Archiv der Kategorie: 2018

Deutschland 2018: vier Tage in Sachsen ( Meißen, Dresden,Elbsandsteingebirge)

Ich finde Lehrgänge außerhalb Berlin ganz großartig und klatschte freudig in die Hände, als sehr kurzfristig ein zweitägiger Workshop in Meißen angesagt war. Umso schöner, weil wir bereits vor Monaten ein Wochenende in Dresden gebucht hatten. Das nun Workshop und Dresden so perfekt aufeinander fielen war mehr als Glück. Da störte nicht einmal der herbstliche Rotz und mit viel Enthusiasmus fuhren meine lieben Kollegen/-innen und ich Anfang November bei strahlensten Sonnenschein nach Meißen. Die Bildungsstätte ist perfekt zu erreichen, ab Dresden Neustadt mit der S-Bahn und dann kurze zehn Minuten zu Fuss. Wohl dem, der Keinen Rollkoffer hat…..( also ich ). Nach dem Lernen und Brainstormen brachen wir zur blauen Stunde zum Stadtrundgang auf. Diesen hatte ich vor rund zehn Jahren schon einmal gemacht, lustigerweise auch im November. Meißen war nach der Wende zu 80% unbewohnbar, obwohl die Stadt keine Kriegsschäden vorweisen konnte, die Chroniken berichteten von nur noch einem intakten Dach und wenn die Wiedervereinigung nicht gekommen wäre, wäre ein Abriss der gesamten Altstadt unvermeidbar gewesen. Gott sei Dank war die DDR pleite, somit war auch ein Abriss der alten Häuser nicht finanzierbar. Heute strahlt die Altstadt und ist eine echte Perle…..

Wir erschlenderten die alten Stadtteile  über die Frauenkirche und St. Afrakirche bis hin zur Albrechtsburg von 1471, dem ältesten Schloß Deutschlands.

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( Nicht wundern,das Licht war tatsächlich so irre rot vom Sonnenuntergang).

Im  evangelischen Dom zu Meißen finden heute noch die Bischofsweihen der evangelischen Landeskirche Sachsens statt und irgendwie kamen in  mir an diesem Nachmittag das erste Mal vorweihnachtliche Gefühle auf.

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Der Domplatz ist bestimmt wunderschön zur Weihnachtszeit, evtl. komme ich zum Weihnachtsmarkt nochmal hier her.

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Die Albrechtsburg

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Blick über die Elbe von der Albrechtsburg aus.

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Unterhalb der Burg, in der Altstadt. Hier stand in 2002 und 2013 das Wasser der Elbe bis zu 1,5 m hoch.

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Den Abend ließen wir in der Bildungsstätte ausklingen, an der Bar gab es lokalen Wein aus der Region zum Selbstkostenpreis. Weitere Details werden hier  nicht verraten….wie man so  schön sagt  „what ever happens in Meißen, stays in Meißen“ !

Am nächsten Tag, wurde am Vormittag geworkshopped und die Zeit bis zum Zug verbrachten meine Freundin Petra und ich nochmal in der Altstadt. Meißen am Tage, das sieht man eher selten auf Lehrgängen dieser Art.

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Mit der S- Bahn gings nach Dresden Neustadt und dort verabschiedete ich micht von den lieben Kollegen/- innen und wünschte ein happy weekend. Mathias und die kleine Fellnase auf vier Pfoten warteten bereits auf mich und weiter gings mit meinem Freund Lino zu unserem Hotel.

Wir hatten vor drei Jahren, in einem Anflug von Wahn mal zwei Travador Gutscheine erstanden. Zahlten  50€ und erhielten 100€ ….mit einer Zuzahlung von 16€ erstanden wir somit zwei Nächte in einem ordentlichen Hotel der Achat Gruppe mit einer ordentlichen Distanz zur Innenstadt (6km mit Staupotential) und ordentlich viel Reisegruppen, die abends das Hotel vereinahmten.

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Nachdem wir das Zimmer begutachtet hatten, machten wir uns wieder zur blauen Stunde auf den Weg in die Innenstadt. Hinter der Brühlschen Terasse und dem Terassenhotel im Plattenbau fanden wir einen Parkplatz. Der Fiat ist ja ein kleiner Brocken und beötigt nicht viel, mit 0,25 Cent für dreißig Minuten kann man eh nicht meckern.

( Anbei ein kleiner Hinweis in eigener Sache, die Nachtbilder sind, wie in Meißen alle „ aus der Hand“ geschossen. Mit Stativ bin ich erst am zweiten Abend losgezogen. Bleibt ebenfalls zu bemerken, dass die hier gezeigten Bilder im Beitrag, wie bei allen Beiträgen 2018,  alle jpeg s der immer recht „fahlen“ raw Aufnahmen sind. Diese sind also unbearbeitet. Ich werde nach und nach die Bilder auswechseln, deshalb lohnt auch immer mal der spätere Blick in einen Bericht)

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Ich war, obwohl bestimmt schon viermal in Dresden,das erste Mal auf der Brühlschen Terasse und war von diesem privaten Lustgarten der zwischen 1739 und 1748 von Herrn Brühl gebaut wurde, sehr angetan.

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Von der Terasse bekommt man auch einen ersten ordentlichen Blick auf das Residenzschloss, der katholischen Kathedrale bis hin zur Semperoper.

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von links: Residenzschloss, katholische Kathedrale und Semperoper.

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Am Neumarkt bewunderten wir die Frauenkirche von außen, Mathias ging zum ersten Mal auch ins Innere, und danach gab es zünftig im  Vappiano Pizza und Spaghetti.

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Ziemloch erledigt ließen wir den ersten Abend im Hotel ausklingen, meine Erkältung zwang mich ins kuschelige Bettchen im Dresdener Südosten.

Der nächste Morgen zeigt sich ein wenig verhangener aber immer noch  ungewöhnlich war. Nach einem guten Frühstücksbuffet ( die chinesischen Reisegruppen waren schon längst weitergereist) fuhren wir wieder zur Brühlschen Terasse und fanden wieder einen tollen Parkplatz.

Unser erstes Ziel an diesem Morgen waren die gleichen wie am vorherigen Abend, nur diesmal mit ein wenig mehr Tageslicht.

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Über die Brühlsche Terasse und dem Residenzschloss liefen wir zur Semperoper.

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Wie man bei Tageslicht unschwer erkennen kann, in Dresden wird weiterhin gebaut und gebuddelt. Die zentrale Brücke in die Altstadt und zum goldenen Reiter ist momentan nur noch für Fussgänger offen.

Die Semperoper wurde ebenfalls, wie die Frauenkirche, im zweiten Weltkrieg, in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945  komplett zerstört. Auch hier wütete der Feuersturm und immer wieder riefen wir uns in den zwei Tagen dieses  schreckliche Ereignis in Erinnerung. 1985 war der Wiederaufbau abgeschlossen und als  erstes Stück wurde der Freischütz gespielt, dies war auch die letzte Aufführung vor Schließung des Operhauses 1944, quasi back to the roots.

Die Semperoper gilt als eine der schönsten Opern weltweit und ich gebe  dieser Meinung recht. Als Westkind bin ich mit der Deutschen Oper aufgewachsen, architektonisch für mich eher ungelungen. Erst mit der Wiedervereinigung und dem Besuch der Staatsoper konnte ich mir ein Bild  von einem imposanten Operngebäude machen.

Den Besuch von innen kniffen wir uns, weiße Fellladies waren dort nicht erwünscht.

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Emily durfte aber in den Zwinger und da sich sogar ab und an die Sonne zeigte, war der Rundganf sehr, sehr schön und dür Mathias als Dresden Neuling eine „ah“ und „oh“ Überrraschung.

Der Dresdner Zwinger wurde von 1710-1728 als Orangerie und Festspielplatz des Residenzschlosses erbaut und ist ein Meisterwerk des Barrocks, mit allem Kitsch der dazu gehört. Das Porzellanmuseum ist das größte und wertvollste weltweit.


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Blick aufs Residenzschloss

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Residenzschloss vom Zwinger aus gesehen

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Da sich das Wetter ganz wundervoll hielt, zog es uns hinaus aus der echten Altstadt mit Ziel Yenidze. Hört sich türkisch an……ist es auch ein wenig. Und nein, wer jetzt glaubt auf eine Moschee zu gucken liegt ganz falsch:

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Die Yenidze wurde 1908 als Tabakfabrik erbaut und auch heute befinden sich Büroräume in dem markanten Komplex. Im Sommer lädt ein Biergarten ein,wir bewunderten nur die osmanische Architektur und bummelten zurück in die Altstadt.

Mehr zur Yenidze findet man übrigens hier: https://www.yenidze.eu/yenidze/#.W-LgSYq1KhA

Der Komplex wurde erst 1996 restauriert, auch dieses Gebäude wurde von der DDR schäbig vernachlässigt.

Zurück in der Innenstadt bewunderten wir den Stallhof mit Tageslicht und genossen das erste Stück Stolle des Jahres 2018…..das erste Stück schmeckt immer am Besten.

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Über den Fürstenzug der Familie Wettin ( hergestellt aus 24.000 Meißener Porzellanfliesen) bahnten wir uns den Weg zum Goldenen Reiter, dem Wahrzeichen von Dresden und in der Neustadt beheimatet.

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Mir geben ja Standdenkmäler absolut nichts, mir fallen Wenige ein, die ich wirklich mochte. Das Ding war ebenfalls im WWII beschädigt worden und. wurde in den 50er Jahren mit Blattgold restauriert. Das  Original  war lediglich in Bronze gehalten und steht seit  1736  am Neustädter Markt. Zu sehen ist August der Starke mit Blick nach Osten, in die polnischen Gebiete, die sich „der Starke“ gerne unter den Nagel reißen wollte.

Am Elbufer bewunderten wir zwei Heißluftballons über der Stadt und zurück in der Altstadt ging auch ich nochmal in die Dresdner Freuenkirche hinein. Jede/r kennt die Geschichte des Wiederaufbaus und einige meiner Familienmitglieder können ein paar Steine ihr Eigen nennen. Dennoch kommen hier nochmal ein paar Eckdaten:

Die Dresdner Frauenkirche wurde zwischen 1723 und 1743 erbaut und in der Nacht des Feuersturms 1945  stark beschädigt. Erst am Morgen des 15.02.1945 stürzte die Kirche in sich zusammen, die Schäden waren einfach zu groß gewesen. Vierzig Jahre blieben die Trümmer in der Dresdner Innenstadt liegen, ein Wiederaufbau war nicht geplant, die Ruine wurde als Mahnmahl und Friedensdenkmal erhalten.

1993 begann der Wiederaufbau, finanziert durch Spenden aus aller Welt und seit 2005 erstrahlt sie wieder im alten/neuen Glanz. Von Innen mag ich die Kirche gar nicht, sie ist mir zu hell, fast kitschig. Die Geschichte um das Bauwerke berührt mich dennoch und ich finde es schön, dass der Wiederaufbau geglückt ist. Hej….die Deutschen haben auch mal ein Bauwerk in relativ kurzer Zeit zu Ende gebaut!

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Wir warteten auf die Blaue Stunde und waren am Ende ein wenig voreilig. Mein „ Nachtfoto“ ist nicht wirklich gelungen, da wir aber zur Oper wollten, mussten wir uns nen bisel sputen. Des nächstens wirken die Gebäude nämlich nicht, wie wir am Vorabend bemerkt hatten.

Ich verspreche, das Bild wird mit dem bearbeiteten raw ausgetauscht….

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Hier nochmal Stadtschloss und Kathedrale und danch erstrahlt die Semperoper.

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Wir landeten am diesen Abend im „Wok“ einem Thai der nicht wirklich thailändisch war. Mein Curry war ok aber nicht scharf. Da uns die frische Luft geschafft hatte, waren wir um 10:00 Uhr in der Heia.

Ja wenn man so nah dran ist, dann muss man doch ins Elbsandsteingebirge fahren, oder etwa nicht? Wie nah wir wirklich an Rathen dran waren, merkten wir am nächsten Morgen…..ein Fährfahrt über die Elbe und rund Vierzig Minuten mit dem Auto und schon waren wir auf der Basteistraße. und stellten Lino am zentralen Parkplatz ab.

Das Elbsandsteingebirge ist ein Mittelgebirge zwischen Sachsen und Böhmen ( Tschechien) mit max. 723 m Höhe. Man kann dort gut klettern und Tag und Nacht in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Berühmt geworden ist das Gebirge durch die Felsformation Bastei mit hineingebauter Basteibrücke. Viele Hobbyfotografen verbringen ihre Nächte im Nationalpark um auch ja keinen Menschen auf dem Bild „drauf“ zu haben. Da wir erst um 11:00 Unr ankamen, sind meine Bilder mit roten ud blauen Tupfen verziert….ich mag sie trotzdem.

Die Geschichte der Basteibrücke als touristisches Ausflugsziel ist beeindruckend. Seit 200 Jahren pilgern Ausflügler zur Bastei, die erste Brücke entstand im 18 Jh.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bastei_(Fels)

Während der DDR Zeit war die Infrastruktur als eher schlecht zu bezeichnen. Es gab weder öffentliche Toiletten noch eine Busanbindung. Das Hotel muss es allerdings damals schon gegeben haben, vermutlich war dies für Otto Normalverbraucher eine No Go Area.

Da wir nicht zu spät in Berlin sein wollten, nahmen wir uns den Minimalspaziergang vor. Über die Wehlsteinaussicht liefen wir zur halb geschlossenen Basteiaussicht erkrabbelten den recht vollen Ausguck Ferdinandsturm ehe wir direkt über die Basteibrücke liefen. Leider war es nicht sonnig, die bunten Laubblätter sorgten aber für einen schönen Kontrast im Naturwunder. Auch hier mein Fingerzeig auf die raws, die bestimmt noch schöner werden, als die hier gezeigten Bildchen. Wir waren auf jeden Fall baff und erfreuten uns an der Natur und den Steinen, Emily wühlte sich durch die nasse Erde und war happy.

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Das ist bereits die Bastei, die Brücke sieht man von dieser Seite nicht.

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Blick auf die Elbe

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Die berühmte Brücke im Herbst 2018 in vielen Variationen……

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Der umwerfende Blick von der Brücke

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Weitere Besichtigungen der Felsenburg ersparten wir uns,da das Wetter ein wenig schwächelte und wir vor der Dunkelheit @home sein wollten.

Über Landstraßen und einer gefühlt längeren Rückfahrt nach Dresden machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt und stellten wieder mal fest, dass Deutschland so richtig was hat…..es muss nicht immer das Fernziel sein. Ich hätte noch gut und gerne ein paar Tage in Sachsen verbringen können, mal eine Tageswanderung in der Sächsischen Schweiz, der Moritzburg  oder ein Besuch von Krumlau wären schön gewesen. Ins Elbsandsteingebirge werde ich mal im tiefen Winter fahren. Mit Schnee muss die Gegend einfach bezaubernd aussehen.

Um 16:00 Uhr hatte und Berlin, ein paar Eindrücke reicher, wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spanien/Portugal 2018, XI: Cascais, Berlin

An unserem Abreisetag regnete es aus allen Kannen. Wir frühstückten noch gemeinsam bei uns im Apartment, kurz vor neun Uhr holte der Transferservice meine Mama und Klaus ab, um diese nach Faro, zum Flughafen, zu bringen.

Wir machten uns zehn Minuten später ebenfalls auf dem Weg und schon wenige  Kilometer außerhalb von Lagos zeigte sich das erste Mal die Sonne.

Die Fahrt zog sich, aber kurz nach 12:00 Uhr hatten wir es geschafft, wir waren in Cascais und bezogen unser hübsches Zimmer in der Casa Luisa.

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Obwohl  das Wetter wirklich versöhnlich war, sahen wir den Pool auch an diesem Tag nur von außen und vergaßen sogar ein Erinnerungsfoto. Schuld daran war Lulu, eine ausgewachsene portugiesische Wasserhündin, die über das Erscheinen unserer Emily nicht  sehr begeistert war.

Nach kurzer Erfrischung fuhren wir in den Ort, unser Hotel lag ca. 4 km im Wohngebiet ( am zweiten Leuchturm). Auf dem Weg dorthin nahmen wir den Blick vom Leuchtturm mit und probierten einen portugiesischen Hotdogs, mit Chipskrümeln drauf…..war nicht sterneverdächtig und sauschwer zu essen.

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Unser nächstes Ziel waren  der Farol und die Casa de Santa Maria, vermutlich das berühmteste Fotomotiv von Cascais.

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Wie man bereits auf den, nur mit Ipad,  bearbeiteten Fotos sehen kann, das Wetter wechselte von heiter-wolkig von grell bis flirrig…..naja…besser als Regen

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, kann eine weitere architektonische Schönheit bewundert werden…… der Condes de Castro de Guimarães.

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Immer am Wasser entlang sieht man nicht nur das alte Fort ( heute für moderne Kunst genutzt) sondern bekommt einen tollen Blick auf die Hafenanlagen und auf die Stadtstrände.

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In Cascais tummelte, sich das überwiegend britische Leben, Die Stadt scheint fest  in der Hand der Inselbewohner, von Nebensaison noch keine Spur. Auch wir landeten in einem Pub, bevor wir unseren Bummel fortsetzen.

Die Innenstadt ist sehr niedlich und schnell erlaufen. Schöne Villen und hübsche, typisch portugiesische Häuser wechseln sich ab, Cascais ist als wohlhabend zu bezeichnen….. vor Allem im Vergleich mit dem Süden des Landes.

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Stadtstrand

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Emily fand einen neuen, sehr niedlichen Kumpel…..sie wäre mit ihrem Verehrer gerne in ein gemeinsames Körbchen gekrochen und wäre,  wie wir für eine Verlängerung des Urlaubs.

Hach war der Kerl toll und benahm sich ganz gentlemenlike gegenüber unserer Prinzessin.

Da wir sowieso der Meinung sind, dass die Welt mehr Natas benötigt, kam uns dieser Laden sehr recht….die letzte Notration für Berlin wurde gekauft.

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Am späten Nachmittag erkundeten wir die Badewanne unseres Zimmers und badeten wenigstens im warmen  Planschewasser. Zum Abendessen zog es uns nochmal nach Cascais City, beim nächsten Besuch werde ich Nachtfotos machen….

Die Restaurantszene ist als super und günstig  zu bezeichnen, für uns gabs letztmalig Oktopussalat, Sardinen und Calmar am Spieß.

Gegen 23:00 Uhr ließen wir den letzten Urlaubstag ausklingen.

Nach einer unruhigen Nacht klingelte um 5:20 Uhr der Wecker und gegen 6:00 Uhr fuhren wir zum Flughafen nach Lissabon. Die Abgabe des PKWs gestaltete sich sehr leicht, um 6:45 Uhr standen wir am Check In und wurden wieder sehr zuvorkommend abgefertigt. Die Frachtpapiere für Emily wurden ausgefüllt, das Bodenpersonal war wie im letzten Jahr nahezu entzückend zu unserem Wauzi, man merkte,  das Mädel liebt Hunde. Neben unserer Fellnase wurden noch neun weitere Hundchen abgefertigt, alle für Düsseldorf, alle aus den Todeszellen Portugals,alle auf den Weg in eine hoffentlich goldene Zukunft. Uns quoll das Herzchen über, wir waren wirklich gerührt und im weiteren Verlauf der Reise sehr ängstlich. Unsere Angst  bestand darin, dass bei zehn Hunden eben nur die eine nach Berlin sollte….was wenn Emily in D landet? Ich hatte bereits die Telefonnummern vom Flughafen Düsseldorf, von der TAP in Düsseldorf usw. abgespeichert, sicher ist sicher……dennoch hatte ich während des Fluges nasse Pfötchen und fast nasse Augen….und unser Flug war sehr, sehr lang. Wir flogen die Westroute an der französischen Westküste über England nach Berlin und brauchten fast vier Stunden. Grund waren die starken Winde, die Europa fest im Griff haben. In Tegel gab es eine weitere böse Überraschung. Wir mussten 50 in Worten „fünfzig“  Minuten im Flieger sitzen bleiben und darauf warten, dass wir am Tunnel andockten! Unser armes Wauzilein…..

Das neben unserer Maschine noch Stockholm aufs Gepäck wartete und wir nochmal vierzig Minuten benötigten, war unwichtig…..denn wir hatten gesehen, wie unsere Emily aus dem Flieger geladen wurde und mein Herzchen schlug Purzelbäume, die liebe Kleine bellte sich ihren Weg zu uns und somit fand dieser Urlaub ein schönes Ende.

Portugal und Spanien, Ihr sehr uns wieder!

Spanien/Portugal 2018, X: Lagos Tag 4-6 & Benagil die Zweite

Nachdem der Regen sich dann doch verzogen hatten, verlebten wir an Tag 4 einen heiter bis wolkigen Tag an der Algarve. Nach dem obligatorischen Frühstück fuhren wir Mama und Klaus an die Ponta da Piedade um zu schauen, ob Boote zu den Höhlen und Grotten fahren. Boote waren auf dem Wasser, der Anleger an der Ponta war aber nicht besetzt. Umso besser, wir fuhren nach Lagos und Mama und Klaus schlossen sich mit drei anderen Leuten zusammen und genossen einen Blick vom Wasser auf die weltberühmte Küstenlinie.

Mathias und ich bummelten in der Zeit durch die bescheidene Markthalle und Innenstadt, holten Hustensaft für meine Mama und  warfen nen Blick auf den Yachthafen.

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Da das Wetterchen zum Nachmittag recht nett wurde, gab es kurzen Tapassnack im Dona Ana Garden und danach den Marsch an den gleichnamigen Strand. Mathias sprang natürlich in die Fluten, sowohl vier Pfötchen als auch 3 Paar Beine sahen dem Rudelführer amüsiert zu…..das Wasser war a…..kalt. Das Wauzelym spielte im Sand  mit ihrem Allerheiligsten, dem Gummiball, und war mal wieder der glücklichste Hund auf der Welt. Wir sehen uns schon im nächsten Jahr wieder  hier im Sand buddeln!

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Am Abend war es endlich soweit. Wir fuhren gegen 18:00 Uhr zu Pingo  Doce und shoppten schon ein paar Mitbringsel und fanden uns um 19:00 Uhr im Os Lambertos zu Cataplana ein. Wir hatten uns für die jeweils 2er Portionen entschieden. Also 1x Cataplana Marisco für Zwei und 1x Cataplana mit Muscheln und Schweinefleisch für zwei Personen.

Zunächst gabs den heiß geliebten Tintenfischsalat:

Wie sich zwei Leute durch diese Masse an Meeresfrüchte futtern soll ist uns ein Rätsel, wir Vier waren nach dieser Pfanne schon pappesatt.
Im Anschluss kam die Fleisch- Fischvariante, ebenfalls sehr lecker, durch die ausgelassene Chorizo aber auch sehr fettig.

Alles in Allem war das gute Essen kaum zu schaffen, wir fielen im Anschluss ziemlich vollgefressen ins Bett.

Unser vorl etzter Tag war wettertechnisch grandios. Wir standen bereits mit blauem Himmel auf und entschlossen uns nach Carvoeiro zu fahren. Der Plan war, in Carvoeiro ein Boot zu schnappen und die Höhlen und Grotten von Benagil zu bestaunen. Die Umsetzung war eine ganz Andere….

Parkplätze gab es in Carvoeiro keine und so fuhren wir sofort weiter nach Benagil, an dem berühmten Strand mit der fotogenen Höhle

Fotoquelle: Algarvefun.com

Himmel und Hölle war am Strand los, es gab Kajaks um in die Höhle zu kommen  und viele Schwimmer, die es auf herkömmliche Weise versuchten.

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Wir entschlossen uns für eine 30-minütige Schnelltour und überbrückten die 1,5 Stunden wie folgt:

– Mama und Klaus saßen ohne Badezeug ( vergessen in Lagos;  im Sand

– Emily saß im Schatten und hechelte

– Mathias und Sandra versuchten schwimmend, ja richtig gelesen, ihr Glück die Benagilhöhle von innen zu sehen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch an unser Event im letzten Jahr: http://allcontinentsinonelife.com/portugal-2017-viii-lagos-ponta-da-piedade-cabo-sao-vicente-carvoeiro-inkl-straende/

Das Wasser war nicht kalt, allerdings wurde mir recht schnell klar, dass ich fûr dererlei Aktivitäten nicht gedacht  bin. 100-150 m im offenen Meer, Wellen, Boote und schroffe Felsen….neeeeeee…. ich war recht schnell wieder aus dem Wasser, Mathias schwamm durch. Es gab aber im Nachhinein zu, dass es nicht leicht gewesen war.

Die Höhle wäre wirklich beeindruckend gewesen aber natürlich Himmel und Hölle und jede Menge Selviesticks.

Um 13:00 Uhr stiefelten wir brav aufs Boot, Emily mit ihrer Schwimmweste ganz eifrig mit. Die Tour war wirklich toll. Da wir mit einem kleinen Boot unterwegs waren, kamen wir ebenfalls in die Höhle und konnten diese bewundern, wenn auch nur vom Wasser aus. ich

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Nachdem wir ausgiebig die Höhle bewundern durften, hatten wir noch ausreichend Zeit für die weiteren Schönheiten der Küste. Die Bootstour war wirklich lohnenswert und wir waren froh, dass wir den Tag nen bissel anders gestalteten, als im Vorfeld geplant.

Das Krokodil

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Nur per Boot erreichbar:

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Ein Elefant……und von der anderen Seite ist es dann auch ein Eisbär wie man später sieht.

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Nach der Bootstour fuhren wir zum Praia da Marinha und begutachteten unseren Lieblingsstrand von oben und bewunderten den Eisbären.

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eindeutig, ein Eisbär

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Nach unserem üblichen Tapaslunch gingen wir an den Strand, selbst Klaus wurde zur Badenixe.

Am Abend beehrten wir das britische Pub in der Nachbarschaft, Fish & Chips, Rippchen und Burger….war schon Schlechteres auf unseren Tellern.

An unserem letzten Tag war es einigermaßen trocken aber trübe. Wir schliefen aus und fuhren dann zur Praia Maia. Es war windstill und theoretisch perfektes Badewetter, wenn es nicht so frisch gewesen wäre…..Wellen waren keine da.

Emily tobte ein letztes Mal im Sand, danach fuhren wir ein letztes Mal zu Pingo Doce und holten die letzten Natas und Garnelen.

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Mit einem kurzen Bummel durch Lagos gabs nen Sundowner im Pub und ein ordentliches Abendessen im Os Lambertos…..für mich gabs Muscheln.

Der Pool blieb in diesen sechs Tagen nicht genutzt, es war einfach zu kalt und nass.

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Wir planen, im nächsten Jahr wieder ein paar Tage an die Algarve zu fahren. Emily liebt den Sand und das Meer und wir mögen das Land, die Leute und das super Essen.

Während Mama und Klaus am nächsten Morgen mit Easyjet nach Berlin zurückflogen, fuhren wir gen Norden Richtung Cascais.

 

 

 

 

Spanien/ Portugal 2018,IX: Lagos-Tag 1-3…Leslie war gnädig

Für die letzten sieben Nächte unserer Reise sind wir wieder ins geliebte Portugal zurückgekehrt.

Die letzte Nacht in Sevilla war grauslich, eigentlich waren wir mit Abständen ab nachts um 2:00 Uhr wach und standen schlußendlich um 5:00 Uhr auf,  um uns auf die Reise nach Lagos zu begeben. Die Nacht war noch dunkel wie ein Bärenpopo und nachdem wir uns mühselig, über die Markthalle, einen Zugang zum Parkhaus verschafft hatten, waren wir ab 6:00 Uhr „on the road“.

Da der frühe Vogel aber meistens den Wurm fängt und wir ja auch schnell an den Strand wollten, war unsere Entscheidung goldrichtig. Um 8:00 Uhr standen wir bei Pingo Doce und shoppten  unser erstes Frühstück. Die Sonne schien, wir hatten 20 Grad, alles paletti.

Wir riefen im Anschluss bei meinen Oldies an und trieben diese aus ihrer Heia. So früh hatte noch Niemand mit uns gerechnet. Frühstück gab es auf der Miniterasse mit der Ernüchterung des Wetterberichtes für die nächsten Tage. Leslie der kleine hässliche Freund vom großen Hurrican hatte sich auf den Weg gen Portugal gemacht und leider waren wir nun ausgerechnet hier.

Frühstück

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Am 13.10.18 war es aber noch sonnig mit Wolken und bei rund 24 Grad auch angenehm warm. Das Sightseeing begann mit einem kurzen Spaziergang an der Ponta da Piedade, die berühmten Grotten und Höhlen von Lagos. Der Bootsverkehr war bereits eingestellt, letzte Boote wurde aus dem Wasser gezogen. Leslie kam mit großen Schritten näher.

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Wir entschieden uns für den langen Sandstand Praia Maia,  der gleich in Lagos beginnt und kilometerlang ist. Nur ein kurzer Gang über die Brücke und durch nen bissel Hafengelände……schon steht man einem kilometerlangen Traum aus weißem Sand.

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Leider stellten wir  fest, dass es dort sehr, sehr windig war. Leslie fauchte bereits recht ordentlich und Emily war das Atlantikwässerchen nicht mehr geheuer. Mathias tobte in den Wellen, Fotos gibt es aufgrund der Sandproblematik keine….

Nach zwei Stunden Sandstrahlung waren wir ordentlich angebrutzelt ( Andere würden sagen verbrannt) und strandmüde.  Meine Mama war der Ansicht, dass wir nicht bis zur Strandbrücke laufen müssten sondern es noch weitere Möglichkeiten gibt, auf die andere Seite des Hafenbeckens zu kommen……sie hatte recht! Nachdem wir recht trübsinnig und unentschlossen auf Lagos Skyline schauten, sahen wir aufeinmal eine Minifähre……0,80€ die gut insvestiert waren. Zwanzig Minuten Fussweg erspart.

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Fussweg erspart:

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Im Anschluss gings mal wieder zu Pingo Doce…..mit 1,5 Kg Garnelen kamen wir wieder hinaus. Unser Mittagessen war gesichert.

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Mittlerweile hatten auch wir unsere Hütte bezogen, anbei ein paar Impressionen  der neuen temporären Heimstätte.

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Das Zimmer von Mama und Klaus.

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Wer ein ordentliches, bezahlbares Haus sucht….Dona Ana Garden in Lagos. Mit Pool und Minimarkt, direkt an der Ponta da Piedade….immer wieder gerne.

Unser Hund erinnerte sich sofort wo sie wieder war, den Garten hatten sie ja bereits im letzten Jahr schon „bewässert“.

Um 19:00 Uhr fuhren wir zum Os Lambertos um einen Tisch für den nächsten Tag zu reservieren. Das Lokal ist eines der günstigsten und besten portugiesischen Restaurants in Lagos und leider immer voll. Ohne Reservierung geht das gar nichts….

Im Anschluss bummelten wir durch die Altstadt und kehrten für eine Kleinigkeit beim Briten ein. Es fing gegen 21:00 Uhr an zu regnen…..herzlich Willkommen Leslie!!!!

Die Nachf war unruhig, der Sturm heulte ums Haus und Emily konnte sich mit ihrem Schicksal nicht anfreunden. Die geliebte Hundeoma auf der anderen Seite der Anlage,  im anderen Zimmer! Das war zuviel fürs Herzelein und so jaulte sich die Kleene durch die Nacht und sass an der Terassentür und beobachtete die Lage auf der anderen Seite. Wir nahmen sie immer wieder mit ins Schlafzimmer und verschlossen die Tür, Emily jammerte, Leslie heulte! Um 6:00 ging ich auf die Toilette und nahm das heulende Hundemädchen mit ( Leslie musste draußen bleiben)  und was macht unsere liebe Kleine????? Kacke  uns kackfrech auf die Fliesen und das ganze Malheur auch noch ganz schön dünne…. also durften wir erstmal das Bad putzen, den Hund putzen und mit der heulenden Emily und dem nicht minder heulenden Leslie wieder ins Bett verschwinden. Wie es uns um 9:00 Uhr ging,  kann schnell erraten werden :0). Immerhin, Emchen wackelte mit der Rute und Leslie fauchte nur noch gelegentlich und so wurde der Tag dann trotz kühleren Temperaturen noch richtig schön.

Wir fuhren, nach unserem Frühstück, Richtung Cabo Saõ Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas. Auf dem Weg machten wir nen Shoppingabstecher und erstanden tolles Geschirr, die Erweiterung zum letztjährigen Shoppingevent.

Am Cabo tobten Leslie und das Leben. Vermutlich wollten Etliche das Kap bei Sturm erleben, wir genehmigten uns  zunächst aber erstmal  die sehr gute und berühmte „letzte Bratwurst vor Amerika“.

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Im letzten Jahr waren wir zum Sonnenuntergang am Kap, diesmal um die Mittagszeit,was ganz neue Einblicke gewährte.

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Leslie sorgte für genügend Spannung! Nur Fliegen ist schöner

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Da sich das Wetter so super hielt, fuhren wir auf unserer Rücktour Sagres an. Vorher hielten wir noch an einem Lookout, von dem man Kap und Steilküste wunderbar beobachten kann.

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Im letzten Jahr war es bereits dunkel gewesen, diesmal wollten wir Action im  und Getränke am Wasser. Die Surfer waren gut unterwegs, Leslie hatte für super Entertainment gesorgt. Wir versuchten unser Glück in den beiden Restaurants am Praia da Mareta, doch beide waren voll und Hunde sind in den Räumlichkeiten zumeist verboten.

So beobachten wir eine Weile die Wasserakrobaten und  bestaunten deren Enthusiasmus, sich in die aufgewühlte See zu werfen.

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Durch verschlungene Wege und unbefestigte Straßen fanden wir schlußendlich zum Praia do Martinhal. Dieser war nicht nur bildschön sondern auch hundefreundlich. Emily durfte mit ins Restaurant und benahm sich vorbildlich und  mucksmäuschenstill. Mathias sprang bei 19 Grad in die Fluten…..

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Um 19:00 Uhr beehrten wir das Os Lambertos und mussten leider draußen sitzen, da wir der festen Ansicht gewesen waren, dass sich das Wetter hält. Kühle 18 Grad sorgten für kaltes Essen auf dem Teller. Dieses war dennoch genial, ich aß Tintenfisch, Mathias die Variante der portugiesischen Paella mit Meeresfrüchte-Arroyo de Marisco-sensationell.

Anbei der Reistopf und meine angeplünderte Tintenfischplatte. Übriens gab es dazu noch Kartoffeln, Pommes und Gemüse….alles auf extra Platten.

Hochzufrieden verschwanden wir an diesem Tag in unser Bettchen, der Hund hatte sich auch ihrem Schicksal ergeben und schlief zehn Stunden ohne zu Mucken durch.

Jeder Sturm bringt im Nachgang Regen und Leslie brachte nun auch noch Bruder Michael mit: https://www.wetter.de/cms/zwei-ex-hurrikane-treffen-europa-schwere-schaeden-in-portugal-und-suedfrankfreich-4235853.html

Es regnete am nächsten Morgen ganz eklig, so dass wir schnell den Plan fassten, am Abend selbst zu kochen. Mathias und meine Mama fuhren zu Pingo Doce und  kauften für Frühstück, Mittagessen und Abendessen ein.

Wir verschlunzten den Vormittah und trafen uns erst gegen 13:00 Uhr um im Nieselpisel nach Lagos zu fahren. Wenigstens ein bissel Stadtbummel sollte sein.

Neben Kirchen, von außen und von innen, bewunderten wir den ehemaligen Sklavenmarkt und die recht schönen Altstadtstraßen. Auch für uns war es das erste Mal, dass wie tagsüber in Lagos waren.

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Nachdem wir alle Läden durchforstet und darüber nachdachten, wie schön doch vier Hände für die Einkaufsbeutel wären, gabs ein Bier im Pub und ein paar Sonnenstrahlen von oben.

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So schnell es ging fuhren wir zu uns an die Ponta da Piedade und zogen an den Praia Dona Ana. Mathias sprang mit Emily in die Fluten, wir genossen den abklingenden Regen und ein wenig Sonnenschein ( Fotos nur von Mutters Handy, meine Cam blieb im Zimmer).

Am Abend gaben wir Alles um den Sonnenschein an die Algarve zurück zu bekommen……die Teller waren ratzfatz leer gefuttert. Lachs mit Garnelen, Salat und Brot.

Seeluft macht müde, es war keine 22:00 Uhr als wir uns in die Kissen kuschelten.

 

 

Spanien/Portugal 2018, VIII: Sevilla, die Königliche

Auf Sevilla hatte ich seit meiner Planung irgendwie nicht so richtig Lust. Ich kann nicht mal sagen warum das so war. Eventuell lag es an der Größe der Stadt oder an der drückenden Wärme die sich seit Wochen abzeichnete? Keine Ahnung, Sevilla genoss bei mir keinen großen Stellenwert.

Erstmal schliefen wir aus und genossen unser typisch spanisches Frühstück in unserem Hostal. Die Distanz zwischen Córdoba und Sevilla ist in 1,5 Std. machbar und bereits zur Mittagszeit parkten wir unseren Wagen wieder in der Nähe unserer Unterkunft, im Parkhaus ein. Wir wohnten in Triana, alle Sehenswürdigkeiten mehr oder weniger in Laufdistanz.

Da unser Apartment in der Nähe des Mercado lag, begrüßte uns Sevilla zunächst mit einem Bummel durch die Markthalle und einem guten Lunch zur Mittagszeit.

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Um 13:30 sollten wir einschecken können, leider mussten wir  noch 30 Minuten auf die Vermieterin warten.

Unsere Wohnung war wieder, auf dem ersten Blick, sehr sehr schön. Zum zweiten Blick komme ich im nächsten Absatz. Wir hatten diesmal sogar einen eigenen Partio.

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Kurz nachdem unsere Vermieterin weg war und wir uns gemütlich einrichteten hörten wir aufeinmal Gestöhne und Geschrei. Erst lachten wir, doch aus Spaß wurde Ernst…..unsere Nachbarn neben uns pflegen einen schwerstbehinderten Angehörigen und dieser brûllt in einem Zug die gesamte Nachbarschaft zusammen. …..und das immer und permanent. In der ersten Nacht halfen dann nicht  mal mehr Ohropax! Wir versuchten Ruhe zu bewahren, zum Einen tun mir natürlich die pflegenden Eltern leid, die als Nachbarn übrigens sehr herzig waren, zum Anderen bemitleideten wir auch die anderen Mieter im Haus. Da in Spanien die meisten Wohnungen Eigentum sind, hat man zumindest in diesem Komplex die A….karte gezogen. Durch die offenen Höfe schallte das Elend 24/7. Ich hatte bereits nach der ersten Nacht Magenschmerzen und Sodbrennen und das lag nicht am Essen.

Unseren ersten Nachmittag verbummelten wir in der Innenstadt, bewunderten das Wahrzeichen Sevillas den Torre de Oro, den Goldturm.

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Durch Zufall blieben wir an der Plaza de Torros hängen, der Stierkampfarena. Diese fanden wir architektonisch reizvoller als die in Ronda, inhaltlich natürlich genauso indiskutabel, mehr dazu später.

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Den Gang in die Kathedrale ersparten wir uns am ersten Tag, wir begutachteten lediglich die vielen Bauarbeiten am Gebäude von außen. Besonderes Augenmerk genießt die Giralda, der ehemalige Moscheeturm, jetzt Glockenturm der Kathedrale.

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Nach der Begutachtung der Kathedrale von außen liefen wir zurück zur Unterkunft, duschten und gingen Cross Over Tapas essen…..Thai Nudeln und Enchiladas…was für eine Mischung. War aber sehr lecker.

Die Nacht war so lala, unser Nachbar sorgte dafür, Mathias schlief zeitweilig mal wieder auf der Couch, wir hielten alle Fenster geschlossen um wenigstens eine kleine Geräuschdämmung zu haben. Unser Frühstück bestand aus Kaffe con Leche mit Karottenkuchen, trübsinnig schauten wir in den Regen…..das Wetter schwächelte. Als  es nur noch tröpfelte liefen wir in Richtung Plaza de España. Das Wetter sorgte für Entspannung  bei. Sightseeing, es waren vermutlich weitaus weniger Gruppen und Touris im Allgemeinen auf diesem fantastischen Platz, der 1929 gebaut wurde und alle damalige. Provinzen präsentiert. Wir waren begeistert, die Fotoapparate glühten.

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Nach einem kurzen, nennen wir es zweites Frühstück, Stop wanderten wir in  rd 20 Minuten zum Metropol Parasol. Ein Bauwerk in der Innenstadt mit großem Kontroverse Potential. Die Holzkonstruktion wurde zw. 2005-2011 auf dem Platz der ehemaligen Markthalle von 1848 errichtet. Der deutsche Architekt  Jürgen Mayer H. hat die größte Holzkonstruktion entworfen und wie gerne  bei deutschen Produktionen wurden die Bauzeit und die Kosten erheblich überschritten….klingt bekannt?

Wir bewunderten da neue Wahrzeichen, gingen aber nicht auf die Aussichtsplattform ganz oben auf den Pilzen…

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Wir bummelten durch das Casco Antico in die Richtung Triana. Unterwegs bewunderten wir spanische Brautmode und diverse Tapasbuden. Als wir eigentlich schon wieder auf der Höhe der Kathedrale waren, fiel uns eine mexikanische Bude vor die Füße….und unser Mittagsschicksal war geklärt.

Den Nachmittag verbrachten wir in Triana, gingen in einen Supermercado und verbummelten die Zeit  bei uns im Apartment. Es war ruhig, wir konnten unser Glück kaum glauben.

Abends hatten wir keinen großen Hunger, entschieden uns für ein gutbesuchtes Restaurant an der nächsten Ecke und erlebten zwei Überraschungen.

1. Mathias Fleischplatte entpuppte sich als sensationelle 16 Teile Luxusibericoschweinchenplatte ( leider kein Foto vorhanden)

2. Im TV wurde Stierkampf aus Zaragoza übertragen,  ich hätte bereits bei der Vorreportage k…… können. Sinnloses Abstechen von unschuldigen Tieren. In diesem Zusammenhang googlelte ich mich  ein wenig durchs Thema und atmete ein wenig, aus. Auf den Kanaren ist der grässliche Stierkampf mittlerweile verboten, auf den  Balearen dürfen die Tierchen nicht mehr verletzt und getötet werden.

Leider gilt dies nicht fürs Festland, hier wird weiter unfair abgeschlachtet und die grölende Menge feiert sich und den vermeintlichen Helden, den Torero.

Am 12.10.18 fanden in der Plaza de Toros von Sevilla auch Kämpfe statt, wir konnten beobachten, wie die armen Stiere morgens „geliefert“ wurden. Das Elend ging mir den ganzen Tag nicht mehr aus den Kopf….grässlich.

Unsere zweite Nacht blieb ruhig und wir vermuteten, dass unser Nachbar eventuell doch nur teilweise bei den Eltern wohnt. Eventuell waren wir aber auch einfach nur platt?????????

Unseren letzten Tag hatten wir dem Alcazar und der Kathedrale reserviert. Emily wartete wieder brav auf uns und quakte nicht mal als wir gingen. Die Kleene ist in den 14 Tage ne ganz Große geworden.

Am Alcazar tobte um 9:30 schon das Leben, unsere Schlange ging bereits ums Eck, wir warteten 35 Minuten auf Einlass. Tja, der Alcazar. Im Vorfeld hatte ich viele gehört, mir wurde immer der Alcazar ans Herz gelegt „viel schöner als die Alhambra“. Als ich mich dann so durch die Reiseführer las, wurde ich unsicher. Der Alcazar wurde erst 200 Jahre nach den Mauren auf den Resten einer islamischen Fortanlage  aus dem 9 Jh.gebaut. Der gezeigte islamische  ist demzufolge nicht echt, sondern gekonnt nachgemacht.  Mudejar wird dieser Stil genannt und bezeichnet immer die Kopie. Dazu kommt ein Stilmix, den man lieben muss. Innen islamisch, ohne Suren, draußen typisch spanisch. Irrgärten nach europäischer Machart. Nen paar Wandteppiche und eine Kathedrale…ich sag mal, naja. Immerhin, der Palast ist alt und wird auch heute noch als Residenz der span. Familie genutzt, sofern diese in Sevilla ist.

Mehr dazu in Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alcázar_(Sevilla)

Und hier ein paar Bilder und ja, ohne Vorkenntnisse hätte ich den Palast wohl auch so richtig toll gefunden. Gerade lerne ich aber die Alhambra schätzen :0).

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Nach 1, 5 Std standen wir wieder auf der Straße und versuchten uns mit der Kathedrale. Nachdem wir fünfzehn Minuten an der falschen aschlange angestanden hatten und wieder zurück auf den Kathedralenplatz zurückgeschickt wurden, hatten wir von diesem Event genug. Keine Kathedrale für uns, eine UNESCO Welterbe, welches ich nicht von innen sehen werde….macht nichts.

Zurück in Triana aßen wir mittelmäßig, mein Ensaladilla war so dermaßen mit Mayonaise vermanscht, dass wir den nicht bezahlen mussten. Da kam glatt mein Sodbrennen wieder durch.

Um 14:00 Uhr Ortszeit klingelte mein Handy und meine Mama verkündete die Ankunft in Lagos. Auch wir rüsten uns  nun für ein paar Tage an der  Algarve. 14 Tage Andalusien gehen zu Ende, wir kommen sicherlich nochmal wieder.

Am Abend gab es Abschluß Tapas, ne Sangria und eine tolle Straßenfiesta. Feiern können die Spanier, dass muss man ihnen lassen. Der Wecker wurde zu 6:00 Uhr gestellt, wir fielen um 23:30 Uhr, untermalt mit dem Geschreie unseres Nachbarns in die Heia.

 

Spanien/Portugal 2018, VII: Córdoba, zwischen Orient & Okzident

Wenn mich Jemand fragt, was mich am Meisten in Andalusien beeindruckt hat, würde die Antwort „ die Mesquita“ lauten, eine Kathedrale in einer Moschee….Willkommen in Cordoba, einer der schönsten Städte Andalusiens.

Zunächst mussten wir aber erstmal aus Granada hinausfinden, unser Navi meinte es wieder sehr gut mit uns und schickte uns durch sämtliche Minigassen….und das zu fast  nachtschlafender Zeit, der Wecker hatte bereits um 6:45 Uhr geklingelt. Wir waren todmüde und die Fahrt zog sich hin. Immerhin trennen die beiden Städte fast 200 km.  In Cordoba stellten wir mit absoluter Begeisterung fest, dass  unsere Pension zwischen Alcazar und Mesquita lag und nur 70m weiter ein Parkhaus unserem Leon einen Schlafplatz anbot.

Unser Vermieter war ein absoluter Schatz und Spassvogel und führte dieses einfache Haus mit viel Liebe und Humor.

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Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, gingen wir Richtung Fluß und warfen nen Blick auf den Alcázar des los Reyes, gingen aber nicht hinein. Diese Palastanlage wurde ab 1328 unter Alfonso XI anstelle einer älteren, maurischen Anlage gebaut und diente Isabella und Ferdinand als bescheidene Heimstatt während der Rückeroberungsraubzüge gegen die Mauren. Hier wurde auch der letzte Kalif Boabdil gefangen gehalten.

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Die römische Brücke mit ihren 16 Bögen wurdevon Augustus  45 vor Christus über dem Fluss  Guadalquivir gebaut und beherbergt am Ende, im Turm Calahorra eine islamische Ausstellung. Sie ist eine der größten römischen Brücken und eine der wenigen Überbleibsel der Römerzeit.  Von dort bietet sich ein toller Blick auf die Mesquita- Kathedrale.

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Blick auf die Puerta del Puenta

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Wir schlenderten Richtung Mesquita und hatten wohl ne günstige Zeit über Mittag gefunden, binnen zehn Minuten hatten wir unsere Tickets. Hier ein paar Impressionen von außen.

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Leider war es sehr eng, ein gutes Bild vom Portal fast unmöglich.

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Mesquita heißt auf portugiesisch Moschee, der offizielle Name ist Moscheekathedrale und in ihrer Art wohl einzigartig. Wer so richtig in die Geschichte eintauchen will, dem empfehle ich https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mezquita-Catedral_de_Córdoba

Kurz und bündig erklärt, die Kathedrale wurde als Moschee im Jahr 823 gebaut und gilt als einer der größten Sakralbauten der Welt. Sie ist 179 m lang und 134 m breit. Seit der Reconquista dient die Mesquita als Kathedrale und wurde ziemlich pfiffig umgewandelt. In der Mitte des Baus wurde eine Innenkathedrale integriert.Islamische Stilelemente blieben erhalten, so existiert eine Mihrab, eine toll verzierte Gebetsnische.

Anbei ein Plan der Mesquita, gut ist die Einfügung der Kathedrale zu erkennen.

Insgesamt wurden fast 1000 Bögen und Säulen verarbeitet, der Gesamteindruck erinnert an den kleinen Muck, Alibaba und die 40 Räuber und wirkt wie aus 1001 Nacht….bis man die Kirche erblickt. Lasst Euch verzaubern.

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Moschee…..

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& Kathedrale

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Kathedrale

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Die Gebetsnische

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Wir trieben uns fast eine Stunde in der Mezquita herum und waren wirklich angetan. Immer wieder stellten wir uns die Frage, ob solche Bauwerke heutzutage noch möglich wären….sage nur BER.

Wir liefen im Anschluss zurück zum Hostal und lösten unseren so braven Hund aus. Emily hatte lieb auf dem Bett gelegen und auf uns gewartet. Im Anschluß gab es Mittag in der Juderia, der Altstadt und ehemaligem Judenviertel von Córdoba. Wir saßen in einem der Patios, für die Córdoba berühmt ist.

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Die Juderia ist das touristische Herz und zum Teil mit billigen Souvenirschuppen versaut. Dennoch gehts ruhiger zu als im Vergleich zu Granada oder Malaga.

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Die Synagoge in der Juderia wurde leider renoviert, so dass mir ein Sightseeing Spot entging. Während Mathias mit Emily die Pferdchen auf der Plaza beobachtete, schaute mit mir die Banós de Alcazares an. Eintritt 2,20€…. da kann man nicht meckern.

Die Banós waren die ersten arabischen Bäder auf der iberischen Halbinsel. Sie sind leider nur noch als Ruinen vorhanden, werden aber dennoch schön präsentiert.

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In der blauen Stunde liefen wir nochmals zur römischen Brücke und genossen die Aussicht auf die Brücke aber auch gen Mezquita. Mit einem Caesar‘s Salad und einer sehr guten Flamencodarbietung ließen wir den Abend ausklingen.

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Spanien/Portugal 2018,IV: Gibraltar, a little piece of Great Britain

Is it really british? Indeed, it is!

Ziemlich unausgeschlafen machten wir uns auf den Weg nach Gibraltar, dem einzigen Hoheitsgebiet von Großbritannien mit Rechtsverkehr. Emily blieb in Tarifa, da Hunde und Affen nicht miteinander harmonieren.

Wir brauchten eine Stunde und erreichten den Grenzort La Linea de la Conception.  Der Name La Linea bezieht sich auf die Grenzwälle aus der napoleonischen Zeit, die aber heute nicht mehr erhalten sind. An der der Grenze war nischt los und schon waren wir in GB. Man fährt über das Rollfeld um in die Innenstadt zu kommen, Schon bizarr, leider war kein Flieger auf der Runway. Später sahen wir eine Easyjet starten. Auf Gibraltar wird wie irre gebaut, eine Baustelle neben der anderen und alles irre eng.

Und warum ist Gibraltar nun britisch???? England eroberte Gibraltar während des Spanischen Erbfolgekrieges 1704  und erhielt es neun Jahr später auf „ unbestimmte Dauer“ durch den Vertrag von Utrecht übereignet. Bei zwei Volksabstimmungen haben sich die Gibraltarer immer gegen den Zusammenschluß mit Spanien ausgesprochen, allerdings waren auch 96% gegen den Brexit. Für Gibraltar wird das Leben härter……mal schauen, ob es Sonderregelungen für „The Rock“ geben wird. Die Einwohner auf Gibraltar stammen aus Großbritannien, Portugal und Spanien und aus Genueser Juden. Gibraltar hat Kirchen, Synagogen und Moscheen zu bieten, Multikulti ist überall.

Wir hatten uns für die Mitnahme des PKWs entschlossen und waren im Nachgang sehr dankbar. Wir konnten so mehr sehen und yemily musste nicht so arg lang auf uns warten.

Unser erstes Zuel war der Europapoint, der Aussichtspunkt an der südlichen Spitze mit Blick auf Afrika und einem super Blick auf den berühmten Felsen. Unsere Wetterlage……very british.

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Die Ibriahim al Ibrahim  Moschee ( auch  King Fahd Abdulaziz al Saud Mosque genannt) izwar übrigens ein Geschenk des damaligen König von Saudi Arabien. Sie wurde im Jahr 1997 vollendet.

Der Leuchtturm hätte nicht britischer sein können, man meint man wäre  nicht in Südeuropa. Die niedlichen Cottages hatten es uns schon ein wenig angetan.

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Wir umfuhren Gibralter an der Westseite und fanden tatsächlich ein Fleckchen Strand. Unser Leon wurde also schnell eingeparkt und fünf Minuten später standen unsere Füßen im Sand….britischen Sand versteht sich!

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Nachdem wir Gibraltar einmal umrundet hatten und durch die Tunnelanlagen von „The Rock“ gefahren waren, kamen wir wieder zum Rollfeld und in Richtung City inkl. Seilbahn. In der Nähe der Innenstadt fanden wir einen Parkplatz und liefen zur Cable Car. Unser Ziel waren der Affenfelsen mit dem berühmten Blick auf Gibraltar. Wir hatten Glück und mussten nicht lange auf eine Gondel warten.

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 Oben angekommen war es nicht nur sehr windig sondern neblig, wir steckten quasi in den Wolken. Als Erstes rochen wir Affen Pipi und schon waren die kleinen Biester da. Man sagt, dass die Briten den Felsen so lange verwalten werden, so lange es Affen auf dem Felsen gibt. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass diese gehegt und gepflegt werden.  Die Äffchen sind eine entspannte Bande, satt und sehr zutraulich…..die Jungs und Mädels wissen, dass sie ein Alleinstellgsmerkmal in Europa genießen.

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Blick auf Gibraltar, ganz links die lustige Start,-u. Landebahn

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Es war mittlerweile Mittag geworden und nach einem kurzen Blick auf die militärischen Anlagen ( gefühlt ist alles auf Gibraltar militärisch….Barracks, Kasematten, Wallanlagen) machten wir uns auf den Weg in die recht niedliche Innenstadt, wir wollten Fish & Chips und nen Ale Pie und britisches Flair, so gut es eben geht.

Da Gibraltar Tax Free Zone ist, erfreute sich Mathias an zwei Flaschen  Taylor‘s Port für nen Appel und nen Ei und nach ein wenig Sightseeing gings stilecht in ein Pub.

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Mit einem lustigen Essen auf meinem Teller und einer Flasche London Pride beendeten wir um 14:00 Uhr unser Sightseeing auf dem Affenfelsen.

Ich hätte gerne noch ein wenig Zeit in der Innenstadt vertändelt, doch unser Westie wartete sehnsüchtig auf uns und unser schlechtes Gewissen trieb uns wieder nach Spanien.

Mein Fazit zu Gibraltar: Ein Muss, wenn man schon mal in der Gegend ist. Mit offenen Augen und ein wenig Zeit lässt sich das britische Erbe noch gut entdecken. Gibraltar hat, aufgrund seiner Enge nicht sehr viele reizvolle Ecken. Ähnlich wie in Monaco wird eher in die Höhe gebaut. Angst vor den Äffchen muss man nicht haben, diese waren eher zahm und keine kleinen Klaufix. Das Auto kann gut mitgenommen werden, anders als in vielen spanischen Städten hatten wir keine Porbleme einen Parkplatz zu finden.

Spanien/Portugal2018, III: Tarifa, die Stadt von Poniente und Levante

In Spanien wird es um diese Jahreszeit erst gegen 8:00 Uhr hell und so frühstückten wir vor unserer Abreise aus Jerez im Stockdusteren. Wir fühlten uns förmlich verwegen, ganz so als ob wir eine Heldentat vollbracht hätten.

Unser erstes Ziel war mal wieder ein „de la Frontera“, diesmal Vejer und eine hervorragende Wahl. Was für eine Puppenstube auf einem Bergrücken. Eine geschlossene underschön restaurierte Medina, kaum Touristen ( zumindest zu dieser Jahreszeit) und freie Parkplätze vor dem Ortskern.

Vejer wurde bereits 711 von den Mauren erobert, der älteste Teil der Medina wird durch eine Stadtmauer geschützt. In dieser befindet sich die Pfarrkirche Parroquial del Divin Salvador. Diese wurde zw. dem 14-16  Jh .auf den Resten der Moschee erbaut.

Lasst Euch von Vejer verzaubern:

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Nach Tarifa war es nicht mehr weit, rund 45 km trennten uns von dem Backpacker-Kite-Surfer Nest, welches in den letzten zehn Jahren enorm von den Billigfliegern und dem Hype um den Strand und die Stadt profitiert hat. Mittlerweile ist die Stadt auch mit Vans und alten Wohnwagen zugestellt, Vanlife ist das neue backpacken.

Tarifa ist die Stadt wo Poniente und Levante aufeinandertreffen und nein, hierbei handelt es sich nicht um Charktere aus Goethe oder Shakespeare sondern um Starkwinde. Der eine kommt von der Landseite, der andere vom Atlantik. Für die Surfer und Kiter ein gefundenes Eldorado, zusammen mit der Tatsache, dass Atlantik und Mittelmeer aufeinandertreffen, eine hübsche Medina den Ort verzuckert und Taria einen super Blick auf das afrikanische Festland, garantiert, machen den Ort umso interessanter. InTarifa kann man Wale, sogar Orcas und Delfine beobachten. Wir überlegten einmal scharf aber es fehlte uns irgendwie ein Tag und wir wollten Emily auch nicht zu lange alleine lassen….also, keine Orcas für uns.

In Tarifa kann man exzellent Thunfisch essen, dieser wird hier aus dem Wasser gezogen.

Als wir in die Stadt einfuhren, machte sich zunächst Ernüchterung breit. Viele 70er Jahre Apartmenthäuser, die meisten davon bestimmt praktikabel aber grottenhässlich. Unser Apartment befand sich in genau so einem Ding, gefakter Art Deco Style, uns trennte nur die Strandreihe vom besten Strandabschnitt.  Aber was hatten wir für ein Glück, unglaublicher Vermieter und wahnsinniges Apartment. Ich hätte umgehend einziehen wollen, insbesondere der Minigarten hatte es nicht nur Emily angetan.

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Nach einer Stärkung ( Surla, Hamburger Iberico mit Manchego, wow) verbrachten wir den ersten Nachmittag am sehr, sehr feinen Sandstrand. Sowohl Levante als auch Poniente hielten sich  an die Spielregeln, und fauchten mehr ein laues Lüftchen……unser Vermieter  hatte uns bereits gewarnt, die nächsten Tage wurden stürmischer.

Der Strand ist ein Träumchen, sowas Tolles und das in Europa !Der Sand ist fast weiß, ganz fein und für Strandläufer bestens geeignet. Der Strand  selbst ist kilometerlang  und endet an einer tollen Sanddüne.  Tarifa hat eine vorgelagerte Halbinsel, diese trennt das Mittelmeer vom Atlantik und ist ein wichtiger Verteidigungspunkt im 2. Weltkrieg gewesen, dazu später mehr.

Hier kommen erstmal Buddelkastenimpressionen:

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Die Halbinsel und Afrika im Hintergrund

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Die Berge im Hintergrund sind bereits afrikanisches Festland

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Nachdem wir uns ausgetobt hatten (Emily liebte die durch Ebbe und Flut entstandenen Salzseen) gings unter die Dusche und zu Fuß am Strand entlang Richtung Ortskern. So schön der Strand ist, leider wurden insbesondere kurz vor dem Ort die Bausünden der Spätsechziger offensichtlich, Wohnsilos direkt am Strand. Dazu gesellten sich Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und gaben eine bizarre Szenerie ab, da halfen auch Graffiti nur bedingt.

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Bunkeranlagen

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In der Medina orientierten wir uns zunächst gen Mittelmeer und bestiegen die alte Festungsmauer mit Burganlage von Guzman dem Guten aus dem X. Jh. und dem Mirador de Miramar mit toller Aussicht auf Afrika.

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Wieder der Blick nach Afrika

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Das maurische Erbe ist sehr offensichtlich, wir wähnten uns fast in Marokko.  Wir durchschlenderten die Altstadt, die gegen 19:00 Uhr nicht überlaufen war; im Gegenteil manche Restaurants machten bereits dicht und wir mussten direkt nach etwas zu Futtern suchen.

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Wir kehrten in den Tip unseres Vermieters ein, das Misisana, Das Essen war gut, die Portionen recht klein….aber ein Heineken mit 4,90€ anzusetzen war einfach nur frech.  Wie beschlossen in den folgenden Tagen selbst den Kochlöffel zu schwingen.

Abends wurde es richtig frisch, die Winde waren stärker geworden und der Marsch am Strand ( rd. 15 Minuten ab Medina) war ein bissel lästig. Dafür wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang entschädigt.

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Unseren zweiten Tag verbummelten wir gespielt in Tarifa, am Strand, im Supermarkt und mit nem ordentlichen Mittagsschlaf im Bett. Urlaub ist etwas Herrliches……

Wir kochten an  diesem Tag wirklich selber, es gab endlich Meeresfrüchte satt mit Salat, Kartoffeln, Nachos und Guacomole sowie  Brot. Das Zeug (Fisch) ist hier so unglaublich günstig, es wäre eine Schande, nicht selbst zu kochen, wenn man die Chance hat.


Unseren dritten Tag verbrachten wir auf britischem Hohheitsgebiet. Wir fuhren nach Gibraltar, wer diesbezüglich mehr lesen will: http://allcontinentsinonelife.com/spanien-portugal-2018iv-gibraltar-a-little-peace-of-great-britain/?preview_id=11406&preview_nonce=ab3b522823&post_format=standard&_thumbnail_id=11416&preview=true

Nach unserer Rückkehr von Gibraltar sollte Emily zu ihrem Recht kommen, wir wollten Ihr den größten verfügbaren Buddelkasten bieten und zur Wanderdüne fahren. Leider verpeilten wir ein wenig den Weg und fuhren stattdessen einen  Campingplatz an und kehrten wieder um. Die Zeit war uns für lange Suche zu kurz. Am Strand kam die Ernüchterung. Es war sooooooo windig, Levante und Poniente gaben Alles, der Sand peitschte an die Waden, machte ein Sitzen am Strand unmöglich. Mathias und der Wauz sprangen in die Fluten und danach liefen wir sofort zurück ins Apartment.

Den frühen Abend verbrachten wir nochmal in Tarifa,  wir wollten noch  ein wenig bummeln und ein paar mehr Straßenzüge der Medina kennenlernen. Nach einem Bier in der Altstadt  hieß es kochen und packen.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA, sorry Verena….ich weiß ich hab das Motiv abgekupfert
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Und wie sieht nun unser Fazit zu Tarifa aus? Loco para Tarifa? Vom Tarifabug gebissen?

Ich sage mal poquito,poquito….oder ein klares JEIN. Tarifa ist ohne Zweifel toll, ich kenne aber schönere Altstädte und Poniente sowie Levante werden nicht meine besten Freunde. Meine Horrorvorstellung wären eine Woche in Tarifa und davon sechs Tage Starkwinde! Neben der Erleichterung des Geldbeutels ( Notshopping) wäre meine Sommerurlaubsfeeling dahin. Ich habe oft Vergleiche mit Essaouira gezogen, auch dort ist es wunderbar aber nicht für mehrere Wochen.

Unser nächstes Ziel wird das herrlich überlaufende Ronda, es gruselt  uns schon vor der Abfahrt,

Spanien/ Portugal 2018,II: Arcos de la Frontera & Cádiz

Nach unserem sehr guten Frühstück im Hotel fuhren wir in die Berge, genauer gesagt nach Arcos de la Frontera, auch das „La Port de pueblos blancos, das Rorder weißen Dörfer , genannt. Wir ließen den Wagen im neueren Teil des Ortes stehen und erklommen das Bergnest. Ziemlich steil gings hinauf, unterwegs boten sich tolle Ausblicke. Während der Maurenzeit wurde der Ort Medina Arkosh genannt und war dem Kalifat von Cordoba unterstellt. Wie in Marokko findet man verschlungene Pfade und eine gelungene Alstadtarchitektur.

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Ausblick vom Parador:

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Die Kirche „ Iglesia de Santa Maria de la Asunción begeisterte uns sehr, mal eine ganz andere Architektur.  Ich gehe davon aus, dass das Gotteshaus aus einer Moschee“ gebastelt“ wurde und die Kofession nach 1264 ( Rückeroberung durch Alfonso X. Die Messe ging gerade zu Ende und auch wir fröhnten im Ort dem spanischen Frühshoppen mit einem antialkoholischen Cuatado ( Espresso mit einem Fitzelchen Milch).

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Arcos begeisterte uns , zumal wir recht früh unterwegs waren und gegen 10:30 Uhr noch recht wenig Touristen und vor Allem Gruppen den Ort unsicher machten. Das änderte sich im Verlauf der nächsten Stunde, deutsche Reisegruppen beglückten uns zunehmend. Erstaunlich, dieser Teil Spaniens ist fest in deutscher und britischer Hand.

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Nachdem wir, ungewollt, ein deutsches Paar mit ins neue Dorf genommen hatten, diese aber an ganz anderer Stelle ihren Reisebus vermuteten, machten wir uns auf den Weg in die älteste Stadt Europas. Cádiz wurde 1100 v. Chr. als Gadir von den Phöniziern gegründet, die Stadt war  karthagisch, römisch, maurisch und noch heute kann ein bunter Häusermix die berühmte Geschichte der Stadt erzählen. Die Mauren nahmen Cádiz hereits 711 nach Christus ein, 1812 war die Stadt sogar mal Spaniens Hauptstadt, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Altstadt zeigt sich authentisch, die Stadtstrände sind feinsandig, breit und kilometerlang. Wir organisierten uns zunächst ein leichtes Mittagessen und zogen dann zum Torre Tavira weiter.  Rund 100 Wachtürme sind noch in der Stadt erhalten geblieben, reiche Händler beobachteten im 18.Jh.von diesen Türmen aus das Treiben auf dem Meer und demnach das Handeln mit der neuen Welt. Cádiz wurde  zu Zeiten von Christo Colon  ( Christoph Columbus) der Hotspot  für die koloniale Seemacht Spanien. Von hier zogen die Schiffe auf ihre Entdeckungstouren Richtung Amerika aus.

Die Aussicht vom 64m Turm war  wirklich fantastisch, 6€ die sich lohnten. Emily hatte ihr TT ( Tragetaxi) , Mathias trug die Kleene die enge Wendeltreppe hinauf. Wir waren überrascht wie hoch das Ding tatsächlich war, oben hieß es erstmal Luft holen.

Der Blick auf die Stadt ist toll, wir bereuten keine einzige Stufe.

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Die Altstadt hat auch sonst so ihre Reize, nichts ist überrestauriert, das Touristengetummel hält sich auch hier in Grenzen. Wir schlenderten im Anschluß hinüber zur Kathedrale,  die neue Kathedrale, verkniffen uns aber den Besuch, obwohl diese zu den größten Kirchen Spaniens gehört.

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Am Nachmittag stürzte sich Mathias in die Fluten. Leider schlug das Wetter ein wenig um, es war bewölkt und recht windig. Da auch Hunde  an den Stadtstränden nicht erlaubt waren, war unser Badevergnügen recht kurz und schnell beendet.

Zurück in Jerez genossen wir unser schönes Zimmer und gingen, gezielt mit dem Willen, Tapas in unserem Restaurant von gestern Nachmittag zu genießen, an die nächste Ecke unses kleinen Platzes……doch nischt da, am Sonntag wird nicht gegessen, da wird gebetet! Erinnerungen an Porto wurden wach, wo wir in unserer Not unser Abendessen in einer Eisdiele einnahmen.

Aufgrund der Suche nach einem netten Plätzchen kamen wir an dem wunderschönen Platz vom Vortag vorbei. Von dem Partygetümmel des Vorabends war nichts mehr zu sehen, der Platz war aber weiterhin bildschön und ich freute mich einen Blick bei Tageslicht werfen zu können. Die Wolken waren ziemlich bedrohlich und später fing es an zu regnen. Der Sommer geht definitiv zu Ende, die Temperaturen verändern sich zur Zeit ebenfalls täglich, es geht nach unten……

Hier noch ein paar Handybilder von unserem Fang an diesen Abend….ein süßer Platz und grandioser Käse.

Spanien/Portugal 2018, I: Vila Real de Santo Antonio & Jerez de la Frontera

Um 2:50 rappelte der Wecker und mein lieber Schwiegervater brachte uns Drei zu nachtschlafender Zeit nach TXL. Da wir mit Emily unterwegs waren, durften wir unser Gepäck sofort und ohne Warterei abgeben, Emily wurde Business abgefertigt und  um5:00 Uhr gaben wir mit wehem Herz unser Wauzilein am Sperrgepäck ab. Mein leidgeprüftes Herzelein schrie förmlich mit, als unsere liebe Kleine den gesamten Flughafen zusammenbellte.

Der Flug selbst war unspektakulär, neben uns versüßte Tony, ein kleiner Bolonka Mix , uns die nächsten 3,5 Stunden. Der Kleine unterhielt zwei Reihen und ich dachte, wie schön es doch wäre, wenn unser Westie auch mit in den Flieger könnte. In Lissabon stellten wir uns wieder die bange Frage….wo und wann bekommen wir unseren Hund  zurück. Im letzten Jahr wurde uns Emily am Band 10, an einer unscheinbaren Tür übergeben und genauso war es auch in diesem Jahr. Der große Unterschied, Emily und Rucksäcke kamen gleichzeitig und unser Hund war erstaunlich mucksmäuschenstill. Sie freute sich uns zu sehen aber nix mit wauwauwauwau…..

Wir setzten Emily auf die Rucksäcke und ab ging die wilde Luzie zum Autoverleih.

Bei SIXT bekamen wir unseren Seat Leon und erfreuten uns an dem wirklich tollen Wagen mit jedem erdenklichen Schnickschnack. Wir waren bereits um 10:00 Uhr „on the road“ Richtung Algarve und erreichten kurz nach 13:00 Uhr unser geliebtes Tavira. Nun wird sich fast Jede/r fragen, warum wir einen 300km Umweg in Kauf nahmen um letztendlich an die Algarve und nach Andalusien zu kommen? Ganz einfach, nach dem Zusammenbruch von Air Berlin, gibt es keine Direktflüge von Berlin nach Faro mehr, die auch Tiere mitnehmen. Ryanair und Easyjet transportieren keine Hunde, bei Eurowings bin  ich mir unsicher. Da wir mit TAP in 2017 so gute Erfahrungen gemacht hatten, wählten wir den sicheren Weg. Die Flüge sind auch nur unwesentlich teurer und wir genossen ein wenig Luxus in einer Linienmaschine.

Die Aussicht, wenn auch nur kurz in Tavira  zu sein, hatten uns den Tag versüßt. Wir parkten in der Altstadt und liefen zum Zeka da Bica. Dort hatten wir 2017 mehrmals gegessen, der Oktopussalat war legendär und genau dieser stand zehn Minuten später vor uns.

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Mit einer gegrillten Dorade und einem kalten Sagres komplementierten wir unser erstes Mittagsmahl des diesjährigen Urlaubs und schlenderten im Anschluß über den Platz der Republik. Dort gabs nen Eis und eine Flasche Taylor‘s Port und ein bissel Aussicht. Hier bereits Bekanntes aus Tavira…..

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Gegen 16:00 Uhr waren wir in Vila Real de Santo Antonio, dem letzeten Kaff vor Spanien. Aber halt…..so sehr Kaff war der Grenzort nicht. Relativ schmuck und herausgeputzt präsentierte sich die portugiesische Provinz. Wir checkten in unser 31€ Zimmerchen, inkl. Frühstück und schlenderten durch den hübschen Ort. Dieser ist nur auf Tagestouris ausgerichtet, es gibt relativ wenig Hotels, mehr Pensionen und ein Cappuchino kostet mit einem Stück Kuchen nur 3€.

Unser Zimmer:

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Vila Real de Santo Antonio

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Gegen 18:00 Uhr fuhren wir zum Stand von Mata Gordo, 4 km außerhalb und ein feinsandiger Traum für Mensch und Tier. Es gab einen Hundestrand, der noch urwüchsiger und schöner war als der Hotelstrand. Emily fand neue Freunde und erfreute sich am Atlantik. Mathias ging ebenfalls hinein, mir reichte ein Fussbad. Ich gebe allerdings zu, dass Wasser war warm…..für Ende September und Atlantik.

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Zum Sonnenuntergang überfielen wir Continente und begnügten uns abends mit Chips und Ananasbrause (igitt).Um 20:30 Uhr lagen wir bereits im Bett, unser Tag war sehr lang gewesen.

Am nächsten Morgen war es um 7:00 Uhr noch stockduster, wir stellten den Wecker weiter und standen erst um 7:45 Uhr auf. Unser Frühstück wurde uns ein paar Häuser weiter serviert und um 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach España. Wir mussten lediglich über eine ellenlage Brücke über den Grenzfluss Rio Giagudana und waren dann ohne weitere Kontrollen in Andalusien.

Andalusien ist übrigens teilautonom, wusste ich bis dato auch noch nicht.

Über Huelva und Sevilla fuhren wir in die Hauptstadt des Sherrys nach Jerez de la Frontera. Unterwegs wunderte ich mich immer wieder, warum das Navi vier Stunden Fahrzeit, rome2rio nur 2,30 angaben…..irgendwann hatten wir es geschnallt, Portugal und Spanien liegen nicht in der gleichen Zeitzone. Also mussten wir wieder auf deutsche Zeit vorstellen und verloren die gewonnene Stunde von gestern wieder.

Unser Boutique Hotel lag fast genau vor der Kathedrale von Jerez und so ziemlich alles Sehenswerte konnten wir zu Fuß erreichen. Wir checkten ein und freuten uns über unser schönes Zimmer und dem sensationellen Blick von der Dachterasse.

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Blick von der Dachterasse

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Wir stärkten uns in einer tollen Tapasbar und stellten erstaunt fest, dass 40€ bei Tapas quasi nichts sind……auch für die Kathedrale zahlte ich 5€ Eintritt, kein Schnäppchen, wahrlich nicht.

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Jerez ist die Stadt des Sherrys und ursprünglich wollte ich ne Sause durch die Weinkeller veranstalten. Irgendwann, im weiteren Verlauf der Planung realisierte ich, dass in Jerez Gottes Uhren schlagen und das das Wochenende heilig ist. Am Samstag bereitet man sich auf den Sonntag vor und bereits am Samstag bewegt sich in der Stadt abends nur das Tanzbein, wie wir später bemerkten.

Auch der Alcazar von Jerez hatte seine Pforten nicht für uns geöffnet, nischt mit dem kulturellen Einstieg in die maurische Kultur von Al Andaluz. Übrigens sind die Araber ab 711 n Chr. nach Andalusien gekommen und haben die Kultur und Architektur nachhaltig geprägt.

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Die Innenstadt von Jerez ist bildschön, nicht überrestauriert und touristisch sondern vollkommen authentisch. Jerez ist ein wenig das  Armenhaus Andalusiens, die höchste Arbeitslosenquote des Landes sowie abnehmende Landwirtschaft tun der Stadt auf Dauer nicht gut.

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Tio Pepe, ein der berühmtern Sherry…..

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Am Abend genossen wir Tapas am zentralen Platz und bewunderten spanische Fröhlichkeit. Die Generation jenseits des Klimakteriums schwoofte sich zu Flamencorythmen durch die Straßen von Jerez. Eine tolle Stadt, mit ruhigen gelassenen Einwohnern.

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Auf unserer Hotelterasse genossen wir unseren Port und den Blick auf die Kathedrale.

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