Archiv der Kategorie: Europa

Mit dem Familienzuwachs ( Emily, die kleine Westiedame) wird Europa immer wichtiger und interessanter

Polen 2017: Bad Flinsberg/ Świeradów-Zdrój in Niederschlesien

Meine Oma väterlicherseits kam aus Schlesien und ich kann mich noch gut an Butterkuchen vom Blech, schlesisches Himmelreich (Hefeklöße mit Backobst) und überhaupt an Klöße in allen Varianten erinnern. Ansonsten habe ich meine Großmutter nie über Schlesien und ihre Kindheit ausgefragt, ich glaube das betrifft uns Alle, wir haben nie wirklich nachgefragt! Meine Oma ist bereits vor dem zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat, nach Berlin, verzogen. Mein Papa wurde bereits in Berlin geboren und so ist mir Schlesien immer ain abstrakter Begriff  gewesen.  Das Gleiche gilt übrigens auch für Ostpreusen und Pommern. Die ehemaligen deutschen Gebiete im Osten haben mich wenig interessiert und ehrlich  gesagt, mir war auch nach der  Buchung unseres Hotels nicht bewusst, das Bad Flinsberg mal deutsch war.  Erst mit Stöbern im Netz kam mir rund eine Woche vor Abfahrt in den Sinn, dass meine Oma aus dieser Ecke stammt….naja, ehrlicherweise muss gesagt werden, bis in den wohlklingenden Ort namens Kotzenau sind es noch gut siebzig Kilometer. Nähe ist eben relativ…..dennoch war  meine Gier nach Geschichte geweckt und ich las mich ein wenig in Schlesien und seine Geschichte ein.

Unsere Fahrt nach Świeradów Zródj war abenteuerlich,  das Navi schickte uns über brandenburgische und sächsische Landstraßen, wir landeten siebzig Kilometer vor Görlitz auf eine Umfahrung von Rietschen und verloren dadurch eine Stunde. Für      km benötigten wir knapp fünf Stunden, in Polen waren die Straßen ohne Seitenstreifen, sie sahen noch so aus wie …! Auch Häuser mit Einschusslöcher aus dem zweiten Weltkrieg sind im Dreiländereck noch zu sehen, die Gegend hat nicht viel von den Geldern der europäischen Union gesehen. Die Sudeten sind in Niederschlesien sehr rauh und wild, echte Urwälder kann man hier bewundern. Uns blieb während der Fahrt durch die Wälder mehrfach der Mund offen stehen, wir konnten kaum glauben, was wir hier sahen. Umso erstaunter waren wir dann auch, als wir in den puppigen Ort einfuhren, der für die nächsten vier Tage unser Zuhause, unsere Basis sein sollte.

Bad Flinsberg ist seit Jahrhunderten ein Kurbad, bereits ….kamen …..Touristen pro Jahr, auf …..Einwohner. Die Deutschen hinterließen eine perfekte Theaterkulisse mit Kurhaus,  Trinkhalle und Radionquellen. Die bildhübschen Häuser wurden zum großen Teil restauriert, eine gute touristische Infrastruktur, inklusive dem Kurschatten mit Rollator, ist vorhanden.

Wir bezogen unser recht niedliches Hotel, an der Rezeption war die Dame fast enttäuscht, dass sich hinter Mathias‘ Familienname keine polnische Familie versteckte. Das Hotel lebt nämlich von deutschen Kurtouristen und sie hatten sich schon gefreut, dass auch mal polnische Touris zu Ihnen gefunden haben-Pech gehabt😜!

An unserem, ersten Nachmittag bummelten wir durch den beeindruckenden Kurpark, der ebenfalls eher wild und naturbelassen ist , statt überkandiedelt mit vielen Blumenrabatten.  Die  Suche nach echtem polnischen Fresschen war nicht so ganz einfach, viele Hotels bieten eben HP oder VP an und uns knurrte der Magen. 

Unser Fang am ersten Abend hatte es in sich-es gab Schweinebraten mit Sauerkraut und SECHS Klößen. Leider musste ich drei davon liegen lassen….

Unseren nächsten Tag starteten wir mit einem guten Frühstück im Hotel, wir bewunderten die goldenen Säulen im Restaurant. Am Abend zuvor war ich Zeugin der zu Akkordeon schwoofenden Endziebziger geworden, Bad Flinsberg das Oldieparadies😉!

Unser erstes Ziel am Vormittag war die berühmte Trinkhalle im Kurhaus.

Wir ließen uns das radionhaltige Wasser ebenfalls „schmecken“, gesund soll es sein!

Unbedingt erwähnenswert sind die Trinktassen, unglaublich es gibt Liebhaber für die Teile  . Wenigstens sind die grässlichen Dinger nicht teuer….was übrigens auf den gesamten Ort zutrifft. Ähnlich wie im restlichen Polen liegen Hauptmahlzeiten in Restaurants  bei rd. sechs Euro, ein großes  Bier schlägt mit nem Eurofuffzig zu Buche.

Wir setzten den Spaziergang durch Bad Flinsberg fort, erkundeten die nicht vorhandenen Sehenswürdigkeiten des Ortes. Die Kirche St. Lukas eindeutig katholisch mit Papst Johannes Paul am Altar hat uns insofern beeindruckt, weil der Altbau aus 18Zopf mit einen Neubau aufgepeppt wurde.

Anbei ein paar Bad Flinsberg Impressionen:

Unser nächstes Ziel war das Restaurant Izerska       Chata, die berühmt für ihre Forellen und der einmaligen Lage am Idiotenhügel des Isergebirges sind. Die Schlepplifte lagen natürlich in tiefem Sommerschlummer, die Forelle war sowohl gegrillt als auch geräuchert erstklassig.

Emily wurde im Anschluß über die Wiese gejagt, wir liefen bergauf und  trafen den großen Mythos der Sudeten, dem Isergebirge und des Riesengebirges ….Meister Rübezahl! Emchen blieb unbeeindruckt, uns verleitete der Hype in der Region zu einem Blick ins www.

Rübezahl ist ein Sagenwesen, der  sowohl in der deutschen, polnischen und tschechischen Sagenwelt sein Unwesen treibt. Bereits 1561 fand der “ Rübenzähler“ das erste Mal Erwähnung, in Bad Flinsberg liegt sogar sein “ Grab“ ….mehr dazu später. Wir allerdings machten keinerlei negative Erfahrungen mit dem Riesen und planten die kommenden Tage. 

Am frühen Abend zog es uns nochmals durch den Kurort, Emily hasste uns dafür. Sie schlich nur noch hinterher, die Kleene war müde vom vielen Laufen.  Da wir keine Lust auf Kohl, Braten und Klöße hatten gingen wir zu dem polnischen Griechen mit günstigem Gyros und Souflaki.  Unser Hund nahm sich dann ein TT (Tragetaxi😜) und kam ziemlich komfortabel zurück ins Hotel.


Gott sei Dank, das Wetter hielt auch am 25.6.17….während es in Berlin regnete. An unserem zweiten Tag fuhren wir in Richtung Hirschberg, jetzt Jelenia Gora.

Zuerst suchten wir das Grab des „Riesen“ auf  und lachten uns schlapp, als wir DIE Sehenswürdigkeit von Świeradów-Zdrój bewunderten.

Für einen besseren Größenvergleich, hier noch ein Exemplar mit „dem Emchen druff“…keine letzte Ruhestätte für einen Riesen, würde man meinen.   

Wir fuhren weiter in Richtung Hirschberg, unser Ziel war die Stabskirche von Vang ( Norwegen) im heutigen Karpaćz, ehemals Krummhügel. Die norwegische Stabskirche wurde im 12 Jahrhundert, komplett ohne Nägel und zu 100% aus Holz erbaut. Nachdem die Kirche zu klein wurde, entschloss sich Vang für einen Neubau und der preußische König Friedrich Wilhelm IV. kaufte die Kirche, im Ursprung war sie für die Pfaueninsel bestimmt.Wie wir Berliner nur zu gut wissen, dort wurde der Holzbau nie aufgebaut, sondern ging an die Krummhübeler Gemeinde. Der Glockenturm gehört nicht zum Originalgebäude, der Holzglockenturm ist zerstört.

Innen kann man Schiffsplanken und Schnitzereien von Wikingerschiffen bewundern, die Kirche ist auch heute noch evangelisch und es finden zunehmend mehr Gottesdienste, zumeist für deutsche Touristen, statt. Der kleine Friedhof ist ein stummes Zeugnis der schlesischen Geschichte bis 1945.

Das Bigosch zum Mittag lag uns lange im Magen, das Essen ist zwar lecker aber auch sehr schwer und wäre für mich nichts auf Dauer! 

Auf dem Weg nach Karpaćz war uns eine Ruine aufgefallen, die wir auf unserem Heimweg unbedingt näher erkunden wollten. Zunächst fiel uns im Ort Miltków, ehemals Arnsdorf,  ein exzentrisches Einfamilienhaus ins Auge-upside down….wems gefällt!

Die evangelische Kirche wurde 1945 zerstört, lediglich der Friedhof wird weiterhin von der katholischem Gemeinde genutzt. Wenn man durch das Gelände stöbert, findet man einige alte, deutsche Grabsteine und ein paar polnische Piwoliebhaber die auf den Steinen herumgammelten und dem Sonntagsfrühshoppen fröhnten.

Leider wurde es am Nachmittag kühler und regnerischer, das brandenburgische Regenwetter hatte uns eingeholt. Am Abend gabs Ente und Wildschwein und wieder gings mit schwerem Magen und Sodbrennen in die Heia.

Unser letzter Tag war regnerisch und kühler. Wir blieben in Bad Flinsberg und feierten unseren Hochzeitstag, den dritten. Morgens wurde ausgiebig gefrühstückt und im Anschluß erstanden wir für 0,05€ ( wirklich wahr) das heilige Wasser des Ortes. Die Sonne kam durch und wir konnten sogar ein wenig draußen sitzen und ohne Jacke das warme Wetter genießen.

Am zentralen Zierbrunnen gab es ein Kleeblattfeld und was lag da näher, als an unserem Hochzeitstag dem Glück auf die Sprünge zu helfen? Ich fand allerdings keins……Mathias dafür Zwei. Doppeltes vierblättriges Glück, was will man mehr?

Da uns die Forellen am Samstag so gut geschmeckt hatten, beschlossen wir zu Mittag nochmals geräucherten und gegrillten Fisch im Izerska Chata zu genießen.  Zu einem gemütlichen Tag gehört auch ein ausgiebiger Mittagschlaf und abends ließen wir unseren gemeinsamen Ehrentag mit echt polnischer Küche, Piwo und Berblick ausklingen.

Nach unserem Hochzeitstag schließt sich mein Geburtstag an und somit wurde ich von meinen zwei Herzblätter am Abreisetag relativ frûh, mit einem Geburtstagstisch geweckt.

Allerdings war meine liebe Familie  mehr müde als in großer Erwartung.

Leider war mein Tischchen nicht von Dauer, nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns, über holprige Dorfstraßen,  auf den Weg zurück nach Deutschland.

Damit Ihr auch ein wenig von der niederschlesischen Idylle in den Sudeten genießen könnt, zeige ich Euch noch ein paar Impressionen vom Wegesrand.  Mein Fazit: Wer schnell ein idyllisches Plätzchen sucht, welches vom Tourismus noch nicht überlaufen ist, wird in Bad Flinsberg fündig werden. Die Preise sind als sehr günstig zu bezeichnen, Unterkünfte gibt es in allen Kategorien. Sowohl im Sommer als auch zum Skilaufen ist das Riesengebirge geeignet, Wanderer und Outdoorfreaks kommen ebenfalls  auf ihre Kosten. Uns hat  die zum Teil seit Jahrzehnten unberührte Natur gefallen und wenn man wie wir auch gerne mal in der Geschichte stöbert, hat man sein Traumziel in der Mitte von Europa gefunden. Wir werden bestimmt nochmal nach Schlesien fahren….

 

 

 

 

 

 

 

Color Magic 2008/2009: Ein norwegisches Wintermärchen und ein verregnetes Sommerwochenende

Wer mich kennt, weiß dass ich nicht der Kreuzfahrttyp bin, mir schwerlich vorstellen kann, dass es lustig ist, in so einem Riesenpott mit 3000 anderen Wasserratten unterwegs zu sein. Kurz und gut, ich bin eine Landratte und nebenbei gesagt, auch kein Herdentier.

Umso erstaunlicher war es für mein Umfeld, dass ich zusammen mit meinem Stiefvater, nun ausgerechnet eine Mini Kreuzfahrt als Geburtstagsüberraschung für meine Mama zum 60. Ehrentag auserkoren hatte.

Die Tour startete am 17.11.2008, meine Mama wurde erst einen Tag vor Reiseantritt über die nächsten Tage informiert und freute sich riesig.
Voller Erwartung ging es in den frühen Morgenstunden von Berlin nach Kiel, der rote Blitz fand genau am Norwegen Kai einen Parkplatz und wir bestaunten die größte Fähre der Welt, die sich 13 Stockwerke hoch vor uns aufbäumte.
Da war auch ich, die selbsternannte Landratte mal baff und ziehe meinen Hut vor den Ingenieursleistungen. Wir warteten im Terminal aufs „boarding“ und wenig später stand auch ich das erste Mal auf einem Kreuzfahrtschiff oder so was Ähnlichem.

Wir suchten uns zunächst die beiden Kabinen und waren über den Standard sehr angetan. Meine Eltern hatten eine kleine Doppelkabine mit Blick in die Promenade, ich eine Zweibettkabine und eine kleine Couch. Ebenfalls konnte ich „fensterln“ mit Promenadenblick.  

Als nächstes erkundeten wir das Schiff und waren ziemlich begeistert….neben mehreren Restaurants (u.A. Sushi, Tapas, Fastfood) gibt es das sogenannte Observationsdeck mit 360 Grad Blick und sündhaft teuren Cocktails. Natürlich wurde auch an eine Wasserlandschaft gedacht, Zocker kommen im Kasino auf ihre Kosten und abends lockt die Theater/ Cabaret Show.

Das Wetter gab an diesen drei Tagen alles, die Fahrt aus der Kieler Förde hinaus, mit Blick auf La Boe bleibt unvergessen. Wir genossen das Aussichtsdeck und die frühwinterliche Sonne.

Später genossen wir den überteuerten Supermarkt, aber hej….Fazermint muss schon sein, wenn es nach Scandinavien geht….UND ein norwegisches Bier im Pub. Über den Preis wollen wir mal nicht reden, ich glaube es waren 8€ für 0,3l  🙂 !!!!

Das Abendessen findet in zwei Schichten statt, wir waren am ersten Tag in der ersten Runde und durften demzufolge bereits ab 18:00 Uhr das sogenannte Julboard (Weihnachtsessen) erstürmen. Ich habe bereits viel in meinem Leben gesehen, doch dieses Buffet hat mich damals überfordert. Mindestens 20-30 m. Büffet, ich glaube ich habe alleine 20 verschiedene Nachtische und Kuchen gezählt.

Auf dem ersten Blick war klar, wo die Norweger, wo die Deutschen sitzen….die Norweger hatten Berge an Fleisch auf ihren Tellern, während die Deutschen den Kaviar aus Salatschüsseln futterten- wirklich wahr!
Auch wir stürmten das Fischbuffet und genossen Meeresfrüchte satt.

Am Abend genossen wir meine Kabine, unsere mitgebrachten Leckereien und natürlich Fazermint und Sekt sorgten für eine gute Stimmung.

Wir gingen am späteren Abend nochmal an Deck, wo wir die klare Nachtluft genossen.

Leider war die Nacht nicht so erholsam wie gedacht, das Schiff lag schwer in den Wellen im Skagerak.

Am nächsten Morgen wurde zunächst unser Geburtstagskind geehrt und befeiert. Mit großem Hunger warfen wir uns wieder auf das Frühstücksbuffet, was wiederum sensationell gut war.

Mein persönliches Highlight der Tour schloss sich danach an- die Durchfahrt des Oslo Fjords, genannt  „Norwegen, ein Wintermärchen“. Mein Gott was das hübsch und beeindruckend. Die bunten Häuschen, die Inselchen, gekrönt mit einer schönen Einfahrt in dem Hafen von Oslo. 

 

Wir fuhren mit dem Taxi Richtung Innenstadt und mussten leider feststellen, dass 20€ in Norwegen nicht wirklich viel ist. Wir liefen zum Rathaus und zur Oper und bestaunten den Königspalast, der ebenfalls in der Innenstadt liegt.

Im Anschluss bummelten wir zum Fähranleger zurück und stöberten uns durch mehrere Geschäfte. Bei 80€ für einen Adventskranz stockte mir der Atem, Zeit wieder abzuhauen!

Unser Versuch, einen freien, unverbautem Blick auf unseren Luxusdampfer zu erlangen, gelang uns nach einigen Versuchen- das Wetter zeigte sich immer noch von seiner besten Seite.

Bis zur Abfahrt verbachten wir ein wenig Zeit im Fast Food Lokal auf dem „Dampfer“ und genossen einen waschechten scandinavischen Hot Dog.

Nachdem die Color Magic wieder in See gestochen war, gingen meine Mum und ich in den Whirlpool….lustig ging es zu im Skagerak, wir wurden hin und her geschaukelt.

Am Abend wiederholten wir das grandiose Julbord und im Anschluss verwöhnte das Theater unser Geburtstagskind.

Am nächsten Morgen legte die Color Magic im strömenden Regen von Kiel wieder an und ließ uns mit einem Haufen neuer Eindrücke zurück.
Schön ists gewesen, eine ganz andere Art von Urlaub, mittlweile kann ich mir gewisse Ziele ( z.b Karibik) doch auf einem Kreuzfahrtschiff vorstellen.

Die beschriebene Tour habe ich ein Jahr später nochmal wiederholt. Leider war unser Wetter im August weitaus schlechter als ein Jahr zuvor. Dennoch auch hier ein paar Bildchen von dieser Tour:  

Barcelona 2003

Und hier kommt mal ein Bericht mit zu 100% analogen, eingescannten Fotos.

Ich war zweimal in Barcelona, 1x 1988 und dann nochmal in 2002. Es war der Beginn der Biligflieger und aus dem weltbekannten Dorf Berlin kam man zu diesem Zeitpunkt noch nicht direkt nach Barcelona, sondern musste den Umweg über Köln und dann nach Reus nehmen.  Das Ganze dauerte dann auch einen ganzen Tag, war aber billiger als eine Linienmaschine der Fluchthansa.

Wir wohnten in Barceloneta, hatten Ende Oktober grandioses Wetter und im Rückblick war dies eine der schönsten Reisen und dem Motto “ Metropole im Herbst“ .

Leider hatte ich mir einen Fliegerrotz gefangen und dopte mich die ganze drei Tage mit Carajillo, Espresso  mit Brandy. Nicht die schlechteste Art um durch den Tag zu kommen und am Ende kannte ich alle Varianten ( Cognac, Whiskey usw.)  Am Besten schmeckte das Zeug auf der Placa del Rei natürlich mit entsprechenden Preisen.

Wir erschlenderten das Barri Gotic ( gotisches Viertel) und bewunderten die Sagrada Familia Damals wie heute unvollendet aber so grandios schön.

Wikpedia: Die Sagrada Família (vollständige katalanische Bezeichnung: Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família katal. [səˈɣɾaðə fəˈmiɫiə]; deutsch Sühnekirche der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im Stil des Modernisme entworfenen Kirche ist bis heute unvollendet. Er wurde 1882 begonnen und soll nach aktueller Planung 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt sein.

 

Barri Gotic

Unser Wochenende stand natürlich auch unter dem Motto Antonio Gaudi.

Leider blieb uns dei Casa Batllo´ verwehrt, da die Eintrittskarten für alle drei Tage nicht zu haben waren. Dennoch bewunderten wir das Kunstwerk wenigstens von außen.

Wikipedia: Die Casa Batlló gilt als eines der baulichen Glanzstücke Barcelonas und befindet sich am Passeig de Gràcia 43, zirka 500 Meter oberhalb der Plaça de Catalunya.Das im Jahr 1877 errichtete Gebäude wurde von Antoni Gaudí für den Textilindustriellen Josep Batlló i Casanovas in den Jahren 1904 bis 1906 im Stile des Modernisme von Grund auf umgebaut.

Wir entschlossen uns für einen Besuch der Casa Mila, welche ebenfalls mehr als beeindruckend war. Insbesondere das Dach hatte es uns angetan.

Wikipedia: Das Haus Milà, so die deutsche Übersetzung von Casa Milà, wurde von dem Architekten Antoni Gaudí von 1906 bis 1910 für die Milà-Familie in Barcelona errichtet. Es befindet sich im Passeig de Gràcia No. 92 (Kreuzung mit der Carrer de Provença).

Berühmt ist die Prachtstraße Ramblas und der dazugehörige Markt. Am Meer steht Christopg Columbus und wacht über Barcelona.

Die Ramblas von oben

Blick auf die Stadt, im Hintergrund die Sagrada Familia In der berühmten Markthalle

Unser letzes Highlight an diesem Wochenende war der Park Güell

Wikipedia: Der Park Güell [ɡʊ̯eʎ] (Katalanisch Parc Güell, Spanisch Parque Güell) in Barcelona wurde von Antoni Gaudí in den Jahren 1900 bis 1914 erschaffen und hat eine Größe von 17,18 ha.

Der Park war atemberaubend und wir genossen den Abschluß unserer Tour aus vollen Zügen.

Nachdem ich die wenigen Wörter zu Barcelona 2003 geschrieben habe, setzte sich ein Entschluß in mir fest….es ist mal wieder Zeit! Ohne Rotz, mit direktem Flug und zu einer schönen Jahreszeit…vier Tage oder so ???

 

Niederlande: Amsterdam

In Amsterdam war ich gefühlt mindestens 20x. Beim ersten Besuch 1998 war meine analoge Spiegelreflex dabei, in den Jahren 1999-2004 pendelte ich hormongesteuert mehrmals im Monat zwischen Berlin und Zaandam und war mit unterschiedlichen Fotoknipsen in Amsterdam unterwegs.

Die hier im Bericht gezeigten Fotos stammen aus 2014 und 2017. 2014 verbrachte ich ein verlängertes Wochenende in dieser wunderschönen Stadt, 2017 leider nur einen Tag auf meinem Rückweg von Nicaragua.

Wer in Shiphol landet, kann mit einem der vielen Züge direkt vom Ankunftsterminal in wenigen Minuten nach Amsterdam Zentraal fahren.  Der Bahnhof ist nahe der Innenstadt, ab dieser Minute ist quasi der gemeine Touri auf seine Füsse angewiesen, sofern nicht eine der S-Bahnen genommen wird. Ich bin immer gelaufen, gelaufen. gelaufen und habe somit die Stadt von ihren schönsten Seiten kennengelernt.

Amsterdam Zentraal im März 2017

Wikipedia schreibt zu Amsterdam: Die Hafenstadt Amsterdam (niederländisch Audio-Datei / Hörbeispiel Amsterdam?/i) ist die Hauptstadt und einwohnerstärkste Stadt des Königreichs der Niederlande. Die Gemeinde Amsterdam hat 838.338 Einwohner (Stand: 1. April 2016)[2] und als Agglomeration Groot-Amsterdam etwa 1,3 Millionen (August 2012).[3] Im Großraum Amsterdam, der den nördlichen Teil des niederländischen Verdichtungsraumes Randstad ausmacht, leben etwa 2,4 Millionen Menschen (2012).[4] Auch wenn sich der Regierungssitz des Landes sowie die Königsresidenz im 60 Kilometer entfernten Den Haag befinden, ist Amsterdam seit 1983 gemäß niederländischer Verfassung die Hauptstadt der Niederlande.[5] Amsterdam liegt in der niederländischen Provinz Nordholland, wo Amstel und IJ direkt hintereinander in das IJsselmeer münden. Der Hafen der Stadt ist durch den Nordseekanal mit der Nordsee verbunden. Amsterdam ist für die vielen Grachten weltberühmt.

Die Stadt ist übrigens sehr, sehr voll geworden. Die Billigflieger Ryanair und Easyjet haben es möglich gemacht. Im März 2017 hatten wir in der Innenstadt das Gefühl, förmlich erdrückt zu werden, so viele Touristen aber auch Niederländer gingen an einem Samstag ihrem Shoppingwahn nach.

Der Blumenmarkt an der Singelgracht ist mittlerweile zu einem reinen Touristenmarkt verkommen, für den einen oder anderen Hanfanhänger gibt es  allerdings die Möglichkeit sein Starterkit zu sichern :-). Außerdem sind die Unmengen an Blumenzwiebeln aller Art beeindruckend genug.

Der Grachtengürtel ist eins meiner Highlights in der Stadt, ich habe diverse Grachtenfahrten durch die Stadt erlebt. Meine schönste Kanalfahrt habe ich jedenfalls 2014 in einem kleinen, offenen Boot gemacht, wir kamen damals in kleine Kanäle und sahen nicht nur die berühmten Grachten wie die Heeren- oder Prinsengracht sondern bekamen auch die verschwiegenen Ecken von der Stadt zu Gesicht. 

Grachtenimpressionen fotografiert von Brücken und Straßen: 

De Waag- die alte Börse

Einer meiner schönsten Ecken wird immer der Begijnhof von Amsterdam sein.

Wikipedia: Ein Beginenhof (ndl: begijnhof, fr.: béguinage) ist die typische Wohnanlage der Beginen, die vor allem im belgischen Flandern und in den Niederlanden vorkommt. 

Begijnhof 2014/ 2017

Abendstimmung 2014/2017

Amsterdam hat ein lebendiges Rotlichtviertel mit hervorragenden asiatischen Restaurants und Coffeshops. Das älteste Etablissements der schönen Träume ist der Bulldog

Wikipedia:  Die Oude Kerk (deutsch „Alte Kirche“) ist das älteste erhaltene Bauwerk in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Sie befindet sich im Amsterdamer Rotlichtviertel (De Wallen). Neben Gottesdiensten finden auch viele Ausstellungen und Konzerte in der Kirche statt.

Wikipedia: Die Magere Brug („Magere Brücke“) ist eine der wenigen noch erhaltenen hölzernen Holländerbrücken. Sie geht über den Fluss Amstel im Zentrum von Amsterdam. Sie verbindet die Ufer der Amstel auf Höhe der Kerkstraat (Kirchenstraße), zwischen der Keizersgracht („Kaisergracht“) und der Prinsengracht („Prinzengracht“). Die Magere Brug ist eine Ziehbrücke, die mittels eines Kettenzugs in der Mitte auseinandergeklappt werden kann. Sie besteht aus weiß gestrichenem Holz, wurde 1671 gebaut und 1871 erneuert.

Leider habe ich es zum wiederholtem Male nicht geschafft, mit das Rembrandtsmuseum und das Anne Frank Haus anzusehen…..es ist einfach IMMER viel zu voll.

Rembrandtsplein und Leidseplein sind schöne Plätze fürs abendliche Amusement, am Dam steht der Königspalast…..mitten in der Innenstadt.

Wikipedia: Die Westerkerk gehört zur Protestantischen Kirche in Amsterdam und liegt zwischen Prinsengracht und Keizersgracht, am Rand des Jordaan, des bekannten Wohngebietes in der Innenstadt von Amsterdam. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Anne-Frank-Haus und das Homomonument. Das Gebäude steht als Rijksmonument unter Denkmalschutz.  Ich habe 2014 in der Nähe des Vondepark gewohnt, das Zimmer kam aber auch damals schon 130€ pro Nacht, Amsterdam ist keine Schnäppchenstadt.

Mein Fazit zu Amsterdam: Abgesehen von den hohen Preisen eine wunderschöne Stadt, die immer wieder für ein paar Tage funktioniert. Multikulti, super Essen und interessante Architekt und Kunst. Irgendwann schaffe ich es ins Reichsmuseum und bewundere Rembrandts Nachtwache.

Als Letztes, eine kleine kulinarische Spezialität:

Griechenland 2010: Kykladen und Athen

Islandhopping auf den Kykladen, mal kein so langer Flug mit Wettergarantie… September 2010 war es soweit.

Wir flogen mit Easyjet von Berlin nach Athen und überbrückten eine Nacht in einem ganz niedlichen Hotel in Piräus. Bereits 2009 war die Finanzkrise in Griechenland deutlich zu spüren, erschreckende Zustände waren schon damals in der Hafengegend sichtbar.

Genauso sichtbar war aber auch die Geldverschwendung, mehr dazu im Kapitel Athen.

Wir suchten uns mühselig ein Restaurant am ersten Abend, auch das Auslösen der Tickets war schwieriger als im Vorfeld gedacht, wir mussten zunächst das Reisebüro ausfindig machen, welche uns die Tickets übers  www verkauft hatte, direkt an den Fähranlegern wären wir leer ausgegangen.

Syros

Wikipedia: Syros (griechisch Σύρος (f. sg.), auch Syra oder Siros) ist eine griechische Insel der Kykladen, fast mitten im Archipel gelegen, 84 km² groß und mit dem Pirgos bis zu 442 m hoch. Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde die Insel von Phöniziern besetzt, die ihr auch den Namen Syros gaben, was in etwa ‚felsig‘ bedeutet. Hauptort ist seit 1833 die Stadt Ermoupoli (Ερμούπολη), die auch Verwaltungssitz der Präfektur der Kykladen ist. Die seit 1997 drei Gemeinden der Insel, Ermoupoli, Posidonia und Ano Syros (‚Ober-Syros‘), wurden zum 1. Januar 2011 zur Gemeinde Syros-Ermoupoli zusammengeschlossen, die neben Syros auch die unbewohnte Insel Gyaros umfasst.

 Am nächsten Morgen ging es bereits gegen 5:00 Uhr zur Fähre und pünktlich legte der rostige Koloss gen Kykladen ab. Wir hatten uns für Syros als erstes Ziel entschieden, die Hauptinsel der Kykladen mit kompletter Verwaltung und klassizistischen Bauten.

Wir wurden mit einer grandiosen Hafeneinfahrt belohnt und genossen drei relativ untouristische Tage, es war schön zu sehen, dass noch nicht alle Inseln total versaut sind.

Wir fuhren mit dem Inselbus zu einem sehr hübschen Strand und durchstreiften die Chora (Ano Syros) von Syros Stadt (Ermoupolis) .

Mykonos

Wikipedia: Mykonos (griechisch Μύκονος [ˈmikɔnɔs] (f. sg.)) ist eine Insel der Kykladen im Ägäischen Meer. Zusammen mit Delos, der unbewohnten Insel Rinia und einigen kleinen Eilanden bildet sie eine Gemeinde und zugleich den Regionalbezirk Mykonos (griechisch Περιφερειακή Ενότητα Μυκόνου), der zwei Abgeordnete in den Regionalrat der Region Südliche Ägäis entsendet. Die Insel hat eine Fläche von 86,125 km²[2] und 10.134 Einwohner.[1] Die Hauptstadt der Insel – die Chora – heißt ebenfalls Mykonos. Die Insel zählt zu den populärsten griechischen Inseln mit Massentourismus.

 Die Insel steht im krassen Gegensatz zu Syros. Mit der Fähre ging es in wenigen Stunden auf die hippe Szeneinsel. Wir wohnten in Agios Stefanos, ca. 4 km von Mykonos Stadt entfernt und für diese Entfernung war ich die gesamten Tage immer sehr, sehr dankbar. Die Insel war trotz Finanzkrise absolut überteuert, das Essen sauschlecht und die Kreuzfahrttouristen sorgten für das Übrige. Dennoch war ich happy Mykonos und das so  malerische Viertel Alefkandra mal gesehen zu haben. 15€ für einen Cocktail inkl. Horden von AIDA Kreuzfahrern, das sollte Jeder mal genossen haben.
Wir wohnten in einem sehr schönen Apartment, deutsche Auswanderer hatten ihr Glück auf der Insel gefunden.

Die Altstadt von Mykonos Town ist ein absoluter Traum, wir bewunderten die Paraportiani Kirche tagsüber, bei Nacht und aus allen erdenklichen Perspektiven und wenn die Kreuzfahrtschiffe wieder abfuhren, wurde es sogar in Alefkandra gemütlich.

Delos

Wikipedia: Delos (altgriechisch Δῆλος, neugriechisch Δήλος Dilos [ˈðilɔs] (f. sg.), auch Mikra Dili ‚Klein-Delos‘) ist eine Insel der Kykladen im Ägäischen Meer, gelegen zwischen Mykonos im Nordosten und Rinia (dem antiken Rheneia) im Westen. Sie ist ein schmaler, etwa 4,6 Kilometer langer und maximal 1,2 Kilometer breiter Granitrücken mit dem Berg Kynthos in der Mitte (112 m). Die Fläche beträgt 3,536 km².[1] Heute leben auf Delos nur die Museumsaufseher mit ihren Familien. Delos war in der Antike eine blühende und durch das dortige Apollonheiligtum für die Griechen heilige Stätte. Die Insel wurde 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Nach einer durchzechten Nacht fuhren wir auf die Insel Delos und bewunderten die Zeugnisse der Antike. Es war tatsächlich interessanter als ursprünglich gedacht und wir waren Beide nicht traurig, trotz Hangover und schaukelndem Boot rübergefahren zu sein.

Naxos:

Wikipedia: Naxos (griechisch Νάξος (f. sg.), auch Náxia) ist eine griechische Insel im Ägäischen Meer. Sie ist mit einer Fläche von 389,43 km²[2] die größte Insel der Kykladen und von der Insel Paros nur durch eine schmale Meerenge getrennt. Naxos hat im Osten steile Ufer, nach Westen hin ebeneres Land und wird von Norden nach Süden von einem im Berg Zas (auch: Oxia) bis zu 1.000 m ansteigenden Granitgebirge durchzogen. Nach der letzten Volkszählung im Jahre 2011 weist die Insel 17.930[3] Einwohner aus (bei tatsächlich nach Jahreszeit stark schwankender Zahl der Ansässigen). Der Hauptort und -hafen heißt Naxos und wird, wie die Hauptorte auf fast allen Inseln, Chora (griechisch Χώρα) genannt. Die Stadt ist zentraler Hafenort der Insel (für Fährdienste, Fischerei und Sportschifffahrt) und Sitz des griechisch-orthodoxen Bischofs des Bistums Naxos-Paros.

Mein persönliches Highlight der Kykladentour war Naxos. Die Insel ist zwar komplett auf Pauschaltourismus ausgelegt, doch mit Mietwagen und ein wenig Entdeckergeist machte Naxos so richtig Spaß. Wir bewunderten das Portara (Tor) welches uns bereits bei der Anreise mit dem Speedboat begrüßte.

Auch die Chora war nicht übermäßig restauriert, die Preise insgesamt eher moderat.

Besonders gut hatte uns die andere Seite der Insel gefallen, wir aßen Meeresfrüchte Saganaki in einer kleinen Bucht und probierten den Limonenlikör in Chalki, für den die Insel berühmt ist.

Nach erholsamen vier Tagen fuhren wir weiter zum Tourihotspot Santorini.

Santorin

Wikipedia:  Santorin (neugriechisch Σαντορίνη [sandɔˈrini] (f. sg.), meist Santorini transkribiert, von italienisch Santa Irene) ist der Name eines kleinen griechischen Archipels im Süden der Kykladen sowie von dessen Hauptinsel, die im Griechischen zumeist Thira (griechisch Θήρα [ˈθira] (f. sg.), nach Transkription aus dem Altgriechischen Θήϱα auch Thera‚ was ‚Jagd‘ oder ‚Jagdbeute‘ bedeutet) genannt wird. Santorin wurde 2011 von etwa 17.430 Einwohnern bewohnt. Seit der Verwaltungsreform 2010 ist es unter dem Namen Thira gleichzeitig eine Gemeinde (griechisch dimos) in der Region Südliche Ägäis.       

 Wieder nach Santorin, wo ich bereits 2002 zwei Wochen verbracht hatte. Wir hatten uns die Insel als letztes Highlight aufgehoben und mit neun Tagen auch dort den Schwerpunkt gesetzt.

Wir wohnten in Fira, dem Hauptort auf der Hauptinsel und erkundeten per Linienbus die Insel.

Die Mitarbeiter der örtlichen Busgesellschaft habe ich auf dieser Reisen so richtig gefressen, das wären für mich die ersten Jobs gewesen, die man einsparen könnte- vor Allem der Controlletti…wir befürchteten in den neuen Tagen mehrmals aus dem Bus geschmissen zu werden.

Ein Highlight ist der Marsch am Krater Richtung Oia. Es geht rund zwei Stunden, immer am Kraterrand und mit Blick auf das so malerische Nest in die wirklich pittoreske Stadt mit wunderschönem Sonnenuntergang.

Die Strände von Kamari und Perissa sind nicht Jedermanns Sache, weil in Kamari die Flugzeuge dröhnen und beide Strände schwarz sind…..

Ich habe natürlich insbesondere Perissa in wundervoller Umgebung, habe damals gerne dort gewohnt und war überrascht, wie sich der Ort zu einer Art Backpackeroase verändert hat.

Wir besuchten auch Pyrgos und bekamen wundervolle Fotomotive in relativ untouristischer Gegend.

Wir verbachten einen Tag auf dem Meer, inklusive Kraterbesuch und besuchtenThirassia, die kleine Schwesterinsel vom großen Ganzen.

Nach neun Tagen auf Santorini lockte nur noch Athen. Die Fährüberfahrt dauerte einen ganzen Tag, es war aber dennoch entspannend und so konnten wir von vielen Inseln, die wir vorher besucht hatten, nochmal Abschied nehmen.

Wir wohnten in Monastiraki  und wurden schon mal Opfer der vielen Streiks. Die direkte U-Bahnlinie fuhr nicht, wir mussten zweimal umsteigen.

Abends in Plaka, unterhalb der Akropolis zu Abend gegessen und uns über die finazielle Lage Griechenlands aufgeregt. Der Parthenonfries wurde bereits vor Jahren auf einen U-Bahnhof gestellt- hinter dickem Panzerglas mit ZWEI Soldaten, die das Ding bewachen…..da kann man mal sehen, wohin die Steuergelder gehen.

Wikipedia: Die Akropolis in Athen (altgriechisch ἡ Ἀκρόπολις τῶν Ἀθηνῶν, hē Akrópolis tôn Atʰēnôn; neugriechisch η Ακρόπολη της Αθήνας, i Akrópoli tis Aθínas; das heißt „die Oberstadt von Athen“) ist die wohl bekannteste Vertreterin der als Akropolis bezeichneten Stadtfestungen des antiken Griechenlands. Die Athener Akropolis mit ihren bemerkenswerten Gebäuden wird deshalb oft einfach „die Akropolis“ genannt.

Den ältesten Teil der Stadt Athen ließ Perikles nach der Zerstörung durch die Perser unter Leitung des berühmten Bildhauers Phidias von den Architekten Iktinos und Kallikrates sowie Mnesikles neu bebauen. Auf einem flachen, 156 Meter hohen Felsen stehen die zwischen 467 v. Chr. und 406 v. Chr. erbauten Propyläen, das Erechtheion, der Niketempel und der Parthenon, in dem eine kolossale Statue der Göttin Athene aus Gold und Elfenbein stand. Eine stark verkleinerte Replik der Statue befindet sich im Archäologischen Nationalmuseum in Athen.

Die Akropolis in Athen ist seit 1986 Teil des UNESCOWeltkulturerbes. Laut Theodor Heuss ist die Akropolis neben Golgota und dem Kapitol einer der Hügel, auf denen Europa gründet.[1] Der griechische Staat hat aus demselben Grund die Akropolis mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

Am nächsten Tag bewunderten wir die Akropolis und amüsierten uns über die Raucherecke auf dem Flughafen. Dort wurde, mitten im Siff antike Exponate ausgestellt…..wo in diesem Land das Geld so verschwindet, es machte uns schon 2010 sprachlos.

Belgien 2016: Antwerpen, Brügge, Gent und Brüssel

Egal wem man fragt, Belgien hat Niemand so richtig im Reisefokus.
Sicherlich hat man schon mal gehört, dass Brügge ganz bezaubernd sein soll und natürlich mag man die belgische Schokolade. Wenn man sich aber auf gängige Klischees stürzt, hört man immer nur: Pralinen, Kirschbier, Brüsseler Spitze, beleuchtete Autobahnen und wenns ganz hoch kommt, wird der Diamantenhandel in Antwerpen noch Erwähnung finden.
Ich wurde schief angesehen, als ich im Freundeskreis verkündete, dass die diesjährige Kollegen/ Innen Reise  auch „Metropole im Herbst“ genannt,  nach Belgien gehen würde. Noch schiefer wurden die Blicke, als wir an unserem Plan auch nach den schrecklichen Terroranschlägen in Brüssel  festhielten.
Schnell hatten wir uns für eine Art Roadtrip mit Zug entschieden. Vier Tage in Brüssel erschienen uns als zu lang, zu sehr inspirierten uns die Bilder aus dem Internet.
Unser erstes Ziel hieß Antwerpen:
Nach der Landung in Brüssel Zaventem stiegen wir in den IC nach Antwerpen und befanden uns rund 35 Minuten später mitten in der Diamanten Straße. Der Antwerpener Bahnhof, der im allgemeinen Sprachgebrauch  Eisenbahnkathedrale genannt wird, liegt im Mittelpunkt des internationalen Diamantenhandels und in einer europäischen Hochburg der ultraorthodoxen Juden. Wir waren überrascht, welch lebendige Gemeinde sich in Antwerpen eingefunden hat, ich wähnte mich fast in Jerusalem.

Die „Eisenbahnkathedrale“

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Die ultraorthodoxe Gemeinde von Antwerpen, mitten im Diamantenviertel

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Wir besuchten die Haupteinkaufsstraße (Meir) mit den Patrizierhäusern und dem Weihnachtskitschparadies schlechthin. image
Das Stadhuis sowie der Grote Markt begeisterten uns sehr, leider wurde gerade der Weltcup der BMX Fahrer vorbereitet und der Platz glich einem Sportstadion mit viel Werbung und Sponsoring. Wir verzogen uns ziemlich schnell in eine Seitenstraße und genossen das erste Bier und an einer der vielen Fritturbuden wurde der Hunger gestillt. Belgische Fritten sind schon ziemlich toll, fettig aber lecker.

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Kathedrale von Antwerpenimgp5694

Rathaus oder Stadhuis auf flämisch imgp5704

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Da wir schnell genug von VW, Adidas und Co hatten, liefen wir gen Fluß und hatten von dort einen guten Blick auf die Kathedrale und Altstadt

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Unser nächstes Ziel hieß „Het Steen“, eine kleine Festungsanlage am Fluss und mit mitterlalterlichem Antlitz

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Aussichten von oben sind immer eine tolle Sache und um auch  von Antwerpen nen tollen Blick von oben zu bekommen, liefen wir zum MAS (museum at the sea) und genossen gen grandiosen Ausblick von oben. Fairerweise ist der Zugang auf die Aussichtsterrasse umsonst.

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Als letztes großes Highlight waren wir kurz in der Chocolate Line und machten uns über die Schokoproduktion klug und bewunderten die Figuren und Tierchen aus Glücklichmachstoff.

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Leider blieb uns das Rubenshaus verwehrt, da die Belgier eine exzellente Work-Life- Balance verfolgen und alle Museen bereits um 17:00 Uhr dicht sind. Diese so merkwürdigen Öffnungszeiten verfolgten uns die gesamten vier Tage und zauberten des Öfteren ein ungläubiges Lächeln bei uns ins Gesicht.

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Gestaunt haben wir auch über die relativ authentische Chinatown mit chinesischen Werbeanschlägen, Supermärkten, Restaurants und Arztpraxen die ebenfalls nur auf Mandarin Auskunft gaben.

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Chinesisches Tor mit Eisenbahnkathedrale

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Die Jugenstilstraße fanden wir trotz aller Bemühungen nicht und somit verzichteten wir auf Blümchen und Tiere sowie runde Formen an den Häuserfassaden.

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Unseren Abend verbrachten wir dank eines Tipps unserer lieben Rezeptionistin in einer ganz untouristischen Gegend und aßen zwar teuer aber gut in einem der Restaurants, Stoofvlees oder auch Gulasch belgisch, mit Bier und Pommes.
Relativ früh hauten wir uns in unser bezauberndes Dreierzimmer des IBIS- Budgets.

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Weiter geht’s nach Brügge:
„Brügge sehen und sterben“ der Filmtitel geisterte wohl uns Allen an diesem Tag mal kurz durch den Kopf  und wir wollten uns selbst ein Bild davon machen, ob es erstrebenswert ist, nach einem Besuch in dieser zu 100% Unesco Weltkulturerbe City den Löffel abzugeben und die letzte Wohnung 1,80m tief zu beziehen?
Wir vergnügten uns morgens erstmal am Frühstücksbuffet und nahmen dann den Bummelzug nach Brügge. Die Fahrt dauerte gut und gerne zwei Stunden, der Zug hielt an jeder zweiten Butterblume. Dies gab uns aber ein wenig die Möglichkeit, Flandern zu bewundern und Vergleiche mit den Niederlanden anzustellen.
In Brügge angekommen, liefen wir durch einen Park zum Hotel. Auf dem Weg dorthin fiel uns bereits auf, wie gemütlich es in der Stadt zuging, es war Markttag, die Restaurants waren gut besucht, Moules Frites wurden überall angeboten
Nachdem wir nicht gerade freundlich in unserer 3 Sterne Absteige empfangen wurden ( gnädig durften wir unser Gepäck dort parken) machten wir uns auf den Weg zum Markt um dort ein Brüggener Rosinen- Nussbrötchen zu inhalieren, Leider war der Markt mau und ein Bäcker erst gar nicht vorhanden.
Freunde wurden Brügge und ich erst, als wir durch die Straßen schlenderten und uns tatsächlich in  einer restaurierten Welt des Mittelalters befanden. Das Städtchen ist im letzten Weltkrieg verschont geblieben, durch die Versandung des Hafens wurde Antwerpen bedeutender und somit hat sich in Brügge die wunderschöne Altstadtarchitektur mit seinen Gassen, Kirchen und Plätzen erhalten.

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Wir waren begeistert, schlenderten durch die perfekte Filmkulisse, besuchten natürlich den angesagten Fotostop auf der Bonifaciusbrücke als auch das älteste Krankenhaus Europas, das Sint Jansspital, welches bereits im 12.Jahrhundert gegründet wurde und ein Beispiel europäischer Armenhilfe war.

Sint Jansspital

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Bonifaciusbrücke

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Wir bewunderten das wunderschöne mittelalterliche Stadhuis, die vielen, vielen Pralinenlädchen und die übereifrigen Japaner und Kreuzfahrttouristen (Oostende ist nicht weit). Erstaunlich woher auf einmal die vielen Touristengruppen herkamen.

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Wir gingen in den Hof des Belford  und genossen die Atmosphäre auf dem Groote Markt

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Belford

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Minnewater mit seinen Schwänchen und den Begijnhof von Brügge (jede Stadt in Flandern und in NL hat so einen Hof, der von Amsterdam ist ganz hübsch) besuchten wir kurz vor dem Sonnenuntergang.

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Eingang zum Begijnhof

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Unser Plan, eine Grachtenfahrt im goldenen Licht der Blauen Stunde zu unternehmen, wäre beinahe an der Work-Life Balance unserer Gastgeber gescheitert, drei Bootsanleger mussten wir förmlich errennen, bis ein bärtiger Blaubär Erbarmen mit uns hatte. Die Fahrt dauerte rund 30 Minuten und war mit 8,– € als fair zu bezeichnen. Wir sahen noch Ecken von Brügge, die wir so nicht mehr hätten erlaufen können.

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Ich konnte bereits zu diesem Zeitpunkt für mich festmachen: „ ich komme wieder“ …vermutlich auf dem Weg zum Mont Saint Michel
Der Wunsch nach Muscheln war bei uns Allen recht groß, die Auswahl an Restaurants auch- der Preis der Schalentiere war nicht nur groß sondern überwältigend teuer. Für 23,-€ bekamen wir ein mittelmäßiges Mahl mit pappigen Pommes in einer bezaubernden Stadt ….das Ambiente zahlt man eben mit.

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Der 3 Sterne Übernachtungsschuppen hatte einige Minuspunkte zu bieten. Erstmal gab es keine Ersatzschlüssel d.h. der Nichtnachtschwärmer musste im Dunklen hocken, während die Foto,- u. Weininteressierten durch das nächtliche Brügge schlenderten. Vor dem Zimmer der Herren pöbelten ein paar Engländer die ganze Nacht, bei uns Mädels pöbelten die Marokkaner aus den drei Spätis und im anderen Mädchenzimmer grummelte die Lüftung. Wir bewunderten unsere 15qm zu Dritt und das zerbrochene Waschbecken im IBIS Ambiente….Drei Sterne Komfort sieht für mich anders aus…..von den 143 € will ich nicht mal reden!
Und noch ne Perle, Gent:
Gent….wer kann etwas zu Gent sagen….kaum Jemand! Sicherlich ist die Stadt den Meisten Kunstbegeisterten ein Begriff, da der „Altar von Gent“ der Gebrüder van Eyk in der St. Bavo Kathedrale steht ( vorher in der Gemäldegalerie in Berlin) und von der Kunstkompanie der US Army vor den Nazis gerettet wurde (siehe auch den Film „ the monuments men“ ) :
http://www.tagesspiegel.de/kultur/ausstellung-der-genter-altar-in-berlin-dramatische-geschichte-eines-einzigartigen-bildwerks/10655804.html
Hierbei handelt es sich um eins der „meistgeklauten Meisterwerke der Welt“ und so ist der Altar auch nach dem Krieg nicht mehr vollständig geblieben.
Leider konnten wir das Kunstwerk nicht bewundern, es wird gerade restauriert.

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Somit blieb auch mir nur der Griff ins Internet und die recht gute Beschreibung des Altars in dem von der Rezeption ausgehändigten Minireiseführer zu Gent. Ein kleiner Hinweis, das oben gezeigte Bild ist nur ein Auszug aus dem Komplettwerk. Es sind wohl 18 Tafeln, wobei wie gesagt nicht alles noch vorhanden ist.
Die Stadt wurde uns gnadenlos von seiner schlechtesten Seite vorgestellt. Um überhaupt ins historische Viertel zu gelangen, mussten wir zunächst durch die Genter Reeperbahn, eine Straße die tagsüber einen eher deprimierenden Eindruck hinterließ. Wo Brügge lieblich und süß war, zeigte sich  Gent rauh und spröde. Das Wetter schlug um, es regnete später auch recht kräftig und die Leichen vom vorherigen Abend trugen nicht dazu bei, dass wir sehr enthusiastisch an die Stadt herangingen.
Wir erklommen den Belford und machten uns einen zweiten Eindruck von oben…..aus der Luft sah es doch ganz passabel aus?

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Der Belfordimgp6338

Auch die Kathedrale wirkte beeindruckend, die braucht quasi ihren Altar überhaupt nicht,  um zu gefallen
Nach einem Genter Bonbon und dem damit verbundenen Zuckerschock war der erste Eindruck geheilt….Gent kann ja doch…wenn es denn will.

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Leider zog es sich zunehmend zu und wir entschieden uns wieder mal für eine Bootstour. Die Grachten zeigten das nicht restaurierte Gesicht und machten deutlich, wie viel bereits in den Touri Hot Spots wie Antwerpen oder Brügge getan wurde.
Das Ambiente der Stadt machten nicht so sehr die schönen Patrizierhäuser oder die Grachten aus, es war eher das Studentenambiente, die Graffiti und die Burg Gravensteen, die mitten in der Stadt liegt.

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Nach der Grachtentour und einer unfreiwilligen Regenpause suchten wir mit Inbrunst und falscher Peilung die Graffiti Lane und bewunderten die Werke der örtlichen Sprayer Szene

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Leider ist ein Sonntag auch in einer Studentenstadt nicht der geeignetste Wochentag und die Belgier mit ihrer Work-Life Balance machten es uns ebenfalls nicht einfacher. So war alleine die Suche nach einem bezahlbaren Restaurant, die auch nach 18:00 Uhr vegetarische Gerichte oder Spaghetti verkaufen durften (wirklich wahr) Mangelware. Nach langer und zäher Suche (ein Restaurant verließen wir wieder, als uns die Bestellung von Spaghetti und Gerichten unter 20€ versagt wurde) gab es endlich gegen 21:00 Uhr etwas Warmes in den Magen.

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Der Weg zurück zum Hotel erwies sich nicht als ganz so schrecklich, das Dreierzimmer war in dieser Nacht die Suite von uns sieben Reisenden.
Last but not Least, Brüssel:
Antwerpen, Brügge und Gent waren eindeutig flämisch, Brüssel zeigte sich französisch.
Gleich nach Ankunft (wir konnten die Koffer am Bahnhof lassen) bemerkten wir, dass nur noch französisch gesprochen wurde, die Straßen und Restaurantkarten aber auf Französisch und Niederländisch geschrieben waren.
Wir bestaunten den übergroßen Schlumpf am Bahnhof und so langsam dämmerte uns, dass die Smurfis wohl eine belgische Erfindung waren….Tim und Struppi übrigens auch, wie uns das Comic Museum später aufklärte. Und auch die süßen Marsipulamis sind in Wirklichkeit kleine Belgier.

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Wir hatten Spaß mit den Freunden unserer Kindheit und suchten den gesamten Tag einen schönen Magneten, Schlüsselanhänger oder Ähnliches als Erinnerung. Die Eine war scharf auf Schlümpfe, ich bin traditionell eher scharf auf TinTin ( Tim ) und dem kleinen Struppi.

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Der Groote Markt oder auch Grand Place von Brüssel steht unter Weltkulturerbe und ist sehr beeindruckend. Die Gildehäuser wurden sehr schön restauriert, das Stadhuis oder auch Hotel de ville ist ebenfalls sehr sehenswert.

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Wir liefen weiter zu Manneke Pis (petit Julien) Jeanecke Pis und einem Hund namens Zinneke Pis….und damit hatten wir auch die „Drei Pisser von Brüssel“ kennengelernt!

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Den Nachmittag vertrieben wir uns mit einigen Stadtspaziergängen aus dem Reiseführer. Neben der Kathedrale sahen wir noch ein paar schöne Wohnhäuser, den Begijnhof von Brüssel oder auch den alten Hafen, der zugeschüttet wurde.

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Das einzige, was wir vom Atomium sahen  🙂

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Mit einem Kirschbier ließen wir diese Kurzreise auslaufen und fuhren mehr als pünktlich nach Zaventem.

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Die Sicherheitsvorkehrungen waren extrem gut und organisiert. Etwas zu Futtern oder zu Trinken bekamen wir nicht- der „late bird“ nach Berlin hebt nach den belgischen Vorstellungen von Feierabend ab und somit wird auch nicht mehr Rücksicht genommen auf durstige Reisende, die Work-Life Balance könnte sonst in Gefahr geraten!

Fazit zu Belgien: Ein kleines Land mit Wahnsinnspotential…..ich komme wieder, bestimmt !

Kroatien 2016:VI, Šibenik und Krker Wasserfälle

Wir verließen Hvar mit der Fähre um 7:45 Uhr und waren gut zwei Stunden später wieder auf dem Festland in Split. Unser fliegender Teppich brachte uns flugs zu unserer Ferienwohnung, die mitten in einer  altjugoslawischen Plattenbausiedlung lag. Wer Plattenbauten im Süden von Europa schon mal gesehen hat, kann sich das Ambiente gut vorstellen. Wir standen allerdings vor einem alten Zweifamilienhaus und klingelten uns die Finger wund. Weder in der Wohnung in der ersten Etage, noch im Erdgeschoß trafen wir einen willigen Kroaten an, der uns Einlass gewähren wollte. Dafür schlossen wir uns auf dem Grundstück ein und drohten in der Mittagssonne zu verglühen-bis Mathias einen Spatel gefunden hatte, mit dem die Tür ausgetrickst wurde.

Da uns Niemand öffen wollte und wir auf unserer Buchung mit der Tatsache konfrontiert wurden, dass WIR als Ankunfszeit 14:00-15:00 Uhr angegeben hatten, mussten wir in den sauren Apfel beißen. Wir fuhren, samt Gepäck und aufs Geratewohl durch Šibenik und fanden uns aufeinmal am Strand der Stadt wieder, mit Blick auf die Altstadt und nen Strand der hübsch genug war, um im dazugehörenden Beachclub zu verweilen. Schwarze Wölfe waren mal wieder nicht erlaubt, bei weißhaarigen kleinen und treusüß schauenden Terriern sagte aber Niemand etwas im Restaurant.

Blick auf die Altstadtimage

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Gut 1,5 Stunden später versuchten wir nochmals unser Glück und trafen unseren Vermieter an. Die Wohnung war ein Glücksgriff mit zwei, neu modernisierten Bädern, zwei Schlafzimmern und einer Wohnküche. Wir waren zufrieden, zumal es nicht weit bis in die Altstadt war.

Šibenik begeisterte uns, die Altstadt ist nicht überrestauriert, die Kathedrale der Stadt steht unter Unesco Weltkulturerbe und es sind nicht viele Touristen vor Ort. Die Meisten besuchen die Stadt nur im Rahmen eines Tagesausflugs und somit konnten wir entspannt bummeln gehen.

Anbei ein paar Impressionen:

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Toller Springbrunnen mit Schildkröten, die vollkommen relaxt den Sprühregen vom Brunnen und die Sonne genossen-ein Paradies

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nicht makellos aber mit Charme

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imageKathedrale des heiligen Jakobus, UNESCO Erbe

Die  Gesichter stellen Bürger Šibeniks aus dem 14.JH dar, wer geizig beim Bau der Kathedrale war, wurde nicht vorteilhaft dargestellt.imageNach unserem  Marsch durch die Altstadt waren wir so groggy, dass wir erstmal eine Runde schlafen mussten und erst  zum Abendessen wieder an der Hafenpromemade auftauchten.

Unseren letzten echten Urlaubstag  verbrachten wir an den Krka Wasserfällen. Auch diesen  Nationalpark hatte ich in meiner Kindheit bereits besucht und hatte in Erinnerung, dass es total genial war, im großen Wasserfall zu baden.

Wir fuhren zunächst nach Skradin und waren von diesem historischen Ort  (römische Vergangenheit und ehem. Bischofssitz) total begeistert-Fotos kommen nach Rückkehr.  Ich würde Jedem empfehlen einfach dort zu schlafen und morgens in den Nationalpark zu fahren. Ab Skradin wird man mit einem Boot den Fluß Krka hinaufgefahren und gelangt nach kurzem Fußweg zum großen Wasserfall mit Badestelle.

imageWir gingen allerdings nicht ins Wasser, sondern vertagten das Abbaden aufs Meer. Wenn man rechts am Wasserfall vorbeiläuft, bekommt man über einen Rundweg ( gemütlich gelaufen, ca. 1-1,5 Std) einen super Einblick und herausragende Ausblicke. An Wegesrand werden gebrannte Mandeln und Feigen verkauft, die Atmosphäre ist toll.

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Als Fazit, die Wasserfälle sind nach wie vor großartig, wenn auch überfüllt mit Tagestouristen. Dennoch war es ein superschöner Abschluß dieser tollen Reise -meine Kindheitserinnerungen an diesen Nationalpark wurden aufjeden Fall aufgefrischt und bestätigt.

Den Nachmittag verbrachten wir in Vodi,  leider war es sehr bewölkt und windig. Dennoch gingen wir alle Vier ins Wasser und gaben Kroatien den emtsprechenden gebührenden Abschied. Nach einem gemütlichen Abendessen und Bummel über der Promenade gab es allerdings einen kleine Dämpfer, in Form eines Tickets von  25€  wegen Parken ohne Parkausweis ( wir hattem da wohl was übersehen ) . Gott sei Dank war die Post gegenüber und wir konnten den Strafzettel sofort bezahlen.

Am nächsten Tag bewunderten wir auf unserem Heimweg nochmals die.Plitivcer Seen, natürlich nur von dem „geheimen“ nicht so leicht zugänglichen Aussichtsplattfomen…. und ohne Eintritt. Das Licht war genial, deshalb hier noch ein paar letzte Bilder.

image imageÜber eine Zwischebernachtung in Spital am Pyrn inklusive super Essen, gings nach 3,5 Wochen wieder zurück mach Berlin. Ab Spital am Pyrn war strömender Regen unser ständiger Begleiter.

Kroatien 2016: V, Insel Hvar

Unsere letzten Badetage verbachten wir auf Hvar. Wir nahmen die Fähre ab Drvenik und mussten, nach 30 Minuten Überfahrt, über die gesamte Insel von rd. 77 km fahren. Es gibt allerdings nur drei größere Ortschaften, Stari Grad von wo die großen Fähren nach Split abfahren, Jelsa und eben Hvar Stadt wo sich jung und schön bzw. alt und reich trifft. Die Strecke zog sich, die Straßen waren schmal, die Orte sahen  aus, als ob sich in den letzten 100 Jahren wenig verändert hat.

Die Crystal Meth …äh pardon…Crystal Symphony  ging auch vor Hvar an Land, an einem Tag waren sogar zwei Kreuzfahrtschiffe im Tenderhafen und überrollten die kleine Stadt.

Hvar ist  ein sehr schönes Fleckchen, bezaubernde Altstadt, venezianische Geschichte mit toller Architektur und einer Burg  mit fantastischem Ausblick.

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Wir genossen unsere supertolle Ferienwohnung, inkl. Badeplatz zum Hinlaufen. Der Strand vor unserer Haustür war nur am ersten Tag schön, ab dem zweiten Tag fanden wir den Kiesstrand nur noch eklig und legten uns dann doch lieber auf eine Badeplattform-so ändern sich Vorlieben.

Unsere Wohnung hatte DEN exklusiven Blick in die Altstadt, den wir uns dem Grunde nach nur noch mit 3-5 Häusern ( nicht Hotels) teilten.  Auch von den Jachten wo sich jung  und schön oder auch alte und reich tummelten, dürfte dieser Ausblick nicht möglich  sein, der Winkel machts.

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Dinner with a view

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Ausblick vom Balkon

Ausblick von der Festungsanlage, Im Hintergrund sieht man auf Bild 3 die Pakleni Inseln. Sollen traumhaft sein, tolle Buchten und Badestrände. Mit Emschlimmschlimm nicht machbar-Hunde verboten!

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Emily machte auf Hvar ihren Freischwimmer, sie lernte von der Badeplattform oder vom Stand aus, aus eigenem Antrieb ins Wasser zu springen und paddelte wie ein Weltmeister durchs Meer. Sie hatte sichtlich Freude und war unheimlich relaxt.

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Wauzi macht Urlaub!

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Es gibt natürlich  auch negative Beispiele des Massentourismus auf Hvar zu berichten. Die Stadt ist  nicht auf die Massen jung & schön, alt & reich, Kreuzfahrer und Normaltouris ausgerichtet. Leider wurden viele Hotelanlagen aus der Zeit Jugoslawiens einfach vernachlässigt und verunzieren als Ruinen die Landschaft. An den wenigen Badestellen direkt in der Stadt sieht es zum Beispiel so aus:

imageUns hat man da nicht hinbekommen….aber unsere Hipster waren mit der Strandvariante à la Gropiusbad durchaus einverstanden und  zufrieden.

An unserem Letzten Tag auf Hvar fuhren wir nach Stari Grad. Zum Einen wollten wir mal schauen, ob es noch authentische Orte auf Hvar gibt ( kann ja nicht alles auf Clooney, Ecclestone und Schiffer ausgerichtet sein) und andere Badestelle ausprobieren. Außerdem wollten wir uns den Hafen ansehen und die Rückreise nach Split klären.

Stari Grad ( alte Stadt) begeisterte uns sehr. Nicht überrestauriert, die Preise verträglich und nicht so überlaufen. Wir schlenderten durch die Gassen und als uns die Hitze zuviel wurde, gings zurück an unsere bevorzugte Badestellen.

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Die Tage von Hvar waren superschön, eine Insel die uns begeistert hat. Als letzes Hightlight unserer Kroatientour steht noch Šibenik mit seiner Kathedrale und Festung als auch der Nationalpark Krker Wasserfälle an. Beides Orte, die ich bereits in meiner Kindheit besucht hatte.

Wer noch mehr zu Kroatien, Bosnien oder Montemegro lesen will, sucht einfach über die Schlagwortsuche.

Montenegro

Wer kennt Podgorica? Ich hatte, bis zum Morgen unserer Abfahrt nach Montenegro, noch nie bewusst etwas zu dieser Stadt gehört. Beim  Morgenkaffee kam die Frage auf, wie die Hauptstadt von Montenegro wohl heißt und unsere www Recherche half weiter.  Also, Podgorica, größte Stadt des Landes, 650.000 Einwohner.

Diese Frage war also abschließend geklärt.

Welche Währung hat denn  eigentlich Montenegro ?  Wie ist der  Umtauschkurs?  Laut dem Internet gilt der Euro  in Montenegro! In einem Nicht EU Land! Wie, die hatten bis 2002 die DM?????   Aha, die EZB findet es unkomisch, dass der € in Montenegro als offizielles Zahlungsmittel gilt, Montenegro setzt sich über die Humorlosigkeit einfach hinweg-nennt man übrigens einseitige Nutzung einer Währung. Gewappnet mit diesen hochinteressanten Informationen machen wir uns am 09.09.2016 am frühen Morgen auf den Weg nach Herzeg Novi, direkt hinter der Grenze von Kroatien.

Herzeg Novi, ein Nest welches laut Loose,  total vom Tourismus überrannt wurde, die Badewanne Montenegros ist und Emir Kusturica ( Fimemacher aus Montenegro). 1x im Jahr beherbergt. Die Sache mit dem touristisch versaut  konnten wir  nicht bestätigen, im Verlauf des Tages mussten wir feststellen, dass ganz andere Ecken des Landes ein Opfer der Neureichen des Ostens geworden sind.

Der Weg zur Grenze dauerte ab Dubrovnik ca. eine Stunde, die Stadt beginnt quasi genau hinter dem Zollhäuschen. Interessanterweise mussten wir Fahrzeugpapiere abgeben, die ebenfalls penibel in den PC getickert wurden. Vermutlich werden viele Autos über die Grenze verschoben?

Die Armut wurde sofort nach dem Zollhäuschen offensichtlicher-Montenegro ist ebenfalls kein Gewinner im Balkankonflikt. Die Natur war allerdings von ausgesprochener Schönheit. Zypressenbäume, Berge , zum Teil eine frappierende Ähnlichkeit mit der Toskana oder auch mit dem  Comer See.

In Herzeg Novi gingen wir frühstücken ( ziemlich lecker) und fuhren weiter durch die Bucht von Kotor. Unterwegs gab es dann schon die ersten Naturhighlights.

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imageUnser Weg führte uns über Perest ( Bilder sind auf der Pentax) nach Kotor. Das Erste was wir, vor der Altstadt sahen, war die Crystal Symphony…..ein Cruiseship in der Bucht von Kotor, die uns in den nächsten Tagen über Dubrovnik, bis nach Hvar verfolgen sollte- wie traurig….und traurig war auch das, was sich in der  Altstadt abspielte. Wir liefen genervt eine Stunde durchs Weltkulturerbe und flohen, ohne die tatsächlichen Highlights gesehen zu haben, MENSCHENMASSEN im montegrinischen Disneyland. Den Weg auf die Burg, mit dem sagenhaften Blick nach unten ersparten wir uns.

Das hier gezeigte Foto stammt von Wikipedia:

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Anbei ein paar Impressionen von Kotor

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Uns begeisterte ein kleiner Christmas- u. Ikonenshop, der allerdings ein klein wenig zu preiswert für uns war…immer dieser Ramsch  für die Kreuzfahrer, 800€ für ne n kleinen Weihnachtsmann….also mit Nepp muss man mir nicht kommen!image

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imageWir fuhren weiter nach Budva in der Hoffnung, die gelobten Sandstrände zu sehen. Budva erinnerte uns an Monte Carlo, Riesenhotels an den Hängen, immer hübsch Terassenförmig nach unten gen Meer gebaut. Wir einigten uns darauf, dass dies mit dem Wort Monte in Zusammengang stehen muss-Montenegro/Monte Carlo. Die Altstadt von Budva sahen wir nur von weitem, sie sah aus wie Trogir, Vodice, Split, Dubrovnik, Bol etc.etc….also Häuser aus Naturstein, grüne Fensterläden und eine Kirche mit venezianischem Turm in der Mitter. ….weiter ging es nach Sveti Stefan. Ein Ort, ähnlich wie der Mount Saint Michel in der Normandie. Auf einer kleinen, vorgelagerten Insel befand sich ein Dorf und ein Kloster-mittlerweile wurden die Häuser zu einem Nobelresort restauriert und vor dem Damm, der auf die Insel führt steht “ nur für Hotelgäste“.

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Der public beach ist nicht aus Sand, sondern aus Kies….der Strand für die Neureichen aus dem Resort ist feinster, aufgeschütteter Sand, für 80€ kann man sich für einen Tag an diesem Strand „einkaufen“.

imageDarauf verzichteten wird, auffällig fand ich mit einem Mal die vielen Russen die um uns herumturnten.

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Wir schossen noch ein paar Bildchen von der hübschen Insel, erfreuten uns am tropischen Wetter und fuhre, inkl. Fähre über die Bucht von Kotor,  zurück nach Herzeg Novi.  Im ersten Restaurant namens Monaco ( wie passend) nahm man uns nicht für voll, wir landeten am Ende in einem Tip vom Reiseführer, aßen sehr hochwertig und dabei günstig und tankten den noch günstigeren Diesel in Montenegro.

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An der Grenze schmunzelten wieder die Zollbeamten mit Blick in den Tierausweis und ließen uns nach Sichtung der Titereintragung als auch Abprüfen der KfZ Papiere wieder zurück nach Kroatien.

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Fährfahrt über die Bucht von Kotor, hübsche Dörfer mit malerischen Hintergrund

Fazit zu Montenegro:

1. Touristisch überlaufen aufgrund der Kreuzfahrtschiffe

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2. Viele Neureiche die auf dicke Hose machen, vorwiegend Russen, Serben

3. Schöne Natur

4. Die Autofahrer sind noch irrer als die Bosnier oder Kroaten

5. Sehr viel Reichtum, sehr viel offensichtliche Armut.

6. Günstiger als Kroatien aber auch kein Billigreiseland, Bosnien war weitaus billiger

7. Total verbaute Küste mit grottenhässlicher Architektur. Keine Ortschaften mit Stadtkern, es geht immer die Küstenstraße entlang, die Orte ziehen sich terassenförmig bis zum Wasser

Ich glaube nicht, dass es mich nochmal nach Montenegro ziehen wird, es sei denn zum Trekken und wandern.  Die  Strände sind total verbaut, die Natur ist aber grandios schön.

Kroatien 2016: IV, Dubrovnik

Unsere Gastgeber in Dubrovnik waren wahre Schätze. Sie warteten bereits auf uns, als wir ziemlich müde aus Bosnien anreisten. Emily wurde von Beiden sehnsüchtig erwartet  und erstmal durchgeknuddelt. Insbesondere die Liebe zu Hunden ist in Kroatien auffällig. Man darf zwar nicht an alle Strände schwarze Wölfe mitnehmen ( Foto folgt) aber tierlieb sind die Kroaten auf jeden Fall. Unsere Wohnung war der Hammer, wir hatten eine komplett eingerichtete Küche, einen super Garten nur für uns und die von uns sehnsüchtige herbeigesehnte Waschmaschine. Zehn Minuten später dudelte der erste Waschgang durch.

Am nächsten Morgen zogen wir bei strahlendem Sonnenschein gen Altstadt (15 min. Fußweg) frühstückten unterwegs und standen gegen 10:15 Uhr an der Seilbahn, um auf den Berg Srd zu fahren. Leider war Himmel und Hölle los, insgesamt waren mindestens drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen, zwei in der Hafenbucht der Altstadt, vor Dubrovnik lag aber auch noch die Aida und evtl. noch weitere Schiffe. An unserem Abreisetag waren es sogar vier Pötte, die die Landschaft verunzierten.

Leider durfte Emily nicht mit in die Seilbahn und somit fuhren erst wir Mädels hoch und ließen den Rudelführer mit dem Fellknäuel zurück.

Die Sicht von oben ist super, ABER die Bahn ist nicht für die vielen Menschen gebaut, die Plattformen schon mal gar nicht und einen Blick, ohne Kabel, auf die Altstadt ist unmöglich. Deshalb mein Tip an alle Dubrovnikreisenden….ja, nehmt die Seilbahn, wenn es leer ist. Andernfalls nehmt für das gleiche Geld nen Taxi und lasst Euch zu einen der Aussichtspunkte oberhalb der Altstadt fahren. 120 Kuna für den Roundtrip sind ja auch nicht so ganz wenig Geld. Wer allerdings nur hochfährt und hinunter läuft, der wird spektakulär belohnt. Diese Aktion ging ja bei uns nun nicht, Emily wartete auf die Ablöse.

imageBlick noch aus der Gondel

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Wir lösten Mathias aus und auch er trat mit Hunderten von Kreuzfahrern, Asiaten und Amis den Weg nach oben an. Bemerkenswert, wie sich auf unserer Tour die Nationen geändert haben:

Plitivce/Vodice/Brač: überwiegend Europäer (Niederländer, Polen, Deutsche, Tschechen, Slowenen, Bosnier, Montenegriner, Achtung KEINE SERBEN)

Bosnien & Herzegowina: Europäer aller Art, auch Serben, Amis, Asiaten und überwiegend Muslime aus aller Welt, insbesondere Saudi Arabien und VAE

Momtenegro: Europäer, Asiaten, Amis und aufeinmal auch Russen und Serben….allte Freundschaften und die kyrillische Schrift werden wohl gerne angenommen.

Trogir/Split/Dubrovnik/Hvar: Asiaten, Amis, Europäer aller Art und auf Hvar waren aufeinmal auch die Skandinavier da.

Fazit:,Die Touris aus aller Welt zieht es gezielt zu den Unseco Schönheiten, die Muslime aus aller Welt zieht es vor Allem zu den muslimischen Pilgerstättem ( Mostar, Blagaj)  dieser Welt. Genauso werden alte Feindbilder gepflegt .

Auf den Blick der Altstadt von oben, begann die Erkundigung von unten. Überflüssig zu erwähnen, dass die Kreuzfahrer natürlich auch die Altstadt überrannten und sich auf der Stadtmauer tummelten? Wir behielten die Ruhe und nahmen den Rundgang in Angriff. Da es ziemlich schwül war, ein ziemlich schweißtreibendes aber lohnendes Unterfangen.

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Die Schönheit der Stadt kommt tatsächlich am Besten auf der Stadtmauer zur Geltung, übrigens alle neu gedeckten Häuser wurden im Krieg zerstört. Auch hier hatten die Serben ganze Arbeit geleistet, Die Altstadt vonDubrovnik wurde binnen weniger Stunden zu 94% zerstört, die Unesco und die EU haben immense Aufbauhilfe geleistet. Es hat sich gelohnt, wie man sieht. Es sind aber auch hier noch Ruinen vorhanden und es wird auch immer noch genau an diesen Ruinen gearbeitet und noch aufgebaut.

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imageBlick in den Hafen und ein Teil der Stadtmauer….wir standen quasi gegenüber, ebenfalls auf der Mauer.

Und das die Welt ein Dorf ist, bewahrheitete sich auch an diesem Tag. Mitten auf der Stadtmauer trafen wir auf Emilys Hundefriseurin, die ganz verzückt war, dass unser Hund brav sein kann. Emchen begrüßte Frau Immich eher verhalten, sie kennt die „harte aber zärtliche Behandlung“ von der Dame mit den Kämmen und Scheren ganz genau und macht deshalb immer ein Riesentrara wenn es zum Schneiden der Zotteln geht. Auch unsere Nachbarn waren mit der Aida unterwegs und plagten sich auf der Mauer um wenigstens ein bissel Kroatienduft zu schnuppern.

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man beachte die Massen auf dem Stradun…..voll, voll, voll

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Den restlichen Tag verbrachten wir „unten auf der Erde“ und schauten uns die eine oder andere Kirche von innen an, spazierten stilecht auf dem Stradun und aßen in einem der preiswerteren Restaurants ( Tip aus dem LP), nur 90€ zu Dritt…..Dubrovnik ist ein teures Pflaster geworden.

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Stradun am Abend

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Auch am frühen Abend wimmelte es in der Altstadt noch vor Touristenimage

Wir ließen den Abend mit einer Taxifahrt aufklingen, weil Mensch und Tier nicht mehr willens war, den Berg zu unserer Unterkunft hochzukrauchen. Der Taxifahrer nahm den Emily Zuschlag ( also kein Tierfreund) und wir fuhren für 13€ fünf Minuten Taxi….uns war es an diesem Abend egal.

Wer mehr von Kroatien, Bosnien und auch Montenegro ( ab heute Abend)  lesen will, gibt einfach in der Suchmaske Kroatien oder Bosnien oder Montenegro ein.