Spanien/Portugal 2018, VIII: Sevilla, die Königliche

Auf Sevilla hatte ich seit meiner Planung irgendwie nicht so richtig Lust. Ich kann nicht mal sagen warum das so war. Eventuell lag es an der Größe der Stadt oder an der drückenden Wärme die sich seit Wochen abzeichnete? Keine Ahnung, Sevilla genoss bei mir keinen großen Stellenwert.

Erstmal schliefen wir aus und genossen unser typisch spanisches Frühstück in unserem Hostal. Die Distanz zwischen Córdoba und Sevilla ist in 1,5 Std. machbar und bereits zur Mittagszeit parkten wir unseren Wagen wieder in der Nähe unserer Unterkunft, im Parkhaus ein. Wir wohnten in Triana, alle Sehenswürdigkeiten mehr oder weniger in Laufdistanz.

Da unser Apartment in der Nähe des Mercado lag, begrüßte uns Sevilla zunächst mit einem Bummel durch die Markthalle und einem guten Lunch zur Mittagszeit.

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Um 13:30 sollten wir einschecken können, leider mussten wir  noch 30 Minuten auf die Vermieterin warten.

Unsere Wohnung war wieder, auf dem ersten Blick, sehr sehr schön. Zum zweiten Blick komme ich im nächsten Absatz. Wir hatten diesmal sogar einen eigenen Partio.

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Kurz nachdem unsere Vermieterin weg war und wir uns gemütlich einrichteten hörten wir aufeinmal Gestöhne und Geschrei. Erst lachten wir, doch aus Spaß wurde Ernst…..unsere Nachbarn neben uns pflegen einen schwerstbehinderten Angehörigen und dieser brûllt in einem Zug die gesamte Nachbarschaft zusammen. …..und das immer und permanent. In der ersten Nacht halfen dann nicht  mal mehr Ohropax! Wir versuchten Ruhe zu bewahren, zum Einen tun mir natürlich die pflegenden Eltern leid, die als Nachbarn übrigens sehr herzig waren, zum Anderen bemitleideten wir auch die anderen Mieter im Haus. Da in Spanien die meisten Wohnungen Eigentum sind, hat man zumindest in diesem Komplex die A….karte gezogen. Durch die offenen Höfe schallte das Elend 24/7. Ich hatte bereits nach der ersten Nacht Magenschmerzen und Sodbrennen und das lag nicht am Essen.

Unseren ersten Nachmittag verbummelten wir in der Innenstadt, bewunderten das Wahrzeichen Sevillas den Torre de Oro, den Goldturm.

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Durch Zufall blieben wir an der Plaza de Torros hängen, der Stierkampfarena. Diese fanden wir architektonisch reizvoller als die in Ronda, inhaltlich natürlich genauso indiskutabel, mehr dazu später.

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Den Gang in die Kathedrale ersparten wir uns am ersten Tag, wir begutachteten lediglich die vielen Bauarbeiten am Gebäude von außen. Besonderes Augenmerk genießt die Giralda, der ehemalige Moscheeturm, jetzt Glockenturm der Kathedrale.

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Nach der Begutachtung der Kathedrale von außen liefen wir zurück zur Unterkunft, duschten und gingen Cross Over Tapas essen…..Thai Nudeln und Enchiladas…was für eine Mischung. War aber sehr lecker.

Die Nacht war so lala, unser Nachbar sorgte dafür, Mathias schlief zeitweilig mal wieder auf der Couch, wir hielten alle Fenster geschlossen um wenigstens eine kleine Geräuschdämmung zu haben. Unser Frühstück bestand aus Kaffe con Leche mit Karottenkuchen, trübsinnig schauten wir in den Regen…..das Wetter schwächelte. Als  es nur noch tröpfelte liefen wir in Richtung Plaza de España. Das Wetter sorgte für Entspannung  bei. Sightseeing, es waren vermutlich weitaus weniger Gruppen und Touris im Allgemeinen auf diesem fantastischen Platz, der 1929 gebaut wurde und alle damalige. Provinzen präsentiert. Wir waren begeistert, die Fotoapparate glühten.

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Nach einem kurzen, nennen wir es zweites Frühstück, Stop wanderten wir in  rd 20 Minuten zum Metropol Parasol. Ein Bauwerk in der Innenstadt mit großem Kontroverse Potential. Die Holzkonstruktion wurde zw. 2005-2011 auf dem Platz der ehemaligen Markthalle von 1848 errichtet. Der deutsche Architekt  Jürgen Mayer H. hat die größte Holzkonstruktion entworfen und wie gerne  bei deutschen Produktionen wurden die Bauzeit und die Kosten erheblich überschritten….klingt bekannt?

Wir bewunderten da neue Wahrzeichen, gingen aber nicht auf die Aussichtsplattform ganz oben auf den Pilzen…

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Wir bummelten durch das Casco Antico in die Richtung Triana. Unterwegs bewunderten wir spanische Brautmode und diverse Tapasbuden. Als wir eigentlich schon wieder auf der Höhe der Kathedrale waren, fiel uns eine mexikanische Bude vor die Füße….und unser Mittagsschicksal war geklärt.

Den Nachmittag verbrachten wir in Triana, gingen in einen Supermercado und verbummelten die Zeit  bei uns im Apartment. Es war ruhig, wir konnten unser Glück kaum glauben.

Abends hatten wir keinen großen Hunger, entschieden uns für ein gutbesuchtes Restaurant an der nächsten Ecke und erlebten zwei Überraschungen.

1. Mathias Fleischplatte entpuppte sich als sensationelle 16 Teile Luxusibericoschweinchenplatte ( leider kein Foto vorhanden)

2. Im TV wurde Stierkampf aus Zaragoza übertragen,  ich hätte bereits bei der Vorreportage k…… können. Sinnloses Abstechen von unschuldigen Tieren. In diesem Zusammenhang googlelte ich mich  ein wenig durchs Thema und atmete ein wenig, aus. Auf den Kanaren ist der grässliche Stierkampf mittlerweile verboten, auf den  Balearen dürfen die Tierchen nicht mehr verletzt und getötet werden.

Leider gilt dies nicht fürs Festland, hier wird weiter unfair abgeschlachtet und die grölende Menge feiert sich und den vermeintlichen Helden, den Torero.

Am 12.10.18 fanden in der Plaza de Toros von Sevilla auch Kämpfe statt, wir konnten beobachten, wie die armen Stiere morgens „geliefert“ wurden. Das Elend ging mir den ganzen Tag nicht mehr aus den Kopf….grässlich.

Unsere zweite Nacht blieb ruhig und wir vermuteten, dass unser Nachbar eventuell doch nur teilweise bei den Eltern wohnt. Eventuell waren wir aber auch einfach nur platt?????????

Unseren letzten Tag hatten wir dem Alcazar und der Kathedrale reserviert. Emily wartete wieder brav auf uns und quakte nicht mal als wir gingen. Die Kleene ist in den 14 Tage ne ganz Große geworden.

Am Alcazar tobte um 9:30 schon das Leben, unsere Schlange ging bereits ums Eck, wir warteten 35 Minuten auf Einlass. Tja, der Alcazar. Im Vorfeld hatte ich viele gehört, mir wurde immer der Alcazar ans Herz gelegt „viel schöner als die Alhambra“. Als ich mich dann so durch die Reiseführer las, wurde ich unsicher. Der Alcazar wurde erst 200 Jahre nach den Mauren auf den Resten einer islamischen Fortanlage  aus dem 9 Jh.gebaut. Der gezeigte islamische  ist demzufolge nicht echt, sondern gekonnt nachgemacht.  Mudejar wird dieser Stil genannt und bezeichnet immer die Kopie. Dazu kommt ein Stilmix, den man lieben muss. Innen islamisch, ohne Suren, draußen typisch spanisch. Irrgärten nach europäischer Machart. Nen paar Wandteppiche und eine Kathedrale…ich sag mal, naja. Immerhin, der Palast ist alt und wird auch heute noch als Residenz der span. Familie genutzt, sofern diese in Sevilla ist.

Mehr dazu in Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alcázar_(Sevilla)

Und hier ein paar Bilder und ja, ohne Vorkenntnisse hätte ich den Palast wohl auch so richtig toll gefunden. Gerade lerne ich aber die Alhambra schätzen :0).

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Nach 1, 5 Std standen wir wieder auf der Straße und versuchten uns mit der Kathedrale. Nachdem wir fünfzehn Minuten an der falschen aschlange angestanden hatten und wieder zurück auf den Kathedralenplatz zurückgeschickt wurden, hatten wir von diesem Event genug. Keine Kathedrale für uns, eine UNESCO Welterbe, welches ich nicht von innen sehen werde….macht nichts.

Zurück in Triana aßen wir mittelmäßig, mein Ensaladilla war so dermaßen mit Mayonaise vermanscht, dass wir den nicht bezahlen mussten. Da kam glatt mein Sodbrennen wieder durch.

Um 14:00 Uhr Ortszeit klingelte mein Handy und meine Mama verkündete die Ankunft in Lagos. Auch wir rüsten uns  nun für ein paar Tage an der  Algarve. 14 Tage Andalusien gehen zu Ende, wir kommen sicherlich nochmal wieder.

Am Abend gab es Abschluß Tapas, ne Sangria und eine tolle Straßenfiesta. Feiern können die Spanier, dass muss man ihnen lassen. Der Wecker wurde zu 6:00 Uhr gestellt, wir fielen um 23:30 Uhr, untermalt mit dem Geschreie unseres Nachbarns in die Heia.

 

Spanien/Portugal 2018, VII: Córdoba, zwischen Orient & Okzident

Wenn mich Jemand fragt, was mich am Meisten in Andalusien beeindruckt hat, würde die Antwort „ die Mesquita“ lauten, eine Kathedrale in einer Moschee….Willkommen in Cordoba, einer der schönsten Städte Andalusiens.

Zunächst mussten wir aber erstmal aus Granada hinausfinden, unser Navi meinte es wieder sehr gut mit uns und schickte uns durch sämtliche Minigassen….und das zu fast  nachtschlafender Zeit, der Wecker hatte bereits um 6:45 Uhr geklingelt. Wir waren todmüde und die Fahrt zog sich hin. Immerhin trennen die beiden Städte fast 200 km.  In Cordoba stellten wir mit absoluter Begeisterung fest, dass  unsere Pension zwischen Alcazar und Mesquita lag und nur 70m weiter ein Parkhaus unserem Leon einen Schlafplatz anbot.

Unser Vermieter war ein absoluter Schatz und Spassvogel und führte dieses einfache Haus mit viel Liebe und Humor.

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Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, gingen wir Richtung Fluß und warfen nen Blick auf den Alcázar des los Reyes, gingen aber nicht hinein. Diese Palastanlage wurde ab 1328 unter Alfonso XI anstelle einer älteren, maurischen Anlage gebaut und diente Isabella und Ferdinand als bescheidene Heimstatt während der Rückeroberungsraubzüge gegen die Mauren. Hier wurde auch der letzte Kalif Boabdil gefangen gehalten.

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Die römische Brücke mit ihren 16 Bögen wurdevon Augustus  45 vor Christus über dem Fluss  Guadalquivir gebaut und beherbergt am Ende, im Turm Calahorra eine islamische Ausstellung. Sie ist eine der größten römischen Brücken und eine der wenigen Überbleibsel der Römerzeit.  Von dort bietet sich ein toller Blick auf die Mesquita- Kathedrale.

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Blick auf die Puerta del Puenta

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Wir schlenderten Richtung Mesquita und hatten wohl ne günstige Zeit über Mittag gefunden, binnen zehn Minuten hatten wir unsere Tickets. Hier ein paar Impressionen von außen.

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Leider war es sehr eng, ein gutes Bild vom Portal fast unmöglich.

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Mesquita heißt auf portugiesisch Moschee, der offizielle Name ist Moscheekathedrale und in ihrer Art wohl einzigartig. Wer so richtig in die Geschichte eintauchen will, dem empfehle ich https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mezquita-Catedral_de_Córdoba

Kurz und bündig erklärt, die Kathedrale wurde als Moschee im Jahr 823 gebaut und gilt als einer der größten Sakralbauten der Welt. Sie ist 179 m lang und 134 m breit. Seit der Reconquista dient die Mesquita als Kathedrale und wurde ziemlich pfiffig umgewandelt. In der Mitte des Baus wurde eine Innenkathedrale integriert.Islamische Stilelemente blieben erhalten, so existiert eine Mihrab, eine toll verzierte Gebetsnische.

Anbei ein Plan der Mesquita, gut ist die Einfügung der Kathedrale zu erkennen.

Insgesamt wurden fast 1000 Bögen und Säulen verarbeitet, der Gesamteindruck erinnert an den kleinen Muck, Alibaba und die 40 Räuber und wirkt wie aus 1001 Nacht….bis man die Kirche erblickt. Lasst Euch verzaubern.

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Moschee…..

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& Kathedrale

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Kathedrale

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Die Gebetsnische

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Wir trieben uns fast eine Stunde in der Mezquita herum und waren wirklich angetan. Immer wieder stellten wir uns die Frage, ob solche Bauwerke heutzutage noch möglich wären….sage nur BER.

Wir liefen im Anschluss zurück zum Hostal und lösten unseren so braven Hund aus. Emily hatte lieb auf dem Bett gelegen und auf uns gewartet. Im Anschluß gab es Mittag in der Juderia, der Altstadt und ehemaligem Judenviertel von Córdoba. Wir saßen in einem der Patios, für die Córdoba berühmt ist.

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Die Juderia ist das touristische Herz und zum Teil mit billigen Souvenirschuppen versaut. Dennoch gehts ruhiger zu als im Vergleich zu Granada oder Malaga.

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Die Synagoge in der Juderia wurde leider renoviert, so dass mir ein Sightseeing Spot entging. Während Mathias mit Emily die Pferdchen auf der Plaza beobachtete, schaute mit mir die Banós de Alcazares an. Eintritt 2,20€…. da kann man nicht meckern.

Die Banós waren die ersten arabischen Bäder auf der iberischen Halbinsel. Sie sind leider nur noch als Ruinen vorhanden, werden aber dennoch schön präsentiert.

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In der blauen Stunde liefen wir nochmals zur römischen Brücke und genossen die Aussicht auf die Brücke aber auch gen Mezquita. Mit einem Caesar‘s Salad und einer sehr guten Flamencodarbietung ließen wir den Abend ausklingen.

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Spanien/Portugal 2018, VI: Granada das Schatzkästchen

Morgens lernten wir die Hölle von Malaga kennen, britische, asiatische und deutsche Touristengruppen stürmten das Buffet vom IBIS um danach wie wir nach Frigiliano zu fahren.

Der Ort wird als „schönstes Dorf Spaniens“ gepriesen, gehört nicht zu den berühmten pueblos blancos ( da nicht auf der Route) ist aber leider von der Costa del Sol aus schnell zu erreichen. Somit kam was kommen musste…,,wir bahnten uns unseren Weg durch viele schwarzgebräunte mit All In Bändchen verzierte Menschen und waren froh als wir uns unseren Weg nach Granada bahnen konnten. Den Blick vom Europabalkon in Nerja ersparten wir uns, fuhren kackenfrech daran vorbei.

Dennoch will ich Euch ein paar Fotos aus Frigiliano nicht vorenthalten. Um die Massen herum zu fotografieren, war eine gute Übung für die Alhambra.

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Die letzte Stunde nach Granada zog sich, nur die Landschaft  bot Abwechslung. In den engen Altstadtstraßen kam wieder der Parkplatz Krampf ins Spiel. Wir hielten uns an die Anweisungen unseres Vermieters und verfuhren uns dennoch. Lange Rede, kurzer Sinn……40 Minuten später standen wir auf einem bewachten Parkplatz, fünf Minuten vom Plaza Realejo entfernt und bewunderten unser neues Zuhause für drei Nächte.

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Wohnung wieder vom Feinsten und sehr großzügig geschnitten. Das Apartment liegt in einem alten Palast, unsere Eingangshalle war bereits ein Hingucker. ich

Mittags verschlug es uns in den Restauranttip unseres Vermieter, das El Molinos, 30 m vom Apartment entfernt….leider waren wir danach für die Restaurantszene versaut. Ums kurz zu machen, wenigstens einmal am Tag waren wir in den nächsten Tagen in dem Familienbetrieb essen, leider war am Montag den 08.10.2018 Ruhetag. Andalusische Küche im marrokanisch-spanisch-katholischen Enterieur war echt witzig. Über der Bar die Koransuren, an der Wand die Bilder der Semana Santa Prozession.

Und dazu ein Essen……wow! Noch nie habe ich eine Gazpacho in der Qualität geschlürft.

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur Touriinfo um unseren Ausdruck der Granadacard in etwas Richtiges zu verwandeln. Der Ausdruck ist über 50€ wert, beinhaltet die Alhambra mit Nasridenpäläste und Generalife als auch den Eintritt in die Kathedrale und den königlichen Gräbern. Dazu kommen noch zwei Klöster und zwei Bürgerhäuser als auch die Busse…..Letztere sollten wir nie von innen sehen,da wir Emily ja nicht drei Tage 24/7 alleine lassen können. Auf dem Ausdruck waren die Öffnungszeiten angegeben, bis 19:00 Uhr soll die Tourinfo am Samstag offen sein. Natürlich machte der Laden bereits um 14:00 Uhr dicht. Also wurde weiter gehetzt…..zu einem Kiosk im Albaicin ( Altstadt). Dieser hatte bis 16:00 Uhr offen, um 15:45 Uhr kamen wir dort abgehetzt an und wurden ausgelacht! Karten werden schon längst nicht mehr ausgegeben, Ausdruck reicht. Man, was waren wir abgefressen! Auf den Schrecken gabs ne Cola und nen Bummel Richtung Kathedrale. Diese schauten wir uns nur von außen an, da die Granadacard erst ab dem 7.10 für uns gültig war. Das Innere der Kathedrale als auch die sehr beeindruckenden Königsgräber von Isabella und Ferdinand schauten wir uns an unserem letzten Tag in Granada an.

Der Eingang zu den Königsgräbern

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Kathedrale von außen

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Wir liefen im Anschlus durch den Albaicin, der Medina von Granada um auf den Hügel St. Nikolaus zu kommen. Dort trifft sich ganz Granada und alle Reisegruppen um das berühmte Bild der Alhambra in Gänze zu bekommen. Der Weg zum Aussichtspunkt ist ebenfalls sehr sehenswert, es hat sich ein marrokanischer Souk in den Straßen entwickelt, jedes zweite Haus ist eine Teestube, die Souveniere sind arabisch und Couscous, Tajine und Hummus waren auf einmal allgegenwärtig, Hat uns sehr gut gefallen und passt zur Atmosphäre der Stadt…..die perfekte Vermischung von Orient und Olzident.Granada ist übrigens eine Studentenstadt und das merkt man überall.

Auf dem Hügel St. Nikolaus tobte das Leben und schnell war uns klar, dass wir auf keinem Fall bis zum Sonnenuntergang gegen 20:30 warten würden. Der Blick auf die Top Sehenswürdigkeit der Stadt lohnt aber durchaus.

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Wir bummelten durch die maurische Altstadt nach Barrio Realejo und gingen im El Molinos essen.

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Gegen 23:00 Uhr lagen wir im Bett, wir wollten um 8:30 an der Alhambra sein.

Der zweite Tag stand vollkommen unter der Alhambra.Bereits um 6:40 krochen wir aus dem Bett und machten uns kurz vor 8:00 zu Fuß auf den Weg. Da in Granada die Sonne erst gegen 8:20 Uhr aufgeht, war  es noch dunkel, Emily blieb in der Unterkunft. Vor dem Haupteingang tobte das Leben, Alles war in hellster Aufregung und Gott sei Dank das Ticket funzte….

Um 8:30 kamen wir auf das Gelände und bereits um diese Uhrzeit war schon gut was los. Da die Alhambra in vier Abschnitte unterteilt werden kann, verteilten sich die Massen noch recht gut, das sollte sich ändern.

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Was macht die Alhambra so einzigartig? Sie ist seit 1984 Unseco Weltkulturerbe und eines der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Europa. Die Alhambra ist eine Stadtburg           ( Kasbah) auf dem Hügel Sabikah und gilt als eines der herausragenden Beispiele der islamisch-maurischen Baukunst. Sie ist 740m lang und bis zu 220m breit. Im Osten ist der Sommerpalast, der Generalife vorgelagert. Das war wir unter der Alhambra verstehen, ist der Nasridenpalast und der Generalife. Daneben gibt es aber noch die Zitadelle, Alcazaba, und den Palast von Heinrich V. Hinzu kommen Kirchen, Wohnhäuser, sogar ein Hotel steht auf dem Gelände der Alhambra. Im ersten Moment eher ernüchternd.

Der Name Alhambra leitet sich vermutlich von Quasr Al Hamrā ab, was soviel wie roter Palast heißt und zum ersten Mal im 9 Jh Erwähnung findet.  Die Geschichte war sehr bewegend, wer mehr darüber lesen möchte,sollte in Wikipedia stöbern. Unser erstes Ziel war die Alcazaba, die Festung. Das Licht war noch nicht überall perfekt aber mit rd 15 Grad optimales Sightseeingwetter. Ich empfehle die Morgenstunden, abends  knallt die Sonne aufs Gelände.

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Von den Türmen der Alcazaba hatte man einen traumhaften Blick auf das morgendliche Granada.

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Wir hatten um 11:00 Uhr unseren Besuchstermin für den Nasridenpalast, angeblich bekommen nur 50 Leute Einlass.Komischerweise tummelten sich Hunderte in der Anlage herum, es war ein Graus. Bis 11:00 Uhr vertrieben wir uns noch die Zeit bei Heinrich V. Sein Palast wurde nie wirklich fertig, im Inneren befinden sich jezt zwei Museen, eines davon war das Bellas Artes, wir schenkten uns den Eintritt.

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Nach der Befreiung Granadas von den Mauren wurden auch Kirchen auf dem Gelände der Alhambra gebaut. Diese stehen irgendwie im krassen Kontrast zum Rest der Anlage, obowohl ich vermute, das Teile dieses Schmuckstücks als Moschee genutzt worden war. Alleine beim Anblick des Eingangsportals kommt man auf diesen Gedanken.

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Um 10:20 Uhr gingen wir zum Nasridenpalast und warteten mit den anderen Glücklichen, die das 11:00 Uhr Los beim Ticketkauf gezogen hatten. Komischerweise wurden die ganze Zeit Leute auf das Gelände gelassen und wir bewunderten bereits ene Art Rückstau. Kurz vor 11:00 kam Hasse der deutsche Schäferhund und ein paar Polizisten.  Wir mussten unsere Taschen ablegen und gegenüber an einer Wand Platz nehmen. Hasso schnüffelte die Taschen ab und dann durften wir dem Rückstau aufschließen.

Folgende Fragen blieben ungeklärt…

1. Warum wurden immer Leute in den Naridenpalast gelassen, obwohl auf dem Ticket stand, dass man ultrapünktlich am Eingang sein soll und nur zu der angegebenen Zeit Einlass bekommt?

2. Wie kann ein Rückstau von fast 100-150 Personen entstehen?

3. Warum kam Hasso erst um 11:00 Uhr  in Einsatz?

Fragen über Fragen, Antworten gabs keine…..wir mussten nur lernen, mit den Menschenmassen in dem sehr hübschen Palast zu leben.

Die  Alhambra ist bestimmt schon seit 15 Jahren auf meiner Bucketlist. Dazwischen war ich allerdings mehrmals im Indien und Marokko gewesen und am Ende muss ich leider festhalten „ nischt Neues gesehen“. Die Alhambra ist eine perfekte Mischung der Paläste von Marrakesch ( Bahia Palast) und der Medersa als auch Einflüsse aus dem Taj Mahal und dem Baby Taj.

Dennoch war die Gesamtheit der Anlage beeindruckend, wenn auch die vielen Mitbesucher den Spaß oft verdarben.

Hier ein paar Eindrücke:

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Nach dem Nasridenpalast liefen wir zum Sommerpalast, dem Generalife.Hier stehen die Wasserbecken und Gartenanlagen im Vordergrund, man hat außerdem einen sehr schönen Blick auf die restliche Alhambra.

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Gegen 14:00 Uhr waren wir wieder zurück beim Fellknäuel, die sehr lieb während unserer Erkundigungstour gewesen war. Wir waren total platt und hungrig und nachdem wir die Fiestapaella bewundert hatten, gabs für unser Mittag nur ein Ziel: El Molinos, Gazpacho und Paella.

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Unseren Nachmittag vergammelten wir im Apartment und gingen erst gegen 18:00 Uhr wieder raus. Unser Ziel  war der Albaicin, wir wollten noch ein wenig Altstadtflair und genossen nicht nur diesen sondern auch einige Ausblicke auf die Alhambra.

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Abends gingen wir fremd und genossen unser Abendessen ( um 21:00 Uhr) in einer anderen Teteria.

Seit Granada bekommt man zum Bier auch immer Taps für umme, dieses Mal sah der Teller so aus! FANTASTISCHE ERFINDUNG!

Und unser Hauptessen begeisterte uns so:

Wir schliefen in der folgenden Nacht einfach mal aus uns frühstückten auch am heimischen Frühstückstisch in unserer Unterkunft. Danach lösten wir unseren Wagen aus seinem Schlafplatz aus und fuhren rd. 50 km gen Nordwesten. Unser Ziel war Guadix. Klingt wie Asterix, Obelix und Odefix? War auch irgendwie ein bissel so……in Guadix wohnen die Menschen in Höhlen! Tolle Nutzung der Hügel, absolut im Einklang mit der Natur. Wir fuhren in den Ort und schlenderten die Ruta de Cuevos ab. Es gab ein paar Aussichtspunkte und ein Opa lud uns in seine blitzblanke, tuffig altmodische Höhle ein.

Auch der Alcazar war einen Blick wert, wenn auch nur vom Lookout

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Nachdem Emily alle räudigen Wuffis des Ortes kennengelernt hatte, fuhren wir weiter nach La Calahorra, einer Burganlage, die nur 11 km weiter auf einem Bergsattel pittoresk in der Landschaft steht. Da diese nur mittwochs besichtigt werden kann, war uns klar, dass der Besuch sehr kurzweilig sein würde.

Die Anlage wurde im italienischen Renaissance Stil von 1509-1512 gebaut und ist mehrmals in Filmen als Kulisse genutzt worden.

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Zurück in Granada gabs Mittag zu später Stunde und nen Marsch zur Kathedrale. Dort bewunderten wir die Gräber Isabella und Ferdinand ( Bilder verboten) in der Capilla Real und liefen weiter zur Kathedrale. Diese erkundeten wir ausgiebig von innen, ein beeindruckendes Bauwerk. Insgesamt wurde 181 Jahre an der Kathedrale gebaut, als Erstes stand die Capilla Real. Die Grundsteinlegung war 1523, rd 30 Jahre nach der Maurenzeit.

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Der allgegenwärtige Granatapfel

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Als letzter Gang in Granada stand nochmal der heilige Nikolaus an und zwar zur blauen Stunde. Natürlich tobte auf dem Hügel das Leben und unsere Fotos entstanden mit einer Flamenco live Einlage im Hintergrund. Eine schönere Stimmung konnte es kaum geben.

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Da wir auf andalusisch keine Lust hatten, gabs am diesem Abend mexikanisch….und das so richtig gut!

 

 

Spanien/Portugal 2018, V: Ronda & Malaga, zwei Schönheiten

RONDA….dieses Must See findet man in jedem Reiseführer, Blog etc. Und immer wieder wird gesagt, es ist kein Geheimtip mehr, richtet Euch auf Menschenmassen ein.

Ich hatte fast schon keine Lust mehr, überhaupt hinzufahren, doch wie so oft, wird es dann meistens besser als gedacht. Wir übergaben unser schönes Apartment ordnungsgemäß gegen 9:00 Uhr und schaukelten durch die Serpentinen der Serrania gen Bergnest.

In Ronda angekommen stellte ich ernüchternd fest, dies ist kein Nest! Ronda ist eine ausgewachsene Stadt mit allem pipapo. Wir hatten in unserer Reservierung gelesen, dass wir einen Parkplatz haben und versuchten dennoch einen legalen Platz für Leon zu finden. Natürlich erfolglos und nach 30 Minuten gaben wir auf. Letztem Endes durfte unter Freund in einem Parkhaus, drei Stockwerke tief bubu machen und brav einen Tag auf uns warten.

In Ronda brummt das Leben, nicht nur deutsche Touristen sondern auch ordentlich viel Spanier, Briten und Niederländer bevölkern El Mercadillos zentrale Einkaufsstraße an deren Ende eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens und der zentrale pittoreske Platz der Neustadt zu finden ist.

Die Neustadt ist aus dem 15.Jahrhundert, die echte Medina stammt aus der Maurenzeit (711-1492)  und befindet sich jenseits der Schlucht el Tajo. Arunda fand bereits in römischen Schriften Berücksichtigung, 132 v. Chr. ließ Scipio der Jüngere eine Anlage errichten. In einer nahen Höhle findet man Felsmalereien aus der Steinzeit (18.000-15.000 v. Chr.). Unter den Mauren gehörte Ronda mal zum Kalifat von Cordoba oder auch mal dem König von Taifa und damit zu Sevilla…..lange Rede kurzer Sinn die Berber und Araber konnten ebenfalls nicht miteinander und somit wechselten die Besitztümer bis zur Befreiung des Öfteren.

Obwohl Ronda die geistige Heimat des Stierkampfes ist, die Arena 1785 eingeweiht wurde, schenkten wir uns den  Besuch der Stierkampfarena ich wûrde niemals den brutalen Stierkampf in Spanien unterstützen.

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Natürlich zog es auch uns zu der berühmten Brücke von Ronda und zunächst versuchten wir von den zentralen Aussichtspunkten, Miradores genannt, einen Blick auf die Medina jenseits der Brücke und natürlich auf die Puente Nuevo zu werfen. Auch die Bergwelt drumherum ist wunderschön und würde zum trekken einladen.

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Auch uns war klar, die Brücke sieht von unten am Schönsten aus! Also machten sich zwei Paar Füße und vier Pfötchen mit mehr oder weniger geeignetem Schuhwerk auf den Weg in die Schlucht. Ich dachte meine Sandalen wären bereits unpassend ,eine Japanerin veruchte sich aber mit Stilettos….ob sie wieder oben angekommen ist? Auf dem Weg war es erfrischend leer  und  wir freuten uns den Tourimassen entkommen zu sein.

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Nachdem wir das Meisterwerk der Ingenieurskunst aus zwei verschiedenen Ebenen bewundert hatten, krochen wir bei sengender Hitze wieder den Berg hinauf. Der Sage nach hat sich der Baumeister der Brücke übrigens nach Vollendung seines Kunstwerks in die Schlucht gestürzt, weil ihm bewusst war, dass er dieses Bauwerk nicht wiederholen könnte.

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Wir liefen in die Medina und gönnten uns Bier und Ben & Jerry Eis und eine absolut leere Altstadt.Die Touristen bleiben Alle in der Neustadt, verrückt……also, Leute merkt Euch….Ronda ist bei den Sehenswürdigkeiten beschaulich, die Meute hetzt zur Brücke und vergnügt sich in der Fussgängerzone.

Kathedrale mit muslimischer Gebetsnische und einem Minarett, heute Turm. Die Nische ist der Erker links….

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Weitere Altstadtimpressionen:

Das Minarett von San Sebastian ist das einzige was von der ehemaligen Moschee noch übrig geblieben ist.

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Casa del Rey Moro mit maurischem Turm

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Uns

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Und noch mehr Entdeckungen in Ronda…..

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Bei Melgar shoppten wir tollen Schinken und Manchego fürs morgendliche Frühstück.

Gegen 17:30 krochen wir in unser Apartment und staunten über unsere 80qm Bude nicht schlecht. Zwei Schlafzimmer, großes Wohnzimmer, zwei Bäder und ne nette Küche…das Ganze für 49,50€ die Nacht. Die  Macken der Unterkunft lernten wir erst später kennen.

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Die Spanier essen nicht vor 21:00 Uhr und auch wir passen uns so langsam und allmählich an.Das Essen in Ronda war super, Wir hatten einen super Griff bei der Wahl unseres Restaurants. Es gab Tapas und Paella satt.

Auf dem Weg in unser Apartment stellten wir fest, dass Ronda auch abends durchaus fotogen ist.Da wir kein Stativ dabei hatten, stammt das Foto frei aus der Hand.

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Zurück im Apartment machten wir eine lustige Entdeckung, der Boden im Schlafzimmer war extrem abschüssig….von der linken Bettseite zur rechten….Mathias plumste gleich mal aus dem Bett und verzog sich ins Wohnzimmer.Ich wachte in der Nacht auf und hatte mich in dem schiefen Bett so dermaßen verlegen, grusel. Bei meinem nächtlichen Toilettengang nutzte Mathias die Chance und lag aufeinmal diagonal im Bett. Also zog ich um auf die Couch. Wie erholsam das ganze Theater war, merkten wir am nächsten Morgen.

Müde traten wir die Fahrt nach Malaga an, waren gegen 10:30Uhr  bereits am Ibis am Rande der Altstadt. Von Malaga hört man immer nur, dass die Stadt hässlich sein soll und der erste Eindruck war spooky. Das Hotel liegt an einem trocken gelegten Kanal, alles wirkt ein wenig verkommen…..auf dem ersten Blick.

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Wir liefen als Erstes zum Mercado, dieser wird immer als eine der Hauptsehenswürdigkeiten angepriesen. Und tatsächlich, das Gebäude ist eine Augenweide und der Inhalt lässt jedem Hobbykoch das Herz bluten.

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Muss ich erwähnen, dass unser Lunch aus einem Fischspieß aus einem der Restaurants des Marktes stammte?!

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Gesättigt machten wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Der Weg führte uns durch  den Paseo de Parque und somit bekam ich meine Lieblingsblumen zu Gesicht……ich liebe Frangipani!

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Die Kathedrale ist ziemlich eingebaut, die Sonne stand ungünstig, Auf innen hatten wir, mal wieder, keine Lust….naja, gab schon bessere Fotos von mir….

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Malaga war arg zerstört worden im spanischen Bürgerkrieg und so hält sich immer hartnäckig das Vorurteil, dass die Stadt hässlich ist. Aber wenn man sich auf die Stadt einlässt und durch die verschwiegenen Gassen bummelt,findet man schönste Altstadtarchitektur und den beeindruckenden Alcazaba ( Festungsanlage).

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In den Alcazaba kamen wir nicht hinein, weiße Fellbündel waren dort unerwünscht, Immerhin konnten wir einen Blick auf das römische Amphitheater werfen und auf den Parador de Alcazaba hinauflaufen. Da wir ja Tickets für die Alhambra haben, machte mich die Sache mit dem Alcazaba nicht traurig….

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Da wir ziemlich müde von der katastrophalen letzten Nacht waren, zog es uns wieder Richtung IBIS. Auf dem Weg zu Hotel schauten wir noch kurz am Geburtshaus von Pablo Picasso vorbei, von außen typisch spanisch und unspektakulär.

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Fotos vom IBIS gibts hier nicht, sah so aus wie alle…..aber ein himmlisches Bett heilte die Wunden der letzten Nacht. Wir verschiefen komplett den Nachmittag und trauten  uns erst mit einbrechender Nacht wieder auf die Straße.

Auf  der Suche nach etwas Beißbarem  zogen wir durch ein Viertel, welches wir am Nachmittag noch nicht durchschlendert hatten und landeten in einem andalusischen Restaurant namens Cathedral. Das Essen war bemerkenswert gut, so gut, dass  ich ne Visitenkarte einsteckte.

Später liefen wir zum Hafen und schlenderten zum Strand. Wenigstens Emily hatte die nackten Pfötchen noch im Sand. Wir hatten unsere Chance auf Planscherei im Mittelmeer ja gründlich verschlafen.

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Auf dem Rückweg bewunderten wir das Hafenbecken mit Alcazaba, quasi eine kleine Minialhambra.

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Gegen 0:00 Uhr fielen wir wieder in unser weiches Bett und freuten uns über die Entscheidung Malaga mit in unsere Planung genommen zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spanien/Portugal 2018,IV: Gibraltar, a little piece of Great Britain

Is it really british? Indeed, it is!

Ziemlich unausgeschlafen machten wir uns auf den Weg nach Gibraltar, dem einzigen Hoheitsgebiet von Großbritannien mit Rechtsverkehr. Emily blieb in Tarifa, da Hunde und Affen nicht miteinander harmonieren.

Wir brauchten eine Stunde und erreichten den Grenzort La Linea de la Conception.  Der Name La Linea bezieht sich auf die Grenzwälle aus der napoleonischen Zeit, die aber heute nicht mehr erhalten sind. An der der Grenze war nischt los und schon waren wir in GB. Man fährt über das Rollfeld um in die Innenstadt zu kommen, Schon bizarr, leider war kein Flieger auf der Runway. Später sahen wir eine Easyjet starten. Auf Gibraltar wird wie irre gebaut, eine Baustelle neben der anderen und alles irre eng.

Und warum ist Gibraltar nun britisch???? England eroberte Gibraltar während des Spanischen Erbfolgekrieges 1704  und erhielt es neun Jahr später auf „ unbestimmte Dauer“ durch den Vertrag von Utrecht übereignet. Bei zwei Volksabstimmungen haben sich die Gibraltarer immer gegen den Zusammenschluß mit Spanien ausgesprochen, allerdings waren auch 96% gegen den Brexit. Für Gibraltar wird das Leben härter……mal schauen, ob es Sonderregelungen für „The Rock“ geben wird. Die Einwohner auf Gibraltar stammen aus Großbritannien, Portugal und Spanien und aus Genueser Juden. Gibraltar hat Kirchen, Synagogen und Moscheen zu bieten, Multikulti ist überall.

Wir hatten uns für die Mitnahme des PKWs entschlossen und waren im Nachgang sehr dankbar. Wir konnten so mehr sehen und yemily musste nicht so arg lang auf uns warten.

Unser erstes Zuel war der Europapoint, der Aussichtspunkt an der südlichen Spitze mit Blick auf Afrika und einem super Blick auf den berühmten Felsen. Unsere Wetterlage……very british.

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Die Ibriahim al Ibrahim  Moschee ( auch  King Fahd Abdulaziz al Saud Mosque genannt) izwar übrigens ein Geschenk des damaligen König von Saudi Arabien. Sie wurde im Jahr 1997 vollendet.

Der Leuchtturm hätte nicht britischer sein können, man meint man wäre  nicht in Südeuropa. Die niedlichen Cottages hatten es uns schon ein wenig angetan.

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Wir umfuhren Gibralter an der Westseite und fanden tatsächlich ein Fleckchen Strand. Unser Leon wurde also schnell eingeparkt und fünf Minuten später standen unsere Füßen im Sand….britischen Sand versteht sich!

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Nachdem wir Gibraltar einmal umrundet hatten und durch die Tunnelanlagen von „The Rock“ gefahren waren, kamen wir wieder zum Rollfeld und in Richtung City inkl. Seilbahn. In der Nähe der Innenstadt fanden wir einen Parkplatz und liefen zur Cable Car. Unser Ziel waren der Affenfelsen mit dem berühmten Blick auf Gibraltar. Wir hatten Glück und mussten nicht lange auf eine Gondel warten.

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 Oben angekommen war es nicht nur sehr windig sondern neblig, wir steckten quasi in den Wolken. Als Erstes rochen wir Affen Pipi und schon waren die kleinen Biester da. Man sagt, dass die Briten den Felsen so lange verwalten werden, so lange es Affen auf dem Felsen gibt. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass diese gehegt und gepflegt werden.  Die Äffchen sind eine entspannte Bande, satt und sehr zutraulich…..die Jungs und Mädels wissen, dass sie ein Alleinstellgsmerkmal in Europa genießen.

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Blick auf Gibraltar, ganz links die lustige Start,-u. Landebahn

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Es war mittlerweile Mittag geworden und nach einem kurzen Blick auf die militärischen Anlagen ( gefühlt ist alles auf Gibraltar militärisch….Barracks, Kasematten, Wallanlagen) machten wir uns auf den Weg in die recht niedliche Innenstadt, wir wollten Fish & Chips und nen Ale Pie und britisches Flair, so gut es eben geht.

Da Gibraltar Tax Free Zone ist, erfreute sich Mathias an zwei Flaschen  Taylor‘s Port für nen Appel und nen Ei und nach ein wenig Sightseeing gings stilecht in ein Pub.

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Mit einem lustigen Essen auf meinem Teller und einer Flasche London Pride beendeten wir um 14:00 Uhr unser Sightseeing auf dem Affenfelsen.

Ich hätte gerne noch ein wenig Zeit in der Innenstadt vertändelt, doch unser Westie wartete sehnsüchtig auf uns und unser schlechtes Gewissen trieb uns wieder nach Spanien.

Mein Fazit zu Gibraltar: Ein Muss, wenn man schon mal in der Gegend ist. Mit offenen Augen und ein wenig Zeit lässt sich das britische Erbe noch gut entdecken. Gibraltar hat, aufgrund seiner Enge nicht sehr viele reizvolle Ecken. Ähnlich wie in Monaco wird eher in die Höhe gebaut. Angst vor den Äffchen muss man nicht haben, diese waren eher zahm und keine kleinen Klaufix. Das Auto kann gut mitgenommen werden, anders als in vielen spanischen Städten hatten wir keine Porbleme einen Parkplatz zu finden.

Spanien/Portugal2018, III: Tarifa, die Stadt von Poniente und Levante

In Spanien wird es um diese Jahreszeit erst gegen 8:00 Uhr hell und so frühstückten wir vor unserer Abreise aus Jerez im Stockdusteren. Wir fühlten uns förmlich verwegen, ganz so als ob wir eine Heldentat vollbracht hätten.

Unser erstes Ziel war mal wieder ein „de la Frontera“, diesmal Vejer und eine hervorragende Wahl. Was für eine Puppenstube auf einem Bergrücken. Eine geschlossene underschön restaurierte Medina, kaum Touristen ( zumindest zu dieser Jahreszeit) und freie Parkplätze vor dem Ortskern.

Vejer wurde bereits 711 von den Mauren erobert, der älteste Teil der Medina wird durch eine Stadtmauer geschützt. In dieser befindet sich die Pfarrkirche Parroquial del Divin Salvador. Diese wurde zw. dem 14-16  Jh .auf den Resten der Moschee erbaut.

Lasst Euch von Vejer verzaubern:

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Nach Tarifa war es nicht mehr weit, rund 45 km trennten uns von dem Backpacker-Kite-Surfer Nest, welches in den letzten zehn Jahren enorm von den Billigfliegern und dem Hype um den Strand und die Stadt profitiert hat. Mittlerweile ist die Stadt auch mit Vans und alten Wohnwagen zugestellt, Vanlife ist das neue backpacken.

Tarifa ist die Stadt wo Poniente und Levante aufeinandertreffen und nein, hierbei handelt es sich nicht um Charktere aus Goethe oder Shakespeare sondern um Starkwinde. Der eine kommt von der Landseite, der andere vom Atlantik. Für die Surfer und Kiter ein gefundenes Eldorado, zusammen mit der Tatsache, dass Atlantik und Mittelmeer aufeinandertreffen, eine hübsche Medina den Ort verzuckert und Taria einen super Blick auf das afrikanische Festland, garantiert, machen den Ort umso interessanter. InTarifa kann man Wale, sogar Orcas und Delfine beobachten. Wir überlegten einmal scharf aber es fehlte uns irgendwie ein Tag und wir wollten Emily auch nicht zu lange alleine lassen….also, keine Orcas für uns.

In Tarifa kann man exzellent Thunfisch essen, dieser wird hier aus dem Wasser gezogen.

Als wir in die Stadt einfuhren, machte sich zunächst Ernüchterung breit. Viele 70er Jahre Apartmenthäuser, die meisten davon bestimmt praktikabel aber grottenhässlich. Unser Apartment befand sich in genau so einem Ding, gefakter Art Deco Style, uns trennte nur die Strandreihe vom besten Strandabschnitt.  Aber was hatten wir für ein Glück, unglaublicher Vermieter und wahnsinniges Apartment. Ich hätte umgehend einziehen wollen, insbesondere der Minigarten hatte es nicht nur Emily angetan.

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Nach einer Stärkung ( Surla, Hamburger Iberico mit Manchego, wow) verbrachten wir den ersten Nachmittag am sehr, sehr feinen Sandstrand. Sowohl Levante als auch Poniente hielten sich  an die Spielregeln, und fauchten mehr ein laues Lüftchen……unser Vermieter  hatte uns bereits gewarnt, die nächsten Tage wurden stürmischer.

Der Strand ist ein Träumchen, sowas Tolles und das in Europa !Der Sand ist fast weiß, ganz fein und für Strandläufer bestens geeignet. Der Strand  selbst ist kilometerlang  und endet an einer tollen Sanddüne.  Tarifa hat eine vorgelagerte Halbinsel, diese trennt das Mittelmeer vom Atlantik und ist ein wichtiger Verteidigungspunkt im 2. Weltkrieg gewesen, dazu später mehr.

Hier kommen erstmal Buddelkastenimpressionen:

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Die Halbinsel und Afrika im Hintergrund

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Die Berge im Hintergrund sind bereits afrikanisches Festland

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Nachdem wir uns ausgetobt hatten (Emily liebte die durch Ebbe und Flut entstandenen Salzseen) gings unter die Dusche und zu Fuß am Strand entlang Richtung Ortskern. So schön der Strand ist, leider wurden insbesondere kurz vor dem Ort die Bausünden der Spätsechziger offensichtlich, Wohnsilos direkt am Strand. Dazu gesellten sich Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg und gaben eine bizarre Szenerie ab, da halfen auch Graffiti nur bedingt.

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Bunkeranlagen

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In der Medina orientierten wir uns zunächst gen Mittelmeer und bestiegen die alte Festungsmauer mit Burganlage von Guzman dem Guten aus dem X. Jh. und dem Mirador de Miramar mit toller Aussicht auf Afrika.

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Wieder der Blick nach Afrika

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Das maurische Erbe ist sehr offensichtlich, wir wähnten uns fast in Marokko.  Wir durchschlenderten die Altstadt, die gegen 19:00 Uhr nicht überlaufen war; im Gegenteil manche Restaurants machten bereits dicht und wir mussten direkt nach etwas zu Futtern suchen.

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Wir kehrten in den Tip unseres Vermieters ein, das Misisana, Das Essen war gut, die Portionen recht klein….aber ein Heineken mit 4,90€ anzusetzen war einfach nur frech.  Wie beschlossen in den folgenden Tagen selbst den Kochlöffel zu schwingen.

Abends wurde es richtig frisch, die Winde waren stärker geworden und der Marsch am Strand ( rd. 15 Minuten ab Medina) war ein bissel lästig. Dafür wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang entschädigt.

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Unseren zweiten Tag verbummelten wir gespielt in Tarifa, am Strand, im Supermarkt und mit nem ordentlichen Mittagsschlaf im Bett. Urlaub ist etwas Herrliches……

Wir kochten an  diesem Tag wirklich selber, es gab endlich Meeresfrüchte satt mit Salat, Kartoffeln, Nachos und Guacomole sowie  Brot. Das Zeug (Fisch) ist hier so unglaublich günstig, es wäre eine Schande, nicht selbst zu kochen, wenn man die Chance hat.


Unseren dritten Tag verbrachten wir auf britischem Hohheitsgebiet. Wir fuhren nach Gibraltar, wer diesbezüglich mehr lesen will: http://allcontinentsinonelife.com/spanien-portugal-2018iv-gibraltar-a-little-peace-of-great-britain/?preview_id=11406&preview_nonce=ab3b522823&post_format=standard&_thumbnail_id=11416&preview=true

Nach unserer Rückkehr von Gibraltar sollte Emily zu ihrem Recht kommen, wir wollten Ihr den größten verfügbaren Buddelkasten bieten und zur Wanderdüne fahren. Leider verpeilten wir ein wenig den Weg und fuhren stattdessen einen  Campingplatz an und kehrten wieder um. Die Zeit war uns für lange Suche zu kurz. Am Strand kam die Ernüchterung. Es war sooooooo windig, Levante und Poniente gaben Alles, der Sand peitschte an die Waden, machte ein Sitzen am Strand unmöglich. Mathias und der Wauz sprangen in die Fluten und danach liefen wir sofort zurück ins Apartment.

Den frühen Abend verbrachten wir nochmal in Tarifa,  wir wollten noch  ein wenig bummeln und ein paar mehr Straßenzüge der Medina kennenlernen. Nach einem Bier in der Altstadt  hieß es kochen und packen.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA, sorry Verena….ich weiß ich hab das Motiv abgekupfert
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Und wie sieht nun unser Fazit zu Tarifa aus? Loco para Tarifa? Vom Tarifabug gebissen?

Ich sage mal poquito,poquito….oder ein klares JEIN. Tarifa ist ohne Zweifel toll, ich kenne aber schönere Altstädte und Poniente sowie Levante werden nicht meine besten Freunde. Meine Horrorvorstellung wären eine Woche in Tarifa und davon sechs Tage Starkwinde! Neben der Erleichterung des Geldbeutels ( Notshopping) wäre meine Sommerurlaubsfeeling dahin. Ich habe oft Vergleiche mit Essaouira gezogen, auch dort ist es wunderbar aber nicht für mehrere Wochen.

Unser nächstes Ziel wird das herrlich überlaufende Ronda, es gruselt  uns schon vor der Abfahrt,

Spanien/ Portugal 2018,II: Arcos de la Frontera & Cádiz

Nach unserem sehr guten Frühstück im Hotel fuhren wir in die Berge, genauer gesagt nach Arcos de la Frontera, auch das „La Port de pueblos blancos, das Rorder weißen Dörfer , genannt. Wir ließen den Wagen im neueren Teil des Ortes stehen und erklommen das Bergnest. Ziemlich steil gings hinauf, unterwegs boten sich tolle Ausblicke. Während der Maurenzeit wurde der Ort Medina Arkosh genannt und war dem Kalifat von Cordoba unterstellt. Wie in Marokko findet man verschlungene Pfade und eine gelungene Alstadtarchitektur.

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Ausblick vom Parador:

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Die Kirche „ Iglesia de Santa Maria de la Asunción begeisterte uns sehr, mal eine ganz andere Architektur.  Ich gehe davon aus, dass das Gotteshaus aus einer Moschee“ gebastelt“ wurde und die Kofession nach 1264 ( Rückeroberung durch Alfonso X. Die Messe ging gerade zu Ende und auch wir fröhnten im Ort dem spanischen Frühshoppen mit einem antialkoholischen Cuatado ( Espresso mit einem Fitzelchen Milch).

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Arcos begeisterte uns , zumal wir recht früh unterwegs waren und gegen 10:30 Uhr noch recht wenig Touristen und vor Allem Gruppen den Ort unsicher machten. Das änderte sich im Verlauf der nächsten Stunde, deutsche Reisegruppen beglückten uns zunehmend. Erstaunlich, dieser Teil Spaniens ist fest in deutscher und britischer Hand.

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Nachdem wir, ungewollt, ein deutsches Paar mit ins neue Dorf genommen hatten, diese aber an ganz anderer Stelle ihren Reisebus vermuteten, machten wir uns auf den Weg in die älteste Stadt Europas. Cádiz wurde 1100 v. Chr. als Gadir von den Phöniziern gegründet, die Stadt war  karthagisch, römisch, maurisch und noch heute kann ein bunter Häusermix die berühmte Geschichte der Stadt erzählen. Die Mauren nahmen Cádiz hereits 711 nach Christus ein, 1812 war die Stadt sogar mal Spaniens Hauptstadt, wenn auch nur für kurze Zeit. Die Altstadt zeigt sich authentisch, die Stadtstrände sind feinsandig, breit und kilometerlang. Wir organisierten uns zunächst ein leichtes Mittagessen und zogen dann zum Torre Tavira weiter.  Rund 100 Wachtürme sind noch in der Stadt erhalten geblieben, reiche Händler beobachteten im 18.Jh.von diesen Türmen aus das Treiben auf dem Meer und demnach das Handeln mit der neuen Welt. Cádiz wurde  zu Zeiten von Christo Colon  ( Christoph Columbus) der Hotspot  für die koloniale Seemacht Spanien. Von hier zogen die Schiffe auf ihre Entdeckungstouren Richtung Amerika aus.

Die Aussicht vom 64m Turm war  wirklich fantastisch, 6€ die sich lohnten. Emily hatte ihr TT ( Tragetaxi) , Mathias trug die Kleene die enge Wendeltreppe hinauf. Wir waren überrascht wie hoch das Ding tatsächlich war, oben hieß es erstmal Luft holen.

Der Blick auf die Stadt ist toll, wir bereuten keine einzige Stufe.

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Die Altstadt hat auch sonst so ihre Reize, nichts ist überrestauriert, das Touristengetummel hält sich auch hier in Grenzen. Wir schlenderten im Anschluß hinüber zur Kathedrale,  die neue Kathedrale, verkniffen uns aber den Besuch, obwohl diese zu den größten Kirchen Spaniens gehört.

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Am Nachmittag stürzte sich Mathias in die Fluten. Leider schlug das Wetter ein wenig um, es war bewölkt und recht windig. Da auch Hunde  an den Stadtstränden nicht erlaubt waren, war unser Badevergnügen recht kurz und schnell beendet.

Zurück in Jerez genossen wir unser schönes Zimmer und gingen, gezielt mit dem Willen, Tapas in unserem Restaurant von gestern Nachmittag zu genießen, an die nächste Ecke unses kleinen Platzes……doch nischt da, am Sonntag wird nicht gegessen, da wird gebetet! Erinnerungen an Porto wurden wach, wo wir in unserer Not unser Abendessen in einer Eisdiele einnahmen.

Aufgrund der Suche nach einem netten Plätzchen kamen wir an dem wunderschönen Platz vom Vortag vorbei. Von dem Partygetümmel des Vorabends war nichts mehr zu sehen, der Platz war aber weiterhin bildschön und ich freute mich einen Blick bei Tageslicht werfen zu können. Die Wolken waren ziemlich bedrohlich und später fing es an zu regnen. Der Sommer geht definitiv zu Ende, die Temperaturen verändern sich zur Zeit ebenfalls täglich, es geht nach unten……

Hier noch ein paar Handybilder von unserem Fang an diesen Abend….ein süßer Platz und grandioser Käse.