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Nicaragua 2017, VI: Leon

Oh, was waren wir froh, als der Wecker um 4:30 Uhr klingelte, wir durften weg…..weg aus dieser Atmosphäre! Natürlich kam das Taxi zu spät, natürlich war die Señora wieder hoffnungslos überfordert. Als wir um 6:00 Uhr im Bus nach Leon saßen, atmeten wir auf. Die Fahrt  war angenehm ruhig, wir konnten noch ne Runde schlafen und um 9:00 Uhr waren wir schon in unserer neuen Unterkunft. Den ganzen Spaß bekamen wir für 80 Cordoba, das sind keine drei Euro.

Im Hostel wurden wir herzlich begrüßt, ein Frühstück wurde uns ausgegeben. Unser Zimmer war vollkommen in Ordnung, es ist die günstigste Unterkunft unserer Reise.

Nach dem Frühstück zog es uns als Erstes zur Kathedrale-insbesondere “ aufs Dach“ wollten wir. Die Kathedrale von Leon ist die größte Kirche in Mittelamerika und viele Berühmtheiten der nicaraguanischen Geschichte sind in dieser  begraben.

Also gab es zunächst den Blick von innen:

Der berühmte Löwe=Leon am Grab von Ruben Dario

Un dann liefen wir auf das Dach und hatten mit dem Zeitpunkt (10:30 Uhr) echt Glück gehabt….gleich zwei Reisegruppen standen an der Kasse, als wir wieder herunterkamen. Nicht auszudenken, wenn die auch noch mit uns da oben „herumgeturnt „wären. Die Eintritte, die echt lächerlich in Nica sind, waren mit 85 Cordoba pro Peron, also fast 3€ schon als gigantisch😜 hoch  zu bezeichnen. Was sich allerdings dem Besucher auf dem Dach präsentiert , ist sensationell.. Man darf nur zwischen den Kuppeln laufen und wir wurden Zeuge, wie ein Hipsterpaar nach demonstrativen Posen des Karl-Marx Bartes vom Dach verwiesen wurden-sie waren keine Minute oben gewesen. Da greifen die Ordnungshüter der Kathedrale gnadenlos durch. Warscheinlich sind die Kuppeln nicht so tragend, außerdem muss man barfuss  auf dem Dach laufen, um das strahlende weiß länger zu erhalten. Wahrlich ein Highlight unserer Reise.

Blick zur Iglesia el CalvarioHäuser am Parque Central :

Leon ist größer als Granada und wird als Stadt der Kirchen bezeichnet. Neben den Gotteshäusern  gibt es einige Museen in der Stadt und den Spaß Vulkanboarding….d.h im Lavasand einen Vulkankegel herunterrutschen. Die einzige Unesco Weltkulturerbestätte in Nica ist Casco Viejo. Ruinen die wir uns,  wie das Vulkanboarden,  ersparten. Wir genossen die weitaus weniger touristische Stadt, die auch nicht überrestauriert ist. Anders als Granada verfügt Leon auch nicht über ein Hotel- u. Restaurantviertel, es verteilt sich noch alles hübsch im Zentrum und die echten Comedores mit Hausmannskost sind  in der Überhand.

Da wir auf Kirchenpfaden wandelten, war unser nächstes Ziel ( nach einer Entspannungspause in einem der wenigen Touri Cafés Nicaragüita) die Iglesia Zaragoza. Angeblich wird die Ruine  als Drehort für Gothic Filme genutzt, wir fanden sie jetzt nicht überragend interessant. 

Um die Mittagszeit bummelten wir über den sehr hübschen und sauberen Markt von Leon  und gingen stilecht in eine der Straßenküchen essen….grillen können die Mädels! 

Marktimpressionen

Leider wurden auf dem Markt auch lebende Leguane verkauft, eine kulinarische Vorliebe die bei mir Kopfschütteln auslöst.

An unserem ersten Tag in dieser schönen Stadt bewunderten wir noch die Kirche La Merced ( Granadas La Merced ist allerdings um Längen hübscher) und die Iglesia el Calvario, die wiederum ein Knaller ist…..zumindest von außen, von innen finde ich Kirchen immer langweilig und diese war geschlossen.

An diesem ersten Nachmittag passierte auch nicht mehr sehr viel mit uns, wir holten ein wenig Nachtschlaf nach und gingen abends sehr gut mexikanisch essen und zu einem Happy Hour Flor de Caña, 12 Jahre im alteingesessenen El Sesteo, dem ersten Haus am Platz….spottbillig war es, hoch lebe der Sozialismus, der es dem Touri einfach macht.

Unseren zweiten Tag in Leon begannen wir mit einem späten Frühstück und wieder zwei Kirchen.

Iglesia y Convento San Francisco

Eine recht schlichte Kirche mit dem wahrhaftigen “ Leiden Chrsti“ oh Mann, der Knabe am Kreuz sah wirklich leidend aus, ein Hoch auf den Künstler. 

Als letztes Kirchenbauwerk in Nicaragua schauten wir noch kurz die Iglesia La Recolleción an  und damit hatte es sich zumindest mit den Kirchenbauten.

Aufgrund des Karnevals wurden die ersten Straßenbilder aus Sand gefertigt, ebenfalls alles Kirchenmotive.

Aber León kann auch anders. Wie keine andere Stadt haben wir uns hier wie auf Kuba gefühlt. Beide Länder sind sozialistisch und weisen so viel Ähnlichkeiten auf, dass ich so manchen Tag gedacht habe,  ich bin „auf der Insel“!  Insbesondere die Städte Granada und Leon sind mit Trinidad und Cienfuegos vergleichbar. Der große Unterschied zwischen beiden Ländern? In Nica sind die Supermärkte und die Läden für den alltäglichen Bedarf voll, in den Restaurants gibt es anständiges Essen- shoppen gehen nach westlichem Standard kann man aber auch in Nicaragua nicht. Die Propaganda hält sich ebenfalls in Grenzen, zumindest bis  man nach León kommt. Hier werben die Sandinisten nach wie vor und Daniel Ortega wird in den Himmel gehoben. Fernando hatte uns in Jinotega auf einige Häuser aufmerksam gemacht, auf denen die Parole „no votar“ also “ nicht wählen“ gesprayt war….Nica befindet sich im Wandel. In León ist die Propaganda überall, manchmal bunt und lustig, manchmal skuril und bestürzend.

Die bestürzende Variante wird sichtbar, wenn man in das Revolutionsmuseum geht. Armselig werden die Artefakte in einer Ruine aus dem Bürgerkrieg aufbewahrt ( war mal das erste Haus am Platz, gegenüber der Kathedrale) armselig stehen die Helden von damals in dem Museum, klopfen sich auf ihre Brust und zeigen auf alten schwarz-weiß Fotos das sie dabei waren in den Jahren 1974-1990. Ein “ Held“ der Revolution brüstete sich uns gegenüber das er auch mal in Deutschland war, bei Presidente Honecker!  Das gesamte Museum war morbide und skuril, die Einschußlöcher, der Dreck und vermutlich auch die Wohnstatt der alten Helden ließ uns staunen. Natürlich fehlten Ché und Fidel nicht, auch Helden der Sandinisten.

Am  Abend überfielen wir „La Union“ einen gut sortierten Supermarkt. Rum “ Flor de Caña“, Tortilla, Pancake Mischungen und allerlei Kleinkram wollten mit nach Europa.

Die Kathedrale verabschiedete uns ehrwürdig im Sonnenuntergang.

Unser Abendessen im La Sesteo (Fischfilet) war grandios gut und der zwölfjährige Ron de Caña zum Abschied von Leon war mehr als angemessen für diese schöne Stadt.

 

 

 

Nicaragua 2017, II: Ometepe…..“Eine Insel mit zwei Berge….“

Unsere Nacht war um 6:30 zu Ende, netterweise  bekamen wir noch nen Continental Brekkie und wurden um 7:50 auch von unserem Shuttle nach San Jorge abgeholt. Ne Sache, die man nur empfehlen kann. Wir wären mit öffentl. Verkehrsmitteln wie folgt unterwegs gewesen:

Taxi zum Markt von San Juan del Sur:3$, Öffentl.  Bus v SJdS nach Rivas rd 4$ , Taxi v Rivas nach San Jorge 3-5$ – Gesamtpreis min.12$ und mindestens zwei Stunden Fahrt. Wir gönnten uns also nen Shuttle für 25$ von Haustür bis Fähranleger und waren um 8:30 in San Jorge. Dort gingen wir auf eine sog. Llancha….wenig Passagiere, viel Fracht und nicht sehr vertrauenserweckend.

Llancha Karen

Mathias trug uns in die Passagierliste ein, die Rettungswesten nahmen wir gerne.


Die Überfahrt war mal wieder nichts für schwache Nerven, die berühmt berüchtigten Winde gaben Alles, das kleine Boot schaukelte sich durch die Wellen, wir hielten uns krampfhaft am Boot fest.  Gott sei Dank sind wir alle Beide seefest und nach einer Stunde war der Spuk vorbei, Ometepe zeigte sich von seiner schönsten Seite.

In Moyogalpa nahmen wir uns ein TukTuk und fuhren zu unserem Gästehaus, welches von einer reizenden Pfälzerin geleitet wird. Maria wohnt bereits seit 25 Jahre in Costa Rica und Nicaragua und konnte ne Menge erzählen, insbesondere die Diktatur und der Kommunismus machen ihr zu schaffen, die Hotelbesitzer werden ziemlich gegängelt mit Enteignungen und hohen Steuen.

Unsere Cabiña war sehr einfach aber absolut ausreichend UND wir hatten eine warme Dusche….die erste nach 14 Tagen…..das wir auch jede Menge Krabbelzeugs mitadoptiert hatten, bemerkten wir erst abends. Ich sage nur Arachnophobia, unser Highlight waren vier nicht ganz kleine Exemplare die sich in der Nähe des Kopfendes unseres Bettes tummelten! Maria konnte uns auch super beruhigen “ Euer Nachbar hatte letzte Nacht einen Skorpion im Zimmer, die kommen immer nach den Spinnen. Ein Biss ist gut fürs Rheuma!“ Axhso, na dann sind uns die Spinnen natürlich lieber.

Die ersten holprigen Rollerverssuche führten uns zurück nach Moyogalpa, wir hatten so richtig Appetit. Das lag vermutlich an der Schaukelei auf dem Boot, uns war förmlich schlecht vor Hunger! Moyogalpa ist ein reizendes Nest, mit einer geringen touristischen Infrastruktur rund um den Hafen. Es gibt ein paar Restaurants, die auf den Backpackermagen ausgelegt sind. Die Nicaraguaner sind zu arm um Essen zu gehen und somit gibt es in den Restaurants mehr oder weniger überall das gleiche Travelleressen. Wir stürmten einen Pizzaladen und sahen uns mit der wohl grandiosesten Pizza Margherita fast schon überfordert.

Nach dem Feudalmahl ( es blieb nichts übrig) zogen wir zunächst durch den Ort und bewunderten das niedliche Provinznest.

Danach versuchten wir uns mit dem Motorroller und fuhren Richtung Altagracia , über die nördliche Route, siehe Karte.

Wir scheiterten in La Flor, weil die Piste zum Wasser nicht mehr für den Roller befahrbar war. Unterwegs hatten wir aber immer wieder spektakuläre Aussichten auf den Conception, desweiteren besuchten wir den Friedhof und erfreuten uns an Ferkel, Pferde und  Rindviecher auf der Straße, in den Schlaglöchern oder auch mal direkt auf uns zuhaltend. Autoverkehr gibt es kaum, ab und an kam uns mal ein Bus entgegen. 

Friedhof mit Vulkan:

Wir kehrten zurück nach Moyogalpa, löschten den Staubdurst mit Toña und verbrachten die nächsten zwei Stunden bei uns auf dem Gelände. Zum späten Nachmittag, rd. 50Minuten vor Sonneuntergang machten wir uns auf den Weg nach Punta Jesus Maria. Hierbei handelt es sich um eine Landzunge aus schwarzem Sand, die in den Nicaraguasee  hineinreicht. Man kann dort super baden, die beiden Vulkane vom See aus bewundern und den Sonnenuntergang genießen. Leider auch kein Geheimtip mehr, die Traveller sind angekommen. 

Unseren ersten Abend ließen wir mit Fisch ausklingen, Pommes und Reis fanden keine Beachtung-aber die zwei Fische auf meinem Teller gehören gewürdigt:Der zweite Tag auf Ometepe begann für mich früh, unser Nachbar hackte ab 6:20 Holz, ohjee…..Mathias schmiss ich um 8:00 Uhr aus dem Bett, mit unserem „Fliegenden Nica Express“ gings ins hippe Cornerhouse Café, wo wir absolut überteuert aßen. Ab heute nur noch nicaraguanische Würfelbude, ich hab auf den Tourifrass keinen Bock!

Im Anschluss ging es “ on the road“, die Gott sei Dank recht gut war. Wir fuhren auf die andere Seite von Ometepe, zum Playa Santo Domingo. Einige Hostels, ein Sandstrand und nettes Planschewasser des Nicaragua Sees. 

Wir gewannen auch neue Freunde, ich weiß nicht wie sie heissen, sie sind aber neugierig, saufrech und verfressen….wir fanden sie goldig und hatten viel Spaß:

Unterwegs hatten wir immer grandiose Ausblicke auf Maderas  und Conception. Wir liefen  am Nachmittag ein Stück den Maderas hinauf, bewunderten die Petroglyphen am Wegesrand und loosten ab.beim Aufsuchen der angeblich grandiosesten Stelle ….quasi dem Postkartenmotiv für den Conception.

Petroglyphen, allerdings von unterschiedlichen Stellen auf der Insel:

Statt dem Postkartenblick fanden wir auf dem Weg zurück nach Moyogalpa dafür diesen Ausblick, auch nicht so schlecht:

Da es gestern so schön war, entschieden wir uns nochmal den Sonnenuntergang in Punta Jesus Maria anzusehen. Leider war eine französische Tourigruppe ebenfalls dieser Ansicht und versaute ein klein wenig dei Stimmung.Anfänglich ganz leer, tobten aufeinmal  30 Mann, alle in Decathlon gekleidet über die Sandbank. Die Backpacker staunten nicht schlecht  und die Damen und Herren Ü70 schauten auch ungläubig auf das Treiben am und im See.

Unseren Abend verbrachten wir in Moyogalpa…..Mathias hatte sich nochmal Pizza Margherita gewünscht, die kleine Fassung-selbstverständlich.

Die zweite Nacht war anstrengend, unser Nachbar neben uns jagte Skorpione und wir trauten uns auch nicht uns zu bewegen,  da noch vier kleine Untermieter das Winzlingszimmer mit uns teilte.

Wir frühstückten  heute in einem kleinen Café lecker und preiswert und machten uns dann auf den Weg nach Charco Verde Nature Reserve. Wir entschlossen uns für eine kurze Runde  um die Lagune, bewunderten die Schmetterlinge und sahen sogar Äffchen, die in  den Bäumen tummelten.

Leider wurde uns auch Charco Verde durch die grässliche Franzosentruppe von gestern versaut….diese gröllten sich durch den Park und wunderten sich, warum die Affen Ausriss nahmen? Wir flüchteten und fuhren nach Ojo di Agua.

Ein Naturpool, gespeist durch Wasser, welches von den beiden Vulkanen „angeheizt“ wird….warm war es nicht wirklich, aber angereichert mit Mineralien. Trotz des Sonntags hielten sich die Massen in Grenzen und wir planschten in den warmen Fluten.

Nachmittags furen wir  nach Altagracia und freuten uns über das aufgeräumte Dörfchen in dem Feiertagsstille herrschte. Es war Zeit für ein Bierchen und Huhn mit Jalapeños.

Wir hatten 3/4 des Conception umrundet und beschlossen den Weg nach Moyogalpa anzutreten. Unser Hintern tat uns nach drei Tagen Roller so weh, den Rest des Nachmittags vertrödelten wir auf dem Zimmer und fuhren abends ins Dörflein zum Essen.

Mein Fazit von Ometepe: Eine absolute Spielwiese für relaxte Ferien. Der Roller ist das beste Verkehrsmittel auf der Insel. Es gibt einige Resorts, die allerdings auch weit entfernt von Luxus sind, ansonsten nur kleine Gästehäuser samt krabbeligen Anhang. Die Bewohner von Ometepe sind super freundlich, Kriminalität quasi unbekannt wie uns Maria  bestätigte. Allerdings kann man auch die Wellblechmentalität nicht einfach wegreden, Nicaragua ist weitaus ärmer als Mexiko und auch Kuba kann nicht so viel Wellblech bieten. Anbei ein paar Dorfimpressionen ohne Tierchen.,,,,die sind auf der anderen Kamera.

Nicaragua 2017,I: San Juan del Sur

Juchee, wir haben es geschafft, 13 Tage nach Abflug sowie zwei Erkältungen und zweimal Montezumas Rache  ( und mit Sicherheit ein paar Kilos leichter, wir Zwei zusammen bestimmt 5kg) weiter sind wir in Nicaragua angekommen.

Der Grenzübergang kostete uns nicht nur 2 Stunden sondern auch jede Menge Nerven.. Wir mussten bereits in Liberia, gut 1,5 Std. vom Grenzübergang entfernt in eine Bank gehen und die Ausreisesteuer in Dollar bezahlen. Das kostete schon mal Zeit, weil in der Bank nur ein Schalter für die Ausreisetax geöffnet war. Dann stellte Caribe Shuttle fest, dass nach Zusammenfügen der beiden Minivans ein Platz zu wenig vorhanden war, wir waren 15 statt 14 Reisende. Unser Shuttledriver war verzweifelt, er versuchte den Fehler zu finden und murmelte  immer nur „quinze, mas problemas“ also „fünfzehn, viele Probleme“ und rief uns einzeln mit Namen auf, weil er einen blinden Passagier vermutete. Uns tat der arme Kerl soooo leid. Ich drängte mich auf den Notsitz vorne mittig und wäre als Erste durch die Windschutzscheibe gegangen, sofern etwas passiert wäre.

Später kam ein ein Kumpel unseres Fahrer und nahm drei Leute im Pick Up mit, um kurze Zeit später seine Fracht und noch fünf andere Mitreisende in einen zusätzlich von Caribe Shuttle gestellten Minibus loszuwerden.

An der Grenze tobte das Leben. Mit uns erreichten mindestens 1,5 km LKWs sowie Nicabus und Ticabus die Grenze. Wir füllten das Ausreiseformular aus und mussten uns an EINE Personenschlange anstellen. Nach 40 Minuten hatten alle den Ausreisestempel. Wir wurden wieder in den Bus verfrachtet und ungefähr 700m, wieder über eine Brücke, gefahren. Dort nahmen wir unser Gepäck und gingen. zuerst zu einer Tussi im Zelt, die für die Statistik die Nationalitäten zählte. Danach ging es zur Passkontrolle, wo wir unsere 13$ loswurden, diesmal ohne Formalitäten….die Quittungen etc. bekamen wir von der Dame am Schalter.  Am Ende wurde  unser Gepäcl durchleuchtet und der Pass noch 2x kontrolliert.  Auf Nica Seite wurden wir in einen neuen Bus verfrachtet, fuhren 2 km und wurden von einer Polizeikontrolle angehalten. Der Polizist ließ sich alle Pässe zeigen und kritzelte sich die Nationalitäten in seine Handfläche. Alles in Allem hatte uns der Grenzübergang zwei Stunden gekostet, wahrlich ein Meisterwerk an Bürokratie! Doch letztendlich hieß es:

Die Fahrt nach Jan Juan del Sur dauerte ab der Grenze nochmal rund 45 Minuten und letztendlich waren wir gegen 14:00 am Hotel. Wir hatten uns ein Haus etwas außerhalb des Rummels v. San Juan  ausgesucht und waren von erster Minute an begeistert.

Den Nachmittag vertrödelten wir zunächst am Pool und brachten dann unsere Wäsche dann ins Dorf, es hatte sich ne Menge in 13 Tagen angesammelt.

Wir liefen am Strand entlang und waren vom ersten Moment an begeistert. Was für ein schöner Ort-touristisch, nicht nur Backpacker sondern auch etliche Touris die dem Backpackerdasein entwachsen sind, dennoch nicht versaut. Es überwiegt der alte Stadtkern mit Häusern die übers Erdgeschoss noch nicht gewachsen sind. Es vermischen sich Hostels, Wohnhäuser und vieles erinnerte mich an mein geliebtes Playa del Carmen 1996! Allerdings wird auch in San Juan gebaut und in ein paar Jahren wird auch hier der Massentourismus sein.

Der Strand jst auch nicht so grauslich wie immer beschrieben-er eignet sich, anders als Maderas, Pomeloya oder auch Las Peñitas besser zum planschen, weil die Wellen sich auslaufen.

Strand:

Wir aßen unsere Ceviche und die Seafoodspaghetti am Strand und genossen den Sonnenuntergang. Nirgendwo sind Sonnenuntergänge schöner als am Pazifik.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und genossen das Frühstück auf unserer Terasse. Danach machten wir für eine Stunde                         “ Sightseeing“ , bevor es uns an den Strand verschlug.

Hier ein paar Nestimpressionen:

Wir besorgten uns im oben zu sehenden Supermarkt erstmal ne Flasche Flor de Caña Rum siebenjährig und begannen mit dem alten Urlaubstrick gegen verdorbene Mägen….erstmal den Schluck aus der Pulle. Dieses Mal unter dem strengen  Blick der Zeugen Jehovas, die ausgerechnet vor der Kirche auf Bauernfang waren.

Nach ausgiebiger Ortskunde verzog es uns an den Strand…..allerdings auch nur an die zwei Stunden, es war einfach viel zu heiß. Mathias aß sein erstes Mittagessen seit San Blas selbstgemachte Fischstäbchen, boah waren die lecker…mit Panko fritiert. Bin ja normalerweise für sowas nicht zu haben, da musste ich doch mal vom Teller mopsen.

Unseren Nachmittag vertrödelten wir im Hotel am Pool und im Schatten, es war einfacn zu heiß und unsere Haut zeigte erste Spuren von Sonnenbrand.

Abends gabs Lobster in Tomatensauce und einen grandiosen Sonnenuntergang, noch beeindruckender als der gestrige.

Morgen wollen wir mit dem ersten Schnellboot nach Ometepe übersetzen, es wird wieder ein frühes Aufstehen werden.

Tschüß San Juan del Sur, war wirklich schön hier.