Nicaragua 2017,V: Matagalpa & Jinotega, alles Kaffee, oder was?

Unsere Nacht endete heute bereits um 3:30 Uhr, unser Rezeptionist war so lieb und brachte uns zum Busterminal nach Masaya. Die vereinbarten 20$ stockten wir gerne noch ein wenig auf, das Hotel war so großartig, ich kann es nur weiterempfehlen.

Das Glück war uns heute nicht so wirklich hold, als wir in Masaya ankamen, erfuhren wir das am Samstag der Expressbus erst um 6:00 statt um 5;00 Uhr fährt…..ne satte Stunde Schlaf verschenkt. Dafür standen wir mit unserem gesamten Hab und Gut in stockfinsterer Nacht auf einem stockfinsteren Busbahnhof wo nebenan der Markt aufgebaut wird und das alte Sprichwort “ nicht Jeder auf Bahnhöfen ist ein Schurke, aber alle Schurken treiben sich auf Bahnhöfe  herum“ kam mir wieder in den Sinn! Es war sehr interessant, was morgens um 4:30  in Masaya so los war…..Kiddies, die bereits schwer am schuften waren, hektische Hausfrauen, Marktschreier und an uns vorbeirasende Chickenbusse, alte Schulbusse aus Kanada ( nicht USA, die Länder sind ja seit 100 Jahrenbitterlich verfeindet, als die USA mal wieder ihr Territorium aufstocken wollten) und nicht jüngere Expressbusse, sixties style mit  Kofferablage im Bus. Um 5:00 Uhr kam der Bus und wurde vollgestopft mit Mann und Maus. Da wir Gott sei Dank keine Schurken getroffen hatten, nahmen wir unser Gepäck zu 100% mit in den Bus….ja wirklich, die 46l Rucksäcke passten in die Gepäckablage, ich liebe den Osprey Rucksack. Neben dem Fahrer gab es noch zwei Jungs die das Geschehen im Bus managten, die Möbel ( richtig gelesen) von der Dachablage holten und so richtig Party machten….habe schon schlechteres Unterhaltungsprogramm gehabt. Der ganze Spaß kostete um die 2,20€ und wenn man mal den stinkigen Käse weglässt, den die Jungs zum Frühstück verzehrten, war die Fahrt sehr vergnüglich.



Nach 2,5 Stunden waren wir in Matagalpa. Bereits 15 km vor dem Ort sahen wir viele Kaffeekooperativen bei der Fermentierung und Trocknung der Kafeebohnen. Das Ganze auf riesigen Arealen, zum Teil standen die Container von Maersk direkt daneben. Die Kaffeeernte ist ja bereits für diese Saison fast Geschichte-zur Zeit kann man eben die Weiterverarbeitung gut beobachten.

Matagalpa ist recht ordentlich und hübsch aber schwer als Tourist zu erlaufen oder zu erfahren…..das Gelände ist steil und hinzu kam, dass unser Hostel sehr weit außerhalb lag. Die Bewertungen bei booking.com waren sehr gut, das Haus selbst ist auch ordentlich doch für uns zu weit draußen….Fußweg zw. 4-5 km…..haben wir uns von den guten Bewertungen blenden lassen. Was ganz besonders nervig war, kaum standen wir an der Rezeption, kamen ganz wunderbar tagaktive Mozzies an und fraßen mich förmlich auf. Den gesamten Urlaub bin ich mit rd. 10 Mückenstiche bedacht worden, binnen 1 Minute hatte ich 10 Stück mehr.

Das Beste am Hostel sind diese zwei Kumpels, neue Freunde auf Zeit.  Links steht die liebe Luna, rechts schaut Bambino, genannt Bambi, in die Kamera.

Erschwerend kam hinzu, dass die Besitzer so gar nicht kommunikativ waren  und unser spanisch für so  Inhalte wie “ wo kann ich einen Roller mieten“ und “ achso, ein Taxi hierher zu bestellen ist nicht möglich, wir sollen uns also auf  den 4,5 km langen Weg machen und unterwegs ein Taxi anhalten“  nicht ausreichte. Wir  verstanden den Inhalt,  konnten aber leider nicht selbständig agieren.  Die Passivität der beiden Damen machte die Gesamtsituation nicht angenehmer. Wir bekamen fast den Eindruck, sie wurden in die Rolle der Herbergsladies gezwungen und waren vollkommen hilflos. Wir hatten schon Angst uns nen Kaffee zu bestellen, die beiden Damen fühlten sich  gestört in ihrem Leben.

Also liefen wir mittags um 12:00 Uhr bei  35 Grand in Richtung Innenstadt, bekamen Gott sei Dank tatsächlich nach 500m laufen ein Taxi und suchten uns, in Matagalpa City angekommen, dumm und dämlich nach dem Hostel, die Roller vermieten.  Wir waren so abgefressen, die Stadt trieb uns in den Wahnsinn. Gott sei Dank fanden wir das Hostel und wie versprochen wartete ein Roller auf uns. Schnell schauten wir uns den Park und die Kirche von Matagalpa an und machten uns dann auf den Weg zu den Kaffeekooperativen.

Bei brütender Hitze wurde auf dem Gelände gearbeitet, die Bohnen geharkt, getrocknet,  verpackt und sortiert. Schwarze Bohnen sind Ausschuß, alles was grün ist, ist Kardamon für den nahen Osten, da der Kaffee gerne gewürzt getrunken wird.

Die hier gezeigten Bilder sind exemplarisch für eine Strecke  von rd. 15km…links und rechts das gleiche Bild-beeindruckend. Zumal  ich später gelesen habe, dass mit dem Austritt der USA ( ja, genau die mal wieder) 1989 aus dem Weltverband  für Kaffeepreisregulierung, der Preis für ein Kilo Bohnen von 3$ auf 0,42Cent gefallen ist und 36.000 Arbeiter in der Region Matagalpa arbeitslos wurden. Viele sind nach Costa Rica und  den USA ausgewandert- aus Letzterem dürften ja die Ersten bald wieder zurückkehren!😕 Wer kann sich nicht an die Jahre erinnern, als Kaffee uns förmlich hinterhergeschmissen wurde? Wir sind mal wieder an dem Punkt angekommen, Fair Trade intensiver zu betreiben.

Nach unserem Besuch der Kooperative wollten wir in das Museo de Café….es war an einem Samstag Nachmittag natürlich  geschlossen! Was nun? Der Aussichtspunkt auf die Stadt ist nur über einen zweistündigen Wanderweg zu erreichen ,  solch eine Aktion fiel bei diesem Wetter auch flach. Es blieb die casa de cacao ….an dieser fuhren wir mit dem Roller  glatt vorbei und wäre nebenbei ebenfalls zu gewesen, es ist eine Fabrik. Aufeinmal befanden wir uns  in San Ramon, ein Nest was auch vergessen werden darf. Kurz und gut….Matagalpa wollte nicht mit uns und wir irgendwie auch nicht mit Matagalpa. Wenigstens was das Mittagessen ok und wir planten unseren Besuch bei Fernando in Jinotega.

Abends rollerten wir eine geschlagene halbe Stunde durch den Ort und versuchten zum Hauptplatz zu kommen. Ein schier unmögliches Unterfangen, die Stadt liegt im Kessel und wird von allen Himmelsrichtungen durch Berge begrenzt und  alle Häuser sehen abends gleich aus, es gibt keine Orientierung und Matagalpa ist einige der wenigen Städte in Nica die nicht nach dem Schachbrettprinzip  angelegt ist, liegt vermutlich auch an der Kessellage, dafür aber nit Einbahnstraßenprinzip arbeitet, was die Orientierung noch erschwerte. Ab diesem Zeitpunkt nervte Matagalpa  nur noch ab und wir wurden auch bis zum Ende keine Freunde mehr.

Die Krönung war, dass wir um 20:30 fast nicht mehr ins Hostel kamen. Die Damen sperrten das Haupttor ab und es gab keine Klingel nur die anschlagenden Hunde, die uns aber mittlerweile ja auch kannten und mit dem Schwanz wedelten…“ach Bambino, wir bitten Dich, belle lauter, damit die Dämlichkeiten wenigstens am zweiten Abend mitbekommen, dass ihre Gäste ins Bett wollen!“

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf nach Jinotega,  Die Straße war erstaunlich  gut, allerdings steil und mit Serpentinen. Wir fuhren an der berühmten Finca Selva Negra vorbei, die immer noch von einer deutschen Familie geführt wird. Wir genossen die spektakulären Aussichten und nach  rd. 1 Std. bogen wir nach Jinotega ab.

An der Kirche warteten wir auf Fernando, der mit seinem Pferd Machito rd. 15 Minuten  später, stilecht mit Sombrero, gestiefelt und gespornt,  angeritten kam. 

Wir fuhren ihm mit dem Roller hinterher, zu der Familie, auf der sein temporäres Zuhause steht.

Seine nicaraguanische Familie ( v. l .Rommel, Jaquele, Don Augustin, Doña Mauria ) und ein paar Seitenblicke vom Grundstück, übrigens normaler  Nica Standard:

Seit 14 Jahren beackert Fernando rd. 15ha. Land an den Hängen des Chinaguas, der über 1300 m Höhe hat.

Unser Ziel heute, war seine Baustelle kennenzulernen. Wir nahmen Rommel,  seine Stute und auch Machito mit auf den Berg und  bestaunten die Baustelle auf der seit vielen Jahren immmer im europäischen Winter gebaut wird. Fernando fliegt dann für neun Wochen nach Nica, gibt zwölf Menschen Arbeit und somit wird Terrabento jedes Jahr ein wenig mehr Finca/Anwesen.

Er hat 2 Brunnen gegraben, und ummauert, Höhlen freigelegt,  aus Mulipfade grobe Straßen/Wege geschaffen und bereits zwei Häuser gemauert.  Diese warten auf das Dach und den Innenausbau. Wohlbemerkt…..diese Arbeit findet ohne technische Maschinen, lediglich per Menschenhand statt, selten wird schweres Gerät, z.B für einen großen Bagger, der die Wege freigelegt und  große Steine im Findlingsformat beiseite geschafft hat, eingesetzt. Mein Vater hat ihm Werkzeug mit nach Nicaragua gegeben, dieses wird in Ehren gehalten.

Wenn Fernando in Deutschland arbeitet, wird das riesige Gelände von einem Verwalter „geführt“ d.h Wege freigehalten, Zäune repariert und in erster Linie Präsenz gezeigt, da sonst gerne mal von den Einheimischen gemopst wird, auch Bäume gefällt werden, wobei Fernando  bei diesem Thema keinen Spaß versteht….ich sage nur Erdbeben, Regenzeit und Schlammlawine.

Auf dem Weg trafen wir Familienangehörige😂 die sich im Dreck suhlten: 

Wir erliefen, erschlitterten und errutschten uns das Gelände. Meine Wahl mit Crocs den Berg zu erklimmen, stellte  mich auf eine harte Probe, zumal uns tatsächlich eine ziemlich miese Giftschlange ( @ Fernando, wie hieß das Ding? ) begegnete und später im dichteren Gestrüpp , ich mal schnell den Platz auf Machito einnahm, um sicher durchs  Gelände zu kommen. Ich schwöre aber, es waren maximal 500m gerechnet auf eine 4,5 stündige Wanderung (ja, so groß ist das Gelände).

Die Häuser warten aufs Dach, Innenausbau und dann auf den Eigentümer und ein paar zahlende Gäste, die Bock auf Abenteuerurlaub haben:

Hier entsteht die Flor de Caña und Victoria Tränke, @ Fernando, wenn wir wiederkommen, gibts hoffentlich auch Toña😜👍, Angenehme Temperaturen hat die Höhle schon mal, Fledermäuschen inklusive: 

Die Aussichten in das Tal begeisterten uns, wir wurden super für unsere Aufstiegsmühen entschädigt.

Ich werde nach unserer Rückkehr noch mehr Fotos von unserem Tag in den Bergen von Jinotega einfügen….bitte gedulden, hierbei handelt es sich um 80% Handyfotos.

Auf dem Weg nach unten machte es viermal plumps und auch ein Ohrring blieb auf dem Chinagua. Mein Stietz wird mich noch länger an den Ausflug erinnern, die Wege waren zum Teil aber auch wirklich steil und auch Mathias setzte sich auf seinen Popo.

Anbei noch ein paar  Impressionen aus Fernandos Nachbarschaft

Nachdem wir zum Abschluß durch einen kleinen Fluss gewatet waren,  (prima meine Füsse waren fast wieder tischrein)  übergab Fernando sein liebes und treues Pferd Machito an Rommel, der beide Tiere versorgte.

Wir Drei fuhren dann mit einem Chickenbus für 11 Cordoba ( 0,33 €) zum Canal de Apanas und gingen dort sensationell Fisch essen.Nebenbei pusselten wir Minizecken von den Hosenbeinen, es waren Massen netter Tierchen die uns  begleitet haben.

Es flossen der eine  oder andere Liter Toña und urplötzlich war es schon 16:40 Uhr. Wir wollten eigentlich noch im Hellen nach Matagalpa zurück und waren, nachdem wir rd. 30 Minuten auf Taxi oder Chickenbus warteten, auf das Improvisationstalent von Fernando angewiesen…..er hielt einen Pickup an und schwupss saßen wir mit vielen vollen Milchkannen hinten auf der Ladefläche.

In Jinotega gabs einen schnellen und herzlichen Abschied. Unser Dank geht an Fernando, wir hatten wirklich einen tollen, spannenden, herausfordernden Tag auf Deinem Abenteuerspielplatz….genau das Richtige für uns Großstadtkinder. Deine Orchidee werden wir biszum letzten Blatt pflegen, danke hierfür.

Der Weg nach Matagalpa war lang, dunkel und kalt….der Wind pfiff über die Berghänge, die Fleecejacken hielten das Gröbste ab. Als wir nach einer guten Stunde wieder im Kessel der von uns nicht geliebten Stadt umherirrten, waren wir allerdings froh, heil zurück gekommen zu sein. Selbst die Polizeikontrolle überstanden wir heil, die Jungs waren eigentlich nur lieb und zum Glück mal nicht korrupt. Im dritten Versuch fanden wir Martina’s Place und gaben den Roller zurück. Danach warteten wir 15 Minuten auf ein Sammeltaxi und waren schlußendlich gegen 20:00 Uhr wieder bei den verstockten Damen auf dem Berg. Diese waren froh, als wir wieder da waren…..die Señora stand gerade am Tor und verabschiedete ihren Besuch- eine merkwürdige Aura umgibt diesen Ort.

Beim nächsten Mal fahren wir gleich nach Jinotega, der Ort hat uns vom ersten Anblick mehr zugesagt….Fernando, wann ist Bezug der Häuser?

Wir duschten, packten und fielen in einen kurzen und unruhigen Schlaf, da wir wussten das bereits um 4:30 der Wecker wieder klingeln würde.

@ Fernando, sofern mir Fehler bei Namen o.ä unterlaufen sind, bitte korrigieren. Außerdem wäre es ganz toll, wenn Du mir die Aussichtspunkte noch namentlich benennen könntest, Danke!

Nicaragua IV, Granada: Stadt, Vulkane, Lagune

Neben den achtbeinigen Freunden kam in der letzten Nacht auf Ometepe  noch ein Fröschlein, in den Ausmaßen eines mittelgroßen Ochsenfrosches hinzu, der ebenfalls Mitglied unserer  WG  werden wollte. Allerdings war ich von dem neuen Untermieter gar nicht angetan und haute dem Kerlchen die Tür „vorn Latz“…..beleidigt zog der „Kleine“ zu unserem Nachbarn linker Hand, die ihm aber auch kein Asyl gaben.  Unsere  achtbeinigen Freunde namens Thekla I, Thekla II, Thekla III, Thekla IV und die verendete Thekla V waren recht dankbar über unsere Entscheidung dem hüpfenden Flüchtling keinen Einlass zu geben, sie blieben in der letzten Nacht still und unauffällig.

Maria verabschiedete uns am nächsten Morgen fast mit Tränen in den Augen, wir hatten wirklich eine ganz entzückende Wirtin gehabt. Am Fähranleger aßen wir das wohl billigste Sandwich zum Frühstück ( 40 Cordoba= 1,30€ ) und versorgten den Hafenhund gleich mit….wenn man uns so lieb anschaut und außerdem auf den Rippen schon Klavier gespielt werden kann, können wir nicht nein sagen.

Diesmal fuhren wir Fähre, nicht Llancha, nachdem auch Maria uns davon abgeraten hatte. Das Wetter war stabil, die Fährüberfahrt war direkt langweilig und mit nur 15 Cordoba mehr, auch nur 0,50€ teurer als die Todesllanchas. In San Jorge suchten wir uns ein Taxi, weil wir nach Rivas  zum Chickenbus und dann nach Granada wollten- doch meistens kommt es anders als man denkt. Der Taxifahrer mit dem wir handelten machte uns so ein unverschämt gutes Angebot für die 66km nach Granada, dass wir zugriffen! Der angenehme Nebeneffekt, wir waren bereits um 12:00 Uhr in unserem Hotel.

Und was hatten wir uns diesmal für ein Schmuckstück ausgesucht, grandios: La Bocona, ein altes Herrenhaus, mit nur sechs Gästezimmern, einem Pool und drei Innenhöfe. Die Conquistadores wußten schon zu leben. Wir standen in unserem 40qm Palast, inkl. Himmelbett und wußten vor Freude nicht wohin. Das wir wie die Feudalherren des nächtens über den ersten Innenhof zu unserem privaten Badezimmer laufen mussten, machte die Sache irgendwie noch spezieller.  Und wenn ich an das Schnäppchen bei Booking.com denke…die Hütte kostete uns keine 50€ pro Nacht, da kann man nur im Kreis strahlen.

 

Wir machten uns happy auf den Weg zur Kathedrale, die von außen recht beeindruckend, von innen eher schlicht ist. Es war mörderisch heiß, im Schatten 33 Grad. Nachdem wir versucht hatten die Kirche La Merced zu erstürmen, diese leider geschlossen war, tobten wir uns am Nachmittag am Pool aus und genossen ein Nachmittagsschläfchen im Himmelbett. 

Abends machten wir uns auf den Weg in die Fußgängerzone, dort gibt es nen Haufen touristisch angehauchte Restaurants, wir suchten das nicaraguanisch Besondere und wurden fündig. Ein Nica-Chinese mit Allem was das Herz begehrt. Die Bude war voll, es gab gutes Nica-Food aber auch chinesisch wenn man denn wollte. Meine Ceviche war sensationell, die Preise auch……4-5€ für eine Hauptmahlzeit, wird wohl unsere Stammlokalität in Granada werden. Ich kann Jedem nur die Comedores und Restaurants der Einheimischen ans Herz legen, entspannt die Reisekasse und man lernt so viel mehr von Land und Leute kennen-die schicken Dinger sind austauschbar…..auf der Partymeile von Granada musste ich immer an Mexiko denken😳

Nach dem Essen kehrten wir auf einen Nica Libre  ( Flor de Caña, Cola, Eis) in einer Bar ein und ließen im Anschluß den Abend im LA  Bocona ausklingen, mit dabei die neuen Kumpels Flor de Caña fünfjährig und Flor de Caña  siebenjährig.

Den nächsten Tag starteten wir mit einem Rundumblick von der Kathedrale am Parque Central und einem Frühstücksburrito-Beides war sehr zu empfehlen, Bohnen und Reis hielten sich bei uns wirklich in Grenzen.

La Merced war leider immer noch geschlossen, unser Rezeptionist wollte sich beim Pastor direkt um die Öffnungszeiten kümmern.  Allerdings ist die Kirche auch von außen eine Augenweide.

So schlenderten wir durch die Stadt in Richtung Convento San Francisco, welches ebenfalls geschlossen war.

So langsam gewöhnten wir uns daran, dass die Kirchen alle geschlossen sind, Ausblicke von Türme werden eh überbewertet. Unser nächster Spaziergang führte uns an den Nicaraguasee, allerdings von Granada aus nicht sehr spektakulär…..wir sahen wie die Abwasser eingeleitet wurden, sehr vertrauenserweckend. Uns wurden immer wieder Touren für die Isletas angeboten, wir allerdings haben in diesem Urlaub genug von Bootchen fahren und halten uns die Isletas als letzte Option gegen Langeweile. Auf dem Weg zum Wasser stießen wir auf dieses hübsche Kirchlein, natürlich geschlossen:

Anbei ein paar Straßenimpressionen dieser so wunderschönen Stadt, die mich nach Antigua und Trinidad versetzt-insgesamt stellt sich Nicaragua als perfekte Mischung aus Guatemala und Kuba da…..wer also Nica mag, wird auch die beiden anderen Länder lieben, da gilt natürlich auch vice versa.

Am Nachmittag vertrieben wir uns die Zeit auf dem Markt, der wie alle Märkte in Mittelamerika ganz großes Kino ist. Wir werden sicherlich in den nächsten Tagen nochmals vormittags vorbeischauen, da die meisten Stände am heutigen Tag bereits eingeräumt waren ( Fleisch&Fisch).

Den Abend ließen wir wieder in der chinesisch-nicaraguanischen Würfelbude ausklingen, dass Essen war einfach zu gut gewesen.

Der dritte Tag in Granada  begann für uns sehr früh, da wir bereits um 8:00 Uhr unseren Suzuki Alto, genannt Nicaña, abholten und mal wieder „on the road“ waren.

Unser erstes Ziel waren die sogenannten Los Pueblos Blancos, Dörfer die alle an der Laguna de Apoyo  liegen und alles sind, aber nicht mehr weiß/blanco.

Der erste Ort den wir ansteuerten war Diria, ein angeblicher  Ort der Hexen und Naturheiler, sowie mit einem bezaubernden  Blick über die Lagune de Apoyo.

Wir sahen zwar keine Hexen am werkeln, dafür schwangen sich ein paar Affchen durch die Bäume. Die einzige Damen mit Hexenstatus die wir zu Gesicht bekamen war diese Lady:

Wir hexten uns also nicht nach San Juan de Oriente, sondern fuhren mit Nicaña ins Töpferdorf,

Über Masatepe ( nette Kirche und netter Markt) ging  es nach Catarina, ein Ort der für seine vielen Gärtnereien berühmt ist und auch einen super Blick über die Lagune zu bieten hat. Den Blick versüßten wir uns mit ner Margherita.

Angeschwipst von dem Cocktail zur Mittagszeit  machten wir uns auf den Weg nach Masaya. Die Stadt hat nicht nur einen irren Busbahnhof, sondern einen ganz irren Markt. Komischerweise haben wir gedacht, dass wir in Antigua gelandet sind, da auch dort der Busbahnhof und Markt in unmittelbarer Nähe ist und genauso chaotisch  tickt.Neben der Kirche und dem Parque Central war der nächste Pollo Laden unser erstes Anlaufsziel….zwei Hühnerschenkel aus der Hand und der Schwips war Geschichte. Wir landeten auf dem Kunstmarkt und waren erstaunt über die arg schlechten Souvenire, es gibt ganz wenig was man so mitnehmen möchte….außer einer Hängematte, die man nicht transportieren kann.

Unser Highlight für diesen Tag sollte ab 17:30 erfolgen, wir wollten auf den Masaya hochfahren und in den aktiven Santiago Krater hineinschauen. Aufgrund der Vulkanaktivitäten 2016 ist der Nationalpark für Wanderungen weiterhin gesperrt, die Eintritte der Touris von immerhin zehn Dollar pro Person will man sich aber natürlich nicht nehmen lassen und lässt das nachfolgende Spektakel zu. So etwas wäre in Deutschland undenkbar😜.

Das wir bereits eine Stunde früher vor Ort waren, erwies sich im späteren Verlauf als Glücksfall, so waren wir das dritte Auto, welches  kurz vor 18:00 Uhr schlußendlich zum Krater fahren durfte. Mit strengsten Auflagen ( Name, Autonummer sowie Belehrung) ging es in Eile auf den Krater…..alle Autos fuhren im Affentempo hintereinader, den Rauch schon von Weitem im Blickfeld.

Dort  angekommen, mussten wir rückwärts, quasi in Fluchtrichtung, einparken und bekamen dann rd. 15 Minuten für Fotos und Staunen, wer als letzter in unserer Gruppe ankam hatte weniger Zeit. Die Luft war zum Schneiden, des roch nach Schwefel, Dampf stieg auf.

Nach 15 Minuten ertönte eine Trillerpfeife und im Schweinsgalopp ging es den Berg wieder hinunter, mehr ist für den Körper gesundheitsschädlich- die Gase sind arg giftig.

Erstaunlicherweise lasen wir am 23.2.17 also genau 24 Std. nach unserem Masaya Abenteuer Folgendes in der Zeitung…..die Welt berichtete, das zwei Forscher in den Krater abestürzt waren, aber gerettet wurden. Wir googlelten uns ebenfalls durchs spanische Zeitungen, die berichteten das das Unglück tatsächlich am 22.02.17 geschehen ist…quasi als wir oben waren.

Der 23.2.17 diente zur Erholung, wir bewunderten den Friedhof von Granada und fuhren im Anschluss zur Laguna de Apoyo.

An der Lagune mieteten wir uns für einen Tag im Hostel Monkey Huts ein und konnten für 6$ dort liegen, sonnenbaden, Kayaks und Tubes nutzen. Es war ein relaxter Tag, Äffchen sprangen durch die Bäume, wir lagen in der Hängematte.

 

Zurück in Granada kamen wir endlich auf den Turm der Kirche La Merced, zum Wochenende haben alle Gotteshäuser in Granada wieder Hochkonjunktur……und endlich konnten auch wir das wohl berühmteste Fotomotivs Nicaraguas genießen.

Für unseren letzten Tag in Granada hatten wir uns nur Lalelu vorgenommen….derPool ruft und ein wenig bummeln ohne nennenswertes Sightseeing war geplant. Auf die Isletas verspürten wir weiterhin keine große Lust.

Morgen geht es in den Nebelwald rund um Matalgalpa. Wir werden den Expressbus um 5: 00 Uhr nehmen und gegen 8:00-9:00 Uhr bereits in den Bergen sein. Wenn alles wie geplant läuft, treffen wir am Sonntag Fernando, einen Freund meines Vaters, der die Wintermonate auf seiner „Finca“ in Jinotega verlebt…..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicaragua 2017, II: Ometepe…..“Eine Insel mit zwei Berge….“

Unsere Nacht war um 6:30 zu Ende, netterweise  bekamen wir noch nen Continental Brekkie und wurden um 7:50 auch von unserem Shuttle nach San Jorge abgeholt. Ne Sache, die man nur empfehlen kann. Wir wären mit öffentl. Verkehrsmitteln wie folgt unterwegs gewesen:

Taxi zum Markt von San Juan del Sur:3$, Öffentl.  Bus v SJdS nach Rivas rd 4$ , Taxi v Rivas nach San Jorge 3-5$ – Gesamtpreis min.12$ und mindestens zwei Stunden Fahrt. Wir gönnten uns also nen Shuttle für 25$ von Haustür bis Fähranleger und waren um 8:30 in San Jorge. Dort gingen wir auf eine sog. Llancha….wenig Passagiere, viel Fracht und nicht sehr vertrauenserweckend.

Llancha Karen

Mathias trug uns in die Passagierliste ein, die Rettungswesten nahmen wir gerne.


Die Überfahrt war mal wieder nichts für schwache Nerven, die berühmt berüchtigten Winde gaben Alles, das kleine Boot schaukelte sich durch die Wellen, wir hielten uns krampfhaft am Boot fest.  Gott sei Dank sind wir alle Beide seefest und nach einer Stunde war der Spuk vorbei, Ometepe zeigte sich von seiner schönsten Seite.

In Moyogalpa nahmen wir uns ein TukTuk und fuhren zu unserem Gästehaus, welches von einer reizenden Pfälzerin geleitet wird. Maria wohnt bereits seit 25 Jahre in Costa Rica und Nicaragua und konnte ne Menge erzählen, insbesondere die Diktatur und der Kommunismus machen ihr zu schaffen, die Hotelbesitzer werden ziemlich gegängelt mit Enteignungen und hohen Steuen.

Unsere Cabiña war sehr einfach aber absolut ausreichend UND wir hatten eine warme Dusche….die erste nach 14 Tagen…..das wir auch jede Menge Krabbelzeugs mitadoptiert hatten, bemerkten wir erst abends. Ich sage nur Arachnophobia, unser Highlight waren vier nicht ganz kleine Exemplare die sich in der Nähe des Kopfendes unseres Bettes tummelten! Maria konnte uns auch super beruhigen “ Euer Nachbar hatte letzte Nacht einen Skorpion im Zimmer, die kommen immer nach den Spinnen. Ein Biss ist gut fürs Rheuma!“ Axhso, na dann sind uns die Spinnen natürlich lieber.

Die ersten holprigen Rollerverssuche führten uns zurück nach Moyogalpa, wir hatten so richtig Appetit. Das lag vermutlich an der Schaukelei auf dem Boot, uns war förmlich schlecht vor Hunger! Moyogalpa ist ein reizendes Nest, mit einer geringen touristischen Infrastruktur rund um den Hafen. Es gibt ein paar Restaurants, die auf den Backpackermagen ausgelegt sind. Die Nicaraguaner sind zu arm um Essen zu gehen und somit gibt es in den Restaurants mehr oder weniger überall das gleiche Travelleressen. Wir stürmten einen Pizzaladen und sahen uns mit der wohl grandiosesten Pizza Margherita fast schon überfordert.

Nach dem Feudalmahl ( es blieb nichts übrig) zogen wir zunächst durch den Ort und bewunderten das niedliche Provinznest.

Danach versuchten wir uns mit dem Motorroller und fuhren Richtung Altagracia , über die nördliche Route, siehe Karte.

Wir scheiterten in La Flor, weil die Piste zum Wasser nicht mehr für den Roller befahrbar war. Unterwegs hatten wir aber immer wieder spektakuläre Aussichten auf den Conception, desweiteren besuchten wir den Friedhof und erfreuten uns an Ferkel, Pferde und  Rindviecher auf der Straße, in den Schlaglöchern oder auch mal direkt auf uns zuhaltend. Autoverkehr gibt es kaum, ab und an kam uns mal ein Bus entgegen. 

Friedhof mit Vulkan:

Wir kehrten zurück nach Moyogalpa, löschten den Staubdurst mit Toña und verbrachten die nächsten zwei Stunden bei uns auf dem Gelände. Zum späten Nachmittag, rd. 50Minuten vor Sonneuntergang machten wir uns auf den Weg nach Punta Jesus Maria. Hierbei handelt es sich um eine Landzunge aus schwarzem Sand, die in den Nicaraguasee  hineinreicht. Man kann dort super baden, die beiden Vulkane vom See aus bewundern und den Sonnenuntergang genießen. Leider auch kein Geheimtip mehr, die Traveller sind angekommen. 

Unseren ersten Abend ließen wir mit Fisch ausklingen, Pommes und Reis fanden keine Beachtung-aber die zwei Fische auf meinem Teller gehören gewürdigt:Der zweite Tag auf Ometepe begann für mich früh, unser Nachbar hackte ab 6:20 Holz, ohjee…..Mathias schmiss ich um 8:00 Uhr aus dem Bett, mit unserem „Fliegenden Nica Express“ gings ins hippe Cornerhouse Café, wo wir absolut überteuert aßen. Ab heute nur noch nicaraguanische Würfelbude, ich hab auf den Tourifrass keinen Bock!

Im Anschluss ging es “ on the road“, die Gott sei Dank recht gut war. Wir fuhren auf die andere Seite von Ometepe, zum Playa Santo Domingo. Einige Hostels, ein Sandstrand und nettes Planschewasser des Nicaragua Sees. 

Wir gewannen auch neue Freunde, ich weiß nicht wie sie heissen, sie sind aber neugierig, saufrech und verfressen….wir fanden sie goldig und hatten viel Spaß:

Unterwegs hatten wir immer grandiose Ausblicke auf Maderas  und Conception. Wir liefen  am Nachmittag ein Stück den Maderas hinauf, bewunderten die Petroglyphen am Wegesrand und loosten ab.beim Aufsuchen der angeblich grandiosesten Stelle ….quasi dem Postkartenmotiv für den Conception.

Petroglyphen, allerdings von unterschiedlichen Stellen auf der Insel:

Statt dem Postkartenblick fanden wir auf dem Weg zurück nach Moyogalpa dafür diesen Ausblick, auch nicht so schlecht:

Da es gestern so schön war, entschieden wir uns nochmal den Sonnenuntergang in Punta Jesus Maria anzusehen. Leider war eine französische Tourigruppe ebenfalls dieser Ansicht und versaute ein klein wenig dei Stimmung.Anfänglich ganz leer, tobten aufeinmal  30 Mann, alle in Decathlon gekleidet über die Sandbank. Die Backpacker staunten nicht schlecht  und die Damen und Herren Ü70 schauten auch ungläubig auf das Treiben am und im See.

Unseren Abend verbrachten wir in Moyogalpa…..Mathias hatte sich nochmal Pizza Margherita gewünscht, die kleine Fassung-selbstverständlich.

Die zweite Nacht war anstrengend, unser Nachbar neben uns jagte Skorpione und wir trauten uns auch nicht uns zu bewegen,  da noch vier kleine Untermieter das Winzlingszimmer mit uns teilte.

Wir frühstückten  heute in einem kleinen Café lecker und preiswert und machten uns dann auf den Weg nach Charco Verde Nature Reserve. Wir entschlossen uns für eine kurze Runde  um die Lagune, bewunderten die Schmetterlinge und sahen sogar Äffchen, die in  den Bäumen tummelten.

Leider wurde uns auch Charco Verde durch die grässliche Franzosentruppe von gestern versaut….diese gröllten sich durch den Park und wunderten sich, warum die Affen Ausriss nahmen? Wir flüchteten und fuhren nach Ojo di Agua.

Ein Naturpool, gespeist durch Wasser, welches von den beiden Vulkanen „angeheizt“ wird….warm war es nicht wirklich, aber angereichert mit Mineralien. Trotz des Sonntags hielten sich die Massen in Grenzen und wir planschten in den warmen Fluten.

Nachmittags furen wir  nach Altagracia und freuten uns über das aufgeräumte Dörfchen in dem Feiertagsstille herrschte. Es war Zeit für ein Bierchen und Huhn mit Jalapeños.

Wir hatten 3/4 des Conception umrundet und beschlossen den Weg nach Moyogalpa anzutreten. Unser Hintern tat uns nach drei Tagen Roller so weh, den Rest des Nachmittags vertrödelten wir auf dem Zimmer und fuhren abends ins Dörflein zum Essen.

Mein Fazit von Ometepe: Eine absolute Spielwiese für relaxte Ferien. Der Roller ist das beste Verkehrsmittel auf der Insel. Es gibt einige Resorts, die allerdings auch weit entfernt von Luxus sind, ansonsten nur kleine Gästehäuser samt krabbeligen Anhang. Die Bewohner von Ometepe sind super freundlich, Kriminalität quasi unbekannt wie uns Maria  bestätigte. Allerdings kann man auch die Wellblechmentalität nicht einfach wegreden, Nicaragua ist weitaus ärmer als Mexiko und auch Kuba kann nicht so viel Wellblech bieten. Anbei ein paar Dorfimpressionen ohne Tierchen.,,,,die sind auf der anderen Kamera.

Nicaragua 2017,I: San Juan del Sur

Juchee, wir haben es geschafft, 13 Tage nach Abflug sowie zwei Erkältungen und zweimal Montezumas Rache  ( und mit Sicherheit ein paar Kilos leichter, wir Zwei zusammen bestimmt 5kg) weiter sind wir in Nicaragua angekommen.

Der Grenzübergang kostete uns nicht nur 2 Stunden sondern auch jede Menge Nerven.. Wir mussten bereits in Liberia, gut 1,5 Std. vom Grenzübergang entfernt in eine Bank gehen und die Ausreisesteuer in Dollar bezahlen. Das kostete schon mal Zeit, weil in der Bank nur ein Schalter für die Ausreisetax geöffnet war. Dann stellte Caribe Shuttle fest, dass nach Zusammenfügen der beiden Minivans ein Platz zu wenig vorhanden war, wir waren 15 statt 14 Reisende. Unser Shuttledriver war verzweifelt, er versuchte den Fehler zu finden und murmelte  immer nur „quinze, mas problemas“ also „fünfzehn, viele Probleme“ und rief uns einzeln mit Namen auf, weil er einen blinden Passagier vermutete. Uns tat der arme Kerl soooo leid. Ich drängte mich auf den Notsitz vorne mittig und wäre als Erste durch die Windschutzscheibe gegangen, sofern etwas passiert wäre.

Später kam ein ein Kumpel unseres Fahrer und nahm drei Leute im Pick Up mit, um kurze Zeit später seine Fracht und noch fünf andere Mitreisende in einen zusätzlich von Caribe Shuttle gestellten Minibus loszuwerden.

An der Grenze tobte das Leben. Mit uns erreichten mindestens 1,5 km LKWs sowie Nicabus und Ticabus die Grenze. Wir füllten das Ausreiseformular aus und mussten uns an EINE Personenschlange anstellen. Nach 40 Minuten hatten alle den Ausreisestempel. Wir wurden wieder in den Bus verfrachtet und ungefähr 700m, wieder über eine Brücke, gefahren. Dort nahmen wir unser Gepäck und gingen. zuerst zu einer Tussi im Zelt, die für die Statistik die Nationalitäten zählte. Danach ging es zur Passkontrolle, wo wir unsere 13$ loswurden, diesmal ohne Formalitäten….die Quittungen etc. bekamen wir von der Dame am Schalter.  Am Ende wurde  unser Gepäcl durchleuchtet und der Pass noch 2x kontrolliert.  Auf Nica Seite wurden wir in einen neuen Bus verfrachtet, fuhren 2 km und wurden von einer Polizeikontrolle angehalten. Der Polizist ließ sich alle Pässe zeigen und kritzelte sich die Nationalitäten in seine Handfläche. Alles in Allem hatte uns der Grenzübergang zwei Stunden gekostet, wahrlich ein Meisterwerk an Bürokratie! Doch letztendlich hieß es:

Die Fahrt nach Jan Juan del Sur dauerte ab der Grenze nochmal rund 45 Minuten und letztendlich waren wir gegen 14:00 am Hotel. Wir hatten uns ein Haus etwas außerhalb des Rummels v. San Juan  ausgesucht und waren von erster Minute an begeistert.

Den Nachmittag vertrödelten wir zunächst am Pool und brachten dann unsere Wäsche dann ins Dorf, es hatte sich ne Menge in 13 Tagen angesammelt.

Wir liefen am Strand entlang und waren vom ersten Moment an begeistert. Was für ein schöner Ort-touristisch, nicht nur Backpacker sondern auch etliche Touris die dem Backpackerdasein entwachsen sind, dennoch nicht versaut. Es überwiegt der alte Stadtkern mit Häusern die übers Erdgeschoss noch nicht gewachsen sind. Es vermischen sich Hostels, Wohnhäuser und vieles erinnerte mich an mein geliebtes Playa del Carmen 1996! Allerdings wird auch in San Juan gebaut und in ein paar Jahren wird auch hier der Massentourismus sein.

Der Strand jst auch nicht so grauslich wie immer beschrieben-er eignet sich, anders als Maderas, Pomeloya oder auch Las Peñitas besser zum planschen, weil die Wellen sich auslaufen.

Strand:

Wir aßen unsere Ceviche und die Seafoodspaghetti am Strand und genossen den Sonnenuntergang. Nirgendwo sind Sonnenuntergänge schöner als am Pazifik.

Am nächsten Morgen schliefen wir aus und genossen das Frühstück auf unserer Terasse. Danach machten wir für eine Stunde                         “ Sightseeing“ , bevor es uns an den Strand verschlug.

Hier ein paar Nestimpressionen:

Wir besorgten uns im oben zu sehenden Supermarkt erstmal ne Flasche Flor de Caña Rum siebenjährig und begannen mit dem alten Urlaubstrick gegen verdorbene Mägen….erstmal den Schluck aus der Pulle. Dieses Mal unter dem strengen  Blick der Zeugen Jehovas, die ausgerechnet vor der Kirche auf Bauernfang waren.

Nach ausgiebiger Ortskunde verzog es uns an den Strand…..allerdings auch nur an die zwei Stunden, es war einfach viel zu heiß. Mathias aß sein erstes Mittagessen seit San Blas selbstgemachte Fischstäbchen, boah waren die lecker…mit Panko fritiert. Bin ja normalerweise für sowas nicht zu haben, da musste ich doch mal vom Teller mopsen.

Unseren Nachmittag vertrödelten wir im Hotel am Pool und im Schatten, es war einfacn zu heiß und unsere Haut zeigte erste Spuren von Sonnenbrand.

Abends gabs Lobster in Tomatensauce und einen grandiosen Sonnenuntergang, noch beeindruckender als der gestrige.

Morgen wollen wir mit dem ersten Schnellboot nach Ometepe übersetzen, es wird wieder ein frühes Aufstehen werden.

Tschüß San Juan del Sur, war wirklich schön hier.

 

 

 

 

 

 

 

Costa Rica 2017: Pura Vida

Unsere dreitägige Costa Rica Durchquerung startete früh. Der Wecker klingelte um 5:00 Uhr, Bocas verabschiedete sich mit traumhaftem Wetter. Mit dem Speedboat ging es wieder nach Almirante und auf dem Weg zum Festland bekamen wir einen klitzekleinen Einblick, wie arm die Menschen in dieser Region Panamas sind.

Kurz vor Almirante verabschiedete uns ein Chiquita Containerschiff…..ich werde nie wieder unbefangen in eine Chiquita Banane beißen.  Auf dem Weg zur Grenze sahen wir Unmengen an Bananenplantagen und auch nach der Grenze war das Bild das Gleiche. Lediglich die Unterkünfte/ Chiquita Dörfer sahen in CR gepflegter aus, Überseecontainer überall….und gelb auf blau, fette Werbung für Chiquita.

Die Grenze war ein Träumchen, zwei heruntergekommene Brücken, viel Schlamm und ein unsinniges Procedere. Im Grenzgebäude mussten wir die Pässe abgeben und wurden „ausgestempelt“, danach gings auf eine der Brücken, dort wurde die Ausreisesteuer von 4$ fällig und endlich durften wir über die Brücke nach CR laufen. Dort wiederum mussten wir einreisen und waren endlich in Costa Rica.

Unser erster Stop im reichen und wirklich unglaublich  sortiertem CR war Puerto Viejo und das Hotel Banana Azul- sehr zu empfehlen. 

Ein traumhaftes Stück Karibik mit schwarzem Strand…..ich habe viele schwarze Strände gesehen, allerdings noch nie in der Karibik. Anbei unsere erste Erfahrung mit einer kleinen Costa Ricanerin!

Wir vertrödelten unsere Zeit am Strand und brachen ein paar Stunden später auf nach Cahuita. Cahuita ist ein wenig mehr Ferienort als Puerto Viejo, der Strand hat mir allerdings nicht gefallen….deshalb auch kein Foto. Außerdem bleibt anzumerken, dass die Karibikseite von CR zum baden ungeeignet ist.

Die Fahrt durchs Land war wunderschön. die Orte sehen alle sehr gepflegt aus, es stimmt…Costa Rica ist das Vorzeigeländle in Mittelamerika. Limon ist nur eine nichtssagende Stadt, es begann der bis La Fortuna andauernde Stau, die Straße ist nur einspurig.. Unser Gepäck auf dem Dach regnete irgendwann ein….der berühmte Regen von CR wurde auch uns zum Verhängnis.

Wir kamen gegen 17:00 Uhr in La Fortuna an, vom El Arenal sahen wir nichts. Statt ins Arenal Backpackers wurden wir ins Arenal Hostel verfrachtet, eine Backpackerfabrik mitten in Downtown. Kam uns gerade recht, nach dem Partyhostel in Bocas wollten wir nen bissel mehr Comfort….und das bot das Hostel in vollem Umfang.


Wir waren zufrieden, immerhin bekommt man in den Hostels für viel Geld auch viel geboten, inkl. leckerem Begrüßungscocktail.

Am Abend gingen wir in La Fortuna gut essen, meine Spaghetti mit Seafood waren sensationell, Mathias hat sich mal wieder den Magen versaut und bekam bereits mit seinen Fajitas Probleme.

Der nächste Morgen startete früh, wir wollten die sensationelle Tierwelt von Costa Rica erleben. Da alle Touren in La Fortuna überteuert sind, hatten wir am Vorabend einen Taxifahrer überredet uns für „nur“50 $ nach Mistico Park zu fahren und auch wieder in den Ort zurückzubringen. Im Hostel hatte die Tourentante was von 60$ one way gefaselt…..mit den Tickets von  jeweils 26$ kamen wir mal eben auf 102$ für ein zweistündiges Regenwalderlebnis, dennoch immer noch besser als 68$ pro Person für eine Tour. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, Mistico Park besteht aus Hängebrücken und Wege durch den Regenwald. Man begibt sich quasi höher und hat somit auch die Chance mehr Tiere zu sehen. Natürlich wird auch mit dem El Arenal Blick geworben, der Vulkan zeigte sich um 7:30 allerdings nichts…..er war in Wolken verhüllt. 

Als Erstes bewunderten wir zwei Schlangen, die sich dekorativ im Boden räkelten und um Bäume schlängelten-Hornvipern, total gefährlich…na prima.

Als Nächstes bewunderten wir eine Tarantel, Gott sei Dank sahen wir das Vieh nur durchs Handy einer anderen Wanderin, die es vor das Eigenheim von Thekla  hielt.

Wir freuten uns förmlich über Blumen und Vögel, alles besser als die giftigen Viecher. Ich hielt natürlich Ausschau nach Syd dem Faultier und dem einen oder anderen Tukan.

Uns rannte  noch ein Eichhörnchen und eine Libelle  vor die Füsse, giftige Frösche, Tukane, Affen blieben uns verwehrt.

Die Hängebrücken vom Misticopark, total empfehlenswert

Allerdings bekam ich meinen Valentinstagswunsch erfûllt, Syd räkelte sich im Baum. Anbei die tatsächlich letzen Bilder meiner Canon….. Sie gab nach fast fünf Jahren den Geist auf, die Motorik der Kamera war im A…. ich habe sie noch in La Fortuna entsorgt und mache jetzt Bilder mit der Unterwasserknipse. Ist müßig sich darüber zu ärgern, ich habe schon etliche Kameras auf Reisen verloren (Thailand, Peru, Philippinen, Costa Rica). Die Faultierfotos sind alerdings ziemlich cool geworden, da kann man schon ne Bridge für opfern :-)!

Zum Abschluß zeigte sich auch der Vulkan fast in seiner vollkommenen Schönheit, lediglich die Spitze blieb weiterhin in Wolken verhüllt.

Über Mittag bummelten wir durch La Fortuna, ein vollkommen auf Touris ausgerichteter Ort-beängstigend sauber und ordentlich.

Am Nachmittag fuhren wir zum Hotel Los Lagos-eine der sehr vielen Optionen in heißen Quellen zu planschen. Es gibt die Variante „for free“ ….man läuft unter eine Straßenunterführung zum Fluß und geht dort baden.  Dann gibt es die Variante „Backpacker“ -man planscht für umme im Hostelpool und hofft, dass das Wasser nicht nur von Pippi erwärmt wurde, sondern auch vom  Vulkan und den Quellen schön angeheizt wird. Die Luxusvariante: Frau  kauft sich in ein Hotel ein und zahlt für ein Tagesticket inkl. Dinner ab 45$ aufwärts ( Tabacon 120$ pro Person) und dann gibt es unsere Mischvariante…Budget, 15$ fürs Tagesticket in einem Dreisterneresort, ohne Essen,  ohne Trinken dafür mit Vulkanblick und hoteleigene Krokodile und Schmetterlinge.

Es war super erholsam und der Vulkan zeigte sich zum späten Nachmittag auch nochmal….. Costa Rica war gelungen und wird nochmal besucht !


Unser Nachmittag war perfekt, als zwei Tukane an uns vorüberflogen und wir vom Wasser aus beide Vögel im Baum beobachten konnten.

Außerdem sahen wir auf dem Gelände tatsächlich noch  den kleinen, roten Giftfrosch  und sagenhafte Schmetterlinge.

Den Tag ließen wir in einem Polloladen ausklingen: Brathuhn, Cola, Pommes, Banane in Essig, Tortillas und ne Masse an Ketschup und Mayo….das Ganze für 10$ für uns Beide zusammen-geht auch mal billig. Allerdings rührten wir weder die Banane,  die Tortillas noch die Mayo an. Aus Sicht der Costa Ricaner ein verschenktes Essen, wir pflegten mittlerweile zu Zweit Montezumas Rache und waren nur scharf aufs Huhn.

Am nächsten Tag ging es um 6:00 Uhr Richtung Liberia, die Fahrt zog sich, wir fuhren aber an grandioser Natur und einigen Nationalparks vorbei. Zum Beispiel bewunderten wir den Vulkan Maderas und Cenception von Ometepe bereits 20km  vor der Grenze zu Nicaragua. Außerdem sahen wir den Vulkan Rincon de la Vieja und ganz viele andere Nationalparks auf unserem Weg nach Nica. Bezüglich des Grenzübertrittshype verweise ich auf den  kommenden Bericht Nicaragua I …..sollte Jeder mal erlebt haben und sich danach über die Bürokratie in Deutschland aufregen!

Fazit zu Costa Rica: Ich habe in den drei Tagen sehr oft an Neuseeland gedacht,  einfach alles hat mich an Under Down Under erinnert. Wer grandiose Natur liebt, die Farbe grün mag und auch die leicht erhöhten Preise finanzieren kann, wird sich in  Costa Rica sehr wohlfühlen. Die Straßen und Hotels sind top, das Essen ist relativ günstig. CR ist leicht zu bereisen, Englisch wird fast überall gesprochen. Alerdings sind die Vergleiche zu USA, Kanada,Oz und NZ  oder auch Nordeuropa durchaus berechtigt….Costa Rica ist nicht nur pura vida, sondern auch das Vorzeigeland Mittelamerikas. Was mich erstaunt hat, sind die vielen Backpacker, die alle an den Preisen mosern und CR insgesamt eher schlecht machen. Umso erstaunter bin ich, weil Costa Rica eins der wenigen Länder mit 100% Ökotourismus sind UND als eines der wenigen Länder sicherstellen, dass man von seinem Job auch leben kann…..deshalb sind die Touren auch so teuer und müssen es auch sein. Alleine deshalb müssten doch unsere Backpacker, Veganer und Yogaanhänger gerne dieses Land unterstützen. Costa Rica hat seit 1949 keine eigene Armee und verügt über einen ähnlichen Status wie die Schweiz, chapeau….

Ich werde mit Sicherheit nochmal zurückkehren, mich reizen die Nationalparks Monteverde, Manuel Antonio, Corocvado und die vielen Strände.

Panama 2017, III: Bocas del Toro Archipel

Nachdem  der Beginn unserer Busfahrt ein wenig holperig startete, (siehe auch :http://allcontinentsinonelife.com/panama-2017-ii-san-uublas-inseln-im-land-der-kuna-yala/ ) verlief die Busfahrt an sich unbequem aber unspektakulär. Wir hatten eine Pause nach drei Stunden Fahrt und wurden wieder mit dem arg spröden Charme der Panamanen konfrontiert. Ein Völkchen dass selten lächelt, eher eine “ Leck mich am Popöchen Haltung“ verströmte  und mich irgendwie an alle Erzählungen aus Belize erinnerte.

Kurz und gut, Touristen werden in Panama vermutlich nur wegen der vielen Dolleros geliebt, Herzlichkeit haben wir in den 12 Tagen selten erlebt, Gastfreundschaft liegt den Panamanen nicht so richtig…..alle Menschen die wirklich nett waren, waren keine Panamanen sondern Volunteers und Ausländer die in Panama leben. Oh wie anders sind doch Länder wie Mexiko, Guatemala oder Honduras. Selbst die Kubaner, die auch nicht immer geliebt werden, sind  ein super herzliches Völkchen,  die uns mit Freude bewirteten und sich so viel Mühe gaben uns zu verwöhnen.

Eigentlich war es uns egal, als wir aber nichts zu trinken bekamen, weil wir in der Autobahn Cafeteria kein warmes Essen sondern nur zwei Äpfel  und zwei  Cola haben wollten und das Geschöpf vor Mathias im Bus anfing zu schreien weil Mathias sie fragte, ob sie  ihren Stuhl wieder zurückstellen könne, weil er seine Knie nun wirklich nicht mehr in die Sitzreihe bekommen würde, da waren wir fassungslos über Panama und seine Einwohner. Wir waren so sprachlos,  dass ein Pärchen Mitleid mit Mathias  hatte und die Dame konsequent aufforderten,  den verdammten Sitz wieder zurückzustellen. Grimmig fügte sie sich ihren  Landsmännern und wir hatten wenigstens zwei liebe Menschen in Panama gefunden. Unsere Vorderfrau hatte übrigens noch drei weitere Sitze zur Auwahl, da sie mir drei Kiddies reiste, die alle süß schliefen und dei zurückgestellten Lehnen nicht benötigten.

Um 5:40 Uhr hatten wir es geschafft, Almirante ein Chiquita Paradies in der Region Bocas del Toro begrüsste uns verschlafen mit Bananenplantagen der genannten Firma und gerissenen Taxifahrern die am Bahnhof bereits auf Opfer warteten. Wir hatten im LP gelesen, dass wir hart handeln sollen und den überzogenen Preis von 5$für für  500m  auf keinen Fall zahlen sollen. Umso erstaunter waren wir als der Teddybär von Cabdriver gelassen sagte „un Balboa per persona“ na super….da wir auf Gegenwehr gebürstet waren, war es eine umso schönere Erfahrung, das nicht Jeder uns die Dollar aus der Tasche ziehen wollte.

Am Bootsanleger kauften wir unsere Tickets nach Bocas Town und saßen um 6:20 bereits im feuchten Schnellboot nach Colon/Bocas Town. Dort angekommen wechselten wir die Stegseite und befanden uns 10 Minuten später auf Bastimentos im noch verschlafenden Bubbas House. Wir hockten uns in die communial area, luden die Geräte wieder auf , die in San Blas den Geist aufgegeben hatten und checkten um 8:00 Uhr ein. 

Anbei ein paar Bubba’s Impressionen…..ein wirklich schönes Haus

Wir genossen zunächst unser Zimmer, aßen lecker zum Frühstück und rutschten ganz gemächlich in den Tag. In Bocas regnete es trotz Regenzeit immer wieder mal und so vergammelten wir den Tag bis mittags um dann zum Wizard Beach zu laufen.

Old Bank auf Bastimentos ist ein bezaubernder karibischer Ort ohne Sehenswürdigkeiten, dafür gibt es  Delfine die am Hostel vorbeizogen.

Die Häuser sind auf Stelzen gebaut, lt. Reiseführer arbeiten die Mesnchen entweder in der Chiquita Industrie oder im Tourismus und sind tendenziell sehr arm….aber freundlich. Hier fühlten wir uns wohl und aufgehoben.

Unsere Nachbarn:

Bezüglich des Marsches zum Wizard Beach wird man allerdings gewarnt, Diebstähle und Überfälle  sind nicht selten. Wir liefen nur mit der Nikon los und stolperten  fast 30 Minuten  durch den Urwald über Baumwurzeln und durch viel Schlamm. Ich lief irgendwann barfuss, meine Flip Flops waren gerissen und dann hatten wir es geschafft.  Vor uns lagen 3km goldgelbes Surferparadies, zum Baden leider ungeeignet…..zu hohe Wellen.

Hier ist eben wilde Karibik, ohne Hotels oder Infrastruktur Den Weg zurück nach Old Bank absolvierte ich barfuss und stieg als Erstes unter die Dusche. ….den Schlamm bekam ich auch am nächsten Tag noch nicht gänzlich ab. Das lag aber nicht nur am Matsch an sich, sondern auch an den Wasserproblemen auf Bastimentos. Immer wieder gab es gar kein Wasser und man stand hilflos mit Seife in den Händen vor dem trockenen Waschbecken. Abends genossen wir Hostelfraß, echte Restaurants gibt es in Old Bank überhaupt nicht….Tourismus wie ich ihn mag. Um 20:30 lagen wir in unserer Heia.

An unserem zweiten Tag auf Bastimentos wollten wir eigentlich zum Red Frog Beach um die kleinen giftigen Pfeilfroggys zu bewundern. Das Wetter hatte wieder Regenneigung, es war verdammt schwül…die AC im Zimmer war auf 27 Grad eingestellt über die Außentemperatur  kann ich nur mutmaßen.  Naja um eine lange Geschichte kurz zu machen-wir blieben in unserer Hängematte. Ich pflegte meine Erkältung und las den 1300 Seiten Wälzer zu Ende, wir hatten einfach keine Lust mehr auf Speedboat.

Abends aßen wir lecker an einem Straßenstand, der die ziemlich genialsten Tacos außerhalb Mexikos zauberte. Die Nächte auf Bastimentos starten früh, lediglich zwei Kneipen machen hier die Nacht nicht zum Tage und das auch am zweiten Tag ohne uns.

Am nächsten Morgen nahmen wir Abschied von Bastimentos. Wir frühstückten und ließen uns mit dem Wassertaxi zur Isla Colon, nach Bocas Town bringen. Wieder ein karibisches Nest aber sehr viel entwickelter als Bastimentos.

Unser Hostel suggerierte eine perfekte Backpackerwelt mit dem kleinen Nachteil, das Einschecken erst ab 15:00 Uhr möglich ist. So blieb uns nur die Cola am Wasser und ein ausgiebiger Marsch durchs Dorf. Das Wetter war superb, wir freuen uns auf die morgige Radtour zum Playa Estrella…..40 km über die Insel…..hoffentlich mit Affen und Faultiere.

Selina Hostel :

Bocas Town muss sich in den letzten Jahren extrem den internationalen Backpackern angepasst haben….die ersten größeren Hotels entstehen gerade, es ist wahrlich der letzte, optimale Zeitpunkt fürs Archipel…..in ein paar Jahren muss man hier nicht mehr her, wie leider fast überall auf der Welt. 

Wir schlenderten durch Bocas Town, klärten den meeting point für unsere Weiterfahrt nach Costa Rica und kauften in einem der sechs bis acht Supermärkte die begehrte Chilisoße von Bocas del Toro, das Zeug ist extrem lecker. 

Wir besorgten uns auch frische Dolleros am einzigen Geldautomaten und standen lange in der Schlange.

Selbst der örtliche TV Sender filmte das Desaster vor der Bank of Panama.

Am Nachmittag nutzen wir das Happy Hour Angebot im Restaurant „Raw Fusion“ welches bereits der Reiseführer empfiehlte und auch wir waren schwer begeistert….es gab lecker Ceviche  ( Red Snapper) und Sushi 🍣 das Bier kam auch nur noch 1$….. in Bocas Town lässt es sich aushalten.

Leider war unsere erste Nacht bis morgens um 3:00 sehr unruhig….wir hatten nicht nur eine Backpackerfabrik sondern auch in einem Partyhostel eingescheckt! Derbste amerikanische HipHop Musik „versüßte“ uns die Nacht und verhinderte einen erholsamen Schlaf.

Unseren letzten Tag in Panama verbrachten wir am Playa de Estrella.

Wie der Name schon sagt, Seesternstrand…..leider regnete es den ganzen Tag und somit wurde es nichts aus meinem Wunsch einfach faul in der Gegend herumzuliegen.  Als der Fahrradverleih uns abriet mit dem Fahrrad die 20km oneway zu fahren, entschlossen wir uns den Inselbus zu nehmen, was angesichts der Wetterlage die beste Entscheidung gewesen war.

So begaben wir uns nur noch auf Seesternsuche und wurden auch hier fündig. 

Wir fuhren bereits um 15:00 Uhr mit dem Inselbus wieder zurück nach Bocas Town und stellten uns erstmal unter die heiße Dusche….es wird Zeit für den Pazifik, dort soll bereits seit Wochen kein Regen mehr gefallen sein. Karibik war wie immer, wenn wir uns in diesen Bereitengraden herumtreiben, ein wenig mit Wetterrisiko behaftet.

Mein Fazit zu Panama: Panama ist trotz der Briefkastenfirmen und des Kanals ein sehr armes Land. Gerade in der Karibik sieht man, dass zum Teil das Notwendigste fehlt….z.B habe ich Kuba nicht so desolat in Erinnerung. Panama wird zur Zeit von zwei Sorten Touristen förmlich überrannt….der amerikanische Pauschaltouri, der in den fetten Resorts hockt und für die horrenden Preise verantwortlich ist. Die zweite Gruppe sind die Backpacker aus Nordamerika und Europa. Die Panamanen sind in der Mehrheit schwarz, ihr Erbe liegt in Afrika, Jamaika und Belize. Bis auf wenige Ausnahmen haben wir die Menschen als eher spröde, nicht direkt unfreundlich, aber als unbeteiligt empfunden.

Morgen fahren wir nach Costa Rica und freuen uns auf hoffentlich besseres Wetter und erste Eindrücke der “ reichen Küste“.

Panama 2017, II: San Blas Inseln, im Land der Kuna Yala

Um 4:45 Uhr war die Nacht vorbei, Gott sei Dank hatte ich recht gut geschlafen, war total verschwitzt und stellte fest, dass meine Körpertemperatur wieder bei 37 Grad eingependelt war. Um 5:15 Uhr wurden wir von Tito, dem Fahrer von Panama Travel Unlimited, abgeholt. Nachdem wir noch drei Mädels in Panama Stadt aufgepickt hatten, ging es gut und gerne zwei Stunden Richtung kolumbianische Grenze. Es war bedeckt, schwül mit Regenneigung. Unser Auto machte Zicken, Tito hing über der Motorhaube und suchte den Fehler.

Um in das autonome Gebiet der Kuna Yala/ San Blas Inseln zu kommen, sind Gebühr und Passkontrolle absolut notwendig. Wer noch mehr Infos bzgl. der Unabhängigkeit (seit 1938) und der Inselkette San Blas haben möchte, schaut hier:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Guna_Yala

Auffällig ist die „Staatsflagge“ der Kuna Yala, als auch die Flagge der Dule- Revolution von 1925. Man sieht nämlich die Swastika, allerdings „herumgedreht“…. dennoch bekommt man als Deutsche immer ein merkwürdiges Gefühl. Und es ist immer wieder interessant wo der erste Mann mit schlechter Frisur und komischem Schnauzbart so alles abgekupfert hat! Mal sehen, was der zweite Mann, der mit dem orangefarbenen Eichhörnchen auf dem Schädel, noch klauen geht!

Wir hielten unterwegs noch an einem Aussichtspunkt ohne Aussicht und wurden am Hafen auf eine Art Speedboat verfrachtet, das bei mir in den nächsten Tagen den Beinamen „Seelenverkäufer“ bekam. Wir schluckten in den darauffolgenden Tagen sehr viel Salzwasser, wir waren grundsätzlich klatschnass ( inkl. Gepäck) und meine Taktik, statt auf die Corns zu fliegen, doch lieber nach San Blas zu fahren, wurde obsolet. Schlimmer als die  Stunden die wir auf dem Wasser in den Wellen hingen, kann die Überfahrt von Big Corn nach Little Corn auch nicht sein!

Zuerst fuhren wir auf eine der Gemeinschaftsinseln um zu tanken. Auffällig war der viele Dreck auf dem Wasser, später bestätigten uns ein paar Volunteers auf Cayo Blanco,dass die Kunas leider so gar kein Verhältnis zu Müll umd Umwelt haben. 

Nachdem unser Boot betankt war, fuhren wir wie die wilde Luzie übers Meer. Überall sah man Spiegeleiinseln wie auf den Malediven….kreisrund mit viel Palmen in der Mitte.

Unsere Insel für die nächsten Tage wurde Cayo Blanco. Wer in den windschiefen Cabanas wohnte, blieb auf der Hauptinsel, die Zelter (also wir) mussten nachts auf eine Nachbarinsel.

Blick auf Cayo Blanco

Cayo Blanco war ein bescheidenes Eiland mit vielen Wauzis und einer großen Kuna Gemeinde. Die Kids stellten allerlei Blödsinn an, die Männer gingen fischen, die Frauen stickten Molas…..um die Inseln kümmerte sich Niemand. Die Touristen wurden vom Familienoberhaupt und von ein paar Volontären versorgt. Insbesondere die sanitären Anlagen waren nicht mehr basic sondern lagen weit darunter. Trotzdem war es so schön….einfach ganz weit weg von der Zivilisation.

Nach unserer Ankunft gabs Frühstück und im Anschluß eine andere Insel (Perro chico) mit nettem Strand und guter Aussicht auf ein anderes Spiegelei. 

Bevor wir nach Coco Blanco zurückkehrten fuhren wir auch zu einer Sandbank, die La Piscina genannt wird. Dort sahen wir Seesterne…beim ersten Mal allerdings nicht, erst beim zweiten Besuch.

Den restlichen Tag vergammelten wir auf Coco Blanco und gegen 21:00 Uhr ließen wir uns zum Übernachtungsspiegelei fahren. Dort war es himmlisch ruhig nur die sanitären Anlagen waren noch grenzwertiger…..Klos ohne Wasser bringen eben nicht viel.😬

Auch am zweiten Tag fegten wir übers Meer, schluckten viel Wasser, genossen frischen Fisch und Sonne, Strand und Karibik pur.  Uns gefiel die Wahl der zweiten Insel noch besser, sie war größer, hatte schöne Cabanas und einen wahnsinnig schönen Strand….allerdings mit einer ziemlichen Strömung.

Als wir das Kleinod am Nachmittag verließen rumste unser Boot gegen den Steg. Es gab ein hässliches Geräusch und Jeder schaute etwas unsicher und bestürzt. Es wurden Rettungswesten ausgeteilt, Mathias und ich hofften, dass kein Haarriss im Rumpf entstanden ist…..wäre blöd mit Iphone, Ipad, Kameras und natürlich samt Pass und Dolleros (Balboa haben wir nie gesehen) in der Karibik zu treiben. Wir hielten krampfhaft den Tagesrucksack fest und überlegten uns einen Schlachtplan für die doch recht lange Überfahrt zurück ans Festland am Folgetag. Abends packten wir tatsächlich einen Brustbeutel  mit Pässe, Kreditkarten und Geld…..damit wären wir wenigstens relaxt nach Hause gekommen.

An unserem letzten Tag bekamen wir die beste Insel im Archipel präsentiert, sie hatte den schönsten Strand und eine große Kuna Gemeinde, die die Insel bewohnten und tatsächlich pflegten. 

Wir besuchten auch La Piscina nochmal und freundeten uns mit einem kleinen Seestern an. Dieser war uns so zugetan, dass er unbedingt mit aufs Bild wollte.

Abschied von San Blas

Gegen 15:30 wurden wir zurück zum Festland gebracht, auch die letzte Überfahrt war nass, wackelig und nichts für schwache Nerven. Diesmal hatte ich allerdings meine Softshell mit 15.000er Wassersäule über die Crumpler gelegt und somit blieb wenigstens das Tagesgepäck trocken.

Wir hatten gelesen, dass um 18:30 Uhr der letzte Bus vom Allbrook Bus Terminal in Panama nach Almirante fährt-wir erreichten den Busterminal um 18:37 Uhr und hetzten zum Schalter. Dort sahen wir, dass um 19:00 Uhr der letzte Bus gen Bocas del Toro fährt. Es war 18:42 als die Fahrkartenverkäuferin dem Menschen vor uns erklärte, dass der Bus voll wäre und auf mañana vertröstete. Ich stellte mich bereits am Schalter für Tickets nach David an als die Dame uns nochmal zurückrief und tatsächlich die letzten zwei Tickets freigab…..der Mann vor uns war verschwunden. Auf den Tickets stand 19:30 Uhr und es waren tatsächlich die letzten zwei Plätze, hinten in der letzten Reihe. Übrigens benötigt man nicht nur ein Ticket sondern auch eine Bahnsteigkarte für 1,50 Dollar pro Person….an dieser wären wir dann fast nochmal gescheitert. Zehn Minuten vor Abfahrt erklärte uns die Controlettitante ziemlich abgenervt, dass wir diese zwingend benötigen. Da der Schalter voll war, drängelte sich Mathias vor und zu guter Letzt hatten wir das Unmögliche wahr gemacht, wir saßen im Bus nach Almirante.

Mein Fazit zu den San Blas Inseln: Ein fast unberührtes Paradies mit mittlerweile recht vielen Backpackern und Tagestouris. Diese wiederum haben  die Probleme der modernen Gesellschaft auf die  Eilands gebracht, was nicht nötig gewesen wäre…..es müssen keine Dosengetränke von den Reiseveranstaltern in diesen Teil der Welt mitgenommen werden…..schon gar nicht, wenn man weiß, dass die einheimischen Bewohner der Inseln diesbezüglich kein Gefühl und Verständnis haben.

Insgesamt bleibt allerdings anzumerken, dass Panama ein großes Müllproblem hat.

Panama 2017,I : Panama City und der Panama Kanal

Mit viel Rotz im Gepäck ging es am 03.02.2017 auf nach Panama.

Wir waren froh, dem Deutschen Winter zu entkommen, dennoch gruselte ich mich vor dem langen Flug mit Halzschmerz und elendiger Rotzerei, meine Körpertemperatur war weit höher als die erlaubten 37 Grad😳 Der Early Bird hob pünktlich morgens um 6:00 Uhr ab, es war die erste Maschine an diesem Tag, die in TXL startete. In Amsterdam bewunderte ich wieder mal den Flughafen, der nach der ganzen Umbauerei noch schöner geworden ist. Uns wurden die 3 Std. Warterei nicht langweilig, für mich ist eh alles besser, was sich am Boden abspielt, Ich. werde in diesem Leben kein strahlender Fluggast mehr werden. Das befreite Lächeln kommt grundsätzlich erst nach der Landung😜.  Der Flug nach Panama City startete mit rd. 40 Minuten Verspätung, die auch nie wieder hereingeholt wurden, so dass wir erst weit nach 17:00 Uhr in Panama City landeten. Dafür wurden wir mit Live Musik original panamaisch begrüßt🇵🇦, das Abenteuer konnte beginnen.

Der Tocumen Airport erfährt zur Zeit ebenfalls ein Facelifting, Panama macht sich fit für den großen Touristenansturm. Wir fuhren für 30 $ nach Casco Viejo und landeten in unserem Boutiquehotel Casa Panama, mit schöner Aussicht auf die Skyline, tollem Dachrestaurant und Pool. Unser Zimmer hatte bezaubernde 8qm, wir bekamen für 70€ die Nach genau 1,20m Bettcehn, oh wie schön und teuer  ist Panama. 

Obwohl die Verpflegung im Flieger gut gewesenw war, überkam uns ein kleines Hungerhen und wir erkundeten die Dachterasse und die dortige Speisekarte…..na hoppla, unter 15$ pro Essen war nichts zu machen, ein Bier mit 3,50$ ist auch nicht asiatisch. Ums kurz zu macnen, der Octopus mit gegrillten Kartoffeln war grandios, das Essen seine 35$ insgesamr wert….eins wurde uns aber zu diesem Zeitpunkt bereits klar, ein Schnäppchen Urlaub wird das hier nicht!

Der Jetlag, mein Rotz und die Tatsache, dass uns der Wecker am nächsten Morgen um 4:45 aus dem Bettchen holen würde, veranlasste uns zum sofortigen Federball nach erfolgter Katzendusche ohne Haarewäsche. Die Nacht war erbämlich, wir hörten Bässe von der Dachterasse -ob nun von unserer oder  den gefühlt 100 anderen Dachbars war eigentlich auch egal. Unser Zimmer ging zur Straße heraus und die Panamanen ( echt, es sind Panamanen)  lieben es zu hupen auch wenn es nichts zu hupen gibt so morgens um 3:00 Uhr! Dennoch fühlten wir uns einigermaßen fit und wurden ohne Wecker wach. Unser Taxi brachte uns für 15$ über den Amador Causeway zum Fähranleger.

Wir hatten Glück, statt 400 Kanallustige waren wir nur zu 180 und da eine deutsche Reisegruppe mit an Bord war, bekamen wir alle Erläuterungen auch auf Deutsch…..bei dem ganzen technischen Zeugs sicherlich von Vorteil.

Der Kanal wurde 1914 eröffnet und rund 14300 Schiffe gehen jährlich durch den Kanal. Seit der Kanalerweiterung und dem Bau von neuen Schleusen ( 2 Schleuse jeweil für Miraflores und Santa Clara) können nun auch größere Schiffe durch den Kanal fahren. So bewunderten wir z.B das größte Container Schiff der Welt. Wir starteten auf der Insel Flamenco, fuhren während des Sonnenaufgangs gen  Puente de las  Americas und reihten uns hinter unsere zwei Mitstreiter ein-ein Container Schiff aus Haifa und die Brilliant Phoenix. Mit der Phoenix gingen wir in alle Schleusen, damit der Veranstalter „nur“ 5000 Dollar statt um die 500.000 Dollar zu zahlen. Das teuerste Schiff war übrigens die Queen Mary mit 1,5 Mio Dollar. Damit sind aber noch keine Extrakosten wie Schleppschiffe im Gatunsee oder die Seile der Lokomotiven berechnet. Der Kapitän übergibt auf dem Kanal, auf der gesamten Länge, das Kommando an einen Lotsen der Panama Gesellschaft, selbst Kriegsschiffe gehen in das Kommando des  Kanals…..kein einziger Kapitän hat sein Schiff bislang eigenhändig durch den Kanal gefahren. Die Gesamtstrecke beträgt 82km, inkl. des künstlichen Gatun Lakes und einem Haufen Krokodile im Kanal. Wir sahen gestern zwei Exemplare. Es  gab auch mal einen Schwimmer, der durch den Kanal gepaddelt ist, das ist aber mittlerweile streng verboten.

Am Spannensten waren natürlich  die Schleusen und die zwei Riesenpötte die uns begleiteten, wir kamen uns sehr klein. neben diesen  Megaschiffen vor. Zunächst gings durch die Miraflores Schleusen und  Pedro Miguel, die sehr nah beieinander liegen.

Abfahrt aus Flamenco 

Frank Gehry hat sich ebenfalls hier verewigt Bio Museum

Puente des las Americas, Highway No.

Blick auf die Hafeanlagen von Balboa

Miraflores Schleusen


Die Versorgung auf dem Dampfer war viel zu gut, neben Frühstück wurde auch Mittag  und Kaffee serviert. Die Vernastalter wissen schon, wie sie die Reisenden 12 Stunden beschäftigen konnten.

Auf dem Weg zu den Pedro Miguel Locks

Last but not least, Gatun Schleusen.

Von Colon aus fuhren wir mit dem Bus nach Panama Stadt. Colon hat mich sehr an Kuba erinnert, genauso marode und heruntergekommen.

Wir waren gegen 19:30 wieder in Casco Viejo und gingen noch essen, da mein Magen die vielen Medikamente nicht gut verkraftete. Wieder waren wir fast 40 Dollar los…..die Preise machten uns sprachlos. Um 21:00 Lag ich mit Fleecejacke und Schal im Bett. Ich hatte mich mit Allem gedopt, was möglich war.

Von draußen kamen die Samstag Abend Bässe, das Geschrei der Latino Mädels…..wir hofften auf eine ruhige Nacht.

Heute früh das erste Fazit zu meiner Gesundheit gezogen. Obwohl die Nacht laut gewesen waren, hatte ich nach einigen Einschlafschwierigkeiten ( Kopfweh) ganz gut gepennt. Meine Temperatur war mit 37,5 eindeutig zu hoch und passte sich den Außentemperaturen perfekt an. Der Rotz hatte sich zu einem echten Ärgernis mit roter Neese, Herpes auf der Lippe, und  absolut dichten Nebenhöhlen entwickelt-egal…Show must go on.

Unser Frühstück im Hotel war recht gut, wir stärkten uns und schauten uns die  Altstadt an, die bereits ins  Weltkulturerbe aufgenommem wurde. Allerdings war ich überrascht, wieviele Ruinen zu bewundern waren. Wenn ich an alle Kuba Kritiker denke, diese möchte ich gerne mal Casco Viejo zeigen. Mehr als 50% der Häuser sind nur Ruinen, da gibt es noch viel zu tun.

Wir erliefen uns das Viertel und gingen in einer echten Panama Kneipe ohne Schnick und Schnack bereits um10:30 zum ersten Bier über. Klärchen gab alles, die hatte kurzweilig den Eindruck ich müßte einfach nur umfallen.


Am Nachmittag hatte ich mich soviel berappelt, dass ich den hiesigen Fischmarkt aufsuchen konnte. Wir fraßen uns durch drei Töpfe Ceviche und Mathias grinste im Kreis-ich schmeckte leider nur süß, salzig, sauer ….aber gesund war es alle Male.

Unseren Plan zum Busterminal zu fahren um an Bustickets nach Almirante zu komme , verwarfen wir recht schnell wieder. Ich war gesundheitlich dazu nicht in der Lage und Mathias hatte Gottvertrauen….nach David kommen wir immer….schauen wir mal, wie es nach San Blas weitergeht.

Für unsere Zukunft sorgten wir ebenfalls, richteten uns eine Briefkastenfirma auf SyM Ltd. ein, in den nächsten Panama Papers werden wir wohl erwähnt werden😂🇵🇦

Zum Schluss kommt noch der berühmte Blick auf die Skyline