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Sloewenien 2018,II: Piran, Secôvlje, Radovljica, Bled

Der Wecker klingelte bereits um 7:15 Uhr und mit einem letzten Blick in die Wetter App war die Entscheidung getroffen-wir fuhren nach Piran an die Adria. Es waren sonnige 7 Grad angesagt und da wir noch voller Pläne für die nächsten Tage waren und die Zeit gut aufgeteilt werden musste, fingen wir mal mit der längsten Etappe an. Zunächst ging es Richtung Ljubljana, danach fast bis Triest und schlußendlich legten wir nochmal 15 km drauf. Piran/ Pirano liegt zwischen Triest/ Italien  Pula/ Kroatien und begeisterte uns ab der ersten Minute. Schnell war die zweistündige Fahrt vergessen. Wir parkten vor dem Hafen, Autos sind in der Altstadt nicht erlaubt. Piran ist erst seit 150 Jahren nicht mehr venezianisch. Bis heute ist italienisch zweite Amtssprache, alle Schilder sind in slowenisch und italienisch ausgeschildert. Es gibt vier Schulen im Ort, auf zwei dieser Eintrichtungen wird ebenfalls auf italienisch unterrichtet. Bereits auf dem Weg zum Meer hatten wir uns über die Zypressen und Kiefern gefreut und der Ginster blüht hier bereits! Da selten Frost in Piran herrscht zeigten uns die Riesenexemplare an Palmen in den privaten Gärten.

Wir schlenderten am Hafen entlang unser Ziel war der Tartini Platz, dem venezianischen Teufelsgeiger aus Pirano, gewidmet. Es war extrem mild, Handschuhe und Mütze konnte man getrost vergessen. Obwohl nur 7 Grad waren die Straßencafés gut besucht und auch wir tranken unseren Cappuchino draußen unterm Sonnenschirm ( Beweisfotos sind noch in rax), Wir bewunderten ebenfalls den einen oder anderen Schwimmer in der Adria, beeindruckend,,,,,wir fanden das Wasser sehr kalt.

Blick auf die Spitze von Piran, der Campanile am Ende ist der Leuchtturm.

Piran besitzt nicht nur einen schönen Hafen, das Highlight ist die Piazza Tartini mit St. Georgs Kirche und Campanile. Mein Traum eines Eisbechers wurde zerstört, hier war die Eisdiele im Winterschlummer.

Nachdem wir mit dem schwarzen Supergebräu auch noch eine Cremschnitte verspeist hatten, schlenderten wir durch die vielen romantischen Gässchen und machten uns auf den Weg zum Campanile und zu Stadtmauer.

Die Stadtmauer ist es, die Piran den berühmten Blick verleiht. Oben auf den Resten der Befestigung bekommt man Aussicht auf die Landspitze und die nicht überrestaurierte Altstadt. Anders als Dubrovnik wurde Piran im Balkankrieg nicht angegriffen, der Krieg bereits 1991 erledigt ( da gings im restlichen Jugoslawien gerade erst los) und schon 1994 befand sich Slowenien im Aufnahmeverfahren in die EU.

Zurück an der Piazza ließen wir uns eine sauleckere Pizza schmecken, eine der Besten der letzten Jahre,

Im Anschluß liefen wir noch an die Spitze und lüfteten das Bierchen vom Essen aus.

Mit schönen Blicken auf den Hafen verabschiedeten wir uns von Piran. Wir waren sauglücklich den Winter als Reisezeit für Slowenien gewählt zu haben, Das Wetter ist traumhaft, die Massen halten sich in Grenzen. Im Sommer muß es hier grauslich zugehen, denn auch jetzt war der Ort sehr gut besucht.

Zum Abschluß unserer Adriatour fuhren wir durch Portoroz und Lucjia in Richtung Sečovlje. Uns erwarten die Salzgärten an der kroatischen Grenze. Es gibt zwei Eingänge in die Salzterassen, einer liegt bereits jenseits der kroatischen Grenze. Die 6€ Eintritt emfpanden wir aufgrund der nachlassenden Lichtverhältnisse als ein wenig überzogen, trotzdem war es sehr interessant an den Terassen entlangzuspazieren. Neben Speisesalz wird auch Fleur de Sel geerntet, Salzberge waren im Winter natürlich nicht zu erwarten.

Gegen 18:00Uhr waren wir wieder in Bled und kehrten dort in unser Lokal vom erstem Abend ein. Für mich gabs Suppe, Mathias schaffte tatsächlich nen Wiener Schnitzel. Um 21:30 Uhr war bereits Licht aus, wir waren fertig.

Apple versprach uns für den nächsten Tag 14 Grad und Sonne satt. Wir wollten auf die Bleder Burg, die Altstadt  on Radovljice bewundern und nach Ojstrica wandern. Umso länger wurde unser Gesicht als wir die eigene Hand vor Augen nicht erkennen konnten. Nebel hatte uns eingeholt, nicht der Nebel des Grauens oder die Eotze von Lukla, dennoch musste Plan her.

Die Burg wurde gecancelt, wir fuhren in die entzückende Stadt Radovljice, die aufgrund ihrer geschlossenen Altstadt ein Schmuckkästchen ist. Leider versaute uns der Nebel den Blick ins Tal, dei Stadt liegt wie ein Adlerhorst auf einen Berg.

Hier ein paar Impressionen:

Wir kehrten ins Hotel Lec ein und überbrückten das Wetter….Apple versprach blauen Himmel um die Mittagszeit. Damit uns nicht langweilig wurde gab es Radovljicer Strudel und heimeliges Ambiente. Die Stadt ist ebenfalls für seine Lebkuchen bekannt, wir leißen uns das Museum nicht entgehen. Die Küchlein werden all year round gebacken, hier ist man nicht so auf Weihnachten festgelegt.

Emily fand einen neuen Emilysitter und unsere neuen Freunde Metko und Janka möchte ich Euch auch vorstellen.

Der Himmel riss während der sechs Kilometer nach Bled wieder auf und gab den  Blick in die Alpen frei:

Zurück im Ort war immerhin die Insel wieder erkennbar und die Szenerie hatte etwas mystisches. Wir schlenderten am Ufer entlang, ergatterten eine Bank und siehe da….die Sonne kam durch und wir genossen den Blick, die Bank und Klärchen.

Das Wetter klarte immer weiter auf, wir schlenderten ein wenig durch den Ort und planten unseren Nachmittag.

Da in Slowenien die Supermärkte auch sonntags geöffnet haben entschlossen wir uns zu Spaghetti und Salat und gingen shoppen.

Nach kurzer Pause in unserer Unterkunft fuhren wir wieder los und nahmen die Wanderung nach Ostrica in Angriff. Zunächst mussten wir aber vom Wanderweg lassen und schnurstraks zum See laufen….der Nebel war weg und die Sonne schien Burg, Insel und Berge perfekt an.

Nch kurzem Genuss des Postkartenmotivs schüttelten wir die Mützen zurecht, zogen Handschuhe an und machten uns auf den Weg zum Lookout. Die ersten Wanderer mit Wanderstöcke und festen Bergstiefel schlossen sich uns an. Sie hatten ebenfalls einen kleinen Westie ( sieht man hier häufig)  dabei und die beiden weißen Wölkchen durften ohne Leine den Berg erklimmen. Warum die slowenischen Mitwanderer Stöcke  dabei hatten, wussten wir nach genau 50m im trockenen Bachbett….steil, rutschig und nicht ungefährlich. Emily gemste sich den Berg hoch, Mathias folgte dem Hund raschen Schrittes, da wir ja nicht wussten, inwieweit wir der kleinen Hundedame in den tiefen Wäldern der julischen Alpen trauen können. Ich keuchte hinter den Beiden hinterher und  war froh als ich Mütze, Handschuhe und Schal abnehmen konnte……es war einfach viel zu warm.

Oben erwartete uns der grandios angekündigte Blick auf den Kurort….kitschig schön und noch im fast perfekten Licht.

Gegen 16:15 Uhr waren wir wieder im Korman Bled und gönnten uns ein Union, lecker das Gesöff. Den restlichen Abend vergammelten wir @home mit Blick ins www, ins Glas und in die Spaghettischüssel.

 

 

 

 

 

 

Kroatien 2016:II, Trogir und ein Abstecher nach Split

Nun sind wir zu Viert unterwegs, Drei mit zwei Beinen und die kleine Westie Dame auf ihren vier Pfötchen. Wir holten Alexandra vom Flughafen Split ab und fuhren sechs Kilometer die Einflugschneise entlang, zu unserer Unterkunft. Wir wurden mit großem Hallo erwartet, Ex-Berliner begrüßten  uns freudestrahlend. Unsere Wohnung war mehr als großzügig, zwei Schlafzimmer und eine schöne große Küche. Die Möbel waren old fashioned aus den 50 er Jahren aber alles ordenlich und sauber.

Wir erkundeten an diesem Tag die pittoreske Altstadt von Trogir, auf einer kleinen Insel gelegen….wunderschön, vor Allem der Blick  von der Festungsanlage auf die Stadt und das Meer. Das Bier kam allerdings 45 Kuna, was umgerechnet weit über vier Euro waren….da kann einem die Plörre schon mal  im Hals stecken bleiben. Kulturell konnten wir uns nicht weiterbilden, alle  Kirchen und Konvente mit Unesco Status waren geschlossen…egal, kennt man eine Kirche, kennt man Alle und Emily darf eh nicht gläubig werden, der Wauzi ist in Kirchen nicht erwünscht.

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Wir stillten unseren Hunger mit Chevapcici und waren gegen 19:00 Uhr an unserer Unterkunft. Der Abend  wurde vergammelt, wir machten es uns häuslich bequem. Schön so eine große Wohnung zu haben, die allerdings in der ersten Nacht arge Minuspunkte sammelte. Das 50er jahre Design wollte in der Nacht nicht wie wir wollten. Emily durfte nicht mehr unter dem Bett schlafen, weil wir Angst hatten, zusammenzukrachen. Am Fußende ärgerte uns das Stemmbrett und jede Bewegung wurde mit quietschen und knarzen begleitet. Mathias zog nachts um 2:00 Uhr in die Küche auf die Couch samt Klimaanlage. Am nächsten Morgen wurde barfuss der Gang zur Werkstatt nebenan vollzogen und Michails wertvolle Schrauben geklaut, Bett auseinander genommen und repariert. Die nächste Nacht wurde besser, auch wenn der Stein unter dem Bettfuß erhalten blieb. Vermutlich erlebt dieses Inventar nochmals 50 Jahre.

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Unseren zweiten Tag in Trogir verbachten wir am Strand auf der Insel Chiova. Wir fanden eine geniale Badestelle, typisch kroatischer Bauart auf Klippen und kaum Touristen, welch ein Segen.

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Gegen 16:00 Uhr schauten wir uns Lidl Croatia von innen an und  entschieden zu grillen. 40 Cevapcici, Ayvar, Zwiebeln, Tomate, Kalamaris, Gurke  und Baguette komplementierten unser Dinner und unsere Wirtin Anka, eine Seele von Mensch (Exilberlinerin) freute sich so sehr, dass wir ihren Grill benutzen.

Wir genossen einen tollen Abend, bekamen von unseren Gastgebern süße Zwiebeln und zwei Liter Wein geschenkt und unser Fleisch und die Kalamaris schmeckten saugut.  Gut angegangen gings in die reparierte Retroheia, die nächste Nacht war unspektakulär…..naja, der Stein machte mir weiterhin Sorgen.

imageUnseren letzten Tag in Trogir verbrachten wir in Split und außerhalb der Stadt an einer Badebucht.Zunächst schauten wir, wo die Fähre nach Supetar abfuhr,  um uns dann zu einem Parkplatz zu schlagen und die Altstadt zu erkunden. Dem Grunde nach ist diese ein einziger Tempel namens Diokletian und war wirklich beeindruckend.  Toll was die Römer da hingestellt haben. Da es sehr voll war,  Split ist Anlaufhafen von vielen Kreuzfahrtschiffen geworden, hatten wir nach knapp drei Stunden genug….am Ende trösteten wir uns mit der Erkenntnis, dass  es sich eh nur um tote Steine handelt :-).

Anbei ein paar Impressionen aus Split:

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Das Denkmal für den Mönch aus Nin….bissel furchteinflößend

Altstadt und Diokletianpalast
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imagePalastruinen und Kathedrale von Split

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Um 14:00 lösten wir den fliegenden Teppich wieder aus und suchten uns eine lauschige Badebucht, südlich  von Split. Emily vertiefte ihre Schwimmkenntnisse und wir verlebten einen entspannten Badenachmittag. Unser Abendessen war eine Neuauflage des Vorabends, es war soooo gemütlich in unserem Wildwuchsgarten.

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Unser Squid, mariniert mit Chili, Knoblauch, Öl, Pfeffer, Salz und Mirakoliwürzer-total lecker

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Wir waren fast ein wenig wehmütig, die Zeit in Trogir war wirklich toll gewesen und wir wären gerne noch  ein zwei Tage geblieben. Am nächsten Morgen ging die Fähre um 7:45 Uhr. Da wir aber noch eine 45 minütige Anreise nach Split vor uns hatten, desweiteren angeraten wurde, so früh wie möglich am Hafen zu sein, endete unser letzter Abend in  Trogir bereits gegen 10:00 Uhr.

Achtung, wie immer der Hinweis am Ende, die Bilder werden nach Rückkehr zum Teil ausgetauscht. Wer wissen will, wie es an den Plitvicer Seen und in Vodice war, schaut einfach mal hier:

Kroatien 2016: I, Plitvicer Seen und Vodice

Kroatien Teil III, Insel Brac kommt….. Fortsetzung folgt!

Kroatien 2016: I, Plitvicer Seen und Vodice

Kroatien, ach da werden Kindheitserinnerungen wach.Als ich das erste Mal in Ex-Jugoslawien war, wurde ich zarte vier Jahre alt. Ich bekam ein Schlauchboot zum Geburtstag, kostete vor meiner Mama das erste Mal Miesmuscheln und  badete in den Plitvicer Seen ( ja, da durfte man damals drin baden) und natürlich  in den Krker Wasserfällen.

Beim zweiten Mal, 1980, trieb ich meine Herrschaften immer tiefer gen Süden, meine Mutter lernte eine jugoslawische Zahnbehandlung der besonderen Art kennen und ich ließ mir in Vodice mein Popöchen von fiesen Mücken zerstechen.

Dann kam der Balkankrieg und die Region verschwand aus meinem Fokus. Übersee wurde einfach attraktiver und für Europa war ja noch Zeit, wenn man nicht mehr so gerne fliegen möchte……uns kam dann Emily zuvor, und nun erkunden wir zusammen unseren so schönen Kontinent. Deshalb also Kroatien-mehr auf Wunsch von Mathias  aber ich bin ehrlich, ich hatte auch  Lust drauf.

Wir planten ne tolle Route  und hatten lediglich nen bissel Bammel vor der langen Autoreisezeit.

Eigentlich war unsere Abfahrt für 22:30 Uhr aus Berlin  geplant, das Navi hatte uns eine Ankunftszeit von 11:30 Uhr an den Plitvicer Seen versprochen, erschien uns  logisch und  früh genug zum anreisen. Am Ende konnten wir einfach am Nachmittag nicht schlafen, und  so lösten wir unser kleines weißes Fellknäuel  gegen 20:30  Uhr bei meiner Mama aus und machten uns auf den Weg.

Unser fliegender Teppich namens Emil, erfunden von der Firma Skoda,  leisteste ganze Arbeit. 2,5 Stunden brauchten wir nach Rudolphstein, nach fünf Stunden waren wir  in Passau. Die Tortur begann erst in Österreich, durch Tunnelsperrungen und Fahrbahnverengungen  benötigten wir  fast 2,5 Stunden  durch die Alpenrepublik. Slowenien war dann wiederum sehr zügig, wir fuhren über Maribor und schlussendlich durften wir gegen 6:30 Uhr unsere Pässe an der slowenisch-kroatischen Grenze zeigen…..sie  machen tatsächlich Kontrollen, auch aus Slowenien kommend.

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Wir fuhren nicht mehr Autobahn sondern quälten uns auf der Bundesstraße,  über Karlovac Richtung der Seen. Obwohl der Balkankrieg für die Kroaten bereits 1991 beendet war, sah man noch viele Kriegsruinen und sehr viele Häuser, vor Allem in Karlovac, hatten Einschußlöcher. Die Gegend um die Stadt herum, soll  immer noch böse vermint sein. Mir wurde mal wieder bwusst, wie nahe damals der Balkankonflikt gewesen war, wir waren gerade mal 9,5 Stunden auf unserem fliegenden Teppich unterwegs.

Die Strecke zog sich am Ende und als wir endlich den Ort Poljanak erreicht hatten ( ca. 5 km außerhalb der Seen) waren wir mehr als froh.

Unser Zimmer hatte mehr Hostelstandard, war aber sauber und ruhig…..und das Beste, wir kamen ins Zimmer hinein. Bereits um 10:00 Uhr lagen wir alle Drei in tiefem Schlummer. Emchen war fix und foxy, sie hatte zwar die gesamte Nacht  still ausgeharrt, dafür in Poljanak selbst die Toten auf dem Friedhof geweckt. Ein echter kleiner Schreihals ist unser Westie geworden, Gott sei Dank hat unsere Wirtin nur gelacht.

Am Nachmittag fuhren wir zu den beiden Eingängen an den Seen, informierten uns über die Preise (180 Kuna= 24€…. sportlich) und fuhren mit einer sehr vagen Wegbeschreibung auf die andere Seite. Von dort soll es Möglichkeiten geben, die Seen von oben zu sehen und einen guten Blick auf den gröten Wasserfall zu erhaschen. Wir taten uns allerdings sehr schwer u nd nach zwei Aussichtspunkten hatten wir die Nase voll. Wir trösteten uns damit, dass wir ja am nächsten Tag nochmal die Gelegenheit hätten, an den Aussichtspunkt zurückzukehren. Anbei die Ergebnisse vom ersten Tag….achja, zur Zeit alles  nur Handy Bilder, meine Pentaxfotos kommen später in den Bericht.

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Wir fuhren zu einem kleinen Supermarkt und kauften fürs Frühstück ein, da wir eine Küche in unserer Unterkunft hatten und natürlich am nächsten Tag auch früh starten wollten.

Unser Abendessen. war gut aber  touristisch überteuert. Ich wählte Kalamaris mit Mangold und Kartoffeln, ein Gericht welches ich auch in Berlin gerne futtere . Wie sich nun herausstellte, handelt es,sich um keine kreative Bastelei  unseres  kroatischen Küchenchefs, sondern ein ordentliches Essen mit Historie. und  astronomischen Preisen, gut das das Finanzamt so fix meine Steuern bearbeitet hat!

imageAm ersten Abend fielen uns schon um 19:00 Uhr die Augen zu und es ging ab in die Heia; selbst Emchen hielt die gaaanze Nacht tapfer aus, sie wollte auch nicht mehr vor die Tür.

Unser Morgen startete mit einem selfmade brekkie, mangels eines Toasters kam genau dieses einfach in den Backofen und wurde am Ende mit Tomatenmark, Schinken und Käse belegt. Perfekt zum Frühstück und genauso perfekt am späteren Vormittag an den Seen.

Wir fanden, Gott sei Dank, sofort einen Parkplatz und gegen 9:00 Uhr starteten wir mit Tour A……dem Renner unter den Plitvicer Seen Touren.

imageWir hatten gleich am Anfang einen grandiosen Ausblick auf den großen Wasserfall, zu dem wir im Anschluß auch sofort hinliefen…siehe die nächsten zwei Fotos.

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Im Anschluß liefen wir über Holzstege, erklommen Höhlenwege und quälten uns  wieder ganz nach oben, um einen guten Blick auf die Seen  zu bekommen

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Da das Wasser recht ruhig war, bwunderten wir natürlich auch die Spiegelungen und schworen uns, nach unserer Rückkehr die alten Karl-May Filme aus der Versenkung zu holen.

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Nachdem wir gut mit dem Hündchen die Tour A gelaufen waren, entschlossen wir uns, mit dem fliegenden Teppich zu Eingang B zu fahren und auf einen Parkplatz  zu hoffen. Das Glück war uns wieder hold und 10 Minuten später standen wir am Bootsanleger. Wir ließen uns  übersetzen und liefen nach Tour A und einem kleinen Teil Tour B nun auch noch einen Rundweg von ca. 1, 5 Stunden. Dieser war aber so überfüllt, erinnerte  an die chinesische Mauer in der goldenen Woche. Der Hund musste arg aufpassen, dass die kleinen Pfotis nicht unter russiche Stilettos  gerieten, wir hatten Angst im Wasser zu landen. Ich hatte noch genug von meinem Kamera-Salzwassser Erlebnis auf den Phils. Die Ausblicke waren aber auch hier sehr schön und am Ende waren wir total happy, den Rundweg doch gelaufen zu sein

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Als krönenden Abschluß versuchten wir uns wieder an den „Geheimtip“ aus dem www-schließlich waren wir ja nur müde vom Laufen und nicht mehr so erschöpft wie am gestrigen Tag.

Damit auch Jeder, der mein Geschreibsel hier liest, ebenfalls eine reelle Chance bekommt, den NICHT ausgeschilderten Lookout zu finden, hier kommt die Wegbeschreibung: Man nimmt die Straße Richtung Karlovac, überquert die große Brücke über der Koruna und biegt hinter der Brücke scharf links nach Poljanak ab. Dann fährt man bis ins Dorf und nimmt am Kriegsdenkmal ( Opfer von 1991) den linken Weg und folgt dieser Straße, bis auf der rechten Seite eine Ruine zu sehen ist. Vor einer kleinen Brücke mit einer Hütte auf der linken Seite nimmt man den Pfad , ebenfalls auf der linken Seite, und läuft ca. 5 Minuten zum Lookout.

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Wenn man alles richtig gemacht hat, erwartet den Suchenden dieser grandiose Blick

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imageWir hatten Glück, dass sich die Sonne nochmal blicken  und uns das Eintrittskartenpanorama genießen ließ

Rund 15 km hatten wir an diesem Tag erlaufen, das Abendessen war reichlich verdient und nach den Racnicki genossen wir Winnetou auf You Tube und die schreienden  Spanier im Zimmer nebenan.

Am 268.16 war die Nacht früh vorbei, die spanischen Jungs brüllten sich auch schon zum Frühstück an. Also um 7:00  raus aus den Federn, Klamotten gepackt, gefrühstückt und gen Meer gefahren. Die neue Autobahn nahm ne Mengean Zeit weg, bereits nach 1,5 Stunden fuhren wir von der Autobahn und näherten uns Vodice vom Hinterland. Auch hier immer noch massive Kriegsschäden und Ruinen….oha, hatte es damals zwar vermutet aber natürlich verdrängt, dass der Krieg auch Leute die wir damals in Kroatien kennengelernt hatten, getroffen hatte. Unterwegs sahen wir auch viele, hastig angelegte Friedhöfe….zumeist mitten in der Karl-May Pampa.

Vodice hab ich nicht mehr wiedererkannt. Pensionen und Apartmenthäuser soweit das Auge reicht.

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Wir wohnten in einem super neuen Haus, eine Steigerung um 100% zu ersten Unterkunft

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Unsere Bucht von damals gehe ich morgen suchen, heute habe ich versucht, mich in der Altstadt zu orientieren. Jeder Meter am nicht vorhandenen Strand war mit Touris belegt, auf den  Betonplattformen im Meer lagen die Menschenmassen ebenfalls dicht an dicht.

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Emily stapfte tapfer mit uns durch die glühende Sonne,wir gaben den Wunsch auf Baden im Meer auf und verzogen uns am Nachmittag an den Pool. Unser Vermieter gaben ihre Weinreben zum Plündern frei, Emily machte ihr Seepferdchen und die vier kroatischen Strolche, im Alter von ca. 9 Jahren, unserer Nachbarn hatten ihren Spaß mit dem Hund.

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Am späten Nachmittag unsere geniale Terasse genossen und dann zu einem perfekten Abendessen aufgebrochen. Wer auch immer mal nach Vodice kommt, sollte ins Tamaris gehen. Da die adriatische Küste noch sehr italienisch beeinflusst ist, sind auch bei einem echten Kroaten Foccacia, Bruschetta und ordentliche Meeresfrüchte an der Tagesordnung. Meine Calamaris waren also nicht Livornese sondern echt vodicisch 🙂 und saulecker und natürlich wieder mit Spinat/Mangold und Kartoffeln.

Abends bummelten wir über die Promenade und genossen die Aussicht vom Hafen auf diese kleine Stadt, die vom Tourismus leider förmlich überrannt wird. Aufgemotzte Russinnen, nicht mider übertuffte Sloweninnen und viele, viele Tschechen. Die Deutschen und Niederländer verliefen sich fast. Um 23:00 Uhr besuchte uns der Sandmann und wir Drei fielen förmlich ins Bettchen, das Nachtleben von Vodice ließen wir aus. Emily war diesbezüglich  nen bissel traurig, das kleine Schwarze von „Westie Krönchen“ blieb im Schrank.

image imageAm nächsten Morgen gabs Frühstück auf unserer niegelnagelneuen Terasse, sonnendurchflutet…mit altbackenen Brot und zu dünnem Kaffee 🙂 ….wir üben noch.

Danach packten wir den Badekram-so ein Tag am Meer muss,  mit einem Hund im Gepäck, fast generalstabsmäßig geplant werden.

Wir fuhren aus Vodice hinaus und fanden die Strände meiner Kindheit, auch wenn ich die Ecke tatsächlich nicht mehr zu 100% wiederfand. Zuviel hatte sich verändert, die gesamte Straße zwischen Vodice und Srima  ist zugebaut ….und trotzdem gibt es sie noch, die kleinen Buchten, wo man fast alleine liegt.

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Wir schlugen unsere Strandmuschel auf und Emily machte heute ihren Freischwimmer. Bereits nach wenigen Minuten schwamm sie von ganz allein zu Mathias, natürlich angelockt mit dem verheißungsvollen Wort „Ente“….Emchen liebt getrocknete Ente.

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Der Herr der Schöpfung bastelte wieder seine Mount Mattis zusammen und wurden für die Glanzleistung nicht nur von mir sehr gelobt. Bier schmeckte und wir genossen einen entspannten Badetag ( das Wasser was saukalt) ohne größere Sonnenschäden.

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Der heutige Abend kann quasi als Wiederholung von gestern gewertet werden. Abendessen im Tomasa, Bummel durch Vodice, Nachtfotos…diesmal mit Stativ und nicht mit Handy. Morgen heißt es „Auf Wiedersehen Vodice, Hallo Trogir“. Noch eine kleine Anmerkung zu den großen Veränderungen des kleinen Fischerdorfes….während ich 1980 in einer Nacht rd. 100 Mückenstiche kassierte, sahen wir hier überhaupt keine blutsaugenden Plagegeister. Das muss an dem so schönen, trockenen Sommerwetter liegen.

Übrigens, es lohnt sich auch nochmal nach unseren Trip einen Blick in den Eintrag zu werfen. Die Bilder werden nach und nach durch Fotos aus der Spiegelreflex ersetzt! Zur Zeit sind es nur Handyfotos 🙂

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