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Marokko 2015: Nochmal Marrakesch & Essaouira

Mit meiner Mama nach Marokko!

Nachdem mir das Land auf unserer Hochzeitsreise sooo gut gefallen hatte, wollte ich auch meine Mama nach 1001 Nacht entführen. Wir wählten den März als Reisezeit aus, vermuteten stabileres Wetter als in Europa. Wir wollten nen bissel dem Winter entfliehen.

Mit Easyjet ging es nach Marrakesch….4 Stunden ohne Thrill, dafür mit Pepe und seinen zwei Geschwistern in der Reihe hinter uns- ohjeemineee, wir waren arg gestresst, als wir endlich in Marokko landeten. Einzig die Aussicht, dass diese Sippe uns nicht auch noch den Rückflug versauen würde, erheiterte uns ein wenig.

Bei unserer Ankunft ging so alles schief, was nur schiefgehen konnte….der Transfer schlug schon mal fehl, diesbezüglich hatte ich ein Deja Vu zum letzten Jahr! Also hieß es erstmal Geld abholen vom ATM. Siegesbewußt zog ich die ComDirekt Karte aus meiner Tasche und musste nach drei Versuchen feststellen….es war die Giro Karte, nicht die Visa Karte! Also kam die Amazon Karte zum Einsatz….wiederum drei Versuche später musste ich mir eingestehen, dass die von mir notierte Pin falsch war! Meine Mama hatte netterweise die Visa Karte gar nicht dabei, wir zählten also unsere mageren Penunsen ( rd. 250€) und fuhren mit dem Taxi gen Djemaa el Fna. Es pieselte ziemlich arg und meine offline map im Handy leitete uns auf die falsche Seite der Altstadt. Nachdem uns auch noch ein paar Jungs über Ohr hauen wollten und unser Vermieter nicht vor Ort war, waren wir vom ersten Nachmittag abgefressen.

Als wir dann aber endlich in unserem Dar waren und das hübsche Zimmer bezogen hatten, war die kleine Welt fast in Ordnung.

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Um an  Geld zu kommen gab es mehrere Varianten.

Wir zahlen unser Hotel auf Kreditkarte und unser Wirt zahlt uns mehr Geld aus.

Mathias macht sich über Western Union schlau und wir wüßten endlich mal wie es funktioniert und wären auch für spätere Abenteuer mal auf der sicheren Seite.

Bei Variante C wäre meine Karte über Fed Ex nach Marokko geflogen worden, Kostenpunkt ungeklärt.

Die erste Variante schlug fehl, unsere Vermieterin war nicht anwesend und der Bengel, der das Anwesen verwaltete, war sich unsicher.  Mit Variante B waren wir aber super gut bedient und somit wurde C verworfen. Man kann sich sogar selbst Geld überweisen und geht dann zu einer W.U Stelle und bekommt die Kohle ausgezahlt- Reisepass und Überweisungscode sind vorzulegen.img_6086

Um 11: 59 an Tag  Zwei  waren alle Startprobleme gelöst und wir konnten endlich mit Urlaub starten. Wir verbrachten diesen Tag in der Altstadt, genossen die Souks und den Djemaa el Fna. Als Erstes bewunderten wir den Blick in den Hohen Atlas- ein Blick den ich im Sommer nicht genießen konnte, die Hitze verhinderte den Fön. img_0471

Als nächstes statteten wir der Koutoubia Moschee einen Besuch ab

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Der März ist Kräuterzeit- überall wurde frische Minze, Basilikum  und Koriander verkauft. Die Gewürze kommen aus dem Atlas, ich hatte im Juli 2014 im Dades Tal bereits diese Kräuterfelder bewundert.

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Dejmaa el Fna img_0490

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Wir bummelten über die Märkte im Kasbahviertel und steuerten die Saadier Gräber an.

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Am Abend genossen wir einen nächtlichen Bummel über den Platz der Plätze in Marokko, um am Ende dann aber doch in einem Restaurant drinnen  zu essen zu – es war einfach noch zu unbeständig vom Wetter.

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Der nächste Morgen begann wieder mit einem Marsch durch die Altstadt. Unser Ziel war die Medersa Ben Youssef ( Koranschule)  und das Färberviertel.

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Bis zu den Färbereien hatte ich es 2014 nicht geschafft, deshalb genoss ich die bunte Wolle, die zum Trocknen überall aufgehangen wurde umso mehr.

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Das Wetter schwankte zwischen grandios und dann auch fast sommerlich und nieselig, pieselig und echtem Nordseewetter. Am unserem dritten Tag zeigte sich der Wettergott gnädig und in bunt wirkte Marrakesch noch sehr viel schöner…..wenn man mal von der Tourischwemme absieht.  Etwas, an das ich nicht gewöhnt war, Marrakesch im Juli war menschenleer.

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Am nächsten Morgen stand mal wieder das  Gerberviertel auf dem Programm, dieses ist nicht so spektakulär wie das Tannerieviertel von Fes- dennoch absolut sehenswert und nicht geruchsneutral :-). Das Viertel befindet sich in einer ziemlich armen und abgeschrammelten Ecke von Marakkesch, der Weg war wieder eine Herausforderung….überall Müll und Unrat sowie zwielichtige Gestalten, die ihr Geschäft machen wollten. Wir nahmen wieder die Dienste eines „Führers“ an, der uns durch das Viertel führte. Am Ende standen wir wieder im gleichen Laden, wie ein Jahr zuvor :-)!

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Unseren Nachmittag verbrachten wir im gut riechenden Jardin Majorelle-  das Kontrastprogramm schlechthin zu unserem Erlebnis in der Gerberei.

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img_0782Der Blick in den Atlas

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Unseren Nachmittag und Abend verbrachten wir mal wieder auf dem Djemaa el Fna, die Bühne der Gaukler und Schlangenbeschwörer….Nepper, Schlepper und Bauernfänger img_0811

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Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi zum Busbahnhof von Supratours. Wer einmal in Marokko ist, sollte sich Essaouira nicht entgehen kann. Das ehemalige Mogador ist ein Kleinod am Atlantik. Wir fuhren 2,5 Stunden und kamen im strömenden Regen an….Gott sei Dank kannte ich den Weg zum Dar Sofian und wir konnten auch umgehend einchecken. Letztes Jahr hatten wir das Zimmer in blau ( Atlas) dieses Mal in gelb ( Sahara) . img_0815

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Die nächsten zwei Tage verbrachten wir damit, zwischen den Regenhuschen von einer Kneipe in die nächste zu kommen, ab und an nen bissel Wetter zu kaschen und diese Puppenstube ausgiebig zu genießen….

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Essaouira verabschiedete sich mit Sonnenschein und ich fing mir zu guter Letzt noch nen Katzenfloh ein- oh Mann, sah ich bunt aus.  Unseren letzten anständigen Tag in Marokko verbrachten wir im El Badi Palast sowie im jüdischen Viertel

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Der jüdische Friedhof von Marrakesch img_1045

 

 

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img_1058Die Synagoge von Marrakesh – dort wird auch gewohnt

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Mit zwei schönen Bildern, 1x vom Kasbahviertel und 1x vom Djemaa el Fna ging auch diese Reise nach einer Woche zu Ende.

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Am 24.03.2015 flogen wir mit ziemlich gemischten Gefühlen über Barcelona, den Alpen bis nach Berlin. Wenige Stunden vorher wurde die German Wings Maschine in die französischen Alpen, gegen einen Berg gesteuert, die Stimmung an Bord war mieserabel, gerne hätte ich den naseweisen Pepe aus der Vorwoche ertragen…..

Marokko 2014: Honeymoon

Unsere Hochzeitsreise ging nach Marokko- unter erschwerten Bedingungen ..zuerst wurde unser Direktflug von Easyjet gecancelt und wir mussten über Basel fliegen. Außerdem war es Ende Juni 2014, Ramadan und gefühlt 60 Grad heiß in der Sahara. Zu allem Übel kämpfte sich die Deutsche Fußballnationalmannschaft zum vierten Stern und wir hatten nen bissel Sorge, dass wir nach dem letzten Vorrundenspiel ( an unserem Hochzeitstag gewann die Mannschaft gegen die USA) die WM für uns quasi gelaufen war.

Nach unserer Trauung verbrachten wir zwei Nächte im Holiday Inn am Flughafen Schönefeld. Wir feierten am Tag vor unserem Abflug noch meinen Geburtstag und machten uns am 28.06.14 in aller Herrgottsfrühe auf den Weg nach Marrakesch. Der Flug nach Basel war unspektakulär, der Aufenthalt auf dem Flughafen Basel- Mühlhausen machte mich agressiv. Der Kaffeepreis lag im schweizerischen Teil bei 6€ die Tasse, 300m weiter nach links, kam die gleiche Plörre 3,50€ ….upps wir waren ja auch aufeinmal wieder in der europäischen Union und die Preise waren wieder human. Diese Logik finde ich mehr als grenzwertig und unlogisch.

Nach langen 8 Stunden am Flughafen hoben wir pünktlich nach Marokko ab und landeten um ca. 17:00 Uhr Ramdanzeit auf dem Flughafen von Marrakesch.  Unser Abholservice stand nicht wie verabredet da, dieser kam eine Stunde später….er hatte seine Uhr wohl noch nicht auf Ramadan umgestellt, die neue Uhrzeit galt erst seit diesem Tag

Unser Riad Viva, ein Honeymoon Traum.  Wir hatten uns dieses Hotel sehr bewußt ausgesucht, wichtig war uns das 1001 Nacht Feeling, die Lage in der Altstadt und einen Pool- bei über 40 Grad nicht ganz unwichtig.

Riad Viva, wir hatten das Zimmer links

klein aber traumhaft schön, das zeichnet Marokko bei allen Hotels aus

Unser Pool, kleiner aber fein

Unseren ersten Abend verbrachten wir natürlich auf den Djemma el Fna, den Platz der Gehenkten, und ja – er ist supertouristisch aber auch absolut spannend- hier tobt das Leben und letztendlich auch die Kultur unserer Gastgeber.

Wir suchten uns ein Restaurant mit Blick auf den Platz und saugten die Atmosphäre auf. Die erste Tajine schmeckte hervorragend, später aßen wir nur noch direkt an den Freßständen auf dem Platz und am Ende der Reise fand ich Tajine nur noch lästig.

Essensbuden am Djemma el Fna

Unser erstes Ziel am nächsten Morgen war das Kasbah Viertel, welches über das berühmte Stadttor Bab al Aganou betreten wird und bereits bei Hitchcock ( der Mann der zuviel wußte ) bewundert werden kann.

Das gesamte Viertel ist schon schön restauriert, bietet eine hervorragende Infrastruktur, die Saadier Gräber und ganz viele Störche, die das Stadtbild prägen

Störche

Kasbahviertel

Dieses Restaurant ist zwar supertouristisch, bietet aber bei über 40 Grad eine Sprenkleranlage, super Essen und Ruhe fernab der Stadt

Das erste Highlight waren die Saadiergräber

Wir freuten uns über die absolute Leere in der Stadt und bereits an diesem ersten Tag waren wir über unsere Wahl, im Hochsommer nach Marokko zu fliegen, schon ziemlich begeistert-  hitzeemfindlich darf man aber nicht sein.

Moschee im Kasbahviertel

Nach einer Mittagspause ( es war viel zu heiß für zu viel Kultur ) besuchten wir die Überreste des El Badi Palastes und  in der letzten Stunde der Ramadanöffnungszeiten den sehr hübschen Bahia Palast

El Badi Palast oder was davon übrig ist

Bahia Palast

im Palast

Den späteren Nachmittag verfaulzenten wir am Pool und am Abend ging es wieder zu den Gauklern und Schlangenbeschwörenr auf den Djemaa el Fna.

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Koutoubia Moschee

Am nächsten Morgen zog es uns in das Gerberviertel, ein ziemlich runtergekommener Teil der Stadt. Es waren ja, aufgrund des Ramadans und des Sommers,  sowieso kaum Touris in der Stadt, im Tannerieviertel waren es dann gar keine mehr…..aber wir fanden dank eines netten Rastamanns unseren Weg

Gerberei in Marrakesch

Für ein kleines Trinkgeld ließen wir uns in den stinkigen Job des Ledergerbens einführen, es ist wirklich harte Arbeit und nichts für zarte Näschen. Die angebotenen Lederwaren waren viel zu teuer und mit einer weiteren Bakschisch Zahlung für unseren „Guide“ verließen wir das Viertel

Mit einem weiteren Bummel durch die Souks verabschiedeten wir uns nach zwei Tagen aus Marrakesch, wir hatten am Ende unserer Reise nochmals zwei Tage Zeit um die Kultur dieser Stadt aufzusaugen.

Bummel durch die Alstadt und Souks

Gewürze

Am nächsten Morgen ging es über den Paß Col du Tichka ( der höchste Paß im Atlas 2260 m)  in die Filmstadt Ouarzazate

Unterwegs sahen wir malerische Dörfer oder auch einen Umzug auf marrokanisch

Die Straßen waren steil, wir waren happy als wir das Atlas Gebirge hinter uns hatten

Umzug

In Ouarzazate warfen wir zunächst einen Blick in die Filmstudios und zogen dann weiter in die beeindruckende Kasbah Taourirt

Ben Hur, Alexander oder auch Gladiator…..in Marokko ist der Film allgegenwärtig

Dörfer auf dem Weg

Kasbah Taourirt

Wir hatten uns, anlässlich der Hochzeitsreise für einen Privatfahrer entschieden, der auch alle Hotels reservierte. Unser Plan war, dass wir 6 Tage fünf Nächte durch Südmarokko fahren wollten. Die Mischung bestand aus Kultur und Wüste und unser Fahrer Hassan erwies sich als Goldstaub.

Nach der ersten Kasbah kamen wir so richtig auf unsere Kosten und besuchten im Anschluß noch freiwillig in Skoura die Kasbah Amridil und die Nachbarkasbah von der man dann wiederum nen Blick auf noch eine andere Kasbah hatte- nicht umsonst wird dieser Teil von Marokko auch die Straße der Kasbahs genannt.

Skoura, Kasbah Amridil

was für eine Lehmschönheit

zum Hotel umgebaut

Unser erstes Hotel auf dieser Tour lag im Dadestal auf einem Berg, inkl. eigenem Dino.

Hotel Xaluca Boulmaine Dades

der eigene Dino

Tee

Wir fuhren am nächsten Morgen durch das Dadestal, genossen die Monkeyfingers ( Felsfomation) und viele, viele zerfallene Kasbahs auf dem Weg

von hier kommen unsere Küchenkräuter

Unser Ziel war die Dades und Todhra Schlucht

Todhra Tal

Unser Ziel an diesem Tag war Rissani um von dort in die Dünen von Erg Chebbi zu kommen. Leider war es nicht nur tierisch heiß, es zog auch ein Sandsturm auf, der uns zu einer unfreiwilligen Zwangspause verhalf. Wir mussten warten, warten, warten….nur ZDF und eine gute Tajine ließ uns unser Schcksal ertragen. Man sah die Dünen vor lauter Sand nicht

wo sind die Sanddünen ????

Um 21:00 Uhr wurden wir dann auf unseren nächtlichen Kamelritt getrieben, der sich mehr als grenzwertig entpuppte. Die Tajine schaukelte die Dünen hoch und runter, es polterte im Magen und irgendwann wurde uns kodderig. Ein italienisches Paar, welches uns begleitete, stieg irgendwann in der Nacht vom Kamel ab und hockte sich in den Saharasand, Signora wolte nicht mehr weiterreiten und kam verzickt des nächtens per Quad irgendwann hinterher.

Die tschechisch- irischen Mädels fielen vor Müdigkeit irgendwann fast vom Kamel und als wir nach über zwei Stunden endlich in unserem Camp ankamen, war mir kotzschlecht. In unserem Zelt kam keine Luft rein, ich quälte mich die gesamte Nacht- Kreislauf und Magen.

Unser Camp am Morgen

Als es dann endlich, endlich wieder Tag war, offenbahrte sich die Schönheit der Wüste. Leider hatte  ein Kamel über Nacht einen polnischen Abgang gemacht und wurde erst im Verlauf unseres Rückritts wieder eingefangen. Die Italiener benahmen sich weiterhin asozial, nahmen uns die noch vorhandenen Kamele weg und wir durften weitere zwei Stunden auf neue Wüstenschiffe warten, bevor es wieder in die Zivilisation ging.

Aber erstmal genossen wir die Wüste und Kamel reiten kann doch Spaß machen!

da waren es nur noch vier Kamele- den Abend vorher hatten wir noch 6 Stk.

Der Ausreißer wurde gefunden

Da wir doch ziemlich erschöpft von unserem Wüstentrip waren, verschliefen wir den Weg nach Zagora und wurden erst am berühmten Schild, welches den Beginn der Karawanenstraße nach Mali markiert , wieder wach

Unsere nächste Nacht verbrachten wir im Dar el Sofian- ein Dar der Spitzenklasse. Wir waren, wie fast immer, allein und genossen Vier Sterne Luxus…..mein Gott, das Ding war so unglaublich restauriert

Dar el Sofian

Am nächsten Tag gings über die unterirdische Kasbah von Tamgeroute, der Koranschule als auch einem Besuch einer Frauenkooperative in die Dünen von Erg Chiggaga. Diese sollen an Höhe denen von Erg Chebbi noch weitaus überlegen sein.

Koranschule und Moschee

Töpferei

Unsere Tajine- ist auch zwei Jahre nach der Reise immer noch gerne in Gebrauch

Am späten Nachmittag gings nicht mit dem Kamel,  sondern mit Hassan und unserem Wagen in die Wüste- Auf einer Düne ( wir buddelten das Auto im Sandsturm aus ) erfuhren wir, dass es 1:0 für Deutschland stand !

1:0 für Deutschland und 0:1 für die Sanddüne 🙂

Unser Ziel war ein Luxuscamp, mit eigenem Badezimmer im Zelt. Ob man dies wirklich braucht, muss der werte Lese selbst entscheiden. Allerdings kamen wir weitaus besser durch die 30 Grad des nächstens    ( tagsüber hatte es gerne mal 60-70 Grad in der Sonne )  da wir gefrorene Wasserflaschen mit ins Bett nahmen- Luxus mal anders definiert.

Essenszelt
Am nächsten Morgen zog es uns wieder auf die Dünen und anschließend gings es in die Steinwüste. Was dann folgte war eine vierstündige Tortur nahe der algerischen Grenze . Die Strecke ging an Mensch und Gerät- wer hier nicht magenfest ist, hat verloren. Die Piste knüppelhart, es ging über einen ausgetrockneten Salzsee von bizarrer Schönheit.

in den Dünen

Nur eine verlassene Tanke zeigte uns in der Nähe der Grenze, wie das Leben in diesem Teil der Welt mal gewesen sein muss

Steinwüste

Auf dem Weg ershoppten wir uns noch unser Hochzeitsgeschenk von Mathias Oma- das geschenkte Geld wurde in Form eines Berberteppichs angelegt.

In Zagora erwartete uns wieder ein wunderschönes Hotel, ein Pool und supergutes Essen. Nach den Strapazen der Wüste eine willkommene Abwechslung

Bevor es wieder zurück nach Marrakesch ging, kam mal wieder das Beste zum Schluß. Wir gaaaaaanz alleine in Ait Benhaddou! Dort wurde Gladiator gedreht, dort quälen sich manchmal bis zu 50.000 Touris an einem Tag durch und wir genossen es ganz exklusiv und ganz allein

Jetzt im Sommer konnte man direkt über den ausgetrockneten Fluß laufen, zu anderen Jahreszeiten gibt es eine Fähre. Wir genossen den Ausblick auf das Tal und die Ortschaft und bewunderten die geschlossene Architektur.

Eingang nach Ait Benhaddou

Zurück in Marrakesch hieß es Abschied nehmen, Hassan schenkte und  eine wunderschöne Schale anlässlich unserer Hochzeit, die auch immer noch bei uns im Gebrauch ist und in Ehren gehalten wird.

Unser Fahrer und die von uns sehr geliebte Schale

Wir verbrachten eine Nacht in Marrakesch und zogen am nächsten Tag mit Supratours ( eine gute Buslinie) nach Essaouira, dem ehemals portugiesischen Mogador.

Unterwegs sahen wir die berühmten Ziegen in den Arganbäumen, ein lustiger Anblick….und lecker scheint es zu sein  🙂

Wir wollten an den Strand, hatten aber nicht mit solchen Temperaturschwankungen gerechnet. In Essaouira gehen die Temperaturen selten über 20 Grad und nach den 50+x Grad in der Sahara war uns fast empfindlich kalt. Der Strand von Essaouira ist auch wenig schön- dreckig sowohl an Strand und Wasser. Dennoch ist die Stadt ein traumhaftes Plätzchen um ein klein wenig abzuhängen und um Deutschland vs. Brasilien zu sehen 🙂

Das kleine Hotel, Dar el Paco,  wurde von einem sehr liebenswerten Franzosen geführt, das Frühstück war super und wir fühlten uns pudelwohl- auch wenn die Moschee nebenan uns die Nachtruhe raubte.

Dar el Paco

Anbei ein paar Impressionen aus Essaouira.

Blick auf die Altstadt, die andalusisch anmutet

Am Hafen

Die berühmte Apotheke

Touris am Strand

in der Altstadt

typische Architektur in Essaouira

keine Touris vor Ort

Dorfklatsch und Tratsch

Der Zahnarzt unseres Vertrauens

Nach drei Tagen verließen wir aber auch dieses malerischen Fleckchen Erde und kehrten nach Marrakesch zurück. Die zwei letzten Tage verbrachten wir im Jardin Majorelle und in der Medersa ben Yussuf, die uns wahnsinnig begeisterte.

Aber zunächst ein paar Worte zum Riad Anja. Es war eigenlich ein Ausweichquartier und gefiel uns am Ende doch so richtig gut.

Der Besuch der Koranschule begeisterte uns schlechthin. Ich hatte die Medersa irgendwie immer überlesen, konnte mir überhaupt nichts darunter vorstellen und bin aufgrund eines Tips eigentlich nur dorthin und dann waren wir vollends überzeugt

Auf den Weg  zur Medersa

Ähnlich war es auch mit dem Besuch des Jardin Majorelle- ein Tip, ein Volltreffer. Aufgrund der Wassersprenger konnte man es dort super aushalten und 5 Kontinente in einem Garten begeisterte uns, die anderen paar Touristen und natürlich auch viele Marokkaner.

Im Jardin Majorelle

Mit einem Geburtstagskind im Gepäck flog ich am nächsten Nachmittag zurück nach Europa.

12.07.2014

Wir mussten eine Nacht in Basel verbringen und ließen dann unseren Flug nach Berlin um 21:00 Uhr des nächsten Tages verfallen. Stattdessen fuhren wir mit der Bahn und waren pünktlich um 18:30 Uhr in Berlin ….und dann hieß es FINALE !

Mein Fazit bzgl. Marokko im Hochsommer und während des Ramadans:

1. Wer gut mit Hitze auskommt, wird keine Probleme haben

2. Es ist weitaus preiswerter als in der Hochsaison

3. Die paar Touristen werden nicht angesprochen,  Straßenhändler sind träge

4. Essen und Trinken sind überall erhältlich

5.An den großen Sehenswürdigkei. ten ist es leer- menschenleer

6. Man hat die Wüste wirklich für sich

7. Man kann super feilschen, aufgrund der wenigen Touristen sind echte Schnäppchen möglich

8. Abendessen wird in den Hotels erst nach dem Sonnenuntergang serviert- kann gut und gerne 21:00 Uhr werden

9. Es gibt eine spezielle Uhrzeit- Ramadanuhrzeit

10. Obowhl es überall Essen gibt, haben wir eher versteckt tagsüber gegessen.

11. In der Wüste ist es im Hochsommer auch nachts glutheiß

12. Gefrorene Wasserflaschen sind nachts der Hit

13. Ich kann die Reisezeit uneingeschränkt empfehlen

14. Wer einen guten Veranstalter für eine individuelle Tour sucht- fragt mich

15. Wem die Tajine und das gegrillte Fleisch nicht mehr schmeckt- Lavache  Quirit  und Baguette gibts überall