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Australien I,1999: Eine analoge Reise durch den 5.Kontinent

Wie geht man an eine Reise heran, die fast zwanzig Jahre sowie mehrere digitale Zeitalter her ist? Ganz einfach, man arbeitet weitere Reisen mit gleichem Ziel in den Blog ein und dann kommt die Lust auf scannen und in alten Fotoalben und Tagebüchern  wühlen von ganz alleine. Am Ende habe ich knapp 20 Stunden am Scanner und nochmal rund 20 Stunden mit der Überarbeitung verbracht und bin  um 470 digitale Fotos „reicher“. Damit wir uns aber auch mal zurückerinnern, wie schwergewichtig das analoge Zeitalter  war, zeige ich  Euch mal meine Australien 1999 Fotoalben. Nicht nur, dass wirklich alle Bilder eingeklebt wurden, nein, ich habe auch liebevoll Outback Sand und Schafswolle in dem Fotoalbum gefunden. Mein Traum, den halben Pax Schrank nach dem Scannen leer zu haben, hat sich nicht erfüllt, Nachdem ich zwei Tage nostalgisch in meinen Kunstwerken geblättert, verzweifelt nach den Negativen  gesucht und im Anschluß mit viel Fleiß und ziemlich stoisch die Bilder aus den Alben entfernt und gescannt habe, sind die Exemplare wieder liebevoll in meinen Fotoschrank eingeräumt worden….ich kann mich (noch ) nicht von den Alben trennen.

Australien war 1999 viel weiter weg als heute. Internet gab es  nur im Café, Smartphones waren noch nicht erfunden. Die Flüge waren teuer, es gab sogar noch die Lauda Air!

Wir flogen in den australischen Herbst, starteten unsere Tour kurz vor Ostern. In unserer Maschine von Berlin nach Wien flog Klaus Maria Brandauer mit, ich hätte ihn fast nicht erkannt.  Wer nicht Jenseits von Afrika gesehen hat, wird sich wahrscheinlich an den Österreicher nicht mehr erinnern.

Unser Zwischenstop in Wien war unspektakulär, mit großem Staunen betraten wir wenig später die Lauda Air. Vielfach wurde in den nächsten Jahren gerätselt, warum nun ausgerechnet Lauda insolvent ging. Meine 5 Cents diesbezüglich: Die waren zu gut!

Es war ein Koch an Board, selbst die Economy aß von Porzellan und richtigem Besteck. Bereits 1999 gab es ein super Entertainment mit Spiele, Filme, Kamera und Karte. Telefon am Platz war obligatorisch und die Spieler unter uns  konnten mit dem Casino Wien live zocken….wie gesagt, dass Alles 1999. Achja, die Sitze und Beinrasten konnten so eingestellt werden, dass man tatsächlich fast lag. Der Flug, mit Zwischenstop in Kuala Lumpur verging wie im Flug und wir waren mehr als überrascht, als wir bereits nach 20 Stunden den 5. Kontinent betraten.

Australien war damals noch viel weiter entfernt, wir rannten am ersten Abend in Darling Harbour zur Telefonzelle und fütterten den Apparat mit australischem Kleingeld um einen lieben Gruß nach Deutschland zu schicken. O-Ton meiner Mum „ Du kannst noch nicht angekommen sein, Du bist doch gerade erst losgeflogen“ :-)!

Wir wohnten damals in einem Mitteklassehotel (Furama Sydney) inder Nähe von Darling Harbour,welches nicht mehr unter diesem Namen existiert. Damals war ich noch nicht so abgezockt, dass ich in Hostels gegangen wäre. Das kam erst später, mit weiteren Fernreisen und den ersten, super Erfahrungen in Hostels.

Unsere Zeit in Sydney (immerhin fünf volle Tage) waren zum Teil total verregnet, ich kann mich daran erinnern, dass wir drei Runden Monorail gefahren sind, weil es einfach unmöglich war, vor lauter Nass von oben, auszusteigen! Als wir die Fähre vom Taronga Zoo, zurück zum CQ (Circular Quay) nahmen, vergaß Jemand seinen Regenschirm, der war dann unserer und wir strahlten wie die Königinnen. Was der Himmel nicht hergab, wurde mit Verlaufsfiltern „korrigiert“, damals total in…heute eher etwas zum Schmunzeln.

Die Oper war bereits damals für uns das Highlight der Stadt, das berühmte Bauwerk wurden aus allen Winkeln aufgenommen, von der Brücke, von der Fähre, abends von Mrs. MacQuaries Chair:

The Rocks:

Wir hatten einen Sydney Explorer Pass, mit dem man sehr komfortabel die Stadt abfahren konnte und an dem EINEN Tag mit Sonnenschein kam auch etwas Feeling auf.

Dennoch oder trotz Allem waren wir absolute Sydneyfans und genossen die Osterfeiertage in der Stadt.

Kleiner Hinweis,  noch mehr Australienbilder, auch aus Sydney sind in fünf anderen Berichten zu finden: http://allcontinentsinonelife.com/?s=Australien

Darling Harbour:

Das weltberühmte Aquarium, auch wir bewunderten die Haie und das Salzwasseriff.

Bondi Beach ( die Fotos von den anderen Stränden sind absolut grau in grau) :

Taronga Zoo:

Ein  wilder Kookaburra, er fühlte sich wohl bei den anderen Tieren

Zu Ostern wurden wir mit einer, für die damalige Zeit, ziemlich guten Lasershow in Darling Harbour unterhalten.

Im Botanischen und chinesischen Garten:

Kings Cross und der berühmte Imbiss in  Woloomooloo

Skyline

Am 7. Tag unserer Reise übernahmen wir unseren PKW und losten die erste Fahrerin aus. Ich war zufrieden, dass es meine damalige Kollegin Kathrin getroffen hatte, uns aus Sydney hinauszumanövrieren. Für die jüngeren Leser- ohne maps2go, google maps  und Navi- nur mit einer Landkarte auf dem Schoß, bewegten wir uns durchs Land!

Unser erstes Ziel waren die Blue Mountains, wir wollten die Three Sisters bewundern. Wirklich viel Zeit, zum Beispiel zum Wandern und Verweilen hatten wir nicht. Ich würde es beim nächsten Besuch anders machen. Allerdings entschuldigte uns der australische Landregen, der uns auch nach einer Woche noch nicht verlassen hatte. In Katoomba waren wir bereits angefressen, die Berge waren in den Wolken nicht zu sehen! Gott sei Dank zog es dann doch noch auf und wir bewunderten die berühmte Felsformation.

Nachdem wir auch Leura unsicher gemacht und die Wentworth Falls bewundert hatten, fuhren wir  auf direkten Weg nach Wollongong, eigentlich ein Vorort von Sydney, am Wasser gelegen…viel Industrie, sonst nichts.

Leura:

Wentworth Falls

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Kiama und dem dazugehörenden „Blowhole“. Da das Wetter zwar nicht schön, aber Gott sei Dank auch nicht stürmisch war, war die Fontäne, die  es zu bewundern galt, eher putzelig.

Mit Blick über das Kangaroo Valley, ohne Känguruhs und dem Besuch von Berrima  (Gefängnis und älteste Kneipe von OZ) folgten wir dem Weg nach Lake Entrance, einem Feriengebiet zwischen Sydney und Melbourne.

Lake Entrance

Unterwegs legten wir einen kurzen Stop in Goulburn und Canberra ein, versuchten wenigstens einen Blick aufs Parlamentsgebäude zu erhaschen. Das was ich von Australiens  Hauptstadt zu bewundern bekam, war nicht sonderlich schön und wir verfuhren uns auch noch mehrfach kräftig.

Auf dem Weg nach Lake Entrance hielt mich die Polizei irgendwann an. Wir waren in einem bergigen Gebiet, im Regen, einspurig, links  und eindeutig passend zu den Straßenschildern unterwegs, als mich der nette Mensch mit Polizeiabzeichen fragte, ob ich denn einen Führerschein besitzen würde? Ich würde so langsam fahren! Nachdem er das deutsche Pendant zum australischen Führerschein inspiziert hatte, ließ er uns aber mit dem Hinweis „ Mädels, seid bitte im Dunkeln von der Straße“ weiterfahren- uff….ich war mir nicht mal eines Fehlers bewusst!!

Unser nächstes Ziel, mal nicht im Regen, waren die Agnes Falls auf dem Weg nach Phillips Island.

Wir waren bereits mittags auf der Insel und besuchten die Koalas, die dort frei in den Bäumen leben. Allerdings wurde, für die dümmlichen Touris Stege im Wald errichtet,  somit kam man den süßen Teddies gaaaaanz nah. Ich schoß damals die niedlichsten Bilder meiner Koalasammlung (die riesig ist), das neun Monate alte Koalababy verzückte ziemlich fotogen (leider analog, aber jetzt ja auch nen bissel verwaschen digital <3)  die Massen !

Phillips Island

Abends hockten wir mit irren und durchgeknallten Asiaten auf der Tribüne und erwarteten die kleinen Watschler aus dem Meer. Süß, wie sie einzeln an Land gespült wurden um dann ziemlich gesittet und in kleinen Kolonien zu ihren Nistplätzen watschelten. Meine Fotos von damals sind quasi nicht existent, auch 1000 Iso haben nicht gereicht um das Schauspiel einigermaßen darzustellen.

Anbei zwei Fotos aus Flickr (copyright Jean L & Jean P & Mitchell Lafrance) .

Später konnten wir die kleinen Frackträger, auf dem Weg zurück ins Informationscenter,in ihren Höhlen und ganz nah, bewundern. Der Abend war wirklich wunderbar und ich erinnere mich gerne daran zurück. Sollte ich nochmals in die Gegend kommen, ich würde wieder den Weg nach P.I suchen und finden. Und ich bitte jeden Besucher, guckt unter Eure Autos:

Am nächsten Morgen krachte unser PKW in Melbourne, im schönen Morgenverkehr (wir erinnern uns: Landkarte auf dem Schoß, alle Beifahrer in Hab- Acht- Stellung) beim Ausscheren auf die Überholspur ( rechts) mit einem LKW zusammen, Gott sei Dank nur Blechschaden, dennoch war der Tag ein wenig verhunzt. Wir drei Mädels machten uns natürlich Gedanken, was wohl AVIS zum Untalent sagen würde.

Dennoch, die Great Ocean Road ist auch mit zermatschten linken Kotflügel beeindruckend und ALLE die bereits nach 1999 in Oz waren werden bemerken….die 12 Apostel waren damals noch intakt!

In Melbourne wohnten wir sehr zentral, in der Nähe der Chinatown am Swanston Walk und nutzten das schöne Wetter (ich hatte in Melbourne diesbezüglich immer mehr Glück) für Powersightseeing. Der Funke wollte damals nicht wirklich überspringen, meine Liebe zur Stadt, lifestyle etc. kam erst viel später auf der Weltreise 2006.

AVIS war übrigens ziemlich relaxt, die Selbstbeteiligung natürlich futsch….

Melbourne Central

Wir hatten unsere Reise über einen Australienspezialisten in Berlin gebucht, den es leider nicht mehr gibt- wahrscheinlich war der, ähnlich wie die Lauda Air, einfach zu gut.

Da wir zu Dritt unterwegs waren, war uns klar, dass Zickenalarm und Streitereien bei fünf Wochen nur ausbleiben, wenn wir uns selbst entzerren und genau deshalb hatten wir uns für eine organisierte Camping Tour (mehr Glamping) mit Australian Pacific entschieden. Natürlich waren wir extremst gespannt, alle Drei hatten keinerlei Camping Erfahrung waren aber aufgeregt wie kleine Kinder an Heiligabend.

Der Reisebus war für gut 30 Mann ausgelegt, wir hatten noch einen Trailer dabei, der unsere mobile Küche wurde und anfänglich war unsere Gruppe noch überschaubar. Erst später wurde diese zusammengelegt und somit legten, sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht, 28 Männlein und Weiblein aus aller Welt, gemeinsam den Weg von Melbourne nach Darwin zurück. Wir waren wirklich bunt gemischt (Kanada, USA, Deutschland, England, Niederlande), mit uns Drei Mädels kamen noch ein deutsches Paar und eine Alleinreisende hinzu. Mit Michaela teilte sich Kathrin das Zelt und somit waren wir eine Sorge leichter, denn alleine wollte sie nicht schlafen.

Hier kommt unser Reiseplan von damals, abfotografiert aus meinem Tagebuch ( wie gut das es die Dinger gibt) :

Unsere ersten Ziele (Nagambie, Tokumwal) waren alles andere als spannend, lediglich die Post von Jerilderie ist eine Erwähnung wert. Hier hatte Ned Kelly die Post ausgeraubt.Wer sich fragt, wer war eigentlich Ned Kelly, dem sei mit Wikipedia geholfen: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ned_Kelly&section=1&veaction=edit&oldid=173113966&wteswitched=1

Wir wechselten anschließend nochmals den Bundesstaat und waren wieder in New South Wales, in Narrandera wo wir das erste Camp aufschlugen. Dieses lag malerisch am Lake Talbot, berühmt für Koalas und Känguruhs. Natürlich hatte der Campground einen Pool, wir waren aber viel zu spät dran um überhaupt in die Verlegenheit zu kommen, an Planscherei zu denken.

Die Zelte von Australian Pacific waren super. Sie wurden auf dem Boden ausgelegt, mir vier Heringen im Boden gesichert. In die Mitte kam eine Stange die aufgewuchtet wurde. Das war es im Großen und Ganzen schon. Perfektioniert wurde das Ganze mit Licht (wir verlegten Lichtleitungen jeden Abend) und weichen Matratzen. Jeder bekam seinen eigenen Schlafsack und auch das eigene Zelt (die Dinger waren nummeriert). Im Verlauf der Reise waren wir so fit, dass binnen 15 Minuten ein Camp mit Küche, Tische etc. stand…..das war schon super.

Natürlich war Küchendienst angesagt, er wechselte jeden Tag, Jedes Zelt kam in das Vergnügen. Die Küche war super, Annie und David verwöhnten uns wo sie nur konnten.

An diesem ersten Abend zeigten sich keine Koalas mehr, dafür sah ich mein erstes Possum und war schockverliebt in die kleinen Scheißerchen die in Australien mehr gehasst als geliebt werden. Die zärtlichste Bezeichnung für die kleinen Vielfraße ist im Allgemeinen „roadkill“….

Am nächsten Tag fuhren wir unausgeschlafen tiefer und tiefer in den fünften Kontinent. Letztendlich verbrachten wir den Tag im Bus, die Entfernungen sind eben nicht zu unterschätzen. Wir bewunderten den Murray River und die sich verändernde Natur umso mehr wir uns von der Küste entfernten.

Unser Tagesziel war Mildura, super Campinplatz mit schöner Ausstattung und einem Koala in der Dunkelheit. Wir Mädels standen wieder mit viel „Ah“ und „Oh“ vor dem Eukalyptus.

Spannender wurde es am nächsten Tag, wir überquerten die Grenze nach Southern Australia und besuchten zunächst das historische Städtchen Burra und die Geisterstadt Terowie. Übrigens ist SA der Bundesstaat mit den meisten ghosttowns in Australien…..traurige Wahrheit, die Landflucht macht es möglich.

 

Ziel an diesem Tag waren die Flinders Ranges, genauer gesagt die Spear Creek Station.

http://www.stationstayssa.com.au/station/spear-creek-station/

Hierbei handelt es sich um eine der großen Schafstations im Outback, die natürlich zunehmend mehr auf den Tourismus setzen um sich so durchzukämpfen.

Der Campingplatz war ziemlich authentisch OUTBACK:

 

Nach unserem Lunch zogen wir per Jeep über das Gelände und sahen nicht nur tolle Natur sondern auch Koalas und WOMBATs, meine ganz großen Lieblinge.

Nach dem Abendessen zeigten uns die Schafscherer was sie so drauf hatten, ein Teil der Wolle klebt, wie bereits erwähnt, im Fotoalbum.

Wiederum schloss sich eine schlaflose Nacht im Zelt an, der Wind heulte um unser Camp.

Unser Bus brachte uns mehr und mehr ins rote Zentrum. Wir fuhren mittlerweile auf dem Stuart Highway gen Norden, die Natur wurde karger, die Wüste nahm mehr und mehr vom Kontinent ein. Die Tagesetappe betrug 539 km und bis auf zwei Stops am Lake Gardiner/ Salzsee und in der sagenhaften „Raketenstadt“ Woomera saßen wir den ganzen Tag im Bus.

Unser Ziel war Coober Pedy, die Opalstadt mit den unterirdischen Wohnungen  (dugouts). Ich glaube in CP hatte ich das erste Mal das Gefühl wirklich im Outback zu sein, damals stand bei mir Priscilla- Queen of the desert ganz oben in der Filmliste und ich musste immerzu an den Film denken.

Wir bummelten durch den Ort und sahen uns Kirche und Wohnungen an, natürlich alles unter der Erde, weil es dort erträglich kühl war. Tatsächlich brüteten oberhalb fast 40 Grad im australischen Herbst.

Wir schliefen in dieser Nacht in einem unterirdischen Hostel, alle in einem Raum, abgetrennt durch Vorhänge. Machen wir es kurz, es war ein schnarchendes Erlebnis!

Am nächsten Tag schauten wir uns den Dingo Fence an, der sich 960 km durch den Kontinent zieht. Er soll Dingos und andere Viecher davon abhalten, vom Norden in den Süden, und damit zu den Viehherden auf den Stations zu gelangen. Dingos sind eh mit Vorsicht zu genießen, ich habe immer zugesehen, dass ich Abstand zu den „Hunden“ halte und bin auf vier Reisen in Down Under mit dieser Einstellung gut gereist. Dingo auf dem Campingplatz in Catherine:

In Marla ist die Grenze zwischen SA und NT (Northern Territory) ….dem einzigen Territorium in Australien und damit in einer Sonderstellung.

Man kann das NT evtl. mit dem Status von Westberlin vor 1990 vergleichen, die Einwohner sind Australier obwohl sie sich in einer Sonderzone bewegen. Wikipedia sagt dazu: Das Northern Territory (’nɔːðən ˈtɛɹɪtɹɪ) (deutsch: Nordterritorium, Abkürzung: NT) ist ein australisches Bundesterritorium, d. h. eine Verwaltungseinheit, die im Gegensatz zu den Gliedstaaten wie Western Australia oder South Australia keine Eigenstaatlichkeit besitzt. Allerdings ist dem Territorium durch Bundesgesetz ein großes Maß an Selbstverwaltung zugestanden worden, wodurch dessen Status faktisch an den der Gliedstaaten angeglichen wurde; jedoch kann jedes Gesetz des Territoriums vom Bundesparlament wieder aufgehoben werden.

Roadtrain:

Am Nachmittag hatten wir es geschafft, der Camping Platz vom Ayers Rock Resort erwartete uns. Natürlich wartete ein großer Pool und Restaurant auf uns. Wir verliebten uns in die knatschrote Erde, die ich so nie wieder gesehen habe….nur in Australien und nur im NT!

Uluru vom Campingplatz:

Um den Uluru wird der ganz große Hype gemacht und auch wir feierten den Sonnenuntergang mit Sekt, Cracker und Käse am zentralen Lookout.Bevor wir allerdings unseren Sundowner Platz einnahmen, zeigte uns David den Ayers Rock von ganz nah und schwörte uns auf den nächsten Tag ein. Schnell war mir klar, dass der Marsch um den Rock am Morgen auf jeden Fall in Angriff genommen wird.

Blick auf den Aufstieg :

Sonnenuntergang:

Abends gab es dem Anlass entsprechend ein angemessenes Abendessen (Spaghetti, Salat, Tiramisu). Am nächsten Morgen bewunderten wir den Sonnenaufgang, der mich nicht so sehr begeisterte. Der Stein sieht für mich aus wie ein Brötchen, die andere Seite ist eindeutig beeindruckender.

Da der Uluru den Aborigines gehört und diese es nicht mögen und auch nicht verstehen, warum Menschen den Rock besteigen, ließen wir es gleich bleiben und umrundeten die Schönheit. Ein Marsch von neun Kilometern, den ich nur empfehlen kann. Der Ayers Rock sah von jeder Ecke anders aus, die Felsenmalereien und die Natur drumherum sind einizgartig.

Dies gilt auch für die Olgas die ich fast noch schöner als den Uluru fand.

Das fast perfekte Outbackbild- knatschblauer Himmel,roter Sand

Nachmittags bummelten wir durch Yulara Town und gammelten am Pool und wie es der Regengott so meinte, es fing an zu pieseln, am Ayers Rock, in einem der trockensten Gebiete der Erde!

Eins der größten Highlights im roten Zentrum von Australien ist der Kings Canyon. Wir hatten mittags unser Ziel der Begierde erreicht und machten zunächst den Basewalk und als es kühler wurde den Rimwalk im Sonnenuntergang.

Basewalk, Känguruhs und Outbackschönheit

Zunächst mussten wir allerdings 300 Stufen in der Gluthitze hinauf und unser Guide war arg darauf bedacht, Wasser und Mütze zu kontrollieren. Die Wanderung war fantastisch, kein Foto konnte die Schönheit  so richtig festhalten.

Abends beschloss die Hälfte der Gruppe draußen zu schlafen und das Zelt, Zelt sein zu lassen. Wir schoben die Matratzen eng aneinander und schlugen uns eine weitere schlaflose Nacht, dieses Mal unter freiem Himmel, schlaflos  um die Ohren.

Über die Mereenie Loop fuhren wir die lange und anstrengende Strecke bis Alice Springs. Unterwegs hielten wir in Hermannsburg, einer ehemaligen deutschen Mission. Wir bekamen Permission zur Besichtigung der Mission, durften keinerlei Alkohol etc. einführen, das Gelände ist in Verwaltung der Aborigines. Später wanderten wir durch die Stanley Chasm und Simpsons Gap, alle beiden Schluchten sind fotogen und schön anzuschauen, nach dem beeindruckenden Erlebnis an den Olgas,Uluru und Kings Canyon lächelten wir allerdings eher müde.

Ich durfte mich in AP mit dem Küchendienst herumschlagen, leider machte die Tatsache, dass wir Inventur im Anhänger machen mussten und die rote Erde überall war, nicht unbedingt netter. Annie backte dafür Apfelkuchen im Outback (sagenhaft was die Frau für uns so zauberte) und eigentlich macht ja Küchendienst auch mal Spaß.

Die abendliche Repilienshow verbuchte ich uns ganz grässlich, noch heute schüttelt es mich, wenn ich an die Schlangen und ähnliches Viechzeug denke, deshalb gibt’s von dem Event auch keine Fotos- grusel. Am nächsten Morgen krochen wir bereits um 04:00 Uhr aus dem Schlafsack und machten unseren Ballon mitten im Nichts startklar. Wir bewunderten die Mac Donalds Range in perfekter Stille von oben, ein wunderschöner Sonnenaufgang begleitete uns.

Das Einpacken des Ballons war bestimmt eines der lustigsten Events der Reise, das Sektfrühstück danach erheiterte uns für den Rest des Tages.

Eindeutig zu betrunken für Bildung und Kultur, besuchte ich im Anschluss den Royal Flying Doctor Service und muss leider gestehen, dass es tatsächlich Fotos von dort gibt…..ich kann mich eigentlich nur noch dunkel an einen Film erinnern und ansonsten an nichts….schade, zumal dieser so arg wichtige Service gerade 90 Jahre alt geworden ist:  https://www.flyingdoctor.org.au/

Ich kann mir vorstellen, dass auch heute noch wertvolle Arbeit im Bush geleistet wird, auch wenn die Distanzen mittlerweile nicht mehr so beängstigend sind und schneller bewältigt werden können, die Menschen durch das digitale Zeitalter und der Billigflieger schneller in die Zivilisation kommen.

Alte Telegraphenstation

Am Nachmittag kurierte ich den Rausch in Alice Springs aus, es gibt genau vier Fotos aus der Weltstadt, mein Tagebuch suggerierte  mir „ spannend war es nicht“.

Weiter ging es auf dem Stuart Highway Richtung Darwin. Unser Tagesziel war Daly Waters, eine Roadstation mit Motel, Pub und der einzigen Ampel im Bush. Bevor es aber soweit war, hieß es wieder viel Staub schlucken.

Unterwegs lernten wir zwei weitere Institutionen des NT kennen=> Barrow Creek (historisches Pub) und Tennant Creek ( auch eine Biertränke). Wer einmal diese Outback Pubs von innen gesehen hat, bekommt eine Vorstellung wie die Jungs von den Stations, Jackeroos genannt, (australischer Cowboys, die Mädels heißen Jilleroo) hier an den langen Wochenenden den Durst stillen und auch über diesen hinaus saufen :-)!

Das Highlight des Tages waren die Devil’s Marbles, die Todesmurmeln die verteilt auf einem großen „Murmelplatz“ entdeckt werden wollten. Beim nächsten Mal komme ich zum Sonnenuntergang, die Dinger haben uns damals fasziniert, leider hatten wir viel  zu wenig Zeit.

Der Abend in Daly Water sowie die darauffolgende Nacht sind wohl in die Geschichte von Australian Pacific eingegangen. Die Amis, Kanadier, Briten und wir stellten uns nicht nur als sehr trinkfest heraus sondern waren echte Partylöwen. Das Bier floss, selbst Shania  Twain wurde ertragbar, wir gröllten das Pub zusammen und die daraus resultierende Idee, nochmals draußen zu schlafen, kann nur dem VB (Victoria Bitter) zugeschrieben werden.

Leider hatten wir während des Tages den Wendekreis des Steinbocks überquert und befanden uns bereits in den Tropen! Was dies hinlänglich bedeutet, weiß Jede/r die gerne zum Mückenfutter wird.

Am nächsten Morgen sahen wir echt bunt aus, die Nacht ist uns nicht gut bekommen. Das Fazit aus Daly Waters lautete: Mozziestiche im fast dreistelligen Bereich, unausgeschlafen und verkatert. Die 62% Luftfeuchtigkeit und die 23 Grad während der Nacht hatten noch einiges an Unwohlsein gefördert, wir waren zufrieden, als die Tortur zu Ende war. Die Wüste war Geschichte, wir freuten uns jetzt auf die „Wasserparks“ Katherine Gorge, Kakadu und Litchfield.

Zunächst besuchten wir aber Mataranka und konnten uns in den Thermal Pools von den Strapazen ein wenig erholen. Die Temperatur in den Naturpools liegt immer bei 34 Grad und das Wasser war herrlich. In 2006 verbrachte ich zwei Tage in Mataranka um diese Pools und die Homestead genießen zu können.

Angekommen in Katherine machten wir eine Bootstour durch die Gorge, die wunderschön ist und auf jeden Fall auf der Bucketlist bei einer Oz Tour durch den Norden stehen sollte. Es ist möglich in der Schlucht zu baden, die Krokodile kommen nicht bis nach Katherine, es fehlt eine Verbindung aus den Zuflüssen bis hin zum Meer.

Auf dem Campingplatz fanden wir einen neuen treuen Freund,einen Eisvogel…naher Verwandter des Kookaburra aus Sydney:

Unser letztes Highlight vor der Zivilisation (Darwin) war der Kakadu Nationalpark, der mich erstaunlicherweise ziemlich kalt ließ. Sicherlich waren die Aborigine Malereien sehenswert und die Termitenhügel beeindruckend aber insgesamt hatte ich mir mehr vorgestellt. Eventuell lag es aber auch daran, dass wir mittlerweile nicht mehr im Bus sitzen wollten.

Wir verlebten zwei relaxte Nächte in Darwin mit unserer Truppe, die dritte Nacht waren wir bereits wieder alleine „on the road“.  Ein offizielles Programm gab es in Darwin nicht mehr, wir erkundeten die Stadt alleine. In diesem Zusammenhang verlinke ich nochmals Australien 2006, als ich nochmals in Darwin war.

Weltreise 2005/2006,IV: OZ II, Northern Territory & Queensland

Am Abschiedsabend kam ich erst spät ins Hotel zurück, die Polizei war im Haus. Die Bar war aufgebrochen worden und die Beamten ermittelten. Ich machte mir keine Gedanken und ging entspannt zu Bett. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unserer Reisegruppe und bevor überhaupt die Rezeption aufmachte, schmissen wir den Zimmerschlüssel über die Theke. Unsere Klamotten lagen wohlverwahrt im Locker Room des Hotels und das bereits seit rd.12 Stunden!

Die Truppe von damals

Kurz und gut, Litchfield ist der schönste Nationalpark im Norden, an jeder Ecke und an jedem Hollerbusch wartet ein Wasserloch zum Schwimmen auf seine Wasserratten….

Die Wasserlöcher mit dazugehörendem Wasserfall trugen so klangvolle Namen wie „Rockholes“, „Florence Falls“, „Wangi Falls“ (waren noch gesperrt- Crocs inside) und „Tolmer Falls“. Es war alles grün, saftig und stand in voller Blüte- herrlich…..bis auf die Mozzies und der Luftfeuchtigkeit.

Zurück in Darwin mussten wir mit Betroffenheit feststellen, dass die Suffflaschen aus der Bar, am Vorabend mit unseren Taschen aus dem Lockerroom, davon getragen wurden! Wir schauten auf 1,5 m Wäsche, fünf Geschädigte versuchten in den nächsten Stunden die eigenen Sachen aus dem Wäschehaufen zu finden, die Schadensliste zu ermitteln und sich die bange Frage zu stellen, wie man ohne Taschen am nächsten Tag nach Cairns fliegt ( die Läden waren längst geschlossen) ?

Die Polizei listete fleißig mit, der Hotelbesitzer gab uns 100 AUS$ und bezahlte auch das Taxi zum anderen Hotel, wo wir die letzte Nacht in Darwin verbringen würden.

Außerdem bekamen wir Taschen, Tüten und Koffermodelle der „first fleet“ (Pappkoffer). Dem Taxifahrer entglitten die Gesichtszüge, drei Mädels, neun Koffer und Taschen! Er rief aus dem Auto seine Angetraute an und wir konnten das Gespräch mithören „ Norma, ich habe hier drei Mädels aus Deutschland in meinem Auto, die haben neun Gepäckstücke“….der Typ war so süß und noch niedlicher wurde es morgens um 5:00 Uhr als genau der gleiche Taxifahrer uns zum Flughafen fuhr und genauso entgeistert fragte „ wo ist denn Euer Gepäck geblieben?“. Wir hatten natürlich nochmal neu gepackt und aus neun wurde sechs….immer noch genug und von der Peinlichkeit, als die Taschen, Tüten und Pappkoffer in Cairns auf dem Band ein paar Runden drehten, will ich mal nicht sprechen.

Wir fuhren mit unserem vorher gebuchten Shuttle nach Palm Cove und verliebten uns nicht nur in den Ort sondern auch in unser Apartment. Der Ort ist spatzig, Einkaufsmöglichkeiten sind kaum vorhanden, dafür gibt es Krokodile und das Baden ist nur an ausgewählten Stellen möglich. Unseren ersten Nachmittag verbrachten wir am Pool und holten Nachschlaf der letzten vier Wochen nach.Der Traumstrand von Palm Cove

Die Skyrail von Kuranda ist in Touristenkreisen berühmt, es wurde eine Seilbahn über den Regenwald gebaut und somit ist es möglich über das viele und vor Allem alte „Grün“ hinwegzuschweben. In Queensland wächst der weltweit älteste Regenwald.

In Kuranda angekommen, schauten wir uns den berühmten Bahnhof an und ergötzten uns in einer Schmetterlingsfarm an den kleinen und zarten Lingen im Helikopter  Format. Nachmittags erstand ich in Cairns meinen allerersten Rucksack, den ich immer noch besitze und der weiterhin regelmäßig durch die Weltgeschichte fliegt. Mein heißgeliebter Oztrail, lila-blau….was hast Du alles erlebt!

Wenn man im Norden von Australien ist, darf natürlich ein Ausflug zum Cape Tribulation nicht fehlen. Also standen wir auch an einem unserer letzten Tage in Oz wieder um 06:00 Uhr auf und  machten uns per organisierter Tour gen „noch mehr Norden“.Zunächst gings nach Port Douglas, weiter über Mossman zum Daintree River. Dort durchfuhren wir den Fluss und hielten Ausschau nach Leistenkrokodilen, den miestesten aller Crocs. Am Cape Tribulaton erwartete uns ein traumhafter Strand, mit Regenwald im Hintergrund, und förmlich unberührt. Heute stehen hier bestimmt Luxushotels, die Australier gehen ja nicht gerade zimperlich mit ihren Ressourcen um.

Port Douglas:

Wikipedia gibt Auskunft: Cape Tribulation (englisch: „Kap der Trübsal“) ist eine Landzunge an der Ostküste Australiens. Sie befindet sich ca. 45 km nördlich von Port Douglas und 110 km nördlich von Cairns in Queensland. Dort stoßen Regenwald und Great Barrier Reef unmittelbar aufeinander.

Der Name leitet sich von der Tatsache ab, dass James Cook auf seiner ersten Südseereise (1768–1771) dort mit seinem Schiff auf Grund lief und beinahe verloren gegangen wäre. Erst nach einmonatigen Reparaturarbeiten konnte er seine Reise fortsetzen.

In der dortigen Siedlung leben etwa 150 Einwohner. Der Ort ist in der Regel mit einem normalen Auto zu erreichen. Der Weg führt mit einer Fähre über den Daintree River. Der Ort selbst besteht aus mehreren Resorts bzw. Unterkünften sowie einigen Restaurants. Nördlich vom Kap liegt Cooktown, das von dort nur mit einem Allrad-Fahrzeug erreicht werden kann.

Daintree River und Croc

Cape Tribwilde Natur:

Wir kamen am Cap das erste Mal mit einer braunen Baumschlange zins Gespräch, die sich grazil in der Damentoilette kringelte. Muss bestimmt nicht erwähnen, dass das Viech mit Sicherheit tödlich ist und unser Gesprächsinhalt ziemlich einseitig war.  Wir quietschtenm das Tierchen rückte und rührte sich nicht….die Toilettenkabine blieb unbenutzt. Bis nach Cooktown fuhren wir an diesem Tag nicht, ich hätte es natürlich toll gefunden, aber ohne Allrad geht da nischt.

Den vorletzten Reisetag verbrachten wir auf einem Katamaran am Outer Reef. Wir erschnorchelten uns das Great Barrier Reef, für mich nach wie vor einer der besten Schnorchelspots die ich erkunden durfte.

Am letzten Tag gammelten wir durch Cairns und trafen mit unserer Australian Pacific Reisegruppe zusammen, die den weiten Weg von Darwin per Bus zurückgelegt hatten.

Unsere Rückreise war leider nicht so einfach wie angenommen. Wir flogen von Cairns nach Kuala Lumour- dachten wir…..das wir nochmals in Darwin landeten, wußten wir nicht! Malaysian machte auf uns schon damals keinen so tollen Eindruck, das Eis der Klimaanlage rutschte beim Start durch die Maschine und nässte im Anschluß die Klamotten ein.

In Kuala Lumpur schmiss ich mir eine Portion Heiermänner ein und erlebte kaum den Cateringwagen, der unsere Maschine der Lauda Air anmatschte. Eine Tür fiel den Ingenieuren entgegen, die mit Taschenlampen auf der Rollbahn standen. Kurz und gut 90 Minuten später wurde der Flug gecancelt, wir mussten mitten in der Nacht in Malaysia einreisen.

Malayen des nächstens arbeiten sehen ist eine Freude, es dauert nochmals 90 Minuten bis wir im Minibus in ein Hotel gekarrt wurden. Nachdem wir gegen 4:00 Uhr unser verschwitztes Haupt in die Kissen kuscheln konnten, klingelte bereits 120 Minuten später das Telefon. “ Wir haben Flüge nach Singapur für Sie !“ Mist, ich war auf Sightseeing in K.L. aus….also dreckig wie die Schweine wieder zum Flughafen, eine Stunde in die falsche Richtung, rennen zum Anschlußflieger nach Frankfurt. Wir waren zu acht, nur fünf kamen mit…..wir gehörten zu den Glücklichen und landeten mit rund 12 Stunden Verspätung in Deutschland.

Schön das ich Euch nochmal auf meine erste Australienreise mitnehmen durfte. Es war mir eine große Freude fast 20 Jahre „back to the past zu reisen“

 

Südafrika 2004, I: Kapstadt, Kap d. g.Hoffnung und Gariep River

Meine letzte Reise mit analoger Kamera und der ersten digitalen Knipse. In diesem Bericht tummeln sich nur Fotos der Digi Cam, auf großartige Scannerei habe ich verzichtet…..die Bildchen sind alle brav in einem dicken Fotoalbum eingeklebt.

Unsere Tour durch das südliche Afrika begann im wunderschönen Kapstadt. Wir bewunderten die Queen Victoria Waterfront, und feilschten in der dortigen Apotheke um eine vernünftige Malariaprophylaxe für Namibia, Botswana und Zimbabwe. Wir erkundeten den Tafelberg und verliebten uns in die niedlichen Klippschliefer.

Außerdem lernten wir eine tolle südafrikanische Zahnarztpraxis mit jedem erdenklichen Schnickedöns kennen, und die verloren gegangene Krone war schnell ersetzt….by the way, für nen ganz schmalen Taler.

Von Muizenberg aus bekamen wir den perfekten Spätnachmittagsblick auf den Tafelberg,

Vom Lion Head genießt man wohl den besten Blick auf Kapstadt und dem Tafelberg. Der Sonnenuntergang hat mich damals nicht so begeistert, der Blick auf die Stadt war aber grandios.

Eine grandiose Tour führte uns zum Kap der guten Hoffnung. Wir fuhren durch die einschlägigen Orte wie Camps Bay und sahen nicht nur grandiose Städte, sondern durchaus weißen, gehobenen Lebensstandard.

Am Kap der guten Hoffnung

Unterwegs kamen wir in den Geschmack der ersten Wildtiere und natürlich kamen wir an den berühmten Straußenfarmen vorbei.

Wir bewunderten Pinguine und Wale in Simons Town und wünschten uns alle ein buntes Strandhäuschen unser eigen nennen zu können.

Das Bo Kap Viertel entführte uns nochmal in eine ganz andere Welt von Kapstadt und nach drei Tagen machen wir uns auf den Weg in Richtung Namibia. 

Wir starteten mit African Wildlife Safaris in einem Overlandertruck der neben uns Vier noch 16 andere Reisenden Platz bot. Unsere Tour führte uns an der Küste des südlichen Afrikas nach Namibia, weiter nach Botswana, bis nach Simbabwe. Geplant waren 20 Tage, davon 16 Nächte im Zelt.

Am ersten Tag fuhren wir Richtung Gariep/ Oranje River an der südafrikanischen- namibianischen Grenze. Wir wohnten in einem wunderschönen Camp und trauten uns auf den Gariep River, der auch gleichzeitig der Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika ist,  zum Paddeln. Ich bin ein wahres Untalent  was paddeln und rudern angeht und konnte das so richtig unter Beweis stellen.

Am Abend genossen wir eine südafrikanische Kürbissuppe und freuten und auf unser nächstes Ziel, Namibia. Die erste Nacht im Zelt war zäh, wir waren überrascht wie kalt es in den frühen Morgenstunden wurde.

Tickey und Manda

Am nächsten Morgen fuhren wir über die Grenze, der Weg führte uns straight ahaid zum Fish River Canyon. Wir bemerkten den Unterschied zwischen Südafrika und Namibia sofort, die Wüste war nach der Grenze sofort greifbar und sichtbar.

Wir kehrten am Ende unserer fünfwöchigen Afrikatour nochmals nach Südafrika zurück, flogen aus Victoria Falls/ Simbabwe zurück nach Jo-Burg ( GP) .

 

Weltreise 2005/ 2006, VI: Neuseeland

Südinsel:

Nach sieben Tagen in Sydney flogen wir Vier mit Air New Zealand nach „Under Down Under“. Mit an Bord die australische Rugbymannschaft, die sich ihre Quartalsklatsche bei den All Blacks abholen wollte.

Lustigerweise standen wir zusammen mit den Muskelpaketen bei der Einreise und reinigten unsere Schuhe vom wilden Farmdreck aus Australien. Sowohl die Aussies als auch die Kiwis haben eine extreme Einreisebestimmungen, zu groß die Angst vor Seuchen oder den Fruchtfliegen.

Christchurch vor dem großen Erdbeben 2011 war wie ein großes Dorf, Straßen im Schachbrettmuster und kaum Apartmentkomplexe, fast alles Einfamilienhäuser. Unser Hostel war sehr idyllisch und die Sonne gab im neuseeländischen Herbst (April 2006) alles was ging.

Unser Mietwagen hörte auf den wohlklingenden Namen Nashy und machte uns viel Spaß. Wir bewunderten die Schönheiten in und um Christchurch, fuhren mit der alten Tram und klapperten viel  zu Fuß ab.

Die Aussicht vom Mt. Cavendish auf Christchurch und Umgebung war sensationell.

Ein großes Highlight war unsere Walbeobachtungstour in Kaikoura. Wir hatten auch Glück, es zeigte sich ein Buckelwal und Joep hatte nicht umsonst die Fische gefüttert.

Der Blick auf den Mount Cook blieb uns ein wenig verwehrt, der neusesländische Herbst erinnerte an Berlin im November, der Himmel gab alles.

Dennoch hatten wir ab und an einen schönen Blick auf die neuseeländischen Alpen.

Unser Tagesziel war Okmatata, ein Ort, von dem ich noch niemals nie etwas gehört hatte. Ähnlich verhielt es sich mit dem Städtchen Oamaru.

Berühmt war das Nest nur, weil dort die Gelbaugenpinguine am Nisten sind und wir sie aus nächster Nähe bewundern konnten. Wir hatten Glück, es kamen welche obwohl keine Saison war.

Neben den Gelbaugen Pingus bewunderten wir auch die kleinen Zwergpingus, meine ganz besonderen Lieblinge.

Ein sehr hübscher Abstecher auf der Südinsel waren die Boulders auf dem Weg nach Dunedin. Interessant was die Natur so hervorbringt- liegen einfach so da….

Die Natur rund um das Städtchen begeisterte uns sehr…wir sahen Albatrosse, Seelöwen und bewunderten die Schoki in der Schokifabrik ( Cadbury)  und genossen das Bier von Speights. Danach waren wir betrunken und vollgestopft mit Osterhasen.

 

Joep bekam von  uns die Zugfahrt auf der historischen Strecke „Taieri Gorge“ zum Geburtstag geschenkt, er ist ein Zugliebhaber.

In Te Anau  bewunderten wir den Lake Manapouri, eine absolute Schönheit und der Milford Sound am nächsten Tag spricht ja für sich alleine:

Milford Sound:

Willkommen im komplett verrückten Queenstown- der „fun city oft he world“ der Hort aller  Spinner und Sportbesessenen.

Wir wohnten im YHA, genossen die Stimmung in der Stadt und den größten Burger der Welt bei Fergburger http://fergburger.com/menu.html den uns die Mädels auf Frazer Island empfohlen hatten. Das Ding war so groß wie ein Dinnerteller! Wen es interessiert, ich hatte Bombay Chicken. Joep sprang am nächsten Tag den AJ Hacket Bungee ( 137 m)  2x, weil er so begeistert war und tags  darauf machte ich es wahr und stürzte mich über dem Franz Josef Gletscher mit einem Fallschirm in die Tiefe! Zunächst flogen wir über die Gletscher und auf 4400m wurden wir dann aus der Maschine „geschmissen“. Den freien Fall fand ich nicht so cool, aber nach 45 sek, begann der Genuss und sogar Fotos waren drin.

Am Nachmittag gewannen wir noch mehr Gletscherimpressionen und fuhren weiter nach Greymouth, wo Alexandra am nächsten Morgen einen Heliflug auf den Gletscher unternahm.

Als kleines Osterpräsent brachte mir in diesem Jahr das Osterhäschen die Windpocken vorbei. Da hockte ich mit 34 Jahren, vollgepustelt und angematscht also in Greymouth herum und fragte mich zu diesem Zeitpunkt noch nervös, was ich denn habe? Bed Bugs? Auch der Besuch des Punakaki Nationalparks konnte mich nicht so richtig aufheitern.

Uns so lernte ich auch Medical Care Ltd in Nelson kennen, die mich fachgerecht behandelten und mich um viel Geld erleichterten.

Meine drei Mitreisenden waren regelrecht hysterisch und telefonierten alle mit good old Germany/ Netherlands…was eigentlich egal war. Sofern ich ansteckend gewesen wäre, hätten die Anderen auch ohne Telefonat bereits die Arschkarte gezogen.

Nordinsel:

Am nächsten Morgen machten wir uns von Picton auf den Weg nach Wellington. Nashy wurde abgegeben, auf der Fähre waren wir ohne Wagen. Die Aussicht im Marlborough Sound war einzigartig und am Hafen wartete schon JayJay, der kleine Bruder von Nashy, auf uns. Wir bekamen exakt den gleichen Wagen, mit anderem Nummernschild.

Marlborough Sound

Wellington begeisterte uns Vier, wir bewunderten das Te Papa Museum und die Landschaft. Die Stadt war lieblich, das Wetter spielte mit.

Unser nächstes Ziel war Napier, eine Art Deco Stadt mit schöner Architektur.

 

Die Tongariro Crossing fiel leider ins herbstliche Wasser, wo bei der Anreise zum Nationalpark noch drei Vulkane gewesen waren, sahen wir am nächsten Morgen nur noch grau und viel, viel Wasser. Somit vertrieben wir uns die Zeit im Hostel und sahen vom Nationalpark nichts. Auch der Lake Taupo blieb uns verborgen und wir hofften auf besseres Wetter.

Ein kurzer Blick auf den Vulkan

Und dann sah man nichts mehr, nicht mal Kiwis

In Rotorua bewunderten die die Geysire im Wai- o-Tapu Wonderland und sahen uns einen echten Hakka in Te Puia an.

Te Puia:

Außerdem planschte ich gefühlt in jeder warmen Quelle, die sich uns bot.

Grandiose Natur und altes Maoridorf

 

Die Nationalpflanze

Das Wetter schwächelte arg sowohl auf der Nord- als auch Südinsel, Straßen waren geflutet, wir wurden mehrmals umgeleitet und so landeten wir an einem Abend in Whitianga- aus der Not nicht auf Wunsch heraus. Nach einer weiteren Sturmnacht beschlossen wir nach Auckland zu fahren und Coromandel auszulassen. Es hätte uns nichts mehr gebracht und wir wollten unter Hab und Gut und JayJay nicht riskieren. Auckland habe ich hügelig und ausgebrochen hässlich in Erinnerung. Im Hostel wurde geklaut was das Zeug hielt. Wir machten eine Bootstour, schauten uns die Umgebung an und gingen ins Kino und parkten Angelikas Teddy dort unfreiwillig ein. Gott sei Dank, die Teddypension passte gut auf den kleinen Freund auf und wir konnten ihn nach einer Nacht im dunklen Kino wieder retten und auslösen.

Der Blick vom Skytower ist mir noch in Erinnerung geblieben und das Auckland Museum habe ich sogar in herausragender Erinnerung.

Gegend rum um Auckland

Am 04.05.2006 hob der Flieger gen Fijis ab, wir hatten zu diesem Zeitpunkt genug von Regen und Kälte und im Nachgang muss ich sagen, dass ich Neuseeland schön fand, mir aber nicht sicher bin, ob ich nochmal zurückzukehren werde. Die Landschaften sind grandios, doch lohnen sich meines Erachtens die irren Flugzeiten nicht.