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Portugal/ Spanien 2019, III Gibraltar vor dem Brexit?!

Das wir nochmal nach Gibraltar kommen würden und der Brexit immer noch nicht Geschichte ist, wer hätte das gedacht?

Da wir den Affenfelsen den Äffchen überlassen wollten, unser Ziel nur der historische Teil von Gibraltar war, nahmen wir Emily mit auf den Felsen. Unser Westie in Großbritannien, vermutlich ihre einzige Chance auf das Vereinigte Königreich, obwohl wir gerne mit ihr nach Schottland fahren würden.

Wir fuhren gegen 8:00 Uhr los, es dämmerte gerade , Spanien klebt an der mitteleuropäischen Zeit, was absoluter Unsinn ist, hell ist es hier erst ab 9;00 Uhr!!!!!

Voll war es dennoch auf den Straßen, an der Grenze zeigten wir nur die Pässe hoch und drin waren wir. Ab ging es über das berühmte Rollfeld in die Innenstadt. Wie man sieht, es war noch nicht wirklich hell.

Wir hatten absolutes Glück mit dem Parkplatz und bereits zehn Minuten später standen wir in der historischen Innenstadt, die wir im letzten Jahr ein wenig links liegen ließen. Diese ist in Teilen recht hübsch und tatsächlich ein bissel britisch.

Lord Nelson hat hier was zu sagen!

Emily vor der berühmtesten Telefonzelle der Welt. Hier lässt sich wohl jeder Besucher auf Gibraltar gerne ablichten.

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Leute, das System telefonieren verstehe ich nicht!

In diesem Jahr fiel mir die Überalterung ins Auge und das lag nicht nur an den zwei Kreuzfahrtschiffen im Hafen. Tatsächlich ist die Geburtenrate sehr gering, liegt bei unter einem Kind im Durchschnitt. Auch die Genueser Juden, die sich aufgrund von Verfolgung bereits seit 200 Jahren auf Gibraltar niedergelassen haben, waren im Stadtbild präsent. Wir schlenderten die Mainstreet entlang, bewunderten die maurisch wirkende Kathedrale ( leider total zugeparkt, Foto fast unmöglich) und die Church of Scottland. Wir stolperten über die Redaktion des Gibraltar Chronicle, der uns bei der Ausreise am Grenzübergang angeboten wurde.

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Das Gericht und unser Stammpub ( gutes Essen dieses wie letztes Jahr

Witzig war auch das Brexit Information Office, welches sich 5 Jahre nach der Abstimmung und wie wir wissen kurz vor der zweiten Verlängerung des Austritts , immer noch nicht fertig gebaut ist. Im letzten Jahr gab es noch nicht mal Anzeichen für uns, dass so ein Office überhaupt eröffnet wird!!!! Ernsthaftigkeit sieht anders aus!

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Church of Scottland
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ja, hier wird noch dedruclt

Im ehemaligen irischen Viertel speist man heute recht gut, wir fanden dort unseren Lieblingsgin, steuerfrei natürlich…..und überhaupt, nix irisches gefunden!

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In den alten Kasematten hat sich eine nette Restaurant,-u. Ladenszene etabliert, die vor Allem von den älteren Semestern gerne genutzt wird.

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alles militärisch auf Gibraltar
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Auch auf Gibraltar wird der Pubkultur gefröhnt. Wir gingen letzten Endes wieder in den „angry friar“ es hätte aber auch jedes andere Pub sein können.

war irisches im nichtirischen Viertel
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Unser Mittagessen war sensationell lecker, ich muss es ehrlicherweise zugeben. Meine Ribs waren soooo lecker, dass Mathias erst sein Fish & Chips verspeiste und danach noch eine volle Portion Ribs verdrückte.

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Emily lernte auch noch britische Briefkästen kennen, bevor wir wieder nach Spanien ausreisten.

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An der Grenze war es voll und wir mussten tatsächlich rund 20 Minuten warten…ein kleiner Vorgeschmack auf das was kommen wird. Gibraltar war gegen den Brexit und sieht den Veränderungen eher skeptisch entgegen. Wir sind gespannt wie es mit „ the rock“ weitergehen wird, freuten uns aber die Chance auf einen erneuten Besuch nochmal wahrgenommen zu haben.

An der Grenze

In La Linea warfen wir nochmal einen Blick zurück……good bye Gibraltar!

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Portugal/Spanien 2019, I: Villa Real de Santo Antonio

Die folgenden Zeilen lesen sich wie ein Deja Vu aus dem letzten Jahr! Emily machte es möglich, wir nahmen Portugal 3.0 und wieder in der Kombination mit Spanien/ Andalusien in Angriff. Unsere Lust auf Sonne und Strand und dem Unwillen der meisten Airlines Tiere an Bord zu nehmen sei Dank.

Wieder klingelte kurz vor 3:00 Uhr der Wecker, wieder brachte mein lieber Schwiegervater uns Drei nach Tegel. Wieder krähte die liebe Kleine TXL im Sperrgepäck zusammen und wieder waren wir mit der Airline, dem Service und vor Allem mit der Abwicklung der Tap in Bezug auf den weißen Fellball hoch begeistert, Bereits in Berlin sagte Mathias zu mir „das machen wir nochmal“ …..und genau diesen Satz sprachen wir in den nächsten Tagen oft aus.

Neu war der Emilytracker in diesem Jahr, der schick ihr Halsband ziert. Immerhin wussten wir, dass die liebe Kleine in der Maschine war und auch in Lissabon zeigte das Ding genau an, wo sich unser Hund aufhält. Balsam für die leidgeprüften Hundeeltern…..

Apropos Flug, der war wirklich toll…..Peniche von oben, ein toller Blick auf das Märchenschloss von Sintra und dem Cabo da Roca, Portugalsightseeing aus dem Flieger.

Emily war schneller an der Ausgabe als wir und auch die Rucksäcke drehten schon eine Ehrenrunde auf dem Laufband. Unser Hund hatte sich heiser gebellt, nun waren das Bodenpersonal die Leidgeprüften und wir Drei wieder glücklich vereint.

Wir bekamen unseren Seat und fuhren frohen Mutes los und verfuhren uns erstmal. Unser Navi funzte nicht, bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass Portugal und Spanien nicht mehr als Karte existierten, quasi nach erfolgtem Update eliminiert worden sind. Wir gaben der Iran Karte die Schuld und stellten das schlechte Navi im Ibiza ( noch namenlos). Nebenbei lief google maps im Iphone und Beides zusammen lief recht gut.

Nach kurzem Unmut befanden wir uns auf Kurs und bereits um 13:00 Uhr begrüßte uns unser geliebtes Tavira und das Zeca da Bica mit dem weltbesten Pulposalat, den wir uns als spätes Frühstück erstmal einverleibten. Auch die Dorade im Anschluss war lecker und sausatt ging es die letzten Kilometer nach Villa Real der Santo Antonio.

Ein kleiner blinder Passagier will auch Dorade haben.

Kleiner Ausblick auf Tavira, Panorama as usual oder auch „täglich grüßt das Murmeltier“. Kaum Veränderungen im Nest.

Das Wetter war mit Mitte September ein wenig zu kalt aber zu trocken wie wir vom regionalen TV Sender erfuhren. Waldbrände halten die Region weiterhin in Aufregung.Tatsächlich zeigte das Thermometer kaum 25 Grad an. und war damit wirklich kälter als letztes und vorletztes Jahr.

In Villa Real de Santo Antonio checkten wir wieder in die kleine Pension aus 2018 ein und fuhren im Anschluss in den Supermarkt ( Continente, bestsortiert) und nach Mato Gordo zum Strand.

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Wir waren recht skeptisch, da es noch September war und Hunde erst ab dem 01.10 offiziell an die Strände dürfen. Allerdings war Emchen nicht das einzige Fellknäuel und somit unsere Sorgen unbegründet. Hund und Mann sprangen in die kalten Atlantikfluten. Mir war es ein wenig zu frisch und als leichter Regen aufzog war auch der Spaß von Mensch und Tier schnell vorbei.

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Letztendlich zollte der lange Anreisetag, die anstrengenden letzten Wochen ihren Tribut, um 20:00 Uhr lagen wir in unserem Bettchen. Emily klemmte sich mit mir auf die 80cm breite Liege. Wir vertrugen uns aber in den nächsten 12 Stunden sehr gut. Die liebe Kleine war so dermaßen kaputt, sie schlief bereits im Stehen.

Am nächsten Morgen sah die Welt bereits wieder entspannter aus, auch wenn wir entdeckten, dass weder Duschgel noch Zahnpasta eingepackt waren ( Zahnpasta war wenigstens 1x vorhanden), Zunächst frühstückten wir das hoteleigene Frühstück und vertrödelten den Vormittag in Villa Real. Emily bekam ein neues Halsband, Mathias einen Sonnenhut und wir Beide ein Bier für 1,00€ in einer Kneipe. Das Duschgel vergaßen wir wieder gepflegt!!!!!

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Außerdem warfen wir einen Blick nach Spanien, da der Grenzverlauf genau durch den Fluss Guadiana verläuft.

Am anderen Ufer liegt bereits Spanien

Der Blick in die Markthalle war toll, diese war weitaus besser sortiert als Dieselbige von Lagos.

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Zum frühen Nachmittag organisierten wir uns ein gebratenes Hähnchen und was Flüssiges und beschlagnahmten die Picknikarea von Mato Gordo. Da war an einem Samstag natürlich die Hölle los, obwohl das Wetter weiterhin schwächelte.

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Gegen 16:00 Uhr riss die Sonne auf, wir weihten den neu gekauften Schirm ein und schon begann das zweite Badevergnügen am Strand, 2/3 vergnügten sich im Wasser 1/3 widmete sich dem überfälligen Roman.

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Den Tag ließen wir in der Innenstadt bei Pulpo, Squid und Sardinen ausklingen. Wieder einmal stellten wir fest, dass Villa Real für einen kurzen Stopover hervorragend geeignet ist, relaxte Badefreuden bietet und noch recht preiswert zum Rest der Algarve ist. Der berühmte Satz „ Das machen wir nochmal“ wurde aus der Mottenkiste geholt. Auch unser Hund entspannte sich schnell von den Strapazen; lediglich die sechs Kackhäufchen innerhalb vom 24h ließen uns stutzig werden. Ob wohl das Bodenpersonal in Tegel oder Lissabon dafür verantwortlich gemacht werden muss? Ich rief tatsächlich in Berlin an und bat um mehr Pootütchen, die meine Mama an die Algarve mitbringen wird.

Wer schauen möchte, ob es wirklich so viel Deja Vu war, darf gerne nochmal in 2018 stöbern: http://allcontinentsinonelife.com/spanien-portugal-2018-i-vila-real-de-santo-antonio-jerez-de-la-frontera/

Nach zwei Nächten setzten wir zur weiteren Wiederholungstat an, wir fuhren wieder über den Guardina, in das teilautonome Andalusien und wurden wieder vom Tarifabug infiziert.

Frankreich 2019, II: Toulouse, la ville rose

Bereits beim Abflug aus TXL fragte uns der Typ vom Bodenpersonal „was gibts in Toulouse?“ Unsere Antwort war ebenso vage „Airbus und saufen geht immer“. Tja und so kam was kommen musste. Toulouse, die Hauptstadt der Region Languedoc- Roussillon bzw. Okzitanien ( im Mittelalter) ist zwar die viertgrößte Stadt Frankreichs, besitzt aber bis auf Airbus, guten Wein und viele Backsteinbauten nicht so viel Nennenswertes. Die Stadt liegt relaxt am Ufer der Garonne und somit auf der Pilgerroute des Jakobsweges, wie man im Jakobinerkloster und der Kirche Saint Sernin eindrucksvoll bemerkt. Viele Pilger waren in der Stadt unterwegs.

Wir nahmen den Mittagszug aus Carcassonne und waren direkt ein wenig gnatschig, da wir gerne ein wenig früher die Festungsstadt verlassen hätten.

Angekommen in der Airbusstadt liefen wir vom Bahnhof zu unserem Hotel, welches man sich nicht unbedingt merken muss, die Website versprach eindeutig mehr als das, was wir bekamen. Gut war allerdings die Lage und nach einem ersten Frischmachen liefen wir zum naheliegenden Capitol. Unterwegs bewunderten wir tolle Art Deco Architektur.

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Unterwegs bewunderten wir einen alten Wehrturm, heute Sitz der Touriinfo.

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Im alteingesessenen Café Florida gab es einen überdimensionierten Eisbecher mit viel Marshmallows und Baiser.

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Leider war das Restaurant zwar alteingesessen aber ohne stilles Örtchen…..so kamen wir in den Genuss des Capitols von innen und bewunderten das Standesamt und einige andere schöne Säle…. nur ein Klo blieb irgendwie Mangelware…

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Hier möchte Jede/r gerne „ja“ sagen
Das Parlament der Stadt tagt hier.
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Wir waren mit unserem Sightseeingprogramm noch lange nicht am Ende und liefen zum weltberühmten Jakobinerkloster. Hier liegt der heilige Thomas de Aqin begraben, wovon wir uns aber nicht überzeugen wollten. Das Kloster blieb uns verborgen auch wenn die Aussicht auf die Klostertoiletten nicht ohne waren….. Dennoch beeindruckte die gotische Kirche und eine etwas ungewöhnliche Bauart. Man beachte die Säulen.

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Auf der Suche nach einer Pippibox zogen wir durch die Stadt Richtung Garonne. Am Ufer des Flusses war die Hölle los, viele Toulouser verbrachten ihren Sonntag in der milden Spätsommerwärme und fröhnten dem Lanzensport auf dem Wasser…..interessante Art von Ritterspielen, auch wir verfielen der südfranzösischen Kultur.

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Lanzenspiele vor der Pont Neuf, der ältesten Brücke von Toulouse, erbaut 1543-1632

Da sich das Wetter so super hielt, beschlossen wir eine Flussfahrt zu machen. Mit Vino im Gepäck ging es auf die Garonne. Die Fahrt war ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten, wie die gesamte Stadt, wenn man mal ehrlich ist.

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Nach der Dampferfahrt knurrte uns der Magen. An einem Sonntagabend, in der viertgrößten Stadt Frankreichs an etwas Beißbares zu kommen, war schwieriger als gedacht, sechs Plätze in einem authentischen Laden waren fast ein Ding der Unmöglichkeit. Nachdem wir fast eine Stunde gesucht hatten, wurden wir fündig…..in einer Burgerbude, die uns aber Moules Frites servierte.

Den Abend ließen wir im Einzelzimmer der Herren ausklingen, tiefgründige Gespräche und Diskussionen verhinderten ein frühes Heierchen.

Fast lustlos starteten wir in den dritten Tag in Frankreich, ernüchternd die so gleichmütige Stadt, die zwar ganz hübsch aber nicht sonderlich aufregend daher kommt.

Unser frühes Ziel war die gotische Kathedrale von Saint Etienne aus dem 12.Jh.

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Die Gegend der Kathedrale gefiel uns sehr, wir schlenderten durch die Straßen und betraten mit dem königlichen Garten einen Teil von Toulouse, den wir ebenfalls noch nicht kannten.

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Der kleine Prinz, ein Denkmal für Antoine de Saint-Exupery
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Toulouse verfügt wie Paris über einige schöne Stadtvillen, wir schauten uns das Hôtel d’Assézat an, in dem heute ein Museum und Theater untergebracht sind.

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Um nicht wieder Probleme mit dem Essen zu bekommen, entschieden wir uns für ein feudales Mittag. Unsere Wahl fiel auf ein kleines französisches Restaurant mit Vorspeise und Ente.

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Die Pilgerstätte und Anlaufstelle für Santiago de Compostela Pilger ist nicht das Jakubinenkloster sondern Saint Sernin ebenfalls aus dem 12.Jh.

Auch wir bewunderten die Pilgerkirche von innen, bevor wir das offizielle Sightseeingprogramm für beendet erklärten.

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Für einen Drink kehrten wir in diese lauschige Ecke ein:

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Nachdem wir einen Supermarkt überfallen hatten, zog es uns zur Pont Neuf und dann wieder an die alte Stelle vom Vortag, an der Garonne. Mit Wein, Baguette und Käse ließen wir den Abend ausklingen. Unser Fazit zu Toulouse…..die Stadt kann doch ganz schön sein. Allerdings waren wir uns Alle einig, ein zweites Mal kommen wir bestimmt nicht wieder ( es sei denn für die grandiose Salami aus dem Supermarkt).

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Mit einem Bild vom Beluga beende ich diesen Bericht. Die dicken Wale sieht man immer über Toulouse fliegen. Sie versorgen Airbus mit Flugzeugteilen aus aller Welt. Wir mochten die dicken Dinger und freuten uns sogar noch beim Start in Bagnac, dass eines dieser Transportflieger vor uns startete.

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Frankreich 2019: I, Carcassonne

Die Idee nach Toulouse zu fliegen, entstand aus einer Notlösung. Easyjet hatte unsere Flüge nach Marseille gecancelt, Metropole im Herbst stand auf Messers Schneide. Wir wollten aber auch im 21. Jahr spätsommerliche Impressionen und so kombinierten wir mittelalterliche Burg mit Backsteinflair und Airbus.

Airbus ist überall, bereits mit der Landung in Toulouse Bagnac sieht man den größten Arbeitgeber der Region. In den folgenden drei Tagen schwirrten die dicken Belugas um uns herum, Wale die fliegen können…..wir freuten uns immer über die dicken Dinger.

Der Flughafen zeigte sich modern, wir fuhren zunächst mit dem Bus nach Toulouse und dann mit dem TGW in rund 50 Minuten nach Carcassonne. Der Bahnhof liegt direkt am malerischen Canal du Midi, unser Hotel ( Ibis) am Stadtpark der Neustadt mit Laufdistanz zur La Cité, der Altstadt mit Festungsanlage.

Der Canal du Midi
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Wir machten uns frisch und liefen dann zur Festung, die Carcassonne so berühmt macht. Die Cité ist seit 1997 Unesco Weltkulturerbe und bis heute bewohnt. Die geschlossene Altstadt mit Festungsring ist in ihrer Größe in Europa einzigartig, mit rund vier Millionen Besuchern gehört Caracassonne zu den meist besuchten Touristenzielen in Frankreich. Blöd war lediglich, das gefühlt 3,9 der 4 Millionen am ersten Septemberwochenende des Jahres 2019 die Festung bevölkerten. Fazit: mehr Mensch als Stein aber dennoch sehenswert. Lasst Euch verzaubern und nicht entmutigen, die mittelalterliche Altstadt ist in jedem Fall einen Besuch wert. Im 13.Jh. war Carcassonne eine Grenzfestung zwischen Frankreich und Aragon, in der Anfangsphase des hundertjährigen Krieges eroberten die Briten die Festung.

Nun stürmen also die Touris die Stadt und mittenmang wir sechs Berliner,- innen. Zunächst genossen wir den Blick von der Brücke auf die Festung um uns im Anschluss ins Getümmel zu werfen.

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Eingang in die Cité
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Nach einem gepflegten Vino aus dem Languedoc und einer Tischreservierung für den Abend im Chez Adelaide ( Tip unserer Rezeptionistin) umrundeten wir die Altstadt, zum Teil innen durch die Gassen, zum Teil außen mit Blick auf die alten Gemäuer.

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Der Restauranttip entpuppte sich als goldrichtig, wir entschieden uns alle für das Menü und bekamen für 16€ einen tollen Salat mit Ziegenkäse, Cassoulet mit Bohnen,Ente und Wurst aus der Region. und zum Abschluss eine richtig leckere Creme Brulee.

Das Cassoulet war den Meisten zu mächtig, ich kann aber gut mit fettem Zeugs und fühlte mich wie die Made im Speck. Vollgefressen bummelten wir durch das nächtliche Carcassonne und freuten uns, dass die vielen Tagestouris von dannen gezogen waren.

Wir fühlten uns wie die Burgfräuleins und nur aufgrund der nicht vorhandenen Haarlänge ließen wir unser Haar nicht herunter!

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Mit ein wenig Vino aus der Hotelbar ließen wir den Tag im Stadtpark ausklingen und lagen gegen 0:00 Uhr in der Hotelheia.

Der nächste Tag begann mit einem sehr guten Frühstück, mit viel leckerem Käse, Crepes und guter Salami. Da wir erst nach 12:00 Uhr den Zug nach Toulouse bekommen hatten, verbummelten wir den Vormittag in der Unterstadt, die sich eher verschlafen zeigte und bereits bessere Zeiten gesehen hat. Viele Geschäfte standen leer, offensichtlich leidet auch Frankreich unter Landflucht.

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Pünktlich fuhr der Zug nach Toulouse ab, wir freuten uns auf die „rote Stadt“ waren aber Alle froh, in Carcassonne gewesen zu sein und vor Allem dort übernachtet zu haben.

Polen 2019, Wroclaw/ Breslau III

An unserem letzten Tag in Wroclaw ließen wir uns das Sonntagsfrühstück schmecken und freuten uns, dass es nicht ganz so heiß war.

Wir wollten Zwerge sammeln und nochmals einen Besuch auf dem alten Jüdischen Friedhof wagen. Der Reiseführer schreibt „wer etwas über die deutsche Vergangenheit in Breslau wissen möchte, findet diese am Allerbesten auf dem alten jüdischen Friedhof“. Gesagt, getan….wir fuhren mit der Neun, trennten uns vor dem Friedhof, Zwei gingen aufs Gelände, die anderen Zwei kümmerten sich um den kleinen Wadenbeißer.

Vorbei ging es an alten Gräber, teils auf hebräisch beschriftet, teil mit jüdischem Datum nach Talmut, datiert. Zum Teil sehr weltlich und modern, manche Gräber eher orientalisch. Überraschender Weise wurde der Friedhof nicht geschändet, man sieht zwar Einschusslöcher aus den letzten Tagen der Festung Breslau, blinde Zerstörungswut scheinen die Nazis aber nicht an den Tag gelegt zu haben. Vermutlich lag der Friedhof einfach zu weit außerhalb der Stadtgrenzen von 39-45.

Hier ein paar Impressionen, wir fanden die Gräber von Lassalle, den Eltern von Edith Stein und Hugo Heimann….bekannt durch die gleichnamige Grundschule in Neukölln. Überraschend viele Kriegsopfer des ersten Weltkrieges, die Alle fürs Vaterland gestorben sind….genau das Vaterland welches kurze Zeit später die Familienangehörigen in die Vernichtungslager geschickt hat….immer wieder. unbegreiflich und grausig.

Dennoch. haben Friedhöfe bei mir einen festen Platz im Sightseeingprogramm und so lasse ich mal wieder Bilder sprechen.

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ziemlich verwunschen
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Tief. beeindruckt verließen wir den Friedhof und fuhren mit unserer Standardlinie Richtung Dominsel. Da die Dombrücke gesperrt war, mussten wir einen kleinen Umweg nehmen und erkundeten zunächst die puppige Kapelle Peter und Paul aus dem 11.Jh.

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Auf der Dominsel verweilt (e) der Klerus und somit ist jedes Haus irgendeiner kirchlichen Institution angeschlossen. Die Insel gehörte nicht zur Stadt Breslau, der Bischof verwaltete diese in früheren Jahren. Wie man unschwer erkennen kann, es geht beschaulich auf der Dominsel zu, die übrigens verkehrsberuhigt ist.

Da Sonntag war, die Polen bekannt für ihre tiefe Gläubigkeit sind, lief entweder eine Messe, ein Orgelkonzert oder sonst eine religiöse Veranstaltung. Da die protestantische Brut die Veranstaltungen nicht sprengen wollte, beließen wir es mit kurzen Blicken in die Kirchen und genossen die Stimmung von außen….man sollte die Kirche im Dorf lassen :0)!

Zunächst der Blick auf die Kreuzkirche, dort wurde inbrünstig georgelt.

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Kreuzkirche und Dom mit extremen Weitwinkel

Wir kümmerten uns lieber um den kleinen Freund, der gegenüber der Kirche sein Unwesen trieb.

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Der Dom oder auch Kathedrale genannt, wurde Johannes dem Täufer im 14 Jh. geweiht und war nach 1945 zu 70 % zerstört. Erst 1991 war der Wiederaufbau fertig und wie bereits gesagt, 1995 von innen, 2019 nur von außen bewundert. Der Zeitpunkt war mit 11:00 Uhr nicht so dolle gewählt.

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Auf dem Weg, zurück in die Innenstadt, bewunderten wir die Grundwaldbrücke, quasi die Brooklyn Bridge von Breslau, und tummelten uns ein wenig am Ufer der Oder entlang. Von der Brücke gibts kein Foto, das habe ich irgendwie verpennt. Dafür war der Blick über die Oder, auf Kathedrale und Skyline der Dominsel auch sehr interessant und soooooo dörflich.

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Der vorletzte Zwerg unserer Sammlung wurde Bodo getauft, warum….liegt wohl klar auf dem Bagger.

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Da die Hitze uns doch ziemlich schaffte und die Uhr langsam und allmählich ticktack machte, verzichteten wir auf die Jahrhunderhalle. Diese wurde in den Jahren 1911-1913 von Max Berg erbaut und galt, insbesondere aufgrund der Dachkonstruktion als besonders bemerkenswert. Seit 2006 steht die Halle unter Weltkulturerbe und der Vollständigkeit halber habe ich ein Foto aus Wikipedia beigefügt. 1995 habe ich die Halle, die sich in ihrer Bauart am Pantheon in Rom orientiert, bereits ausgiebig bewundert. Meine Fotos von dieser Reise liegen irgendwo im Nirgendwo.

Quelle: Wikipedia

Ziemlich ermattet landeten wird im Stary Klacztor, einem alten Kloster, nun Restaurant und Bar. Und was war das für eine super Wahl! Total gemütlich eingerichtet mit dem besten Futter von Breslau.

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Zuerst genossen wir Spaghetti mit Muscheln, Rippchen und Burger am Tisch. Zum Kaffee mit Apfelstrudel lümmelten wir auf der Couch.

Jedes Wochenende geht einmal zu Ende und so verabschiedete uns der letzte Zwerg vor dem Stary Klacztor, bevor wir wieder in die Linie neun stiegen.

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Beim Auslösen der Taschen gab es eine kurze Aufregung, als mein Göttergatte seine EC Karte suchte, die er im Stary Klacztor vermutete. Als nahm er mit Klaus eine S- Bahn retour und stand sechs Minuten später wieder vor uns…..doch noch das Stück Plastik im Portemonnaie gefunden.

Wir vertrödelten die Zeit bis zur Abfahrt an den Wasserspielen vor dem Bahnhof und bewunderten die gelungene Restauration auch von innen.

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Pünktlich fuhr der Kulturzug um 17:10 Uhr ab und um 21:19 waren wir wieder am Ostkreuz.

Unser Fazit, machen wir nochmal….mir schwebt Silvester 21 vor…sofern der Zug dann noch fährt.

Polen 2019, Breslau/ Wroclaw I

Ich war 1995 schon einmal in Wroclaw und hatte die Hauptstadt von Niederschlesien in guter Erinnerung behalten, obwohl noch keine Eu Gelder geflossen waren und bis auf das Rathaus, die Altstadt in einem jämmerlichen Zustand war.

Damals, kaum fünf Jahre nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, war die Stadt natürlich eine ganz andere, das deutsche Erbe wurde tot geschwiegen, wir sind damals von den nationalistischen Jugendlichen sogar beschimpft worden, was mir tatsächlich nur einmal, auf genau dieser Reise, in PL passiert ist. Allerdings konnte ich mich noch an den Marktplatz erinnern und an die Kinder im Dom, die einen Tag vor ihrer Kommunion zur Beichte gingen. Damals hämmerte es in meinem protestantischen Hirn ganz gewaltig……was kann ein achtjähriges Kind zu beichten haben?

Egal, die Achtjährigen von damals sind die über 30jährigen von heute. Manchmal dauert es eben nen bissel, ehe man wieder zurückkehrt. Ich war auf jeden Fall von der Idee meiner Mama, mit dem Kulturzug nach Breslau zu fahren recht angetan und somit war das Geburtstagsgeschenk an meinen lieben Mann geritzt. Vor zwei Jahren waren wir ebenfalls für ein paar Tage in Niederschlesien gewesen und bereits damals waren wir mehr als neugierig geworden, was die alten deutschen Gebiete anging.

Genau am Hochzeitstag meiner Mama und ihrem Mann war es soweit. Bei rd. 32 Grad in Berlin stiegen wir am Ostkreuz,, Gleis 13, in den Kulturzug. Für 19€ one way wird dem Reisenden richtig was geboten. Neben Literatur und Polnischkurs gibt es ein Quiz mit Buchgewinn und Wasser für umme……schönen Gruß an die DB, die kann von der Polnischen Bahn lernen.

Emily verhielt sich ganz toll, wir wurden sogar gefragt, ob unser Prinzesschen die Strecke häufiger fährt, so lieb war sie.

Die Fahrt zieht sich ein wenig, der Zug hält nochmal in Cottbus und Forst und ca. 3x in Polen….die Namen der Orte sind mir entfallen.

Bei Ankunft in Wroclaw steht man direkt in der ersten, absoluten Sehenswürdigkeit, dem alten Bahnhof von 1855 – 1857 im naja, fast italienischen Stil erbaut. Wroclaw Glówny wurde erst 2010-2012 restauriert und erstrahlt wieder im alten, neuen Glanz. Wikipedia sagt, dass der Stil neugotischer Historismus sei, auch moderner Tudorstil, genannt. Der alte Bahnhof war zu klein geworden, Breslau die ehemalige Hauptstadt Schlesiens benötigte was Größeres und so entstand dieses Prachtwerk.

Wir ließen es gemütlich angehen, unser Hotel lag eh gegenüber des Bahnhofs und Emily benötige Gänsewein und ein kleines Happischnappi.

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Schnell war klar, dass wir den Bahnhof natürlich auch des nächtens fotografieren würden und zufrieden huschten wir über die Kreuzung um im alten, ehrwürdigen ehemaligen Hotel Kronprinz jetzt Piast einzuchecken. Die Lage des Hotels lässt vermuten, dass es sich hierbei um das erste Haus am Platz gehandelt haben musste und mit Blick ins www wurde mir das bestätigt: https://www.wroclaw.pl/de/das-gstehaus-piast-wird-renoviert

Erst Hotel Kronprinz und damit ab 1908 das teuerste und modernste Hotel am Platz, nach dem Krieg billiges Gästehaus und Hostel und seit 2010 wieder mit zwei Sternen beseelt…..wir waren mit unserer Wahl sehr zufrieden.

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Nach kurzer Erfrischung stiegen wir in die Straßenbahn Nr. 9 ( alle Öffis sind im Kulturzugticket inklusive) und fuhren bis zum alten jüdischen Friedhof.

Die Uhr zeigte 18:09 Uhr , Wauzis sind auf Friedhöfen nicht gerne gesehen und obendrein wurde der Sabbat eingeläutet. Somit war es Essig mit deutscher Geschichte und wir verschoben den eventuellen Programmpunkt auf unseren Abreisetag am Sonntag.

Die letzten 700m zum ungewöhnlichsten Gebäude von Breslau schlichen wir bei rund 30 Grad und dann standen wir am Wasserturm der Stadt, Wiézna Ciśnień. Kühne Architektur zur damaligen Zeit (1904) und der Architekt Karl Klimm musste all seine Fantasien in dieses Projekt gesetzt haben. Ein Dorf/ Stadt als Grundstock, zwei Türme, Kuppeln und Brücken und eine tolle Lage um den Turm aus allen Ecken bewundern zu können.

Seit den 80er Jahren wird der Turm nicht mehr benutzt, sehr schade wie ich finde.

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Auf dem Weg in die Innenstadt versackten wir vor lauter Wasserentzug erstmal auf einer Tankstelle….es gibt schönere und schlechtere Orte für eine Erfrischung.

Nachdem wir durch die glühende Abendsonne zur S- Bahn geschlurft waren, entschieden wir spontan Richtung Rynek/ Ring zu fahren und zum berühmten Marktplatz von Breslau zu schlendern. Wir fuhren bis zum Einkaufszentrum Dominikanska und liefen durch die berühmte Unterführung. Angemacht wurden wir im Jahre 2019 nicht mehr, schöner ist die Unterführung nicht geworden. Mein damaliges Hotel scheint abgerissen worden zu sein, damals residierten Ärzte mit auf dem Gang und vor meinem Zimmer saßen Patientinnen, die zum Frauenarzt wollten….anno 1995!

Wir schlenderten durch die Fußgängerzone und landeten im erstbesten Restaurant. Es war mittlerweile schon 20:30 Uhr und wir waren total erledigt.

Es gab Pelmeni/ Piroggen und Schlesische Klöße mit Gulasch. Ziemlich lecker, ziemlich schwer…..Willkommen in PL!

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Nach unserem Feudalmahl schlenderten wir zum Rynek, dem Ring…..der Marktplatz mit dem wunderschönen Rathaus in der Mitte. Auf dem Platz tobte das Leben, die Restaurants waren gut besetzt und wir freuten uns, dass wir die relaxte Sommer Atmosphäre so genießen konnten. Obwohl es in Breslau nochmals zwei Grad heißer war, kamen wir besser mit der Luft und Hitze klar.

Hier ein paar Ring,-u. Rathausimpressionen:

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Mit einem Abstecher zum Bahnhof waren wir gegen 23:00 Uhr wieder im Hotel.

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Wir schlüpften schnell unter die Dusche und noch schneller in die Heia. Die Klimaanlage erfrischte uns mit 22 Grad und so genossen wir sogar die dicken Bettdecken.

Polen 2019, Szczecin/ Stettin

Als Kind war ich öfters in Stettin, das letzte Mal hat mich die Hauptstadt Westpommerns 2005 gesehen, auch damals im Rahmen eines Teamtages der BA.

Dieses Mal fuhr ich ziemlich relaxt mit meinem Team und dem Berlin- Brandenburgticket für 6,70 € ( return) nach Szczecin/ Stettin, flächenmäßig die viertgrößte Stadt Polens und natürlich voll mit deutscher Geschichte.

Die Bahnverbindung startet morgens in Gesundbrunnen und bringt den Reisewilligen in rd. 2 Stunden ohne Umsteigen, nach Pommern. Stettin liegt nur 16km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt und seit meinem letzten Besuch ist eine Menge passiert. Vor der Stadt fuhren wir an schönen Neubauten, Stadtvillen und Einfamilienhäusern vorbei, der Bahnhof wartet im modernen Design auf.

Auf uns wartete Gosia, polnische Exilberlinerin, die uns durch ihre Heimatstadt führte.

Wir bezahlten zunächst den Stadtrundgang und machten uns auf die Socken.

Zunächst bewunderten wir das alte Postamt, erbaut 1878 und bereits damals von der Reichspost genutzt.

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Es folgte der Manzelbrunnen von Ludwig Manzel, erbaut 1898:

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Sehenswert ist auch das alte Rathaus ( Czerwony Ratusz) auch Neues Rathaus genannt . Es wurde im Jahr 1879 nach Plänen des Stettiner Stadtbaurats Konrad Kruhl (1833-1902) im Stil der Neogotik in der damaligen Stettiner Neustadt fertiggestellt.
Bis 1945 hatte hier die deutsche Stadtverwaltung ihren Sitz. Der Name des Gebäudes hat keine politische Bedeutung, sondern rührt von den glitzernden roten Ziegelsteinen der Fassade her.

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Da die Innenstadt recht klein ist, sind die meisten Sehenswürdigkeiten fussläufig erreichbar. Dennoch hat Stettin eine Wahnsinnsausdehnung und ist von der Gesamtfläche so groß wie Berlin und damit die viertgrößte Stadt Polens ( nach Warschau, Krakau, Danzig) Heute leben 400.000 Einwohner in der Stadt und damit ist Stettin an 7.Position im Einwohnerranking.

Die Pommersche Medizinische Universität Stettin (Pomorski Uniwersytet Medyczny w Szczecinie) wurde 1948 gegründet und befindet sich in staatlicher Hand. An der Universität studieren rund 4.000 Studentinnen und Studenten.
Erwähnenswert ist der hellgraue Turm des Rektoratsgebäudes, das zwischen 1901 und 1904 im Stil der norddeutschen Renaissance als Stadthaus entstanden ist, Quelle
: https://www.goruma.de/staedte/stettin/sehenswuerdigkeiten

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Der erste Blick auf den Dom des heiligen Jakobs.

Danach liefen wir am Berliner Tor ( erbaut 1725-1729) vorbei, Richtung Altstadt. Unterwegs erblickten wir viele 60-70er Jahre Sünden…..und meine frühesten Kindheitserinnerungen wurden wach.

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Wenige Häuser haben den zweiten Weltkrieg überlebt.
Hochhauskomplex PAZIM, Galaxy Center

Die attraktivste und teuerste Straße war dieses Schmuckstück, einige Häuser haben den Weltkrieg überlebt….ein klein wenig Altstadtflair.

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Der Platz des weißen Adlers (Plac Orła Białego) – der frühere Rossmarkt  – befindet sich in einer Grünanlage mit einer Statue der Göttin Flora von 1730 , die von Johann Konrad Koch geschaffen wurde, während die barocke  Brunnenplastik aus Sandsein von dem  Baumeister Johann Friedrich Grael (1707-1740) stammt. Der Brunnen wurde durch eine  Trinkwasserleitung von den Warsower Höhen gespeist und  wurde im Jahr 1732 eingeweiht.
Das große  Gebäude aus der Gründerzeit auf der Westseite des Platzes war  früher der Sitz der Preußischen Nationalversicherung. Ebenfalls an der Westseite des Platzes steht das Grumbkow-Palais, Quelle
: https://www.goruma.de/staedte/stettin/sehenswuerdigkeiten

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Wir liefen weiter zum Dom des Heiligen Jakobs, quasi der Beginn des polnischen Pilgerwegs nach Santiago de Compostela. Der Dom war natürlich während der Reformationszeit evangelisch und wer auf oppulente katholische Kirchen steht, wird mit diesem Beispiel eines Domes direkt enttäuscht werden. Meine evangelische Seele empfand die Nüchternheit eher wohltuend-

Die St. Jakobi-Kathedrale (Kościół Św. Jakuba) entstand  im späten 14. Jahrhundert unter  Leitung des Stettiner Baumeisters Heinrich Brunsberg (1350-1435) im Stil der Backsteingotik. und nach dem Vorbild der Marienkirche in Lübeck.
Der Bau des Gotteshauses ging auf eine Initiative der Bürger der Stadt zurück. Allerdings wurde das Gotteshaus im Laufe der Zeit häufiger umgebaut
Die dreischiffige Hallenkirche  wurde im Jahr 1677 infolge von Kriegsereignissen zerstört, wurde aber anschließend wieder aufgebaut. Im Jahr 1894 stürzte der zuvor aufgestockte Westturm ein – er wurde aber wieder aufgebaut.
Aber der Zweite Weltkrieg hinterließ auch hier seine Spuren, infolge von Luftangriffen stürzte der seinerzeit 119 m hohe Turm zusammen und auch das  Kirchenschiff erlitt massive Schäden. Der Wiederaufbau der Kirche dauerte bis in die 1970er Jahre hinein
Der Turm  wurde erst im Jahr 2008 mit einer Höhe von 110,80 m wiederhergestellt.
In der Taufkapelle der Kathedrale werden Reliquien des „Heiligen Otto von Bamberg“ (1065-1139) aufbewahrt und in einem Pfeiler wurde das Herz des Komponisten Carl Loewe (1796-1869), der nahezu 50 Jahre in der Stadt gewirkt hatte, eingemauert.
Wegen der beeindruckenden Akustik  finden hier häufig Konzerte, vor allem der Orgelmusik, statt.

Quelle: https://www.goruma.de/staedte/stettin/sehenswuerdigkeiten

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Wir zogen weiter zur wiedererbauten „neuen“ Altstadt, typisches Hanseflair erwartete uns. Mitten auf dem Heumarkt findet man nicht nur die berühmten Stettiner Wasserpumpen, sondern auch das sehenswerte Alte Rathaus.

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Wir stattesten den Herzögen von Westpommern einen Besuch ab und bestaunten das Schloß von außen. Sehenswert ist die berühmte Uhr, die auch genau ging, wir warteten den Gongschlag um 12:00 Uhr ab.

Das Schloss der Herzöge von Pommern (Zamek Książąt Pomorskich) – das Stettiner Schloss – wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört. Ab 1958 wurde es im Stil der Renaissance rekonstruiert.

Mit dem Bau des Schlosses wurde im Jahr 1346 durch Herzog Barmim III. (1303-1368) an der Stelle einer alten Wehranlage begonnen.

Im Jahr 1503 wurde das Schloss um einen Südflügel und einen Uhrenturm im großen Innenhof erweitert, hier wurde 1693 die Uhr von Caspar Natardi angebracht. Sein heutiges Aussehen mit fünf Flügeln im Stil der Renaissance erhielt das Schloss dann später bis etwa 1620.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss stark zerstört. Nach dem Wiederaufbau dient es als Kulturzentrum mit  einem Museum (Muzeum Zamek Ksiazat Pomorskich), Ausstellungsräumen, Theater und Kino sowie mehreren Cafés und Restaurants sowie einer Touristen- und Kulturinformation.
Auch ein Standesamt ist hier beherbergt.

Quelle: https://www.goruma.de/staedte/stettin/sehenswuerdigkeiten

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Peter und Paul Kirche aus dem12.Jahrhundert
Sieben Mantelturm

Stettin kann auch Street Art, siehe hier zwei nette Exemplare.

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Einen Blick warfen wir auch auf die Hafenanlagen von Stettin, die ähnlich wie die Hafenanlagen von Danzig Anfang der 80er Jahre bestreikt wurden ( Lech Walesa; Solidarnocz).

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Ein besonderes Highlight sind die Hakenterassen am Meeresmuseum.

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So langsam machte sich ein Hüngerchen bemerkbar und so liefen wir über die russisch orthodoxe Kirche, der neuen Philharmonie ( eröffnet 2014) und dem Engel der Freiheit von 2005 über das Tor der Könige zu unserer Futterkrippe. Gosia hatte ein Restaurant für uns ausgesucht und ich kann das Soizarnia getrost weiterempfehlen. Moderate Preise und echtes polnisches Essen.

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Im Königstor ist die Konfisserie Wedel untergebracht und nach dem Essen ist vor den Pralinen……handverlesen und total (W)edel.

Das letzte Ziel des intensiven Tagesausflug war das Cafe´22 im Radisson Blu Tower. Das Cafe´liegt auf der 22 Etage und bietet nicht nur gutes Eis und Kuchen sondern auch einen sensationellen Blick auf Stettin. Da das Wetter weiter mitspielte, ließen wir uns dieses Event natürlich auch nicht nehmen.

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Wir fuhren mit der Linie 6 zurück zum Bahnhof, die Tickets sind übrigens im Berlin-Brandenburgticket inkludiert.

Mit einem letzten Blick auf die Oder stiegen wir in den Zug, stiegen 1x in Angermünde umd und standen um 20:54 wieder in Berlin Südkreuz.

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Fazit, Stettin ist ein tolles Tagesziel, ich komme bestimmt nochmal wieder, im Moment schwebt mir der Weihnachtsmarkt vor.

Italien 2019, Venedig V: Dorsudoro, San Polo und Santa Croce

Unsere Zeit ging wieder einmal zu Ende. Wir checkten gegen 10:00 Uhr aus, gaben unsere Taschen in der Locanda San Marcuolo ab und liefen ein letztes Mal nach Rialto.

Dort nahmen wir ein Vaporetto gen San Marco und stiegen Accademia aus. Vorbei der der Kirche Santa Maria della Salute liefen wir vor, bis zur Dogana und bestaunten ein Kreuzfahrtschiff welches sich gerade durch die Lagune, zwischen Giudecca und Dogana schob…..beängstigend.

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Schnell nahmen wir ein Schiff wieder zurück und exakt um 11:27 Uhr waren wir wieder an der Rialtobrücke…..Ticketpunktlandung!

Den letzten Tag hatten wir uns für Dorsoduro, Santa Croce und San Polo gelassen, wir hatten rund drei Stunden, bevor wir noch etwas essen gingen und im Anschluß zum Flughafen fuhren.

Also ging es bekannte und weniger bekannte Gassen durch die drei Stadtteile, immer im Versuch der Rollkofferfraktion auszuweichen.

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Wir landeten in der Kunstausstellung Hansel und Gretel, in erster Linie weil die Ausstellung umsonst war und die Räumlichkeiten Abkühlung versprachen. Die überdimensionalen Cupcakes und die Gipsmasken fand ich aber auch recht anregend.

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Weiter ging es Richtung Piazzale Roma uns tatsächlich, wir entdeckten noch das Eine oder Andere, insbesondere Santa Croce kam bei mir, bei allen vier Besuchen immer zu kurz..

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Mit einem kurzen Schlenker übers Ghetto liefen wir nach San Marcuolo und nahmen gegen 14:00 Uhr unsere Taschen entgegen.

Die letzte Pizza und Pasta gab es auf dem Weg zw. Casino und Ferrovia und gegen 15:30 Uhr nahmen wir den Bus zum Flughafen. Leider hatte so ziemlich jede Maschine in Marco Polo Verspätung und statt um 18:35 hoben wir erst gegen 20:30 Uhr ab.

Gegen 21:45 Uhr hatte uns Berlin wieder ,ich feierte an dem Abend noch ein wenig meinen Geburtstag nach und trat die Woche mit viel zu wenig Schlaf an.

Mein Fazit zu mal wieder Venedig im Hochsommer…..viel zu kurz, ganz toll, wir kommen wieder!

Italien 2019, Venedig IV: MarCo Polo, Giudecca &Cannaregio

Der letzte volle Tag begann mit einer kleinen Überraschung, nur 29 Grad brannten vom Himmel. Wir liefen bis Rialto, kauften unterwegs überdimensioniertes Baisir mit Pistaziengeschmack und mussten auf den Süßschock erstmal was heißes Schwarzes hinterherkippen.

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Mit dem Vaporetto ging es nach Sa Toma und dort an einen lauschigen Kanal, Bellini zum Frühstück geht immer.

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Gestärkt und angedüdelt bahnten wir uns unseren Weg Richtung Zattere um dort die letzte, die wirklich allerletzte Gondelwerkstatt Squero di San Trovaso zu bewundern. Eine Gondel hat den Preis einer schönen Eigentumswohnung und ungefähr 3-4 pro Jahr werden noch gefertigt.

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Von Zattere aus nahmen wir uns ein Boot Richtung Giudecca und waren binnen fünf Minuten in einem anderen Venedig. Hier wird noch gelebt und gearbeitet. Die Preise sind anders und aufeinmal sah man auch echte Apartmentkomplexe. Ich war das letzte Mal 2001 auf Giudecca gewesen und hatte kaum noch Erinnerungen.

Wir kehrten erstmal zu Pasta al Arrabiata ein, ich habe nie bessere gegessen.

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Mit diesem grandiosen Blick, direkt am Wasser hätten wir auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals das Doppelte gezahlt.

Blick auf Zattere
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Nach unserer Stärkung eroberten wir Giudecca sahen die ersten Kreuzfahrtschiffe, die sich ihrem Weg zum Fährterminal bahnten. Auch moderne Architektur und Wohnhäuser mit Apartments aus den 60er Jahren waren auf einmal da.

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Wir liefen uns auf Giudecca die Füsse wund um an die Spitze der Insel zu kommen, doch Fehlanzeige….wieder versperrten uns militärische Anlagen den Weg.

Wir nahmen die erstbester Fähre, die 4.2 die nach Fondamente Nova fuhr….außen erum! Bedeutet für uns, dass wir über den Hochseehafen, Piazzale Roma, Ferrovia fahren würden. Sightseeing mal anders……

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im Hochseehafen zählten wir acht Kreuzfahrtschiffe….wirklich acht Stück!!! Über Costa, MSC, Aida und ziemlich exklusive Linien war Alles dabei….wie gut, dass wir auf Giudecca waren.

Wir stiegen Ferrovia aus und schlenderten durch Canmaregio, kein Besuch in Venedig, ohne Ghetto auch wenn wir uns wieder die Tour geschenkt haben. Ich habemir 2001 die Synagogen angesehen und da eh Sabbat war herrschte in den Läden Totentanz,auf den Straßen ging es aber sehr ausgelassen zu. Das Viertel blüht auf, viele orthodoxe Familie scheinen ein neues Zuhause gefunden haben.

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Vom Ghettoplatz bis zu unserem Hotel waren es nur drei Minuten und wir freuten uns auf unser kühles Zimmer.

beengte Wohnverhältnisse im jüdischen Ghetto
eine kleine Synagoge
das Viertel lebt

Wir verbrachten den Spätnachmittag auf unserem Zimmer und liefen am Abend Richtung Piazzale Roma und aßen am Campo San Geromia Salat und Pizza. Wir waren lustlos an unserem letzten Abend und verschwanden früh in unser Zimmerchen.

Italien 2019: Venedig III, Lido & San Marco

Das Wetter blieb anhaltend ungewöhnlich heiß und bereits in der Vorbereitung unserer Reise hatten wir einen Tag auf dem mondänen Lido eingeplant. Wir stiegen San Marcuolo auf die Fähre und fuhren Richtung Strand. Leider mussten wir einmal die Fähre wechseln, da unsere Linie theoretisch bis Lido fuhr und praktisch aber San Marco rausschmiss…..schade um unsere Plätze im vorderen Teil des Schiffes.

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Vom Lido selbst gibts nur zwei Strandbilder, das Wasser war planschewarm und binnen zwei Stunden waren wir trotz Schutzfaktor 30 ziemlich verbrutzelt, so dass wir uns nach Aperol Sprizz und Schatten sehnten.

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So fuhren wir zurück nach Venezia und genossen die rund 35 Minuten auf dem Wasser, bis wir in San Marcuolo aussteigen durften. Ich fiel beim Kapitän der Fähre in Ungnade, da man auf gar keinen Fall vorne stehen darf, auch nicht um seine Klamotten zu richten oder sich mal in der engen Bank zu strecken…..als Wiederholungstäter riskiert man vom Boot geschmissen zu werden. Da kannte El Capitano keinen Spass und nicht mal an einer Station durfte man sich gerade machen….kleiner Sadist der gute Mann. Warscheinlich freut sich der Typ den lieben langen Tag auf seine Schicht um seinen Alltagsfrust an den Touris auszulassen.

San Marco
Accademia
Santa Maria della Salute
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Rialto
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In Cannaregio gabs ne Pizza aus der Hand,eine Dusche und ein weiches Bettchen für den Nachmittagsschlum, bevor wir wieder bewaffnet mit dem neuen Stativ durch das jüdische Venedig schlenderten.

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Ich mag diesen Teil von Venedig so gerne, fern ab der großen Paläste und Kirchen.

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Wir kehrten in eine waschechte Kneipe ein und versüßten uns den frühen Abend mit Chiccetti, kleinen Happis, die viel zu teuer sind und nur Lust auf mehr machen…..

Im Anschluss musste etwas Vernünftiges her und somit kehrten wir wieder in unser Restaurant vom Vortag ein, Spaghetti und Pizza mit Vorspeise…..keine 40€, was will man mehr?!

Wir wollten nochmals Nachtbilder uns so schlichen wir zunächst durch unsere Nachbarschaft um anschließend über Castello nach San Marco zu laufen.

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Santo Giovanni e Paolo

Mit Santo Giovanni e Paolo aus dem 14 Jh lernten wir das größte gotische Sakralgebäude Venedigs kennen und ich freute mich, doch noch so viel Neues entdecken zu können. Der Abend war bezaubernd und wir marschierten was das Zeug hielt. Bislang waren wir jeden Tag über 20 km zu Fuss unterwegs gewesen und auch am dritten Tag in der Stadt kamen wir auf unsere Schritte.

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Am Markusplatz lief ein Rockkonzert dem wir ohne Eintritt zu zahlen super lauschen konnten, vor dem Dom seierte eine Chinesin ihren teilnahmslosen Gatten zu, der im Geiste die Scheidung einreichte….ein ganz normaler Freitag in der Lagune.

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Mit ein paar Impressionen vom Platz, Dogenpalast und Drumherum machten wir uns auf den Weg in die Heia.

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