Nach einer unruhigen Nacht auf der Fähre, kämpften wir uns durch den Morgenverkehr von Savona, hangelten uns von Brücke zu Brücke, bis uns die Schweiz wieder begrüßte.





Wir erfreuten uns an den gut ausgebauten Straßen, bewunderten das Heidiland rechts und links an der Autobahn, winkten nach Liechtenstein hinüber und waren gegen 15:00 Uhr in Lindau am Bodensee.
Ja, die Schweiz hätte auch etwas als Urlaubsziel!
Uns erwartete ein hübscher Campingplatz, spätsommerliches Jackenwetter und zwei gute Stellplätze nebeneinander.





Gegen 17:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Halbinsel, dem touristischen Hotspot in Lindau. Man merkte, die Highseason war vorbei, wir fanden umgehend einen Parkplatz und erschlenderten uns die süße Innenstadt inkl. aller Wahrzeichen von Lindau.


Zuerst bewunderten wir die doch etwas exotischere Pflanzenpracht im Stadtpark und betraten dann die Altstadt auf der Insel. Fragt man das allmächtige www, bekommt man folgene Aussage zu Lindau:
Lindau ist eine der schönsten Städte am Bodensee. Die historische Altstadt liegt überwiegend auf einer Insel im östlichen Bodensee, direkt an der Grenze zu Österreich und unweit der Schweiz.
Ein bisschen Geschichte
Antike: Die Region war bereits in der Römerzeit besiedelt.
882: Lindau wird erstmals urkundlich erwähnt.
Mittelalter: Durch Handel und Schifffahrt entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz. Lindau wurde später eine freie Reichsstadt.
1806: Lindau kam zum Königreich Bayern.
Heute: Die Stadt verbindet historische Architektur, Bodenseeflair und Tourismus.



Löwe ( 6m hoch) und Leuchtturm ( südlichster Leuchturm Deutschlands):





Der Mangturm stammt aus dem 12. Jh. Und diente als Wach,-u. Signalturm. Der Turm ist untrennbar mit Rapunzel verbunden, zu Märchenstunden wird immer ein langer blonder Zopf aus dem Fenster herabgelassen.


Mit einem Aperölchen an der Hafenbar ließen wir ausklingen, bevor wir noch einen intensiveren Blick auf Lindau warfen:

Das alte Rathaus, erbaut zwischen 1422 und 1436:


Peterskirche:

Bahnhof


Schöne Straßen versüßten uns den frühen Abend und schnell war klar, hier müssen wir nochmal hin. Gesagt getan, 2027 geht es an den Bodensee, evtl. dann sogar schon mit neuer Wohndose?




Wir ließen es zünftig ausklingen, Haxe…..so richtig, aber hallo.


Zurück am Campingplatz wartete eine Überraschung auf mich. Freundin Manu aus München wollte uns überraschen und hatte sich auf den Weg gemacht. Leider ist nun ausgerechnet an diesem Tag mein Handy ausgestiegen und wir hatten demzufolge
keine Ahnung, wer auf uns wartete. Als das Handy wieder mit Strom verbunden war, summste es in einem Zug…..schade, Manu hockte mittlerweile auf der Insel und wir waren reif für die Heia.
Am nächsten Morgen frühstückten wir im Sonnenschein und machten uns auf den Weg nach Franken, Ziel Bamberg, Campinginsel Bamberg. Ein 4 Sterneplatz ohne Möglichkeit auf vorheriger Buchung. Es kam, was kommen musste….der Platz war
Restlos voll und wir wieder schneller auf der Bundesstraße als gewollt. Gott sei Dank fungiert der CP in Ebing als Aufräumer und fängt alle Campingwilligen 23 Kilometer weiter auf.
So erwartete uns ein rudimentäres Plätzchen, Laufdistanz zur Brauerei und ein halbes Huhn auf dem Teller.



Am 12.09.26 erwartete uns der letzte Ritt nach Berlin und ein wenig wehmütig stellten wir Bianca wieder an ihren Platz. Die Warscheinlichkeit, dass wir zum letzten Mal mit ihr unterwegs waren, ist sehr groß. Zu sehr haben doch nun die sechs Jahre an
Ihr genagt, zu unbequem sind das Querbett und auch der „Kinderschlafplatz“ für mich ist mehr als suboptimal. Wie heißt es so schön, nach der Dose ist vor der Dose….Eriba Novaline 442 soll es werden.