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Spanien/Portugal 2018, VI: Granada das Schatzkästchen

Morgens lernten wir die Hölle von Malaga kennen, britische, asiatische und deutsche Touristengruppen stürmten das Buffet vom IBIS um danach wie wir nach Frigiliano zu fahren.

Der Ort wird als „schönstes Dorf Spaniens“ gepriesen, gehört nicht zu den berühmten pueblos blancos ( da nicht auf der Route) ist aber leider von der Costa del Sol aus schnell zu erreichen. Somit kam was kommen musste…,,wir bahnten uns unseren Weg durch viele schwarzgebräunte mit All In Bändchen verzierte Menschen und waren froh als wir uns unseren Weg nach Granada bahnen konnten. Den Blick vom Europabalkon in Nerja ersparten wir uns, fuhren kackenfrech daran vorbei.

Dennoch will ich Euch ein paar Fotos aus Frigiliano nicht vorenthalten. Um die Massen herum zu fotografieren, war eine gute Übung für die Alhambra.

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Die letzte Stunde nach Granada zog sich, nur die Landschaft  bot Abwechslung. In den engen Altstadtstraßen kam wieder der Parkplatz Krampf ins Spiel. Wir hielten uns an die Anweisungen unseres Vermieters und verfuhren uns dennoch. Lange Rede, kurzer Sinn……40 Minuten später standen wir auf einem bewachten Parkplatz, fünf Minuten vom Plaza Realejo entfernt und bewunderten unser neues Zuhause für drei Nächte.

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Wohnung wieder vom Feinsten und sehr großzügig geschnitten. Das Apartment liegt in einem alten Palast, unsere Eingangshalle war bereits ein Hingucker. ich

Mittags verschlug es uns in den Restauranttip unseres Vermieter, das El Molinos, 30 m vom Apartment entfernt….leider waren wir danach für die Restaurantszene versaut. Ums kurz zu machen, wenigstens einmal am Tag waren wir in den nächsten Tagen in dem Familienbetrieb essen, leider war am Montag den 08.10.2018 Ruhetag. Andalusische Küche im marrokanisch-spanisch-katholischen Enterieur war echt witzig. Über der Bar die Koransuren, an der Wand die Bilder der Semana Santa Prozession.

Und dazu ein Essen……wow! Noch nie habe ich eine Gazpacho in der Qualität geschlürft.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur Touriinfo um unseren Ausdruck der Granadacard in etwas Richtiges zu verwandeln. Der Ausdruck ist über 50€ wert, beinhaltet die Alhambra mit Nasridenpäläste und Generalife als auch den Eintritt in die Kathedrale und den königlichen Gräbern. Dazu kommen noch zwei Klöster und zwei Bürgerhäuser als auch die Busse…..Letztere sollten wir nie von innen sehen,da wir Emily ja nicht drei Tage 24/7 alleine lassen können. Auf dem Ausdruck waren die Öffnungszeiten angegeben, bis 19:00 Uhr soll die Tourinfo am Samstag offen sein. Natürlich machte der Laden bereits um 14:00 Uhr dicht. Also wurde weiter gehetzt…..zu einem Kiosk im Albaicin ( Altstadt). Dieser hatte bis 16:00 Uhr offen, um 15:45 Uhr kamen wir dort abgehetzt an und wurden ausgelacht! Karten werden schon längst nicht mehr ausgegeben, Ausdruck reicht. Man, was waren wir abgefressen! Auf den Schrecken gabs ne Cola und nen Bummel Richtung Kathedrale. Diese schauten wir uns nur von außen an, da die Granadacard erst ab dem 7.10 für uns gültig war. Das Innere der Kathedrale als auch die sehr beeindruckenden Königsgräber von Isabella und Ferdinand schauten wir uns an unserem letzten Tag in Granada an.

Der Eingang zu den Königsgräbern

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Kathedrale von außen

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Wir liefen im Anschlus durch den Albaicin, der Medina von Granada um auf den Hügel St. Nikolaus zu kommen. Dort trifft sich ganz Granada und alle Reisegruppen um das berühmte Bild der Alhambra in Gänze zu bekommen. Der Weg zum Aussichtspunkt ist ebenfalls sehr sehenswert, es hat sich ein marrokanischer Souk in den Straßen entwickelt, jedes zweite Haus ist eine Teestube, die Souveniere sind arabisch und Couscous, Tajine und Hummus waren auf einmal allgegenwärtig, Hat uns sehr gut gefallen und passt zur Atmosphäre der Stadt…..die perfekte Vermischung von Orient und Olzident.Granada ist übrigens eine Studentenstadt und das merkt man überall.

Auf dem Hügel St. Nikolaus tobte das Leben und schnell war uns klar, dass wir auf keinem Fall bis zum Sonnenuntergang gegen 20:30 warten würden. Der Blick auf die Top Sehenswürdigkeit der Stadt lohnt aber durchaus.

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Wir bummelten durch die maurische Altstadt nach Barrio Realejo und gingen im El Molinos essen.

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Gegen 23:00 Uhr lagen wir im Bett, wir wollten um 8:30 an der Alhambra sein.

Der zweite Tag stand vollkommen unter der Alhambra.Bereits um 6:40 krochen wir aus dem Bett und machten uns kurz vor 8:00 zu Fuß auf den Weg. Da in Granada die Sonne erst gegen 8:20 Uhr aufgeht, war  es noch dunkel, Emily blieb in der Unterkunft. Vor dem Haupteingang tobte das Leben, Alles war in hellster Aufregung und Gott sei Dank das Ticket funzte….

Um 8:30 kamen wir auf das Gelände und bereits um diese Uhrzeit war schon gut was los. Da die Alhambra in vier Abschnitte unterteilt werden kann, verteilten sich die Massen noch recht gut, das sollte sich ändern.

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Was macht die Alhambra so einzigartig? Sie ist seit 1984 Unseco Weltkulturerbe und eines der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Europa. Die Alhambra ist eine Stadtburg           ( Kasbah) auf dem Hügel Sabikah und gilt als eines der herausragenden Beispiele der islamisch-maurischen Baukunst. Sie ist 740m lang und bis zu 220m breit. Im Osten ist der Sommerpalast, der Generalife vorgelagert. Das war wir unter der Alhambra verstehen, ist der Nasridenpalast und der Generalife. Daneben gibt es aber noch die Zitadelle, Alcazaba, und den Palast von Heinrich V. Hinzu kommen Kirchen, Wohnhäuser, sogar ein Hotel steht auf dem Gelände der Alhambra. Im ersten Moment eher ernüchternd.

Der Name Alhambra leitet sich vermutlich von Quasr Al Hamrā ab, was soviel wie roter Palast heißt und zum ersten Mal im 9 Jh Erwähnung findet.  Die Geschichte war sehr bewegend, wer mehr darüber lesen möchte,sollte in Wikipedia stöbern. Unser erstes Ziel war die Alcazaba, die Festung. Das Licht war noch nicht überall perfekt aber mit rd 15 Grad optimales Sightseeingwetter. Ich empfehle die Morgenstunden, abends  knallt die Sonne aufs Gelände.

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Von den Türmen der Alcazaba hatte man einen traumhaften Blick auf das morgendliche Granada.

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Wir hatten um 11:00 Uhr unseren Besuchstermin für den Nasridenpalast, angeblich bekommen nur 50 Leute Einlass.Komischerweise tummelten sich Hunderte in der Anlage herum, es war ein Graus. Bis 11:00 Uhr vertrieben wir uns noch die Zeit bei Heinrich V. Sein Palast wurde nie wirklich fertig, im Inneren befinden sich jezt zwei Museen, eines davon war das Bellas Artes, wir schenkten uns den Eintritt.

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Nach der Befreiung Granadas von den Mauren wurden auch Kirchen auf dem Gelände der Alhambra gebaut. Diese stehen irgendwie im krassen Kontrast zum Rest der Anlage, obowohl ich vermute, das Teile dieses Schmuckstücks als Moschee genutzt worden war. Alleine beim Anblick des Eingangsportals kommt man auf diesen Gedanken.

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Um 10:20 Uhr gingen wir zum Nasridenpalast und warteten mit den anderen Glücklichen, die das 11:00 Uhr Los beim Ticketkauf gezogen hatten. Komischerweise wurden die ganze Zeit Leute auf das Gelände gelassen und wir bewunderten bereits ene Art Rückstau. Kurz vor 11:00 kam Hasse der deutsche Schäferhund und ein paar Polizisten.  Wir mussten unsere Taschen ablegen und gegenüber an einer Wand Platz nehmen. Hasso schnüffelte die Taschen ab und dann durften wir dem Rückstau aufschließen.

Folgende Fragen blieben ungeklärt…

1. Warum wurden immer Leute in den Naridenpalast gelassen, obwohl auf dem Ticket stand, dass man ultrapünktlich am Eingang sein soll und nur zu der angegebenen Zeit Einlass bekommt?

2. Wie kann ein Rückstau von fast 100-150 Personen entstehen?

3. Warum kam Hasso erst um 11:00 Uhr  in Einsatz?

Fragen über Fragen, Antworten gabs keine…..wir mussten nur lernen, mit den Menschenmassen in dem sehr hübschen Palast zu leben.

Die  Alhambra ist bestimmt schon seit 15 Jahren auf meiner Bucketlist. Dazwischen war ich allerdings mehrmals im Indien und Marokko gewesen und am Ende muss ich leider festhalten „ nischt Neues gesehen“. Die Alhambra ist eine perfekte Mischung der Paläste von Marrakesch ( Bahia Palast) und der Medersa als auch Einflüsse aus dem Taj Mahal und dem Baby Taj.

Dennoch war die Gesamtheit der Anlage beeindruckend, wenn auch die vielen Mitbesucher den Spaß oft verdarben.

Hier ein paar Eindrücke:

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Nach dem Nasridenpalast liefen wir zum Sommerpalast, dem Generalife.Hier stehen die Wasserbecken und Gartenanlagen im Vordergrund, man hat außerdem einen sehr schönen Blick auf die restliche Alhambra.

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Gegen 14:00 Uhr waren wir wieder zurück beim Fellknäuel, die sehr lieb während unserer Erkundigungstour gewesen war. Wir waren total platt und hungrig und nachdem wir die Fiestapaella bewundert hatten, gabs für unser Mittag nur ein Ziel: El Molinos, Gazpacho und Paella.

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Unseren Nachmittag vergammelten wir im Apartment und gingen erst gegen 18:00 Uhr wieder raus. Unser Ziel  war der Albaicin, wir wollten noch ein wenig Altstadtflair und genossen nicht nur diesen sondern auch einige Ausblicke auf die Alhambra.

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Abends gingen wir fremd und genossen unser Abendessen ( um 21:00 Uhr) in einer anderen Teteria.

Seit Granada bekommt man zum Bier auch immer Taps für umme, dieses Mal sah der Teller so aus! FANTASTISCHE ERFINDUNG!

Und unser Hauptessen begeisterte uns so:

Wir schliefen in der folgenden Nacht einfach mal aus uns frühstückten auch am heimischen Frühstückstisch in unserer Unterkunft. Danach lösten wir unseren Wagen aus seinem Schlafplatz aus und fuhren rd. 50 km gen Nordwesten. Unser Ziel war Guadix. Klingt wie Asterix, Obelix und Odefix? War auch irgendwie ein bissel so……in Guadix wohnen die Menschen in Höhlen! Tolle Nutzung der Hügel, absolut im Einklang mit der Natur. Wir fuhren in den Ort und schlenderten die Ruta de Cuevos ab. Es gab ein paar Aussichtspunkte und ein Opa lud uns in seine blitzblanke, tuffig altmodische Höhle ein.

Auch der Alcazar war einen Blick wert, wenn auch nur vom Lookout

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Nachdem Emily alle räudigen Wuffis des Ortes kennengelernt hatte, fuhren wir weiter nach La Calahorra, einer Burganlage, die nur 11 km weiter auf einem Bergsattel pittoresk in der Landschaft steht. Da diese nur mittwochs besichtigt werden kann, war uns klar, dass der Besuch sehr kurzweilig sein würde.

Die Anlage wurde im italienischen Renaissance Stil von 1509-1512 gebaut und ist mehrmals in Filmen als Kulisse genutzt worden.

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Zurück in Granada gabs Mittag zu später Stunde und nen Marsch zur Kathedrale. Dort bewunderten wir die Gräber Isabella und Ferdinand ( Bilder verboten) in der Capilla Real und liefen weiter zur Kathedrale. Diese erkundeten wir ausgiebig von innen, ein beeindruckendes Bauwerk. Insgesamt wurde 181 Jahre an der Kathedrale gebaut, als Erstes stand die Capilla Real. Die Grundsteinlegung war 1523, rd 30 Jahre nach der Maurenzeit.

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Der allgegenwärtige Granatapfel

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Als letzter Gang in Granada stand nochmal der heilige Nikolaus an und zwar zur blauen Stunde. Natürlich tobte auf dem Hügel das Leben und unsere Fotos entstanden mit einer Flamenco live Einlage im Hintergrund. Eine schönere Stimmung konnte es kaum geben.

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Da wir auf andalusisch keine Lust hatten, gabs am diesem Abend mexikanisch….und das so richtig gut!

 

 

Spanien/Portugal 2018, V: Ronda & Malaga, zwei Schönheiten

RONDA….dieses Must See findet man in jedem Reiseführer, Blog etc. Und immer wieder wird gesagt, es ist kein Geheimtip mehr, richtet Euch auf Menschenmassen ein.

Ich hatte fast schon keine Lust mehr, überhaupt hinzufahren, doch wie so oft, wird es dann meistens besser als gedacht. Wir übergaben unser schönes Apartment ordnungsgemäß gegen 9:00 Uhr und schaukelten durch die Serpentinen der Serrania gen Bergnest.

In Ronda angekommen stellte ich ernüchternd fest, dies ist kein Nest! Ronda ist eine ausgewachsene Stadt mit allem pipapo. Wir hatten in unserer Reservierung gelesen, dass wir einen Parkplatz haben und versuchten dennoch einen legalen Platz für Leon zu finden. Natürlich erfolglos und nach 30 Minuten gaben wir auf. Letztem Endes durfte unter Freund in einem Parkhaus, drei Stockwerke tief bubu machen und brav einen Tag auf uns warten.

In Ronda brummt das Leben, nicht nur deutsche Touristen sondern auch ordentlich viel Spanier, Briten und Niederländer bevölkern El Mercadillos zentrale Einkaufsstraße an deren Ende eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens und der zentrale pittoreske Platz der Neustadt zu finden ist.

Die Neustadt ist aus dem 15.Jahrhundert, die echte Medina stammt aus der Maurenzeit (711-1492)  und befindet sich jenseits der Schlucht el Tajo. Arunda fand bereits in römischen Schriften Berücksichtigung, 132 v. Chr. ließ Scipio der Jüngere eine Anlage errichten. In einer nahen Höhle findet man Felsmalereien aus der Steinzeit (18.000-15.000 v. Chr.). Unter den Mauren gehörte Ronda mal zum Kalifat von Cordoba oder auch mal dem König von Taifa und damit zu Sevilla…..lange Rede kurzer Sinn die Berber und Araber konnten ebenfalls nicht miteinander und somit wechselten die Besitztümer bis zur Befreiung des Öfteren.

Obwohl Ronda die geistige Heimat des Stierkampfes ist, die Arena 1785 eingeweiht wurde, schenkten wir uns den  Besuch der Stierkampfarena ich wûrde niemals den brutalen Stierkampf in Spanien unterstützen.

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Natürlich zog es auch uns zu der berühmten Brücke von Ronda und zunächst versuchten wir von den zentralen Aussichtspunkten, Miradores genannt, einen Blick auf die Medina jenseits der Brücke und natürlich auf die Puente Nuevo zu werfen. Auch die Bergwelt drumherum ist wunderschön und würde zum trekken einladen.

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Auch uns war klar, die Brücke sieht von unten am Schönsten aus! Also machten sich zwei Paar Füße und vier Pfötchen mit mehr oder weniger geeignetem Schuhwerk auf den Weg in die Schlucht. Ich dachte meine Sandalen wären bereits unpassend ,eine Japanerin veruchte sich aber mit Stilettos….ob sie wieder oben angekommen ist? Auf dem Weg war es erfrischend leer  und  wir freuten uns den Tourimassen entkommen zu sein.

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Nachdem wir das Meisterwerk der Ingenieurskunst aus zwei verschiedenen Ebenen bewundert hatten, krochen wir bei sengender Hitze wieder den Berg hinauf. Der Sage nach hat sich der Baumeister der Brücke übrigens nach Vollendung seines Kunstwerks in die Schlucht gestürzt, weil ihm bewusst war, dass er dieses Bauwerk nicht wiederholen könnte.

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Wir liefen in die Medina und gönnten uns Bier und Ben & Jerry Eis und eine absolut leere Altstadt.Die Touristen bleiben Alle in der Neustadt, verrückt……also, Leute merkt Euch….Ronda ist bei den Sehenswürdigkeiten beschaulich, die Meute hetzt zur Brücke und vergnügt sich in der Fussgängerzone.

Kathedrale mit muslimischer Gebetsnische und einem Minarett, heute Turm. Die Nische ist der Erker links….

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Weitere Altstadtimpressionen:

Das Minarett von San Sebastian ist das einzige was von der ehemaligen Moschee noch übrig geblieben ist.

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Casa del Rey Moro mit maurischem Turm

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Uns

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Und noch mehr Entdeckungen in Ronda…..

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Bei Melgar shoppten wir tollen Schinken und Manchego fürs morgendliche Frühstück.

Gegen 17:30 krochen wir in unser Apartment und staunten über unsere 80qm Bude nicht schlecht. Zwei Schlafzimmer, großes Wohnzimmer, zwei Bäder und ne nette Küche…das Ganze für 49,50€ die Nacht. Die  Macken der Unterkunft lernten wir erst später kennen.

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Die Spanier essen nicht vor 21:00 Uhr und auch wir passen uns so langsam und allmählich an.Das Essen in Ronda war super, Wir hatten einen super Griff bei der Wahl unseres Restaurants. Es gab Tapas und Paella satt.

Auf dem Weg in unser Apartment stellten wir fest, dass Ronda auch abends durchaus fotogen ist.Da wir kein Stativ dabei hatten, stammt das Foto frei aus der Hand.

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Zurück im Apartment machten wir eine lustige Entdeckung, der Boden im Schlafzimmer war extrem abschüssig….von der linken Bettseite zur rechten….Mathias plumste gleich mal aus dem Bett und verzog sich ins Wohnzimmer.Ich wachte in der Nacht auf und hatte mich in dem schiefen Bett so dermaßen verlegen, grusel. Bei meinem nächtlichen Toilettengang nutzte Mathias die Chance und lag aufeinmal diagonal im Bett. Also zog ich um auf die Couch. Wie erholsam das ganze Theater war, merkten wir am nächsten Morgen.

Müde traten wir die Fahrt nach Malaga an, waren gegen 10:30Uhr  bereits am Ibis am Rande der Altstadt. Von Malaga hört man immer nur, dass die Stadt hässlich sein soll und der erste Eindruck war spooky. Das Hotel liegt an einem trocken gelegten Kanal, alles wirkt ein wenig verkommen…..auf dem ersten Blick.

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Wir liefen als Erstes zum Mercado, dieser wird immer als eine der Hauptsehenswürdigkeiten angepriesen. Und tatsächlich, das Gebäude ist eine Augenweide und der Inhalt lässt jedem Hobbykoch das Herz bluten.

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Muss ich erwähnen, dass unser Lunch aus einem Fischspieß aus einem der Restaurants des Marktes stammte?!

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Gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Der Weg führte uns durch  den Paseo de Parque und somit bekam ich meine Lieblingsblumen zu Gesicht……ich liebe Frangipani!

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Die Kathedrale ist ziemlich eingebaut, die Sonne stand ungünstig, Auf innen hatten wir, mal wieder, keine Lust….naja, gab schon bessere Fotos von mir….

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Malaga war arg zerstört worden im spanischen Bürgerkrieg und so hält sich immer hartnäckig das Vorurteil, dass die Stadt hässlich ist. Aber wenn man sich auf die Stadt einlässt und durch die verschwiegenen Gassen bummelt,findet man schönste Altstadtarchitektur und den beeindruckenden Alcazaba ( Festungsanlage).

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In den Alcazaba kamen wir nicht hinein, weiße Fellbündel waren dort unerwünscht, Immerhin konnten wir einen Blick auf das römische Amphitheater werfen und auf den Parador de Alcazaba hinauflaufen. Da wir ja Tickets für die Alhambra haben, machte mich die Sache mit dem Alcazaba nicht traurig….

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Da wir ziemlich müde von der katastrophalen letzten Nacht waren, zog es uns wieder Richtung IBIS. Auf dem Weg zu Hotel schauten wir noch kurz am Geburtshaus von Pablo Picasso vorbei, von außen typisch spanisch und unspektakulär.

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Fotos vom IBIS gibts hier nicht, sah so aus wie alle…..aber ein himmlisches Bett heilte die Wunden der letzten Nacht. Wir verschiefen komplett den Nachmittag und trauten  uns erst mit einbrechender Nacht wieder auf die Straße.

Auf  der Suche nach etwas Beißbarem  zogen wir durch ein Viertel, welches wir am Nachmittag noch nicht durchschlendert hatten und landeten in einem andalusischen Restaurant namens Cathedral. Das Essen war bemerkenswert gut, so gut, dass  ich ne Visitenkarte einsteckte.

Später liefen wir zum Hafen und schlenderten zum Strand. Wenigstens Emily hatte die nackten Pfötchen noch im Sand. Wir hatten unsere Chance auf Planscherei im Mittelmeer ja gründlich verschlafen.

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Auf dem Rückweg bewunderten wir das Hafenbecken mit Alcazaba, quasi eine kleine Minialhambra.

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Gegen 0:00 Uhr fielen wir wieder in unser weiches Bett und freuten uns über die Entscheidung Malaga mit in unsere Planung genommen zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Japan 2018, XV: Nara 奈良市, die erste Hauptstadt

Nach einer recht holprigen Nacht in unserem 1,10m Bett fuhren wir heute früh in die erste Hauptstadt Nippons.

Die Geschichte zu Nara ist von unserer Seite aus schnell erzählt: Es regnete in Strömen, der Wetterbericht hatte wieder zu 120% Recht gehabt. Leider wird sich das Wetter nicht mehr wirklich bis zum Abflug verbessern und so muss man eben das Beste draus machen.

Gewappnet mir Regenjacke und dem geklauften Schirm aus Kamakura fuhren wir von Shin-Osaka zunächst nach Tenno-ji und von dort mit einem Lokalzug nach Nara.

Dort angekommem schlüpften wir in die Loopline und stiegen in der Nähe des Todai-Ji Tempels wieder aus. Wir wollten zumächst die Sikahirsche sehen, welche frei und unbehelligt die Wälder von Nara für sich beanspruchen und bekannt dafür sind, frech und anmaßend zu werden…..nur bei uns nicht! Mit sanfter Stimme und einer streichelnden Hand waren die Biester sehr süß zu uns. Aggressiv werden die Hirsche nur, wenn Fressen mit im Spiel ist.

Die Sikahirsche sind die heimlichen Herrscher von Nara und alleine dafür sollte man mal einen Tag in der Stadt verbringen. Diese ist übrigens sehr hübsch und könnte ebenfalls gut als Startpunkt einer Japantour herhalten.

Hier halten alle Fahrzeuge für die Hirsche…aber nur wenn der Zebrastreifen genutzt wird!

Hallo Mensch, ich sehe Begehrliches in Deinen Händen!

Aufgrund der Wetterlage hatten wir im Vorfeld schon Etliches von der Liste gestrichen, klar war…..wenigstens der große Buddha im Todai-Ji Tempel wollte bewundert werden.

Obwohl wieder Herrscharen von Schulklassen die Stadt bevölkerten ( gefühlt befinden sich Japans Schulkinder 24/7 auf Wandertag, wann lernen die Gören eigentlich mal????) kam es uns doch etwas ruhiger vor, vermutlich scheute der eine oder andere die Regentortur.

Der Todai-ji Tempel gilt als eines der großen Höhepunkte einer jeder Japanreise. Die Anlage gehört zum Weltkulturerbe, der Haupttempel ist das größte, aus Holz gebaute Gebäude weltweit und der Bronzebuddha im Inneren ist immerhin der größte von Japan. Der Tempel wurde bereits 741 erbaut, brannte mehrfach ab und wurde auch architektonisch verändert, Das jetzige Gebäude ist aus dem 17Jh. und kleiner als der Ursprungsbau.

Da Superlativen auch bei Regen gelten, lasse ich mal ein paar Bilder sprechen.

Zwischenzeitlich sah das Wetter besser aus und frohes Mutes schlenderten wir im Wald vom Todai-ji in Richtung Kasuga Taisha Schrein. Unterwegs gab es einen grünen Tee und Gebäck mit Pudding in Sikahirschform.

Wir hätten uns gerne den besagten Schrein von innen angesehen, doch leider verhinderte der Regen weiteres Sightseeing . So waren wir nur glücklich, außerhalb des Schreines eine geschützte Bank zu finden und dem Nass beim herunterpladdern zu lauschen und zuzusehen.

Die Bilder des Schreins von außen erspare ich dem Bericht, die Natur (der Wald)  und die Steinlaternen sind schon sehr sehenswert, wir waren allerdings für den Tag so dermaßen satt und abgefressen, dass wir uns schleunigst auf den Weg zum Bahnhof machten. Um aber überhaupt dorthin zu gelangen, musste schnellstmöglich einer der Standard 3€ Schirme gemopst werden, die es in Japan an jeder Ecke, aber nicht im Wald am Kasuga-Taisha Schrein,zu kaufen gibt. Unsere Regenjacken waren bis auf die Haut durch und Mathias fror erbärmlich bei 20 Grad. Ich hatte den Schirm aus Kamakura dabei, mir gings nen bissel besser.

Zurück in Shin-Osaka verschwanden wir erstmal aufs Zimmer und trockneten uns und unsere Sachen ….vollkommen durchweichte Schuhe, Socken, Jacken kann man 36 Stunden vor Abflug nicht wirklich gebrauchen.

Unseren Abend verbrachten wir in Namba, dem zentralen Shopping-Entertainment Viertel von Osaka und Gott sei Dank, es regnete an diesem Abend nicht. Für  diese Bilder verweise ich auf folgenden Bericht: Japan 2018; XVI: Osaka, last but not least

 

Japan 2018, VI: Narai-juko 奈良井宿 & Takayama 高山市

Wir verließen Matsumoto wieder bei strahlendem Sonnenschein, so langsam macht uns das gute Wetter nervös.

Um 8:00 Uhr fuhr unser Zug pünktlich ab, über Shinojiri  ( wir mussten den Zug wechseln) ging es nach Narai. Wir saßen mittenmang von unzähligen Schulkindern und konnten den Zug nur im ersten Waggon beim Schaffner verlassen, der unseren JR Pass kontrollierte. Narai war bis vier Wochen vor unserer Reise zwar auf meiner gedanklichen Bucketlist, aber nicht im Reiseplan gewesen. Irgendwann in 2017 hatte ich ein Foto von diesem pittoresken Ort gesehen und ab diesem Moment begann meine Suche in den sozialen Medien, im Reiseführer und was weiß ich noch wo…..Da das Nest keine regelmäßige Bahnanbindung hat, ist es bis heute nur ein Individualziel,  zumeist für Diejenigen mit Mietwagen. Reisegruppen haben den Nakasendo Trail noch nicht für sich entdeckt. Nachdem ich Hyperdia auf mein Smartphone gezogen hatte und damit tiefer in die Zugplanung einsteigen konnte, ging mir eine Glühbirne übern breiten Scheitel auf! Narai ist ab Matsumoto erreichbar und kann mit unserer Zugfahrt nach Takayama gekoppelt werden. Innerlich waren wir auf Taschenschlepperei eingerichtet, aber der so arg nette und herzliche Bahnhofvorsteher nahm unser Gepäck in Verfahrung.

Der Nakasendo war eine der zwei Handelsrouten, die von Edo, dem heutigen Tokio, nach Kyoto führten. Auf dieser Route gab es 69 Post Towns, die Gästehäuser und eine Infrastruktur für den Reisenden der damaligen Zeit boten.

Narai ist eine dieser Poststationen, wunderschön restauriert und noch voll bewohnt. Lediglich Lieferverkehr darf durch den Ort fahren und so erfreuten wir uns, zusammen mit ein paar Chinesen, über diesen wunderschönen Ort. Den Besuch der Wohnhäuser mussten wir leider auslassen, da um 11:28 unser Zug zurück nach Shiojiri ging.

Narai ist eigentlich eine einzige lange Straße mit mehreren Schreinen, Friedhöfen, traditionellen Ryokans für Wanderer und dem Wohnhäusern der Dorfbewohner…..lasst Euch verzaubern:

Der Bahnhof:

Das wunderschöne Straßendorf 

Pünktlich lösten wir unser Gepäck aus und nahmen an einer Befragung teil. Zum Dank bekamen wir einen Origamikranich und viel Winke, Winke, als wir zu unserem Gleis gingen. Die Herzlichkeit der Japaner geht in die Geschichte dieser Reise ein- wir sind vollkommen geflasht.

In Shiojiri wechselten wir den Zug in Richtung Nagoya,  ershoppten uns unser Lunch und aßen ganz zünftig im Zug, wie der typische Japaner.

Nach einem weiteren Zugwechsel ( Nagoya) gingen wir auf unsere letzte Etappe für  diesen Tag. Insgesamt sah unser Zugplan so aus :

Superpünktlich kamen wir in Takayama an und bereits auf dem Bahnhof sah man, die Stadt  ist ein Obertourihotspot…..Reisegruppen überall, Individualreisende dazwischen. Unser Hotel entsprach dem Reisegruppenklischee, das ganze Haus war voll davon und wir mittendrin. Unser Zimmer entsprach dem Zimmer aus Tokio, es war etwas ungünstiger geschnitten und nen bissel älter, was  das Interieur anging.

Die ersten Impressionen aus Takayama, die Stadt hat ein paar Straßenzüge die schön restauriert wurden.

Die letzte Stunde im Zug hatten wir uns mit dem wichtigen Thema Essen beschäftigt. Mathias und ich hatten Jahrestag  und wollten etwas Leckeres in die Suppenschüssel.

Was Kobe sein Rindfleisch ist, ist Hida -Takayama….na was wohl? Ebenfalls sein Rindfleisch. Katze hatte uns dieses bereits sehr ans Herz gelegt und nun wollten wir mal Hida Wagyu Rind mit Kobe Wagyu  vergleichen. Am Liebsten wäre mir eine Grillvariante oder Shabu Shabu gewesen.

Wir bummelten in der untergehenden Sonne durch den Ort und sahen nicht nur erste Altstadtreize sondern auch das eine oder andere Restaurant, die Hida Rindfleisch anboten …..200g für 82.000 Yen……rund 75€,oha! Im Reiseführer wurde ein Fusion Franzose gehypt, das Le Midi,  und bei weiterem Bummel durch den Ort sah man tatsächlich drei Restaurants des Franzosen. Hierbei handelte es sich 1x um das Gourmetrestaurant, die Burger Bude ( Hamburger mit Hida Rind ist ebenfalls der Hit) und die Suppenküche. Bei der Suppenküche schlugen wir zu. Soba Nudeln ( auch dafür ist Takayama berühmt) mit Hida Steak ( immerhin die zweitbeste Kategorie, Filet verkniffen wir uns) für rd. 16€ erschien uns angesichts der Steakpreise fair und wir hatten ordentliches Fleisch in der Suppenschüssel. Außerdem ist das Restaurant mehrfach ausgezeichnet worden, so dass wir tatsächlich davon ausgehen konnten, vernünftiges Fleisch auf den Teller zu bekommen.

Am Ende gabs noch Spieße aus Hida Wagyu und rundum zufrieden schlenderten wir zum Hotel zurück. Mir schmeckte übrigens Kobe besser, Mathias favorisiert Hida Wagyu.

Am nächsten Morgen bimmelte um 7:00 Uhr der Wecker. Die Sonne schien und wir ließen es ruhig angehen. Das obligatorische Reisbällchen war nicht so lecker wie sonst, Family Mart ist aufgrund der Bahnhofsnähe förmlich geplündert. Unser Weg führte uns durch die Altstadt zum Morgenmarkt, der aber eher klein und unscheinbar ist.

Unser nächstes Ziel war der Takayama Jinja, ein Verwaltungsgebäude  der Stadthalter ab 1692, also aus der Edo Zeit. Das Shogunat wurde abgesetzt, die Burg abgerissen und dieser wunderschöne Komplex errichtet….quasi Stadtverwaltung mal anders. Ich ertappte mich oft am Grinsen,JC mal so, hätte auch was.

Im Inneren begeisterte mich das nackte Bürointerieur, ach wie gerne würde ich auch so minimalistisch unterwegs sein. Der Garten, für die 30 Minuten Pause am Tag war auch recht nett, leider liegen diese Bilder  noch als raw auf den Cameras.

Auf dem Weg zum Busbahnhof ( wir wollten ins Hida Village) fanden wir einen lustigen Bentoshop und beschlossen spontan, das Abendessen im Hotel stattfinden zu lassen. 

Da wir noch Zeit bis zur Busabfahrt hatten, besuchten wir den Kokobunji Tempel. Dieser war nicht besonders aufregend, es ist der Ginkobaum der diesen Tempel sehenswert macht. Das Ding ist wirklich riesig und uralt.

Im Hida Folk Village bewunderten wir die sogenannten Gassho-Zukuri Häuser, die aus dem Schokawa Tal an ihre jetzige Position versetzt worden sind. Der Besuch des Museums war der Auftakt zu unserer Tour nach Shirakawago am 17.5.2018 wo ganze Dörfer noch „in echt“ zu bestaunen sind. Wir schlenderten über zwei Stunden durch die Anlage, die wie ein Dorf aufgebaut ist und wirklich sehenswert ist. Da es außerdem regnen soll bei unserem Besuch von Shirakawago und  Ogimachi, war der Abstecher ins Folk Village mehr als wertvoll.

Wir erkundeten auch die umliegenden Waldwege und zuckten nur nen bissel, als wir auf dieses Schild trafen. Schnell verschwanden wir wieder auf den Hauptweg. Meister Petz ließ sich aber von uns nicht stören und blieb versteckt.

Zurück in Takayama gaben wir uns der Versuchung hin und kurze Zeit später erwartete uns ein Hamburger mit Hida Rind und Potato Wedges. Dazu gab es keine phosphorisierende Pisse sondern Lemon Soda, angeblich. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, konnte ich doch noch nicht erahnen, dass unser farbenfrohes Abendessen keine Freudentänze auslösen würde.

Den Nachmittag verschlenderten wir in der Altstadt und erklommen den Hügel zum Shojiri Schrein. Leider hatte sich der Weg nur für die Toriis gelohnt, der Tempel selbst ist heruntergekommen und steht kurz vor der Restaurierung.

In Takayama traf ich meine Freunde aus Kindheitstagen, in jedem zweiten Laden werden die Monchichis noch verkauft. 

In Takayama trinkt man Sake und auch wir versuchten uns an dem Gesöff und wurden damit nicht warm. Brauereien erkennt man an dem Reisigball über der Tür.

Übrigens gibt es Sake auch in fester Form, als KitKat!


Profanes Essen für die Damen im Kimono!

Wir mussten am Bahnhof die Erkenntnis erlangen, dass unsere Wunschverbindung nach Kyoto nicht funktionieren wird,der Shinkansen von Nagoya ausgebucht ist….zu viele Reisegruppen ,die das Morgenkontingent gesprengt hatten. Uns wurde es in Takayama ebenfalls viel zu voll, allein was auf dem Bahnsteig so los war, spottete jeder Beschreibung. Wir hatten es am gestrigen Tag erlebt, die Gruppen waren mit uns angereist und hatten heute früh um 8:00 Uhr schon wieder das Hotel verlassen.

Wir nehmen nun einen späteren Zug und lungerten den Rest des NaMi und Abend im Vertreterschließfach herum. Ein Gewitter kündigte sicht an, die Vorhersagen für die kommenden Tage sind wenig verheißungsvoll.

Nachdem wir ausgiebig die Badewanne traktiert hatten ( die Dinger sind in Japan echt genial) „genossen“ wir unser Abendessen.

Die Bentobox war gefroren, der Kühlschrank war zu hoch eingestellt. Mathias versuchte sich am späteren Abend nochmal daran, Pickles aufgetaut sind aber ätzend, Ich stehe eh nicht auf das saure Salzzeugs  und so gab,es führ  mich Reisbällchen und Suhi…..