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Israel und Palästina 2017, III : Jaffa, der zweite Tag

Die Nacht war himmlisch ruhig, an Sabbat herrscht Todesstille-kein Flieger im Landeanflug!

Unser „Frühstück“ war wieder karg bemessen, erst in Jaffa/Yafo ließen wir es uns so richtig gutgehen. Ich bin bekennender Fan des israelischen Frühstücks.

Jaffa ist die sogenannte Altstadt von Tel Aviv und immer noch eher muslimisch und christlich geprägt. Der Hafen ist 4000 Jahre alt, auch Tutmosis und Ramses III hatten bereits ihre Spuren hinterlassen. Es kamen die Templer, die Osmanen und Jemeniten. Eine große, griechisch orthodoxe Gemeinde ist immer noch in Yafo ansässig.

Wir erschlenderten uns die alten Gassen, die zum Teil sehr schön restauriert wurden.

Blick auf Jaffa

Typische Straßenschilder

Am Kalenderplatz

Das Issak Denkmal


Die Sonne gab heute Alles, es waren 32 Grad und gefühlt tummelten sich alle Toruisten Israels auf diesem Flecken Erde herum.  Leider ist die so schöne Markthalle nicht mehr im Betrieb, nix mit der Aufstockung unserer Kaffeetassen.

Jaffa hat auch einige Moscheen, anbei das schöne Beispiel mit beeindruckender Badestelle.

Wir bewunderten in gleißender Mittagssonne den britischen Uhrenturm und fuhren zum alten Bahnhof von Jaffa. TaHachana wurde 1888 gebaut und war die erste Eisenbahnlinie Palästinas, zwischen Jaffa und Jerusalem.

Unseren Nachmittag verbrachten wir am Strand. Wir wären eh ohne PS Unterstützung gewesen, da unser Toyota auf dem heimischen Parkplatz so dermaßen eingeparkt war, dass wir sogar Schlüssel und Code den Jungs an der Waschstraße geben mussten. Leider vertrauten wir den cholerischen Araberjungs nur bedingt….der Auftritt der rotzigen Jugend vom Morgen hing uns noch in den Knochen. Diese wollten morgens den Parkplatz ein zweites Mal bezahlt bekommen.

Wir hatten diesen allerdings bereits mit der Begleichung der Wohnung gelöhnt und genau am Sabbat fingen die Jungs der Waschstraße eine Diskussion inkl. Drohung mit der  Polizei an. Gott sei Dank arbeitete unser Vermieter auch am freien Tag und pfiff die Herren zurück….leider sind beleidigte Moslems an Ramadan auch nicht schön und wir hinterließen ungern unseren Toyota am Nachmittag.

Umso erleichterter waren wir als der kleine israelische Freund unbeschadet am Abend auf uns warteten.

Unser Ziel für das heutige Abendessen war die Dizengoffstraße. Wir hatten eine Pizzeria im Kopf, in der wir auch 2012 gesessen hatten.

Unser größtes Glück am heutigen Tag? Ein Parkplatz vor der Tür….ein Unding in Tel Aviv.

Die Pizzen, der Caesars Salad meiner Mum und meine Spaghetti mit Seafood waren hervorragend. Das Ambiente in dem Laden ist sooo toll.

Unser Verdauungsspaziergang führte uns erneut zum Dizengoff Square, Bauhaus am Abend…..ohne Brunnen sogar besser sichtbar.

Unseren Abend ließen wir mit einem israelischen Wein ausklingen…6€, auch kein Schnappi. Allerdings konnte das Zeug nur mit Wasser getrunken werden, Israel 🇮🇱 ist eben kein Vinoland! Vermutlich ist nur  die Gegend rund um den See Genezareth und die Golanhöhen für den Weinanbau interessant.

 

 

Israel und Palästina 2017, II: Tel Aviv-der erste Tag

Unseren ersten Morgen in Tel Aviv verbrachten wir zunächst ganz entspannt am heimischen Frühstückstisch mit Twix, Bounty und Instant Kaffee. Sonderlich gut geschlafen hatten wir nicht, die Flugzeuge fliegen vom Strand aus auf Ben Gurion zu und nen piefig deutsches Nachtflugverbot kennt man hier natürlich nicht.

Wir schlenderten im Anschluss an unser üppiges Mahl in Richtung Carmel Markt. Unterwegs sahen wir die ersten, heruntergekommenen Exemplare der vielgerühmten Bauhausarchitektur und nen bissel Art Deco.

Und Jugendstil können se auch:

Die Israelis sind ebenfalls talentierte Wandmaler und verniedlichen gekonnt die schrammeligen Mauern.

Das Highlight ist sicherlich der Markt für sich selbst. Wir suchten uns ein nettes Café und schlemmten ein leckeres israelisches Frühstück, wir Mädels aßen Shashuka.

Das israelische (koshere) Frühstück genießt internationalen Standard ( Thunfisch, Quark mit Honig und Sesam, Tahin, Peperoni, Marmelade, Salat, Avocado, Oliven, Hummus) und ist für Liebhaber der Nahostküche super.

Nach unserer Stärkung schmissen wir uns ins Marktgewimmel und staunten über die bunte Vielfalt.

In den Bäckereien wurde Sabbatshallah verkauft, auch wir bereiteten uns auf den Freitagabend und auf den Beginn des Ramadans vor.

Am Nachmittag verschlug es uns an den Strand, der berühmte Stadtstrand. Man kann sagen was man will, die Hochhäuser sind sicherlich nicht schön, der Strand ist großartig. Feinsandig, sauber und dieses Wasser……. ich fand es 2012 großartig, jetzt in 2017 war es noch schöner dort zu baden.

Mit ersten Sonnenbranderscheinungen fuhren wir zum späten Nachmittag nach Jaffa. Mathias konnte gekonnt seine Fahrkünste unter Beweis stellen; geniales Einparkmanöver im israelischen Verkehrschaos😂wir klatschten Beifall!

Der Blick auf Tel Aviv ist immer wieder grandios und zu meinen bestimmt 40 vorhandenen Bilder kamen nun noch mal 30 hinzu!

Wir schlenderten am Hafengelände entlang, genossen ein paar Blicke auf und in die Altstadt ( Jaffa wird morgen unsicher gemacht). 

Unser Ziel des heutigen Tages war mein heiß geliebtes “ old man and the sea“ ein nicht preiswertes aber grandioses Restaurant direkt am Wasser.

Es gibt immer 22 Mezze zum Kosten und dazu leckere Zitruslimonade. Im Anschluß wählt man unter der kleinen Karte Fleisch, Fisch oder Seafood…Seafood???? Moment mal, das ist doch nicht kosher! Das ist richtig, das Restaurant wir von Moslems geführt und gefühlt geht das gesamte jüdische Tel Aviv am Freitagabend dort essen! Soviel zur Religion in TA…nicht ausgeprägt.

Total genudelt und abgefüllt genossen wir den Sonnenuntergang und machten eine grandiose Entdeckung!

Einhörner…..es gibt sie doch:

Sonnenuntergang in JaffaZum krönenden Abschluss fuhren wir in die Dizengoffstraße, wir wollten den gleichnamigen Brunnen bewundern und wurden enttäuscht. Das Wahrzeichen von Tel Aviv wird restauriert, der Platz umstrukturiert.

Deshalb für alle Neugierigen, ein Foto von mir ( aus Flickr geladen) aus dem Jahr 2012.

Voller Eindrücke fielen wir bereits um 22:00 Uhr ins Bett.