Schlagwort-Archive: Calvados

Trans 2024, Karibik- Europa XV: Le Havre

Unsere Tour geht zu Ende, und zweistimmig sagen wir „ es ist ok so!“. Wir haben die Zeit wirklich genossen, am Ende waren es mir persönlich aber zu viele Seetage, die man einfach nur verbummelte, onsbesondere wenn das Wetter nicht  mehr einladend  für das Sonnendeck war. Wir sind keine Barnaturelle, die stundenlang ein Bier nach dem Anderen zischen. Wellness war 3x geplant, 2x umgesetzt, ich mag auch nicht ewig in der Sauna liegen….naja, wir sind in jedem Fall jwd von irgendwelchen Planungen die über 14-16 Tage hinaus gehen. Mir ists dann zu wenig Input, aber hej….fünf Bücher, davon vier vollendet…..Erholt sind wir!

Zu guter Letzt hatten wir einen letzten Landstop im Le Havre für mich nun zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten. 

Zunächst schliefen wir allerdings aus, erkämpften uns einen Frühstückstisch im Weite Welt, nachdem wir ungelogen das Weite Welt, Bella Donna, Marktrestaurant und East schon abgesucht hatten. Aufgrund des starken Windes und der neun Grad vor der Tür, verließ ein Großteil den Kutter erst gar nicht mehr!

Wir stiefelten nach 10:00 Uhr los, unser Ziel die Kathedrale inkl. Wiederholungssightseeing.

Die St. Joseph Kathedrale überzeugte uns wieder, immerhin mein dritter Besuch in kurzer Zeit! 

Nach ausgiebigem Genießen der Glaskunst zog es uns zum Markt, der quasi Alles an einem Sonntag anbot.

Wir warfen allerdings auch noch einen Blick auf den riesigen Vulkan und Joghurtbecher und fanden die Werke von Niemeyer nur bedingt schöner als 2023.

Zwei Supermärkte später schlenderten wir zurück zum Schiff….schön zum Abschluss nochmal da gewesen zu sein.

Wir verschlunzten den Tag, erstaunlich was man so wegschlafen kann. Zwischendurch bekamen wir Nachrichten aus Porto, die immer noch nicht wirklich Entwarnung brachten.

Spätes Mittagessen im Fuego, vom Hamburger gibts kein Bild, habe ich vergessen.

Sail Away im 5. Element, windstill und ein schöner Abschluss, sogar mit Blick auf Etretat.

Im Fotostudio regelten wir die Bilder für die Eschweiler und konnten wenigstens diesbezüglich Entwarnung geben.

Abendessen ließen wir ausfallen, dafür gab es die Prime Time im TV und eine späte Currywurst, die insbesondere Mathias auf den Magen schlug.

Mit hämmernden Bässen der Schlagerparty aus dem Beachclub schliefen wir weit nach 0:00 Uhr dann ein.

Seetag, der letzte….

Wetter war frisch, wie im Rest Europas…..Gott sei Dank ohne Schnee!

Wir schliefen aus, standen erst weit nach 9:00 Uhr auf und frühstückten im Weite Welt. Danach sicherten wir die Fotos, für uns und für die Eschweilerer. Im Café Mare nochmL Ex Kollege Menzel getroffen und danach gepackt, gepackt, gepackt.

Mittags zog es uns zu einem der wenigen Mittagessen, wohlwissend das heute Galadinner ansteht! Im Fuego trafen wir auf unseren Bordarzt, mit dem wir zusammen speisten. Natürlich war Heinz das Thema, er versicherte uns, dass Heinz nur aufgrund der guten Konstellation an Bord überhaupt eine Chance gehabt hat und berichtete ein wenig aus seinem Alltag. Es war eine angenehme Runde, die sich nur widerwillig auflöste.

Um 18:30 gingen wir zum abstrus vollen Galadinner ins Weite Welt. Letztendlich waren es die Krabben, der Sekt, der Blick auf die Torte. Während des Essens überhäuften sich allerdings die Nachrichten aus Porto, Mathias hetzte nochmal zum Hospital, die Ärztin darf aber mit den Ärzten in Porto nicht kommunizieren, dies muss Alles über  Simone laufen…

Wir ließen die Reise mit der sehr schönen Show im Theatrium Revue passieren, trnken im Anschluss noch einen Cocktail in der Beach Bar und nahmen einen Hurricane mit aufs Zimmer.

Kurz nach 23:00 schaukelten wir durch die letzte Nacht auf der Perla.

Hamburg: Kalte 3,4 Grad erwarteten uns, es war kälter als vor vier Wochen!

Wir standen um 7:30 Uhr auf, frühstückten gemütlich und verteilten Trinkgelder, die Jungs freuten sich.

Um 9:30 Uhr war das Gepäck frei gegeben, an den Shuttlebussen mussten wir ein wenig drängeln, um ohne Not zu unserem Bus zu kommen.

Dieser fuhr pünktlich um 11:00 Uhr vom ZOB ab und um 14:00 Uhr war unsere Transatlantikgeschichte nun wirklich zu Ende.

Frankreich 2022, III: Etretat

Eigentlich genau das, was ich nicht wollte…..ein Sonntag in Etretat! Halb Paris war bei 12 Grad und strahlendem Sonnenschein auf den Beinen, wir mittendrin.

Begonnen hatte unser Tag mit dem Anschmeißen der Heizung und einem Frübstück drinnen, es war einfach zu frisch!

Etretat ist quasi ein Nachbardorf und doch ganz anders als Yport. Dort herrscht der Massentourismus inkl. Rummel und TamTam. Wir fuhren zunächst zum sogenannten Panorama Blick und mussten, rd 1,5 Km vor genau diesem feststellen, dass man hier nur per Pedes oder Bimmelbahn hoch kommt. Wir also per Pedes, mit uns einige Wanderer, die munteren Phillipinos und die „kein Wässerchen kann sie und Instagram trübenden“ Russen (ja, sie sind da!) fuhren Bimmelbahn. Oben angekommen genossen wir die Felsformation bei klaren Blick übern Ärmelkanal, inspizierten wir die Kreidefelsen mit den tollen Namen: Courtine, Manneporte, Falaises d’Aval et d’Amont, der Vaudieu-Felsen und die Nadel von Belval. Diese kann man natürlich nicht alle an dieser Stelle bewundern, stay tuned!

Denkmal für die verschollenen Piloten, die 1927 versucht haben, den Ärmelkanal zu überqueren.

Nachdem wir uns kräftig vom Wind haben durchschütteln lassen kam das kulturelle Highlight des Tages in Form eines tolle Gartens, Les Jardins d‘Etretat. Wir trennten uns, Mathias blieb beim Fellbaby, ich ging als Erste in die Gàrten, die in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt sind.Für 12,00€ ist man dabei und kann sich durch den zen Garten, Bali Garten und viel PlingPling Garten geleiten lassen:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach den Gärten ist vor den Gärten, wir lösten uns ab und mein lieber Mann schaute sich ebenfalls die Anlage an. Ich wartete, wie er, vor der Kirche mit dem Wauzi, die sich in der Sonne aalte.

Nachdem auch Mathias den Garten in all seinen Facetten bewundert hatte, liefen wir die 1,5km zum PkW und fuhren ins Dorf Etretat. Dort hat man den Autoverkehr auch aus demOrt verbannt und so durften wir wieder rd. 1,5 km in den Ort hineinlaufen. Emily tappste brav mit uns mit, wir wussten bereits um die Mittagszeit, dass unser Hundemädchen abends kein Quak mehr machen würde.

Unser erster Gang führt uns in ein tolles Lebensmittelgeschäft mit normannischen Spezialitäten,der zweite Gang endete in einem kleinen Bistro bei Fischsuppe, Pommes und Cidre. Wir vertändelten dort rd zwei Stunden, was nicht an uns lag, sondern an der Work- Life Balance der Franzosen, unsere Suppe wurde obendrein frisch gekocht und war sehr lecker.

Lupin all over Etretat, der Netflixer weiß von was ich rede!

Lupin,der gefeierte Meisterdieb

Uns zog es zum Strand, das Meer war heute merklich wilder als in den Vortagen aber genauso trubelig.

Zu Etretat gibt es nicht so viel zu erzählen, der Ort wurde im Krieg arg zerstört, der Atlantikwall inkl. fieser Betonbunker liegt mitten am Strand, etliche Bomben haben die zentrale Innenstadt versaut. Dort war nun ein unschöner Rummel mit hässlichen Fahrgeschäften und viel BlingBling.

Wir starteten unseren Marsch auf die Klippen, der sich nen bissel zog aber machbar ist, sofern man gut zu Fuss ist.

Steht man auf dem markanten Klippenvorsprung, eröffnen sich nochmal komplett andere Aussichten, Etretat ist soviel mehr als die bekannten zwei Felsformationen.

Wir schlichen aus Etretat von dannen, der Fußmarsch wurde ab dem Ort noch erschwert, weil wir eine 1,5l Flasche Cidre im Gepäck hatten. Emily bekam an diesem Abend mehr Futter, unsere Kleine hatte mindestens 9-10km in den Knochen, das Meiste davon bergauf……ziemlich viel für kleine Pfotis.

Wir ließen den Frühabend auf dem Campingplatz auslaufen, beobachteten unsere neuen Nachbarn, die sich mit der berühmten 114 abquälten. Zum Abendessen gabs Currywurst, noch homemade Lidl und gegen 22:30 Uhr war Licht aus……lauschige sieben Grad erwarteten uns in dieser Nacht.