Spanien/Portugal 2018, V: Ronda & Malaga, zwei Schönheiten

RONDA….dieses Must See findet man in jedem Reiseführer, Blog etc. Und immer wieder wird gesagt, es ist kein Geheimtip mehr, richtet Euch auf Menschenmassen ein.

Ich hatte fast schon keine Lust mehr, überhaupt hinzufahren, doch wie so oft, wird es dann meistens besser als gedacht. Wir übergaben unser schönes Apartment ordnungsgemäß gegen 9:00 Uhr und schaukelten durch die Serpentinen der Serrania gen Bergnest.

In Ronda angekommen stellte ich ernüchternd fest, dies ist kein Nest! Ronda ist eine ausgewachsene Stadt mit allem pipapo. Wir hatten in unserer Reservierung gelesen, dass wir einen Parkplatz haben und versuchten dennoch einen legalen Platz für Leon zu finden. Natürlich erfolglos und nach 30 Minuten gaben wir auf. Letztem Endes durfte unter Freund in einem Parkhaus, drei Stockwerke tief bubu machen und brav einen Tag auf uns warten.

In Ronda brummt das Leben, nicht nur deutsche Touristen sondern auch ordentlich viel Spanier, Briten und Niederländer bevölkern El Mercadillos zentrale Einkaufsstraße an deren Ende eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens und der zentrale pittoreske Platz der Neustadt zu finden ist.

Die Neustadt ist aus dem 15.Jahrhundert, die echte Medina stammt aus der Maurenzeit (711-1492)  und befindet sich jenseits der Schlucht el Tajo. Arunda fand bereits in römischen Schriften Berücksichtigung, 132 v. Chr. ließ Scipio der Jüngere eine Anlage errichten. In einer nahen Höhle findet man Felsmalereien aus der Steinzeit (18.000-15.000 v. Chr.). Unter den Mauren gehörte Ronda mal zum Kalifat von Cordoba oder auch mal dem König von Taifa und damit zu Sevilla…..lange Rede kurzer Sinn die Berber und Araber konnten ebenfalls nicht miteinander und somit wechselten die Besitztümer bis zur Befreiung des Öfteren.

Obwohl Ronda die geistige Heimat des Stierkampfes ist, die Arena 1785 eingeweiht wurde, schenkten wir uns den  Besuch der Stierkampfarena ich wûrde niemals den brutalen Stierkampf in Spanien unterstützen.

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Natürlich zog es auch uns zu der berühmten Brücke von Ronda und zunächst versuchten wir von den zentralen Aussichtspunkten, Miradores genannt, einen Blick auf die Medina jenseits der Brücke und natürlich auf die Puente Nuevo zu werfen. Auch die Bergwelt drumherum ist wunderschön und würde zum trekken einladen.

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Auch uns war klar, die Brücke sieht von unten am Schönsten aus! Also machten sich zwei Paar Füße und vier Pfötchen mit mehr oder weniger geeignetem Schuhwerk auf den Weg in die Schlucht. Ich dachte meine Sandalen wären bereits unpassend ,eine Japanerin veruchte sich aber mit Stilettos….ob sie wieder oben angekommen ist? Auf dem Weg war es erfrischend leer  und  wir freuten uns den Tourimassen entkommen zu sein.

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Nachdem wir das Meisterwerk der Ingenieurskunst aus zwei verschiedenen Ebenen bewundert hatten, krochen wir bei sengender Hitze wieder den Berg hinauf. Der Sage nach hat sich der Baumeister der Brücke übrigens nach Vollendung seines Kunstwerks in die Schlucht gestürzt, weil ihm bewusst war, dass er dieses Bauwerk nicht wiederholen könnte.

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Wir liefen in die Medina und gönnten uns Bier und Ben & Jerry Eis und eine absolut leere Altstadt.Die Touristen bleiben Alle in der Neustadt, verrückt……also, Leute merkt Euch….Ronda ist bei den Sehenswürdigkeiten beschaulich, die Meute hetzt zur Brücke und vergnügt sich in der Fussgängerzone.

Kathedrale mit muslimischer Gebetsnische und einem Minarett, heute Turm. Die Nische ist der Erker links….

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Weitere Altstadtimpressionen:

Das Minarett von San Sebastian ist das einzige was von der ehemaligen Moschee noch übrig geblieben ist.

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Casa del Rey Moro mit maurischem Turm

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Uns

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Und noch mehr Entdeckungen in Ronda…..

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Bei Melgar shoppten wir tollen Schinken und Manchego fürs morgendliche Frühstück.

Gegen 17:30 krochen wir in unser Apartment und staunten über unsere 80qm Bude nicht schlecht. Zwei Schlafzimmer, großes Wohnzimmer, zwei Bäder und ne nette Küche…das Ganze für 49,50€ die Nacht. Die  Macken der Unterkunft lernten wir erst später kennen.

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Die Spanier essen nicht vor 21:00 Uhr und auch wir passen uns so langsam und allmählich an.Das Essen in Ronda war super, Wir hatten einen super Griff bei der Wahl unseres Restaurants. Es gab Tapas und Paella satt.

Auf dem Weg in unser Apartment stellten wir fest, dass Ronda auch abends durchaus fotogen ist.Da wir kein Stativ dabei hatten, stammt das Foto frei aus der Hand.

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Zurück im Apartment machten wir eine lustige Entdeckung, der Boden im Schlafzimmer war extrem abschüssig….von der linken Bettseite zur rechten….Mathias plumste gleich mal aus dem Bett und verzog sich ins Wohnzimmer.Ich wachte in der Nacht auf und hatte mich in dem schiefen Bett so dermaßen verlegen, grusel. Bei meinem nächtlichen Toilettengang nutzte Mathias die Chance und lag aufeinmal diagonal im Bett. Also zog ich um auf die Couch. Wie erholsam das ganze Theater war, merkten wir am nächsten Morgen.

Müde traten wir die Fahrt nach Malaga an, waren gegen 10:30Uhr  bereits am Ibis am Rande der Altstadt. Von Malaga hört man immer nur, dass die Stadt hässlich sein soll und der erste Eindruck war spooky. Das Hotel liegt an einem trocken gelegten Kanal, alles wirkt ein wenig verkommen…..auf dem ersten Blick.

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Wir liefen als Erstes zum Mercado, dieser wird immer als eine der Hauptsehenswürdigkeiten angepriesen. Und tatsächlich, das Gebäude ist eine Augenweide und der Inhalt lässt jedem Hobbykoch das Herz bluten.

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Muss ich erwähnen, dass unser Lunch aus einem Fischspieß aus einem der Restaurants des Marktes stammte?!

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Gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Der Weg führte uns durch  den Paseo de Parque und somit bekam ich meine Lieblingsblumen zu Gesicht……ich liebe Frangipani!

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Die Kathedrale ist ziemlich eingebaut, die Sonne stand ungünstig, Auf innen hatten wir, mal wieder, keine Lust….naja, gab schon bessere Fotos von mir….

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Malaga war arg zerstört worden im spanischen Bürgerkrieg und so hält sich immer hartnäckig das Vorurteil, dass die Stadt hässlich ist. Aber wenn man sich auf die Stadt einlässt und durch die verschwiegenen Gassen bummelt,findet man schönste Altstadtarchitektur und den beeindruckenden Alcazaba ( Festungsanlage).

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In den Alcazaba kamen wir nicht hinein, weiße Fellbündel waren dort unerwünscht, Immerhin konnten wir einen Blick auf das römische Amphitheater werfen und auf den Parador de Alcazaba hinauflaufen. Da wir ja Tickets für die Alhambra haben, machte mich die Sache mit dem Alcazaba nicht traurig….

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Da wir ziemlich müde von der katastrophalen letzten Nacht waren, zog es uns wieder Richtung IBIS. Auf dem Weg zu Hotel schauten wir noch kurz am Geburtshaus von Pablo Picasso vorbei, von außen typisch spanisch und unspektakulär.

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Fotos vom IBIS gibts hier nicht, sah so aus wie alle…..aber ein himmlisches Bett heilte die Wunden der letzten Nacht. Wir verschiefen komplett den Nachmittag und trauten  uns erst mit einbrechender Nacht wieder auf die Straße.

Auf  der Suche nach etwas Beißbarem  zogen wir durch ein Viertel, welches wir am Nachmittag noch nicht durchschlendert hatten und landeten in einem andalusischen Restaurant namens Cathedral. Das Essen war bemerkenswert gut, so gut, dass  ich ne Visitenkarte einsteckte.

Später liefen wir zum Hafen und schlenderten zum Strand. Wenigstens Emily hatte die nackten Pfötchen noch im Sand. Wir hatten unsere Chance auf Planscherei im Mittelmeer ja gründlich verschlafen.

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Auf dem Rückweg bewunderten wir das Hafenbecken mit Alcazaba, quasi eine kleine Minialhambra.

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Gegen 0:00 Uhr fielen wir wieder in unser weiches Bett und freuten uns über die Entscheidung Malaga mit in unsere Planung genommen zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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