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Deutschland 2018: vier Tage in Sachsen ( Meißen, Dresden,Elbsandsteingebirge)

Ich finde Lehrgänge außerhalb Berlin ganz großartig und klatschte freudig in die Hände, als sehr kurzfristig ein zweitägiger Workshop in Meißen angesagt war. Umso schöner, weil wir bereits vor Monaten ein Wochenende in Dresden gebucht hatten. Das nun Workshop und Dresden so perfekt aufeinander fielen war mehr als Glück. Da störte nicht einmal der herbstliche Rotz und mit viel Enthusiasmus fuhren meine lieben Kollegen/-innen und ich Anfang November bei strahlensten Sonnenschein nach Meißen. Die Bildungsstätte ist perfekt zu erreichen, ab Dresden Neustadt mit der S-Bahn und dann kurze zehn Minuten zu Fuss. Wohl dem, der Keinen Rollkoffer hat…..( also ich ). Nach dem Lernen und Brainstormen brachen wir zur blauen Stunde zum Stadtrundgang auf. Diesen hatte ich vor rund zehn Jahren schon einmal gemacht, lustigerweise auch im November. Meißen war nach der Wende zu 80% unbewohnbar, obwohl die Stadt keine Kriegsschäden vorweisen konnte, die Chroniken berichteten von nur noch einem intakten Dach und wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre, wäre ein Abriss der gesamten Altstadt unvermeidbar gewesen. Gott sei Dank war die DDR pleite, somit war auch ein Abriss der alten Häuser nicht finanzierbar. Heute strahlt die Altstadt und ist eine echte Perle…..

Wir erschlenderten die alten Stadtteile  über die Frauenkirche und St. Afrakirche bis hin zur Albrechtsburg von 1471, dem ältesten Schloß Deutschlands.

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( Nicht wundern,das Licht war tatsächlich so irre rot vom Sonnenuntergang).

Im  evangelischen Dom zu Meißen finden heute noch die Bischofsweihen der evangelischen Landeskirche Sachsens statt und irgendwie kamen in  mir an diesem Nachmittag das erste Mal vorweihnachtliche Gefühle auf.

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Der Domplatz ist bestimmt wunderschön zur Weihnachtszeit, evtl. komme ich zum Weihnachtsmarkt nochmal hier her.

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Die Albrechtsburg

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Blick über die Elbe von der Albrechtsburg aus.

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Unterhalb der Burg, in der Altstadt. Hier stand in 2002 und 2013 das Wasser der Elbe bis zu 1,5 m hoch.

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Den Abend ließen wir in der Bildungsstätte ausklingen, an der Bar gab es lokalen Wein aus der Region zum Selbstkostenpreis. Weitere Details werden hier  nicht verraten….wie man so  schön sagt  „what ever happens in Meißen, stays in Meißen“ !

Am nächsten Tag, wurde am Vormittag geworkshopped und die Zeit bis zum Zug verbrachten meine Freundin Petra und ich nochmal in der Altstadt. Meißen am Tage, das sieht man eher selten auf Lehrgängen dieser Art.

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Mit der S- Bahn gings nach Dresden Neustadt und dort verabschiedete ich micht von den lieben Kollegen/- innen und wünschte ein happy weekend. Mathias und die kleine Fellnase auf vier Pfoten warteten bereits auf mich und weiter gings mit meinem Freund Lino zu unserem Hotel.

Wir hatten vor drei Jahren, in einem Anflug von Wahn mal zwei Travador Gutscheine erstanden. Zahlten  50€ und erhielten 100€ ….mit einer Zuzahlung von 16€ erstanden wir somit zwei Nächte in einem ordentlichen Hotel der Achat Gruppe mit einer ordentlichen Distanz zur Innenstadt (6km mit Staupotential) und ordentlich viel Reisegruppen, die abends das Hotel vereinahmten.

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Nachdem wir das Zimmer begutachtet hatten, machten wir uns wieder zur blauen Stunde auf den Weg in die Innenstadt. Hinter der Brühlschen Terasse und dem Terassenhotel im Plattenbau fanden wir einen Parkplatz. Der Fiat ist ja ein kleiner Brocken und beötigt nicht viel, mit 0,25 Cent für dreißig Minuten kann man eh nicht meckern.

( Anbei ein kleiner Hinweis in eigener Sache, die Nachtbilder sind, wie in Meißen alle „ aus der Hand“ geschossen. Mit Stativ bin ich erst am zweiten Abend losgezogen. Bleibt ebenfalls zu bemerken, dass die hier gezeigten Bilder im Beitrag, wie bei allen Beiträgen 2018,  alle jpeg s der immer recht „fahlen“ raw Aufnahmen sind. Diese sind also unbearbeitet. Ich werde nach und nach die Bilder auswechseln, deshalb lohnt auch immer mal der spätere Blick in einen Bericht)

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Ich war, obwohl bestimmt schon viermal in Dresden,das erste Mal auf der Brühlschen Terasse und war von diesem privaten Lustgarten der zwischen 1739 und 1748 von Herrn Brühl gebaut wurde, sehr angetan.

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Von der Terasse bekommt man auch einen ersten ordentlichen Blick auf das Residenzschloss, der katholischen Kathedrale bis hin zur Semperoper.

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von links: Residenzschloss, katholische Kathedrale und Semperoper.

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Am Neumarkt bewunderten wir die Frauenkirche von außen, Mathias ging zum ersten Mal auch ins Innere, und danach gab es zünftig im  Vappiano Pizza und Spaghetti.

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Ziemloch erledigt ließen wir den ersten Abend im Hotel ausklingen, meine Erkältung zwang mich ins kuschelige Bettchen im Dresdener Südosten.

Der nächste Morgen zeigt sich ein wenig verhangener aber immer noch  ungewöhnlich war. Nach einem guten Frühstücksbuffet ( die chinesischen Reisegruppen waren schon längst weitergereist) fuhren wir wieder zur Brühlschen Terasse und fanden wieder einen tollen Parkplatz.

Unser erstes Ziel an diesem Morgen waren die gleichen wie am vorherigen Abend, nur diesmal mit ein wenig mehr Tageslicht.

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Über die Brühlsche Terasse und dem Residenzschloss liefen wir zur Semperoper.

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Wie man bei Tageslicht unschwer erkennen kann, in Dresden wird weiterhin gebaut und gebuddelt. Die zentrale Brücke in die Altstadt und zum goldenen Reiter ist momentan nur noch für Fussgänger offen.

Die Semperoper wurde ebenfalls, wie die Frauenkirche, im zweiten Weltkrieg, in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945  komplett zerstört. Auch hier wütete der Feuersturm und immer wieder riefen wir uns in den zwei Tagen dieses  schreckliche Ereignis in Erinnerung. 1985 war der Wiederaufbau abgeschlossen und als  erstes Stück wurde der Freischütz gespielt, dies war auch die letzte Aufführung vor Schließung des Operhauses 1944, quasi back to the roots.

Die Semperoper gilt als eine der schönsten Opern weltweit und ich gebe  dieser Meinung recht. Als Westkind bin ich mit der Deutschen Oper aufgewachsen, architektonisch für mich eher ungelungen. Erst mit der Wiedervereinigung und dem Besuch der Staatsoper konnte ich mir ein Bild  von einem imposanten Operngebäude machen.

Den Besuch von innen kniffen wir uns, weiße Fellladies waren dort nicht erwünscht.

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Emily durfte aber in den Zwinger und da sich sogar ab und an die Sonne zeigte, war der Rundganf sehr, sehr schön und dür Mathias als Dresden Neuling eine „ah“ und „oh“ Überrraschung.

Der Dresdner Zwinger wurde von 1710-1728 als Orangerie und Festspielplatz des Residenzschlosses erbaut und ist ein Meisterwerk des Barrocks, mit allem Kitsch der dazu gehört. Das Porzellanmuseum ist das größte und wertvollste weltweit.


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Blick aufs Residenzschloss

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Residenzschloss vom Zwinger aus gesehen

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Da sich das Wetter ganz wundervoll hielt, zog es uns hinaus aus der echten Altstadt mit Ziel Yenidze. Hört sich türkisch an……ist es auch ein wenig. Und nein, wer jetzt glaubt auf eine Moschee zu gucken liegt ganz falsch:

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Die Yenidze wurde 1908 als Tabakfabrik erbaut und auch heute befinden sich Büroräume in dem markanten Komplex. Im Sommer lädt ein Biergarten ein,wir bewunderten nur die osmanische Architektur und bummelten zurück in die Altstadt.

Mehr zur Yenidze findet man übrigens hier: https://www.yenidze.eu/yenidze/#.W-LgSYq1KhA

Der Komplex wurde erst 1996 restauriert, auch dieses Gebäude wurde von der DDR schäbig vernachlässigt.

Zurück in der Innenstadt bewunderten wir den Stallhof mit Tageslicht und genossen das erste Stück Stolle des Jahres 2018…..das erste Stück schmeckt immer am Besten.

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Über den Fürstenzug der Familie Wettin ( hergestellt aus 24.000 Meißener Porzellanfliesen) bahnten wir uns den Weg zum Goldenen Reiter, dem Wahrzeichen von Dresden und in der Neustadt beheimatet.

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Mir geben ja Standdenkmäler absolut nichts, mir fallen Wenige ein, die ich wirklich mochte. Das Ding war ebenfalls im WWII beschädigt worden und. wurde in den 50er Jahren mit Blattgold restauriert. Das  Original  war lediglich in Bronze gehalten und steht seit  1736  am Neustädter Markt. Zu sehen ist August der Starke mit Blick nach Osten, in die polnischen Gebiete, die sich „der Starke“ gerne unter den Nagel reißen wollte.

Am Elbufer bewunderten wir zwei Heißluftballons über der Stadt und zurück in der Altstadt ging auch ich nochmal in die Dresdner Freuenkirche hinein. Jede/r kennt die Geschichte des Wiederaufbaus und einige meiner Familienmitglieder können ein paar Steine ihr Eigen nennen. Dennoch kommen hier nochmal ein paar Eckdaten:

Die Dresdner Frauenkirche wurde zwischen 1723 und 1743 erbaut und in der Nacht des Feuersturms 1945  stark beschädigt. Erst am Morgen des 15.02.1945 stürzte die Kirche in sich zusammen, die Schäden waren einfach zu groß gewesen. Vierzig Jahre blieben die Trümmer in der Dresdner Innenstadt liegen, ein Wiederaufbau war nicht geplant, die Ruine wurde als Mahnmahl und Friedensdenkmal erhalten.

1993 begann der Wiederaufbau, finanziert durch Spenden aus aller Welt und seit 2005 erstrahlt sie wieder im alten/neuen Glanz. Von Innen mag ich die Kirche gar nicht, sie ist mir zu hell, fast kitschig. Die Geschichte um das Bauwerke berührt mich dennoch und ich finde es schön, dass der Wiederaufbau geglückt ist. Hej….die Deutschen haben auch mal ein Bauwerk in relativ kurzer Zeit zu Ende gebaut!

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Wir warteten auf die Blaue Stunde und waren am Ende ein wenig voreilig. Mein „ Nachtfoto“ ist nicht wirklich gelungen, da wir aber zur Oper wollten, mussten wir uns nen bisel sputen. Des nächstens wirken die Gebäude nämlich nicht, wie wir am Vorabend bemerkt hatten.

Ich verspreche, das Bild wird mit dem bearbeiteten raw ausgetauscht….

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Hier nochmal Stadtschloss und Kathedrale und danch erstrahlt die Semperoper.

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Wir landeten am diesen Abend im „Wok“ einem Thai der nicht wirklich thailändisch war. Mein Curry war ok aber nicht scharf. Da uns die frische Luft geschafft hatte, waren wir um 10:00 Uhr in der Heia.

Ja wenn man so nah dran ist, dann muss man doch ins Elbsandsteingebirge fahren, oder etwa nicht? Wie nah wir wirklich an Rathen dran waren, merkten wir am nächsten Morgen…..ein Fährfahrt über die Elbe und rund Vierzig Minuten mit dem Auto und schon waren wir auf der Basteistraße. und stellten Lino am zentralen Parkplatz ab.

Das Elbsandsteingebirge ist ein Mittelgebirge zwischen Sachsen und Böhmen ( Tschechien) mit max. 723 m Höhe. Man kann dort gut klettern und Tag und Nacht in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Berühmt geworden ist das Gebirge durch die Felsformation Bastei mit hineingebauter Basteibrücke. Viele Hobbyfotografen verbringen ihre Nächte im Nationalpark um auch ja keinen Menschen auf dem Bild „drauf“ zu haben. Da wir erst um 11:00 Unr ankamen, sind meine Bilder mit roten ud blauen Tupfen verziert….ich mag sie trotzdem.

Die Geschichte der Basteibrücke als touristisches Ausflugsziel ist beeindruckend. Seit 200 Jahren pilgern Ausflügler zur Bastei, die erste Brücke entstand im 18 Jh.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bastei_(Fels)

Während der DDR Zeit war die Infrastruktur als eher schlecht zu bezeichnen. Es gab weder öffentliche Toiletten noch eine Busanbindung. Das Hotel muss es allerdings damals schon gegeben haben, vermutlich war dies für Otto Normalverbraucher eine No Go Area.

Da wir nicht zu spät in Berlin sein wollten, nahmen wir uns den Minimalspaziergang vor. Über die Wehlsteinaussicht liefen wir zur halb geschlossenen Basteiaussicht erkrabbelten den recht vollen Ausguck Ferdinandsturm ehe wir direkt über die Basteibrücke liefen. Leider war es nicht sonnig, die bunten Laubblätter sorgten aber für einen schönen Kontrast im Naturwunder. Auch hier mein Fingerzeig auf die raws, die bestimmt noch schöner werden, als die hier gezeigten Bildchen. Wir waren auf jeden Fall baff und erfreuten uns an der Natur und den Steinen, Emily wühlte sich durch die nasse Erde und war happy.

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Das ist bereits die Bastei, die Brücke sieht man von dieser Seite nicht.

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Blick auf die Elbe

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Die berühmte Brücke im Herbst 2018 in vielen Variationen……

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Der umwerfende Blick von der Brücke

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Weitere Besichtigungen der Felsenburg ersparten wir uns,da das Wetter ein wenig schwächelte und wir vor der Dunkelheit @home sein wollten.

Über Landstraßen und einer gefühlt längeren Rückfahrt nach Dresden machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt und stellten wieder mal fest, dass Deutschland so richtig was hat…..es muss nicht immer das Fernziel sein. Ich hätte noch gut und gerne ein paar Tage in Sachsen verbringen können, mal eine Tageswanderung in der Sächsischen Schweiz, der Moritzburg  oder ein Besuch von Krumlau wären schön gewesen. Ins Elbsandsteingebirge werde ich mal im tiefen Winter fahren. Mit Schnee muss die Gegend einfach bezaubernd aussehen.

Um 16:00 Uhr hatte und Berlin, ein paar Eindrücke reicher, wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hamburg 2016

Hamburg, das Tor zur Welt. Eine Stadt die uns Berliner mehr als nur ein müdes Lächeln abverlangt, schließlich behaupten ja die Spreeathener eher mit tiefer Inbrunst „ das ist das einzige Kaff, in dem man nach Berlin noch leben könnte“ und auch ich, als echte, gebürtige Berliner Pflanze muss immer wieder sagen….Hamburg is it! Hier könnte ich sein!

Bislang kannte ich diese schöne Stadt an Elbe und Alster immer nur von der Durchfahrt, Richtung Nordsee. Alsterbecken, na klar- schon gesehen, den Hauptbahnhof schon hassen gelernt…wie alle Bahnhöfe eben. Ich hatte auch mal japanisches Sightseeing gemacht- gesamt HH in vier Stunden, aber so richtig ein paar Tage in dieser Stadt verbracht, hatte ich nie.

Dieses Jahr am ersten Juniwochenende war es dann soweit. Süddeutschland versank in Regenfluten, Hochwasser und Tornados- der Norden schwitzte in vorsommerlicher Hitze. Ich kann jetzt, ohne zu lügen behaupten, dass ich mal einen Sommer in HH verbracht habe! Die Stadt stand vor Hitze und das sage und schreibe ganze drei Tage lang! Wer kann von sich sagen, morgens um 6:00 Uhr im T-Shirt auf dem Fischmarkt gewesen zu sein und zu schwitzen?!

Also das erste Fazit, welches gezogen werden darf, die Auswahl des Reisedatums war schon mal ein Volltreffer.

1.Tag Anreise:

Ich bin kein Fan von Anreisen am Freitag, die Autobahn ist voll und man ist vom Arbeitstag eh schon kaputt. Wir kamen aber super durch und konnten um kurz nach 16:00 Uhr unser hundefreundliches Hotel in Norderstedt (ja richtig gelesen, nicht Hamburg) beziehen. Der Friesenhof, den ich allen Wauzibesitzern ans Herz legen möchte, ist ein grundsolides Dreisternehotel mit allem SchnickSchnack inkl. einem super Frühstücksbuffet.

Emily, reisefertig
Emily, reisefertig

Unsere Emily wurde mit folgenden Worten begrüßt „ Puppi, hier bist Du richtig“ Und so war es auch, unsere kleine, fidele Westiehündin fühlte sich sichtlich wohl. Es gibt einen Garten im hinteren Bereich des Hotels, wo sie rumtoben konnte und Kumpel Aran, der Dobermann, der sich rührend um das kleine Fellmädchen kümmerte.

Da unser Hotel in Laufdistanz zur nächsten U-Bahnstation/ Hochbahn ( Ochenzoll) lag, waren wir in rd. 30 min. am Jungfernstieg und nach zwei weitere Stationen mit einer anderen Linie, direkt an den Landungsbrücken in St. Pauli. Geschuldet der Hitze und der Faulheit nach der Anreise, genossen wir das eine oder andere Alsterwasser in den Kneipen an den Landungsbrücken und bewunderten die Renovierungsarbeiten an der Queen May II die genau gegenüber zur Zeit im Dock liegt.

Queen Mary II im Dock

Abendstimmung, Blick auf die Elbphilharmonie

Wir bummelten in den frühen Abendstunden zum „Michel“ dem evangelischen Wahrzeichen der Stadt. Eine schöne Kirche, mit interessanter, architektonischer Note….mir gefiel vor Allem die außergewöhnliche Empore.

Gesamt Hamburg war auf den Beinen und wir hatten tatsächlich Schwierigkeiten trotz der Zusammenrottungen an portugiesischen und italienischen Restaurants ein Plätzchen zu finden- und das dann auch noch draußen, an einem Freitag kaum machbar. Für uns Berliner nicht vorstellbar, dass es Straßen gibt, in denen die Präsenz von Restaurants sich auf zwei Essenstilrichtungen beschränkt. Das würde bei uns die totale Pleite und eine schon mit Vorsatz geplante Insolvenz bedeuten. In Hamburg funktioniert das alte Gesetz „ Konkurrenz belebt das Geschäft“ vorzüglich.

Und kulinarisch gesehen war unser Italiener ein echter Glücksgriff, die Fischsuppe so wertvoll wie Goldstaub. Man war die lecker……

Ziemlich geschafft landeten wir nach unseren ersten Eindrücken im Hotel und fielen im weichen Bett in den sofortigen Schlummer.

2. Tag, Samstag :

Die Sonne lachte, das Frühstücksbuffet war für alle Foodies, egal ob Veganer, Flexitarier, Vegetarier oder Otto Normalos super, gut gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Landungsbrücken.

Angesagt war eine Hafenrundfahrt…..unser erstes Ticket umfasste eine Barkassenrundfahrt, vermutlich mit Speicherstadt. Da aber keine Plätze mehr draußen vorhanden waren, entschlossen wir uns das Ticket zurückzugeben und mit einem der größeren Schiffe den Containerhafen zu besichtigen. Der Ticketverkäufer verstand sofort, wir schoben die Rückgabe der Tickets auf die Emily und der gute Mann beäugte unseren ungezogenen Junghund mit den Worten „ is ja auch kein Seehund, nee “

Also rauf aufs große Boot, Emily hatte dort viele Spielkameradinnen, gefühlt jedes Kind wollte mit dem Hund kuscheln, und wir genossen unsere Ruhe.

Die Hafenrundfahrt war sehr interessant, hätte nie gedacht, dass mich Containerschiffe begeistern können.

Ein Relikt aus dem 2. Weltkrieg

Allerdings muss ich gestehen, ich habe mir nicht so viel gemerkt, weder zu den Schiffen noch zu den Aussagen bzgl. des Ufers von St. Pauli ….lediglich folgende Aussagen möchte ich kundtun, die übrigens auch auf Waren von Gucci, Chanel oder Dolce & Gabbana zutreffen:

· Der Liegeplatz in Hamburg ist arschteuer!

· Ein Containerschiff ist arschteuer!

· Wohnen in Hamburg, vor Allem am Strand von Altona oder auch in einer Speicherwohnung, ja selbst im Altersheim ist arschteuer!

Wir fuhren auch an der Aida Prima vorbei und bei mir wurden, zum allerersten Mal, Kreuzfahrtwünsche wach- wobei mich dieser Riesenpott eher abtörnen würde…..aber so durch die Karibik von einer arschteuren Insel zur nächsten und auf diesen Inselchen schnorcheln und mit einem eigenen Mietwagen die Sehenswürdigkeiten abklappern? Warum eigentlich nicht…..muss ich doch direkt mal das www befragen.

Nach unseren Eindrücken vom Hamburger Hafen mussten wir uns erstmal wieder mit Alsterwasser und der famosen Seafood Suppe stärken, bevor es Richtung Chilehaus, Jungfernstieg und Alsterbecken ging.

Chilehaus

Die Sonne gab Alles und wir verdudelten den Nachmittag mit starrem Blick aufs Alsterbecken.

Abends zog es uns zur „geilen Meile“ auf die Reeperbahn. Mein mir angetrauter Ehemann ließ sich natürlich auch nicht die Herbertgasse entgehen, seine zwei Mädels warteten geduldig davor!

 Über Davidswache und spitzem Eck landeten wir dann wieder an den Landungsbrücken und versuchten uns in Gruppenkaraoke mit vollem Fischbrötchenmund.

Blick von den Landungsbrücken zur Elbphilharmonie

Ein sehr lustiger Abend kündigte sich an, der nur noch durch unseren Bummel durch die große Freiheit getoppt wurde. Wie die dort ansässige Kirchengemeinde schon laut verkündete „ es gibt nichts, mit was Jesus nicht fertig wird“ …..ob damit der Anblick von Olivia Jones gemeint war, bleibt offen….die „Dame“ mit pinkem Haar machte in jedem Fall was her.

Gegen 0:00 Uhr waren wir total geschafft und  Emily hatte  wunde Pfötchen….für ein paar wenige Stunden legten wir uns ins wohlverdiente Bett

3. Tag, Sonntag :

Fischmarkt, heißt…früh aufstehen. Was ist früh? In unserem Falle 05:00 Uhr und pünktliches Erscheinen war gesichert. Der Hund schaute uns vollkommen entgeistert an, als wir uns des nächstens wieder in die Klamotten schmissen.

Die Suche nach nem Parkplatz wurde  zügig unterbrochen und das fußläufige Parkhaus genommen…kann ich nur empfehlen. Der Markt selbst…naja, ein Tourimarkt eben. Angezeckt hat mich nur der schon geschälte Spargel, das Kilo für 3€. Da wurde ich schwach und unser Abendessen am selben Tag war gesichert.

Das Fischbrötchen war nicht besser, als in der Innenstadt, von den Blumen ließen wir die Finger. Alles in Allem waren wir binnen einer Stunde durch und genossen im Anschluss unser Frühstück im Hotel.

Den Vormittag verbrachten wir in der Speicherstadt, die mich immer wieder umhaut.

So viele tolle Fotomotive und mein Lieblingsort, neben dem Deligeschäft „Mutterland“ in HH => die Kaffeerösterei neben dem Dungeon !!!! Wir sackten mehrere Päckchen Kaffee aus Panama ( Urlaubsziel im nächsten Jahr) und Guatemala ( meine heimliche Liebe) ein und planten während eines entspannten Cappuchinos vor Ort den nächsten Hamburgtrip. Die Miniaturwelten und der Dungeon wollen in der schlechten Jahreszeit besucht werden. Meine Meinung, Hamburg geht immer !