Iran 2019,VII: Esfahan اصفهان

Nach einer Mütze Schlaf sah die Welt wieder anders aus. Fünf von Sechs waren ok und einigermaßen wieder hergestellt, Mathias hatte Rotz und Husten.

Fünf von Sechs machten sich nach dem typischen Frühstück auf den Weg in die City, Mathias verkroch sich wieder ins Bett.

Wir schlenderten durch den vollkommen leeren Basar, 99,9% der Läden war geschlossen bis zum Naqsh-e-Jahan Platz,dem drittgrößten Platz der Welt, mit einer Ausdehnung von 512m Länge und 163m Breite. Größer sind nur Tian Menund Roter Platz. Doch anders als zuletzt Genannte eignet sich der Platz nicht für Militärparaden, da ein Wasserbecken mit Springbrunnen und eine Gartenanlage die Basararkaden schmücken. der Platz wurde von Shah Abbas dem Großen 1602 angelegt und einige Veränderungen wurden von den Pahlavis durchgeführt, wie die Springbrunnen und Pferdekutschen auf dem Platz.

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Wir lernten einen Typen vom Teppichgeschäft kennen, der mit Ralf auf dem Moped zur nächsten Geldwechselstube fuhr, um zu schauen, ob diese offen war-Fehlanzeige kein Geld am Geburtstag des Mahdi, andere nennen es Ostern!

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Wir schlenderten zunächst über den Platz und schauten uns die Angebote für die Touris an, der sehr viel käuflicher als der Kram auf den Bazar-e Bozorg wr. Petra wurde fündig, ein neuer Tischläufer wird bald den Esstisch in Rangsdorf schmücken.

Unser erstes Highlight war die Moschee des Schah, Masjed-e Schah. Leider steht diese zum Teil „under reconstruction“ sie war dennoch mehr als sehenswert. Die Moschee ist seit 400 Jahren unverändert, die Kuppel wurde 1629 vollendet und der gesamte Komplex steht als Denkmal für die Errungenschaften der Safawiden Dynastie.

Das Portal der Moschee wurde zum Innenhof gebaut, die Moschee selbst zeigt nach Mekka. Mit Absicht wurden Ungenauigkeiten implementiert um die Demut gegenüber Allah zu zeigen.

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Nach der Moschee ist vor der Moschee-wir besichtigten nach der Schah Moschee die Lotfollah Moschee, die zw 1604-1619 gebaut wurde und einen Gegenpol zu der gewaltigen Schah Moschee bildet. Sie wird auch als schönste Moschee der Welt bezeichnet, und so ganz falsch liegen die Fachexperten damit nicht.

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Nach einem üppigen Resteessen, inkl Nachtisch aus Lamm ( wir dachten es sei Mango) schlenderten wir in die Masjed-e Jameh, der Freitagsmoschee, die mit 20.000 qm die größte im Iran ist und bereits im 11 Jh mit eine Vorversion der Moschee gebaut wurde.

Bereits die Anhänger Zarathustras sollen hier gebetet haben.

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Tschadore vor der Jameh Moschee…….für jeden Geschmack etwas dabei !

Mit einem weiteren Basarbummel und einem Schlendrian über den Naqsh-e Jahan Platz ging der erste Sightseeing Tag in Esfahan zu Ende.

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Wir genossen auf dem Dach des Kunstmuseums den weitläufigen Blick über den Platz und genossen Tee und Café Americano.

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Mathias traf in dem Café des Schmuckmuseums einen langjährigen Kunden aus Berlin, so klein ist die Welt.

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Zum Abendessen gab es Ash, eine dicke Nudelsuppe mit Bohnen.

Wir gingen früh ins Bett, die Wunden wollten geleckt werden.

Am nächsten Morgen starteten wir wieder zu Sechst un den Tag. Zunächst mussten Rial her, Mathias, Ralf, Annegret und Karin machten sich mit dem Taxi auf dem Weg zum Geldwechsler, Peti und ich durchstöberten die Haushaltswarenläden und erfragten Apotheken, mich hatte eine Blasenentzündung erwischt.

Als wir wieder Millionäre waren, stiegen wir in zwei Taxis und fuhren zur Kelisa-ye Vank der armenischen Kirche von 1655. Vorher besuchten wir eine sehr gut sortierte Apotheke, ich bekam iranisches Antibiotikum, welches Gott sei Dank im Verlauf des Tages anschlug.

Im Inneren der Vank überraschten uns tolle Fresken, die mich allerdings auch an flämische Maler erinnerten, auf dem Außengelände wurde an den Genocid der Armenier gedacht.

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Wir liefen gemütlich durch das Armenierviertel bis zur berühmten Si-o-Seh Brücke mit ihren 33 Bögen, erbaut 1599. Sie ist bis heute ein beliebter Treffpunkt und eine Verbindung der Innenstadt zum Armenierviertel. Natürlich waren wir auch dort wieder ein beliebtes Fotomotiv.

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Da Teestuben rar waren, gab es typisches iranisches Fastfood zum Mittag: Dôner und Pizza für 9€ für sechs Personen.

Im Anschluß schnappten wir uns wieder zwei Taxis und gingen auf Palasttour. Unser erstes Ziel war der Kakh-e Chehel Sotun, ein Lustschloss mit 20 Säulen die sich im Wasserbecken spiegeln und dem Palast seinen Namen gaben, 40 Säulen! Bei dem heutigen Palast handelt es sich um einen Wiederaufbau nach einem Feuer von 1706, der Ursprungspalast wurde unter Shah Abbas 1649 vollendet. Wirklich sehenswert ist nur der Thronsaal mit atemberaubenden Fresken und der Eingang mit seinen Spiegeln.

Nach der Kultur wurde zünftig im palasteigenen Teehaus Chay gesüffelt.

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Zurück am Platz besichtigten wir endlich den Ali Qapu Palast mit seinem schönen Blick von der Terasse auf den Naqsh- e-Jahan-Platz sowie das berühmte Musikzimmer mit einem tollen Deckengewölbe.

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Ab dem Palast trennten sich ein wenig die Wege, Froggy nahm das gestrige Tagesprogramm im Angriff, die Anderen gingen schlendern, ich setzte mich an das Wasserbecken und lernte Nader kennen der ziemlich freimütig zugab, abgelehnter Asylbewerber in D zu sein, mir nen bissel was über die Flucht 2015 berichtete und natürlich auf Frauenfang war! Da war ich ja mal die ganz falsche Gesprächspartnerin….später sah ich ihn auf andere Mädels einquatschen.

Den Spätnachmittag verbrachten wir im Hostel und sortierten unsere Laundry….zuerst hatte ich einen Socken zu viele und drei Schlüppis zu wenig….ich bin auf die Inventur in Berlin gespannt, wenn die Sachen sortiert sind.

Zur blauen Stunde rückten wir für Nachtfotos auf den Platz aus und da sich am Ende doch das kleine Hungerchen meldete, gingen Petra, Ralf und wir Zwei in ein entzückendes Café und kosteten Mirza Ghasemi, Aubergine-Ei-Spinat mit Fladen.

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Wir ließen den Abend im Hostel ausklingen, sortierten die Laundry ( ein Kleid und ein T-Shirt blieben auf der Strecke) und schlüpften zum letzten Mal in unser Esafahan Bettchen.

4 Gedanken zu „Iran 2019,VII: Esfahan اصفهان“

    1. auf jeden Fall, wobei ich Shiraz fast noch schöner fand. Sofern das www besser läuft kommen noch mehr Bilder hin. Ich schreibe zur Zeit den Blog. mit dem Handy und lade. mehr Handybilder als Kamerabilder hoch, weil diese einfach kleiner sind. Das www ist grenzwertig. Grüssli aus Kerman….
      LG Sandra

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