Weltreise 2005/2006, VII: Kanada- Ontario ( Toronto und Niagara Falls)

Unser Flug von Las Vegas nach Toronto verlief stürmisch. Wir verließen die Stadt mit Blick auf das Hotel Luxor und begaben uns auf eine schaukelige Fahrt durch viele Schlaglöcher! Die Luftstraße nach Kanada gehört dringend frisch planiert! Die Maschine musste beim Start so gegen die Wüstenwinde ankämpfen, dass ich den Vordersitz krampfhaft festhielt und die Flugbegleiterinnen die Passagiere mit den Worten „it’s safe“ versuchten aufzuheitern.

Komischerweise hatten wir keinen Ausreisestempel aus den USA erhalten und die Kanadier verzichteten auch auf einen Einreisestempel. Alexandra fiel auf dem Flughafen mit gesamten Gepäck erstmal auf den Rücken und strampelte wie ein Marienkäfer auf dem Rücken…zu viel geshoppt über die letzten sechs Monate! Wir waren mal mit rd. 10 kg gestartet und hatten bereits in Singapur ein Päckchen versandt….mein Gepäck hatte weit über 35 kg auf dem Heimflug.

Wir wohnten in einem bezaubernden Hostel in Kensington, eine Mischung aus Chinatown und linker Szene. Viele Kneipen, gute Atmosphäre und das Meiste in Laufdistanz erreichbar.

Unsere Lieblingskneipe

Als Erstes fiel uns auf, dass es noch ziemlich frisch für Mai war, wir landeten bei genau 8 Grad +…. zum Anderen ist Canada richtig teuer. Gut das es so viele chinesische Würfelbuden gab, etwas anderes hätten wir uns auch nicht leisten können.

So richtig warm bin ich mit Toronto nicht geworden. Ich weiß nicht, ob es an dem drohenden Ende der Reise lag, das Wetter nicht wirklich mitspielte oder ob mir als Großstädterin die Stadt nicht viel gab? Die Sehenswürdigkeiten zauberten mir maximal ein müdes Lächeln auf die Wangen, auch der Blick über den Lake Ontario vom CN Tower fand ich nicht wirklich berauschend.

Anbei ein paar Impressionen von der sehr englisch anmutenden Innenstadt….oder Adelaide, oder Melbourne, oder Atlanta….oder, oder, oder….in den sehr britisch geprägten Ländern siehts immer gleich aus!

 

Unser allerletztes Highlight, bevor der Flieger nach Frankfurt abhob waren mit Sicherheit die Niagara Fälle. Für Alle, die noch nie dort waren, die Fälle bitte IMMER von der kanadischen Seite bewundern, die amerikanischen Fälle sehen strunszlangweilig aus. Wir fuhren mir dem sogenannten „Casino-Bus“ von Toronto nach Niagara Falls, dem Las Vegas von Kanada. Der Preis betrug damals 8 Can$ one way und war unschlagbar. Eine organisierte Tour zu den Fällen schlägt mit rund 90 CAN$  zu Buche….Happy und mit Pokerface fuhren wir also mit den Zockerwilligen ins Zockerparadies. Den Eintritt in den Bus hatten wir uns am Tag zuvor über eine Mitgliedschaft des Toronter Zockerclubs verschafft. Den Tip für den Bus hatten wir in Monkey Mia von einem lieben japanischen Mädel erhalten, dem Himmel sei Dank.

In Niagara Falls angekommen gingen wir zunächst in das Kasino, schlenderten zu den Daddelautomaten und verzockten unser festgelegtes Limit von 10 CAN $ und erfrischten uns mit den freien Getränken und auf dem Damenklo.

Dann ging es weiter zu den Fällen, die zwar an Iguazu nicht herankommen aber dennoch toll sind.

Blick in die USA

Die amerikanischen Fälle

Blick auf die kanadischen Fälle

Wir bekamen Regenjacken und konnten „hinter die Fälle“ laufen….damit war man mehr als nahe dran. Die Bootsfahrt schenkten wir uns allerdings

 

Am nächsten Tag versuchten wir uns im strategischen Packen der 35 kg Weltreiseklamotten und am 26.05.2006 hatte uns Berlin wieder. Ich wurde mit einer Überraschungsparty überrascht. Neben meinen Eltern waren auch gute Freunde und Arbeitskollegen gekommen, um mich nach 6,5 Monaten wieder zu begrüßen.

Am 01.06.2006 ging ich wieder arbeiten und auch heute, 10 Jahre später denke ich noch gerne an diese Reise zurück. Übrigens, damals war ich ohne smartphone unterwegs, die ersten I-Phones kamen 2006 erst auf den Markt

 

 

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