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Israel und Palästina 2017, VII: Bethlehem, Westbank

Während Jerusalem nach den Shavuot Feierlichkeiten um 6:00 in die Falle kroch, fuhren wir nach Bethlehem. Zunächst liefen wir zu dem Parkplatz an dem unser Toyota 1,5 Tage zuvor seinen Schlafplatz eingenommen hatte. Dieser befand sich in der Wohngegend rund um Mea Sheaeim-die ultraorthodoxe Wohngegend, wo die Straßen für den Verkehr an Feiertagen abgesperrt werden!!!!! Gut das die Polizeiabsperrung schon verschoben war, so dass wir morgens keinerlei Probleme hatten unsere sogenannte Heulsuse aus dem Schlummer zu holen.

Ohne Brille geht nicht mehr….wir verfuhren uns auf dem Weg nach Bethlehem erstmal kräftig, meine Augen spielten mir einen Streich und schickten uns nach Bethanien! So wurde es doch 7:30 ehe wir in Bethlehem ankamen. Am Grenzübergang nach Palästina wurden wir nur müde gefragt woher wir kommen und durften weiterfahren. Keine 500 m nach dem Checkpoint hupte uns ein Palästinenser aus und erklärte uns, dass wir nicht weiter fahren sollten….das Auto hätte in Palästina keinen Versicherungsschutz. Da wir aber Hertz in Kenntnis gesetzt hatten, fuhren wir stoisch weiter und ließen den Kerl hupen.

Ich machte mich im Geiste auf Massen in der Geburtskirche gefasst und wurde ….enttäuscht! Die Kirche wird von innen restauriert, sie war menschenleer, in der Geburtsgrotte fand eine Messe statt. Sofort sagte uns ein Polizist, dass wir doch bitte erst um 8:30 Uhr wiederkommen sollten….nach der Messe. Gesagt getan….also gab es einen kurzen Sightseeing Marsch durch Bethlehem, auf der Suche nach Kaffee. Es war ALLES noch geschlossen…was für ein Unterschied zu 2012, September- ohne Ramadan!

Bethlehem am Morgen, Totentanz

Unser braunes Frühstücksgesöff nahmen wir dann in Form eines schweren Mokkas mit Kardamon unter dem Foto von Herrn Arafat ein und kehrten zu 8:00 Uhr in die Geburtskirche zurück.

Vor dem Kaffee war wie nach dem Kaffee, die Kirche war menschenleer  und aus der Geburtsgrotte erschollen falsche Noten der Gläubigen. Wir machte es uns vor dem Altar gemütlich und warteten….und warteten….und warteten.

Der bizarre Eingang!

Geburtskirchenimpressionen

Gegen 8:30 durften wir in Richtung Geburtsgrotte und wurden dort wieder ungemütlich gestoppt, es war noch ein russisch orthodoxer Gottesdienst im Gange….also warten, warteten, warteten wir…

Irgendwann gesellte sich eine asiatische Reisgruppe zu uns und gemeinsam wurde weiter gewartet! Der Guide erklärte uns aufeinmal, dass mam mit dem Priester reden müsse, sonst kämen wir auch nach dem Gottesdienst nicht in die Grotte, weil die Äthiopier danach dran wären mit ihrer Messe. Wir gaben dem Guide den Vortritt und er fragte beim Priester  nach….danach ging alles recht schnell, runter in die  Grotte, kurzer Blick auf den Stern von Bethlehem ( wieder lag keen Messias drauf) und raus….bloss nicht den Gottesdienst stören.

Wir verkniffen uns die Hirtenfelder, die Milchgrotte und auch die Weihnachtskrippenschnitzer und besuchten auf dem Rückweg den wohl umstrittensten Sightseeingspot, die Mauer zwischen Palästina und Israel-ein sehr schwer zu ertragender Anblick für uns Berliner:Das wohl berühmteste Haus der Westbank. Bewohner sind eine christliche Familie, die einen kleinen Souvenierladen besitzen. 2012 erzählte uns die Mutter, dass sie abends schlafen gegangen sind und morgens von der Mauer quasi umzingelt waren……Mauer links, Mauer rechts und an der Seite auch….gruaslich

Da es noch nicht mal 10:00 Uhr war, als wir die Westbank verließen, entschieden wir, zurück zum Hotel zu fahren und dort gemütlich auf dem Dach zu frühstücken.

Zurück in Jerusalem mussten die Männer zunächst die Polizeiabsperrung wieder auf machen….der Wagen stand wirklich in Mea Shearim und da ist es bekanntlich verboten, an Feiertagen Auto zu fahren, war die Straße für die Durchfahrt versperrt.Die Reaktionen der schwarz gewandeten Herren waren dementsprechend….

Wir hauten uns für ein, zwei Stunden aufs Bett und liefen danach zum Damaskusgate um von dort wieder in die Altstadt einzutauchen und die Via Dolorosa, den Leidensweg Christi zu laufen.

Ich bin bereits 2012 die Via Dolorosa gelaufen, siehe auch meinen Bericht von damals. Allerdings haben wir uns nicht die Zeit genommen, jede  Station noch näher zu beleuchten. Dafür bin ich dann dieses Mal an diesen doch sehr interessanten Ort gelandet, der historisch  belegt sein soll:So bunt wird die Knastgrube damals nicht gewesen sein, für den gläubigen Christ wird aber alles getan, damit sie es auch im Kerker gemütlich haben.

Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass es möglich ist, auf die Grabeskirche zu laufen und dort oben das  äthiopische Kloster auf dem Dach zu besuchen. Wir versuchten den Aufgang zu finden, landeten bei der ethiopian monastery und baten um Einlass. Leider wurden wir auf morgen früh vertröstet.

Nach einem leckeren Abendessen verschlug es uns wieder zur Western Wall. Dort waren die Shavuot Feierlichkeiten in vollem Gange, der Vorplatz war im besten Fall als „schwarz“ zu bezeichnen.

Die Familien rannten hektisch durch die Basarstraßen, die Kinder kamen mit ihren kurzen Beinchen kaum nach. Die Kleinen taten uns so leid, ich kann nicht sagen, das die Ultras sehr nett mit ihrem Nachwuchs, der ja in Massen vorhanden ist, umgehen. Die durchschnittliche Geburtenrate liegt übrigens bei SIEBEN Kinder…..bald werden die Ultras Israel beherrschen!

Shavuotfeier

Die Fotos sind von mir aus sehr großer Entfernung gemacht worden, es wäre ansonsten nicht möglich gewesen, das Treiben abzulichten. Mathias und Klaus waren bis vorne an der Mauer und wurden sehr nett von den Männern aufgenommen ( bei allen drei Besuchen der Klagemauer).

Mit den rennenden Massen machten auch wir uns auf den Weg zum Jaffa Gate und sogen die leeren Impressionen der Bazarstraße im christlichen  Viertel ein.

Wir ließen den Abend auf der Dachterasse ausklingen und gingen relativ früh auf unsere Zimmer.

 

 

Israel und Palästina 2017, I: Zurück in Tel Aviv

Nachdem ich bereits 2012 Israel und Palästina  unsicher gemacht hatte, freute ich mich riesig auf eine Wiederkehr, wenn auch nur für elf Tage . Israel verfügt nur über einen internationalen Flughafen, jeder Reisende landet auf dem Ben Gurion Airport in Tel Aviv. Eilat hat einen kleinen Ferienflughafen, evtl. kann man von Moskau direkt einfliegen😂.

Bevor man aber überhaupt den Flieger in Deutschland besteigen darf, wird man von einem Profiler des Mossads gründlich befragt.  In unserem Fall befragte mich Sha der wiederum wissen wollte wie ich Mathias kennengelernt habe und wie unser geliebtes Hündchen heißt! Viele Überkreuzfragen und dann bestätigte uns der israelische Geheimdienst auch ohne Blick auf unsere Heiratsurkunde “ sie sind verheiratet“ …..toll, ich wäre nicht von alleine darauf gekommen.

Auf dem Flughafen, glücklich durch die Befragung gekommen:

Die Spürhunde des Bundesgrenzschutzes hatten schon im Vorfeld die Check Inn Schalter  des Bodenpersonals gründlich durchsucht, wir mussten selbst in Schönefeld zweimal das Gepäck und uns durchleuchten lassen, 1x kam ein Körperscanner zum Einsatz, es gibt diesen also auch in Schönefeld, wird nur kein Easyjet Reisender jemals zu Gesicht bekommen. Rund um die Up Israel Maschine standen zwei gepanzerte Wagen der Bundespolizei sowie Polizisten mit Maschinenpistolen  im Anschlag. Bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen hatte ich den Eindruck, diese wären noch strenger geworden

Der Flug mit Israels El  Al Abklatsch war unspektakulär, mit rd. 30 Minuten Verspätung schlugen wir am späten Nachmittag auf der Landebahn des Ben Gurion Airports auf.

Leider landeten mit uns noch viele weitere Maschinen, demzufolge voll war es bei der Einreise und später auch bei den Mietwagenfirmen. Es gibt keine Stempel mehr in die Pässe sondern ein Einlegevisum……gut das ich noch den 2012er Stempel besitze. 

Bei Hertz tobte das Leben, wir benötigten gut eine Stunde um unseren Mietwagen auszulösen. Im Schweinsgalopp fuhren wir gen Tel Aviv Strand, waren aber erst nach 19:00 Uhr  in der Harav Kook Straße und suchten uns dumm und dämlich nach unserem Vermietungsbüro. Die Hausnummer sieben konnte  uns nicht sagen, wo denn die nun die fünf ist😜 unglaublich! Aber nachdem auch diese Hürde genommen war, verkündete uns unser Vermieter, das das eigentliche Apartment gerade entkernt wird und wir woanders wohnen würden! Der Vorteil, größer und hübscher in der Einrichtung, der Nachteil: nur ein Bad für Vier!

Gegen 20:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Strand und damit begann auch die Suche nach etwas Beißbarem. Der Strand zeichnet sich durch feinkörnigen Sand und quasi null Restaurants aus. Diese sind versteckt in den luxuriösen Apartmentkomplexen und Luxushotels.

Nach einigem Hin und Her ( es war übrigens ziemlich schattig) landeten wir in einer muslimischen Shawarma-Würfelbude. Das Essen war gut, große Portionen Chicken Shawarma und Pickles ( dafür ist Israel bekannt) und genau so großartige Preise…..vier Teller Shawarma, zwei Bier und zwei Cola : 80€ ….ähmmmm, teuer geworden das Land. Eventuell war es nur die Lage? Wir werden sehen….

Im Nachgang überfielen wir nen Späti und komplementierten unseren ersten Eindruck von teuer mit drei Bier und zwei Wasser, 15€! Mit der stillen Hoffnung “ das ist nur so teuer aufgrund der Strandlage“ bummelten wir uns in unser Bettchen.

 

 

 

 

Color Magic 2008/2009: Ein norwegisches Wintermärchen und ein verregnetes Sommerwochenende

Wer mich kennt, weiß dass ich nicht der Kreuzfahrttyp bin, mir schwerlich vorstellen kann, dass es lustig ist, in so einem Riesenpott mit 3000 anderen Wasserratten unterwegs zu sein. Kurz und gut, ich bin eine Landratte und nebenbei gesagt, auch kein Herdentier.

Umso erstaunlicher war es für mein Umfeld, dass ich zusammen mit meinem Stiefvater, nun ausgerechnet eine Mini Kreuzfahrt als Geburtstagsüberraschung für meine Mama zum 60. Ehrentag auserkoren hatte.

Die Tour startete am 17.11.2008, meine Mama wurde erst einen Tag vor Reiseantritt über die nächsten Tage informiert und freute sich riesig.
Voller Erwartung ging es in den frühen Morgenstunden von Berlin nach Kiel, der rote Blitz fand genau am Norwegen Kai einen Parkplatz und wir bestaunten die größte Fähre der Welt, die sich 13 Stockwerke hoch vor uns aufbäumte.
Da war auch ich, die selbsternannte Landratte mal baff und ziehe meinen Hut vor den Ingenieursleistungen. Wir warteten im Terminal aufs „boarding“ und wenig später stand auch ich das erste Mal auf einem Kreuzfahrtschiff oder so was Ähnlichem.

Wir suchten uns zunächst die beiden Kabinen und waren über den Standard sehr angetan. Meine Eltern hatten eine kleine Doppelkabine mit Blick in die Promenade, ich eine Zweibettkabine und eine kleine Couch. Ebenfalls konnte ich „fensterln“ mit Promenadenblick.  

Als nächstes erkundeten wir das Schiff und waren ziemlich begeistert….neben mehreren Restaurants (u.A. Sushi, Tapas, Fastfood) gibt es das sogenannte Observationsdeck mit 360 Grad Blick und sündhaft teuren Cocktails. Natürlich wurde auch an eine Wasserlandschaft gedacht, Zocker kommen im Kasino auf ihre Kosten und abends lockt die Theater/ Cabaret Show.

Das Wetter gab an diesen drei Tagen alles, die Fahrt aus der Kieler Förde hinaus, mit Blick auf La Boe bleibt unvergessen. Wir genossen das Aussichtsdeck und die frühwinterliche Sonne.

Später genossen wir den überteuerten Supermarkt, aber hej….Fazermint muss schon sein, wenn es nach Scandinavien geht….UND ein norwegisches Bier im Pub. Über den Preis wollen wir mal nicht reden, ich glaube es waren 8€ für 0,3l  🙂 !!!!

Das Abendessen findet in zwei Schichten statt, wir waren am ersten Tag in der ersten Runde und durften demzufolge bereits ab 18:00 Uhr das sogenannte Julboard (Weihnachtsessen) erstürmen. Ich habe bereits viel in meinem Leben gesehen, doch dieses Buffet hat mich damals überfordert. Mindestens 20-30 m. Büffet, ich glaube ich habe alleine 20 verschiedene Nachtische und Kuchen gezählt.

Auf dem ersten Blick war klar, wo die Norweger, wo die Deutschen sitzen….die Norweger hatten Berge an Fleisch auf ihren Tellern, während die Deutschen den Kaviar aus Salatschüsseln futterten- wirklich wahr!
Auch wir stürmten das Fischbuffet und genossen Meeresfrüchte satt.

Am Abend genossen wir meine Kabine, unsere mitgebrachten Leckereien und natürlich Fazermint und Sekt sorgten für eine gute Stimmung.

Wir gingen am späteren Abend nochmal an Deck, wo wir die klare Nachtluft genossen.

Leider war die Nacht nicht so erholsam wie gedacht, das Schiff lag schwer in den Wellen im Skagerak.

Am nächsten Morgen wurde zunächst unser Geburtstagskind geehrt und befeiert. Mit großem Hunger warfen wir uns wieder auf das Frühstücksbuffet, was wiederum sensationell gut war.

Mein persönliches Highlight der Tour schloss sich danach an- die Durchfahrt des Oslo Fjords, genannt  „Norwegen, ein Wintermärchen“. Mein Gott was das hübsch und beeindruckend. Die bunten Häuschen, die Inselchen, gekrönt mit einer schönen Einfahrt in dem Hafen von Oslo. 

 

Wir fuhren mit dem Taxi Richtung Innenstadt und mussten leider feststellen, dass 20€ in Norwegen nicht wirklich viel ist. Wir liefen zum Rathaus und zur Oper und bestaunten den Königspalast, der ebenfalls in der Innenstadt liegt.

Im Anschluss bummelten wir zum Fähranleger zurück und stöberten uns durch mehrere Geschäfte. Bei 80€ für einen Adventskranz stockte mir der Atem, Zeit wieder abzuhauen!

Unser Versuch, einen freien, unverbautem Blick auf unseren Luxusdampfer zu erlangen, gelang uns nach einigen Versuchen- das Wetter zeigte sich immer noch von seiner besten Seite.

Bis zur Abfahrt verbachten wir ein wenig Zeit im Fast Food Lokal auf dem „Dampfer“ und genossen einen waschechten scandinavischen Hot Dog.

Nachdem die Color Magic wieder in See gestochen war, gingen meine Mum und ich in den Whirlpool….lustig ging es zu im Skagerak, wir wurden hin und her geschaukelt.

Am Abend wiederholten wir das grandiose Julbord und im Anschluss verwöhnte das Theater unser Geburtstagskind.

Am nächsten Morgen legte die Color Magic im strömenden Regen von Kiel wieder an und ließ uns mit einem Haufen neuer Eindrücke zurück.
Schön ists gewesen, eine ganz andere Art von Urlaub, mittlweile kann ich mir gewisse Ziele ( z.b Karibik) doch auf einem Kreuzfahrtschiff vorstellen.

Die beschriebene Tour habe ich ein Jahr später nochmal wiederholt. Leider war unser Wetter im August weitaus schlechter als ein Jahr zuvor. Dennoch auch hier ein paar Bildchen von dieser Tour:  

Hongkong & Macau 2008

Am Abreisetag noch arbeiten zu müssen, war eine ganz schlechte Idee. Ich hetzte mit meinem Rucksack nach Tegel, bestieg total groggy die LH die mich zunächst nach München und im Anschluss nach HK brachte. Der Nachtflug war unspektakulär, am späten Nachmittag landete ich auf Lantau und wurde sobald mit sms von Alexandra bombardiert. Diese war mit einer früheren Maschine gelandet und gab mir Busanweisungen.
Ich kaufte mir zunächst eine Octopus Card die ich mit ein paar HK $ aufladen musste. Nun war ich quasi liquide all over HK !
Eine geniale Erfindung, kann sich old fashioned Germany mal wieder eine Scheibe abschneiden und empfehle ich Jedem der nach HK fliegt.
Ich stieg zwar an der falschen Busstation aus, dennoch fanden Alexandra und ich zueinander.
Sie überraschte mich mit der netten Aussage, dass unser eigentliches Hostel einen Kuckuck an der Tür hätte und sie im gleichen Komplex eine Alternative aufgetan hätte. Diese würde allerdings nur für die erste Nacht frei sein und wir müssten dann mal eben noch eine neue Unterkunft finden…

Unser erstes Wohnklo in Monkok:

Wir wohnten in dieser ersten Nacht in Monkok und suchten im Anschluß weiter südlich in Tsim Tsa Shui, meiner eigentlichen Erstwahl und wurden sofort im USA Hostel, Mirador Mansion, fündig. Ein Minizimmer im 13.Stock, mit Nasszelle und Glasscheibe zw. Zimmer und Klo.

Das zweite Wohnklo in Tsim Tsa Tsui

Typisch für die Wohnverhältnisse, ganz typisch für Kowloon.

Mit unserer Auswahl sehr zufrieden schlürften wir am ersten Wohnung noch eine Nudelsuppe und kuschelten uns in das temporäre Bett.

Wikipedia: Hongkong, Abk.: HK (chinesisch 香港, Pinyin Xiānggǎng, Jyutping Hoeng1gong2 kant. Guangdong Hêng1gong2, Yale Hēunggóng, englisch Hong Kong ‚Duftender Hafen‘, Abk.: 港) ist eine Metropole und Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China im Mündungsgebiet des Perlflusses. Mit über sieben Millionen Einwohnern auf 1104 Quadratkilometern und einem bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektor zählt Hongkong zu den Weltstädten. 95 Prozent der Einwohner Hongkongs sind chinesischer Abstammung mit überwiegend kantonesischer Muttersprache.
Hongkong wurde während des Ersten Opiumkriegs 1841 durch das Vereinigte Königreich besetzt und durch den Vertrag von Nanking 1843 zur britischen Kronkolonie erklärt. Für viele Chinesen war die britische Kolonie Zufluchtsort vor dem Chinesischen Bürgerkrieg 1927 bis 1949 und der daraus hervorgegangenen kommunistischen Volksrepublik China. Im Jahr 1997 erfolgte die Übergabe der Staatshoheit an die Volksrepublik China. Seitdem ist Hongkong eine chinesische Sonderverwaltungszone unter Beibehaltung einer freien Marktwirtschaft und hoher innerer Autonomie.
Die am dichtesten besiedelten Gebiete sind die Halbinsel Kowloon und der Norden von Hong Kong Island, die durch die schmale Meerenge Victoria Harbour getrennt sind. Zu den New Territories gehören das ursprüngliche Hinterland nördlich von Kowloon, das die größte Fläche Hongkongs ausmacht, und die meisten der 263 Inseln Hongkongs. Die größte Insel Hongkongs ist Lantau Island, in deren Nähe sich auch der Hong Kong International Airport, auf der Insel Chek Lap Kok, befindet. Das Bevölkerungswachstum und die geringe bebaubare Fläche Hongkongs führte zu großflächiger Landgewinnung durch Aufschüttung im Meer und zur Entstehung einer Skyline aus Wolkenkratzern. Nach der Errichtung mehrerer Planstädte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebt die Hälfte der Einwohner Hongkongs in den New Territories.[6] Hongkong gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten.
Am nächsten Morgen zogen wir zunächst in das neue Hostel um und organisierten uns die Tickets für eine Fahrt auf der Duk Ling durch den Hafen von HK am gleichen Nachmittag.
Wir bewunderten auch die „avenue of the stars“, auch wenn uns die meisten der Stars in keinster Weise bekannt vorkamen (außer Bruce Lee).

Außerdem war alles im Halloween Wahn, was für uns Mitteleuropäer auch eine Erfahrung war.

Zum frühen Mittag zog es uns nach Yau Ma Tei, wir bewunderten den Fischmarkt, den Vogelmarkt und einen billigen Fressmarkt.

Um 16:00 Uhr ging es auf die Dschunke, leider war das Wetter bescheiden und die Aussicht war auch nicht so toll.  


Erste chinesische Eindrücke gewannen wir auch im Tin Han Tempel:

Am Abend genossen wir die Lasershow am Hafen.

Am nächsten Tag zog es uns auf den Victoria Peak, der Blick von oben war leider diesig verhangen, so dass ich keine  großartigen Erinnerungen daran habe. 

Anschließend fuhren wir nach Central und liefen den Merian Walk und machten nachmittags die Chinatown unsicher.

Ein Schmunzler, eine Chinatown in China und dennoch war es von der Stimmung her anders. Wir bewunderten die Papiergeschäfte, wo milde Gaben für verstorbene Familienmitglieder oder auch Freunde erworben werden können. Diese werden dann auf dem Friedhof verbrannt und so wird dafür gesorgt, dass der Verstorbene auch im Jenseits viel Geld, neue Schuhe, eine Kamera oder auch den Big Mac erhält- alles aus Papier, alles zur Vernichtung freigegeben.

Auch die Auswahl an kulinarischen Raffinessen war für mich damals ein großer Stauner, Seestern gefällig???

Wir fuhren anschließend mit der Bahn nach Happy Valley und sahen uns abends nochmals die Lasershow an. 

Unsere Tour nach Lantau begann abermals verhangen und wurde dann vom Wetter her immer besser.
Gefühlt 1000x abgedrückt und den riesigen Buddha in allen Facetten auf Fotos festgehalten. 

Wir schauten uns auch das dazugehörige Kloster an und wunderten uns über die geschäftstüchtigen Mönche, die aus allem Geld machten.

Tai- O ist ein kleines, heruntergekommenes Dörfchen wo der gemeine Tourist nach der Buddha Verehrung gerne mal essen geht. Auch wir aßen typisch chinesisch (Shrimps mit halben Bäumen) und machten uns wieder auf den Weg nach Kowloon.

Abends den Temple Street Night Market bewundert aber nichts gekauft, insgesamt war mir HongKong einfach zu „billig“. Überall nur Designer und Luxusläden machte die Stadt für uns zu keinem Einkaufsparadies.

Eine lohnenswerte Tour führte uns zum Tempel der 10.000 Buddha, ich fand Snoopy World im Anschluss allerdings viel spannender.
Ikea war ebenfalls entäuschend, der Hot Dog schmeckte überhaupt nicht :-)!

Eine sehr schöne Tour führte uns nach Aberdeen und Stanley, mit den dazugehörenden Dim Sums im Jumbo Restaurant. Natürlich ist das gesamte Etablissement Tourinepp, machte aber dennoch so richtig viel Spaß.

Genauso verhält es sich mit Disneyland- kann man machen, muss man nicht. Ich freute mich jedenfalls auf einen entspannten Tag mit Mickey Mouse und meinem Freund Donald Duck. Endlich mal wieder mit Erlaubnis Kind sein dürfen. Ich war zweimal in Disney World in Orlando gewesen und ich finde, so alle Jahre mal wieder ist ein wenig debiles Grinsen ok 😜
Wir waren so überpünktlich, dass wir eine Stunde zu früh im Disneyland ankamen. Dafür war es anfänglich schön leer und von den Preisen her erträglich. Alleine deshalb würde ich DL -HK empfehlen, Paris oder auch Orlando sind im Verhältnis weitaus teurer. 

Macau:
Wenn man schon mal in Hongkong ist, bietet sich eine Tour nach Macau an. Wir fuhren sogar an zwei Tagen mit der Schnellfähre in einen ganz anderen Teil Chinas. Bei unserer ersten Tour begleitete uns eine rüstige Rentnertruppe Rotchinesen auf der Fähre. Alles schnatterte und gackte in ohrenbetäubender Lautstärke. Die Billigwaren, u.A. Kuckucksuhren wurden bewundert, die Pässe krampfhaft an die Brust gedrück….Ü75 auf Ausflug! Komischerweise konnten sie nach Ankunft in Macau alles plattwalzen, ohne Vorsicht auf Verluste wurde mit Rollator und Krücke der Weg zur Immigration förmlich erstürmt. Wir lachten, bis uns die Tränen kamen, mein erster Kontakt mit Rotchinesen wird mir immer in Erinnerung bleiben!
Wikipedia: Macau (häufig auch Macao, chinesisch 澳門 / 澳门, Pinyin Àomén; portugiesisch Macau) ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Bis 1999 war es eine portugiesische Kolonie. Macau ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit. Die Haupterwerbsquellen sind das dort legale Glücksspiel und der damit in Zusammenhang stehende Tourismus aus Hongkong und Festlandchina, weshalb Macau oft auch als Monte Carlo des Ostens oder Las Vegas des Ostens bezeichnet wird. Mit rund 21.000 Einwohnern pro Quadratkilometer weist Macau eine sehr hohe Bevölkerungsdichte auf. Wer am Fähranleger ankommt, nimmt am Besten zunächst den Kasinobus des Hotel Lisboa und lässt sich in Richtung Innenstadt fahren. Ab dort kann man prima mit öffentlichen Bussen weiterfahren.
An unserem ersten Tag in Macau verwöhnten wir uns mit den kulturellen Highlights der Insel, bewunderten das Fort und die Ruinen von Sao Paulo. Auch die portugiesisch anmutende Innenstadt hat schon was.

Der A-MA Tempel ist ebenfalls sehenswert, zumal ich zu diesem Zeitpunkt kaum chinesische Tempel kennengelernt hatte.

Außerdem begeisterte uns das 70er Jahre Ambiente des Hotels Lisboas.

Wir nahmen uns vor, demnächst mal wieder die alten James Bond Filme herauszuholen und in Retro zu schwelgen.

An diesem ersten Tag fuhren wir noch auf die Nachbarinsel Coloane, die so ganz anders als die Hauptinsel von Macau anmutete. Das erste Mal überkam mich der Verdacht, dass ich in China bin, auch wenn das Ambiente immer noch eher portugiesisch oder auch brasilianisch anmutete. Wir konnten nach Kanton hinüberschauen, Rotchina ist nur noch einen Steinwurf entfernt. In einem kleinen Restaurant auf dem Hauptplatz von Coloane, aß ich das beste Essen des gesamten Trips, bis heute verweise ich Freunde an dieses kleine Restaurant. 

Unseren zweiten Tag in Macau opferten wir den Casinos und der Formel Eins.
Wir nahmen die größeren Hotels ins Visier und bewunderten die Herren, die im ganz großen Stil die Kohle verzockten. Uns waren die Einsätze eine Nummer zu hoch und somit gab es nicht mal Kleingeld für den Daddelautomaten.

Die Hotels stehen Las Vegas nicht nach, lediglich liegt in Macau der Schwerpunkt noch auf das daddeln, weniger den Shows oder guten Dinner Buffets.

Allerdings ließen wir es uns nicht nehmen, im MGM Grand den High Tea einzuläuten und Petit Fours mit Blattgold zu genießen.

Wir bewunderten ebenfalls die Aussicht vom Macau Tower und im Antlitz des Formel Eins Rennens in der darauffolgenden Woche, gönnten wir uns einen Besuch im Rennmuseum.

Fazit: Macau eignet sich wunderbar für einen Stop von bis zu zwei Tagen, wer noch nicht in Las Vegas war, sollte sich in jedem Fall das eine oder andere Themenhotel anschauen.
Für Hongkong sollte man mindestens eine Woche einplanen um auch wirklich gemütlich die Stadt genießen zu können. Für Alle, die eine Reise planen, empfehle ich immer Kowloon als Hotelgegend. HK Island ist insgesamt mehr auf Geschäftsreisende ausgelegt, weniger die Backpacker kommen dort auf ihre Kosten. Gut und günstig frühstücken kann man in einem der vielen Cafe´de Corals, ansonsten ist HK kein Schnäppchenparadies.

Nicaragua IV, Granada: Stadt, Vulkane, Lagune

Neben den achtbeinigen Freunden kam in der letzten Nacht auf Ometepe  noch ein Fröschlein, in den Ausmaßen eines mittelgroßen Ochsenfrosches hinzu, der ebenfalls Mitglied unserer  WG  werden wollte. Allerdings war ich von dem neuen Untermieter gar nicht angetan und haute dem Kerlchen die Tür „vorn Latz“…..beleidigt zog der „Kleine“ zu unserem Nachbarn linker Hand, die ihm aber auch kein Asyl gaben.  Unsere  achtbeinigen Freunde namens Thekla I, Thekla II, Thekla III, Thekla IV und die verendete Thekla V waren recht dankbar über unsere Entscheidung dem hüpfenden Flüchtling keinen Einlass zu geben, sie blieben in der letzten Nacht still und unauffällig.

Maria verabschiedete uns am nächsten Morgen fast mit Tränen in den Augen, wir hatten wirklich eine ganz entzückende Wirtin gehabt. Am Fähranleger aßen wir das wohl billigste Sandwich zum Frühstück ( 40 Cordoba= 1,30€ ) und versorgten den Hafenhund gleich mit….wenn man uns so lieb anschaut und außerdem auf den Rippen schon Klavier gespielt werden kann, können wir nicht nein sagen.

Diesmal fuhren wir Fähre, nicht Llancha, nachdem auch Maria uns davon abgeraten hatte. Das Wetter war stabil, die Fährüberfahrt war direkt langweilig und mit nur 15 Cordoba mehr, auch nur 0,50€ teurer als die Todesllanchas. In San Jorge suchten wir uns ein Taxi, weil wir nach Rivas  zum Chickenbus und dann nach Granada wollten- doch meistens kommt es anders als man denkt. Der Taxifahrer mit dem wir handelten machte uns so ein unverschämt gutes Angebot für die 66km nach Granada, dass wir zugriffen! Der angenehme Nebeneffekt, wir waren bereits um 12:00 Uhr in unserem Hotel.

Und was hatten wir uns diesmal für ein Schmuckstück ausgesucht, grandios: La Bocona, ein altes Herrenhaus, mit nur sechs Gästezimmern, einem Pool und drei Innenhöfe. Die Conquistadores wußten schon zu leben. Wir standen in unserem 40qm Palast, inkl. Himmelbett und wußten vor Freude nicht wohin. Das wir wie die Feudalherren des nächtens über den ersten Innenhof zu unserem privaten Badezimmer laufen mussten, machte die Sache irgendwie noch spezieller.  Und wenn ich an das Schnäppchen bei Booking.com denke…die Hütte kostete uns keine 50€ pro Nacht, da kann man nur im Kreis strahlen.

 

Wir machten uns happy auf den Weg zur Kathedrale, die von außen recht beeindruckend, von innen eher schlicht ist. Es war mörderisch heiß, im Schatten 33 Grad. Nachdem wir versucht hatten die Kirche La Merced zu erstürmen, diese leider geschlossen war, tobten wir uns am Nachmittag am Pool aus und genossen ein Nachmittagsschläfchen im Himmelbett. 

Abends machten wir uns auf den Weg in die Fußgängerzone, dort gibt es nen Haufen touristisch angehauchte Restaurants, wir suchten das nicaraguanisch Besondere und wurden fündig. Ein Nica-Chinese mit Allem was das Herz begehrt. Die Bude war voll, es gab gutes Nica-Food aber auch chinesisch wenn man denn wollte. Meine Ceviche war sensationell, die Preise auch……4-5€ für eine Hauptmahlzeit, wird wohl unsere Stammlokalität in Granada werden. Ich kann Jedem nur die Comedores und Restaurants der Einheimischen ans Herz legen, entspannt die Reisekasse und man lernt so viel mehr von Land und Leute kennen-die schicken Dinger sind austauschbar…..auf der Partymeile von Granada musste ich immer an Mexiko denken😳

Nach dem Essen kehrten wir auf einen Nica Libre  ( Flor de Caña, Cola, Eis) in einer Bar ein und ließen im Anschluß den Abend im LA  Bocona ausklingen, mit dabei die neuen Kumpels Flor de Caña fünfjährig und Flor de Caña  siebenjährig.

Den nächsten Tag starteten wir mit einem Rundumblick von der Kathedrale am Parque Central und einem Frühstücksburrito-Beides war sehr zu empfehlen, Bohnen und Reis hielten sich bei uns wirklich in Grenzen.

La Merced war leider immer noch geschlossen, unser Rezeptionist wollte sich beim Pastor direkt um die Öffnungszeiten kümmern.  Allerdings ist die Kirche auch von außen eine Augenweide.

So schlenderten wir durch die Stadt in Richtung Convento San Francisco, welches ebenfalls geschlossen war.

So langsam gewöhnten wir uns daran, dass die Kirchen alle geschlossen sind, Ausblicke von Türme werden eh überbewertet. Unser nächster Spaziergang führte uns an den Nicaraguasee, allerdings von Granada aus nicht sehr spektakulär…..wir sahen wie die Abwasser eingeleitet wurden, sehr vertrauenserweckend. Uns wurden immer wieder Touren für die Isletas angeboten, wir allerdings haben in diesem Urlaub genug von Bootchen fahren und halten uns die Isletas als letzte Option gegen Langeweile. Auf dem Weg zum Wasser stießen wir auf dieses hübsche Kirchlein, natürlich geschlossen:

Anbei ein paar Straßenimpressionen dieser so wunderschönen Stadt, die mich nach Antigua und Trinidad versetzt-insgesamt stellt sich Nicaragua als perfekte Mischung aus Guatemala und Kuba da…..wer also Nica mag, wird auch die beiden anderen Länder lieben, da gilt natürlich auch vice versa.

Am Nachmittag vertrieben wir uns die Zeit auf dem Markt, der wie alle Märkte in Mittelamerika ganz großes Kino ist. Wir werden sicherlich in den nächsten Tagen nochmals vormittags vorbeischauen, da die meisten Stände am heutigen Tag bereits eingeräumt waren ( Fleisch&Fisch).

Den Abend ließen wir wieder in der chinesisch-nicaraguanischen Würfelbude ausklingen, dass Essen war einfach zu gut gewesen.

Der dritte Tag in Granada  begann für uns sehr früh, da wir bereits um 8:00 Uhr unseren Suzuki Alto, genannt Nicaña, abholten und mal wieder „on the road“ waren.

Unser erstes Ziel waren die sogenannten Los Pueblos Blancos, Dörfer die alle an der Laguna de Apoyo  liegen und alles sind, aber nicht mehr weiß/blanco.

Der erste Ort den wir ansteuerten war Diria, ein angeblicher  Ort der Hexen und Naturheiler, sowie mit einem bezaubernden  Blick über die Lagune de Apoyo.

Wir sahen zwar keine Hexen am werkeln, dafür schwangen sich ein paar Affchen durch die Bäume. Die einzige Damen mit Hexenstatus die wir zu Gesicht bekamen war diese Lady:

Wir hexten uns also nicht nach San Juan de Oriente, sondern fuhren mit Nicaña ins Töpferdorf,

Über Masatepe ( nette Kirche und netter Markt) ging  es nach Catarina, ein Ort der für seine vielen Gärtnereien berühmt ist und auch einen super Blick über die Lagune zu bieten hat. Den Blick versüßten wir uns mit ner Margherita.

Angeschwipst von dem Cocktail zur Mittagszeit  machten wir uns auf den Weg nach Masaya. Die Stadt hat nicht nur einen irren Busbahnhof, sondern einen ganz irren Markt. Komischerweise haben wir gedacht, dass wir in Antigua gelandet sind, da auch dort der Busbahnhof und Markt in unmittelbarer Nähe ist und genauso chaotisch  tickt.Neben der Kirche und dem Parque Central war der nächste Pollo Laden unser erstes Anlaufsziel….zwei Hühnerschenkel aus der Hand und der Schwips war Geschichte. Wir landeten auf dem Kunstmarkt und waren erstaunt über die arg schlechten Souvenire, es gibt ganz wenig was man so mitnehmen möchte….außer einer Hängematte, die man nicht transportieren kann.

Unser Highlight für diesen Tag sollte ab 17:30 erfolgen, wir wollten auf den Masaya hochfahren und in den aktiven Santiago Krater hineinschauen. Aufgrund der Vulkanaktivitäten 2016 ist der Nationalpark für Wanderungen weiterhin gesperrt, die Eintritte der Touris von immerhin zehn Dollar pro Person will man sich aber natürlich nicht nehmen lassen und lässt das nachfolgende Spektakel zu. So etwas wäre in Deutschland undenkbar😜.

Das wir bereits eine Stunde früher vor Ort waren, erwies sich im späteren Verlauf als Glücksfall, so waren wir das dritte Auto, welches  kurz vor 18:00 Uhr schlußendlich zum Krater fahren durfte. Mit strengsten Auflagen ( Name, Autonummer sowie Belehrung) ging es in Eile auf den Krater…..alle Autos fuhren im Affentempo hintereinader, den Rauch schon von Weitem im Blickfeld.

Dort  angekommen, mussten wir rückwärts, quasi in Fluchtrichtung, einparken und bekamen dann rd. 15 Minuten für Fotos und Staunen, wer als letzter in unserer Gruppe ankam hatte weniger Zeit. Die Luft war zum Schneiden, des roch nach Schwefel, Dampf stieg auf.

Nach 15 Minuten ertönte eine Trillerpfeife und im Schweinsgalopp ging es den Berg wieder hinunter, mehr ist für den Körper gesundheitsschädlich- die Gase sind arg giftig.

Erstaunlicherweise lasen wir am 23.2.17 also genau 24 Std. nach unserem Masaya Abenteuer Folgendes in der Zeitung…..die Welt berichtete, das zwei Forscher in den Krater abestürzt waren, aber gerettet wurden. Wir googlelten uns ebenfalls durchs spanische Zeitungen, die berichteten das das Unglück tatsächlich am 22.02.17 geschehen ist…quasi als wir oben waren.

Der 23.2.17 diente zur Erholung, wir bewunderten den Friedhof von Granada und fuhren im Anschluss zur Laguna de Apoyo.

An der Lagune mieteten wir uns für einen Tag im Hostel Monkey Huts ein und konnten für 6$ dort liegen, sonnenbaden, Kayaks und Tubes nutzen. Es war ein relaxter Tag, Äffchen sprangen durch die Bäume, wir lagen in der Hängematte.

 

Zurück in Granada kamen wir endlich auf den Turm der Kirche La Merced, zum Wochenende haben alle Gotteshäuser in Granada wieder Hochkonjunktur……und endlich konnten auch wir das wohl berühmteste Fotomotivs Nicaraguas genießen.

Für unseren letzten Tag in Granada hatten wir uns nur Lalelu vorgenommen….derPool ruft und ein wenig bummeln ohne nennenswertes Sightseeing war geplant. Auf die Isletas verspürten wir weiterhin keine große Lust.

Morgen geht es in den Nebelwald rund um Matalgalpa. Wir werden den Expressbus um 5: 00 Uhr nehmen und gegen 8:00-9:00 Uhr bereits in den Bergen sein. Wenn alles wie geplant läuft, treffen wir am Sonntag Fernando, einen Freund meines Vaters, der die Wintermonate auf seiner „Finca“ in Jinotega verlebt…..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicaragua 2017, II: Ometepe…..“Eine Insel mit zwei Berge….“

Unsere Nacht war um 6:30 zu Ende, netterweise  bekamen wir noch nen Continental Brekkie und wurden um 7:50 auch von unserem Shuttle nach San Jorge abgeholt. Ne Sache, die man nur empfehlen kann. Wir wären mit öffentl. Verkehrsmitteln wie folgt unterwegs gewesen:

Taxi zum Markt von San Juan del Sur:3$, Öffentl.  Bus v SJdS nach Rivas rd 4$ , Taxi v Rivas nach San Jorge 3-5$ – Gesamtpreis min.12$ und mindestens zwei Stunden Fahrt. Wir gönnten uns also nen Shuttle für 25$ von Haustür bis Fähranleger und waren um 8:30 in San Jorge. Dort gingen wir auf eine sog. Llancha….wenig Passagiere, viel Fracht und nicht sehr vertrauenserweckend.

Llancha Karen

Mathias trug uns in die Passagierliste ein, die Rettungswesten nahmen wir gerne.


Die Überfahrt war mal wieder nichts für schwache Nerven, die berühmt berüchtigten Winde gaben Alles, das kleine Boot schaukelte sich durch die Wellen, wir hielten uns krampfhaft am Boot fest.  Gott sei Dank sind wir alle Beide seefest und nach einer Stunde war der Spuk vorbei, Ometepe zeigte sich von seiner schönsten Seite.

In Moyogalpa nahmen wir uns ein TukTuk und fuhren zu unserem Gästehaus, welches von einer reizenden Pfälzerin geleitet wird. Maria wohnt bereits seit 25 Jahre in Costa Rica und Nicaragua und konnte ne Menge erzählen, insbesondere die Diktatur und der Kommunismus machen ihr zu schaffen, die Hotelbesitzer werden ziemlich gegängelt mit Enteignungen und hohen Steuen.

Unsere Cabiña war sehr einfach aber absolut ausreichend UND wir hatten eine warme Dusche….die erste nach 14 Tagen…..das wir auch jede Menge Krabbelzeugs mitadoptiert hatten, bemerkten wir erst abends. Ich sage nur Arachnophobia, unser Highlight waren vier nicht ganz kleine Exemplare die sich in der Nähe des Kopfendes unseres Bettes tummelten! Maria konnte uns auch super beruhigen “ Euer Nachbar hatte letzte Nacht einen Skorpion im Zimmer, die kommen immer nach den Spinnen. Ein Biss ist gut fürs Rheuma!“ Axhso, na dann sind uns die Spinnen natürlich lieber.

Die ersten holprigen Rollerverssuche führten uns zurück nach Moyogalpa, wir hatten so richtig Appetit. Das lag vermutlich an der Schaukelei auf dem Boot, uns war förmlich schlecht vor Hunger! Moyogalpa ist ein reizendes Nest, mit einer geringen touristischen Infrastruktur rund um den Hafen. Es gibt ein paar Restaurants, die auf den Backpackermagen ausgelegt sind. Die Nicaraguaner sind zu arm um Essen zu gehen und somit gibt es in den Restaurants mehr oder weniger überall das gleiche Travelleressen. Wir stürmten einen Pizzaladen und sahen uns mit der wohl grandiosesten Pizza Margherita fast schon überfordert.

Nach dem Feudalmahl ( es blieb nichts übrig) zogen wir zunächst durch den Ort und bewunderten das niedliche Provinznest.

Danach versuchten wir uns mit dem Motorroller und fuhren Richtung Altagracia , über die nördliche Route, siehe Karte.

Wir scheiterten in La Flor, weil die Piste zum Wasser nicht mehr für den Roller befahrbar war. Unterwegs hatten wir aber immer wieder spektakuläre Aussichten auf den Conception, desweiteren besuchten wir den Friedhof und erfreuten uns an Ferkel, Pferde und  Rindviecher auf der Straße, in den Schlaglöchern oder auch mal direkt auf uns zuhaltend. Autoverkehr gibt es kaum, ab und an kam uns mal ein Bus entgegen. 

Friedhof mit Vulkan:

Wir kehrten zurück nach Moyogalpa, löschten den Staubdurst mit Toña und verbrachten die nächsten zwei Stunden bei uns auf dem Gelände. Zum späten Nachmittag, rd. 50Minuten vor Sonneuntergang machten wir uns auf den Weg nach Punta Jesus Maria. Hierbei handelt es sich um eine Landzunge aus schwarzem Sand, die in den Nicaraguasee  hineinreicht. Man kann dort super baden, die beiden Vulkane vom See aus bewundern und den Sonnenuntergang genießen. Leider auch kein Geheimtip mehr, die Traveller sind angekommen. 

Unseren ersten Abend ließen wir mit Fisch ausklingen, Pommes und Reis fanden keine Beachtung-aber die zwei Fische auf meinem Teller gehören gewürdigt:Der zweite Tag auf Ometepe begann für mich früh, unser Nachbar hackte ab 6:20 Holz, ohjee…..Mathias schmiss ich um 8:00 Uhr aus dem Bett, mit unserem „Fliegenden Nica Express“ gings ins hippe Cornerhouse Café, wo wir absolut überteuert aßen. Ab heute nur noch nicaraguanische Würfelbude, ich hab auf den Tourifrass keinen Bock!

Im Anschluss ging es “ on the road“, die Gott sei Dank recht gut war. Wir fuhren auf die andere Seite von Ometepe, zum Playa Santo Domingo. Einige Hostels, ein Sandstrand und nettes Planschewasser des Nicaragua Sees. 

Wir gewannen auch neue Freunde, ich weiß nicht wie sie heissen, sie sind aber neugierig, saufrech und verfressen….wir fanden sie goldig und hatten viel Spaß:

Unterwegs hatten wir immer grandiose Ausblicke auf Maderas  und Conception. Wir liefen  am Nachmittag ein Stück den Maderas hinauf, bewunderten die Petroglyphen am Wegesrand und loosten ab.beim Aufsuchen der angeblich grandiosesten Stelle ….quasi dem Postkartenmotiv für den Conception.

Petroglyphen, allerdings von unterschiedlichen Stellen auf der Insel:

Statt dem Postkartenblick fanden wir auf dem Weg zurück nach Moyogalpa dafür diesen Ausblick, auch nicht so schlecht:

Da es gestern so schön war, entschieden wir uns nochmal den Sonnenuntergang in Punta Jesus Maria anzusehen. Leider war eine französische Tourigruppe ebenfalls dieser Ansicht und versaute ein klein wenig dei Stimmung.Anfänglich ganz leer, tobten aufeinmal  30 Mann, alle in Decathlon gekleidet über die Sandbank. Die Backpacker staunten nicht schlecht  und die Damen und Herren Ü70 schauten auch ungläubig auf das Treiben am und im See.

Unseren Abend verbrachten wir in Moyogalpa…..Mathias hatte sich nochmal Pizza Margherita gewünscht, die kleine Fassung-selbstverständlich.

Die zweite Nacht war anstrengend, unser Nachbar neben uns jagte Skorpione und wir trauten uns auch nicht uns zu bewegen,  da noch vier kleine Untermieter das Winzlingszimmer mit uns teilte.

Wir frühstückten  heute in einem kleinen Café lecker und preiswert und machten uns dann auf den Weg nach Charco Verde Nature Reserve. Wir entschlossen uns für eine kurze Runde  um die Lagune, bewunderten die Schmetterlinge und sahen sogar Äffchen, die in  den Bäumen tummelten.

Leider wurde uns auch Charco Verde durch die grässliche Franzosentruppe von gestern versaut….diese gröllten sich durch den Park und wunderten sich, warum die Affen Ausriss nahmen? Wir flüchteten und fuhren nach Ojo di Agua.

Ein Naturpool, gespeist durch Wasser, welches von den beiden Vulkanen „angeheizt“ wird….warm war es nicht wirklich, aber angereichert mit Mineralien. Trotz des Sonntags hielten sich die Massen in Grenzen und wir planschten in den warmen Fluten.

Nachmittags furen wir  nach Altagracia und freuten uns über das aufgeräumte Dörfchen in dem Feiertagsstille herrschte. Es war Zeit für ein Bierchen und Huhn mit Jalapeños.

Wir hatten 3/4 des Conception umrundet und beschlossen den Weg nach Moyogalpa anzutreten. Unser Hintern tat uns nach drei Tagen Roller so weh, den Rest des Nachmittags vertrödelten wir auf dem Zimmer und fuhren abends ins Dörflein zum Essen.

Mein Fazit von Ometepe: Eine absolute Spielwiese für relaxte Ferien. Der Roller ist das beste Verkehrsmittel auf der Insel. Es gibt einige Resorts, die allerdings auch weit entfernt von Luxus sind, ansonsten nur kleine Gästehäuser samt krabbeligen Anhang. Die Bewohner von Ometepe sind super freundlich, Kriminalität quasi unbekannt wie uns Maria  bestätigte. Allerdings kann man auch die Wellblechmentalität nicht einfach wegreden, Nicaragua ist weitaus ärmer als Mexiko und auch Kuba kann nicht so viel Wellblech bieten. Anbei ein paar Dorfimpressionen ohne Tierchen.,,,,die sind auf der anderen Kamera.

Panama 2017, III: Bocas del Toro Archipel

Nachdem  der Beginn unserer Busfahrt ein wenig holperig startete, (siehe auch :http://allcontinentsinonelife.com/panama-2017-ii-san-uublas-inseln-im-land-der-kuna-yala/ ) verlief die Busfahrt an sich unbequem aber unspektakulär. Wir hatten eine Pause nach drei Stunden Fahrt und wurden wieder mit dem arg spröden Charme der Panamanen konfrontiert. Ein Völkchen dass selten lächelt, eher eine “ Leck mich am Popöchen Haltung“ verströmte  und mich irgendwie an alle Erzählungen aus Belize erinnerte.

Kurz und gut, Touristen werden in Panama vermutlich nur wegen der vielen Dolleros geliebt, Herzlichkeit haben wir in den 12 Tagen selten erlebt, Gastfreundschaft liegt den Panamanen nicht so richtig…..alle Menschen die wirklich nett waren, waren keine Panamanen sondern Volunteers und Ausländer die in Panama leben. Oh wie anders sind doch Länder wie Mexiko, Guatemala oder Honduras. Selbst die Kubaner, die auch nicht immer geliebt werden, sind  ein super herzliches Völkchen,  die uns mit Freude bewirteten und sich so viel Mühe gaben uns zu verwöhnen.

Eigentlich war es uns egal, als wir aber nichts zu trinken bekamen, weil wir in der Autobahn Cafeteria kein warmes Essen sondern nur zwei Äpfel  und zwei  Cola haben wollten und das Geschöpf vor Mathias im Bus anfing zu schreien weil Mathias sie fragte, ob sie  ihren Stuhl wieder zurückstellen könne, weil er seine Knie nun wirklich nicht mehr in die Sitzreihe bekommen würde, da waren wir fassungslos über Panama und seine Einwohner. Wir waren so sprachlos,  dass ein Pärchen Mitleid mit Mathias  hatte und die Dame konsequent aufforderten,  den verdammten Sitz wieder zurückzustellen. Grimmig fügte sie sich ihren  Landsmännern und wir hatten wenigstens zwei liebe Menschen in Panama gefunden. Unsere Vorderfrau hatte übrigens noch drei weitere Sitze zur Auwahl, da sie mir drei Kiddies reiste, die alle süß schliefen und dei zurückgestellten Lehnen nicht benötigten.

Um 5:40 Uhr hatten wir es geschafft, Almirante ein Chiquita Paradies in der Region Bocas del Toro begrüsste uns verschlafen mit Bananenplantagen der genannten Firma und gerissenen Taxifahrern die am Bahnhof bereits auf Opfer warteten. Wir hatten im LP gelesen, dass wir hart handeln sollen und den überzogenen Preis von 5$für für  500m  auf keinen Fall zahlen sollen. Umso erstaunter waren wir als der Teddybär von Cabdriver gelassen sagte „un Balboa per persona“ na super….da wir auf Gegenwehr gebürstet waren, war es eine umso schönere Erfahrung, das nicht Jeder uns die Dollar aus der Tasche ziehen wollte.

Am Bootsanleger kauften wir unsere Tickets nach Bocas Town und saßen um 6:20 bereits im feuchten Schnellboot nach Colon/Bocas Town. Dort angekommen wechselten wir die Stegseite und befanden uns 10 Minuten später auf Bastimentos im noch verschlafenden Bubbas House. Wir hockten uns in die communial area, luden die Geräte wieder auf , die in San Blas den Geist aufgegeben hatten und checkten um 8:00 Uhr ein. 

Anbei ein paar Bubba’s Impressionen…..ein wirklich schönes Haus

Wir genossen zunächst unser Zimmer, aßen lecker zum Frühstück und rutschten ganz gemächlich in den Tag. In Bocas regnete es trotz Regenzeit immer wieder mal und so vergammelten wir den Tag bis mittags um dann zum Wizard Beach zu laufen.

Old Bank auf Bastimentos ist ein bezaubernder karibischer Ort ohne Sehenswürdigkeiten, dafür gibt es  Delfine die am Hostel vorbeizogen.

Die Häuser sind auf Stelzen gebaut, lt. Reiseführer arbeiten die Mesnchen entweder in der Chiquita Industrie oder im Tourismus und sind tendenziell sehr arm….aber freundlich. Hier fühlten wir uns wohl und aufgehoben.

Unsere Nachbarn:

Bezüglich des Marsches zum Wizard Beach wird man allerdings gewarnt, Diebstähle und Überfälle  sind nicht selten. Wir liefen nur mit der Nikon los und stolperten  fast 30 Minuten  durch den Urwald über Baumwurzeln und durch viel Schlamm. Ich lief irgendwann barfuss, meine Flip Flops waren gerissen und dann hatten wir es geschafft.  Vor uns lagen 3km goldgelbes Surferparadies, zum Baden leider ungeeignet…..zu hohe Wellen.

Hier ist eben wilde Karibik, ohne Hotels oder Infrastruktur Den Weg zurück nach Old Bank absolvierte ich barfuss und stieg als Erstes unter die Dusche. ….den Schlamm bekam ich auch am nächsten Tag noch nicht gänzlich ab. Das lag aber nicht nur am Matsch an sich, sondern auch an den Wasserproblemen auf Bastimentos. Immer wieder gab es gar kein Wasser und man stand hilflos mit Seife in den Händen vor dem trockenen Waschbecken. Abends genossen wir Hostelfraß, echte Restaurants gibt es in Old Bank überhaupt nicht….Tourismus wie ich ihn mag. Um 20:30 lagen wir in unserer Heia.

An unserem zweiten Tag auf Bastimentos wollten wir eigentlich zum Red Frog Beach um die kleinen giftigen Pfeilfroggys zu bewundern. Das Wetter hatte wieder Regenneigung, es war verdammt schwül…die AC im Zimmer war auf 27 Grad eingestellt über die Außentemperatur  kann ich nur mutmaßen.  Naja um eine lange Geschichte kurz zu machen-wir blieben in unserer Hängematte. Ich pflegte meine Erkältung und las den 1300 Seiten Wälzer zu Ende, wir hatten einfach keine Lust mehr auf Speedboat.

Abends aßen wir lecker an einem Straßenstand, der die ziemlich genialsten Tacos außerhalb Mexikos zauberte. Die Nächte auf Bastimentos starten früh, lediglich zwei Kneipen machen hier die Nacht nicht zum Tage und das auch am zweiten Tag ohne uns.

Am nächsten Morgen nahmen wir Abschied von Bastimentos. Wir frühstückten und ließen uns mit dem Wassertaxi zur Isla Colon, nach Bocas Town bringen. Wieder ein karibisches Nest aber sehr viel entwickelter als Bastimentos.

Unser Hostel suggerierte eine perfekte Backpackerwelt mit dem kleinen Nachteil, das Einschecken erst ab 15:00 Uhr möglich ist. So blieb uns nur die Cola am Wasser und ein ausgiebiger Marsch durchs Dorf. Das Wetter war superb, wir freuen uns auf die morgige Radtour zum Playa Estrella…..40 km über die Insel…..hoffentlich mit Affen und Faultiere.

Selina Hostel :

Bocas Town muss sich in den letzten Jahren extrem den internationalen Backpackern angepasst haben….die ersten größeren Hotels entstehen gerade, es ist wahrlich der letzte, optimale Zeitpunkt fürs Archipel…..in ein paar Jahren muss man hier nicht mehr her, wie leider fast überall auf der Welt. 

Wir schlenderten durch Bocas Town, klärten den meeting point für unsere Weiterfahrt nach Costa Rica und kauften in einem der sechs bis acht Supermärkte die begehrte Chilisoße von Bocas del Toro, das Zeug ist extrem lecker. 

Wir besorgten uns auch frische Dolleros am einzigen Geldautomaten und standen lange in der Schlange.

Selbst der örtliche TV Sender filmte das Desaster vor der Bank of Panama.

Am Nachmittag nutzen wir das Happy Hour Angebot im Restaurant „Raw Fusion“ welches bereits der Reiseführer empfiehlte und auch wir waren schwer begeistert….es gab lecker Ceviche  ( Red Snapper) und Sushi 🍣 das Bier kam auch nur noch 1$….. in Bocas Town lässt es sich aushalten.

Leider war unsere erste Nacht bis morgens um 3:00 sehr unruhig….wir hatten nicht nur eine Backpackerfabrik sondern auch in einem Partyhostel eingescheckt! Derbste amerikanische HipHop Musik „versüßte“ uns die Nacht und verhinderte einen erholsamen Schlaf.

Unseren letzten Tag in Panama verbrachten wir am Playa de Estrella.

Wie der Name schon sagt, Seesternstrand…..leider regnete es den ganzen Tag und somit wurde es nichts aus meinem Wunsch einfach faul in der Gegend herumzuliegen.  Als der Fahrradverleih uns abriet mit dem Fahrrad die 20km oneway zu fahren, entschlossen wir uns den Inselbus zu nehmen, was angesichts der Wetterlage die beste Entscheidung gewesen war.

So begaben wir uns nur noch auf Seesternsuche und wurden auch hier fündig. 

Wir fuhren bereits um 15:00 Uhr mit dem Inselbus wieder zurück nach Bocas Town und stellten uns erstmal unter die heiße Dusche….es wird Zeit für den Pazifik, dort soll bereits seit Wochen kein Regen mehr gefallen sein. Karibik war wie immer, wenn wir uns in diesen Bereitengraden herumtreiben, ein wenig mit Wetterrisiko behaftet.

Mein Fazit zu Panama: Panama ist trotz der Briefkastenfirmen und des Kanals ein sehr armes Land. Gerade in der Karibik sieht man, dass zum Teil das Notwendigste fehlt….z.B habe ich Kuba nicht so desolat in Erinnerung. Panama wird zur Zeit von zwei Sorten Touristen förmlich überrannt….der amerikanische Pauschaltouri, der in den fetten Resorts hockt und für die horrenden Preise verantwortlich ist. Die zweite Gruppe sind die Backpacker aus Nordamerika und Europa. Die Panamanen sind in der Mehrheit schwarz, ihr Erbe liegt in Afrika, Jamaika und Belize. Bis auf wenige Ausnahmen haben wir die Menschen als eher spröde, nicht direkt unfreundlich, aber als unbeteiligt empfunden.

Morgen fahren wir nach Costa Rica und freuen uns auf hoffentlich besseres Wetter und erste Eindrücke der “ reichen Küste“.