Archiv der Kategorie: Südamerika

Peru, Brasilien, Argentinien und es wird noch viel mehr folgen…..

Brasilien 1999/2000 V: Salvador da Bahia

Wir kamen am späten Abend in Salvador da Bahia an. Unser Hostel lag in Pelourinho, in der Altstadt von Salvador. Diese liegt auf einem Berg, der sogenannten Oberstadt. Ähnlich wie in Lissabon werden Ober,- und Unterstadt mit einem Lift verbunden, dem Elevador Lacerda. Salvador ist die drittgeößte Stadt des Landes, mit rd. 2,8 Mio Einwohnern. Salvador ist die Geburtsstätte des Capoeiras und der grandios guten Musik. Fast Jede/r kennt Olodum und die magischen Trommeln. Selbst wenn man von der Band noch nie etwas gehört hat, den Song „They don’t care about us“ von Michael Jackson kennen die Meisten von uns…..Olodum trommelt im Hintergrund fleissig mit, das Musikvideo wurde ebenfalls in Pelourinho gedreht.

Unser Hostel existiert noch, ich würde wieder dort einziehen, sofern es mich in Postcoronazeiten nochmal nach Brasilien verschlagen sollte.

Nach dem Einchecken saßen wir müde und matt in unserem Schlafsaal. Wir hatten für die erste Nacht nur ein Zimmer für uns Sechs bekommen und bewunderten ausgiebig das Tropenkrankenhausambiente in dem Saal. Es sah aus wie in einem Film aus den 50erJahren, jedes Bett hatte sein Mosquitonetz, nüchtern betrachtet hätte es auch ein Feldlazarett aus dem 2. Weltkrieg sein können. Aufeinmal hörten wir die Trommeln und schnell wie der Wind standen wir gegen 0:00 Uhr auf dem Marktplatz von Pelourinho. Olodum trommelten des nächstens und die halbe Alststadt war auf den Beinen. …Nachtruhe ist in Brasilien ein Fremdwort.

Olodum begleitete uns durch die nächsten drei Tage, wir erstanden sogar Tickets für ein Konzert und gaben uns nach 3,5 Std. gegen 1:30 Uhr körperlich geschlagen…..Olodum spielte zu diesem Zeitpunkt immer noch weiter, wir waren einfach nur kaputt, kaputtgespielt könnte man sagen.

Eigentlich trommelte immer irgendeine Band auf dem Marktplatz, irgendwo gabe es immer ein Konzert. Für Musikbegeisterte ist Salvador da Bahia ein Traum und erschwinglich noch dazu. Salvador war weder chic noch hipp sondern einfach nur authentisch.

Natürlich fuhren wir auch hinunter in die Unsterstadt und bewunderten den Markt Modelo und das vorgelagerte Fort von Salvador.

Insgesamt sind mir die drei Tage unaufgeregt und entspannt in Erinnerung geblieben, wir genossen die Altstadtatmosphäre, die Backpacker und die Szene die sich bereits 2000 gegründet hatte. Wir vertrödelten enorm viel Zeit in einem kleinen Restaurant am Marktplatz, hier kam das Menü 4,50 DM. brasilianische Rastafariatmosphäre gab es gratis dazu.

Natürlich beschäftigten wir uns während unseres Aufenthaltes mit der Geschichte der Stadt, der Entstehung von Carpoeira und dem Einfluss der Sklaverei in Brasilien. Salvador da Bahia ist bis heute eine Schwarze Std d.h. die Einwohner sind Nachkommen afrikanischer Sklaven, die für den Zuckerrohranbau,-u. Handel aus Westafrika, über Portugal ( hier insbesondere Lagos an der Algarve) nach Braslien gebracht wurden. Bis 1763 war Salvador sogar Haupttadt von Brasilien, ehe die Rolle von Rio de Janeiro übernommen wurde, welche von Brasilia schlußendlich abgelöst wurde. Der afrikanische Einfluss ist in Bahia noch an jeder Straßenecke sichtbar, Candomblé als Alternative zum Katholizismus wird offen gelebt, afrikanische Einflüsse findet man ebenfalls im Essen als auch in der Musik wieder. Überall sieht man sehr hübsche Baianas in Landestracht, die ihre Kochkünste an Mann und Frau bringen.

Ganz Salvador ist ein großes Open Air Museum und wenn auch die Kriminalität im Vergleich mit Rio de Janeiro nicht geringer ausfällt, haben wir uns damals sehr wohl und sicher gefühlt.

Hier kommen zunächst ein paar Altstadtimpressionen:

Blick aus dem Hostelfenster

Pelourinho heißt übrigens Pranger und genau auf diesen Plätzen ( jeder Ortsteil hatte seinen eigenen Pelourinho) wurden die Leute zur Schau geführt, ausgepeitscht und auch getötet. Das Ganze geschah im Namen der Sklaverei, der portugiesischen Krone und unter den wachsamen Augen der katholischen Kirche.

Unser Lieblingsrestaurant

Unseren letzten Urlaubstag verbrachten wir in einem Wasserpark mit viel Rutschen und viel Planscherei. Brasilien hatte ein versönliches Ende genommen, nachdem die Stimmung durch den Riovorfall ein wenig gekippt war.

Ich flog mit Matthias damals nach Mexiko weiter, für den Rest unserer Truppe ging es nach Deutschland und Holland. Keine/r ist von je wieder nach Brasilien geflogen, Alle Sechs haben ein wenig gemischte Gefühle gegenüber dem schönen Land behalten. Mit 20 Jahren Abstand sitze ich zum Teil bewundernd von den Aufnahmen, insbesondere der Norden/ Nordosten, der Amazonas aber auch Bahia habe ich in schöner Erinnerung behalten. Nach 20 Jahren ertappe ich mich dabei, mal in Booking zu stöbern und wieder mal Tuchfühlung zum Land aufzunehmen. Leider ist die Sicherheitslage nach WM und Olympiade nicht besser geworden, ich mag an eine Postcoronazeit kaum denken….die Armut dürfte noch größer geworden sein, die Kluft von arm und reich noch größer. Ich verfolge gespannt die politische Lage in Brasilien, habe in den vergangenen Jahren oft den Kopf geschüttelt, Bolsonaro gehört zu meinen persönlichen Feindbildern. Leider konnte sich Brasilien nie von den kriminellen Banden, der Drogenmafia dem organisierten Verbrechen und der Korruption befreien. Es gehört mehr dazu, als nur die Favelas zu räumen und abzureißen…..

Zumindest in der jetzigen Zeit wird eine Rückkehr nach Brasilien eher ein Wunschdenken bleiben.

Ich habe in meinen Berichten sehr wenig zur Geschichte des Landes und der Städte geschrieben. Brasilien hat aber einige, faszinierende Stories auf Lager, das Schicksal des Landes lag über Jahrhunderte in der Hand der Europäer, wie so oft in der Kolonialhistorie wurde aber auch Braslien nach der Unabhängoigkeit fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Ich empfehle für weitere Recherchen Wikipedia.

Brasilien 1999/2000 IV: Rio de Janeiro

Unseren Aufenthalt in Rio de Janeiro habe ich fast verdrängt. Liegt es an dem Überfall, dass ich die vier Tage in der DER Stadt Brasiliens quasi aus meinem Gedächtnis getilgt habe? Jahrelang habe ich selbst um die Fotos einen großen Bogen gemacht, in der Tat lag es an Rio, dass die Reise nach Brasilien in Vergessenheit geraten ist. Das erste Mal habe ich 2014, im Rahmen der Fussball WM, wieder an den Urlaub gedacht und nicht nur die Glasscherbe am Hals vor Augen gehabt.

Vor Rio hatten wir bereits vor Ankunft Respekt, Alle hatten uns im Vorfeld gewarnt. Helga, die Freundin meiner Mama, erzählte schaurige Geschichten aus ihrer Heimat, von Überfällen bereits am Flughafen. Macon und Margarida hatten ebenfalls gewarnt und auch unser Reisebüro in Berlin empfahl uns eine geführte Stadtrundfahrt, um die Sehenswürdigkeiten von Rio de Janeiro kennenzulernen.

Unser Hotel lag in einer Stichstraße zum Strand von Copacabana und so zog es uns direkt nach unserer Ankunft an den Strand der Reichen und Schönen. Die Caipirinha floss in Strömen, der gesamte brasilianische Körperkult wird von den Cariocas an der Copacabana und in Ipanema ausgelebt.

Copacabana erschien uns sicher, auch wenn unsere Stichstraße bereits in einer Favela endete und uns die räumliche Nähe von Arm und Reich bereits nach fünf Minuten Aufenthalt in Rio bewusst wurde.

Wir fuhren ziemlich viel mit dem Bus durch die Innenstadt und vor jeder Kirche bekreuzigten sich die Einwohner der Stadt und beäugten uns skeptisch. Wir linsten ungläubig zurück…..wie kann ein ganzer Kontinent so gläubig und dennoch so gewalttätig, korrupt und kriminell sein? Nicht nur Brasilien hat ein Sicherheitsproblem, Gleiches gilt für Kolumbien, Peru und auch Bolivien ist nicht sicher.

Favela Rocinha

An einem Tag nahmen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit, besuchten Christus den Erneuerer, Zuckerhut und Corcovado. Auch Pele´machten wir unsere Aufwartung im Maraçana Stadion.

Das Sambadromo war ohne Karneval eher langweilig, ein Besuch eher überflüssig.

Die Sightseeingtour von Rio endete in der Innenstadt mit dem Besuch der großen Kathedrale für die vielen Gläubigen und Sündigen des Millionenmolochs.

Die Innenstadt selbst ist erfrischend hübsch, viele koloniale Bauten sind noch erhalten, Rio ist eben nicht nur Strände, Corcovado und Zuckerhut.

Wir wollten natürlich auch die berühmte Straßenbahn über dem Aquädukt von Lapa sehen und machten uns an einem schönen Sonntag auf in die Innenstadt von Rio de Janeiro. Diese war wie ausgstorben, Geschäfte machen am Semana Santa erst nachmittags auf.

Wir wollten an diesem bewussten Sonntag auch die Sommergarderobe auf Vorderfrau bringen und hatten unsere Kreditkarten und nicht wenig Bares in den Taschen. Zur Jahrtausendwende waren die Hüfttaschen auf dem absoluten Höhepunkt ihres Dasaeins und so liefen wir wie kleine Känguruhs durch die Straßen von Rio. Heute findet man die Dinger nur noch assig, damals gehörten die Bauchtaschen einfach zum Outfit dazu. Die Spiegelreflexkameras hatten wir bereits aus Sicherheitsgründen im Hotel gelassen, ich hatte als Zweitkamera eine kleine Canon IXUS, die erste und letzte Kamera in meinem Leben, die auf APX lief.

Am Arcos da Lapa herrschte absolute Mittagsruhe, wir überbrückten die Warterei auf die Straßenbahn aus Santa Teresa , im Schatten hockend, im Rücken ein altes Industriegebäude.

Es war mörderisch heiß, wir Fünf waren mehr als träge. So entgingen uns die neugierigen Blicke von zwei Jungs, die in Shorts und FlipFlops bekleidet an uns vorbeischlenderten. Wir nahmen die gierigen Blicke kaum wahr, auch wenn im Nachgang der Geschichte das Verhalten der Beiden schon merkwürdig war. Ich weiß noch, dass sich Einer der Beiden nach etwas bückte.

Aufeinmal drehten sich die Beiden um und liefen wieder auf uns zu. Irritiert nahmen wir den geringen Abstand zu unserer Gruppe wahr und plötzlich standen die zwei Gauner direkt vor mir, drückten eine Glasscherbe an meinen Hals und deuteten auf meine geschlossene Hand, in der die Canon Ixus lag.

Wir standen Alle auf, auch ich ,die immerhin eine Glasscherbe am Hals hatte. In meinem Kopf herrschte Leere, ungläubig nahm ich wie eine Außenstehende die Situation wahr. Die beiden dummen Jungs Anfang Zwanzig würden doch wohl keine Touristin wegen einer 250,–DM teuren Kamera umbringen???? Ich versuchte zu verhandeln, meine Freundin Christin brüllte immer nur „Gib denen die Kamera“ und irgendwann machte es in meinem Kopf „klick“……natürlich würden sie morden, in Brasilien werden Menschen für viel Weniger umgebracht. Schnell gab ich die Kamera heraus, die beiden Jungs versuchten auch noch an unsere Beuteltaschen zu kommen, doch da wir zu Fünft die jämmerlichen Zwei um Längen überragten ( insbesondere Alexandra, John und Matthias waren in Bezug auf die Körpergröße weit überlegen), ließen Sie von uns ab.

Bizarr an der Situation war die Nähe zur Innenstadt, die große Kathedrale von Rio liegt einen Steinschlag entfernt, als auch die Tatsache, dass die nächste Polizei ebenfalls in Steinwurfnähe war. Wir blieben an diesem Tag erstaunlich ruhig, die Kamera war versichert…..bereits in Australien hatte meine Gepäckversicherung den Diebstahl aus dem Hotel in Darwn gut kompensiert und auch diesmal war mir klar, dass die Kamera ersetzt werden würde. Lediglich ein Polizeiprotokoll musste her und das zwar schnell. Wir hatten in unserer Zeit im Nordeste bereits mit Korruption unsere ersten Erfahrungen gesammelt, die Federales gegen die Municipal….jeder Polizist hält gerne mal die Hand auf.

Auf der Polizeistation fühlte man sich für uns nicht zurständig, nach langer Warterei wurden wir in einen Polizeiwagen verstaut und nach Ipanema zur Touripolente gefahren. Uns wurde mulmig, bei unserer ersten Aussage mussten wir unser Hotel benennen…….was wäre, wenn unsere Zimmer ausgeräumt werden würden, während wir in Ipanema auf der Touripolizei waren????? Wir hätten uns trennen sollen, drei Leute bei der Polzei, drei Leute im Hotel…Alle waren nervös und unruhig.

Endlich wurde der Überfall aufgenommen und protokolliert. Endlich hatte ich das ersehnte Stück Papier in der Hand.

Bei unserer Rückkehr nach Copacabana stellten wir fest, dass unsere Zimmer unversehrt geblieben waren. Alles in Allem waren wir glimpflich aus der Geschichte herausgekommen. Jahrelang habe ich den Vorfall in meinem Hirn verdrängt. Erzählt haben wir davon erst nach unserer Rückkehr nach Europa, 1,5 Monate später.

Verdaut habe ich den Überfall erst nach Jahren, irgendwann kam das Erlebte hoch und die T ragweite mir mit zunehmenden Lebensjahren bewusst. Jetzt, zwanzig Jahre später sge ich einfach nur noch „Glück gehabt“.

Tja, was wollten wir aber eigentlich an diesem Tag bewundern? Hier ein paar gescannte Postkarten vom berühmten Arcos da Lapa:

Unseren letzten Tag verbrachten wir am Strand, wir trauten uns nicht mehr in die Innenstadt, Lust auf Sightseeing war uns vergangen.

Alles in Allem waren wir happy, als wir Rio den Rücken zuwenden konnten. Auf unserem Flug nach Salvador da Bahia wurde Christine gefragt, wie wir denn Rio de Janeiro mögen würden. Sie antwortete “ we survived“….naja, ich fand diese Aussage damals ein bissel übertrieben, ob ich tatsächlich in Lebensgefahr geschwebt habe….who knows????

Was macht aber eigentlich Rio de Janeiro aus? Meine Five Cents dazu : DIE LAGE; DIE LAGE; DIE LAGE…..ähnlich wie Kapstadt oder Sydney. Es ist die Lage am Meer, die Arroganz der Carioca, der Körperkult und die Tatsache, dass man nicht reich sein muss, um am Lebensgefühl dieser Stadt teilhaben zu können.

Nach zwanzig Jahren bin ich bereit, Rio de Janeiro eine zweite Chance zu geben, sicherlich mit weitaus größerem Sicherheitsbewusstsein als damals.

Brasilien 1999/2000 III: Foz do Iguaçu

Nachdem wir die Milleniumswende in Rio Tinto und im Anschluss entspannte Tage auf dem Amazonas verbracht hatten, brachte uns die VASP mit mehreren Zwischenlandungen und sinnlosen Aufenthalten ( 8 Stunden Brasilia) nach Foz do Iguaçu.

Wir wohnten in einem kleinen Hotel in Foz und waren erstaunt, dass trotz Wasserfälle die touristische Infrastruktur nahezu nicht vorhanden war. Dies dürfte sich geändert haben.

Wer meinen Argentinienbeitrag zu den Fällen gelesen hat, ist bereits ein wenig klüger. Für alle Anderen auch noch ein paar Ausführungen auss Wikipedia:

Der Iguaçu (portugiesisch Rio Iguaçu [ʁi.u igwaˈsu], spanisch Iguazú (Río Iguazú) [ri.o iɣwaˈsu]) ist ein ca. 1320 km langer Fluss in Südamerika. Sein Unterlauf mit den berühmten Iguazú-Wasserfällen ist Teil zweier Nationalparks und seit 1984 (Nationalpark Iguazú, Argentinien) bzw. 1986 (Nationalpark Iguaçu, Brasilien) auch UNESCO-Weltnaturerbe.[2]

Sein Name leitet sich von dem Guaraní-Wort Yguasu „großes Wasser“ her. Bekannt ist der Fluss durch die Iguaçu-Wasserfälle, wenige Kilometer von der Mündung flussaufwärts gelegen. Sie sind der Breite nach die größten Wasserfälle der Welt; die Victoriafälle sind höher, aber schmaler; allerdings ist ihre Absturzkante ununterbrochen. Etwa drei Viertel der Fälle liegen auf argentinischem Staatsgebiet, von wo mit dem Tren Ecológico de la Selva die Anfahrt bis zum sogenannten „Teufelsschlund“, spanisch: Garganta del Diablo, möglich ist. Auf der Gesamtbreite der Fälle von etwa 2.700 m stürzen durchschnittlich 1.700 m³/s, nach längeren Niederschlägen bis zu 12.742 m³/s, in zwei Stufen je nach Stelle 60 m bis 82 m hinab. 1992 waren es nach schweren Regenfällen sogar 29.000 m³/s.[5][2]

Álvar Núñez Cabeza de Vaca war im Jahre 1541 der erste Europäer, der die Fälle erblickte und sie Santa-Maria-Fälle benannte. Allerdings konnte sich der von ihm gewählte Name nicht gegenüber dem Guaraní-Wort für die Fälle durchsetzen.[6] Eleanor Roosevelt soll beim Anblick dieser Fälle nur die zwei Worte „Poor Niagara!“ ausgesprochen haben. Je nach Auslegung kann dies als „Arme Niagarafälle“ oder als „armselige/kümmerliche Niagarafälle“ übersetzt werden.[7

Nach unserer Ankunft fielen wir am ersten Tag nur noch ermattet in unser Bett, am zweiten Morgen stürzten wir uns auf die größten Wasserfälle der Welt.

Neben den Wasserfällen bezauberten uns die Nasenbären, die frech wie Oskar alles Fressbare suchten, fanden und mopsten.

Bis auf den Teufelsschlund waren wir an diesem ersten Tag nicht so beeindruckt von den Fällen, wir kannten zu diesem Zeitpunkt noch nicht die argentinische Seite. Dennoch auch hier ein paar Impressionen aus Brasilien.

Neben den Wasserfällen von Iguaçu gibt es aber noch ein zweites Highlight im kleinen, beschaulichen Foz. Der Parque do Aves lockt mit niedlichem Federvieh. Verletzte Tiere aus dem Regenwald aber auch eigene Aufzuchten locken mit großen Freigehegen und zum Teil handzamen Tierchen zum Staunen ein. Wir genossen den damaligen Nachmittag sehr, insbesondere die Tukane hatten es uns angetan, zumal diese wirklich handzahm waren.

Die Vögelchen begeisterten uns mehr als der Wasserfall und hoch begeistert ließen wir den Tag am hübschen Pool im Hotel Suica ausklingen.

Brasilien 1999/2000, II: Amazonas

Am ersten Tag des neuen Jahrtausends ( 01.01.2000) flogen wir mit mehreren Zwischenlandungen von Recife über Goiania nach Brasilia und schlussendlich nach Manaus. Am späten Neujahrsabend checkten wir im berühmtesten Hotel der Stadt, dem Tropical, ein und fielen ins tuffige Fünfsternebett. Der Milleniumsbug war ausgeblieben, alle Pentium 3 Prozessoren ackerten wie am Schnürchen.

Am nächsten Morgen lernten wir Rosalie kennen, die für die nächsten vier Tage als unsere Reiseleiterin fungierte und uns zum Hafen von Manaus geleitete.

Wir staunten damals nicht schlecht, am Ufer des Amazonas standen Stelzenhäuser, gammelten Amazonasdampfer vor sich hin, herrschte offensichtliche Armut.

Wir bezogen die Cap Darius, ein hübsches Boot mit mehreren einfachen Kabinen und insgesamt fünf Schlafplätzen.

Unser erstes Highlight war das Zusammentreffen des Rio Negro mit dem Rio Solimoes. Beide Flüsse bilden dann den mächtigen Amazonas und die Vermischung von zwei Wasserarten ( sedimenthaltig und klar) ist ebenfalls die Grundlage von vielen Straßenbelagdesigns in Brasilien.

Getankt wird hier !

Die nächsten drei Tage verbrachten wir mehr oder weniger im Kanu, welches wir hinter uns herzogen. Mit diesem kam man einfacher in die Nebenkanäle. Wir bestaunten das Leben am und im Wasser.

Wir besuchten einheimische Familien und durften in Tuchfüllung mit den Haustieren des Urwalds gehen. Woanders gibt es Hunde und Katzen, im Amazonas hat man Faultiere und Aras.

Besonders fasziniert haben mich die Spiegelungen in den kleinen Kanälen, bizarre Welt.

Mit Spaziergängen durch den Urwald versuchten wir Flora und Fauna kennenzulernen. Wir lernten wie man sich im Urwald ernähren kann und beim Besuch eines Indios lernten wir auch wie abgelegen aber auch glücklich man mit Wenig sein sein kann.

Wir angelten uns unser Abendessen selbst ( Piranhas) und bestaunten die kleinen Kaimande, die wir natürlich wieder frei ließen.

Kaum Eine/ r weiß, dass man sehr wohl im Amazonas planschen kann. Wir kamen 2x in den Genuss, versauten uns aber in dem braunem Wasser unsere Badesachen.

Besonders beeindruckend waren die Sonnuntergänge

Sonnenaufgang

Nach wundervollen drei Tagen sagten wir dem Amazonas adé, bewunderten im Schnelldurchlauf die Sehenswürdigkeiten, man beachte die Mosaikböden im Straßenbild…..

Das berühmte Opernhaus von Manaus

Der nächste aberwitzige Flug von Manaus über Brasilia, mit 10 Stunden Aufenthalt, brachte und zu dem größten Wasserfall der Welt : Igacu/ Igazu ( spanisch). Hiervon berichtet Brasilien III.

Brasilien 1999/2000, I: MilleniumsWende in Rio ( Tinto)

Alle waren heiß auf ein besonderes Silvester 1999, der sogenannten Milleniumswende. Da lag es nicht so fern, als mein damaliger Freund ganz trocken seine Familie in Brasilien ins Spiel brachte. Silvester in Rio, nein nicht in de Janeiro sondern in Tinto—warum nicht? Es gab damals einen Südamerikaspezialisten in Berlin der sich uns und unserer recht kurzfristigen Planung annahm und nicht nur den Flugpass über VASP ( VASP was?- die Airline gibts es seit rd. 18 Jahren schon nicht mehr) sondern auch unsere Amazonastour buchte.

Am ersten Weihnachtsfeiertrag ging es von Tempelhof ( ja, richtig gelesen ) mit Sabena( Sabena was? Ja, auch die ist pleite) nach Brüssel. Dort wurde festgestellt, dass unser komplettes Ticketheftchen überholt war, ALLE Abflüge sich in den nächsten acht Wochen geändert haben und für fünf Reisende die Tickets angepasst werden mussten- merry x-mas!

Schlußendlich hockten wir in der „no thrill Airline“ und bewunderten die bezaubernden brasilianischen Kiddies. Meines Erachtens gehören die Blagen zu den süßesten auf der ganzen Welt.

Schon der Hinflug nach Südamerika brachte uns fast an unsere Grenzen. Wir landeten das erste Mal in Saõ Paulo um nach vier Stunden Wartezeit in die Maschine nach Recife zu kommen. Was wir nicht wussten, für uns ging es erstmal nach Goiania um dann nach Brasilia zu fliegen. Irgendwann saßen wir tatsächlich im Flieger nach Recife. Nach 28 Std. Fliegrei kreuz und quer über den Atlantik und durch Brasilien hatten wir es geschafft und standen vor Macon, der Schwiegersohn der Familie.

Unserer Vorstellung war Dusche, Essen, Bett…..was wir bekamen war Weihnachtstrubel am Strand von Boa Viagem und eine Kokosnuss zum Antesten. Total verschwitzt bewunderten wir die durchtrainierten Brasilianer am Strand und sehnten uns nach Wasser aus dem Duschkopf.

In unserer ersten Woche im Nordosten von Brasilien erfanden wir eine neue Maßeinheit „R“. Ein „R“ entsprach der Distanz Recife- Rio Tinto- rd. drei Stunden in einem Fünfsitzer zu sechst….ein Träumchen, welches wir zu lieben lernten. Insgesamt fuhren wir die Strecke mindestens 4x.

Unser Endziel war an diesem Tag nicht Rio Tinto, sondern Praia da Traiçaõ. Dort hatte Margarida ein Haus gemietet, welches heute noch buchbar ist ( Pousada Lua Cheia B&B). Damals war der Strand durch eine Stichstraße, rd. 20km von Rio Tinto entfernt erreichbar und ein untouristisches Fleckchen Erde ohne Hotels, Pensionen usw. Das wird sich vermutlich geändert haben.

An unserem ersten Abend gab es grandiose T-Bone Steaks und die ersten Caipirinhas.

Am nächsten Morgen sah die Welt super aus, wir hatten ausgeschlafen und machten unsere Umgebung unsicher und testeten das Wasser an. Hier ein paar Impressionen aus Traiçaõ:

Unseren ersten Tag verbrachten wir auf dem Wasser, an verlassenen Stränden in noch indigenen Orten unserer Nachbarschaft. Margarida und Macon hatten ein Boot gemietet und wir genossen das herrliche Meer und verbrannten ganz dolle.

In den darauffolgenden Tagen machten wir die Umgebung unsicher, wir besuchten Joaõ Pessoa und damit den östlichsten Punkt des südamerikanischen Kontinents.

Der Sonnenuntergang an der Praia Jacuma war leider nicht so spektakulär, immerhin endete nie unseere Caipirinhaversorgung .

Ein sehr schöner Ausflug führte uns nach Praia Grande do Norte, Baia Formosa und Praia da Pipa, bereits 1999 ein fetter Urlaubsort, vermutlich heute nicht mehr besuchbar.

Um nach Praia de Pipa zu kommen, war die Autofähre notwendig- interessante Konstruktion.

Hier ein paar Impressionen aus Pipa:

Am vierten Tag unserer Reise fuhren wir wieder mal das berühmte „R“ zwischen Rio Tinto und Recife und holten Freund John vom internationalen Flughafen Recife ab. Die nächsten drei Wochen waren wir schlußendlich zu Sechst unterwegs.

Damit das „R“ sich so richtig lohnte, besuchten wir die bezaubernde Altstadt von Olinda, der schönen…..quasi die Altstadt von Recife.

Am Silvestertag 1999 fuhren wir Richtung Natal. Ziel unserer Tour war die Sanddüne von Genipabu mit dazugehörendem Strand. Die Düne darf nicht betreten werden, in den Dünen im Hinterland kann man mit Stradbuggies durch die Dünen heizen, ein Abenteuer welches wir nicht ausließen.

Nachdem der Silvestertag schon mal gelungen war, war die Vorfreude auf die Milleniumswende umso größer. Margarida hatte in Rio Tinto ein Haus gemietet, sofern war die Toilettenfrage geklärt. Gefeiert wurde auf dem Marktplatz, es floss die Caipirinha und am Churascogrill brutzelte das Rind. Die Kinder fuhren Karusell, die gesamte Atmosphäre war unaufgeregt und sicherlich feierten wir eines der beschaulichsten Silvester unseres Lebens. Um 0:00 Uhr gab es ein Blitzfeuerwerk mit Saktschüssen und um 2:30 fing eine Lifeband an zu spielen.

Fotos kann ich von diesem fabelhaften Abend nicht mehr liefern, die Qualität der Nachtfotos ist nicht zeigbar.

Am nächsten Tag fuhren wir ein letztes „R“ und flogen mit der VASP über Brasilia nach Manaus- der Amazonas lockte.

Argentinien 2000: Iguazu und Buenos Aires

Nachdem die Flüge für Silvester 2020/21 fix gebucht und klar war, dass wir nach Südamerika fliegen werden, kramte ich die alten Bilder hervor und versank in Erinnerungen.

Die Milleniumswende habe ich damals in Brasilien verbracht, die Wasserfälle sowohl von Brasilien als auch von argentinischer Seite bewundert. Ohne es zu bemerken, fingen meiner Fingerchen an, die Bilder aus dem Album zu lösen und fast automatisch landeten die Bilder auf dem Scanner. Hier kommt nun mein fertiger Bericht zu sechs Tage in Argentinien im Januar 2000.

Der Bericht wird meine Vorfreude auf Buenos Aires 2021 noch steigern, leider finden die Wasserfälle aus zeitlichen Gründen keinen Platz auf der Bucketlist der kommenden Reise.

Bereits jetzt schon der Hinweis, ich scanne weiter  und auch Brasilien wird bald les,-u. sehbar sein, Covid-19 machts möglich- grummel.

Nachdem wir die Iguacu Wasserfälle von Brasilien aus betrachtet hatten, brachte uns ein Shuttle am frühen Morgen an die brasilianisch/argentinische Grenze. Aus Iguacu machten wir schnell gedanklich Iguazu und freuten uns wieder auf viel Wasser und spektakuläre Aussichten. Bereits im Jahr 2000 war Argentinien, kurz vor dem großen Wirtschaftscrash kein Billigreiseland, die Preise im Nationalpark waren um ein vielfaches höher als jenseits der Grenze. 

Was uns Niemand im Vorfeld gesagt hatte, die Wasserfälle sind von Argentinien aus bewundert so sehr viel beeindruckender als auf brasilianischer Seite. Es gibt verschiedene Wandertracks und ein Ausblick war malerischer, schöner als der nächste. Wir waren Alle hin und weg und verliebten uns sofort in dieseskleine Stückchen Erde. Wer mich zu den Wasserfällen befragt, wird immer auf Argentinien verwiesen werden. Brasilien hat zwar den Giganto do Diabolo (Teufelsschlucht) und viele süße Nasenbären, die bessere Aussicht hat Argentinien. Ich würde gerne nochmal zu den Fällen, diesmal mit Stativ und Langzeitbelichtung.

Ich möchte, in Bezug auf die Wasserfälle, auf den Wikipediaeintrag verweisen : https://de.wikipedia.org/wiki/Iguaz%C3%BA-Wasserf%C3%A4 und ein wenig Input zu Iguacu/Iguazu geben. Ich glaube nicht Jede/r weiß, dass es sich hierbei um die größten Wasserfälle der Welt handelt?! 

Mrs. Roosevelt  hatte bei ihrem Besuch der Fälle folgenden Ausspruch geprägt „poor Niagara“ und genau das habe ich auch gedacht, als ich 2006 vor den „mickrigen“ Fällen in den USA und Kanada stand.

Die Teufelsschlucht von argentinischer Seite aus gesehen

Wikipedia:

Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1500 m³/s bis über 7000 m³/s. Durch die Wasserfälle verläuft in Längsrichtung die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Da die meisten Fälle in Argentinien liegen, ist der größere Panoramablick von der brasilianischen Seite aus möglich. Die Fälle sind durch mehrere größere und kleinere Inseln voneinander getrennt.

An diesem sonnigen Tag im Januar war es mörderisch heiß und wir sechs Reisenden hatten den großen Fehler gemacht, keine Getränke mit in den Park zu nehmen. Da am Vortag der Besuch der Fälle eher kurz und pragmatisch ausgefallen war, hatten wir uns über die Ernährungslage eher nicht gesorgt.

Runde 38 Grad ballerten auf unseren Kopf, wir krochen mit mehr oder weniger großem Enthusiasmus auf den Wandertracks umher, konnten uns aber von der Schönheit der Fälle nicht lossagen. Jeder Wanderweg musste begangen werden, bisweilen fühlten wir uns optisch dem Paradies sehr nah.

Lasst Euch verzaubern, die Namen der einzelnen Fälle bekomme ich nicht mehr zusammen, ich glaube das ist auch gar nicht so wichtig.

Da wir auch einige der Inseln besuchten, nutzen wir sogar die Chance auf einen Sprungs ins kühle Nass- mit Klamotten uns was Alles egal.

Am Nachmittag kehrten wir für eine Nacht nochmal nach Brasilien zurück, unser Hotel Suica in Foz do Iguacu war im Vergleich so sehr viel preiswerter als ähnliche Etablissements in Iguazu. 

Am nächsten Tag hob der Flieger der Aerolineas Argentina sgegen Mittag aus Iguazu ab und brachte uns und den Marmorkuchen ( wer serviert sowas zum Mittag ?!) nach Buenos Aires. 

Buenos Aires hat viele Namen, das Paris Südamerikas wird oftmals als europäischste Stadt des Kontinents betitelt und ja, ich gebe dieser Aussage recht. Ich kenne etliche südamerikanische Städte doch nur in Buenos Aires findet man Europa wieder. Sei es Madrid, sei es Paris manchmal auch Berlin, der erste Blick ist eindeutig europäisch, das Herz der Stadt schlägt allerdings im südamerikanischen Gaucho-Tango Takt.

Unser Hotel war grottenschlecht, teure Touristenklasse, Argentinien 2000 war ein schmerzhaft teures Vergnügen ! Die Währung ( argentinischer Peso) stand 1:1 zum US Dollar, der Höhenflüge zur Jahrtausendwende veranstaltete ( 2:50 zur DM). Mehr als das Grandhotel Tucuman war tatsächlich nicht drin. In meiner jetzigen Hotelrecherche zu 2021 habe ich das Ding tatsächlich unter anderem Namen wieder gefunden; habe mich gegen eine Buchung entschieden !

An unserem ersten Tag bewunderten wir den Obelisken von Buenos Aires und schlenderten im Abendlichte über die Plaza de Mayo.

Auch am Tage kann sich die Innenstadt um die Plaza de Mayo sehen lassen. In diesem Bericht möchte ich nur noch die Casa Rosa erwähnen, vom Balkon hielt die heiß und innig geliebte Eva Peron ( Evita ) ihre Reden ans Volk. Sofern die Lufthansa nicht pleite geht und der fiese Feind namens Corona/ Covid 19 bis Dezember 2020 der Atem ausgegangen ist, wird es zeitnah einen informativeren Bericht zu Buenos Aires geben.

DIe Casa Rosa

San Telmo ist bekannt für seine Flohmärkte und tatsächlich ein wenig Montmatre Flair mit Tangotänzern auf den Straßen. Leider waren die angebotenen Waren viel zu teuer und so bummelten wir nur durch die Straßen. 

Das Herz der Stadt schlägt in Bocas, dem alten Hafenviertel am Rio Dulce. In Carminito sind die bunt bemalten Wellblechhäuser zu bewundern, es wird Tango auf den Straßen getanzt.

In Boca kämpfen am Wochenende die Boca Juniors um den Ball, wir sahen das Stadion allerdings nur von außen. 

Ein Besuch in Argentinien ist nur perfekt, wenn man in einer Parilla ein wunderbares Churasco genießet, auch wenn Einem nach dem Genuss des tollen Fleisches die Kinnlade herunterfällt- sei es aufgrund derRechnung oder des ungenießbaren Käses, der uns als Nachtisch mit Marmelade kredenzt wurde.

Natürlich besuchten wir auch den großen Friedhof in Recoleta und gaben Evita die Ehre, ein Muss wenn man in Buenos Aires ist.

Alexandra und ich schauten auch im Cafe´Tortoni vorbei, eine echte Kaffeinstitution, ich freue mich auf 2021.

Tango im großen Stil ließen wir aus, wir waren einfach zu underdressed und trauten uns nicht in das Tangoetablissement.

An unserem letzten Tag in Buenos Aires feierten wir nicht nur ein Geburtstagskind sondern verlebten den heißen Tag im Zoo von Buenos Aires.

Ich verabscheue mittlerweile Tierhaltung in Käfigen, dennoch sind mir damals ein paar nette Shots gelungen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Insbesondere die südamerikanische Fauna hatte es uns angetan.

Nach fünf Tagen sagten wir adios zu Buenos Aires und Bom Dia zu Rio de Janeiro; Brasilien hatte uns wieder.

Ich sage hoffentlih bis bald Argentinien!

Peru 2009 & New York

Wir hatten einen Flug für ganz wenig Geld mit Continental abgestaubt, von Berlin über Newark nach Lima. Das ganz wenig Geld auch ganz kleines Flugzeug bedeutete, wussten wir erst nach Einstieg in die Maschine, 3/3 bestuhlt! Relativ lang das Teil aber extrem schmal.

Über den Atlantik ging es allerdings zu wie auf einem Dorfteich, auch die Zwischenlandung in den USA war unaufgeregt, wenn man mal vom Einreiseprocedere (2 Std.) und re-check inn absieht. Wird für mich nie zum Vergnügen werden, die Willkür des tumben Amis ist mir unheimlich.

Unsere Maschine von Newark nach Lima war genau der gleiche Typ Flugzeug wie in die USA und mittlerweile machte mich das nicht mehr schwach. Wir hoben pünktlich ab und ich war gerade am eindämmern als der Pilot die Anschnallzeichen reinkloppte und verkündete, dass wir in Panama notlanden müssten, wir hätten einen Schwerkranken an Bord!

Die Maschine war binnen sieben Minuten am Boden, der Kranke wurde aus der Maschine geschafft und dann ging das lange, lange Warten los. Der Kapitän musste den Patienten zum Krankenwagen begleiten, die Maschine wurde betankt, Soldaten standen um das Fluzgzeugchen herum…..Gewehre im Anschlag, schluck!

Abschließend wurde die Passagierliste angepasst, nachdem das Gepäck aus der Maschine geschafft worden war. Mit der anschließenden Warterei auf Startfreigabe waren es dann mal drei Stunden, die wir auf dem Flugfeld von Panama Stadt in brütender Hitze, mit schönem Sonnenuntergang, verbrachten.

Statt 22:00 Uhr landeten wir um 1:00 Uhr nachts in Lima, unser Transfer wartete aber immer noch am Flughafen, dem Himmel sei Dank.Wir konnten auch in den Barranco Backpackers einchecken, bewunderten unser niedliches DZ und fielen in tiefen Schlaf.

Wikipedia: Barranco ist einer der 43 Stadtbezirke der Region Lima Metropolitana in Peru. Auf 3,3 km² Fläche leben rund 35.280 Einwohner. Am 26. Oktober 1864 wurde Barranco offiziell zu einem Stadtbezirk von Lima. Barranco grenzt im Norden an Miraflores, im Osten an Santiago de Surco, im Süden an Chorrillos und im Westen an die Steilküste des Pazifischen Ozeans. Die amtierende Bürgermeisterin des Stadtbezirks heißt Jéssica Vargas Gómez (seit 2011).

Am nächsten Tag den Vormittag in Barranco verbummelt, ein hübscher Außenbezirk von Lima, gut bürgerlich würde ich sagen.

Nachmittags trafen wir uns mit Fernando Ortecho, dem Bruder von Carmen Ortecho, einer Facebook Freundin. Genau an diesem ersten Tag wurden wir das erste Mal Zeuge dieser so wahnsinnigen Herzlichkeit und Gastfreundschaft von Peruanern. Sie sind mir auf all meinen Reisen immer im Gedächtnis geblieben, nirgendwo  habe ich so viel Liebe, Aufgeschlossenheit gegenüber Fremden kennengelernt, wie in diesem Andenland.

Aus Wiki-voyage: Lima ist die Hauptstadt von Peru. Mit etwa 8,89 Millionen Einwohnern ist Lima auch die größte Stadt des Landes. Mit der Hafenstadt Callao (1,01 Mio. Einwohner) ist Lima zusammengewachsen, so dass die Metropolregion Lima die 10-Millionenmarke im Jahre 2015 überschritten haben dürfte.

Fernando zeigte uns die Altstadt , wir sahen die Kirchen, Regierungspalast und gingen in eins der alten, skurilen Restaurants der Altstadt Pisco Sour trinken.

Am Abend besuchten wir den Reserva Park mit seinen Wasserspielen.

Auch einen Blick auf die Slums warfen wir. Beim ersten Mal hatten wir ein erschreckendes Bild vom Hügel San Christobal auf die Ärmsten der Stadt

Am nächsten Tag machten meine Mama und ich alleine die Altstadt unsicher und hatten im Nachgang wohl auch ziemlich viel Glück, dass wir nicht überfallen bzw. bestohlen wurden.

Wir aßen auch das erste Mal peruanische Ceviche, ein Gericht was ich in veränderter Form bereits oft in Mexiko gegessen habe.

Auch in der Nähe des Stadtzentrum kann man noch einen Blick auf die Slums bekommen, vermutlich wird deshalb auch vor Überfällen und DIebstahl gewarnt. Auf dem Berg sieht man wiederum das Kreuz von San Christobal

Zwei volle Tage im Millionenmoloch waren  genug und so ging es nach drei Nächten mit dem Busunternehmen „Cruz del Sur“ über Paracas nach Ica und weiter zur Oase Huacachina.

Wir hatten unsere Tickets über go2peru.com gebucht und waren begeistert über die Busgesellschaft und den Sicherheitsstandards.

Wikipedia: Huacachina ist ein Ort in der Provinz Ica, Peru. Er liegt einige Kilometer westlich der Stadt Ica. Die Bevölkerung lag im Jahre 1999 bei ca. 200 Einwohnern. Der Ort ist, aufgrund einer Oase (Laguna de Huacachina) und den sie umschließenden Dünen, eine der touristischen Attraktionen Perus. Die Dünen zählen mit einer Höhe von ca. 100 m zu den größten des Landes. Die Oase wird von einem unterirdischen Andenfluss gespeist, der mineralhaltiges Wasser mitführt, und sie so lange Zeit als Heilbad nutzbar machte. Der Wasserspiegel nimmt aber in den letzten Jahren kontinuierlich ab.Das ganze Jahr über werden in den Dünen bei Huacachina sog. „Sandrallyes“ mit speziellen Buggies durchgeführt. Die ca. halbstündigen Rundfahrten können vor Ort gebucht werden. Auf den Sanddünen ist Sandboarding möglich, eine abgewandelte Form des Snowboardings, bei der anstelle von Schnee der Dünensand als Untergrund dient. Rundflüge über die Nazca-Linien sowie Ausflüge nach Paracas und zu den Ballestas Inseln (Islas Ballestas) sowie Touren in die Umgebung der Lagune können von Huacachina aus organisiert werden. Zu der Entstehung des Namens gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Huacachina setzt sich aus den Quechua-Wörtern huaca („heiliger Ort“) und china („Frau“) zusammen.[1] Einer Legende nach betrauerte eine junge Frau den Tod ihres Geliebten. Die Tränen verwandelten die Inkagötter in eine Lagune, in einen heiligen Ort. Eine andere Geschichte erzählt von einer Prinzessin, die ihr Abbild in einem Spiegel betrachtete. Als sie einen Jäger entdeckte, der sie beobachtete, erschrak sie und ließ den Spiegel fallen. Dieser zerbrach und die Scherben verwandelten sich in eine Lagune, die die fliehende Prinzessin verschlang. Es wird erzählt, dass sie bis heute als Meerjungfrau im Wasser lebt.[2] Huacachina ist auf der Rückseite des peruanischen 50 Sol-Scheines abgebildet.

In Huacachina wohnten wir in einem bezaubernden Hotel, mitten in den Dünen, am See der Oase. Der Rezeptionist hatte solch einen Narren an mir gefressen, der hätte mich glatt als Kuscheltier in den Wohnzimmerschrank gesetzt.

Der Piepmatz vom Hotel

Wikipedia: Der Distrikt Paracas (Quechua: paraq) ist der größte Distrikt der Provinz Pisco der peruanischen Region Ica. Hauptstadt ist Además. Sie war Heimat der vorkolumbischen Paracas-Kultur. Die Paracas-Halbinsel, südlich der Paracas-Bucht und die Islas Ballestas bilden das Nationalreservat Paracas, das am 25. September 1975 gegründet wurde und eine Gesamtfläche von 335.000 Hektar hat. Das Reservat soll die reichen Vorkommen an Mähnenrobben, Blaufußtölpeln, Pelikanen, Humboldt-Pinguinen und anderen Meeressäugern und Seevögeln schützen. Berühmtes Wahrzeichen war bis August 2007 die Felsformation der Kathedrale von Paracas, die beim Erdbeben in Peru 2007 zerstört wurde. Auf der Halbinsel befindet sich eine große Felszeichnung, der Candelabro de Paracas (Der Kerzenleuchter von Paracas), der den Nazca-Linien ähnelt, aber bedeutend jünger ist. Er diente wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation.

Wir machten einen tollen Bootsauflug auf die Ballestas, welche die gleiche ökologische Struktur wie die Galapagos Inseln aufweisen. Man darf die Inseln nicht betreten, fährt nur mit dem Boot um die Inseln herum und bewundert die Flora und Fauna und La Candelaria di Paracas.

Leider gingen  meine Trekkingboots nach 10 Jahren dort im wahrsten Sinne des Wortes in die Brüche—sie lösten sich förmlich auf UND der Auslöser meiner Kamera zerbröselte ebenfalls vor meinen Augen.

Der Nachmittag war also mit shopping verbunden, begleitet von einem ganz herzlichen Taxifahrer. Dieser versuchte in allen Hinterhöfen Icas meine Kamera reparieren zu lassen…der Typ war so lieb, der verstand selbst mein kaputtes spanisch.

Ich bin übrigens hervorragend mit meinem eigentlich nicht vorhandenen spanisch durchs Land gekommen, die Peruaner sprechen sehr deutlich und aufgrund meiner vielen Reisen muss sich zumindest mein passiver Wortschatz immens verbessert haben.

Lange Rede, kurzer Sinn…am Nachmittag hatte ich ein billiges Paar Sneaker und eine teure Sony Digi Cam erstanden, wobei meine Mama für die Cam ihr Konto erleichterte <3 <3 <3!

Ich versuchte mich in den Dünen mit sandboarden und genoss die Aussicht von den Dünen.

Nach drei Tagen schönstem Wetter fuhren wir weiter nach Nazca, einer unaufgeregten Kleinstadt, die lediglich berühmt wurde, aufgrund der sagenhaften Nazcalinien. In Nazca war Party, wir hatten den 1. Mai und der Peruaner gibt an diesem Tag ALLES, an Schlaf war nicht zu denken!

Wikipedia: Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus Flugzeugen. Eine systematische Erkundung und Vermessung zusammen mit archäologischen Grabungen zwischen 2004 und 2009 im Umfeld und zum Teil in den Linien konnte ihre Entstehung und ihren Zweck mit hoher Wahrscheinlichkeit klären: Es handelte sich demnach um Gestaltungen im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen, die zwischen 800 und 600 v. Chr angelegt und durch periodische Klimaschwankungen veranlasst wurden

Am nächsten Morgen stiegen wir also unausgeschlafen in einen der kleinen Stoppelhopser und flogen über die Nazca Linien. Es war anfänglich recht schwer, überhaupt etwas zu erkennen, so nach und nach konnten wir allerdings die Scharrbilder ausmachen- toll….

Anbei ein paar Exemplare:

Unseren Nachmittag verbrachten wir auf dem Mumienfeld von Chauchilla, ein Stop der mich mehr als beeindruckt hatte. Die Mumien waren noch sehr gut erhalten, der Zugang zu den Gräbern war sehr einfach. 

Mit dem Luxusnachtbus fuhren wir nach Arequipa. Wir hatten für ein wenig mehr Kohle das Nachtcompartment, die Business Class quasi, gebucht. Wir konnten wirklich liegen! Und so schaukelten wir durch die peruanische Nacht und wachten am nächsten Morgen, im Angesicht des Vulkans Misti, in Arequipa wieder auf.

Wikipedia: Arequipa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region Arequipa im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Peru und stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar. Die Stadt hat 844.407 Einwohner (2012).[1] Die UNESCO erklärte 2000 das Stadtzentrum von Arequipa zum Weltkulturerbe. Arequipa liegt auf über 2.300 m Höhe. [2] Beherrscht wird die Stadt durch die Vulkane in der nahen Umgebung, den 5822 m hohen kegelförmigen Misti, den 6057 m hohen Chachani und den kleineren und entfernteren Picchu Picchu. Nicht weit von Arequipa liegen auch die Schluchten des Cotahuasi- und des Colca Cañon, die mit bis zu 3000 m Höhenunterschied mit zu den tiefsten der Welt zählen.

Arequipa begeisterte mich von der ersten Minute an. Unser Hostel, eine Sprachschule, war wunderschön, lag relativ zentral. Wir bewunderten das Kloster Catalina, welches komplett unter Weltkulturerbe steht.

Arequipa Impressionen:

Markt :

Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln

Chachani Massiv

Im Kloster Santa Catalina

 

Der Misti

Plaza de Armas

Außerdem versuchten wir uns an Meerschweinchen und Chifa Essen. Meerschweinchen fand ich nicht aufregend, bissel wenig dran am Nager. Da in Arequipa die Viecher traditionell auch noch mit einem schweren Stein beschwert werden, kommen sie demzufolge sehr platt aus dem Ofen- etwas zum hungrig essen.

Sieht fast aus, als ob der kleiner Nager schlafen würde

Chifas enstanden auf der Basis der hohen Einwanderungszahlen aus Asien. Das Essen ist weder echt asiatisch noch ist es südamerikanisch, Chifa eben.

Wikipedia ( engl.) : Chifa is culinary tradition based on Chinese Cantonese elements fused with traditional Peruvian ingredients and traditions. Though originating in Peru, the Chifa tradition has been adopted by neighboring countries like Ecuador and Bolivia. Chinese immigrants came to Peru mainly from the southern province of Guangdong and particularly its capital city Guangzhou in the late 19th and early 20th centuries. They settled for the most part in the coast of Peru and the capital city of Lima.[1] The term chifa is also used to describe a restaurant where this type of food is served.[2] Chinese-Peruvian food has become one of the most popular types of food in Peru; there are thousands of Chifa restaurants across all districts of Lima and many more throughout other cities of Peru, with sometimes multiple independent restaurants operating in close proximity on a single city block

Nach zwei Tagen in Arequipa, mit immer noch gemäßigt warmen Temperaturen, ging es an einem sonnigen Tag in den Colca Canyon. Zunächst mussten wir zwei Stunden auf unseren Transfer warten. Dann ging es hoch, höher, am höchsten.

Wir hatten uns im Vorfeld nicht wirklich Gedanken um die Höhe gemacht, geschweige denn irgendwelche Medikamente oder ähnliches eingeschmissen.

Im Land der Vicunas und Lamas

Ab 5000m wurde es anstrengend, wir mussten andauernd für kleine Mädchen, das Wasser lief aus uns so heraus, wie es hereingekommen war. Ich war in Peru das erste Mal auf solch einer extremen Höhe und hatte tatsächlich massive Beschwerden in den ersten Tagen. Mir ging es erst ab Puno wieder besser. Für die größten Beschwerden tranken wir Coca Tee in rauhen Mengen.

Dafür wurden wir mit super Aussichten am Mirador de los Andes…. Lamas, Vicunas und Alpakas und strahlendem Himmel belohnt.

 

Blick auf Chivay und Kids:

Am Nachmittag kamen wir in Chivay an und bezogen unser  arg schönes Hotel, Pozo del cielo….ein tolles Zimmer, ein toller Blick ….und mir ging es elend. Kopfschmerzen und Übelkeit begleiteten mich die nächsten Stunden.

Wir bewunderten den Markt, ich war immer nur auf der Suche nach Wasser, der Körper braucht Flüssigkeit auf großer Höhe.

Kirche von Chivay

Am Nachmittag in das Thermalbad des Ortes, mein Körper konnte sich dort ein wenig von den Strapazen erholen, das heiße Wasser tat auf hoher Höhe echt gut.

Am Abend ließ ich das Abendessen ausfallen um dann an Schlaflosigkeit zu leiden, was völlig normal ist auf Höhe.

Wikipedia: Das Colca-Tal (auch Colca-Canyon; spanisch Cañón oder Valle del Colca) ist eine Schlucht bei Chivay in Peru, 97 km nördlich von Arequipa. Er ist, je nachdem ob man vom höchsten Berggipfel nahe der Schlucht aus bis zum Río Colca misst oder vom Rand der Schlucht, 3.269 m bzw. 1.200 m tief. Der Grand Canyon ist dagegen (nur) etwa 1.800 m tief. Damit ist der Cañón del Colca der zweittiefste Canyon der Welt.[1] Aus geologischer Sicht ist der Cañón del Colca mit weniger als 100 Millionen Jahren als jung zu betrachten.Felsmalereien und Höhlen, in denen einst die sogenannten „Colcas“, Behälter für die Lagerung von Getreide, aufbewahrt wurden, zeugen von der Vergangenheit der Collagua-Kultur; der ursprünglichen Bewohner der Region.Die oberen Hänge des Cañons sind vielfach von menschlicher Hand zu Terrassen strukturiert, viele davon schon mehrere hundert Jahre alt, die die heutigen Bewohner für ihre effiziente Landbebauung verwenden. Diese Terrassenstrukturen gaben dem Gebirgszug der Anden seinen Namen. Zwischen Cabanaconde und Chivay befindet sich das Kreuz des Kondors (Cruz del Condor)[3]. Die 2–3 m Flügelspannweite des Kondors ist geradezu prädestiniert, um die erste schwache Morgenthermik zu nutzen und um zwischen acht und zehn Uhr ruhig am Canyonrand zu kreisen[4]. Am Kreuz des Kondors ist es meist kühl und äußerst zugig[5].

Am nächsten Morgen zeigte das Thermometer Minusgrade an, als wir zum Cruz del Condor fuhren. Dafür wurden wir von den Vögeln belohnt. Sie zeigten sich in ganzer Pracht, wobei der Kondor ein eher hässlicher Vogel ist.

Der Canyon

Nach ein paar schönen Begegnungen mit den Einwohnern des Colca Canyons (insbesondere die Kinder werde ich immer im Herzen behalten) fuhren wir zurück nach Arequipa, wo bereits unser Colca Veranstalter auf uns wartete um uns ein Geschenk zu überreichen. Wir wurden für die zwei Stunden Warterei am Tag zuvor belohnt. Wie lieb die Peruaner doch sind…..

So sieht Liebe aus….

Und wenn man sich lieb hat, dann teilt man auch gerne

Am nächsten Morgen fuhren wir relativ ausgeschlafen nach Puno. Wieder im Luxusbus, leider auch mit einem Luxusproblem. Ich musste, aufgrund der zunehmenden Höhe wieder alle Neese lang die Örtlichkeiten aufsuchen, im Bus ein eher schlechtes Unterfangen und mir stand mehr als einmal Pippi vor Schmerz in den Augen! Als wir endlich in Puno angekommen waren, war ich mehr als erleichtert.

Wikipedia: Puno ist die Hauptstadt der Region Puno mit 125.000 Einwohnern und liegt 3.800 m hoch am Ufer des Titicaca-Sees im Süden von Peru. Sie wurde am 4. November 1688 vom Vizekönig Pedro Fernández Castro Andrade, dem Conde de Lemos, gegründet. Puno ist auch unter dem Namen „Ciudad de Plata“ (dt. die Stadt des Silbers) bekannt. Der Name stammt aus früheren Zeiten, in denen die Silberminen Punos zu den ergiebigsten Perus gehörten.

Wir bekamen in unserem Hotel eine Suite, mit einem Miniheizradiator, auf dem ich quasi 24/7 hockte um einigermaßen warm zu werden. Die Stadt gefiel uns gut, gemütlich klein und alles gut zu Fuß zu erreichen. Wir organisierten eine Tour auf dem Titicaca See und freuten uns diebisch einen Tag auf dem höchstgelegenen See der Welt zu verbringen.

Wikipedia: Der Titicacasee (spanisch Lago Titicaca; Quechua Titiqaqa qucha) ist mit einer Fläche von 8.288 Quadratkilometern der größte See Südamerikas nach dem Maracaibo-See, bei dem es sich um ein Binnenmeer handelt. Er befindet sich auf der Altiplano-Hochebene in den Anden; der westliche Teil mit 4.916 km² des Sees gehört zu Peru, der östliche Teil mit 3.372 km² zu Bolivien. Gemessen an seiner Fläche ist er der achtzehntgrößte natürliche See der Welt; seine Fläche ist etwa 15,5 mal so groß wie die des Bodensees (einschließlich Untersee) und fast so groß wie Korsika. Er ist stark verschmutzt. Zu einer der Attraktionen des Titicacasees gehören die schwimmenden Inseln der Urus. Ursprünglich begannen die Urus schwimmende Inseln zu bauen, um sich zum Beispiel vor den kriegerischen Inkas zu schützen oder zu verbergen. Die Inseln bestehen aus kreuzweise aufgebrachten Lagen aus Totora-Schilf. Immer wenn ein Angriff drohte, lösten sie die Verankerung und zogen sich mit ihren Inseln auf den See zurück. Das Totora-Schilf ist eine wichtige Lebensgrundlage. Die Boote für den Fischfang und die Matten für den Bau der einfachen Hütten bestehen daraus. Auch in der Ernährung spielt es eine Rolle.

Die Urus sind sehr stolz auf ihre traditionelle Lebensweise und lehnen es strikt ab, auf das Festland überzusiedeln. Sie haben den Tourismus als Einnahmequelle entdeckt und erlauben heute Besuchern, die nachgiebig-schwankenden Inseln zu besuchen. Auf der zu Peru gehörenden Insel Taquile (Quechua: Intika) leben heute etwa 1600 Quechua. Das Volk auf der 5,5 km langen und 1,6 km breiten Insel wurde erst spät entdeckt, weil sie sich bei Ankunft von Fremden vor diesen versteckten. Berühmt sind die Inselbewohner heute wegen ihrer strickenden Männer. Die Insel wird deshalb auch „Insel der strickenden Männer“ genannt

Wir entschieden uns für eine Standardtour und statteten  zunächst den Urus einen Besuch ab. Es ist schon erstaunlich, wenn man sich die Schilfinseln genauer ansieht. Das ganze Leben findet auf Schilf statt, selbst die Boote sind aus diesem Material. Natürlich wird diese Tradition zunehmend nur noch für die Touristen aufrechterhalten, dennoch leben die Menschen noch auf den Inseln, die Kinder überbrücken immense Wege auf dem Wasser, um eine Schule besuchen zu können.

Auch Taquile hat mir sehr gefallen und tatsächlich sahen auch wir Männer beim stricken.

 

Ich probierte lediglich die wunderschönen Mützen an, mir waren sie aber eindeutig zu teuer.

Am nächsten Tag schauten wir uns die Grabtürme von Sillustani an, und wurden in eine peruanische Familie eingeladen, die uns ihren Hof zeigten. Für mich eine der tollsten Touren die wir unternahmen.

Schau mir in die Augen Kleines….

so süß 🙂

Dachschmuck, für Gesundheit und eine große Familie

Wiki: Sillustani ist eine Grabstätte im Distrikt Atuncolla, Provinz Puno, in Peru. Sie liegt auf der Halbinsel Umayo des gleichnamigen Sees auf einer Höhe von 3.897 m. Sie besteht aus zwölf zum Teil eingestürzten Grabtürmen, genannt Chullpas.[1]

Am nächsten Morgen ging es mit dem Luxuszug Anden Express nach Cusco. Die Tour war so ziemlich das Genialste was ich in Peru gemacht habe. Rund 11 Stunden auf dem Altiplano, ein wunderschöner Zug mit tollem Essen und Aussicht soweit das Auge reicht und einer immensen Verspätung – wie es sich gehört!

Auch die Fahrt durch die Orte ( z.B Juliaca) war einfach nur bizarr, da der Zug zum Teil ÜBER Märkte fährt und die Waren im Gleisbett einfach liegen bleiben.

 

Wikipedia: Juliaca ist eine Stadt im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Peru mit 218.485 Einwohnern (Volkszählung 2005) und einer Fläche von 533.47 km². Gleichzeitig ist sie die größte Stadt, und auch Hauptstadt der Provinz San Román. Die Stadt liegt in einer Höhe von 3.825 m auf dem Altiplano, einer abflusslosen Hochebene.

Wir sahen Schlafmohnfelder, 6000er Berge und viel, viel echtes Peru. Der Zug zuckelte gemütlich über den Altiplano an der höchsten Stelle waren es dann auch wieder mal auf 4300m. Die Asiaten hingen am Sauerstoff, uns ging es erstaunlich gut.

Pisco Sour auf 4300m

Wer sich für den Zug interessiert, schaut bitte hier: http://www.perurail.com/trains/andean-explorer/

Wir hatten damals die Tickets über go2peru: http://www.go2peru.com/peru_train.htm

Wikipedia: Cusco (auch Cuzco, auf Quechua Qusqu oder Qosqo) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3.416 m Höhe und hat 348.935 Einwohner (2007).[1] Sie ist Sitz des Erzbistums Cuzco und einer Universität. Die wechselvolle Geschichte als Hauptstadt des Inkareiches, die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und die Landschaft inmitten der Anden machen sie zum Anziehungspunkt vieler Touristen. Als Ausgangspunkt zu der Inkastadt Machu Picchu ist sie weltbekannt geworden.1983 wurde sie in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

In Cusco habe ich mich sofort verliebt. Unser Hostel lag sehr zentral in der Nähe der Plaza de Armas. Wir konnten alles zu Fuß erledigen und hatten mit knapp einer Woche auch ausreichend Zeit. Wir bewunderten die Märkte, genossen das wirklich gute Essen in den Restaurants und bewunderten die Inka Ruinen im Sacred Valley, Ollantytambo und Pisaq und natürlich die Schönheit selbst.

Cusco Eindrücke:

Plaza de Armas

 

Anbei ein paar Impressionenaus Pisac, Ollantaytambo und Chinchero

Wikipedia: Písac oder Pisaq ist eine Stadt, und frühere Bergfeste der Inka, in Peru, die etwa 33 Kilometer von Cuzco entfernt ist. Sie liegt im Valle Sagrado (Heiliges Tal der Inka) am Rio Urubamba.

Der Stadtkern Pisacs besteht aus zwei Teilen. Die eigentliche Stadt ist der eine Teil, der andere ist der heilige Bezirk. Eine lange Treppe führt hier von den Häusern zum höchsten Plateau hinauf. Dort, in der Mitte des Tempelbereichs, liegt der Intihuatana, ein mächtiger Felsbrocken, von dem die Inka glaubten, an ihm sei die Sonne angebunden.

Wikipedia: Ollantaytambo (dt. Speicher meines Gottes) ist eine Stadt im südlichen Teil von Peru (Provinz Urubamba, Region Cusco) und liegt etwa 60 km nordwestlich von Cusco und 21 km von Urubamba entfernt. Die Stadt liegt in einer Höhe von 2792 Metern am Fluss Urubamba. Nach einer Legende soll ihr Gott Viracocha die Inka angeleitet haben, die Stadt zu bauen.Ollantaytambo ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus der Inka-Zeit. Die Gebäude und Inka-Terrassen sowie die engen Gassen der Stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen Zustand. Die geraden und engen Straßen bilden 15 quadratische Blocks (canchas), die je einen Eingang zum zentralen Innenhof besitzen, der von Häusern umgeben ist. Einige vornehme Häuser bestehen aus perfekt gearbeiteten Inka-Mauern aus dunkelrosa Stein. Die Inka bauten in Ollantaytambo Verwaltungs-, Landwirtschafts-, Militär-, und religiöse Einrichtungen. Auf der bergzugewandten Seite von Ollantaytambo befindet sich ein imposanter Inka-Komplex, der, auf Grund seiner außerordentlich starken Mauern, landläufig fortaleza (dt. Bollwerk oder Festung) genannt wird. Tatsächlich war dieser Komplex strategisch günstig gelegen, um das Heilige Tal der Inka zu dominieren. Hier zog sich auch Manco Cápac II. nach dem Fall Cuzcos an die Konquistadoren zurück, um seine verbliebenen Soldaten zu sammeln.

Ollantytambo:

Wikipedia:Chinchero ist eine kleine Stadt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Cusco in Richtung Urubamba in den peruanischen Anden in einer Höhe von 3760 Metern über dem Meeresspiegel. Die Stadt war Sommersitz der Inkas, der 10. Inka Túpac Yupanqui soll hier seinen Lieblingsaufenthaltsplatz gehabt haben. In der Kirche aus der Kolonialzeit, deren Fundamente aus der Inkazeit stammen, wird die Messe bis heute in der indigenen Sprache Quechua (Qusqu-Qullaw) gehalten. Am Hang unterhalb der Plaza de Armas sind ebenfalls noch viele Mauern aus der Inkazeit vorhanden. Immer sonntags findet in Chinchero ein farbenprächtiger Indiomarkt statt. Hier werden Textilien und Kunsthandwerk gehandelt. Obst, Gemüse und Süßkartoffeln in allen Variationen aus heimischer landwirtschaftlicher Produktion sind hier erhältlich.

Chinchero ist ein großartiger Ort, für den wir leider nur sehr wenig Zeit hatten. Leider sahen wir den bunten Indiomarkt nur im Sonnenuntergang. Beim nächsten Mal würde ich gerne eine Nacht in Chinchero verbleiben und die Atmosphäre genießen. Chinchero hat nur ein wenig Tagestourismus, es verirren sich eher weniger Traveller mit Übernachtungsabsichten in das kleine Nest.

Unser letztes großes Highlight vor dem Rückflug nach Deutschland sollte Machu Pichu werden, wir liefen sogar schon einen Tag früher zum Bahnhof, nur um zu wissen, wo dieser sich befindet.

Am nächsten Morgen liefen wir mehr als pünktlich von unserer Unterkunft los, was uns am Ende den Kragen rettete. Hoffnungsvoll kamen wir am Bahnhof an, der Bahnhofsvorsteher sah sich unser Ticket an und sagte „Poroy“ Wo oder was ist Poroy? Nach einer Schocksekunde realisierten wir, dass der Zug nicht aus Cusco abfährt sondern aus Poroy, was ca. 20 km außerhalb von Cusco liegt.

Ein Taxifahrer war, Gott sei Dank, schnell gefunden und für 25 $ und mehrmaliger Bekreuzigung unseres Fahrers schossen wir, schnell wie der Blitz, um jede Bergkurve. Fünf Minuten vor Abfahrt standen wir am Vistadome und stiegen mit Pokerface in den Zug.

Wikipedia: Aguas Calientes ist für Touristen Endstation dieses Teils der Peruanischen Südbahn (Ferrocarril del Sur), die Gleise führen jedoch weiter bis nach Quillabamba. Im Jahr 1913 wurde mit dem Bau der 914 MillimetAguas Calientes ist ein Ort mit etwa 2.000 Einwohnern in den Anden des südamerikanischen Peru. Er liegt im Urubambatal auf 2.090 Metern über dem Meeresspiegel. Aguas Calientes liegt etwa 1,5 Kilometer von Machu Picchu entfernt und ist Ausgangspunkt für die Besichtigung dieses Unesco-Weltkulturerbes. Der Ort ist von Steilwänden aus Fels und Nebelwald umgeben und ist nur über eine Schmalspurbahn von Cusco aus erreichbar, eine Straßenverbindung gibt es nicht. In Aguas er-Bahn begonnen, erst 15 Jahre später waren die Schienen bis Aguas Calientes gelegt. Thermalquellen oberhalb des Ortes waren Namensgeber für Aguas Calientes. Ein Museum informiert über die archäologischen Ausgrabungen in Machu Picchu und die Inkakultur.

Aguas Calientes ist vollkommen auf den MP Tourismus eingestellt. Die Hostels waren alle fürchterlich, unseres gar ganz schrecklich. Nach Ankunft bummelten wir durch das Nest und ging am Nachmittag in die Aguas Calientes. Diese waren allerdings ein Knaller und mehr als entspannend.

Am nächsten  Morgen versuchten wir mit den ersten Bussen in die Ruinen zu kommen. Obwohl es voll war, gelang es uns noch vor Sonnenaufgang zum Löwentor zu kommen und von den dort den weltberühmten Blick auf die Ruinen zu erhaschen.

Wikipedia: Machu Picchu [ˌmɑtʃu ˈpiktʃu] (Quechua Machu Pikchu, deutsch alter Gipfel) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt in Peru. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2430 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal der Region Cusco, 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco. Die terrassenförmige Stadt war und ist sowohl über einen schmalen Bergpfad mit einer kleinen Anlage im Gipfelbereich des Huayna Picchu wie auch über vergleichsweise größere Inka-Pfade mit der einstigen Hauptstadt des Inkareiches Cusco und den Ruinen von Llactapata verbunden.

 

Wir erforschten ganz gelassen und in unserem Tempo die Ruinen und waren dennoch bereits um 11:00 Uhr wieder auf dem Weg nach Aguas Calientes. Dort verbummelten wir den Nachmittag und begaben uns auf den Rückweg. Wieder gab es eine Überraschung auf dem Ticket, der Zug fuhr nur bis Ollantaytambo ! Was uns unproblematisch erschien, entpuppte sich als lebensmüde- unser Fahrer wollte sich und uns in den Bergen umbringen. Der Typ raste wie ein Henker durchs Gelände, uns zitterten die Beine, als wir in Cusco aus dem Wagen ausstiegen.

Am nächsten Tag bewunderten wir Saqsayhuaman, eine Inka Festung der ganz besonderen Art. Ich war gegeistert.

Wikipedia: Die Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán (hispanisierte Schreibung des auf der vorletzten Silbe betonten ursprünglichen Quechua-Namens Saqsaywaman oder Saksaywaman) ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit und liegt in unmittelbarer Umgebung der peruanischen Stadt Cuzco. Sie liegt etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Die Anlage sollte als Repräsentationsort dienen und als militärische Befestigung den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Gegen eine Deutung als Verteidigungsanlage sprechen indessen Bauformen, die am ehesten auf Heiligtümer hinweisen, wie Nischenplätze, kreisförmige Arenen von etwa 100 m Durchmesser und ausgebaute Treppen in einzeln stehende Felsblöcke. Während der spanischen Eroberung wurde die Anlage teilweise zerstört, die Bausubstanz wurde seitdem durch Erdbeben weiter beschädigt.

Außerdem stand noch:

  • Tambo Machay – Bad der Inka – Ein Wasserheiligtum, in dem sich das Wasser in Kanälen über vier terrassenförmige Ebenen ergießt. 
  • Puca-Pucará (oder Puka Pukara) – Eine kleine Bergfestung mit Türmen, Behausungen und Treppen. U. a. Stützpunkt der Stafettenläufer der Inka (Nachrichtensystem).

  • Kenko (od. Q’enko, Ccenco) – Ein Festplatz mit einem riesigen, zerklüfteten Kalkstein. Eine glatte Spalte führt ins Innere des Felsens, wo vermutlich Tote für einen Mumienkult aufbereitet wurden. Auf dem Gipfel ein Stein zur Beobachtung der Sonnenwende. Eine schlangenförmige Rinne soll bei religiösen Ritualen für Trank- und Blutopfer verwendet worden sein.
  • Cristo Blanco – weiße Christusstatue über der Stadt, auf dem Hügel neben Sacsayhuamán.

auf dem Programm :

Am nächsten Tag flogen wir über Lima zurück in die Staaten. In Newark erwartete uns Cesar Ortecho, ein Bruder von Carmen aus Texas und Fernando aus Lima. Die Verabredung war nicht vereinbart, wir waren baff als uns ein wildfremder Mann ansprach, den re-checkin managte und uns Zugtickets nach Manhattan organisierte. 45 Minuten später standen wir Penn Station und genossen New Yorker Luft.

Da es für uns das dritte Mal im big apple war, verbummelten wir den Tag, zogen durch die Geschäften und bewunderten ausgesuchte Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf. 

 

Um 21:00 flogen wir, wieder in dem Miniding, nach Berlin.

Fazit: 20 Tage für Peru reichen fürs Gröbste aus. Ich hätte gerne noch Moray gesehen oder wäre im Sacred Valley geblieben. Bestimmt wird es mich nochmal nach Cusco verschlagen, vermutlich aus Bolivien kommend und dann würde ich nicht nur in Cusco sondern auch in Ollantaytambo und Chinchero wohnen.