ja eigentlich ALLES was wir besaßen und genossen eine heiße Dusche und die recht komfortablen Zimmerchen.

Am nächsten Tag erkundeten wir den Ort und erlebten spröden afrikanisch- deutschen Charme und unverwechselbares Nordseewetter. Es erinnerte Vieles an Warnemünde an einem „lauen Sommertag“ mit rund 17 Grad.

Der alte Bahnhof

Die Jetty:LIchterfelde oder was?

Nach zwei Tagen Deutschtümmelei ging es endlich in Richtung Etosha Pfanne und damit auf Safari. Unterwegs bewunderten wir die berühmte Spitzkoppe, leider war uns ein guter Blick verwehrt. Kids aus der Umgebung leisteten uns beim Lunch Gesellschaft.

Der Weg war lang, wir erreichten das Camp in Okaukuejo passend zu ersten Abendpirschfahrt.

Infos aus Wikipedia: Der Etosha-Nationalpark ist ein 22.275 Quadratkilometer (km²) großer Nationalpark im Norden von Namibia und bedeutendstes Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4760 km² große Etosha-Pfanne. Von der Südgrenze des Parks sind es 400 Kilometer bis zur Hauptstadt Windhoek und von der Nordgrenze 125 Kilometer bis zur Grenze nach Angola. Der Atlantik ist von der Westgrenze fast 200 Kilometer entfernt.

Der Name „Etosha“ stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“.

Unser Campingplatz war sehr luxuriös, mit Pool, eigenem Wasserloch und Top Restaurant. Nachts hörten wir die Löwen brüllen, wir waren der Natur sehr, sehr nah.

Gigantische Nester:

Die nächsten1,5 Tage fuhren wir durch den Park, legten Mittagsrast an den Wasserlöchern ein und pirschten durch die Pfanne. Unsere Tierausbeute war sehr, sehr gut: Auch unser Wasserloch versprach Spannung, wir konnten jeden Abend Tiere beobachten, ein Highlight war sicherlich das Nashorn, 50m von unserem Zelt entfernt. Wir fuhren weiter in Richtung Osten zur botswanischen Grenze. Bevor wir aber die Grenze passierten, besuchten wir Waterberg und schlugen unser Lager unterhalb des berühmten Plateaus auf. Düstere Kolonialgeschichte prägt diesen Ort, hier fanden die Aufständer der Hereros statt, 1200 von Ihnen wurden von den Deutschen in die Wüste gejagt.

Wikipedia: Der Waterberg, historischer Name Omuverumue[1], ist ein markanter Tafelberg in Namibia, nördlich von Windhoek, ist etwa 48 Kilometer lang und 15 Kilometer breit und überragt seine Umgebung um fast 200 Meter. Heute ist auf dem 40.500 ha großen Plateau des Waterbergs und um dieses herum mit dem Waterberg-Plateau-Park ein Nationalpark eingerichtet. Besonders bekannt wurde der Ort durch die Schlacht am Waterberg am 11. und 12. August 1904 während des Aufstands der Herero.

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Friedhof und schauten uns die deutsche Hinterlassenschaften in Afrika an:Am Spätnachmittag machten wir das Plateau auf verschiedenen Wanderungen unsicher, zum Teil musste man ganz schön schwindelfrei sein: In Windhoek ließ ich mir meine Fotospeicher der Digi Cam klauen, als wir einen Supermarkt besuchten. Wir hatten alle Wertsachen im Truck gelassen, doch leider hatten die Langfinger mein Speichertäschchen mit einer Geldbörse verwechselt. Windhoek lässt sich in wenigen Stunden entdecken, auch hier sieht man noch koloniales Erbe, witzig sind die berühmten Schneedächer: Unsere letzte Nacht in Namibia verbrachten wir unweit der Grenze auf einer Privatfarm nahmes Zelda. Dort gabe es viele eigene Tiere unter Anderem fast zahme Geparden. Wir fuhren mit dem Jeep ins Gelände und erkundeten das Gelände. Mir sind allerdings die Geparden im Gedächtnis geblieben. Es ist Mode die Mietzis als verwöhnte Schmusetiger zu halten. Für uns Europäer immer ein Grund zum Staunen. Am nächsten Morgen setzten wir unseren Weg nach Botswana fort. Auf uns wartete das Okavangodelta mit seiner Artenvielfalt.

USA 2004: New York und der tiefe Süden

Ich war 1997 das erste Mal in New York gewesen und kenne demzufolge noch die Stadt mit der alten Skyline. Auch das World Trade Centre hatte ich damals besucht und mich keineswegs wohl auf der Aussichtsplattform gefühlt. Damals war ich eine Woche in der Stadt gewesen und damals hatte ich bereits viele Sehenswürdigkeiten des Big Apples kennengelernt.

New York II stand demzufolge mehr unter dem Motto „treiben lassen“ Bekanntes wieder entdecken und Unbekanntes auftun. Auf dieser Reise hatte ich auch das erste Mal neben meiner analogen Spigelreflex die erste Digicam dabei. Momentan ( Stand 04/18) sind nur digitale Bilder hier verewigt und nicht Alles, was ich auf dieser Reisebwundert habe, ist in digitalen Fotos vorhanden ( zumal ich 3x in NY war ). Nachdem ich im März 2018 angefangen habe, meine alten Australien und Afrika Bilder zu scannen und somit zu digitalisieren, will ich nicht ausschließen, dass der Blog im Verlauf des Jahres auch mit analogen Werken ergänzt wird.

Wir flogen über Frankfurt in die Staaten und wurden ziemlich hart befragt. Es war für mich das erste Mal nach den Anschlägen und die Ruppigkeit überraschte mich dann doch. Als ich 2006 von den Fijis kommend in LA landete, war es allerdings noch schlimmer…..da fehlte nur der Viehtransporter. Was hasse ich diese Matronen in Grenzbeamtenuniform!

Wir wohnten wieder in unserem Hotel in der 47th. Straße                         ( Diamond Row, jüdisches Viertel) auf Höhe Times Square. Das Portland Square Hotel war mittlerweile renoviert, ansonsten hatte sich nicht viel verändert. Tränen gelacht haben wir, als uns der Fahrstuhl in die 6. Etage fuhr und wir identisch wieder im gleichen Zimmer wie 1997 landeten! Dieses war allerdings auch aufgemotzt worden, das Loch in der Wand (gelungene Tat meiner Mama) war zugespachtelt worden.

Natürlich machten wir unsere erste Runde im Dunkeln und genossen das nächtliche Feeling auf dem Time Square, bin gerne dort….

Am nächsten Morgen eroberten wir das „Evergreen“, ein tatsächliches Evergreen für uns…die Frühstückslieblingsbude auf der anderen Seite der Straße! Alles war dort wie gehabt, selbst der Kellner war lediglich älter geworden.

Wir schlenderten den Broadway hinunter und nahmen auf der Hälfte der Strecke die U-Bahn nach Ground Zero.

Keine drei Jahre nach den Anschlägen war die Ecke am Südzipfel Manhattans immer noch ein Trauerspiel. Beeindruckt schauten wir uns die Exponate und die Ruinen an, lauschten den Geschichten und waren erschüttert. Dennoch, die Stadt hatte sich vom Schock erholt, der Ami tendiert eh zu „business as usual“.

Den ersten Nachmittag verbrachten wir am Battery Park und auf der Staten Island Ferry mit Blick auf die zerstörte Skyline und am Southstreet Seaport  ( die Ecke liebe ich ).

Wir unternahmen einen Abstecher in die St. Pauls Chapel, Century 21 und die Chinatown UND natürlich bei Katz‘ Deli- kein New York Aufenthalt ohne Pastrami aus dem legendären Schuppen, komplementierten unseren ersten Urlaubstag.

Am nächsten Morgen probierten wir ein neues Cafe´ aus (Europa am Times Square) , welches auch direkt von uns adoptiert wurde. Als ich 2009 nochmal in NY war, führte mich mein erster Weg direkt wieder dorthin.

Nach Bagel und Joghurt schlichen wir, Jetlag geplagt, zur Grand Central Station und zum Crysler Building (mein Liebling unter den Skyscrapern).

Geluncht wurde zünftig mit den Büroangestellten im Central Park, das anschließende Shopping bei Blooming Dales war teuer. Ich erstand eine tolle Halskette, die mittlerweile tot ist (Materialbruch) aber von mir sehr geliebt wurde.

Die meisten Touristen sehen während ihrer Zeit in der Stadt bestimmt mal die Gondelbahn auf Höhe Bloomys und machen sich überhaupt keine Gedanken, wo diese denn hinführt? Nicht so unser eins, wir nahmen die Gondel und fuhren durch die Häuserschluchten (sehr beeindruckend) nach Roosevelt Island, eine der Inseln im East River.

Wikipdia: Roosevelt Island ist eine schmale, rund 60 Hektar große Insel im East River in New York City zwischen den Stadtteilen Manhattan und Queens. Die 3170 Meter lange Insel trug ursprünglich den Algonkin-Namen Minnahannock, firmierte später als Blackwell’s Island und zwischen 1921 und 1973 als Welfare Island. Die Insel gehört zum Stadtbezirk Manhattan. Die Insel beherbergte ursprünglich Strafanstalten und Krankenanstalten wie das für seine Zustände berüchtigte New York City Lunatic Asylum. Das New York City Lunatic Asylum bestand von 1829 bis 1894[1]. Nellie Blys Reportage über die Anstalt war ein frühes Beispiel des Enthüllungsjournalismus.[2] Sämtliche Einrichtungen zogen im Laufe der Jahre um, wie beispielsweise die Strafanstalt, die sich heute auf Rikers Island befindet. Im Süden der Insel entstand wegen der isolierten Lage das Smallpox Hospital.

1968 stieß der damalige Bürgermeister von New York John Lindsay die Idee an, die ungenutzten und verfallenden Gebäude niederzureißen und die Insel in ein Wohngebiet umzugestalten. Die entsprechenden (Pacht-)Verträge wurden 1969 abgeschlossen, und in den Planungen entstand ein Wohngebiet praktisch ohne Autoverkehr. Eine zu bauende U-Bahn sollte die Insel erschließen. Als die Fertigstellung der Wohnblöcke nahte und die U-Bahn weiterhin nur auf dem Papier stand, wurde als provisorische Lösung 1976 eine Seilbahn (Roosevelt Island Tramway) errichtet, die bis zur Fertigstellung der U-Bahn im Jahre 1989 die wichtigste Verbindung blieb. Neben den neuen Wohnblöcken befindet sich auf der Insel heute noch ein ehemaliges Krankenhaus.

Wir  bewunderten die Skyline aus der Inselperspektive und gingen dort in relativer Ruhe spazieren. Erstaunlicherweise kam der Autolärm von Manhattan klar und deutlich hinüber, die Wohnungen sollten auch auf der Insel besser mit Schallschutz ausgestattet sein.

Nach so viel Input gönnten wir uns einen „Death by chocolate“ im Serendipity’s ….wohlbemerkt wir verspeisten das Kuchenstück zu Dritt und es blieb ein Rest zurück.

Der dritte Tag im Big Apple wurde der Kultur gewidmet: Guggenheim und Metropolitan. Die MoMa Ausstellung hatte ich in Berlin gesehen und verkniff mir diese- Zeitmangel.

Nachmittags den Central Park unsicher gemacht und alte Ecken aufgesucht und neue Ecken erkundet.

An unserem letzten Tag nahmen wir uns die Hudson Seite der Stadt vor und schlenderten nach dem Frühstück in Richtung Chelsea. Dort machten wir die Chelsea Piers und die Golfanlage unsicher und hatten unsere Freude den Herrschaften beim „Hochhausgolfen“ zu beobachten.

Wir entdeckten ein echtes Retro Diner, das Interieur hätte ich gerne mit nach Hause genommen, ich liebe Diner Möbel und auch die Süßkartoffelfritten waren nicht zu verachten.

Unseren letzten Nachmittag verbrachten wir im Greenwich Village und danach auf den Squares (Washington, Union und Herold). Bei Letzterem überfielen wir Macy’s und shoppten uns durch die Haushaltswarenabteilung. Ich glaube ich habe immer noch Sachen von damals in Gebrauch.

Und hier noch ein wenig klassisches NY:

St. Andrews:Radio City Music Hall:

Empire State: Brookly Bridge ( ein Teil davon) :

Südstaaten: Nach vier Tagen im spannenden Big Apple flogen wir mit Delta AIrlines in den tiefen Süden. Die Maschine hatte keine  Fenster in den hinteren Reihen, Alexandra  hatte Magenprobelme und die Damen hatten Uniformen an, die mich an alte Postsäcke erinnert haben. Mit dem damaligen Flug habe ich mit Delta abgeschlossen, vier Stunden im Blindflug waren mir dann ausreichend fürs restliche Leben.

In Atlanta übernahmen wir den Mietwagen und ich durfte mich sofort ausprobieren. Wir fuhren zunächst Richtung Montgomery und landeten dort in unserem vorreservierten Fairfield Inn. Ali verzog sich mit kaputten Magen ins Bett, ich probierte den Pool aus. Abends gab es für Zwei von Drei japanisches BBQ. Am nächsten Tag ging ein großer Wunsch in Erfüllung, wir fuhren wieder nach New Orleans. Ich war 2001 dort gewesen und bereits damals war mir klar „ da muss ich nochmal hin“. Katrina tobte erst im darauffolgenden Jahr durch die Stadt und so erlebte ich die Schönheit noch vollkommen unzerstört.

Wir wohnten genial, in Laufdistanz zur Bourbon Street. Da wir noch nicht einchecken konnten, eroberten wir zunächst die andere Seite der Stadt, nämlich Algiers…..vollkommen untouristisch und vollkommen anders als „The big easy“.

Wikipedia: Algiers ist ein Stadtteil von New Orleans, der direkt gegenüber der Altstadt auf der anderen Flussseite, dem Westufer des Mississippi liegt. Algiers ist seit 1870 der 15. Ward (von insgesamt 17) von New Orleans und mit dem Zentrum über eine Brücke (Crescent City Connection, 1958 erbaut) und Fähren verbunden. Die erste Fähre verkehrte 1827 von Algiers zum French Quarter. Es gibt eine Altstadt, deren Häusern bis ins 19. Jahrhundert datieren (Algiers Point gegenüber dem French Quarter auf der anderen Flussseite), die seit 1978 im National Register of Historic Places eingetragen ist.

Die Herkunft des Namens soll wahrscheinlich an Algier erinnern, die als ehemalige französische Provinzstadt von Frankreich ebenso durch Wasser getrennt war wie das früher französische New Orleans und Algiers. Hier wurden die afrikanischen Sklaven in Quarantäne gehalten, bis sie in New Orleans verkauft wurden und Mitte des 18. Jahrhunderts lebten hier die Cajuns, französischsprachige Kanadier, die von den Briten aus Nova Scotia vertrieben wurden. Als Stadt entwickelte sich Algiers erst ab etwa 1800. Es gab dort Plantagen und Schiffbau und ab den 1850er Jahren eine wichtige Bahnstation. 1840 erhielten sie den Status einer Stadt. Die meisten alten Häuser wurden bei einem Feuer 1895 zerstört. Ab 1901 hatte die US-Marine dort einen Stützpunkt und 1966 bis 2009 war Algiers einer der beiden Sitze der Naval Support Activity New Orleans, des größten militärischen Komplexes im Gebiet New Orleans. Während des Hurricanes Katrina blieb Algiers weitgehend von Überflutung verschont.

Einwohner von Algiers werden traditionellerweise Algerines genannt.

Algiers spielt auch eine Rolle in der frühen Geschichte des Jazz – frühe Jazzmusiker aus Algiers waren Peter Bocage, Jimmy Palao, Manuel Manetta, Frankie Dusen und Henry Allen senior und sein Sohn Henry Red Allen.

Unser Hotelin N.O:

New Orleans lebt am Abend und auch wir verlebten feuchtfröhliche Hurricane Nächte in den damals angesagten Bars (Pat o‘Brians).

Am nächsten Morgen schauten wir uns die Bourbon mit Licht an und fuhren danach in den Garden District um uns in die Antebellum Häuser zu verlieben. Dieser Teil der Stadt hatte 2005 massiv gelitten, keine Ahnung, was noch erhalten geblieben ist.

Garden District und Lafayette Friedhof

Unseren Abend verbrachten wir wieder im French Quarter und machten uns am nächsten Tag auf in Richtung Plantagen. Wir fuhren die sogenannte Plantagenroute Richtung Natchez und besuchten als Erstes San Francisco und Destrehan Plantation.

Oak Alley und Nottoway hatte ich bereits 2001 bewundert, nun sollten andere Eindrücke her.

Wir  nahmen an einer Führung teil und konnten uns so ein Bild vom dekadenten Leben im Süden machen. Auch den Rassenkodex und damit das Recht Schwarzen die Freiheit zu rauben lernten wir kennen.

In Natchez bewunderten wir das historische Viertel, machten einen Abstecher in das Kasino, welches auf einem Raddampfer residiert und aßen wunderbaren Catfish im Ortsteil „Natchez under the hill“.

Am nächsten Tag ging es über Vicksburg nach Memphis und damit in den Bundesstaat Mississippi. Unterwegs lernten wir Penny mit dem blauen Auge in einem Diner kennen. Sie war fürchterlich neugierig, wollte wissen wer wir sind, was wir wollen und überhaupt warum wir uns zu ihr in den Autobahndiner verirrt hatten…. Sie selbst war verheiratet, Urlaub bedeutet für sie „fischen gehen“ und ihr Fazit nach unserer Unterhaltung „ man wird hier geboren, man bekommt hier Kinder und heiratet und irgendwann stirbt man eben auch hier“. Sie tat uns leid und der wehmütige Blick dem sie uns nachwarf als wir das Etablissement wieder verließen, ließ mich lange nicht los. Oft denke ich an diese Begegnung, vor Allem im Zusammenhang mit dem von uns so geliebten Herren mit der schlechten orangefarbenen Frisur und Hautfarbe.

In Memphis bewunderten wir die Beale Street und natürlich die Institution Schwab, ein Laden ohne Inventur ( seit über 100 Jahren). Wir fuhren mit der Tram zum Loraine Motel, dem Ort an dem Martin Luther King ermordet wurde.

Bei Tower Records wurde geshoppt und den Enten beim Schlafengehen zugesehen, Peabody Hotel ( leider nur Papierfotos.)

Am nächsten Morgen fuhren wir in aller Herrgottsfrühe nach Graceland. Dort widmeten wir uns ehrfürchtig dem King of Rock n’ Roll und durchstöberten das Anwesen. Meine Meinung „ der King lebte nicht dekadent, der Luxus hielt sich in Grenzen“.

Weiter auf der Musikroute zog es uns nach Nashville/ Tenessee der Hauptstadt von Western und Country. Es ging auf Memorial Day zu, das Hotel war ausgebucht am Pool flogen gegen 17:00 Uhr die Bierdosen durch die Luft. Wir verbrachten unsere Zeit lieber in diversen Countrylokalitäten und amüsierten uns köstlich. Die Musikrichtung machte lediglich meiner Mama Freude, ich kann eventuell den Dixie Chicks und manchmal auch Shania Twain etwas abgewinnen oder eben dem ganz alten Zeug, wie Johnny Cash…aber dem Grunde nach fehlt mir die Affinität zu Country und Western und nebebei gesagt auch zu Deutschem Rotz aka Schlager.

Ich habe im meinem Tagebuch die Notiz gefunden, dass mich die Männer ALLE an Al Bundy erinnert hätten, da lässt tief in die amerikanische Provinz blicken.

Am nächsten Morgen staunten wir nicht schlecht, das Ryman Auditorium war noch geschlossen. Die Begründung an der Tür ? Kirchenbesuch am Sonntag, wir lachten uns checkig und zogen weiter zur Tram um uns nicht die Füße ablaufen zu müssen. Diese kam übrigens nicht und 3x darf geraten werden warum…..

Nashville am Sonntag:

Aber  die sittenlose „Music Hall of Folk“ nahm uns unser ihre Countryfittiche und führte mich in die Geschichte des Folk und Country ein. Ich höre gerade in Gedanken „ Loraine“ von Dolly Parton während ich meinen Bericht schreibe, Nashville hatte mich insofern schon berührt.

Wir standen auch sprachlos von den Läden, die begeistert Westernklamotten verkauften, meines Erachtens ein modisches no go….

Auch das Studio B war nicht gläubig und somit konnten wir uns Elvis bevorzugte Aufnahmestätte ganz genau anschauen. Unser Versuch mit dem Schaufelraddampfer nach Opryland zu fahren, schlug aus dem gleichen Grunde fehl wie das Ryman Auditorium oder auch die Tram…..Also musste unser gottloses Auto herhalten um uns ins Shoppingparadies zu befördern. Für Alle, die mal nach Nashville kommen, das sollte man gesehen haben!

Erwachsene Frauen brauchen Teddybären. Diesem Grundsatz folgend ershoppten wir drei süße Mädels namens Nashy, Orleana und Yorkie die abends zünftig mit Bier bepinkelt und mit Wasser getauft wurden.

Am nächsten Morgen schlugen wir uns nach Lynchburg durch. In der Nacht hatte es stark gewittert und teilweise waren die Straßen gesperrt und Stromleitungen waren zwerstört worden. Unser Ziel war die Destillerie von Jack Daniel’s die wir bestimmt ALLE aus der Werbung kennen.

Das hier gezeigte Bild stammt aus Memphis, ich habe tatsächlich nur analoge Bilder aus Lynchburg.

Lynchburg ist dry country, d.h es darf kein Alkohol getrunken werden- Prohibition! Für uns kaum vorstellbar aber wohl notwendig, wenn eine der berühmtesten Destillerien im Ort ein guter Arbeitgeber ist.

Da leider auch in der Destillerie der Strom ausgefallen war, konnte unsere Führung nur mit Taschenlampe und sehr eingeschränkt stattfinden. Für Alle die glauben, dass die Werbung Fake ist, Denen sei gesagt, dass es wirklich so aussieht wie im Kino!

Südstaatenromatik, Arbeiter in Blaumänner und Hunde die auf dem Gelände herumtollen bestimmen die Szenerie. Wir bekamen eine Exklusivführung und mussten dafür auch nichts bezahlen.

Anbei die Verlinkung zur Website: https://www.jackdaniels.com/de-de/our-story

Beschwingt fuhren wir in Richtung Georgia und erreichten Columbus‘ Sesame St. am frühen Abend. Nicht Ernie und Bert sondern Gisela und Bill erwarteten uns sehnsüchtig. Ich kehrte nach 18Jahren in mein altes Zimmer zurück und freute mich, dass auch der Haarfön noch an Ort und Stelle lag.

Der erste Abend war der Hammer, wir klönten und schnackten und überarbeiteten sämtliche family affairs &stories. Gisela holte die alten Fotos hervor und wir drei Generationen hechelten Gerüchte und Bekanntes bis morgens um 3:00 Uhr durch. Irgendwann fiel ich fast vom Stuhl….O-Ton von Gisela 76 jährig „ Ihr bleibt nur drei Nächte, wir haben keine Zeit zu verschenken“.Wie wahr, kurze Zeit später verstarb mein lieber Onkel Bill, ich bin seit 2004 nicht mehr in Columbus gewesen.

Die nächsten Tage verbrachte ich mit der Auffrischung meiner Erinnerungen an die erste USA Tour, 1986…..

Wir besuchten Fort Bennings und gefühlt alle Shoppingmalls von Columbus. Auch Columbus hatte was von den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, es fanden die Sofball Wettbewerbe im Golden Park statt.

Wir sahen uns den Canyon an und genossen den hauseigenen Pool. Das Wetter war nicht sooo dolle, auch eher wie Berlin im Mai.

An einem Tag fuhren wir zu Bobbie nach Hamilton und fuhren mit dem Boot hinaus.

Für meinen Geschmack verging die Zeit zu schnell, nach vier Tagen hieß es Abschied nehmen und wie bereits erwähnt-es gibt nicht immer ein Wiedersehen.

Wir fuhren zunächst in den Stone Mountain Park und schauten uns einen gewaltigen Monolithen an, bevor es nach Atlanta ging.

Nach dem Einschecken begaben wir uns wieder auf die Spuren von Martin Luther King. Nachdem wir an dem Ort gewesen waren, an dem er erschossen worden war, zollten wir an seinem Grab unseren Respekt.

Auch die Welt von Coca Cola wollte erkundet werden und nachdem wir dem braunen  Gesöff ebenfalls unsere Aufwartung gemacht hatten, verlebten wir einen unaufgeregten letzten Abend in Atlanta. Die Stadt ist nachts fast tot….wie so viele amerikanische Städte. Am nächsten Tag vertrieben wir uns den Tag bei CNN und dem Centennial Park.

Unicode

Abends flogen wir wieder zurück nach Deutschland. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt mitdurften. Die Maschine war knackvoll und United bot uns 700$ pro Person an, wenn wir verzichtet hätten.. Mama und ich wollten. schon zugreifen, Alexandra kniff…..schade, wir hätten verlängern können.

Botswana 2004: Okavango Delta und Chobe Nationalpark

Wir fuhren weiter ostwärts, ließen uns am Grenzübergang nach Botswana nicht aus der Ruhe bringen. Tickey und Manda  hatten uns den Tip gegeben, äußerst höflich an der Grenze zu sein und sich bei den Herren mit „Tumela Ra“ und den Damen mit „Tumela Ma“ zu bedanken, wenn wir die Pässe zurückbekommen würden. Das käme wohl gut und komischerweise habe ich mir genau diese eine Floskel gemerkt .

Ich habe, als ich mir den Bericht vorgenommen hatte,  ein bissel im www gestöbert, Botswana hat sich zu einem Vorzeigeland in Afrika gewandelt, allerdings liegt die HIV Infektionsrate mit 18,1% aller Erwachsenen über 18 Jahre weltweit mit am Höchsten. Dafür sind alle internationalen Hilfsorganisationen vor Ort und seit 2002 steigt auch die Lebenserwartung, dank guter Medikamente und Zugang zu Verhütungsmitteln, wieder an….von 55 Jahre auf 68 Jahre im Durchschnitt.

Die Währung heißt übrigens Pula, wie die gleichnamige Stadt in Kroatien.

Botswana Impressionen vom Wegesrand

Unser erstes Ziel war Maun und im Anschluss Sitatunga am Okavango Delta. Wir bauten unsere Zelte auf und verbrachten einen vergnügten und bierseligen Nachmittag am campeigenen Pool.

Am nächsten Morgen brachte uns der Truck zum Okavango. Dort gingen wir zu Zweit auf Einbäume, sogenannte Makuros, und ließen uns bestimmt drei Stunden durch das Delta schippern.

Unterwegs sahen wir Elefanten am Ufer und stellten uns die bange Frage, wo wir die nächsten zwei Nächte wohl campen würden? Tickey hatte uns erklärt, dass im Delta die Big Five unterwegs sind und wer will schon ohne Zaun auf Löwen, Leoparden, Büffel, Nashörner und Elefanten treffen?

Das Rätsel wurde schnell aufgelöst: auf einer Deltainsel schlugen wir unser Lager auf. Die Zelte im leichten Halbkreis mit Blick aufs Wasser, unsere Buschtoilette ca. 20 m. von den Zelten entfernt. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit Bushwalks und Tierbeobachtungen als auch in den Makuros auf dem Wasser. Wir besuchten die örtliche  Hippoherde, die vergnügt im Wasser planschte,  wir rd. 10 m. entfernt, die Makuroleute in Hab- Acht Stellung.

Wir hatten uns nur für die Mitnahme von einem Zelt entschieden, wollten zu Viert in den Doppelzelten schlafen. Somit konnten wir uns den erneuten Aufbau von zwei Zelten bei der Rückkehr nach Sitatunga ersparen.

Home sweet home:

Es war eine aufregende Zeit, in der ersten Nacht latschte eine Elefantenherde durch unser Camp, wir hielten in den Zelten den Atem an. Man fühlt sich auf einmal ganz klein und hilflos. Da Elefanten den Menschengeruch nicht mögen, blieben wir in der zweiten Nacht verschont, dafür machte sich Simba auf dem Weg zu unserem Camp. Warum die Fantis auf uns nicht abfuhren, habe ich nie abschließend klären können, da wir erbärmlich nach Elefantendung stanken und ich in genau dieser zweiten Nacht von unserem Geruch wach wurde und den obdachlosen Penner im Zelt suchte!

Wo sind die Hippos?

Das Thema Safari ist im Delta eine komplett andere Hausnummer. Man geht zu Fuß, befindet sich also immer in Augenhöhe mit den Tieren, oder so ähnlich….bei Giraffen siehts eher schlecht mit der Augenhöhe aus :-).

In der berühmten zweiten Nacht musste ich gegen 5:30 das Buschklo aufsuchen und hockte rd. 5m vom Zelt entfernt im Gebüsch. Keine Stunde später zeigte uns ein Einheimischer Löwenspuren….keine 50 m vom Camp entfernt und nach seiner Ausführung auch keine Stunde alt. Oha, da wäre ich fast ein Löwenfrühstückchen geworden!!!

Wenn wir nicht im Gänsemarsch durch die Savanne stromerten, lagen wir im Staub , spielten Karten oder holten Nachtschlaf nach.

Sonnenuntergang im Delta

Nach zwei Nächten war der Spaß vorbei, dreckig wie die Schweinchen fuhren wir wieder zurück nach Maun.

Tickey begrüßte uns mit den Worten „ erst duschen dann erzählen“ – wir stanken erbärmlich nach Elefantendung, den wir im Delta als Feuerstoff genutzt hatten. Und wenn ich so an die rudimentäre Körperpflege denke…schön war es….mal so richtig drei Tage im Dreck zu wühlen.

Als ich meine sauberen Klamotten aus dem Rucksack zusammensuchte musste ich richtig lachen. Auf allen Klamotten zeichneten sich fünf Schmutzfinger ab! Meine Hände waren so dreckig, ich hatte keine Chance gehabt, die Sachen sauber aus dem Rucksack zu ziehen!

Am Abend ging es nochmal zurück ins Delta, diesmal aus der Luft mit Blick auf den Fluß, die Savanne und die Inseln. Mit einer kleinen Cesna flogen wir in der Abenddämmerung über das Delta, es war eine wunderbare Stimmung, sicherlich könnte man heute viel, viel mehr aus den Fotos herausholen. Auf dem Rundflug war der Überblick über die Beschaffenheit des Deltas, die besondere Flora und Fauna weitaus besser, als am Boden. Die Besonderheit dieses kleinen Fleckchen Erde konnten wir für uns weitaus intensiver entdecken.

Damals sahen wir relativ viele Tierherden ( Giraffen und Elefanten ) aus der Luft, doch leider „hauten“ die Tierchen immer ab, wenn sie den Propellerlärm des Flugzeuges wahrnahmen. Somit sind die Bilder ein verwaschener Abklatsch unserer Eindrücke von damals.

Weiter ging es durch Botswana zum Chobe Nationalpark. Wir wohnten auf dem Campingplatz der dazugehörenden Chobe  Safari Lodge bei Kasane und waren begeistert. Immer wenn ich an die Tour zurückdenke, sehe ich uns auf der Terasse direkt am Fluss sitzen und auf den Fluss schauen. Wir hatten eine schöne Poolanlage und alleine die Gemeinschaftstoiletten und Duschen waren eine Erwähnung wert- siehe Waschbecken.

Nachmittags ging es auf den Chobe Fluss, die Bootsfahrt war kitschig schön. Wir hatten das Gefühl uns in Disneyland aufzuhalten, hinter jedem Hollerbusch wartete eine neue Attraktion. Irgendwo stand immer ein Tier, die Elefantenherden waren großartig und selbst der Elefantenkadaver im Fluß gehörte irgendwie dazu.

Wir  beobachteten Hippos, Krokodile, Büffel und Zebra, Weißkopfseeadler, Eisvögel und  Hippos,

Abends machten wir die örtliche Pizzeria von Kasane unsicher, der Ort hatte tatsächlich eine Art Infrastruktur. Der Sonnenuntergang am Chobe River ging ebenfalls in die Geschichte aller Sonnenuntergänge ein- Romatik pur!

Am nächsten Morgen gingen Einige aus unserer Gruppe auf Pirschfahrt, wir entschlossen uns zum Ausschlafen, schließlich hatten wir ja noch das Highlight Kruger Nationalpark in ZA vor uns.

Den  Tag verlümmelten wir am Pool und an der Bar, voller  Vorfreude auf die Victoria Fälle in Simbabwe.

 

Simbabwe 2004, Victoria Fälle und Chicoree Extrakt

Frühmorgens fuhren wir aus Kasane/Botswana  ab und begaben uns auf den Weg  zur Grenze.

Simbabwe im Jahr 2004 war eine Herausforderung für Menschen mit weißer Hautfarbe. Es wurde abgeraten in die Hauptstadt Harare zu fahren, lediglich Victoria Falls galt damals als einigermaßen sicher. Mit Blick auf die Webseite des Auswärtigen Amtes verging mitunter der Appetit auf noch mehr Eindrücke im südlichen Afrika. Von Lynchjustiz und Enteignungen war die Rede; Robert Mugabe hatte das Land fest in seinen Diktatorhänden. Eine galoppierende Inflation, Benzinknappheit und schlechte Wirtschaftsbeziehungen krönten die Tatsache, dass Simbabwe nicht zur Nummer Eins des Safaritourismus expandieren kann und konnte.

Auch heute zeichnet Wikipedia kein positives Bild zum Land: In Simbabwe sind Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet. Im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen nahm Simbabwe 2016 unter 188 Ländern den 155. Platz ein.[5] In der Rangliste des Happy Planet Index der New Economics Foundation in Zusammenarbeit mit Friends of the Earth belegte Simbabwe in zwei aufeinander folgenden Studien in den Jahren 2006 und 2009 weltweit den letzten Platz.

Diese Aussage gibt auch exakt die Begegnung mit zwei Jungs auf dem Flughafen Vic Falls

wieder, siehe: http://allcontinentsinonelife.com/suedafrika-2004-ii-drakensberge-kruger-jo-burg/

Ganz besonders traurig an der Geschichte ist, dass Simbabwe als Vorzeigeland Afrikas galt und lange Zeit als die „Schweiz Afrikas“ gehandelt wurde. Erst mit Beginn der Selbstverwaltung sowie der Machtübernahme von Mugabe ging es mit dem ehemaligen Rhodesien bergab, Landflucht sowie die Fluchtbewegungen der weißen Bevölkerung in Richtung Südafrika, Großbritannien und den USA  verschärften die wirtschaftliche Lage des Landes. In Bezug auf Menschenrechte und Pressefreiheit steht Simbabwe gang am Ende der internationalen Nahrungskette.

Am Grenzübergang des nicht zu erwartenden Paradieses, erwarteten uns keine unangenehmen Überraschungen, keine vorherige Instruktion wie wir uns verhalten sollten. Der Stempel im Pass wurde bewundert und weiter ging es zu den Wasserfällen. Auf dem Weg lief uns ein wilder Elefant fast vor den Bus, es war wie in Botswana…..wie im Zoo  !

Das Erste was wir von Vic Falls sahen waren die Autoschlangen an den Tankstellen. Unser Guide erzählte von den Kaffeeexporten und das die Menschen in Simbabwe tatsächlich Chicoreeextrakt trinken würden- eine echte Bohne würden sie nie zu Gesicht bekommen.

Die letzte Nacht auf unserer Tour wohnten wir in Cabins auf dem Campingplatz. Angelika feierte mit uns ihren Geburtstag und erfüllte sich einen großen Geburtstagswunsch: Bungee in Zambia !

Wir machten uns also auf dem Weg zu der berühmten Brücke über dem Zambesi und gaben mal wieder unsere Pässe ab. Diesmal nur in Verwahrung, einen Stempel von Zambia bekamen wir leider nicht.

Es sprangen Drei aus unserer Gruppe die 144m tief in die Schlucht, Alexandra und ich übernahmen die Dokumentation per Foto und Video.

Victoria Falls gab uns nur einen winzig kleinen Einblick von Simbabwe, dominiert wird der Ort von den Wasserfällen, dem Luxushotel in dem die Queen bereits residiert hatte und einem Markt der sich auf den Verkauf von Ramsch spezialisiert hat.

Wir tauschten Geld und durften dieses in Plastiktüten wegtragen. Ein $ wurde uns in einem Gegenwert von 12 Geldscheinen getauscht, am Ende war der Automat leer! Wir hatten zu Viert lediglich 80€ in SIM$ in der Tasche!

Der Campingplatz war recht schön, auf dem ersten Blick sah man nicht viel vom Elend im Land. Nachmittags machten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen, die leider nicht viel Wasser mit sich führten und bei mir keinen großen Eindruck hinterließen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch von Niagara ein Jahr später überhaupt nicht beeindruckt war; die amerikanischen Fälle empfand ich sogar als lächerlich. Lediglich die kanadischen Fälle bekamen bei mir eine Art Gnade….Iguazu auf der argentinischen Seit hat mich eben sehr geprägt!

Wikipedia schreibt: Der erste Europäer, der die Victoriafälle mit eigenen Augen sah, war der schottische Missionar und Afrikareisende David Livingstone. Nachdem er im Jahre 1851 Berichte über diesen Wasserfall gehört hatte, landete er vier Jahre später, am 16. November 1855, auf der kleinen Insel, die direkt an der Kante liegt, über die sich der Sambesi in die Tiefe stürzt und die heute den Namen Livingstone-Insel trägt. Tief beeindruckt beschrieb er den Wasserfall als „das schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam“, und nannte ihn Victoria Falls, zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall hingegen Mosi-oa-Tunya (zu deutsch: donnernder Rauch). Der Name verweist auf den Wasser-Sprühnebel, der von den Fällen in bis zu 300 m Höhe aufsteigt und noch in bis zu 30 km Entfernung zu sehen ist.

Wir bestaunten dennoch das Naturereignis und den dazugehörenden Nationalpark ganz pflichtbewusst und verzogen uns im Anschluss auf den Campinplatz zurück. Unsere Jungs hatten uns nen bissel gewarnt, auch Vic Falls war nicht frei von Gewalt und Kriminalität.

Am Abend genossen wir eine Sonnenuntergangstour auf dem Zambesi und gaben uns dem Suff hin. Wir ließen die letzten Wochen Revue passieren, es war eine aufregende Campingtour mit sensationellen Eindrücken gewesen. Auch in den folgenden Jahren, wenn wir Vier uns über die Reise unterhielten, bekam der Südzipfel Afrikas im eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Ich bin, durch meine Afrikatouren bereits seit 1997 ein großer Afrikafan.

Angelika feierte ihren Geburtstag im Restaurant des Campingplatzes. Das Essen war nicht aufregend, das Meiste auf der Karte nicht verfügbar.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Mitstreitern der Tour und waren wieder auf uns alleine gestellt.

Zunächst liefen Angelika und Joep zu unserem Hostel für die zweite Nacht um Weg und Gefahrensituation zu beleuchten. Anschließend kamen Ali und ich nach, wir schleppten unsere Klamotten den gesamten Weg, an ein Taxi war nicht zu denken. Unterwegs hatten wir eine unangenehme Situation als ein Auto mit drei Jungs immer langsamer neben uns fuhr und ich unser Hab und  Gut bereits verloren glaubte und uns tot übern nächsten Zaun hängen sah. Gott sei Dank fuhren die Drei aber weiter und ließen uns unbehelligt.

Unser Guesthouse war super süß und niedlich, eines der hübschesten Hostels in Denen ich geschlafen habe. Auch die Tatsache, dass Frühstück angeboten wurde, machte es im Nachgang noch interessanter.

Unsere 80€ waren fix weg wie der Wind, sie reichten für 4x Chicoreeextrakt  (widerliches Zeug) in einem hübschen Cafe´ alias Chicoreebude und für 1x Pizza ( Familiengröße) und 4x Cola…..Simbabwe war richtig teuer!

Nachdem wir auch den Markt bewundert hatten und absolut nichts fanden, beendeten wir unser Erlebnis in diesem arg gebeutelten Ländle mit so großem Potential und so netten Menschen mit offenem Herzen. Ich habe oft Rhodies kennengelernt und fand sie grundsätzlich immer fantastisch und liebenswert. Schade, dass auch nach Mugabes Abdankung wohl kaum wesentliche Änderungen in Simbabwe eintreten werden.

Am nächsten Morgen flogen wir zurück nach Südafrika, ab Johannesburg erwarteten uns neue Abenteuer.

 

Südafrika 2004, II: Blyde River Canyon, Kruger & Jo-Burg

Wir kehrten während unserer fünfwöchigen Reise durch den Südzipfel Afrikas am Ende nochmal nach Südafrika zurück. Wir flogen von Victoria Falls/ Simbabwe mit South African Airways nach Johannesburg. Während wir auf den Einstieg in die Maschine warteten, unterhielten wir uns mit zwei Rhodies ( Rhodesier, so bezeichnen sich immer noch die Weißen in Simbabwe) die uns mit mitleidigem Blick  versicherten , dass sie den besch……. Pass auf der ganzen Welt besitzen würden. Beide Jungs waren auf dem Weg nach Atlanta, dort würden sie ihr Studium absolvieren. Objektiv betrachtet hatten die Beiden nicht ganz unrecht und umso mehr Kontakt ich zu Weißen aus Simbabwe  hatte, desto mehr Verständnis brachte ich für die verfahrene Lage auf, in der sie sich befanden.  Mr. Mugabe hatte das Land so instabil gemacht, die Inflation, Enteignungen, die Lynchjustiz gegenüber Weißen- quasi Apartheit umgedreht -machten das Land nicht mehr lebenswert. Ich traf 2010 eine weiße Afrikanerin aus Simbabwe, mit der ich mich über Stunden unterhielt. Die Politik in ihrem Land hatte sie zu einer gebrochenen Frau, einem Flüchtling in Tansania, gemacht.

Wie dem auch sei, wir trösteten die Beiden, immerhin kamen sie aus dem Land des Chicoreekaffees  wenigstens hinaus. Diesen Luxus konnten sich nicht Alle leisten.

In Johannesburg angekommen, nahmen wir zunächst an einer Tour durch Soweto teil. Wir besuchten das Apartheidsmuseum, welches ich jedem Südafrikabesucher ans Herzelein legen möchte. Außerdem warfen wir einen Blick auf Soweto und besuchten das ehemalige Wohnhaus von Nelson und Winnie Mandela im Township. Überaus bescheiden aber bunt eingerichtet, für Soweto mit bürgerlichem Luxus ausgestattet. Die letzte Nacht in diesem Haus hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung verbracht, danach hat er das Haus nie wieder betreten.

Zurück am Flughafen übernahmen wir unseren PKW und fuhren in Richtung Drakensberge. Unsere neue Kuschelstätte erwartete uns in Hazyview, netter Ort mit noch schönerer Lodge. Wir freuten uns wie die Kinder über den vermeintlichen Luxus im Rissington Inn. Mich hat damals die Open Air Dusche begeistert und die himmlischen Betten hatten nach drei Wochen Camping unsere ganze Aufmerksamkeit.

Am nächsten Morgen machten wir uns entspannt und ausgeschlafen auf den Weg zum Blyde River Canyon mit den tollen Ausblicken auf die Berlin Falls,  Bourke’s Luck Potholes und den Three Rondawels.

Der Canyon liegt auf dem Weg in den Kruger Nationalpark und gehört zur Panorama Route von Südafrika. Die dort  beginnenden Drachenberge sind das höchste Gebirge mit 3482 m im Südlichen Afrika und ziehen sich bis nach Lesotho. Leider hatten wir aufgrund von Zeitmangel und vermutlich auch sportlichem Enthusiasmus keine Gelegenheit die Drakensberge zu erkunden.

Blyde River Canyon

Bourkes Potholes

Three Rondawels

Berlin FallsNach einer zweiten entspannten Nacht in Hazyview machten wir uns auf den Weg zu unserem letztem großen Abenteuer während unserer fünfwöchigen Tour, wir fuhren in den Kruger Nationalpark. Zunächst sollte es nach Skukuza gehen, die zweite Nacht würden wir in Pretorisukoop verbringen.

Wir waren skeptisch was die Tierausbeute anging, schließlich fuhren wir drei Tage mit dem eigenen Auto durch den Park. Kruger ist sehr touristisch, es gibt regelrecht Dörfer mit Supermärkten und Restaurants im Nationalpark. Unterkünfte gibt es in allen Preisklassen. Unsere Zimmer waren weder in Skukuza noch in Pretorisukoop sonderlich gut, doch für alte Zeltliebhaber  mehr als ausreichend. Schön das wir wenigstens einen Pool hatten um die Nachmittage entspannt  zu verplanschen. Pirschfahrten unternahmen wir jeweils morgens und in den späten Nachmittagsstunden.

Bis auf die Leoparden, die uns fünf Wochen verwehrt worden waren, war unsere Tierausbeute fantastisch. Wir erfreuten uns an Giraffen, Elefanten, Impalas, Affen, Löwen, Nashörner, Büffel, Hyänen, Zebras, Warzenschweinchen, Kudu und Springböcke.

Absoluter Höhepunkt war sicherlich der schmusige Haufen kleiner Löwenjungs die fett, faul und gefrässig unter einem Baum herumlungerten.

Wir bekamen zum guten Schluß eine ziemlich agile Nashornfamilie und zwei Tüpfelhyänenkätzchen geboten und mehr als happy flogen wir am nächsten Tag zurück nach Deutschland. Leider blieben unsere Klamotten in Charles de Gaulle und drehten eine Extrarunde…..fünf erlebnisreiche Wochen gingen mit dem Tüpfelchen auf der Hyäne zu Ende.

 

Südafrika 2004, I: Kapstadt, Kap d. g.Hoffnung und Gariep River

Meine letzte Reise mit analoger Kamera und der ersten digitalen Knipse. In diesem Bericht tummeln sich nur Fotos der Digi Cam, auf großartige Scannerei habe ich verzichtet…..die Bildchen sind alle brav in einem dicken Fotoalbum eingeklebt.

Unsere Tour durch das südliche Afrika begann im wunderschönen Kapstadt. Wir bewunderten die Queen Victoria Waterfront, und feilschten in der dortigen Apotheke um eine vernünftige Malariaprophylaxe für Namibia, Botswana und Zimbabwe. Wir erkundeten den Tafelberg und verliebten uns in die niedlichen Klippschliefer.

Außerdem lernten wir eine tolle südafrikanische Zahnarztpraxis mit jedem erdenklichen Schnickedöns kennen, und die verloren gegangene Krone war schnell ersetzt….by the way, für nen ganz schmalen Taler.

Von Muizenberg aus bekamen wir den perfekten Spätnachmittagsblick auf den Tafelberg,

Vom Lion Head genießt man wohl den besten Blick auf Kapstadt und dem Tafelberg. Der Sonnenuntergang hat mich damals nicht so begeistert, der Blick auf die Stadt war aber grandios.

Eine grandiose Tour führte uns zum Kap der guten Hoffnung. Wir fuhren durch die einschlägigen Orte wie Camps Bay und sahen nicht nur grandiose Städte, sondern durchaus weißen, gehobenen Lebensstandard.

Am Kap der guten Hoffnung

Unterwegs kamen wir in den Geschmack der ersten Wildtiere und natürlich kamen wir an den berühmten Straußenfarmen vorbei.

Wir bewunderten Pinguine und Wale in Simons Town und wünschten uns alle ein buntes Strandhäuschen unser eigen nennen zu können.

Das Bo Kap Viertel entführte uns nochmal in eine ganz andere Welt von Kapstadt und nach drei Tagen machen wir uns auf den Weg in Richtung Namibia. 

Wir starteten mit African Wildlife Safaris in einem Overlandertruck der neben uns Vier noch 16 andere Reisenden Platz bot. Unsere Tour führte uns an der Küste des südlichen Afrikas nach Namibia, weiter nach Botswana, bis nach Simbabwe. Geplant waren 20 Tage, davon 16 Nächte im Zelt.

Am ersten Tag fuhren wir Richtung Gariep/ Oranje River an der südafrikanischen- namibianischen Grenze. Wir wohnten in einem wunderschönen Camp und trauten uns auf den Gariep River, der auch gleichzeitig der Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika ist,  zum Paddeln. Ich bin ein wahres Untalent  was paddeln und rudern angeht und konnte das so richtig unter Beweis stellen.

Am Abend genossen wir eine südafrikanische Kürbissuppe und freuten und auf unser nächstes Ziel, Namibia. Die erste Nacht im Zelt war zäh, wir waren überrascht wie kalt es in den frühen Morgenstunden wurde.

Tickey und Manda

Am nächsten Morgen fuhren wir über die Grenze, der Weg führte uns straight ahaid zum Fish River Canyon. Wir bemerkten den Unterschied zwischen Südafrika und Namibia sofort, die Wüste war nach der Grenze sofort greifbar und sichtbar.

Wir kehrten am Ende unserer fünfwöchigen Afrikatour nochmals nach Südafrika zurück, flogen aus Victoria Falls/ Simbabwe zurück nach Jo-Burg ( GP) .

 

Ägypten 2011: 1001 Nacht nach dem arabischen Frühling

Ich wollte immer mal die Pyramiden von Gizeh und die Tempelanlage von  Abu Simbel sehen! Ehrlicherweise interessierte mich der Rest von Ägypten nicht so sehr und da es keine Nilkreuzfahrt gibt/ gab, die in Kairo startet und einem die Möglichkeit gibt,  bis tief in den Süden zu kommen, fiel Ägypten, bis auf eine Woche in Hurghada 2003 immer flach. Ich werde in diesem Bericht die Bilder und einen kurzen Bericht zu meinem Besuch im Tal der Könige  und Hurghada  in 2003  einbinden. 2010 entdeckte ich eine Kombinationsreise Ägypten und Jordanien mit Shoestring. Ich finde Gruppenreisen irgendwie immer grenzwertig, obwohl ich eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht habe. Shoestring ist aber auf Backpacker ausgerichtet und insgesamt erschien mir das Angebot günstig und als gute Alternative zum Alleinreisen.

Mit Lufthansa flogen wir also nach Kairo und wurden von unserem Guide Mohammed bereits erwartet. Wir mussten am Flughafen noch ein wenig ausharren und auf den Rest der Bande warten, am Ende waren wir zu sechst. Neben uns Zwei, kamen noch zwei Mädels aus Belgien und ein am Ende sehr fragwürdiges Paar aus den Niederlanden zur Gruppe.

Während wir ins Hotel fuhren, lernten wir uns und zum ersten Mal den Wahnsinn in Kairos Straßen kennen. Die Stadt steht stundenlang im Stau, auch kurze Entfernungen sind nicht mal so eben machbar.

Ein weiterer erster Eindruck, Kairo ist grottenhässlich…..was zwar am Ende nicht auf alle Stadtteile zutrifft, im Großen und Ganzen ist Kairo aber ein Moloch.

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An diesem ersten Tag liefen wir nur noch ein wenig durch unser Viertel und gingen preiswert in ein Schnellrestaurant essen. Unser Hotel war klein aber sauber, eins der Besseren auf unserer Reise durch Ägypten.dsc02673

Am nächsten Morgen fuhren wir, nach dem Frühstück, hinaus zu den Pyramiden von Gizeh.

Wikipedia: Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza). Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und zählen seit 1979 zum Weltkulturerbe.

Man hört immer viel Negatives, unter Anderem ist Kairo bis zu den Pyramiden ausgeufert und man kann die Vorortslums sehen.Und das stimmt auch, doch wenn man auf dem Pyramidenfeld steht, vergisst man die Slums, keine zwei Kilometer entfernt. Ich fand die Anlage nicht so abtörnend, vermutlich lag dies aber auch an der Tatsache, dass wir fast alleine auf dem Gelände waren- ein Vorteil am arabischen Frühling, es waren keine Touristen im Land.

Somit konnten wir die Pyramiden tatsächlich genießen, auch wenn wir leider keinen blauen Himmel hatten.

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Unser nächstes Ziel war die Sphinx und wir waren förmlich erschüttert, wie klein diese wirklich ist. . In den Medien hat man immer den Eindruck, das Ding ist riesig und dann steht man davor und zuckt mit den Schultern :-).

Wikipedia: Die (auch der) Große Sphinx von Gizeh in Ägypten ist die mit Abstand berühmteste und größte Sphinx. Sie stellt einen liegenden Löwen mit einem Menschenkopf dar und wurde vermutlich in der 4. Dynastie während der Herrschaft von Chephren (um 2520 bis 2494 v. Chr.[1], nach anderen Angaben 2570 bis 2530 v. Chr.[2]) errichtet.

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Unser nächstes Ziel war Saqqara, hier handelt es sich um die älteste Anlage in Oberägypten, welche sich auf einem weitläufigen Areal befindet. In Saqqara steht auch die berühmte Pyramide des Djoser.

Wikipedia: Sakkara (arabisch سقارة Saqqāra, ägypt.-arab. Saʾʾāra) ist eine bedeutende altägyptische Nekropole am westlichen Nilufer. Der Ort liegt ca. 20 km südlich von Kairo im Gouvernement al-Dschiza.

Djoser Pyramide und Schlangenköpfe dsc02996_picnik

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Abends erlebten wir unser fragwürdigstes Event der gesamten Reise, und zwar in Form einer schlechten Ausflugsfahrt auf dem Nil. Das Beste war da noch das Essen, der Entertainment Teil wurde unter ganz grauslich verbucht. Dummerweise kann man auch nichts, aber auch gar nichts , nachts am Nil sehen. Kairo sieht vom Wasser nicht sehr beeindruckend aus. Wir verbuchten den Abend unter Nepp und ärgerten uns nicht weiter darüber. Für alle Lesenden hier nur der Tip- niemals nie  nachmachen.

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Am nächsten  Tag „bewunderten“ wir den Tahir Platz in seiner so „wunderbaren Schönheit“ – man beachte die Ruinen, Zeugnis des arabischen Frühlings. Auffällig  wie überall im Land, es sind kaum Frauen auf den Straßen zu sehen.

Tahir Platz im Frühling 2011:

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Im April 2011 war es eine Herausforderung, überhaupt an den Platz heranzukommen. Militär und Demonstranten nahmen den Platz ein, wir sahen viele Zerstörungen und empfanden die Atmosphäre nach wie vor eher beängstigend und es war auch gefährlich, wie uns Mohammed bestätigte.

Das ägyptische Museum und das ausgebrannte Parlamentdsc03385

Das Museum ist allerdings ein Knaller- es ist vom Boden bis zur Decke vollgestopft mit Altertümern, damit könnten noch 10 weitere Museen angemessen ausgestattet werden. Zum Teil verstaubt der Kram nur in den Regalen, wenn ich alleine an die Halle der bunten Sarkophage denke- grandios.

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Bilder natürlich im Inneren verboten dsc03387

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Ein Highlight war natürlich die Totenmaske von Tutanchamun und die anderen Grabbeilagen. Insgesamt hatte mich das Museum in seinen Bann gezogen, einfach nur toll.

Wikipedia: Tutanchamun (auch Tutenchamun; ursprünglich Tutanchaton) war ein altägyptischer König (Pharao) der 18. Dynastie (Neues Reich), der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte.[3] Bekannt wurde er, als Howard Carter 1922 im Tal der Könige sein nahezu ungeplündertes Grab (KV62) entdeckte.

Fotoquelle: Wikipedia

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La tombe de Toutankhamon (1340-1331 AV. J.C.) a été découverte par Howard Carter en novembre 1922. Le pharaon est mort à 19 ans, sa momie se trouvait dans un cercueil en or massif, placé à l'intérieur de 2 cercueils en bois. Ces 3 cercueils étaient dans un sarcophage de quartzite à couvercle de granit rouge. Autour du sarcophage, s'emboîtaient les unes dans les autres, 4 chapelles en bois doré qui occupaient entièrement la salle du sarcophage.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Nach dem Museumsbesuch fuhren wir zur Zitadelle des Saladin, genossen die fragwürdige Aussicht auf Kairo und besuchten die Moschee. Anbei ein paar Impressionen von unserer Fahrt zur Zitadelle, der Stadt,  dem Moloch:

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Blick von der Zitadelle auf Kairo, eine merkwürdige Stadt: dsc04070_picnik

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Ich kann mich  noch an einen Friedhof erinnern, der allerdings, ähnlich wie in Manila bewohnt wird. Wir fuhren an dem Areal vorbei, konnten aber nur eingeschränkt einen Blick darauf werfen.

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Unseren Nachmittag verbrachten wir auf dem Khan el Khalili Basar mit anschließendem Teehausbesuch. dsc03416

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Der Abend zog sich nen bissel, wir warteten auf den Nachtzug nach Luxor, der wiederum so scheußlich war, dass es uns grauste, dort die Nacht zu verleben. Wir gingen grundsätzlich nur zu Zweit auf die Toilette, das Abteil wurde von innen verschlossen um uns vor Überfälle zu bewahren.

Wikipedia: Assuan (arabisch أسوان Aswān, Eswan; koptisch ⲥⲟⲩⲁⲛ Swān) ist eine ägyptische Stadt (106 Meter über NHN) am östlichen Ufer des Nils unterhalb des ersten Katarakts. Sie ist die Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan und mit über 281.000 Einwohnern (Berechnung: 2010)[1] nach Luxor, Asyut und Fayyum die viertgrößte Stadt Oberägyptens. Assuan ist die südlichste Stadt Ägyptens, das Verwaltungsgebiet des Gouvernements reicht bis hinter Abu Simbel an die Grenze des Sudan. Der Name der Stadt geht auf das altägyptische Swnw (Sunu; Swenu) zurück,[2] was „Handel“ bedeutet.[3] In der ptolemäischen Epoche wurde daraus der altgriechische Name Συήνη (Syène), unter der römischen Herrschaft das lateinische Syene oder Siene.[4] Über das abgeleitete koptische Swān hat sich der Stadtname in Form des arabischen Aswān bis heute erhalten.

 Wir waren alle happy, als wir am nächsten Morgen die Augen in Assuan aufmachten.Assuan ist tatsächlich die schönste Stadt in Ägypten, dei Stimmung ziemlich tiefenentspannt.

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Unser Hotel hatte einen komischen Dreckcharme …..wir malten Muster in den Staub im Badezimmer. Meine Erkenntnis, dass in muslimischen Ländern, wo eindeutig die Männer das Sagen haben und Frauen grundsätzlich nur die Kinder hüten und sich um Heim und Hof kümmern, so profane Dinge wie staubwischen im Hotel mal einfach ausfällt . Der ägyptische Mann im Jahr 2011 hatte genug mit politischer Diskussionen zu tun, Arbeitsplätze für Frauen (auch Zimmermädchen gibt es nicht) sind quasi nicht existent. Wir trugen es mit Humor, holten unsere Schlafsäcke heraus und legten uns eben nicht in die nichtsauberen Betten. Unsere Mitreisenden fanden es nicht komisch, wir waren die Backpacker, die Niederländer hatten sich eindeutig mit dem Veranstalter vertan.

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Unser erste Ziel war der Souk von Assuan, den ich wirklich toll bunt und beeindruckend fand.

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Weiter ging es auf ein Boot, mit dem wir auf dem Nil zu einem Nubierdorf fuhren. Nach rund zwei Stunden auf dem Wasser wurden wir freundlich von den Dorfbewohnern begrüßt und genossen einen schönen entspannten Nachmittag im Dorf, mit lecker Essen und tollen Eindrücken.

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Das Dorf war ein Schmuckstück, schönste Malereien an den Häusern ohne das es in Tourinepp ausartete. Wir waren die einzigen Touristen vor Ort und wurden im einzigen Hostel des Dorfes bewirtet, es war eine Augenweide.

Wir wurden freundlich begrüßt:dsc03704

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Im Hostel: dsc03815_picnik

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Zurück ging es im Sonnenuntergang.

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Wir gingen schleunigst in unsere Schlafsäcke, weil wir bereits am frühen Morgen ( rd. 5:00 Uhr ) nach Abu Simbel fuhren- Gott sei Dank kann ich, bis in Flugzeugen, fast überall schlafen….den Weg Richtung sudanische Grenze bekam ich kaum mit.

Abu Simbel war mein Ägypten Highlight- was für ein Wahnsinn an Tempel.

Wikipedia: Abu Simbel (auch Abu Simbal, Ebsambul oder Isambul; arabisch أبو سنبل, DMG Abū Sinbal oder أبو سمبل / Abū Simbal) ist ein Ort im ägyptischen Teil Nubiens, etwa 240 Kilometer südwestlich von Assuan. Die nur etwas über 2600 Einwohner zählende Ortschaft (Berechnung: 2012)[2] ist bekannt durch die hier im 13. Jahrhundert v. Chr. errichteten Felsentempel des Königs (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches. Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Sie befinden sich im ägyptischen Teil Nubiens am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter König (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet.Die Felsentempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm Ramses’ II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Große königliche Gemahlin, stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Beide Tempel befinden sich nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Um sie vor dem ansteigenden Wasser des Nassersees, des durch den Assuan-Staudamm aufgestauten Stausees des Nil, zu retten, wurden sie in den Jahren 1963 bis 1968 abgetragen und 64 Meter höher auf der Hochebene von Abu Simbel wieder aufgebaut. Dort erheben sie sich heute auf einer Insel im Nassersee, die an der Nordwestseite durch einen befahrbaren Damm mit dem Ort Abu Simbel verbunden ist. Der Name Abu Simbel ist eine europäische Umstellung des arabischen Abu Sunbul, einer Ableitung vom antiken Ortsnamen Ipsambul.[1] In der Zeit der Könige des Neuen Reiches hatte die Region, in der die Tempel errichtet wurden, vermutlich den Namen Meha. Eine sichere Zuweisung konnte bislang jedoch nicht vorgenommen werden.

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dsc03928Wie schön das diese Tempelanlage damals, beim Bau des Nasser Staudamms gerettet werden konnten. Umso beeindruckender, mit welchen technischen Herausforderungen diese Aufgabe angegangen wurde. Angesichts des nicht enden wollenden Dramas um BER für mich immer wieder nur sprachlose Begeisterung.

Quellen:     mashable.com  + weekly.ahram.org

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Fotos vom Inneren des Tempels gibt es wie immer nicht- um die Sehenswürdigkeiten zu erhalten ist Fotografieren strengstens verboten.

Quelle: touregypt.net

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Den Nachmittag verbrachten wir im Souk von Assuan, genossen ein typisch ägyptisches Essen, welches absolut authentisch war und mit zu den leckersten Mahlzeiten dieser Reise gehörte.

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Zum Sonnenuntergang wollten wir es nobel haben- wir fuhren zum Nubier Club, genossen einen sensationellen Blick auf Assuan und dem Grab des Aga Khan.

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Der uns versprochene High Tea war allerdings ganz großer Nepp…..aber für die Aussicht lohnte sich die Kohle schon.

Am nächsten Morgen ging es auf unsere 24- stündige Fellukkenfahrt. Wir bekamen ein Fischerboot, ohne Kajüten oder sanitäre Anlagen und dann ging es den Nil flussabwärts in Richtung Luxor.

Damit sich Jeder ein Bild machen kann, wo wir uns mit dem Bootchen herumtrieben:

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Captain, my Captain….

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Die erste Stunde auf dem Kahn war lustig, die zweite Stunde auf dem Kahn war noch lustiger. Ab der dritten Stunde ersehnten wir uns ein Bier herbei, was im strengmuslimischen Ägypten eine kleine Schwierigkeit darstellte. Nach der vierten Stunde wurde es langweilig, langweilig, langweilig obwohl die Aussichten auf das ländliche Ägypten schon echt toll waren und wir natürlich viel vom Land sahen, auch Erschreckendes: dsc04320

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Das Essen bot ein wenig Abwechslung, ansonsten versuchten wir eine bequeme Stellung auf  dem Boden des Bootes zu bekommen und die Eindrücke einzusaugen, die sich am Ufer boten.

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Abends legten wir an einem Uferstück mit abgebrannten Palmen an, erkoren eine Buschtoilette und machten ein Lagerfeuer. Bier hatten wir zwar immer noch nicht, die Stimmung war aber super und Jeder von uns war der Ansicht, dass solch eine rudimentäre Tour doch so sehr viel besser ist, als eine dekadente Nilkreuzfahrt.

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Diese Aussage revidierten 6 von 6 in der Nacht. Es wurden nur Stoffbahnen um das Boot gezogen um ein wenig den Wind abzuhalten. Wir bekamen auch eine Plane über und unter uns und dann wurde es kalt….. dsc04198

Die Toilettensituation, nachts hinter einer abgebrannten Palme mit Hintern im Wind, war auch nicht so optimal und als es endlich, endlich hell wurde, waren wir alle sehr erleichtert.

Am nächsten Morgen: dsc04231_picnik

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Wieder an Land ging es am frühen Morgen nach Kom Ombo. Eine sehr berühmte Tempelanlage in Ägypten, die allerdings nicht so in aller Munde ist wie das Tal der Könige oder auch Abu Simbel.

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Wikipedia: Der Doppeltempel von Kom Ombo ist eine altägyptische Tempelanlage am östlichen Nilufer in Oberägypten. Der Tempel befindet sich etwa 3,5 Kilometer südwestlich des Zentrums des etwa 70.000 Einwohner zählenden Ortes Kom Ombo. Die heute sichtbaren Teile des Bauwerks stammen aus der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten, zu kleinen Teilen auch aus der Epoche der Zugehörigkeit zum Römischen Reich. Geweiht war der Tempel den beiden getrennt voneinander verehrten Gottheiten Sobek und Haroeris, weshalb er als „Doppeltempel“ bezeichnet wird. Die Bauwerke der Tempelanlage wurden durch Naturgewalten, wie Hochwasser und Erosion am Mauerwerk, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mir gefiel die Komplexität der Anlage, die Reliefs und wie super alles erhalten war, auch wenn Wiki-allmächtig was Anderes zu berichten weiß. dsc04295

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Mit unserem Minibus fuhren wir nach Edfu, ebenfalls nicht so präsent wie andere Anlagen und dennoch wunderschön. Anbei ein paar Impressionen vom ländlichen Ägypten zwischen Assuan und Luxor:

Hadschpilgerhaus, für Alle gut gekennzeichnet, hier war Jmd in Mekka:dsc04348

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Wikipedia: Der Tempel von Edfu ist eine altägyptische Tempelanlage am westlichen Stadtrand der etwa 60.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Edfu in Oberägypten. Die Stadt liegt am Westufer des Nil, etwa 100 Kilometer nördlich von Assuan und 85 Kilometer südlich von Luxor. Der Tempel gilt als einer der besterhaltenen ganz Ägyptens.[1] Die Tempelanlage von Edfu war dem lokalen Gott Hor-Behdeti, dem „Horus von Edfu“, geweiht und entstand in der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten. Horus trat dort außerdem in weiteren Erscheinungsformen des Gottes auf. Die Nebenform Behdeti verweist auf die Benennung der gesamten Edfu umgebenden Region als „südliches Behdet“.[2] In griechisch-römischer Zeit hieß der Ort Ἀpóllônos pólis megálê beziehungsweise Apollinopolis Magna, was Dieter Kurth, Projektleiter des Edfu-Projekts der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, als Gleichsetzung erklärt: „Der Lokalgott Horus wurde mit dem griechischen Gott Apollon identifiziert.“[2]

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Am frühen Abend erreichten wir Luxor und bezogen wohl das beste Hotel auf unserer Tour, sogar mit Pool:  dsc04502

Als dritte Anlage des Tages zog es uns in die Licht & Ton Show von Luxor, ein Erlebnis der ganz besonderen Art. In diesem Tempel war ich bereits 2003 gewesen und konnte mich auch noch ein wenig daran erinnern. Das Ganze in der untergehenden Sonne bzw. des nächstens bewundern zu können, war ein ganz besonderes Erlebnis.

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Am nächsten Morgen machten sich vier aus unserer Minigruppe auf den Weg ins Tal der Könige. Da wir bereits 2003 dort gewesen waren, schenkten wir uns den erneuten Besuch und verlebten einen tollen Tag in der Stadt. Wir liefen durch die Straßen, über den Basar und lernten eine unaufgeregte Kleinstadt kennen.

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Tal der Könige und Hatschepsut Tempel 2003: 

Ein Ägyptenbericht ohne das Tal der Könige zu erwähnen, wäre nicht vollständig. Deshalb kommt hier das Jahr 2003 doch noch zu seinem Recht. Wir fuhren von Hurghada mitten in der Nacht los und bewunderten am frühen Morgen den Tempel der Hatschepsut und ausgesuchte drei Gräber ( u.A. von Ramses und Tut en Amun) im Tal der Könige. Faszinierend war für mich damals ein Blick auf die Memnon Kolosse und tatsächlich auch ein wenig Ägyptenfeeling auf dem Nil inkl. dem Kurzstop in Luxor.

Wikiepdia: Das Tal der Könige (arabisch وادي الملوك, DMG Wādī al-Mulūk; auch Wadi el-Muluk, Bibân el-Molûk, Biban el-Muluk) war eine Nekropole im Alten Ägypten, in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden. „KV65“ ist eine Radaranomalie, die als Grab gedeutet wird, aber bis heute nicht weiter untersucht wurde. Altägyptisch wurde das Tal der Könige als Sechet-aat (Sḫt ˁ3t), „großes Feld“, bezeichnet[2]. Im Tal der Könige sind insbesondere die Gräber der Herrscher des Neuen Reichs (ca. 1550 bis 1069 v. Chr.[3], 18. bis 20. Dynastie) zu finden. Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen, namentlich durch die natürliche Felspyramide el Korn oder el-Qurn („das Horn“). Nahezu das gesamte Gebiet von Theben-West bildet eine riesige Nekropole. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen. Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun (KV62) im Jahr 1922 von Howard Carter entdeckt. dsc00282ab

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Memnon Kolosse:  dsc00305

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Am Nachmittag des Jahres 2011 bewunderten wir den Karnaktempel am Tag sowie den Luxortempel.

Karnak: Die Karnak-Tempel liegen als größte Tempelanlage von Ägypten in Karnak, einem Dorf etwa 2,5 Kilometer nördlich von Luxor und direkt am östlichen Nilufer. Die ältesten heute noch sichtbaren Baureste des Tempels stammen aus der 12. Dynastie unter Sesostris I.[1] Bis in die römische Kaiserzeit wurde die Tempelanlage immer wieder erweitert und umgebaut. Die Tempelanlage steht seit 1979 zusammen mit dem Luxor-Tempel und der thebanischen Nekropole auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO

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Luxor: Der Luxor-Tempel (altägyptisch Ipet-reset) ist eine Tempelanlage im heutigen Luxor in Ägypten. Er wurde zur Zeit des Neuen Reichs errichtet und südlicher Harem des Amun von Karnak genannt. Er war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht.Der Tempel steht seit 1979 zusammen mit dem Karnak-Tempel und der thebanischen Nekropole auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.[1]

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Abends stimmten wir über eine neue Weiterreiseoption ab, statt nach Kairo mit dem Zug zu fahren, mit dem Minibus nach Hurghada fahren, dort übernachten und dann nach Sharm el Sheik fliegen und das verhasste Kairo, sowie eine abartige Autofahrt über den Sinai vermeiden. Die Entscheidung war einstimmig , 50€, die gut aufgehoben waren. Hurghada habe ich nicht wiedererkannt, das Hotel in dem wir nächtigten wurde von Billigtouris aus GB belagert. Abends gingen wir recht nett in einem Pub essen, der Zwischenaufenthalt ging total ok, blieb aber ohne Erinnerung für mich.

Auf dem Weg nach Hurghada:  dsc04935

Sinai: Die Sinai-Halbinsel liegt auf der Afrikanischen Platte zwischen dem afrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel, von der sie geologisch durch den Jordangraben getrennt ist. Sie ist geographisch Asien zugeordnet. Die etwa 61.000 km² große Landmasse ragt bis ins Rote Meer hinein und ist damit etwa eineinhalbmal so groß wie die Schweiz. Im Westen der Halbinsel liegt der Golf von Sues, im Osten der Golf von Aqaba. Die Halbinsel stellt das Bindeglied zwischen Asien und Afrika dar. Die Landschaft ist wüstenhaft und besonders im Süden von schroffen, kahlen Gebirgen geprägt.

 Alleine der Flug von Hurghada nach Sharm el Sheik war klasse. Wir flogen mit einer neuen Maschine der Egyptair und staunten von oben nicht schlecht, der Blick auf das rote Meer mit seinen Korallenriffen war einfach schön. Nach 34 Minuten war der Spuk vorbei und wir fuhren mit einem neuen Fahrer über Sharm el Sheik nach Dahab.

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Dahab ist ein Backpackertraum am roten Meer, man war das klasse dort!

Wikipedia: Dahab (arabisch دهب, DMG dahab) ist eine ägyptische Stadt im Gouvernement Dschanub Sina. Das ehemalige Fischerdorf im Süden der Sinai-Halbinsel in Ägypten hat sich zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Im Jahr 2006 lebten in der Stadt etwa 5000 Beduinen und ca. 700 Ausländer.Die 1989 an der südlichen Strandpromenade freigelegten Grundmauern gehören zu einem Leuchtturm und werden zwischen dem 1. und dem 2. Jahrhundert v. Chr. datiert. Der antike angeschlossene nabatäische Hafen (siehe auch Petra (Jordanien)) lag an der alten Handelsroute und diente als Lagerstätte für Handelswaren der kaufmännischen Stadt Maqnah gegenüber dem heutigen Dahab auf der saudi-arabischen Seite.

Wenn es einen Ort in Ägypten gibt, den ich sofort weiterempfehlen würde, dann immer wieder dieses so süße Nest auf dem Sinai mit Blick auf Saudi Arabien.

Unser Hotel hatte seine besten Zeiten zwar schon gesehen, dennoch war es alles in allem ok. Ein wenig irritiert waren wir, als morgens ein Auto im Speisesaal stand und tatsächlich am Wagen herumgeschraubt wurde, während wir die hartgekochten Eier pellten….an diesem Tag gingen der Motorschaden auf jeden Fall dem housekeeping vor. Die Betten blieben ungemacht!

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Unsere Tage in Dahab verbrachten wir entspannt. Wir gingen im roten Meer baden, das Wasser war aber erstaunlich frisch. Ein Strand ist übrigens in Dahab  quasi nicht vorhanden, es geht über Treppen ins Wasser. Etwas außerhalb gibt es Sandstrände, die ich aber nicht soooo schön fand.

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Die Restaurant – u. Pub Szene ist super entwickelt, bummeln macht Spaß und wir bekamen ein wenig mehr Traveller Feeling. Die Anbaggerei und die Bettelei nach Bakshish ging uns in den letzten Wochen ziemlich auf den Geist, in Dahab lief es insgesamt entspannter.

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An einem Tag besuchten wir das Katharinenkloster und bewunderten den angeblichen Dornenstrauch der Maria.

Fahrt über den Sinai zum Katharinenkloster: dsc05409

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Wikipedia:  Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster (griech. Μονὴ τῆς Ἁγίας Αἰκατερίνης, arab. دير سانت كاترين) im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet und ist das älteste immer noch bewohnte Kloster des Christentums. Es liegt am Fuße des Berges Sinai (Mosesberg). Dort befand sich nach der Überlieferung der brennende Dornbusch, in dem sich Gott Mose offenbarte; hier sollen auch die der Legende nach von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der heiligen Katharina von Alexandrien ruhen, deren Existenz allerdings historisch nicht belegt ist. Das Kloster, das ursprünglich der Theotokos, das heißt, Maria, der Mutter Jesu, geweiht war, wurde im Westen ab dem 14. und im Osten ab dem 19. Jahrhundert nach der heiligen Märtyrerin Katharina benannt. Das Katharinenkloster ist eines der ältesten Klöster der Christenheit. Gleichzeitig ist es ein Ort, wo sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren. Wegen seiner isolierten Lage gehört das Katharinenkloster zu den wenigen Klöstern, die nie zerstört wurden.

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Der Dornenstrauch, inkl. Feuerlöscher 🙂

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Wir bewunderten die Natur auf dem Sinai und liefen auch den Mosesberg/ Mount Sinai hinauf.

Wikipedia: Der Berg Sinai (hebräisch הר סיני) liegt auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel und ist 2285 m hoch. Er heißt arabisch جبل موسَى Gabal Mūsā ‚Mosesberg‘ (auch Gabal Sīnā‘ / جبل سيناء). Route zum Gipfel: Beim Katharinenkloster am Fuß des Berges Sinai in rund 1585 Metern Höhe endet die reguläre Straße. Von hier aus kann der 700 Höhenmeter überwindende und rund 2500 m lange Aufstieg nur noch zu Fuß oder per Kamel fortgesetzt werden. Auf dem letzten, viel steileren Abschnitt, etwa ab der rund 300 m unterhalb des Gipfels liegenden Elija-Mulde, wo sich der biblische Prophet zeitweise zurückgezogen haben und von Gott dann angesprochen worden sein soll, müssen 750 in den Fels gehauene Stufen überwunden werden. Während des gesamten Aufstiegs sind fast 4000 Treppenstufen zu bewältigen. Auf dem Gipfel befinden sich eine Moschee aus dem 12. Jahrhundert sowie eine Moses und der heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kapelle, welche im Jahr 1934 auf den Ruinen einer unter Kaiser Justinian I. zwischen 548 und 565 erbauten Basilika errichtet wurde. Im Winter kann es auf dieser Höhe schneien. Der Berg wird von Pilgern und Touristen gerne gegen Ende der Nacht im Dunkeln – zeitweise in großem Gedränge – bestiegen, um auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben.

Der Aufstieg war eine echte Quälerei und das sage ich als Kili- Erfahrene….

Es ging über Treppen immer höher und höher, es wurde empfindlich kalt und so richtig Spaß machte das Ganze natürlich nicht. Dafür wurden wir am Ende grandios belohnt….der AUSBLICK, der AUSBLICK!

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Und dennoch, ich bin ein kritischer Mensch wenn es um die Bibel geht ! In diesen klimatischen Verhältnissen hat Moses  (er war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Greis) NIEMALS 40 Tage ausgehalten um die Zehn Gebote zu empfangen. Der Mann wäre elendig an Schwindsucht eingegangen.

Nach noch einem Entspannungstag ging es über Nuweiba weiter nach Jordanien. Wir freuten uns tierisch auf ein wenig westlichen Standard und sahen frohes Mutes gen Petra und Wadi Rum

Auf der Fähre nach Aqaba: img_2027

Mein Fazit zu Ägypten

 2011 war ein grandioses Jahr für eine Ägyptenreise. Es war zum damaligen Zeitpunkt sicher, die Terrorangriffe vor Allem auf dem Sinai waren noch kein Problem

  • Als Frau fand ich es zum Teil nicht mehr sicher und war zufrieden nicht alleine gereist zu sein
  • Die Bakshishmentalität ging mir bereits 2003 tierisch auf den Geist, 2011 war ein Punkt erreicht, der es förmlich unerträglich machte
  • Obwohl ich nicht heiß auf die Altertümer gewesen war, ich wollte lediglich zu den Pyramiden und nach Abu Simbel, war ich am Ende restlos begeistert
  • Sheoestring hatte einen super Job gemacht, es war günstig und total in Ordnung.
  • Meine liebsten Orte in Ägypten waren Assuan und Dahab

Wer wissen will wie es weiter ging:  http://allcontinentsinonelife.com/jordanien-2011/

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dennoch, ich bin ein kritischer Mensch wenn es um die Bibel geht ! In diesen klimatischen Verhältnissen hat Mose (er war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Greis) NIEMALS 40 Tage ausgehalten um die Zehn Gebote zu empfangen. Der Mann wäre elendig an Schwindsucht eingegangen.

 

 

Nach noch einem Entspannungstag ging es über Nuweiba weiter nach Jordanien:

 

 

Mein Fazit zu Ägypten

 

  • 2011 war ein grandioses Jahr für eine Ägyptenreise. Es war zum damaligen Zeitpunkt sicher, die Terrorangriffe vor Allem auf dem Sinai waren noch kein Problem
  • Als Frau fand ich es zum Teil nicht mehr sicher und war zufrieden nicht alleine gereist zu sein
  • Die Bakshishmentalität ging mir bereits 2003 tierisch auf den Geist, 2011 war ein Punkt erreicht, der es förmlich unerträglich machte
  • Obwohl ich nicht heiß auf die Altertümer gewesen war, ich wollte lediglich zu den Pyramiden und nach Abu Simbel, war ich am Ende restlos begeistert
  • Sheoestring hatte einen super Job gemacht, es war günstig und total in Ordnung.