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Schweden 2025, VI: Vätternsee, Gränna, Rök, Alvastra, Vadstena, Borenshult/Götakanal

Das nieselige-pieselige Wetter vom 02.09.24 war Geschichte. Knatschblauer Himmel versüßte uns den Abschied nicht unbedingt, ungern verließen wir die Schären. Gegen 9:00 Uhr fuhren wir von Johannesvik ab, rd. 300 km Fahrt bis zu dem zweitgrößten See Schwedens, ziemlich genau in der Mitte Südschwedens, wartete auf uns.

Wir hatten uns für die Route über Trollhättan, Jönköping mit Umgehung Göteborg und Bua entschieden und genossen zwar volle Bundesstraßen, aber auch ein wenig Natur und Fahrt durch die Dörfer Östergotaländs.

Der Vätternsee ist tief (100m) und kalt, jetzt nach dem Sommer der warm und lang war, auch nur bei 13-14 Grad Wassertemperatur.

Er ist außerdem sehr lang (124km)  und max. 31 km breit und wer richtig lustig drauf ist, nimmt an der Vätternrundan teil. Immer im Juni, 300km um den See, alles an einem Stück…..ich kenne da Jemanden, der dieses rd. 15-20stündige Vergnügen mehrmals mitgemacht hat!

Nach Jönköping fuhren wir durch Husquarna….Husquarna, das kennt man doch! Nähmaschinen und anderes Zeugs, wer hat noch eine Zuhause?

Unser Ziel war Gränna, die Stadt der Polkagrisar! Niemand kennt den Namen, alle kennen das Zeug, wetten?

Jeder der gedacht hat, die niedlichen rot-weißen Zuckerstangen zu Weihnachten kommen aus den USA, hat falsch gedacht! Schwedische Einwanderer haben diese, für uns so amerikanische Tradition, ins ferne Amerika getragen. Und wo wird das Zuckerzeug hergestellt?Natürlich in einer der vielen Polkargrisar Zuckerküchen des Ortes. Sogar die Grundschule heißt Polkargrisar Förskola….man nenne mir eine Schule, die Werbung für Zucker macht?

Wir checkten zunächst auf unseren CP ein, diesmal komplett ohne Rezeption- alle krank, aha….Fachkräftemangel auch hier.

Unser Platz, direkt am See, war nicht nur großzügig sondern von der Lage her einmalig.

Die gesamte touristische Infrastruktur Grännas findet am Hafen statt, wir nutzten das geöffnete Restaurant gleich mal fürs Mittag, zwei Knäckebrotscheiben waren wohl doch nen bissel wenig gewesen.

Unsere gefüllte Scholle war grandios, wir genossen das schöne Wetter und zogen im Anschluss in die Polagrisarhauptstadt.

Puppiges Nest mit allerhand Verführungen und unglaublichen Prozenten, da muss man einfach zuschlagen.

Am Besten sollen die rot- weißen Stangen übrigens in Schlagsahne mit Schokoladenkuchen schmecken, weiß meine schwedensichere Quelle von der Westküste zu erzählen.

Nach ein bissel  Holzhäusersightseeing, gab es ordentlich Fika in einem sauhübschen Café, draußen auf Terasse, selbstverständlich.

Mathias sprang am frühen Abend in den Vättern und erfreute sich an den 14 Grad! Es war wohl erbärmlich kalt….

Unser Abendessen kam auch aus dem Eisschrank, Krabbenbrot was sonst.

Es war mild, die angekündigte Hitzewelle bescherte uns schon einen warmen Abend. Schweden erwartete am 04.09.24 Rekordwerte, letztmalig wurden 29 Grad in 1975 gemessen. Für Gränna waren immerhin 27 angesagt.

Wir liefen zum Hafen, standen vor der verschlossenen Räucherei, bewunderten die gute Restaurantauswahl und wunderten uns über die Mücken, die erstmalig in Scharen unterwegs waren. Der Sonnenuntergang wurde genossen und zufrieden mit dem Tag schlenderten wir wieder zu unserer Wohndose.

Gegen 22:00 Uhr  ging ein Sommersturm der besonderen Art los, der uns die gesamte Nacht nicht schlafen ließ…..Mathias war mehrmals draußen und rettete unser Inventar. Der Tisch lag über Nacht zusammengeklappt auf dem Boden.

Nach einer etwas durchwachten Nacht machten wir uns am 04.09.24 gegen 9:30 Uhr auf den Weg nach Norden. 

Wir besichtigten die Ruinen des Schlosses Brahehus, welches Per Brahe d. Jüngere um 1637 für seine Frau Christina baute. Baumaterialienengpass war verantwortlich, dass das Schloss erst 1650 fertig wurde, Christina aber bereits im gleichen Jahr verstarb. Nach dem Tod des Erbauers nutzte König Karl XI die Hütte für seine Gäste, 1718 brannte das Schloss ab und wurde nie wieder aufgebaut.

Einen schönen Ausblick auf den Vättern hatte man aber Allemale:

Historisch  und noch älter ging es weiter, der Runenstein von Rök „ Rökstenen“ erwartete uns. Dieser Runenstein ist mit 750 Zeichen der längste bekannte Text in Runenschrift und wurde um 800 n. Chr. gefertigt. Im Rahmen der Christianisierung 200 Jahre später in die Zehntscheune ( Ablaßscheune) des Ortes eingemauert und mit Abriss der alten Kirche in die Vorhalle der jetzigen Kirche eingebaut. Erst 1933 wurde der Runenstein wieder entnommen und steht heute nun vor dem Gotteshaus. Der Text ist mystisch und sollte besser bei Wikipedia nachgelesen werden: https://de.wikipedia.org/wiki/Runenstein_von_Rök

Munter gings weiter, wieder eine Ruine, diesmal ein Kloster, Alvastra…eine alte Zisterzienser Abtei.

Dort traf Emily auf Rudi und Fellwuschels kleine Welt war in Ordnung. Der Jack Russell Boy aus Sachsen war aber auch ein ganz Toller….

1143 wurde das Kloster Alvastra gegründet, 1527 im Zuge der Reformation aufgelöst.1342/ 43 beehrte die als Heilige verehrte Birgitta das Kloster, ihr Mann Ulf verstarb an den Folgen des Pilgerns nach Santiago de Compostela und liegt im Kloster begraben. Birgitte verblieb noch ein paar Jahre bei den Zisterziensern.

Die Dänen beschädigten 1567 das Gebäude schwer und es diente im Anschluss als Steinbruch für das Schloss in Vadstena, welches wir ( fast) im Anschluss besuchten.

Kirche von Rogslösa war nicht für uns bereit, sie war geschlossen….nix da mit sagenhaften Schnitzereien….da bleibt nur der schwedische Wikipediaeintrag: https://sv.wikipedia.org/wiki/Rogslösa_kyrka

Kommen wir nun zu Vadstena, nicht nur puppige Stadt, nein auch Kloster und vor Allem die Burg von Gustav Wasa ( nicht der Knäckebrotfabrikant) sollen Beachtung finden.Achja, das Rathaus ist das älteste in Sverige. Vadstena entstand in Zusammenhang mit der Gründung des Birgittinnenordens und erhielt 1400 von Königin Margaretha das Stadtrecht. Nach der Reformation wurde dieses 1595 geschlossen, gleichzeitig baute aber Gustav Wasa eine Reichsburg in Vadstena und bediente sich der Steine aus Alvastra. Bis heute wohnen nicht mehr als knapp 1600 Menschen in Vadstena.

Wir bewunderten die Wohnung von Gustav Wasa ( bescheiden), die Überreste des Klosters und gingen preisgünstig eine Mittagspizza essen….10,50€!

Bevor wir allerdings zur armseligen Hundehütte kommen, bestaunten wir den verlassenen Bahnhof von Vadstena.

Mit einer kurzen Altstadtrunde ließen wir Vadstena, Vadstena sein und zogen weiter nach Motala und einem Ausblick auf den Götakanal.

Borenshult war fahrtechnisch erreichbar und bereits 30 min. hinter Vadstena bewunderten wir die fünf Schleusentreppen, erbaut 1823-25. Mehr zum Kanal:

Sos siehts aus, wenn ein Schiff durchgeschleust wird:

Bei uns eher so:

Zurück nach einem ereignisreichen Tag sprangen wir in die Fischräucherei und holten uns Leckereien aus dem See für die nächsten Tage.

Den späten Nachmittag verbrachten wir auf dem Campingplatz, Mathias sprang wieder in den See und behauptete, dass die hochsommerlichen Temperaturen den See erwärmt hätten,aha!

Eigentlich wollten wir ein anderes Restaurant am Abend beehren, doch dieses war geschlossen….also dann doch wieder Scholle…für 43€ Gesamtpreis inkl. Getränke.

Auf uns wartete, nach diesem Abstecher ins Inland wieder die Ostsee, Småland und Öland als Insel …..das Sommerwetter bleibt noch ein wenig.

Schweden 2025, V: Hunnebostrand, Hövenäset, Tanum, Grebbestad, Fjällbacka, Hamburgsund

Heute sollte das Kayak zum Einsatz kommen! Nichts was aus Deutschland mitgenommen wurde, soll unbenutzt bleiben. Wir waren heute etwas zackiger unterwegs, bereits um 10:00 Uhr auf den Weg nach Hunnebostrand, eine der Perlchen der Westschären im Skagerak.

Wir fanden auch umgehend einen Parkplatz in „Citynähe“ und bestaunten ein weiteren puppigen Ort mit wunderschönen Häusern….allerdings wieder ohne Kaffee, weil wirklich ALLES noch um 10:30 Uhr geschlossen hatte. Ohne Touristen hat der Ort rd. 1700 Einwohner und eine Kunstausstellung an der Strandpromenade Udden

Wir erwanderten und erkletterten uns tolle Aussichten, Emily machte neue Freunde, das Wetterchen gab wieder Alles.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz. Ich warf einen Blick auf die Granitarbeiten inGudden. Wechselnde Künstler aus Schweden zeigen sich, neben den Dauerexponaten.

Zurück auf dem Campingplatz gings anden Aufbau unseres Kaya,s….Emily schaute neugierig mit. Ihr erstes Kanuerlebnis in Berlin liegt ja bereits ein wenig zurück.

Screenshot

Wir paddelten von uns nach Hövenäset und natürlich passierte das, was passieren musste….es gab nen Plumps und unser Hund lag im Wasser. Gut, das ich die Leine in der Hand hatte, Sie hatte sich mächtig erschreckt und die frischen. Temperaturen gaben das ihre…Emily fror sich die kleine Poperze ab. Der Herr des Geschehens setzte uns dann wieder in Johannesvik ab und paddelte alleine noch ein wenig weiter.

Fazit: schön war es, vor Allem weil Klärchen Alles gab.

Wir aßen ein spätes Mittag ( selbstgemachte Spaghetti a la Sandra ) und vertrödelten den Nachmittag auf dem Campingplatz.

Zu 17:30 Unr zog es uns nochmal nach Smögen, wir waren scharf auf frisches Meeresgetier, Krabbenzeugs zum pulen ohne Schnick und Schnack.

Nach einer kurzen Runde durchs Nest wurden wir fündig…er war der Fischdealer vom ersten Abend. Es erwarteten uns keine Goschpreise, ein Kilo Grarnelen rd. 17€

Unser vorletzter Abend in den Schären ging früh zu Ende, es war draußen frisch. Der Wetterbericht für den nächsten Tag versprach herbstliches Wetter und 17 Grad, so beendeten wir am 02.09.24 mit einer Sightseeingrunde unseren Aufenthalt in Bohuslän.

Unser erstes Ziel war Tanum, kurz nach 10:00 Unr bogen wir auf den Parkplatz des Vitlyckemuseum ein. Tanum, noch nie gehört? Gehört zu den 15 Weltkulturerbestätten des Landes und zeigt einen Teil der rd. 10.000 Felsritzungen, die man in Bohuslän gefunden hat: https://www.vitlyckemuseum.se/de/tanums-welterbe2/die-felsen-von-vitlycke/

und: https://www.guidebook-sweden.com/de/reisefuehrer/reiseziel/tanums-haellristningar-felsritzungen-tanum

Die Ritzungen stammen aus der Bronzezeit( ca. 5000 Jahre alt, sorry Bibelfläibige) und sind sehr detailreich in ihrer Darstellung. Es wurden Granitsteine am Wasser gewählt, die nunmehr alle auf dem Land liegen, Schweden hatte eine Landhebung von 25-30m und somit befinden sich die Ritzungen mittlerweile in tiefen Mischwäldern, vorwiegend Birken.

Also rein in die Wanderschuhe und los gings! Wir waren nicht nur am Museum, fuhren noch nach Fossum und Balken und Aspeberget. Die hier gezeigten Bilder stammen aus allen vier Stellen. Emily war mal mit dabei, mal war sie im Auto. Zum Vitlyckemuseum gehört noch ein altes Gräberfeld aus der Bronzezeit und ein Nachbau eines Dorfes, welches wir uns aber nur aus der Ferne anschauten.

Grabbei Tanumshede:

Das nachgebaute Dorf aus der Bronzezeit:

Nach Balken fuhren wir nur, weil wir es auf den niedlichsten Elch des U niversums abgehsehen hatten…..leider war dieser so verwittert, dass uns nur eine Darstellung am Stein geholfen hat:

Wir fuhren weiter nach Grebbestad, fanden keine Austern und auch nur ein verschlafenes Nest vor…..immerhin ein geöffnetes Restaurant und damit war die Versorgungslage gesichert:

Fjällbacka erlebten wir leider nur im Regen, Es gibt Bohuslänkundige die behaupten, dass Fjällbacka die hübscheste Stadt in den Schären ist. Immerhin werden dort die Camilla Läckberg Krimis gedreht, die auch alle in Fjällbacka spielen. Film ist im Fjällebacka eh Programm, Ingrid…die berühmte Ingrid Bergmann war häufiger in Fjällbacka.

Ingrid wird gehuldigt:

Modernes Hundepensionat? Emily wollte trotz Regen nicht in die Hütte!

Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher nach Hamburgsund, ein Örtchen voller Geschichte. Der Hering hatte den Ort reich gemacht, es gab eine direkte Verbindung nach Dänemark und Deutschland zur Kaiserzeit. Für uns gab es immerhin ICA fürs Resteessen am Abend und einen Blick auf den Hafen und die Fähren die Hamburgsund mit Hamburg ô verbinden.

Hamburgsund war bereits in der Bronzezeit besiedelt, aufgrund der geschützten Lage am Ende des Sunds fanden hier wohl Versammlungen und Rechtsprechungen statt.

Der Nieselregen, der uns immer wieder an diesem Tag begleitet hatte, hörte zum Abend hin auf, es wurde milder und wir saßen für unsere Verhältnisse noch recht lange vor der Wohndose.

Schön waren die vier Tage auf den Schären, uns erwartet nun ein kurzer Stop in der südlichen Mitte, Gränna am Vätternsee.

Schweden 2024, IV: Kungshamn, Smögen und Lysekil

Die „Hitze“ ist vorbei, drausen essen und Sonne genießen noch nicht. Wir trödelten in unserem Schwedentempo den Aufbruch herbei, gegen 10:40 Unr verließen wir das geliebte Nest….ciao bis zum nächsten Mal.

Über Göteborg, Mist die Maut schlug an ( wir erwarten Post aus SE in B) ging es gen Norden, nach Bohuslän und in die Schärenwelt. Ziel war Kungshamn, knapp 200km südlich von Oslo. ….dort wo Schweden so richtig schwedisch wird.

Zur Erinnerung, 2023 hatten wir die Saison in den südlichen Schären ( südlich von Göteborg) erkundet, nun war der Norden dran:

Die Fahrt zog sich nen bissel, schwedische Autobahnen sind eher langweilig. Gegen 14:00 Uhr waren wir in Johannisvik, unseren arg hübschen Campingplatz mit eigenen Hafen.

Nachdem wir das Notwendigste aufgebaut hatten, zog es uns zum Wasser und dort erstmal ins resorteigene Restaurant. Wir entschieden uns für Pizza, die erste in SE, nicht die schlechteste…..

Pappensatt zog es uns ans Wasser, wir waren umgehend verliebt in diese schöne Ecke des Landes und das war nur das Gelände vom Camping Platz.

Wir legten eine kurzes Schläfchen in der Wohndose ein und fuhren gegen 17:15 über Kungshamn nach Smögen. Smögen….der Inbegriff von puppiges Schweden, eines der am Meisten fotografierten Motive, nach Karlskronas Kleingartenkolonie.

Aber bevor wir in Smögen waren,kam Kungshamn,der Königshafen zu seinem Recht.

Das Beste kommt ja immer am Schluss und für den 30.08.24 traf dies auf jeden Fall zu. Wir stellten unseren Wagen zentral in der Miniinnenstadt ab und liefen nach Smögebryggan und suchten das Objekt der Begierde.

Zunächst schauten wir aber verliebt auf das niedliche Dorf:

Mit ein wenig suchen und Blick auf den Plan kamen wir an die niedlichen Fischerhütten von Smögen.

Und ja,auch wir konnten uns kaum vom Motiv befreien….

Zurück im kleinen Zentrum von Smögen suchten wir uns einen netten Fischdealer und bekamen das ersehnte Smoerrebröd mit Garnelen.

Da die Tagestemperaturen bei nur 19 Grad liefen, wird es ab 20:00 Uhr im Schatten richtig frisch. Das liegt zumeist am Wind, weniger an den Temperaturen. Doch bleibt uns das stabile Herbstwetter erhalten, was natürlich gute Laune macht.

Der 31.08.24 begann strahlend, eisblauer Himmel, 19 Grad, die sich in der Sonne wie 28 anfühlten. Wir trödelten ein wenig herum, schließlich hatten wir uns „nur“ Lysekil als Tagestour ausgesucht.

Die rd. 40km gen Süden waren natürlich ein wenig lästig, erfreut waren wir, dass wir sofort am Hafen einen Parkplatz fanden. Ein Vorteil der Nachsaison, im Hochsommer muss es grässlich sein.

Lysekil hat immerhin 8000 Einwohner und ist direkt ein wenig städtisch.

Industrie, vor Allem Fischkonserven haben den Ort wohlhabend gemacht. Gebadet wurde auch schon immer, selbst Könige ( Oscar II) besuchten Lysekil. Das Gemeindehaus brannte vor nicht all zu langer Zeit ab und steht doch wieder in alter Schönheit.

Erwähnenswert ist das Aquarium und Stångehuvuds Nationalreservat, ein alter Steinbruch und die Curman Familie. Carl, ein Badearzt, dem Lysekil die beiden Badehäuser verdankt, sein Frau, die sich für Stångehuvuds einsetzte, kaufte und somit verhinderte, das nach dem Granitboom vor dem Granitboom ist und maßlos der Stein verhökert wird….heute eben ein Reservat und unser Ziel der Begierde.

Die Curman Villa kann man heute noch bewundern,leider verhindert ein dicker Stein die direkt Sicht:

Ausgerüstet mit Google maps und Wanderstiefeln zogen wir los. Erst durch Lysekil, dann auf falscher Fährte über Stock und gaaaaanz viel Stein, was uns aber zu diesem bezaubernden Hafen brachte.

Mit ein wenig Ortung fanden wir das Objekt der Begierde und wieder ging es über die rosa Granitblöcke, mit wahnsinnigen Aussichten auf die Schären….was für ein Paradies.

Unser Motiv des Tages, das kleine Feuerhäuschen,seit 1940 nicht mehr im Betrieb. Sein zweites Leben als Wahrzeichen bekommt der Hundehütte aber auch sehr gut, wir waren nicht allein auf dem Plateau, auch wenn man das glauben mag.

Auch auf dem Weg zurück in die Zivilisation kamen wir aus dem Staunen nicht heraus, Schweden ist eine wunderbare Wundertüte.

Zurück am Hafen gabs Fish& Chips, mit zehn Euro ein wohl mehr als preiswertes Vergnügen.

Zurück hielten wir im bezaubernden Hövenäset, unserem Nachbarsdorf….quasi Schwimmdistanz zu Johannesvik. Mehr dazu im nächsten Bericht.

Der restliche Nachmittag wurde für unsere Wäsche genutzt, Emily und Mathias sprangen in den Skagerak und den Abend ließen wir bei Nachos und Netflix ausklingen.

Schweden 2024, II: Borstahusen, Markaryd, Landskrona

Die Nacht auf den 25.08.24 war herbstlich stürmisch mit Regen und einer wackelnden Markise. Kein Wetterbericht hatte uns auf so wechselhaftes Wetter im Vorfeld vorbereitet. Alle versprache in den ersten Tagen mildes Spätsommerwetter bei 20-23 Grad….egal!

Wir frühstückten erst draußen, rafften dann unsere Pieselotten und verzogen uns nach drinnen. Pünktlich zum Abbau unserer Markise, Tisch etc. kam wieder ein Sturmregen vom Feinsten herunter und wir verzogen uns nach drinnen.

Gut, das wir nur 150km Strecke machen müssen und kein großes Programm geplant hatten…Helsingborg oder Landskrona kann, muss aber nicht.

Die Gemeinde Borstahusen gehört zur Stadt Landskrona und liegt direkt am Øresund, mit Blick auf die Insel Ven und einer erahnenden Skyline von Kopenhagen in der Ferne.

Unser Campingplatz ist umrahmt von drei Golfplätzen und war nicht nur der Teuerste auf der Tour sondern sicherlich auch mit der Schönste….das kann man jetzt schon sagen.

Wir kamen kurz nach 12:00 Uhr an, unser Platz war frei und ein freundlicher Sachse half, den Wohnwagen in die richtige Position zu bringen, Man ist hier picky im Land der Elche. Beim einchecken erhält man einen Lageplan und dann hat das Ding so zu stehen, wie beschrieben…“.jawohl, in Reih und Glied Herr Major“!!!! Auch ansonsten ist hier eigentlich Alles digitalisiert. Selbst Pippimachen geht nicht ohne Code: Trelleborg 77218, Borstahusen 76581…. mal schauen wie die Sammlung sich erweitert.

An der Rezeption stand eine echte Pippi Langstrumpf, stellten wir Beide unabhängig voneinenander fest….unglaublich Ähnlichkeit mit der TV Pippi!

Das Wetter hatte sich zum Besseren gedreht, 20 Grad Außentemperatur mit Wind, Wassertemperatur 19,1 Grad….es waren Menschen im Wasser.

Wir inspizierten Strand und Seebrücke, herbstlich im beginnenden Winterschlaf. Nicht mal der Kiosk war geöffnet….. aber schön war es!

Uns zog es nach Borstahusen, im weitesten Sonne ein Stadteil von Landskrona. Da es zu windig war, verzichteten wir auf den Strandweg und liefen innerorts. Uns erwartere ein puppiger Hafen und ein aufgeräumtes Straßendorf und eine Fischräucherei….in die wir erstmal einkehrten.

Nach dem sensationellen Smoerrebröd zog es uns durch den Ort und mit einem Abstecher bei COOP landeten wir wieder auf dem Campingplatz. Immerhin sechs Kilometer hatten wir an diesen Tag dann doch noch wegspaziert.

Zum Abendessen gab es Thüringer Bratwurst mit Bautzener Senf und Ketchup von Werder…..kann es noch mehr deutsch sein? Immerhin, das Baguette war aus Schweden.

Da es abends recht schattig wird, sind die Abende übersichtlich zu erzählen. Lesen, Blog oder Netflix und früh schlafen, der Erholung wegen.

Der 26.08 begann sonnig und windstill, entgegen jeder Vorhersage! Nach einer langen Nacht ( neun Stunden Schlaf) und einem sonnigen Fühstück setzten wir uns ins Auto und fuhren rund 90km landeinwärts, nach Småland.

Wir hatten uns schon in Berlin für Markaryd entschieden….warum wohl?

Elche in freier Wildbahn sind doch nur eine Mär, bis auf die Schilder, bekommt man die mächtigen Tiere eher selten zu Gesicht, was vermutlich auch ganz gut ist….sage da nur Elchtest und A- Klasse….da war doch was?

Genau deshalb hatten wir uns die Elchparks in erreichbarer Nähe angesehen und Markaryd hatte die Option, mit dem eigenen PKW durchzufahren, toll wenn man mit Wauz unterwegs ist. Da zudem im September die Brunst beginnt und die meisten Parks geschlossen werden, war Markaryd mehr oder weniger die einzige Option Elche in ( fast) freier Wildbahn zu sehen.

Das Gelände liegt um einen alten Hof, beträgt 25 Fussballfelder und beherbergt neben Elche auch nordamerikanische Bison, die in der Brunst waren….kuscheln mit dem PKW! Wir sahen zu, dass wir weiter kamen.

Die Elche hatten es uns mehr angetan, ich hatte keine Ahnung, wie niedlich die Viecher sind….trotz ihrer Größe. Wir fuhren die Schleife 2x, insbesondere den Elchbullen hatten wir uns als unseren new bff ausgesucht.

Wer jetzt glaubt, dass die Tiere vor dem Auto hockten, dem sei gesagt, ich hab das Tele mitgenommen und die Lichtverhältnisse im Wald ließen uns die Tierchen suchen.

Und am Ende ließen wir es uns natürlich nicht nehmen…Elchwurst à la Ikea:

Zurück in Landskrona ließen wir die Stadt links liegen und widmeten uns der Zitadelle, auch Slott im Schwedischen, also Schloss, genannt.

Der dänische König Christian III strebte nach mehr Macht und veranlasste um 1549 den Bau der inneren Burganlage, der gesamte Komplex ist die großte Burganlage Skandinaviens. Diese war immer ein Spielball zwischen Dänemark und Schweden,bis Skane 1658 entgültig an Schweden fiel. In den weiteren Jahren bauten die Schweden die Burg zur Festung aus, die zur modernsten Skandinaviens wurde.

Wir waren begeistert, Wetter, Burg, Fika im Burgcafé, entspannter geht Urlaub kaum.

Und sonst so, Landskrona? Nett hier….

Und jetzt wird es blumig: Der Spätsommer gab Alles…

Den späten Nachmittag vertrödelten wir auf dem Campingplatz, 22 Grad luden zum Verweilen in der Sonne ein.

Abends schmissen wir den Grill an, Lachs und Kabeljau warteten auf uns.

Tja, der Rest des Abends ist schnell erzählt….duschen im Vierminutentakt, selbstverständlich mit vorherigem Code und eine Arte Produktion über Pearl Jam.

Schweden 2024, I: Rostock, Trelleborg, Smygehuk, Falsterbo

Unser Plan, den diesjährigen Herbsturlaub in Schweden zu verbringen, entschieden wir bereits nach der Diva Tour im Juni 2023.

Mal nur eben bis Rostock, dann rauf auf die Fähre und Südschweden unsicher machen, war unwahrscheinlich attraktiv. Der gesamte August war in Berlin schwülwarm, frühherbstliches Mischmaschwetter bei 20 Grad wirkte verdammt attraktiv auf uns und vermutlich noch mehr für unser Fellknäuel.

Wir verließen Berlin gegen 12:00 Uhr, sammelten Bianka ein und standen gemütlich 40 min bei Havelland im Stau.

40km vor Rostock nahmen wir uns den letzten Rastplatz, standen neben einem Hühnerdealer, der mit dem Schiss der armen Viecher die Luft verpestete. 

Ärgerlicherweise hatte  der LKW nichts auf den für Wohnwagen gezeichneten Plätzen zu suchen, vermutlich wollte der Brummifahrer die anderen LKW- Fahrer nicht verärgern? Wir bissen also stilecht in unsere abgebratene Hühnerbrust, Emily war vermutlich die Einzige, die sich am Geruch nicht störte?

Gegen 18:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Rostock und waren die Ersten am Check Inn. 

In den darauffolgenden Stunden versuchten wir Emily davon zu überzeugen, dass so ein Häufchen auf Asphalt im Hafengelände ne prima Sache ist.  Nichts da, auch sechs Gassiversuche endeten erfolglos.

Als die TT Line namens Akka ( die weise Gans aus Nils Holgersson) in Rostock einlief, waren wir mehr als begeistert, wieviel auf solch eine Fähre passt. Mindestens 50 LKWs, 150 PKWs, 60 Wohnmobile und 20 WoWa ( und das ist noch konservativ hochgerechnet) kamen von der Fähre und wir, ungelogen, als Erste rauf!

Wir erstürmten Deck Acht, bezogen unsere Innenkabine, waren zufrieden und erkundeten das Schiff und den Hundegassibereich….doch hier war auch bei Emily Schluss, sie ekelte sich und kniff die Pobäckchen für die nächsten sieben Stunden zusammen, braves Mädchen.

Zur Nacht gibt es wenig zu erzählen, die Abfahrt bekamen wir nicht mit, in einer Innenwohndose merkt man kaum, das man auf einem Schiff ist und um 5:11 Uhr rieß uns ein entzückendes Stimmchen aus dem Schlaf….noch eine Stunde bis Trelleborg. Emily hatte die Nacht bei mir verbracht, sie schlief die mickrigen sechs Stunden quasi durch.

Wer als Erster auf dem Schiff, ist meistens als Letzter wieder draußen…. so oder so ähnlich war es dann auch bei uns.

Uns erwartete schwedischer Nieselpiesel mit rd. 17 Grad von oben, Välkomna till Sverige! Trelleborg hat aber auch die nördlichste Palmen,- und Ginkoallee…..wenigsten die Palmen sahen wir.

Da wir noch viel Zeit bis zum Einchecken hatten, fuhren wir nach Smygehuk erst zum Fyr,dem Leuchtturm also…welcher der Südlichste von Schweden ist. Seit 1975 nicht mehr in Betrieb, auf dem Gelände  befindet sich heute eine Jugendherberge.

Weiter gings nach Smygehamm und dort auf den verbotenen Parkplatz des Magasinet, einem alten Handelskontor, der als Schmuggelumschlagplatz in früheren Zeiten diente. Da aber mindestens zehn weitere Camper trotz Verbot dort standen, die Nummernschilder international gewürfelt waren, stellten wir uns dazu…bescheiden am Rand.

Neben dem Magasinet kann man auch noch einen alten Kalkofen bewundern, Kalkbrennen machte einen großen Anteil der schwedischen Wirtschaft in den 1800er Jahren aus und dämpfte die Abwanderung in die Neue Welt ein wenig an. Skåne war, wie Irland , von einer Hungersnot betroffen und Viele wanderten ab. Das erklärt, warum die typischen schwedischen Namen auch im us-amerikanischen Sprachgebrauch häufig auftauchen.

Kurze Zeit später standen wir im Regen am südlichsten Punkt des Landes und stierten über die Ostsee ins 175km entfernte Deutschland.

Da die Fischräucherei noch geschlossen war, schlenderten wir über den Minihafen wieder zurück zur Wohndose und ins Bett….Schlaf nachholen.

Um 10:30 sah die Welt schon wieder anders aus, die Räucherei war offen und lud zum ersten Frühstück ein. Vorher bezirzte Emily das Mädel in der Touriinfo,die gerade erst ihren Westie hatte einschläfern lassen müssen.  Sie war verliebt in  unsere Taubengurre, die sich von ihrer allerbesten Seite zeigte.

Mittlerweile war es auch trocken und mit ein wenig mehr Fisch verließen wir Smygehuk und aßen unser zweites Frühstück ( geräucherte Scampis) vor der Wohndose.  Auch der Hafen sah viel freundlicher als noch am Morgen aus und aufeinmal waren sogar Tourigruppen da.

Wir liefen im Anschluss nochmals nach Smygehuk, da es dort Müllcontainer und Toiletten gab und kurz nach 12:00 Uhr fuhren wir zum Campingplatz.

Diesmal hatten wir ein wenig Pech! Unser Platz direkt an der Straße mit einer unsäglichen Stufe, über den wir die Dose schieben musste. Unsere nette Nachbarin, eine Schwedin half uns, leider gingen bei dem Hin und Her die Schränke auf und es sah im Inneren des WoWas etwas umdekoriert aus….eine Faultiertasse hatte es auch erwischt….schade!

Wir richteten die Unordnung und uns häuslich ein und besuchten die Jetty von Trelleborg, eigentlich vom Campingplatz…weil genau vor der Haustür. Das Wetter hatte sich zum Besseren gewendet, Emily bekam Strand und wir ein wenig Sonne.

Am frühen Nachmittag fuhren wir nach Trelleborgen, der größten (wieder) erhaltenen Wikingeranlage der Welt: https://www.guidebook-sweden.com/de/reisefuehrer/reiseziel/trelleborgen-wikingerburg-in-trelleborg

Kurz erzählt: Bei Bauarbeiten fand man im Jahr 1988 Überreste der alten Wikingerburg, die Trelleborg ihren Namen gab: Rundburg. An genau dieser Stelle wurde die Wikingerburg in Teilen rekonstruiert und steht zu. einem Viertel wieder intakt dar. Für alle Nachahmer in Sachen Schwedenurlaub….nicht immer gleich aus Trelleborg wegrauschen, treiben lassen zahlt sich aus!

Zu den oben gezeigten Runensteinen soviel: Diese werden für Verstorbene aufgestellt, erstmalig von den Dänen genutzt und au fdem schwedischen Festland adaptiert. Es exstieren weit über 1000 Stk. verteilt im Land, auf Öland werden wir wieder auf diese treffen: https://mittelalter.fandom.com/de/wiki/Runensteine_(Schweden)

Im Anschluss bummelten wir durch die Stadt, bewunderten das Denkmal von Axel Ebbe, die Seeschlange und den Wasserturm.

Noch mehr Trelleborg schoben wir auf den nächsten Tag und ließen uns häuslich bei einem Vietnamesen nieder. Das Bun Bo war super, meine Garnelen grandios.

Wir besuchten ebenfalls Ica kauften Brot und Marabou und verbrachten den Abend bei Wind und Wetter auf dem Campingplatz.

Mich hatte die Migräne erwischt, wir waren doch platt von der Anreise und um 21:30 lagen wir  im Sturm ( Mathias hatte noch die Markise gesichert) schon in festem Schlummer.

24.08.24: Die Sonne schien, fest bis 8:00 Uhr geschlafen und unseren Heilbutt und Stremellachs vor der Hütte genossen.

Unser Ziel war die Halbinsel Falsterbo, mit Blick auf die Ôresundbrücke und damit der südöstlichste Punkt des Landes.

Bevor es aber soweit war, machten wir einen Abstecher zu der Windmühle von Haslõvs ( Stubbamölla). Diese wurde gerade gestrichen, eine nette Schwedin mit tollen Deutsch ( die Mama kam aus Leipzig) klärte uns ein wenig auf. 90% zahlt zum Erhalt der Staat, 10% aus Spendengelder…

Im Anschluss schlenderten wir über den Friedhof von Haslõv und bewunderten die Kirche.

Wir fanden einen Parkplatz an den berühmten bunten Strandhütten und liefen am Strand entlang. Emily war mittendrin, andere Wauzis auch…und obwohl das Hundeverbot an den Stränden erst nach dem 31.08. aufgehoben ist, war es total ok. 

Die Hütten toll, bei Windstille tatsächliches Badewetter, immerhin schwedische Kinder waren drin. Erstaunlich welche Hautfarbe Nordlichter so annehmen können!

Im Hintergrund die Øeresundbrücke, quasi fast in Dänemark:

Emily war sogar in den Fluten, wir zogen es vor, zum Hafen zu fahren und erstmal Fika zu machen…Fika? Kaffee und Kuchen für die Nichtkundigen, bei uns ein lecker Muffin.

Die Dünen sind noch erwähnenswert und sonniges Wetter, welches uns wirklich verwöhnte. Die Hütten in den Dünen waren sogar noch so sehr viel fotogener als die Ersten…..ein Eldorado für Kameraliebhaber, wenn das Wetter mitspielt.

Auf dem Rückweg kauften wir bei Ica ein, der Herr wünschte sich Garnelen, er bekam Garnelen!

In Trelleborg machten wir einen Abstecher zur St. Nicolai Kyrkan und zum Gamla Torg, dem Altstadtplatz.

Zufahrt zum Hafen:

Zurück am Campingplatz erwartete uns schwedische Schlagermusik, Sonnenschein, Zimtschnecke und eine heiße Dusche.

Die gemütlichen 24 Grad luden zum Sonnenbaden ein,wir sind versöhnt mit dem Campingplatz….Trelleborg eine echte Empfehlung!

Unser Abendessen war echt schwedisch….

Frankreich 2024: Nizza, Valensole & Cannes

Hochzeitstag und Geburtstag in Nizza, yeah!

Wir flogen am 26.06. mit wenig Verspätung an die Côte d‘Azur, erfreuten uns am moderaten Sommerwetter, welches uns den schweißtreibenden Weg zum Terminal 1 und damit zu Europcar, erheblich erschwerte.

Nach einer guten Stunde Warten ( Europcar ist immer lästig) hatten wir unseren Seat, der uns in den nächsten Tagen einen guten Dienst leistete.

Flughafen und Innestadt liegen fast in Laufdistanz, unser Hotel Danemark , ein schlichteres seiner Art, fast am Strand….200m bis zum Wasser.

Der erste Gang führte uns in einen Carrefour und kurze Zeit später saßen wir auf  zwei Stühlen an der Promenade des Anglais und ließen uns Baguette, Pont L’Eveque und ein Bierchen schmecken. 

Wir schlenderten im Anschluss auf genau dieser Promenade entlang, bewunderten das Hotel Negresco und ließen uns mit einsetzendem Gewitter in einem Beachclub nieder.

Dort genossen wir einen überteuerten Aperol für 14€ und befeierten den 10. Hochzeitstag ein wenig.

Der Regen ließ nach, wir bewunderten den wunderschönen Regenbogen und Mathias ließ es sich nicht nehmen, kurz ins Mittelmeer zu hüpfen.

Mit der Suche fürs Abendessen erschlenderten wir die Altstadt, den Cours Saleya und landeten dort in einem Tourirestaurant vor einem Riesenpott Bouillabaise. Meine war leider etwas sandig…der Fisch und die Meeresfrüchte aber toll.

Mittlerweile war es dunkel, wir bummelten zurück zum Hotel, bewunderten das Negresco bei Nacht und fielen in tiefen Schlummer.

Der nächste Morgen begann mit einigen Nachrichten auf Whats App und einem liebevoll gestalteten Geburtstagstisch für micht! Uff, wieder ein Jahr älter…..

Gut gelaunt machten wir uns wieder auf den Weg in die Innenstadt, der uns zunächst zum berühmten „I love Nice“  Schild führte, welches für die Zieletappe der Tour de France ein anderes Design erhalten hat. 

Das Originalschild begrüßt zur Zeit Ankömmlinge auf dem Flughafen.

An der Uferstraße umrundeten wir den Colline du Chateau, den wir uns für den Nachmittag aufgespart hatten und liefen zum Hafen von Nizza.

Dort landeten wir in einem Cafe´in der Seitenstraße und genossen unser Frühstück, Eclair mit Cola- wohl bekommts….

Der Bummel durch die Altstadt war toll, ein Cafe´au lait in einem wirklich tollen Restaurant war noch schöner.

Wir bewunderten die Kathedrale von außen und genehmigten uns ein Eis bei Fenocchio, DER Eisdiele von Nizza.

Der Fischmarkt ist eher unspektakulär:

Nizza hat Alles, was der relaxte Wochenendtouri sucht, nette Geschäfte, Restaurants und nach Paris die größte Sammlung an Museen und Kunst. Diese ist auch überall in der Stadt präsent. Das eine oder andereHinguckerchen findet man jeder zweiten Ecke.

Der weitere Verlauf gehörte neben der Altstadt dem Colline du Chateau, mit dem tollen Blick „über den Dächern von Nizza“ und Hafen als auch eine kleine Mittagsrast und leckeren Austern in der Altstadt. 

Der Markt am Cours Saleya ist noch eine Erwähnung wert, insbesondere unser liebenswerter Wurstverkäufer wird mir in Erinnerung bleiben.

Wir schlenderten ziemlich ermattet nach 15 km Fussmarsch an der Promenade d‘Anglais zurück ins Hotel, wo wir ermattet den späten Nachmittag verbrachten.

Den späten Nachmittag verbrachten wir im Hotel, ich telefonierte mit lieben Menschen, die mir einen schönen Geburtstag wünschten. Um 19:00 Uhr nahmen wir die Reservierung im „Tigermilk“ wahr, Cevichefreunde werden wissen, was sich unter Tigermilch versteckt?

Der 28.Juni stand unter dem Einfluss von Lavendel. Wer Ende Juni in die Provence fliegt, wird unweigerlich immer versuchen, den in voller Blüte stehenden Lavendel zu beobachten. 

Wir starteten früh, waren bereits vor 7:00 Uhr „on the road“ und kamen nach dem Stau hinter Nizza auch gut mit dem Wagen voran.

Gegen 9:30 parkten wir vor Valensole und begeisterten uns mit einigen Reisegruppen am Lavendel und dem unvermeidlichen Souvenirshop.

Natürlich hielt sich der gemeine Tourifraktion nicht an die Anweisungen und trampelte durch die Felder, obwohl dies streng verboten ist. Wir versuchten uns abzusondern, blieben grundsätzlich immer am Anfang der Felder stehen und fanden es dort am Schönsten wo keine asiatischen Instagramposer den Lavendelbauern ärgern.

In Valensole hatten wir Probleme etwas zu Beißen zu bekommen, da der eine Bäcker im Ort überfordert war. Gut, dass wir in der Nähe vom Parkplatz noch einen kleinen Bioladen fanden, der uns versorgte.

Die Autorunde durch die Felder nach dem Frühstück war noch beeindruckenderund hochzufrieden kamen wir am Lac du Sainte Croix an. Klingelt es bei dem Einen oder Anderen- ja, in Sainte Croix hatten wirIm Oktober gewohnt. Damals kamen wir nicht mehr zum Baden, es war zu kalt. Das holten wir BEIDE ( ich war auch im Wasser) nun nach und erfreuten uns an der Wiederkehr.

Zurück in Nizza zog es uns zum Strand und  in die Innenstadt und zu Moules Frites in der „all you can eat“ Variante. Lecker war es…..

Unser vorletzter Tag begann verhangen, wir beschlossen nach einem Frühstück in unserem Eckcafe´ nach Cannes zu fahren. Eine Perle an der Cote d’Azur, die ich zwar kannte aber zuletzt vor 15 Jahren da war. 

Wir bewunderten eine Oldtimer Show, liefen über den puppigen Markt, warfen einen bewundernden Blick auf den Strand Luxushotels und verzogen uns gen Norden….

Bevor wir aber den Badefreuden fröhnen wollten, schlenderten wir auch in Cannes über den Markt, klein abder sehr gut sortiert….

An den Strand, mit viel Seegras  und Wind. Ich war im Wasser, Mathias nicht, also ab nach Nizza und an die eigene Promenade in die Klamotten.

Es kam, wie es kommen musste….Mathias versenkte seinen Ehering! Ins Mittelmeer! Ins auf Nimmerwiedersehen….

Todtraurig suchte er den Strand ab, nahm Kontakt zu 1,2,3 Gold auf, die ihm versicherten, dass er seinen Ring wiederbekommt. Ich hatte bereits andere Modelle beleuchtet…..Frauen sind da pragmatischer. 

Der Tag war ein wenig gelaufen, abends landeten wir bei einem Thai und ließen uns ein rotes Curry schmecken. Gut, dass wenigstens die deutsche Fussballnationalmannschaft gegen Dänemark siegte, schließlich wohnten wir im 

Hotel Danemark; so nahm der Abend einen versöhnlichen Verlauf.

Der letzte Tag  ist schnell erzählt. Ausschecken, frühstücken und ab an den Strand. Dort dümpelten wir zwei, drei Stunden herum, gingen anschließend eine Cola trinken und landeten gegen 14:00 Uhr nochmal beim Thai. 

Um 16:00 Uhr waren wir am Flughafen, gaben den Wagen ab und liefen die 1,2 Km zu Terminal 2.

Hier nun auch das Originalschild von „I love Nice“.

Wir waren guter Dinge und hocherfreut, dass wir vor dem Gate noch Plätze zum Abhängen bekamen….um 17:15 Uhr wurde unser Flug abgesagt! Annulliert, angeblich wegen schlechten Wetters….aha, zeitgleich hob eine Easyjet nach Berlin  ab und in Nizza erwarteten uns 28 Grad und blauer Himmel! Wir blieben ruhig, warteten die 30 Minuten nach Zugang der SMS der Airline „ wir kümmern uns“ ab und wunderten uns auch nicht, dass wir nie wieder etwas von Eurowings gehört haben.

Wir buchten uns neue Flüge nach Nürnberg für den nächsten Morgen, buchten im Campanile ein Zimmer und einen Wagen mit one way Zuschlag.

Das Essen im Campanile war grottenschlecht, das Schlechteste was ich jemals in Frankreich gegessen habe…egal, wir waren dankbar ein Plätzchen für die Nacht  bekommen zu haben. Dieses Glück war nicht Allen vergönnt in dieser Nacht, wie wir bitte am nächsten Morgen lernen mussten.

Früh war die Nacht zu Ende, bereits um 5:45 Uhr standen wir wieder mit Sack und Pack auf dem Flughafen und dieses Mal ging alles glatt! Unser Flug nach Nürnberg dauerte lockere 1:15 Uhrund Mc Donalds verwöhnte uns

mit einem Frühstück. Schlechter als der Frass im Campanile war dies auf jeden Fall nicht und so machten wir uns gestärkt auf den Weg nach Berlin. Unser Autochen war ein netter Audi in schwarz und den hatten wir bis Berlin dann auch richtig lieb.

Am frühen Nachmittag hatte uns die Stadt wieder, ein liebevolles Abendessen und das weiße Fellknäuel machten die Rückkehr leicht.

Die Kostenübernahme der zusätzlichen Kosten aufgrund unseres Zwangsaufenthaltes in Nizza wurden Alle von Eurowings abgelehnt, momentan kümmert sich die gleiche Kanzlei um uns, die bereits die Klage gegen KLM bearbeitet hatten. 

Trans 2024, Karibik- Europa XV: Le Havre

Unsere Tour geht zu Ende, und zweistimmig sagen wir „ es ist ok so!“. Wir haben die Zeit wirklich genossen, am Ende waren es mir persönlich aber zu viele Seetage, die man einfach nur verbummelte, onsbesondere wenn das Wetter nicht  mehr einladend  für das Sonnendeck war. Wir sind keine Barnaturelle, die stundenlang ein Bier nach dem Anderen zischen. Wellness war 3x geplant, 2x umgesetzt, ich mag auch nicht ewig in der Sauna liegen….naja, wir sind in jedem Fall jwd von irgendwelchen Planungen die über 14-16 Tage hinaus gehen. Mir ists dann zu wenig Input, aber hej….fünf Bücher, davon vier vollendet…..Erholt sind wir!

Zu guter Letzt hatten wir einen letzten Landstop im Le Havre für mich nun zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten. 

Zunächst schliefen wir allerdings aus, erkämpften uns einen Frühstückstisch im Weite Welt, nachdem wir ungelogen das Weite Welt, Bella Donna, Marktrestaurant und East schon abgesucht hatten. Aufgrund des starken Windes und der neun Grad vor der Tür, verließ ein Großteil den Kutter erst gar nicht mehr!

Wir stiefelten nach 10:00 Uhr los, unser Ziel die Kathedrale inkl. Wiederholungssightseeing.

Die St. Joseph Kathedrale überzeugte uns wieder, immerhin mein dritter Besuch in kurzer Zeit! 

Nach ausgiebigem Genießen der Glaskunst zog es uns zum Markt, der quasi Alles an einem Sonntag anbot.

Wir warfen allerdings auch noch einen Blick auf den riesigen Vulkan und Joghurtbecher und fanden die Werke von Niemeyer nur bedingt schöner als 2023.

Zwei Supermärkte später schlenderten wir zurück zum Schiff….schön zum Abschluss nochmal da gewesen zu sein.

Wir verschlunzten den Tag, erstaunlich was man so wegschlafen kann. Zwischendurch bekamen wir Nachrichten aus Porto, die immer noch nicht wirklich Entwarnung brachten.

Spätes Mittagessen im Fuego, vom Hamburger gibts kein Bild, habe ich vergessen.

Sail Away im 5. Element, windstill und ein schöner Abschluss, sogar mit Blick auf Etretat.

Im Fotostudio regelten wir die Bilder für die Eschweiler und konnten wenigstens diesbezüglich Entwarnung geben.

Abendessen ließen wir ausfallen, dafür gab es die Prime Time im TV und eine späte Currywurst, die insbesondere Mathias auf den Magen schlug.

Mit hämmernden Bässen der Schlagerparty aus dem Beachclub schliefen wir weit nach 0:00 Uhr dann ein.

Seetag, der letzte….

Wetter war frisch, wie im Rest Europas…..Gott sei Dank ohne Schnee!

Wir schliefen aus, standen erst weit nach 9:00 Uhr auf und frühstückten im Weite Welt. Danach sicherten wir die Fotos, für uns und für die Eschweilerer. Im Café Mare nochmL Ex Kollege Menzel getroffen und danach gepackt, gepackt, gepackt.

Mittags zog es uns zu einem der wenigen Mittagessen, wohlwissend das heute Galadinner ansteht! Im Fuego trafen wir auf unseren Bordarzt, mit dem wir zusammen speisten. Natürlich war Heinz das Thema, er versicherte uns, dass Heinz nur aufgrund der guten Konstellation an Bord überhaupt eine Chance gehabt hat und berichtete ein wenig aus seinem Alltag. Es war eine angenehme Runde, die sich nur widerwillig auflöste.

Um 18:30 gingen wir zum abstrus vollen Galadinner ins Weite Welt. Letztendlich waren es die Krabben, der Sekt, der Blick auf die Torte. Während des Essens überhäuften sich allerdings die Nachrichten aus Porto, Mathias hetzte nochmal zum Hospital, die Ärztin darf aber mit den Ärzten in Porto nicht kommunizieren, dies muss Alles über  Simone laufen…

Wir ließen die Reise mit der sehr schönen Show im Theatrium Revue passieren, trnken im Anschluss noch einen Cocktail in der Beach Bar und nahmen einen Hurricane mit aufs Zimmer.

Kurz nach 23:00 schaukelten wir durch die letzte Nacht auf der Perla.

Hamburg: Kalte 3,4 Grad erwarteten uns, es war kälter als vor vier Wochen!

Wir standen um 7:30 Uhr auf, frühstückten gemütlich und verteilten Trinkgelder, die Jungs freuten sich.

Um 9:30 Uhr war das Gepäck frei gegeben, an den Shuttlebussen mussten wir ein wenig drängeln, um ohne Not zu unserem Bus zu kommen.

Dieser fuhr pünktlich um 11:00 Uhr vom ZOB ab und um 14:00 Uhr war unsere Transatlantikgeschichte nun wirklich zu Ende.

Trans 2024, Karibik- Europa XIV: A Coruña, Santiago de Compostela

Unsere Tour neigte sich dem Ende entgegen, unser vorletztes Ziel vor Hamburg erwartete uns. Nicht mehr mit tropischen Klima, dennoch war der Frühling in vollem Gange.

Wir liefen zügig zum Busbahnhof von A Coruña, trafen unsere entzückenden Hamburger und kämpften uns am Automaten durch.

Schlußendlich saßen wir um 11:00 Uhr im Schnellzug nach Santiago de Compostela…..dem Mekka eines jeden Pilgers oder zumindest Hobbywanderers.

In der Kathedrale liegen die Gebeine des Apostel Jakobus (+1211) , Santiago ist der Endpunkt aller Caminos , egal aus welcher Himmelsrichtung. Um eine offizielle Pilgerurkunde zu erhalten, muss man allerdings wenigstens 100km gegangen sein und zwei Pilgerstempel auf diesen letzten 100 km gesammelt haben. Wir hatten bereits in Porto das bewegende Erlebnis von Pilgern gehabt, die den Caminho Portugues in umgedrehter Richtung gegangen sind…nun also Santiago!

Zügig liefen wir Richtung Kathedrale, nichtsahnend stellten wir uns an und schwupps, standen wir in der Pilgermesse, die täglich um 12:00 Uhr beginnt und die Namen der Pilger vorliest, die sich haben offiziell eintragen lassen.

Katholische Messen sind nicht so ganz unseres, die Besichtigung der Kathedrale wollten wir uns aber nicht nehmen lassen und so harrten wir aus.

Die Messe ging eine Stunde, Etliche waren noch in kompletter Montur, mit Rucksack, Wanderstock etc. in der Kathedrale.

Wir stellten uns brav nach der Messe an und besuchten auch das Grab des Apostel Jakobus, der als Erkennung immer eine Jakobsmuschel mit sich trug, daher hat die Kammmuschel ihren Namen.

Nach einem ausgiebigen Rundgang im Gotteshaus, wagten wir uns auf den Vorplatz und genossen den Freudentaumel Dutzender, wobei diese wohl eher auf den kürzeren Wegen zu Hause waren? Meines Erachtens hat die Saison für den Caminho de Santiago noch nicht begonnen?

Im Anschluss schlenderten wir ein wenig durchs Weltkulturerbe, Galizien präsentiert sich komplett anders, als der restliche Teil Spaniens. Ich möchte die vielen Verglasungen hervorheben, sieht man am Ende des Berichts vor Allem in A Coruña ganz beeindruckend. Natürlich sind auch die grauen Steinhäuser eher keltisch, gallisch, bretonisch….auf jeden Fall nicht typisch spanisch!

Neben der untypischen optischen Aufmachung ist die galizische Küche eine Erwähnung wert und auch wir wurden schwach. Da wir für unser Bordessen nicht mehr sehr viel übrig haben, nahmen wir das Angebot einer kleinen Bar dankend an. Es gab Patacas ( galizisch für patatas/ Kartoffeln ) mit jamon also Schinken. Patacas mit Alliolli ( Aioli), Käse mit Sardinas und frittierte Spitzen, also Fisch…..lecker wars!

Zurück in A Coruña teilten wir uns ein Taxi mit den Hamburgern und 5€ später standen wir am Hafen. 

Es folgte eine kleine Powersightseeingrunde durch die wirklich schöne Stadt am Meer, die ebenfalls einen Tag gefangen nimmt.

Herausheben möchte ich den Glaspalast, die Glasfronten der Bürgerhäuser am Ersten Platz der Stadt.

Mit grandiosem Wetter und einem schönen Blick auf den Herkulesturm verabschiedete sich A Coruña. Hinter dem Schiff schwammen wohl Delfine mit, die wir leider nicht sehen konnten, sehr wohl hatte ich aber die Fischschwärme im Hafenbecken gesehen.

Am Abend kehrten wir noch in die Weite Welt ein, das Essen zeckt uns allerdings nicht mehr an…..nach über 20 Tagen haut nichts mehr vom Hocker!

Wir warfen ein letztes Mal einen Blick in die Lanai Bar, dort war es mit Decke noch möglich, entspannt zu sitzen.

Zwei Hurricanes später trudelten wir mit „ Voice of the ocean“ um 23:00 Uhr ins Bett.

Seetag 12 im Telegrammstil

Ausgeschlafen, Wellness ab 11:00 Uhr, Faulenzen, Essen im Fuego, Beachbar ab 22:00 Uhr mit Tönen der Gipsy Kings….e basta!!

Trans 2024, Karibik-Europa, XIII: Porto

Oh das hatten wir uns anders vorgestellt!

Um 7:00 Uhr erhielt ich eine Whats App Nachricht aus der 10. Etage, keine fünf Minuten später bangten wir im Hospital der Perla um das Leben von unserem Heinz aus Eschweiler. Mit einem schweren Hinterwandinfarkt wurde er gegen 9:30 Uhr in Porto in ein Krankenhaus überführt, Simone und Elke verließen das Schiff mit Sack und Pack, in Eile hatten wir die Koffer gepackt, helle Aufregung und Sorge begleiteten uns für den Rest des Tages.

Schnell ließ sich allerdings erahnen, dass das Ärzteteam auf dem Schiff grandiose Arbeit geleistet hatte, wie im späteren Verlauf der Krankengeschichte immer wieder von allen Seiten bestätigt wurde.

Lustlos blickten wir auf das Hafengelände, entschieden uns aber dennoch für die City, da wir so auch in der Nähe von Elke und Simone waren, falls wir doch noch ins Krankenhaus fahren mussten.

Mit ungutem Gefühl und ohne Frühstück im Magen traten wir unseren Weg nach Porto an, jetzt nur noch zu Zweit statt zu Fünft.

Die Idee mit dem 500er Bus in die Innenstadt zu fahren, verwarfen wir schnell, als wir uns die Schlangen an der Bushaltestelle ansahen. Mit einer Familie, die ebenfalls wie Rudi Ratlos herum stand, entschieden wir uns für ein Uber und waren mit einem Einsatz von 11€ pro Familie in der Innenstadt.

Vom Bahnhof Sao Bento ging es erstmal in einen Nata Schuppen ( dem Original) und gestärkt ging es nach Ribeira und Gaia.

Wir bewunderten Porto am Douro, waren 1x mehr verliebt in die Schöne Stadt.

Über die berühmte Brücke liefen wir über den Fluss und gingen schnurstracks zu Calem, Portweinprobe mit Muscheln und natürlich am Ende um ein Fläschchen reicher.

Wir bummelten noch in Gaia am Ufer entlang und ließen uns dort von einem Uber abholen. Für unter 20€ waren wir wieder in Leixoes.

Dort warfen wir wenigstens noch einen Blick an den Strand, bewunderten das futoristische Hafengebäude und aßen stilecht Tapas in der schiffseigenen Tapasbude.

Mit einigermaßen guten Nachrichten aus dem Krankenhaus in Porto und der Aidaauktion für einen guten Zweck (fast 9000€ kamen zusammen) ließen wir den Tag ausklingen.

Mit Porto ging die gemeinsame Zeit als Fünfertrupp Ende, hier noch ein Foto aus besseren Tagen. Dem lieben Lesenden sei aber gesagt, im August 2024 waren wir alle Fünf wiedervereint….es gibt also ein Happy End!

Trans 2024, Karibik- Europa X: La Palma

Die Nacht war genau so unruhig wie die Nacht zuvor, Husten und Magen Darm hatten dafür gesorgt

. La Palma, wir kommen! Europa, wir sind wieder da!

Um 9:15 Uhr hatten wir den ersten Schritt wieder auf Land gesetzt, die Transatlantiktour war damit Geschichte! Als letzte Herausforderung auf dieser Reise wird nur noch der Golf von Biskaya vermutet. Da der Wetterbericht nach erster, vorsichtiger Schätzung uns aber hold sein wird, sehe ich auch diesem Seetag entspannt entgegen.

Die PKW Übernahme bei Cicar war unproblematisch, Mathias setzte sich sogar ans Steuer und los gings über die Insel.

Bevor ich ins Sightseeinggetümmel einsteige, ein Hinweis! Die wahre Schönheit von La Palma blieb uns ein wenig verborgen, da am Tag vorher Regen auf die Insel niederging, der dafür sorgte, dass wir viel Dunst, wenig Aussicht hatten…schade, nicht änderbar.

Im Vorfeld der Reise hatte ich mir viele Gedanken zu La Palma gemacht, ich wollte weder den ganzen Tag auf der Vulkanstraße verbringen, noch in Santa Cruz festhängen. Der Nationalpark ( Taburiente) erschien mir für einen Tag zu ambitioniert. Mit einiger Suche bin ich dann auf Poris de Candelaria gestoßen, ein Fischernest an der Westküste. Bedeutete für uns 1x auf die andere Seite, 2-3 Aussichtspunkte auf dem Weg dorthin, evtl. ein Blick auf das neue Lavafeld und ein Nachmittag in Santa Cruz, theoretisch sogar mit Badeaufenthalt.

Der Weg mit unserem abgerockten Fiat Tipo bis Tazacorte war unproblematisch, bis auf den Dunst über der Insel waren wir erfreut über das was wir sahen und mit großen Gelächter nahmen wir die Abhänge nach Poris in Angriff. Im Hinterkopf hatten wir allerdings sehr wohl bereits den Weg zurück. Um in das Seerauberhöhlennest zu gelangen muss man allerdings fit sein. Vom Parkplatz bis ins Dorf läuft man gelassene Fünfzehn Minuten steil, unbefestigt bergab, wir im umgekehrten Fall mit Hals, Magen, Darm und Kopf wieder bergauf….viel Gekeuche und Gefluche inklusive. Elke blieb gleich im Auto,wir Wir stiefelten los und waren beeindruckt! Eine Wohnhöhle, in der einfache Fischerhütten gebaut wurden, wilde See und kaum Touris. Die Häuser wurden immer noch genutzt, kaum vorstellbar.

Der Weg bergauf gestaltete sich wie bereits kurz erwähnt schwierig, Simone und ich keuchten aus allen Löchern, wie es Mathias ging, mochten wir uns nicht vorstellen.

Der größere Hammer kam aber dann bei den 30% Steigungen. Die mochte unser Peugeot gar nicht und es endetet wie es enden mussten….Mathias versuchte sich im Fahren, wir keuchten weiter. Anfangs zu Viert, später dann nur zu Dritt! 

Gott sei Dank, die Möhre schaffte es aber dann doch und in Los Llanos kehrten wir erstmal in eine Apotheke ein.

Die Sicht in die Berge war auf dem Rückweg nicht besser, ein kleiner Verfahrer brachte uns aber den schrecklichen Ereignissen aus 2021 ein wenig näher. Auffallend war, dass auch Richtungsanzeigen ganze Ortschaften ausgesteichen waren und weil wir nicht aufpassten, landeten wir genau auf einer dieser Straßen, die am noch noch nicht erkalteten Lavafeld von 2021 endeten! Unter dem Feld, ganze Dörfer, zerstörte Existenzen und am Rande des Lavafeldes sieht man wie klein der Grat zwischen Leben und Tod ist; manchmal nur ein paar Palmen.

Zufrieden mit unserem Tag schmissen wir die Schlüssel wieder bei Cicar ein. Mathias ging schnurstraks erstmal in die Heia, Simone und ich traten den Gang in die Innenstadt an.

Wir erbummelten uns ein wenig Santa Cruz, entdeckten ein paar hübsche Geschäfte und Häuschen und warfen einen Blick auf den Lavastrand.

Kurz nach 18:00 Uhr waren wir wieder zurück, abends gabs nur noch Essen für vier von uns im Bella Donna…Mathias versuchte sich kläglich an Nudeln.

Simone und ich zogen uns „ Dancing with the officers“ rein, war wohl die beste Show der Tour. Um 23:00 Uhr im Bett gewesen