Archiv der Kategorie: Afrika

Ein Traumkontinent, vielfach unterschätzt…von mir geliebt

Namibia 2004: Per Overlander Truck durch Südwestafrika

Nach unserem Erlebnis am Gariep/ Orange River fuhren wir nach einer zweiten, sehr kalten Nacht Richtung Grenze. Die Einreiseformalitäten waren harmlos und schnell befanden wir uns auf gerader Strecke Richtung Hobas/ Fish River Canyon.

Erste Eindrücke aus Namibia:

Das wir im ehemaligen deutsch Südwestafrika waren, erkannten wir an den Poolregeln, die in deutscher Sprache am Pool angenagelt waren. Wikipedia: Der Fischfluss-Canyon (englisch Fish River Canyon, afrikaans Visrivier Afgronde) liegt im südlichen Namibia. Er ist mit etwa 160 Kilometer Länge, bis zu 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe vom Fischfluss ausgewaschenen Flussbett der größte Canyon Afrikas und gilt nach dem Grand Canyon als zweitgrößter Canyon der Erde. Laut dem namibischen Wetteramt MeteoNA wurden hier Rekordtemperaturen von mehr als 50 °C gemessen.

Der Fischfluss ist mit einer Länge von über 650 Kilometer der längste Fluss Namibias. Er entspringt im östlichen Naukluftgebirge, führt aber ausschließlich in sehr regenstarken Zeiten unterhalb seiner Stauung am Hardap-Damm Wasser. Der Fischfluss-Cañon durchfließt im Wesentlichen die Hunsberge und beginnt bei Seeheim im Norden und endet im Süden bei Ai-Ais, während der Fluss erst einige Kilometer danach in den Oranje mündet, den Grenzfluss zu Südafrika. Aufgrund der reduzierten Wasserführung unterhalb des Hardap-Damms ist nicht nur die zukünftige Auswaschung des Flussbettes minimiert, sondern es wird sich im Laufe der Zeit auch die Vegetation am Flusslauf verändern. Trotzdem lassen sich im Flussbett selbst in regenarmen Zeiten einzelne Tümpel finden, die wahrscheinlich von Grundwasser das ganze Jahr gespeist werden. Die Wasserstellen werden sowohl von einigen Antilopenarten als auch von Leoparden genutzt.

Touren in den Canyon sind lediglich in den kühlen Wintermonaten von Mai – August möglich. Wir hatten es damals bereits Ende September und auch wenn die Nächte winterlich anmuteten und an Berlin im Dezember erinnerten, tagsüber war es bereits gut warm. Der Abstieg  in den Canyon, auf eigene Faust,  ist strengstens verboten!

Wir bestaunten den zweitgrößten Canyon der Welt von verschiedenen Aussichtspunkten und bibberten in der Abendsonne.

In der darauffolgenden Nacht hatte ich mein gesamtes warmes Zeug ( inkl. Windbreaker) an und kam irgendwie  unspektakulär durch die Nacht. Ich trug sogar einen Angora Nierenschutz. Bereits nach dem Aufstehen herrschte ein steifer Ostwind, der uns den gesamten Tag begleitete. Wir fuhren nach Sossusvlei zu dem berühmten Namib Naukluft Nationalpark mit den noch berühmteren Dünen.

Wikipedia: Das Sossusvlei (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) liegt in Namibia und ist eine von Sanddünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See am Ende des Vlei. Sossus bedeutet „blinder Fluss“ in der Sprache der Nama. „Blind“ bezieht sich darauf, dass der nach ergiebigen Regenfällen aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung des Atlantiks fließende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib-Küstenwüste endet bzw. versandet – etwa 50 km vom Meer entfernt. Das Gebiet ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks.

Die steife Ostbrise verfolgte uns den gesamten Tag, unser Mittagessen fand im Truck statt, da es draußen viel zu windig und sandlastig war.

Unsere Ankunft auf dem Campingplatz, der direkt in den Nationalpark führte war allerdings ok, die Sonne schien, der Wind war moderater. Um den Platz herum sahen wir Berge, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, wir sahen diese Berge an dem Abend zum letzten Mal in dieser Form.

In der Nacht heulte der Wind und ich hörte es durch meine Ohropax immer wieder merkwürdig rieseln. Irgendwann merkte ich, dass ich Sand im Mund hatte und am nächsten Morgen lachte sich der gesamte Waschraum checkig….ich hatte eine komplett rote Wange. Das kommt davon wenn man im Sandsturm sabbert! Angelika saß mit Tränen in den Augen auf nen Hocker und ließ sich den Sand aus den Haaren kämmen. Der Sturm hatte  ganze Arbeit geleistet, wer seine Taschen und Rucksäcke offen gelassen hatte, hatte den feinen roten Pulversand überall! Wo am Abend vor her noch Berge gewesen waren, sah es nun so aus, als ob Dünen den Campingplatz säumen würden. Der Sand war wirklich überall…

Unser Ziel an diesem Sturmmorgen? Die Dune 45…..diese sollte zum Sonnenaufgang erklommen werden. Wer glaubt, dass es leicht ist, auf Dünen zu steigen, dem sei gesagt….es ist sauschwer.

Hier noch ein kleiner Blick in das Zelt von Alexandra und Angelika….so sah es mehrfach an diesem verdammten Sturmtag aus.

Nicht jedes Zelt hatte übrigens während der Wanderung auf die Düne standgehalten, der Sturm war einfach viel zu stark.

Unser Leben beschränkte sich auf den Truck und schnell breitete sich eine Art Lagerkoller aus. Wir sehnten uns nach Aktivität und wollten doch so gern den Nationalpark erkunden.

Der erlösende Anruf kam am Nachmittag von der Parkverwaltung. Wir hatten bereits überlegt, einen Tag früher nach Swakopmund zu fahren und dann wurde es windstiller….

Per Jeep ging es zurück in den Namib Naukluft Park und wir nahmen an der sensationellen Wanderung druch die Dünen und dem Dead Vlei teilt. Imposante Bilder die für sich sprechen:

Auch die zweite Nacht war stürmisch und sandig und nachdem wir sowohl Abendessen als auch das Frühstück am nächsten Morgen im Truck genießen durften, waren wir mehr als froh als es ein Stück weit in Richtung Zivilisation ging. So schnell wie es der Sturm erlaubte, bauten wir unser Camp ab und verstauten unsere panierten Sachen in den Truck. Kurz nach 6:00 Uhr waren wir wieder „on the road“ unser erstes Ziel an diesem Tag war Solitaire      ( niedliches Nest) und vor Allem sandfrei!

Wir bewunderten zur Mittagszeit den Kuiseb Canyon mit gleichnaigen Fluß, für den ich gerne mehr Zeit gehabt hätte:Bevor wir unsere Sachen entsanden durften, machten wir einen Abstecher an die Walvis Bay und wurden erneut Opfer der Wettereskapaden in diesem Teil Afrika. Es herrschte Nebel und somit war der Blick auf die berühmten Flamingos eher eingeschränkt. Angekommen in Swakopmund checkten wir in die Swakop Lodge ein, besser bekannt als „Hotel zum goldenen Kranz“.  Swakopmund ist noch richtig deutsch…auch wenn das deutsche Erbe zunehmend verschwindet und die Regierung Namibias zunehmend das Kolonialerbe aus den Stadtbildern entfernt.

Kurzer Auszug aus Wiki: Historische Bedeutung erlangte die Stadt unter der deutschen Kolonialverwaltung als Teil der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und als wichtigster Hafen für Einwanderer aus Deutschland. Der eigentlich geeignetere Naturhafen von Walvis Bay stand unter britischer Verwaltung und der Naturhafen von Lüderitz lag zu weit abseits der Wege in das Landesinnere.

Die Hamburger Reederei Woermann nahm 1894 einen regelmäßigen Frachtverkehr auf. In den kommenden Jahren wurde alles, was von der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika benötigt wurde, über Swakopmund eingeführt. Am 13. April 1899 wurde die erste Telegraphendienststelle im internationalen Dienst eröffnet. Von da ab begann der Bau umfangreicher Telegraphenlinien in der Kolonie. 1902 wurde mit dem Bau einer Landungsbrücke begonnen. Zuerst wurde sie aus Holz errichtet, um dann 1912 aus Eisen neu gebaut zu werden. Die beliebte Seebrücke wird heute von den Swakopmundern Jetty genannt. Am 23. und 24. September sowie am 30. Oktober 1914 wurde Swakopmund durch britische Hilfskreuzer beschossen. Das Deutsche Schutzgebiet wurde mit der Invasion südafrikanischer Truppen 1914 für zwei Jahre ein Nebenkriegsschauplatz des Ersten Weltkrieges, 1919 ein Mandatsgebiet des Völkerbundes und unter Verwaltung der Südafrikanischen Union gestellt. Obwohl nur noch etwa fünf Prozent der Einwohner deutscher Abstammung sind, ist ihr Einfluss auf das Stadtleben nicht zu verkennen. Swakopmund gilt bis heute als „deutscheste“ Stadt Namibias, woran auch die Umbenennung einer Reihe der ursprünglich deutschen Straßennamen in „zeitgenössisch afrikanische“ wenig geändert hat. Die einzigartige Mischung aus deutsch geprägtem Seebad, afrikanischer Bevölkerung und imposanter Dünenlandschaft machen Swakopmund zu einem beliebten Ziel für Gruppenreisende und Individualtouristen.

In Swakopmund wird nicht nur deutsch gesprochen, auch das Essen ist deutsch- afrikanisch. Es gibt zB Kudu mit Klöße und Rotkohl oder Springbock mit Sauerkraut. Getrunken wird Hansa Bier, gebraut nach Deutschem Reinheitsgebot. Immer noch wird eine deutsche Zeitung täglich aufgelegt und die Kinder besuchen den Kindergarten “ Kükennest“. Vor einem Bäcker bestaunten wir die Auslagen, es gab Butterstreuselkuchen. Eine alte Lady versicherte uns im schönsten Hochdeutsch “ der schmeckt auch ausgezeichnet“. Selbst die Speisekarten waren auf deutsch und als wir unsere Rezeptionistin nach dem Friedhof fragten und es höflichweise mit graveyard und cemetary versuchten, schüttelte sie ihr schwarzes Gesichtchen und piepste ganz hannoveranisch “ meinen Sie den Friedhof?“— wir waren verwirrt, deutsche Kolonialgeschichte war nie so meins und mehr als 1x schüttelten wir in den zwei Tagen verwundert unser Köpfchen.

Zunächst schüttelten wir aber gekonnt jeden Schlüppi, ja eigentlich ALLES was wir besaßen und genossen eine heiße Dusche und die recht komfortablen Zimmerchen.

Am nächsten Tag erkundeten wir den Ort und erlebten spröden afrikanisch- deutschen Charme und unverwechselbares Nordseewetter. Es erinnerte Vieles an Warnemünde an einem „lauen Sommertag“ mit rund 17 Grad.

Der alte Bahnhof

Die Jetty:LIchterfelde oder was?

Nach zwei Tagen Deutschtümmelei ging es endlich in Richtung Etosha Pfanne und damit auf Safari. Unterwegs bewunderten wir die berühmte Spitzkoppe, leider war uns ein guter Blick verwehrt. Kids aus der Umgebung leisteten uns beim Lunch Gesellschaft.

Der Weg war lang, wir erreichten das Camp in Okaukuejo passend zu ersten Abendpirschfahrt.

Infos aus Wikipedia: Der Etosha-Nationalpark ist ein 22.275 Quadratkilometer (km²) großer Nationalpark im Norden von Namibia und bedeutendstes Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4760 km² große Etosha-Pfanne. Von der Südgrenze des Parks sind es 400 Kilometer bis zur Hauptstadt Windhoek und von der Nordgrenze 125 Kilometer bis zur Grenze nach Angola. Der Atlantik ist von der Westgrenze fast 200 Kilometer entfernt.

Der Name „Etosha“ stammt aus dem Oshivambo und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“.

Unser Campingplatz war sehr luxuriös, mit Pool, eigenem Wasserloch und Top Restaurant. Nachts hörten wir die Löwen brüllen, wir waren der Natur sehr, sehr nah.

Gigantische Nester:

Die nächsten1,5 Tage fuhren wir durch den Park, legten Mittagsrast an den Wasserlöchern ein und pirschten durch die Pfanne. Unsere Tierausbeute war sehr, sehr gut: Auch unser Wasserloch versprach Spannung, wir konnten jeden Abend Tiere beobachten, ein Highlight war sicherlich das Nashorn, 50m von unserem Zelt entfernt. Wir fuhren weiter in Richtung Osten zur botswanischen Grenze. Bevor wir aber die Grenze passierten, besuchten wir Waterberg und schlugen unser Lager unterhalb des berühmten Plateaus auf. Düstere Kolonialgeschichte prägt diesen Ort, hier fanden die Aufständer der Hereros statt, 1200 von Ihnen wurden von den Deutschen in die Wüste gejagt.

Wikipedia: Der Waterberg, historischer Name Omuverumue[1], ist ein markanter Tafelberg in Namibia, nördlich von Windhoek, ist etwa 48 Kilometer lang und 15 Kilometer breit und überragt seine Umgebung um fast 200 Meter. Heute ist auf dem 40.500 ha großen Plateau des Waterbergs und um dieses herum mit dem Waterberg-Plateau-Park ein Nationalpark eingerichtet. Besonders bekannt wurde der Ort durch die Schlacht am Waterberg am 11. und 12. August 1904 während des Aufstands der Herero.

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Friedhof und schauten uns die deutsche Hinterlassenschaften in Afrika an:Am Spätnachmittag machten wir das Plateau auf verschiedenen Wanderungen unsicher, zum Teil musste man ganz schön schwindelfrei sein: In Windhoek ließ ich mir meine Fotospeicher der Digi Cam klauen, als wir einen Supermarkt besuchten. Wir hatten alle Wertsachen im Truck gelassen, doch leider hatten die Langfinger mein Speichertäschchen mit einer Geldbörse verwechselt. Windhoek lässt sich in wenigen Stunden entdecken, auch hier sieht man noch koloniales Erbe, witzig sind die berühmten Schneedächer: Unsere letzte Nacht in Namibia verbrachten wir unweit der Grenze auf einer Privatfarm nahmes Zelda. Dort gabe es viele eigene Tiere unter Anderem fast zahme Geparden. Wir fuhren mit dem Jeep ins Gelände und erkundeten das Gelände. Mir sind allerdings die Geparden im Gedächtnis geblieben. Es ist Mode die Mietzis als verwöhnte Schmusetiger zu halten. Für uns Europäer immer ein Grund zum Staunen. Am nächsten Morgen setzten wir unseren Weg nach Botswana fort. Auf uns wartete das Okavangodelta mit seiner Artenvielfalt.

USA 2004: New York und der tiefe Süden

Ich war 1997 das erste Mal in New York gewesen und kenne demzufolge noch die Stadt mit der alten Skyline. Auch das World Trade Centre hatte ich damals besucht und mich keineswegs wohl auf der Aussichtsplattform gefühlt. Damals war ich eine Woche in der Stadt gewesen und damals hatte ich bereits viele Sehenswürdigkeiten des Big Apples kennengelernt.

New York II stand demzufolge mehr unter dem Motto „treiben lassen“ Bekanntes wieder entdecken und Unbekanntes auftun. Auf dieser Reise hatte ich auch das erste Mal neben meiner analogen Spigelreflex die erste Digicam dabei. Momentan ( Stand 04/18) sind nur digitale Bilder hier verewigt und nicht Alles, was ich auf dieser Reisebwundert habe, ist in digitalen Fotos vorhanden ( zumal ich 3x in NY war ). Nachdem ich im März 2018 angefangen habe, meine alten Australien und Afrika Bilder zu scannen und somit zu digitalisieren, will ich nicht ausschließen, dass der Blog im Verlauf des Jahres auch mit analogen Werken ergänzt wird.

Wir flogen über Frankfurt in die Staaten und wurden ziemlich hart befragt. Es war für mich das erste Mal nach den Anschlägen und die Ruppigkeit überraschte mich dann doch. Als ich 2006 von den Fijis kommend in LA landete, war es allerdings noch schlimmer…..da fehlte nur der Viehtransporter. Was hasse ich diese Matronen in Grenzbeamtenuniform!

Wir wohnten wieder in unserem Hotel in der 47th. Straße                         ( Diamond Row, jüdisches Viertel) auf Höhe Times Square. Das Portland Square Hotel war mittlerweile renoviert, ansonsten hatte sich nicht viel verändert. Tränen gelacht haben wir, als uns der Fahrstuhl in die 6. Etage fuhr und wir identisch wieder im gleichen Zimmer wie 1997 landeten! Dieses war allerdings auch aufgemotzt worden, das Loch in der Wand (gelungene Tat meiner Mama) war zugespachtelt worden.

Natürlich machten wir unsere erste Runde im Dunkeln und genossen das nächtliche Feeling auf dem Time Square, bin gerne dort….

Am nächsten Morgen eroberten wir das „Evergreen“, ein tatsächliches Evergreen für uns…die Frühstückslieblingsbude auf der anderen Seite der Straße! Alles war dort wie gehabt, selbst der Kellner war lediglich älter geworden.

Wir schlenderten den Broadway hinunter und nahmen auf der Hälfte der Strecke die U-Bahn nach Ground Zero.

Keine drei Jahre nach den Anschlägen war die Ecke am Südzipfel Manhattans immer noch ein Trauerspiel. Beeindruckt schauten wir uns die Exponate und die Ruinen an, lauschten den Geschichten und waren erschüttert. Dennoch, die Stadt hatte sich vom Schock erholt, der Ami tendiert eh zu „business as usual“.

Den ersten Nachmittag verbrachten wir am Battery Park und auf der Staten Island Ferry mit Blick auf die zerstörte Skyline und am Southstreet Seaport  ( die Ecke liebe ich ).

Wir unternahmen einen Abstecher in die St. Pauls Chapel, Century 21 und die Chinatown UND natürlich bei Katz‘ Deli- kein New York Aufenthalt ohne Pastrami aus dem legendären Schuppen, komplementierten unseren ersten Urlaubstag.

Am nächsten Morgen probierten wir ein neues Cafe´ aus (Europa am Times Square) , welches auch direkt von uns adoptiert wurde. Als ich 2009 nochmal in NY war, führte mich mein erster Weg direkt wieder dorthin.

Nach Bagel und Joghurt schlichen wir, Jetlag geplagt, zur Grand Central Station und zum Crysler Building (mein Liebling unter den Skyscrapern).

Geluncht wurde zünftig mit den Büroangestellten im Central Park, das anschließende Shopping bei Blooming Dales war teuer. Ich erstand eine tolle Halskette, die mittlerweile tot ist (Materialbruch) aber von mir sehr geliebt wurde.

Die meisten Touristen sehen während ihrer Zeit in der Stadt bestimmt mal die Gondelbahn auf Höhe Bloomys und machen sich überhaupt keine Gedanken, wo diese denn hinführt? Nicht so unser eins, wir nahmen die Gondel und fuhren durch die Häuserschluchten (sehr beeindruckend) nach Roosevelt Island, eine der Inseln im East River.

Wikipdia: Roosevelt Island ist eine schmale, rund 60 Hektar große Insel im East River in New York City zwischen den Stadtteilen Manhattan und Queens. Die 3170 Meter lange Insel trug ursprünglich den Algonkin-Namen Minnahannock, firmierte später als Blackwell’s Island und zwischen 1921 und 1973 als Welfare Island. Die Insel gehört zum Stadtbezirk Manhattan. Die Insel beherbergte ursprünglich Strafanstalten und Krankenanstalten wie das für seine Zustände berüchtigte New York City Lunatic Asylum. Das New York City Lunatic Asylum bestand von 1829 bis 1894[1]. Nellie Blys Reportage über die Anstalt war ein frühes Beispiel des Enthüllungsjournalismus.[2] Sämtliche Einrichtungen zogen im Laufe der Jahre um, wie beispielsweise die Strafanstalt, die sich heute auf Rikers Island befindet. Im Süden der Insel entstand wegen der isolierten Lage das Smallpox Hospital.

1968 stieß der damalige Bürgermeister von New York John Lindsay die Idee an, die ungenutzten und verfallenden Gebäude niederzureißen und die Insel in ein Wohngebiet umzugestalten. Die entsprechenden (Pacht-)Verträge wurden 1969 abgeschlossen, und in den Planungen entstand ein Wohngebiet praktisch ohne Autoverkehr. Eine zu bauende U-Bahn sollte die Insel erschließen. Als die Fertigstellung der Wohnblöcke nahte und die U-Bahn weiterhin nur auf dem Papier stand, wurde als provisorische Lösung 1976 eine Seilbahn (Roosevelt Island Tramway) errichtet, die bis zur Fertigstellung der U-Bahn im Jahre 1989 die wichtigste Verbindung blieb. Neben den neuen Wohnblöcken befindet sich auf der Insel heute noch ein ehemaliges Krankenhaus.

Wir  bewunderten die Skyline aus der Inselperspektive und gingen dort in relativer Ruhe spazieren. Erstaunlicherweise kam der Autolärm von Manhattan klar und deutlich hinüber, die Wohnungen sollten auch auf der Insel besser mit Schallschutz ausgestattet sein.

Nach so viel Input gönnten wir uns einen „Death by chocolate“ im Serendipity’s ….wohlbemerkt wir verspeisten das Kuchenstück zu Dritt und es blieb ein Rest zurück.

Der dritte Tag im Big Apple wurde der Kultur gewidmet: Guggenheim und Metropolitan. Die MoMa Ausstellung hatte ich in Berlin gesehen und verkniff mir diese- Zeitmangel.

Nachmittags den Central Park unsicher gemacht und alte Ecken aufgesucht und neue Ecken erkundet.

An unserem letzten Tag nahmen wir uns die Hudson Seite der Stadt vor und schlenderten nach dem Frühstück in Richtung Chelsea. Dort machten wir die Chelsea Piers und die Golfanlage unsicher und hatten unsere Freude den Herrschaften beim „Hochhausgolfen“ zu beobachten.

Wir entdeckten ein echtes Retro Diner, das Interieur hätte ich gerne mit nach Hause genommen, ich liebe Diner Möbel und auch die Süßkartoffelfritten waren nicht zu verachten.

Unseren letzten Nachmittag verbrachten wir im Greenwich Village und danach auf den Squares (Washington, Union und Herold). Bei Letzterem überfielen wir Macy’s und shoppten uns durch die Haushaltswarenabteilung. Ich glaube ich habe immer noch Sachen von damals in Gebrauch.

Und hier noch ein wenig klassisches NY:

St. Andrews:Radio City Music Hall:

Empire State: Brookly Bridge ( ein Teil davon) :

Südstaaten: Nach vier Tagen im spannenden Big Apple flogen wir mit Delta AIrlines in den tiefen Süden. Die Maschine hatte keine  Fenster in den hinteren Reihen, Alexandra  hatte Magenprobelme und die Damen hatten Uniformen an, die mich an alte Postsäcke erinnert haben. Mit dem damaligen Flug habe ich mit Delta abgeschlossen, vier Stunden im Blindflug waren mir dann ausreichend fürs restliche Leben.

In Atlanta übernahmen wir den Mietwagen und ich durfte mich sofort ausprobieren. Wir fuhren zunächst Richtung Montgomery und landeten dort in unserem vorreservierten Fairfield Inn. Ali verzog sich mit kaputten Magen ins Bett, ich probierte den Pool aus. Abends gab es für Zwei von Drei japanisches BBQ. Am nächsten Tag ging ein großer Wunsch in Erfüllung, wir fuhren wieder nach New Orleans. Ich war 2001 dort gewesen und bereits damals war mir klar „ da muss ich nochmal hin“. Katrina tobte erst im darauffolgenden Jahr durch die Stadt und so erlebte ich die Schönheit noch vollkommen unzerstört.

Wir wohnten genial, in Laufdistanz zur Bourbon Street. Da wir noch nicht einchecken konnten, eroberten wir zunächst die andere Seite der Stadt, nämlich Algiers…..vollkommen untouristisch und vollkommen anders als „The big easy“.

Wikipedia: Algiers ist ein Stadtteil von New Orleans, der direkt gegenüber der Altstadt auf der anderen Flussseite, dem Westufer des Mississippi liegt. Algiers ist seit 1870 der 15. Ward (von insgesamt 17) von New Orleans und mit dem Zentrum über eine Brücke (Crescent City Connection, 1958 erbaut) und Fähren verbunden. Die erste Fähre verkehrte 1827 von Algiers zum French Quarter. Es gibt eine Altstadt, deren Häusern bis ins 19. Jahrhundert datieren (Algiers Point gegenüber dem French Quarter auf der anderen Flussseite), die seit 1978 im National Register of Historic Places eingetragen ist.

Die Herkunft des Namens soll wahrscheinlich an Algier erinnern, die als ehemalige französische Provinzstadt von Frankreich ebenso durch Wasser getrennt war wie das früher französische New Orleans und Algiers. Hier wurden die afrikanischen Sklaven in Quarantäne gehalten, bis sie in New Orleans verkauft wurden und Mitte des 18. Jahrhunderts lebten hier die Cajuns, französischsprachige Kanadier, die von den Briten aus Nova Scotia vertrieben wurden. Als Stadt entwickelte sich Algiers erst ab etwa 1800. Es gab dort Plantagen und Schiffbau und ab den 1850er Jahren eine wichtige Bahnstation. 1840 erhielten sie den Status einer Stadt. Die meisten alten Häuser wurden bei einem Feuer 1895 zerstört. Ab 1901 hatte die US-Marine dort einen Stützpunkt und 1966 bis 2009 war Algiers einer der beiden Sitze der Naval Support Activity New Orleans, des größten militärischen Komplexes im Gebiet New Orleans. Während des Hurricanes Katrina blieb Algiers weitgehend von Überflutung verschont.

Einwohner von Algiers werden traditionellerweise Algerines genannt.

Algiers spielt auch eine Rolle in der frühen Geschichte des Jazz – frühe Jazzmusiker aus Algiers waren Peter Bocage, Jimmy Palao, Manuel Manetta, Frankie Dusen und Henry Allen senior und sein Sohn Henry Red Allen.

Unser Hotelin N.O:

New Orleans lebt am Abend und auch wir verlebten feuchtfröhliche Hurricane Nächte in den damals angesagten Bars (Pat o‘Brians).

Am nächsten Morgen schauten wir uns die Bourbon mit Licht an und fuhren danach in den Garden District um uns in die Antebellum Häuser zu verlieben. Dieser Teil der Stadt hatte 2005 massiv gelitten, keine Ahnung, was noch erhalten geblieben ist.

Garden District und Lafayette Friedhof

Unseren Abend verbrachten wir wieder im French Quarter und machten uns am nächsten Tag auf in Richtung Plantagen. Wir fuhren die sogenannte Plantagenroute Richtung Natchez und besuchten als Erstes San Francisco und Destrehan Plantation.

Oak Alley und Nottoway hatte ich bereits 2001 bewundert, nun sollten andere Eindrücke her.

Wir  nahmen an einer Führung teil und konnten uns so ein Bild vom dekadenten Leben im Süden machen. Auch den Rassenkodex und damit das Recht Schwarzen die Freiheit zu rauben lernten wir kennen.

In Natchez bewunderten wir das historische Viertel, machten einen Abstecher in das Kasino, welches auf einem Raddampfer residiert und aßen wunderbaren Catfish im Ortsteil „Natchez under the hill“.

Am nächsten Tag ging es über Vicksburg nach Memphis und damit in den Bundesstaat Mississippi. Unterwegs lernten wir Penny mit dem blauen Auge in einem Diner kennen. Sie war fürchterlich neugierig, wollte wissen wer wir sind, was wir wollen und überhaupt warum wir uns zu ihr in den Autobahndiner verirrt hatten…. Sie selbst war verheiratet, Urlaub bedeutet für sie „fischen gehen“ und ihr Fazit nach unserer Unterhaltung „ man wird hier geboren, man bekommt hier Kinder und heiratet und irgendwann stirbt man eben auch hier“. Sie tat uns leid und der wehmütige Blick dem sie uns nachwarf als wir das Etablissement wieder verließen, ließ mich lange nicht los. Oft denke ich an diese Begegnung, vor Allem im Zusammenhang mit dem von uns so geliebten Herren mit der schlechten orangefarbenen Frisur und Hautfarbe.

In Memphis bewunderten wir die Beale Street und natürlich die Institution Schwab, ein Laden ohne Inventur ( seit über 100 Jahren). Wir fuhren mit der Tram zum Loraine Motel, dem Ort an dem Martin Luther King ermordet wurde.

Bei Tower Records wurde geshoppt und den Enten beim Schlafengehen zugesehen, Peabody Hotel ( leider nur Papierfotos.)

Am nächsten Morgen fuhren wir in aller Herrgottsfrühe nach Graceland. Dort widmeten wir uns ehrfürchtig dem King of Rock n’ Roll und durchstöberten das Anwesen. Meine Meinung „ der King lebte nicht dekadent, der Luxus hielt sich in Grenzen“.

Weiter auf der Musikroute zog es uns nach Nashville/ Tenessee der Hauptstadt von Western und Country. Es ging auf Memorial Day zu, das Hotel war ausgebucht am Pool flogen gegen 17:00 Uhr die Bierdosen durch die Luft. Wir verbrachten unsere Zeit lieber in diversen Countrylokalitäten und amüsierten uns köstlich. Die Musikrichtung machte lediglich meiner Mama Freude, ich kann eventuell den Dixie Chicks und manchmal auch Shania Twain etwas abgewinnen oder eben dem ganz alten Zeug, wie Johnny Cash…aber dem Grunde nach fehlt mir die Affinität zu Country und Western und nebebei gesagt auch zu Deutschem Rotz aka Schlager.

Ich habe im meinem Tagebuch die Notiz gefunden, dass mich die Männer ALLE an Al Bundy erinnert hätten, da lässt tief in die amerikanische Provinz blicken.

Am nächsten Morgen staunten wir nicht schlecht, das Ryman Auditorium war noch geschlossen. Die Begründung an der Tür ? Kirchenbesuch am Sonntag, wir lachten uns checkig und zogen weiter zur Tram um uns nicht die Füße ablaufen zu müssen. Diese kam übrigens nicht und 3x darf geraten werden warum…..

Nashville am Sonntag:

Aber  die sittenlose „Music Hall of Folk“ nahm uns unser ihre Countryfittiche und führte mich in die Geschichte des Folk und Country ein. Ich höre gerade in Gedanken „ Loraine“ von Dolly Parton während ich meinen Bericht schreibe, Nashville hatte mich insofern schon berührt.

Wir standen auch sprachlos von den Läden, die begeistert Westernklamotten verkauften, meines Erachtens ein modisches no go….

Auch das Studio B war nicht gläubig und somit konnten wir uns Elvis bevorzugte Aufnahmestätte ganz genau anschauen. Unser Versuch mit dem Schaufelraddampfer nach Opryland zu fahren, schlug aus dem gleichen Grunde fehl wie das Ryman Auditorium oder auch die Tram…..Also musste unser gottloses Auto herhalten um uns ins Shoppingparadies zu befördern. Für Alle, die mal nach Nashville kommen, das sollte man gesehen haben!

Erwachsene Frauen brauchen Teddybären. Diesem Grundsatz folgend ershoppten wir drei süße Mädels namens Nashy, Orleana und Yorkie die abends zünftig mit Bier bepinkelt und mit Wasser getauft wurden.

Am nächsten Morgen schlugen wir uns nach Lynchburg durch. In der Nacht hatte es stark gewittert und teilweise waren die Straßen gesperrt und Stromleitungen waren zwerstört worden. Unser Ziel war die Destillerie von Jack Daniel’s die wir bestimmt ALLE aus der Werbung kennen.

Das hier gezeigte Bild stammt aus Memphis, ich habe tatsächlich nur analoge Bilder aus Lynchburg.

Lynchburg ist dry country, d.h es darf kein Alkohol getrunken werden- Prohibition! Für uns kaum vorstellbar aber wohl notwendig, wenn eine der berühmtesten Destillerien im Ort ein guter Arbeitgeber ist.

Da leider auch in der Destillerie der Strom ausgefallen war, konnte unsere Führung nur mit Taschenlampe und sehr eingeschränkt stattfinden. Für Alle die glauben, dass die Werbung Fake ist, Denen sei gesagt, dass es wirklich so aussieht wie im Kino!

Südstaatenromatik, Arbeiter in Blaumänner und Hunde die auf dem Gelände herumtollen bestimmen die Szenerie. Wir bekamen eine Exklusivführung und mussten dafür auch nichts bezahlen.

Anbei die Verlinkung zur Website: https://www.jackdaniels.com/de-de/our-story

Beschwingt fuhren wir in Richtung Georgia und erreichten Columbus‘ Sesame St. am frühen Abend. Nicht Ernie und Bert sondern Gisela und Bill erwarteten uns sehnsüchtig. Ich kehrte nach 18Jahren in mein altes Zimmer zurück und freute mich, dass auch der Haarfön noch an Ort und Stelle lag.

Der erste Abend war der Hammer, wir klönten und schnackten und überarbeiteten sämtliche family affairs &stories. Gisela holte die alten Fotos hervor und wir drei Generationen hechelten Gerüchte und Bekanntes bis morgens um 3:00 Uhr durch. Irgendwann fiel ich fast vom Stuhl….O-Ton von Gisela 76 jährig „ Ihr bleibt nur drei Nächte, wir haben keine Zeit zu verschenken“.Wie wahr, kurze Zeit später verstarb mein lieber Onkel Bill, ich bin seit 2004 nicht mehr in Columbus gewesen.

Die nächsten Tage verbrachte ich mit der Auffrischung meiner Erinnerungen an die erste USA Tour, 1986…..

Wir besuchten Fort Bennings und gefühlt alle Shoppingmalls von Columbus. Auch Columbus hatte was von den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, es fanden die Sofball Wettbewerbe im Golden Park statt.

Wir sahen uns den Canyon an und genossen den hauseigenen Pool. Das Wetter war nicht sooo dolle, auch eher wie Berlin im Mai.

An einem Tag fuhren wir zu Bobbie nach Hamilton und fuhren mit dem Boot hinaus.

Für meinen Geschmack verging die Zeit zu schnell, nach vier Tagen hieß es Abschied nehmen und wie bereits erwähnt-es gibt nicht immer ein Wiedersehen.

Wir fuhren zunächst in den Stone Mountain Park und schauten uns einen gewaltigen Monolithen an, bevor es nach Atlanta ging.

Nach dem Einschecken begaben wir uns wieder auf die Spuren von Martin Luther King. Nachdem wir an dem Ort gewesen waren, an dem er erschossen worden war, zollten wir an seinem Grab unseren Respekt.

Auch die Welt von Coca Cola wollte erkundet werden und nachdem wir dem braunen  Gesöff ebenfalls unsere Aufwartung gemacht hatten, verlebten wir einen unaufgeregten letzten Abend in Atlanta. Die Stadt ist nachts fast tot….wie so viele amerikanische Städte. Am nächsten Tag vertrieben wir uns den Tag bei CNN und dem Centennial Park.

Unicode

Abends flogen wir wieder zurück nach Deutschland. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt mitdurften. Die Maschine war knackvoll und United bot uns 700$ pro Person an, wenn wir verzichtet hätten.. Mama und ich wollten. schon zugreifen, Alexandra kniff…..schade, wir hätten verlängern können.

Botswana 2004: Okavango Delta und Chobe Nationalpark

Wir fuhren weiter ostwärts, ließen uns am Grenzübergang nach Botswana nicht aus der Ruhe bringen. Tickey und Manda  hatten uns den Tip gegeben, äußerst höflich an der Grenze zu sein und sich bei den Herren mit „Tumela Ra“ und den Damen mit „Tumela Ma“ zu bedanken, wenn wir die Pässe zurückbekommen würden. Das käme wohl gut und komischerweise habe ich mir genau diese eine Floskel gemerkt .

Ich habe, als ich mir den Bericht vorgenommen hatte,  ein bissel im www gestöbert, Botswana hat sich zu einem Vorzeigeland in Afrika gewandelt, allerdings liegt die HIV Infektionsrate mit 18,1% aller Erwachsenen über 18 Jahre weltweit mit am Höchsten. Dafür sind alle internationalen Hilfsorganisationen vor Ort und seit 2002 steigt auch die Lebenserwartung, dank guter Medikamente und Zugang zu Verhütungsmitteln, wieder an….von 55 Jahre auf 68 Jahre im Durchschnitt.

Die Währung heißt übrigens Pula, wie die gleichnamige Stadt in Kroatien.

Botswana Impressionen vom Wegesrand

Unser erstes Ziel war Maun und im Anschluss Sitatunga am Okavango Delta. Wir bauten unsere Zelte auf und verbrachten einen vergnügten und bierseligen Nachmittag am campeigenen Pool.

Am nächsten Morgen brachte uns der Truck zum Okavango. Dort gingen wir zu Zweit auf Einbäume, sogenannte Makuros, und ließen uns bestimmt drei Stunden durch das Delta schippern.

Unterwegs sahen wir Elefanten am Ufer und stellten uns die bange Frage, wo wir die nächsten zwei Nächte wohl campen würden? Tickey hatte uns erklärt, dass im Delta die Big Five unterwegs sind und wer will schon ohne Zaun auf Löwen, Leoparden, Büffel, Nashörner und Elefanten treffen?

Das Rätsel wurde schnell aufgelöst: auf einer Deltainsel schlugen wir unser Lager auf. Die Zelte im leichten Halbkreis mit Blick aufs Wasser, unsere Buschtoilette ca. 20 m. von den Zelten entfernt. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit Bushwalks und Tierbeobachtungen als auch in den Makuros auf dem Wasser. Wir besuchten die örtliche  Hippoherde, die vergnügt im Wasser planschte,  wir rd. 10 m. entfernt, die Makuroleute in Hab- Acht Stellung.

Wir hatten uns nur für die Mitnahme von einem Zelt entschieden, wollten zu Viert in den Doppelzelten schlafen. Somit konnten wir uns den erneuten Aufbau von zwei Zelten bei der Rückkehr nach Sitatunga ersparen.

Home sweet home:

Es war eine aufregende Zeit, in der ersten Nacht latschte eine Elefantenherde durch unser Camp, wir hielten in den Zelten den Atem an. Man fühlt sich auf einmal ganz klein und hilflos. Da Elefanten den Menschengeruch nicht mögen, blieben wir in der zweiten Nacht verschont, dafür machte sich Simba auf dem Weg zu unserem Camp. Warum die Fantis auf uns nicht abfuhren, habe ich nie abschließend klären können, da wir erbärmlich nach Elefantendung stanken und ich in genau dieser zweiten Nacht von unserem Geruch wach wurde und den obdachlosen Penner im Zelt suchte!

Wo sind die Hippos?

Das Thema Safari ist im Delta eine komplett andere Hausnummer. Man geht zu Fuß, befindet sich also immer in Augenhöhe mit den Tieren, oder so ähnlich….bei Giraffen siehts eher schlecht mit der Augenhöhe aus :-).

In der berühmten zweiten Nacht musste ich gegen 5:30 das Buschklo aufsuchen und hockte rd. 5m vom Zelt entfernt im Gebüsch. Keine Stunde später zeigte uns ein Einheimischer Löwenspuren….keine 50 m vom Camp entfernt und nach seiner Ausführung auch keine Stunde alt. Oha, da wäre ich fast ein Löwenfrühstückchen geworden!!!

Wenn wir nicht im Gänsemarsch durch die Savanne stromerten, lagen wir im Staub , spielten Karten oder holten Nachtschlaf nach.

Sonnenuntergang im Delta

Nach zwei Nächten war der Spaß vorbei, dreckig wie die Schweinchen fuhren wir wieder zurück nach Maun.

Tickey begrüßte uns mit den Worten „ erst duschen dann erzählen“ – wir stanken erbärmlich nach Elefantendung, den wir im Delta als Feuerstoff genutzt hatten. Und wenn ich so an die rudimentäre Körperpflege denke…schön war es….mal so richtig drei Tage im Dreck zu wühlen.

Als ich meine sauberen Klamotten aus dem Rucksack zusammensuchte musste ich richtig lachen. Auf allen Klamotten zeichneten sich fünf Schmutzfinger ab! Meine Hände waren so dreckig, ich hatte keine Chance gehabt, die Sachen sauber aus dem Rucksack zu ziehen!

Am Abend ging es nochmal zurück ins Delta, diesmal aus der Luft mit Blick auf den Fluß, die Savanne und die Inseln. Mit einer kleinen Cesna flogen wir in der Abenddämmerung über das Delta, es war eine wunderbare Stimmung, sicherlich könnte man heute viel, viel mehr aus den Fotos herausholen. Auf dem Rundflug war der Überblick über die Beschaffenheit des Deltas, die besondere Flora und Fauna weitaus besser, als am Boden. Die Besonderheit dieses kleinen Fleckchen Erde konnten wir für uns weitaus intensiver entdecken.

Damals sahen wir relativ viele Tierherden ( Giraffen und Elefanten ) aus der Luft, doch leider „hauten“ die Tierchen immer ab, wenn sie den Propellerlärm des Flugzeuges wahrnahmen. Somit sind die Bilder ein verwaschener Abklatsch unserer Eindrücke von damals.

Weiter ging es durch Botswana zum Chobe Nationalpark. Wir wohnten auf dem Campingplatz der dazugehörenden Chobe  Safari Lodge bei Kasane und waren begeistert. Immer wenn ich an die Tour zurückdenke, sehe ich uns auf der Terasse direkt am Fluss sitzen und auf den Fluss schauen. Wir hatten eine schöne Poolanlage und alleine die Gemeinschaftstoiletten und Duschen waren eine Erwähnung wert- siehe Waschbecken.

Nachmittags ging es auf den Chobe Fluss, die Bootsfahrt war kitschig schön. Wir hatten das Gefühl uns in Disneyland aufzuhalten, hinter jedem Hollerbusch wartete eine neue Attraktion. Irgendwo stand immer ein Tier, die Elefantenherden waren großartig und selbst der Elefantenkadaver im Fluß gehörte irgendwie dazu.

Wir  beobachteten Hippos, Krokodile, Büffel und Zebra, Weißkopfseeadler, Eisvögel und  Hippos,

Abends machten wir die örtliche Pizzeria von Kasane unsicher, der Ort hatte tatsächlich eine Art Infrastruktur. Der Sonnenuntergang am Chobe River ging ebenfalls in die Geschichte aller Sonnenuntergänge ein- Romatik pur!

Am nächsten Morgen gingen Einige aus unserer Gruppe auf Pirschfahrt, wir entschlossen uns zum Ausschlafen, schließlich hatten wir ja noch das Highlight Kruger Nationalpark in ZA vor uns.

Den  Tag verlümmelten wir am Pool und an der Bar, voller  Vorfreude auf die Victoria Fälle in Simbabwe.

 

Simbabwe 2004, Victoria Fälle und Chicoree Extrakt

Frühmorgens fuhren wir aus Kasane/Botswana  ab und begaben uns auf den Weg  zur Grenze.

Simbabwe im Jahr 2004 war eine Herausforderung für Menschen mit weißer Hautfarbe. Es wurde abgeraten in die Hauptstadt Harare zu fahren, lediglich Victoria Falls galt damals als einigermaßen sicher. Mit Blick auf die Webseite des Auswärtigen Amtes verging mitunter der Appetit auf noch mehr Eindrücke im südlichen Afrika. Von Lynchjustiz und Enteignungen war die Rede; Robert Mugabe hatte das Land fest in seinen Diktatorhänden. Eine galoppierende Inflation, Benzinknappheit und schlechte Wirtschaftsbeziehungen krönten die Tatsache, dass Simbabwe nicht zur Nummer Eins des Safaritourismus expandieren kann und konnte.

Auch heute zeichnet Wikipedia kein positives Bild zum Land: In Simbabwe sind Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet. Im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen nahm Simbabwe 2016 unter 188 Ländern den 155. Platz ein.[5] In der Rangliste des Happy Planet Index der New Economics Foundation in Zusammenarbeit mit Friends of the Earth belegte Simbabwe in zwei aufeinander folgenden Studien in den Jahren 2006 und 2009 weltweit den letzten Platz.

Diese Aussage gibt auch exakt die Begegnung mit zwei Jungs auf dem Flughafen Vic Falls

wieder, siehe: http://allcontinentsinonelife.com/suedafrika-2004-ii-drakensberge-kruger-jo-burg/

Ganz besonders traurig an der Geschichte ist, dass Simbabwe als Vorzeigeland Afrikas galt und lange Zeit als die „Schweiz Afrikas“ gehandelt wurde. Erst mit Beginn der Selbstverwaltung sowie der Machtübernahme von Mugabe ging es mit dem ehemaligen Rhodesien bergab, Landflucht sowie die Fluchtbewegungen der weißen Bevölkerung in Richtung Südafrika, Großbritannien und den USA  verschärften die wirtschaftliche Lage des Landes. In Bezug auf Menschenrechte und Pressefreiheit steht Simbabwe gang am Ende der internationalen Nahrungskette.

Am Grenzübergang des nicht zu erwartenden Paradieses, erwarteten uns keine unangenehmen Überraschungen, keine vorherige Instruktion wie wir uns verhalten sollten. Der Stempel im Pass wurde bewundert und weiter ging es zu den Wasserfällen. Auf dem Weg lief uns ein wilder Elefant fast vor den Bus, es war wie in Botswana…..wie im Zoo  !

Das Erste was wir von Vic Falls sahen waren die Autoschlangen an den Tankstellen. Unser Guide erzählte von den Kaffeeexporten und das die Menschen in Simbabwe tatsächlich Chicoreeextrakt trinken würden- eine echte Bohne würden sie nie zu Gesicht bekommen.

Die letzte Nacht auf unserer Tour wohnten wir in Cabins auf dem Campingplatz. Angelika feierte mit uns ihren Geburtstag und erfüllte sich einen großen Geburtstagswunsch: Bungee in Zambia !

Wir machten uns also auf dem Weg zu der berühmten Brücke über dem Zambesi und gaben mal wieder unsere Pässe ab. Diesmal nur in Verwahrung, einen Stempel von Zambia bekamen wir leider nicht.

Es sprangen Drei aus unserer Gruppe die 144m tief in die Schlucht, Alexandra und ich übernahmen die Dokumentation per Foto und Video.

Victoria Falls gab uns nur einen winzig kleinen Einblick von Simbabwe, dominiert wird der Ort von den Wasserfällen, dem Luxushotel in dem die Queen bereits residiert hatte und einem Markt der sich auf den Verkauf von Ramsch spezialisiert hat.

Wir tauschten Geld und durften dieses in Plastiktüten wegtragen. Ein $ wurde uns in einem Gegenwert von 12 Geldscheinen getauscht, am Ende war der Automat leer! Wir hatten zu Viert lediglich 80€ in SIM$ in der Tasche!

Der Campingplatz war recht schön, auf dem ersten Blick sah man nicht viel vom Elend im Land. Nachmittags machten wir uns auf den Weg zu den Wasserfällen, die leider nicht viel Wasser mit sich führten und bei mir keinen großen Eindruck hinterließen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch von Niagara ein Jahr später überhaupt nicht beeindruckt war; die amerikanischen Fälle empfand ich sogar als lächerlich. Lediglich die kanadischen Fälle bekamen bei mir eine Art Gnade….Iguazu auf der argentinischen Seit hat mich eben sehr geprägt!

Wikipedia schreibt: Der erste Europäer, der die Victoriafälle mit eigenen Augen sah, war der schottische Missionar und Afrikareisende David Livingstone. Nachdem er im Jahre 1851 Berichte über diesen Wasserfall gehört hatte, landete er vier Jahre später, am 16. November 1855, auf der kleinen Insel, die direkt an der Kante liegt, über die sich der Sambesi in die Tiefe stürzt und die heute den Namen Livingstone-Insel trägt. Tief beeindruckt beschrieb er den Wasserfall als „das schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam“, und nannte ihn Victoria Falls, zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall hingegen Mosi-oa-Tunya (zu deutsch: donnernder Rauch). Der Name verweist auf den Wasser-Sprühnebel, der von den Fällen in bis zu 300 m Höhe aufsteigt und noch in bis zu 30 km Entfernung zu sehen ist.

Wir bestaunten dennoch das Naturereignis und den dazugehörenden Nationalpark ganz pflichtbewusst und verzogen uns im Anschluss auf den Campinplatz zurück. Unsere Jungs hatten uns nen bissel gewarnt, auch Vic Falls war nicht frei von Gewalt und Kriminalität.

Am Abend genossen wir eine Sonnenuntergangstour auf dem Zambesi und gaben uns dem Suff hin. Wir ließen die letzten Wochen Revue passieren, es war eine aufregende Campingtour mit sensationellen Eindrücken gewesen. Auch in den folgenden Jahren, wenn wir Vier uns über die Reise unterhielten, bekam der Südzipfel Afrikas im eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Ich bin, durch meine Afrikatouren bereits seit 1997 ein großer Afrikafan.

Angelika feierte ihren Geburtstag im Restaurant des Campingplatzes. Das Essen war nicht aufregend, das Meiste auf der Karte nicht verfügbar.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Mitstreitern der Tour und waren wieder auf uns alleine gestellt.

Zunächst liefen Angelika und Joep zu unserem Hostel für die zweite Nacht um Weg und Gefahrensituation zu beleuchten. Anschließend kamen Ali und ich nach, wir schleppten unsere Klamotten den gesamten Weg, an ein Taxi war nicht zu denken. Unterwegs hatten wir eine unangenehme Situation als ein Auto mit drei Jungs immer langsamer neben uns fuhr und ich unser Hab und  Gut bereits verloren glaubte und uns tot übern nächsten Zaun hängen sah. Gott sei Dank fuhren die Drei aber weiter und ließen uns unbehelligt.

Unser Guesthouse war super süß und niedlich, eines der hübschesten Hostels in Denen ich geschlafen habe. Auch die Tatsache, dass Frühstück angeboten wurde, machte es im Nachgang noch interessanter.

Unsere 80€ waren fix weg wie der Wind, sie reichten für 4x Chicoreeextrakt  (widerliches Zeug) in einem hübschen Cafe´ alias Chicoreebude und für 1x Pizza ( Familiengröße) und 4x Cola…..Simbabwe war richtig teuer!

Nachdem wir auch den Markt bewundert hatten und absolut nichts fanden, beendeten wir unser Erlebnis in diesem arg gebeutelten Ländle mit so großem Potential und so netten Menschen mit offenem Herzen. Ich habe oft Rhodies kennengelernt und fand sie grundsätzlich immer fantastisch und liebenswert. Schade, dass auch nach Mugabes Abdankung wohl kaum wesentliche Änderungen in Simbabwe eintreten werden.

Am nächsten Morgen flogen wir zurück nach Südafrika, ab Johannesburg erwarteten uns neue Abenteuer.

 

Südafrika 2004, II: Blyde River Canyon, Kruger & Jo-Burg

Wir kehrten während unserer fünfwöchigen Reise durch den Südzipfel Afrikas am Ende nochmal nach Südafrika zurück. Wir flogen von Victoria Falls/ Simbabwe mit South African Airways nach Johannesburg. Während wir auf den Einstieg in die Maschine warteten, unterhielten wir uns mit zwei Rhodies ( Rhodesier, so bezeichnen sich immer noch die Weißen in Simbabwe) die uns mit mitleidigem Blick  versicherten , dass sie den besch……. Pass auf der ganzen Welt besitzen würden. Beide Jungs waren auf dem Weg nach Atlanta, dort würden sie ihr Studium absolvieren. Objektiv betrachtet hatten die Beiden nicht ganz unrecht und umso mehr Kontakt ich zu Weißen aus Simbabwe  hatte, desto mehr Verständnis brachte ich für die verfahrene Lage auf, in der sie sich befanden.  Mr. Mugabe hatte das Land so instabil gemacht, die Inflation, Enteignungen, die Lynchjustiz gegenüber Weißen- quasi Apartheit umgedreht -machten das Land nicht mehr lebenswert. Ich traf 2010 eine weiße Afrikanerin aus Simbabwe, mit der ich mich über Stunden unterhielt. Die Politik in ihrem Land hatte sie zu einer gebrochenen Frau, einem Flüchtling in Tansania, gemacht.

Wie dem auch sei, wir trösteten die Beiden, immerhin kamen sie aus dem Land des Chicoreekaffees  wenigstens hinaus. Diesen Luxus konnten sich nicht Alle leisten.

In Johannesburg angekommen, nahmen wir zunächst an einer Tour durch Soweto teil. Wir besuchten das Apartheidsmuseum, welches ich jedem Südafrikabesucher ans Herzelein legen möchte. Außerdem warfen wir einen Blick auf Soweto und besuchten das ehemalige Wohnhaus von Nelson und Winnie Mandela im Township. Überaus bescheiden aber bunt eingerichtet, für Soweto mit bürgerlichem Luxus ausgestattet. Die letzte Nacht in diesem Haus hat Nelson Mandela nach seiner Freilassung verbracht, danach hat er das Haus nie wieder betreten.

Zurück am Flughafen übernahmen wir unseren PKW und fuhren in Richtung Drakensberge. Unsere neue Kuschelstätte erwartete uns in Hazyview, netter Ort mit noch schönerer Lodge. Wir freuten uns wie die Kinder über den vermeintlichen Luxus im Rissington Inn. Mich hat damals die Open Air Dusche begeistert und die himmlischen Betten hatten nach drei Wochen Camping unsere ganze Aufmerksamkeit.

Am nächsten Morgen machten wir uns entspannt und ausgeschlafen auf den Weg zum Blyde River Canyon mit den tollen Ausblicken auf die Berlin Falls,  Bourke’s Luck Potholes und den Three Rondawels.

Der Canyon liegt auf dem Weg in den Kruger Nationalpark und gehört zur Panorama Route von Südafrika. Die dort  beginnenden Drachenberge sind das höchste Gebirge mit 3482 m im Südlichen Afrika und ziehen sich bis nach Lesotho. Leider hatten wir aufgrund von Zeitmangel und vermutlich auch sportlichem Enthusiasmus keine Gelegenheit die Drakensberge zu erkunden.

Blyde River Canyon

Bourkes Potholes

Three Rondawels

Berlin FallsNach einer zweiten entspannten Nacht in Hazyview machten wir uns auf den Weg zu unserem letztem großen Abenteuer während unserer fünfwöchigen Tour, wir fuhren in den Kruger Nationalpark. Zunächst sollte es nach Skukuza gehen, die zweite Nacht würden wir in Pretorisukoop verbringen.

Wir waren skeptisch was die Tierausbeute anging, schließlich fuhren wir drei Tage mit dem eigenen Auto durch den Park. Kruger ist sehr touristisch, es gibt regelrecht Dörfer mit Supermärkten und Restaurants im Nationalpark. Unterkünfte gibt es in allen Preisklassen. Unsere Zimmer waren weder in Skukuza noch in Pretorisukoop sonderlich gut, doch für alte Zeltliebhaber  mehr als ausreichend. Schön das wir wenigstens einen Pool hatten um die Nachmittage entspannt  zu verplanschen. Pirschfahrten unternahmen wir jeweils morgens und in den späten Nachmittagsstunden.

Bis auf die Leoparden, die uns fünf Wochen verwehrt worden waren, war unsere Tierausbeute fantastisch. Wir erfreuten uns an Giraffen, Elefanten, Impalas, Affen, Löwen, Nashörner, Büffel, Hyänen, Zebras, Warzenschweinchen, Kudu und Springböcke.

Absoluter Höhepunkt war sicherlich der schmusige Haufen kleiner Löwenjungs die fett, faul und gefrässig unter einem Baum herumlungerten.

Wir bekamen zum guten Schluß eine ziemlich agile Nashornfamilie und zwei Tüpfelhyänenkätzchen geboten und mehr als happy flogen wir am nächsten Tag zurück nach Deutschland. Leider blieben unsere Klamotten in Charles de Gaulle und drehten eine Extrarunde…..fünf erlebnisreiche Wochen gingen mit dem Tüpfelchen auf der Hyäne zu Ende.

 

Südafrika 2004, I: Kapstadt, Kap d. g.Hoffnung und Gariep River

Meine letzte Reise mit analoger Kamera und der ersten digitalen Knipse. In diesem Bericht tummeln sich nur Fotos der Digi Cam, auf großartige Scannerei habe ich verzichtet…..die Bildchen sind alle brav in einem dicken Fotoalbum eingeklebt.

Unsere Tour durch das südliche Afrika begann im wunderschönen Kapstadt. Wir bewunderten die Queen Victoria Waterfront, und feilschten in der dortigen Apotheke um eine vernünftige Malariaprophylaxe für Namibia, Botswana und Zimbabwe. Wir erkundeten den Tafelberg und verliebten uns in die niedlichen Klippschliefer.

Außerdem lernten wir eine tolle südafrikanische Zahnarztpraxis mit jedem erdenklichen Schnickedöns kennen, und die verloren gegangene Krone war schnell ersetzt….by the way, für nen ganz schmalen Taler.

Von Muizenberg aus bekamen wir den perfekten Spätnachmittagsblick auf den Tafelberg,

Vom Lion Head genießt man wohl den besten Blick auf Kapstadt und dem Tafelberg. Der Sonnenuntergang hat mich damals nicht so begeistert, der Blick auf die Stadt war aber grandios.

Eine grandiose Tour führte uns zum Kap der guten Hoffnung. Wir fuhren durch die einschlägigen Orte wie Camps Bay und sahen nicht nur grandiose Städte, sondern durchaus weißen, gehobenen Lebensstandard.

Am Kap der guten Hoffnung

Unterwegs kamen wir in den Geschmack der ersten Wildtiere und natürlich kamen wir an den berühmten Straußenfarmen vorbei.

Wir bewunderten Pinguine und Wale in Simons Town und wünschten uns alle ein buntes Strandhäuschen unser eigen nennen zu können.

Das Bo Kap Viertel entführte uns nochmal in eine ganz andere Welt von Kapstadt und nach drei Tagen machen wir uns auf den Weg in Richtung Namibia. 

Wir starteten mit African Wildlife Safaris in einem Overlandertruck der neben uns Vier noch 16 andere Reisenden Platz bot. Unsere Tour führte uns an der Küste des südlichen Afrikas nach Namibia, weiter nach Botswana, bis nach Simbabwe. Geplant waren 20 Tage, davon 16 Nächte im Zelt.

Am ersten Tag fuhren wir Richtung Gariep/ Oranje River an der südafrikanischen- namibianischen Grenze. Wir wohnten in einem wunderschönen Camp und trauten uns auf den Gariep River, der auch gleichzeitig der Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika ist,  zum Paddeln. Ich bin ein wahres Untalent  was paddeln und rudern angeht und konnte das so richtig unter Beweis stellen.

Am Abend genossen wir eine südafrikanische Kürbissuppe und freuten und auf unser nächstes Ziel, Namibia. Die erste Nacht im Zelt war zäh, wir waren überrascht wie kalt es in den frühen Morgenstunden wurde.

Tickey und Manda

Am nächsten Morgen fuhren wir über die Grenze, der Weg führte uns straight ahaid zum Fish River Canyon. Wir bemerkten den Unterschied zwischen Südafrika und Namibia sofort, die Wüste war nach der Grenze sofort greifbar und sichtbar.

Wir kehrten am Ende unserer fünfwöchigen Afrikatour nochmals nach Südafrika zurück, flogen aus Victoria Falls/ Simbabwe zurück nach Jo-Burg ( GP) .

 

Ägypten 2011: 1001 Nacht nach dem arabischen Frühling

Ich wollte immer mal die Pyramiden von Gizeh und die Tempelanlage von  Abu Simbel sehen! Ehrlicherweise interessierte mich der Rest von Ägypten nicht so sehr und da es keine Nilkreuzfahrt gibt/ gab, die in Kairo startet und einem die Möglichkeit gibt,  bis tief in den Süden zu kommen, fiel Ägypten, bis auf eine Woche in Hurghada 2003 immer flach. Ich werde in diesem Bericht die Bilder und einen kurzen Bericht zu meinem Besuch im Tal der Könige  und Hurghada  in 2003  einbinden. 2010 entdeckte ich eine Kombinationsreise Ägypten und Jordanien mit Shoestring. Ich finde Gruppenreisen irgendwie immer grenzwertig, obwohl ich eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht habe. Shoestring ist aber auf Backpacker ausgerichtet und insgesamt erschien mir das Angebot günstig und als gute Alternative zum Alleinreisen.

Mit Lufthansa flogen wir also nach Kairo und wurden von unserem Guide Mohammed bereits erwartet. Wir mussten am Flughafen noch ein wenig ausharren und auf den Rest der Bande warten, am Ende waren wir zu sechst. Neben uns Zwei, kamen noch zwei Mädels aus Belgien und ein am Ende sehr fragwürdiges Paar aus den Niederlanden zur Gruppe.

Während wir ins Hotel fuhren, lernten wir uns und zum ersten Mal den Wahnsinn in Kairos Straßen kennen. Die Stadt steht stundenlang im Stau, auch kurze Entfernungen sind nicht mal so eben machbar.

Ein weiterer erster Eindruck, Kairo ist grottenhässlich…..was zwar am Ende nicht auf alle Stadtteile zutrifft, im Großen und Ganzen ist Kairo aber ein Moloch.

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An diesem ersten Tag liefen wir nur noch ein wenig durch unser Viertel und gingen preiswert in ein Schnellrestaurant essen. Unser Hotel war klein aber sauber, eins der Besseren auf unserer Reise durch Ägypten.dsc02673

Am nächsten Morgen fuhren wir, nach dem Frühstück, hinaus zu den Pyramiden von Gizeh.

Wikipedia: Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza). Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und zählen seit 1979 zum Weltkulturerbe.

Man hört immer viel Negatives, unter Anderem ist Kairo bis zu den Pyramiden ausgeufert und man kann die Vorortslums sehen.Und das stimmt auch, doch wenn man auf dem Pyramidenfeld steht, vergisst man die Slums, keine zwei Kilometer entfernt. Ich fand die Anlage nicht so abtörnend, vermutlich lag dies aber auch an der Tatsache, dass wir fast alleine auf dem Gelände waren- ein Vorteil am arabischen Frühling, es waren keine Touristen im Land.

Somit konnten wir die Pyramiden tatsächlich genießen, auch wenn wir leider keinen blauen Himmel hatten.

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Unser nächstes Ziel war die Sphinx und wir waren förmlich erschüttert, wie klein diese wirklich ist. . In den Medien hat man immer den Eindruck, das Ding ist riesig und dann steht man davor und zuckt mit den Schultern :-).

Wikipedia: Die (auch der) Große Sphinx von Gizeh in Ägypten ist die mit Abstand berühmteste und größte Sphinx. Sie stellt einen liegenden Löwen mit einem Menschenkopf dar und wurde vermutlich in der 4. Dynastie während der Herrschaft von Chephren (um 2520 bis 2494 v. Chr.[1], nach anderen Angaben 2570 bis 2530 v. Chr.[2]) errichtet.

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Unser nächstes Ziel war Saqqara, hier handelt es sich um die älteste Anlage in Oberägypten, welche sich auf einem weitläufigen Areal befindet. In Saqqara steht auch die berühmte Pyramide des Djoser.

Wikipedia: Sakkara (arabisch سقارة Saqqāra, ägypt.-arab. Saʾʾāra) ist eine bedeutende altägyptische Nekropole am westlichen Nilufer. Der Ort liegt ca. 20 km südlich von Kairo im Gouvernement al-Dschiza.

Djoser Pyramide und Schlangenköpfe dsc02996_picnik

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Abends erlebten wir unser fragwürdigstes Event der gesamten Reise, und zwar in Form einer schlechten Ausflugsfahrt auf dem Nil. Das Beste war da noch das Essen, der Entertainment Teil wurde unter ganz grauslich verbucht. Dummerweise kann man auch nichts, aber auch gar nichts , nachts am Nil sehen. Kairo sieht vom Wasser nicht sehr beeindruckend aus. Wir verbuchten den Abend unter Nepp und ärgerten uns nicht weiter darüber. Für alle Lesenden hier nur der Tip- niemals nie  nachmachen.

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Am nächsten  Tag „bewunderten“ wir den Tahir Platz in seiner so „wunderbaren Schönheit“ – man beachte die Ruinen, Zeugnis des arabischen Frühlings. Auffällig  wie überall im Land, es sind kaum Frauen auf den Straßen zu sehen.

Tahir Platz im Frühling 2011:

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Im April 2011 war es eine Herausforderung, überhaupt an den Platz heranzukommen. Militär und Demonstranten nahmen den Platz ein, wir sahen viele Zerstörungen und empfanden die Atmosphäre nach wie vor eher beängstigend und es war auch gefährlich, wie uns Mohammed bestätigte.

Das ägyptische Museum und das ausgebrannte Parlamentdsc03385

Das Museum ist allerdings ein Knaller- es ist vom Boden bis zur Decke vollgestopft mit Altertümern, damit könnten noch 10 weitere Museen angemessen ausgestattet werden. Zum Teil verstaubt der Kram nur in den Regalen, wenn ich alleine an die Halle der bunten Sarkophage denke- grandios.

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Bilder natürlich im Inneren verboten dsc03387

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Ein Highlight war natürlich die Totenmaske von Tutanchamun und die anderen Grabbeilagen. Insgesamt hatte mich das Museum in seinen Bann gezogen, einfach nur toll.

Wikipedia: Tutanchamun (auch Tutenchamun; ursprünglich Tutanchaton) war ein altägyptischer König (Pharao) der 18. Dynastie (Neues Reich), der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte.[3] Bekannt wurde er, als Howard Carter 1922 im Tal der Könige sein nahezu ungeplündertes Grab (KV62) entdeckte.

Fotoquelle: Wikipedia

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La tombe de Toutankhamon (1340-1331 AV. J.C.) a été découverte par Howard Carter en novembre 1922. Le pharaon est mort à 19 ans, sa momie se trouvait dans un cercueil en or massif, placé à l'intérieur de 2 cercueils en bois. Ces 3 cercueils étaient dans un sarcophage de quartzite à couvercle de granit rouge. Autour du sarcophage, s'emboîtaient les unes dans les autres, 4 chapelles en bois doré qui occupaient entièrement la salle du sarcophage.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

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Nach dem Museumsbesuch fuhren wir zur Zitadelle des Saladin, genossen die fragwürdige Aussicht auf Kairo und besuchten die Moschee. Anbei ein paar Impressionen von unserer Fahrt zur Zitadelle, der Stadt,  dem Moloch:

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Blick von der Zitadelle auf Kairo, eine merkwürdige Stadt: dsc04070_picnik

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Ich kann mich  noch an einen Friedhof erinnern, der allerdings, ähnlich wie in Manila bewohnt wird. Wir fuhren an dem Areal vorbei, konnten aber nur eingeschränkt einen Blick darauf werfen.

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Unseren Nachmittag verbrachten wir auf dem Khan el Khalili Basar mit anschließendem Teehausbesuch. dsc03416

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Der Abend zog sich nen bissel, wir warteten auf den Nachtzug nach Luxor, der wiederum so scheußlich war, dass es uns grauste, dort die Nacht zu verleben. Wir gingen grundsätzlich nur zu Zweit auf die Toilette, das Abteil wurde von innen verschlossen um uns vor Überfälle zu bewahren.

Wikipedia: Assuan (arabisch أسوان Aswān, Eswan; koptisch ⲥⲟⲩⲁⲛ Swān) ist eine ägyptische Stadt (106 Meter über NHN) am östlichen Ufer des Nils unterhalb des ersten Katarakts. Sie ist die Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan und mit über 281.000 Einwohnern (Berechnung: 2010)[1] nach Luxor, Asyut und Fayyum die viertgrößte Stadt Oberägyptens. Assuan ist die südlichste Stadt Ägyptens, das Verwaltungsgebiet des Gouvernements reicht bis hinter Abu Simbel an die Grenze des Sudan. Der Name der Stadt geht auf das altägyptische Swnw (Sunu; Swenu) zurück,[2] was „Handel“ bedeutet.[3] In der ptolemäischen Epoche wurde daraus der altgriechische Name Συήνη (Syène), unter der römischen Herrschaft das lateinische Syene oder Siene.[4] Über das abgeleitete koptische Swān hat sich der Stadtname in Form des arabischen Aswān bis heute erhalten.

 Wir waren alle happy, als wir am nächsten Morgen die Augen in Assuan aufmachten.Assuan ist tatsächlich die schönste Stadt in Ägypten, dei Stimmung ziemlich tiefenentspannt.

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Unser Hotel hatte einen komischen Dreckcharme …..wir malten Muster in den Staub im Badezimmer. Meine Erkenntnis, dass in muslimischen Ländern, wo eindeutig die Männer das Sagen haben und Frauen grundsätzlich nur die Kinder hüten und sich um Heim und Hof kümmern, so profane Dinge wie staubwischen im Hotel mal einfach ausfällt . Der ägyptische Mann im Jahr 2011 hatte genug mit politischer Diskussionen zu tun, Arbeitsplätze für Frauen (auch Zimmermädchen gibt es nicht) sind quasi nicht existent. Wir trugen es mit Humor, holten unsere Schlafsäcke heraus und legten uns eben nicht in die nichtsauberen Betten. Unsere Mitreisenden fanden es nicht komisch, wir waren die Backpacker, die Niederländer hatten sich eindeutig mit dem Veranstalter vertan.

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Unser erste Ziel war der Souk von Assuan, den ich wirklich toll bunt und beeindruckend fand.

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Weiter ging es auf ein Boot, mit dem wir auf dem Nil zu einem Nubierdorf fuhren. Nach rund zwei Stunden auf dem Wasser wurden wir freundlich von den Dorfbewohnern begrüßt und genossen einen schönen entspannten Nachmittag im Dorf, mit lecker Essen und tollen Eindrücken.

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Das Dorf war ein Schmuckstück, schönste Malereien an den Häusern ohne das es in Tourinepp ausartete. Wir waren die einzigen Touristen vor Ort und wurden im einzigen Hostel des Dorfes bewirtet, es war eine Augenweide.

Wir wurden freundlich begrüßt:dsc03704

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Im Hostel: dsc03815_picnik

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Zurück ging es im Sonnenuntergang.

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Wir gingen schleunigst in unsere Schlafsäcke, weil wir bereits am frühen Morgen ( rd. 5:00 Uhr ) nach Abu Simbel fuhren- Gott sei Dank kann ich, bis in Flugzeugen, fast überall schlafen….den Weg Richtung sudanische Grenze bekam ich kaum mit.

Abu Simbel war mein Ägypten Highlight- was für ein Wahnsinn an Tempel.

Wikipedia: Abu Simbel (auch Abu Simbal, Ebsambul oder Isambul; arabisch أبو سنبل, DMG Abū Sinbal oder أبو سمبل / Abū Simbal) ist ein Ort im ägyptischen Teil Nubiens, etwa 240 Kilometer südwestlich von Assuan. Die nur etwas über 2600 Einwohner zählende Ortschaft (Berechnung: 2012)[2] ist bekannt durch die hier im 13. Jahrhundert v. Chr. errichteten Felsentempel des Königs (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches. Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Sie befinden sich im ägyptischen Teil Nubiens am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter König (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet.Die Felsentempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm Ramses’ II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Große königliche Gemahlin, stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Beide Tempel befinden sich nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort. Um sie vor dem ansteigenden Wasser des Nassersees, des durch den Assuan-Staudamm aufgestauten Stausees des Nil, zu retten, wurden sie in den Jahren 1963 bis 1968 abgetragen und 64 Meter höher auf der Hochebene von Abu Simbel wieder aufgebaut. Dort erheben sie sich heute auf einer Insel im Nassersee, die an der Nordwestseite durch einen befahrbaren Damm mit dem Ort Abu Simbel verbunden ist. Der Name Abu Simbel ist eine europäische Umstellung des arabischen Abu Sunbul, einer Ableitung vom antiken Ortsnamen Ipsambul.[1] In der Zeit der Könige des Neuen Reiches hatte die Region, in der die Tempel errichtet wurden, vermutlich den Namen Meha. Eine sichere Zuweisung konnte bislang jedoch nicht vorgenommen werden.

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dsc03928Wie schön das diese Tempelanlage damals, beim Bau des Nasser Staudamms gerettet werden konnten. Umso beeindruckender, mit welchen technischen Herausforderungen diese Aufgabe angegangen wurde. Angesichts des nicht enden wollenden Dramas um BER für mich immer wieder nur sprachlose Begeisterung.

Quellen:     mashable.com  + weekly.ahram.org

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Fotos vom Inneren des Tempels gibt es wie immer nicht- um die Sehenswürdigkeiten zu erhalten ist Fotografieren strengstens verboten.

Quelle: touregypt.net

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Den Nachmittag verbrachten wir im Souk von Assuan, genossen ein typisch ägyptisches Essen, welches absolut authentisch war und mit zu den leckersten Mahlzeiten dieser Reise gehörte.

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Zum Sonnenuntergang wollten wir es nobel haben- wir fuhren zum Nubier Club, genossen einen sensationellen Blick auf Assuan und dem Grab des Aga Khan.

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Der uns versprochene High Tea war allerdings ganz großer Nepp…..aber für die Aussicht lohnte sich die Kohle schon.

Am nächsten Morgen ging es auf unsere 24- stündige Fellukkenfahrt. Wir bekamen ein Fischerboot, ohne Kajüten oder sanitäre Anlagen und dann ging es den Nil flussabwärts in Richtung Luxor.

Damit sich Jeder ein Bild machen kann, wo wir uns mit dem Bootchen herumtrieben:

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Captain, my Captain….

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Die erste Stunde auf dem Kahn war lustig, die zweite Stunde auf dem Kahn war noch lustiger. Ab der dritten Stunde ersehnten wir uns ein Bier herbei, was im strengmuslimischen Ägypten eine kleine Schwierigkeit darstellte. Nach der vierten Stunde wurde es langweilig, langweilig, langweilig obwohl die Aussichten auf das ländliche Ägypten schon echt toll waren und wir natürlich viel vom Land sahen, auch Erschreckendes: dsc04320

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Das Essen bot ein wenig Abwechslung, ansonsten versuchten wir eine bequeme Stellung auf  dem Boden des Bootes zu bekommen und die Eindrücke einzusaugen, die sich am Ufer boten.

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Abends legten wir an einem Uferstück mit abgebrannten Palmen an, erkoren eine Buschtoilette und machten ein Lagerfeuer. Bier hatten wir zwar immer noch nicht, die Stimmung war aber super und Jeder von uns war der Ansicht, dass solch eine rudimentäre Tour doch so sehr viel besser ist, als eine dekadente Nilkreuzfahrt.

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Diese Aussage revidierten 6 von 6 in der Nacht. Es wurden nur Stoffbahnen um das Boot gezogen um ein wenig den Wind abzuhalten. Wir bekamen auch eine Plane über und unter uns und dann wurde es kalt….. dsc04198

Die Toilettensituation, nachts hinter einer abgebrannten Palme mit Hintern im Wind, war auch nicht so optimal und als es endlich, endlich hell wurde, waren wir alle sehr erleichtert.

Am nächsten Morgen: dsc04231_picnik

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Wieder an Land ging es am frühen Morgen nach Kom Ombo. Eine sehr berühmte Tempelanlage in Ägypten, die allerdings nicht so in aller Munde ist wie das Tal der Könige oder auch Abu Simbel.

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Wikipedia: Der Doppeltempel von Kom Ombo ist eine altägyptische Tempelanlage am östlichen Nilufer in Oberägypten. Der Tempel befindet sich etwa 3,5 Kilometer südwestlich des Zentrums des etwa 70.000 Einwohner zählenden Ortes Kom Ombo. Die heute sichtbaren Teile des Bauwerks stammen aus der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten, zu kleinen Teilen auch aus der Epoche der Zugehörigkeit zum Römischen Reich. Geweiht war der Tempel den beiden getrennt voneinander verehrten Gottheiten Sobek und Haroeris, weshalb er als „Doppeltempel“ bezeichnet wird. Die Bauwerke der Tempelanlage wurden durch Naturgewalten, wie Hochwasser und Erosion am Mauerwerk, stark in Mitleidenschaft gezogen.

Mir gefiel die Komplexität der Anlage, die Reliefs und wie super alles erhalten war, auch wenn Wiki-allmächtig was Anderes zu berichten weiß. dsc04295

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Mit unserem Minibus fuhren wir nach Edfu, ebenfalls nicht so präsent wie andere Anlagen und dennoch wunderschön. Anbei ein paar Impressionen vom ländlichen Ägypten zwischen Assuan und Luxor:

Hadschpilgerhaus, für Alle gut gekennzeichnet, hier war Jmd in Mekka:dsc04348

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Wikipedia: Der Tempel von Edfu ist eine altägyptische Tempelanlage am westlichen Stadtrand der etwa 60.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Edfu in Oberägypten. Die Stadt liegt am Westufer des Nil, etwa 100 Kilometer nördlich von Assuan und 85 Kilometer südlich von Luxor. Der Tempel gilt als einer der besterhaltenen ganz Ägyptens.[1] Die Tempelanlage von Edfu war dem lokalen Gott Hor-Behdeti, dem „Horus von Edfu“, geweiht und entstand in der Zeit der Herrschaft der Ptolemäer über Ägypten. Horus trat dort außerdem in weiteren Erscheinungsformen des Gottes auf. Die Nebenform Behdeti verweist auf die Benennung der gesamten Edfu umgebenden Region als „südliches Behdet“.[2] In griechisch-römischer Zeit hieß der Ort Ἀpóllônos pólis megálê beziehungsweise Apollinopolis Magna, was Dieter Kurth, Projektleiter des Edfu-Projekts der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, als Gleichsetzung erklärt: „Der Lokalgott Horus wurde mit dem griechischen Gott Apollon identifiziert.“[2]

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Am frühen Abend erreichten wir Luxor und bezogen wohl das beste Hotel auf unserer Tour, sogar mit Pool:  dsc04502

Als dritte Anlage des Tages zog es uns in die Licht & Ton Show von Luxor, ein Erlebnis der ganz besonderen Art. In diesem Tempel war ich bereits 2003 gewesen und konnte mich auch noch ein wenig daran erinnern. Das Ganze in der untergehenden Sonne bzw. des nächstens bewundern zu können, war ein ganz besonderes Erlebnis.

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Am nächsten Morgen machten sich vier aus unserer Minigruppe auf den Weg ins Tal der Könige. Da wir bereits 2003 dort gewesen waren, schenkten wir uns den erneuten Besuch und verlebten einen tollen Tag in der Stadt. Wir liefen durch die Straßen, über den Basar und lernten eine unaufgeregte Kleinstadt kennen.

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Tal der Könige und Hatschepsut Tempel 2003: 

Ein Ägyptenbericht ohne das Tal der Könige zu erwähnen, wäre nicht vollständig. Deshalb kommt hier das Jahr 2003 doch noch zu seinem Recht. Wir fuhren von Hurghada mitten in der Nacht los und bewunderten am frühen Morgen den Tempel der Hatschepsut und ausgesuchte drei Gräber ( u.A. von Ramses und Tut en Amun) im Tal der Könige. Faszinierend war für mich damals ein Blick auf die Memnon Kolosse und tatsächlich auch ein wenig Ägyptenfeeling auf dem Nil inkl. dem Kurzstop in Luxor.

Wikiepdia: Das Tal der Könige (arabisch وادي الملوك, DMG Wādī al-Mulūk; auch Wadi el-Muluk, Bibân el-Molûk, Biban el-Muluk) war eine Nekropole im Alten Ägypten, in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden. „KV65“ ist eine Radaranomalie, die als Grab gedeutet wird, aber bis heute nicht weiter untersucht wurde. Altägyptisch wurde das Tal der Könige als Sechet-aat (Sḫt ˁ3t), „großes Feld“, bezeichnet[2]. Im Tal der Könige sind insbesondere die Gräber der Herrscher des Neuen Reichs (ca. 1550 bis 1069 v. Chr.[3], 18. bis 20. Dynastie) zu finden. Das Tal befindet sich in Theben-West, gegenüber von Karnak, am Rand der Wüste und ist gesäumt von hohen Bergen, namentlich durch die natürliche Felspyramide el Korn oder el-Qurn („das Horn“). Nahezu das gesamte Gebiet von Theben-West bildet eine riesige Nekropole. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen. Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen der Neuzeit noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier das weitgehend unversehrte Grab des Tutanchamun (KV62) im Jahr 1922 von Howard Carter entdeckt. dsc00282ab

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Memnon Kolosse:  dsc00305

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Am Nachmittag des Jahres 2011 bewunderten wir den Karnaktempel am Tag sowie den Luxortempel.

Karnak: Die Karnak-Tempel liegen als größte Tempelanlage von Ägypten in Karnak, einem Dorf etwa 2,5 Kilometer nördlich von Luxor und direkt am östlichen Nilufer. Die ältesten heute noch sichtbaren Baureste des Tempels stammen aus der 12. Dynastie unter Sesostris I.[1] Bis in die römische Kaiserzeit wurde die Tempelanlage immer wieder erweitert und umgebaut. Die Tempelanlage steht seit 1979 zusammen mit dem Luxor-Tempel und der thebanischen Nekropole auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO

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Luxor: Der Luxor-Tempel (altägyptisch Ipet-reset) ist eine Tempelanlage im heutigen Luxor in Ägypten. Er wurde zur Zeit des Neuen Reichs errichtet und südlicher Harem des Amun von Karnak genannt. Er war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht.Der Tempel steht seit 1979 zusammen mit dem Karnak-Tempel und der thebanischen Nekropole auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO.[1]

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Abends stimmten wir über eine neue Weiterreiseoption ab, statt nach Kairo mit dem Zug zu fahren, mit dem Minibus nach Hurghada fahren, dort übernachten und dann nach Sharm el Sheik fliegen und das verhasste Kairo, sowie eine abartige Autofahrt über den Sinai vermeiden. Die Entscheidung war einstimmig , 50€, die gut aufgehoben waren. Hurghada habe ich nicht wiedererkannt, das Hotel in dem wir nächtigten wurde von Billigtouris aus GB belagert. Abends gingen wir recht nett in einem Pub essen, der Zwischenaufenthalt ging total ok, blieb aber ohne Erinnerung für mich.

Auf dem Weg nach Hurghada:  dsc04935

Sinai: Die Sinai-Halbinsel liegt auf der Afrikanischen Platte zwischen dem afrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel, von der sie geologisch durch den Jordangraben getrennt ist. Sie ist geographisch Asien zugeordnet. Die etwa 61.000 km² große Landmasse ragt bis ins Rote Meer hinein und ist damit etwa eineinhalbmal so groß wie die Schweiz. Im Westen der Halbinsel liegt der Golf von Sues, im Osten der Golf von Aqaba. Die Halbinsel stellt das Bindeglied zwischen Asien und Afrika dar. Die Landschaft ist wüstenhaft und besonders im Süden von schroffen, kahlen Gebirgen geprägt.

 Alleine der Flug von Hurghada nach Sharm el Sheik war klasse. Wir flogen mit einer neuen Maschine der Egyptair und staunten von oben nicht schlecht, der Blick auf das rote Meer mit seinen Korallenriffen war einfach schön. Nach 34 Minuten war der Spuk vorbei und wir fuhren mit einem neuen Fahrer über Sharm el Sheik nach Dahab.

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Dahab ist ein Backpackertraum am roten Meer, man war das klasse dort!

Wikipedia: Dahab (arabisch دهب, DMG dahab) ist eine ägyptische Stadt im Gouvernement Dschanub Sina. Das ehemalige Fischerdorf im Süden der Sinai-Halbinsel in Ägypten hat sich zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Im Jahr 2006 lebten in der Stadt etwa 5000 Beduinen und ca. 700 Ausländer.Die 1989 an der südlichen Strandpromenade freigelegten Grundmauern gehören zu einem Leuchtturm und werden zwischen dem 1. und dem 2. Jahrhundert v. Chr. datiert. Der antike angeschlossene nabatäische Hafen (siehe auch Petra (Jordanien)) lag an der alten Handelsroute und diente als Lagerstätte für Handelswaren der kaufmännischen Stadt Maqnah gegenüber dem heutigen Dahab auf der saudi-arabischen Seite.

Wenn es einen Ort in Ägypten gibt, den ich sofort weiterempfehlen würde, dann immer wieder dieses so süße Nest auf dem Sinai mit Blick auf Saudi Arabien.

Unser Hotel hatte seine besten Zeiten zwar schon gesehen, dennoch war es alles in allem ok. Ein wenig irritiert waren wir, als morgens ein Auto im Speisesaal stand und tatsächlich am Wagen herumgeschraubt wurde, während wir die hartgekochten Eier pellten….an diesem Tag gingen der Motorschaden auf jeden Fall dem housekeeping vor. Die Betten blieben ungemacht!

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Unsere Tage in Dahab verbrachten wir entspannt. Wir gingen im roten Meer baden, das Wasser war aber erstaunlich frisch. Ein Strand ist übrigens in Dahab  quasi nicht vorhanden, es geht über Treppen ins Wasser. Etwas außerhalb gibt es Sandstrände, die ich aber nicht soooo schön fand.

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Die Restaurant – u. Pub Szene ist super entwickelt, bummeln macht Spaß und wir bekamen ein wenig mehr Traveller Feeling. Die Anbaggerei und die Bettelei nach Bakshish ging uns in den letzten Wochen ziemlich auf den Geist, in Dahab lief es insgesamt entspannter.

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An einem Tag besuchten wir das Katharinenkloster und bewunderten den angeblichen Dornenstrauch der Maria.

Fahrt über den Sinai zum Katharinenkloster: dsc05409

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Wikipedia:  Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster (griech. Μονὴ τῆς Ἁγίας Αἰκατερίνης, arab. دير سانت كاترين) im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet und ist das älteste immer noch bewohnte Kloster des Christentums. Es liegt am Fuße des Berges Sinai (Mosesberg). Dort befand sich nach der Überlieferung der brennende Dornbusch, in dem sich Gott Mose offenbarte; hier sollen auch die der Legende nach von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der heiligen Katharina von Alexandrien ruhen, deren Existenz allerdings historisch nicht belegt ist. Das Kloster, das ursprünglich der Theotokos, das heißt, Maria, der Mutter Jesu, geweiht war, wurde im Westen ab dem 14. und im Osten ab dem 19. Jahrhundert nach der heiligen Märtyrerin Katharina benannt. Das Katharinenkloster ist eines der ältesten Klöster der Christenheit. Gleichzeitig ist es ein Ort, wo sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren. Wegen seiner isolierten Lage gehört das Katharinenkloster zu den wenigen Klöstern, die nie zerstört wurden.

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Der Dornenstrauch, inkl. Feuerlöscher 🙂

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Wir bewunderten die Natur auf dem Sinai und liefen auch den Mosesberg/ Mount Sinai hinauf.

Wikipedia: Der Berg Sinai (hebräisch הר סיני) liegt auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel und ist 2285 m hoch. Er heißt arabisch جبل موسَى Gabal Mūsā ‚Mosesberg‘ (auch Gabal Sīnā‘ / جبل سيناء). Route zum Gipfel: Beim Katharinenkloster am Fuß des Berges Sinai in rund 1585 Metern Höhe endet die reguläre Straße. Von hier aus kann der 700 Höhenmeter überwindende und rund 2500 m lange Aufstieg nur noch zu Fuß oder per Kamel fortgesetzt werden. Auf dem letzten, viel steileren Abschnitt, etwa ab der rund 300 m unterhalb des Gipfels liegenden Elija-Mulde, wo sich der biblische Prophet zeitweise zurückgezogen haben und von Gott dann angesprochen worden sein soll, müssen 750 in den Fels gehauene Stufen überwunden werden. Während des gesamten Aufstiegs sind fast 4000 Treppenstufen zu bewältigen. Auf dem Gipfel befinden sich eine Moschee aus dem 12. Jahrhundert sowie eine Moses und der heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kapelle, welche im Jahr 1934 auf den Ruinen einer unter Kaiser Justinian I. zwischen 548 und 565 erbauten Basilika errichtet wurde. Im Winter kann es auf dieser Höhe schneien. Der Berg wird von Pilgern und Touristen gerne gegen Ende der Nacht im Dunkeln – zeitweise in großem Gedränge – bestiegen, um auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben.

Der Aufstieg war eine echte Quälerei und das sage ich als Kili- Erfahrene….

Es ging über Treppen immer höher und höher, es wurde empfindlich kalt und so richtig Spaß machte das Ganze natürlich nicht. Dafür wurden wir am Ende grandios belohnt….der AUSBLICK, der AUSBLICK!

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Und dennoch, ich bin ein kritischer Mensch wenn es um die Bibel geht ! In diesen klimatischen Verhältnissen hat Moses  (er war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Greis) NIEMALS 40 Tage ausgehalten um die Zehn Gebote zu empfangen. Der Mann wäre elendig an Schwindsucht eingegangen.

Nach noch einem Entspannungstag ging es über Nuweiba weiter nach Jordanien. Wir freuten uns tierisch auf ein wenig westlichen Standard und sahen frohes Mutes gen Petra und Wadi Rum

Auf der Fähre nach Aqaba: img_2027

Mein Fazit zu Ägypten

 2011 war ein grandioses Jahr für eine Ägyptenreise. Es war zum damaligen Zeitpunkt sicher, die Terrorangriffe vor Allem auf dem Sinai waren noch kein Problem

  • Als Frau fand ich es zum Teil nicht mehr sicher und war zufrieden nicht alleine gereist zu sein
  • Die Bakshishmentalität ging mir bereits 2003 tierisch auf den Geist, 2011 war ein Punkt erreicht, der es förmlich unerträglich machte
  • Obwohl ich nicht heiß auf die Altertümer gewesen war, ich wollte lediglich zu den Pyramiden und nach Abu Simbel, war ich am Ende restlos begeistert
  • Sheoestring hatte einen super Job gemacht, es war günstig und total in Ordnung.
  • Meine liebsten Orte in Ägypten waren Assuan und Dahab

Wer wissen will wie es weiter ging:  http://allcontinentsinonelife.com/jordanien-2011/

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dennoch, ich bin ein kritischer Mensch wenn es um die Bibel geht ! In diesen klimatischen Verhältnissen hat Mose (er war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Greis) NIEMALS 40 Tage ausgehalten um die Zehn Gebote zu empfangen. Der Mann wäre elendig an Schwindsucht eingegangen.

 

 

Nach noch einem Entspannungstag ging es über Nuweiba weiter nach Jordanien:

 

 

Mein Fazit zu Ägypten

 

  • 2011 war ein grandioses Jahr für eine Ägyptenreise. Es war zum damaligen Zeitpunkt sicher, die Terrorangriffe vor Allem auf dem Sinai waren noch kein Problem
  • Als Frau fand ich es zum Teil nicht mehr sicher und war zufrieden nicht alleine gereist zu sein
  • Die Bakshishmentalität ging mir bereits 2003 tierisch auf den Geist, 2011 war ein Punkt erreicht, der es förmlich unerträglich machte
  • Obwohl ich nicht heiß auf die Altertümer gewesen war, ich wollte lediglich zu den Pyramiden und nach Abu Simbel, war ich am Ende restlos begeistert
  • Sheoestring hatte einen super Job gemacht, es war günstig und total in Ordnung.

 

 

 

Marokko 2015: Nochmal Marrakesch & Essaouira

Mit meiner Mama nach Marokko!

Nachdem mir das Land auf unserer Hochzeitsreise sooo gut gefallen hatte, wollte ich auch meine Mama nach 1001 Nacht entführen. Wir wählten den März als Reisezeit aus, vermuteten stabileres Wetter als in Europa. Wir wollten nen bissel dem Winter entfliehen.

Mit Easyjet ging es nach Marrakesch….4 Stunden ohne Thrill, dafür mit Pepe und seinen zwei Geschwistern in der Reihe hinter uns- ohjeemineee, wir waren arg gestresst, als wir endlich in Marokko landeten. Einzig die Aussicht, dass diese Sippe uns nicht auch noch den Rückflug versauen würde, erheiterte uns ein wenig.

Bei unserer Ankunft ging so alles schief, was nur schiefgehen konnte….der Transfer schlug schon mal fehl, diesbezüglich hatte ich ein Deja Vu zum letzten Jahr! Also hieß es erstmal Geld abholen vom ATM. Siegesbewußt zog ich die ComDirekt Karte aus meiner Tasche und musste nach drei Versuchen feststellen….es war die Giro Karte, nicht die Visa Karte! Also kam die Amazon Karte zum Einsatz….wiederum drei Versuche später musste ich mir eingestehen, dass die von mir notierte Pin falsch war! Meine Mama hatte netterweise die Visa Karte gar nicht dabei, wir zählten also unsere mageren Penunsen ( rd. 250€) und fuhren mit dem Taxi gen Djemaa el Fna. Es pieselte ziemlich arg und meine offline map im Handy leitete uns auf die falsche Seite der Altstadt. Nachdem uns auch noch ein paar Jungs über Ohr hauen wollten und unser Vermieter nicht vor Ort war, waren wir vom ersten Nachmittag abgefressen.

Als wir dann aber endlich in unserem Dar waren und das hübsche Zimmer bezogen hatten, war die kleine Welt fast in Ordnung.

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Um an  Geld zu kommen gab es mehrere Varianten.

Wir zahlen unser Hotel auf Kreditkarte und unser Wirt zahlt uns mehr Geld aus.

Mathias macht sich über Western Union schlau und wir wüßten endlich mal wie es funktioniert und wären auch für spätere Abenteuer mal auf der sicheren Seite.

Bei Variante C wäre meine Karte über Fed Ex nach Marokko geflogen worden, Kostenpunkt ungeklärt.

Die erste Variante schlug fehl, unsere Vermieterin war nicht anwesend und der Bengel, der das Anwesen verwaltete, war sich unsicher.  Mit Variante B waren wir aber super gut bedient und somit wurde C verworfen. Man kann sich sogar selbst Geld überweisen und geht dann zu einer W.U Stelle und bekommt die Kohle ausgezahlt- Reisepass und Überweisungscode sind vorzulegen.img_6086

Um 11: 59 an Tag  Zwei  waren alle Startprobleme gelöst und wir konnten endlich mit Urlaub starten. Wir verbrachten diesen Tag in der Altstadt, genossen die Souks und den Djemaa el Fna. Als Erstes bewunderten wir den Blick in den Hohen Atlas- ein Blick den ich im Sommer nicht genießen konnte, die Hitze verhinderte den Fön. img_0471

Als nächstes statteten wir der Koutoubia Moschee einen Besuch ab

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Der März ist Kräuterzeit- überall wurde frische Minze, Basilikum  und Koriander verkauft. Die Gewürze kommen aus dem Atlas, ich hatte im Juli 2014 im Dades Tal bereits diese Kräuterfelder bewundert.

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Wir bummelten über die Märkte im Kasbahviertel und steuerten die Saadier Gräber an.

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Am Abend genossen wir einen nächtlichen Bummel über den Platz der Plätze in Marokko, um am Ende dann aber doch in einem Restaurant drinnen  zu essen zu – es war einfach noch zu unbeständig vom Wetter.

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Der nächste Morgen begann wieder mit einem Marsch durch die Altstadt. Unser Ziel war die Medersa Ben Youssef ( Koranschule)  und das Färberviertel.

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Bis zu den Färbereien hatte ich es 2014 nicht geschafft, deshalb genoss ich die bunte Wolle, die zum Trocknen überall aufgehangen wurde umso mehr.

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Das Wetter schwankte zwischen grandios und dann auch fast sommerlich und nieselig, pieselig und echtem Nordseewetter. Am unserem dritten Tag zeigte sich der Wettergott gnädig und in bunt wirkte Marrakesch noch sehr viel schöner…..wenn man mal von der Tourischwemme absieht.  Etwas, an das ich nicht gewöhnt war, Marrakesch im Juli war menschenleer.

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Am nächsten Morgen stand mal wieder das  Gerberviertel auf dem Programm, dieses ist nicht so spektakulär wie das Tannerieviertel von Fes- dennoch absolut sehenswert und nicht geruchsneutral :-). Das Viertel befindet sich in einer ziemlich armen und abgeschrammelten Ecke von Marakkesch, der Weg war wieder eine Herausforderung….überall Müll und Unrat sowie zwielichtige Gestalten, die ihr Geschäft machen wollten. Wir nahmen wieder die Dienste eines „Führers“ an, der uns durch das Viertel führte. Am Ende standen wir wieder im gleichen Laden, wie ein Jahr zuvor :-)!

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Unseren Nachmittag verbrachten wir im gut riechenden Jardin Majorelle-  das Kontrastprogramm schlechthin zu unserem Erlebnis in der Gerberei.

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img_0782Der Blick in den Atlas

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Unseren Nachmittag und Abend verbrachten wir mal wieder auf dem Djemaa el Fna, die Bühne der Gaukler und Schlangenbeschwörer….Nepper, Schlepper und Bauernfänger img_0811

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Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi zum Busbahnhof von Supratours. Wer einmal in Marokko ist, sollte sich Essaouira nicht entgehen kann. Das ehemalige Mogador ist ein Kleinod am Atlantik. Wir fuhren 2,5 Stunden und kamen im strömenden Regen an….Gott sei Dank kannte ich den Weg zum Dar Sofian und wir konnten auch umgehend einchecken. Letztes Jahr hatten wir das Zimmer in blau ( Atlas) dieses Mal in gelb ( Sahara) . img_0815

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Die nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, zwischen den Regenhuschen von einer Kneipe in die nächste zu kommen, ab und an nen bissel Wetter zu kaschen und diese Puppenstube ausgiebig zu genießen….

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Essaouira verabschiedete sich mit Sonnenschein und ich fing mir zu guter Letzt noch nen Katzenfloh ein- oh Mann, sah ich bunt aus.  Unseren letzten anständigen Tag in Marokko verbrachten wir im El Badi Palast sowie im jüdischen Viertel

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Der jüdische Friedhof von Marrakesch img_1045

 

 

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img_1058Die Synagoge von Marrakesh – dort wird auch gewohnt

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Mit zwei schönen Bildern, 1x vom Kasbahviertel und 1x vom Djemaa el Fna ging auch diese Reise nach einer Woche zu Ende.

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Am 24.03.2015 flogen wir mit ziemlich gemischten Gefühlen über Barcelona, den Alpen bis nach Berlin. Wenige Stunden vorher wurde die German Wings Maschine in die französischen Alpen, gegen einen Berg gesteuert, die Stimmung an Bord war mieserabel, gerne hätte ich den naseweisen Pepe aus der Vorwoche ertragen…..

Israel und Palästina 2012

16 Tage Israel+ Palästina  mit dem Mietwagen….ich muss zugeben, ich war damals aufgeregt.  Wir wußten nicht, was wir von dem Land zu erwarten hatten. Wir waren von den Medien, von der öffentlichen Meinung und natürlich auch von der Politik beeinflusst. Dennoch war uns klar, dass das kleine Land zwischen Mittelmeer und Jordan uns ziemlich beeindrucken würde. Da ich 2011 bereits in Jordanien gewesen war, hatte ich zumindest eine Ahnung über das zu erwartende Wetter und eine Vorstellung vom Toten Meer.

Wir flogen Anfang September mit einem Direktflug von Israir nach Tel Aviv.  Es wird einem schon nen bissel mulmig, wenn man die Panzer auf dem Rollfeld sieht, die die Maschine zur Startbahn begleiten. Das vorherige Interview mit den israelischen Soldaten war unspektakulär gewesen, da sind die Amis happiger. Nach kurzweiligen drei Stunden landeten wir auf dem Ben Gurion Airport und kurze Zeit später übernahmen wir unseren Mietwagen.

Es war Freitag Nachmittag, rd. 1 Std. vor Sonnenuntergang und demzufolge kurz vor Beginn des Sabbats.  Wir lotsten uns mit Hilfe der App maps2go durch Tel Aviv und standen kurze Zeit später vor Momo’s Hostel. Ein Haus, welches nicht so unbedingt  zu empfehlen ist, dafür günstig und zentral, mit  nem eigenen Späti an der Ecke, liegt.

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Wir suchten uns an diesem ersten Sabbatabend nen bissel dumm und dämlich um noch etwas zu essen zu bekommen. Sabbat in Tel Aviv ist zwar lustiger als in Jerusalem, dennoch waren wir mit der Restaurant Auswahl nicht überfordert. Letztendlich landeten wir bei einem Spanier und genossen Calamaris mit Linsen- ungewöhnlicher Mix aber ziemlich lecker.

An unserem ersten Tag, Samstag – natürlich Sabbat verzogen wir uns ins muslimische Jaffa. Das war eine kluge Entscheidung, zumal dieser Stadteil jede Menge zu bieten hatte und alle Geschäfte geöffnet hatten  und ordentlich brummten. Wir bummelten am Hafen entlang, durch Markthallen und kuriose Antiquitäten- Gerümpel Läden.

Bick auf Tel Aviv von Jaffa

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Blick auf Jaffa

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Jaffa Hafen und Altstadtisrael-31

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Die christlich- äthiopische Gemeinde feierte mehrere Hochzeiten und wir hatten ein großes Vergnügen, dem Treiben zuzusehen, auch wenn es an eine Art Massenabfertigung erinnerte.

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Unseren Nachmittag verbrachten wir am Strand und stürzten uns in die Fluten des Mittelmeeres. Das Wasser war himmlisch warm, die Temperaturen lagen bei rund 30 Grad,

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Abends fuhren wir zurück nach Jaffa und kehrten bei Dr. Shashuka ein. Dieses Restaurant ist wärmstens zu empfehlen, die urige Ausstattung und Shashuka in allen Varianten ließen unser Herz höher schlagen.

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Ein weiteres Highlight ist der Dizengoff Brunnen, vor Allem bei Nacht.

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Am nächsten Morgen fuhren wir aus Tel Aviv hinaus,  gen Norden in Richtung Haifa Unser erstes Ziel war die Ausgrabungsstätte Caesarea, direkt am Mittelmeer.

Aus Wikipedia:

Caesarea Maritima (eigentlich Caesarea Stratonis oder Caesarea Palaestinae), das häufig ohne weiteren Namenszusatz Caesarea oder Cäsarea genannt wird, war eine bedeutende antike Stadt Palaestinas, später auch eine wichtige Festung der Kreuzfahrer. Der ursprüngliche Name der Stadt war Stratonos Pyrgos (griechisch Στράτωνος πύργος). Die archäologischen Stätten gehören heute zu den bedeutendsten Israels, das Gelände wurde zum Nationalpark erklärt. Die Stadt liegt nordwestlich von Hadera in der nördlichen Scharonebene am Mittelmeer, etwa auf halbem Wege zwischen Haifa und Tel Aviv. Unweit des antiken Ortes befindet sich das moderne Caesarea oder Keisarija.

Die Lage ist absolut einmalig, vermutlich kann nur Tulum in Mexiko eine ähnlich spektakuläre Lage bieten. Die alte Caesarstadt ist noch gut erhalten, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Es war allerdings brütend heiß und wir waren froh, dass wir vormittags die Ausgrabungsstätte besuchten.

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Haifa:

Unser nächstes Ziel war Haifa, mit Bahaigarten und der deutschen Kolonie. Wir hatten nur einen Nachmittag in der Stadt, was meines Erachtens aber auch vollkommen ausreichend war. Der Bahaigarten wirkt am Besten in seiner Gesamtheit, entweder der Blick vom Berg Carmel oder von unten, aus der Deutschen Kolonie,  mit Blick auf den Berg.

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Die Deutsche Kolonie

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Die Deutsche Kolonie fanden wir nicht wirklich deutsch- aber ganz nett zum durchbummeln. Abends hatten wir Probleme, auf dem Berg Carmel ( wo unser Hotel lag) überhaupt noch etwas zu Essen zu bekommen. Es blieb bei Fast Food, mittlerweile konnten wir Chickcen Shawarma kaum noch ertragen.

Akko: Am nächsten Morgen ging es auf unserem Weg zum See Genezareth nach Akko. Eine alte Guttemplerstadt mit Festung, Templertunneln und einem sehr hübschen Hafen.

Aus Wikipedia: Akkon oder Akko, im Altertum auch Ptolemais (auch: Akers, Acre, Accho, Acco, Hacco und St. Jean d’Acre), griechisch Ἄκη, hebräisch עכו ‘Akkô [aˈkɔ], arabisch عكّا Akka, DMG ʿAkkā, ist eine alte Hafenstadt im Nordbezirk Israels in Galiläa an der Küste des östlichen Mittelmeers. Die Altstadt liegt auf einer Landzunge am Nordrand der Bucht von Haifa und ist von einer bis zu 150 m starken Festungsanlage umgeben. Auf der Landseite ist die Altstadt von der Neustadt umschlossen. Während die Neustadt eine mehrheitlich jüdische Bevölkerung aufweist, wird die Altstadt fast ausschließlich von israelischen Arabern bewohnt und ist eine der orientalischsten Städte Israels.

Der Hafendsc00927

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Die Zitadelleisrael-192

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Der Templertunnel israel-193

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Altstadt und Marktisrael-235

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See Genezareth:

Eine Reise nach Israel ohne den See Genzareth wäre nicht vollständig, wenn man auf Bibelpfaden unterwegs sein möchte. Wir hatten eigentlich dies nicht unbedingt vor, konnten uns aber  diesem Thema auch  nicht entkommen.

Wir wohnten im römischen Kurort Tiberias, direkt am See. Es gibt einige Kurhotels, nen bissel touristische Infrastruktur. Ausgesucht hatten wir uns den Ort, um von dort  Ausflüge am See und nach Nazareth zu unternehmen.

Unser erster Ausflug führte uns an den Jordan. Wir bewunderten die Yardenit Taufestelle, steckten selbst die Füsse in das heilige Wasser und bestaunten fassungslos die Täuflinge aber auch den Kitsch in den Souvenirläden.

Aus Wikipedia: Jardenit, hebräisch ירדנית, durch die Übertragung aus dem Hebräischen auch in der Schreibung Yardenit, ist eine Taufstelle am Fluss Jordan, nahe dem Ausfluss des Jordan aus dem See Genezareth und dem ältesten israelischen Kibbuz Degania. Jardenit wird vom Kibbuz Kinneret betrieben.

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Im Anschluß machten wir einen Abstecher nach Deganya Alev, dem ältesten Kibbuz  Israels, der auch im  6 Tage Krieg bekämpft wurde- ein Panzer am Eingang des Kibbuz erinnert an diese Kämpfe.

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Weiter ging es nach Kapernaum-  die Stadt von Petrus und Jesus. Der Überlieferung nach hat Jesus hier die meiste Zeit seines Lebens verbracht und gepredigt. Die meisten Wunder sind in Kapernaum geschehen und ein Besuch dieser Stadt bringt einen direkt in den Religionsunterricht zurück….auch wenn es mittlerweile mehr tote als lebendige Steine sind.

Aus Wikipedia: Kafarnaum, auch Kapernaum und Kapharnaum (hebräisch: כְפַר נָחוּם Kfar Nahum, „Nahums Dorf“, neutestamentlich-biblisch: Καπερναούμ, Kapernaum) war ein Fischerdorf in Galiläa im Norden Israels, am Nordufer des Sees Genezareth, etwa 2,5 Kilometer östlich von Tabgha und 15 Kilometer nordöstlich von Tiberias an der Via Maris gelegen. Das biblische Dorf wurde im 19. Jahrhundert mit der Ruinenstätte mit dem arabischen Namen Talhum, auch Tel Hum, Tell Hum und Tel Chum, identifiziert.[1][2]

Die weiße Synagoge wurde auf den Resten der „Jesus- Synagoge errichtet israel-257

Das alte Kapernaumisrael-254

Petrus´ Wohnhaus mit Kirche drüber….israel-256

Ort der Bergpredigt/ Berg der Seligpreisungen israel-262

Um die ganzen Eindrücke zu verkraften und um das grandiose Wetter zu genießen, zog es uns natürlich auch an das Ufer des Sees. Es ist nicht so einfach, überhaupt eine Badestelle zu finden, wir mussten lange suchen und am Ende sogar Eintritt zahlen um an einem Hotelstrand die Beine ins Wasser zu bekommen.

Dafür zeigte uns das Reisefröschel, was alles so in ihm steckt…pff….Jesus, wer war eigentlich Jesus ????israel-310

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israel-305Typische „Jesusboote“ => Nachbauten, auf denen tatsächlich Gottesdienste abgehalten werden. Die Bergkette hinter dem See sind bereits die Golanhöhen.

Die einzige Großstadt die wir im Norden Israels besuchten war Nazareth.

Bereits sehr nah am Westjordanland gelegen, in jedem Fall mehr eine muslimische Stadt. Als wir in die Stadt kamen, wurden wir an einer großen Kreuzung mit einer Inschrift konfrontiert, die mich bestenfalls irritierte, im Großen und Ganzen mal wieder an der Großherzigkeit des Islam zweifeln ließ:  israel-295

Aus Wikipedia:

Nazareth (ökumenische Schreibweise Nazaret; hebräisch נָצְרַת [naːts’raθ] – zur Schreibung siehe auch Schreibung biblischer Namen; aramäisch  ܢܵܨܪܲܬ [’naːtsraθ]; arabisch الناصرة, DMG an-Nāṣira) ist eine Stadt im Nordbezirk Israels in der historischen Landschaft Galiläa. Bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. lebten hier Juden. Die Kreuzfahrer errichteten an Stelle der von Konstantin erbauten byzantinischen Kirche eine große franziskanische Basilika. Seit dem Mittelalter war die Stadt vorwiegend von arabischen Christen bewohnt.

Nazareth ist die Heimatstadt von Joseph und Maria ….wie heißt es so schön im Lukas Evangelium: „Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger  ( Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-1984/bibeltext/bibelstelle/Lukas%202,1-20/)

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in Nazareth alles um Jesus´Eltern dreht, wenn man mal von der verwunderlichen Inschrift über der Kreuzung absieht.
Es gibt zwei Verkündigungskirchen…..also gleich zwei Stellen, an der Maria erfahren haben soll, dass die, obwohl Jungfrau , ein Kind erwarten würde…..erscheint uns komisch und ist wieder mal ein trauriges Beispiel im christlichen Religionskampf, der ja in Jerusalem abartige Blüten trägt – die eine Kirche ist katholisch, die andere orthodox…..wir als maximal evangelische Heiden zu bezeichnende gingen mal wieder leer aus 🙂 und wunderten uns einmal mehr auf dieser Reise.
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Josephs Haus
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Numero Due ….
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Wir machten uns auf den Weg nach Jerusalem. Dieser führte uns zunächst zu der größten historischen Ausgrabungsstelle- nach Bet Shean.  Die Anlage ist sehr groß, super erhalten und beeindruckt mit Heizungsanlagen, öffentlichen Bädern und einer komplexen Stadtstruktur. Wenn man auf den Berg ( siehe Foto ) geht, wird man mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Das ließen Mathias und ich uns nicht nehmen….trotz gefühlt 40 Grad + x !

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Wir fuhren auf direkter Strecke weiter nach Jerusalem und fuhren durch die gesamte Westbank/ Palästina.

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Wir hatten keinerlei Probleme mit unserem israelischen Auto nach Palästina einzureisen. Auffällig war sofort die relative Armut, die Felder sahen ungepflegt aus, der Wassermangel offensichtlich. Die Straßen waren nicht mehr so gut in Schuss. Wir machten einen kurzen Abstecher, an Ramallah vorbei, nach Jericho.

Jericho ist die älteste und tiefgelegenste Stadt der Welt ( lt. Wikipedia bis zu -250 m) Dementsprechend heiß war es dort.

Aus Wikipedia: Für jüdische und christliche Pilger war Jericho die letzte Station vor dem beschwerlichen Anstieg nach Jerusalem. Die Stadt liegt in der Jordansenke und diente wegen ihres wärmeren Kleinklimas den Herrschern Jerusalems als Aufenthaltsort im Winter. Nach dem Buch Josua wurde das von Jebusitern bewohnte Jericho bei der Landnahme Kanaans als erste Stadt westlich des Jordan von den Israeliten erobert und zerstört. Der Name der Jericho-Trompete leitet sich von dem in der Bibel erwähnten Fall Jerichos ab, bei dem der Klang von Trompeten, genauer sieben Schofaren, den Einsturz der Stadtmauern verursacht haben soll (Jos 6,4–20 LUT)

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Wir überfielen den örtlichen Dattelhändler, der zwar Mathias für seine drei Frauen bewunderte, ihn aber für die nicht vorhandenen Kinder ( bei drei Frauen) irgendwie auch bemitleidete – so ein reicher Mann für das arabische Weltbild UND KEINE KINDER 🙂dsc01433

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Die größte Attraktion in dieser Stadt, rd. 11 km vor Jerusalem, ist der Hisham Palace…..noch nen paar Ruinen, aber mit einem berühmten Bodenmosaik

aus Wikipedia: Der Palast des Hischam, arabisch قصر هشام‎, DMG Qaṣr Hišām, oder auch Khirbat al-Mafdschar, arabisch خربة المفجر‎, DMG Ḫirbat al-Mafǧar, ist eine nur noch in Ruinen erhaltene umayyadische Palastanlage fünf Kilometer nördlich von Jericho. Fertiggestellt wurde er vermutlich unter der Regentschaft des Kalifen Hischam oder seines Nachfolgers al-Walid II. um 743. Neben dem Palastgebäude befanden sich auf dem Gelände auch eine separate Empfangshalle, ein großzügig angelegtes Bad sowie eine Moschee. Nur wenige Jahre nach seiner Errichtung ist das Bauwerk durch ein Erdbeben zerstört und verlassen worden.

Dort trafen wir an der Kasse einen waschechten palästinensischen Spandauer, der sich sehr über die Berliner Mundart freute und darüber, dass sich auch mal ein paar Touris an diesen Ort „verirren“.

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Das berühmte Bilddsc01471

Dann waren wir endlich in Jerusalem, dem Höhepunkt einer jeden Israelreise- egal welcher Religion man angehört oder ob man nicht gläubig ist.

Aus Wikipedia:

Jerusalem (hebräisch ירושלים?/i Jeruschalajim [jɛruʃa’lajim], arabisch القدس al-Quds (asch-Scharif) „die Heilige“, altgriechisch Ἱεροσόλυμα Hierosólyma, lateinisch Hierosolyma und Jerosolyma (-orum, n.), Hierosolyma und Jerosolyma (-ae, f.), Hierosolymae (-arum, f.), Hierusalem und Jerusalem (n., indecl.), Solyma (-orum, n.), Solyma (-ae, f.), türkisch Kudüs) ist eine Stadt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer und hat 804.355 Einwohner. Sie wird sowohl von Israel als auch dem Staat Palästina als jeweils eigene Hauptstadt angesehen, beide Ansprüche sind international umstritten. In Jerusalem befinden sich der Sitz des Staatspräsidenten, die Knesset und das Oberste Gericht als Teil des politischen Systems Israels, die 1918 gegründete Hebräische Universität sowie die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und Israel National Cemetery. In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das muslimische, jüdische, christliche und armenische Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben. Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahostkonflikts. Das gesamte Stadtgebiet steht unter der Kontrolle Israels – Ostjerusalem, das bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von gemäßigteren Palästinenser-Organisationen jedoch als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht, während radikalere Palästinenser-Organisationen die gesamte Stadt als Hauptstadt fordern.

Wir wohnten in der Jaffa Road im Jerusalem Hostel. Dieses hat ein imposantes Treppenhaus und weniger imposante Zimmer. Dafür liegt es herrlich zentral, fußläufig zur Altstadt und nur 15 Minuten von der Western Wall entfernt.

Auf dem Dach gab es ein „open air dorm“, welches wir aber auch gerne zum rumgammeln nutzen – das eine oder andere Bier wurde am Abend vernichtet, Wikipedia mit unseren Fragezeichen gequält. Wir merkten erst im Land, mit welchem Halbwissen wir uns auf die Reise begeben hatten.

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Jaffa Road israel-345

Es wird immer gesagt, dass Tel Aviv lebensbejahend und pulsierend ist, während Jerusalem für die Religion steht. Wir haben beide Städte genau so erlebt….T.A ist multikulturell und offen, Jerusalem wirkt für uns liberale Menschen bizarr, religiös in allen Facetten und weltfremd. In der Altstadt verscherbelt der muslimische Bazaarverkäufer Holzkreuze für die christlichen Pilger die den Leidensweg Christi auf der Via Dolorosa nachpilgern. Die ultraorthodoxen Juden hasten mit ihrer Kinderschar zur Western Wall/Klagemauer. Die säkulären Juden feiern fröhlich und lautstark Bar Mitzwah, während sich die äthiopischen Christen mit den Katholiken und Orthodoxen vor der Grabeskirche in die Flicken bekommen. Dazu kommen Armenier, griechisch – orthodoxe….und die nicht gläubigen Touristen, die sprachlos und mit großen Kulleraugen am Wahnsinn teilnehmen!

Auf dem Bazaar schaute uns oft König Abdullah von Jordanien in Läden  an und erinnerte uns daran, dass bis zum 6 Tage Krieg Ostjerusalem zu Transjordanien gehörte.  Die Ostjerusalemer sind zumeist Moslems und verehren das jordanische Königshaus.

Mittendrin vier Berliner /Innen, die bekanntermaßen die Kirche im Dorf lassen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. In Jerusalem wirkt alles dramatischer, wichtiger und offensichtlicher als sonstwo auf der Welt. Jerusalem wirkt auf den Besucher zunächst wie der Nabel der Welt und auf eigentümliche Art magisch….. was im Laufe der Geschichte wohl Viele so empfunden haben müssen

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Am nächsten Morgen eroberten wir die Altstadt durch das Jaffa Tor, liefen zunächst durch den Bazaar und Richtung Western Wall auch Klagemauer genannt.

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In der Altstadt wurden wir auch sofort mit den verschiedenen Religionen konfrontiert- Gottesmänner aller Weltreligionen eilten geschäftig in das jeweilige Viertel der Konvention- die Altstadt ist in ein jüdisches,  muslimisches , christliches und armenisches Viertel  ( das waäre etwas für Herrn Erdowahn) aufgeteilt.

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Wir steuerten zunächst die Western Wall an, mussten uns und unser Gepäck durchleuchten lassen, ehe wir das Gelände betreten durften.

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Altstadt Jerusalem

Das Gelände war faszinierend und die Stimmung die von dieser Mauer ausgeht, ist kaum zu beschreiben.

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An der Mauer beten die Männer links, die Frauen rechts. Also trennten auch wir uns und amüsierten und über die „Dämlichkeiten“ die auf Stühlen standen um dem Tun der „Männlichkeiten“ beiwohnen zu können.

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Die nachfolgenden Bilder, auf denen männliche Gläubige zu sehen sind,  stammen zumeist aus Mathias Kamera ( er war einfach näher dran) und geben einen tollen Einblick vom Tun an der Mauer.

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Kwittelchen- Zettel mit Wünsche, werden in die Mauer gesteckt.

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Wir liefen dann zum Übergang der uns zur Al Aqsa Moschee und zum Felsendom bringen sollte. Auf diesem Holzweg hatten wir ebenfalls einen guten Blick auf die Mauer und konnten bei einer Bar Mitzwah Feier dabei sein.

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Wir mussten uns wieder durchleuchten lassen, wieder wurde streng nach Männlein und Weiblein getrennt. Die Stimmung oben auf dem Tempelberg ist eine ganz andere als an der Mauer vom letzten Tempel von Jerusalem. Wir liefen auf dem Geländer der Al Aqsa Moschee in Richtung Tempelberg- in die Moschee durften wir natürlich nicht. Die Al Aqsa Moschee ist eher unscheinbar und wenig spekatkulär, obwohl sie sehr heilig ist ( Mekka, Medina, Jerusalem und Eyüp in Istanbul sind die heiligsten Stätten des Islam).

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Der Streit um den Tempelberg beschreibt Wikipedia wie folgt: Der Tempelberg (hebr. הר הבית Har haBait, arabisch  الحرم الشريف al-haram asch-scharif, DMG al-ḥaram aš-šarīf ‚das edle Heiligtum‘) ist ein Hügel im Südostteil der Jerusalemer Altstadt, oberhalb des Kidrontales. Auf seinem Gipfel befindet sich ein künstliches Plateau auf dem ursprünglich der Salomonische Tempel und der nachfolgende Herodianische Tempel standen und auf dem sich heute der Felsendom befindet. Auf der südlichen Seite des Tempelberges steht die al-Aqṣā-Moschee, die drittwichtigste Moschee des Islams. Der Tempelberg ist einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt.

Die Juden glauben, dass sich unter dem Felsendom die Bundeslade befindet und somit kämpfen gleichermaßen Muslime und Juden um den „Besitz“ des Tempelberg.

Und dann steht man aufeinmal vor dem Felsendom, der umso beeindruckender wirkt, weil die Umgebung so schlicht und unscheinbar ist. Das Gebäude war in seiner gesamten Geschichte mal jüdisch, dann christlich unter den Templerorden und nun muslimisch.dsc01695

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Zurück in der Alstadt bummelten wir durch das muslimische Viertel

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Kurz darauf befanden wir uns im christlichen Viertel, vor der Grabeskirche, lt. Wikipedia : Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. Die Grabeskirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums. Nach Überzeugung der überwiegenden Mehrheit der Gelehrten ist die Grabeskirche der tatsächliche Ort der Kreuzigung und des Grabes Jesu.

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An der Grabeskirche brummt das Leben- orthodoxe Christen, Katholiken, Äthiopier usw.usw….es ist unheimlich voll, die Prister/ Pfarrer leben auf dem Dach und bewachen ihren Teil der Kirche! es ist ein unglaublicher Wahnsinn-  es finden mehrere Gottesdienste gleichzeitig statt, die einzelnen Gemeinden übersingen sich. Mittendrin Tausende von Touris die einen Blick in die angebliche Grabkammer werfen möchten.  Wir waren sprachlos angesichts der vielen Polen und Russen die sich auf den Salbungsstein warfen

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Wir standen staunend vor Golgatha, mir fällt es schwer zu glauben, dass hier die Kreuzigung stattgefunden haben soll. Der Stein ist in der Kirche integriert und liegt unweit des Grabes und sieht in jedem Fall anders aus, als wir es aus allen schlechten Jesusverfilmungen rund um Ostern kennen israel-434

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Die Grabkammer ist spektakulärer von außen, als tatsächlich von innen. Mathias konnte einen Blick werfen, wir stellten uns NICH an im Wahnsinn der Pilger israel-511

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Am Ende unseres Besuches lernten wir die orthodoxe Primadonna mit dem goldenen Schlüssel kennen- nein im Ernst….den Schlüssel der Grabeskirche verwalten muslimische Familien, da sich die Christen ja uneinig sind.

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Ein weiteres Highlight ist die Stadtmauer, ein Marsch auf dieser gehört zu Jerusalem dazu um dei Altstadt besser in ihrer Gesamtheit zu erfassen : dsc02228

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Eines unserer großen Anliegen war der Besuch des Grabs von Oscar Schindler. Es ist nicht so einfach, auf den Friedhof zu kommen, der Schlüssel wird von einer jüdischen Familie verwahrt, die wir anriefen und auf den AB sprachen- am nächsten Tag war das Grab auf dem Zionsberg zugänglich dsc01930

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Wer den Ölberg von Jerusalem besucht, versteht das Holocaust Denkmal in Berlin. Auf dem Ölberg, mit Blick auf die Altstadtmauer und dem Osttor, das Tor durch das der Messias nach jüdischem Glauben, irgndwann mal kommen wird, will jeder gläubige Jude beerdigt werden israel-490

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Das Tor welches—der Messias wirds schwer haben. Das Tor wurde von den Osmanen zugemauert, heutzutage landet man in einem Jerusalemer Krankenhaus, wenn man behauptet der Messias zu sein…Krankheit: Jerusalem Syndrom

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Der erste Blick von Jerusalem ins Westjordanland/ Palästina….für uns Berliner/ Innen ein fast unerträglicher Blick. Jerusalem und Bethlehem getrennt durch eine Mauer!

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Wir besuchten auch die Gedenkstätte von Yad Vashem, ein bedrückendes Zeugnis unserer dunkelsten Geschichte-  das darf nie wieder geschehen!

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Bethlehem: Bethlehem (auch Betlehem, Efrata; hebräisch בית לחם, Beth Lechem; arabisch بيت لحم Bait Lahm, DMG Bayt Laḥm) ist eine Stadt im Westjordanland mit 29.930 Einwohnern. Die Stadt gehört zu den Palästinensischen Autonomiegebieten und grenzt im Norden an Jerusalem. Sie beheimatet zwei Universitäten. Zur Agglomeration Bethlehem gehören auch Beit Dschala und Beit Sahur; letzterer Ort hat wie Bethlehem biblische Bedeutung. Für die Israeliten, weil sie der Überlieferung nach der Geburtsort König David ist. Für die Christen in der ganzen Welt ist die Stadt von besonderer Bedeutung, weil sie der Überlieferung nach der Geburtsort Jesu ist.

Es  ging in den frühen Morgenstunden in die Stadt und dennoch waren wir viel zu spät dran. Wir mussten kurz an der Grenze zum Westjordanland warten und bestaunten bestürzt die Mauer, die Jerusalem vom Westjordanland trennt. Uns begrüßte eine christlich- arabische Familie, die ihr Haus direkt an der Mauer haben. Sie betreiben ein bescheidenes Souvenirgeschäft und erzählten uns von dem Morgen, als sie aufstanden und auf diese Mauer starrten- erschütternd!

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Die Massen an Pilger, Gläubige und uns Unsgläubigen an der Geburtskirche war abartig. Und dennoch, wir taten es uns an…..wir stellten uns in die Schlange und warteten geschlagene drei Stunden um einen Blick auf  die Geburtsgrotte zu werfen….Moment mal, war es nicht ein Stall in dem die Jungfrau Maria gebar????? Egal, der Wahnsinn war, wie in Jerusalem allgegenwärtig. Die Kirche an sich ist unglaublich hässlich, nicht besonders ansprechend im Inneren…..aber es ist eben Bethlehem.

Der Stern von Bethlehem…

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Das ist tatsächlich der Eingang

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Hier gebar die Jungfrau und ist demzufolge Schuld am großen Kommerz im Dezember….oder so ähnlich 🙂

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israel-531Blick auf Bethlehem

Am Nachmittag begaben wir uns auf die Via Dolorosa und beschritten den Leidensweg Christi- die Massen, die mit uns gingen sahen auch alle recht leidend aus. Wir liefen natürlich mit kritischen Blick und erheiterten uns am Elend links und rechts von uns….sorry, ich kann es nur so wiedergeben. Kurz überlegten wir, ob das Reisefröschel ggfs. gekreuzigt werden könnte…….aber wir wollten den kleinen Kerl nicht in Golgatha opfern.

dsc02042Die Leidensstationen:

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Wir versuchten auch einen Blick nach Mea Shearim zu werfen- die Wohngegend der ultraorthodoxen Juden. Am Eingang zu den Straßenzügen sind Schilder mit Verhaltensregeln angeschlagen. Röcke knielang, lange Ärmel oder Jacken….ruhig sein, keine Fotos, kein Lachen, kein reden….Frauen und Männer strikt voneinander getrennt. Die Gegend sah armselig aus, es kam keine Musik, kein TV aus den Fenstern. Lediglich die schwarz gewandeten Männer und Frau in altmodischer Kleidung waren zu sehen.

Und dann läuteten die Sabbatsirenen und die Straßenbahnen in der Jaffaroad kamen zum Stehen. Die Ultras hetzten zur Western Wall, die gemäßigten Juden freuen sich aufs Wochenende. Für uns wurde es Zeit, diese bizarre Stadt zu verlassen.

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Sabbat in Jerusalem , nix fährt mehr israel-575

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Am nächsten Morgen gings raus, Richtung Totes Meer. Wir fuhren durch karge Landschaften, stückweise wieder durch die palästinser Gebiete der Westbank. Es ging immer tiefer und tiefer, die jordanische Grenze war nicht mehr weit .

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Wikipedia beschreibt das tote Meer so:  Das Tote Meer ist ein abflussloser See, der 428 m unter dem Meeresspiegel liegt, vom Jordan gespeist wird und für seinen hohen Salzgehalt bekannt ist.[1] Er grenzt an Jordanien, Israel und das von Israel besetzte Westjordanland.

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Das Schlammbad ist großartig und macht Spaßimg_7977

Wir fuhren am Nachmittag weiter in Richtung Masada. Leider war aufgrund des jüdischen Neujahrsfest ( Rosh Hashana) die Festung nicht mehr geöffnet und somit blieb nur der Blick nach oben aufs Felsmassiv.

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Weiter ging es durch die Wüste Negev und irgendwann kamen wir an Sodom und Gomorrha vorbei und natürlich überlegten wir mal wieder laut, was hier passiert war???  Mathias kam dann auf Lot’s Frau zu sprechen und das diese doch zur Salzsäule erstarrt ist. Ich war direkt stolz, was ihm so alles aus dem alten Testament noch eingefallen ist und wir waren wirklich begeistert, als ein Schild uns den Weg wies “ Lot’s wife“ sagte es aus und tatächlich, da stand die Dame: israel-605

Die nächste Nacht verbrachten wir in Dimona, auf einer Kamelranch. Wir wohnten in einer kleinen Hütte, genossen Wüstenflair und feierten mit einer jüdischen Familie lautstark Rosh Hashana- happy new year!

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Es ging weiter in Richtung Eilat- wir wollten ein paar Tage am Wasser entspannen, planschen und nach Akaba gucken.

Vorher besuchten wir den Timna Park, lt. Wikipedia: Timna ist der Name eines Nationalparks in Israel. Auch das benachbarte aktuelle Kupferbergwerk trägt denselben Namen. Es wurde 1955 eröffnet, 1976 geschlossen und 1980 wiedereröffnet.[1] Der 60 km² große Nationalpark befindet sich etwa 25 Kilometer nördlich der Stadt Eilat. Der archäologische Timna-Nationalpark mit antiken Kupferbergwerken und den Überresten einer Stadt (Hurvat Timna) befindet sich westlich des heutigen Bergwerks im Wadi Arabah, unweit des Golfes von Akaba am Rande der Negev-Wüste.

Wir waren begeistert- super Felsformationen, Wüstenflair und in Teilen erinnerte mih Timna an Petra ohne Bauwerke.

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Eilat ist Massentourismus und nur halb so schön wie Aqaba in Jordanien, wo ich ja in 2011 gewesen bin. Durch die vielen All In Hotels gibt es kaum Restaurants, wir hatten in den drei Tagen kaum Möglichkeiten essen zu gehen oder mal nen Drink an der Bar zu nehmen. Die Tage drehten sich  um Delfis und Fische- das Meer ist voll davon.

Blick auf Aqaba

dsc02650israel-640Das Dolphin Reef Resort ist zum Schutz der Delfine im Golf von Aqaba eingerichtet worden. Die Tiere begeben sich freiwillig in das Resort, die Tore zum Golf sind offen, dennoch bleiben die Tiere lieber in ihrer geschützten Umgebung , weil zu viele Tanker in der Region unterwegs sind. Die Delfine sind nicht handzahm aber an Menschen gewöhnt. Man kann neben ihnen schwimmen, es trennen nur noch die Netze Mensch und Tier.  Und wer Spaß an Fotos hat, wird auf seine Kosten kommen:

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Zurück fuhren wir über Mzpe Ramon, Wikipedia: Der Machtesch Ramon oder Ramon-Krater (hebräisch מכתש רמון‎) ist der größte Erosionskrater in der Wüste Negev. In der größten Ausdehnung misst er fast 40 km. Der gesamte Krater ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet, und nur eine nachhaltige touristische Nutzung ist erlaubt.

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Auf dem Weg nach Tel Aviv machten wir außerdem Pause in Sde Boker- einem der ersten Kibbuz von Israel, wo mitten in einem Nationalpark Ben Gurion mit seiner Frau begraben ist.

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Die letzten zwei Tage verbrachten wir in Tel Aviv, waren am Strand und besuchten den Carmel Markt. Die Bauhaus Architektur ist nicht mehr soooo präsent, aber noch vorhanden.

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Uns interessierte das Itzak Rabin Denkmal und wir sahen uns die Stelle an, wo er 1995 umgebracht worden ist

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Auch das Reisefröschel macht Urlaub dsc05471a

Am Tag des Abflugs waren wir fast vier Stunden vorher auf dem Flughafen, was ich nur Jedem empfehlen kann. Der Flughafen ist das reinste Chaos, fast Jeder musste seinen Rucksack  bis aufs letzte Schlüppi auspacken und das Procedere war einfach nur anstrengend und grässlich.

Fazit: Auf Israel und Palästina muss man sich einlassen, Israel ist nicht so modern, wie es in den allgemeinen Medien „vorgegaukelt“ wird, es ist eindeutig ein Land des nahen Ostens. Es prallen alle Weltreligionen in allen Ausprägungen aufeinander.  Als nichtgläubiger Mensch habe ich mich sehr oft geschämt, auch die christlichen Touristen sind mehr als grenzwertig. Wer den Kampf der Christen auf und in der Grabeskirche versucht zu verstehen, wird nur den Kopf schütteln….

Wir sind morgens mit unserem `Grundschulreligionswissen aufgewacht, sind durch das Land gereicht und haben abends viele, viele Fragen an Wikipedia gestellt.  Am nächsten Morgen hatten wir noch mehr Fragen. Wir warfen die Geschichten des alten und neuen Testaments durcheinander, stellten uns der dunkelsten Zeit  der deutschen Geschichte und lernten so viele nette Israelis kennen, die auffallend deutschfreundlich waren.

Die Probleme zwischen der jüdischen und muslimischen Bevölkerung wird in den Tagen Samstag bis Donnerstag nicht so offenbar, am Freitag nimmt der Konflikt aber Ausmaße an, die für uns Europäer ebenfalls nur schwer nachzuvollziehen sind.

Im Angesichts des Freitagsgebets der Moslems sowie des beginnenden Sabbats der Juden stehen sich Soldaten und Demonstranten an den Stadtmauers Ostjerusalems mit Waffen gegenüber. israel-508

Die Situation ist beängstigend….und das Woche für Woche. Mittendrin die schwer zu fassende Minderheit der ultraorthodoxen Juden, die ich wohl niemals verstehen werde- zu weltfremd und zu extrem in Religion und Weltansicht.

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Tanzania 2010: Kilimanjaro und Zanzibar

Teil 1. Rauf auf den Berg:

Berlin=> Kilimanjaro/ Moshi : 12.03.2010

Unsere Reise startete mit dem „early bird“ um 06:00 Uhr nach Amsterdam, der Wecker klingelte um 3:25 Uhr und mit U-Bahn und Flughafenbus ging es nach TXL. Unsere Sachen waren erstaunlich schwer, neben den Trekkingrucksäcken hatten wir ja auch für die letzten 9 Tage Sommersachen für Sansibar dabei. Wir waren ein lustiger Anblick, komplette Bergsteigerausrüstung, inkl. Wanderstöcke und Bergstiefel und das mitten im flachen Berlin und zu nachtschwärmender Zeit in der Berliner U-Bahn. Es lachte nicht nur der übrig gebliebene Penner von letzter Nacht J J J .

Der Flug nach Amsterdam startete mit Verspätung, da die Maschine zunächst enteist werden musste. Die bange Frage, was wäre, wenn unsere Klamotten in Kilimanjaro nicht aus der Maschine kommen würden, verschoben wir auf später, wir waren einfach viel zu müde. Gott sei Dank verlief der Flug nach Kiliman sehr ruhig, die meisten Fluggäste wollten eh nach Dar es Salam und schauten blöd aus der Wäsche, als der Kapitän die Landung nach Kilimanjaro ankündigte…..kaum Einer wusste, dass es dort einen Flughafen gibt :-).

Wir waren nur zu 6 in der Ankunftshalle, die Einreise verlief ruhig und unspektakulär. Wir wurden von unserem Trekkingveranstalter in Empfang genommen und ab ging die wilde Luzie ins Springlands Hotel. Es war auf den Straßen „dunkel wie in einem Bärena…..rsch “. Ich verfolge  ja die Theorie, dass man Wohlstandsländer auch am Stromverbrauch der Privathaushalte erkennen kann. Tanzania  zu nachtschlafender Zeit ist dunkel, einfach nur dunkel.

Das Springlands Hotel in Moshi ist ein typisches Trekkerhotel ohne viel Schnick Schnack aber mit schönem Pool. Unser Zimmer verfügte über vier Betten und somit ausreichend Platz um die Trekkingklamotten nochmals durchdacht zu packen.

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Nach zwei Bier, des wirklich gut schmeckendem „Kilimanjaros“ ging es ab in die Horizontale.

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Moshi: 13.03.2010

An unserem ersten Tag schauten wir uns Moshi an, und planten nochmals den Trek durch. Morgens zunächst ein fragwürdiges Frühstück genossen, es war merkwürdig geschmacksneutral, unsere Bitten auf Salz und Pfeffer wurden überhört.

In der Stadt schlenderten wir über den lebhaften Markt und hielten immer wieder Ausschau nach dem Berg  im weiteren Verlauf der Reise nur noch „just a piece of cake“ oder auch „der Wumms“  genannt. Dem Grunde nach waren wir blind wie die Maulwürfe. Ein bezaubernder Blick ergab sich direkt vor unseren Augen im Springlands Hotel.

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Mit mulmigen Gefühl verbrachten wir den Nachmittag am Pool und erwarteten unser „pre-tour-meeting“ am frühen Abend. Unsere Guides, Saidi und Mike waren nette Jungs, die das Wortspiel mit dem Kuchenstück aufbrachten. Dies galt wohl unserer Beruhigung…..naja, wir überfielen vorsichtshalber  noch das hoteleigene Warenlager, Stephan borgte sich Gamaschen aus. Diese wurden von den Guides dringendst empfohlen, weniger aufgrund von Schnee sondern eher wegen Geröll und in den tieferen Lagen gibt’s  entzückende kleine Krabbelviecher namens Termiten, die sich gerne mal in Hosenbeine verirren.

14.03.2010: Moshi => Marangu Gate 1970m =>  Mandara Huts 2700m

Der Tag startete früh, es gab wieder das geschmacksfade Frühstück, diesmal war mein Magen dankbar für die kleine Pause an Zulieferung.

Anbei die möglichen Routen einer Kilibesteigung, wir liefen Marangu, auch Coca Cola Route genannt- weil man in Hütten und nicht im Zelt schläft. Unsere Wahl für diese Route war:

  1. Die Erstbesteigung fand auf diese Route statt.
  2. Wir reisten in der Regenzeit d.h was unten Regen ist, ist weiter oben Schnee, Hagel und ähnlich Ekliges- wer will da im Zelt pennen?
  3.  Die Norweger haben die Camps vor 100 Jahren gebaut und damit Einfluss auf die Natur genommen. ABER, es werden nicht jeden Tag Nägel in den Untergrund getrieben und somit die Umwelt zusätzlich geschädigt.

Mike erklärte uns, dass die „Durchfallquote“ auf der Maranguroute bei über 50 % liegt. Das liegt zum Einen an der Selbstüberschätzung der Wanderer aber auch an der Tatsache, dass der Gipfeltag ungleich schwieriger ist, als auf jeder anderen Route und nur die ersten Tage leicht bzw. vergleichbar sind mit den Routen Machame, Lemosho o-ä…..der Begriff Coca Cola Route ist seines Erachtens Schwachsinn. Unsere Guides hatten übrigens prima vorgeglüht….ich glaube kaum, dass nur Kiliman geflossen ist. Um es kurz zu machen, wir begaben uns in die Hände von angetrunkenen Männern, die sich das Stück Kuchen mit Hochprozentigem schön gesoffen hatten- Mut antrinken…..das waren ja Aussichten auf die nächsten Tage. Allerdings möchte ich bereits jetzt schon anmerken, das Mike und Said in Gold nicht aufgewogen werden konnten, es der letzte Alkohol bis zu unserer Rückkehr in Moshi war und ich tatsächlich immer wieder mein Leben in diese Hände legen würde!

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Mit einem strahlenden Blick auf unser Ziel zogen wir in einem Bus von dannen.

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Wir hatten noch einen Japaner in unsere Minigruppe bekommen, Tatsuya, genannt Katze, der erst am späten Abend in Tansania gelandet war.

Im Bus saßen noch rd. 10 weitere Trekker, die aber mit anderen Veranstaltern unterwegs waren und mit denen wir bis auf gemeinsame Abende in den Hütten nicht zusammen reisten.
Am Marangu Gate wurde die gesamte Versorgung der nächsten Tage, unser Gepäck und das Gepäck der Träger entladen und ganz besonders sorgfältig gewogen. Mittlerweile achtet die Porter Association schon peinlich darauf, dass die Jungs nicht mit zu mangelhafter Ausrüstung und zu schwerem Gepäck unterwegs sind. Bis heute ist der Kilimanjaro der Berg mit den meisten Todesopfern…. wenn man es zynisch betrachtet, haben sich dann also ein paar Unglücksraben „am Stück Kuchen“ verschluckt und die Krümel sind im Hals stecken geblieben !!!

Ich weiß, dass ist ein bitterböser Scherz und die Dramen, welche sich jedes Jahr am höchsten, freistehenden Berg auf dieser Erde, abspielen, sind auch alles andere als lustig. Auch wir wurden in den nächsten Tagen sehr wohl in die Schranken unseres Körpers verwiesen und mussten lernen, dass nicht jedes Stück Kuchen zuckersüß ist!

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Damit die Park Verwaltung genauestens informiert ist, wer sich im Nationalpark aufhält, mussten auch wir uns ins goldene Buch des Kilimans eintragen, bevor es endlich losging.

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Wir passierten das Eingangstor und machten uns auf, die  Herausforderung der 104 km erfolgreich zu Ende zu bringen. Anfänglich war die Strecke soooo einfach. Es ging moderat durch Regenwald, vorbei an Wasserfällen, Äffchen und schöner Vegetation. Wenn man ein klein wenig auf die Baumwurzeln Acht gab, konnte dem Grunde nach nichts passieren—- außer man heißt Katze und kämpft mit einem enormen japanischen Jetlag.

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Der arme Kerl stolperte, rotzte und schnaufte sich den Berg empor- Steph und ich sangen „eisgekühlter Bommerlunder“ und machten alberne Kinderspiele um zügig bis zu den Mandara Huts auf 2700m zu kommen.

Unser Lunch war einfach aber schmackhaft. Es gab Sandwiches, ein Ei, Saft, Obst, Samosas und Toast. Nach dem Mittagessen ging es unserem Japaner noch schlechter und wir stellten die ersten Wetten auf, wann Katze das Abenteuer Kilimanjaro begraben wird? Stephan prophezeite, dass er sich nur anständig ausschlafen muss und dann laufen würde wie ein Duracell Häschen. Ich war mir nicht so sicher und hielt dagegen. Unterwegs trafen wir eine Schulklasse aus Moshi und ein entzückendes Mädel mit Zahnlücke traute sich zu fragen, was wir Langnasen denn hier machen würden. Als wir ihr erklärten, dass wir auf den Kilimanjaro laufen wollen, verzog sie das Gesicht, legt ihre Stirn in Falten und fragte ganz entgeistert „bis ganz nach oben?“ Als wir dies bejahten, blieb ihr der Mund offen stehen und sie schaute uns lange nach…..die spinnen die Weißen war wohl das, was ihr durch den Kopf ging!

Die Mandara Huts sind ein kleines Paradies mitten im Wald. Unsere Hütte im A-Frame Style war vollkommen ausreichend. Katze verzog sich ins Bett,

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Stephan und ich liefen zum Maundi Crater und bewunderten den Vulkan Krater, der allerdings dicht bewachsen ist.

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Am Abend ging es Katze besser, er konnte das Abendessen, welches sehr liebevoll von unserem Meisterkoch gezaubert worden war,  genießen.

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dsc00261Wir lernten die Australierin Marissa, die Engländer Alex und Christos kennen und begrüßten zum ersten Mal das japanische Kamerateam, die eine Fernsehproduktion über eine Kilibesteigung filmten und uns auch interviewten. Die Jungs wurden in den nächsten Tagen zur Routine und mit großer Erwartung fieberten wir dem Endergebnis entgegen.

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15.03.2010: Mandara Huts => Horombo Huts 3720m

Unsere Nacht was so lala, auch bei 2700m  kann der erste Schlafmangel einsetzen.  Stephan versuchte sich noch in Körperpflege und wusch sich die Haare mit eiskaltem Wasser,  da er dem weiteren Verlauf des Treks nicht traute und vorbereitet sein wollte- wohl dem. Ich band mir wieder Zöpfe ins Gesicht und nach einem guten Frühstück zogen wir los. Saidi und Mike waren enttäuscht, dass wir bereits am Krater gewesen sind. Katze ging mit Saidi zum Maundi Crater, während wir schon in Richtung Horombo laufen sollten.

Die Wanderung war wiederum nicht anspruchsvoll, es wurde zwar kälter und nen bissel steiler aber wir waren weit entfernt von schwer oder ambitioniert. Die Vegetation änderte sich, riesige Sukkulenten ernteten unsere Bewunderung.

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Zum Lunch war auch Katze bei uns und der sah sehr viel besser aus, als am Tag zuvor. Die Vermutung, dass ihm lediglich Schlaf gefehlt hat, war wohl die richtige gewesen.

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Nach dem Mittagessen zeigte Mr. Kiliman das erste Mal seinen fiesen Charakter. Eine Schubkarre kam im Schweinsgalopp den Berg hinunter. In dieser lag ein Häufchen Mensch- ein schwarzes Häufchen also Porter oder Guide, der schnellstmöglich gen Tal musste um eine Überlebenschance zu haben. Kurze Zeit später kippte dann das Wetter…..es wurde kalt windig und auf einmal wurde es steil, richtig steil……

Gott sei Dank hatten wir es bald darauf geschafft, bereits um 14:00 Uhr erreicht wie die Horombo Hütten auf 3720m….und siehe da, der Kibo zeigte sich….allerdings erst einen Tag später, als wir von den Zebra Rocks zurück waren.

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Auch diese Anlage wurde vor rund 100 Jahren von Norwegern errichtet und macht einen einfachen, aber gemütlichen Eindruck. Die Latrinen waren allerdings schon erbärmlicher als in Mandara und bis auf ein wenig Wasser, welches für uns angewärmt wurde und gerade mal zum Händewaschen reichte, gab es nicht so sehr viel.

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Wir saßen abends in der Gemeinschaftshütte, und  klönten mit ein paar Rückkehrern…..wir waren heiß auf Infos,  Tips  und Tricks aber so wirklich war da nichts für uns bei,
Der Beste Motivationssatz war „ besinne Dich auf Dich selbst, esse, trinke und schau weder nach oben noch nach unten“…..das war übrigens genau das, was ich drei Nächte später durchzog.

Wir gingen früh in unsere Schlafsäcke um dann wiederum eine Nacht durchzuwachen.

16.03.2016: Horombo=> Zebra Rocks 4025m => Horombo

Akklimatisierungstag auch PolePole Tag genannt. Alles lief ein wenig langsamer, gemächlicher. Nach dem Frühstück schauten wir beim Morgengottesdienst vorbei. Die Träger, Guides und Köche waren ernsthaft bei der Sache und feierten einen Kirchengottesdienst um für einen gelungenen Aufstieg zu beten.

Danach ging es zu den Zebrarocks auf 4025m. Ich fand den Weg blöde, steil und nicht interessant. Mir ist klar, dass dieser Tag absolut notwendig  ist, um erfolgreich  bis  zum Gipfel zu kommen, dennoch bin ich kein Fan von Akklimatisierungstagen.

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An den Rocks angekommen, war aber auch ich versöhnt und genoss die schöne Gesteinsformation.

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Auf dem Rückweg klarte es dann so richtig auf und wir bekamen den perfekten Blick auf den Sattel und auf den Kibo. Was der Laie selten weiß, der Kili hat drei Gipfel, wobei der Kibo mit dem Uhuru Peak der Höchste mit 5895m ist.  Neben dem Kibo gibt es den Mawenzi, der sehr ambitioniert zu besteigen ist und den Shira- ebenfalls nur als passionierter Bergsteiger machbar.

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Zurück in Horombo vergammelten wir den Nachmittag, klönten mit Marissa und pflegten uns eingehend mit dem abgekochten Wasser.

Gegenüber unserer Hütte kam eine Minigruppe gerade vom Gipfel zurück und erklärte stolz, dass sie bis Gilman’s Point gekommen sind. Danach hätten sie keine Lust mehr gehabt und wären ausreichend zufrieden mit ihrer Leistung.  Wir schauten uns an und erklärten  zweistimmig, dass wir in jedem Fall versuchen würden, bis Uhuru Peak 5895m zu kommen.

Ein typisches Essen

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Abends hatten wir die Begegnung der dritten Art. Die Tür zur Gemeinschaftshütte flog auf und geschniegelte, gebügelte Münchener eroberten unsere Aufmerksamkeit. Wir bewunderten die frischen Klamotten, Haarschnitte und Designerbrillen und beachteten den Wanderclub, eingekleidet vom Haaransatz mit zu den Schuhen in Jack Wolfskin nicht weiter. Leider bemerkte der Trupp, dass wir uns auf Deutsch unterhielten und kamen an unseren Tisch. Es folgte das übliche Traveller Gedöns   „ wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin“ und dann die entscheidende Frage „ wie habt Ihr Euch auf den Kilimanjaro vorbereitet?“ Ich zupfte verlegen an meinem Aldi Fleece herum und bewunderte den Fleck vom Abendessen auf meiner Hose, schaute dann dem Unternehmertypen von MC Kinsey ins Gesicht und antwortete „ wir waren auf dem Brocken!“. Dem fiel die Kinnlade herunter, er schaute uns leicht skeptisch an und lief zu seiner Truppe zurück. Danach folgte emsiges Gruppentuscheln und wir liefen lachend zu unserer Hütte….Fortsetzung zu diesen Spaßvögeln folgte zwei Nächte später!

17.03.2010: Horombo => Kibo Huts 4703m

Am nächsten Morgen zogen wir mit strahlendem Sonnenschein gen Kibo Huts.

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Kurz nachdem wir Horombo verlassen hatten, kamen wir zum „last water point“. An einer Wasserstelle füllten wir zusätzlich zu unseren Trinksystemen noch weitere 6 Flaschen mit Wasser und machten uns mit rd. 14 Liter auf den Weg. Es war elendig schwer und der Weg auf dem Sattel zog sich wie Kaugummi. Man hatte das Ziel immer vor Augen und es kam nicht näher, nicht näher, nicht näher.

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Die Sonne schien doch war es kein wärmendes Licht mehr, bis auf ein paar Mäuse die sich um die letzten Brotkrümel prügelten,  gab es keine Vegetation und es ging ein eisiger Wind.

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Gegen 14:00 Uhr kamen wir auf 4703 m an und wurden von einem Wachmann mit Maschinengewehr begrüßt. Aha, hier herrschte also ein anderer Ton. Ob dies mit der nahen Grenze zu Kenia zu tun hatte oder ob tatsächlich Überfälle stattfinden, wie ich im Vorfeld in einschlägiger Literatur gelesen hatte…..wer weiß?

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Kibo war nur noch eine Massenunterkunft, gedrungene Barracken mit rd. 6 Stockbetten pro Raum, einem Tisch und Stühle. Es gab einen kleinen Aufenthaltsbereich im Flur mit einem großen Tisch und Bänke und sonst nichts.

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Said und Mike schickten uns ins Bett, vorher versuchten wir noch unsere klammen Klamotten in der Sonne zu trocknen, doch nichts da….auf der Höhe wird nichts mehr trocken.

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Leider  kommt man auf extremer Höhe auch nicht mehr zur Ruhe und rennt alle 10 Minuten auf die Latrinen- immer begleitet von einem Soldaten und dem Maschinengewehr. Die gesamte Atmosphäre war angespannt, wir wussten, dass es jetzt ernst wird. Gegen 23:00 Uhr wurden wir aus dem warmen Schlafsack geholt. Said und Mike versuchten, in uns Tee und ein paar Kekse zu ..bekommen und kontrollierten die Batterien der Stirnlampen.

18.10.2010: Kibo => Gilman’s Point ( 5681m) => Uhuru Peak ( 5998m)=> Kibo=> Horombo

Da die Temperaturen sich bei – 20 Grad  (auf dem Gipfel) eingependelt hatten, der Windchillfaktor aber natürlich noch mindestens 10 Grad darunter lag, trugen wir 4-5 Lagen angefangen bei Ice Breaker Unterwäsche über mehrere Funktionsshirts, Fleece und als oberste Lage die High Tech Jacke von North Face, die ich mir im Vorfeld gegönnt hatte.  Zum Schutz für das Gesicht gabs eine Sturmhaube, die Finger wurden mit Underlayer Handschuhen aus Lammwolle sowie den normalen Daunenhandschuhen geschützt.

dsc00381Die Füße waren das größte Problem.  Ich hatte zwar 2 Paar Socken, davon 1x High-Tech bis -30 Grad an, aber durch die dicken Bergstiefel und der eingeschränkten Bewegungsfreiheit war dies auch nicht so optimal, Die Füße wurden richtig eisekalt und im späteren Verlauf der Nacht hatte ich streckenweise Schiss, dass mir die Zehen abfrieren.

18.03.2010, Kibo Huts=> Gillman’s Point=> Stella Point=> Uhuru Peak 5895m => Kibo=> Horombo

Gegen 0:00 Uhr gings los, wir liefen hintereinander, gefühlt in TipTop Schritten und ab der ersten Minute immer steil bergauf. 5 Schritte laufen, stehen bleiben, versuchen Luft in die Lungen zu bekommen und dann wieder 5 Schritte, Luft holen usw.usw.usw. Das Alles in ZickZack bzw. Serpentinen wie man im  Tageslicht dann irgendwann auch sehen konnte.

Irgendwann keuchte Katze „ It’s one“…aha…eine Stunde überlebt und weiter ging es im Schein der Stirnlampen, wie ein Glühwurmband den Krater hinauf.  Irgendwann bekamen wir auch die Info zu 2:00 Uhr und 3:00 Uhr sowie eine kurze Pause in der Hans-Meyer Cave ( 5300m)  benannt nach dem Erstbesteiger. Mir ging es zu diesem Zeitpunkt ziemlich be……. Said kontrollierte meine Zunge, diese durfte nicht kirschrot werden, weil dies ein Anzeichen für ein Lungeödem, also Höhenkrankheit, ist. Unmotiviert versuchte ich nen ekligen Fitnessriegel zu essen, leider verschmierte dieser nur meinen Reisekumpel Tobbe, der brav im Rucksack die Ereignisse der Nacht mitverfolgte. Mein Trinksystem fror ein und auf den Jacken bildete sich Rauhreif vom ausgeschwitzen Schweiß. Said nahm mir meinen Rucksack ab, Wasser gabs aus der Thermoskanne und weiter gings…zwei Schritte laufen, Luft holen, laufen, Luft holen usw.

Alle 15 Minuten musste ich zum „Gesundheitsscheck“ Zunge und Lunge wurden kontrolliert und ich durfte immer weiterlaufen. Stephan meinte nur trocken „eventuell ist langsam eine Entscheidung fällig“ . ja, ….ich durfte weiterlaufen  🙂 ! Ab 5:00 Uhr hörten wir die ersten Jubelschreie vom Kraterrand, Gilman’s Point hatten die Ersten erreicht. Das letzte Stück führte durch Geröll und ist nur noch kletternd zu erreichen, ich konnte mich kaum noch rühren- doch dann…..im Scheine der aufgehenden Sonne sowie geblendet von den Scheinwerfern des japanischen Kamerateams gelangten wir aufs Kili Plateau. Willkommen am Gilman’s Point, auf 5681m Höhe!

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Als ich später die TV Aufnahmen sah, war ich erschrocken wie beschissen ich ausgesehen habe!

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Es gab Cola aus Flasche und tatsächlich, Zucker und Koffein heilen Wunden! Nach kurzer Rast und Fotostop ging es weiter nach Stella Point.  Mit der grünen Kiliurkunde sicher  ( diese hatten wir auf jeden Fall sicher, weil wir Gilman’s Point erreicht hatten) immer schmal am Krater entlang und immer nur steil bergauf.

Sonnenaufgang am Kraterrand

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dsc00460das war der Pfad zum Uhuru Peak- steil und ambitioniert

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Der letzte Schnee auf dem Kilimanjarodsc00457

Am Stella Point dachte Steph mal kurz übers Aufgeben nach, schluckte aber dann nur ne Paracetamol gegen das Kopfweh und lief weiter. Katze, Steph und Mike machten die Vorhut, ich lief in meinem Schneckentempo hinterher.

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Die Jungs erreichten, rd. 45 Minuten vor mir den Gipfel, gemeinsame Fotos von uns Drei auf dem Uhuru Peak existieren demzufolge nicht.

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Vollgepumpt mit Adrenalin kamen die Beiden auf mich zu, als ich noch mit den letzten Höhenmetern im Schleichtempo kämpfte. Die grinsten im Kreis und faselten dummes Zeug. Später beichtete Stephan, dass es Katze gar nicht gut ging …..na wenigstens hatte nicht nur ich Anpassungsprobleme.

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Gegen 8:15 Uhr Ostafrikanischer Zeit hatte auch ich das Ziel erreicht. Ich stand auf dem höchsten Gipfel Afrikas, dem höchsten freistehenden Berg der Welt, auf dem Kilimanjaro auf 5895m Höhe. Das japanische Fernsehteam  kam ungefähr zur gleichen Zeit an und somit war ich nicht Bummelletzte an diesem sonnigen Morgen.

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Nach der Euphorie des gelungenen Aufstiegs blieb immer noch der Abstieg. Wir hatten fast neun Stunden bis zum Gipfel benötigt, runter waren es dann „nur“ noch drei Stunden durch Geröll und Schotter- mehr geschlittert als gelaufen, mit einigen Pausen zwischendurch. Gegen 11:00 Uhr war auch ich wieder an den Kibo Huts. Stephan und Katze lagen im Schlafsack und das Erste was mir entgegengrunzt wurde  “ Du tust mir leid, zum schlafen reichts für Dich nicht mehr“

Das war auch gar nicht nötig, auf 4700m gings mir großartig…..umgezogen, Sachen gepackt , etwas gegessen und den Münchener Heinis ne lange Nase gezeigt, als diese frisch gestylt aus Horombo eintrudelten und ihr Erstaunen über unseren Gipfelerfolg nicht verstecken konnten. Da rutschte mir doch unter der Tischkante der Mittelfinger aus 🙂 . Leider haben wir nie erfahren, ob sie es auch geschafft haben. Wäre mir doch nen Frühstückchen gewesen, wenn die gescheitert wären. Wir übten uns auch in Understatement, als wir gefragt wurden, obs hart gewesen wäre…..“bissel wie der Brocken….nee, geht schon….ist eben nur lang“

Erstaunlicherweise gingen die 10 km bis Horombo schnell und gelassen vorbei, schon erstaunlich wieviel Adrenalin der Körper so freisetzen kann.

v.l Mike, der Hilfsguide der Steph und Katze begleitet und Said, der mich auf den Gipfel schlörrte

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Mit rund 16 Std. wandern in den Knochen, keinem Schlaf und einem Höhenunterschied von 1200 m nach oben und 2200m nach unten, trafen wir am Nachmittag in Horombo  an und erfreuten uns am Abendessen. Ich war so kaputt, dass ich mit meinem Kopf fast in der Suppe gelandet wäre und um 19:00 Uhr lagen wir brav in unseren Schlafsäcken.

19.03.2010: Horombo=> Mandara=> Marangu Gate=> Moshi

Obwohl wir körperlich so erschöpft gewesen waren, war die Nacht nicht so erholsam, wie ich es mir gewünscht hätte. Zum Einen lud mich die Malariaprophylaxe die ich seit dem Abstieg nahm zu wilden Träumen ein, zum  Anderen hatte ich mir die Lippen verbrannt und ein böser Gletscherbrand/ Herpes verunzierte mein Gesicht- MIST

Nach dem Frühstück gings auf die letzte, lange Tour….und wie lang die wirklich war, nahmen wir erst an diesem Tag wahr. Es waren ja auch zwei Tagesetappen, die wir in einem Rutsch mit müden Knochen, Muskelkater und großer Erschöpfung hinter uns bringen mussten.

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Über die Mandara Huts ging es an unserem ersten Lunchstop vorbei. Wir trafen unterwegs Aufsteiger, die regelrecht humorlos waren….na dann mal viel Glück!

Am späten Nachmittag hatten wir es geschafft, wir waren am Marangu Gate und trugen uns aus dem goldenen Nationalparkbuch wieder aus. Die Guides klärten die Urkunden, trugen unsere Gipfelzeit in die Analen des Kilimanjaros ein und holten alle erforderlichen Stempel von der Parkverwaltung ein.

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Wir wollten nur noch die Urkunden, unter die Dusche und zu einer Biertränke.

Bevor wir aber in diesen Genuss kamen, mussten wir erstmal zurück nach Moshi. die Fahrt zog sich und im Springlands angekommen, durften wir auch nicht duschen sondern saßen mit unserer Crew Träger, Köche und natürlich mit den Guides zusammen und feierten den Gipfelerfolg. Wir ließen uns ein wenig befeiern, erfreuten uns an der goldenen Urkunde und verteilten die Trinkgelder.

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Erst danach waren wir frei und konnten zu Dritt den Erfolg in Moshi begießen. Frisch geduscht posten wir am Berg und fuhren danach mit dem Taxi in den Ort

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Das erste Essen schmeckte wunderbar und mit ein paar Kilimanjaros im Kopf schlief es sich in der Nacht himmlisch aber viel zu kurz

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Teil 2: Reif für die Insel

20.03.2010: Kilimanjaro=> Dar es Salaam=> Zanzibar/ Stone Town

Am nächsten Morgen hieß es früh Abschied nehmen. Wir mussten gegen 6:00 Uhr schon zum Flughafen und Katze flog am Nachmittag zurück nach Japan. Nach einer kurzen Verbschiedung von unserem Japaner fuhren wir zum Flughafen Kilimanjaro und erhielten dort die wenig nette Ansage, dass wir leider nicht bis Zanzibar durchgescheckt werden könnten, sondern in Dar es Salaam erneut einchecken müssten. Aha….wir hatten dort aber nur 30 Minuten, wie sollte DAS funktionieren????

Der Kili verabschiedete sich sehr stilvoll  von uns, wir flogen lange am Bergpanorama vorbei.

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In Dar es Salaam  stürzten wir aus der Maschine und hechteten zum Gepäck und zum Schalter der Airline. Diese wiederum ließen uns durch die Katakomben vom Flughafen rennen und durch die Hintertür ging es wieder aufs Rollfeld…..was dann kam, war nur noch lächerlich ! Wir landeten in exakt der gleichen Maschine wie auf der Strecke Kili=> Dar….der Purser begrüßte uns wieder und lachte sich wohl ins Fäustchen, das Mädel vom Flughafen Kili wünschte ich an diesem Tag nix Gutes mehr!

24 Minuten dauert der Flug von Dar es Salaam nach Stone Town/ Zanzibar. Dazwischen trennen sich aber Welten. Während das Festland eher christlich geprägt ist, ist die Gewürzinsel eindeutig muslimisch. Bis zur Unabhängigkeit Tanzanias und dem Zusammenschluß mit der Insel war Zanzibar sozialistisch und das Erste was wir sahen, waren die unattraktiven Plattenbauten im Marzahner DDR Style…leider nur afrikanisch heruntergekommen.

Wir blieben eine Nacht in Stonetown, wohnten dort in einem hübschen Hotel im Zanzibar Style und machten mit müden Knochen die Stadt unsicher, bzw. quälten uns von Restaurant zu Hotel zu Restaurant zum nächsten Cafe´. Ein paar Highlights hat die Stadt zu bieten, die einzig wirklich nennenswerte Sehenswürdigkeit ist das unscheinbare Geburtshaus  von Freddy Mercury.

Unser Hotelzimmer:dsc00514

Anbei ein paar Impressionen von Stone Town:dsc00524

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Freddys Geburtshaus dsc00564dsc00563Das erste Haus am Platz dsc00568

 

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Am Strand dsc00578

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Alles in Allem waren wir einfach nur platt und mit ein paar Kilis im Kopf zogen wir gründliches Ausschlafen der nicht soooo interessanten Stadt einfach vor. Gegen 21:00 Uhr trauten wir uns nochmals auf die Straße, wir waren auf der Suche nach was Beißbaren und würden fündig: Huhn vom Straßenhändler.

20.03.2010 – 27.03.2016:  Stone Town => Jambiani

Am nächsten Morgen hatten wir immer noch Muskelkater…..der wollte einfach nicht vergehen. Wir frühstückten für teuer Geld und nahmen uns dann ein teures Taxi zur Ostküste, Richtung Paje/ Jambiani.

Unser Hotel, direkt am Wasser war klasse. Wir waren alleine, die ganze Anlage gehörte uns. Zum Schwimmen eignete sich das Stückchen Land nicht, da zu viel Riff  und zu wenig Wasser.

Unser Hausstrand

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Die nächsten Tage verbrachten wir mit langen Wanderungen am Strand, wir borgten uns Räder aus und erkundeten die Umgebung von Jambiani und Paje.

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Selbst Geld abholen hatte in den Breitengraden noch abenteuerlichen Charakter. Wir mussten 40 Minuten laufen um an Frischwasser oder Kohle zu kommen.Um ein wenig schwimmen zu können, nisteten wir uns in andere Hotelanlagen ein und nutzten dort den Pool.

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Wir gingen mit den Delfinen von Kizimkazi schwimmen und bewunderten die Äffchen von Jambiani.

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Lediglich unser Versuch des Hochseefischens schlug fehl, das Wetter war zu schlecht, die Fische bissen nicht an.

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Insgesamt waren es sehr entspannte Tage an der Ostküste von Zanzibar. Unseren letzten Tag verbrachten wir allerdings nochmal in Stone Town um von dort dann über Dar es Salaam nach Amsterdam und Berlin zu fliegen.

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Der Fleischer meines Vertrauensdsc01382

Es war eine anstrengende aber auch sehr intensive Reise gewesen. Sicherlich gekrönt durch den erfolgreichen Aufstieg und der Erkenntnis wo die eigenen Grenzen liegen.

Wer die Tour nachbasteln möchte, dem empfehle ich www.climbingkilimanjaro.com.za

Wir haben für unseren Aufstieg einen sehr moderaten Preis gezahlt, wurden optimal vor Ort betreut. Das Springlands Hotel ist nichts Besonderes, für das Land aber bereits gehobener Standard. Tanzania ist zunehmend mehr eine Tourismusdestination geworden, Zanzibar boomt….demzufolge sollte man von den recht hohen Nebenkosten nicht zu überrascht sein.